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#RPGaDay2018 und Tagebuchbloggen, Tag 19

(Blergh, ich bin total matschig. Nicht gut geschlafen und mein Kreislauf liegt noch im Bett…)

Frage 19: Welche Musik verbessert dein Rollenspiel?

Puh, über Musik im Rollenspiel hab ich schon SO viel geschrieben. Hier zum Beispiel. Oder da.

Kurz gesagt: Ich spiele sehr, sehr gern mit Musik und Hintergrundgeräuschen am Spieltisch, da es für mich immens die Immersion erhöht. Allerdings nur, wenn es gut gemacht ist – also keine bekannten Soundtrackthemes, keine random Playlist, keine Sachen mit Text. Sondern passend zur Szene rausgesuchte Soundtrackstücke, die in Dauerschleife laufen können und evtl. gezielt einsetzbare Musik für bestimmte einprägsame Szenen.

Lieber keine Musik als schlechte und unpassende Musik.

Achja, und manchmal suche ich mir für meine Charaktere so „Themesongs“ raus, die ich zur Einstimmung höre, um in den Charakter reinzukommen. Das hab ich nicht für jeden Charakter, aber für einige. Für meine aktuell gespielte Schreiberin Curima ist es z. B. „Rabbit Heart“ von Florence and the machine.

Tagebuchblogcontent

Gestern mal wieder das seltene Wunder – gut und lange geschlafen. Halb 10 aufgewacht, noch ne Stunde rumgegammelt und Twittertimeline gelesen. Dann laufen gegangen, Yoga gemacht, dann gebloggt und geduscht, der Mitbewohner machte derweil superleckeres Rührei mit Schinken, Pilzen und Tomaten zum Frühstück. Dann auf zum DSA. Nach zwei Wochen Pause mit wilden anderen Systemen brauchte ich irgendwie einen Moment, um wieder reinzukommen, aber dann hatten wir bis auf ein paar Querelen innerhalb der SC doch einen schönen und interessanten Abend. Eshbatmar ist eine sehr coole und faszinierende Stadt. Und neue weirde Götter kennenlernen und wild mit bekannten vergleichen geht für mich ja immer. Hart war nur der Teil, wo die Gruppe sich trennte und der Teil, in dem mein SC nicht war, in ein Detekivszenario stolperte und ich mich doch sehr beherrschen musste, nicht irgendwelche Tipps und Fragen und Vorschläge einzuwerfen. Zum Glück fanden sich dann alle SC recht schnell wieder zusammen und am Ende des Abends war der Teil der Story auch schon aufgelöst. Essen gabs diesmal vom Griechen, wir spielten bis ziemlich genau 01:00 Uhr, um 02:00 war ich dann im Bett.

Lustigster Moment des Abends: SL erzählt was über eine Göttin.
„… und ihr heiliges Tier ist die Sturmschwalbe.“
Mitspieler, wie aus der Pistole geschossen: „Eine europäische oder eine afrikanische Schwalbe?“

Umzugserledigungen: Nope.

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Genderswapped Podcast – Folge 1

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Soundcloud

In der ersten Folge des Genderswapped Podcast reden Judith und Lena über Gleichberechtigung in Rollenspielsettings – wie ist es, wie war es früher, wie könnte es noch besser werden? Außerdem: Der Herr der Ringe als Medienthema – warum wir die Bücher und Filme immer noch lieben, auch wenn sie ungefähr so divers sind wie unser Heimatministerium.

Disclaimer: Der Ton ist diesmal irgendwie etwas schlechter als in Folge 0 – vor allem hört man leider Vogelzwitschern im Hintergrund, das auch Auphonic nicht herausgefilter hat, und auch ein paar Klick- und Raschelgeräusche sind vorhanden. Wenn ich noch versucht hätte, das alles rauszueditieren, würde diese Folge aber vermutlich 2025 erscheinen … deswegen hoffe ich, es ist trotzdem einigermaßen gut hörbar.

Zeitangaben und erwähnte Systeme:

00:00 Intro und Reaktionen auf Folge 0
01:15 Gleichberechtigung in Rollenspielsettings

  • Das Schwarze Auge: 02:45
  • DnD: 10:50
  • Numenera: 19:20
  • Splittermond: 20:20

21:00 Muss jedes Rollenspielsetting gleichberechtigt sein, geht es auch anders, und was für andere Konfliktgrundlagen gibt es?

  • Tharun: 23:45
  • Rakshazar: 25:30

27:00 Historische Settings

  • 28:30 Cthulu
  • 29.:05 Space 1889
  • Siebte See: 30:10
  • Myranor: 30:20

32:00 Herr der Ringe
41:50 Outro
42:20 Scherbenland-Spendenaktion

Shownotes

Representation in Dungeons and Dragons

Die zunehmende Anzahl von Spielerinnen bei Dungeons and Dragons

Misogyny and the female body in RPG

We have always fought

The first female gamers

Why minority settings in RPG matter

Der besagte Splittermond-Forenthread

Der erwähnte Roman von Horus W. Odenthal

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Mediengedöhns im Juli 2018

Gefühlt habe ich gerade erst das letzte Mediengedöhns verfasst, aber da ist der Juli schon wieder so vorbeigeflufft. Also schon wieder Zeit für den nächsten Artikel.

Gelesen

Nix wirklich gelesen. Eine weitere Kurzgeschichte aus A Certain Point of View, die ersten vier Kapitel des dritten Age of Steam-Bands von Devon Monk (Toll – jetzt hab ich beim Nachschlagen des Titels der Reihe festgestellt, dass diese auf 7 Bände ausgelegt war, aber nach 3 Bänden kein weiterer erschienen ist. Toll. Nun weiß ich gar nicht, ob ich das Buch noch zu Ende lesen mag … vermutlich schon, weil es doch ziemlich gut anfing, aber … whyyy? Muss man denn immer erst warten, bis eine Reihe komplett erschienen ist? *seufz*). Ansonsten gefühlte 700 Artikel zum Thema Rollenspiel und Gleichberechtigung und Diversität und so. Kommen demnächst auch noch als Link unter der nächsten Podcastfolge.

Filme und Serien

Ich war im Kino und habe Herr der Ringe gesehen – alle drei Filme im Original in der Special Extended Edition, von 10 Uhr morgens bis kurz vor Mitternacht. Warum? Weil mein Stammkino das anbot, ich die Filme immer noch liebe und ich zum Glück Leute kenne, die irre genug sind, mit mir einen gesamten Sonntag im Kino zu verbringen. Das war sehr nett (und ich danach sehr platt).

Im selben Kino am letzten Sonntag gesehen: Antman and the Wasp. Antman fand ich ja schon überraschend unterhaltsam und die Fortsetzung hat mir auch gefallen. Vor allem ragt er für mich dadurch heraus, dass es gelingt, eine spannende Geschichte zu erzählen, ohne einen klassischen Comicbook Villain als Gegner einzuführen. Bis auf einen geprellten Gangster, der den Helden das Leben schwermacht, gibt es eigentlich keinen Antagonisten, nur Personen mit verschiedenen Problemen, Motivationen und Bedürfnissen. Das ist mal eine wohltuende Abwechlsung und kommt auch ziemlich gut – welcher Bösewicht hätte sich auch nach Infinity War mit Thanos messen können? Und die Dynamik zwischen Scott, Hope und Hank reicht auch fast schon aus, um den Film zu tragen, aber es gibt ja auch noch weitere tolle Nebenfiguren wie Luis und Ghost und Cassie. Tatsächlich mal eine sehr coole Kinderrolle. Aber die coolste Person im Film ist auf jeden Fall Hope! Was für eine großartige, kompetente, gelassene, arschcoole Superheldin! Bitte mehr davon. Ansonsten arbeitet der Film wieder sehr schön mit den Schrumpf- und Vergrößerungstechniken und ist optisch auf jeden Fall sehr cool. Auch der Ghost-Effekt sieht klasse aus. Es gab auch wieder etliche gute Lacher, und diesmal zum Glück nicht ganz so viele, die auf „Scott Lang ist ein sozialer Trampel“ basierten. So. Also ein weiterer gelungener Film und ich möchte jetzt bitte eine Fortsetzung mit vor allem den drei weiblichen Charakteren, um das mal spoilerfrei auszudrücken. Achja: Die Post-Credit-Szene hat mich total kalt überrascht, obwohl sie im Nachhinein eigentlich zu erwarten war. Aber boah ey!

(Und jetzt müssen wir alle bis nächsten März ohne MCU-Filme klarkommen. Krasser Shit! Immerhin kommt im Herbst ja noch der animierte Spiderverse-Film, den will ich auf jeden Fall auch sehen.)

Serien gabs auch. Nämlich estmal die 2. Staffel GLOW. Ich schwöre, ich wollte sie mir einteilen und nicht so schnell gucken, aber meine Fresse, diese Serie saugt einen ja geradezu ein. Wir haben die 10 Folgen sehr schnell durchgesuchtet. Und hach, die Serie ist immer noch SO toll. Die Charaktere! Die Kostüme! Die Musik! Und diese ganzen unglaublich tollen und differenzierten zwischenmenschlichen Momente, die genauso viel Platz haben wie Komik und Wrestling-Moves. Ach, so schön. Guckt das, alle.

Und guckt auch alle Avatar – The Last Airbender! Da hab ich jetzt die zweite Staffel beendet und ich sitze eigentlich immer noch nach jeder Folge mit offenem Mund da und murmel „diese Serie ist SO GUT“ vor mich hin. Alles ist so gut! Die Charaktere, die Story, die Musik, selbst die Gags, die manchmal schon eher auf jüngeres Publikum ausgelegt sind, finde ich fast immer richtig lustig. Und gleichzeitig ist alles so tragisch und ich will doch nur, dass die alle glücklich sind, ey! Außerdem möchte ich Katara heiraten. Mehrfach pro Staffel. Ach was, pro Folge. Hach. Und jetzt nur noch eine Staffel – noooo! So ein Mist. Ich glaube, die Serie werd ich auf jeden Fall nicht nur einmal gucken.

Dann noch die zweite Staffel Brooklyn 99 gesehen, das ist weiterhin schräg und lustig und hat liebenswert-chaotische Charaktere. Auch eine schöne Serie. Macht mir aber weniger GEFÜHLE als die anderen. Aber das muss ja auch mal sein, dass man einfach mal was gucken kann, ohne danach irgendwo was in Capslock hinschreiben zu müssen.

Gespielt

Beim DSA jetzt endlich wieder bei der Fortsetzung der Lamea-Kampagne angekommen. Nachdem vom letzten zum aktuellen Abenteuer ein Zeitsprung von 4 Monaten stattfand, haben wir diesmal versucht, das Ganze etwas experimenteller anzugehen, indem wir in der Gruppe ca. 15 Sachen festgelegt haben, die sich auf dem Schiff geändert haben und dann in Flashbacks erzählt haben, wie es dazu kam. Das klingt jetzt cooler als es in der Umsetzung lief, irgendwie dauerte es dann doch 3 Abende statt einen und wurde zu klassisch ausgespielt, aber naja. War trotzdem ein guter Versuch, vielleicht klappt es das nächste Mal ja noch etwas flüssiger. Inzwischen sind wir nun auch schon mitten im nächsten Abenteuer und machen gerade irgendwie zum dritten Mal innerhalb gar nicht so langer  Zeit den „wir müssen in der Arena kämpfen, um unser Ziel zu erreichen!“-Plot. In inzwischen der dritten verschiedenen Gruppe. Lustig. Naja, das Trope kommt halt nicht von ungefähr.

Per Hangout gespielt: Den ersten von zwei Terminen Monster of the Week, einem weiteren PbtA-Systemen, das stark an Serien wie Buffy oder Supernatural angelehnt ist. Wir hatten uns eine lustige Kombination aus Mensch mit übernatürlichen Kräften, Dämon und Engel gebastelt und waren auch fast zu sehr mit uns selbst beschäftigt, um schon großartig in der Aufklärung eines mysteriösen Todesfalls bei einem Rockkonzert voranzukommen. Nächste Woche gibts das Finale, dann vielleicht nochmal mehr dazu.

Im Würfel und Zucker habe ich Anfang Juli eine Runde DREAD gespielt, bekannt vermutlich vor allem unter „Das Rollenspiel mit dem Jenga-Turm“. Die Runde hatte sich auf der NordCon sehr spontan ergeben, als wir bei der Abschlussveranstaltung im Publikum saßen. Es war dann eine sehr nette und coole Runde, wir haben das SciFi-Szenario aus dem Grundbuch gespielt und es war schon krass, wie sehr sich die Anspannung im Raum gehalten und gesteigert hat, wenn man wieder Steine aus dem wackelnden Turm prökeln musste. Tatsächlich haben wir da eher konserativ agiert und gar nicht so viel gezogen, sondern viele Sachen auch so hingenommen, weil sie auch cool und spannend waren, zumal unser SL auch noch so geheime Handouts zum Verteilen vorbereitet hatte. Und auch die Charaktererschaffung mit dem Fragebogen fand ich wirklich sehr cool. Würde ich gerne nochmal spielen.

Ebenso cool fand ich Society of Dreamers, davon hab ich aber ja schon im letzten Blogeintrag geschrieben. Ein weiteres tolles Erzählspiel, was komplett ohne Würfel oder sonstige  Zufallsmechanismen auskommt (das Oujia-Bord dient ja auch nur als Anregung). Das würde ich auch total gerne nochmal spielen um zu schauen, wie sehr sich die Runden so unterscheiden.

So. Alles etwas kurz gehalten heute, die Hitze, ihr versteht.

Im August gibt es übrigens wieder die Blogaktion RPGaDay mit 31 rollenspielbezogenen Fragen. Ich überlege, ob ich die wieder gesammelt einmal die Woche beantworte oder ob ich die Aktion zum Anlass nehme, mal zu versuchen, hier mal wieder sowas wie tagebuchbloggen zu etablieren und jeden Tag was zu schreiben. Ich bin da noch unentschlossen, es ist ja auch eigentlich zu heiß für jede Art von Entscheidungsfindung, außerdem hab ich eigentlich doch gar keine Zeit … aber vielleicht mach ich es trotzdem. Stay tuned.

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Mediengedöhns: Der Rest 2017

Äh, ja. Es ist eine Weile her. Deswegen gibt es jetzt mal wieder einen Rundumschlag, damit ich im Januar nicht mit ganz vielen Altlasten weiterbloggen muss 😉

Bücher

Relativ viel gelesen hab ich im September im Schottlandurlaub. Normalerweise ist das im Urlaub bei mir ja immer so, dass ich 5 Bücher einpacke, im Urlaub dann 5 weitere kaufe und keins davon lese. Diesmal habe ich … 5 Bücher eingepackt, 4 neue gekauft, aber wenigstens 3 von den 9 dann auch gelesen. Tatsächlich drei sehr unterschiedliche Bücher, die ich aber alle sehr gut fand.

Urlaubskauf Nummer 1 war The Vegetarian von Han Kang. Das Cover war so auffällig hübsch und dann fiel mir ein, dass ich in mindestens zwei Blogs schonmal was dazu gelesen hatte. Außerdem hat es nen Haufen Preise gewonnen und drittens kann ich mich nicht erinnern, schon mal ein Buch von einer südkoreanischen Autorin gelesen zu haben. Also hab ichs mitgenommen und dann auch gleich durchgelesen. The Vegetarian erzählt oberflächlich gesehen die Geschichte einer Frau, die von jetzt auf gleich zur Veganerin wird (wieso der Titel und die englische und deutsche Übersetzung stattdessen Vegetarierin sagen, hab ich nicht kapiert) und dann nach und nach das Essen vollkommen einstellt. Erzählt wird das alles in drei Abschnitten, aus der Sicht ihres Ehemannes, ihres Schwagers und ihrer älteren Schwester. Nur ganz kurz kommt die Protagonistin selbst zu Wort, wobei man sich vermutlich darüber streiten kann, ob sie überhaupt die Protagonistin ist und nicht vielmehr die Projektionsfläche für die drei anderen Figuren. Es ist jedenfalls ein ziemlich verstörendes Buch, sehr verrückt, sehr traurig, teilweise sehr krasse Themen, wunderschön geschrieben. Einige sprachliche Bilder hängen immer noch in meinem Hirn. Wenn man sich mit der Kultur in Südkorea auskennt, kann man sicherlich noch mehr Spannendes entdecken, das kann ich jetzt nicht beurteilen. Insgesamt jedenfalls eine Empfehlung.

Danach zurück zu Star Wars und den eingepackten Büchern: Guardians of the Whills ist ein Young Adult-Roman, der die Vorgeschichte von Baze Malbus und Chirrut Imwe aus Rogue One erzählt. Wobei, und das ist auch so mein größter Kritikpunkt daran, nicht wirklich etwas darüber erzählt wird, woher die sich eigentlich kennen und was sie die ganze Zeit in Jedha so getrieben haben. Vielmehr spielt der Roman eher so einige Monate bis Wochen vor Rogue One und damit bereits im vom Imperium besetzten Jedha. Es gibt ein paar ganz netten Nebenfiguren, wobei der Fokus schon sehr stark auf Baze und Chirrut liegt, aber das gefiel mir eigentlich ganz gut. Die Kapitel werden abwechselnd aus Sicht der beiden erzählt und gerade die Schilderung von Chirruts Blindheit, seiner (schwach vorhandenen) Machtsensitivität und seiner Art sich zu orientieren haben mir sehr gut gefallen. Dazu kommen noch ein paar sehr schöne Zeichnungen und, was das Buch nochmal schöner gemacht hat, zwischen jedem Kapitel kurze Texte aus verschiedenen Glaubensströmungen. Neben dem Jedi- und dem Sithcode kommen da auch die Guardians of the Whills, weitere Glaubensgemeinschaften, aber auch Poeten etc. zu Wort. Man sollte da jetzt keine allzu philosophischen Abhandlungen oder die megatolle Lyrik erwarten, aber es war cool, nochmal ein paar Einblicke in andere Machtgemeinschaften zu bekommen. Insgesamt ist Guardians of the Whills durchaus empfehlenswert, wenn auch meiner Meinung nach kein Must-Read.

Das dritte Urlaubs-Buch, größtenteils im Flugzeug gelesen: Der erste Frühling von Klaus Kordon. Das ist der dritte Band der sogenannten Trilogie der Wendepunkte, die anhand einer Familie aus einem armen Berliner Stadtviertel drei umschlagende Ereignisse der deutschen Geschichte schildern: Die Ausrufung der Republik und das Ende des zweiten Weltkriegs (in: Die Roten Matrosen), die Machtergreifung der Nazis (in: Mit dem Rücken zur Wand) und jetzt im dritten Band die letzten Monate des zweiten Weltkriegs und die Besetzung durch die Siegermächte. Die Bücher sind jeweils aus der Sicht von so 12-13-Jährigen geschrieben und, soweit ich weiß, auch als Jugendromane angelegt, wobei die behandelten Themen natürlich schon ganz schön krass sind. Gleichzeitig sehen die Protagonisten aber auch noch nicht durch alles durch, so dass immer noch so ein gewisser Filter drüberliegt. Jedenfalls sind alle drei Bände sehr zu empfehlen, weil sie nicht nur historisch interessant sind, sondern auch absolute Page-turner. Ich hatte Der erste Frühling gerade aufgeschlagen und schwupps, war ich auf Seite 120. Besonders gut find ich immer, wie das alltägliche Leben der Menschen eingefangen wird in diesen Ausnahmesituationen. Also das knapp werdende Essen, die Nächte im Luftschutzkeller, etc. – das ist alles sehr eindrucksvoll. Achja, dieses Buch über die letzten Tage im Dritten Reich zu lesen, machte die Wahlergebnisse am Sonntag drauf übrigens nicht erfreulicher.

Dann habe ich mich aufs nächste Star Wars-Buch gestürzt, nämlich Inferno Squad. Was eigentlich die Vorgeschichte zum Storyteil von Battlefront II ist, aber man kann es auch so sehr gut lesen. Das Buch beschreibt, wie das Inferno Squad nach der Zerstörung des ersten Todessterns gegründet wird und hat zur Abwechslung halt mal 4 imperiale Offiziere als Hauptcharaktere. Dabei schafft es aber den Balanceakt, die Charaktere sowohl als treu ergebene Imperiale darzustellen und sie trotzdem sympathisch zu machen. Ansonsten dreht sich der Großteil des Buches darum, wie das Inferno Squad eine Rebellensplittergruppe infiltriert und dabei natürlich feststellt, dass die Rebellen auch nicht automatisch schlechte Menschen (und Aliens) sind und in Loyalitätskonflikte gerät und all sowas. Das ist eine Thematik, mit der man mich immer kriegt, und von daher ist es auch nicht verwunderlich, dass das Buch mir extrem gut gefallen hat. Sicherlich kein Must-Read des neuen Romankanons, aber schon sehr cool und mit sehr viel moralischen Grauzonen.

Mehr Star Wars: Lost Stars ist ein Young Adult-Roman von Claudia Gray, von der ich dieses Jahr auch schon Bloodline gelesen habe. Lost Star erzählt die Geschichte von Ciena Ree und Thane Kyrell, die sich als Kinder auf dem Outer Rim-Planeten Jelucan kennenlernen und gemeinsam auf das Ziel hinarbeiten, an eine der Imperialen Akademien aufgenommen zu werden. Die Handlung spielt quasi parallel zu der gesamten OT (und etwas darüber hinaus) und erzählt einfach eine andere Geschichte, die zur selben Zeit stattfindet. Mich hat das Buch total mitgerissen, Ciena und Thane sind mir schnellstens ans Herz gewachsen und ihre Geschichte ist sehr schön und sehr tragisch. Das relativ offene Ende hat mich ein wenig überrascht. Irgendwie hoffe ich fast, dass man anderswo nochmal erfährt, was letztendlich aus den beiden geworden ist. Jedenfalls ein weiteres sehr gutes Buch aus dem neuen Star Wars-Kanon, das man sicherlich auch jedem ans Herz legen kann, der noch nicht so tief in Star Wars drinsteckt.

Filme und Serien

Im Rahmen des Großen StarWars Marathons 2017 ™ habe ich zum ersten Mal seit … ich sie damals einmal im Kino und danach nie wieder sah, die Star Wars-Prequels gesehen. Und meeeeine Güte, ich habe das nicht in meinem Kopf ins Schlechte gesteigert, die sind wirklich einfach … nicht gut. Tatsächlich fand ich The Phantom Menace noch mit am besten. Jar-Jar Binks ist zwar ein wirklich übertriebener Comic Relief-Charakter, aber er nervte mich sehr viel weniger als gedacht und ich musste ein paarmal wirklich über ihn lachen. Der Film hat ein seltsames Pacing, räumt dem Podrennen vieeeeel zu viel Zeit ein, ist aber sonst eigentlich ganz solide. Der Endkampf im Palast von Padme mit den drei parallelen Handlugssträngen, Darth Maul vs. Obi-Wan und QuiGon und der Duel of the Fates-Musik ist auch nach wie vor ziemlich gut. Und Baby-Anakin nervt sehr viel weniger als seine spätere Inkarnation als creepy Emo-Teenager. Attack of the Clones fand ich dann auch entsprechend sehr mühsam zu gucken. Wenn man die furchtbare Padme-Anakin-Liebesgeschichte rausschneiden und sich einfach nur Obi-Wan, Private Investigator, anschauen würde, wäre es noch einigermaßen spaßig. Aber leider muss zwischendurch immer zu so wunderbaren Digen wie dem Sand-Dialog geschnitten werden. Uaaah. Nee, der Film funktioniert irgendwie überhaupt nicht, auch wenn er einzelne Highlights hat. Revenge of the Sith ist dann einfach noch blöder, weil noch mehr Fokus auf Anakin. Und noch mehr schlechte Liebesdialoge. Und dann noch diese bescheuerte Szene, in der Anakin zur Dunklen Seite überläuft. Und der Kampf auf der Lava. Und …. argh! Nee. Echt jetzt, das ist einfach so großer Murks. Der Film hat so gut wie gar keine Szene, die ich gut finde – höchstens Palpatines Monolog über Darth Plagueis ist noch ganz schick. Und alle dreieinhalb Emotionen, die ich während des Schauens hatte, kamen nur daher, dass all die Jedi, die sterben, mir durch die Clone Wars-Serie so ans Herz gewachsen sind. Also zusammengefasst – es darf gerne jeder die Prequels auch ganz toll finden, aber beim nächsten Star Wars-Marathon fliegen die glaube ich raus.

(Danach habe ich natürlich noch Rogue One und die OT geschaut und dann TFA und The Last Jedi im Kino als Double Feature. Aber über TLJ habe ich ja schon einen eigenen Artikel geschrieben.)

Okay, kommen wir mal zu Serien.

Die dritte Staffel Grace and Frankie ging schon sehr viel eher online als ich sie gucken konnte, aber wir haben die 13 Folgen dann wieder sehr schnell durchgeschaut. Die Serie ist weiter so toll wie sie auch schon in den ersten Staffeln war. Sehr liebenswerte Charaktere, die richtige Mischung aus ernst und lustig, wunderbares Timing, großartige Schauspieler. Ich freu mich auf Staffel 4.

Die 2. Staffel von Jane the Virgin hat mir ähnlich viel Spaß gemacht. Die Serie verarscht ihr eigenes Telenovela-Dasein in der Staffel noch mehr als in der ersten, scheut sich nicht vor allen möglichen absurden Stilmitteln, Musikeinlagen und sonst was, ist dabei trotzdem irgendwo spannend und witzig und einfach vergnügliche Unterhaltung, wenn man mal beim Gucken nicht nachdenken will. Ich glaube, Staffel 3 kommt bald auf Netflix raus, die wird dann auch geschaut.

Dann lief ja auch wieder Mr. Robot. Für mich immer noch eine absolut bemerkenswerte und einzigartige Serie, allein schon in Hinblick auf Kamera- und Tonarbeit. Diese war auch in dieser Staffel wieder absolut herausragend. Die Story der dritten Staffel hatte keine so totalen Twists drin wie in Staffel 1 und 2, wirkte aber auch etwas kohärenter erzählt als in Staffel 2. Von daher hat sie mir auch wieder gut gefallen. Die schauspielerischen Leistungen sind ohnehin großartig und ab und zu kommt einfach mal so ne Szene mit einem Monolog über den Zustand der Welt, der einfach so WAHR und so deprimierend ist … ach, ach. Jedenfalls nach wie vor eine sehr gute Serie. Bin gespannt, ob und wie lange die Geschichte noch weitergeht.

Während ich zu Star Trek Discovery erst nach Abschluss der Staffel was schreiben werde, gab es ja noch Nicht-das-Star-Trek, also The Orville. Die Serie ist eigentlich sehr viel näher dran an klassischem TNG-Star Trek als die neue Serie, nur halt mit einer großen Portion mehr Humor. Der Trailer tut der Serie keinen Gefallen, weil er nach reinem Slapstick aussieht, so dass ich eigentlich, obwohl ich ja ein großer Fan von Adrienne Palicki bin, nicht reinschauen wollte. Zum Glück wurde ich auf Twitter davon überzeugt, der Serie eine Chance zu geben, sie hat mir dann nämlich doch ziemlich gut gefallen. Ja, es ist ziemlich viel Humor drin, manchmal etwas zu viel und nicht immer 100 Prozent mein Geschmack – aber das ist nicht der Hauptaspekt von The Orville. Eigentlich erzählt sie eine sehr klassische Geschichte von einem Raumschiff mit dem üblichen Raumschiff-Team und dem Fall der Woche auf fremden Planeten und Welten. Es sind Sachen drin, die vermutlich auch bei Star Trek  hätten passieren können, es sind Sachen drin, die bei Star Trek garantiert nicht passiert wären, und vor allem kommen in mehreren Folgen Themen vor, die topaktuell und durchaus politisch sind, was mir sehr gut gefallen hat. Die Crew wächst einem recht schnell ans Herz, die klassische Erzählweise wirkt fast schon wie eine angenehme Abwechslung, weil sie gar nicht mehr in so vielen Serien vorkommt. Insgesamt für mich eine große Überraschung, ich bin froh, dass es eine 2. Staffel geben wird.

Und dann war da noch Designated Survivor, das der Mitbewohner und ich spontan in Dänemark angefangen haben und dann doch recht schnell die 1. Staffel durchgeschaut. Die Serie beruht auf dem tatsächlich existierenden Konzept, dass bei Anlässen, bei denen alle wichtigen Politiker der USA auf einem Haufen sind, ein Mitglied des Kabinetts der Sache fernbleibt, falls es einen Anschlag gibt. In dem Fall wird dieses Mitglied dann automatisch Präsident. Natürlich ist es das, was als erste Szene der Serie passiert und so findet sich dann ein aufrichtiger, netter Architekt, der in der Regierung einen Posten als Stadtplaner hatte, auf einmal in der Rolle des US-Präsidenten wieder, der mit der größten Krise des Staates konfrontiert ist, die es je gab. Der zweite Plot dreht sich dann um eine FBI-Agentin und die Aufklärung des Anschlages. Die Serie ist ziemlich spannend, jede Folge hört quasi mit nem Cliffhanger auf, und man will eigentlich immer wissen, wie es weiter geht. Der Plot um den Anschlag und die dahinterstehende Verschwörung ist teilweise schon an der Grenze zu hanebüchen, aber gerade der Handlungsstrang um den eigentlich auf den ersten Blick ungeeigneten neuen Präsidenten und die diversen Probleme mit anderen Staatschefs, unbesetzten Posten, nicht mehr arbeitsfähigen Gerichten und durchdrehenden Bundesstaaten hat mir ziemlich gut gefallen. Sicherlich keine total fundierte und realistische Serie, aber spaßig zu gucken.

Außerdem schaue ich natürlich noch einen ganzen Haufen andere Serien, aber ich schreibe ja immer erst was, wenn die Staffel zu Ende ist.

Gespielt

Am PC nix. In der heimischen DSA-Runde weiter Königsmacher, wo wir irgendwie geschafft haben, aus lauter Übervorsicht den Mittelteil des Abenteuers vor dem Anfang zu spielen und fünf Abende wirklich quasi nix außer Recherche passiert ist. Damit dann nach sorgfältiger Vorbereitung eines Treffens … die Person, die wir treffen wollten, in einer Skriptsequenz stirbt. Das klingt jetzt blöder als es tatsächlich war, aber ich habe doch ziemlich gehadert mit dem aktuellen Abenteuer – unser SL aber auch. Danach ging es aber wieder bergauf und jetzt sind wir alle ganz gespannt, wie es weitergeht. Außerdem durfte ich auf der Dänemarktour ein Abenteuer aus einem bald noch erscheinenden Band unter Leitung des Mitbewohners spielen, das war auch toll. Mehr dazu bestimmt bald mal, wenn das Buch draußen ist.

Außerdem gabs im November noch eine Runde City of Mist über Skype mit netten Leuten von Twitter. Das System gefällt mir sehr gut und ich würde es gerne mal länger spielen. Die Archetypen sind sehr cool, die Regeln passen gut zum Setting und so dieser ganze Urban Fantasy-Noir-Kram ist überhaupt cool.

Achja, und dann habe ich in Dänemark nach 3 Jahren mal wieder einen Abend geleitet, nämlich ein wild aus Ideen anderer Leute zusammengeklautes Hollow Earth Expedition-Abenteuer, das aber ziemlich gut lief, mir sogar beim Leiten einigermaßen Spaß machte und glaub ich bei den Spielern auch ganz gut ankam.

Uuuund das war es nun auch wieder. Das nächste Mediengedöhns folgt hoffentlich wieder im monatlichen Abstand. 🙂

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#RPGaDay2016: Tag 11 bis 22

RPGaDAy2016

Pfuh, da hänge ich ja etwas hinterher mit dem RPG-Fragebogen. Also dann, mal aufholen:

Frage 11: Welcher Spieler hat deine Art zu spielen am meisten beeinflusst?

Irgendwie kommt es mir vor, als hätte ich so ne Frage schon mal beantwortet … egal. Einen bestimmten Spieler könnte ich da nicht nennen, es sind mehr so bestimmte Aspekte des Spiels, die ich bei anderen Spielern gut fand/finde und versuche auch selbst ins Spiel einzubringen. Das kann die konsequente Art sein, den eigenen Charakter auszuspielen oder ein gutes Timing für humvorvolle Szenen oder die Art und Weise, ein Problem anzugehen. Ansonsten hat natürlich der Spieler am meisten Einfluss gehabt, der mich damals zu meiner ersten Runde mitnahm 😉 .

Frage 12: Welches System wird deine Gruppe vermutlich als nächstes spielen und warum?

Ich wüsste grad nicht, dass wir in nächster Zeit was anderes als DSA4.1 spielen würden, weil wir einfach noch soooo viele Abenteuer und Kampagnen vor uns haben. Falls wir nebenher mal in einer zweiten Gruppe was anderes ausprobieren, würde das wohl Shadowrun (5) sein, weil meine Runde im März da den Schnellstarter gespielt hat und sehr begeistert davon war. Eigentlich war da auch angedacht, dass wir mal spielen, aber unser DSA-SL kann nicht noch ne zweite Runde meistern und der Spieler, der sich dazu bereiterklärt hat, hat noch keine weitere Action entfaltet. Insofern weiß ich nicht, ob das jemals was wird.

Ansonsten haben wir ja neulich wieder mal Hollow Earth Expedition gespielt und das war auch sehr spaßig. Das könnte ich mir auch gut vorstellen, wenn wieder mal ein DSA-Termin ausfällt.

Frage 13: Was macht eine erfolgreiche Kampagne aus?

Neben den richtigen Spielern und dem richtigen SL: Wiederkehrende Elemente (Orte, Personen, Dinge), größere Zusammenhänge, Möglichkeit zur Charakterentwicklung.

Frage 14: Dein Dream-Team aus Spielern, mit denen du zusammen gespielt hast?

Pfffuuh. Das kommt sehr drauf an. Erstens spiele ich ja eigentlich nur mit Leuten, mit denen ich auch gerne spiele und zweitens kommts auch auf die Art von Abenteuer an. Es gibt natürlich Leute, mit denen irgendwie der Kontakt verloren gegangen ist, mit denen ich gerne mal wieder spielen würde, aber auch da würde ich nicht meine aktuelle Runde mit ersetzen wollen.

Frage 15: Was ist deine beste Inspirationsquelle fürs Rollenspiel?

Ach, das kann alles Mögliche sein. Da ich ja eher nicht leite, sinds bei mir meistens Charaktere irgendeiner Art, die mich zu neuen SC-Ideen inspirieren, ob die nun aus Büchern oder Filmen oder Serien oder Computerspielen stammen, ist auch fast schon egal. Manchmal krieg ich Charakterideen auch durchaus durch gut gespielte NSC. Ansonsten natürlich auch das Spielmaterial an sich. Wenn man ein System spielt, was in der (mehr oder weniger abgeänderten) Realität spielt, kann man auch sehr gut stundenlang bei Wikipedia versumpfen zu Recherchezwecken.

Frage 16: Welche historische Person hättest du gerne in deiner Runde, und welches System würdest du mit ihr spielen?

Keine Ahnung. Den meisten historischen Personen müsste man das Konzept vermutlich erstmal ausführlich erklären und sie würden es vermutlich sehr seltsam finden … und dann müsste es natürlich auch jemand sein, der mit Fantasie und Worten gut umgehen kann. Vielleicht eine Runde MERS oder The One Ring, geleitet von Tolkien persönlich?

Frage 17: Welcher fiktive Charakter würde am besten in deine Runde passen?

Irgendein nerdiger natürlich. Howard aus TBBT (der wäre auch ein Gewinn, weil er so großartig Stimmen imitieren kann 😉 ). Charlie aus Supernatural. Abed aus Community. Die wissen auch alle schon, was Rollenspiel ist. Hurra.

Frage 18: Von welcher Innovation könnten Rollenspielgruppen am meisten profitieren?

Hm. Das … kommt darauf an? Generell können Rollenspieler allerorten vermutlich sehr davon profitieren, dass man inzwischen auch ganz gut zusammen spielen kann, wenn man nicht am selben Ort wohnt, also über Teamspeak, Google Hangout und die diversen technischen Ergänzungen dazu. Mit dem übergreifenden Anpreisen von regeltechnischen Innovationen halte ich mich eher zurück, weil einfach nicht jede Gruppe die selben Interessen und Vorlieben hat. Generell schadet es aber natürlich nie, mal über den Tellerrand zu gucken und was Neues auszuprobieren. Zum Beispiel hat unsere Runde vor einer Weile die Medianprobe beim Wurf mit nur einem Würfel eingeführt (man würfelt dabei mit 3 Würfeln und nimmt das Ergebnis in der Mitte) und da wir das gut fanden, sind wir dann dabei geblieben.

Frage 19: Was ist die beste Art, ein neues System zu lernen?

Optimal finde ich, es mit jemandem zu spielen, der es schon kennt und dann nach ner kurzen Einführung gleich loszulegen. Das geht natürlich aber nur, wenn man denn jemanden kennt, der das System schon gespielt hat. Ansonsten bin ich aber auch dafür, möglichst schnell loszuspielen, auch wenn man vielleicht hinterher merkt, dass man eine Regel nicht richtig verwendet hat oder dergleichen.

Frage 20: Anspruchsvollstes System, was du gelernt hast, das den Aufwand wert war?

Vermutlich DSA4.1, denn alles andere, was ich bisher gespielt habe, war weniger aufwändig.

Frage 21: Was ist die lustigste Regelfehlinterpretation, die in deiner Runde je vorkam?

Ich kann mich spontan an keine erinnern.

Frage 22: Welche eigentlich zufälligen Ereignisse passieren in eurer Gruppe immer wieder?

Aus irgendeinem Grund wird – vor allem in der Thorwalerrunde – beim Kampf mit Trefferzonen in 95 % der Fälle das linke Bein getroffen. Und ich habe eine heldenübergreifende Unfähigkeit fürs Klettern, da geht bei mir vollkommen unabhängig vom Kletternwert des SC ständig war grandios daneben. Außerdem schaffen wir es fast jedes Jahr, bei 35 Grad Temperatur ein Abenteuer in der Eiswüste oder ähnlich kalten Klimazonen zu spielen.

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#RPGaDay 2016: Frage 4 bis 10

RPGaDAy2016

Nach einem schönen und anstrengenden Wochenende mit Besuch und viel Rollenspiel komme ich jetzt  mal dazu, die nächsten Frage zu beantworten.

Frage 4: Das beeindruckendste, was ein Charakter eines anderen Spielers getan hat?

Das war dann wohl der praiosgefällige Krieger, der sich mit einem stilechten „Lauft, ich halte es auf!“ einem wirklich üblen Monstrum in den Weg stellte. Vor dem die Gruppe eigentlich weglaufen sollte. Aber weil er dann so heroisch war, ist der andere Krieger ihm dann doch zur Hilfe geeilt und mit vereinten Kräften und echt viel Würfelglück wurde das Viech dann tatsächlich besiegt. Aber das konnte der Spieler ja vorher nicht wissen und insofern war es sehr beeindruckend dass sich der Krieger quasi seinem eigenen Tod gestellt hat.

Frage 5: Welche Geschichte erzählt deine Gruppe über deinen Charakter?

Pfhhhhrt. Meinen Charakter? Ja, welchen denn von den ungefähr 10, die ich regelmäßig spiele?

Mein Antimagier hatte ungefähr 5 Jahre lang den Spitznamen „Corvinus der Nutzlose“, weil … naja, Antimagie halt. Inzwischen kann er so einiges und hat nach dem Oron-Aranien-Krieg, wo er wirklich einiges gerissen hat, jetzt den versöhnlichen Namen „Corvinus der nicht mehr ganz so Nutzlose“ erhalten.

Über meine Agentin erzählt die Gruppe meist die leicht verstörenden Dinge, die sie getan hat. Sie ist mal nach nem Kampf mit dem Kopf eines erschlagenen Feindes in der Hand über eine Waldlichtung getanzt, weil ihr Kriegstrauma voll durchschlug. Das wird ihr wohl ewig nachhängen.

Über meine Schreiberin in der Lamea-Kampagne: Vermutlich die Geschichte, wie sie sich beim ersten Einsatz ihrer neuen tollen Dolche selbige in den Arm rammte und aufgrund der Tolligkeit der Waffe gleich mal kampfunfähig zu Boden ging. Oder wie sie beim Einbruch die Kletternprobe verpatzte, schreiend über die Mauer fiel und den heimlichen Abgang ruinierte.

Bei meiner Thorwaler Skaldin wäre es vermutlich eine der 17 Geschichten, wie sie fast gestorben ist, weil sie unter Missachtung aller Vorsicht unbedingt sich freiwillig von einem Geist besetzen/mit Blutmagie das Artefakt wieder aufladen/im Schneesturm bei Minusgraden draußen sitzen und auf eine Vision warten/ähnlich schlaue Dinge tun musste. Die Runjas wollten es.

So, das ware jetzt 4 Beispiele der am meisten gespielten SC aus den letzten Jahren, das muss reichen. Ansonsten gilt: „Woah, der NSC ist so geistig kaputt, das könnte ein SC von Lena sein.“ (Übertreibungen. Alles Übertreibungen.)

Frage 6: Was ist das Tollste, das eine Spielgruppe für ihre Community getan hat?

Ich verstehe die Frage nicht so richtig, ehrlich gesagt. Meint vermutlich sowas wie die Organisation von Cons oder Rollenspielvereinen oder keine Ahnung? Da kenne ich allerdings keinen persönlich, der sowas macht – und auch da bezweifle ich, dass die ganze Spielrunde der jeweiligen Organisatioren beteiligt ist.

Frage 7: Welcher Aspekt des Rollenspiels hat die größten Auswirkungen auf dich?

Das Charakterspielen mit allem, was damit zu tun hat. Ihr wisst schon. Das Drama. Die FEELs.

Frage 8: Hardcover, Softcover, Digital? Was bevorzugst du?

Digital mag ich nicht wirklich. Ich kanns schlicht nicht lesen, ohne Augenschmerzen und Kopfweh zu bekommen, weder am PC noch auf dem Ebook-Reader. Ich hab mir sogar ein paar Sachen, die ich spannend fand, mal als PDF zugelegt – führt aber nur dazu, dass es dann ungelesen auf meinem Rechner rumliegt, weil es mir zu anstrengend ist, es auf dem Bildschirm zu lesen.

Bei Hardcover oder Softcover bin ich relativ leidenschaftslos – tendenziell sieht Hardcover besser aus, hält länger und man kanns besser ins Regal stellen. Aber Softcover wäre nun auch kein Grund, das Produkt nicht zu kaufen.

Frage 9: Was gehört für dich, vom Spiel selber abgesehen, zu einer perfekten Spielsitzung?

Bequeme Sitzgelegenheiten (und damit meine ich Sofas und Sesssel. Leute, die Rollenspiel am Esstisch und auf Stühlen machen, kann ich echt nicht verstehen), großer Tisch, ein bisschen Fresskram, lecker Pizza/Gyros/Indisch/Thaifood in der Essenspause, Zeit vor dem Spiel noch etwas zu labern. Sitzungslänge: So lang, dass man auch wirklich reinkommt, also gerne ab 6 Stunden aufwärts. Katzen auf dem Spielsofa sind auch immer gut, auch wenn sie manchmal für Ablenkung beim Spiel sorgen 😉 . Achja: Ausgeschlafen sein und kein Kopfweh haben ist auch wichtig.

Frage 10: Was war die überraschendste Wendung, die du ingame je erlebt hast?

Pfuuuuuh. Da war in 13 Jahren so einiges bei. Sehr nett war z. B. im Auftakt der Lamea-Kampagne die Enthüllung des tatsächlichen Starthafens und der Schiffe. In der Königsmacher gibt es gleich mehrere sehr überraschende Sachen, die mir einfallen, aber die kann ich ja nicht schreiben, ohne total zu spoilern. Ich mag jedenfalls überraschende Wendungen sehr gerne und hasse deshalb ja auch Spoiler wie die Pest.

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#RPGaDay 2016 – Frage 1 bis 3

RPGaDAy2016Es ist August, es ist wieder RPGaDay-Monat! Das heißt: 31 Fragen zum Thema Rollenspiel, eine für jeden Tag des Monats. Allerdings werde ich wieder alle paar Tage einen Post dazu machen und mehrere Fragen beantworten. Also denn:

Frage 1: Echte Würfel, Würfel-App oder am besten gar keine Würfel?

Ich mag Würfel, auch wenn ich im Gegensatz zu vielen anderen Spielern keinen Drang habe, mir besonders viele oder besonders schöne zu kaufen. Ich habe so eine offizielle DSA-Würfelbox plus einen Haufen Verlagswürfel, also solche, die man gelegentlich zu Einkäufen als Goodie oder als Inhalt einer Con-Tüte bekommt. Das reicht mir auch. Falls ich mal was spiele, was andere Würfel als W20 und W6 braucht, muss ich mir meistens welche ausleihen. Würfel-Apps finde ich nützlich, wenn man online spielt (bei Google Hangout gibbets dafür so ein Plug-in, bei dem dann auch alle Beteiligten sehen können, was man gewürfelt hat, das ist ganz cool), sich am Spieltisch hinsetzen und mit ner Handy-App würfeln finde ich allerdings eher grenzwertig dämlich.

Spielen komplett ohne Würfel – tja, gute Frage. Geht bestimmt. Klappt bei Fiasko ja auch, wobei es da auch keinen SL gibt. Generell denke ich, wenn man denn mit einem SL spielt und nicht alle – wie bei Fiasko – gleichberechtigt an der Story rumbasteln – , sollte es schon irgendeine Art von Mechanismus geben, der bei Entscheidungen zu Rate gezogen wird. Ich kann mir auch durchaus vorstellen, dass das mit Karten oder Pokerchips oder sonstwas aus geht, aber ich habe es noch nicht ausprobiert. Lediglich so Systeme, wo dann das Können des Charakters von dem des Spielers abhängt (wie bei diesem System, wo man statt Würfeln nen Jenga-Spielzug machen muss) find ich eher doof. Sicherlich mal lustig für nen Abend, aber nichts für ernsthaftes Spiel.

Frage 2: Beste Spielsitzung seit August 2015?

Pfuh. Bei DSA hatten wir diesen einen sehr coolen Abend, an dem wir nach ungefähr 5 oder 6 Abenden der Planung, Nachforschung und hitzigen Diskussionen endlich die entscheidende Aktion gegen einen doch sehr übermächtigen Gegner führten und ihn erst – sehr heldenuntypisch – vor ein Gericht zerrten und dann – sehr heldentypisch – noch in einem wüsten Kampf besiegten. Und mit „wüst“ meine ich sowas wie „zwischendurch riss mal kurz ein Dimensionsportal auf und ein lustiges Echsenwesen aus einer anderen Zeit schaute vorbei“. Der komplette Gegenentwurf dazu war dann der Abend, wo in unserer Seefahrtskampagne einer der Helden für das ganze Schiff kochte und aus Versehen statt Gewürzen ein aphrodisierendes Rauschmittel in die Suppe kippte. Da ist stundenlang mal gar nix passiert außer das Ausspielen der Suppenfolgen und das war auch sehr grandios.

Quasi außer Konkurrenz: Der eine Abend mit dem Star Wars – Am Rande des Imperiums – Einsteigerset. Weil das sehr cool ist, weil es nach 5 Tagen DSA sehr schöne Abwechslung bot und weil Star Wars.

Frage 3: Charaktermoment, auf den du am meisten stolz bist?

Hum-hom. Da gibt es bei so vielen Charakteren und so vielen Abenteuern natürlich mehrere, aber zuerst fällt mir da meine Agentin aus der Königsmacherkampagne ein. Die hat nämlich aus reinem Interesse und wegen dem komischen Gefühl, etwas könnte an einer Sache nicht stimmen, so lange rumgefragt und rumrecherchiert, bis sie irgendwann quasi aus Versehen einen der größten Überraschungsmomente der Kampagne im Alleingang aufgedeckt hatte. Das war SO COOL! Darauf bin ich immer noch sehr stolz. Aber weil es schon so der Mega-Spoiler ist, schreib ich nicht, was genau es denn war.

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