Monatsarchiv: August 2014

Hell, dunkel, hell, dunkel, 2020.

Die Zeit rast aktuell dahin, dass es schon fast nicht mehr schön ist. Sowohl im kleinen als auch im großen Stil. Nach meinem letzten Urlaub im Juni schienen die 12 Wochen bis zum nächsten Urlaub ewig zu sein – und nun sind es nur noch 2 Wochen bis zum Urlaub. Und ich kann mich kaum erinnern, was ich in den letzten 10 Wochen eigentlich gemacht habe. Aber das ist generell ein Phänomen, das sich in den letzten Jahren verstärkt hat. Wenn ich zurückblicke auf die letzten Wochen, Monate, Jahre, dann sehen sie aus wie eine undefinierbare graue Masse, aus der die Highlights wie Türme herausragen. Dieser Urlaub, dieses schöne Wochenende, dieser tolle Rollenspielabend, dieses Treffen, diese Convention, was, WIE LANGE ist das jetzt bitte her? In meinem Kopf ist irgendwie immer noch 2010. Ich kann am Ende der Woche schon kaum sagen, was ich am Montag oder Dienstag gemacht habe. Arbeiten, schlafen, essen, ein paar Stunden Freizeit am PC oder vor dem Fernseher. Nicht, dass das schlimm wäre, ich will ja gar nicht jeden Tag irgendwas machen, das ist schon alles okay so. Aber es ist unglaublich, wie wenig hängenbleibt.

Gleichzeitig funktioniert das Ganze auch in wesentlich größerem Rahmen. Ich wohne jetzt seit fast 11 Jahren in Hamburg – nicht mehr lange, und ich wohne hier länger als ich im Heimatkaff gewohnt habe. Ich arbeite seit 7 Jahren Vollzeit (und ja, seitdem ist das Zeitverfluffungsphänomen immer stärker geworden). Und gestern bin ich – völlig vorbei an der Tatsache, dass meine Schwester in meinem Kopf immer noch 10 ist – Tante geworden. Okay, noch ist das nicht so spannend und sehen werd ich die Nichte dann auch erst Weihnachten. Aber ich kann mich ja schonmal informieren, ab welchem Alter so ein Kind einen W20 bedienen kann, ohne ihn essen zu wollen…

Heute ist Freitag und wie immer ist das der einzige Tag, der nur so dahinschleicht. Heute ganz besonders, denn ich bin hundemüde und habe fiese Kopfschmerzen, was vermutlich beides davon kommt, dass ich gestern bis 23.30 (für mich ist das spät) am PC saß und an einer Kurzgeschichte geschrieben habe, die ich am Wochenende dann hoffentlich fertig kriege. Immerhin…so wie das läuft, erinnere ich mich vermutlich schon nächsten Freitag nicht mehr an die Kopfschmerzen, während die Geschichte wenigstens bleibt. Jetzt muss sie bloß noch gut werden *g*.

Gerade erscheinen auch die 2 Wochen bis zum Urlaub wieder endlos, aber sie werden vermutlich schnell vorbeigehen. Und morgen in 2 Wochen bin ich schon auf dem Weg in den Urlaub. Es geht diesmal nach Irland und ich freu mich schon sehr. 11 Tage werden wir unterwegs sein, 8 davon mit Mietwagen über die Insel fahren und dann noch 3 Tage in Dublin verbringen. Ich bin schon gespannt, wie das mit dem Linksverkehr so läuft, aber nun ja, was Millionen von Iren (und Briten und Schotten usw…) können,werd ich ja wohl auch schaffen.

Es wird jedenfalls höchste Zeit für ein paar Tage Erholung. Aktuell schlafe ich schon am Freitag um 23 Uhr auf dem Sofa ein, penne dann 10 Stunden und bin den Samstag trotzdem unglaublich müde. Neulich bin ich sogar beim DSA eingeschlafen, was mir sehr selten passiert.

Es gibt dann hoffentlich demnächst noch ein Juli-Mediengedöhns, angesammelt hat sich da durchaus ein bisschen was. Man muss es nur mal aufschreiben…

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Schnipp, Schnapp, Haare ab.

Morgen habe ich einen Friseurtermin.

Das ist jetzt an sich weder bemerkenswert noch dramatisch, allerdings ist so ein Friseurbesuch für mich ziemliches (Achtung, Anspielung) Neuland. Zum letzten Mal beim Friseur war ich vor über zwei Jahren. Da schnitt man mir 20 cm Haar ab und tüddelte den Rest in eine schöne Flechtfrisur für die Hochzeit meiner Schwester. Der letzte Friseurbesuch davor war so ungefähr 2005 gewesen und das letzte Mal, dass ich etwas anderes hätte machen lassen als Spitzen schneiden ist ungefähr 14 oder 15 Jahre her.

Hintergrund des Ganzen: Als Kind zwangen meine Eltern mich zu einer praktischen Kurzhaarfrisur. Das hatte natürlich zur Folge, dass ich mir die Haare, sobald ich nicht mehr zum Abschneiden gezwungen wurde, als so etwa mit 13, wachsen ließ. Wachsen und wachsen und wachsen. Als ich eingeschult wurde, hatte ich die kürzesten Haare des Jahrgangs, als ich Abi machte, die längsten. Danach habe ich daran nicht mehr viel geändert, eine Frisur hatte ich nicht wirklich, ich hatte einfach lange Haare. Vier oder fünf Mal habe ich sie getönt, aber sonst nichts damit angestellt.

Nun mag ich meine Haare eigentlich, aber aktuell nerven sie. Die Spitzen sind wieder splissig, der Rest verklettet sich auch ständig, sobald ich sie mal fünf Minuten offen trage und die letzte Tönung ist auch schon wieder ewig her, so dass ich nun wieder straßenköterblond bin. Und da ich leider zu den Menschen gehöre, die keinerleit Talent zum Frisuren machen haben, trage ich an 360 Tagen im Jahr einen praktischen Duttknödel am Hinterkopf und ob meine Haare nun 50 der 100 cm lang sind, sieht man eh nicht. (Aktuell dürften es wieder etwa 115 cm Länge sein, schätze ich.)

Also habe ich einen Termin gemacht. Morgen, 17 Uhr. Schneiden und tönen. Bei einem Friseur, bei dem ich noch nie war, weil ich ja nie zum Friseur gehe und daher auch nicht weiß, welcher denn gut ist. Letztendlich habe ich mich durch 20 verschiedene Homepages geklickt und dann einen mit einer guten Bewertung bei Yelp und einer sympathischen Homepage ausgesucht. Am Telefon waren sie auch nett. Und wie der Laden heißt, verrate ich nicht, sonst postet einer noch in die Kommentare, dass genau dieser Laden ihm die Haare voll fies verschnitten hat und dann sage ich den Termin ab und mache aus Angst keinen neuen und muss den Rest meines Lebens mit einem Knödeldutt herumlaufen und das wollen wir ja nicht.

Was ich genau will, weiß ich leider auch nicht. Bisschen kürzer, aber immer noch lang, bisschen Farbe rein und…ja. Keine Ahnung. Es soll bitte möglichst gut aussehen, nech. Wie das gehen soll, muss wohl die Friseurin entscheiden.

Jedenfalls habe ich ein wenig Angst. Das Schlimmste, was passieren kann, ist zwar, dass meine Haare blöd aussehen und ich sie dann, bis die Frisur rausgewachsen ist, weiterhin jeden Morgen zum Knödeldutt drehen werde, aber das ist ja ziemlich genau der Jetzt-Zustand. Aber natürlich könnte ich auch aus Versehen blaue oder grüne Haare kriegen. Oder sie fallen mir alle aus. Das wäre wohl der worst case. Aber die Wahrscheinlichkeit erscheint mir doch sehr gering. Trotzdem bin ich aufgeregt und ein wenig panisch. Und versuche das nun, in diesem Blogeintrag zu verarbeiten.

Morgen also. Schnipp, schnapp.

Wünscht mir Glück!

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