Hell, dunkel, hell, dunkel, 2020.

Die Zeit rast aktuell dahin, dass es schon fast nicht mehr schön ist. Sowohl im kleinen als auch im großen Stil. Nach meinem letzten Urlaub im Juni schienen die 12 Wochen bis zum nächsten Urlaub ewig zu sein – und nun sind es nur noch 2 Wochen bis zum Urlaub. Und ich kann mich kaum erinnern, was ich in den letzten 10 Wochen eigentlich gemacht habe. Aber das ist generell ein Phänomen, das sich in den letzten Jahren verstärkt hat. Wenn ich zurückblicke auf die letzten Wochen, Monate, Jahre, dann sehen sie aus wie eine undefinierbare graue Masse, aus der die Highlights wie Türme herausragen. Dieser Urlaub, dieses schöne Wochenende, dieser tolle Rollenspielabend, dieses Treffen, diese Convention, was, WIE LANGE ist das jetzt bitte her? In meinem Kopf ist irgendwie immer noch 2010. Ich kann am Ende der Woche schon kaum sagen, was ich am Montag oder Dienstag gemacht habe. Arbeiten, schlafen, essen, ein paar Stunden Freizeit am PC oder vor dem Fernseher. Nicht, dass das schlimm wäre, ich will ja gar nicht jeden Tag irgendwas machen, das ist schon alles okay so. Aber es ist unglaublich, wie wenig hängenbleibt.

Gleichzeitig funktioniert das Ganze auch in wesentlich größerem Rahmen. Ich wohne jetzt seit fast 11 Jahren in Hamburg – nicht mehr lange, und ich wohne hier länger als ich im Heimatkaff gewohnt habe. Ich arbeite seit 7 Jahren Vollzeit (und ja, seitdem ist das Zeitverfluffungsphänomen immer stärker geworden). Und gestern bin ich – völlig vorbei an der Tatsache, dass meine Schwester in meinem Kopf immer noch 10 ist – Tante geworden. Okay, noch ist das nicht so spannend und sehen werd ich die Nichte dann auch erst Weihnachten. Aber ich kann mich ja schonmal informieren, ab welchem Alter so ein Kind einen W20 bedienen kann, ohne ihn essen zu wollen…

Heute ist Freitag und wie immer ist das der einzige Tag, der nur so dahinschleicht. Heute ganz besonders, denn ich bin hundemüde und habe fiese Kopfschmerzen, was vermutlich beides davon kommt, dass ich gestern bis 23.30 (für mich ist das spät) am PC saß und an einer Kurzgeschichte geschrieben habe, die ich am Wochenende dann hoffentlich fertig kriege. Immerhin…so wie das läuft, erinnere ich mich vermutlich schon nächsten Freitag nicht mehr an die Kopfschmerzen, während die Geschichte wenigstens bleibt. Jetzt muss sie bloß noch gut werden *g*.

Gerade erscheinen auch die 2 Wochen bis zum Urlaub wieder endlos, aber sie werden vermutlich schnell vorbeigehen. Und morgen in 2 Wochen bin ich schon auf dem Weg in den Urlaub. Es geht diesmal nach Irland und ich freu mich schon sehr. 11 Tage werden wir unterwegs sein, 8 davon mit Mietwagen über die Insel fahren und dann noch 3 Tage in Dublin verbringen. Ich bin schon gespannt, wie das mit dem Linksverkehr so läuft, aber nun ja, was Millionen von Iren (und Briten und Schotten usw…) können,werd ich ja wohl auch schaffen.

Es wird jedenfalls höchste Zeit für ein paar Tage Erholung. Aktuell schlafe ich schon am Freitag um 23 Uhr auf dem Sofa ein, penne dann 10 Stunden und bin den Samstag trotzdem unglaublich müde. Neulich bin ich sogar beim DSA eingeschlafen, was mir sehr selten passiert.

Es gibt dann hoffentlich demnächst noch ein Juli-Mediengedöhns, angesammelt hat sich da durchaus ein bisschen was. Man muss es nur mal aufschreiben…

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2 Kommentare

Eingeordnet unter blabla, Graaaah!

2 Antworten zu “Hell, dunkel, hell, dunkel, 2020.

  1. Das Phänomen kenne ich. Das Schlimme ist, dass das im Alter nicht besser wird. Man sollte daher versuchen bestimmte Ereignisse und selbst die Freizeit noch intensiver zu erleben.

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