Archiv der Kategorie: blabla

Mal eben nach Berlin …

… und da die zahlreichen DSA-Bekanntschaften treffen, einen Berg Grillgut vertilgen, die Aussicht von der Dachterrasse bestaunen, ein neues Rollenspielsystem ausprobieren, dank neu erworbener Schlafmaske (beste Investition von 3 Euro EVER) und Ohropax sogar auf der Couch genug Schlaf kriegen, zum ersten Mal eine Partie Anno Bosparans Fall gewinnen (und unangemessen stolz darauf sein), brunchen gehen, Käsekuchen essen, mich über die Sonne freuen und irgendwann müde in den Zug fallen und im halbleeren Abteil auf zwei Sitzen herumliegen und Podcast hören.

Kann man mal machen.

Und war, obwohl ich Freitag eher mimimi-te, dass das vielleicht für das mittlere Wochenende der 2 Wochen Urlaubsvertretung inkl. Freitagsarbeit nicht so die beste Idee war, anscheinend genau das Richtige. Ich fühl mich nämlich tatsächlich recht erholt.

Und nun weiter im Text. Noch 5 Wochen bis zum Urlaub …

2 Kommentare

Eingeordnet unter blabla

Was schön war: Sonntag, 30.07.2017

Um mal kurz noch etwas Nettes festzuhalten, bevor ich mich in zwei Wochen Urlaubsvertretung inkl. Freitagsarbeit stürze: Gestern war ein wirklich netter Sonntag. Es hat ausnahmsweise mal nicht geregnet. Von daher begann der Tag (nach 20 Minuten Frühsport-Yoga … äh … naja, also Nach-dem-Aufstehen-Yoga, früh wars eher nicht) mit einem Kaffee auf dem Balkon. Danach setzte mal wieder Migräne ein, weswegen ich dann auf dem Sofa frühstückte und mit Minzöl und Kühlakku 2 Folgen Jane the Virgin guckte (genau das richtige für so halbwaches Herumlungern). Dann wurde noch schnell der Balkon mit Wäsche behängt und dann gings trotz Migräne los zu einem sehr klassischen Hamburger Sonntagsausflug: Eine Runde um die Außenalster.

Ich glaube, ich bin bis gestern nie komplett rumgelaufen, nur mit dem Rad gefahren und halt Teile des Weges mal gegangen. Und man ist da bei dem Wetter natürlich nicht alleine, sondern es sitzen, stehen, liegen und rennen überall Leute herum. Vor allem rennen, die Runde um die Außenalster ist ja auch eine der bekanntesten Joggingstrecken der Stadt, wobei es sogar Wegmarken, kostenlose Trinkwasserspender und all sowas gibt. Schon cool.

Und schön isses!

Das Wetter wurde dann auch langsam noch besser, sprich von bewölkt und schwülwarm richtig sonnig und windig.

Das Highlight der Begegnungen unterwegs (wir hatten: Drei Millionen Jogger, ein Haufen in der Sonne chillendes Jungvolk, jede Menge Familien, ein Sportverein auf Ausflug, ein paar Angler und einen 20 Meter von uns entfernt landenden Rettungshubschrauber (ja, so hab ich auch geschaut)): Diese entzückende Schwanenfamilie, die sich von den Menschenmassen nicht beeindruckt zeigte.

Sind sie nicht putzig?

Es gab dann noch ein Eis, eigentlich hätten wir auch gerne in einem Cafè noch nen Cappuccino getrunken, aber nachdem die Bedienung 10 Minuten lang um uns rum alle Tische abklapperte und uns ignorierte, sind wir halt wieder gegangen.

Dann auf der anderen Alsterseite:

Tatsächlich sind wir dann nicht ganz zu Ende um die Alster gegangen, sondern auf Höhe der Hallerstraße abgebogen und haben uns per Bus zu einem mexikanischen Restaurant fahren lassen, von dem ich letzte Woche gelesen hatte und zu dem ich dann natürlich unbedingt hinmusste. Zwar war die Bedienung etwas chaotisch und die Hälfte der Sachen, die ich gerne bestellt hätte, gab es nicht mehr, obwohl sie noch auf der Karte standen … aber das, was wir dann gegessen haben (überbackene Nachos, Quesadilla für mich und Tacos für den Mitbewohner) war dann doch gut. Zum Nachtisch gabs dann diesen leckeren Mango-Cheesecake:

Dann wanderten wir zur nächsten Bahnstation, fuhren nach Hause, guckten dort noch eine Folge Iron Fist und beendeten den Tag dann als gelungenen Sonntag. Ich lag dann noch ein bisschen im Bett rum, guckte Friends und freute mich, dass ich wieder quatschige Twitterdialoge mit der aus dem Urlaub zurückgekehrten Judith führen kann.

So. Und daran kann ich mich jetzt hoffentlich rückblickend erfreuen, während ich irgendwie die zwei Wochen Stress überstehe.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter blabla

Umzug, Final Chapter: Wohnungsbilder

Neulich versprochen, nun gleich eingelöst: Ein paar Fotos von der neuen Wohnung.

Die Küche:

Featuring sehr viel mehr Stauraum und so viele Schränke, dass fast alles reinpasst. Wir brauchen aber trotzdem noch irgendein Schrankding, damit auch der letzte aktuell auf der Arbeitsplatte rumstehende Kram mal verstaut wird. Das soll dann neben den Kühlschrank, der dank Magnethaken auch wunderbar als Halterung fungiert:

Dann das Bad:

Sehet die Wanne! Sehet das Fenster! Sehet die Badewannenfaltwand, die wir für nur 250 Euro im Baumarkt ergattert haben!

Wohnzimmer:

So sieht es von der Tür her aus. Rechts neben dem Fernseher geht es raus auf den Balkon.

Fernsehschrank und daneben noch ein Regal, was Alkohol und Süßkram beinhaltet 😉 .

Die Essecke.

Das Sofa. Das mal irgendwann ausgetauscht werden muss, weil es halt leider 10 cm zu breit ist, so dass die Tür nicht zugeht. Aber das eilt nicht.

Neben dem Wohnzimmer ist dann das Zimmer, in dem des Mitbewohners Schreibtisch steht und außerdem ein Großteil der Bücher. Und das E-Piano. Und so. Der Raum hat zwei Türen, einmal nach links zum Wohnzimmer und nach rechts dann in das Schlafzimmer vom Mitbewohner.

(Das sind alles Rollenspielbücher)

(Und hier stehen die übrigen Bücher. Alphabetisch nach Autoren sortiert.)

Man beachte, wie brillant der Mitbewohner die Lied von Eis und Feuer-Bücher aufgestellt hat:

Und dann mein Schlafzimmer. Schreibtisch:

 

Bücherregal vor schönster Wandfarbe von Welt:

Raumtrenner mit Lesesessel:

Bett:

(Das habe ich für das Foto so gestellt aufgeräumt, eigentlich liegt im Bett ein Haufen Rempel ;). Aber wäre mein Zimmer ausm Schöner-Wohnen-Katalog, so sähe es aus.

Und dann natürlich: Der Balkon!

Auf dem man sehr gut Abendessen kann:

Und von dem es abends dann manchmal so aussieht:

So, ich denke, das gibt einen ganz guten Eindruck. Ich bin jedenfalls – trotz teils ungeiler Parkplatzlage und den Trampelnachbarn – froh, dass wir jetzt da wohnen und nicht mehr in der alten Wohnung. Auch wenn ich manchmal immer noch das Gefühl habe, wir würden eigentlich nur so auf Zeit da wohnen und irgendwie gäbe es die alte Wohnung noch, voll eingerichtet und komplett und so. Wird wohl noch ein bisschen dauern, bis ich das nicht mehr so im Kopf habe und nicht mehr blind im Geiste durch die alte Wohnung durchlaufen kann.

4 Kommentare

Eingeordnet unter blabla

Mal wieder Tagebuchbloggen …

… wollte ich ja auch schon länger mal wieder.

Pfuh. Irgendwie weiß ich ja eh immer nicht, wen das alles so interessieren soll, was in meinem total spannenden *hust* Leben so passiert, aber allein aus Dokumentationsgründen für mein späteres Selbst schreibe ich mal wieder auf, was gerade so los ist.

Neue Wohnung

Die ist nun langsam doch schon recht weit gediehen. Ich muss nochmal ein paar Fotos machen fürs Blog. Jedenfalls gibt es noch zwei kleine Baustellen, nämlich noch eine leere Stelle in der Küche, an die noch ein Schrank oder Tisch passen würde, wobei ich inzwischen eher zum Schrank tendiere. Und in eins der anderen Zimmer soll auch noch ein Regal-Schrank-Ding, in das der Staubsauger verschwinden kann, der sonst immer etwas blöd rumsteht, ebenso wie die weiteren Putzmittel. Naja, und ein paar Umzugskartons müssen noch zurückgegeben werden, ein Karton mit zu spendenden Büchern steht noch rum und sowas. Und es hängen noch nicht alle Bilder, weil ein paar passende Rahmen fehlen bzw. kaputtgegangen sind. Und unser Plan für den Balkon ging auch nicht so richtig auf, weil wir das Regal, was wir da aufstellen wollten, nirgendwo befestigen konnten. Die Verkleidung an der Fassade ist nämlich wirklich nur Verkleidung und dahinter ist ein Hohlraum, so dass man da nix Schweres anschrauben kann. Haben wir natürlich festgestellt, nachdem ich den Krams gekauft hatte. Nun muss ich wieder zu Ikea und alles zurückgeben. Seufz.

Ansonsten ist die Wohnung aber sehr schön geworden. Auf dem Balkon frühstücken oder generell rumsitzen ist toll, eine Küche, in der sich zwei Leute gleichzeitig aufhalten können, auch. Mein Schlafzimmer gefällt mir optisch nach wie vor richtig gut. Und das Wohnzimmer, bei dem ich vorher nicht sicher war, ob es nicht für Sofa und Esstisch zu klein ist, ist auch schön geworden und groß genug für alles, man muss nur den Tisch ein bisschem verrücken, wenn wirklich mehr als 3 Leute dran sitzen. Die Gegend ist auch sehr nett, vor allem jetzt im Sommer. Der Innenhof ist grün und bietet eigentlich jeden Tag einen kleinen Privatzoo mit Vögeln, Kaninchen und Eichhörnchen. In der Nähe gibts auch einen kleinen Park, der natürlich nicht so schön ist wie der Hammer Park, aber er ist auch nett. Das Einzige, was an der Wohnung nervt, sind die Nachbarn von obendrüber. Da wohnen fünf Leute in einer denkbar ungünstigen Kombination: Ältere Frau, deren zweiter Ehemann, ihr gemeinsames Kind (ca. 8) plus die Tochter aus erster Ehe (Anfang 20) mit deren Kind (ca.4.). Die jüngere Frau will eigentlich ausziehen, findet aber keine Wohnung (und kümmert sich auch nicht wirklich). Joah und da oben herrscht fast jeden Tag stundenlang Gepolter und Gebrüll, weil anscheinend die Kinder nicht miteinander klarkommen (oder sie kommen ganz toll miteinander klar und betreiben da oben professionelles Basketballtraining, das kann natürlich auch sein …), die Erwachsenen dann ihre Erziehung durch lautes Rumbrüllen ausüben und generell Unfrieden herrscht. Einsicht scheint nicht vorhanden zu sein, da die jüngere Frau schon bei Einzug meinte, ihr Kind „sei eben so laut“. Und neulich war der Herr Mitbewohner zum ersten Mal oben und hat gebeten, dass nun mal etwas die Lautstärke reduziert wird (um 22 Uhr). Da hieß es dann lapidar „ja, wir haben heute Besuch“ und es passierte … nichts. Alles total toll. Allerdings wollen wir gerade in einem Haus, was zum großen Teil auch von den eigenen Besitzern der Wohnung bewohnt wird, nicht gleich nach 2 Monaten die Nachbarn sein, die wegen jeder Ruhestörung die Polizei rufen. Nett auf den Lärm hinweisen scheints aber auch nicht zu bringen. Insofern sind wir gerade etwas ratlos – wie man dem Problem mit allen möglichen juristischen Spirenzchen beikäme, wissen wir, aber wir wollen ja nur unsere Ruhe und keinen Nachbarschaftskrieg. Früher oder später wird das Problem sich vermutlich erledigen, weil entweder die Kinder aus dem Trampel-und-Brüll-Alter raus sind oder die jüngere Frau mit ihrem Kind doch ne Wohnung findet. Aber echt wieder ganz tolles „Glück“ – die anderen Nachbarn sind nämlich alle ziemlich ruhig. Vor allem, weil wir aus der anderen Wohnung ja auch weg sind, weil da die neuen Nachbarn so laut waren. Hngh.

Arbeit, Arbeit

Joah. Arbeit läuft ganz okay, seit ich daran arbeite, dass mir alles, was in dem Laden abgeht, einfach maximal am Arsch vorbei geht. Kann aber sein, dass es hier demnächst doch mal was Neues gibt, es finden zurzeit nämlich auffällig viele interne Besprechungen statt, was in einem Büro, in dem die Inhaber eigentlich kaum noch miteinander reden, vermutlich kein tolles Zeichen ist. Aber auch das ist mir erschreckend egal. Gruseliger ist, dass ich jetzt wirklich schon fast seit 10 Jahren hier arbeite. ZEHN JAHRE. Grargh.

Urlaub, Urlaub

Wie immer mache ich erst Urlaub, wenn der gefühlt alle anderen ihn hinter sich haben, nämlich im September. Nachdem es in Italien zwar sehr hübsch war, aber auch sehr stressig durch die unmögliche Verständigung mit den Italienern und der allgemeinen Unorganisiertheit, wollte ich diesmal wieder ins englischsprachige Ausland. Deswegen geht es nach Schottland. Die Flüge sind schon gebucht, sonst aber noch nix. Wobei ich vorher nur einen Mietwagen buchen möchte und den Rest dann spontan machen. Dat wird schon. Falls also noch jemand von euch ganz viele tolle Tipps für Schottland hat, immer her damit! Los geht es in Aberdeen, der Rest steht wie gesagt noch nicht fest.

Im November geht es dann wieder nach Dänemark auf Rollenspieltour, und ich fürchte, diesmal könnte es wieder soweit sein, dass ich was leiten muss. Es haben nämlich schon zwei Leute nachgefragt, ob wir nicht doch nochmal nen Abend Hollow Earth Expedition spielen könnten … na, mal sehen. Einen Abend alle drei Jahre schaff ich ja vielleicht.

Ausflüge, Besuch usw.

Die lange Zeit bis zum Sommerurlaub (noch 9 Wochen!) überbrückt man am Besten natürlich mit ein paar anderen netten Ausflügen, Unternehmungen und so weiter. So war im Juni ja erstmal die NordCon, die wieder sehr viel Spaß gemacht hat (einen Bericht findet ihr hier), mit schönen Spielrunden und nettem Besuch und viel Gequatsche. Zwei Wochen später war ich in Aachen, die wunderbaren Vögte besuchen. Trotz dezent chaotischer Bahnfahrt (es war der Tag nach dem Unwetter und es war ein Wunder, dass es am Ende nur 2,5 h Verspätung waren) war es ein tolles Wochenende, das viel zu schnell vorbei war. Mit Eis essen und Grillen und Aachen besichtigen und Whiskey kaufen (und trinken) und Scherbenland spielen und permanentem Staunen über das wunderbare Nerd-wana-Haus. Das war so schön! Und seit dem Wochenende sind meine Haare auch endlich wieder ein Stück kürzer. Das Projekt „türkise Tönung“ war leider ein sehr kurzlebiges, weil nach einmal Waschen komplett raus.

Letztes Wochenende besuchte uns dann noch Nandurionkollege Cifer und wir spielten mit ihm, einem Mitspieler meiner regulären Runde und einem auf der NordCon kennengelernten Gastspieler eine Runde Edge of the Empire. Dank eines Charaktergenerators habe ich mir auch noch schnell einen eigenen SC gebaut. Meine Zabrak-Slicerin mit einer Schwäche für Droiden hat dann auch sehr viel Spaß gemacht. Und meine Fresse, kann man viele dumme Gamoreaner-Witze machen. So … viele … Gamoreanerwitze. Schweinerei.

Dieses Wochenende ist dann regulär DSA am Samstag, am Freitag treffe ich mich aber noch mit meinen Eltern, die gerade in der Nähe Urlaub machen, und am Sonntag kommen sie dann noch zu mir, die neue Wohnung begutachten. Also auch schon wieder Action. Achja, und Anfang August fahr ich nochmal nach Berlin zu einer Runde Rollenspiel im Nanduriatenkreis. Man könnte also sagen, die Wochen bis zum Urlaub sind noch gut gefüllt ;).

Und sonst so

Dann war ja noch G20 letztes Wochenende. Was für eine Scheiße, ehrlich. Als ich letztes Jahr nach der Trump-Wahl gelesen hatte, dass der Gipfel in Hamburg stattfindet, war ich fest entschlossen, auf eine Demo zu gehen. Nach dem ganzen Chaos im Vorfeld mit Warnung vor bewaffneten Radikalen, Sperrzonen, diversen Demos, die diese ignorieren wollten, der Frage, mit welchen Protesten man sich überhaupt identifizieren möchte usw. war ich dann schon eher skeptisch. Und spätestens nach den Ausschreitungen am Donnerstag war ich dann froh, zu Hause zu sein und habe das Wochenende über meinen Stadtteil nicht verlassen. Auf ne Demo hab ich mich nicht mehr getraut. Teils aus Schiss vor irgendwelchen steineschmeißenden Krawalltouristen, teils aus Schiss vor der Polizei. Sauer war ich jedenfalls. Und echt traurig. Über die Ausschreitungen, die die Nachrichten dominierten. Über das dumme Gewäsch der Politiker hinterher, von wegen „das war ja alles ganz toll“. Aber auch über so kleine Sachen, wie meine Chefs, die meine Kollegin allen Ernstes am Freitag im Büro antraben ließen, während sie selber zu Hause blieben (2 von 3 Leuten), so dass sie gegen Mittag dann betteln musste, ob sie nach Hause darf, weil 5 Minuten vom Büro entfernt schon der Ikea brannte.

Fundiertere Einschätzung des ganzen Debakels überlasse ich lieber anderen. Immerhin gab es auch schöne Aktionen, wie die spontane Putz- und Aufräumaktion in der Schanze. Aber insgesamt … eine traurige und frustrierende Geschichte alles.

Viel mehr gibt es auch nicht zu berichten, schätze ich. Spannendes Leben, und so. Schnarch.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter blabla, Graaaah!

WMDEDGT – April 2017

Ich probiere mal was Neues aus und mach mit bei WMDEDGT. Das steht für „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“ und wird immer am 5. des Monats vom Blog Kl. Brüllen ausgerichtet, ähnlich wie am 12. des Monats die 12 von 12-Bilder. Sinn des Ganzen ist also, darüber zu bloggen, was man den ganzen Tag mach und das dann in dem anderen Blog zu verlinken. Wohoo.

Heute ist Mittwoch, so weit, so unspektakulär, allerdings habe ich zufällig heute Geburtstag. Insofern folgt also kein ganz typischer Mittwoch. In der Woche Geburtstag zu haben ist ja eh bescheuert, man quält sich früh aus dem Bett, verbringt den Tag mit blöder Arbeit und musste noch für nen Haufen Leute, die man so mittelgut leiden kann, Kuchen backen. Hrghn. Allerdings find ich meinen Geburtstag nun auch wieder nicht so spannend, dass ich dafür nen Urlaubstag verbrauchen will.

03:00 Uhr – Ich bin kurz wachgeworden, merke, dass ich Migräne habe, nehme eine Tablette mit Wasser und 2 Traubenzucker, antworte kurz auf eine Twitter-DM und gehe wieder ins Bett.

06.35 Uhr – Mein Wecker klingelt. Er wiederholt das noch ein paarmal, dann raffe ich mich auf und gehe ins Bad. Als ich gegen 7 wieder rauskomme, wartet im Wohnzimmer schon der beste Mitbewohner von allen auf mich, und zwar mit Blumen (besorgt im Auftrag meiner Eltern :)), Kuchen und einem Geschenk. So viel Freude am Morgen! Ich packe die Hälfte vom Kuchen zu den gestern gebackenen Brownies, wir quatschen noch kurz und dann muss ich zur Arbeit.

08:01 Uhr – Fast pünktlich stolper ich ins Büro. Die Kollegin gratuliert, von ihr und den Aushilfen bekomme ich den traditionellen Amazon-Gutschein *g*. Ich schneide den Kuchen und die Brownies und verteile sie auf Teller.

Dann ärgere ich mich über meinen bescheuerten Chef, der (natürlich schriftlich) die Tatsache bemängelt, dass Konto X  noch nicht kontiert ist. Für das ich seit gestern Mittag die Auszüge habe. Ja, is klar …

Ich trinke einen Kaffee mit Milch und Wasser mit nem Schluck Saft und frühstücke dazu Brownies und Kuchen. Ausnahmsweise, eigentlich esse ich erst mittags was. Jedenfalls ist beides sehr lecker. Ich schwatze ein bisschen mit der Kollegin und lese ein bisschen im Internet, ehe ich mich aufraffen kann, mit der Arbeit anzufangen.

09:25 Uhr – Zeit für nen zweiten Kaffee. Ich bin saumüde und mir graust bei dem Gedanken, dass ich heute um 20 Uhr noch zum Essen verabredet bin, ziemlich. Leider war um 19 Uhr kein Tisch mehr frei im gewünschten Restaurant. Ob ich es nachher noch schaffe, mich kurz hinzulegen?

10:10 Uhr – Chef A trudelt ein und gratuliert, lobt kurz darauf das Backwerk. Wir regen uns alle ein bisschen über einen Sachbearbeiter einer großen Kfz-Versicherung auf, der uns mitteilt, er könne ja nicht regulieren, er hätte die Polizeiakte nicht … die wir ihm vor 2 Wochen per Mail geschickt haben. Sowas passiert auch immer nur in so Fällen, wo der Mandant total rumdrängelt. Der in diesem Fall ruft ungelogen jeden Tag 1-2 Mal hier an und fragt, ob das Geld nun endlich da ist. Davon arbeitet, surprise, surprise, die Versicherung aber auch nicht schneller…

10:15 – Chefin C kommt an und überreicht mir den ebenfalls traditionellen Büchergutschein vom Büro – und einen Pott Zitronenthymian für den neuen Balkon. Yay! Der riecht auch schon unglaublich gut und wird erstmal auf dem Schreibtisch deponiert.

10:30 Uhr – Chef B und D fliegen auch ein, mehr Gratulationen, kurzes philosophisches Gespräch übers Älterwerden und die immer schneller verfliegende Zeit. Ich preise mit den Worten „damit wir nicht nur alt, sondern auch dick werden“ meine Brownies an.

Es folgt ein relativ normaler Arbeitsvormittag. Einige Anrufe entgegennehmen, mehrere Diktate tippen (thematisch: Umgangsrecht, 4 Word-Seiten langer Vermerk wegen einem komplizierten Vorgang um die Verzollung von Soft-Air-Waffen – bei dem ich tatsächlich noch ein paar neue Begriffe lerne -, 4 Seiten Schreiben ans Gericht in einer Unfallsache), freudig überraschter Mandantin ein Stück Schokokuchen anbieten, mich mit den üblichen Nebenaufgaben herumschlagen (Akte verschwunden, Datei mit einem nicht druckbaren PDF erhalten, Termine vergeben) und all sowas.

13:00 Uhr – Mittagspause. Der Plan ist, mich mit dem besten Mitbewohner von allen zu treffen und auf dem Wochenmarkt ein Fischbrötchen essen zu gehen. Erst warte ich im arschkalten Wind ein bisschen, weil der Mitbewohner mit dem Bus im Stau feststeckt, dann ist der Fischstand nicht da. Ich bin kurz froh, dass ich meine Idee verworfen habe, statt Kuchen zu backen alle Kollegen und Chefs auf ein Fischbrötchen einzuladen – das wäre gründlich schiefgegangen (natürlich habe ich letzte Woche gefragt, ob der Stand heute da ist, da muss irgendwie kurzfristig was wegen Krankheit ausgefallen sein oder so). Nun habe ich leider nur 30 Minuten Pause, die jetzt halb um sind, deswegen holen wir uns schnell beim Bäcker ein (nicht sehr leckeres) Brötchen und ich eile zurück ins Büro. So ein Mist passiert an meinem Geburtstag gerne mal, ebenso wie das Wetter nie gut ist, ich bin das also schon gewohnt. Immerhin  wartet im Büro ein absurd riesiges Paket, das meine Eltern mir überraschend geschickt haben 🙂 . Drin sind ein Werkzeugkasten, der nun mal unser zusammengewürfeltes Resteensemble an Werkzeugen ablösen darf, und zweimal neue Bettwäsche. Yay! Ich esse noch mehr Kuchen zum Nachtisch und trinke noch nen Kaffee … und dann zurück an die Arbeit.

13:30 Uhr – Das Schreiben vom Vormittag bekommt noch ne 5. Seite, ich lache ein bisschen über eine missglückte Formulierung, nach der die Unfallaufnahme durch das Polizeiauto erfolgte statt durch die Beamten (und ändere sie dann). Es folgt eine Rechnung in der selben Akte, dann werden ein paar Anlagen kopiert. Chef A ist zum Gerichtstermin verschwunden, das Telefon ist erfreulich still und ich wurstel so vor mich hin. Chef A kommt wieder und will das Schreiben erstmal als Entwurf haben, nachdem er noch an einem Satz, den ich komisch fand, solange rumverbessert hat, bis er – für mich – gar keinen Sinn mehr ergab. Aber ich bin ja nur die doofe Sekretärin :p . Es folgt eine Abrechnung, zwischendurch lese ich ein bisschen durch meine üblichen Blogs und bedanke mit per WhatsApp bei meinen Eltern für die Geschenke.

15:40 Uhr –  Ich muss kopieren, aber der Kopierer ist belegt, deswegen gehe ich in die Küche und mache den Abwasch. Früher hatten wir ja Azubis für sowas, aber … nun ja, es hat seine Gründe, dass wir nicht mehr ausbilden. Und die Aushilfe ist heute nicht da. Erfreut stelle ich fest, dass bis auf ein paar Krümel die Brownies und der Kuchen verschwunden sind. Kurz denke ich, dass ich ja noch ein Stück für die Aushilfe hätte aufheben können, die morgen kommt, aber dann fällt mir ein, dass sie keine Nüsse essen darf und beides Gebäck welche enthielt. Nächstes Mal back ich vielleicht doch mal was anderes, falls die Aushilfe nächstes Jahr noch hier ist. Der Abwasch ist schnell erledigt, dann leere ich noch den Mülleimer, suche neue Müllbeutel, muss die Kollegin fragen, muss den Tritt holen, weil sie ganz oben im Schrank sind, aber dann ist die Küche erstmal wieder okay. Der drängelnde Mandant, den ich vorhin erwähnt habe, ruft zweimal an, ist heute aber wenigstens einsichtig, sofern ichs aus Chefs Seite des Gesprächs erschließen kann. Ein Mieter von obendrüber holt ein hier deponiertes Paket ab. Der Feierabend rückt näher und ich erinnere mich mal wieder daran, dass wir früher, als die Welt noch schwarz-weiß war, am Geburtstag manchmal ne Stunde eher nach Hause geschickt wurde. Aber wo kommen wir denn da hin, nicht wahr?

16:30 – Feierabend. Ich fahre nach Hause, nehme diesmal eine andere Strecke als gestern, weil ich gestern auf dem kürzesten Weg 30 Minuten im Stau stand. Diesmal stehe ich erfolgreich auch nur 3 Minuten an einer roten Ampel mit Spurverengung und bin halbwegs fix zu Hause. Auf dem Weg denke ich ein wenig drüber nach, dass mir noch keine Gratulationen über die Social Media-Kanäle reingeflattert sind und über die Mechanik, dass erstmal einer wissen muss, dass man Geburtstag hat, dann aber oft eine ganze Lawine an Glückwünschen ausgelöst wird. Außerdem denke ich drüber nach, ob ich nachher einfach poste, dass ich heute 32 werde oder ob das doof und needy und fishing for Glückwünsche-mäßig rüberkommt, obwohl mir mein Geburtstag so wichtig nun gar nicht ist. Dann ärgere ich mich, dass ich über so einen Käse nachdenke, und schwupps, während all dieses Gegrübels bin ich auch schon zu Hause.

17:10 Uhr – Ich habe allen gesagt, dass ich erst halb 6 zu Hause bin, damit ich noch Yoga machen kann und nicht ständig das Telefon währenddessen klingelt. Welch elaborierter Plan dies wäre, hielte sich jemand daran. So mache ich die Tür zu, ignoriere das permanente Klingeln, stelle das Handy auf lautlos und yoga-e 30 Minuten vor mich hin.

17:40 Uhr – Nehme vier Anrufe entgegen und lasse mich beglückwünschen und freue mich, dass so viele Leute dran gedacht haben, sich zu melden. Schnacke ein bisschen mit den Gratulanten und laufe dabei durch die Wohnung und erzähle über den Fortschritt an derselben.

18:20 Uhr – Versuche, meine Eltern anzurufen um mich fürs Geschenk zu bedanken, aber die sind nicht zu Hause. Hänge auf Twitter rum, dusche, fluche, weil ich nix zum Anziehen hab bzw. alles in einem Umzugskarton ist, was vielleicht in Betracht käme. Ziehe dann halt irgendwas an. Mache irgendwas mit den Haaren, da sieht bei mir eh alles kacke aus, was ich versuche, weil ich der weltunbegabteste Mensch im Frisurenmachen bin. Werfe wichtige Dinge vom Rucksack in die Handtasche.

19:20 Uhr – Auf zum Abendessen!

20:00 Uhr – Fancy Abendessen im Tschebull, mein aktuelles Lieblingsrestaurant für besondere Anlässe. Die Bedienung, die wir diesmal hatten, war zwar irgendwie etwas wirr und nicht so freundlich wie die anderen Servicemenschen da, aber das Essen war wieder fantastisch. Ich twittere doch noch ein Geburtstagsbild, erhalte sehr nette Glückwünsche, wir essen einen Berg leckeren Kram und ich freue mich wie immer über die tollen nichtalkoholischen Getränkemöglichkeiten.

22:30 Uhr – Es geht nach Hause. Es nieselt und kalter Wind fegt durch die Straßen, während auf dem Hinweg noch die Sonne schien. Aprilwetter halt.

23:00 Uhr – Als letzte Geburtstagshandlung noch die neue Folge Agents of SHIELD geschaut. Die war auch quasi ein perfektes Geburtstagsgeschenk, eine der besten Folgen, die die Serie bisher hatte.

Und nun wird es dringend Zeit fürs Bett.

Jo, das wars mit dem 5. des Monats und dem WMDEDGT – mal sehen, ob ich nächsten Monat wieder mitmache 🙂 .

2 Kommentare

Eingeordnet unter blabla, Fangirl

Mediengedöhns im Februar und März 2017

Ein gesondertes Mediengedöhns für den Februar entfiel wegen zu viel Umzugsstress, deswegen mal wieder ein 2-Monats-Gedöhns. Ich bin zwar gefühlt bei zu vielen Sachen echt weit hinterher, weil man überraschenderweise im Umzugsstress nicht dazu kommt, jeden Tag Serien zu gucken :p . Und bei ganz vielen Sachen bin ich so 1-5 Folgen vom Finale der Staffel weg, deswegen gibts im Aprilgedöhns dann vermutlich sehr viel Kram, der jetzt gerade noch nicht abgeschlossen ist. Also dann!

Bücher

Ich habe erstaunlich viel gelesen, dafür, dass eigentlich gar keine Zeit war. Aber manche Bücher können einfach nicht warten, auch wenn man gerade umzieht.

Aftermath – Empire’s End zum Beispiel, der langerwartete und letzte Teil von Chuck Wendigs Trilogie. Den habe ich zu großen Teilen auf der Zugfahrt zur HeinzCon und zurück gelesen. Endlich erfährt man also, was nun alle in Jakku wollen. Oder auch nicht, weil so richtig schlüssig war der ganze Jakku-Machtgedöhns-Evil-Masterplan-Teil jetzt nicht. Das war auch für mich der enttäuschendste Teil des Buches, denn es wurden in Teil 2 so viele Erwartungen aufgebaut, die eigentlich gar nicht erfüllt werden konnten – denn eigentlich konnte man sich nun schon vorher denken, dass nicht in einem Roman enthüllt werden wird, wer denn nun Snoke ist. Insofern konnte der Teil des Plots fast nur enttäuschen. Andererseits ist da viel Kram, der vielleicht nochmal wichtig werden könnte, und immerhin die Herkunft des First Order wird so ein wenig aufgearbeitet, das ist schon spannend. Ansonsten gibt es eine sehr coole Raumschlacht über Jakku (was jetzt kein Spoiler ist, dass dort die letzte Schlacht zwischen Imperium und Neuer Republik stattfand, ist ja schon bekannt), einige politische Verwicklungen, die auch schon andeuten, wieso sich später mal die Resistance von der Neuen Republik womöglich abspaltet. Und vor allem wieder einige großartige Charakteremomente und -entwicklungen, ein Happy End für mein Lieblingspaar und sehr viele humorige Stellen. Insofern insgesamt trotzdem Daumen hoch auf für den dritten Teil der Reihe, die insgesamt auf jeden Fall das Beste ist, was ich von den neuen Kanon-Romanen bisher kenne.

Außerdem spontan bestellt, nachdem ich Judith Vogts Rezension gelesen habe: Dead Water – Das Logbuch von Tobias Rafael Junge. Dieser war mir bisher vor allem als „der Mann von Mia Steingräber“ bekannt, wie ich gestehen muss. Jetzt hat er jedenfalls seinen ersten Roman veröffentlicht, zusammen mit Nils Andersen, der das Ganze illustriert hat. Dead Water ist nämlich sowohl in Form als auch Inhalt ziemlich außergewöhnlich: Was als Abenteuerfahrt von schwierigen Jugendlichen auf einem Segelschiff beginnt, wird schnell zu deutlich anklingender Gesellschaftskritik, verpackt in eine spannende und ganz schön krasse Handlung. Erzählt wird abwechselnd von den verschiedenen Jugendlichen, während der Rest in Randkommentaren und kleinen Bildchen das Ganze kommentiert. Mir waren es am Ende ein paar Figuren zu viel, ich hatte bis zuletzt nicht so richtig den Überblick, wer nochmal wie hieß und wer mit wem wie zusammenhing – dabei kann ich mir sowas eigentlich immer recht gut merken. Vielleicht lags an dem Verhältnis von sehr vielen Figuren zu recht wenig Seiten. Insgesamt fand ich das Buch trotzdem gut, zumal es sich wirklich sehr kurzweilig liest. Außerdem spielt es auf einem Segelschiff, das ist schonmal immer ein Pluspunkt. Auf der Homepage von Tobias gibt es noch mehr Infos und Bonusmaterial, zum Beispiel ein von Mia Steingräber gezeichnetes „Selfie“ der Protagonisten (ich hätte übrigens bei maximal 4 Leuten erkannt, welcher Charakter das ist. Auch das ist für mich eher ein Zeichen dafür, dass manche Charaktere nicht so richtig ausreichend zur Geltung kamen.)

Ansonsten mache ich gerade ein wenig Lesevorbereitung für kommende TV-Serien und re-reade mit Judith zusammen American Gods. Danach ist, hoffentlich noch vor Start der Serie, The Handmaid’s Tale dran.

Filme und Serien

Sehr spontan war ich trotz all des Umzugschaos im Kino zu Logan, den ich unbedingt sehen wollte. Ich hab es auch nicht bereut, da er mir sehr gut gefallen hat. Vermutlich der untypischste „Superheldenfilm“, den ich bisher gesehen habe, eher so eine Art Roadmovie-Western in fiesem Setting und mit glaubwürdigen und sehr menschlich wirkenden Charakteren. Ich war während des Schauens mehrfach davon verwirrt, dass der Film in Farbe war, denn in meinem Kopf war er irgendwie schwarz-weiß. So von der Stimmung her. Der Johnny-Cash-Song zum Abspann passte dann perfekt als Abschluss. Und nachdem Hugh Jackman ja gesagt hat, dass das sein letzter Wolverine-Auftritt war – können wir nun bitte 3 Filme mit Laura/X23 haben, ja?

Tatsächlich war ich am Donnerstag nach dem Umzug auch schon im Kino, weil ich die Karten schon gekauft hatte, bevor überhaupt klar war, dass wir umziehen. Nämlich zu der einzigen Vorführung Rammstein – Paris im Savoy. Jo, muss man nicht so groß erklären: Halt eine bearbeitete Aufnahme des Konzertes in Paris von einer schon etwas zurückliegenden Tour. Mit sehr gut gemachten Special Effects und Zeitlupen und so weiter, wobei das Highlight schon ganz klar das ist, was diese irren und talentierten Künstler da auf der Bühne alles anstellen. War auf jeden Fall cool, dass im Kino und nicht nur daheim auf dem Fernseher zu sehen. Wer nochwas zur Tour lesen will, dem sei diese ältere, aber sehr gute Reportage aus dem SZ-Magazin empfohlen.

Über Twitter bin ich auf die neue Serie Emerald City aufmerksam geworden, quasi eine weitere Neuverfilmung des Zauberer von Oz. Mit einer ca. 20-jährigen Dorothy, gespielt von Adria Arjona, die ich schon in ihrer kleinen Gastrolle in Person of Interest sehr cool fand. Und mit Wilson Fisk … äh, Vincent D’Onofrio, als Wizard. Außerdem mit sehr viel Magie vs. Technik-Kram, einer steampunkigen Optik, generell superschönen Aufnahmen und insgesamt sehr spannend und gut umgesetzt. Und mit einem ganzen Berg von großartigen weiblichen Charakteren. Ich hoffe auf eine zweite Staffel.

Und dann natürlich noch: Star Wars Rebels, Staffel 3. Die sich ja mit ihren diversen Pausen und Hiatus…sen und dergleichen immerhin erfreulich lange hinzog, von September bis Ende März. Aber jetzt ist sie vorbei. Schluchz. Kein Sonntagsfrühstück mehr mit Rebels und Rebels Recon und anschließenden Twitterkonversationen mit vielen Ausrufezeichen. Buäh. (Wenigstens die Star Wars Show ist mir noch geblieben.) Rebels ist glaub ich die einzige Serie, die ich jemals im Dänemarkurlaub geguckt habe, weil ich nicht die paar Tage warten konnte, bis ich wieder zu Hause war. Sogar am Tag des Umzugs haben wir noch um Mitternacht oder so, nachdem wir von 7-22 Uhr in Action waren, Twin Suns gucken müssen, denn wie hätte man auf diese Folge einen Tag länger warten können?? Äh, ja. Ihr seht, meine Star Wars-Obsession ist nach wie vor ein bisschen vorhanden. Und die dritte Staffel Rebels war einfach großartig. Ich muss sie glaub ich nochmal gucken, weil da irgendwie SO VIEL passiert ist. Ezra und Maul und die Holocrons und Mandalore und Sabine-Dinge und der Bendu und Geonosis und Saw Gerrera und Mon Mothma und Thrawn und Kallus und TWIN SUNS und singende Droiden und das Ende des Klonkrieges und ÜBERHAUPT. Nee, ich kann da auch nicht analytisch und objektiv drüber schreiben, ich liebe diese Serie einfach und freu mich wie doof auf Staffel 4. Und wenn Kanera dann bitte endlich mal passieren … ja? Gut? Gut. [/fangirlrant Ende]

Gespielt

Auf der HeinzCon eine Runde Star Wars-Fate. Mit 8 Leuten. Es war … schon irgendwie lustig, aber nicht wirklich machbar. Die Abenteueridee war total großartig, aber ich würde das alles gerne nochmal mit der Hälfte der Spieler und über 2 Abende spielen 😉 . Auch auf der HeinzCon ein bisschen Splittermond, und mit bisschen meine ich 90 Minuten, bis es zum ersten Kampf kam und ich zwischen dem ersten und dem zweiten Tick einfach einschlief. Blöder Speer.

In der heimischen DSA-Runde nach wie vor Vergessenes Wissen, was ein großartiges Abenteuer ist. Wenns klappt, gibts dazu sogar demnächst an anderer Stelle einen Spielbericht.

2 Kommentare

Eingeordnet unter Bücher, blabla, Fangirl, Mediengedöhns

Umzug, Kapitel IV: Lebst du noch oder ziehst du schon um?

Jetzt gab es hier etwas länger kein Update, was daran liegt, dass einfach keine Zeit war. Umziehen ist ja doch eine elende, freizeitfressende Tätigkeit. Aber das Schlimmste ist jetzt so langsam vorbei, auch wenn wir gerade noch eher in einem Stapel Kisten wohnen als in einer eingerichteten Wohnung.

Es lief bisher aber alles soweit ganz gut, kann man wohl so sagen.

  • Meinen alten Kram bin ich fast vollständig auf Ebay losgeworden. Natürlich hatte ich auch genau das Erlebnis, was ich befürchtet hatte, nämlich dass Leute sich was reservieren und dann einfach nicht auftauchen. Das passierte gleich zweimal, das eine Möbelstück wollte zum Glück noch des Mitbewohners Schwester haben, das andere blieb dann stehen. Dabei handelte es sich natürlich um das Größte von allen, nämlich meinen alten Kleiderschrank. Den haben wir dann zur Freude aller Nachbarn in der Nacht vorm Umzug um 0 Uhr in seine Einzelteile zerlegt, damit er mit dem restlichen alten Rümpel entsorgt werden kann. Eigentlich wollte ich dem Ebay-Arsch noch ne wütende Mail schreiben, aber ich hatte dann Besseres zu tun. Immerhin ging der Rest der Sachen ganz gut weg – 2 Betten, 1 weiterer Schrank, ein paar Küchenmöbel und mein Computertisch. Ein paar olle Regale und des Mitbewohners alten Schreibtischstuhl hat dann die Spedition entsorgt.
  • Am vorletzten Samstag sind wir dann – ich nach 6 Stunden Schlaf, der Mitbewohner nach  3,5 – umgezogen. Ich hatte vorher ja diverse Albträume, was alles schief gehen könnte mit dem Umzugsunternehmen – werden sie auftauchen? Passt unser Kram ins Auto? Entsorgen sie unseren Rümpel womöglich doch nicht? Schmeißen sie alle Kartons runter? Weigern sie sich womöglich doch, die Wasch- und Spülmaschine an- und abzuschließen? War natürlich alles Käse. Das vierköpfige Team war absolut professionell, freundlich und kompetent, hat all unseren Kram in 5,5 Stunden in die neue Wohnung gebracht und dann den ganzen Müll zur Entsorgung mitgenommen. Und am Ende habe ich vom bezahlten Preis sogar noch 80 Euro wiederbekommen, weil die Entsorgung wohl doch schneller ging als kalkuliert. Also Leute, wenn ihr mal im Raum Hamburg umzieht: Firma Huckepack bekommt von mir eine dicke Empfehlung.
  • Nachdem die Umzugsmenschen dann weg waren, flogen unsere beiden handwerklich begabten Freunde ein, mit denen wir dann noch bis 22 Uhr Möbel zusammengebaut, Lampen und Vorhänge angebracht, Dinge an die Wände geschraubt und dergleichen haben. Da ist auch längst noch nicht alles erledigt, was zu erledigen wäre, aber irgendwann mussten wir dann halt mal aufhören. Immerhin hatten wir für die erste Nacht dann jeder ein Bett und Vorhänge vorm Fenster, das war schonmal das Wichtigste.
  • Dann kam das Renovierungsbootcamp in der alten Wohnung. Sonntag nach dem Umzug 6 Stunden lang Dübellöcher verfüllt, abgeklebt und angefangen zu streichen. Montag und Dienstag hatte ich frei, da hab ich dann am Montag 13 h gestrichen und am Dienstag 11 h geputzt, der Mitbewohner kam dann jeweils dazu, sobald er von der Arbeit wegkonnte. Das waren glaub ich die anstrengendsten und ätzendsten Tage überhaupt. Abends taten meine Hände so weh vom ganzen Farbrolle umklammern, dass ich ohne Schmerzmittel nicht einschlafen konnte. Am Mittwoch kam dann der Hauswart, um eine Vorabnahme zu machen. Der zeigte sich immerhin angemessen erfreut von der Tatsache, dass schon gestrichen war, der Teppich entfernt und so weiter.
  • Dann bin ich erstmal wieder arbeiten gegangen. So ein Bürojob ist auf einmal total schön, wenn man vorher 2 Tage geschuftet hat, sag ich euch. Einfach nur rumsitzen und tippen. Hach. Nicht vorhenthalten möchte ich euch den Dialog mit meinem „Lieblingschef“:
    Chef: „Na, Sie haben es ja gut, nur 2 Tage Arbeit diese Woche.“
    Ich: „Glauben Sie mir, ich hätte lieber gearbeitet statt zwei Tage von früh bis spät die Wohnung zu renovieren.“
    Chef: „Dann hätten Sie ja kommen können und einen Handwerker beauftragen.“
    Mein: „Würden Sie mich besser bezahlen, hätte ich das vielleicht gemacht“ konnte ich mir dann gerade noch verkneifen.
  • Es folgte dann ein wenig Herumtelefonieren mit dem alten Vermieter, der erst wollte, dass wir noch bis Ende April Miete zahlen in der alten Wohnung. Schließlich konnten wir uns, nachdem er das Protokoll vom Hauswart bekommen hatte, darauf einigen, dass wir bis 31.03. den Schlüssel abgeben und bis 15.04. noch Miete zahlen. Laut meinem Mietrechtschef ein guter Deal (da der Vertrag ja fristgemäß erst am 31.05. geendet hätte).
  • Lustig wurde es dann, als sich rausstellte, dass der Kundenbetreuer mir das Protokoll an die alte Adresse geschickt hat statt an die neue, für diese aber bereits ein Nachsendeauftrag läuft und der Brief daher einfach mal tagelang nicht ankam. Als ich am Montag dann beim Vermieter anrief, arbeitete mein Kundenbetreuer da auf einmal nicht mehr (hätte man vorher ja mal sagen können…). Ich war schon etwas in Panik, dann rief mich zum Glück seine Nachfolgerin zurück und kriegte es dann auch hin, mir das Protokoll einzuscannen und zu mailen (vorher hieß es immer, das ginge nur per Post *seufz*). Am Montagnachmittag hatte ich es dann endlich.
  • Es folgten zwei weitere wunderschöne Einsätze in der alten Wohnung. Zwar war wirklich kaum noch was zu tun – ne Lampe abmachen, ein paar Dübellöcher in den Fliesenfugen zumachen, Klebezeugs von einer Tür entfernen (hier an dieser Stelle noch mal eine Ohrfeige durchs Raum-Zeit-Kontinuum an Vergangenheits-Lena, die meinte, es sei eine tolle Idee, ein Poster mit doppelseitigem Teppichklebeband an einer Tür anzubringen. Damn you!) und halt putzen. Aber da ich nicht noch mehr Urlaub ausgeben wollte, war dann Montag und Dienstag halt erst Büro und dann Putzen angesagt. Am Mittwoch war ich dann ein migräniges Wrack, aber wir haben alles fertig bekommen.
  • Heute früh war dann Schlüsselübergabe. Ich habe die ganze Nacht irgendwelchen Scheiß geträumt, der schiefgehen könnte (also eher völlig absurden Mist, wie z. B., dass wir auf einmal rausfinden, dass wir noch eine 10 m² große Dachterrasse haben, die wir mit Teppich ausgelegt und mit riesigen Blumenkübeln vollgestellt haben und jetzt ganz schnell leer räumen müssen …), der Termin dauerte dann aber nur 15 Minuten und war völlig relaxt. Einmal kurz das Protokoll durchgegangen, Strom abgelesen, Schlüssel übergeben, Dinge unterschrieben, fertig. ENDLICH! Endlich nicht mehr in der alten Wohnung rumhantieren müssen, nicht mehr ständig hin und her fahren und endlich keine Sorgen mehr drum machen, dass alles gut geht. Uff.
  • Und die neue Wohnung? Joah, die kam natürlich viel zu kurz. Am Sonntag haben wir die Küche so halb eingeräumt, viel Kram muss aber nochmal durchgespült werden, weil er in der alten Wohnung in einem offenen Regal stand und angestaubt ist. Dann kann man vielleicht auch endlich mal in der neuen Wohnung was kochen. Immerhin stehen jetzt beide Rechner, das Internet über Power-Lan läuft bisher auch gut und ich komm zumindest wieder an alle Mailadressen und Dateien gut ran. Als nächstes steht halt noch viel ausräumen, einsortieren und Kartons wegbringen auf dem Programm, außerdem will ich gerne bald den Balkonboden verlegen, jetzt kann man ja nun wirklich bald draußen sitzen.

Soweit also das Update. Fotos von der neuen Wohnung gibt es vielleicht auch mal, aber gerade ist es noch viel zu chaotisch, um irgendwas fotografieren zu können.

2 Kommentare

Eingeordnet unter blabla, Graaaah!