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WMDEDGT – April 2017

Ich probiere mal was Neues aus und mach mit bei WMDEDGT. Das steht für „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“ und wird immer am 5. des Monats vom Blog Kl. Brüllen ausgerichtet, ähnlich wie am 12. des Monats die 12 von 12-Bilder. Sinn des Ganzen ist also, darüber zu bloggen, was man den ganzen Tag mach und das dann in dem anderen Blog zu verlinken. Wohoo.

Heute ist Mittwoch, so weit, so unspektakulär, allerdings habe ich zufällig heute Geburtstag. Insofern folgt also kein ganz typischer Mittwoch. In der Woche Geburtstag zu haben ist ja eh bescheuert, man quält sich früh aus dem Bett, verbringt den Tag mit blöder Arbeit und musste noch für nen Haufen Leute, die man so mittelgut leiden kann, Kuchen backen. Hrghn. Allerdings find ich meinen Geburtstag nun auch wieder nicht so spannend, dass ich dafür nen Urlaubstag verbrauchen will.

03:00 Uhr – Ich bin kurz wachgeworden, merke, dass ich Migräne habe, nehme eine Tablette mit Wasser und 2 Traubenzucker, antworte kurz auf eine Twitter-DM und gehe wieder ins Bett.

06.35 Uhr – Mein Wecker klingelt. Er wiederholt das noch ein paarmal, dann raffe ich mich auf und gehe ins Bad. Als ich gegen 7 wieder rauskomme, wartet im Wohnzimmer schon der beste Mitbewohner von allen auf mich, und zwar mit Blumen (besorgt im Auftrag meiner Eltern :)), Kuchen und einem Geschenk. So viel Freude am Morgen! Ich packe die Hälfte vom Kuchen zu den gestern gebackenen Brownies, wir quatschen noch kurz und dann muss ich zur Arbeit.

08:01 Uhr – Fast pünktlich stolper ich ins Büro. Die Kollegin gratuliert, von ihr und den Aushilfen bekomme ich den traditionellen Amazon-Gutschein *g*. Ich schneide den Kuchen und die Brownies und verteile sie auf Teller.

Dann ärgere ich mich über meinen bescheuerten Chef, der (natürlich schriftlich) die Tatsache bemängelt, dass Konto X  noch nicht kontiert ist. Für das ich seit gestern Mittag die Auszüge habe. Ja, is klar …

Ich trinke einen Kaffee mit Milch und Wasser mit nem Schluck Saft und frühstücke dazu Brownies und Kuchen. Ausnahmsweise, eigentlich esse ich erst mittags was. Jedenfalls ist beides sehr lecker. Ich schwatze ein bisschen mit der Kollegin und lese ein bisschen im Internet, ehe ich mich aufraffen kann, mit der Arbeit anzufangen.

09:25 Uhr – Zeit für nen zweiten Kaffee. Ich bin saumüde und mir graust bei dem Gedanken, dass ich heute um 20 Uhr noch zum Essen verabredet bin, ziemlich. Leider war um 19 Uhr kein Tisch mehr frei im gewünschten Restaurant. Ob ich es nachher noch schaffe, mich kurz hinzulegen?

10:10 Uhr – Chef A trudelt ein und gratuliert, lobt kurz darauf das Backwerk. Wir regen uns alle ein bisschen über einen Sachbearbeiter einer großen Kfz-Versicherung auf, der uns mitteilt, er könne ja nicht regulieren, er hätte die Polizeiakte nicht … die wir ihm vor 2 Wochen per Mail geschickt haben. Sowas passiert auch immer nur in so Fällen, wo der Mandant total rumdrängelt. Der in diesem Fall ruft ungelogen jeden Tag 1-2 Mal hier an und fragt, ob das Geld nun endlich da ist. Davon arbeitet, surprise, surprise, die Versicherung aber auch nicht schneller…

10:15 – Chefin C kommt an und überreicht mir den ebenfalls traditionellen Büchergutschein vom Büro – und einen Pott Zitronenthymian für den neuen Balkon. Yay! Der riecht auch schon unglaublich gut und wird erstmal auf dem Schreibtisch deponiert.

10:30 Uhr – Chef B und D fliegen auch ein, mehr Gratulationen, kurzes philosophisches Gespräch übers Älterwerden und die immer schneller verfliegende Zeit. Ich preise mit den Worten „damit wir nicht nur alt, sondern auch dick werden“ meine Brownies an.

Es folgt ein relativ normaler Arbeitsvormittag. Einige Anrufe entgegennehmen, mehrere Diktate tippen (thematisch: Umgangsrecht, 4 Word-Seiten langer Vermerk wegen einem komplizierten Vorgang um die Verzollung von Soft-Air-Waffen – bei dem ich tatsächlich noch ein paar neue Begriffe lerne -, 4 Seiten Schreiben ans Gericht in einer Unfallsache), freudig überraschter Mandantin ein Stück Schokokuchen anbieten, mich mit den üblichen Nebenaufgaben herumschlagen (Akte verschwunden, Datei mit einem nicht druckbaren PDF erhalten, Termine vergeben) und all sowas.

13:00 Uhr – Mittagspause. Der Plan ist, mich mit dem besten Mitbewohner von allen zu treffen und auf dem Wochenmarkt ein Fischbrötchen essen zu gehen. Erst warte ich im arschkalten Wind ein bisschen, weil der Mitbewohner mit dem Bus im Stau feststeckt, dann ist der Fischstand nicht da. Ich bin kurz froh, dass ich meine Idee verworfen habe, statt Kuchen zu backen alle Kollegen und Chefs auf ein Fischbrötchen einzuladen – das wäre gründlich schiefgegangen (natürlich habe ich letzte Woche gefragt, ob der Stand heute da ist, da muss irgendwie kurzfristig was wegen Krankheit ausgefallen sein oder so). Nun habe ich leider nur 30 Minuten Pause, die jetzt halb um sind, deswegen holen wir uns schnell beim Bäcker ein (nicht sehr leckeres) Brötchen und ich eile zurück ins Büro. So ein Mist passiert an meinem Geburtstag gerne mal, ebenso wie das Wetter nie gut ist, ich bin das also schon gewohnt. Immerhin  wartet im Büro ein absurd riesiges Paket, das meine Eltern mir überraschend geschickt haben 🙂 . Drin sind ein Werkzeugkasten, der nun mal unser zusammengewürfeltes Resteensemble an Werkzeugen ablösen darf, und zweimal neue Bettwäsche. Yay! Ich esse noch mehr Kuchen zum Nachtisch und trinke noch nen Kaffee … und dann zurück an die Arbeit.

13:30 Uhr – Das Schreiben vom Vormittag bekommt noch ne 5. Seite, ich lache ein bisschen über eine missglückte Formulierung, nach der die Unfallaufnahme durch das Polizeiauto erfolgte statt durch die Beamten (und ändere sie dann). Es folgt eine Rechnung in der selben Akte, dann werden ein paar Anlagen kopiert. Chef A ist zum Gerichtstermin verschwunden, das Telefon ist erfreulich still und ich wurstel so vor mich hin. Chef A kommt wieder und will das Schreiben erstmal als Entwurf haben, nachdem er noch an einem Satz, den ich komisch fand, solange rumverbessert hat, bis er – für mich – gar keinen Sinn mehr ergab. Aber ich bin ja nur die doofe Sekretärin :p . Es folgt eine Abrechnung, zwischendurch lese ich ein bisschen durch meine üblichen Blogs und bedanke mit per WhatsApp bei meinen Eltern für die Geschenke.

15:40 Uhr –  Ich muss kopieren, aber der Kopierer ist belegt, deswegen gehe ich in die Küche und mache den Abwasch. Früher hatten wir ja Azubis für sowas, aber … nun ja, es hat seine Gründe, dass wir nicht mehr ausbilden. Und die Aushilfe ist heute nicht da. Erfreut stelle ich fest, dass bis auf ein paar Krümel die Brownies und der Kuchen verschwunden sind. Kurz denke ich, dass ich ja noch ein Stück für die Aushilfe hätte aufheben können, die morgen kommt, aber dann fällt mir ein, dass sie keine Nüsse essen darf und beides Gebäck welche enthielt. Nächstes Mal back ich vielleicht doch mal was anderes, falls die Aushilfe nächstes Jahr noch hier ist. Der Abwasch ist schnell erledigt, dann leere ich noch den Mülleimer, suche neue Müllbeutel, muss die Kollegin fragen, muss den Tritt holen, weil sie ganz oben im Schrank sind, aber dann ist die Küche erstmal wieder okay. Der drängelnde Mandant, den ich vorhin erwähnt habe, ruft zweimal an, ist heute aber wenigstens einsichtig, sofern ichs aus Chefs Seite des Gesprächs erschließen kann. Ein Mieter von obendrüber holt ein hier deponiertes Paket ab. Der Feierabend rückt näher und ich erinnere mich mal wieder daran, dass wir früher, als die Welt noch schwarz-weiß war, am Geburtstag manchmal ne Stunde eher nach Hause geschickt wurde. Aber wo kommen wir denn da hin, nicht wahr?

16:30 – Feierabend. Ich fahre nach Hause, nehme diesmal eine andere Strecke als gestern, weil ich gestern auf dem kürzesten Weg 30 Minuten im Stau stand. Diesmal stehe ich erfolgreich auch nur 3 Minuten an einer roten Ampel mit Spurverengung und bin halbwegs fix zu Hause. Auf dem Weg denke ich ein wenig drüber nach, dass mir noch keine Gratulationen über die Social Media-Kanäle reingeflattert sind und über die Mechanik, dass erstmal einer wissen muss, dass man Geburtstag hat, dann aber oft eine ganze Lawine an Glückwünschen ausgelöst wird. Außerdem denke ich drüber nach, ob ich nachher einfach poste, dass ich heute 32 werde oder ob das doof und needy und fishing for Glückwünsche-mäßig rüberkommt, obwohl mir mein Geburtstag so wichtig nun gar nicht ist. Dann ärgere ich mich, dass ich über so einen Käse nachdenke, und schwupps, während all dieses Gegrübels bin ich auch schon zu Hause.

17:10 Uhr – Ich habe allen gesagt, dass ich erst halb 6 zu Hause bin, damit ich noch Yoga machen kann und nicht ständig das Telefon währenddessen klingelt. Welch elaborierter Plan dies wäre, hielte sich jemand daran. So mache ich die Tür zu, ignoriere das permanente Klingeln, stelle das Handy auf lautlos und yoga-e 30 Minuten vor mich hin.

17:40 Uhr – Nehme vier Anrufe entgegen und lasse mich beglückwünschen und freue mich, dass so viele Leute dran gedacht haben, sich zu melden. Schnacke ein bisschen mit den Gratulanten und laufe dabei durch die Wohnung und erzähle über den Fortschritt an derselben.

18:20 Uhr – Versuche, meine Eltern anzurufen um mich fürs Geschenk zu bedanken, aber die sind nicht zu Hause. Hänge auf Twitter rum, dusche, fluche, weil ich nix zum Anziehen hab bzw. alles in einem Umzugskarton ist, was vielleicht in Betracht käme. Ziehe dann halt irgendwas an. Mache irgendwas mit den Haaren, da sieht bei mir eh alles kacke aus, was ich versuche, weil ich der weltunbegabteste Mensch im Frisurenmachen bin. Werfe wichtige Dinge vom Rucksack in die Handtasche.

19:20 Uhr – Auf zum Abendessen!

20:00 Uhr – Fancy Abendessen im Tschebull, mein aktuelles Lieblingsrestaurant für besondere Anlässe. Die Bedienung, die wir diesmal hatten, war zwar irgendwie etwas wirr und nicht so freundlich wie die anderen Servicemenschen da, aber das Essen war wieder fantastisch. Ich twittere doch noch ein Geburtstagsbild, erhalte sehr nette Glückwünsche, wir essen einen Berg leckeren Kram und ich freue mich wie immer über die tollen nichtalkoholischen Getränkemöglichkeiten.

22:30 Uhr – Es geht nach Hause. Es nieselt und kalter Wind fegt durch die Straßen, während auf dem Hinweg noch die Sonne schien. Aprilwetter halt.

23:00 Uhr – Als letzte Geburtstagshandlung noch die neue Folge Agents of SHIELD geschaut. Die war auch quasi ein perfektes Geburtstagsgeschenk, eine der besten Folgen, die die Serie bisher hatte.

Und nun wird es dringend Zeit fürs Bett.

Jo, das wars mit dem 5. des Monats und dem WMDEDGT – mal sehen, ob ich nächsten Monat wieder mitmache 🙂 .

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Mediengedöhns im Februar und März 2017

Ein gesondertes Mediengedöhns für den Februar entfiel wegen zu viel Umzugsstress, deswegen mal wieder ein 2-Monats-Gedöhns. Ich bin zwar gefühlt bei zu vielen Sachen echt weit hinterher, weil man überraschenderweise im Umzugsstress nicht dazu kommt, jeden Tag Serien zu gucken :p . Und bei ganz vielen Sachen bin ich so 1-5 Folgen vom Finale der Staffel weg, deswegen gibts im Aprilgedöhns dann vermutlich sehr viel Kram, der jetzt gerade noch nicht abgeschlossen ist. Also dann!

Bücher

Ich habe erstaunlich viel gelesen, dafür, dass eigentlich gar keine Zeit war. Aber manche Bücher können einfach nicht warten, auch wenn man gerade umzieht.

Aftermath – Empire’s End zum Beispiel, der langerwartete und letzte Teil von Chuck Wendigs Trilogie. Den habe ich zu großen Teilen auf der Zugfahrt zur HeinzCon und zurück gelesen. Endlich erfährt man also, was nun alle in Jakku wollen. Oder auch nicht, weil so richtig schlüssig war der ganze Jakku-Machtgedöhns-Evil-Masterplan-Teil jetzt nicht. Das war auch für mich der enttäuschendste Teil des Buches, denn es wurden in Teil 2 so viele Erwartungen aufgebaut, die eigentlich gar nicht erfüllt werden konnten – denn eigentlich konnte man sich nun schon vorher denken, dass nicht in einem Roman enthüllt werden wird, wer denn nun Snoke ist. Insofern konnte der Teil des Plots fast nur enttäuschen. Andererseits ist da viel Kram, der vielleicht nochmal wichtig werden könnte, und immerhin die Herkunft des First Order wird so ein wenig aufgearbeitet, das ist schon spannend. Ansonsten gibt es eine sehr coole Raumschlacht über Jakku (was jetzt kein Spoiler ist, dass dort die letzte Schlacht zwischen Imperium und Neuer Republik stattfand, ist ja schon bekannt), einige politische Verwicklungen, die auch schon andeuten, wieso sich später mal die Resistance von der Neuen Republik womöglich abspaltet. Und vor allem wieder einige großartige Charakteremomente und -entwicklungen, ein Happy End für mein Lieblingspaar und sehr viele humorige Stellen. Insofern insgesamt trotzdem Daumen hoch auf für den dritten Teil der Reihe, die insgesamt auf jeden Fall das Beste ist, was ich von den neuen Kanon-Romanen bisher kenne.

Außerdem spontan bestellt, nachdem ich Judith Vogts Rezension gelesen habe: Dead Water – Das Logbuch von Tobias Rafael Junge. Dieser war mir bisher vor allem als „der Mann von Mia Steingräber“ bekannt, wie ich gestehen muss. Jetzt hat er jedenfalls seinen ersten Roman veröffentlicht, zusammen mit Nils Andersen, der das Ganze illustriert hat. Dead Water ist nämlich sowohl in Form als auch Inhalt ziemlich außergewöhnlich: Was als Abenteuerfahrt von schwierigen Jugendlichen auf einem Segelschiff beginnt, wird schnell zu deutlich anklingender Gesellschaftskritik, verpackt in eine spannende und ganz schön krasse Handlung. Erzählt wird abwechselnd von den verschiedenen Jugendlichen, während der Rest in Randkommentaren und kleinen Bildchen das Ganze kommentiert. Mir waren es am Ende ein paar Figuren zu viel, ich hatte bis zuletzt nicht so richtig den Überblick, wer nochmal wie hieß und wer mit wem wie zusammenhing – dabei kann ich mir sowas eigentlich immer recht gut merken. Vielleicht lags an dem Verhältnis von sehr vielen Figuren zu recht wenig Seiten. Insgesamt fand ich das Buch trotzdem gut, zumal es sich wirklich sehr kurzweilig liest. Außerdem spielt es auf einem Segelschiff, das ist schonmal immer ein Pluspunkt. Auf der Homepage von Tobias gibt es noch mehr Infos und Bonusmaterial, zum Beispiel ein von Mia Steingräber gezeichnetes „Selfie“ der Protagonisten (ich hätte übrigens bei maximal 4 Leuten erkannt, welcher Charakter das ist. Auch das ist für mich eher ein Zeichen dafür, dass manche Charaktere nicht so richtig ausreichend zur Geltung kamen.)

Ansonsten mache ich gerade ein wenig Lesevorbereitung für kommende TV-Serien und re-reade mit Judith zusammen American Gods. Danach ist, hoffentlich noch vor Start der Serie, The Handmaid’s Tale dran.

Filme und Serien

Sehr spontan war ich trotz all des Umzugschaos im Kino zu Logan, den ich unbedingt sehen wollte. Ich hab es auch nicht bereut, da er mir sehr gut gefallen hat. Vermutlich der untypischste „Superheldenfilm“, den ich bisher gesehen habe, eher so eine Art Roadmovie-Western in fiesem Setting und mit glaubwürdigen und sehr menschlich wirkenden Charakteren. Ich war während des Schauens mehrfach davon verwirrt, dass der Film in Farbe war, denn in meinem Kopf war er irgendwie schwarz-weiß. So von der Stimmung her. Der Johnny-Cash-Song zum Abspann passte dann perfekt als Abschluss. Und nachdem Hugh Jackman ja gesagt hat, dass das sein letzter Wolverine-Auftritt war – können wir nun bitte 3 Filme mit Laura/X23 haben, ja?

Tatsächlich war ich am Donnerstag nach dem Umzug auch schon im Kino, weil ich die Karten schon gekauft hatte, bevor überhaupt klar war, dass wir umziehen. Nämlich zu der einzigen Vorführung Rammstein – Paris im Savoy. Jo, muss man nicht so groß erklären: Halt eine bearbeitete Aufnahme des Konzertes in Paris von einer schon etwas zurückliegenden Tour. Mit sehr gut gemachten Special Effects und Zeitlupen und so weiter, wobei das Highlight schon ganz klar das ist, was diese irren und talentierten Künstler da auf der Bühne alles anstellen. War auf jeden Fall cool, dass im Kino und nicht nur daheim auf dem Fernseher zu sehen. Wer nochwas zur Tour lesen will, dem sei diese ältere, aber sehr gute Reportage aus dem SZ-Magazin empfohlen.

Über Twitter bin ich auf die neue Serie Emerald City aufmerksam geworden, quasi eine weitere Neuverfilmung des Zauberer von Oz. Mit einer ca. 20-jährigen Dorothy, gespielt von Adria Arjona, die ich schon in ihrer kleinen Gastrolle in Person of Interest sehr cool fand. Und mit Wilson Fisk … äh, Vincent D’Onofrio, als Wizard. Außerdem mit sehr viel Magie vs. Technik-Kram, einer steampunkigen Optik, generell superschönen Aufnahmen und insgesamt sehr spannend und gut umgesetzt. Und mit einem ganzen Berg von großartigen weiblichen Charakteren. Ich hoffe auf eine zweite Staffel.

Und dann natürlich noch: Star Wars Rebels, Staffel 3. Die sich ja mit ihren diversen Pausen und Hiatus…sen und dergleichen immerhin erfreulich lange hinzog, von September bis Ende März. Aber jetzt ist sie vorbei. Schluchz. Kein Sonntagsfrühstück mehr mit Rebels und Rebels Recon und anschließenden Twitterkonversationen mit vielen Ausrufezeichen. Buäh. (Wenigstens die Star Wars Show ist mir noch geblieben.) Rebels ist glaub ich die einzige Serie, die ich jemals im Dänemarkurlaub geguckt habe, weil ich nicht die paar Tage warten konnte, bis ich wieder zu Hause war. Sogar am Tag des Umzugs haben wir noch um Mitternacht oder so, nachdem wir von 7-22 Uhr in Action waren, Twin Suns gucken müssen, denn wie hätte man auf diese Folge einen Tag länger warten können?? Äh, ja. Ihr seht, meine Star Wars-Obsession ist nach wie vor ein bisschen vorhanden. Und die dritte Staffel Rebels war einfach großartig. Ich muss sie glaub ich nochmal gucken, weil da irgendwie SO VIEL passiert ist. Ezra und Maul und die Holocrons und Mandalore und Sabine-Dinge und der Bendu und Geonosis und Saw Gerrera und Mon Mothma und Thrawn und Kallus und TWIN SUNS und singende Droiden und das Ende des Klonkrieges und ÜBERHAUPT. Nee, ich kann da auch nicht analytisch und objektiv drüber schreiben, ich liebe diese Serie einfach und freu mich wie doof auf Staffel 4. Und wenn Kanera dann bitte endlich mal passieren … ja? Gut? Gut. [/fangirlrant Ende]

Gespielt

Auf der HeinzCon eine Runde Star Wars-Fate. Mit 8 Leuten. Es war … schon irgendwie lustig, aber nicht wirklich machbar. Die Abenteueridee war total großartig, aber ich würde das alles gerne nochmal mit der Hälfte der Spieler und über 2 Abende spielen 😉 . Auch auf der HeinzCon ein bisschen Splittermond, und mit bisschen meine ich 90 Minuten, bis es zum ersten Kampf kam und ich zwischen dem ersten und dem zweiten Tick einfach einschlief. Blöder Speer.

In der heimischen DSA-Runde nach wie vor Vergessenes Wissen, was ein großartiges Abenteuer ist. Wenns klappt, gibts dazu sogar demnächst an anderer Stelle einen Spielbericht.

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Umzug, Kapitel IV: Lebst du noch oder ziehst du schon um?

Jetzt gab es hier etwas länger kein Update, was daran liegt, dass einfach keine Zeit war. Umziehen ist ja doch eine elende, freizeitfressende Tätigkeit. Aber das Schlimmste ist jetzt so langsam vorbei, auch wenn wir gerade noch eher in einem Stapel Kisten wohnen als in einer eingerichteten Wohnung.

Es lief bisher aber alles soweit ganz gut, kann man wohl so sagen.

  • Meinen alten Kram bin ich fast vollständig auf Ebay losgeworden. Natürlich hatte ich auch genau das Erlebnis, was ich befürchtet hatte, nämlich dass Leute sich was reservieren und dann einfach nicht auftauchen. Das passierte gleich zweimal, das eine Möbelstück wollte zum Glück noch des Mitbewohners Schwester haben, das andere blieb dann stehen. Dabei handelte es sich natürlich um das Größte von allen, nämlich meinen alten Kleiderschrank. Den haben wir dann zur Freude aller Nachbarn in der Nacht vorm Umzug um 0 Uhr in seine Einzelteile zerlegt, damit er mit dem restlichen alten Rümpel entsorgt werden kann. Eigentlich wollte ich dem Ebay-Arsch noch ne wütende Mail schreiben, aber ich hatte dann Besseres zu tun. Immerhin ging der Rest der Sachen ganz gut weg – 2 Betten, 1 weiterer Schrank, ein paar Küchenmöbel und mein Computertisch. Ein paar olle Regale und des Mitbewohners alten Schreibtischstuhl hat dann die Spedition entsorgt.
  • Am vorletzten Samstag sind wir dann – ich nach 6 Stunden Schlaf, der Mitbewohner nach  3,5 – umgezogen. Ich hatte vorher ja diverse Albträume, was alles schief gehen könnte mit dem Umzugsunternehmen – werden sie auftauchen? Passt unser Kram ins Auto? Entsorgen sie unseren Rümpel womöglich doch nicht? Schmeißen sie alle Kartons runter? Weigern sie sich womöglich doch, die Wasch- und Spülmaschine an- und abzuschließen? War natürlich alles Käse. Das vierköpfige Team war absolut professionell, freundlich und kompetent, hat all unseren Kram in 5,5 Stunden in die neue Wohnung gebracht und dann den ganzen Müll zur Entsorgung mitgenommen. Und am Ende habe ich vom bezahlten Preis sogar noch 80 Euro wiederbekommen, weil die Entsorgung wohl doch schneller ging als kalkuliert. Also Leute, wenn ihr mal im Raum Hamburg umzieht: Firma Huckepack bekommt von mir eine dicke Empfehlung.
  • Nachdem die Umzugsmenschen dann weg waren, flogen unsere beiden handwerklich begabten Freunde ein, mit denen wir dann noch bis 22 Uhr Möbel zusammengebaut, Lampen und Vorhänge angebracht, Dinge an die Wände geschraubt und dergleichen haben. Da ist auch längst noch nicht alles erledigt, was zu erledigen wäre, aber irgendwann mussten wir dann halt mal aufhören. Immerhin hatten wir für die erste Nacht dann jeder ein Bett und Vorhänge vorm Fenster, das war schonmal das Wichtigste.
  • Dann kam das Renovierungsbootcamp in der alten Wohnung. Sonntag nach dem Umzug 6 Stunden lang Dübellöcher verfüllt, abgeklebt und angefangen zu streichen. Montag und Dienstag hatte ich frei, da hab ich dann am Montag 13 h gestrichen und am Dienstag 11 h geputzt, der Mitbewohner kam dann jeweils dazu, sobald er von der Arbeit wegkonnte. Das waren glaub ich die anstrengendsten und ätzendsten Tage überhaupt. Abends taten meine Hände so weh vom ganzen Farbrolle umklammern, dass ich ohne Schmerzmittel nicht einschlafen konnte. Am Mittwoch kam dann der Hauswart, um eine Vorabnahme zu machen. Der zeigte sich immerhin angemessen erfreut von der Tatsache, dass schon gestrichen war, der Teppich entfernt und so weiter.
  • Dann bin ich erstmal wieder arbeiten gegangen. So ein Bürojob ist auf einmal total schön, wenn man vorher 2 Tage geschuftet hat, sag ich euch. Einfach nur rumsitzen und tippen. Hach. Nicht vorhenthalten möchte ich euch den Dialog mit meinem „Lieblingschef“:
    Chef: „Na, Sie haben es ja gut, nur 2 Tage Arbeit diese Woche.“
    Ich: „Glauben Sie mir, ich hätte lieber gearbeitet statt zwei Tage von früh bis spät die Wohnung zu renovieren.“
    Chef: „Dann hätten Sie ja kommen können und einen Handwerker beauftragen.“
    Mein: „Würden Sie mich besser bezahlen, hätte ich das vielleicht gemacht“ konnte ich mir dann gerade noch verkneifen.
  • Es folgte dann ein wenig Herumtelefonieren mit dem alten Vermieter, der erst wollte, dass wir noch bis Ende April Miete zahlen in der alten Wohnung. Schließlich konnten wir uns, nachdem er das Protokoll vom Hauswart bekommen hatte, darauf einigen, dass wir bis 31.03. den Schlüssel abgeben und bis 15.04. noch Miete zahlen. Laut meinem Mietrechtschef ein guter Deal (da der Vertrag ja fristgemäß erst am 31.05. geendet hätte).
  • Lustig wurde es dann, als sich rausstellte, dass der Kundenbetreuer mir das Protokoll an die alte Adresse geschickt hat statt an die neue, für diese aber bereits ein Nachsendeauftrag läuft und der Brief daher einfach mal tagelang nicht ankam. Als ich am Montag dann beim Vermieter anrief, arbeitete mein Kundenbetreuer da auf einmal nicht mehr (hätte man vorher ja mal sagen können…). Ich war schon etwas in Panik, dann rief mich zum Glück seine Nachfolgerin zurück und kriegte es dann auch hin, mir das Protokoll einzuscannen und zu mailen (vorher hieß es immer, das ginge nur per Post *seufz*). Am Montagnachmittag hatte ich es dann endlich.
  • Es folgten zwei weitere wunderschöne Einsätze in der alten Wohnung. Zwar war wirklich kaum noch was zu tun – ne Lampe abmachen, ein paar Dübellöcher in den Fliesenfugen zumachen, Klebezeugs von einer Tür entfernen (hier an dieser Stelle noch mal eine Ohrfeige durchs Raum-Zeit-Kontinuum an Vergangenheits-Lena, die meinte, es sei eine tolle Idee, ein Poster mit doppelseitigem Teppichklebeband an einer Tür anzubringen. Damn you!) und halt putzen. Aber da ich nicht noch mehr Urlaub ausgeben wollte, war dann Montag und Dienstag halt erst Büro und dann Putzen angesagt. Am Mittwoch war ich dann ein migräniges Wrack, aber wir haben alles fertig bekommen.
  • Heute früh war dann Schlüsselübergabe. Ich habe die ganze Nacht irgendwelchen Scheiß geträumt, der schiefgehen könnte (also eher völlig absurden Mist, wie z. B., dass wir auf einmal rausfinden, dass wir noch eine 10 m² große Dachterrasse haben, die wir mit Teppich ausgelegt und mit riesigen Blumenkübeln vollgestellt haben und jetzt ganz schnell leer räumen müssen …), der Termin dauerte dann aber nur 15 Minuten und war völlig relaxt. Einmal kurz das Protokoll durchgegangen, Strom abgelesen, Schlüssel übergeben, Dinge unterschrieben, fertig. ENDLICH! Endlich nicht mehr in der alten Wohnung rumhantieren müssen, nicht mehr ständig hin und her fahren und endlich keine Sorgen mehr drum machen, dass alles gut geht. Uff.
  • Und die neue Wohnung? Joah, die kam natürlich viel zu kurz. Am Sonntag haben wir die Küche so halb eingeräumt, viel Kram muss aber nochmal durchgespült werden, weil er in der alten Wohnung in einem offenen Regal stand und angestaubt ist. Dann kann man vielleicht auch endlich mal in der neuen Wohnung was kochen. Immerhin stehen jetzt beide Rechner, das Internet über Power-Lan läuft bisher auch gut und ich komm zumindest wieder an alle Mailadressen und Dateien gut ran. Als nächstes steht halt noch viel ausräumen, einsortieren und Kartons wegbringen auf dem Programm, außerdem will ich gerne bald den Balkonboden verlegen, jetzt kann man ja nun wirklich bald draußen sitzen.

Soweit also das Update. Fotos von der neuen Wohnung gibt es vielleicht auch mal, aber gerade ist es noch viel zu chaotisch, um irgendwas fotografieren zu können.

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Umzug, Kapitel III: The Final Countdown

BadaDABDABDAAAAAH!

(Ja, ich hab jetzt auch nen Ohrwurm, so wie ihr. Gern geschehen :p.)

Ja. Also. Wir ziehen dann also übermorgen um (ahahahahaaaa). Ich schlafe nach wie vor schlecht und zu wenig, habe seit Dienstag Todesmigräne, die auch nur zeitweilig verschwindet, drehe alle fünf Minuten wegen was Neuem am Rad und will einfach nur, dass es vorbei ist. Momentan isses auch nicht mal mehr so,  dass ich in sinnloser übertriebener Panik in eine Tüte atme, es ist einfach jeden Tag Arbeit, Umzugskram bis mindestens 22 Uhr und dann am nächsten Tag wieder um halb 7 aufstehen. Gnarf. Es ist noch längst nicht so viel gepackt, wie ich es gern hätte, der Mitbewohner sagt aber, wir schaffen das. Ein Haufen Kram befindet sich schon in der neuen Wohnung, ein sehr viel größerer Haufen Kram noch in der alten. Die wir dann ab Sonntag ja noch schön streichen dürfen und putzen und bla bla. Froide. Aber Mittwoch ist schon Termin mit dem Hausmeister, bis dahin muss es alles halbwegs durch sein .

Am letzten Wochenende waren wir ja erstmal von Freitag bis Sonntag auf der HeinzCon. Hätten wir wohl ne Woche vorm Umzug auch nicht so gebucht, wenn wir im Dezember schon vom Umzug gewusst hätten, aber so what. Es war auch toll, mal rauszukommen. Wegen meines Schlafmangels sind wir mit dem Zug hingefahren und es war eine gute Entscheidung. Habe endlich geschafft, mein Buch zu Ende zu lesen, konnte ein bisschen vor mich hindösen und es waren einfach 8 Stunden mehr Erholung statt nochmal 6 Stunden konzentriert Auto fahren. Die Con war auch sehr schön, auch wenn es kacke ist, schon total übermüdet da anzukommen. Aber hier gehts ja nun um den Umzug.

Der Stand der Dinge:

  • Am Montag standen wir um 6 auf (urghlf), fuhren in die neue Wohnung und warteten dann dort fünfeinhalb Stunden auf den Hermes-Aufbaudienst. Währenddessen bauten wir immerhin ein Schuhregal, ein Badregal und 80 % unseres Schuhschranks zusammen, ansonsten saß ich auf dem neuen flauschigen Teppich und überarbeitete am Laptop den Myranor-Workshopbericht von dern HeinzCon. Hermes kam dann endlich und, Wunder über Wunder, es ging alles gut. Sie hatten alles dabei, bauten in 2 Stunden unsere Kleiderschränke auf, waren nett und kompetent und wurden dann vom Mitbewohner betrinkgeldet und verabschiedet, während ich SCHON WIEDER bei Ikea war, um einen Teppich zu kaufen, den es in der Filiale, wo wir zuletzt waren, nicht gab.
  • Unser Staubsaugerdroide tat derweil in der neuen Wohnung schonmal sein Werk, was auf jeden Fall auch nötig war.
  • Da – natürlich – auch mein vierter Versuch, all meine alten Möbel über eine wohltätige Organisation zu spenden, am Transport scheiterte, habe ich am Montag dann angefangen, alles über Ebay-Kleinanzeigen zu verschenken. Da bin ich noch bei – 4 Sachen sind schon weg, 6 noch da, mit etwas Glück gehts heute weiter mit den Abholern. Irgendwie ist das auch schon etwas schräg, wie dann völlig unbekannte Menschen auftauchen und die eigenen Möbel wegtragen. Aber ich bin froh über alles, was wegkommt.
  • Der Rest der Woche von Einpacken, Sortieren, Rumräumen, Putzen, Ebayen und viel zu wenig Schlaf und Freizeit bestimmt. Die Wohnung sieht so langsam auch aus wie … naja, wie kurz vorm Umzug halt. Kartons überall, dazwischen Müllsäcke.
  • Meine neueste Panik-Idee ist ja, dass die Möbelpacker am Samstag einfach nicht auftauchen. Oder Stunden zu spät. Oder um 6 Uhr morgens, wenn wir noch pennen. Argh.
  • Wir waren auch schon wieder im Baumarkt, diesmal wegen Kram für die alte Wohnung zum Streichen. Und ne Lampe haben wir gekauft. Passende Glühbirnen leider nicht, weil … der Baumarkt schloss.
  • Super sind auch so Dinge, wie am Dienstag festzustellen, dass man gar keine Transportsicherung für die Waschmaschine hat, die am Samstag transportiert werden muss. Aber so DHL will, ist auch das Problem heute erledigt.
  • Ich bin schon mega-gespannt, ob unsere Internetlösung mit LAN über Steckdosenadapter funktionieren wird. Wär geil, weil wir dann nicht noch 3 Wanddurchbrüche für Kabel bohren müssten.
  • Langsam gibt es auch schon Sachen, auf die ich mich vage freue. Auf dem Balkon sitzen zum Beispiel. Und da Dinge pflanzen. Und Bilder aufhängen. Aber vor allem freu ich mich drauf, wenn der ganze Umzug und der Kram mit der alten Wohnung durch ist.

Nachher werd ich vermutlich meinen Rechner daheim abbauen und morgen geht das Internet weg und wird hoffentlich problemlos in die neue Wohnung umgezogen. Insofern blogge ich wohl erst wieder nach dem Umzug.

Also dann – see you on the other side. Und drückt mir die Daumen.

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Umzug, Kapitel II: Wer braucht schon Schlaf?

Der Umzug schreitet weiter voran und zum Glück isses nächste Woche schon soweit, denn viel länger könnte ich vermutlich diesen Zustand aus an 1000 Sachen denken, keine Freizeit haben und viel zu wenig schlafen nicht aushalten. Aber immerhin ist langsam durchaus ein Fortschritt zu erkennen und ab und zu stellt sich auch schon mal das Gefühl ein, dass es nicht total unmöglich sein könnte, dort zu wohnen.

Was inzwischen geschah:

  • Wir haben eine Excel-Liste angelegt mit den noch zu kaufenden und anzubringenden Dingen. Sie hat eine eigene Spalte für unseren Handwerkerkumpel (also ob wir ihn für Item X brauchen oder nicht), dem wir, wenn das alles vorbei ist, statt des versprochenen Steaks vermutlich eine ganze Kuh kaufen werden.
  • Ein paar erste Umzugskartons sind schon gepackt und es ist schon abzusehen, dass wir noch eine Menge brauchen werden. So richtig zum Packen sind wir aber noch nicht gekommen, weil in der neuen Wohnung noch so viel zu tun war.
  • Ich hatte komplett verdrängt, wie ätzend und langwierig es ist, Wände mit Malerkrepp abzukleben. Damit haben wir den Mittwochabend der letzten Woche verbracht.
  • Die Schwester vom Mitbewohner hat uns noch 1 großes Regal, 2 kleine Wandregale und ein paar andere Kleinigkeiten vorbeigebracht, die bei ihrem Umzug übriggeblieben waren.
  • Vorhänge  und einen Schreibtisch hatte ich dann einfach bei Amazon bestellt. Bloß nicht nochmal in ein Möbelhaus…
  • Die alte Wohnung ist jetzt gekündigt und wir haben einen Termin mit dem Hauswart zur Begehung und so gemacht.
  • Am Donnerstag haben wir dann gestrichen. In 5 Stunden waren 4 Wände dann durch, allerdings weiß man dann doch wieder, wieso man das bei Tageslicht machen soll, denn es waren dann doch ein paar weiße Flecken hier und dort übrig geblieben.
  • Freitag war dann ganz super, da war ich von 9 bis 18 Uhr in der neuen Wohnung. Erst kamen ja meine neuen Massivholzmöbel. Dank eines gefundenen Traghelfers (danke nochmal an die zahlreichen Retweets meines Aufrufs!) und des herbeigeeilten Mitbewohners konnten die schweren Stücke dann irgendwie in die Wohnung bugsiert werden. Beneidet habe ich die Träger aber nicht, das sah schon beim Zuschauen schlimm aus. Danach war ich dann nochmal im Baumarkt, weil mein Plan, die Farbrollen nochmal wiederzuverwenden, irgendwie aufgrund zu geringer  Zeit zum Trocknen nix wurde. Also nochmal neue Farbrollen gekauft, neue Farbwannen gekauft, einen Haufen Putzmittel gekauft, weil in der Küche Farbe ausgelaufen war. Dann ne halbe Stunde im Spülkasten gehangen und da mit Pinselreiniger rumgeputzt. Vermutlich sterb ich davon jetzt 10 Jahre eher oder so. Dann 3 von 4 Wänden nochmal gestrichen, bis es dann endlich richtig gut aussah.  Hurra.
  • Sonntag dann nochmal wieder ein Möbelaufbau-Einsatz unserer beiden handwerklich begabten Freunde. Zu viert haben wir mein neues Bett und den Schreibtisch zusammengeschraubt, es wurde noch eine Sicherung getauscht und die Silikonfuge an der Badewannenwand angebracht. Ich hatte gedacht, das wird so lange nicht dauern, am Ende sind wir dann in totaler Eile aufgebrochen, um es noch zur Geburtstagseinladung am Abend zu schaffen.
  • Ich war inzwischen so oft in irgendwelchen Baumärkten, ich kann es schon gar nicht mehr zählen.
  • Gestern waren wir nochmal bei Ikea (schluchz) – immerhin unter der Woche, es war also nicht proppenvoll. Die meisten Dinge auf der To-Shop-Liste konnten wir auch abhaken. Ein Teil war zu groß für Swafnir und wird jetzt noch geliefert.
  • Heute holen wir nochmal an die 20 Umzugskartons ab – dann kann das Packen weitergehen.

Bestimmt hab ich jetzt noch tausend Dinge vergessen. Mein Gehirn funktioniert nur noch so mittelprächtig.

Was übrigens erstaunlich schwer ist: Möbel loswerden. Vielleicht klappt es ja jetzt im dritten Anlauf.

Ich befinde mich derweil in einem seltsamen Zustand von Panik, Planungswahn und Schlaflosigkeit. Inzwischen finde ich es erholsam, im Büro zu sein und einfach nur zu arbeiten. Schlafen tu ich auch dann nicht, wenn ich es könnte, da ich zuverlässig auch am Wochenende um 7.30 Uhr aufwache und nicht mehr einschlafen kann. Letzte Woche musste ich zwei Tage mit Umzugsdingen aussetzen, weil ich schon wieder stressbedingt nicht enden wollende Migräne hatte und die irgendwie mit etwas Ruhe und Erholung wieder in den Griff kriegen musste. Essen tun wir im Moment eine Mischung aus Lieferdienst, Imbiss und „die-Tiefkühltruhe-muss-leer-werden“.

Also alles ein wenig Ausnahmezustand, ich hoffe, ich halte noch die 2 Wochen durch, bis es vorbei ist.

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Umzug, Kapitel 1: Dona nobis PAXem

Der beste Mitbewohner von allen und ich ziehen nun also tatsächlich um, und das ist natürlich Material für vermutlich diverse Blogeinträge. Also fang ich mal damit an…

Wie es nun überhaupt dazu kam, dass wir umziehen? Nun ja – in unserer alten Wohnung ist recht viel renovierungsbedürftig, da man ja nicht so schrecklich gern in der bewohnten Wohnung irgendwelche großen Streich- und Umräumaktionen haben will. Also ich will das jedenfalls nicht. Einige Sachen hätte auch die Hausverwaltung machen können, z. B. den 50 Jahre alten, nicht mehr richtig funktionierenden Herd ersetzen, aber wir hatten ja damals das Katz aufgenommen, ohne dafür eine Genehmigung von Vermieter eingeholt zu haben (das ging alles sehr schnell…), und wenn wir die jetzt nachträglich noch angefragt hätten, hätte das Katz womöglich wieder ausziehen müssen, gebrochene Herzen allüberall – das ging natürlich gar nicht. Deswegen also keine Aktionen, für die der Hausmeister in die Wohnung gemusst hätte. Nachdem das Katz nun aber in den Katzenhimmel eingezogen ist, stand die Frage im Raum: Wohnung nach 12 Jahren grundrenovieren, Einbauküche reinmachen usw. oder eben umziehen. Wir dachten, wir gucken einfach mal, ob man überhaupt eine Wohnung in der Nähe finden kann, die uns gefällt und die bezahlbar ist und größer als die jetzige und die uns jemand vermieten möchte. Und nach einem eher unlustigen Intermezzo mit einer Wohnung, die wir hätten haben können, bei der wir aber unterschreiben sollten, dass wir weder wegen der Bleirohre im Haus noch wegen der 2017 beginnenden umfangreichen Bauarbeiten am gesamten Rest der Straße, wo ein kompletter Häuserblock abgerissen und neugebaut wird, die Miete zu mindern gedenken (den Vertrag haben wir dann natürlich nicht unterschrieben), fanden wir dann tatsächlich nach nur 6 Wochen Suche eine Wohnung, die uns gefiel und bei der die Vermieterin uns auch haben wollte. Sie ist zwar nicht ganz so nah dran an der alten Hood und dem Park, wie das superperfekt gewesen wäre, aber die Wohnlage ist auch recht ruhig und schön. Und an der Wohnung ist auch alles dran, was wir gerne haben wollten – Balkon, Einbauküche, Bad mit Wanne und Fenster, nicht im Erdgeschoss, nicht an einer lauten Hauptstraße, 18 m² mehr Platz als die letzte … also passt alles recht gut.

Schieben wir hier mal kurz ein, dass ich trotzdem quasi stündlich ein bisschen ausflippe bei dem Gedanken, bald nicht mehr da zu wohnen, wo ich seit 12 Jahren wohne. Veränderung ist ja eh nicht mein Lieblingsspiel, bei einer neuen Wohnung kann dann doch irgendwas scheiße sein, beim Umzug kann alles mögliche schiefgehen, die sehr viel höhere Miete ist auch nicht ganz so dolle und generell – AH! Logisch betrachtet ist es trotzdem eine vernünftige Entscheidung, weil die jetzige Wohnung halt schon seit Jahren zu klein wird, die Mieten vermutlich auch weiter steigen werden und jetzt gerade ein ganz guter Zeitpunkt für einen Umzug ist. Weiß ich auch alles. Trotzdem denke ich permanent „aber DAS hier ist doch MEINE WOHNUNG!“ und möchte am liebsten den ganzen Tag auf dem Boden liegen und in eine Papiertüte atmen. Völlig bescheuert. Aber ich erwähnte ja mein blödes Gehirn, dass permanent in Panik verfällt, ob es dazu nun Grund gibt oder nicht.

Jedenfalls schlafe ich gerade wenig und schlecht, führe im Kopf (und in Excel To-Do-Listen), drehe mehr oder weniger durchgehend am Rad und falle womöglich auch einfach noch vor dem Umzug tot um.

Ansonsten ist natürlich sehr viel zu erledigen. Seit dem 19.02. haben wir die Schlüssel. Seitdem herrscht permanente Action und wir haben schon

  • diverse Möbel online bestellt, in der Hoffnung, dass diese heile ankommen, der Shop nicht völlig dubios ist, die Spedition nix kaputt macht und ich noch irgendwen finde, der mir hilft, das 50 Kilo schwere Massivholzregal in den ersten Stock zu tragen. Uff. Ich bin ja immer etwas misstrauisch, so Kram im Internet für so viel Geld zu bestellen und lese deshalb immer erstmal tausend Erfahrungsberichte. Und die waren bei fast allen Shops wirklich horrend abschreckend – Ware nicht geliefert, mit 6 Monaten Verspätung, kaputt, unvollständig, sonstwas, kein Kundenservice zu erreichen, keine Kostenerstattung …. ahhh! Schließlich habe ich dann einen kleinen Shop mit Sitz in Bayern gefunden, der überall recht gute Bewertungen hatte und bei einer telefonischen Nachfrage auch nen guten Eindruck machte. Da habe ich dann bestellt. Mal sehen, obs klappt.
  • an einem Samstag Ikea aufgesucht (durch Last-Minute-Einflößen von Waffeln mit Sahne konnte verhindert werden, dass ich noch einen Axtmord begehe) um dort 2 PAX-Kleiderschränke zu bestellen. Mit Nummer ziehen, 30 Minuten warten und anschließender Erkenntnis, dass der ganze Kram dann vermutlich von Hermes geliefert und aufgebaut wird, was eigentlich nur schiefgehen kann, weil Hermes eine Katastrophe ist. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich nen Sprinter gemietet und den ganzen Käse selber zusammengebaut. Ich harre also der Dinge, die da kommen werden oder auch nicht und der Frage, wie viel Prozent meiner neuen Wohnung nachher in Schutt und Asche liegen werden. Passieren wird das Ganze übrigens an einem Montag nach nem Convention-Wochenende, den ich mir freigenommen hatte, um mich zu erholen. Stattdessen werde ich um 6 aufstehen, um ab 7 Uhr morgens in der noch komplett leeren Wohnung zu warten, weil eine nähere Eingrenzung des Liefer- und Montagetermins als „von 7 bis 21 Uhr“ natürlich nicht möglich war. Ich kotze schonmal prophylaktisch ein wenig im Strahl.
  • Glück gehabt und eine zufällig passende Badewannenfaltwand (sowas wie eine Duschkabine, nur halt für Wannen) günstig ergattert, weil es zufällig eine reklamierte gab, die auf unsere Maße genau passte. Hurra!
  • 18 Umzugskartons von einem Freund besorgt, der gerade nach Hamburg gezogen ist und sie uns netterweise leiht.
  • Farbe gekauft
  • diversen anderen Kleinkram gekauft – Glühbirnen, Kissen, nen Balkontisch usw.
  • sinnlos 40 Minuten in der Mega-Polsterabteilung von Möbel Höffner verbracht, ohne einen Lesesessel zu finden, den ich haben will und der auch auf jeden Fall von der Größe her passt (das wird daher aufgeschoben)
  • 4 verschiedene Baumärkte besucht und allen erdenklichen Kram gekauft – Farbrollen, Malerkrepp, eine Leiter, Pinsel, Filzklebenubsis für die Tische und Stühle (weil Parkett) usw.
  • eine Umzugsfirma gebucht, die für einen Arsch voll Geld (aber dafür hoffentlich schnell) unseren Umzug machen wird – am 18.03. isses soweit.
  • zwei handwerkliche begabte Freunde dagehabt, die Lampen angebracht, einen Küchenschrank versetzt und die besagte Badewannenfaltwand aufgebaut haben, plus diverse weitere Tätigkeiten.
  • einen Umzug des Telefonanschlusses beantragt.

Jo, das war jetzt so … die erste Woche. Drei weitere im Umzugswahnsinn werden noch folgen, und danach muss natürlich noch die alte Wohnung gestrichen werden und all sowas.

Als nächstes steht jetzt

  • mehr Umzugskartons besorgen,
  • Malerflies ausleihen,
  • Wände abkleben und
  • streichen auf dem Programm.

Und natürlich packen. All unseren Scheiß. Allein die 6 oder 7 Regale Bücher werden ein Spaß. Und natürlich der noch im Keller dräuende Berg an altem Rempel, nach wie vor nützlichen Dingen und allem dazwischen. Ächz.

Demnächst geht es also weiter mit Berichten vom Umzug. Heute geht erstmal die Kündigung für die alte Wohnung raus.

Und ich atme derweil weiter in eine Tüte.

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2016 – Der persönliche Rückblick

Ja, heute ist schon der 01.01. und einen Jahresrücklick schreibt man ja eigentlich noch im alten Jahr … aber:

Tja, und das ist ja schon bezeichnend für das letzte Jahr. So viele Todesfälle von bekannten Personen gab es vermutlich lange nicht mehr in einem Jahr. Oder vielleicht wird man einfach nur älter und kennt einfach mehr der Leute, die es jetzt erwischt hat. Keine Ahnung. Aber ich hatte schon das Gefühl, dass auffällig viele Prominente gestorben sind. Teilweise welche, die mir persönlich nicht so viel bedeutet haben, deren Einfluss aber unverkennbar groß war (wie David Bowie oder George Michael), teilweise welche, bei denen ich es einfach krass fand (wie der noch sehr junge Anton Yelchin, der so tragisch von seinem eigenen Auto überfahren wurde) und teilweise halt auch welche, deren Tod mich sehr traurig gemacht hat. Ich bin immer noch komplett erschüttert und traurig über den Tod von Carrie Fisher. Ich weiß auch gar nicht so richtig, was ich dazu schreiben soll, deswegen lass ichs jetzt, sonst heul ich schon wieder.

Vielleicht haben all die Verstorbenen auch nur lieben der Planeten verlassen, bevor er endgültig vor die Hunde geht. Jedenfalls war 2016 auch das Jahr, in dem mein Glaube an die Menschheit mal so richtig verloren ging. AfD in Deutschland, Rechtsruck in ganz Europa, diverse Anschläge mit jedesmal vollkommen beschissenen Reaktionen darauf, Brexit, und als „Highlight“ dann die US-Wahl. Als bekannt wurde, dass Trump gewonnen hat, waren wir gerade auf Rollenspieltour in der dänischen Einöde, und am liebsten wäre ich gleich für die nächsten 4-8 Jahre dort geblieben. Wie das alles nun weitergehen soll, wie schlimm hier in Deutschland die nächste Bundestagswahl wird und ob ich nächstes Jahr keinen Jahresrücklick mehr schreiben werde, weil irgendein Vollidiot die Erde leider nuklear vernichtet hat … ich hab keine Ahnung. Vor allem hab ich auch keine Ahnung, was man so als Privatperson und kleines Licht überhaupt machen kann, um zu verhindern, dass hier nächstes Jahr auch die Nazis im Bundestag sitzen. Ich hoffe, dass sich da in den nächsten Wochen und Monaten vielleicht noch Ideen finden, die man unterstützen kann.

2016 endet jedenfalls für mich absolut negativ, die letzten Wochen waren eine absolute Katastrophe. Wir mussten unsere alte Katzendame nach zum Glück wirklich nur kurzer Krankheit einschläfern lassen. Dazu dann die Arbeit am Nandurion-Adventskalender, der dieses Jahr gut lief und auch nicht von mir hauptverantwortlich organisiert wurde, der mich aber auch dieses Jahr einfach sehr belastet hat, weil ich nicht aufhören konnte, ständig an irgendwelche noch offenen To-Do-Listen zu denken. Und ich hatte ab Ende November die schlimmste Migräneattacke meines Lebens (lustig, das kann ich fast von jedem Jahr rückblickend behaupten…), mit anderthalb Wochen krank mit Kopfschmerzen ohne Ende, 12 Tagen Cortisontherapie mit maximal 5-6 Stunden Schlaf pro Nacht und dann dem kompletten Zusammenbruch nach Absetzen des Cortisons, mit noch schlimmeren Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Bauchkrämpfen, Gliederschmerzen und Schüttelfrost. Bis auf die Kopfschmerzen verschwand dann alles nach Tagen so langsam, ich war wieder krankgeschrieben, dann kam wegen der nicht enden wollenden Kopfschmerzen noch ein Trip in die Notaufnahme dazu (wo ich die Menschen sehr faszinierte damit, welche Mengen an Schmerzmitteln absolut KEINEN Effekt auf mich hatten). Am Ende ist nun nach drei Wochen Ruhe mit möglichst wenig Stress langsam wieder alles gut, ich hatte jetzt zwischen den Feiertagen immerhin mal drei Tage am Stück ohne Migränetabletten nehmen zu müssen. Morgen gehe ich dann wieder arbeiten, was vermutlich wenig ersprießlich wird, weil vermutlich mindestens meine Kollegin und mein Arschlochchef mich jetzt wieder eine Woche lang passiv-aggressiv daran erinnern, dass ja alles liegen geblieben ist, weil ich nicht da war und ich außerdem damit rechne, spätestens morgen zum Feierabend nach 8,5 Stunden Lärm- und Stressbeschallung wieder im Migräneland angekommen zu sein.

Jo, die Arbeit war auch dieses Jahr wieder ein steter Quell von Freude und Heiterkeit … nicht stattfindende Kommunikation, ewiges Aufschieben von anstehenden Notwendigkeiten (wie das Suchen von neuen Aushilfen, wenn klar ist, dass ab Zeitpunkt X die aktuellen aufhören), generell das ganze Thema Aushilfen (es ist unfassbar, wie viele Leute mit Abitur und teilweise abgeschlossenem Studium es nicht schaffen, die simpelsten Tätigkeiten in einem Büro auszuführen, und ich rede da von Sachen wie „die richtigen Briefmarken auf die richtigen Umschläge kleben“ und ähnlichen Raketenwissenschaften…) war einfach ein absolutes Destaster. Ich habe dieses Jahr 8 Leute eingearbeitet … vermutlich kann man mich inzwischen nachts um drei wecken und ich kann immer noch meine „So-funktioniert-die-Telefonanlage“-Nummer aufsagen. Dass es nicht besser mit der Arbeitsüberlastung wird, wenn man 30 Stunden Azubi-Arbeitszeit durch 20 Stunden Aushilfs-Arbeitszeit ersetzt und dann die Hälfte des Jahres selbige entweder ganz ausfällt oder von komplett unfähigen Leuten ausgführt wird, sollte auch klar sein. Es war jedenfalls mal wieder ein beschissenes Jahr, was den Job angeht, gefühlt wirds auch jedes Jahr schlimmer. Ob ich 2017 nun wirklich mal versuche, was anderes zu machen, wird sich dann zeigen. Das Potenzial, sich noch zu verschlechtern, ist leider durchaus vorhanden. Falls mich überhaupt einer einstellen würde, immerhin bin ich ja 31 und werde natürlich demnächst anfangen, mit meinem imaginären Ehemann viele imaginäre Kinder in die Welt zu setzen … oder so. Wobei ich nach wie vor hoffe, dass das in einem Beruf, in dem man eh keine leitende Position hat und Schwangerschaftsvertretungen üblich und an der Tagesordnung sind, nicht ganz so sehr ins Gewicht fällt. Ach, ich hab keine Ahnung. Es kann jedenfalls sein, dass der Mitbewohner und ich nun doch mal a) gucken, ob wir hier in der Nähe eine etwas größere Wohnung finden oder b) unsere jetzige Wohnung grundlegend renovieren, was in beiden Fällen so viel Stress werden wird, dass ein gleichzeitiger Jobwechsel vermutlich damit endet, dass einfach mein Kopf explodiert.

Was mich zu der nächsten Erkenntnis des Jahres führt, nämlich der, dass mein blödes Migräne-Gehirn wirklich nicht so ganz läuft wie die Hirne von anderen Leuten. Ich hab mich eigentlich immer bemüht, mich nicht von der Kack-Migräne allzusehr ausbremsen zu lassen, allerdings nimmt es halt mehr und mehr zu, dass ich auch ohne die eigentlichen Kopfschmerzen merke, dass ich Dinge einfach nicht so kann wie andere. Natürlich kann jeder Dinge besser oder schlechter oder ist empfindlich für andere Sachen, aber in letzter Zeit fällt mir immer mehr auf, wie … anders mein Kopf sich dann doch verhält. Zum einen ist das halt absolute Lärmempfindlichkeit – wenn jemand in meiner Nähe eine Papiertüte zusammenknüllt, ist das für mich schon so, dass ich mir die Ohren zuhalten will. Zum anderen halt die Unfähigkeit, Sachen auszublenden, wie z. B. ein kleines Lämpchen irgendwo in der Ecke vom DVD-Player … wenn ich das sehen kann, kann ich mich nicht auf den Fernsehbildschirm konzentrieren. Und vor allem, und das ist das Schlimmste, meine absolute Unfähigkeit, nicht wegen kommender Ereignisse und zu planenden Dingen komplett auszuflippen. Im Sinne von „ich liege bis 2 Uhr nachts wach, weil ich darüber nachdenke, was ich für Ereignis X noch organisieren muss und was bei Sache Y wohl schiefgehen kann und wo wir gerade dabei sind, hier ist noch eine Liste von 17 anderen To-Do-Dingen, die noch offen sind“. Das Ganze macht mich übrigens nicht produktiver, denn nachdem ich dann so lange über irgendwelchen Organisationsplänen wachgelegen habe, bin ich am nächsten Tag meistens zu müde, um irgendwas davon umzusetzen. Das … nervt. Insofern werde ich wohl mal schauen müssen, ob mein überdrehtes Panikhirn nicht mit irgendwelchen Sachen mal ein bisschen zu beruhigen ist. (Fun fact nebenher: Viele Leute, die mich im Real Life kennen, behaupten von mir, ich sei ja eher so sehr ruhig und gelassen und sicher, während in meinem Kopf eigentlich permanent ein Eichhörnchen auf Speed wohnt und mir tausend wirre Gedanken ins Hirn brüllt. Ich frage mich ehrlich, wie diese Wahrnehmung von mir nach außen ankommt.)

Hurra, das waren jetzt 5 lange Absätze über Dinge, die kacke waren. Äh, ja. Tja. Was übrigens auch noch kacke war: 2016 war das absolute Jahr der Reisepannen. Da war alles dabei, von eher nervigen Flugverspätungen über „bei Gewitter 2 Stunden auf dem Rollfeld festsitzen“ bis hin zu einem komplett gestrichenen Flug (dessen Kosten wir von Air Berlin – fliegt bloß nicht mit denen, never!  – wohl nie wiedersehen werden) und dem defekten Mietwagen, mit dem wir in Italien mitten auf einer vielbefahrenen Hauptstraße in Siena liegenblieben, um danach in einer siebenstündigen Odysee der Mietwagenfirma ein Ersatzauto aus den Rippen zu leiern.

Irgendwie habe ich diesen Artikel angefangen, um auch nochmal für mich festzuhalten, was an 2016 GUT war, aber nun habe ich doch erstmal ausgiebig gemotzt. Hm. Das Jahr hatte aber trotzdem auch schöne Momente. Ein wirklich toller Urlaub in London, zwei schöne Rollenspielcons, das mehrmalige Wiedersehen von ehemaligen DSA-Mitspielern. Ein trotz Flugpleiten toller Besuch in Stuttgart mit Besuch der Comic-Con und tollem Fiasko-Abend mit schwäbischem Essen bei Nandurion-Kollege Vibart, ein cooles Rollenspielwochenende mit Ebenfalls-Mitnanduriat Cifer. Generell viele gute Rollenspielsitzungen. Eine Wanderung auf den Bergwegen der Cinque Terre, die vor allem deshalb toll war, weil ich sie schlicht vor gar nicht langer Zeit nicht imstande gewesen wäre zu absolvieren. Viele, viele Stunden, die ich im Sommer im Park auf der Wiese gelegen habe, lesend oder Podcast hörend. Spontane Abende im Biergarten. Viele großartige Frühstücke mit leckerem Essen vom Wochenmarkt. Spaziergänge an der Ostseeküste. Unglaublich viele gute Serienfolgen. Steak-and-FEELS-Night mit Anna. Auch ein Pluspunkt: Twitter. So viele lustige Gespräche, Diskussionen (die teilweise hier im Blog weitergeführt wurden), generelles Up-to-date-bleiben bezüglich vieler Leute, die ich mag. Und natürlich die eigentlich durchgehenden Twitter-DM-Gespräche mit Judith. Dass ab und an hier jemand meine Beiträge mag oder kommentiert, freut mich natürlich auch sehr.

Ansonsten, und es ist mir eigentlich sehr unangenehm, darüber zu schreiben, aber: Sport. Im Sinne von: Ich machte welchen. Regelmäßig. Schwimmen und Joggen und Yoga nach YouTube-Videos. Ja gut, viel mehr gibt es dazu auch nicht zu sagen, aber es ist auf jeden Fall ein Novum für mich, das länger als nen Monat am Stück durchzuhalten, und auch wenn gerade natürlich alles total ins Stocken geraten ist durch die fast 4 Wochen krank sein und die Feiertage, hoffe ich, dass ich auch in diesem Jahr weiter regelmäßig was mache. Vor allem, um vielleicht endlich die Rückenschmerzen und die Migräne einzudämmen.

Nun muss ich noch über Star Wars reden, denn 2016 war vor allem das Jahr, in dem ich zum hoffnungslosen Star Wars-Fangirl wurde. Auch wenn ich die alte Trilogie mochte (die Prequels jetzt eher … nicht so), war ich nie so ein totaler SW-Fan. Das hat sich erst mit Episode 7 geändert, den ich wirklich unglaublich großartig finde – der erste Film seit Return of the King, den ich mehr als einmal im Kino gesehen habe. Dann war praktischerweise ja direkt nach dem Kinostart auf einmal die Clone Wars-Serie auf Netflix verfügbar. Und dann kam Judith und sagte mir „gehe hin und gucke Rebels“ und ich tat es und dann war ich auch endgültig durch den Kaninchenbau in eine weit, weit entfernte Galaxis gefallen. Und das war sogar noch, bevor Tharun-Marcus mich davon überzeugte, die Star-Wars-Kampagne des One Shot Podcasts zu hören. Das Jahr war jedenfalls sehr geprägt von Star Wars, über Romane und Comics lesen, Star Wars-FATE spielen, Clone Wars und Rebels gucken, den Star Wars-YouTube-Kanal verfolgen, auf Rogue One hinfiebern bis hin zur wohl nerdigsten Aktion von allen, nämlich meinem Ezra-Bridger-Cosplay auf der Comic-Con in Berlin. Und: I REGRET NOTHING! Es fühlt sich einfach gut an, einer fiktiven Welt so verfallen zu sein, vor allem jetzt, wo sie mit so viel neuem Material gefüllt wird.

Puh. Okay, ich glaube, jetzt füll ich noch den üblichen Fragebogen aus und dann lass ichs gut sein.

Zugenommen oder abgenommen?
Abgenommen.

Haare länger oder kürzer?
Kürzer. Aber immer noch lang. Demnächst gehts aber mal wieder zum Friseur, wobei auch da kein Kurzhaarschnitt entstehen wird.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Ist wohl gleichgeblieben.

Mehr Kohle oder weniger?

Ich arbeite nach wie vor 80 %, habe aber eine kleine Gehaltserhöhung bekommen. Aber wirklich eine kleine, daher: unwesentlich mehr.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Ich glaube fast, mehr. Der London-Urlaub war schon ziemlich teuer und der Sommerurlaub auch nicht billig. Und dazu kam dann ja noch ein Flug nach Stuttgart, eien Fahrt nach Berlin und so manches andere.

Der hirnrissigste Plan?
„Fahren wir doch mal nach Siena zum Supermarkt und schauen, ob das Auto immer Probleme hat, wieder anzuspringen.“ Wir so im Italienurlaub.

Die gefährlichste Unternehmung?
Da fällt mir nix ein.

Mehr Sport oder weniger?

Mehr.

Die teuerste Anschaffung?

Ich denke und denke, aber mir will nix einfallen, was insgesamt wohl teurer war als die Bestandteile für mein Cosplay-Outfit.

Das leckerste Essen?

Ungefähr alles, was es in Italien so gab, das Steak Dinner bei Hawksmoor in London, und natürlich die jährliche Weihnachtsgans bei meinen Eltern.

Das beeindruckendste Buch?
Ich habe ja leider wieder recht wenig gelesen. Hm. Am beeindruckendsten fand ich vermutlich die Autobiographie von Felicia Day.

Das enttäuschendste Buch?
Der „Ahsoka“-Roman.

Der beste Film?
Puh. Schwer. Da schwanke ich doch sehr zwischen „Captain America – Civil War“ und „Rogue One“.

Liebste Serie?
Star Wars: Rebels und Agents of SHIELD. Nein, ich kann mich nicht zwischen den beiden entscheiden.

Der beste Theaterbesuch?
„Wicked“ im Apollo Victoria in London.

Die beste Musik?
Ich fürchte, ich hab ja 2016 kein einziges Lied gehört, was ich noch nicht kannte. Am meisten gehört vermutlich immer noch das letzte Florence and the Machine-Album.

Die meiste Zeit verbracht mit…?
… dem Herrn Mitbewohner und ihrer Majestät der Katze.

Die schönste Zeit verbracht mit… ?
… dem Herrn Mitbewohner und ihrer Majestät der Katze.

Vorherrschendes Gefühl 2016?
„The world is coming undone.“

2016 zum ersten Mal getan?
Einen Podcast gehört. Selbst in einem zu Gast gewesen. London besucht. Joggen gewesen. Cosplay gemacht. RPG übers Internet gespielt.

2016 nach langer Zeit wieder getan?
In der Notaufnahme gewesen. Urlaub in einer richtig warmen Gegend gemacht.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Migräne. Die weltpolitische Lage. Abschied vom Katz.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Keine Ahnung.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Tja, keine Ahnung. Ich glaub, der Mitbewohner mag das Star-Wars-Doctor-Who-Crossover-Shirt, was ich ihm zu Weihnachten geschenkt habe.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Geräuschunterdrückende Kopfhörer, das Geburtstagsgeschenk vom Mitbewohner. Die Dinger sind ein absoluter Segen.

Der folgenreichste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Keine Ahnung.

Der folgenreichste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Keine Ahnung.

2016 war mit 1 Wort…?
Schlimm.

Vorsätze für 2017?
Weiter Spocht machen, mein hyperaktives Nervhirn beruhigen (s. o.), Wohnsituation verbessern, Jobsituation verbessern, entweder durch Wechsel oder durch noch-viel-weniger-nen-Scheiß-drum-kümmern, ob in dem Chaosladen irgendwas funktioniert. Weniger übertriebene Perfektionismus-Ansprüche an mich stellen. Runterkommen, ganz allgemein.

So. Das wars.

Ich wünsch euch allen ein wunderbares, fantastisches, erfolgreiches, friedliches und gesundes Jahr 2017!

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