#12von12 im Februar 2019

Gestern war wieder der 12. des Monats und traditionell werden da 12 Fotos aus dem Alltag gemacht und hier bei Draußen nur Kännchen gesammelt.

Ein ganz normaler Arbeitsdienstag war das gestern, allerdings immerhin mit Rollenspiel am Abend. Und leckerem Essen. Zu viel leckerem Essen!

Aber erstmal klingelte ja der Wecker, ich quälte mich ausm Bett, haderte mit der Frage, ob ich denn nun Lust auf 12 Fotos habe … und entschied dann in der S-Bahn doch, dass ich mitmache. Voila, erstes Foto, wunderschöne S-Bahn Hamburgs:

Unten rechts im Bild: Meine wunderbar warmen Winterstiefel, die man aktuell auch noch echt braucht.

Dann weiter zu Fuß, vorbei an typischen Ampelpfosten einer Großstadt:

Dann im Büro. Erstmal Kaffee und Tee gekocht, während der Wasserkochzeit ein bisschen auf dem Boden im Kopierraum rumgelegen und versucht meine fies schmerzende Schulter zu dehnen. Dann aber doch die Tabletten rausgekramt. Dazu traditionelles Frühstück:

Dann Arbeit, Arbeit. Inzwischen habe ich ja für 12 von 12 schon gefühlt jedes Ding auf meinem Schreibtisch fotografiert, aber wie mir gestern auffiel: Noch nicht die Gebührentabelle!

Dann Mittagspause, da ich es schon wieder verplant habe, mir Mittagessen vorzubereiten, war ich bei einem der diverse Asia-Imbisse, die es hier gibt. Erstmal bestellen, bezahlen und Nummer bekommen:

Ein sehr günstiger Lunch, übrigens, mit € 4,50. Und lecker:

Ich liiiiieebe Tom Kha Gai. Und könnte bei dem fiesen Wetter auch sowieso jeden Tag Suppe essen.

Dann mehr Arbeit, dann kurz vor 17 Uhr Feierabend und Heimfahrt. Nach der S-Bahn musste nun auch die U-Bahn als Motiv herhalten:

Auf dem Heimweg, man sieht es am Kopfhörerkabel unten rechts, noch Podcast gehört, diesmal die neueste Folge von Vocal About It, wie immer  sehr empfehlenswert.

Dann wurde es zeitlich ein wenig tricky, ich musste vor Eintreffen der Mitspieler nämlich noch 3 Dinge erledigen.

Erstens: Yoga!

Check!

Zweitens: Essen bestellen für die Runde:

Check!

Drittens: Noch schnell die neue Podcastfolge durch Auphonic jagen und das Intro reinbasteln, nachdem Judith schon den ganzen Rest gemacht hat:

Check!

Und es war sogar noch Zeit, die Wäsche abzunehmen und die Tische abzuwischen – dann trudelten auch die Spieler ein, das Essen kam und es wurde gespielt.

Das ist der Charakterbogen meines City of Mist-Charakters. Es wurde gestern auch ordentlich dramatisch – ausgezeichnet! Außerdem tranken wir zweifelhaften Alkohol (wie gut kann ein Likör sein, den man als Werbegeschenk beim Jackenkauf bekommt? Genau…) und unser Spielleiter hatte außerdem noch Karamell-Erdnuss-Schoko-Schnecken mitgebracht. Die waren sehr, sehr lecker und machten sehr, sehr satt und man hätte sie vielleicht nach einer weiteren Schüssel Suppe essen sollen und nicht nach Salat, Pommes und Putensteak in Pfeffersauce. Börps. ^^

Wir spielten bis kurz nach 22 Uhr, laberten dann noch kurz und dann war ich irgendwie noch bis fast Mitternacht wach, weil ich nach dem Spielen immer ein bisschen Zeit brauche, um runterzukommen. Dann gings ins Bett.

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Ein Kommentar

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Mediengedöhns im Januar 2019

Huch, da war der erste Monat des Jahres schon wieder vorbei. Also dann auf zu den konsumierten Medien!

Gelesen

Tatsächlich endlich das Buch beendet, das ich um Weihnachten rum angefangen hatte (und seitdem kein neues aufgeschlagen, weil Sträss. Grrr.) Gelesen hab ich Zoo City von Lauren Beukes. Es hat mir sehr gut gefallen – Urban Fantasy mit einem faszinierenden Setting, einer saucoolen Protagonistin und toller Sprache. Es ist fast ein bisschen schwer darüber zu schreiben, ohne etwas zu spoilern, weil der Roman seine Hintergrundwelt der Leserin erst ganz langsam offenbart, teils in der Geschichte selbst, teils in Einschüben wie fiktiven Drehbüchern, Filmreviews und Interviews. Ganz grob gesagt geht es darum, dass die Story zwar in unserer Welt spielt, allerdings aus nicht ganz klaren Gründen Personen, die Schuld auf sich geladen haben, kurz nach der Tat Gesellschaft von einem Tier bekommen, mit dem sie eine Art telepathische Verbindung haben. Von dem können sie sich auch aus Gründen (TM) nicht ohne weiteres trennen. Dafür bekommen sie aber übernatürliche Fähigkeiten. Diese Personen, meist Zoos oder Animalled genannt, sind in den meisten Ländern von der Gesellschaft ausgestoßen und leben unter sich, auch wenn sie hin und wieder wegen ihrer Fähigkeiten oder für ein „exotisches Flair“ auch mal von den besser gestellten Leuten angeheuert werden. In Johannesburg, wo die Geschichte spielt, heißt der Stadtteil der Zoos jedenfalls Zoo City (daher auch der Titel). Südafrika ist auch ein großartiger Schauplatz, zumal auch diverse (süd)afrikanische Mythen, Aberglauben usw. mit eingebracht werden, die in Verbindung mit den Tierbegleitern und den magischen Fähigkeiten stehen. (Wie gut das alles recherchiert ist, kann ich natürlich nicht sagen, aber die Autorin stammt aus Südafrika, von daher hoffe ich, dass das schon alles so passt).

Zinzi December jedenfalls, die Protagonistin, ist großartig. Ihr Tierbegleiter ist ein Faultier (Liebe!) und ihre Fähigkeit ist es, verschwundene Dinge zu finden, wie man schon auf den ersten Seiten erfährt. Zinzi ist verschlagen, sarkastisch, in einer seltsamen Beziehung zu einem verheirateten Mann und cleane Drogensüchtige. Sie hat Geldprobleme, ein zu großes Mundwerk und letztendlich auch ein zu gutes Herz. Kurz gesagt, ich liebe Zinzi! Aber auch der Rest des Buches ist sehr cool, von den wirren der Detektivgeschichte, in die Zinzi gerät, über die ebenfalls sehr originellen Nebencharaktere bis hin zu den Informationsschnipseln über die Animalled. Auch sprachlich fand ich den Roman super. „Morning has broken and there’s no picking up the pieces“ – wenn so eine Formulierung schon auf Seite 1 steht, dann weiß man, dass es gut weitergeht. Also große Empfehlung.

Kommen wir zu interessanten Artikeln im Januar:

Etwas zum Thema Fanfiction und den unterschiedlichen Bewertungen von Literatur von männlichen und weiblichen Autor*innen. Hier das englische Original, da die Übersetzung.

Und passend dazu ein Interview mit Simone Buchholz zum Deutschen Krimipreis und dem Herabschauen des Feuilletons auf Literatur von Frauen.

Und apropos Frauenstimmen: Warum sind eigentlich die Default-Settings von Alexa, Siri und Co immer weiblich?

Shut up and write – Chimamanda Ngozi Adichie schreibt über Kunst, Feminismus und die Frage, ob sie sich als „afrikanische Autorin“ bezeichnet (englisch).

I Was A Cable Guy. I Saw The Worst Of America. Großartige Geschichte mit irren Details (englisch).

Ein Interview mit der mir bis dahin unbekannten Viv Albertine, das allein schon ausreicht, um mich zum Fan zu machen.

Healing Alone, ein beeindruckender Comic über junge Ärzte und die Probleme der Medizin (englisch).

Yelp-Reviews und der bescheuerte Begriff der Authentizität. Nichts ist unpolitisch, nicht mal Restaurantbewertungen, haben das jetzt alle verinnerlicht? Prima. Weitermachen.

Und zum Schluss: Lasst uns mal über Zahlen reden – Comicautorin Carolin Reich schreibt über ihre Verdienste, fand ich sehr interessant. Außerdem hab ich dann angefangen ihren Webcomic Vom Anfang zu lesen und der ist auch klasse.

Geschaut

Mal wieder einen Film, nämlich Ex Machina. Ihr wisst schon, der andere Film, in dem Domhnall Gleeson hinter Oscaar Isaacs Droiden her ist. (Der Witz stammt von Tino, ich lache immer noch drüber, danke.) Äh, ja, und so kam ich auch drauf den zu gucken, als ich mich mit einer Bekannten darüber unterhielt, dass man eigentlich ja viel mehr Dinge mit Oscar Isaacs gucken müsste. Konsequenterweise haben wir uns dann gleich verabredet, um Ex Machina zu gucken (gibts für ein paar Euro auf Amazon Prime zu leihen). Und auch wenn der Grund vielleicht ein bisschen albern war: Guter Film. Die beiden männlichen Hauptdarsteller sind zum Glück so anders als ihre Star Wars-Charaktere und spielen ihre Rollen auch so gut, dass das höchstens kurz irritierend ist. Und Alicia Vikander in ihrer Rolle als Androidin Ava (warum heißen weibliche Droiden IMMER Ava oder Aida oder so?) war auch echt gut. Allerdings leidet der Film vielleicht ein bisschen darunter, dass er von 2015 ist und zwischendurch Westworld, Person of Interest und Agents of Shield das Thema KI, Androiden und Menschlichkeit doch sehr gut und facettenreich bearbeitet haben, will sagen: 2015 bei Kinostart wirkte der Film vermutlich noch innovativer und interessanter als Anfang 2019. Macht aber nichts, das Kammerspiel im Hightech-Haus des Androiden-Erfinders hat mir trotzdem gut gefallen.

Dann hab ich na-tür-lich Black Mirror – Bandersnatch geschaut. Gespielt? Keine Ahnung. Wem das nichts sagt, das ist eine interaktive Folge der britischen Serie Black Mirror, in der man als Zuschauerin selbst entscheiden kann, was die Hauptfigur tun soll. Ebenso wie in den alten Abenteuerspiele-Büchern aus den 80ern, und genau da setzt die Folge auch an, da es um einen Programmierer geht, der das Abenteuerbuch Bandersnatch als Computerspiel adaptieren will. Genauso wie im von ihm entwickelten Spiel hat die Spielerin/Zuschauerin 10 Sekunden Zeit, um zu entscheiden, was Protagonist Stefan jetzt zum Frühstück isst, welche Musik er hört – und ob er weiter am Spiel arbeitet, auch wenn es ihn sichtlich in den Irrsinn treibt. Dabei kann man die Entscheidungen auch nochmal revidieren, bestimmte Punkte führen wieder zum Anfang der Geschichte und irgendwann hat man dann ein Ende erspielt und der Abspann läuft – aber es hätte eben auch alles noch anders kommen können. Insgesamt gibt es wohl um die 5 Stunden Material, aus denen sich die Folge zusammensetzt, und 5 verschiedene Enden, wobei diese auch noch variieren können. Der Wiederguckwert ist jedenfalls groß, weil ich mich am Ende ja schon fragte, ob jetzt alles anders gekommen wäre, wenn Stefan am Anfang doch die anderen Cornflakes gegessen hätte.

Bandersnatch ist, soweit ich es mitbekommen habe, eher gemischt aufgenommen und von manchen Rezensent*innen auch regelrecht zerrissen worden. Ich kann das nicht so wirklich nachvollziehen. Ja, die Folge springt auf die 80-Jahre-Nostalgiewelle auf, und dass man davon vielleicht genug hat, kann ich abstrakt zwar nachvollziehen, andererseits war das aber eben auch die Zeit der Abenteuerbücher und ersten Rollen- und Computerspiele. Und ja, die Folge ist schon sehr, sehr meta auf allen Ebenen – nicht nur das Computerspiel, das so heißt wie das Buch, das so heißt wie die Folge, nicht nur der gleiche Entscheidungsmechanismus in fiktivem Spiel und realer Folge, nein, die Meta-Ebene scheint noch an weiteren Stellen durch, die ich jetzt aber nicht spoilern will. Ich mag ja sowas, ich liebe Meta-Humor und das Durchbrechen der vierten Wand, aber es hätte in der Tat nicht so überstrapaziert werden müssen. Andererseits verstehe ich irgendwie den Wunsch der Verantwortlichen, möglichst viel von dem zeigen zu wollen, was mit dem Format möglich ist, weil ja nicht feststeht, ob es noch eine weitere Folge dieser Art geben wird. Der weitere große Kritikpunkt, den ich gelesen habe, war, dass man zu oft zu den selben Ausgangspunkten zurückkommt und die verschiedenen Varianten der Story sich nicht so sehr unterscheiden. Da frage ich mich dann schon, was im Vorfeld die Erwartungen waren – wer schon mal ein Computerspiel mit ähnlichen Entscheidungsoptionen (z. B. die Dragon Age-Reihe) gespielt (oder in einem der älteren oder neueren Abenteuerspielbücher/Solo-Abenteuer) geblättert hat, sollte eigentlich wissen können, dass so ein Format begrenzte Möglichkeiten hat. 5 verschiedene Enden sind schon relativ viel, finde ich, zumal das Ganze ja auch recht aufwändig produziert ist. Beispielsweise sieht man während der 10 Sekunden Entscheidungszeit nie ein Standbild, sondern immer eine Szene, die weiterläuft, während der Charakter mit der Entscheidung ringt.

Letztendlich finde ich Bandersnatch zwar wirklich nicht perfekt, aber mich begeistert die Idee des Formats genug, um über die Schwächen in der konkreten Umsetzung hinwegzusehen. Neue Möglichkeiten, Geschichten zu erzählen, finde ich immer gut, und Geschichten mit Einbindung der Zuschauer sogar noch besser. Klar, Bandersnatch hat erstens auf Nummer Sicher gesetzt und ist mit der Story kein großes Risiko eingegangen – 80er-Jahre-Setting, klassischer Protagonist, typische Tropes – und ist gleichzeitig ein bisschen sehr verliebt in seine eigene Meta-Ebene. Trotzdem fand ich es ein gelungenes Experiment, hätte durchaus Lust, nochmal von vorne anzufangen und hoffe, es kommen vielleicht noch weitere Formate, die in eine ähnliche Richtung gehen.

Und schlussendlich bin ich ja Rollenspielerin und freue mich über ein weiteres Medium, das man toll benutzen kann, um das eigene Lieblingshobby zu erklären. „Pen and Paper? Das ist so ähnlich wie Bandersnatch, aber du kannst alles machen.“ 😉

Kurz vor Weihnachten erschien die 2. Staffel von Marvels Runaways, die ich auch sehr schnell geschaut habe, da die erste Staffel mir sehr gut gefallen hat. Staffel 2 fand ich allerdings ein wenig mühsam. Ich mag die Charaktere zwar nach wie vor sehr gerne und es gab auch ein paar sehr coole Momente, aber irgendwie wusste die Staffel nicht so richtig, wo sie hinwill. Die Story eierte so hin und her, die Charaktere verkrachten sich ständig, um sich dann doch wieder zu versöhnen, das Pacing war teilweise arg seltsam … sehr schade, ich mag die Serie ja eigentlich gern. Vielleicht gibt es ja Staffel 3 und die wird wieder besser. Wenn nicht, wäre ich nach der jetzigen Staffel höchstens ein bisschen traurig um Niko, die einfach eine großartige Teen-Wicca-Gothix-Hexe ist.

Dann war da noch die 2. Staffel Broadchurch. Die war irgendwie auch wieder sehr spannend, auch wenn der Teil mit dem Gerichtsprozess halt … Fernseh-Gericht-Bla war und nicht schrecklich realistisch. Aber wenigstens wars britische Justiz, da kann man sich immer noch gegenseitig versichern, dass das da bestiiiiiimmt alles so läuft. Und ansonsten über die Perücken lachen. Äh, ja. Außerdem haben sie dann noch die 3 britischen Schauspieler, die nicht in Staffel 1 waren, für Staffel 2 auch noch gecastet – wobei James D’Arcy vermutlich während der Verhandlungen über die Rolle darauf bestanden hat, dass er nur mitspielt, wenn er in jedem einzelnen Shot unfassbar heiß aussehen darf *hust*.  Also das war schon ein erstaunliches Maß an Im-Muscleshirt-Holz-Hack-Szenen. Aber ich will mich nicht beschweren. Insgesamt weiß ich irgendwie auch nicht, wie die Serie es macht, dass man wie gebannt vorm Fernseher sitzt und wissen will, wie es weiter geht, wenn es doch „nur“ um das ganz normale Leben der Broadchurch-Bewohner und ein wenig Polizeiarbeit geht. Aber es gelingt irgendwie, ich hätte die 8 Folgen auch am Stück schauen können. Und dann noch die Landschaftsaufnahmen! Hach. Hm, sorry, fundierter wirds nicht mehr. Aber ich mochte auch diese Staffel.

Und dann, bleiben wir bei britischen Serien: Dann war da noch Sex Education. Mal wieder eine Serie, von deren Existenz ich überhaupt nix wusste, bevor nicht meine halbe Twittertimeline darüber redete. Und dann musste ich natürlich voll peer pressure-mäßig auch reingucken, weil hey, britische Serie und Highschoolsetting UND Gillian Anderson, wer kann dazu schon nein sagen? Dass die Serie britisch ist, sieht man dann auch gleich in der ersten Szene, wenn bei den zwei vögelnden Teenagern das Mädel oben ohne herumspringen darf. Macht aber nüscht, man bekam in dem Fall auch wirklich genug (halb)nackte Männer zu sehen. Es geht jedenfalls so im Großen und Ganzen um Otis, dessen Mutter Sextherapeutin ist und der im Lauf der ersten Folge von einer Mitschülerin dazu angestiftet wird, gegen Geld Sexberatung in der Schule anzubieten, weil er sehr viel über das Thema weiß und all die Teenager um ihn herum natürlich diverse Probleme und Fragen haben. Dass er selber von Sex so gar nix wissen will, kommt erschwerend hinzu.

Die Serie ist zwar teilweise ein wenig mit blöden Klischees beladen, aber andererseits doch so divers, erfrischend und offen, dass ich sie in ihren 8 Folgen echt ins Herz geschlossen habe und hoffe, dass es eine zweite Staffel gibt. Und es geht auch durchaus nicht nur ums Vögeln, sondern auch um Freundschaft, Eltern-Kind-Beziehungen, Schulprobleme, Mobbing usw. Aber wenn es um Beziehungsdinge geht, macht die Serie meiner Meinung nach sehr viel richtig und man sieht auch, dass sich die Welt in den letzten Jahren zum Glück doch weitergedreht hat. Es gibt kaum eine klassische Coming-Out-Story, sondern es geht um Probleme, die über das hinausgehen, beispielsweise gibt es ein lesbisches Pärchen, das schon bei Staffelbeginn zusammen ist, aber einfach keinen guten Sex zusammen hat. Es gibt ganz selbstverständlich homosexuelle und bisexuelle Charaktere, sowohl bei den Teenagern, als auch bei deren Eltern. (Vielleicht werden in Staffel 2 ja auch nochmal weitere Teile des LGBTIQ+-Spektrums beleuchtet, das wäre schön.) Es gibt auch keine einzige dämliche Typ-nötigt-Frau-zu-erstem-Sex-Geschichte. Und vor allem wird auch nie ein weiblicher Charakter irgendwie dafür in irgendeine blöde Ecke gestellt, dass sie gerne Sex hat. Dazu gibt es hier auch noch einen schönen Artikel in der Vogue (Achtung, bisschen spoilerig). Sex Education ist jedenfalls unterhaltsam, teilweise sehr lustig, teilweise sehr rührend oder traurig. Gillian Anderson ist natürlich fantastisch in ihrer Rolle, aber auch die anderen Schauspieler sind super. Bitte gerne noch viele Staffeln mehr davon!

Dann habe ich noch die vier Folgen Short Trek gesehen, also die Kurzepisoden zu Star Trek Discovery, die zwischen Staffel 1 und 2 ausgestrahlt wurden, auf dem deutschen Netflix aber erst zum Staffelbeginn von Staffel 2 verfügbar waren. Die waren auch alle nett bis sehr cool, wobei ich hier vor allem die Folge herausheben würde, die mit der Serienhandlung eigentlich gar nix zu tun hat: Calypso spielt zwar auf der Discovery, aber weit in der Zukunft. Es ist eine ganz wundervolle kleine Kurzgeschichte, die man auch gucken kann, ohne jemals eine Folge Star Trek gesehen zu haben. Tolles Ding. Die Short Treks findet ihr auf Netflix übrigens unter „Trailer und mehr“. Intuitiv, nicht wahr? :p

Gehört

An dieser Stelle möchte ich nochmal den relativ neuen Podcast Session Zero empfehlen. In den eher kurz gehaltenen, englischsprachigen Folgen sprechen 2 Psycholog*innen über Rollenspiel, Psychologie und welche Erkenntnisse z. B. aus Gruppentherapien auch auf die Rollenspielgruppe übertragbar sind. Das ist sehr interessant und behandelt z. B. auch solche Themen wie Gruppendynamik, implizierte Erwartungen an Spieler und SL und so weiter. Die Folgen haben auch immer nur so 20 Minuten und sind sehr gut so zwischendurch hörbar.

Gespielt

Weiter DSA, immer noch die Lamea-Kampagne, immer noch reisen die SC durch die Narkramar. Und immer noch gibt es dort noch mehr lustigen und skurrilen und überdimensionierten Kram zu finden (ja, DSA hat auch Dune-Riesenwürmer, man muss nur lange genug in diese Wüste reisen). Zwischendurch haben wir sogar mal ein Mini-Game aus dem Ultimate Charakter Backstory Guide eingeschoben, mit dem man ein irgendwie relevantes Gespräch am Lagerfeuer (oder ähnlichen Situation) ausspielen kann. Das war auch nett. Wir haben insgesamt den Narkramar-Teil noch ziemlich ausgebaut, weil wir alle nicht so richtig genug von dem Setting kriegen, und spielen daher aktuell noch Im Netz der Spinne. Mal sehen, wie lange uns das noch beschäftigen wird.

Außerdem ging es natürlich auch in City of Mist weiter. Wir haben nach dem „Weihnachtsspecial“ eine neuen Fall angefangen und bisher war das recht lustig – mit einer Misswahl, einem Haufen Whoo-Girls in der Bar und einer Liebesgeschichte, der wir hoffentlich zu einem Happy End verhelfen können. Außerdem hat mein SC jetzt aus Gründen das neue Powertag „Dress-up Enthusiast“. Mal sehen wie es weitergeht. Und wie viele NSC wir diesmal umbringen…

Außerdem haben wir letzten Freitag Juggernaut gespielt. Das ist ein spielleiterloses Freeform-Spiel von Jason Morningstar, das so ähnlich ist wie Winterhorn, für mich aber sehr viel bessr funktionierte als dieses. Man spielt eine Testkommission, die im Jahr 1950 Juggernaut testet, eine Art aus Dechiffriermaschinen hervorgegangenen Supercomputer, der die Zukunft vorhersagen kann. Juggernaut hat immer recht, daher müssen alle Ereignisse, die die gezogenen Spielkarten vorgeben und die am Tag des Tests stattfinden, auch im Spiel vorkommen und von den Spielenden eingebaut werden. Das hat nicht immer perfekt funktioniert, aber in den meisten Fällen schon und es war doch eine recht coole Session. Da es noch mehr Karten zur Auswahl gibt, kann man das auch nochmal spielen. Würde ich auch gerne. Außerdem habe ich es sehr gefeiert, dass Tim nicht nur das Spiel, sondern auch noch zum Setting passende Donuts mitgebracht hat. Und dass alle voll motiviert waren, sich eine Krawatte umzubinden. (Ich hatte zum ersten Mal eine um. Ist eigentlich ganz schick.)

Außerdem haben wir noch eins meiner Spiele für Roll Inclusive getestet, aber dazu dann vielleicht mal mehr, wenn der Band erschienen ist.

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Roll Inclusive – Crowdfunding gestartet

(Ich habe keine Ahnung, ob das hier Werbung ist, wenn ich auf ein Projekt hinweise, an dem ich selber beteiligt bin. Also, ich mache hier auf ein Projekt aufmerksam und ich kriege auch Geld dafür, aber nur, wenns finanziert wird, dann werde ich als Autorin ja logischerweise auch bezahlt.)

Soeben ist das Crowdfunding für Roll Inclusive gestartet!

Was ist Roll Inclusive?

Kurz gesagt: Eine Sammlung von Essays zum Thema Diversität und Repräsentation im Rollenspiel, mit vielen nationalen und internationalen Autor*innen, die über viele spannende Themen schreiben. Zum Beispiel darüber, warum Diversität im Rollenspiel wichtig ist, was es für Folgen hat, wenn bestimmte Personengruppen immer mit festen Stereotypen dargestellt werden, ob Rollenspiel ein politisches Hobby ist oder sein sollte und vieles mehr. Dabei kommen erfreulicherweise vor allem die Leute zu Wort, die eigene Erfahrungen mit den Themen gemacht haben. Die deutsche Rollenspielcommunity ist ja leider immer noch sehr homogen (und mit homogen meine ich, dass ein Großteil der Spieler weiß, männlich, cis und hetero ist), sodass oft queere Menschen, People of Color oder Menschen mit Behinderungen von Autor*innen beschrieben werden, die selber keine Erfahrungen mit dem Thema gemacht haben. Das führt nicht nur dazu, dass immer wieder Klischees und Stereotype zementiert werden, sondern auch dazu, dass es kaum Texte gibt, in denen marginalisierte Rollenspieler*innen selbst ihre Stimme erheben dürfen. Und im Endeffekt auch dazu, dass man auf Conventions, in Let’s-Play-Videos und in Impressums von Rollenspielpublikationen nach wie vor selten Leute findet, die eben keine cis white hetero dudes sind. Und nö, das ist jetzt kein Bashing gegen ebenjene, darum geht es nicht. Es geht darum, dass man auch andere Menschen zu Wort kommen lässt und aktiv die Community mitgestalten und bereichern.

Aus oben genannten Gründen war es sicherlich gar nicht so einfach, Autor*innen zu finden, die ihre eigenen Erfahrungen mit einbringen können. Umso glücklicher macht es mich, dass wirklich eine bunte Mischung zusammengekommen ist. Ich bin schon gespannt darauf, die Essays zu lesen und ich denke, dass jede*r mit Interesse am Thema im Band einige Denkanstöße und Ideen finden wird, wie das Thema Diversität und Inklusivität nun auch endlich ins deutsche Rollenpiel Einzug halten könnte.

So, und was hab ich jetzt damit zu tun? Mit den Essays tatsächlich nichts – am Band bin ich aber trotzdem beteiligt, und zwar mit Toolkits und Nano-Games.

Tool-häh und Nano-Was?

Ein Toolkit ist gewissermaßen ein kleiner Werkzeugkasten, eine Sammlung von Ideen, wie man mehr Diversität am Spieltisch umsetzen kann. Einfach kleine Denkanstöße, Gedankenexperimente und Tabellen, die man benutzen kann, wenn man beispielsweise mal die NSC für die nächste Spielsitzung etwas diverser gestalten möchte.

Ein Nano-Game ist ein kleines Spiel, das man in kurzer Zeit und ohne große Vorbereitung (und ohne Spielleiter*in) spielen kann. Oft sind diese Spiele mit dem Ziel designt, ein ganz bestimmtes Thema zu beleuchten, und so ist es auch hier. Damit bieten sie nicht nur die Möglichkeit, einfach mal für eine Stunde auszuprobieren, wie es denn ist, einfach mal z. B. ein Charakterklischee zu durchbrechen oder in die Haut eines Charakters zu schlüpfen, den man sich als Spielender nicht selber ausgesucht hat – sondern sind auch ein gutes Backup für Spielsessions, in denen jemand absagen musste, die Spielleitung nicht auftaucht oder die Zeit nicht für eine „richtige“ Runde reicht.

Die Spiele sind übrigens mein allerallerster Versuch des Spieldesigns und ich bin schon unglaublich nervös, wie sie wohl ankommen werden. In einer ersten Testrunde (durchgeführt von den Redakteuren des Bandes) hatten wohl alle Spielenden Spaß damit, ich werde auch noch Playtests machen und dann den letzten Feinschliff anlegen.

So, und wenn ich euch jetzt überzeugt habe, euch das Crowdfunding mal anzuschauen:

BITTE HIER KLICKEN!

Großartigerweise ist der Band schon zu mehr als 50 % finanziert, was mich sehr, sehr freut. Aber keine Sorge, wenn mehr Geld zusammenkommt, heißt das einfach nur, dass es noch mehr Inhalte geben wird – mehr Essays, mehr Mini-Games von anderen tollen Designern und so.

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RPG-Blog-O-Quest #040 – Rückblick 2018

Im Rahmen von „mal wieder mehr bloggen“ mache ich doch direkt mal bei der diesmonatigen Blog-O-Quest mit. Es ist noch Januar, da geht ja noch ein Jahresrückblick, nicht wahr?

Was ist die RPG-Blog-O-Quest?

  • An jedem Monatsersten gibt es fünf Fragen/Lückentexte rundum das Hobby Rollenspiel, welche auf Blogs, in Podcasts, Vlogs oder Foren zu beantworten (bzw. auszufüllen) zu sind.
  • Jeder Monat hat ein anderes Hauptthema um das sich die Fragen drehen.
  • Über die Zusendung der Links, per Mail, Kommentar, usw. freuen sich die Fragesteller.
  • Jeder, der sich die Zeit nimmt, die Fragen zu beantworten ist herzlich Willkommen.
  • Die “RPG-Blog-O–Quest” Logos dürfen in den Beiträgen benutzt werden.

Dieses mal stammen die Fragen, die sich im Januar traditionell um einen Blick zurück auf das vergangene Jahr beziehen, von Greifenklaue.

1. Welches Rollenspielereignis war für dich am prägnantesten in 2018?

Die 3W6-Con. Also das war einfach so ein anderes Level von Con-Erlebnis, dass es schon ein bisschen absurd war. Alles, was ich an Cons mag (nette Leute treffen, Spiele ausprobieren, schnacken und rum-nerden) minus alles, was ich an Cons nicht mag (laute Spielräume mit mehreren Runden, drängeln am Rundenaushang, sich überschneidende Timeslots) und dazu dann noch der Fokus auf Erzählspiele und eine Atmosphäre, die echt anders war als auf anderen Conventions – irgendwie herzlicher und offener, was wohl auch an der kleinen Größe der Con lag, und eben daran, dass die Leute, die den Podcast hören und mögen, ein sehr ähnliches Verständnis vom Umgang miteinander haben. Es war trotz meiner unfassbar ätzenden 72-Stunden-Dauermigräne of doom ein absolut großartiges Erlebnis und ich freue mich schon auf die nächste Con. Prägant fand ich die Convention vor allem deswegen, weil sie gezeigt hat, WIE anders sich eine Veranstaltung anfühlen kann, wenn im Vorfeld ganz offensiv kommuniziert wurde, dass ein respektvoller, liebevoller und freundlicher Umgang miteinander angestrebt wird; und das auch praktisch umgesetzt wird durch die Community Standards, die vorgeschriebene X-Card oder auch durch so coole Ideen wie die Charakterklassen-Namensschilder, die spielerisch Punkte verteilen für nette Dinge, die man füreinander tut. Es ist einfach irgendwie eine … offensivere Art von Nettigkeit, was jetzt irgendwie blöd klingt, aber total lobend gemeint ist. Es macht einen Unterschied, ob ich, was hoffentlich auf auf jeder anderen Con so ist, unter allgemein decent human beings herumlaufe, die sich okay verhalten, oder ob es Zielsetzung ist, dass jeder darauf achtet, dass die Con für sich selbst, aber auch für alle anderen, das bestmögliche Erlebnis werden soll, und überlegt, wie man da hinkommt. Das können so kleine Sachen sein, wie die Frage, ob man es mit oder ohne Licht im Raum angenehmer findet, aber natürlich auch das Aufeinander achten bei Spielen, die vielleicht emotional aufwühlend werden können. Es gab einfach so viele nette Vorstellungsrunden und Nachfragen, wie es mir denn geht (nachdem ich die Fotos vom Wochenende gesehen habe, wusste ich auch warum, ich sah aus, wie ich mich fühlte…) und überhaupt. Und auch der Fokus auf eine bestimmte Art von Spiel war einfach großartig und führte irgendwie dazu, dass alle auf dem gleichen Erwartungslevel waren, und zwar egal ob das Erzählspielprofis waren oder diejenigen Mitspieler*innen, die zum ersten Mal ein Erzählspiel ausprobieren wollten. Ach, keine Ahnung, ob das jetzt so rübergekommen ist, wie ich es meinte, es war einfach ein Wochenende, an dem ich festgestellt habe: Doch, die Mühe, für eine offene, respektvolle und inklusive Community lohnt sich.

Tja, und dann war da ja noch die Sache mit dem Podcast, aber der ist ja kein Ereignis, der ist ja mehr so eine Reihe von Ereignissen und Folgen und Ideen und Kommentaren und technischen Schwierigkeiten und kleinen Nervenzusammenbrüchen und Late-Night-Editier-Sessions und verrückten Dingen, die passieren. Es ist für mich immer noch voll-komm-en surral, dass irgendwelche Leute da draußen meinen, ich hätte was Hörenswertes zum Rollenspieluniversum beizutragen.

2. Wie oft bist Du 2018 zum Spielen gekommen? Was wurde am meisten gespielt, welche Systeme hast Du neu kennengelernt?

Ich habe leider aus Faulheit nicht die Spielabende mitgezählt. Es waren wie immer um die 35-40 Spielsitzungen DSA, dazu 10 Spielsitzungen in meiner neuen City of Mist-Runde. Insgesamt habe ich, und das hat mich selbst echt überrascht, tatsächlich 23 verschiedenen Rollenspielsysteme gespielt. So viel war das noch nie. Es ist aber dank Online-Runden inzwischen auch wirklich niedrigschwellig möglich, sich mal für einen Abend ein neues System anzuschauen, und im Real Life kenne ich jetzt inzwischen auch etliche Leute, die immer Lust auf neue Systeme haben (und Zeit, sie auszuprobieren, was ja auch ein Faktor ist).

So, zähl ich jetzt noch mal auf, welche Spielsysteme ich alle neu kennengelernt hab? Hmmneeeh, kann man alles im Mediengedöhns nachlesen. Also nur mal eine Auswahl derer, die mir im Gedächtnis geblieben sind:

Kagematsu: Ein Spiel, das nicht nur clever mit dem Schlumpfinensyndrom vieler Rollenspielrunden spielt, sondern außerdem eine tolle Übung ist, um sich Genderdynamiken und Geschlechterrollen zu verdeutlichen. Spaß macht es außerdem noch. Die Mechanismen sind nicht nur simpel, sondern tragen auch das Spielkonzept extrem gut. Außerdem das erste Spiel, was ich je auf einer Convention angeboten habe.

10 Candles: Kein perfektes Spiel, aber ein verdammt stimmungsvolles. Definitiv ein Spiel, bei dem man beim ersten Durchgang Fehler machen wird, aber vermutlich mit etwas Übung ein tolles System für bleibende Erinnerungen. Ich würde es gern nochmal spielen.

Monsterhearts: Teenager, die Monster sind, Selbstfindung, Weirdness und sexuelles Erwachen als Thema, tolle Playbooks, tolle Moves – eins der besten PbtA-Spiele, die ich kenne.

Der Sprawl: Cyberpunk nach PbtA-Regeln und eine Bestärkung der Ansicht, dass man Systeme nach einem nicht so tollen Spielabend nicht ganz abschreiben soll. Außerdem jedes Mal großartige Welterschaffungssessions.

So Mom I Made This Sextape (aus der #Feminism-Anthologie): Der Beweis dafür, dass emotionale Auswirkungen und Länge der Spielsitzung nichts miteinander zu tun haben. Die 30 Minuten Spiel waren unglaublich intensiv und blieben mir noch lange im Kopf.

3. Welches RPG-Produkt 2018 (aber nicht unbedingt aus 2018) hat Dich am meisten überrascht, Dir am meisten fürs Spielen genutzt?

Da denke ich jetzt schon seit gestern drauf rum. Hm. Ich glaube, ich nenne hier einfach mal die Kleine Reihe von System Matters, weil ich das System einfach sehr cool finde, als übergreifendes Merkmal einer Reihe Spiele zu wählen, die mit wenig Seiten auskommen (und daher auch günstig sind), (meist) ein schnelles Losspielen ermöglichen und den Facettenreichtum der deutschen Rollenspiellandschaft immens bereichern. Von ganz klassischen erzähllastigen Spielen wie Geh nicht in den Winterwald über das (leider) sehr nischige Kagematsu mit seinem Spiel mit Geschlechterrollen bis hin zu ungewöhnlichen Spielen wie Ein ruhiges Jahr oder Der tiefe Wald, die sich auch für Leute gut eignen, die keine Rollenspieler sind. Bis zur NordCon hatte ich diese Reihe noch überhaupt nicht auf dem Schirm, aber ich bin sehr begeistert davon und hoffe, sie erweitert sich noch um viele weitere tolle Spiele.

4. Welcher Blogartikel, welches Video, welcher Karneval Deiner RPG-Kollegen (also quasi der Blogosphäre) hat Dich 2018 am meisten geflasht?

Hm. Ich habe glaube ich wenige Blogartikel gelesen dieses Jahr, an die ich mich erinnern kann. Okay, und die, an die ich mich erinnern kann, waren entweder Teil einer Diskussion, die ich hier nicht aufmachen möchte, oder sehr ärgerlich. Im Zuge der DSGVO haben auch viele das Bloggen ja erstmal eingestellt. Außerdem frage ich mich gerade, wieso Videos hier mitgezählt werden zur Blogosphäre, Podcasts aber nicht. Videos schaue ich jedenfalls nach wie vor ungern, wenn es um Informationsvermittlung geht. Bei Let’s Plays ist das vielleicht was anderes, aber auch da muss das schon extrem gut sein, damit ich es schaue. Und aus der Blog-Szene mit z. B. dem Rollenspiel-Karneval war ich dieses Jahr auch echt total raus, was vermutlich auch damit zu tun hat, dass ich nicht mehr für Nandurion schreibe und das gar nicht mehr so mitbekomme (womit ich auch keine Blogeinträge mit DSA-Content mehr lese, weil es mich meistens einfach eh nicht mehr interessiert). Außerdem habe ich teilweise das Gefühl, dass ich hier einfach viele Themen schon mal abgehandelt habe, und die immer weniger werdenden Kommentare in Blogs sind auch nicht gerade ein Ansporn. Tja, und die 31 days Rpg Challenge im August lief auf Twitter auch besser und mit größerem Feedback als hier. Trotzdem könnte ich eigentlich mal wieder gucken, was es so für Karnevals-Ideen gibt im neuen Jahr 2019. Tja, damit hat mich wohl gar nix wirklich geflasht, was Blogeintrag oder Video war. Sorry.

5. Welches sind die Medien 2018 für Dich? Bester Film, beste Serie, beste Buch, beste Comic etc.?

Sowas stelle ich ja eh schon immer sehr ausführlich im Mediengedöhns vor. Aber gut.

Tolle 2018 erschienene Serienstaffeln, realtime: Westworld. Better Call Saul. GLOW. Doctor Who. Daredevil.

Tolle 2018 erschienene Serienstaffeln, animiert: STAR WARS REBELS. Weil immer noch beste Serie von Welt. Aber Dragon Prince und She-Ra waren auch toll.

Tolle 2018 erschienene Filme, realtime: Gundermann. Blackkklansman. Black Panther.

Tolle 2018 erschienene Filme, animiert: INTO THE SPIDERVERSE, Baby!

Tolle 2018 erschienene Podcasts, Diskussionsformat: 3W6 Podcast, Asians Represent, Vocal About it, Session Zero

Tolle 2018 erschienene Podcasts, Actual Play: A Woman with Hollow Eyes, Campaign (alt und neu), Autonomic Podcast, die Kids on Bikes-Serie von OneShot.

Bei Comis und Romanen … tja, das meiste, was ich gelesen habe, erschien gar nicht 2018, sondern schon früher. Allerdings möchte ich euch doch nochmal Judiths Space-Römer aus Roma Nova ans Herz legen. (Ich rezensierte.)

Bonus: Warst Du 2018 auf RPG-Cons? Wenn ja, wie war es?

Neben der oben schon ausführlich belobhudelten 3W6-Con war ich auf der HeinzCon und auf der NordCon. Die HeinzCon war irgendwie etwas spiel-arm, dafür aber wie immer ein Wiedersehen mit sehr vielen netten Leuten. Die NordCon war sehr cool, mit vielen alten Bekannten und neuen Bekanntschaften und Demorunden und Essen gehen und überhaupt. Also beides sehr schöne Erlebnisse.

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Mal wieder Essensdinge

Länger nichts mehr zum Thema Essen und Rezepte gebloggt. Aber am Freitag hatte ich Besuch und habe mal wieder etwas aufwändiger gekocht. Ein Freund von mir hatte Geburtstag gehabt und ich hatte ihm ein Essen geschenkt. Auf seinen Wunsch hin, dass es ein vegetarisches Menü werden sollte, habe ich mich dann tief in die Welt der Foodblogs gestürzt und, wie immer, dreimal so viele coole Rezepte gefunden als ich überhaupt in einem Essen umsetzen konnte.

Erstmal gab es eine Menge Schnibbelarbeit, da konnte ich so richtig unser Weihnachtsgeschenk einweihen – ein Frankfurter Brett. Das ist so ein Luxus-Schneidebrett mit Auffangbehältern und Halterung und rutschfester Unterlage. Hätte ich mir niemalsnicht gekauft, aber so als Geschenk war das schon sehr cool, wenn man gerne kocht. So sieht das dann aus:

Und ja, man steht durch die Behälter etwas weiter weg von der Arbeitsplatte. Ich finde es aber tatsächlich nicht sooo störend – man sollte sich aber vorher überlegen, was man aus der Schublade braucht, an die man dann nicht mehr ran kommt 😉 . Die Halterungen sind aber auch umlaufend angebracht, wenn man also eine Arbeitsplatte hat, die seitlich irgendwo endet, dann kann man die Behälter auch seitlich anbringen. Unsere geht halt einmal von Wand zu Wand.

(Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass ich hier keine Werbung für dieses Brett mache, nech.)

Als Vorspeise gab es dann verschiedene vegetarische Kleinigkeiten, die fast alle vom Blog Gourmetguerilla stammen: Nämlich Süßkartoffel-Falafel mit Avodaco-Hummus, geschmorten  Chicoree und Kräuterscones.

Dazu habe ich noch einen Linsen-Joghurt-Dip und Auberginen mit Feta-Tomaten-Füllung gemacht.

Das Rezpet ist sehr simpel:

Aubergine längs in schmale Streifen schneiden, salzen, ziehen lassen, Salz abwaschen. Schwupps Öl dazu, durchmischen. Auf ein Backblech mit Backpapier legen. Pfeffer drauf. Bei 180 Grad Umluft backen, bis sie weich sind, dann nochmal kurz die Grillfunktion dazu anwerfen. Dann abkühlen lassen.

In jede der Auberginenscheiben dann ein Stück Feta und ein Stück getrocknete Tomate einrollen. Auflaufform mit Öl auspinseln, Auberginenröllchen rein, bisschen Parmesan drauf und dann im Ofen nochmal kurz warm werden und den Käse schmelzen lassen.

War gut.

Die Kräuterscones waren leider nicht sooo toll geworden, die sind irgendwie nicht aufgegangen, obwohl ich das Rezept genau befolgt habe. Waren auch etwas trocken. Werde ich wohl nicht nochmal machen.

Die geschmorten Chicoree waren sehr spannend, ist eigentlich so ein Gemüse, was ich nur als „das bittere im Obstsalat“ kenne und das fand ich durchaus interessant und lecker mit dem Ziegenkäse.

Die Falafel mit dem Hummus waren jedenfalls der totale Knaller. Ging beides sehr einfach zu machen und war wirklich sehr sehr gut. Da fragte ich mich mal wieder, wieso ich nicht schon öfter Hummus und Falafel selber gemacht habe. Ist außerdem vegan und, wie ich denke, glutenfrei.

Als Hauptgang gab es dann vegetarisches Stifado – vielleicht nicht das optisch allertollste Gericht, aber die beiden Besucher sind große Griechenland-Fans und da bot sich das doch irgendwie an. Das war auch wirklich sehr lecker und ist auch durchaus ein Gericht, was man mal schnell unter der Woche für den nächsten Tag vorkochen kann.

Und zum Nachtisch gab es dann einfach Brownies nach dem besten mir bekannten Rezept. Mit Vanille-Eis und selbstgemachter Karamellsauce (mit extra viel Salz). Nom.

Es war dann insgesamt ein sehr schöner Abend, das Essen kam gut an, ich konnte sogar kopfschmerzfrei ein halbes Glas Weißwein und einen Martini trinken und von den Resten haben wir dann noch das halbe Wochenende gegessen. Also eine gute Aktion – und ich werde demnächst noch sehr viele andere vegetarische Rezepte ausprobieren müssen.

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#12von12 im Januar 2019

Es war mal wieder der 12. des Monats und da macht die Blog-Community 12 Fotos vom Tag, stellt sie online und teilt den Link HIER bei Draußen nur Kännchen.

Bis 10 geschlafen. Was toll klingt, aber ich war auch erst um kurz vor 2 im Bett und nach einigen Nächten mit viel zu wenig Schlaf wären 9-10 Stunden Schlaf mal echt nötig gewesen. Sollte aber an diesem Wochenende nicht sein.

Also noch ein bisschen im Bett herumgerollt.

Dann Yoga gemacht. Sehet meinen neuen Yogaplatz!

Dann sehr dringend notwendige Dusche.

Dann Kaffee und Wasser.

Dazu gesellten sich dann leckere Reste vom Abendessen des Vortages, die ein gutes Frühstück abgaben.

Dann ging es los zum DSA. Da habe ich dann logischerweise sehr viel auf einem Sofa gesessen und mir Dinge vorgestellt, was ein wenig schwierig zu fotografieren ist. Aber ich hab es versucht.

Hier erstmal die Notizbücher, die ich zur aktuellen Kampagne immer mitschleppe. Dieses Jahr spielen wir das seit 10 Jahren …

Vor dem Spiel haben wir dann aber doch nochmal das vergangene Jahr in einer kleinen Umfrage ausgewertet. Gefühlt lege ich da als einzige so viel Wert drauf, aber der Rest hat dann doch mitgemacht und ich finde es immer sehr interessant.

Zum Abendessen gabs dann Burger und Süßkartoffelpommes vom Lieferdienst. Lecker, leider aber nur noch lauwarm.

Dann nochmal ein Foto vom aktuellen Notizbuch, das ich wegen genau diesem Spruch auf der Rückseite gekauft habe.

Beim Kämpfe auswürfeln werd ich ja immer hungrig. Böse Macadamia-Nüsse. Dose auf, Dose leer. Ich weiß auch nicht, wie das immer so schnell passiert 😉 .

Dann noch kurz ein Foto von unserem coolen Lego-Piratenschiff. Auch wenn wir von unserem Schiff in der Kampagne gerade mehrere 100 Meilen entfernt sind.

Und dann, leider ein bisschen sehr spät, nämlich kurz nach 2, wieder im Bett.

Jo. Da habt ihr jetzt alle beim Lesen mitgefiebert, was? Aber nun ja. Nächstes Mal fällt der 12. vielleicht wieder auf einen anderen Wochentag…

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Jahresrückblick 2018

Wegen „es ist schon der 02.01. und ich habe gerade null Bock darauf, nochmal lang und breit das vergangene Jahr durchzukauen“ gibt es jetzt nur diesen Fragebogen. So.

Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
Hm. 6. Viel Gutes, viel Schlechtes, leichte Tendenz zum Guten.

Zugenommen oder abgenommen?
Insgesamt vermutlich plus minus Null.

Haare länger oder kürzer?
Kürzer. Viel kürzer! Ich habe im Sommer einen Friseurtermin erwogen, wegen zu teuer verworfen und dann selbst spontan zur Küchenschere gegriffen. Wurde dann kürzer als ich dachte, gefällt mir aber. Dank welliger Haare isses ja wurscht, dass die Kanten unten nicht ganz gerade sind.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Ist wohl gleichgeblieben.

Mehr Kohle oder weniger?
Weniger. Aber mehr Gehalt.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Hm, insgesamt vielleicht ein biiiiisschen sparsamer gelebt und geurlaubt. Aber halt eine unfassbar große Ausgabe.

Der hirnrissigste Plan?
Okay, vermutlich war es eine dumme Idee, ein Wochenende vorm Umzug nach Wien auf die Con zu fahren. Mein Kopf gab mir dies deutlich zu verstehen. Aber ich bereue es irgendwie trotzdem nicht.

Die gefährlichste Unternehmung?
Den Topf mit Öl aufm Herd heißwerden zu lassen und in der Zeit „nur mal schnell einen Umzugskarton zu packen“. Immerhin war ich schlau genug, nicht noch Wasser drauf zu schütten.

Mehr Sport oder weniger?

Im Sommer war ich ganz gut dabei, da war es sicherlich mehr als das Jahr davor. Die letzten Wochen jetzt eher sehr wenig.

Die teuerste Anschaffung?
Ahahahaha.

Das leckerste Essen?

Im Tschebull war ich dieses Jahr einmal, das war wieder sehr gut. In Chemnitz im Max Louis war ich mit meiner Familie und das war auch hervorragend.

Das beeindruckendste Buch?
Han Kang – Human Acts.

Das enttäuschendste Buch?
Claudia Gray – A Thousand Pieces of You. War nicht schlecht, aber ich hatte mir mehr erhofft.

Der beste Film?
Puh. Da schwanke ich sehr zwischen Gundermann, BlacKKKlansman, Into the Spiderverse und Black Panther.

Liebste Serie?
So allgemein immer noch Star Wars Rebels und Agents of SHIELD, von den dieses Jahr neu angefangenen Serien vermutlich Avatar.

Der beste Theaterbesuch?
Ich war mal wieder gar nicht im Theater.

Die beste Musik?
Der Soundtrack von Marvels Cloak and Dagger ist schon ziemlich gut. Vor allem Leave the light on von den Overcoats

Die meiste Zeit verbracht mit…?
… arbeiten und schlafen. Wie es halt so ist.

Die schönste Zeit verbracht mit… ?
… dem Herrn Mitbewohner, der DSA-Runde, der City of Mist-Runde, den Vögten, im Kino, auf der 3W6-Con, im Urlaub auf Korfu.

Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Im Frühjahr 2 Erkältungen, eine davon ziemlich fies. Wegen Migräne war ich, soweit ich das sehen kann, nur 4 oder 5 Mal krankgeschrieben und auch jeweils nur für 1-2 Tage.

Vorherrschendes Gefühl 2018?
Tja, wie schrieb ich neulich auf Twitter – crying, eating cheese, getting shit done.

2018 zum ersten Mal getan?
Einen Podcast gestartet. Ein Actual Play aufgenommen und geschnitten. Ein Mini-Spiel designt. Etwas bei einer Ausschreibung eingereicht. Komplett um die Außenalster spaziert. VG-Wort-Anmeldung gemacht. Halloween gefeiert (mit kürbislastigem Essen und 2 gruseligen Rollenspielrunden). In Wien gewesen. Auf eine Demo gegangen.

2018 nach langer Zeit wieder getan?
Strandurlaub gemacht. Mehrere Rollenspielrunden geleitet. Einen Monat lang jeden Tag lang gebloggt. Weihnachtskekse gebacken. Im Freibad gewesen.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Migräne. Die weltpolitische Lage. Schon wieder umziehen (auch wenns gut so war).

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Keine Ahnung.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Ich habe ein Whisky-Tasting verschenkt und war dann auch mit und das war schon sehr schön.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Puh. Ich finde das immer sehr schwer, sich da zu entscheiden, außerdem habe ich viele tolle Dinge bekommen.

Der folgenreichste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
„Es sollte mal einen Rollenspielpodcast von Frauen geben.“

Der folgenreichste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Vermutlich irgendwas in die Richtung von „ja, dann machen wir das jetzt halt“. Bezogen auf … verschiedene Dinge.

2018 war mit 1 Wort…?
Umwälzend.

Vorsätze für 2019?
Mehr Sport, mehr Schlafen, mehr Lesen. Weiter coole Rollenspieldinge tun. Weniger rumpaniken. Mehr schreiben. Noch netter sein.

So. Das wars.

Ich wünsch euch allen ein wunderbares, fantastisches, erfolgreiches, friedliches und gesundes Jahr 2019!

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