Jahresrückblick 2017

Silvester, ich hocke gerade in einem Hotel, weil ich dieses Jahr zu Silvester einfach nur irgendwo sein wollte, wo nicht geknallt und geböllert wird. Also Zeit, in Ruhe was als Jahresrückblick zu bloggen, nur Lust hab ich nicht gar so viel.

Das Jahr war so insgesamt schon ganz okay, wird aber nach wie vor überschattet davon, dass unsere neue Wohnung zwar sehr schön ist, sich aber in einem unfassbar hellhörigen Haus aus den Fünzigern befindet. Und nicht nur über uns immer noch zwei dauerhaft trampelnde Kinder wohnen, sondern die Wohnung unter uns seit Anfang Oktober renoviert wird. Ohne Ankündigung irgendwelcher Arbeiten. Von irgendwelchen schwarz arbeitenden Handwerkern, die um 14 Uhr mal anfangen und dann bis abends Lärm machen. Mit inzwischen mehreren Wanddurchbrüchen. Und ohne absehbares Ende. Wer jetzt findet, dass das nervig klingt, multipliziere das geistig nochmal mit 100, weil mein Migränegehirn ungefähr nichts so sehr nicht abkann wie dauerhaften Lärm und kann sich dann vielleicht vorstellen, wie meine Laune seit Oktober ist. Deswegen gab es hier auch so lange nix zu lesen. Nur darüber zu schreiben regt mich eh schon wieder auf, weil man nix dagegen tun kann, wenn halt zu den laut Hausordnung zulässigen Zeiten renoviert wird. Jeden Tag. Stundenlang. Seit 3 Monaten. Also außer Miete mindern, aber das träfe dann ja unsere Vermieterin, die sich sehr engagiert und nachdrücklich für uns eingesetzt und mit den renovierenden Deppen mehrfach telefoniert hat, um ihnen den Unterschied zwischen „Nachtruhe um 22 Uhr“ und „keine lauten Arbeiten nach 20 Uhr“ zu erklären *augenroll*. Ich hoffe einfach, dass es nun endlich bald ein Ende hat und bin ansonsten froh, dass ich ab übermorgen wieder arbeiten gehen „darf“ und dann wenigstens tagsüber nicht zu Hause bin. Achja, und ab Januar werden dann noch im gesamten Wohngebiet die Abwasserleitungen neu gemacht. Zusätzlich zum Umbau der gesamten Straße, der auch schon seit Juli läuft.

Letztendlich werden wir es wohl in der Wohnung noch ein bisschen aushalten müssen und parallel nach etwas Neuem suchen, was dann aber auch bitte so sein muss, dass man es dort aushält. Da die Lärmschutzbedingungen im Laufe der Zeit besser geworden sind, suchen wir jetzt also vor allem nach neueren Häusern (und ganz idealerweise einer Wohnung im obersten Stockwerk). Aber das wird sich wohl noch eine Weile hinziehen. Ist aber auch egal – selbst, wenn wir jetzt im Januar schon nen neuen Vertrag abschließen würden, wäre die Renovierung vermutlich durch, ehe wir ausgezogen wären. Ich versuche derweil mich nicht völlig davon zerrütten zu lassen, es ist aber alles andere als leicht. Leider habe ich seit Mitte November fast jeden Tag bis 20 Uhr irgendwo Zeit totschlagen müssen, was in sehr hohen Ausgaben für Restaurants und Cafés, sehr viel weniger Sport als ich das eigentlich wollte und sehr viel verspeisten Kuchen und Abendessen resultierte. Kriegt man auch nicht wieder, das Geld. Und die Zeit. Und die Nerven.

Joah, sonst … war ich gerade 2 Wochen meines 3 Wochen dauernden Urlaubs superfett erkältet, so dass ich davon auch nix hatte. Der Dezember entwickelt sich zu einem echten Hass-Monat bei mir, der war letztes Jahr schon megabeschissen.

Ab Januar habe ich dann eine semi-neue Arbeitsstelle: Meine (ehemals) 4 Chefs haben sich im Sommer endgültig zerstritten und 3 von ihnen eine neue Kanzlei gegründet und da fange ich im Januar an. Das gab natürlich noch einige Verhandlungen, so dass ich ab Januar etwas mehr Geld bekomme (erstmal) und später dann noch etwas mehr, außerdem sind die Arbeitszeiten etwas flexibler geworden und ich denke, das könnte alles ganz gut werden. Oder das totale Chaos. Aber das bleibt abzuwarten. Ich bin schon gespannt auf meinen neuen Arbeitsplatz.

Sonst war das erste halbe Jahr 2017 sehr vom Umzug dominiert. Die HeinzCon und die NordCon waren wieder schöne Erlebnisse im Rollenspielbereich, die trotz Umzug noch drin waren. Im Juni gab es dann noch einen sehr tollen Besuch bei den Vögten in Aachen, mit Rollenspiel und Grillen und Eis und Whiskey und im tollsten Nerd-Haus, das ich kenne. Außerdem war ich noch ein Wochenende in Berlin zum Rollenspielen und wir hatten auch viel netten Besuch in Hamburg. Sommer fiel dann ja so mehr oder weniger aus, ich kann mich jedenfalls an ungefähr 4 Tage erinnern, wo es mal warm und schön war. Sonst Regen und kalt oder schwül und gewitterig. Gah.

Im September waren wir dann ja im Schottlandurlaub, über den ich immer noch nicht gebloggt habe und der auch so semi-gut war. Es war kalt, es war nass, das weiß man vorher, aber durch den Nicht-Sommer vorher in Hamburg wäre ich eigentlich lieber ins Warme gefahren als ins kalte Schottland. Dann hatten wir noch unglaubliche Probleme mit den Unterkünften, weil es supervoll war. Und nach der Hälfte des Urlaubs war ich krank, weil kalt und windig und alles ungeheizt. Dann gab es noch Probleme mit dem Rückflug-Check-in und … es war einfach nicht erholsam so insgesamt. Vielleicht bin ich doch langsam bereit für All-Inclusive-Rundum-Sorglos-Cluburlaub. *seufz* Trotzdem hatte der Urlaub schon auch sehr viele schöne Momente und Schottland ist schon toll, so an sich.

Jetzt bin ich ganz froh über die Entscheidung, ohne große Feier, fernab von Feuerwerk und Böllern und mit einem Abendessen als einzigen weiteren Tagesordnungspunkt ins neue Jahr zu kommen.

Nun doch der übliche Fragebogen:

Zugenommen oder abgenommen?
Vermutlich insgesamt immer noch ab, auch wenn die letzten Wochen dabei NICHT hilfreich waren.

Haare länger oder kürzer?
Kürzer, nachdem Judith so nett war, mir im Juni ein gutes Stück abzuschneiden. Mal sehen, wann das nächste Mal was abkommt, momentan nerven die Haare nicht und sind auch noch nicht sonderlich kaputt.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Ist wohl gleichgeblieben.

Mehr Kohle oder weniger?

Das Gehalt blieb gleich, aber etliche teure Ausgaben kamen natürlich durch den Umzug hinzu. Insgesamt also wohl weniger.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr. Wie gesagt, Umzug und so. Der Schottlandurlaub war auch echt teuer.

Der hirnrissigste Plan?
„5 Leute haben mir gesagt, dass man in Schottland keine Unterkünfte vorher gebucht haben muss, dann wird das wohl stimmen, lass uns einfach SPONTAN SEIN.“ Spontan am Arsch. Der nächste Urlaub wird genauso sehr durchoptimiert und geplant, wie mein planungswütiges Hirn will.

Die gefährlichste Unternehmung?
Da fällt mir nix ein. Ich mach doch nix gefährliches.

Mehr Sport oder weniger?

Gute Frage, im Vergleich zum Vorjahr vielleicht ein bisschen mehr.

Die teuerste Anschaffung?

Neue Möbel.

Das leckerste Essen?

Das Essen in Schottland war durchgehend super, die Weihnachtsgans bei meinen Eltern sehr gut gelungen, ansonsten bin ich ein großer Fan von diesem Butter Chicken-Rezept geworden. Und der Brunch im Restaurant Engel zu Ostern war auch super. Ebenso wie das Essen im Tschebull, wo ich zweimal war.

Das beeindruckendste Buch?
The Handmaid’s Tale.

Das enttäuschendste Buch?
Im Sachbuch-Bereich das Fiakso-Kompendium, das mir zu viel generisches „macht halt was Cooles!“ ohne konrekte Anregungen war. An Romanen: The Martian. War ganz nett, aber die Haupfigur ging mir einfach derbe auf die Nerven.

Der beste Film?
The Last Jedi.

Liebste Serie?
Star Wars: Rebels und Agents of SHIELD. Nein, ich kann mich nicht zwischen den beiden entscheiden.

Der beste Theaterbesuch?
Ich war mal wieder gar nicht im Theater. Nur im Kabarett zu Weihnachten, das aber dieses Jahr mehr so naja war, leider.

Die beste Musik?
Ich höre ja eh nie was neues. Insofern der übliche Kram, der auf meinem Handy halt so wohnt.

Die meiste Zeit verbracht mit…?
… arbeiten und schlafen. Wie es halt so ist.

Die schönste Zeit verbracht mit… ?
… dem Herrn Mitbewohner, der DSA-Runde, den Vögten, den Mitnanduriaten, der Couch, dem Netflix.

Vorherrschendes Gefühl 2017?
„Ich will doch nur meine Ruhe.“

2017 zum ersten Mal getan?
Etwas bei YouTube hochgeladen. Auf dem Balkon gefrühstückt. Eine Umzugsfirma beauftragt. Einen Autounfall gebaut (nur ein ganz kleiner Blechschaden ohne Verletzte und ja, ich war eindeutig schuld. Aber alles schon geregelt.).

2017 nach langer Zeit wieder getan?
Die Star Wars-Prequels gesehen. Dinge aus meinem alten Kinderzimmer in der Hand gehabt. Wände gestrichen. Auf einen Berg gestiegen.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Migräne. Die weltpolitische Lage. Die ganze Scheiße mit der Wohnsituation.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Keine Ahnung.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Das fällt jetzt wohl ein bisschen unter angeben, aber Nautolanication war schon leider geil und sorgte glaub ich für Freude.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Ein Besuch im Escape-Room! Das war sehr cool.

Der folgenreichste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Keine Ahnung.

Der folgenreichste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Keine Ahnung.

2017 war mit 1 Wort…?
Halbwegs.

Vorsätze für 2018?
Weiter Spocht machen, weiter mein hyperaktives Nervhirn beruhigen, Wohnsituation noch eine Weile aushalten und dann hoffentlich endgültig verbessern, im halb-neuen Job dafür sorgen, dass da nicht alles in alte Muster zurückfällt. Rollenspieltechnisch mehr neue Sachen ausprobieren, besser spielen, vielleicht mal wieder was leiten. Mehr lesen. Irgendwo Urlaub machen, wo es warm ist.

So. Das wars.

Ich wünsch euch allen ein wunderbares, fantastisches, erfolgreiches, friedliches und gesundes Jahr 2018!

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Mediengedöhns: Der Rest 2017

Äh, ja. Es ist eine Weile her. Deswegen gibt es jetzt mal wieder einen Rundumschlag, damit ich im Januar nicht mit ganz vielen Altlasten weiterbloggen muss 😉

Bücher

Relativ viel gelesen hab ich im September im Schottlandurlaub. Normalerweise ist das im Urlaub bei mir ja immer so, dass ich 5 Bücher einpacke, im Urlaub dann 5 weitere kaufe und keins davon lese. Diesmal habe ich … 5 Bücher eingepackt, 4 neue gekauft, aber wenigstens 3 von den 9 dann auch gelesen. Tatsächlich drei sehr unterschiedliche Bücher, die ich aber alle sehr gut fand.

Urlaubskauf Nummer 1 war The Vegetarian von Han Kang. Das Cover war so auffällig hübsch und dann fiel mir ein, dass ich in mindestens zwei Blogs schonmal was dazu gelesen hatte. Außerdem hat es nen Haufen Preise gewonnen und drittens kann ich mich nicht erinnern, schon mal ein Buch von einer südkoreanischen Autorin gelesen zu haben. Also hab ichs mitgenommen und dann auch gleich durchgelesen. The Vegetarian erzählt oberflächlich gesehen die Geschichte einer Frau, die von jetzt auf gleich zur Veganerin wird (wieso der Titel und die englische und deutsche Übersetzung stattdessen Vegetarierin sagen, hab ich nicht kapiert) und dann nach und nach das Essen vollkommen einstellt. Erzählt wird das alles in drei Abschnitten, aus der Sicht ihres Ehemannes, ihres Schwagers und ihrer älteren Schwester. Nur ganz kurz kommt die Protagonistin selbst zu Wort, wobei man sich vermutlich darüber streiten kann, ob sie überhaupt die Protagonistin ist und nicht vielmehr die Projektionsfläche für die drei anderen Figuren. Es ist jedenfalls ein ziemlich verstörendes Buch, sehr verrückt, sehr traurig, teilweise sehr krasse Themen, wunderschön geschrieben. Einige sprachliche Bilder hängen immer noch in meinem Hirn. Wenn man sich mit der Kultur in Südkorea auskennt, kann man sicherlich noch mehr Spannendes entdecken, das kann ich jetzt nicht beurteilen. Insgesamt jedenfalls eine Empfehlung.

Danach zurück zu Star Wars und den eingepackten Büchern: Guardians of the Whills ist ein Young Adult-Roman, der die Vorgeschichte von Baze Malbus und Chirrut Imwe aus Rogue One erzählt. Wobei, und das ist auch so mein größter Kritikpunkt daran, nicht wirklich etwas darüber erzählt wird, woher die sich eigentlich kennen und was sie die ganze Zeit in Jedha so getrieben haben. Vielmehr spielt der Roman eher so einige Monate bis Wochen vor Rogue One und damit bereits im vom Imperium besetzten Jedha. Es gibt ein paar ganz netten Nebenfiguren, wobei der Fokus schon sehr stark auf Baze und Chirrut liegt, aber das gefiel mir eigentlich ganz gut. Die Kapitel werden abwechselnd aus Sicht der beiden erzählt und gerade die Schilderung von Chirruts Blindheit, seiner (schwach vorhandenen) Machtsensitivität und seiner Art sich zu orientieren haben mir sehr gut gefallen. Dazu kommen noch ein paar sehr schöne Zeichnungen und, was das Buch nochmal schöner gemacht hat, zwischen jedem Kapitel kurze Texte aus verschiedenen Glaubensströmungen. Neben dem Jedi- und dem Sithcode kommen da auch die Guardians of the Whills, weitere Glaubensgemeinschaften, aber auch Poeten etc. zu Wort. Man sollte da jetzt keine allzu philosophischen Abhandlungen oder die megatolle Lyrik erwarten, aber es war cool, nochmal ein paar Einblicke in andere Machtgemeinschaften zu bekommen. Insgesamt ist Guardians of the Whills durchaus empfehlenswert, wenn auch meiner Meinung nach kein Must-Read.

Das dritte Urlaubs-Buch, größtenteils im Flugzeug gelesen: Der erste Frühling von Klaus Kordon. Das ist der dritte Band der sogenannten Trilogie der Wendepunkte, die anhand einer Familie aus einem armen Berliner Stadtviertel drei umschlagende Ereignisse der deutschen Geschichte schildern: Die Ausrufung der Republik und das Ende des zweiten Weltkriegs (in: Die Roten Matrosen), die Machtergreifung der Nazis (in: Mit dem Rücken zur Wand) und jetzt im dritten Band die letzten Monate des zweiten Weltkriegs und die Besetzung durch die Siegermächte. Die Bücher sind jeweils aus der Sicht von so 12-13-Jährigen geschrieben und, soweit ich weiß, auch als Jugendromane angelegt, wobei die behandelten Themen natürlich schon ganz schön krass sind. Gleichzeitig sehen die Protagonisten aber auch noch nicht durch alles durch, so dass immer noch so ein gewisser Filter drüberliegt. Jedenfalls sind alle drei Bände sehr zu empfehlen, weil sie nicht nur historisch interessant sind, sondern auch absolute Page-turner. Ich hatte Der erste Frühling gerade aufgeschlagen und schwupps, war ich auf Seite 120. Besonders gut find ich immer, wie das alltägliche Leben der Menschen eingefangen wird in diesen Ausnahmesituationen. Also das knapp werdende Essen, die Nächte im Luftschutzkeller, etc. – das ist alles sehr eindrucksvoll. Achja, dieses Buch über die letzten Tage im Dritten Reich zu lesen, machte die Wahlergebnisse am Sonntag drauf übrigens nicht erfreulicher.

Dann habe ich mich aufs nächste Star Wars-Buch gestürzt, nämlich Inferno Squad. Was eigentlich die Vorgeschichte zum Storyteil von Battlefront II ist, aber man kann es auch so sehr gut lesen. Das Buch beschreibt, wie das Inferno Squad nach der Zerstörung des ersten Todessterns gegründet wird und hat zur Abwechslung halt mal 4 imperiale Offiziere als Hauptcharaktere. Dabei schafft es aber den Balanceakt, die Charaktere sowohl als treu ergebene Imperiale darzustellen und sie trotzdem sympathisch zu machen. Ansonsten dreht sich der Großteil des Buches darum, wie das Inferno Squad eine Rebellensplittergruppe infiltriert und dabei natürlich feststellt, dass die Rebellen auch nicht automatisch schlechte Menschen (und Aliens) sind und in Loyalitätskonflikte gerät und all sowas. Das ist eine Thematik, mit der man mich immer kriegt, und von daher ist es auch nicht verwunderlich, dass das Buch mir extrem gut gefallen hat. Sicherlich kein Must-Read des neuen Romankanons, aber schon sehr cool und mit sehr viel moralischen Grauzonen.

Mehr Star Wars: Lost Stars ist ein Young Adult-Roman von Claudia Gray, von der ich dieses Jahr auch schon Bloodline gelesen habe. Lost Star erzählt die Geschichte von Ciena Ree und Thane Kyrell, die sich als Kinder auf dem Outer Rim-Planeten Jelucan kennenlernen und gemeinsam auf das Ziel hinarbeiten, an eine der Imperialen Akademien aufgenommen zu werden. Die Handlung spielt quasi parallel zu der gesamten OT (und etwas darüber hinaus) und erzählt einfach eine andere Geschichte, die zur selben Zeit stattfindet. Mich hat das Buch total mitgerissen, Ciena und Thane sind mir schnellstens ans Herz gewachsen und ihre Geschichte ist sehr schön und sehr tragisch. Das relativ offene Ende hat mich ein wenig überrascht. Irgendwie hoffe ich fast, dass man anderswo nochmal erfährt, was letztendlich aus den beiden geworden ist. Jedenfalls ein weiteres sehr gutes Buch aus dem neuen Star Wars-Kanon, das man sicherlich auch jedem ans Herz legen kann, der noch nicht so tief in Star Wars drinsteckt.

Filme und Serien

Im Rahmen des Großen StarWars Marathons 2017 ™ habe ich zum ersten Mal seit … ich sie damals einmal im Kino und danach nie wieder sah, die Star Wars-Prequels gesehen. Und meeeeine Güte, ich habe das nicht in meinem Kopf ins Schlechte gesteigert, die sind wirklich einfach … nicht gut. Tatsächlich fand ich The Phantom Menace noch mit am besten. Jar-Jar Binks ist zwar ein wirklich übertriebener Comic Relief-Charakter, aber er nervte mich sehr viel weniger als gedacht und ich musste ein paarmal wirklich über ihn lachen. Der Film hat ein seltsames Pacing, räumt dem Podrennen vieeeeel zu viel Zeit ein, ist aber sonst eigentlich ganz solide. Der Endkampf im Palast von Padme mit den drei parallelen Handlugssträngen, Darth Maul vs. Obi-Wan und QuiGon und der Duel of the Fates-Musik ist auch nach wie vor ziemlich gut. Und Baby-Anakin nervt sehr viel weniger als seine spätere Inkarnation als creepy Emo-Teenager. Attack of the Clones fand ich dann auch entsprechend sehr mühsam zu gucken. Wenn man die furchtbare Padme-Anakin-Liebesgeschichte rausschneiden und sich einfach nur Obi-Wan, Private Investigator, anschauen würde, wäre es noch einigermaßen spaßig. Aber leider muss zwischendurch immer zu so wunderbaren Digen wie dem Sand-Dialog geschnitten werden. Uaaah. Nee, der Film funktioniert irgendwie überhaupt nicht, auch wenn er einzelne Highlights hat. Revenge of the Sith ist dann einfach noch blöder, weil noch mehr Fokus auf Anakin. Und noch mehr schlechte Liebesdialoge. Und dann noch diese bescheuerte Szene, in der Anakin zur Dunklen Seite überläuft. Und der Kampf auf der Lava. Und …. argh! Nee. Echt jetzt, das ist einfach so großer Murks. Der Film hat so gut wie gar keine Szene, die ich gut finde – höchstens Palpatines Monolog über Darth Plagueis ist noch ganz schick. Und alle dreieinhalb Emotionen, die ich während des Schauens hatte, kamen nur daher, dass all die Jedi, die sterben, mir durch die Clone Wars-Serie so ans Herz gewachsen sind. Also zusammengefasst – es darf gerne jeder die Prequels auch ganz toll finden, aber beim nächsten Star Wars-Marathon fliegen die glaube ich raus.

(Danach habe ich natürlich noch Rogue One und die OT geschaut und dann TFA und The Last Jedi im Kino als Double Feature. Aber über TLJ habe ich ja schon einen eigenen Artikel geschrieben.)

Okay, kommen wir mal zu Serien.

Die dritte Staffel Grace and Frankie ging schon sehr viel eher online als ich sie gucken konnte, aber wir haben die 13 Folgen dann wieder sehr schnell durchgeschaut. Die Serie ist weiter so toll wie sie auch schon in den ersten Staffeln war. Sehr liebenswerte Charaktere, die richtige Mischung aus ernst und lustig, wunderbares Timing, großartige Schauspieler. Ich freu mich auf Staffel 4.

Die 2. Staffel von Jane the Virgin hat mir ähnlich viel Spaß gemacht. Die Serie verarscht ihr eigenes Telenovela-Dasein in der Staffel noch mehr als in der ersten, scheut sich nicht vor allen möglichen absurden Stilmitteln, Musikeinlagen und sonst was, ist dabei trotzdem irgendwo spannend und witzig und einfach vergnügliche Unterhaltung, wenn man mal beim Gucken nicht nachdenken will. Ich glaube, Staffel 3 kommt bald auf Netflix raus, die wird dann auch geschaut.

Dann lief ja auch wieder Mr. Robot. Für mich immer noch eine absolut bemerkenswerte und einzigartige Serie, allein schon in Hinblick auf Kamera- und Tonarbeit. Diese war auch in dieser Staffel wieder absolut herausragend. Die Story der dritten Staffel hatte keine so totalen Twists drin wie in Staffel 1 und 2, wirkte aber auch etwas kohärenter erzählt als in Staffel 2. Von daher hat sie mir auch wieder gut gefallen. Die schauspielerischen Leistungen sind ohnehin großartig und ab und zu kommt einfach mal so ne Szene mit einem Monolog über den Zustand der Welt, der einfach so WAHR und so deprimierend ist … ach, ach. Jedenfalls nach wie vor eine sehr gute Serie. Bin gespannt, ob und wie lange die Geschichte noch weitergeht.

Während ich zu Star Trek Discovery erst nach Abschluss der Staffel was schreiben werde, gab es ja noch Nicht-das-Star-Trek, also The Orville. Die Serie ist eigentlich sehr viel näher dran an klassischem TNG-Star Trek als die neue Serie, nur halt mit einer großen Portion mehr Humor. Der Trailer tut der Serie keinen Gefallen, weil er nach reinem Slapstick aussieht, so dass ich eigentlich, obwohl ich ja ein großer Fan von Adrienne Palicki bin, nicht reinschauen wollte. Zum Glück wurde ich auf Twitter davon überzeugt, der Serie eine Chance zu geben, sie hat mir dann nämlich doch ziemlich gut gefallen. Ja, es ist ziemlich viel Humor drin, manchmal etwas zu viel und nicht immer 100 Prozent mein Geschmack – aber das ist nicht der Hauptaspekt von The Orville. Eigentlich erzählt sie eine sehr klassische Geschichte von einem Raumschiff mit dem üblichen Raumschiff-Team und dem Fall der Woche auf fremden Planeten und Welten. Es sind Sachen drin, die vermutlich auch bei Star Trek  hätten passieren können, es sind Sachen drin, die bei Star Trek garantiert nicht passiert wären, und vor allem kommen in mehreren Folgen Themen vor, die topaktuell und durchaus politisch sind, was mir sehr gut gefallen hat. Die Crew wächst einem recht schnell ans Herz, die klassische Erzählweise wirkt fast schon wie eine angenehme Abwechslung, weil sie gar nicht mehr in so vielen Serien vorkommt. Insgesamt für mich eine große Überraschung, ich bin froh, dass es eine 2. Staffel geben wird.

Und dann war da noch Designated Survivor, das der Mitbewohner und ich spontan in Dänemark angefangen haben und dann doch recht schnell die 1. Staffel durchgeschaut. Die Serie beruht auf dem tatsächlich existierenden Konzept, dass bei Anlässen, bei denen alle wichtigen Politiker der USA auf einem Haufen sind, ein Mitglied des Kabinetts der Sache fernbleibt, falls es einen Anschlag gibt. In dem Fall wird dieses Mitglied dann automatisch Präsident. Natürlich ist es das, was als erste Szene der Serie passiert und so findet sich dann ein aufrichtiger, netter Architekt, der in der Regierung einen Posten als Stadtplaner hatte, auf einmal in der Rolle des US-Präsidenten wieder, der mit der größten Krise des Staates konfrontiert ist, die es je gab. Der zweite Plot dreht sich dann um eine FBI-Agentin und die Aufklärung des Anschlages. Die Serie ist ziemlich spannend, jede Folge hört quasi mit nem Cliffhanger auf, und man will eigentlich immer wissen, wie es weiter geht. Der Plot um den Anschlag und die dahinterstehende Verschwörung ist teilweise schon an der Grenze zu hanebüchen, aber gerade der Handlungsstrang um den eigentlich auf den ersten Blick ungeeigneten neuen Präsidenten und die diversen Probleme mit anderen Staatschefs, unbesetzten Posten, nicht mehr arbeitsfähigen Gerichten und durchdrehenden Bundesstaaten hat mir ziemlich gut gefallen. Sicherlich keine total fundierte und realistische Serie, aber spaßig zu gucken.

Außerdem schaue ich natürlich noch einen ganzen Haufen andere Serien, aber ich schreibe ja immer erst was, wenn die Staffel zu Ende ist.

Gespielt

Am PC nix. In der heimischen DSA-Runde weiter Königsmacher, wo wir irgendwie geschafft haben, aus lauter Übervorsicht den Mittelteil des Abenteuers vor dem Anfang zu spielen und fünf Abende wirklich quasi nix außer Recherche passiert ist. Damit dann nach sorgfältiger Vorbereitung eines Treffens … die Person, die wir treffen wollten, in einer Skriptsequenz stirbt. Das klingt jetzt blöder als es tatsächlich war, aber ich habe doch ziemlich gehadert mit dem aktuellen Abenteuer – unser SL aber auch. Danach ging es aber wieder bergauf und jetzt sind wir alle ganz gespannt, wie es weitergeht. Außerdem durfte ich auf der Dänemarktour ein Abenteuer aus einem bald noch erscheinenden Band unter Leitung des Mitbewohners spielen, das war auch toll. Mehr dazu bestimmt bald mal, wenn das Buch draußen ist.

Außerdem gabs im November noch eine Runde City of Mist über Skype mit netten Leuten von Twitter. Das System gefällt mir sehr gut und ich würde es gerne mal länger spielen. Die Archetypen sind sehr cool, die Regeln passen gut zum Setting und so dieser ganze Urban Fantasy-Noir-Kram ist überhaupt cool.

Achja, und dann habe ich in Dänemark nach 3 Jahren mal wieder einen Abend geleitet, nämlich ein wild aus Ideen anderer Leute zusammengeklautes Hollow Earth Expedition-Abenteuer, das aber ziemlich gut lief, mir sogar beim Leiten einigermaßen Spaß machte und glaub ich bei den Spielern auch ganz gut ankam.

Uuuund das war es nun auch wieder. Das nächste Mediengedöhns folgt hoffentlich wieder im monatlichen Abstand. 🙂

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Gedanken zu The Last Jedi

(Ja ja, seit September nicht gebloggt, aber für Star Wars krieche ich doch mal wieder aus der Versenkung. Der Rest – wie z. B. die seit September brachliegende Abarbeitung von Mediengedöhns und Urlaubsbericht) kommt vielleicht noch demnächst. Zusammen mit nem Artikel über den Grund des langen Nichtschreibens.)

(Spoiler nach der Warnung!)

Ich muss nun also doch mal zu The Last Jedi bloggen, auch wenn ich vermutlich nix schreiben werde, was andere nicht schon anderswo eloquenter formuliert haben, aber sei es drum. Inzwischen habe ich den Film zweimal gesehen. Ich war tatsächlich, da ich gerade Urlaub habe, in der Mitternachtspremiere – das hab ich bisher nur einmal gemacht, damals zu Return of the King. Sogar im gleichen Kino, denn obwohl ich natürlich in mein Lieblingskino wollte, musste ich auf das Cinemaxx am Dammtor ausweichen, weil die Homepage des Lieblingskinos vorm Ansturm zusammenbrach und ich woanders Karten besorgen musste, ehe es keine mehr gab. Der Kinobesuch war so … naja. Ich weiß schon, warum das Savoy mein Lieblingskino ist.

Jedenfalls, The Last Jedi. Ich habe es zum Glück geschafft, unverspoilert reinzugehen. Es war ein Doublefeature, vorher also nochmal The Force Awakens gesehen, den ich auch nach wie vor großartig finde.

Zunächst mal ein paar unspoilerige Worte: Ich fand TLJ beim ersten Schauen ganz gut, beim zweiten Mal dann absolut grandios. Das liegt vor allem daran, dass der Film sehr vieles anders macht als man es von ihm erwartet hätte und mit so gut wie jeder Konvention der Star Wars-Filme bricht. Das war beim ersten Schauen doch etwas gewöhnungsbedürftig (und ich war müde und total erkältet und daher generell etwas überfordert), so dass ich den Film beim zweiten Mal sehr viel mehr genießen konnte. Wenn man sich nochmal den Trailer ins Gedächtnis ruft: This is not going the way you think, sagt Luke Skywalker da, und diese Worte sind ebenso ans Publikum gerichtet wie an Rey. TLJ lässt Dinge, die in jedem SW-Film funktionieren, scheitern. Er dekonstruiert Figuren, um sie dann ganz anders wieder aufzubauen. Er spielt mit den Erwartungen des Zuschauers und verdreht sehr viele klassische Elemente in ihre Gegenteil oder eine ganz andere Version desselben Storyelements. Wo Rogue One einfach eine klassische Antiheldengeschichte mit ungewohnt konsequentem Ausgang war, schlägt The Last Jedi einen ganz anderen Weg ein und macht Dinge, die bisher kein SW-Film gemacht hat. (Und das dürfte auch der Grund sein, warum der Film ungewohnt heftig mit Kritik überschüttet wird.)

Zur Handlung kann man ohne Spoiler natürlich nicht so viel sagen, aber im Prinzip geht es natürlich weiter um die Themen, die in Episode 7 angefangen wurden: Der Kampf zwischen Restistance und First Order, Reys Suche nach ihrer Herkunft, einem Mentor und ihren Platz in der Welt und Kylos Kampf mit sich selbst. Wie auch schon in Episode 7 legt der Film den Fokus zum großen  Teil auf die neue Generation, also Rey, Finn, Poe und den neu eingeführten Charakter Rose. Diesmal haben aber auch Luke und Leia einen größeren Anteil an der Geschichte, wobei der Film darauf hinarbeitet, dass beide das Szepter an ihre Nachfolger quasi weiterreichen. Die Geschichte hat dabei ihre Star Wars-typischen unlogischen Momente und McGuffins, aber letztendlich ist einiges, was passiert, auch vor allem wichtig, um die Figuren und ihren Konflikt zu zeigen und die grundliegende Botschaft des Films rüberzubringen. Die ich irgendwie schwer in Worte zu fassen finde, ohne zu spoilern, deswegen lasse ich das jetzt mal.

Optisch ist der Film absolut fantastisch, die Rot-Weiß-Schwarze Optik aus den Trailern und Filmplakaten setzt sich fort und es gibt etliche wunderschöne und fantastische Shots zu bestaunen. Auch die Musik fand ich wenig überraschend wieder sehr gelungen, vor allem das neue Thema, das auch schon im Trailer zu hören war. Die (Lichtschwert)-Kämpfe sind wieder absolut beeindruckend und es gibt auch einige schicke neue Raumschiffe, wobei Star Wars-Technik für mich immer eher zweitrangig ist. Sie ist halt … so da, aber ich bin da längst nicht so tief in der Materie drin wie andere.

Insgesamt ist The Last Jedi für mich ein großartiger Star Wars-Film, der mutig genug ist, ganz neue Wege zu gehen und Dinge zu machen, die man so noch nie im Franchise gesehen hat. Die schauspielerischen Leistungen sind meiner Meinung nach wieder absolut gelungen. Vor allem Mark Hamill, Daisy Ridley und Adam Driver liefern eine absolut emotionale Darstellung ihrer Charakere ab. Carrie Fisher in ihrem letzten Auftritt überzeugt ebenfalls auf ganzer Linie und generell ist niemand dabei, der irgendwie eine schlechte Leistung abliefert. The Force Awakens war für mich schon ein absolut gelungener Neuanfang für Star Wars – The Last Jedi zeigt jetzt, dass das Franchise mutig genug ist, nicht nur eine Neuauflage von Altbekanntem zu bringen, sondern neue Wege zu beschreiten, ohne dabei aus den Augen zu verlieren, was Star Wars ausmacht.

So. Und nun spoilere ich wild drauf los. Wer noch nicht im Kino war, steigt jetzt besser wieder in den Millenium Falcon und fliegt zurück nach Jakku.

So. Puh. Ich muss sagen, ich kam erstmal ziemlich aufgewühlt aus dem Kino nach dem ersten Schauen. Ich hätte nicht erwartet, dass der Film mit der Restistance so krass umspringt und sie auf gefühlte 15 Leute reduziert. Und Lukes Ende … puh. So schön, so perfekt und trotzdem so unglaublich aufwühlend für mich, dass ich am Tag nach der Premiere nach 3 Stunden Schlaf aufschreckte und als erstes „Oh Gott, Luke Skywalker ist tot“ dachte. Ich finde es absolut gut, dass er in dem Film sein Ende findet, nachdem er vorher noch einmal der Held war, den alle in ihm sehen. Und der er weder sein will noch sein kann noch eigentlich sein muss, denn, und das ist eine der wichtigen Botschaften des Filmes – der Erfolg der Restistance hängt nicht davon ab, dass Luke Skywalker in der ersten Reihe steht.

Wie schon geschrieben: Der Film nimmt so gut wie jede Erwartung, die man an ihn hat, und klatscht sie einem um die Ohren. Kylo Ren ist doch nicht durch und durch böse? Ja, aber er wird nicht wieder gut, sondern schafft es, sich dem Bösen ganz zuzuwenden. Rey hat endlich Luke Skywalker gefunden? Ja, aber er will sie nicht ausbilden und die Lehren der Jedi beenden. Es gibt einen waghalsigen Plan, die Flotte der Resistance zu retten? Ja, aber er geht schrecklich daneben und macht alles noch schlimmer. Und so weiter und so weiter. Nach dem ersten Schauen war ich auch etwas desillusioniert. Was, Snoke ist tot und man erfährt vorher nicht, wer er nun eigentlich war und wieso er Kylo so beeinflussen konnte? Was, Reys Eltern waren (vermutlich, da bin ich mir ja noch nicht so sicher, ob Kylo richtig lag) einfach irgendwelche Leute, die sie in die Sklaverei verkauft haben? Was, die Restistance ist quasi erstmal zerstört und wird lange brauchen, um überhaupt wieder nennenswert etwas machen zu können? Das waren schon ganz schön viele Sachen, mit denen ich null gerechnet hatte. Aber genau das macht den Film in meinen Augen so gut. Er dreht so viel in eine ganz neue Richtung, eine Richtung, die man so noch nicht gesehen hat. Er geht weg von den wagehalsigen Piloten, die mit einem Schuss die Galaxis retten, weg von den großen Namen, die schon aufgrund ihrer Blutlinie ausersehen sind, das Schicksal der Galaxis zu lenken, weg von klarem Gut und Böse, Schwarz und Weiß, Jedi und Sith. Am Ende ist ein wütender, ängstlicher, gefährlicher Junge der Anführer des First Order, am Ende führt Rey, „I am nobody“-Rey, die letzten Überlebenden in die Zukunft, am Ende ist es egal, was Luke Skywalker und Yoda und der Jedi-Orden je getan oder nicht getan hat, weil das Symbol der Rebellen und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft ausreicht, damit ein kleiner Junge in den Himmel schaut und das ist, was Luke Skywalker ganz am Anfang war: Ein Bauernjunge, der von den Sternen träumt.

Ich muss dann jetzt auch noch kurz was zu Carrie Fisher schreiben: Ihr Tod letztes Jahr hat mich sehr getroffen, sie jetzt ein letztes Mal auf der Leinwand zu sehen, war gleichzeitig sehr schön und schrecklich traurig – zumal Leias Story teilweise schon fast erschreckende Parallelen zu Carries letzten Tagen hatte (knapp überlebt, dann im Koma … nur ging es im Film leider besser aus als in der Realität). Ich werde glaube ich nie unglaublich wütend darüber sein, dass wir nie Episode 9 so zu sehen kriegen werden, wie er geplant war, nämlich als Leias Film (während 7 Hans und 8 Lukes Filme waren). Ich hoffe, dass sie einen Weg finden, Leia rauszuschreiben, ohne sie einfach stumpf im Opening Crawl von Episode 9 umzubringen. Jedenfalls … Leia in diesem Film ist einfach ALLES für mich. Am Ende des Films hat sie alles verloren, ALLES, ihren Mann, ihren Sohn, ihren Bruder, ihren Vater, ihren Planeten, ihren Sitz im Senat, ihren Widerstand, ALLES. Und dann setzt sie sich zu Rey und macht ihr Mut und sagt, dass alles wieder gut wird und I CANNOT EVEN. Ich glaube, es gibt wirklich kaum einen Charakter, der mir so viel bedeutet. Und nach all diesen Jahren endlich zu sehen, wie Leia die Macht benutzt, in dieser wunderwunderschönen Szene … allein dafür könnte ich noch 10 x ins Kino gehen.

Überhaupt, reden wir nochmal ganz kurz über Frauenfiguren in The Last Jedi: Hach! So viele coole Charaktere! Rey ist weiterhin großartig, Leia sowieso. Vice Admiral Holdo hat mir unglaublich gut gefallen, zumal sie einen großen Anteil an „das hätte ich nicht erwartet“ im Handlungsstrang der Restistance hat. Und Rose – was für ein wunderbarer neuer Charakter, toll gespielt von Kelly Marie Tran. Die DEN zentralen Satz des Films sagen darf. „This is how we win – not fighting what we hate, saving what we love.“

Damit das hier nicht NOCH länger wird, noch ein paar kürzere Gedanken:

    • Ich liebe die Porgs. Ja, sie sind da, damit Disney einen Haufen Geld mit Merchandise machen kann, aber who cares. Ich liebe sie, ich will einen Plüsch-Porg, shut up.
    • Beim ersten Schauen war ich ja irgendwie underwhelmed von dem Canto Bight-Handlungsbogen, der letztendlich ja nicht wirklich irgendwo hinführt, weil diese ganze Geschichte mit dem Tracker am Ende zu nix führt. Beim zweiten Schauen empfand ich es dann aber so, dass die Handlung – neben der Tatsache, Monte Carlo in Space zu sein und eine tolle Kulisse zu präsentieren – vor allem dazu da ist, Rose und Finn zu charakterisieren und bereits „saving what we love“ vorzubereiten. Finn ist erst neidisch auf die reichen Leute und erkennt erst durch Rose, wie die sich das alles leisten können. Und dann ist er vor allem froh, ihnen eins reingewürgt zu haben, während Rose vor allem glücklich ist, die Tiere befreit zu haben. Und vor allem: Star Wars hat ja so drei Grundthemen: Krieg, Familie und Sklaverei/Unterdrückung, und die geknechteten Tiere und ihre Sklaven-Stallknechte sind eine gute Möglichkeit, um auch dieses dritte Thema einzubringen.
    • Die Szene, in der Holdo und Leia sich verabschieden, war so großartig. Wie sie schon lachen müssen über „may the Force be with you“. Und vor allem, wie Leia sagt, sie kann keine Verluste mehr ertragen. Und Holdo nur ganz ruhig: „Of course you can. You taught me how.“  Entschuldigung, können wir jetzt alle mal bitte kurz innehalten und wertschätzen, dass Leia diese Scheiße seit DREISSIG VERDAMMTEN JAHREN macht und immer noch dabei ist, immer noch nicht dabei durchgedreht und irgendwie einen Weg gefunden hat, mit all den Emotionen klarzukommen, ohne sich auf eine Insel zu verkriechen oder zur dunklen Seite überzulaufen?
    • Die Witze und den Humor fand ich eigentlich auch durchgehend gelungen. Ich habe vorher ja alle alten Filme nochmal geschaut und ja, Star Wars war schon immer so, dammit. Lukes Verhalten gegenüber Rey ist sogar ziiiiemlich ähnlich zu dem von Yoda gegenüber Luke in Empire.
    • Apropos Yoda: Ich war recht überrascht, dass er auftauchte und bin jetzt auch kein totaler Fan von ihm, aber die Szene war dann auch sehr OT-Yoda. Und wieder mit Puppe statt CGI, hurra.
    • Ich fand Hux in dem Film absolut herrlich und zum Schreien komisch. „Long live the Supreme Leader“ *röchel*.
    • Die Kylo-oben-ohne-Szene war vermutlich erschreckender, wenn man Adam Driver nicht schon in 6 Staffeln Girls gesehen hätte, wo er, ohne Witz, in der gesamten ersten Staffel glaube ich NIE ein T-Shirt anhat. Jedenfalls nicht verwunderlich, dass Rey etwas abgelenkt war *g*.
    • Ich finde es großartig, wie Poe sich im Film entwickelt und wie er am Ende Finn so zurückpfeift wie Leia es am Anfang mit ihm versucht hat. Ich glaube, er wird auf jeden Fall vom Flyboy zum Anführer werden.
    • Die einzige Szene, die ich auch beim zweiten Anschauen eher seltsam fand, war die Spiegelszene mit Rey in der Höhle. Die war mir irgendwie zu surreal, da kommen gleich wieder ganz schlimme Mortis Arc-Erinnerungen auf.
    • Und apropos Mortis Arc: An den erinnerte mich die ganze Sache mit „Rey und Kylo sind gleichstarke Widerparts der dunklen und hellen Seite, die einander irgendwo bedingen“ auch sehr. Vielleicht kommt da ja noch mehr zu in Episode 9.
    • Auch wenn ich gerne noch mehr Force-Philosophie dringehabt hätte, fand ich es toll, dass es so viele neue Machtanwendungen gab. Die telepathische Kommunikation, die Projektion von Luke, die ganze Insel mit ihren hellen und dunklen Machtaspekten … super.
    • Mit der Macht zurück aus dem Weltall kommen. We saw it on Rebels first. (Aber hier wars schöner.)
    • Und der Kampf von Finn gegen Phasma mit dem zerbrechenden Helm … well, we also saw it on Rebels first 😉 .
    • Ich bin gespannt, ob es zwischen 8 und 9 einen Zeitsprung geben wird, fände ich jetzt fast zwingend nötig, so klein wie die Resistance am Ende war. Aber andererseits – Erwartungen sind ja dazu da, nicht unbedingt erfüllt zu werden.
    • Immer, wenn mir jemand erzählen wollte, dass nach dem Trailer klar ist, wo die Sache hinläuft, hab ich gesagt: „Das ist ein Trailer und ich wette, 50 % der Szenen sind im Film nachher in einem komplett anderen Kontext.“ Und so war es auch.
    • Zum Thema Hyperspace Trecking tauchte heute früh das hier in meiner Timeline auf … ich liebe es:

Letzten Endes finde ich, dass Rian Johnson einen großartigen Film gedreht hat, der sehr Star Wars ist, ohne sich in typischen Star Wars-Tropes zu verlieren. Wie sehr der Film gerade mit sinnlosem Gehate überhäuft wird, finde ich übrigens absolut zum Kotzen. Von mir aus kann den Film jeder finden, wie er mag. Von mir aus kann man auch gerne darüber diskutieren, wieso man etwas gelungen oder nicht gelungen findet. Aber es gibt tatsächlich unfassbar viele Leute, die sich jeden Tweet von Mark Hamill oder Rian Johnson suchen um darunter ihr „Der Film ist so scheiße“ zu kacken, oder Bots programmieren, die den Film bei Bewertungsportalen mit tausenden von schlechten Bewertungen versehen. Für solche Leute fehlt mir echt jedes Verständnis und sie mögen dann bitte ihre 15. Ankündigung, das Fandom jetzt für immer zu verlassen, endlich in die Tat umsetzen und wem anders auf den Sack gehen.

Zum Schluss noch ein paar Artikel, die ich zum Film gelesen habe und gut und teilenswert finde:

Ein Kommentar

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Star Wars Stuff: The Deathstar of Watchlists

The roommate and I will do a huge Star Wars rewatch until The Last Jedi airs – and this is what it contains.

(I am writing this in English in case some English-speaking people from my Twitter timeline wanna take a look.)

So there are about three months left until episode 8 hits the cinemas, which means it is totally time to find an excuse to watch even more Star Wars prepare for The Last Jedi by watching ALL the Star Wars movies and a selection of episodes from The Clone Wars and Rebels. And because at least one person in my timeline showed an interest: Here comes the complete list.

The Phantom Menace

Obviously the starting point, even though we could go with the Machete Order which leaves out this one completey. But this would not work well with our plan to watch a lot of Clone Wars stuff. Plus this movie has Darth Maul. And let’s be honest, little boy Ani might be the more bearable than overly attached creepy Ani.

Attack of the Clones

So yeah, Episode 2 after Episode 1, no surprises there. I am already dreading the sand dialogue, guys.

The Clone Wars

There is too much of this show to watch everything, so we made a selection of story arcs. Not ALL of them are essential to the bigger story, some are just … so good I wanna watch the again.

By the way there is this helpful list of Clone Wars episodes in their chronological order. (And no, they did not air this way…)

The Clone Arc

3.01 Clone Cadets
1.05 Rookies
3.02 ARC Troopers

TCW does an amazing job portraying the Clone Troopers as different persons and making you really care for them. This three episodes are one of the best ones regarding that part of the show.

The Malevolence Arc

1.02 Rising Malevolence
1.03 Shadow of Malevolence
1.04 Destroy Malevolence

This serves mainly as an introduction for Ahsoka Tano in the series (I never saw the Clone Wars movie) and also features Plo Koon, who is a very cool Jedi in my opinion.

The Ryloth Arc

3.03 Supply Lines
1.19 Storm over Ryloth
1.20 Innocents of Ryloth
1.21 Liberty on Ryloth

That arc is great for showing how the war affects the small people and, again, shows the human face of the Clones. And of course it features Cham Syndulla and Numa, who will return later in Rebels!

The Holocron Arc

2.01 Holocron Heist
2.02 Cargo of Doom
2.03 Children of the Force

Contains cool Jedi stuff like the Holocrons, Jedi doing other Force stuff than fighting  AND the galaxy’s coolest bounty hunter, Cad Bane.

The Geonosis Arc

2.05 Landing at Point Rain
2.06 Weapons Factory
2.07 Legacy of Terror
2.08 Brain Invaders

These are just some really cool episodes with amazing Ahsoka action and a really good Star Wars goes Zombiecalypse-setting.

Mandalore, Part I

2.12 The Mandalore Plot
2.13 Voyage of Temptation
2.14 Duchess of Mandalore

Did you know that Obi-Wan had something like a romantic relationship while he travelled with QuiGon? Well now you do, and this is where we meet her: Duchess Satine of Mandalore, who tries to maintain a pacifist in the times of war. This episode also contains one of the funniest Anakin-is-obviously-evil-moments of all time.

The Seven Samurai

2.17 Bounty Hunters

Yep, this is basically Seven Samurai in space. Space-pirate Hondo is there, as is Sugi, the aunt of Jas Emari from the Aftermath books. But seriously, it is Seven Samurai in Star Wars, what more do you need?

Heroes on both sides

3.10 Heroes on both sides
3.11 Pursuit of peace

Two great Padme-centered episodes showing her efforts to end the war and return peace to the galaxy.

The Nightsisters Arc

3.12 Nightsisters
3.13 Monster
3.14 Witches of the Mist

Three episodes on Dathomir, that are centered around Asaji Ventress, Mother Talzin and the witch-like forceusers on Dathomir. I love Dathomir to friggin‘ pieces, so I will totally rewatch that. But I guess it is okay to leave those out.

Padawan Arc

3.21 Padawan Lost
3.22 Wookie Hunt

Really just two amazing episodes where Ahsoka and some younglings have to survive against Trandoshan hunters. Oh, and they meet Chewbacca along the way. (These episodes are also not very important for the big story, but really good.)

Water War Arc

4.01 Water War
4.02 Gungan Attack
4.03 Prisoners

These three episodes take place on Mon Calamari and are just … cool underwater action featuring Kit Fisto (and totally a story I would like to adapt for RPG). Could also be skipped, but I like them.

Umbara Arc

4.07 Darkness on Umbara
4.08 The General
4.09 Plan of Dissent
4.10 Carnage of Krell

These 4 episodes are one of the best of the whole show and do an amazing job in showing why Rex is such a great leader, how the Clones suffer on the battlefield and how screwed up the Jedi-Clone-relationship can be. Must-watch!

The Brothers Arc

4.21 Brothers
4.22 Revenge
5.01 Revival

Way too many people don’t know that there is more to Darth Maul than just the silent fighter in Episode 1. I cannot stress enough how great this character has become through the animated series. So go and watch this. And yes, Savage Opress IS the most stupid names in the history of names.

The Onderon Arc

5.02 A war on two fronts
5.03 Front runners
5.04 The soft war
5.05 Tipping points

Remember Saw Gerrera from Rogue One? Here you meet him at the age of 18, learning from Anakin and Ahsoka how to protect his home planet of Onderon from the Separatists. A great arc which will be painful to watch after seeing what Saw has become in Rogue One.

Mandalore Part II

5.14 Eminence
5.15 Shades of Reason
5.16 The Lawless

Also  not very important to the big Star Wars story, but these episodes on Mandalore are SO FUCKING BRILLANT. Seriously.

Ahsoka Arc

5.17 Sabotage
5.18 The Jedi who knew too much
5.19 To catch a Jedi
5.20 The wrong Jedi

One of the most emotional arcs for me. A lot of great stuff about the relationship between Anakin and Ahsoka, about the course of the war and about the lines of friend and foe getting more blurry.

The Fives Arc

6.01 The Unknown
6.02 Conspiracy
6.03 Fugitive
6.04 Orders

A really heartbreaking arc about the events of a malfunction in one of the clone’s brain that triggers Order 66 too early, and his brother that tries to find out what is wrong with him. The perfect way to end The Clone Wars and get on with Revenge of the Sith.

Revenge of the Sith

I am super curious to see how the movie will feel after watching all the Clone Wars episodes first.

Star Wars Rebels

Leaving out Rebels episodes is kind of hard because I love this show so much. But there are quite a lot who are not as important to the big story. Which does not make them bad, but in order to get done with all the viewing we will „only“ watch:

Season 1: 1.01, 1.05, 1.10, 1.13-1.15

Season 2: 2.01-2.04, 2.10, 2.12, 2.13, 2.16-2.18, 2.21-2.22

Season 3: 3.01-3.07, 3.11-3.13, 3.15-3.16, 3.17, 3.20-3.22

This should cover all the important stuff and all the great appearances, from Leia to Mon Mothma to Saw Gerrera.

Rogue One

A New Hope

The Empire strikes back

Return of the Jedi

The Force Awakens

Now that is A LOT of Star Wars to watch! The roomate calculated an overall viewing time of about 44 hours. So we … better get started!

Like I already pointed out – there is a lot of stuff that is not crucial to the big Skywalker saga and can easily be left out. There is also stuff I did leave out that others might find important, like the Mortis arc. I know I may be important, but I just … did not like it at all when watching it.

I am really excited to start watching and curious how I will react to the Prequels that I only saw one time each and did not like so much I watched them again. Well, in any case this should be enough stuff to watch to pass the time until The Last Jedi airs in December!

Okay, so maybe this inspires some of you to start your own Star Wars marathon? Or maybe you want to share what episodes I might have left out that you feel are important?

In any way – May the Force be with you!

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Fast schon Urlaub

Nochmal kurz ein Eintrag der tagebuchigen Art.

Ich krieche gerade dem Urlaub entgegen. Seit ich nur noch 4 Tage arbeite, bin ich ja wesentlich weniger kaputt und nicht mehr ganz so urlaubsreif. Dachte ich jedenfalls, aber entweder ist es doch schlimmer als ich dachte oder diese Woche hat einfach beschlossen, mich vorm Urlaub  nochmal richtig fertig zu machen. Ich habe mehr oder weniger durchgehend Migräne von der schlimmen Sorte, war gestern um 4.30 Uhr wach ohne wieder einschlafen zu können und fühle mich insgesamt absolut beschissen. Dazu kommen noch diverse Erledigungen, die vorm Urlaub halt noch gemacht werden müssen – und die Tatsache, dass ich Freitag schon wieder um 4.30 aufstehen werde, diesmal geplant, weil unser Flieger schon um 7 geht, macht es auch nicht besser.

Dann wird aber hoffentlich alles besser, denn sofern alles gut geht, bin ich ab Freitagmittag dann in Schottland. Da wollte ich schon lange nochmal hin, nachdem ich vor 17 Jahren mal mit der Schule da war. Nach dem ja doch eher stationären Urlaub gibts diesmal wieder 10 Tage Mietwagen und viele geplante Kilometer im Linksverkehr und dann noch anderthalb Tage Aberdeen. Gebucht haben wir bis auf Auto, Flug und Hotel in Aberdeen noch gar nix, es wird also maximal spontan – auch wenn mein Google Maps von Schottland aufgrund sehr vieler gebookmarkter „Will ich hin“-Orte aussieht wie ein Sterncluster.

Jo. Ansonsten gibt es recht große Neuigkeiten an der Jobfront, ich hab aber weder Zeit noch Lust, mich damit noch vor dem Urlaub blgoartikelaufbereitungsmäßig zu befassen. Demnächst dann mehr.

Falls ihr noch den Supermegainsidertipp für Schottland habt, schreibt ihn gerne in die Kommentare.

Ansonsten krieche ich mal weiter – noch 28 Stunden und 20 Minuten, dann ist Uuuuuurlaub!

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Star Wars Stuff: Das „Padme lebt“-Universum

Zur Abwechslung mal was über Star Wars. Haha. Ein Thema, das es ja in jedem Fandom gibt, wenn es nur groß genug ist, sind Fanfictions und Alternative Universen. Und obwohl ich jetzt eigentlich nie Fanfiction lese, finde ich so Gedankenspielereien über Was-wäre-wenn immer sehr spannend. Und Diskussionen darüber natürlich auch, weswegen ich jetzt gerade gerne darüber diskutieren würde. Ich dachte ja, ich kann bestimmt auf bestehende Blogartikel zu dem Thema verlinken, aber es stellt sich raus – nee. Also dann.

Aus dem wunderbaren Never tell me the Pods-Podcast habe ich erfahren, dass es als Gedankenspiel ein Alternatives Universum gibt, in dem Padme Amidala nicht stirbt. Wenn ihr Padme mögt und ein bisschen Zeit habt – die zwei Folgen (Eins, Zwei) des Podcasts, in denen sie diskutiert wird, nebst der Bedeutung ihrer Outfits und der Tatsache, dass sie im ursprünglichen Skript von Episode 3 eigentlich fast Anakin mit einem Messer erstochen hätte (jaaaah! Das hab ich auch gedacht!! Warum wurde das rausgeschnitten???), sind sehr gut. Aber das Wichtigste zum Universum dann einfach nochmal hier zusammengefasst:

In dieser Version der Geschichte ist Padme mit Anakin nicht in diesem Autounfall einer vermeintlich romantischen Beziehung, die eigentlich zum Ende hin nur noch von Angst geprägt ist, sondern es ist alles etwas zurückhaltender und sie sind vermutlich auch nicht verheiratet. Halt mehr so Casual Jedi-Senator-with-benefits. Als Padme dann bemerkt, dass sie schwanger ist, beschließt sie, dass Anakin Skywalker der letzte Dude der weit entfernten Galaxis ist, der ihre Kinder in die Finger kriegen sollte. Also taucht sie unter, täuscht womöglich noch ihren Tod vor, bekommt die Kinder und lebt weiter. Anakin wird dann trotzdem zu Darth Vader, weil er Padme ja trotzdem verloren hat. Womöglich findet aber das Duell mit Obi-Wan nicht statt und er wird Vader mit ein paar mehr Körperteilen. Nun gibt es wieder verschiedene Versionen, entweder könnte Padme die Zwillinge gemeinsam aufziehen, aber die meisten der AU-Geschichten gehen schon in die Richtung, dass sie mit Episode 4 halbwegs zusammenpassen sollen. Also Luke kommt trotzdem mit Obi-Wan als Beschützer nach Tatooine, aber Leia wächst bei Padme auf, die sich bei Bail Organa auf Alderaan versteckt. Und natürlich wird Padme dann neben Bail und Mon Mothma eine der wichtigsten Figuren in der Rebellion. Leia wächst also trotzdem in die Politik und die Rebellion hinein, aber eben ausgebildet von ihrer eigenen Mutter. Man kann sich dann überlegen, wie das wohl aussehen würde, aber ich denke, es wäre eine sehr spannende Mutter-Tochter-Beziehung, da Padme sicherlich gleichzeitig ein großes Vorbild für Leia wäre, aber es auch viel Druck ausübt, in ihre Fußstapfen treten zu müssen. Und die „ich habe euren Vater verlassen, weil er langsam zur dunklen Seite tendierte und damit seinen endgültigen Absturz herbeigeführt“-Sache wäre sicherlich auch eine ziemliche Belastung für die beiden. Zumal, und das wurde auch in dem oben verlinkten Podcast diskutiert, Leia ja durchaus Züge ihres Vaters hat und vom Wesen her in ihrer Kompromisslosigkeit manchmal durchaus an Anakin erinnert.

Je nachdem wie man es dann weiterspinnen will, könnte Padme zusammen mit Bail auf Alderaan sterben oder aber noch bis zum Ende der Originaltrilogie am Leben sein. Es gibt dann sehr lustige Überlegungen, wie sie wohl auf Han Solo und Leia reagieren würde und wie dann so ein Familienessen im Hause Amidala-Organa mit Han als Gast aussehen würde.

Ja, das war es so mehr oder weniger in Kurzform. Es gibt wie gesagt zahlreiche Fanfiction dazu: Auf Fanfiction.net, auf Archive of our own und natürlich auf Tumblr.

Hachja. Ich finde dieses AU irgendwie großartig, weil Padme so eine eigentlich tolle und dann in den Prequels einfach ziemlich verhunzte Figur ist. (Immerhin gibt es ein paar tolle Clone Wars-Folgen mit ihr). Und sie als Anführerin der Rebellion plus Tochter-Beziehung zu Leia und so, das wäre schon fantastisch. So. Nun könnt ihr mitdiskutieren. *hint auf die Kommentarfunktion*

Achja, und wo wir gerade bei Padme sind: Die elaborierte und ziemlich coole Erklärung, wieso sie nicht an gebrochenem Herzen gestorben ist und Anakin sie trotzdem umgebracht hat, kennt ihr, oder? Wenn nicht: KLICK.

Demnächst in diesem Blog: Ich poste die Star Wars-Liste, die der Mitbewohner und ich angelegt haben. Sie beinhaltet nuuuuuur alle Filme und ungefähr 40 Serienepisoden, die wir gucken wollen, ehe The Last Jedi in die Kinos kommt. Diese flauschigen 43 Stunden Star Wars werde ich euch dann demnächst mal präsentieren.

Oder ich schreibe nochmal was zu dem Alternativen Universum, in dem Luke von Darth Maul ausgebildet wird. Jaha! Es gibt so viel zu lernen über Star Wars…

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Mediengedöhns im Juli und August 2017

Im Juli habe ich so wenig zu Ende geschaut, dass ich gar nicht genug für einen Artikel hatte. Daher jetzt mal wieder etwas mehr.

Bücher

Ich schreibe jetzt endlich was zu Bloodline, auch wenn ich noch 30 Seiten vor mir habe – aber die werden den Eindruck nun nicht mehr ändern. Bloodline ist neben der Aftermath-Trilogie der beste Star Wars-Roman, den ich bisher gelesen habe. Claudia Gray schafft es, Leia Organa wirklich großartig zu schreiben, aber auch die weiteren Charaktere sind wirklich toll. Außerdem ist die Handlung ein weiteres kleines Puzzlestück auf dem Weg zwischen der Schlacht von Endor und dem Aufstieg des First Order und der Entstehung der Resistance. Auch der Einblick in die Politik des Senats der Neuen Republik ist sehr gut, vor allem, weil er auch ziemlich realistisch scheint. Aber großer Dreh- und Angelpunkt ist halt schon Leia, und vermutlich mag ich das Buch deswegen auch so. Also große Empfehlung.

Ebenfalls gelesen habe ich den 2. Bank der Darth Vader-Comicserie. Der war auch wieder ziemlich cool, mit viel Unterwelt- und Aphra-Action und so. Und einem sehr coolen Eröffnungsbild mit Vader auf Tatooine vor Lukes zerstörtem Zuhause. Der nächste in der Reihe ist jetzt glaube ich Vader Down, was ein Crossover der Serie mit … irgendwas anderem ist. Ich muss mich da mal informieren. Äh, ja. Da ich mit diesem Buch jetzt 5 Comicbücher in meinem gesamten Leben gelesen habe, fühle ich mich immer sehr inkompetent, wenn ich darüber schreibe, deswegen einfach nur: Ich fand den Band gut.

Filme und Serien

Irgendwann im Juli war ich dann nochmal im Kino zu Spider Man Homecoming. Tatsächlich nehme ich ja seit einer Weile so ziemlich jeden MCU-Film im Kino mit, denn bisher waren die alle immer solide bis sehr gute Unterhaltung. Spiderman interessierte mich seit den furchtbaren Filmen mit Tobey Maguire eigentlich mal so überhaupt nicht, aber der kurze Auftritt vom neuen Spiderman in Civil War und die Tony Stark-Mentorbeziehung machten mich dann doch neugierig genug für einen Kinobesuch. Der Film war dann auch echt ganz cool. Halt bewusst High School-Film meets Superhelden, aber das macht das MCU ja auch so gut – dass sie fast jeden Superheldenfilm noch mit einem anderen Genre mischen. Tom Hollander ist ein überzeugender 16-jähriger Möchtegernheld, der Bösewicht war meiner Meinung nach besser als in vielen anderen MCU-Filmen, Tony Stark hätte von mir aus aber gerne etwas mehr vorkommen können, und wenn es nur gewesen wäre, um meine seit Civil War reichlich vorhandenen Tony-Stark-FEELS zu verarbeiten. Die weiteren Rollen waren auch toll besetzt, gerade Peters Sidekick und das Love-Interest fand ich klasse. Insgesamt eher ein Standalone-Film als eine Fortführung der MCU-Geschichte, aber wirklich charmant.

Das MCU neu schätzen gelernt hab ich dann letztes Wochenende, als ich matschig daheim rumhing und Bock auf einen hirnlosen, unterhaltsamen, coolen Film hatte. Meine Wahl fiel dann auf Pacific Rim und meine Fresse, ist der Film kacke. SO eine coole Prämisse (2 miteinander verlinkte Personen steuern 50-Meter-Battlemech gegen Monster aus einer andere Dimension) und dann so wenig draus gemacht. Die … äh … man kann es kaum Charaktere nennen … die klischeehaften Abziehbilder, die da als Ensemble durch die Gegend eierten, waren zu 80 % weiße Typen, die einzige relevante Frau ist ein totales Mäuschen, lässt sich von jedem rumkommandieren und verliebt sich natürlich nach 3 Minuten in den Hauptcharakter. Die zwei Wissenschaftler waren so überzeichnet geschrieben und overactet, dass es unerträglich war, und der Versuch, ein paar humorige Stellen einzubauen, ging auch total nach hinten los. Ja, optisch war es teilweise ganz cool, aber ich brauch schon wenigstens einen Charakter, der den Namen verdient hat und mir nicht völlig egal ist, oder wenigstens ein bisschen mehr Coolness oder …. irgendwas. Ich weiß immer noch nicht, wieso ich den Scheiß nicht nach 40 Minuten ausgemacht hab, aber irgendwie hab ich 2 h meines Lebens damit verbracht, diesen Film zu schauen und auf Twitter darüber zu lästern, wie kacke ich ihn finde. Eigentlich beides Ding, die ich doof finde. Ich gelobe Besserung beim nächsten schlechten Film!

Kommen wir zu den Serien:

Um die Netflix-Serie Iron Fist hatte ich mich bisher ein wenig gedrückt, weil sie ja gar nicht mal so gut sein soll. Aber in Vorbereitung auf The Defenders musste ich sie dann doch gucken. Und ich muss sagen: Sie ist zwar wirklich lange nicht so gut wie Daredevil oder Jessica Jones, aber auch nicht so mies, wie ich es dachte. Eigentlich ist sogar alles an der Serie recht cool, bis auf leider den Hauptcharakter. Neben der Tatsache, dass ich Finn Jones für eine absolute Fehlbesetzung halte (weil er a) keine Kampfsportvorbildung und auch offensichtlich auch nicht arg so viel Talent dafür hat und b) hier die Gelegenheit verpasst wurde, Danny Rand einfach Asian-American sein zu lassen und damit noch ein bisschen mehr Diversität in die Defenders zu bringen) ist Danny Rand einfach … dumm. Er ist ein dummer, weißer Junge mit mehr Privilegien, als er checkt und erinnerte mich frappierend an jeden Kampf-ist-die-einzige -Lösung-Krieger, der mich bei diversen Rollenspielsitzungen zur Weißglut gebracht hat. Die Serie gönnt ihm leider auch nicht gar so viel Entwicklung und seine in den ersten Folgen noch ganz interessanten Kindheits-Flashbacks kommen einfach nur immer wieder und werden nicht wirklich weitergeführt, so wie auch die ganze Ausbildung zu Iron Fist in K’unlun reichlich oberflächlich abgehandelt wird. Die weiteren Charaktere sind da schon erfreulicher. Claire Temple ist eh eine Bereicherung für jede Szene, in der sie dabei ist, und Colleen Wing, Dannys Sidekick/Love Interest ist ziemlich cool (und hätte eine bessere Hauptfigur abgegeben, zumal die Schauspielerin auch ihre Katana-Kämpfe wesentlich besser rüberbringt als Finn Jones) und die gesamte Familie Meachum ist auch durchweg gut besetzt und gespielt. Leider hat auch das Drehbuch so seine Schwächen und die Schauspieler können aus den teils seltsamen bis wirren Dingen, die ihre Figuren tun, halt nur das Beste rausholen. Insgesamt leider wirklich die schlechteste der Defenders-Einzelserien, aber nun auch nicht schlimmer als vieles andere, was so über den Bildschirm flattert.

Wirklich mit Hochspannung erwartet habe ich dann The Defenders. Die 8 Folgen umfassende Serie bringt erstmals Daredevil, Jessica Jones, Luke Cage und Iron Fist zusammen, als die in den meisten anderen Serien schonmal aufgetauchte Hand sich daran macht, New York ganz klischeehaft zur eigenen Bereicherung dem Untergang zu weihen. Das bringt nicht nur ein Team-up der vier (nicht immer sehr heldenhaften) Helden mit sich, sondern beschert dem Zuschauer auch Sigorney Weaver als Oberbösewichtin Alexandra, die wirklich ziemlich cool und auch toll gespielt ist. Gerade ihre abgefuckte Irgendwie-Mutter-Tochter-Beziehung zu Black Sky ist durchaus gelungen. Zurück zu den Superhelden – die Serie nimmt sich glücklicherweise Zeit, sie zusammenzuführen und widmet dem Austausch- und Teamfindungsprozess auch eine ganze Folge. Das hat für mich sehr gut funktioniert. Gerade die Charaktermomente der einzelnen Figuren sind mit das Beste an der Serie. Was das Problem mit Danny Rand angeht: Glücklicherweise arbeitet die Serie hier mit dem, was sie nunmal hat, und stellt nie in Frage, dass Danny ein dummer Haudrauf ist, allerdings ein dummer Haudrauf, der für beide Seiten von Wichtigkeit ist, so dass er in die Geschichte gut eingebunden wird. Und zwischen ihm und Luke entwickelt sich dann doch recht schnell eine Buddy-Dynamik, die ich sehr gelungen finde. Hach, überhaupt, Luke. Er ist auf jeden Fall der sympathischste im Team und ich finde ihn als großen, starken, dabei aber nicht doofen, sondern im Gegenteil relaxten und entspannten Typen einfach großartig. Auch das vorsichtige Wieder-Annähern zwischen ihm und Jessica ist super. Letztere ist auch in jeder ihrer Szenen ein Highlight in ihrer üblichen rotzigen, fertigen, sarkastischen Art und Weise. Insgesamt entwickeln sich tatsächlich alle vier Figuren auch in dieser Serie ein Stück weiter, was in Hinsicht auf das große Ensemble und die nur knapp 8 Stunden Laufzeit sehr positiv ist.

Leider fand ich die letzten Folgen und das Finale dann nicht mehr ganz so stark wie den Anfang, da das Finale mit einem Plottwist eingeleitet wird, der zwar echt überraschend kam, aber in der weiteren Entwicklung nicht unbedingt mein Gefallen gefunden hat. Außerdem darf Danny Rand auch in dieser Serie nicht schlauer werden und sorgt mit einer absolut blöden Aktion dafür, dass die böse Seite einen Schritt weiterkommt. Und auch der Finalkampf an sich war dann weniger cool als andere Kampfszenen es waren. Und ich werde einfach nicht warm mit Matt und SPOILER Elektra als dramatischem Liebespaar. Elektra als Black Sky war super, sobald sie dann wieder zu ihrem irren Selbst zurückgefunden hat, hat sie mich genauso genervt wie in Daredevil Staffel 2. Was nicht an Elodie Yung liegt, sondern einfach daran, wie die Figur geschrieben ist. Als Matt und sie sich am Ende in all den Trümmern in den Armen lagen, hab ich nur mit den Augen gerollt. Achja: Ich hoffe, Madam Gao hat den einstürzenden Neubau irgendwie überlebt. Sie ist einfach so cool und ich hoffe, sie kommt nochmal wieder. SPOILER ENDE. Insgesamt hat der Plot um die Hand damit nun hoffentlich erstmal einen Abschluss gefunden und macht Platz für andere Handlungsstränge.

Was die Defenders übrigens absolut brillant umsetzt, sind die verschiedenen Farben. Jeder Defender hat eine Farbe oder Farbkombination, die immer wieder aufgegriffen wird, gerade auch im Zusammenspiel (Alexandra als Gegenspielerin hingegen trägt nur Nicht-Farben wie weiß, gold oder silber). Das sorgt bei den getrennten Handlungssträngen am Anfang dafür, dass man schnell wieder weiß, um wen es gerade geht. Auch wie die Farben dann zusammenkommen, aber jeder immer noch seine Farbe im Hintergrund hat, wie z. B. im quietschbunten Chinarestaurant, wo aber Danny halt immer vor der iron-fist-grünen Topfpflanze sitzt, ist großartig gemacht und zieht sich bis in kleine Details durch. Als Matt z. B. in den Verhörraum kommt, in dem Jessica sitzt, ist der Raum komplett blau und er steht dann vor der rot lackierten Tür. Und als Luke und Danny eine Unterhaltung allein führen, sind die Stühle, auf denen sie sitzen, sicherlich in voller Absicht grün (Danny) und gelb (Luke). Schon allein für diese Farbspielereien lohnt sich vermutlich auch noch ein zweites Anschauen – für die Interaktion der Charaktere und die zum großen Teil tollen Dialoge sowieso. Insgesamt also auf jeden Fall eine Empfehlung.

Mehr Netflix-Content: Die fünfte Staffel Orange is the new Black hatte in meiner medialen Filterblase eine ähnlich herzliche Rezeption wie Iron Fist, und auch hier kann ich es nicht so richtig nachvollziehen. Die Entscheidung, die ganze Staffel lang den Aufstand im Gefängnis zu behandeln, fand ich durchaus gut und richtig so. Es vergeht sehr wenig Zeit in den 13 Folgen (4 Tage etwa) und verschiedendste Aspekte des auf einmal im Chaos versinkenen Gefängnisses werden beleuchtet. Dabei fand ich manche Handlungsstränge fantastisch (Taystee ftw! Sie war SO TOLL in dieser Staffel!, Gloria, Caputo), manche typisch skurril-humorig (Frida und der Pool, Boo und Linda, Piper und Alex), manche viel zu klamaukig und doof (Liane und … die andere Hirnlose da vor allem, teilweise auch Malitza und Flaca) und der Tiefpunkt war dann irgendwie die Story mit Red und Piscatella. Da machte einfach sehr vieles überhaupt keinen Sinn. Man hätte auch von mir aus gerne sehr viel mehr beleuchten können, wie sich die Lage aus Sicht der Offiziellen und Verantwortlichen darstellt. Trotzdem gab es einige wirklich schöne Szenen und im Großen und Ganzen ist die Serie immer noch gut und vor allem anders als viele anderen. Ich bin gespannt auf Staffel 6.

Auch gerade beendet: Die dritte Staffel Dark Matter. Hach, hach. Ich liebe diese Serie echt sehr, auch wenn sie wenig Budget und damit grottige Special Effects hat. Aber die Charaktere sind einfach großartig und liebenswert, die Folgen sind immer superspannend und diese Staffel haben sie echt ein paar Highlights abgeliefert … eine Zeitschleifenfolge, eine Stranger Things-inspierte Zeitreise, ganz viel Human-Android-Relations-Kram … großartig. Und die Klamotten sehen immer noch supergeil aus und der Cast ist bis in kleine Nebenrollen hinein immer noch superdivers (there are Asians in this movie!) und … ja. Es ist halt kein total hochqualitatives Fernsehen, aber schon verdammt cool. Und ich hoffe SEHR auf Staffel 4, die dritte hörte nämlich wieder mit gefühlt 5 Cliffhangern gleichzeitig auf.

Dann lief natürlich auch die 7. Staffel Game of Thrones, die sich nun endgültig über die Bücher hinaus fortbewegt hat und zudem diesmal nur 7 Folgen umfasste. Leider schlägt das doch sehr durch, denn vieles wird einfach zu hastig erzählt, die Charaktere besitzen inzwischen gefühlt alle einen Teleportring und so richtig habe ich einfach insgesamt nicht kapiert, warum man unbedingt 7 statt 10 Folgen machen wollte. Man merkt auf jeden Fall, dass es aufs Finale zugeht, die meisten Handlungsstränge werden zum großen Plot zusammengeführt, es gibt viele Wiedersehen, viele, nicht immer sehr subtil umgesetzte, Enthüllungen und Entscheidungen und am Ende der Staffel kann man wohl sagen:  Jo, der Winter ist da. Wie unglaublich viel Liebe zum Detail und wie krasse Set- und Stuntarbeiten in jeder Folge stecken, finde ich großartig und bewundernswert, und ich kann jedem Fan der Serie nur die Making of-Videos auf Youtube ans Herz legen. (Ich würde gerne eine tolle Playlist verlinken, aber der offizielle GoT-Account ist eher ein Chaos. HIER ist mal das Making of zu Folge 6 aus Staffel 7 – enthält logischerweise Spoiler 😉 . Insgesamt war ich schon ganz zufrieden mit der Staffel, man merkt aber, dass sich die Serie von der Komplexität und Vielschichtigkeit der Buchvorlage leider etwas entfernt hat. Gut, was sollen sie machen, GRRM hat sich ja leider in seine 17 Nebenplots verstrickt und Buch 6 kommt vermutlich auch nächstes Jahr noch nicht raus. Es ist trotzdem etwas schade, dass sich nun die Charaktere mehr dem Plot unterzuordnen scheinen als andersrum – und bei manchen Figuren wirkt das doch sehr als Bruch mit ihrem ursprünglichen Charakter und ihren Kompetenzen. Unterhaltsam, toll anzusehen und gut gespielt ist die Serie natürlich weiterhin. Für nähere Einzelheiten zu den Folgen empfehle ich die Reviews der NY Times, beim Guardian, oder ihr schaut mal drüben beim Hermator vorbei.

Und dann hab ich ja noch Star Trek geschaut. Das ist sehr neu, ich habe das immer verweigert – in meiner bedauernswert unnerdigen Jugend kam Star Trek ja nicht vor, und danach habe ich es immer doof gefunden, weil es alle kannten und sich drüber stundenlang unterhalten haben, und ich nur mit Fragezeichen überm Kopf danebensaß. Die drei neuen Kinofilme fand ich aber dann doch recht unterhaltsam, First Contact habe ich irgendwann auch mal gesehen und fand ihn cool. Und im September kommt ja die neue Serie, die ich auch auf jeden Fall gucken will. Und irgendwann im Mai hab ich dann mal angefangen, in die Serien reinzuschauen. Die Originalserie ging gar nicht, die ist einfach zu alt und zu albern für mich. TNG hab ich irgendwie gar nicht erst versucht, da kannte ich ein paar Folgen, die mal zufällig im Fernsehen liefen, und fand die nicht so spannend. Tatsächlich hab ich dann gleichzeitig mit Voyager und DS9 angefangen, bin bei DS9 aber mit der ersten Staffel noch nicht durch, weil ich nur selten eine Folge schaue. Aber die erste Staffel Voyager habe ich nun inzwischen gesehen. Ist ja glaub ich so die Serie, die alle immer doof finden, weil sie so weit weg spielt und so, wenn man von Star Trek null Ahnung hat, ist das aber sehr gut, wenn man nicht so viel Vorwissen bräuchte (DS9 hat ja in Staffel 1 so ne Folge mit Q und ich hab natürlich die siebenhundert Anspielungen nicht kapiert). Außerdem hat Voyager den großen Vorteil, dass Kate Mulgrew mitspielt, die einfach so großartig ist, dass ich schon deswegen drangeblieben bin. Aber auch sonst fand ich es erstaunlich gut. Nicht jede einzelne Folge, aber es war viel Gutes bei und ich bin auch erstaunt über die Ernsthaftigkeit vieler Themen und die Charaktere, die mir doch recht schnell ans Herz gewachsen sind. Außerdem ist so diese Das-Schiff-als-Heimat-Geschichte und die Suche nach dem Heimweg total meine Tasse Tee (und ich wüsste manchmal gern, wie viel Voyager-Inspiration in der Lamea-Kampagne steckt, denn so einige Punkte passen da doch schon sehr gut zusammen). Demzufolge schaue ich auch weiter, auch wenn ichs nun nicht gerade gierig durchbinge. Und DS9 guck ich so gelegentlich sicher auch weiter.

Gespielt

Nix am Computer, beim DSA sind wir gerade wieder bei der Königsmacherkampagne und dilettieren in der Politik herum. In Berlin ja, wie schon erwähnt, The Sprawl, ein PbtA-Cyberpunk-System, das mir wohl endgültig klargemacht hat, dass ich so Systeme, die auf einzelnen Runs und Aufträgen basieren, ohne dass es eine große Geschichte drumrum gibt, einfach nix anfangen kann. Auch wenn das System mMn sehr gut ist, wenn man denn run-basiert spielen möchte. Und im Juli haben wir auch noch einmal Edge of the Empire gespielt. Dafür habe ich mir sogar endlich mal einen eigenen SC gebaut, nämlich eine Zabrak-Slicerin namens Kepiri. Und dank einer spontanen Comission von Alexej Axis gibt es zu ihr jetzt auch schon ein Bild:

Ich habe sie ja bisher nur einmal gespielt, fand den Charakter aber ganz cool bisher. Es ist auf jeden Fall bemerkenswert, wie viel Input das Regelwerk durch die Verpflichtungen und Motivationen reinbringt. Ich hoffe, ich kann sie bald mal wieder spielen.

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