Umzug, Final Chapter: Wohnungsbilder

Neulich versprochen, nun gleich eingelöst: Ein paar Fotos von der neuen Wohnung.

Die Küche:

Featuring sehr viel mehr Stauraum und so viele Schränke, dass fast alles reinpasst. Wir brauchen aber trotzdem noch irgendein Schrankding, damit auch der letzte aktuell auf der Arbeitsplatte rumstehende Kram mal verstaut wird. Das soll dann neben den Kühlschrank, der dank Magnethaken auch wunderbar als Halterung fungiert:

Dann das Bad:

Sehet die Wanne! Sehet das Fenster! Sehet die Badewannenfaltwand, die wir für nur 250 Euro im Baumarkt ergattert haben!

Wohnzimmer:

So sieht es von der Tür her aus. Rechts neben dem Fernseher geht es raus auf den Balkon.

Fernsehschrank und daneben noch ein Regal, was Alkohol und Süßkram beinhaltet 😉 .

Die Essecke.

Das Sofa. Das mal irgendwann ausgetauscht werden muss, weil es halt leider 10 cm zu breit ist, so dass die Tür nicht zugeht. Aber das eilt nicht.

Neben dem Wohnzimmer ist dann das Zimmer, in dem des Mitbewohners Schreibtisch steht und außerdem ein Großteil der Bücher. Und das E-Piano. Und so. Der Raum hat zwei Türen, einmal nach links zum Wohnzimmer und nach rechts dann in das Schlafzimmer vom Mitbewohner.

(Das sind alles Rollenspielbücher)

(Und hier stehen die übrigen Bücher. Alphabetisch nach Autoren sortiert.)

Man beachte, wie brillant der Mitbewohner die Lied von Eis und Feuer-Bücher aufgestellt hat:

Und dann mein Schlafzimmer. Schreibtisch:

 

Bücherregal vor schönster Wandfarbe von Welt:

Raumtrenner mit Lesesessel:

Bett:

(Das habe ich für das Foto so gestellt aufgeräumt, eigentlich liegt im Bett ein Haufen Rempel ;). Aber wäre mein Zimmer ausm Schöner-Wohnen-Katalog, so sähe es aus.

Und dann natürlich: Der Balkon!

Auf dem man sehr gut Abendessen kann:

Und von dem es abends dann manchmal so aussieht:

So, ich denke, das gibt einen ganz guten Eindruck. Ich bin jedenfalls – trotz teils ungeiler Parkplatzlage und den Trampelnachbarn – froh, dass wir jetzt da wohnen und nicht mehr in der alten Wohnung. Auch wenn ich manchmal immer noch das Gefühl habe, wir würden eigentlich nur so auf Zeit da wohnen und irgendwie gäbe es die alte Wohnung noch, voll eingerichtet und komplett und so. Wird wohl noch ein bisschen dauern, bis ich das nicht mehr so im Kopf habe und nicht mehr blind im Geiste durch die alte Wohnung durchlaufen kann.

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#12von12 im Juli 2017

Nachdem ich letzten Monat zwar bei Twitter bei 12 von 12 mitgemacht hatte, es aber nur auf 7 Bilder schaffte, ehe ich migränig ins Bett sank, weshalb ich es dann nicht verbloggt habe, gibt es heute mal wieder eine Ausgabe davon. Reminder: 12 von 12 heißt, am 12. des Monats 12 Bilder aus dem Alltag zu posten. Die übrigen Blogartikel dazu findet ihr hier.

Gestern war ein ganz normaler Arbeitstag, also ging es um halb 8 auf ins Büro. Durch den Regen. Reeeeegen. Viel davon.

Was für ein Scheißwetter. Ich hoffe, es kommen bald wieder ein paar sonnigere Tage.

Im Büro gab es erstmal Frühstück:

Im Hintergrund sieht man schon Arbeit rumliegen ;). Aber da mein einer Chef gerade im Urlaub ist, hielt es sich gestern auch in Grenzen.

Auf der Suche nach weiteren Fotomotiven durchs Büro gestreift und hey, immerhin freuen sich die Topfpflanzen über eine Dusche von oben:

Dann weiter Arbeit, Arbeit … beim Fotografieren meiner Tastatur fällt mir auf, dass sie nicht mehr gar so schön aussieht. Aber egal, ich guck ja eh nicht drauf. Es ist aber immer lustig, wenn einer meiner Chefs an meinem Rechner was schreiben will und dann an den nicht mehr sichtbaren Buchstaben verzweifelt *g*. Und ja, man hatte mir mal irgendwann ne andere Tastatur hingestellt, die hatte aber keine Handgelenk-Auflage und ich habe deshalb lieber die alte behalten. Solange sie noch funktioniert…

13 Uhr, Mittagspause. Es regnet immer noch in Strömen.

Aber: Es ist Mittwoch! Und Mittwoch ist Wochenmarkt. Und da treffe ich mich immer mit dem Herrn Mitbewohner und wir gehen ein Fischbrötchen essen. Da ist ein Stand, der die frisch macht und sie sind wirklich verdammt lecker. Beweis:

Und wenn es so sehr regnet wie gestern, ist der Markt leer und man schafft es neben dem Fischbrötchen auch noch Gemüse und Obst einzukaufen. (Sonst sind die Schlangen teilweise so lang, dass ich das in meinen 30 Minuten Pause nicht schaffe.)

Dann zu Ende gearbeitet, nach Hause gefahren. Erstmal in der ganzen Wohnung den Staubsaugerroboter gesucht. Das Ding ist seltsam. Entweder fährt es zu seiner Ladestation zurück, ehe der Akku leer geht, oder es verkriecht sich unter einen Schrank, gerne noch, um da mit den letzten Akkuprozenten liebevoll ein Kabel zu umschlingen, von dem man es dann mühsam befreien muss. Wirrer kleiner Droide. Gestern fand ich ihn unterm Bücherregal.

Ein bisschen Yoga gemacht:

2 Gedanken dazu: Ersten freue ich mich immer noch, dass ich die Matte jetzt einfach auslegen kann, ohne vorher nen Tisch zur Seite schieben zu müssen. Yay, mehr Platz! Zweitens: Mir fiel beim Hochladen der Fotos gerade auf, dass auch in den letzten beiden #12von12-Blogartikeln die Yogamatte auftaucht. Man könnte also wohl sagen, ich mache regelmäßig Yoga. Faszinierend. (Auch wenn ich mit dem aktuellen Programm, was eigentlich im Mai anfing, immer noch nicht durch bin. Aber nun ja.)

Dann mal in die Küche, was kochen … die Arbeitsplatte steht allerdings ein wenig voll:

So sieht das halt aus, wenn man ganz viel Getränke fürs Rollenspiel kauft und der Besuch dann einen ganzen Kasten Fritzkola mitbringt. Und 12 Donuts. Solche Gastspieler lobt man sich doch ;).

Abendessen. Mein aktuelles Lieblingsgetränk, vor allem, wenn es warm ist: Wasser mit Minze, Zitronenmelisse und Zitrone. Direkt ausm Kühlschrank.

Mein Essen bestand aus Lauch mit Frischkäse und Pfifferlingen mit Schinken und Schalotten. Und Erdbeeren.  Und Kirschen. Wenigstens kulinarisch war Sommer.

Zum Essen hab ich eine Folge Supergirl geschaut, dann hab ich mich noch ein bisschen in die Badewanne gelegt. Und dabei Netflix auf dem Laptop geschaut. Muhahaha.

Und dann wars 22 Uhr und ich bin ins Bett gegangen, habe da noch ein bisschen weitergeschaut und bin eingeschlafen.

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Mal wieder Tagebuchbloggen …

… wollte ich ja auch schon länger mal wieder.

Pfuh. Irgendwie weiß ich ja eh immer nicht, wen das alles so interessieren soll, was in meinem total spannenden *hust* Leben so passiert, aber allein aus Dokumentationsgründen für mein späteres Selbst schreibe ich mal wieder auf, was gerade so los ist.

Neue Wohnung

Die ist nun langsam doch schon recht weit gediehen. Ich muss nochmal ein paar Fotos machen fürs Blog. Jedenfalls gibt es noch zwei kleine Baustellen, nämlich noch eine leere Stelle in der Küche, an die noch ein Schrank oder Tisch passen würde, wobei ich inzwischen eher zum Schrank tendiere. Und in eins der anderen Zimmer soll auch noch ein Regal-Schrank-Ding, in das der Staubsauger verschwinden kann, der sonst immer etwas blöd rumsteht, ebenso wie die weiteren Putzmittel. Naja, und ein paar Umzugskartons müssen noch zurückgegeben werden, ein Karton mit zu spendenden Büchern steht noch rum und sowas. Und es hängen noch nicht alle Bilder, weil ein paar passende Rahmen fehlen bzw. kaputtgegangen sind. Und unser Plan für den Balkon ging auch nicht so richtig auf, weil wir das Regal, was wir da aufstellen wollten, nirgendwo befestigen konnten. Die Verkleidung an der Fassade ist nämlich wirklich nur Verkleidung und dahinter ist ein Hohlraum, so dass man da nix Schweres anschrauben kann. Haben wir natürlich festgestellt, nachdem ich den Krams gekauft hatte. Nun muss ich wieder zu Ikea und alles zurückgeben. Seufz.

Ansonsten ist die Wohnung aber sehr schön geworden. Auf dem Balkon frühstücken oder generell rumsitzen ist toll, eine Küche, in der sich zwei Leute gleichzeitig aufhalten können, auch. Mein Schlafzimmer gefällt mir optisch nach wie vor richtig gut. Und das Wohnzimmer, bei dem ich vorher nicht sicher war, ob es nicht für Sofa und Esstisch zu klein ist, ist auch schön geworden und groß genug für alles, man muss nur den Tisch ein bisschem verrücken, wenn wirklich mehr als 3 Leute dran sitzen. Die Gegend ist auch sehr nett, vor allem jetzt im Sommer. Der Innenhof ist grün und bietet eigentlich jeden Tag einen kleinen Privatzoo mit Vögeln, Kaninchen und Eichhörnchen. In der Nähe gibts auch einen kleinen Park, der natürlich nicht so schön ist wie der Hammer Park, aber er ist auch nett. Das Einzige, was an der Wohnung nervt, sind die Nachbarn von obendrüber. Da wohnen fünf Leute in einer denkbar ungünstigen Kombination: Ältere Frau, deren zweiter Ehemann, ihr gemeinsames Kind (ca. 8) plus die Tochter aus erster Ehe (Anfang 20) mit deren Kind (ca.4.). Die jüngere Frau will eigentlich ausziehen, findet aber keine Wohnung (und kümmert sich auch nicht wirklich). Joah und da oben herrscht fast jeden Tag stundenlang Gepolter und Gebrüll, weil anscheinend die Kinder nicht miteinander klarkommen (oder sie kommen ganz toll miteinander klar und betreiben da oben professionelles Basketballtraining, das kann natürlich auch sein …), die Erwachsenen dann ihre Erziehung durch lautes Rumbrüllen ausüben und generell Unfrieden herrscht. Einsicht scheint nicht vorhanden zu sein, da die jüngere Frau schon bei Einzug meinte, ihr Kind „sei eben so laut“. Und neulich war der Herr Mitbewohner zum ersten Mal oben und hat gebeten, dass nun mal etwas die Lautstärke reduziert wird (um 22 Uhr). Da hieß es dann lapidar „ja, wir haben heute Besuch“ und es passierte … nichts. Alles total toll. Allerdings wollen wir gerade in einem Haus, was zum großen Teil auch von den eigenen Besitzern der Wohnung bewohnt wird, nicht gleich nach 2 Monaten die Nachbarn sein, die wegen jeder Ruhestörung die Polizei rufen. Nett auf den Lärm hinweisen scheints aber auch nicht zu bringen. Insofern sind wir gerade etwas ratlos – wie man dem Problem mit allen möglichen juristischen Spirenzchen beikäme, wissen wir, aber wir wollen ja nur unsere Ruhe und keinen Nachbarschaftskrieg. Früher oder später wird das Problem sich vermutlich erledigen, weil entweder die Kinder aus dem Trampel-und-Brüll-Alter raus sind oder die jüngere Frau mit ihrem Kind doch ne Wohnung findet. Aber echt wieder ganz tolles „Glück“ – die anderen Nachbarn sind nämlich alle ziemlich ruhig. Vor allem, weil wir aus der anderen Wohnung ja auch weg sind, weil da die neuen Nachbarn so laut waren. Hngh.

Arbeit, Arbeit

Joah. Arbeit läuft ganz okay, seit ich daran arbeite, dass mir alles, was in dem Laden abgeht, einfach maximal am Arsch vorbei geht. Kann aber sein, dass es hier demnächst doch mal was Neues gibt, es finden zurzeit nämlich auffällig viele interne Besprechungen statt, was in einem Büro, in dem die Inhaber eigentlich kaum noch miteinander reden, vermutlich kein tolles Zeichen ist. Aber auch das ist mir erschreckend egal. Gruseliger ist, dass ich jetzt wirklich schon fast seit 10 Jahren hier arbeite. ZEHN JAHRE. Grargh.

Urlaub, Urlaub

Wie immer mache ich erst Urlaub, wenn der gefühlt alle anderen ihn hinter sich haben, nämlich im September. Nachdem es in Italien zwar sehr hübsch war, aber auch sehr stressig durch die unmögliche Verständigung mit den Italienern und der allgemeinen Unorganisiertheit, wollte ich diesmal wieder ins englischsprachige Ausland. Deswegen geht es nach Schottland. Die Flüge sind schon gebucht, sonst aber noch nix. Wobei ich vorher nur einen Mietwagen buchen möchte und den Rest dann spontan machen. Dat wird schon. Falls also noch jemand von euch ganz viele tolle Tipps für Schottland hat, immer her damit! Los geht es in Aberdeen, der Rest steht wie gesagt noch nicht fest.

Im November geht es dann wieder nach Dänemark auf Rollenspieltour, und ich fürchte, diesmal könnte es wieder soweit sein, dass ich was leiten muss. Es haben nämlich schon zwei Leute nachgefragt, ob wir nicht doch nochmal nen Abend Hollow Earth Expedition spielen könnten … na, mal sehen. Einen Abend alle drei Jahre schaff ich ja vielleicht.

Ausflüge, Besuch usw.

Die lange Zeit bis zum Sommerurlaub (noch 9 Wochen!) überbrückt man am Besten natürlich mit ein paar anderen netten Ausflügen, Unternehmungen und so weiter. So war im Juni ja erstmal die NordCon, die wieder sehr viel Spaß gemacht hat (einen Bericht findet ihr hier), mit schönen Spielrunden und nettem Besuch und viel Gequatsche. Zwei Wochen später war ich in Aachen, die wunderbaren Vögte besuchen. Trotz dezent chaotischer Bahnfahrt (es war der Tag nach dem Unwetter und es war ein Wunder, dass es am Ende nur 2,5 h Verspätung waren) war es ein tolles Wochenende, das viel zu schnell vorbei war. Mit Eis essen und Grillen und Aachen besichtigen und Whiskey kaufen (und trinken) und Scherbenland spielen und permanentem Staunen über das wunderbare Nerd-wana-Haus. Das war so schön! Und seit dem Wochenende sind meine Haare auch endlich wieder ein Stück kürzer. Das Projekt „türkise Tönung“ war leider ein sehr kurzlebiges, weil nach einmal Waschen komplett raus.

Letztes Wochenende besuchte uns dann noch Nandurionkollege Cifer und wir spielten mit ihm, einem Mitspieler meiner regulären Runde und einem auf der NordCon kennengelernten Gastspieler eine Runde Edge of the Empire. Dank eines Charaktergenerators habe ich mir auch noch schnell einen eigenen SC gebaut. Meine Zabrak-Slicerin mit einer Schwäche für Droiden hat dann auch sehr viel Spaß gemacht. Und meine Fresse, kann man viele dumme Gamoreaner-Witze machen. So … viele … Gamoreanerwitze. Schweinerei.

Dieses Wochenende ist dann regulär DSA am Samstag, am Freitag treffe ich mich aber noch mit meinen Eltern, die gerade in der Nähe Urlaub machen, und am Sonntag kommen sie dann noch zu mir, die neue Wohnung begutachten. Also auch schon wieder Action. Achja, und Anfang August fahr ich nochmal nach Berlin zu einer Runde Rollenspiel im Nanduriatenkreis. Man könnte also sagen, die Wochen bis zum Urlaub sind noch gut gefüllt ;).

Und sonst so

Dann war ja noch G20 letztes Wochenende. Was für eine Scheiße, ehrlich. Als ich letztes Jahr nach der Trump-Wahl gelesen hatte, dass der Gipfel in Hamburg stattfindet, war ich fest entschlossen, auf eine Demo zu gehen. Nach dem ganzen Chaos im Vorfeld mit Warnung vor bewaffneten Radikalen, Sperrzonen, diversen Demos, die diese ignorieren wollten, der Frage, mit welchen Protesten man sich überhaupt identifizieren möchte usw. war ich dann schon eher skeptisch. Und spätestens nach den Ausschreitungen am Donnerstag war ich dann froh, zu Hause zu sein und habe das Wochenende über meinen Stadtteil nicht verlassen. Auf ne Demo hab ich mich nicht mehr getraut. Teils aus Schiss vor irgendwelchen steineschmeißenden Krawalltouristen, teils aus Schiss vor der Polizei. Sauer war ich jedenfalls. Und echt traurig. Über die Ausschreitungen, die die Nachrichten dominierten. Über das dumme Gewäsch der Politiker hinterher, von wegen „das war ja alles ganz toll“. Aber auch über so kleine Sachen, wie meine Chefs, die meine Kollegin allen Ernstes am Freitag im Büro antraben ließen, während sie selber zu Hause blieben (2 von 3 Leuten), so dass sie gegen Mittag dann betteln musste, ob sie nach Hause darf, weil 5 Minuten vom Büro entfernt schon der Ikea brannte.

Fundiertere Einschätzung des ganzen Debakels überlasse ich lieber anderen. Immerhin gab es auch schöne Aktionen, wie die spontane Putz- und Aufräumaktion in der Schanze. Aber insgesamt … eine traurige und frustrierende Geschichte alles.

Viel mehr gibt es auch nicht zu berichten, schätze ich. Spannendes Leben, und so. Schnarch.

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Mediengedöhns im Mai und Juni 2017

Ende Mai zu faul gewesen, was zu schreiben – das rächt sich jetzt und resultiert in einer etwas längeren Liste. Nu denn, ans Werk.

Bücher

Ich lese immer noch Bloodline von Claudia Grey, finde es eigentlich sehr gut, habe aber gerade wieder eher wenig Lust zum Lesen allgemein. Daher hoffentlich nächstes Mal eine abschließende Meinung dazu.

Immerhin einen Star Wars-Comic hab ich geschafft, nämlich Darth Vader 1. Den ersten mit Doctor Aphra, der moralisch flexiblen Archäologin, und den beiden bösen Versionen von C3PO und R2D2, also Triple Zero und BT-1. Comics sind ja leider immer so kurz, aber gefallen hat dieser hier mit trotzdem, zumal er einen sehr coolen Plot anfängt, in dem Vader nach der Zerstörung des Todessterns rausfindet, dass der Pilot, der ihn zerstört hat, Skywalker heißt, und sich dann auf die Suche nach ihm macht. Band 2 hab ich schon bestellt.

Außerdem gelesen: Das Fiasko-Kompendium. Quasi ein Ergänzungsbuch zum Erzählspiel Fiasko, in dem noch mehr Kulissen und allgemein Spieltipps und andere Anwendungsmöglichkeiten (z. B. Fiasko für Schulprojekte oder für Autoren) drin sind. Ich hatte gehofft, in dem Buch noch viele konkrete Tipps zu finden, wie man das Spiel noch besser hinbekommt. Leider bleibt aber alles sehr vage und mehr als „macht halt was Cooles, was allen gefällt“ kann man selten aus den Tipps entnehmen. Schade. Außerdem ging mir der bemüht flapsige Stil nach der Hälfte sehr auf die Nerven. Ein paar Sachen sind nützlich, z. B. eine abgeänderte Zwischen- und Nachspieltabelle, die neuen Kulissen natürlich und auch ein paar andere Sachen. Aber z. B. im Kapitel „Fiasko und Impro-Theater“ dann keine konkreten Tipps aus dem Impro-Theater zu finden, sondern nur in Interview mit Spielern, die beides machen und Fiasko als Vorbereitung für ihre Shows nutzen, hat mich dann schon enttäusscht. Insgesamt kann man sich das Buch schon anschauen, aber so richtig viel an tollen konkreten Spieltipps braucht man nicht zu erwarten. Und coole Kulissen findet man online auch umsonst.

Auf der NordCon direkt vom Herausgeber gekauft und signieren lassen: Die Heldformel von Mike Krzywik-Groß. Das ist ein Projekt von ihm und Ralf Kurtsiefer, der seit Jahren Fantasy-Soundtracks macht. Bei der Heldformel geht es jedenfalls um die klassische Heldenreise nach (u. a.) Campell, die im Buch theoretisch erklärt und durch eine Erzählung praktisch vorgeführt wird. Dazu gibt es dann noch einen Soundtrack von Ralf, den man sich beim Lesen theoretisch anhören kann. Was ich nicht gemacht habe, weil ich das Buch immer mal so nebenher und in vielen kleinen Abschnitten gelesen habe. Deswegen kann ich noch nix zur Musik sagen, die muss ich mir wohl mal aufs Handy ziehen, damit ich dazu komme, sie anzuhören. Die Geschichte ist jedenfalls logischerweise seeeeehr klassisch, was natürlich auch der Sinn der Übung ist. Die theoretischen Erklärungen folgen dann hinterher. Ich hatte ja Mikes Workshop zum Buch auf der NordCon gehört, der fasste dann tatsächlich schon 95 % des Buchinhaltes zusammen. Tatsächlich hatte ich vorher gedacht, dass die Erzählung immer unterbrochen würde, um an der konkreten Textstelle aufzuzeigen, was das jetzt gerade heldenreisemäßig ist und warum das so gut funktioniert (und wie man es vielleicht auch anders machen und abwandeln könnte). Aber es war dann halt so, dass es eine Einleitung gibt, dann die Erzählung folgt und dann noch ein eher kurzer Theorieteil. Hätte mir anders aufgeteilt und mit längerem Theorieteil tatsächlich noch besser gefallen, aber insgesamt schon eine empfehlenswerte Lektüre, wenn man sich mit dem Thema Heldenreise noch gar nicht befasst hat und sich etwas einlesen will.

Filme und Serien

Zum ersten Mal interessierte mich ein DC-Film und ließ mich nicht schon beim Trailer den Kopf schütteln – also habe ich im Kino Wonder Woman geschaut. Und haaaach, was für ein großartiger Film. Ich fand ihn absolut gelungen. Okay, von mir aus hätte man gerne noch viel mehr coole Action auf der Insel der Amazonen sehen können, das war mein Lieblingsteil. Aber auch der Rest war super. Diana ist wunderschön, mitfühlend, sympathisch und awesome. Chris Pine als Steve Trevor ist auch cool, ebenso die Side Kicks. Und die Actionszenen sind wirklich der Hammer. Der Endkampf war mir dann doch etwas zu lang und zu übertrieben, aber na gut. Und die Musik war zwar eine kunterbunt zusammengeklaute inspirierte Mischung aus anderen Sountracks, aber auch sehr schön. Für mehr zu Wonder Woman empfehle ich die sehr schöne Rezension von Hermator oder dieses nette Video über die Entstehung des charakteristischen WW-Themes.

Von DC zurück zu Marvel: Tatsächlich zog sich wegen der diversen langen Pausen die 4. Staffel Agents of SHIELD bis in den Mai. Die vierte Staffel hatte quasi 3 Handlungsbögen, die jeweils nur 7 -8 Folgen umfassten. Das hat das Handlungstempo im Vergleich zu den vorigen Staffeln nochmal etwas erhöht. Storyline 1 hatte ja den Ghostrider drin, der der Serie irgendwie von Marvel aufgedrückt wurde. Hätte ich jetzt nicht gebraucht, aber immerhin, was sie draus gemacht haben, war durchaus cool. Storyline 2 drehte sich dann um Androiden und alle Probleme, die diese so mit sich bringen, wenn man das mal spoilerfrei sagen will. Und Storyline 3 machte eine sehr gelungene Was-wäre-wenn-Realität auf, die ich einfach nur hammermäßig gut fand. Generell liebe ich die Serie nach wie vor total und bin richtig glücklich, dass sie trotz nicht so toller Quoten und der neuen Inhumans-Serie noch eine 5. Staffel bekommen hat. Yes! Leider startet die erst im Januar 2018.

Nochmal Superhelden: Die erste Staffel Legion gab es dann auch noch. Legion ist eigentlich ja im X-Men-Universum angesiedelt und die Hauptfigur ist der Sohn von Professor X. Wegen irgendwelcher Lizenzen darf die Serie aber nicht offiziell im X-Men-Universum spielen, deswegen ist David, der Hauptcharakter, also nur der Sohn irgendeines unbenannten mächtigen Mutanten, aber das tut der Sache keinen Abbruch. Die Grundprämisse der Serie ist halt, dass David in der Klapse sitzt und alle denken, er ist schwer psychisch krank, während er halt eigentlich ein mächtiger Mutant mit allen möglichen Fähigkeiten ist. So geht es zumindest los. Und wird dann richtig, richtig abgedreht. Also in einem Maße, wie es kaum eine Serie schafft. Das war auch so ein bisschen mein Problem mit Legion – ich fand es unfassbar anstrengend zu gucken. Gerade wenn man auf fiese Geräusche und flackerndes Licht empfindlich reagiert, ist die Serie teilweise schwer erträglich, weil da ständig buntes Licht da ist und alles flackert und quietscht und dissonante Töne macht und überhaupt. Aber mal davon abgesehen ist die Serie sehr gut gemacht. Gute Darsteller, tolle und abgefahrene Effekte, das Thema „verrückt oder Mutant?“ wird sehr gut umgesetzt. Und auch die verschiedenen Fähigkeiten der anderen Mutanten, die vorkommen, sind mal echt was anderes als das, was man schon so kennt. Insgesamt also empfehlenswert, auch wenn es mich jetzt nicht so emotional mitgerissen hat und eher anstrengend zu schauen war.

Auch verwirrend: Die erste Staffel von American Gods. Denke ich zumindest, ich hatte ja vorher das Buch nochmal gelesen und war wieder recht gut im Bilde über das, was da so passiert. Aber für Nicht-Buchleser war die erste Staffel wohl relativ schwer nachzuvollziehen. Aber ich kenne auch Leute, die sie gut fanden, obwohl sie das Buch nicht kannten. Ich mochte die Staffel jedenfalls. Sie fing dieses „Zefuq is happening?“-Gefühl des Buches wirklich sehr gut ein, war optisch toll, hatte großartige und passende Musik und bot einen surrealen Ausflug in Neil Gaimans Amerika. Die Ergänzungen im Vergleich zum Buch fand ich super, vor allem Laura und Madd Sweeney und Salim, den Road Trip von den dreien hätte ich mir gerne auch noch weitere 1-3 Staffeln lang angeschaut. Shadow blieb ein bisschen unspannend, aber das ist er im Buch halt auch. Und der Rest der Figuren – schon sehr toll. Ian McShane und Gillian Anderson waren auch hammermäßig besetzt. Das Erzähltempo ist halt schon sehr langsam und oft kommt ja am Anfang der Folge erstmal ein ziemlich langes Interludium, das gar nichts mit der Haupthandlung zu tun hat. Das ist alles schon eine sehr gemächliche und eher wirre Art, zu erzählen, meiner Meinung nach passt es aber perfekt zur Buchvorlage. Über die Bedeutung der Serie in der Ära der Trump-Regierung habe ich ja schonmal geschrieben, das könnt ihr bei Interesse bei Tor-Online nachlesen.

Eine weitere politisch aktuelle Serie, die unter Beteiligung der Buchautorin der Vorlage entstand, ist natürlich The Handmaid’s Tale. Auch da habe ich die Staffel weniger schnell geschaut als ich es wollte, weil die Folgen mich immer echt fertig gemacht haben. The Handmaid’s Tale ist ein Blick in eine dystopische Welt, die einerseits sehr weit von unserer entfernt scheint, andererseits aber in greifbare Nähe zu rücken droht, wenn man sich so manche Forderungen aktueller Politiker anhört. Der Ausflug in die superreligiöse Republik Gilead, in der Frauen nur noch etwas wert sind, wenn sie Kinder gebären, ist wirklich alles andere als spaßig. Und auch die Geschichte, wie es dazu kommen konnte, ist sehr unerfreulich und wirkt erschreckend realistisch. Die Serie jedenfalls, hervorragend besetzt mit u. a. Elizabeth Moss, Samira Wiley, Alexis Bledel, Yvonne Strahovski, Joseph Fiennes, erzeugt genau die beklemmende Stimmung, die auch das Buch schon bei mir hervorgerufen hat, erweitert aber die Welt von Gilead noch um einige neue Aspekte. Auch sehr gelungen fand ich die Episode um Offreds Ehemann und dessen Flucht, die mit der Flüchtlingskrise noch eine weiteren gesellschaftlichen Aspekt beleuchtet. Insgesamt würde ich die Serie (oder alternativ das Buch) wirklich sehr, sehr empfehlen.

Dann war da noch die 10. Staffel Doctor Who. Ich hab mit der Serie ja schon seit Staffel 7 meine Probleme und ärgere mich über die moffatschen Wiederholungen von immer dem gleichen Kram. Nun also die letzte Staffel mit Capaldi als Doctor und vor allem die letzte mit Moffat als Showrunner. Ich hatte eigentlich gar keine Lust, reinzugucken, fand dann aber die neue Companion Bill im Trailer doch sehr sympathisch. Also habe ich sowohl das Weihnachtsspecial vom letzten Jahr nachgeholt als auch die 10. Staffel geschaut. Nun ja. Es fing ganz gut an, das Special fand ich zwar ultrakitschig, aber trotzdem echt toll, die ersten Folgen mit Bill und dem Doctor als Uniprofessor auch. Beim ersten Versuch eines größen Plots mit den drei Folgen mit den berobten Aliens war dann schon wieder der Anfang gut und dann wurde es komplett wirr. Und das Finale … naja, schnarch. Ein Aufguss diverser alter Ideen und diese ganze Missy-Geschichte fand leider ein sehr unwürdiges Ende. Keine Ahnung, viele Leute, die ich kenne, fanden das Finale ja toll, und es hatte auch ein paar schöne Momente, aber so insgesamt habe ich das Gefühl, Moffat dreht sich wirklich nur noch im Kreis. Nun isses ja zum Glück bald vorbei, nur noch das Weihnachtsspecial und dann neuer Doctor, neuer Showrunner, neuer Companion. Mal sehen ob die Serie mich dann wieder mehr begeistern kann.

Gespielt

Auf der NordCon war mal Gelegenheit für ein paar andere Spielrunden jenseits von DSA: Eine Supporter-Rune Numenera, die sehr spaßig war und mal wieder das „zu viele Spiele, zu wenig Zeit“-Dilemma deutlich hervortreten lässt. Auch auf der Con: Eine Runde DSA nach Nick-Nacks Erzählregeln, die ich auch sehr cool fand. Die Erzählregeln sind quasi eine DSA-Version von Dungeon World und haben gerade beim Erstellen der Gruppe mit ihrem „was bisher geschah“-Aspekt echt Spaß gemacht. Gerade für One Shots könnte das echt was für alle sein, die den aventurischen Hintergrund mögen, aber die Regeln viel zu kompliziert finden. Falls ihr die Regeln kaufen möchtet, könnt ihr sie im Scriptorium Aventuris kaufen.

Ebenfalls auf der NordCon gekauft und dann in der Wohnung noch am selben Tag gespielt: Die Einsteigerbox von Star Wars  – Macht und Schicksal, deren deutschsprachiges Erscheinen an mir irgendwie vorbeigegangen war. Das Einsteigerset ist ähnlich toll wie das zu Am Rande des Imperiums und das Einsteigerabenteuer hat, mit leichten Anpassungen unseres SL, dann auch sehr viel Spaß gemacht. Da im Einsteigerseit leider nur 4 der 6 an sich vorhandenen Archetypen vorhanden sind: Die anderen beiden kann man sich bei Ulisses auf der Homepage herunterladen.

Beim DSA sind wir endlich mit Vergessenes Wissen durch (ein großartiges Abenteuer, dazu an anderer Stelle nochmal demnächst mehr) und haben jetzt mal wieder unsere Thorwalergruppe aus dem Ewigen Eis zurück nach Hause fahren lassen. Mit Zwischenstopp im Yeti-Land, wo wir uns mit abtrünnigen Yeti und Dunkelelfen herumgeschlagen haben – vermutlich die einzige Heldengruppe, die auf „der Endkampf geht gegen Yeti und Shakagra“ mit „wow, Yetis haben wir ja noch nie gesehen“ reagiert …

Nun geht es nächste Woche dann mit der Königsmacherkampagne weiter. Ich bin schon gespannt.

 

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Schamlose Eigenwerbung, mal wieder

Moin zusammen!

Während ich mich gerade von der NordCon erhole, auf der ich am Wochenende drei sehr spaßige Tage verbracht habe, hier nochmal kurz zwei Hinweise:

Erstens habe ich für das Tor Online-Portal einen Artikel über die Serie American Gods geschrieben. Der befasst sich vor allem mit der Frage, ob die Adaption von Neil Gaimans Roman einfach nur Unterhaltung ist oder wirklich so viel politische Bedeutung hat, wie ihr zugesprochen wird. Wer meine Meinung dazu lesen will:

KLICK!

Und zweitens durfte ich zum zweiten Mal im Spätfilm-Podcast zu Gast sein, mit einem Thema, das mir auch sehr am Herzen liegt: Weibliche Heldinnen in Hollywood-Actionfilmen. Wir sprachen über Hunger Games, Mad Max Fury Road und Star Wars (Rogue One und The Force Awakens). Wer mich darüber mit Daniel und Paula schnacken hören will:

KLICK!

Zu einem späteren Zeitpunkt hoffentlich auch wieder mehr anderes aus meinem Leben und so. Aber gerade muss ich erstmal etwas verpassten Schlaf nachholen…

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Mediengedöhns im April 2017

Der zweite Mai, ein sehr montagiger Dienstag … Zeit, mal wieder über Bücher und Filme und Serien zu schreiben.

Bücher

Schon im Februar gelesen und letztes Mal total vergessen: The Martian. Das hatte ich schon vor einer ganzen Weile geschenkt bekommen und habe es dann in der Hoffnung auf eine gut runterlesbare Nebenherlektüre angefangen, als der Umzug bevorstand. Und tatsächlich las es sich auch gut und recht schnell so weg. Die Story sollte inzwischen ja vermutlich bekannt sein – Mark Watney strandet bei einer Marsmission auf dem Mars, als er versehentlich von seinem Team zurückgelassen wird, und muss dann irgendwie überleben, bis ihn irgendwer wieder abholen kann. Was ich am Buch gut fand, waren die offenbar sehr gut recherchierten und auch für Wissenschaftsdeppen wie mich gut aufbereiteten Fakten, Umstände und Methoden, mit denen Watney da so vor sich hin überlebt. Auch was parallel dazu auf der Erde so passiert, wo quasi die ganze NASA daran arbeitet, ihn zurückzuholen, ist ganz spannend. Nicht so glücklich war ich mit der Ausarbeitung der Charaktere, da bleibt viel nur an der Oberfläche, gerade in Anbetracht der Umstände, was alles passiert. Sowohl bei den Schlüsselfiguren auf der Erde als auch bei Watneys Crew hätte ich mir da ein bisschen mehr gewünscht. Und Watney selber …. naja. Sagen wir mal, ich war sehr froh, als der zweite Handlungsstrang auf der Erde einsetzte, weil der Typ mit seiner selbstherrlichen, übertrieben lustigen, Schaut-her-ich-bin-so-ein-cooler-Wissenschaftsnerd-Art mir nach 50 Seiten schon richtig auf die Nerven ging. Dadurch war das Buch zwar schon spannend, aber emotional mitgenommen hat es mich gar nicht. War vielleicht auch nicht der Sinn der Sache. Egal. Jedenfalls schon ein interessantes Buch mit einem gut durchdachten Gedankenexperiment, aber jetzt nix, was ich nochmal lesen würde. Vielleicht schau ich mir mal den Film dazu an.

Dann hab ich noch American Gods gelesen, wobei das ein Re-Read war. Ich hatte das Buch vor ungefähr 10 Jahren auf deutsch gelesen, wusste aber nicht mehr allzu viel von der Handlung, deswegen habe ich zusammen mit ein paar Leuten auf Twitter zur Vorbereitung auf die Serie, die seit gestern läuft, nochmal einen zweiten Lesedurchgang (diesmal auf Englisch) gestartet. Ich war dann auch echt erstaunt, wie viel von den ganzen Sachen, die da passieren, ich nicht mehr wusste. Jedenfalls ist American Gods immer noch ein hochinteressantes Buch voller cooler und verschrobener Figuren, Ideen und Dialoge. Tatsächlich nicht mal mein Lieblingsbuch von Gaiman, aber schon verdammt gut. Die erste Folge der Serie fand ich auch absolut gelungen.

Und dann noch das zweite Buch, das ich zur Vorbereitung auf die anlaufende Serie gelesen habe: The Handmaid’s Tale von Margaret Atwood. Die Autorin kannte ich ja schon von der von mir sehr geschätzten Madaddam-Trilogie, die zu den besten Sachen gehört, die ich in den letzten Jahren gelesen habe. Und auch unter dem irgendwie irreführenden Titel, der eher nach irgendeiner historischen Schmonzette klingt, verbirgt sich eine absolut krasse Dystopie, die mich beim Lesen irgendwie echt fertig gemacht hat. Wenn man wissen will, worum es geht – vielleicht einfach mal den Trailer zur Serie anschauen. Jedenfalls ist das Buch auch unglaublich gut geschrieben, gerade auch durch die Art und Weise, wie Offred als Erzählerin mit ihrer eigenen Erzählung hadert und sich gelegentlich selbst berichtigt, zwischen Erinnerung und Gegenwart hin- und herspringt und sich immer wieder selbst ermahnen muss, weiterzusprechen. Das Einzige, was ich nicht unbedingt gebraucht hätte, ist der Epilog, der eine fiktive historische Einordnung der Erzählung ca. 150-200 Jahre nach den Geschehnissen vornimmt. Das war zwar ganz cool, ich hatte aber ein wenig das Gefühl, dass das Buch vielleicht noch besser gewirkt hätte, wenn man das eigentliche Ende einfach so stehengelassen hätte (und vielleicht würde man das heute auch so machen, wenn das Buch jetzt neu geschrieben würde). Ich fand es jedenfalls krass, wie aktuell das Buch ist. Es wurde 1985 geschrieben, in dem Jahr, in dem ich geboren wurde. 32 Jahre später sind wir immer noch längst nicht soweit, dass man sagen könnte „ach, sowas kann ja in Wirklichkeit nicht passieren“. Im Gegenteil, der beschriebene Umbruch der Gesellschaft von den modernen USA in eine religiöse und unterdrückende Diktatur wirkt auf mich so, als könnte er aktuell genauso passieren. Keine sehr erbauliche Lektüre, insgesamt, aber in den aktuellen Zeiten umso wichtiger.

Filme und Serien

Ich war zweimal im Kino seit dem letzten Mediengedöhns, deswegen werden jetzt beide Filme hier erwähnt, auch wenn der zweite schon am 01.05. war. Aber bis Ende Mai hab ich ja alles wieder vergessen.

Der erste Kinobesuch war Ghost in the Shell. Ich muss dazu sagen, dass ich den Anime-Film und die Serie nicht kenne und den Film also ohne Vergleichsmöglichkeit zu den älteren Sachen gesehen habe. Generell fand ich ihn nicht schlecht, aber auch nicht gerade bahnbrechend gut. Das liegt glaube ich daran, dass das Thema künstliche Menschen, Androiden und die Frage nach dem Unterschied zwischen „künstlichem“ und „echtem“ Leben aktuell in recht vielen Serienfilmenbüchern behandelt wird, und zwar fast durchgehend tiefgreifender als in dem vor allem auf Optik und Action ausgerichteten Ghost in the shell. Dafür war die Optik halt auch wirklich super, Scarlett Johannson kann ich mir eh immer anschauen und der Film war schon gut gemacht. Wobei der Plot halt aus dem Trailer komplett ersichtlich war und keine Überraschungen whatsoever bereit hielt, das hätte man schon ein bisschen besser machen können. Dafür war das Wenige, was man so von dem Setting der fiktiven Welt mitbekommt, ziemlich cool und machte irgendwie Lust auf mehr Informationen darüber. Insgesamt kein superguter Film, aber ganz unterhaltsam und schön anzusehen.

Gestern war ich dann im Kino zu Guardians of the Galaxy Vol 2. Den ersten Teil hatte ich vor zwei Wochen nochmal auf BluRay geschaut und weiter für sehr unterhaltsam und gut befunden, auch wenn mir beim ersten Schauen im Kino irgendwie der völlig alberne und gesichtslose Bösewicht Ronan gar nicht so negativ aufgefallen war wie jetzt beim zweiten Gucken. Der liefert sich echt einen Wettstreit mit Malekith aus Thor 2 um den lamesten Marvel-Bösewicht ever. Aber egal, er ist ja auch eigentlich nur wichtig, um den Guardians wen zu geben, der sie zusammenschweißt. Jedenfalls nun: Teil 2. Nach dem Trailer hatte ich ja ein bisschen Sorge, dass der Film zu übertrieben vollgestopft mit Witzen und absurden Actionszenen sein würde, und tatsächlich gibt es auch eine sehr hohe Dichte an Gags und Punchlines und absurden Situationen, die ich in der Konzentration nicht unbedingt gebraucht hätte. Aber es ist noch nicht so viel, dass es mich gestört hat, und tatsächlich gibt es auch immer wieder einige ruhige Momente und der Film kommt – im Rahmen eines MCU-Films – doch mit ein paar überraschenden Charaktermomenten um die Ecke. Das liegt vor allem daran, dass er einige ungewöhnliche Figurenkonstellationen zusammenstellt, als sich die Guardians längere Zeit trennen, so dass z. B. Rocket und Yondu oder Drax und Mantis (ein neuer Charakter) länger miteinander interagieren. Generell mag ich es ja gerne, wenn auch so knallbunte Actionfilme noch ein gewisses übergreifendes Thema haben, und das hat Guardians 2 auf jeden Fall: Es geht um Familie. Die, die man hat, die die man neu findet und die, von der man sich lossagen muss. So ungefähr. Neben Peter Quill, der nun endlich seinen Vater kennenlernt und Gamora und Nebula, die sich wiedertreffen, gibt es noch diverse weitere Konstellationen, wie die große brutale „Familie“ der Ravager und nicht zuletzt natürlich auch die Guardians-Crew selber, die mit Baby Groot auch noch quasi ein (sehr niedliches) Kleinkind-Äquivalent dabei hat. Nun ist das Thema nicht gerade neu, auch nicht für Marvel und das MCU, aber es funktioniert für mich sehr gut. Okay, ich habe auch einfach eine Schwäche für bunte, leicht dysfunktionale (Ersatz-)Familien, aber für mich hat der Film es einfach, wie schon beim ersten Teil, geschafft, mich mitzunehmen und emotional genug zu involvieren, so dass ich am Ende des Films mal wieder dezent tränenüberströmt in meinem Kinosessel hing. Auch sonst hat der Film viel von dem wiederholt, was der erste Teil schon gut gemacht hat: Coole Musikauswahl, gute Actionszenen, großartige bunte Optik. Da gab es wirklich nix zu meckern, allein der Abspann war schon unglaublich witzig und liebevoll gemacht. Außerdem hat mir gut gefallen, dass das Ungleichgewicht zwischen weiblichen und männlichen Charakteren in diesem Film wenigstens etwas weniger stark ist – neben Gamora, die im ersten Teil noch mehr so ein Smurfette-Dasein fristete, sind diesmal Nebula und Mantis dabei, letztere ist auch in erfrischender Abwechslung nicht noch eine dritte Meisterassassinin, sondern eine leicht sozial inkompetente Empathin, was ich ganz entzückend fand (vor allem im Zusammenspiel mit Drax). Okay, dass die ungefähr 200 gezeigten Ravager wieder alles nur Typen sind, hätte jetzt nicht sein müssen, ebensowenig wie die ausschließlich weiblichen Androiden-Nutten, aber nun gut, irgendwas zu meckern gibt es ja immer. Insgesamt hatte ich jedenfalls viel Spaß mit dem Film.

Ich ärgere mich ja bei wenigen Filmen darüber, sie nicht im Kino gesehen zu haben, aber der nächste war so einer: Mad Max – Fury Road ist endlich auf Netflix und ich habe ihn inzwischen gesehen. Und oh Mann, muss der im Kino auf der großen Leinwand gerockt haben. Ich hatte den Film damals nicht im Kino gesehen, weil ich den Trailer sah und nur so dachte „weee teee eff, was soll das bitte sein??“. Und ich muss auch sagen, dass ich beim Film selber ein wenig gebraucht habe, um mich darauf einzulassen, dass da jetzt ein Haufen komischer bleicher Typen, die aussehen wie vom Cover der nächstbesten Black Metal-Platte entsprungen, mit abstrusen Fahrzeugen und Flammenwerfern und Musikinstrumenten durch die Wüste fahren und sich gegenseitig abmetzeln. Aber sobald dann der eigentliche Plot mit Furiosa und den befreiten Frauen anfing, war ich sehr on board. Okay, ehrlich gesagt konnte ich mit Max nicht so viel anfangen, weil für mich Furiosa und die anderen Frauen und Nux so die Helden des Films waren, aber er hat auch nicht gestört. Und überhaupt, Furiosa. Was für ein großartiger Charakter, und toll gespielt. Insofern: Sehr cooler Film, bin froh, dass ich den endlich gesehen habe.

Kommen wir zu den Serien:

Da war einmal die zweite Staffel von Colony. Immer noch eine Serie, die fast niemand kennt, obwohl sie fantastisch gut ist. Soweit ich weiß, läuft sie aber in Deutschland auch auf gar keinem Sender. Sehr ätzend. Die zweite Staffel macht jedenfalls genau da weiter, wo die erste aufhört, mitten im von Aliens besetzten L. A. und der Familie Bowman, die irgendwo mitten zwischen Arbeit für die Regierung und Aktivität im Widerstand steckt. Was Colony so gut macht ist weiterhin die absolute Stimmigkeit und Konsequenz, mit der die Serie geschrieben ist. Viele Szenarien dieser Art gleiten ja irgendwie in eine Mischung aus Katastrophenfilm und Patriotismus ab, während Colony es schafft, dass jede Person, jede Partei in dieser Besatzung, gleichzeitig irgendwo nachvollziehbar und trotzdem konsequent ist. Für fast jeden Charakter gilt, dass er/sie nur das macht, was er für das Richtige hält oder nur ihren eigenen Arsch retten will. Und gerade daraus ergeben sich die interessanten Konflikte und die teilweise sehr krassen Auseinandersetzungen. Die Schauspieler machen ihre Sache auch weiterhin sehr gut, wobei der Star der Serie für mich einfach die Art ist, wie sie geschrieben ist. Ich empfehle sie weiterhin sehr, eine dritte Staffel wurde zum Glück bereits bestätigt.

Zurück zu den dysfunktionalen Ersatzfamilien: Sehr viel Spaß hatte ich an der zweiten Staffel Legends of Tomorrow, was glaub ich so das Serienäquivalent zu Guardians of the Galaxy sein dürfte (und halt DC statt Marvel). Nachdem die restlichen DC-Serien bei mir auch nach einem Crossover mit LoT nicht den Wunsch wecken, sie mir anzusehen, bin ich trotzdem froh, bei dieser Serie drangeblieben zu sein. Staffel 1 war ja irgendwie seltsam:  Tolle und großartige Charaktere, dagegen hanebüchende Story und furchbar schlechter, langweiliger, eher mies gespielter Antagonist. Wegen der Charaktere bin ich drangeblieben und das hat sich auch gelohnt. Die Autoren scheinen jegliche Ambitionen von „wir müssen eine ganz doll tragische Story erzählen“ zum Glück über Bord geworfen zu haben und präsentieren eine zwar auch abgefahrene, aber weniger melodramatische Story. Außerdem sind zwei neue Charaktere dabei, die ich beide total großartig finde. Außerdem wurde Rip Hunter ein ganzes Stück unwichtiger, was ganz gut ist, denn so sehr ich Arthur Darvill mag … Rip in Staffel 1 war einfach nur unerträglich inkompetent und nervig. In Staffel 2 bekommt der Schauspieler sehr viel mehr zu tun und Rip wird damit auch etwas interessanter. Und es gibt viel Screentime für Sarah Lance, was einfach super ist, weil Sarah super ist. Außerdem gibt es einfach so großartig abgedrehte Ideen für die einzelnen Folgen, dass ich die Serie einfach toll finden muss. Konföderationskrieg mit Zombies! Auf Schatzsuche mit Tolkien im ersten Weltkrieg! Camelot! Und natürlich die Folge, in der dringend George Lucas überzeugt werden muss, Star Wars zu drehen … wie gesagt, die Serie nimmt sich inzwischen einfach mal gar nicht mehr ernst und das ist das beste, was ihr passieren konnte. Sehr vergnügliche Angelegenheit, ich freu mich auf Staffel 3.

Und zum Schlus war da noch: The Get Down – Part 2. Schon die ersten 6 Folgen des Hip-Hop-Musik-Dramas haben mich letztes Jahr sehr begeistert, ich wusste auch gar nicht, dass es eine Fortsetzung gibt, bevor nicht auf einmal der Trailer dazu draußen war. Dass es nach den insgesamt 11 Folgen noch weitergeht, ist wohl eher zu bezweifeln, aber das ist zur Not auch schon okay so, da die Serie zwar ein eher offenes Ende, aber immerhin einen guten Abschluss hat. Auch wenn ich eigentlich schon gerne zu jeder Figur noch wüsste, wie es mit ihnen weitergeht. Jedenfalls ist die Serie wirklich genau mein Fall, auch wenn ich keinen Hiphop höre. Aber die Mischung aus Musik und Liebesgechichten und Kriminalität und Politik und Zeitgeschichte und Graffiti und Coming of Age und Drogen und Familie und ALLEM ergibt einfach ein unglaublich dichtes, schönes, verrücktes Großstadtmärchen, was noch unterstützt wird von den in Staffel 1.5 teilweise als Comic-Animation erzählten Passagen. Die Musik ist auch wieder total gut und ich hatte diverse Lieder noch lange im Kopf. Und obwohl dieser Teil der Story vielleicht in 11 Folgen maximal 30 Minuten lang vorkommt, gehört die Lovestory zwischen Dizzie und Thor für mich zu den schönsten Liebesgeschichten, die mir in letzter Zeit so untergekommen sind. Also, Menschen mit Netflix-Account – guckt mal rein in die Serie, sie ist so toll.

Und damit wars das auch mit dem Mediengedöhns für April. Ich habe tatsächlich auch ein neues Spiel angefangen, aber da bin ich noch nicht so weit, richtig viel dazu schreiben zu können.

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Nautolanication – The nerdy project of nerdiness

Manchmal macht man ja so Sachen, die sind SO irrsinnig, dass man es gar nicht glauben kann, dass mans wirklich getan hat. Und sowas kommt jetzt.

Wie ihr vielleicht womöglich eventuell wisst *hust*, bin ich ja inzwischen ein komplett riesiger Star Wars-Fan und fangirle so vor mich hin. Das heißt nicht nur, dass ich gerade jeden Tag ein paar Stunden vorm Livestream der aktuell stattfindenden Star Wars Celebration hänge und jeden neuen Trailer, der da gezeigt wird, komplett abfeiere und mich davon in emotionale Abgründe reißen lasse, sondern auch, dass ich natürlich auch Star Wars im Rollenspiel haben muss. Neben einigen Runden Edge of the Empire gibts noch die sporadisch stattfindende Runde über Videochat mit den wunderbaren Vogts. Und da geht die Geschichte los.

Wir spielen nämlich eine Rebellengruppe, die getarnt als Rockband (bzw. Darugaband, so der von Christian erfundene Name unseres Genres) durch die Galaxis tourt, um Rebellenpropaganda zu verbreiten. Die Band hat den klangvollen Namen Duke Lightrazor and the Meilooruns und besteht aus dem charmanten Nautolaner Ran Webb (Christian), dem heimwehkranken Jawa Tok (der Herr Mitbewohner) und meiner mehr schlecht als recht drummenden Twi’lek Tablaa. Als NSC ist unser Sänger Duke dabei, der als einziger nicht weiß, dass wir eigentlich Rebellen sind (und daher öfter mal ausgeknockt, mit nem Groupie ins Hotel geschickt oder „von bösen Rebellen entführt“ wird). Christian hatte schon eine ganze Weile eine Liste mit Songs, die die Band so drauf hat, und neulich schickte er einen umgeschriebenen Text für „Californication“ von den Chili Peppers: Nautolanication.

Dann ist irgendwie alles ein bisschen außer Kontrolle geraten, der Mitbewohner meinte, wir könnten das ja mal einspielen und ich könnte singen, das warf dann das Problem auf, dass ich ja weiblich bin, unser guter Sänger aber männlich. Aber die Band könnte ja vorher mal eine SängerIN gehabt haben, dachte ich mir und schrieb spontan noch eine kleine Kurzgeschichte darüber, wieso sie denn nicht mehr dabei ist. Dann haben wir noch etwas an den Lyrics gefeilt, in einer längeren Session das Ganze eingesungen und der Herr Mitbewohner hat ungefähr 93 verschiedene Spuren in Qubase gebastelt, mit Keyboard und Bass alle Instrumente eingespielt und das Ergebnis dann noch so bearbeitet, dass es wie eine Live-Version klingt.

Ihr seht also, ein ganz klein wenig Irrsinn steckte da schon dahinter, aber es hat wirklich wahnsinnig viel Spaß gemacht und zum Glück wurde es alles noch bis heute fertig, denn so konnten wir es unserer Spielleiterin Judith zum Geburtstag übersenden. 🙂

Und weil es so viel Spaß gemacht hat, der Mitbewohner so viel Zeit reingesteckt hat und ich es irgendwie einfach cool finde, könnt ihr das Ganze jetzt auch lesen und hören:

Nautolanication auf YouTube

Nautolanication auf Soundcloud

And the Meiloorons – Kurzgeschichte zum Nachlesen auf meinem Schreibblog.

Viel Spaß 😉 .

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