Monatsarchiv: Dezember 2012

Der Hobbit und die Metaebene

…oder: Die alte grummelige Frau geht ins Kino.

Ja. Gestern war es ja soweit – „The Hobbit: An unexpected journey“ lief im Kino an. Und wenn man wie ich jeden Teil von „Der Herr der Ringe“ mindestens 10 Mal gesehen hat, war natürlich auch der Hobbit ein Pflichttermin. Vielleicht hätte ich ihn mir nicht gleich am ersten Tag angeschaut, aber es ergab sich so und außerdem werden wir auch schon am 19.12.2012 einen Sonderhangout zum Hobbit machen (war irgendwie klar bei 4 Leuten, die sich in einem Herr-der-Ringe-Forum kennengelernt haben, ne? 😉 ). Also gabs gestern dann 20:30 Uhr im Streits den nächsten Ausflug nach Mittelerde.

Bevor ich jetzt was zum Film sage: Meine Güte, war das voll da. Ja, war zu erwarten. Aber es hat mich derartig genervt, dass ich schon aggressiv wurde. Vor allem, als sich am Fress- und Getränkestand 2 Leute vor mich drängelten und die letzten Fritz-Kolas wegkauften. Aaaargh! Also musste ich mit normaler Cola vorlieb nehmen. Zum Glück hat der Film es ohne Probleme geschafft, mich wachzuhalten. Der Saal war dann auch brechend voll, allerdings merkt man da dann doch den Vorteil daran, mit lauter Leuten im Raum zu sein, die den Film am Erscheinungstag und in der OV sehen wollen – nerviges Gequatsche oder Zwischenrufe oder die üblichen Störfaktoren gab es entweder gar nicht oder zumindest nicht in meiner unmittelbaren Nähe. Gelacht und gelegentlich applaudiert wurde hingegen des Öfteren. Aber das passte gut.

Nach ein bisschen Werbung und 2 Trailern (leider nicht der zum neuen Star Trek-Film) ging es dann los. Ein seltsames Gefühl, irgendwie. Vor 11 Jahren saß ich zum ersten Mal im Kino und sah „Die Gefährten“. Ich hatte das Buch zu Weihnachten bekommen und war dann kurz darauf im Kino, es muss so zwischen den Feiertagen gewesen sein. Das Buch hatte mir schon gut gefallen, aber der Film haute mich um. Vorher hatte ich noch nicht allzuviel Erfahrung mit Fantasylektüre bzw. -filmen. Woher auch, ich kannte sonst keinen, der sowas las. Einzig Harry Potter kannte ich seit ein paar Jahren. Und so fühlte es sich, als ich im Kino saß, zum ersten Mal so an, als ob es da draußen noch so viel mehr gibt, ganze eigene Welten, fremde Wesen, Gefahren und Geheimnisse. Ich war 16 und fühlte mich auf einmal verzaubert, als hätte ich etwas gefunden, ohne bewusst danach zu suchen. „Die Gefährten“ sah ich ungefähr 10 Mal im Kino. Mit sämtlichen meiner Freunde und dann, als keiner mehr mitwollte, allein. Ich bettelte meine Eltern an, mich samstags ins Kino zu fahren (und sie machten es, auch wenn sie nicht verstanden, wieso ich diesen Film nochmal und nochmal und nochmal sehen musste). Als klar war, dass die Special Extended Edition nur auf DVD erscheinen würde, kaufte ich mir einen DVD-Player. Ich fieberte auf Teil 2 hin. Später dann auf Teil 3. Schon kurz nach dem ersten Lesen der Bücher und dem Schauen von FotR stand ich eines Tages, kurz nach Weihnachten, mit meiner Familie an einem Skilift und mir wurde klar, dass ich irgendwoher Leute brauchte, mit denen ich mich über meine Begeisterung austauschen konnte. Ein paar Stunden und eine Google-Suche später registrierte ich mich in dem Forum (TM) – aber das ist eine andere Geschichte…

Ab jetzt wird gespoilert!!

Nun also der Hobbit. Seltsamerweise hatte ich die Dreharbeiten und die ersten Teaser, Trailer und Fotos nicht weiter verfolgt. Ich weiß gar nicht, wieso. Es war irgendwie so am Rande meines Bewusstseins schon klar, dass der Hobbitfilm gedreht wird und dass er irgendwann in die Kinos kommen wird. Ich sah dann einen Trailer (den mit dem Zwergenchor), fand ihn gut, befasste mich aber dennoch nicht weiter damit. Bis gestern. Also zurück dazu: Ich saß im Kino, das vertraute New Line Cinema-Logo flimmerte über die Leinwand, der gewohnte HdR-Font erschien und mit einem Mal war ich wieder im Auenland. Auf eine gewisse Weise war der Film wirklich eine Art Nach-Hause-Kommen. Gerade der Prolog fängt wieder da an, wo auch der Herr der Ringe beginnt, nämlich mit Bilbo Baggins, der für Frodo ein Buch über seine Abenteuer schreibt. Es gibt jede Menge Wiedererkennenswert: Das Rote Buch, Bagend, sogar das „No admittance except on party bussiness“-Schild kommt wieder vor. Und auch Frodo taucht auf und macht sich auf den Weg, Gandalf entgegenzulaufen – auf den Weg in sein eigenes Abenteuer.

Doch der Hobbit erzählt ja eine andere Geschichte. Bilbo erinnert sich und wir erfahren in einem (weiteren) Prolog von Erebor und der Stadt der Zwerge, die dort den Arcenstone finden und vom Drachen Smaug vertrieben werden. Dieser Teil sieht absolut fantastisch und episch aus. Toll ist die Darstellung von Smaug: Man sieht ihn nie komplett, immer nur eine Klaue, eine Kralle, die Schwanzspitze…gerade deshalb wirkt er sehr bedrohlich. Schließlich geht der Film dann über in die eigentliche Geschichte. Der junge Bilbo bekommt Besuch von Gandalf. Schon diese Szene ist sehr witzig und Martin Freeman ist ein großartiger Bilbo. Seine absolute Überforderung damit, dass irgendwelche komischen Zwerge und Zauberer ihn aus seiner Routine reißen wollen, ist herrlich gespielt. Auch das Abendessen mit den Zwergen ist toll und findet einen großartigen Abschluss mit dem Chor der Zwerge am Ende. (wer es noch nicht kennt: Hier kann man reinhören).

Danach geht die Reise los und wird, wie der Titel es nahelegt, abenteuerlich. Bilbo und die sieben 13 Zwerge schlagen sich durch die Wildnis, verfolgt von Orks und Wargen,  begegnen Trollen und Zauberern, werden gefangen genommen (mehrfach), kämpfen (des Öfteren), rutschen durch Höhlenschächte (mehr als mir lieb war) und klettern sogar auf Riesen herum, ohne es anfangs zu merken. Man merkt deutlich, dass der Hobbit ein Kinderbuch ist und die lustigen und märchenhaften Elemente werden auch nicht weggelassen. Die Trolle, die so lange debattieren, wie sie die Zwerge kochen sollen, dass sie vom Sonnenaufgang überrascht werden (auch wenn Gandalf hier im Film etwas nachhilft), der fette Goblinking, etc. – vieles ist bunter und lustiger als im Herrn der Ringe. Highlight in dieser Hinsicht dürfte Radagast sein (der meines Wissens im Buch nicht auftaucht, aber es ist schon ewig her, dass ich es gelesen habe). Gandalfs zauseliger, dauerbedrogter und sehr tierlieber Kollege, der auf einem von Hasen gezogenen Schlitten durch Mittelerde rast, ist schon ziemlich schräg. Wobei ich ihn nicht schlecht fand. Da haben mich andere Dinge mehr genervt.

Gleichzeitig greift der Film Elemente aus den Anhängen zum Herrn der Ringe und dem Silmarillion auf und erzählt mehr von der Vorgeschichte des HdR, als es das Buch „The Hobbit“ tut. Der Zuschauer erfährt, wie Radagast in der alten Festung Dol Guldur den Necromancer entdeckt und kann den Weißen Rat dabei beobachten, wie er über diese Entdeckung diskutiert. Ich bin gespannt, welche Teile der Geschichte in den nächsten Filmen noch aufgegriffen werden. Natürlich haben diese Ereignisse mit der Handlung des Hobbits eigentlich nicht viel zu tun, aber ich finde es sehr gut, dass sie ihren Platz im Film gefunden haben.

Ist nun alles toll am Hobbit? Das nun auch wieder nicht. Es gab einige Elemente, die für mich eine zu große Übereinstimmung mit Szenen aus HdR hatten. Zum Beispiel tasten sich die Zwerge auf einem schmalen Bergsims voran, als plötzlich von oben ein Steinbrocken einschlägt – die Szene erinnerte doch sehr an den Caradhras in FotR. Andere Szenen sind halt einfach ähnlich, weil da auch in den Büchern Übereinstimmungen vorhanden sind, so beispielsweise die Szene mit den rettenden Adlern.

Mir waren es außerdem zu viele Kampf- und Verfolgungsjagdszenen, die noch dazu alle recht übertrieben daherkommen. Bei den vielen Abhängen und Schluchten, die die Zwerge in den knapp 3 Stunden runterfallen und entlangschliddern, müsste eigentlich die halbe Zwergenbrigade tot sein. Und auch das „Gandalf als rettende Kavallerie“-Element wurde ein bisschen überstrapaziert. Jedenfalls war es sehr viel Action und meiner Meinung nach hätte man da gut was weglassen können. Aber vielleicht bin das nur ich – ich find beim Rollenspiel die Kämpfe ja auch immer doof… 😉

Was gabs noch? Achja, den Oberork. Azog heißt er und ist, soweit ichs mitbekommen habe, eine Filmerfindung. Sozusagen der Endboss, der schon in Teil 1 eingeführt wird oder so. Ich bin da recht neutral dieser Figur gegenüber. Generell find ich einen Feind, dessen Namen man kennt, immer cooler als eine gesichtslose Orkhorde, andererseits war Azog jetzt nicht besonders kreativ ausgearbeitet – halt ein großer, böser, bleicher Ork mit appem Arm und so. Dass er Thorins Großvater umgebracht hat, ist natürlich eine nette Sache, da so auch die Zwerge, vor allem Thorin, richtig Hass auf ihn haben. Mal sehen, was da in Teil 2 und 3 noch kommt.

Dann nochmal was zu den Schauspielern – hier habe ich aber so gar nix zu meckern. Wie schon gesagt, Martin Freeman ist perfekt als Bilbo, Ian McKellen als Gandalf nach wie vor grandios und Richard Armitage, den ich vorher gar nicht kannte, ist ein großartiger Thorin Oakenshild. Auch die anderen Zwerge sind gut gespielt, auch wenn einige von ihnen kaum etwas sagen. Der Film konzentriert sich da auf einige wenige Charaktere, was vielleicht gar nicht so doof ist. Ich hoffe, dass da in den nächsten Teilen auch die anderen Zwerge nochmal in den Vordergrund rücken. Die altbekannten Darsteller (Cate Blanchett, Hugo Weaving, Andy Serkis) machen ihre Sache genauso toll wie im HdR, wobei der kurze Auftritt von Gollum auf jeden Fall heraussticht. Die Rätselszene war toll gespielt.

Musikalisch gibt es auch viel bekanntes – viele der Leitmotive aus HdR sind wieder zu hören, auch wenn sie ab und an anders eingesetzt werden. Es hat mich dann schon irritiert, als bei Thorins Kampf gegen Azog das Nazgul-Motiv zu hören war. Andererseits passte es schon irgendwie gut in die Szene. Das Titelthema, eine Abwandlung des oben verlinkten Zwergenchors, gefällt mir jedenfalls.

Ja. Soweit meine Meinung.

Spoiler Ende!

Wie ich gestern allerdings festgestellt habe: Ich bin halt keine 16 mehr. Und ich werde wohl auch nie wieder so begeistert und völlig von den Socken sein wie damals, als ich FotR  zum ersten Mal gesehen habe. Ich habe mich gestern im Kino dabei schon ertappt, wie ich so Dinge dachte wie „ah, schlau, dass sie Smaug nicht ganz zeigen, das hält das Mysterium aufrecht“ oder „ah, okay, Azog muss da sein, damit es einen Charakter gibt, den man hassen kann und der der Feind ist“. Das ist ein bisschen schade. Aber ich fürchte, ich kann solche Gedanken einfach nicht mehr abstellen – dazu habe ich mich in den letzten Jahren zu sehr damit beschäftigt, wie Geschichten funktionieren, welche Art von Charakteren ich gut finde, usw. usw. Das kann ich nicht einfach abschalten. Wobei das an sich gar nix schlechtes ist, denn dadurch weiß ich dann einen Film/ein Buch/eine Serie, die gut gemacht und gut erzählt ist und gute Charaktere hat, noch mehr zu schätzen, weil ich dann auch sagen kann, wieso dem so ist.

Nach dem Kino wollte ich jedenfalls nur noch schnell nach Hause. Menschenmassen machen mich aggressiv, vor allem dann, wenn ich eh todmüde bin. Und außerdem war mir schlecht von dem bekackten 3 D. Leider gabs den Film in ganz Hamburg nur in 3D auf Englisch. War mal wieder total ätzend – in allen Actionszenen hatte ich die Augen zu, weil ich sonst vermutlich ins Kino gekotzt hätte. Suuuuper :/ Wie ich das hasse.

Nun sind wir wieder am Ausgangspunkt: Grummelige, alte Frau. Jawohl. Damals, vor 11 Jahren, war ich noch leichter zu begeistern. Aber gut war der Film trotzdem und Mittelerde fühlt sich halt immer noch nach Heimat an, irgendwie.

In diesem Sinne, viel Spaß mit dem Hobbit 😉

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Neue Sprüche aus der Königsmacherkampagne

Mal wieder die gesammelten Werke der letzten Wochen.
Enthält kleinere Spoiler.

Gruppe:
Josempe di Vindest, Schwertgeselle aus Vinsalt
Dartan von Vinsalt, Magier der CCC
Traviane Geraldine von Bröckling, darpatische Adlige auf Erholungsurlaub – zumindest scheinbar
Abujin, maraskanischer Schwertgeselle (Ritter des Buskur)
Grumbolosch, zwergischer Söldner

SL: „Und im Lauf der nächsten Tage vermischt sich der Troß des Söldnerheeres mit den Einwohnern des Dorfes.“
S: „Und das nennt sich dann Troßmose…“

Dartan will gern in einen Kerker zu einem Gefangenen, doch die Wache lässt ihn nicht rein.
Spieler von Dartan: „So ein Mist…wenn es nicht auffallen würde, könnte ich ihn ja einfach paralysieren.“
Murmelt leise vor sich hin: „Paralysis starr wie Stein…“
S2: „…ich geh jetzt in den Kerker rein.“

Grumbolosch: „Wieso lädt Josempe uns eigentlich nicht mit zu sich nach Hause ein?“
Abujin: „Na, weil da außer ihm und seinem Ego keiner mehr reinpasst…“

Josempe: „Tja, so ist das, mit den Populi ist nicht zu spaßen.“
Grumbolosch: „Populi? War das der große Typ da hinten?“

Abujin und Grumbolosch schleichen nachts auf dem Boronanger herum und landen irgendwie in der Vorratskammer im Wirtschaftsgebäude des Tempels. Abujin ist sich sicher, ein komisches Kratzen und Schaben aus dem Keller zu hören. Als beide sich dann relativ sicher sind, dass es damit nichts auf sich hat, werden sie beinahe entdeckt.
Grumbolosch, noch in der Speisekammer versteckt: „Na toll, und was sagen wir, wenn uns jetzt einer hier findet? ‚Entschuldigt, euer Gnaden, wir dachten, ihr hättet Untote im Keller?'“

Josempe: „Wie heißt der Kerl? Fran?“
Geraldine: „Farn. Ich glaube, Fran ist hier als Name schon länger nicht mehr in Mode…“

Abujin: „Na toll, gleich haben wir hier noch einen toten Borongeweihten.“
Grumbolosch: „Der weiß wenigstens, wo er hinmuss…“

Dartan: „Wieso hast du ihn umgebracht?“
Geraldine: „Er war ein Arsch!“
Dartan: „Ja, das ist mir klar, aber du kannst doch nicht jeden abstechen, nur weil er ein Arsch ist!“
Geraldine: „Tu ich ja auch nicht – du sitzt schließlich auch noch hier…“

Grumbolosch und Abujin sind auf dem Weg in eine Kneipe.
S: „Hey, irgendwie klingt das wie der Anfang von einem Witz – ‚Kommen ein Zwerg und ein Maraskaner in eine Kneipe….‘

SL: „Ihr betretet den Tempel.“
Grumbolosch: „Ich will jetzt wissen, was da los ist. Ich eile in Richtung Altar.“
Josempe: „Ich nicht – immerhin ist das hier ein Tempel. Ich gehe gemessenen Schrittes.“
S1: „…also seid ihr gleich schnell.“

SL: „Die Diener wirken sehr untertänig und schweigsam.“
S1: „Zombies??!“

Josempe: „Was für eine riesige Ein-Mann-Armee soll das bitte sein?“

Josempe: „Woher soll ich wissen, wie gut ein Mensch so brennt? Bin ich Inquisitor?“

Während eines Kampfes, der nicht so rosig aussieht, entbrennt eine Diskussion am Spieltisch…
S1: „Nun reißt euch mal zusammen – gleich sind wir in Borons Hallen, da können wir das in Ruhe ausdiskutieren…“

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Lenas Helden, Teil 2: Curima (inkl. Zeichnung)

Es folgt – endlich – mal eine weitere Vorstellung eines meiner Charaktere. Diesmal geht es um Curima, meinen Charakter, der gerade in Jenseits des Horizonts durchs Güldenland rennt. Auch hier gibt es ein Bild, das ein guter Freund von mir vor Jahren dankenswerterweise mal gezeichnet hat.

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Die Beschreibung passe ich mal an die aus Teil 1 an.

NAME: Curima Flinkenkiel

RASSE/KULTUR/PROFESSION: Mittelländer/Garetien (Tempelstädte)/Schreiberin

AUSSEHEN: Curima ist Mitte Zwanzig, etwa 1,65 m groß und zierlich gebaut. Sie hat grüne Augen, Sommersprossen und rotblondes Haar, das sie seit einiger Zeit nach Art der Vesai knallrot gefärbt hat. In Aventurien bzw. auf der Überfahrt ins Güldenland trug sie meist Stiefel, Hosen und Bluse, inzwischen passt sie sich der jeweiligen Mode in Myranor an. Ihre Finger sind meist mit Tinte verschmiert, die sich auch gerne in Gesicht oder Haare verirrt – manchmal ist Curima einfach zu sehr ins Schreiben vertieft, um auf solche Nebensächlichkeiten zu achten.

HINTERGRUND: Bereits seit mehreren Generationen sind die Flinkenkiels eine Familie von Schreibern – daher auch der Name. In Eslamsgrund geboren und aufgewachsen, wurde auch Curima dort auf Schreiberschule ausgebildet. Dabei entdeckte sie schon früh ihre Liebe zu alten Sprachen und zum Schreiben. Einige Zeit lang verdiente sie ihr Geld damit, Artikel für diverse Gazetten zu schreiben – meist über die abenteuerlichen Geschichten, in die sie immer wieder hineingeriet. Nach gewissen Geschehnissen im Horasreich (zu erleben in „Die unsichtbaren Herrscher“) entschloss Curima dann, für einen Platz in der Güldenlandflotte vorzusprechen. Kurz darauf begann das große Abenteuer…

PERSÖNLICHKEIT: Schlau, wortgewandt und stets eine ironische Bemerkung auf den Lippen – das ist eine Seite von Curima. Die andere fragt sich immer noch, welcher Anflug von Wahnsinn sie dazu gebracht hat, Aventurien zu verlassen, ohne zu wissen, ob sie jemals wieder nach Hause finden wird. Sie hängt sehr an ihren Freunden und sämtlichen Mitgliedern der Bordbesatzung und betrachtet die „Prinzessin Lamea“ inzwischen als ein zweites Zuhause. Curima tut alles, was sie tut, mit vollem Einsatz und manchmal beängstigender Hingabe.

STÄRKEN UND SCHWÄCHEN: Curima ist klug, hat eine schnelle Auffassungsgabe, ein gutes Gedächtnis und eine Begabung für alles, was mit Sprachen, Schriften oder schriftlichem Ausdruck zu tun hat. Sie denkt über alles gründlich nach und ist selten um eine Antwort verlegen. Gleichzeitig überfordert sie sich gerne selbst mit ihrem Anspruch, alles logisch zu durchdenken und möglichst lückenlos all ihre Erlebnisse aufzuschreiben. Sie kann sich an einem Problem so festbeißen, dass sie darüber das Essen und Schlafen vergisst. Sie ist oft zu neugierig, hat panische Angst vor Ratten und vor Spinnen und achtet selten darauf, ob sie sich vor lauter Suche nach Erkenntnissen nicht selbst in Gefahr bringt.

ANEKDOTE: Kurz vor Beginn der Reise ins Güldenland bekam Curima von einem Tierkundler auf einem der anderen Schiffe ein Säbelzahnkaninchen geschenkt, das seitdem in ihrer Kabine wohnt. Sie hat es auf den Namen „Fortuna“ getauft und immer, wenn es ihr nicht gut geht, verkriecht sie sich mitsamt Kaninchen in ihre Koje. Das hat mittlerweile den Satz „Curima braucht wieder ihr Therapiekaninchen“ geprägt…

ZITATE:
„…aber trotzdem: Mal eben so den Kontinent verlassen, auf einer Fahrt ins Ungewisse, mit der Gewissheit, dass ich,  selbst wenn die Sache nicht völlig schief geht, erst nach mehreren Götterläufen wiederkehren werde, das ist eigentlich nicht meine Art.“
Vielleicht haben wir wirklich das Spielbrett der Götter verlassen, denn es scheint, dass sie sich von uns abgewandt haben.“
„Was ist, wenn ich eine Kleinigkeit vergesse, mir weder merke noch sie festhalte, und diese Kleinigkeit wäre entscheidend gewesen, an dieser Kleinigkeit wird die ganze Reise scheitern?“

SONSTIGES: Bei Curima macht mir am meisten Spaß, dass sie eigentlich nie eine Heldin sein oder große Taten vollbringen wollte. Sie ist eigentlich in alles immer durch eine Mischung aus Neugier und Hilfsbereitschaft hineingestolpert. Die Güldenlandfahrt war das erste Abenteuer, auf das sie sich freiwillig aufgemacht hat – im Gegensatz zu mir als Spielerin weiß sie ja nicht, wie viele Jahre die Expedition tatsächlich unterwegs sein wird 😉 Außerdem mag ich kluge Helden und Curima ist tatsächlich schlauer als der ganze Rest. Sogar mein Magier ist nicht so klug. Und sie mag Rätsel und fremde Sprachen, genau wie ich. Insofern hab ich viel Freude an ihr.

Übrigens – Curimas Abenteuer könnt ihr hier nachlesen.

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Mein erstes Konzert

Liebes Tagebuch…ja, bla. Alberner Titel, ich weiß. Aber ich wollte trotzdem mal festhalten, wie es am Sonntag so lief.

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