Monatsarchiv: Januar 2013

Das Leben ist seltsam

Der heute Tag fing mehr als bescheiden an. Ich war gestern viel zu lange wach und habe ganze 45 Minuten verschlafen. Mit Mühe und Not war ich noch rechtzeitig im Büro, wo riesige Berge von Arbeit auf mich warteten. Den ganzen Vormittag war ich saumüde, hatte Kopfschmerzen und war vollkommen unmotiviert. Am Nachmittag ging es dann, nach einer Fritzkola und was  zu essen, etwas besser. Trotzdem war ich ziemlich in Sorge, weil meine Migränetabletten ausgegangen waren und ich das Rezept noch nicht eingelöst hatte (und meine Apotheke, die die für mich immer da hat, schon zuhaben würde, wenn ich heimkomme). Als Highlight des Arbeitstages kreuzte dann noch meine ehemalige Kollegin auf, die bei meinem einen  Chef noch ein Mandat hat und Unterlagen abholen wollte. Dazu muss man sagen, dass diese Frau zu den Menschen zählt, denen ich nie mehr über den Weg laufen möchte. Sie hat in den 4 Jahren, in denen wir gemeinsam da gearbeitet haben, ihr Möglichstes getan, mir das Arbeitsleben zur Hölle zu machen. Naja, am Ende war sie dann nur kurz da und ich hab sie auch gar nicht zu Gesicht bekommen.

Jedenfalls war ich echt scheiße drauf. Für morgen abend stand eigentlich ein Essen an (die Burns Night im Trific). Als ich den Tisch bestellte, hatte ich echt Lust dazu, heute schien es mir ein grauenhafter Gedanke zu sein, morgen abend irgendwo anders hin zu gehen als nach Hause auf meine Couch.  Also hab ich den Tisch wieder abbestellt. Inzwischen ärgere ich mich fast ein bisschen, aber vermutlich ist es besser so. Im Moment bin ich echt nicht kontaktfreudig. Nach der Arbeit stand dann erst ein Massagetermin und dann noch ein Treffen mit meinem neuen Lehrer an. Ergo: Stundenlang durch Hamburg gondeln. Irgendwann saß ich in der Bahn, total müde und kaputt und genervt und überhaupt. Schräg gegenüber unterhielten sich zwei Mädels über künstliche Fingernägel (und das mit einer Ausdauer und einem Elan…scheint ne Wissenschaft für sich zu sein). Mir gegenüber saß eine junge Frau, der es auch nicht so gut zu gehen schien. Sie war dünn, hatte Augenringe, ziemlich zerzauste Haare und kaute auf ihren Fingern herum. Ich hätte gern irgendwas Aufmunterndes zu ihr gesagt, aber ich wusste nicht, was. Also hab ich sie nur freundlich angelächelt und sie lächelte auch zurück.

Und seltsamerweise wurde der Tag ab diesem Moment schlagartig besser.

Ich kam zur Massage, dort war mein Termin irgendwie nicht im PC eingetragen, aber die Masseurin hat mich trotzdem noch dazwischengeschoben. War auch wieder echt gut. Danach ging ich zurück zur U-Bahn und sah unten am Bahnhof einen Dönerladen mit nem Schild davor, es gebe hier (laut der Abstimmung der Zeitung mit den vier Buchstaben, aber immerhin…) den „besten Döner Hamburgs“. Und was soll ich sagen, im Dienste der Wissenschaft musste das natürlich getestet werden und er war wirklich sehr lecker. Danach bin ich auf den Bahnsteig, ein älterer Herr fragte mich, welche Bahn er nach Schlump nehmen muss, was ich ihm erklärte, er bedankte sich freundlich. In der Bahn selber dann eine sehr witzige Situation: Mir gegenüber saß ein jüngerer Typ mit einem E-Book-Reader, auf den anderen beiden Plätzen des Vierersitzes saß ein etwas älteres Ehepaar, die sich angeregt über „Verachtung“, das neue Buch von Adler-Olsen unterhielten. Plötzlich schaut der lesende Typ hoch: „Bitte reden Sie nicht weiter, ich les das hier gerade und will nicht wissen, wie es ausgeht.“ Großes Gelächter. Die drei reden darüber, wie gut das Buch doch ist. Ich mische mich mit einem „Ich lese es übrigens noch nicht“ ins Gespräch ein und alle drei legen es mir ans Herz und diskutieren darüber, ob man die anderen Bände der Reihe vorher lesen sollte oder nicht. Mittendrin kommen noch 2 Musiker durch den Waggon, die bezeichnenderweise „Always look on the bright side of life“ singen/auf der Gitarre spielen. Für  2 Minuten habe ich das seltsame Gefühl, auf einer Party mit Livemusik zu sein und mich gerade gut mit den anderen Gästen zu unterhalten. Dann muss ich aussteigen, die anderen 3 Leute verabschieden sich freundlich.

Da ich noch etwas Zeit hatte, ging ich noch zu einer Apotheke und fragte dort nach, ob sie zufällig meine Medikamente vorrätig hätten. Ich rechnete eigentlich nicht damit, denn die müssen eigentlich immer bestellt werden. Aber, oh Wunder: Sie hatten. Das Problem war also auch gelöst. Und zu guter Letzt stellte sich heraus, dass ich doch erst ab März beim neuen Lehrer anfangen kann, was mir sehr in den Kram passt, weil ich sonst den Februar doppelt zahlen müsste.

Dann fuhr ich, höchst verwundert bis verzückt, nach Hause. Das Leben ist manchmal wirklich seltsam. Seltsam, aber schön.

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Damals (TM): Meine ersten Rollenspielerfahrungen.

Auch diesen Monat ist wieder Karneval der Rollenspielblogs und das Thema gefällt mir dieses Mal auch wieder gut: Einstieg ins Rollenspiel. 

Der Eröffnungsbeitrag bietet einige schöne Fragen und ich fang heute mal mit der ersten an: Wie hast du mit dem Rollenspiel angefangen?

Also [Nostalgiemodus an]: Das allererste Mal von Rollenspielen gehört habe ich in einem Chat, der mit dem Thema gar nix zu tun hatte. Da erzählte jemand, er käme gerade vom Rollenspiel und beschrieb auf Nachfrage auch, was das in etwa ist. Da war ich ungefähr 15, es klang ganz spannend, aber ich sah in dem kleinen Kaff, in dem ich damals wohnte, eh nicht die Möglichkeit, sowas tolles zu machen. Ungefähr ein Jahr später fing ich dann mit Forenrollenspielen an. Was das ist? Im Prinzip auch ein Rollenspiel, aber in geschriebener Form. Jeder übernimmt einen oder mehrere Charaktere, die dann zusammen eine Geschichte erleben. Diese wird von den Spielern gemeinsam geschrieben, in einem Forum, per Mailingliste oder dergleichen. Einen Spielleiter gibt es nicht, man entwickelt die Handlung zusammen. Auch Regeln gibt es (in der Regel …höhö, pun intended) keine. Es ist schon ziemlich anders als PnP, aber Spaß macht es auch. Ich habe vor einiger Zeit auch wieder angefangen und es macht nach wie vor Spaß, auch wenn man auf ganz andere Dinge achten muss als beim Tischrollenspiel. Vielleicht schreib ich bei Gelegenheit nochmal über Gemeinsamkeiten und Unterschiede…aaaaber darum soll es ja heute nicht gehen.

Das erste Mal Pen-and-Paper ausprobiert habe ich in Leipzig auf der Buchmesse, da gab es einen Stand, an dem man probeweise ein kurzes DSA-Abenteuer spielen konnte. DSA war mir damals immerhin schon ein Begriff, weil mein damaliger Freund das begeistert spielte. Der wohnte aber in Hamburg (und ich damals noch im Erzgebirge, so dass ich noch nicht hatte mitspielen können). An das Testabenteuer kann ich mich nur noch dunkel erinnern. Ich weiß noch, dass der Archetyp verkehrt war, weil es eine weiblicher Magierin aus Mherwed war, wo ja nur Männer ausgbildet werden. Nicht, dass mir das aufgefallen wäre, aber die Spielleiterin hat es mir gesagt 😉 Spaß hat es gemacht, obwohl ich nicht so richtig durchsah.

Dann war ich über den Sommer vier Wochen in Hamburg und es ergab sich endlich mal die Chance, in der Runde meines damaligen Freundes mitzuspielen. (Ja, ich habe tatsächlich als mitgebrachte Freundin angefangen – ein Phänomen, über das ich auch noch mal irgendwann schreiben mus…). Ich baute mir also mit den gerade frisch erschienenen DSA4-Regeln meinen ersten Helden. Ehe ihr euch jetzt fragt, wie ich das geschafft habe: Natürlich mit Anleitung und auch nicht per Hand, sondern mit dem Exelbogen von Zhadrakas. Und was war nun meine erste Heldin? Kriegerin, Streuner, Magier? Weit gefehlt – in Anbetracht der Tatsache, dass ich über Aventurien so gut wie nix wusste, baute ich mir eine Schäferin namens Mora, die mit ihrem Hund Helmbrecht von irgendwo am Arsch der Heide kam und bei der es nicht weiter schlimm war, wenn sie nicht wusste, in welchem Land sie grade ist und wer das regiert. Wir haben dann zu zweit mal einen Probedurchgang gemacht, damit ich wenigstens weiß, wie gewürfelt wird etc. Im Prinzip war ich also bereit für die erste Spielrunde. Aber es kommt ja öfter anders als man denkt und nachdem ich noch sehr viel in den Regelbüchern gestöbert hatte, baute ich mir dann in letzter Minute doch noch einen anderen Charakter, nämlich eine Khunchomer Diebin namens Yasine.

Der erste Spielabend – ich erinnere mich noch lebhaft. Es war Juli, draußen waren 35 Grad, in der Wohnung, in der wir spielten, 45 Grad. Das Abenteuer spielte im tiefsten Winter in den Trollzacken, man konnte sich also wenigstens vorstellen, dass es kalt ist. Die Handlung des ganzen war denkbar simpel: Ein Bauer bittet die Helden, seine oben im Gebirge eingeschneite Familie zu retten, ehe die Untoten von der anderen Seite des Gebirges sie umbringen. Es gab einen Dungeon, reichlich Skelette, ein magisches Schwert (was für den Lacher des Abends suchte, weil es nur von Leuten ohne den Nachteil Goldgier angefasst werden konnte, den dummerweise die ganze Gruppe hatte, so dass das magische Schwert am Ende der Bauersfrau gehörte) und jede Menge Kämpfe. Im Nachhinein betrachtet war das sicherlich nicht das beste Abenteuer von Welt, aber es hat gereicht, um mich mit dem Hobby DSA bzw. Rollenspiel an sich total anzufixen. Einen weiteren Aha-Moment hatte ich dann am zweiten Spielabend. Das war auch so eine Geschichte. Der damalige Freund leitete eine selbstgeschriebene Kampagne, in der in etwa die eine Hälfte der Runde mitspielte, die andere Hälfte wollte an dem Samstag dann etwas anderes spielen und ich durfte wieder dabei sein. Das Ganze fand dann aber nicht in Hamburg statt, sondern in Buxtehude (was zwar aus dem Märchen von Hase und Igel hinlänglich bekannt sein dürfte, aber trotzdem auch ein existierender Ort in Niedersachsen ist 😉 ). Ich holte also den einen Spieler ab (den ich so ungefähr 3-4x gesehen hatte) und fuhr dann allein mit ihm zum Spielort, wo ich auch nur einen weiteren Spieler kannte. Den Rest der Leute hatte ich noch nie gesehen. Dementsprechend war ich doch ziemlich nervös. Irgendwann gegen Ende des Abends – das Abenteuer drehte sich um eine mysteriöse Seuche in Ferdok und jeder in dieser verdammten Stadt war ein unkooperativer Idiot – erlebte ich dann, wie ich mich so in meine jähzornige Tulamidin hineinversetzt hatte, dass ich fluchend wie ein Rohrspatz über die dämliche Weibelin der Stadtwache herfiel und mir null Gedanken mehr darum machte, ob ich gerade alles richtig mache oder nicht. Irgendwie hatte es da „Klick“ gemacht und ich war so richtig im Rollenspiel angekommen.

Dieser besagte heiße Julitag wird diesen Sommer 10 Jahre her sein. So lange mache ich nun schon Rollenspiel *krückstock*. Den Status der mitgebrachten Freundin wurde ich spätestens dann los, als ich auch nach Ende der Beziehung weiter dabeiblieb. In den 10 Jahren hat sich natürlich einiges geändert. Ich fand noch eine zweite Runde (die inzwischen auch meine Hauptrunde ist), das Regelwerk wurde aktualisiert, meine Aventurienkenntnisse stiegen an (und befinden sich heute in nahezu lächerlichen Höhen…). Ich baute noch viele weitere Charaktere, wobei meine Vorliebe für eher untypische Professionen sich nicht änderte. Yasine, meine erste Heldin, erlebte viele Abenteuer und zuletzt auch die Jahr des Feuers-Kampagne. Inzwischen ist sie Stufe 22 und vorläufig zur Ruhe gesetzt (bis ich hoffentlich nochmal Gelegenheit finde, ihr einen etwas rühmlicheren Abschluss der Heldenlaufbahn zu geben als das in unserem Finale vom JdF der Fall war).

Ja. So war das mit mir und dem Rollenspiel [Nostalgiemodus aus].

Vielleicht und hoffentlich komme ich dazu, noch über einige andere Aspekte zum Thema Einstieg ins Rollenspiel zu bloggen.

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Irgendwie und eigentlich

Irgendwie bin ich noch nicht so ganz im Jahr 2013 angekommen. Vor drei Wochen war Weihnachten. Vor zwei Wochen war Neujahr. Trotzdem ist schon wieder der halbe Januar vorbei. Die Zeit rast vorbei und ich steh da wie der Depp an der Bushaltestelle, den der Fahrer nicht gesehen hat. Grade ist alles irgendwie chaotisch. Meine Wohnung sieht…lustig aus, vor allem mein Schlafzimmer, auch wenn ich Sonntag schon mal die Hälfte des dort rumliegenden Krams weggeräumt habe. Ich müsste eigentlich mal den ganzen Tag aufräumen und putzen. Mir fehlt nur der ganze Tag. Seit der Herr Mitbewohner nun auch arbeitet und daher nicht mehr den Großteil des Einkaufens und Kochens übernimmt, wie er das vorher dankenswerterweise getan hat, merke ich, wie unfähig zu irgendwas ich bin, wenn ich nach der Arbeit  noch Dinge erledigen muss. Ich stehe um 17 Uhr im Supermarkt, irre durch die Regalreihen und denke darüber nach, was man kaufen und kochen und essen könnte. Es wird immer später, meine Motivation wird immer geringer und am Ende kaufe ich Tiefkühlpizza und Katzenfutter (für die Katze, nicht für mich…). Ich weiß gar nicht, wie viel Tiefkühlpizzen ich in den letzten 4 Wochen gegessen habe. Dabei kann ich eigentlich kochen. Verdammt gut sogar. Aber ich hab nach der Arbeit keine Lust mehr. Und Brot essen ist scheiße. Ich ess mittags schon Brot, meistens. Also, belegte Brötchen vom Bäcker. Jedenfalls, wenn ich doch mal Brot kaufe, esse ich davon die Hälfte und dann ist der Rest plötzlich verschimmelt, wenn grade nix anderes mehr im Haus ist und man Hunger hat. Das ist doch bescheuert.

Ich habe tausend Sachen vor, tausend Dinge zu tun, schreibe mir selber im Kopf To-Do-Listen und stelle dann irgendwann fest, dass ich trotzdem noch keine neue Creme gekauft habe, obwohl die Dose seit 2 Wochen leer ist. Und dass der Brief an die Krankenversicherung immer noch nicht erledigt ist. Und dass ich jetzt sofort Wäsche waschen und Teile davon auf der Heizung trocknen muss, wenn ich nicht am nächsten Tag im Schlafanzug ins Büro gehen will. Ich habe ständig Dinge vor und verplane mich und verabrede mich und freue mich dann am meisten auf den Tag, an dem ich nach der Arbeit einfach nach Hause gehen und mich aufs Sofa legen kann. Dann denke ich, ich sollte mich nicht ständig verplanen und in der nächsten Woche kann ich die ganze Zeit auf dem Sofa liegen. Dann langweile ich mich, weil ich lieber was machen würde.

Mein größtes Motivationshoch des Tages: Wenn ich in der UBahn sitze und nach Hause fahre. Der Tag ist noch jung, denke ich dann. Wenn ich zu Hause bin, kümmer ich mich endlich mal um diesen ganzen Kram. Oder ich fang endlich mal mit einer von den Sachen an, die ich schon die ganze Zeit machen will. 30 Minuten später sitze ich am PC, gucke Katzenvideos, hänge im Forum und im Skype rum und stelle irgendwann fest, dass ich jetzt wirklich ins Bett gehen muss.

Bekloppterweise würde ich nicht mal sagen, dass ich unorganisiert bin. Ich kümmer mich schon um Dinge, organisiere Termine, spreche Kram ab, weiß immer auswendig, wann was ansteht. Aber alles, was so banal ist, dass es nicht organisiert werden muss, weil nichtmal ich einen Ablaufplan für einen Einkauf im Supermarkt brauche oder mache, fällt irgendwie schwer. Vielleicht sollte ich anfangen, auch meine normale Woche durchzuplanen, aber argh! Irgendwo muss doch auch mal Schluss sein.

Jedenfalls treibe ich mich halbwegs selber in den Wahnsinn. Es ist immer was zu tun, nicht eine Sache, sondern 20. Ich habe ständig das Damoklesschwert des „Ich wollte eigentlich doch noch…“ über mir schweben. Und ich würde nicht mal sagen, dass das nur gerade so ist und alles anders wird oder anders werden muss, oder dass sich das alles nochmal ändert. Vielleicht ist das Leben einfach so. Vielleicht besteht das Leben zum Großteil eben nicht aus Tagen, an denen man alles geschafft hat und sich um 22 Uhr in sein frischbezogenes Bett schmeißt, während ein großer innerer Alles-erledigt-Smiley den letzten Rest vom jammernden Schweinehund beiseite fegt. Ja. So ist das wohl. Alles ist eben mehr „irgendwie“ und „eigentlich“ und „vielleicht“ als „tschakka“ und „geschafft“ und „auf jeden Fall“. Aber vielleicht ist das ja gar nicht so schlimm. So lange man irgendwie am Ende alles Wichtige auf die Reihe kriegt. Vielleicht kann man einfach trotzdem ein glücklicher Mensch sein, auch wenn man an manchen Tagen morgens noch schnell seine Klamotten föhnen muss.

Oder?

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Das DSA-Jahr 2012

Nachdem wir an Silvester in meiner einen DSA-Runde unsere wunderbare Umfrage durchgeführt haben, kann ich ja hier nochmal ein wenig über die Ergebnisse labern.

Zuvor ein bisschen Zahlenkram:

In der Runde gab es dieses Jahr 42 Spielabende. Davon hat 41 der Herr Mitbewohner gemeistert (ja, Huld und Jubel und überhaupt!) Von diesen Abenden habe ich 36 mitgespielt, dazu kommen noch 11 Spielabende (8 als Spielerin, 3 als SLin) in der anderen Runde, insgesamt also 47. Was tatsächlich weniger sind als 2011. Das dürfte an der langen Pause liegen, die wir im Mai/Juni hatten.

Also, was wurde gespielt?

  • Ruf der Götter (Botenszenario)
  • Der Schwur des letzten Sultans: Die Erben Nebachots
  • Auf dünnem Eis (Botenszenario)
  • Erben des Throns (Botenszenario)
  • Von Wieseln und Wölfen (inoffiziell)
  • An dunklen Tagen (Teil 2) (inoffiziell)
  • Die Heilige (inoffiziell)
  • Vergessene Tiefen
  • Königsmacher: Der Drache im Winter – Die Gefangenen von Naumstein
  • Königsmacher: Der Drache im Winter – Alte Freunde
  • Königsmacher: Der Drache im Winter – Kupfer und Gold
  • Dunkle Gaben (inoffizielles DZ-Abenteuer)
  • Die Feuer des Winters (halboffizielles Abenteuer mit Anleihen aus Rückkehr des Kaisers)
  • Blütenzauber (inoffiziell)
  • Königsmacher: Die Hunde des Krieges – Die Stunde des Todes
  • Das Ende der Nacht (gemeinsames Finale von Ruf der Götter und Die Erben Nebachots)
  • Vergangene Gezeiten (inoffiziell)
  • Der Schatten des Raben (Jenseits des Horizonts-Kampagne)
  • Der Schatten von Okdragosch (Botenszenario)

Bei der Wahl zum besten Abenteuer 2012 waren sich die Spieler und Spielleiter diesmal ziemlich uneins (letztes Jahr gewann Der ewige Tod sehr eindeutig). Es gab 2 Stimmen für Ruf der Götter, 2 für Die Stunde des Todes, eine für Die Gefangene von Naumstein und eine für Alte Freunde. Ich selber hab für Die Stunde des Todes gestimmt, was niemanden meiner Mitspieler überrascht hat. Das ich ein Stadt-und-Detektiv-Abenteuer nicht schon fast aus Prinzip als bestes Abenteuer des Jahres betrachte, wäre ein Wunder 😉 Und dieses war dazu noch wirklich gut.

Das schlechteste Abenteuer war auch sehr weit gestreut. Hier gab es zwei Stimmen für An dunklen Tagen, zwei für Der Schatten von Okdgragosch, eine für Das Ende der Nacht und eine für Auf dünnem Eis. Letztere ist meine gewesen. Das Abenteuer war mir einfach zu reise- und kampflastig und eine Heerfahrt mit 900 Leuten ist halt so NPC-technisch auch irgendwie doof. Trotzdem stammt skurillerweise meine Liebste Szene 2012 aus genau diesem Abenteuer, das war nämlich der Besuch beim Orakel der drei Klageweiber (die, glaube ich, der SL einfach inoffiziell da eingebaut hat).

Beim besten Abenteuer ever hat sich nicht viel getan, immer noch stehen Reise zum Horizont und Jenseits des Lichts ganz oben auf der Liste.

Bei der „symphatischsten Meisterfigur des Jahres“ gab es eine bunte Mischung: Genannt wurden Comto Ravendosa, Teucras di Solstono und Geron Berlinghan aus der Königsmacher, ebenso Vater Orban, der Vorsteher des Vinsalter Borontempels (wieso auch immer der Spieler den jetzt toll fand *g*), außerdem Wonschensch, unser shingwanischer Feuerteufel aus Jenseits zum Horizont. Bei der „unsymphatischsten Meisterfigur“ ist Arkos Shah vertreten, der einigen Spielern doch zu viel Nachsicht mit seinen (ehemaligen) politischen Feinden hat, außerdem Bruder Golgarion aus dem Vinsalter Borontempel und Deredan Karinor, ein al’anfanischer Gesandte (ebenfalls in Vinsalt). Bei der Kategorie „am besten gespielte Meisterfigur“ sind unter anderem Janna, das etwas andere Schiffsmädchen (aus Jenseits des Horizonts) dabei, über die anderen Figuren verliere ich mal keine Worte, damit ich nix spoilere. Ich selber habe als besten NSC Marena gewählt, die ehemalige oronische Hexe, mit der mein Magier jetzt irgendwie zusammen ist *g* Sollte ich mir Sorgen machen, dass ich diese wie letzte Abstimmung immer einen NSC am besten gespielt fand, der mit einem meiner Helden in der Kiste war? Hm… 😉

Was gabs noch? Achja, den „am liebsten gespielten Helden 2012“. Da überraschte ich mich selber und wählte nicht die Schreiberin und auch nicht die Agentin, sondern meinen Magier. Niemals hätte ich letztes Jahr gedacht, dass ich diese Wahl treffen würde, aber in Die Erben Nebachots hatte er einfach ein paar sehr schöne Momente (und inzwischen nennt man ihn wohl auch Corvinus den nicht mehr ganz so Nutzlosen 😉 ). Leider war bei der Kategorie „coolster Held eines anderen Spielers“ dieses Jahr nicht einer meiner Charaktere dabei (ich bin immer noch traurig). Ich hab mich – wie letztes Jahr – für Fadril, den Nandusgeweihten der Jenseits des Horizonts-Runde entschieden. Ich mag ihn einfach. Auch wenn er immer alles an jeden verkaufen will.

Es gab natürlich noch viele weitere Kategorien, aber falls tatsächlich ein Leser bis hierher durchgehalten hat, will ich ihn nicht endgültig zu Tode langeweilen.

Insgesamt war es ein gutes Jahr, wir haben recht viel gespielt, einige Sachen – wie z. B. die JdF-Nebenabenteuerreihe – abgeschlossen, endlich die Königsmacher angefangen und die Planung so gut hinbekommen, dass tatsächlich im ganzen Jahr nur 4 One-Shots gespielt wurden. Die Königsmacher wird sicherlich auch das nächste Jahr wieder sehr viel gespielt werden, hoffentlich dann auch die Jenseits des Horizonts-Runde. In die haben wir jetzt einen neuen Helden aufgenommen, was bisher auch ganz gut läuft.

Meine persönlichen Ziele für dieses Jahr: Meine Agentin in der Königsmacher noch ein bisschen besser gespielt kriegen und den schmalen Grat zwischen „sie weiß, was sie tut“ und „sie ist eine irre Psychopathin“ noch etwas besser herausstellen *muhaha*. Und natürlich weiterhin alles und jeden an die Wand organisieren, so termintechnisch gesehen.

In diesem Sinne, ich wünsche allen Rollenspielern da draußen ein fantastisches Jahr 2013!

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Das war 2012

Ich wage mich doch nochmal an einen Rückblick. Fangen wir an mit einem Fragebogen:

Zugenommen oder abgenommen?
Gute Frage. Ist wohl gleich geblieben.

Haare länger oder kürzer?
Im März 20 cm abgeschnitten. Davon is schon wieder ein Stück nachgewachsen. Also vermutlich so….12 cm kürzer als letztes Jahr.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Ich bin ja eh kurzsichtig, gefühlt wirds schlimmer. Guter Vorsatz: Dieses Jahr wirklich mal zum Optiker gehen.

Mehr Kohle oder weniger.

Hm. Gehalt ist gleich geblieben, Geldmenge insgesamt ist trotzdem weniger, weil ich mir im April ein neues Auto gekauft habe.

Mehr ausgegeben oder weniger?

Die regelmäßigen Ausgaben sind etwa gleich geblieben, aber ich war im Urlaub, hab mir ein neues Auto gekauft und auch sonst noch so einiges angeschafft. Also: Mehr.

Der hirnrissigste Plan?
Das Konzert, glaube ich. Das war zwar an sich schön und hat nachher doch alles geklappt, aber zwischendurch hat es mich echt in den Wahnsinn getrieben.

Die gefährlichste Unternehmung?

Autofahren im Baltikum 😉 Okay, das ist nur anders gefährlich als in Hamburg, aber hier bin ich die Gewohnheiten der anderen Fahrer äh…gewöhnt.

Mehr Sport oder weniger?

Noch weniger als gar nicht geht ja nich, ne?

Die teuerste Anschaffung?

Swafnir! Äh, also, für die, die ihn nicht kennen: Mein altes Auto ging ja im April übers Nirgendmeer. Und mein neues Auto (11 Jahre jünger und mit einem unglaublich sparsamen Dieselmotor) ist weiß und heißt Swafnir. So ist das. Bisher liebe ich es heiß und innig (auch wenn es am 30.12. einen Platten hatte und wir mal wieder nachm DSA auf die Bahn ausweichen mussten).

Das leckerste Essen?

Hier in Hamburg war ich einige Male gut essen (zum Beispiel hier oder dort), außerdem habe ich einige Male selber gut gekocht (das Essen, das ich am 26.12. zusammen mit meinem Vater gemacht habe, war doch schon sehr lecker). Das Highlight war aber das Essen im Olde Hanse in Tallinn.

Das beeindruckendste Buch?

Jonathan Safran Foer: Extremely Loud and Incredibly Close

Das enttäuschendste Buch?
Ich hab über Weihnachten bei meinen Eltern mal wieder 2 Bücher von John Katzenbach gelesen. Gääääähn…diese angeblich ach so spannenden Page-turner-Thriller-Krimi-Romane sind irgendwie alle nur vorhersehbar und öde. Okay, Katzenbach is immer noch um Längen besser als Dan Brown, aber sonst…

Der ergreifendste Film?
Pfffuuuuh. Ich hab einige gute Filme gesehen („The Avengers“ beispielsweise), aber was sonderlich ergreifendes fällt mir jetzt nicht ein.

Der beste Theaterbesuch?
Ich war gar nicht im Theater. Nur im Kabarett und das auch nur einmal. Das war aber gut.

Die beste Musik?
Meine Neuentdeckung des Jahres: Paul Shapera. Vor allem sein Musical The Dolls of New Albion. Von dem es eine Fortsetzung geben wird. So awesome!

Die meiste Zeit verbracht mit…?
…dem Herrn Mitbewohner, denke ich.

Die schönste Zeit verbracht mit… ?
…der DSA-Runde, den Menschen aus Friesland und Majestät.

Vorherrschendes Gefühl 2012?
Wo ist die Zeit hin, wieso bin ich so müde, wann ist endlich Feierabend, wieso ist es schon wieder so spät, warum ist mein Konto schon wieder leer, wieso komm ich zu nix, musste das jetzt sein?

2012 zum ersten Mal getan?
Vor Publikum gesungen.

2012 nach langer Zeit wieder getan?
Als Urlaub eine Rundreise gemacht. Ein Auto gekauft.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Auf die schwere Erkrankung eines guten Freundes. Die zählt für drei.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Keine Ahnung.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Gute Frage. Das Geschenk, auf das ich am meisten stolz war, war auf jeden Fall die CD mit einem von mir gesungenen Lied, die ich meiner Schwester zur Hochzeit geschenkt habe.
Am besten angekommen dürfte die Flasche Lagavulin sein, die ich dem Herrn Mitbewohner zum Geburtstag geschenkt habe.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Hm. Ich habe viele schöne Dinge geschenkt bekommen.

Der folgenreichste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
„Mach mal, wie du denkst…“ – Captain Blurrybeard auf meine diversen Planungsvorschläge zum Urlaub.

Der folgenreichste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
„Kann ich mitmachen?“ – zu Julie, die grade von der Gründung der Consulting Nerd Girls berichtete.
„Klar mach ich mit.“  – als Antwort auf die Frage, ob ich Mitglied bei Nandurion werden will.

2012 war mit 1 Wort…?
Stressig.

Vorsätze für 2013?
Endlich mal diese ganzen Vorsorgetermine beim Arzt machen, die ich letztes Jahr schön ignoriert habe. Gibt auch noch tausend andere Sachen (wie: mehr aufräumen, mal wieder Sport machen, morgens eine Bahn eher losfahren, etc.), aber ich kenn mich und weiß, dass ich das eh nicht schaffe.

Ja, 2012 war irgendwie nich so das beste Jahr von allen, aber insgesamt doch recht okay. Ich habe mein Nerdlevel um einige Punkte gesteigert, viele lustige Dinge getan, einige unangenehme Sachen tun müssen (wie z. B. die Drachenchronikkampagne beenden), war wenigstens 2 x im Urlaub, auf 2 Conventions, habe viel Rollenspiel gemacht, viel über Rollenspiel geredet und geschrieben und ansonsten sehr viel gelesen und viele Serien konsumiert. Zum ersten Mal tauchte mein Name unter der Rubrik „Autor“ auf und auch wenn es nur ein paar inoffizielle DSA-Spielhilfen waren, macht mich das sehr froh. Mal schauen, wie es in diesem Jahr so weitergeht.

Zum DSA-Jahr 2012 kommt auch nochmal was.

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Wie Weihnachten war

Eigentlich wollte ich noch vor Weihnachten einen Artikel schreiben und allen Lesern ein frohes Fest und einen guten Rutsch wünschen. Dann kam mir aber so einiges dazwischen und ich bin nicht mehr dazu gekommen. Deshalb jetzt: Ich hoffe, ihr hattet alle schöne Feiertage und seid gut ins neue Jahr gerutscht. Möge es für jeden von euch ein tolles Jahr werden!

So. Was hab ich noch so getan? Vor Weihnachten: Letzte Geschenke besorgen, Weihnachtskarten basteln, Weihnachtspost verschicken, mit meinem Auto zum Gutachter eiern, weil mir jemand beim Einparken reingefahren ist (zum Glück nichts Schlimmes passiert), für die Fahrt bei meinen Eltern packen, diversen Kram für den Nandurion-Adventskalender schreiben, im Büro noch tausend wichtige Dinge zu erledigen versucht. Letzteres hat mal so gar nicht funktioniert. Am letzten Arbeitstag vor Weihnachten musste ich nach 1,5 h wieder nach Hause fahren, weil mich wieder mal ein besonders schöner Migräneanfall inklusive Übelkeit ereilt hat. Nachdem ich dann bis 15 Uhr geschlafen hatte, ging es wieder, aber schön ist anders. Und all die Akten, die noch auf meinem Schreibtisch lagen, muss ich nun auch im neuen Jahr bearbeiten. Narf.

Am 22.12. ging es dann ab auf die Autobahn und zu meinen Eltern. Die Fahrt war total scheiße, es schneite und regnete abwechselnd, nix ging voran und ich habe geschlagene 8,5 Stunden gebraucht (normal sind so 5-6). Danach war ich komplett hinüber. Am 23. hab ich dann erstmal ausgeschlafen, dann waren wir nachmittags in einem Schuhladen. Ja, das ist eine Erwähnung wert. Ich hasse ja Schuhe kaufen wie sonstwas und wenn ich alleine losgehe, finde ich auch nie welche. Aber meine Mutter hat anscheinend das magische Schuh-Finde-Gen oder sowas. Jedenfalls kaufte ich innerhalb von 10 Minuten ganze 3 Paar Schuhe, und das in einem winzigen Laden in dem kleinen Kaff, in dem ich zur Schule gegangen bin. Für den Laden wars auch gut, die Geschäfte in der Stadt hatten am 23. (war ja ein Sonntag) alle geöffnet und wir waren die ersten Kunden des Tages… Danach ging es noch auf den Weihnachtsmarkt. Das Wetter war zwar nicht so doll, aber der Regen hörte sogar für ein Stündchen auf. Wir aßen leckere Dinge und ich kaufte mir einen Ring und eine Kette. Schon auf dem Weihnachtsmarkt ging aber irgendwie das über die ganzen Feiertage nicht enden wollende Gezanke zwischen meinen Eltern wegen des Mittagessens am 2. Feiertag los. Mein Vater und ich hatten beschlossen, an dem Tag für meine Mutter und meine beiden Omas zu kochen. Und nun wollte mein Vater möglichst, dass sich alle anderen da raushalten und meine Mutter wollte uns halt doch irgendwie helfen. So ging es dann bis zum 26. mehrmals täglich hin und her. Sie machte Vorschläge, was wir wie machen könnten (ok, selbst ich war irgendwann ein wenig genervt, aber es war ja nur nett gemeint), er watschte selbige ab (in absolut unangemessenem Tonfall, was er leider so gut wie immer tut). Aaaaaanstrengend. Das ging wirklich 3 Tage lang so. Das Essen selber ist dann übrigens echt gut geworden und das Kochen lief auch gut ab. Die Weihnachtsfeierlichkeiten waren wie immer, es war auch ganz nett, auch wenn ich meinen Vater ein paarmal angeraunzt habe, wenn er wieder völlig unmögliche Dinge von sich gab…seufz.

Blöderweise habe ich es auch noch geschafft, am 23.12. den Rechner meiner Eltern zu schrotten. Sozusagen kaputtrepariert. Das Ding war arschlangsam, was vermutlich an den 17 Millionen Dateien auf der Windowspartition und den vielen überflüssigen Programmen im Autostart lag. Aber, wichtige Erkenntnis: Komprimieren ungleich defragmentieren.  Und wenn man die Windowspartition komprimiert, geht der Rechner nimmer an. Gah. Danach darbte ich internetlos vor mich hin und bettelte gelegentlich meinen Schwager um seinen Laptop an oder ging kurz mit dem Smartphone meiner Schwester online. Seit Weihnachten bin ich dann doch der Meinung, dass so ein Smartphone ja schon toll sein kann… 😉 War jedenfalls nervig. Nicht, dass ich bei meinen Eltern stundenlang online sein wollte, aber mal wenigstens ab und an ne Viertelstunde gucken zu können, was der Rest der Welt so macht (und sich gegebenenfalls mal über die Familie auskotzen zu können…) wäre schon gut gewesen. Ging dann ja auch mit geliehenem Laptop, aber am Anfang war es schon echt doof. Irgendwie isses bei meiner Familie halt immer so, dass man sich zwar schon unterhalten kann, aber alle Dinge, die mich wirklich interessieren, sind Sachen, mit denen da keiner was anfangen kann. Das ist immer etwas blöd. Natürlich war es trotzdem schön, die Familie mal wieder gesehen zu haben. Und es gab auch nette Sachen, z. B. gehen wir jedes Jahr am 1. Feiertag ins Kabarett und das war dieses Jahr wieder richtig gut. Auch die traditionelle Mensch-äger-dich-nicht-Partie am Heiligabend nach dem Essen war wieder sehr lustig. Aber es ist halt doch nicht so meine Welt, dieses ganze Dorf da und die (nicht mit mir verwandten) Leute dort. Insofern war ich dann schon ganz froh, als ich wieder in Hamburg war. Auch wenn ich doch etwas sehr lachen musste, als ich über die Elbbrücken fuhr und vor mir auf einmal ein fetter Regenbogen war, dessen Ende genau auf die Ausfahrt zeigte, an der ich immer abfahre.

Die nächsten Tage waren dann die Kompensation der Unternerdisierung: 3 Tage am Stück DSA gespielt und dann ein sehr nerdiges Silvester gehabt. Ich habe mit meiner DSA-Runde gefeiert und wir haben…tja – über DSA geredet, das DSA-Jahr 2012 ausgewertet (dazu schreib ich nochmal was), DSA-Tabu gespielt und dann noch DSA-Wer-bin-ich gespielt. Zwischendurch gab es leckeres Essen und ein bisschen was zu trinken. War sehr nett und relativ ruhig, aber ich muss an Silvester eh nicht feiern oder mich gar unter das bölllerwerfende grölende Volk begeben.

Inzwischen ist schon wieder Arbeiten angesagt. Ich bin so müde, als hätte ich keinen einzigen Tag freigehabt. Okay, könnte auch daran liegen, dass ich gestern noch netten Besuch hatte, mit dem der Herr Mitbewohner und ich einen sehr schönen Spieleabend verbracht haben. Schon wieder Tabu 🙂 Und „Es war einmal“, auch ein sehr schönes Spiel.

Mal sehen, was das neue Jahr bringt. Wenn ichs schaffe, kommt noch ein Jahresrückblick. Mal schauen.

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