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Draußen

Es ist ja noch gar nicht so lange her, da fand ich diese ganze komische Welt da draußen außerhalb meiner Wohnung komplett unspannend und das Haus verlassen war auch doof. Das ist es manchmal zwar immer noch, aber so grundsätzlich hat sich mein Verhältnis dazu schon verändert. Inzwischen mag ich es doch recht gerne, draußen herumzuspazieren und habe dieses Jahr zum ersten Mal so ganz bewusst verfolgt, wie es wieder Frühling wird und wann da was wie anfängt zu blühen und zu grünen. Vielleicht werd ich einfach nur alt :p, vermutlich liegt es aber daran, dass ich jetzt an meinem freien Freitag auch mal die Möglichkeit habe, ne Stunde draußen rumzuspazieren, ohne dass noch tausend andere Dinge zu erledigen wären. Und gerade jetzt im Sommer finde ich es doch sehr schön, im Park auf der Wiese zu liegen, zumal es dort meist auch bei 30 Grad noch echt angenehm ist.

Außerdem habe ich festgestellt, dass „auf der Wiese liegen und rumgucken“ hervorragend mit „Dinge anhören“ kombinierbar ist. Ich bin nämlich von Tharun-Marcus auf einen Podcast gestoßen worden, in dem man einer Rollenspielrunde bei ihrer Star Wars-Kampagne zuhören kann. Nun bin ich zwar einerseits gerade im Star Wars-Fieber, andererseits höre ich so ungern Dinge. Lesen is super, Video geht auch noch, reines Hören kann ich echt schlecht. Entweder wird mir das zu langweilig, oder ich fang an, nebenher andere Sachen zu machen oder zu lesen und merke dann irgendwann, dass ich seit 15 Minuten das Gehörte komplett ausgeblendet habe. Nachdem Marcus dann drauf bestand, dass der Podcast aber wirklich toll ist, habe ich dann doch mal reingehört, und: Ja, es ist wirklich toll. Und verdammt umfangreich, denn es gibt bereits 63 Folgen (von 60-90 Minuten) plus 6 Auftaktfolgen. Dann habe ich also damit herumprobiert, wo zum Geier ich mir das jetzt anhöre. 2 Folgen hab ich am PC gehört und immer mal wieder vergessen hinzuhören, weil ich abgelenkt war. Auf dem Laptop im Bett hört es sich zwar auch nett, aber ich bin dann auch gleich 2 x gnadenlos dabei eingeschlafen. Und in der Bahn hab ichs auch versucht, aber da war ich dann auch nach der Vorstellung der Charaktere schon angekommen, so lange Fahrstrecken hab ich ja nicht. Deswegen, und hier nun der Bogen zum Draußen: Ich kann ganz hervorragend im Park herumliegen und dabei diesen Podcast hören. Da ist keine große Ablenkung, man kann aber den Blick über die Wiese und die Leute da streifen lassen, während man zuhört. (Okay, manchmal gucken Leute ein bisschen komisch, wenn man allein auf der Wiese liegt und plötzlich laut lachen muss.)

Achso: Was ihr euch also unbedingt anhören wollt, wenn ihr Rollenspiel und Star Wars mögt, ist der Campaign-Podcast von One Shot. Nur klickt um Gottes Willen nicht vom Handy aus drauf, die Seite hat gestern mein Datenvolumen für den ganzen Monat gefressen :/ .

Freitag habe ich dann im Park erst gelesen und dann Podcast gehört, danach bin ich übern Mark gegangen. Samstag war DSA, da war ich nicht draußen (dafür habe ich den ganzen Nachmittag einen schlafenden Kater auf/neben mir gehabt, das war auch schön, wenn auch bei 27 Grad etwas warm). Gestern bin ich dann um 14.30 Uhr wieder in den Park, ab auf die Wiese, 2,5 Stunden Star Wars gehört. Dann zusammen mit dem Mitbewohner und dessen Schwester noch auf ein zufällig grad stattfindendes Stadtteilfest im besagten Park gegangen. Das war auch wirklich sehr schön. Kleine Bühne, ein paar Getränkestände und ein sehr, sehr buntes Durcheinander von Menschen. Ein Teil davon waren auch Geflüchtete, die in meinem Stadtteile untergebracht sind. Hat man aber auch nur gemerkt, weil es durchgesagt wurde, denn gefeiert und getanzt haben alle zusammen und wild durcheinander. Schön.

Hinterher waren wir noch spontan in einem Biergarten und haben dort was gegessen und getrunken. Mittendrin fing es an zu regnen, wir saßen zum Glück unterm Schirm (unter den dann blöderweise auch alle anderen Leute wollten). Aber so ein Sommerschauer ist ja auch eher schön als irgendwie hinderlich. Lustig war, wie komplett leergefegt der Park dann auf dem Heimweg war – da hatte der Regeln all die Leute sehr schnell und gründlich wieder in ihre Wohnungen gespült.

Jedenfalls – doch schon eine gute Sache, so ein Draußen. Hoffentlich gibt das Wetter noch viele Möglichkeiten zum Auf-der-Wiese-liegen her.

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#RPGaday2015: Frage 8 bis 13

Nach einer etwas längeren Pause wegen der RatCon geht es nun weiter mit den Fragen.

Frage 8: Liebste Mediendarstellung von Rollenspiel?

Hah, das ist einfach: Die Community-Folge „Advanced Dungeons and Dragons“. (Eine der witzigsten Szenen daraus gibt es z. B. hier) Die besteht auch quasi nur daraus, dass die Charaktere Dungeons and Dragons spielen, und obwohl es keine sonderlich großen Special Effects gibt, ahnt man doch irgendwo den Reiz, der dabei entsteht. (Auch wenn ich die Art und Weise, wie amerikanische Rollenspielgruppen anscheinend DnD spielen, ja ganz schrecklich finde und da nie mitspielen wollen würde.) Man merkt jedenfalls an der Folge, dass Community-Schöpfer Dan Harmon selbst Rollenspieler ist und sein Publikum dafür begeistern möchte. (Während z. B. bei The Big Bang Theory Rollenspiel, so wie fast jeglicher Nerdkram, immer  ziemlich abwertend dargestellt wird, leider.)

So, und wer Community noch nicht kennt, guckt das jetzt gefälligst, es ist einer der innovativsten und tollsten Comedyserien, die ich kenne.

Frage 9: Welches mediale Gezeugs sähest du am liebsten in ein Rollenspiel umgesetzt?

Dank diverser Universalsysteme kann man sich das ja heutzutage tatsächlich fast alles selber basteln, da hat Judith schon ganz recht.

Aber trotzdem finde ich, dass bestimmte Settings sich geradezu dazu anbieten, ein Regelsystem um sie herum zu basteln, das die Besonderheiten der Welt und Fähigkeiten der Charaktere abbildet. Zum Beispiel wundert es mich nicht, dass es ein Rollenspielsystem zu Dresden Files gibt, weil das eigentlich schon beim Lesen schreit „Los, mach ein Rollenspiel aus mir!“.

Was ich cool fände, wäre ein Rollenspiel zur Serie Defiance – ein PC-Spiel dazu gibt es sogar, das kenne ich aber nicht – , weil die Welt einfach ziemlich cool ist und genügend verschiedene Spezies und Weltanschauungen mitbringt, zudem noch einige coole technische Gadgets hat und außerdem wenig definiert ist – es gibt die Stadt Defiance, ein wenig Info zum Land drum herum und hier und da mal kleine Andeutungen zum Rest der Welt – das wars. Da wäre viel Platz, sich auszutoben. Was ich an dem Setting außerdem so mag, ist, dass es sich gezielt in die Lücke zwischen „OMG Alieninvasion“ und „wir leben hier schon seit 500 Jahren zusammen“ ausgesucht hat und das unheimlich viel Potenzial bietet.

Frage 10: Liebster Rollenspielverlag?

Wie könnte ich hier einen anderen als den Uhrwerk-Verlag nennen? An deren Stand hänge ich auf Cons supergern rum, um mit den Leuten zu schnacken, außerdem gibt es da gelegentlich Kuchen. Und Schnaps. Oder beides. Außerdem find ichs super, dass man Patric und Uli in quasi jedem Rollenspielforum auffindet, wo sie Fragen der Spieler zu Verlagsprodukten meistens superschnell beantworten. Auch wenn ich jetzt nicht alles kaufen würde, was der Verlag so rausbringt, haben sie viel im Programm, was mich interessiert: Myranor, Tharun, HEX, Space 1889 und bald auch das deutsche Numenera, außerdem waren sie bekloppt genug, eine deutsche Übersetzung des besten Tieranwälte-Tanz-Rollenspiels der Welt ins Programm aufzunehmen.

So, und wenn euch das noch nicht überzeugt hat, guckt euch diese Video-Vorstellung des Uhrwerk-Verlags an. Wie kann man da widerstehen?

Frage 11: Liebster Rollenspielautor?

Spätestens seit seinem Workshop auf der HeinzCon 2015 bin ich Fangirl von Stefan Unteregger. Und das liegt auch wirklich, ganz ehrlich, nur zu 20 % an seinem wunderschönen Wiener Dialekt 😀 .

Frage 12: Liebste Rollenspielillustration?

Pfuh, okay, hier wird wirklich nach einem konkreten Bild gefragt, richtig? Also, es gibt diese wunderschöne Illustration einer Ashariel-Walküre in Myranische Magie von Mia Steingräber. Das ist eins der tollsten Rollenspielbilder, die ich so kenne, aber das kann man online nirgendwo finden. Aber guckt mal auf Mias Homepage, da sind ganz viele tolle Bilder von ihr und ich empfinde vor allem ihre Illustrationen in schwarz-weiß als die schönsten, die es im Rollenspielbereich gibt.

Frage 13: Liebster Rollenspiel-Podcast?

Da bin ich raus, ich kann mit Podcasts nichts anfangen. Generell nicht mit Inhalten, die ich mir nur anhören kann, ich höre auch keine Hörbücher oder Hörspiele. Funktioniert nicht bei mir, ich blende gewöhnlich jegliches Hintergrundgeräusch, auch Musik, entweder ganz fix aus oder es nervt mich.

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