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Umzug, Kapitel 1: Dona nobis PAXem

Der beste Mitbewohner von allen und ich ziehen nun also tatsächlich um, und das ist natürlich Material für vermutlich diverse Blogeinträge. Also fang ich mal damit an…

Wie es nun überhaupt dazu kam, dass wir umziehen? Nun ja – in unserer alten Wohnung ist recht viel renovierungsbedürftig, da man ja nicht so schrecklich gern in der bewohnten Wohnung irgendwelche großen Streich- und Umräumaktionen haben will. Also ich will das jedenfalls nicht. Einige Sachen hätte auch die Hausverwaltung machen können, z. B. den 50 Jahre alten, nicht mehr richtig funktionierenden Herd ersetzen, aber wir hatten ja damals das Katz aufgenommen, ohne dafür eine Genehmigung von Vermieter eingeholt zu haben (das ging alles sehr schnell…), und wenn wir die jetzt nachträglich noch angefragt hätten, hätte das Katz womöglich wieder ausziehen müssen, gebrochene Herzen allüberall – das ging natürlich gar nicht. Deswegen also keine Aktionen, für die der Hausmeister in die Wohnung gemusst hätte. Nachdem das Katz nun aber in den Katzenhimmel eingezogen ist, stand die Frage im Raum: Wohnung nach 12 Jahren grundrenovieren, Einbauküche reinmachen usw. oder eben umziehen. Wir dachten, wir gucken einfach mal, ob man überhaupt eine Wohnung in der Nähe finden kann, die uns gefällt und die bezahlbar ist und größer als die jetzige und die uns jemand vermieten möchte. Und nach einem eher unlustigen Intermezzo mit einer Wohnung, die wir hätten haben können, bei der wir aber unterschreiben sollten, dass wir weder wegen der Bleirohre im Haus noch wegen der 2017 beginnenden umfangreichen Bauarbeiten am gesamten Rest der Straße, wo ein kompletter Häuserblock abgerissen und neugebaut wird, die Miete zu mindern gedenken (den Vertrag haben wir dann natürlich nicht unterschrieben), fanden wir dann tatsächlich nach nur 6 Wochen Suche eine Wohnung, die uns gefiel und bei der die Vermieterin uns auch haben wollte. Sie ist zwar nicht ganz so nah dran an der alten Hood und dem Park, wie das superperfekt gewesen wäre, aber die Wohnlage ist auch recht ruhig und schön. Und an der Wohnung ist auch alles dran, was wir gerne haben wollten – Balkon, Einbauküche, Bad mit Wanne und Fenster, nicht im Erdgeschoss, nicht an einer lauten Hauptstraße, 18 m² mehr Platz als die letzte … also passt alles recht gut.

Schieben wir hier mal kurz ein, dass ich trotzdem quasi stündlich ein bisschen ausflippe bei dem Gedanken, bald nicht mehr da zu wohnen, wo ich seit 12 Jahren wohne. Veränderung ist ja eh nicht mein Lieblingsspiel, bei einer neuen Wohnung kann dann doch irgendwas scheiße sein, beim Umzug kann alles mögliche schiefgehen, die sehr viel höhere Miete ist auch nicht ganz so dolle und generell – AH! Logisch betrachtet ist es trotzdem eine vernünftige Entscheidung, weil die jetzige Wohnung halt schon seit Jahren zu klein wird, die Mieten vermutlich auch weiter steigen werden und jetzt gerade ein ganz guter Zeitpunkt für einen Umzug ist. Weiß ich auch alles. Trotzdem denke ich permanent „aber DAS hier ist doch MEINE WOHNUNG!“ und möchte am liebsten den ganzen Tag auf dem Boden liegen und in eine Papiertüte atmen. Völlig bescheuert. Aber ich erwähnte ja mein blödes Gehirn, dass permanent in Panik verfällt, ob es dazu nun Grund gibt oder nicht.

Jedenfalls schlafe ich gerade wenig und schlecht, führe im Kopf (und in Excel To-Do-Listen), drehe mehr oder weniger durchgehend am Rad und falle womöglich auch einfach noch vor dem Umzug tot um.

Ansonsten ist natürlich sehr viel zu erledigen. Seit dem 19.02. haben wir die Schlüssel. Seitdem herrscht permanente Action und wir haben schon

  • diverse Möbel online bestellt, in der Hoffnung, dass diese heile ankommen, der Shop nicht völlig dubios ist, die Spedition nix kaputt macht und ich noch irgendwen finde, der mir hilft, das 50 Kilo schwere Massivholzregal in den ersten Stock zu tragen. Uff. Ich bin ja immer etwas misstrauisch, so Kram im Internet für so viel Geld zu bestellen und lese deshalb immer erstmal tausend Erfahrungsberichte. Und die waren bei fast allen Shops wirklich horrend abschreckend – Ware nicht geliefert, mit 6 Monaten Verspätung, kaputt, unvollständig, sonstwas, kein Kundenservice zu erreichen, keine Kostenerstattung …. ahhh! Schließlich habe ich dann einen kleinen Shop mit Sitz in Bayern gefunden, der überall recht gute Bewertungen hatte und bei einer telefonischen Nachfrage auch nen guten Eindruck machte. Da habe ich dann bestellt. Mal sehen, obs klappt.
  • an einem Samstag Ikea aufgesucht (durch Last-Minute-Einflößen von Waffeln mit Sahne konnte verhindert werden, dass ich noch einen Axtmord begehe) um dort 2 PAX-Kleiderschränke zu bestellen. Mit Nummer ziehen, 30 Minuten warten und anschließender Erkenntnis, dass der ganze Kram dann vermutlich von Hermes geliefert und aufgebaut wird, was eigentlich nur schiefgehen kann, weil Hermes eine Katastrophe ist. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich nen Sprinter gemietet und den ganzen Käse selber zusammengebaut. Ich harre also der Dinge, die da kommen werden oder auch nicht und der Frage, wie viel Prozent meiner neuen Wohnung nachher in Schutt und Asche liegen werden. Passieren wird das Ganze übrigens an einem Montag nach nem Convention-Wochenende, den ich mir freigenommen hatte, um mich zu erholen. Stattdessen werde ich um 6 aufstehen, um ab 7 Uhr morgens in der noch komplett leeren Wohnung zu warten, weil eine nähere Eingrenzung des Liefer- und Montagetermins als „von 7 bis 21 Uhr“ natürlich nicht möglich war. Ich kotze schonmal prophylaktisch ein wenig im Strahl.
  • Glück gehabt und eine zufällig passende Badewannenfaltwand (sowas wie eine Duschkabine, nur halt für Wannen) günstig ergattert, weil es zufällig eine reklamierte gab, die auf unsere Maße genau passte. Hurra!
  • 18 Umzugskartons von einem Freund besorgt, der gerade nach Hamburg gezogen ist und sie uns netterweise leiht.
  • Farbe gekauft
  • diversen anderen Kleinkram gekauft – Glühbirnen, Kissen, nen Balkontisch usw.
  • sinnlos 40 Minuten in der Mega-Polsterabteilung von Möbel Höffner verbracht, ohne einen Lesesessel zu finden, den ich haben will und der auch auf jeden Fall von der Größe her passt (das wird daher aufgeschoben)
  • 4 verschiedene Baumärkte besucht und allen erdenklichen Kram gekauft – Farbrollen, Malerkrepp, eine Leiter, Pinsel, Filzklebenubsis für die Tische und Stühle (weil Parkett) usw.
  • eine Umzugsfirma gebucht, die für einen Arsch voll Geld (aber dafür hoffentlich schnell) unseren Umzug machen wird – am 18.03. isses soweit.
  • zwei handwerkliche begabte Freunde dagehabt, die Lampen angebracht, einen Küchenschrank versetzt und die besagte Badewannenfaltwand aufgebaut haben, plus diverse weitere Tätigkeiten.
  • einen Umzug des Telefonanschlusses beantragt.

Jo, das war jetzt so … die erste Woche. Drei weitere im Umzugswahnsinn werden noch folgen, und danach muss natürlich noch die alte Wohnung gestrichen werden und all sowas.

Als nächstes steht jetzt

  • mehr Umzugskartons besorgen,
  • Malerflies ausleihen,
  • Wände abkleben und
  • streichen auf dem Programm.

Und natürlich packen. All unseren Scheiß. Allein die 6 oder 7 Regale Bücher werden ein Spaß. Und natürlich der noch im Keller dräuende Berg an altem Rempel, nach wie vor nützlichen Dingen und allem dazwischen. Ächz.

Demnächst geht es also weiter mit Berichten vom Umzug. Heute geht erstmal die Kündigung für die alte Wohnung raus.

Und ich atme derweil weiter in eine Tüte.

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Cosplay, Chaos, Käsespätzle – Auf der Comic Con Germany in Stuttgart

2016-06-25 12.35.43Letztes Wochenende fand die erste deutsche Comic Con statt – zum zweiten Mal. Was nicht an einem Zeitparadoxon liegt, sondern daran, dass es gleich 2 Veranstalter gibt, die beide die Idee hatten, eine ComicCon nach Deutschland zu bringen. Letzten Dezember fand die German Comic Con in Dortmund statt, letztes Wochenende die Comic Con Germany in Stuttgart. Und ich war tatsächlich auf beiden Cons, auch wenn ich im Dezember nicht wirklich drüber gebloggt habe.

Nun ist Stuttgart nicht gerade um die Ecke, aber es waren 3 Schauspieler aus meiner liebsten Lieblingsserie Agents of SHIELD angekündigt, auch wenn natürlich diejenige, wegen der ich ursprünglich überhaupt fahren wollte (Ming Na Wen aka Melinda May) wieder abgesagt hat. Aber da hatte ich die Tickets eh schon gekauft. Außerdem wohnt der geschätzte Mitnanduriat Vibart ja in Stuttgart, so dass es sich sehr anbot, die Comic Con mit einem Besuch bei ihm zu verknüpfen. Der Mitbewohner und ich kauften also Tickets und Flüge und machten uns frohgemut am Freitag auf den Weg nach Stuttgart.

Der Plan war: Am Freitag um 20:30 Uhr abfliegen, 21:45 Uhr ankommen, gemütlich zu Vibart fahren, schlafen, Samstagvormittag zur Con fahren. Samstagabends Fiasko spielen mit Vibart und unserem ehemaligen DSA-Mitspieler, der in der Nähe von Stuttgart wohnt. Sonntag wieder zur Con, dann direkt zum Flughafen, 16:20 Uhr abfliegen, 17:35 Uhr ankommen, gegen 18:00 Uhr zu Hause sein. Jaha. Soweit der Plan. Dass Pläne den Erstkontakt mit der Wirklichkeit nicht überleben, ist ja bekannt, aber so viel Chaos und Clusterfuck und beschissene Reisedinge habe ich ernsthaft noch nie erlebt.

Freitag warens in Hamburg gefühlte eine Million Grad und 500 % Luftfeuchtigkeit. Also tolles Wetter, was mir ebenso tolle Migräne bescherte. Schlafen konnte ich auch nicht wirklich, so dass ich schön völlig übermüdet aufbrach, mit meinem und des Mitbewohners Gepäck zum Bus hetzte, ihn am Bahnhof einsammelte und wir dann noch total rechtzeitig am Flughafen eintrafen, um … festzustellen, dass der Flug eine Stunde Verspätung hat. Hurra. Pizza gegessen, aufs Rollfeld gestarrt, mich gefragt, wieso das Wlan an Flughäfen nie so richtig funktioniert, gewartet. 20:30 Uhr sollten wir eigentlich starten, so gegen 22 Uhr waren wir dann mal im Flieger. Der Pilot sagte durch, dass es wegen der Gewitter überall in Deutschland gar nicht so einfach war, überhaupt die Startgenehmigung zu kriegen, aber nun sollte es auf ner abweichenden Route losgehen. Ging es dann auch, Flug war entspannt, ich hörte die Life Day Episode des großartigen Podcasts, wir flogen an dem Gewitter vorbei, was von oben ziemlich spektakulär aussah. Und landeten dann so kurz nach 23 Uhr. Und dann standen wir da. Und standen. Weil es nämlich in Stuttgart immer noch gewitterte wie Hulle und der ganze Flughafen den Betrieb eingestellt hatte. Hurra. Vibart war derweilen schon am Flughafen und wartete auf uns. Insgesamt standen 20 Flugzeuge am Flughafen rum, aus denen die Leute nicht raus durften. Immerhin waren wir ganz vorne dabei, so dass wir dann als eine der ersten Maschinen abgefertigt wurden – so gegen 1:30 Uhr nachts. Es fiel mir ein bisschen schwer, nicht durchzudrehen, ich habe ja ziemliche Raumangst, und dann so ewig eingezwängt in ein stehendes Flugzeug … gah. Immerhin gabs noch viele Getränke und Schokolade. Und wie immer war es hilfreich, über den ganzen Scheiß live zu tweeten. Danke, liebe Timeline. Irgendwann waren wir dann draußen, fuhren noch einmal quer durch Stuttgart und lagen dann so gegen 3 Uhr auch „schon“ im Bett.

2016-06-25 16.20.33

Wäääären wir nicht nur mit Handgepäck geflogen, hätte ich diesen Chipsschüsselhalter natürlich kaufen müssen. Itsy-Bitsy-DarthMaul!

Samstag also, erster Con-Tag … wir begannen ihn erst gegen Mittag, vorher gabs Kaffee und superleckere schwäbische Brötchen (Wecken?) und Käse und Marmelade. So gegen 12 waren wir dann mal da und kamen auch sofort rein, ohne Schlange der Verdammnis wie auf der GCC. Drinnen dann erstmal Verwirrung. Es gab zwar gut sichtbar platzierte Programmhefte und darin auch Lagepläne der Halle(n), aber es fehlte irgendwie arg der rote „You are here“-Punkt. Zumal ich am Anfang dachte, die farbigen Blöcke auf dem Plan bezeichnen verschiedene Hallen, nicht verschiedene Bereiche in der selben Halle. Anyhoo. Das Agents of SHIELD-Panel, das ich hätte sehen wollen, lief leider schon, da es am Sonntag aber noch eins gab, war das nicht so schlimm. Wir stürzten uns also erstmal ins Getümmel. Es war voooooooll. Aber das war ja auch kaum anders zu erwarten gewesen. Trotzdem fand ichs noch erträglich, man kam noch halbwegs durch die Gänge und es war, auch wenn die Klimaanlage an ihre Grenzen kam, auch noch okay-ish von der Temperatur her. Draußen waren halt auch fast 30 Grad und schwülwarmes Wetter. Was ich absolut toll fand: Es gab eine relativ große Wiese mit Sitzgelegenheiten draußen, so dass man sich auch einfach mal raussetzen konnte, wenn es drinnen zu voll und trubelig wurde.

Tja, was haben wir also so gemacht? Cosplays bestaunt und fotografiert, die coolen Lego-Installationen angeschaut, die vielen Verkaufsstände nach tollen Dingen durchsucht … und uns dann erstmal schön verloren. Never split the party! Wobei es vielleicht doch ein bisschen viel verlangt ist, dass alle zusammen aufs Klo gehen, aber genau so haben wir uns verloren, als wir das getrennt voneinander taten. Und dann schlug das vollkommen überlastete Netz der Messehallen zu – wir konnten uns nämlich nicht erreichen. Weder über Anruf noch über SMS noch über WhatsApp, so dermaßen überlastet war das Netz. Nach mehr als 30 Minuten kam dann doch mal ein Anruf durch und wir fanden uns endlich wieder. Danach habe ich mich dann in die Schlange gestellt, um ein Foto mit Brett Dalton (Grant Ward aus Agents of SHIELD) machen zu lassen – wenn der nun schonmal da war und das nur 35 Euro kostete. Man musste ein Weilchen anstehen, es ging aber relativ zügig voran. Das Fotografieren selbst ging dann wieder in Bruchteilen von Sekunden, was ein bisschen schade ist, aber schon verständlich. Und man bekam das Foto sofort mit, da es auf so nem speziellen Drucker ausgedruckt wurde. Das fand ich super, viel besser als Stunden danach nochmal hin zu müssen um das Foto abzuholen.

2016-06-25 17.19.55

Menschenmasse beim Cosplay Contest

Um 17 Uhr sind wir dann zum Cosplay-Contest, der auf der kostenlosen Panel-Bühne im Foyer stattfand. Gefühlt die ganze Con war da, jedenfalls gab es keinen einzigen Sitzplatz mehr, selbst die Treppen waren voll belegt, obwohl man da eigentlich nicht sitzen sollte. Wir haben uns dann halt nen Stehplatz gesucht. Der Wettbewerb war … so naja. Dazu muss ich sagen, dass ich mir den ja auch schon letztes Jahr auf der GCC angesehen hatte und da war das wirklich das Highlight der Con, trotz teilweise Fehlern in der Musik. Hier hatte ich das Gefühl, dass das Niveau der Kostüme etwas niedriger lag, was vermutlich auch an sehr viel mehr Teilnehmern lag. Auf der GCC waren es glaub ich 15, hier so … 25? 30? Keine Ahnung. Die besten und aufwändigsten Kostüme in Stuttgart waren jedenfalls so die, die auf der GCC in Dortmund so im Mittelmaß waren, scheint mir. Dazu kam dann noch, dass die Bühen winzig war und die Zeit pro Teilnehmer sehr kurz. Zwar präsentierten sich auch alle kurz mit passender Musik, jedoch zwar die Zeit wirklich sehr knapp bemessen – ich schätze, es waren so 10-20 Sekunden, maximal. In Dortmund hatte jeder Teilnehmer so ungefähr ne Minute Zeit, die Bühne war groß und es gab sogar nen Laufsteg, das war dann schon besser. Und in Dortmund hatte ja auch Mháire von Orkenspalter TV moderiert, was um Welten besser war als das Moderationsduo in Stuttgart. Ehrlich, die gingen gar nicht. Ich bin eh schon sehr allergisch gegen diese blöden „Looos, ihr müsst noch lauter Juuuubeln-„-Aufrufe, die da gefühlt nach jedem Teilnehmer kamen. Und die Sprüche waren teilweise auch zum Abgewöhnen. Zum Beispiel sowas wie „Und das nächste Cosplay ist von einer Prinzessin, wir Frauen wollen ja alle mal Prinzessin sein“ oder „Wir Frauen kommen ja immer zu spät, hihi“. Oder vom männlichen Moderator das leicht anzüglich „Den Charakter würde ich ja auch gerne mal … spielen“ als Reaktion auf ein Cosplay eines weiblichen Computerspielcharakters. Ich dachte während der Show, dass die beiden einfach nur unsicher sind und deshalb so viel Blödsinn reden, im Programmheft steht allerdings, sie moderieren solche Wettbewerbe schon seit Jahren. Naja. War dann wohl einfach nicht mein Humor. Nachdem alle Teilnehmer sich präsentiert hatten, sind wir dann los, weil wir ja noch verabredet waren. Hinterher hab ich auf Twitter noch gelesen, dass es wohl ne After-Con-Party gab. Die aber erst angekündigt wurde, als quasi schon alle weg waren. Okay, aber wir wären eh gefahren. Zusammen mit gefühlt dem Rest der Con, es war jedenfalls eine ewig lange Schlange vor den Fahrkartenautomaten und die erste Bahn fuhr ohne uns, weil wir schlicht nicht mehr reinkamen. Zum Glück fuhr dann kurz danach die nächste.

Der Abend war dann supernett und definitiv das Highlight des Wochenendes. Vibart bekochte uns mit suuuuperleckeren Käsespätzle und schwäbischem Kartoffelsalat, wir hatten eine großartige Fiasko-Runde (passend zur EM mit dem Endspiel-Playset, was wirklich gut ist und jede Menge Ideen hergibt) und es war total cool, unseren Ex-Mitspieler mal wieder zu sehen. Insgesamt ein großartiger Abend.

2016-06-26 13.43.40

Nicht-die-Con-Schlange … am AirBerlin-Schalter.

Am nächsten Morgen sind wir dann sehr früh hoch, wieder auf zum Flughafen, Gepäck eingeschlossen, rein in die Messe, Tickets für das Agents of SHIELD-Panel gekauft … und während wir grad in die Halle reingingen, rief mich Kari an und fragte, ob mein Flug auch gestrichen wurde. Ich wusste von nix (weil ich mir nicht alle Mails aufs Handy weiterleiten lasse). Hätte sie mich nicht angerufen, hätte ich nicht mal mitbekommen, dass Air Berlin einfach mal alle Flüge von Stuttgart nach Hamburg gestrichen hat am Sonntag. Blöderweise ging genau dann auch das Panel los und ich wollte es mir trotzdem anschauen, auch wenn ich total abgelenkt war durch diese Flug-Scheiße. Aber es war trotzdem sehr cool. Brett Dalton und Marc Dacascos (den meisten vermutlich bekannt als der Martial-Arts-Indiander aus Pakt der Wölfe) hatten sichtlich Spaß, waren superlustig drauf und sehr unterhaltsam. Die 10 Euro wars auf jeden Fall wert, wir haben sehr viel gelacht und es war auf jeden Fall nett, mal 2 Schauspieler einer Lieblingsserie live zu erleben. Dass die Panels in ner eigenen Halle waren und was kosteten … hmja. Ich sag mal so: Da ich nur das eine Panel sehen wollte, war es nicht schlimm, bei mehreren würde es vermutlich sehr ins Geld gehen.

Danach zurück in die Halle, Vibart eingesammelt, auf zum Air Berlin-Schalter am Flughafen – gut zu erkennen an der meterlangen Schlange. In der wir dann zur Abwechslung mal wieder warteten. So ungefähr eine Stunde lang. In der wir uns dann schonmal einen anderen Flug sicherten, vorsichtshalber. Mir wärs ja noch egal gewesen, noch nen Tag zu bleiben, auch wenn ich schon auch heimwollte, aber der Mitbewohner musste Montag wieder früh im Büro sein und hatte auch wenig Lust auf Mietwagen, Zug oder anderes. Während wir in der Schlange warteten, boten schon wieder unheimlich viele Leute auf Twitter Rat oder konkrete Hilfe an oder teilten einfach mein ungläubiges Staunen über so viel Bekacktheit. Danke! Das hilft echt immer. Was auch gut half, war am Schalter einfach die Klappe halten zu können, während der Herr Mitbewohner volle Kanne den Anwalt raushängen ließ. War auch nötig. Am Schalter saß nämlich eine Mitarbeiterin des Flughafens, die gar nix mit Air Berlin zu tun hatte und von denen nur die Anweisung hatte, den Leuten Bahngutscheine in die Hand zu drücken. Statt halt Ersatzflug, wie es bei solch kurzfristigen Ausfällen wohl eigentlich sein sollte. Und natürlich ohne Erklärung, was das konkret heißt und worauf man verzichtet, wenn man da unterschreibt (Gutschein natürlich nur gegen Unterschrift). Das war echt so krass, nicht ein Wort der Erklärung, einfach nur „Geben Sie mir mal die Flugnummer … Name … okay, hier ist ein Bahngutschein, unterschreiben Sie hier, nächster bitte“. Das wäre, wenns nach der gegangen wäre, das gesamte Gespräch gewesen. Wobei die Mitarbeiterin natürlich auch nur das machen konnte, was Air Berlin ihr gesagt hat – irgendwelche Mitarbeiter von Air Berlin direkt waren am Flughafen nämlich gar nicht mehr anwesend. Traumhaft, jedenfalls. Also eine Stunde dumm rumgestanden, nur um den Nachweis zu haben, dass Air Berlin uns keinen Ersatzflug angeboten hat. Dann den anderen Flug bestätigt und gleich eingecheckt, damit dann wirklich nix mehr schief geht. Was – für – ein – Chaos.

Danach waren wir mit Vibart noch was essen, ehe er sich nach Hause verabschiedete. Vielen, vielen Dank noch mal für die Gastfreundschaft und das tolle Essen und die schöne Zeit – und sorry für das stundenlange Warten am Flughafen unseretwegen.

Danach noch eine Runde über die Con – dass man, wenn man diese verlässt, nen Stempel abholen muss, um wieder rein zu dürfen, hatten wir auch mal so gar nicht mitbekommen. Aber wir durften trotzdem noch mal rein, nachdem der Orga-Mensch überprüft hatte, wann wir vorher rein und raus waren. Es leerte sich drinnen dann auch rapide, was immerhin nochmal Gelegenheit gab, an einigen Ständen noch mal in Ruhe zu stöbern. Nachdem ich mich am Tag vorher nicht so ganz durchringen konnte, 20 Euro für eine BB8-Tasse auszugeben, war ich dann frustriert genug, um sie mir doch noch zu kaufen (nachdem wir endlich den Stand wiedergefunden hatten).  Zusammen mit meinem neuen Darth Vader-Shirt waren die Einkäufe also sehr Star-Wars-lastig 🙂 . Irgendwann konnte ich aber auch wirklich nicht mehr laufen, so dass wir noch eine Weile auf der Wiese draußen gesessen und Cosplayer beobachtet haben. Dann noch ein kurzes Treffen mit den übrigen Air Berlin-Geschädigten, die sich inzwischen einen Mietwagen organisiert hatten. Und dann wars auch schon Zeit, das Gepäck abzuholen und durch die Security-Kontrolle zu gehen. Statt am Gate zu sitzen konnten wir dann immerhin in so nem Café-Dings noch die erste Halbzeit des Deutschland-Spiels schauen, ehe wir zum Boarding mussten. Der Heimflug mit EuroWings war dann auch pünktlich und sehr entspannt – jetzt müssen wir nur noch das Geld dafür wiederkriegen.

Insgesamt war es schon ein cooles Wochenende, aber doch ziemlich überschattet von dem ganzen Chaos und bei mir auch noch Migräne und zu wenig Schlaf. Insofern ist meine Beurteilung der Con vielleicht auch etwas getrübt. Insgesamt fand ich sie sehr gut organisiert – es gab viele Helfer, genügend Programmhefte mit den wichtigsten Infos, auch die Messemitarbeiter wussten übers Wichtigste Bescheid und man musste nirgendwo unangemessen lange warten. Die Panels in der Extra-Halle waren zwar noch mal ein zusätzlicher Kostenfaktor, aber irgendwie ist so ein gesonderter Raum doch etwas cooler als wenn allzuviel Chaos und Getöse drumrum ist, so wie es bei der GCC in Dortmund war. Kritikpunkte: Kein verfügbares Wlan und unglaublich überlastetes, nicht funktionsfähiges Handynetz – das führte zu unnötigen Suchaktionen der Mitbesucher. Auch der Cosplay-Wettbewerb war, siehe oben, verbesserungswürdig. Ansonsten sehe ich ehrlich gesagt keinen so riesigen Unterschied zwischen den beiden Cons – gerade so als reiner Besucherin, die einfach nur gucken, ein bisschen shoppen und vielleicht ein paar Schauspieler sehen will, waren beide Veranstaltungen sich doch recht ähnlich, wobei ich der GCC noch zugute halten will, dass die Veranstalter hoffentlich dazu gelernt haben und es nächstes Mal nicht wieder 90 Minuten Schlangestehen vorm Eingang geben wird.

Auf welche der German Comic Cons Germany ich wiede fahre, werde ich wohl a) von den Stargästen, b) der Erreichbartkeit und c) dem Rahmenprogramm (aka Bekannte und Freunde dort treffen und mit denen danach noch was machen) abhängig machen. Und generell dachte ich bei beiden Veranstaltungen, dass ein Tag auch gereicht hätte, also nächstes Mal werd ich vielleicht einfach nur einen Tag hinfahren.

Zum Schluss noch ein paar Fotos:

 

Ein Kommentar

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Pegida-Man killed the Rollenspieltour

Wir waren ja gerade in Dänemark. Wir, das sind ich, der beste Mitbewohner von allen sowie 5 Leute aus meiner Oldschool-DSA-Runde, in der ich vor Jahren regelmäßig spielte, deren Mitglieder ich jetzt aber meistens nur noch zu anderen Anlässen sehe – oder aber einmal im Jahr zur Rollenspieltour, wenn wir zusammen eine Woche nach Dänemark in ein Ferienhaus fahren und da 6 Tage am Stück spielen. Dieser Urlaub entfaltet meist das Phänomen, dass man währenddessen das Gefühl hat, sich nur mal grade kurz hingesetzt zu haben und dann ist die Woche auch schon wieder vorbei. Gleichzeitig kommt es einem bei der Heimkehr vor, als wäre man 6 Wochen mindestens weggewesen. Eigentlich also eine sehr tolle Sache. Dieses Jahr hatten wir auch ein sehr schönes, großes Haus auf Rømø mit einem großartigen Swimmingpool, dazu kam für Mitte November echt gutes Wetter mit zweimal Sonnenschein am Strand – eigentlich also eine perfekte Woche.

Eigentlich.

Leider war da dieser eine Mitspieler, der mir die Woche so gründlich verleidet hat, dass ich am liebsten nach 2 Tagen wieder abgereist wäre. Und weil ich nun schon einige Tage wieder zu Hause bin und mich das Thema immer noch beschäftigt, blogge ich jetzt drüber.

Dieser besagte Mitspieler hatte schon immer nen gewissen Spleen und Ansichten, die ich nicht immer teilen kann. Zum Beispiel ist er ein ziemlicher Militärfreak und steht total auf Geschichten irgendwelcher Schlachten, sammelt allen möglichen Kram wie irgendwelche Waffen-Replikas etc., definiert sich vor allem über seinen Job und war noch nie das, was er selber abfällig als linker Gutmensch bezeichnen würde. Aber gut. Menschen sind nunmal verschieden und mit vielen Dingen kann ich schlicht leben. Mitspieler A raucht Kette, Mitspieler B verschätzt sich manchmal mit dem Alkohol und redet dann wirres Zeug, Mitspieler C hat öfter mal die Angewohnheit, aus Prinzip gegen alle Vorschläge und Ideen der anderen zu sein und Mitspieler D schläft am Spieltisch öfter mal ein. Mitspieler E hat einen meiner Meinung nach miesen Musikgeschmack, Mitspieler F belegt seine Pizza immer mit echt ekligen Kombinationen und Mitspieler G fällt Leuten öfter ins Wort. Alles nervige Dinge, aber eben Kleinigkeiten, die ich hinnehme und akzeptiere, weil Menschen eben nicht perfekt sind und die Sympathie trotz allem überwiegt. So auch bei dem besagten Mitspieler, mit dem mich z. B. von 2004-2009 eine lange DSA-Kampagne verband, während der ich auch gut mit ihm klarkam, auch wenn es immer eine „Rollenspiel-Freundschaft“ war und man sich außerhalb dessen selten bis nie traf.

Und dann kommt dieser eine besagte Mitspieler und haut gleich am ersten Abend in Dänemark irgendwelche Pegida-Parolen raus. Die Lügenpresse und die uns überrennenden „Asylanten“ und die linken Gutmenschen, die vor den Messehallen am Sonntag Obst verteilen, werden sich ja noch wundern, wenn erstmal der Bürgerkrieg ausbricht, weil die Deutschen nicht mehr hinnehmen, dass „die da“ uns überrennen. Jo, und dann stehste da. Am Anfang war ich mir noch nicht mal sicher, ob er den Müll von sich gibt, um zu provozieren (was er durchaus auch manchmal tut). Aber bald war klar, dass dem nicht so ist. Anscheinend hat er in den zwei Jahren, die ich ihn nicht gesehen hatte (letztes Jahr war er nicht dabei) einen gewaltigen geistigen Rechtsruck vollzogen. Die übrigen Mitfahrer reagierten eigentlich alle recht ähnlich drauf wie ich – eine Mischung aus ungläubigem Staunen bis Entsetzen einerseits und dem Wunsch, sich den Urlaub nicht verderben zu lassen andererseits. Bereits am ersten Abend wurde Pegida-Man aufgefordert, das Thema bleiben zu lassen, weil die Meinungen da doch zuweit auseinandergehen. Selbst das fand ich eigentlich schon unerträglich, denn eigentlich möchte ich nicht mit jemandem um ein Thema herumschweigen, der rassistisch und rechtsextremistisch ist. Eigentlich möchte ich mit so jemandem noch nicht mal im selben Zimmer sein. Und schon gar nicht eine Woche lang auf engstem Raum in einem Ferienhaus.

Wäre ich mit dem eigenen Auto dagewesen, wäre das noch nicht mal so wild gewesen, dann hätte ich jederzeit die Möglichkeit gehabt, mich da rauszuziehen. Allerdings war ich mit 2 anderen Leuten zusammen in einem fremden Auto angereist und hätte somit höchstens bitten können, mich zum nächsten Bahnhof zu fahren. Aber eigentlich wollte ich ja nicht nach Hause, ich wollte ne tolle Rollenspielwoche in Dänemark haben, zusammen mit den netten Leuten, die ich sonst kaum sehe. Also den anderen 5 netten Leuten, Pegida-Man mal ausgenommen.

Und so gingen die ersten Tage dann ins Land. Leider hielt sich Pegida-Man nicht an unseren Wunsch, das Thema bleiben zu lassen und kam immer und immer wieder damit an – zum Glück meistens nach dem Spiel, so dass ich einfach ins Bett gehen konnte. Der beste Mitbewohner von allen hat noch regelmäßig gegen anargumentiert, aber das war tatsächlich recht vergebliche Liebesmüh. Ich selber sagte wenig und verließ meist den Raum, wenn wieder die üblichen Parolen kamen. Feige, nicht wahr? Irgendwie schon, und ich bin nicht stolz drauf. Hätte ich mich nicht eigentlich hinsetzen müssen, all die Fakten, die ich in Dutzenden von Blogartikeln gelesen habe, auspacken, ihn einfach in Grund und Boden argumentieren? Nachfragen und immer wieder nachfragen, wieso er so denkt, wieso er solche Angst vor den Geflüchteten hat, wieso er glaubt, das würde sein Leben negativ beeinflussen? Hätte ich vielleicht. Bestimmt sogar. Aber es ging nicht. Ich war einfach so fassungslos, so stinksauer, so völlig schockiert davon, wie jemand so blöd sein kann, den rechtspopulistischen Müll von Pegida und AfD zu glauben, so engstirnig, so … unmenschlich. Immer wenn das Thema wieder hochkam, ging mein Puls schlagartig in die Höhe, meine Hände fingen an zu zittern, ich wollte einfach nur weg aus der Situation.

Nach drei Tagen bin ich dann ein bisschen ausgerastet. Nun ist das ja so, dass ich manchmal auch nur denke, ich wäre gerade sehr deutlich geworden, das aber nur in meinem Kopf so ist und ich eigentlich doch noch sehr normal klinge, weil ich Lautstärke hasse und selten sehr laut reden möchte und kann und dann deswegen in meinem Kopf viel unfreundlicher bin als in Wirklichkeit. Aber der Herr Mitbewohner hat mir nachher gesagt, dass das Ausrasten diesmal auch nach außen hin sichtbar wurde und wohl alle Anwesenden ein wenig verdutzt waren ob meines … ähm … Ausbruchs.

Jedenfalls kam grad wieder mal das leidige Thema auf, ich stand schon auf und ging in Richtung Küche, um lieber zu kochen als mir diese unsäglichen Sprüche anzuhören. Und Pegida-Man dann so, aus wirklich tiefster Überzeugung: „Ich will aber keine scheiß-Kanacken in Deutschland.“ Darauf ich, auf dem Hacken stoppend und mich ihm zuwendend: „Und ich will keine Scheiß-Nazis in meinem Ferienhaus, aber offensichtlich konnte ich mir das auch nicht aussuchen.“ Irgendwer aus dem Off: „Und jetzt sollten wir das Thema mal wirklich lassen“. Und ich: „Ja, wir lassen das Thema jetzt bitte bleiben, und zwar für den Rest der Woche, ich will deine Scheiß-Nazi-Parolen nicht mehr hören, und wenn dir das nicht passt, fahr nach Hause!“ Danach ging ich in die Küche, rührte im Essen herum, hörte meinen Herzschlag bis in die Ohrenspitzen hämmern und verschwand dann erstmal im Poolraum und schwamm 20 Bahnen, um mich wieder abzuregen.

Den Rest der Woche hielten sich dann die Bemerkungen – bis auf einige absolut kindische Aussetzer, z. B. beim DSA-Spielen darauf beharren, lieber den rechten Gang zu nehmen statt den linken, weil rechts ja immer besser ist – in Grenzen, Pegida-Man daddelte vor allem auf seinem Handy/Laptop herum, ich sah zu, dass ich bei jeder Gelegenheit aus dem Haus kam und ging nach dem Spielen möglichst sofort ins Bett, um Gespräche zu vermeiden. Ständig erwartete ich, dass wieder irgendein dämlicher Spruch kommt, ohne zu wissen, wie ich darauf reagieren soll. Es war eine absolut unentspannte Nummer und ich war dann einfach nur froh, nach Hause fahren zu können, obwohl der Rest des Urlaubs echt nett war.

Und nun? Fest steht, dass ich Pegida-Man nicht mehr sehen will. Spielabende, wo er dabei ist, werde ich nicht besuchen, Rollenspieltouren werden in Zukunft nur ohne ihn oder ohne mich stattfinden. Ob das heißt, dass ich in Zukunft zu Hause bleiben muss, wird sich zeigen, zumindest drei anderen Mitreisende wollen aber auch nicht mehr mit ihm zusammen los. Ich habe festgestellt, dass ich kaum in der Lage bin, auf einen Menschen mit diesen Ansichten anders als mit Unverständnis und Wut zu reagieren, und zwar in einem Ausmaß, das mich selbst überrascht hat.

Wie ich schon schrieb, Menschen sind nicht perfekt. Jeder meiner Freunde und Bekannten hat Angewohnheiten, Vorlieben und Ansichten, die ich nicht teile und die mich manchmal nerven. Trotzdem überwiegt fast immer die Sympathie für denjenigen und die Überzeugung, dass jeder so leben soll, wie es ihm gefällt. Aber bei Rassismus und Rechtsextremismus und dem Nachgröhlen von Nazi-Parolen ist Schluss. Mit so jemandem will ich nicht befreundet sein, nicht lose bekannt, nicht mal in ein und dem selben Raum, und zwar auch nicht dann, wenn er seine Ansichten nicht laut äußert – es ist schlimm genug, sie zu haben.

Disclaimer: Tatsächlich habe ich hier im Blog noch über die aktuelle politische Situation in Deutschland geschrieben und das hier soll auch weiterhin kein Polit-Blog oder so werden. Ganz grob gesagt denke ich, dass durch die vielen Geflüchteten etliche Herausforderungen auf Deutschland und uns alle zukommen, denen wir uns aber stellen müssen, denn die Menschen, die hier Zuflucht suchen, abzuweisen, kann keine Alternative sein. Für sehr, sehr viele interessante Links zum Thema verweise ich einfach mal auf die Linksammlungen von Herrn Buddenbohm, der regelmäßig interessante Artikel und Berichte verlinkt. Des Weiteren verlinke ich auch mal auf die Seite Blogger für Flüchtlinge – dort könnt ihr Geld spenden oder euch informieren, wo ihr in eurer Nähe Sachspenden abgeben oder mithelfen könnt.

Disclaimer 2: Dem entsprechenden Mitspieler ist der Link zu diesem Blog bekannt, auch wenn ich sehr bezweifle, dass er hier mitliest.

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Nerd-Zusammenhalt: Bitte um eine Spende für Orkenspalter TV

Es gibt ja Leute, die tun Dinge, die man sich selbst nie trauen würde. Da kann man dann nur bewundernd zusehen, die Neuigkeiten verfolgen und im sicheren Zuhause hoffen, dass alles gut geht. Im aktuellen Fall ging leider … nicht alles gut.

Orkenspalter TV ist ein Projekt von zwei Freunden von mir, die Comics, Rollenspiele, Filme und Games rezensieren, LARP-Filme drehen, Rollenspielabenteuer schreiben, Conventions oganisieren und dergleichen mehr. Was sie so machen, kann man sich auf ihrer Youtube-Präsenz angucken.

Ihr aktuelles Großprojekt ist der durch Crowdfunding finanzierte Steampunk-Scifi-Fantasy-Film Space 1889: The Secret of Phobos, dem Film zum gleichnamigen Rollenspiel. Dafür haben sie es unter anderem geschafft, den Kauf eines Dinosaurier-Roboters zu finanzieren, der im Film eine wichtige Rolle spielen wird. Dieser wird in China gebaut und den beiden kam die verrückte Idee, mit dem ebenfalls für den Film gekauften Wohnmobil nach China und zurück zu fahren, den Dino abzuholen und darüber eine Doku zu drehen. Die Idee war so verrückt, dass sich jemand fand, der ihnen einen Teil der Reise finanzierte und so brachen sie im August dann auch auf, begleitet von 2 weiteren Mitwirkenden des Films.

Ums kurz zu machen: Es ging trotz guter Vorbereitung über eine Reiseagentur, einheimischem Guide (okay, vielleicht auch WEGEN und nicht trotz diesem) usw. einiges schief und aktuell hängen die vier samt Dino mit komplett kaputten Wohnmobil und abgelaufenem Visum in China fest und keiner weiß, wann und wie sie da wieder wegkommen. Das Budget für die Reise ist aufgebraucht und dass bei freischaffenden Autoren und Medienmenschen nicht mal das Geld für nen Flug aus China, eine Spedition für den Dino und eventuelle Bußgelder fürs abgelaufene Visum auf der hohen Kante liegt, ist vermutlich klar.

Deswegen haben 2 weitere Schauspieler des Films einen Spendenaufruf gestartet, den ich hiermit weiterverbreiten möchte. Wenn ihr also vielleicht 2, 5 oder 10 Euro entbehren könnt, um vier gestrandeten Nerds mit Dino unter die Arme zu greifen, schreibt eine Mail an orkenspalterrettung@gmail.com, um eine Kontonummer zu erhalten. Was genau mit dem Geld passiert, könnt ihr euch in diesem Video ansehen.

Ich hoffe inständig, dass die vier bald wieder gesund und munter und samt Dino in Deutschland zurück sind. Updates über die Reise gibt es hier auf Facebook.

Disclaimer: Ja, mir ist klar, dass es momentan noch ganz andere Probleme auf der Welt gibt als vier Verrückte, die mit dem Auto nach China fahren, um eine Doku über einen Nerd-Film zu drehen. Und jeden, der lieber etwas für die Flüchtlingshilfe spendet, kann ich verstehen. Aber wie schade wäre es doch, wenn es in dieser momentan echt bekackten Welt nicht wenigstens ein paar durchgeknallte Nerds gäbe, die irre genug sind, so ein Projekt auf die Beine zu stellen und durchzuziehen, oder?

PS: Völlig vergessen: Wer für seine Spende etwas haben und/oder längerfristig das Projekt unterstützen will, kann das am besten über die Patreon-Seite von Orkenspalter TV tun.

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Fragmentarischer Frust, frisch.

Weil ich ja gefühlt hundert Jahre nicht mehr tagebuchgebloggt habe, mal wieder ein paar fragmentarische Updates.

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Heute in 7 Wochen hab ich endlich Urlaub. Und dann bin ich auch schon in Finnland. Da geht es nämlich dieses Jahr hin. Nach Finnland zu fahren ist übrigens sehr viel teurer als nach Irland zu fahren, außerdem – wieder was gelernt – ist es exorbitant scheißteuer, wenn man an einem anderen Ort anreist als man wieder abreist. Aber Finnland ist leider so groß, dass es sehr stressig wäre, in Helsinki anzukommen, dann nach Norden zu fahren und dann wieder zurück nach Süden. Denn ich muss natürlich nach Norden, an den Polarkreis, mit der Hoffnung, Nordlichter zu sehen. Und damit ich mal am Polarkreis war. Inzwischen ist auch fast alles gebucht. Flug, Mietwagen, Unterkünfte … nur ein Hotel für Helsinki fehlt noch. Aktuell habe ich ja vor allem Angst, dass es dann da 11 Tage durchregnet, denn man fährt ja schon wegen der Natur nach Finnland und nicht wegen 1875 tollen Schlechtwetteraktivitäten. Insofern habe ich schon Panik, dass der Urlaub womöglich einfach nur doof und teuer wird. Meh. Jedenfalls sind es noch 7 Wochen bis dahin und die krieche ich dem Urlaub jetzt auf dem Zahnfleisch entgegen.

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Ansonsten sind in Hamburg endlich Sommerferien, was hoffentlich heißt, dass die nächsten 6 Wochen einigermaßen ruhig werden im Büro. 2 Chefs sind auch im Urlaub und unsere Mandanten machen hoffentlich alle sechs Wochen Urlaub ohne Internet und Telefon :p . In 2 Wochen kommt dann auch die neue Azubine, die sich hoffentlich etwas besser anstellen wird als die Schlaftablette von Azubi, der mir hier die letzten 2 Jahre lang auf die Nerven gegangen ist.

Freie Freitage sind aber weiterhin großartig, vor allem, wenn sie nicht mit irgendwas verplant sind. Letzten Freitag war ich endlich mal wieder im Park und hab da über 2 Stunden im Schatten gelegen und gelesen. Das entspannt doch ungemein.

Entendinge.

Entendinge.

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Heute hingegen ist erst Montag, der anscheinend seinem Ruf alle Ehre machen möchte. Ich habe geschätzt fünf Stunden geschlafen, stand wegen gesperrtem Tunnel am Hauptbahnhof eine Stunde lang im Stau, die Kollegin ist erkältet, die nervige Putzfrau ist da und will die Fenster putzen und ich möchte einfach nur zurück in mein Bett.

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Sonst so: Pleiten, Pech und Pannen und unvorhergesehene Ausgaben. Erst fegt vorletzten Samstag jemand meine Brille zu Boden, so dass das eine Glas so verkratzt ist, dass ich neue Gläser brauche. Okay, die Brille ist 10 Jahre alt und ich wollte eh wieder mal nen Sehtest machen … immerhin bin ich nur geringfügig blinder geworden (eine halbe Dioptrie rechts und eine viertel links). Zack, 100 Euro für neue Gläser.

Dann wurde mein Plan, die ollen Winterreifen den Sommer über runterzufahren, weil ich eh neue brauche, am Donnerstag duchkreuzt: Platter Reifen hinten rechts. Also schnell nen Termin gemacht, um doch noch die Sommerreifen aufzuziehen. Stellt sich raus: Die sind genauso oll, ich brauche neue. Zack, 420 Euro für neue Reifen. (Und im November brauch ich dann neue Winterreifen, neuen TÜV und Inspektion. Da geht dann der nächste Tausender hin, schätz ich … mindestens.)

Diese Woche also: Dienstag Auto in die Werkstatt bringen, Mittwoch die Brille beim Optiker abgeben, Donnerstag die Brille mit neuen Gläsern wieder abholen. Ich hasse solche Rennereien. Argh.

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In diesem Zusammenhang mal wieder festgestellt, dass ich für jede Ausgabe, die höher ist als 100 – 200 Euro an mein Erspartes gehen muss, weil am Ende des Monats einfach nie Geld übrig ist. Wieder mal festgestellt, dass das kacke ist und es mich ankotzt, dass ich mit 30 Jahren so wenig verdiene, dass ich Urlaub, Autoreparaturen usw. mir nur leisten kann, weil meine Familie mir gelegentlich unter die Arme greift und weil ich Ersparnisse (natürlich auch nicht selbst erwirtschaftet, sondern geschenkt bekommen) habe. Man darf da gar nicht weiter drüber nachdenken :/ .

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Die letzten Wochen waren sehr stressig, weil neben der Arbeit noch etwas geschrieben werden wollte, wozu ich aber irgendwann noch mal gesondert bloggen will. Sagen wir erstmal nur so viel: 300.000 Zeichen schreiben ist eine Menge Arbeit. Und richtig blöd wird es dann, wenn es am Ende doch 360.000 geworden sind und man jede Menge Kram wieder rauskürzen muss. Hngh. Jeden Abend nach der Arbeit nochmal weitere 3 Stunden am PC zu sitzen (und entweder zu schreiben oder sich davor zu drücken) ist übrigens wenig erbaulich und macht auch viel Migräne.

Recherchedinge.

Recherchedinge.

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Von der NordCon hab ich ja schon so halb berichtet, jedenfalls war ich dieses Jahr dann auch wirklich da und nicht krank zu Hause (hurra!), habe sogar 2 Spielrunden gehabt (und möchte jetzt eigentlich schon sehr gerne eine Vampire-Runde, was mangels Regelwerk, Zeit und Gruppe aber irgendwie nicht so ganz hinhaut 😦 ) und ansonsten wieder viele nette Menschen getroffen. Dass es keinen einzigen DSA-Workshop gab, war zwar einerseits schade, andererseits aber auch schön, weil ich einfach machen konnte, was ich wollte und keinen Pflichttermin hatte. Das wird auf der nächsten Con sicherlich anders, denn die RatCon ist bestimmt voller DSA-Workshops, zumal ja das neue Regelwerk da erscheint.

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Neulich war ich bei meinen Eltern, das war an dem Wochenende, wo es so abartig heiß war (Anfang Juli). Das ist das erste Mal seit bestimmt 7 oder 8 Jahren, dass ich mal im Sommer da war. War dann auch schön, im Haus selber war es sehr angenehm kühl, im Garten konnte man es dann im Schatten mit Wasserschüssel zum Füße reinstellen auch aushalten. Abends haben wir gegrillt (was ich sonst mangels Garten, Balkon und Grill leider nie kann), das war auch schön. Nur meine Nichte war unglaublich quengelig wegen der Hitze und fing an zu brüllen, sobald meine Schwester sie mal 3 Sekunden wem anders in den Arm gegeben hat. Naja. Wenigstens der Hund hat sich gefreut, mich zu sehen (aber der freut sich  halt auch über jede Person, die ihn betüddelt *g*).

Hitzedinge.

Hitzedinge.

Elterliche Rosendinge.

Elterliche Rosendinge.

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DSA-mäßig haben wir inzwischen wieder mit der Königsmacherkampagne angefangen und es ist schon wieder alles sehr großartig. Und ich hatte glaub ich den coolsten Ermittlungserfolg meiner Rollenspielkarriere. Yeah.

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So. Ich glaube, das reicht als Update. Jetzt versuch ich irgendwie den Montag zu überleben ohne am Schreibtisch einzuschlafen …

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Wasserstandsmeldung

Es ist ein wenig nervig, jeden Blogeintrag mit „oh, ich hab so lange nix geschrieben“ zu beginnen, deswegen schenke ich mir das, auch wenn es angebracht wäre.

Ja, ich lebe noch. Ich bin derweil ein Jahr älter geworden, habe das in 2 Städten gefeiert (das hört sich jetzt cooler an, als es ist) und hatte eine Woche Urlaub. Und mache und tue so. Also so in Stichpunkten:

Mein Urlaub war ein ganz entsetzlich vernünftiger, in dem der Mitbewohner und ich Dinge getan haben, „zu denen man ja sonst nie kommt“. Und das meinte leider nicht das Binge-Watchen der kompletten Daredevil-Staffel auf Netflix oder 40 Stunden Dragon Age spielen. Stattdessen haben wir den Keller entrümpelt, Bilderrahmen für die ganzen Poster gekauft, die wir seit teilweise 2 Jahren aufhängen wollen, Regale gekauft, Pfandflaschen weggebracht, etc. War genauso super, wie sich das jetzt anhört. Immerhin haben wir uns dafür dann nach getaner Arbeit mit 2 guten Restaurantbesuchen belohnt. Und die Wohnung sieht jetzt schickerer aus.

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Meine Geburtstagsfeierei war schön. Am Ostersamstag war ich in Leipzig und traf die werte Familie, komplett in der Großpackung mit Oma, Schwester, Schwager und Nichte, dazu natürlich meine Eltern. Ich bin im Umgang mit wenige Monate alten Babies immer recht panisch, und natürlich hab ich auch glatt was falsch gemacht und angenommen, Nichte könne schon alleine sitzen. Konnte sie aber nicht und als ich sie kurz absetzte, weil meine Oma irgendwas wollte, kippte sie dann um und dotze leicht aufs Parkett. Dedöö. Zum Glück war keiner sauer und Nichte verzieh mir wohl dann auch durch ausgiebiges Herumtanzen mit ihr auf dem Arm (wie problemlos man sich zum Affen macht, wenn man ein Kind aufm Arm hat…). Leipzig war übrigens vooooooll, aber  naja, Ostern halt. Bis auf meine Eltern fuhren dann alle am späten Nachmittag heim, Eltern und ich waren noch sehr gut essen und am nächsten Morgen gabs dann lecker Frühstück im Hotel und Geschenke. Dann fuhr ich, das war der weniger fancy Teil, 3 Stunden mit dem Zug nach Hamburg zurück und abends gabs dann noch Burger und Cocktails mit erstaunlicherweise dem fast vollständigen Freundeskreis. Das war schön, auch wenn das Restaurant leider um 0 Uhr schloss und ab 23 Uhr permanent unterschwellig suggeriert wurde, dass es ja schön wäre, wenn wir bald gingen. Da wir uns um 20 Uhr erst getroffen hatten, war es also leider eine sehr kurze Feier.

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Seit Anfang März nehme ich mal wieder lustige Medikamente, die womöglich gegen die Migräne helfen könnten. Wobei der Spaß ja immer ist, dass die ja immer eigentlich gegen was anderes sind. Nach dem letzten Versuch mit Antiepileptika nun also mal wieder Psychopharmaka. Hurra. Einmal wie Claire Danes fühlen – bzw. deren Rolle in Homeland. Wobei ich da ja doch lieber die Genialität oder meinetwegen Sex mit Damian Lewis als Parallele hätte, aber naja. Jedenfalls macht der Scheiß mich fertig. Erstens habe ich die ganze Zeit Durst und trinke wie so ein Kamel, zweitens zittern meine Hände so sehr, dass ich ständig Dinge fallen lasse und drittens fühle ich mich, als wäre im Inneren meine Kopfes nur noch Watte. Manchmal ist mir auch drei Tage am Stück schwindelig. Yay. Eigentlich würde ich den Scheiß gern wieder absetzen, weil mich die Nebenwirkungen echt arg stören und ich auch noch nie so schlimme hatte. Allerdings würde ich natürlich vorher gerne beurteilen können, ob der Kram überhaupt hilft, und das kann ich noch nicht, weil dazu ein bestimmter Spiegel im Blut erreicht werden muss, und der ist noch nicht vorhanden. Also nehm ichs jetzt erstmal weiter, aber cool ist anders.

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Aktuell werkel ich – was im Zusammenhang mit der Wattekopfigkeit nicht so super läuft – mit zwei Nandurionkollegen an einem DSA-Abenteuer für Myranor. Das sollte eigentlich schon weiter sein, schleppt sich aber immerhin langsam dahin. Spaß macht es aber auf jeden Fall, auch wenn es schöner wäre, könnte ich besser denken.

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Ohne jemals in meinem Leben Countrymusic gehört zu haben, bin ich im Moment total süchtig nach der Serie „Nashville“. (Demnächst gibt es auch mal wieder einen Mediengedöhns-Artikel.)

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Da ich ja wegen der neuen Drogen da nun ständig meine Blutwerte kontrollieren lassen muss, renne ich alle paar Wochen zum Arzt. Bisher lief es zweimal so lala, einmal richtig gut, und einmal richtig kacke, weil der Arzt mir in den Nerv gestochen hat. Dann hatte ich ein ziemlich großes Hämatom, was auf den Nerv drückte, so dass bei jeder Armbewegung alles zwickte und zwackte, was sich sehr unangenehm anfühlte. Das ist inzwischen endlich weg, dafür fühl sich aber eine Stelle am Unterarm komisch taub an. Ärks.

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Toll, jetzt laber ich hier ewig rum und hab die einzige total großartige Nachricht total vergessen – vermutlich, weil ichs schon allen Leuten im RL, im Forum und auf Twitter erzählt habe. Näääääääääääämlich:

Ich habe ab sofort eine Vier-Tage-Woche!! 🙂

War ja schon seit gefühlt 5 Jahren mein Traum, nun ist es also in die Tat umgesetzt. Tatsächlich bin ich einfach zu meinem Chef gegangen und hab gefragt, ob das möglich wäre, damit ich irgendwie ein bisschen Zeit habe, um andere Dinge gegen die Migräne zu tun als Tabletten und noch mehr Tabletten zu nehmen. Das fand er dann tatächlich gut und so beschloss die Partnerschaftsversammlung huldvoll, dass ich ab jetzt Freitags freihabe 🙂 . Ich find das toll, ich find das sogar sehr toll, aber ich kann es immer noch nicht richtig glauben. Auch wenn schon Donnerstag ist und ich morgen meinen ersten freien Freitag habe. Ich glaub, ich kann das erst glauben, wenn morgen der Wecker nicht klingelt…

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Das weniger Tolle an der 32-Stunden-Woche ist, dass ich natürlich auch weniger Geld bekomme und deswegen meinen Gesangsunterricht gekündigt habe. Das suckt schon ziemlich, zumal mein Lehrer auch supernett ist und viel draufhat, aber ich kann mir das jetzt wirklich nicht mehr leisten. Je nachdem, wie schnell er Ersatz findet, hab ich aber noch bis Ende Juni Unterricht.

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Joah, ich glaub, das war so in Kürze das Wichtigste der letzten Wochen. Und nun bin ich mal noch fleißig, ehe ich in mein Drei-Tage-Wochenende gehe, muhahaha.

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Hell, dunkel, hell, dunkel, 2020.

Die Zeit rast aktuell dahin, dass es schon fast nicht mehr schön ist. Sowohl im kleinen als auch im großen Stil. Nach meinem letzten Urlaub im Juni schienen die 12 Wochen bis zum nächsten Urlaub ewig zu sein – und nun sind es nur noch 2 Wochen bis zum Urlaub. Und ich kann mich kaum erinnern, was ich in den letzten 10 Wochen eigentlich gemacht habe. Aber das ist generell ein Phänomen, das sich in den letzten Jahren verstärkt hat. Wenn ich zurückblicke auf die letzten Wochen, Monate, Jahre, dann sehen sie aus wie eine undefinierbare graue Masse, aus der die Highlights wie Türme herausragen. Dieser Urlaub, dieses schöne Wochenende, dieser tolle Rollenspielabend, dieses Treffen, diese Convention, was, WIE LANGE ist das jetzt bitte her? In meinem Kopf ist irgendwie immer noch 2010. Ich kann am Ende der Woche schon kaum sagen, was ich am Montag oder Dienstag gemacht habe. Arbeiten, schlafen, essen, ein paar Stunden Freizeit am PC oder vor dem Fernseher. Nicht, dass das schlimm wäre, ich will ja gar nicht jeden Tag irgendwas machen, das ist schon alles okay so. Aber es ist unglaublich, wie wenig hängenbleibt.

Gleichzeitig funktioniert das Ganze auch in wesentlich größerem Rahmen. Ich wohne jetzt seit fast 11 Jahren in Hamburg – nicht mehr lange, und ich wohne hier länger als ich im Heimatkaff gewohnt habe. Ich arbeite seit 7 Jahren Vollzeit (und ja, seitdem ist das Zeitverfluffungsphänomen immer stärker geworden). Und gestern bin ich – völlig vorbei an der Tatsache, dass meine Schwester in meinem Kopf immer noch 10 ist – Tante geworden. Okay, noch ist das nicht so spannend und sehen werd ich die Nichte dann auch erst Weihnachten. Aber ich kann mich ja schonmal informieren, ab welchem Alter so ein Kind einen W20 bedienen kann, ohne ihn essen zu wollen…

Heute ist Freitag und wie immer ist das der einzige Tag, der nur so dahinschleicht. Heute ganz besonders, denn ich bin hundemüde und habe fiese Kopfschmerzen, was vermutlich beides davon kommt, dass ich gestern bis 23.30 (für mich ist das spät) am PC saß und an einer Kurzgeschichte geschrieben habe, die ich am Wochenende dann hoffentlich fertig kriege. Immerhin…so wie das läuft, erinnere ich mich vermutlich schon nächsten Freitag nicht mehr an die Kopfschmerzen, während die Geschichte wenigstens bleibt. Jetzt muss sie bloß noch gut werden *g*.

Gerade erscheinen auch die 2 Wochen bis zum Urlaub wieder endlos, aber sie werden vermutlich schnell vorbeigehen. Und morgen in 2 Wochen bin ich schon auf dem Weg in den Urlaub. Es geht diesmal nach Irland und ich freu mich schon sehr. 11 Tage werden wir unterwegs sein, 8 davon mit Mietwagen über die Insel fahren und dann noch 3 Tage in Dublin verbringen. Ich bin schon gespannt, wie das mit dem Linksverkehr so läuft, aber nun ja, was Millionen von Iren (und Briten und Schotten usw…) können,werd ich ja wohl auch schaffen.

Es wird jedenfalls höchste Zeit für ein paar Tage Erholung. Aktuell schlafe ich schon am Freitag um 23 Uhr auf dem Sofa ein, penne dann 10 Stunden und bin den Samstag trotzdem unglaublich müde. Neulich bin ich sogar beim DSA eingeschlafen, was mir sehr selten passiert.

Es gibt dann hoffentlich demnächst noch ein Juli-Mediengedöhns, angesammelt hat sich da durchaus ein bisschen was. Man muss es nur mal aufschreiben…

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