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Umzug, Kapitel III: The Final Countdown

BadaDABDABDAAAAAH!

(Ja, ich hab jetzt auch nen Ohrwurm, so wie ihr. Gern geschehen :p.)

Ja. Also. Wir ziehen dann also übermorgen um (ahahahahaaaa). Ich schlafe nach wie vor schlecht und zu wenig, habe seit Dienstag Todesmigräne, die auch nur zeitweilig verschwindet, drehe alle fünf Minuten wegen was Neuem am Rad und will einfach nur, dass es vorbei ist. Momentan isses auch nicht mal mehr so,  dass ich in sinnloser übertriebener Panik in eine Tüte atme, es ist einfach jeden Tag Arbeit, Umzugskram bis mindestens 22 Uhr und dann am nächsten Tag wieder um halb 7 aufstehen. Gnarf. Es ist noch längst nicht so viel gepackt, wie ich es gern hätte, der Mitbewohner sagt aber, wir schaffen das. Ein Haufen Kram befindet sich schon in der neuen Wohnung, ein sehr viel größerer Haufen Kram noch in der alten. Die wir dann ab Sonntag ja noch schön streichen dürfen und putzen und bla bla. Froide. Aber Mittwoch ist schon Termin mit dem Hausmeister, bis dahin muss es alles halbwegs durch sein .

Am letzten Wochenende waren wir ja erstmal von Freitag bis Sonntag auf der HeinzCon. Hätten wir wohl ne Woche vorm Umzug auch nicht so gebucht, wenn wir im Dezember schon vom Umzug gewusst hätten, aber so what. Es war auch toll, mal rauszukommen. Wegen meines Schlafmangels sind wir mit dem Zug hingefahren und es war eine gute Entscheidung. Habe endlich geschafft, mein Buch zu Ende zu lesen, konnte ein bisschen vor mich hindösen und es waren einfach 8 Stunden mehr Erholung statt nochmal 6 Stunden konzentriert Auto fahren. Die Con war auch sehr schön, auch wenn es kacke ist, schon total übermüdet da anzukommen. Aber hier gehts ja nun um den Umzug.

Der Stand der Dinge:

  • Am Montag standen wir um 6 auf (urghlf), fuhren in die neue Wohnung und warteten dann dort fünfeinhalb Stunden auf den Hermes-Aufbaudienst. Währenddessen bauten wir immerhin ein Schuhregal, ein Badregal und 80 % unseres Schuhschranks zusammen, ansonsten saß ich auf dem neuen flauschigen Teppich und überarbeitete am Laptop den Myranor-Workshopbericht von dern HeinzCon. Hermes kam dann endlich und, Wunder über Wunder, es ging alles gut. Sie hatten alles dabei, bauten in 2 Stunden unsere Kleiderschränke auf, waren nett und kompetent und wurden dann vom Mitbewohner betrinkgeldet und verabschiedet, während ich SCHON WIEDER bei Ikea war, um einen Teppich zu kaufen, den es in der Filiale, wo wir zuletzt waren, nicht gab.
  • Unser Staubsaugerdroide tat derweil in der neuen Wohnung schonmal sein Werk, was auf jeden Fall auch nötig war.
  • Da – natürlich – auch mein vierter Versuch, all meine alten Möbel über eine wohltätige Organisation zu spenden, am Transport scheiterte, habe ich am Montag dann angefangen, alles über Ebay-Kleinanzeigen zu verschenken. Da bin ich noch bei – 4 Sachen sind schon weg, 6 noch da, mit etwas Glück gehts heute weiter mit den Abholern. Irgendwie ist das auch schon etwas schräg, wie dann völlig unbekannte Menschen auftauchen und die eigenen Möbel wegtragen. Aber ich bin froh über alles, was wegkommt.
  • Der Rest der Woche von Einpacken, Sortieren, Rumräumen, Putzen, Ebayen und viel zu wenig Schlaf und Freizeit bestimmt. Die Wohnung sieht so langsam auch aus wie … naja, wie kurz vorm Umzug halt. Kartons überall, dazwischen Müllsäcke.
  • Meine neueste Panik-Idee ist ja, dass die Möbelpacker am Samstag einfach nicht auftauchen. Oder Stunden zu spät. Oder um 6 Uhr morgens, wenn wir noch pennen. Argh.
  • Wir waren auch schon wieder im Baumarkt, diesmal wegen Kram für die alte Wohnung zum Streichen. Und ne Lampe haben wir gekauft. Passende Glühbirnen leider nicht, weil … der Baumarkt schloss.
  • Super sind auch so Dinge, wie am Dienstag festzustellen, dass man gar keine Transportsicherung für die Waschmaschine hat, die am Samstag transportiert werden muss. Aber so DHL will, ist auch das Problem heute erledigt.
  • Ich bin schon mega-gespannt, ob unsere Internetlösung mit LAN über Steckdosenadapter funktionieren wird. Wär geil, weil wir dann nicht noch 3 Wanddurchbrüche für Kabel bohren müssten.
  • Langsam gibt es auch schon Sachen, auf die ich mich vage freue. Auf dem Balkon sitzen zum Beispiel. Und da Dinge pflanzen. Und Bilder aufhängen. Aber vor allem freu ich mich drauf, wenn der ganze Umzug und der Kram mit der alten Wohnung durch ist.

Nachher werd ich vermutlich meinen Rechner daheim abbauen und morgen geht das Internet weg und wird hoffentlich problemlos in die neue Wohnung umgezogen. Insofern blogge ich wohl erst wieder nach dem Umzug.

Also dann – see you on the other side. Und drückt mir die Daumen.

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Ein Kommentar

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Umzug, Kapitel 1: Dona nobis PAXem

Der beste Mitbewohner von allen und ich ziehen nun also tatsächlich um, und das ist natürlich Material für vermutlich diverse Blogeinträge. Also fang ich mal damit an…

Wie es nun überhaupt dazu kam, dass wir umziehen? Nun ja – in unserer alten Wohnung ist recht viel renovierungsbedürftig, da man ja nicht so schrecklich gern in der bewohnten Wohnung irgendwelche großen Streich- und Umräumaktionen haben will. Also ich will das jedenfalls nicht. Einige Sachen hätte auch die Hausverwaltung machen können, z. B. den 50 Jahre alten, nicht mehr richtig funktionierenden Herd ersetzen, aber wir hatten ja damals das Katz aufgenommen, ohne dafür eine Genehmigung von Vermieter eingeholt zu haben (das ging alles sehr schnell…), und wenn wir die jetzt nachträglich noch angefragt hätten, hätte das Katz womöglich wieder ausziehen müssen, gebrochene Herzen allüberall – das ging natürlich gar nicht. Deswegen also keine Aktionen, für die der Hausmeister in die Wohnung gemusst hätte. Nachdem das Katz nun aber in den Katzenhimmel eingezogen ist, stand die Frage im Raum: Wohnung nach 12 Jahren grundrenovieren, Einbauküche reinmachen usw. oder eben umziehen. Wir dachten, wir gucken einfach mal, ob man überhaupt eine Wohnung in der Nähe finden kann, die uns gefällt und die bezahlbar ist und größer als die jetzige und die uns jemand vermieten möchte. Und nach einem eher unlustigen Intermezzo mit einer Wohnung, die wir hätten haben können, bei der wir aber unterschreiben sollten, dass wir weder wegen der Bleirohre im Haus noch wegen der 2017 beginnenden umfangreichen Bauarbeiten am gesamten Rest der Straße, wo ein kompletter Häuserblock abgerissen und neugebaut wird, die Miete zu mindern gedenken (den Vertrag haben wir dann natürlich nicht unterschrieben), fanden wir dann tatsächlich nach nur 6 Wochen Suche eine Wohnung, die uns gefiel und bei der die Vermieterin uns auch haben wollte. Sie ist zwar nicht ganz so nah dran an der alten Hood und dem Park, wie das superperfekt gewesen wäre, aber die Wohnlage ist auch recht ruhig und schön. Und an der Wohnung ist auch alles dran, was wir gerne haben wollten – Balkon, Einbauküche, Bad mit Wanne und Fenster, nicht im Erdgeschoss, nicht an einer lauten Hauptstraße, 18 m² mehr Platz als die letzte … also passt alles recht gut.

Schieben wir hier mal kurz ein, dass ich trotzdem quasi stündlich ein bisschen ausflippe bei dem Gedanken, bald nicht mehr da zu wohnen, wo ich seit 12 Jahren wohne. Veränderung ist ja eh nicht mein Lieblingsspiel, bei einer neuen Wohnung kann dann doch irgendwas scheiße sein, beim Umzug kann alles mögliche schiefgehen, die sehr viel höhere Miete ist auch nicht ganz so dolle und generell – AH! Logisch betrachtet ist es trotzdem eine vernünftige Entscheidung, weil die jetzige Wohnung halt schon seit Jahren zu klein wird, die Mieten vermutlich auch weiter steigen werden und jetzt gerade ein ganz guter Zeitpunkt für einen Umzug ist. Weiß ich auch alles. Trotzdem denke ich permanent „aber DAS hier ist doch MEINE WOHNUNG!“ und möchte am liebsten den ganzen Tag auf dem Boden liegen und in eine Papiertüte atmen. Völlig bescheuert. Aber ich erwähnte ja mein blödes Gehirn, dass permanent in Panik verfällt, ob es dazu nun Grund gibt oder nicht.

Jedenfalls schlafe ich gerade wenig und schlecht, führe im Kopf (und in Excel To-Do-Listen), drehe mehr oder weniger durchgehend am Rad und falle womöglich auch einfach noch vor dem Umzug tot um.

Ansonsten ist natürlich sehr viel zu erledigen. Seit dem 19.02. haben wir die Schlüssel. Seitdem herrscht permanente Action und wir haben schon

  • diverse Möbel online bestellt, in der Hoffnung, dass diese heile ankommen, der Shop nicht völlig dubios ist, die Spedition nix kaputt macht und ich noch irgendwen finde, der mir hilft, das 50 Kilo schwere Massivholzregal in den ersten Stock zu tragen. Uff. Ich bin ja immer etwas misstrauisch, so Kram im Internet für so viel Geld zu bestellen und lese deshalb immer erstmal tausend Erfahrungsberichte. Und die waren bei fast allen Shops wirklich horrend abschreckend – Ware nicht geliefert, mit 6 Monaten Verspätung, kaputt, unvollständig, sonstwas, kein Kundenservice zu erreichen, keine Kostenerstattung …. ahhh! Schließlich habe ich dann einen kleinen Shop mit Sitz in Bayern gefunden, der überall recht gute Bewertungen hatte und bei einer telefonischen Nachfrage auch nen guten Eindruck machte. Da habe ich dann bestellt. Mal sehen, obs klappt.
  • an einem Samstag Ikea aufgesucht (durch Last-Minute-Einflößen von Waffeln mit Sahne konnte verhindert werden, dass ich noch einen Axtmord begehe) um dort 2 PAX-Kleiderschränke zu bestellen. Mit Nummer ziehen, 30 Minuten warten und anschließender Erkenntnis, dass der ganze Kram dann vermutlich von Hermes geliefert und aufgebaut wird, was eigentlich nur schiefgehen kann, weil Hermes eine Katastrophe ist. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich nen Sprinter gemietet und den ganzen Käse selber zusammengebaut. Ich harre also der Dinge, die da kommen werden oder auch nicht und der Frage, wie viel Prozent meiner neuen Wohnung nachher in Schutt und Asche liegen werden. Passieren wird das Ganze übrigens an einem Montag nach nem Convention-Wochenende, den ich mir freigenommen hatte, um mich zu erholen. Stattdessen werde ich um 6 aufstehen, um ab 7 Uhr morgens in der noch komplett leeren Wohnung zu warten, weil eine nähere Eingrenzung des Liefer- und Montagetermins als „von 7 bis 21 Uhr“ natürlich nicht möglich war. Ich kotze schonmal prophylaktisch ein wenig im Strahl.
  • Glück gehabt und eine zufällig passende Badewannenfaltwand (sowas wie eine Duschkabine, nur halt für Wannen) günstig ergattert, weil es zufällig eine reklamierte gab, die auf unsere Maße genau passte. Hurra!
  • 18 Umzugskartons von einem Freund besorgt, der gerade nach Hamburg gezogen ist und sie uns netterweise leiht.
  • Farbe gekauft
  • diversen anderen Kleinkram gekauft – Glühbirnen, Kissen, nen Balkontisch usw.
  • sinnlos 40 Minuten in der Mega-Polsterabteilung von Möbel Höffner verbracht, ohne einen Lesesessel zu finden, den ich haben will und der auch auf jeden Fall von der Größe her passt (das wird daher aufgeschoben)
  • 4 verschiedene Baumärkte besucht und allen erdenklichen Kram gekauft – Farbrollen, Malerkrepp, eine Leiter, Pinsel, Filzklebenubsis für die Tische und Stühle (weil Parkett) usw.
  • eine Umzugsfirma gebucht, die für einen Arsch voll Geld (aber dafür hoffentlich schnell) unseren Umzug machen wird – am 18.03. isses soweit.
  • zwei handwerkliche begabte Freunde dagehabt, die Lampen angebracht, einen Küchenschrank versetzt und die besagte Badewannenfaltwand aufgebaut haben, plus diverse weitere Tätigkeiten.
  • einen Umzug des Telefonanschlusses beantragt.

Jo, das war jetzt so … die erste Woche. Drei weitere im Umzugswahnsinn werden noch folgen, und danach muss natürlich noch die alte Wohnung gestrichen werden und all sowas.

Als nächstes steht jetzt

  • mehr Umzugskartons besorgen,
  • Malerflies ausleihen,
  • Wände abkleben und
  • streichen auf dem Programm.

Und natürlich packen. All unseren Scheiß. Allein die 6 oder 7 Regale Bücher werden ein Spaß. Und natürlich der noch im Keller dräuende Berg an altem Rempel, nach wie vor nützlichen Dingen und allem dazwischen. Ächz.

Demnächst geht es also weiter mit Berichten vom Umzug. Heute geht erstmal die Kündigung für die alte Wohnung raus.

Und ich atme derweil weiter in eine Tüte.

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