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#RPGaDay2018 und Tagebuchbloggen, Tag 10

Huihui, quasi schon ein Drittel des Monats durchgehalten. Hurra.

Frage 10: Wie hat Rollenspiel dich verändert?

Nun ja, darauf könnte ich jetzt natürlich wieder erzählen, wie viele Leute ich nur durchs Rollenspiel kennengelernt habe und dass mein Leben heute wohl sehr aussehen würde, wenn ich nicht vor mittlerweile 15 Jahren mit RPG angefangen hätte. Aber das habe ich ja bestimmt schon tausendmal hier irgendwo geschrieben.

Von daher: Ich denke, Rollenspiel hat mir durchaus geholfen, gewisse Stärken und Schwächen an mir zu erkennen und auch außerhalb des Spiels auszubauen. Zum Beispiel hat das Runden- und Rollenspieltouren organisieren doch geholfen zu erkennen, dass ich ziemlich gut im Organisieren bin. Und dass ich, das ist jetzt ein seltsames Eigenlob, ziemlich gut lügen kann, hab ich auch beim Rollenspiel gemerkt. Ist im Job übrigens auch ziemlich nützlich, wenn mal wieder einer von meinen Chefs nicht mit Mandant X reden möchte. Oder in anderen Situationen.

Es sei dann noch kurz angemerkt, dass ich denke, dass man ziemlich lange Rollenspiel machen kann und nicht allzuviel Neues hinzulernt – vor allem, wenn man immer das selbe System mit immer den selben Leuten spielt. Ich empfinde Rollenspiel erst so richtig als bereichernd und gedankenanregend, seit ich mich mit verschiedenen Spielstilen und Metathemen wie Repräsentation und Diversität sowie verschiedensten, auch eher nischigen Systemen befasse. Das muss man nicht, man kann auch einfach spielen und nicht groß drüber nachdenken und das ist auch völlig legitim. Aber die Frage, wieso verschiedene Leute eigentlich verschiedene Dinge am RPG interessant finden und wie man Rollenspiele auch benutzen kann, um zum Nachdenken anzuregen und sich gezielt in bestimmte Personengruppen hineinzuversetzen – das sind schon wirklich spanennde Aspekte des Hobbies, die ich heute nicht mehr missen möchte. Zumal auch das normale Stammsystem mit der Stammgruppe bereichert wird, wenn man mal über den Tellerrand schaut.

Tagebuchblogcontent

Gestern dann erst um 07:00 aufgestanden, da ich donnerstags ja später anfange. Wieder Yoga am offenen Fenster, leider untermalt von erst der Frühstückspause der Bauarbeiter und dann dem vorm Fenster wütenden Bagger. Aber hey, das war einfach nur das zusätzliche Schwierigkeitslevel bei einem Video, das eh schon „Practice Serenity“ heißt. 😉

Dann los ins Büro, es war erstaunlich kühl und angenehm dafür, dass es abends eigentlich gewittern sollte. Im Büro dann erstmal Kaffee gemacht und die Tatsache, dass ich etwas weniger müde war als den Rest der Woche, dazu genutzt, ein paar aufgeschobene eher schwierige Vorgänge zu erledigen. Mittags wollte ich eigentlich zum Asiaten, der war aber megavoll mit mindestens 10 Leuten vor mir in der Schlange. Stattdessen war ich dann beim Falafelladen gegenüber, das war auch wieder sehr lecker, allerdings wurde der Plan, nebenher zu lesen, nix, da es superlaut war. Deshalb dann schnell von dort geflohen und nochmal in einen Coffeeshop, wo ich dann einem Stück Schokoladenkuchen nicht wiederstehen konnte. Dazu nen Cappuccino, dann zurück ins Büro. Einen Pfändungs- und Überweisungsbeschluss fertig gemacht, der so das Äquivalent zu „einmal mit der Schrotflinte ins Gebüsch schießen“ ist. Mal sehen, was aus dem so wird.

Feierabend um kurz nach 18 Uhr, nochmal schnell zu Rewe. Dann zum Bahnhof, durch die fast schon flüssige Luft. „Freudige“ Überraschung: Citytunnel dicht, nächste Bahn über die andere Strecke in 13 Minuten. Orrrr. Genervt wieder hoch zum Busbahnhof, in den völlig überfüllten Bus gequetscht und eine andere Route heimgefahren. Auf dem Weg von der Bahn nach Hause kam dann endlich das angekündigte Gewitter. Schnell die Kopfhörer und das Handy in den Rucksack gestopft, dann aber sehr erfreut durch den Regenguss nach Hause gelaufen. Der Mitbewohner hatte schon die ersten Interessenten durch die Wohnung geführt, die zweiten kamen dann um 20 Uhr. Inzwischen weiß ich aber schon, dass beide die Wohnung nicht wollten. Also gehen die Besichtigungen weiter, seufz.

Dann noch eine Folge OitnB, Abendessen fiel aus wegen zu viel zum Mittag gehabt, dann gegen 23 Uhr völlig erschöpft ins Bett.

Umzugserledigungen: Die Interessenten rumgeführt, sonst leider nix.

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Still here

Ja, mich gibt es auch noch. Und wenn meine Motivation erhalten bleibt, setz ich mich nachher auch nochmal ans Mediengedöhns der letzten 2 Monate *seuuuuufz*.

Boah, ich habe gerade so viel um die Ohren, dass ich kaum zum bloggen komme und sehr oft hatte ich schon einen neuen Beitrag geöffnet, dann doch wieder was anderes gemacht und ihn leer wieder geschlossen. Irgendwie ist im letzten halben Jahr mein Social Life ein bisschen explodiert und es ist auch so einiges passiert und …. puh.

Also, ich trau es mich kaum zu schreiben, aber es sieht so aus, als ob wir im Herbst wieder umziehen. Raus aus dem hellhörigen Nachkriegshaus mit den Assi-Nachbarn aus der Hölle. Wie die neuen Nachbarn sein werden, weiß man natürlich nicht, aber: Die neue Wohnung ist ein einem Haus, das erst 4 Jahre alt ist und ich erhoffe mir, dass die Wände dann dort vernünftig dick sind und wir nicht mehr fast jeden Abend mit geräuschunterdrückenden Kopfhörern daheim sitzen müssen. Passend zum letzten Abschnitt in der bescheuerten Wohnung wird jetzt parallel die gesamte Straße (bzw. die Bürgersteige) neu gemacht UND gleichzeitig die Abwasseranlage unseres Hauses und der zwei Nachbarhäuser saniert. Aktuell also Montag bis Freitag ab 7 Uhr Baustellenlärm allüberall, was natürlich etwas suboptimal ist, wenn man freitags frei hat. Und noch suboptimaler, wenn man davon nicht mehr betroffen gewesen wäre, wenn sie es ein paar Monate später gemacht hätten. Naja, egal.

Ihr dürft mir also gerne die Daumen drücken, dass mit der neuen Wohnung alles klappt und so. Sie liegt übrigens …. *trommelwirbel* …. 200 Meter Luftlinie von unserer alten Wohnung weg, also genau in der Gegend, aus der ich eigentlich sowieso nie wegwollte. Erstaunlich übrigens, wie sehr sich das Stadtbild, die Bewohner und das Lebensgefühl ändern, wenn man 2 km weiter weg zieht. Hätte ich nie gedacht. Aber der neue (bald wieder alte) Stadtteil ist doch leider deutlich blöder als der alte (bald wieder neue). Also nicht nur, dass da mehr rücksichtslose und seltsame Menschen wohnen, es gibt auch einfach weniger nette Läden und Cafés und so. Aber bald bin ich ja dann wieder back in the hood. Hoffentlich. Wenn alles klappt. Und ich mich nicht erschieße aufgrund der schieren Schrecklichkeit, schon wieder umziehen zu müssen.

Wie sinnfrei und was für eine Geldverschwendung es ist, aufwändig umzuziehen und dann nach anderthalb Jahren schon wieder die Wohnung zu wechseln, fragt ihr? Ja. Ich sag mal so: Könnte ich in die Zukunft sehen, hätte ich das auch SEHR anders gemacht. Kann ich aber nicht, von daher bleibt mir dann auch nur learning from mistakes und so.

Dann war ich im Urlaub. Nach dem letzten Jahr in Schottland – hey, immer noch nicht drüber gebloggt, das kann ich dann wohl auch einfach bleiben lassen – wollte ich dringend wieder ins Warme. Ja ja, könnte ich in die Zukunft sehen und hätte gewusst, dass es hier dieses Jahr tatsächlich einen Sommer gibt, hätte ich auch ne Ferienwohnung an der Ostsee mieten können und mir den Flug sparen. Kann ich aber nicht. :p Und deswegen war ich dann also auf Korfu. Schlimmer Pauschalurlaub, gebucht über Lufthansa Holiday. Und Korfu auch vor allem, weil das mit das günstigste war, wenn man einfach nur ne Woche „irgendwas mit Sonne, Strand und warm“ haben wollte. Joah, und was soll ich sagen – das war dann total nett! Zwar wurde im Vorfeld die Unterkunft umgebucht, weil die, die wir wollten, überbucht war. Eigentlich hatten wir so ne Ferienwohnung in einem kleinen Dingens mit nur 8 Wohneinheiten, das wurde dann geändert auf Hotelanlage. Da war das aber auch so ein Apartment mit 2 Zimmern, Küchenzeile und eigener Terrasse, das war dann schon okay. Ich glaube, in der Hochsaison ist das eher gruselig da, wenn man von der Anzahl der Poolliegen auf die übliche Belegung schließen kann, aber da noch nirgendwo in Deutschland Sommerferien waren, war es doch ziemlich leer. Korfu selber ist jedenfalls total schön, sehr grün, mit tollen Stränden (teils Kies, teils Sand) und schönen Buchten und durchweg ziemlich freundlichen Menschen und sehr leckerem Essen. Da würde ich glatt nochmal hinfahren. Mit einem Mietwagen da rumcruisen wäre sicherlich auch ganz nett, allerdings waren die Straßen halt schon sehr …. bergig und schmal und so, so dass ich froh war, dass wir da mit einem Minibus rumkutschiert wurden. Also vom und zum Flughafen und auf der einen Tagestour, die wir gemacht haben. Den Rest der Zeit hab ich am Pool und am Strand gelegen, gelesen, gebadet, geschlafen und sehr sehr viel frittierten Käse gegessen. Und irgendwie war das nach dem ganzen Stress und Nerv echt so der optimale Urlaub.

Vorher war dann ja auch noch NordCon, die wieder sehr schön war. Viele nette Leute getroffen und wiedergesehen, neue Spiele ausprobiert, Fan vom System Matters-Verlag geworden, mit Cifer an neuem Abenteuerprojekt gewerkelt und überhaupt. Ist immer wieder ganz wunderbar dort. UND dann waren dieses Jahr ja noch die Vögte mit Scherbenland  für den Deutschen Rollenspielpreis nominiert UND haben gewonnen! Wohoo! Glückwunsch nochmal! Das spontane Essen in großer, gemischter Runde beim Kroaten um die Ecke war dann auch ganz wunderbar und ein schöner Abschluss für die Con.

Oh, und noch vorher, an Pfingsten nämlich, hatten wir Besuch von den Vögten, das war ganz großartig, auch wenn sie auf der Hinfahrt im Stau des Todes steckten und ich sehr lange Angst hatte, dass sie einfach wieder umdrehen und nach Hause fahren. Aber das Wochenende war dann super! Mit Museum und DSA-Spielen und Hafenrundfahrt und Whisky kaufen und Essen. Sehr viel Essen. Sehr gutem Essen. Und natürlich viel Zeit zum Quatschen und Rumnerden und überhaupt! Dass wir uns dann zwei Wochen später auf der NordCon schon wieder gesehen haben, war natürlich noch superer – ich bewundere die beiden immer noch für das knallharte Durchziehen des „für einen Tag nach Hamburg“-Plans!

Bei meiner Familie im tiefen Erzgebirge war ich zwischendrin auch noch, da unser alljährliches Frühlingstreffen in Leipzig ausgefallen war, weil mein Neffe noch ein bisschen sehr klein ist. Das war auch nett, und ich war mal an Muttertag bei meiner Mutter und wir haben großen Brunch gemacht und alles. Außerdem ist meine Schwester ja mindestens so ein verkappter Gourmet wie ich und hat uns in Chemnitz in ein unglaublich gutes Restaurant geschleppt.

Dann war ja noch das Game of Thrones Experience-Konzert hier in Hamburg, das war auch sehr cool. Ramin Djawadi hat ja selber dirigiert und der wirkt wirklich sehr nett und sympathisch und bodenständig (vor allem im Vergleich zu Hans Zimmer, dem alten Angeber….). Und das Konzert war toll gemacht, mit krass coolen Effekten und Kostümen und natürlich ganz viel von der wirklich großartigen Musik. Sehr schön. (Und gut, dass wir noch rechtzeitig gemerkt haben, dass das demnächst ist und wir Karten dafür haben. Wir hatten die nämlich schon letzten Oktober gekauft und es dann im Mega-Stress total vergessen … aber zum Glück dann ca. 2 Wochen vor dem Konzert gemerkt und so war es dann eine schöne Überraschung sozusagen.)

Ansonsten habe ich gerade erfreulicherweise sehr viel Rollenspiel in meinem Leben, also so von der DSA-Runde mal abgesehen. Die gibt es natürlich auch noch und wir spielen auch weiterhin fast jeden Samstag. Aaaaaber tatsächlich hat es sich ergeben, dass sich eine City of Mist-Runde zusammengefunden hat und nach sehr vielen Charaktererstellungs-Session-Zero-Dingen werden wir dann bald nun auch mal wirklich anfangen. Ich hab mir auch spontan gleich mal meinen Charakter zeichnen lassen, als neulich eine Künstlerin auf Twitter Comissions anbot. Wenn ich vorstellen darf: Emilia. Ehemalige Trickbetrügerin auf der Suche nach einem ehrlichen Auskommen, blöderweise besessen von einem diebischen Rabengeist, der diese Bemühungen etwas torpediert…

Aber auch abseits von City of Mist habe ich in den letzten Wochen wirklich unglaublich viel gespielt – zwei Abende Worlds of Peril (auch ein PbtA-System über Superhelden) über Hangout, Winterhorn im Würfel und Zucker, und morgen spiele ich da auch DREAD und nächste und überübernächste Woche dann Monster of the Week auch über Hangout. Wah! Ich find es sehr cool, dass ich gerade einigermaßen dazu komme, all die coolen Systeme, von denen ich immer so höre, tatsächlich auch mal auszuprobieren.

Zwischendurch natürlich noch Arbeit (immer noch entspannt und tausendmal besser als im alten Job), leider ziemlich viel Migräne (inklusive Krankschreibung für mehrere Tage, mäh) und auch sonst noch mehr Besuch gehabt, im Park gelegen, viel rumorganisiert und rumüberlegt und tralala und joah. Da fliegt die Zeit einfach so vorbei und zack, seit 2 Monaten nicht gebloggt. Aber vielleicht klappt das in Zukunft mal wieder ein bisschen besser.

So. Und in 2 Wochen fahr ich übers Wochenende nach Berlin, im September hoffentlichvielleichtbittebitte nach Wien und über noch mehr und noch andere coole Sachen, die sich so ergeben haben, erzähl ich dann ein anderes Mal.

(Und weil ich jetzt zu faul bin, noch Bilder außer dem Charakterportrait rauszusuchen, gibts jetzt keine. Vielleicht füg ich sie später noch ein.)

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Jahresrückblick 2017

Silvester, ich hocke gerade in einem Hotel, weil ich dieses Jahr zu Silvester einfach nur irgendwo sein wollte, wo nicht geknallt und geböllert wird. Also Zeit, in Ruhe was als Jahresrückblick zu bloggen, nur Lust hab ich nicht gar so viel.

Das Jahr war so insgesamt schon ganz okay, wird aber nach wie vor überschattet davon, dass unsere neue Wohnung zwar sehr schön ist, sich aber in einem unfassbar hellhörigen Haus aus den Fünzigern befindet. Und nicht nur über uns immer noch zwei dauerhaft trampelnde Kinder wohnen, sondern die Wohnung unter uns seit Anfang Oktober renoviert wird. Ohne Ankündigung irgendwelcher Arbeiten. Von irgendwelchen schwarz arbeitenden Handwerkern, die um 14 Uhr mal anfangen und dann bis abends Lärm machen. Mit inzwischen mehreren Wanddurchbrüchen. Und ohne absehbares Ende. Wer jetzt findet, dass das nervig klingt, multipliziere das geistig nochmal mit 100, weil mein Migränegehirn ungefähr nichts so sehr nicht abkann wie dauerhaften Lärm und kann sich dann vielleicht vorstellen, wie meine Laune seit Oktober ist. Deswegen gab es hier auch so lange nix zu lesen. Nur darüber zu schreiben regt mich eh schon wieder auf, weil man nix dagegen tun kann, wenn halt zu den laut Hausordnung zulässigen Zeiten renoviert wird. Jeden Tag. Stundenlang. Seit 3 Monaten. Also außer Miete mindern, aber das träfe dann ja unsere Vermieterin, die sich sehr engagiert und nachdrücklich für uns eingesetzt und mit den renovierenden Deppen mehrfach telefoniert hat, um ihnen den Unterschied zwischen „Nachtruhe um 22 Uhr“ und „keine lauten Arbeiten nach 20 Uhr“ zu erklären *augenroll*. Ich hoffe einfach, dass es nun endlich bald ein Ende hat und bin ansonsten froh, dass ich ab übermorgen wieder arbeiten gehen „darf“ und dann wenigstens tagsüber nicht zu Hause bin. Achja, und ab Januar werden dann noch im gesamten Wohngebiet die Abwasserleitungen neu gemacht. Zusätzlich zum Umbau der gesamten Straße, der auch schon seit Juli läuft.

Letztendlich werden wir es wohl in der Wohnung noch ein bisschen aushalten müssen und parallel nach etwas Neuem suchen, was dann aber auch bitte so sein muss, dass man es dort aushält. Da die Lärmschutzbedingungen im Laufe der Zeit besser geworden sind, suchen wir jetzt also vor allem nach neueren Häusern (und ganz idealerweise einer Wohnung im obersten Stockwerk). Aber das wird sich wohl noch eine Weile hinziehen. Ist aber auch egal – selbst, wenn wir jetzt im Januar schon nen neuen Vertrag abschließen würden, wäre die Renovierung vermutlich durch, ehe wir ausgezogen wären. Ich versuche derweil mich nicht völlig davon zerrütten zu lassen, es ist aber alles andere als leicht. Leider habe ich seit Mitte November fast jeden Tag bis 20 Uhr irgendwo Zeit totschlagen müssen, was in sehr hohen Ausgaben für Restaurants und Cafés, sehr viel weniger Sport als ich das eigentlich wollte und sehr viel verspeisten Kuchen und Abendessen resultierte. Kriegt man auch nicht wieder, das Geld. Und die Zeit. Und die Nerven.

Joah, sonst … war ich gerade 2 Wochen meines 3 Wochen dauernden Urlaubs superfett erkältet, so dass ich davon auch nix hatte. Der Dezember entwickelt sich zu einem echten Hass-Monat bei mir, der war letztes Jahr schon megabeschissen.

Ab Januar habe ich dann eine semi-neue Arbeitsstelle: Meine (ehemals) 4 Chefs haben sich im Sommer endgültig zerstritten und 3 von ihnen eine neue Kanzlei gegründet und da fange ich im Januar an. Das gab natürlich noch einige Verhandlungen, so dass ich ab Januar etwas mehr Geld bekomme (erstmal) und später dann noch etwas mehr, außerdem sind die Arbeitszeiten etwas flexibler geworden und ich denke, das könnte alles ganz gut werden. Oder das totale Chaos. Aber das bleibt abzuwarten. Ich bin schon gespannt auf meinen neuen Arbeitsplatz.

Sonst war das erste halbe Jahr 2017 sehr vom Umzug dominiert. Die HeinzCon und die NordCon waren wieder schöne Erlebnisse im Rollenspielbereich, die trotz Umzug noch drin waren. Im Juni gab es dann noch einen sehr tollen Besuch bei den Vögten in Aachen, mit Rollenspiel und Grillen und Eis und Whiskey und im tollsten Nerd-Haus, das ich kenne. Außerdem war ich noch ein Wochenende in Berlin zum Rollenspielen und wir hatten auch viel netten Besuch in Hamburg. Sommer fiel dann ja so mehr oder weniger aus, ich kann mich jedenfalls an ungefähr 4 Tage erinnern, wo es mal warm und schön war. Sonst Regen und kalt oder schwül und gewitterig. Gah.

Im September waren wir dann ja im Schottlandurlaub, über den ich immer noch nicht gebloggt habe und der auch so semi-gut war. Es war kalt, es war nass, das weiß man vorher, aber durch den Nicht-Sommer vorher in Hamburg wäre ich eigentlich lieber ins Warme gefahren als ins kalte Schottland. Dann hatten wir noch unglaubliche Probleme mit den Unterkünften, weil es supervoll war. Und nach der Hälfte des Urlaubs war ich krank, weil kalt und windig und alles ungeheizt. Dann gab es noch Probleme mit dem Rückflug-Check-in und … es war einfach nicht erholsam so insgesamt. Vielleicht bin ich doch langsam bereit für All-Inclusive-Rundum-Sorglos-Cluburlaub. *seufz* Trotzdem hatte der Urlaub schon auch sehr viele schöne Momente und Schottland ist schon toll, so an sich.

Jetzt bin ich ganz froh über die Entscheidung, ohne große Feier, fernab von Feuerwerk und Böllern und mit einem Abendessen als einzigen weiteren Tagesordnungspunkt ins neue Jahr zu kommen.

Nun doch der übliche Fragebogen:

Zugenommen oder abgenommen?
Vermutlich insgesamt immer noch ab, auch wenn die letzten Wochen dabei NICHT hilfreich waren.

Haare länger oder kürzer?
Kürzer, nachdem Judith so nett war, mir im Juni ein gutes Stück abzuschneiden. Mal sehen, wann das nächste Mal was abkommt, momentan nerven die Haare nicht und sind auch noch nicht sonderlich kaputt.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Ist wohl gleichgeblieben.

Mehr Kohle oder weniger?

Das Gehalt blieb gleich, aber etliche teure Ausgaben kamen natürlich durch den Umzug hinzu. Insgesamt also wohl weniger.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr. Wie gesagt, Umzug und so. Der Schottlandurlaub war auch echt teuer.

Der hirnrissigste Plan?
„5 Leute haben mir gesagt, dass man in Schottland keine Unterkünfte vorher gebucht haben muss, dann wird das wohl stimmen, lass uns einfach SPONTAN SEIN.“ Spontan am Arsch. Der nächste Urlaub wird genauso sehr durchoptimiert und geplant, wie mein planungswütiges Hirn will.

Die gefährlichste Unternehmung?
Da fällt mir nix ein. Ich mach doch nix gefährliches.

Mehr Sport oder weniger?

Gute Frage, im Vergleich zum Vorjahr vielleicht ein bisschen mehr.

Die teuerste Anschaffung?

Neue Möbel.

Das leckerste Essen?

Das Essen in Schottland war durchgehend super, die Weihnachtsgans bei meinen Eltern sehr gut gelungen, ansonsten bin ich ein großer Fan von diesem Butter Chicken-Rezept geworden. Und der Brunch im Restaurant Engel zu Ostern war auch super. Ebenso wie das Essen im Tschebull, wo ich zweimal war.

Das beeindruckendste Buch?
The Handmaid’s Tale.

Das enttäuschendste Buch?
Im Sachbuch-Bereich das Fiakso-Kompendium, das mir zu viel generisches „macht halt was Cooles!“ ohne konrekte Anregungen war. An Romanen: The Martian. War ganz nett, aber die Haupfigur ging mir einfach derbe auf die Nerven.

Der beste Film?
The Last Jedi.

Liebste Serie?
Star Wars: Rebels und Agents of SHIELD. Nein, ich kann mich nicht zwischen den beiden entscheiden.

Der beste Theaterbesuch?
Ich war mal wieder gar nicht im Theater. Nur im Kabarett zu Weihnachten, das aber dieses Jahr mehr so naja war, leider.

Die beste Musik?
Ich höre ja eh nie was neues. Insofern der übliche Kram, der auf meinem Handy halt so wohnt.

Die meiste Zeit verbracht mit…?
… arbeiten und schlafen. Wie es halt so ist.

Die schönste Zeit verbracht mit… ?
… dem Herrn Mitbewohner, der DSA-Runde, den Vögten, den Mitnanduriaten, der Couch, dem Netflix.

Vorherrschendes Gefühl 2017?
„Ich will doch nur meine Ruhe.“

2017 zum ersten Mal getan?
Etwas bei YouTube hochgeladen. Auf dem Balkon gefrühstückt. Eine Umzugsfirma beauftragt. Einen Autounfall gebaut (nur ein ganz kleiner Blechschaden ohne Verletzte und ja, ich war eindeutig schuld. Aber alles schon geregelt.).

2017 nach langer Zeit wieder getan?
Die Star Wars-Prequels gesehen. Dinge aus meinem alten Kinderzimmer in der Hand gehabt. Wände gestrichen. Auf einen Berg gestiegen.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Migräne. Die weltpolitische Lage. Die ganze Scheiße mit der Wohnsituation.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Keine Ahnung.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Das fällt jetzt wohl ein bisschen unter angeben, aber Nautolanication war schon leider geil und sorgte glaub ich für Freude.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Ein Besuch im Escape-Room! Das war sehr cool.

Der folgenreichste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Keine Ahnung.

Der folgenreichste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Keine Ahnung.

2017 war mit 1 Wort…?
Halbwegs.

Vorsätze für 2018?
Weiter Spocht machen, weiter mein hyperaktives Nervhirn beruhigen, Wohnsituation noch eine Weile aushalten und dann hoffentlich endgültig verbessern, im halb-neuen Job dafür sorgen, dass da nicht alles in alte Muster zurückfällt. Rollenspieltechnisch mehr neue Sachen ausprobieren, besser spielen, vielleicht mal wieder was leiten. Mehr lesen. Irgendwo Urlaub machen, wo es warm ist.

So. Das wars.

Ich wünsch euch allen ein wunderbares, fantastisches, erfolgreiches, friedliches und gesundes Jahr 2018!

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Umzug, Final Chapter: Wohnungsbilder

Neulich versprochen, nun gleich eingelöst: Ein paar Fotos von der neuen Wohnung.

Die Küche:

Featuring sehr viel mehr Stauraum und so viele Schränke, dass fast alles reinpasst. Wir brauchen aber trotzdem noch irgendein Schrankding, damit auch der letzte aktuell auf der Arbeitsplatte rumstehende Kram mal verstaut wird. Das soll dann neben den Kühlschrank, der dank Magnethaken auch wunderbar als Halterung fungiert:

Dann das Bad:

Sehet die Wanne! Sehet das Fenster! Sehet die Badewannenfaltwand, die wir für nur 250 Euro im Baumarkt ergattert haben!

Wohnzimmer:

So sieht es von der Tür her aus. Rechts neben dem Fernseher geht es raus auf den Balkon.

Fernsehschrank und daneben noch ein Regal, was Alkohol und Süßkram beinhaltet 😉 .

Die Essecke.

Das Sofa. Das mal irgendwann ausgetauscht werden muss, weil es halt leider 10 cm zu breit ist, so dass die Tür nicht zugeht. Aber das eilt nicht.

Neben dem Wohnzimmer ist dann das Zimmer, in dem des Mitbewohners Schreibtisch steht und außerdem ein Großteil der Bücher. Und das E-Piano. Und so. Der Raum hat zwei Türen, einmal nach links zum Wohnzimmer und nach rechts dann in das Schlafzimmer vom Mitbewohner.

(Das sind alles Rollenspielbücher)

(Und hier stehen die übrigen Bücher. Alphabetisch nach Autoren sortiert.)

Man beachte, wie brillant der Mitbewohner die Lied von Eis und Feuer-Bücher aufgestellt hat:

Und dann mein Schlafzimmer. Schreibtisch:

 

Bücherregal vor schönster Wandfarbe von Welt:

Raumtrenner mit Lesesessel:

Bett:

(Das habe ich für das Foto so gestellt aufgeräumt, eigentlich liegt im Bett ein Haufen Rempel ;). Aber wäre mein Zimmer ausm Schöner-Wohnen-Katalog, so sähe es aus.

Und dann natürlich: Der Balkon!

Auf dem man sehr gut Abendessen kann:

Und von dem es abends dann manchmal so aussieht:

So, ich denke, das gibt einen ganz guten Eindruck. Ich bin jedenfalls – trotz teils ungeiler Parkplatzlage und den Trampelnachbarn – froh, dass wir jetzt da wohnen und nicht mehr in der alten Wohnung. Auch wenn ich manchmal immer noch das Gefühl habe, wir würden eigentlich nur so auf Zeit da wohnen und irgendwie gäbe es die alte Wohnung noch, voll eingerichtet und komplett und so. Wird wohl noch ein bisschen dauern, bis ich das nicht mehr so im Kopf habe und nicht mehr blind im Geiste durch die alte Wohnung durchlaufen kann.

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Mal wieder Tagebuchbloggen …

… wollte ich ja auch schon länger mal wieder.

Pfuh. Irgendwie weiß ich ja eh immer nicht, wen das alles so interessieren soll, was in meinem total spannenden *hust* Leben so passiert, aber allein aus Dokumentationsgründen für mein späteres Selbst schreibe ich mal wieder auf, was gerade so los ist.

Neue Wohnung

Die ist nun langsam doch schon recht weit gediehen. Ich muss nochmal ein paar Fotos machen fürs Blog. Jedenfalls gibt es noch zwei kleine Baustellen, nämlich noch eine leere Stelle in der Küche, an die noch ein Schrank oder Tisch passen würde, wobei ich inzwischen eher zum Schrank tendiere. Und in eins der anderen Zimmer soll auch noch ein Regal-Schrank-Ding, in das der Staubsauger verschwinden kann, der sonst immer etwas blöd rumsteht, ebenso wie die weiteren Putzmittel. Naja, und ein paar Umzugskartons müssen noch zurückgegeben werden, ein Karton mit zu spendenden Büchern steht noch rum und sowas. Und es hängen noch nicht alle Bilder, weil ein paar passende Rahmen fehlen bzw. kaputtgegangen sind. Und unser Plan für den Balkon ging auch nicht so richtig auf, weil wir das Regal, was wir da aufstellen wollten, nirgendwo befestigen konnten. Die Verkleidung an der Fassade ist nämlich wirklich nur Verkleidung und dahinter ist ein Hohlraum, so dass man da nix Schweres anschrauben kann. Haben wir natürlich festgestellt, nachdem ich den Krams gekauft hatte. Nun muss ich wieder zu Ikea und alles zurückgeben. Seufz.

Ansonsten ist die Wohnung aber sehr schön geworden. Auf dem Balkon frühstücken oder generell rumsitzen ist toll, eine Küche, in der sich zwei Leute gleichzeitig aufhalten können, auch. Mein Schlafzimmer gefällt mir optisch nach wie vor richtig gut. Und das Wohnzimmer, bei dem ich vorher nicht sicher war, ob es nicht für Sofa und Esstisch zu klein ist, ist auch schön geworden und groß genug für alles, man muss nur den Tisch ein bisschem verrücken, wenn wirklich mehr als 3 Leute dran sitzen. Die Gegend ist auch sehr nett, vor allem jetzt im Sommer. Der Innenhof ist grün und bietet eigentlich jeden Tag einen kleinen Privatzoo mit Vögeln, Kaninchen und Eichhörnchen. In der Nähe gibts auch einen kleinen Park, der natürlich nicht so schön ist wie der Hammer Park, aber er ist auch nett. Das Einzige, was an der Wohnung nervt, sind die Nachbarn von obendrüber. Da wohnen fünf Leute in einer denkbar ungünstigen Kombination: Ältere Frau, deren zweiter Ehemann, ihr gemeinsames Kind (ca. 8) plus die Tochter aus erster Ehe (Anfang 20) mit deren Kind (ca.4.). Die jüngere Frau will eigentlich ausziehen, findet aber keine Wohnung (und kümmert sich auch nicht wirklich). Joah und da oben herrscht fast jeden Tag stundenlang Gepolter und Gebrüll, weil anscheinend die Kinder nicht miteinander klarkommen (oder sie kommen ganz toll miteinander klar und betreiben da oben professionelles Basketballtraining, das kann natürlich auch sein …), die Erwachsenen dann ihre Erziehung durch lautes Rumbrüllen ausüben und generell Unfrieden herrscht. Einsicht scheint nicht vorhanden zu sein, da die jüngere Frau schon bei Einzug meinte, ihr Kind „sei eben so laut“. Und neulich war der Herr Mitbewohner zum ersten Mal oben und hat gebeten, dass nun mal etwas die Lautstärke reduziert wird (um 22 Uhr). Da hieß es dann lapidar „ja, wir haben heute Besuch“ und es passierte … nichts. Alles total toll. Allerdings wollen wir gerade in einem Haus, was zum großen Teil auch von den eigenen Besitzern der Wohnung bewohnt wird, nicht gleich nach 2 Monaten die Nachbarn sein, die wegen jeder Ruhestörung die Polizei rufen. Nett auf den Lärm hinweisen scheints aber auch nicht zu bringen. Insofern sind wir gerade etwas ratlos – wie man dem Problem mit allen möglichen juristischen Spirenzchen beikäme, wissen wir, aber wir wollen ja nur unsere Ruhe und keinen Nachbarschaftskrieg. Früher oder später wird das Problem sich vermutlich erledigen, weil entweder die Kinder aus dem Trampel-und-Brüll-Alter raus sind oder die jüngere Frau mit ihrem Kind doch ne Wohnung findet. Aber echt wieder ganz tolles „Glück“ – die anderen Nachbarn sind nämlich alle ziemlich ruhig. Vor allem, weil wir aus der anderen Wohnung ja auch weg sind, weil da die neuen Nachbarn so laut waren. Hngh.

Arbeit, Arbeit

Joah. Arbeit läuft ganz okay, seit ich daran arbeite, dass mir alles, was in dem Laden abgeht, einfach maximal am Arsch vorbei geht. Kann aber sein, dass es hier demnächst doch mal was Neues gibt, es finden zurzeit nämlich auffällig viele interne Besprechungen statt, was in einem Büro, in dem die Inhaber eigentlich kaum noch miteinander reden, vermutlich kein tolles Zeichen ist. Aber auch das ist mir erschreckend egal. Gruseliger ist, dass ich jetzt wirklich schon fast seit 10 Jahren hier arbeite. ZEHN JAHRE. Grargh.

Urlaub, Urlaub

Wie immer mache ich erst Urlaub, wenn der gefühlt alle anderen ihn hinter sich haben, nämlich im September. Nachdem es in Italien zwar sehr hübsch war, aber auch sehr stressig durch die unmögliche Verständigung mit den Italienern und der allgemeinen Unorganisiertheit, wollte ich diesmal wieder ins englischsprachige Ausland. Deswegen geht es nach Schottland. Die Flüge sind schon gebucht, sonst aber noch nix. Wobei ich vorher nur einen Mietwagen buchen möchte und den Rest dann spontan machen. Dat wird schon. Falls also noch jemand von euch ganz viele tolle Tipps für Schottland hat, immer her damit! Los geht es in Aberdeen, der Rest steht wie gesagt noch nicht fest.

Im November geht es dann wieder nach Dänemark auf Rollenspieltour, und ich fürchte, diesmal könnte es wieder soweit sein, dass ich was leiten muss. Es haben nämlich schon zwei Leute nachgefragt, ob wir nicht doch nochmal nen Abend Hollow Earth Expedition spielen könnten … na, mal sehen. Einen Abend alle drei Jahre schaff ich ja vielleicht.

Ausflüge, Besuch usw.

Die lange Zeit bis zum Sommerurlaub (noch 9 Wochen!) überbrückt man am Besten natürlich mit ein paar anderen netten Ausflügen, Unternehmungen und so weiter. So war im Juni ja erstmal die NordCon, die wieder sehr viel Spaß gemacht hat (einen Bericht findet ihr hier), mit schönen Spielrunden und nettem Besuch und viel Gequatsche. Zwei Wochen später war ich in Aachen, die wunderbaren Vögte besuchen. Trotz dezent chaotischer Bahnfahrt (es war der Tag nach dem Unwetter und es war ein Wunder, dass es am Ende nur 2,5 h Verspätung waren) war es ein tolles Wochenende, das viel zu schnell vorbei war. Mit Eis essen und Grillen und Aachen besichtigen und Whiskey kaufen (und trinken) und Scherbenland spielen und permanentem Staunen über das wunderbare Nerd-wana-Haus. Das war so schön! Und seit dem Wochenende sind meine Haare auch endlich wieder ein Stück kürzer. Das Projekt „türkise Tönung“ war leider ein sehr kurzlebiges, weil nach einmal Waschen komplett raus.

Letztes Wochenende besuchte uns dann noch Nandurionkollege Cifer und wir spielten mit ihm, einem Mitspieler meiner regulären Runde und einem auf der NordCon kennengelernten Gastspieler eine Runde Edge of the Empire. Dank eines Charaktergenerators habe ich mir auch noch schnell einen eigenen SC gebaut. Meine Zabrak-Slicerin mit einer Schwäche für Droiden hat dann auch sehr viel Spaß gemacht. Und meine Fresse, kann man viele dumme Gamoreaner-Witze machen. So … viele … Gamoreanerwitze. Schweinerei.

Dieses Wochenende ist dann regulär DSA am Samstag, am Freitag treffe ich mich aber noch mit meinen Eltern, die gerade in der Nähe Urlaub machen, und am Sonntag kommen sie dann noch zu mir, die neue Wohnung begutachten. Also auch schon wieder Action. Achja, und Anfang August fahr ich nochmal nach Berlin zu einer Runde Rollenspiel im Nanduriatenkreis. Man könnte also sagen, die Wochen bis zum Urlaub sind noch gut gefüllt ;).

Und sonst so

Dann war ja noch G20 letztes Wochenende. Was für eine Scheiße, ehrlich. Als ich letztes Jahr nach der Trump-Wahl gelesen hatte, dass der Gipfel in Hamburg stattfindet, war ich fest entschlossen, auf eine Demo zu gehen. Nach dem ganzen Chaos im Vorfeld mit Warnung vor bewaffneten Radikalen, Sperrzonen, diversen Demos, die diese ignorieren wollten, der Frage, mit welchen Protesten man sich überhaupt identifizieren möchte usw. war ich dann schon eher skeptisch. Und spätestens nach den Ausschreitungen am Donnerstag war ich dann froh, zu Hause zu sein und habe das Wochenende über meinen Stadtteil nicht verlassen. Auf ne Demo hab ich mich nicht mehr getraut. Teils aus Schiss vor irgendwelchen steineschmeißenden Krawalltouristen, teils aus Schiss vor der Polizei. Sauer war ich jedenfalls. Und echt traurig. Über die Ausschreitungen, die die Nachrichten dominierten. Über das dumme Gewäsch der Politiker hinterher, von wegen „das war ja alles ganz toll“. Aber auch über so kleine Sachen, wie meine Chefs, die meine Kollegin allen Ernstes am Freitag im Büro antraben ließen, während sie selber zu Hause blieben (2 von 3 Leuten), so dass sie gegen Mittag dann betteln musste, ob sie nach Hause darf, weil 5 Minuten vom Büro entfernt schon der Ikea brannte.

Fundiertere Einschätzung des ganzen Debakels überlasse ich lieber anderen. Immerhin gab es auch schöne Aktionen, wie die spontane Putz- und Aufräumaktion in der Schanze. Aber insgesamt … eine traurige und frustrierende Geschichte alles.

Viel mehr gibt es auch nicht zu berichten, schätze ich. Spannendes Leben, und so. Schnarch.

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Umzug, Kapitel IV: Lebst du noch oder ziehst du schon um?

Jetzt gab es hier etwas länger kein Update, was daran liegt, dass einfach keine Zeit war. Umziehen ist ja doch eine elende, freizeitfressende Tätigkeit. Aber das Schlimmste ist jetzt so langsam vorbei, auch wenn wir gerade noch eher in einem Stapel Kisten wohnen als in einer eingerichteten Wohnung.

Es lief bisher aber alles soweit ganz gut, kann man wohl so sagen.

  • Meinen alten Kram bin ich fast vollständig auf Ebay losgeworden. Natürlich hatte ich auch genau das Erlebnis, was ich befürchtet hatte, nämlich dass Leute sich was reservieren und dann einfach nicht auftauchen. Das passierte gleich zweimal, das eine Möbelstück wollte zum Glück noch des Mitbewohners Schwester haben, das andere blieb dann stehen. Dabei handelte es sich natürlich um das Größte von allen, nämlich meinen alten Kleiderschrank. Den haben wir dann zur Freude aller Nachbarn in der Nacht vorm Umzug um 0 Uhr in seine Einzelteile zerlegt, damit er mit dem restlichen alten Rümpel entsorgt werden kann. Eigentlich wollte ich dem Ebay-Arsch noch ne wütende Mail schreiben, aber ich hatte dann Besseres zu tun. Immerhin ging der Rest der Sachen ganz gut weg – 2 Betten, 1 weiterer Schrank, ein paar Küchenmöbel und mein Computertisch. Ein paar olle Regale und des Mitbewohners alten Schreibtischstuhl hat dann die Spedition entsorgt.
  • Am vorletzten Samstag sind wir dann – ich nach 6 Stunden Schlaf, der Mitbewohner nach  3,5 – umgezogen. Ich hatte vorher ja diverse Albträume, was alles schief gehen könnte mit dem Umzugsunternehmen – werden sie auftauchen? Passt unser Kram ins Auto? Entsorgen sie unseren Rümpel womöglich doch nicht? Schmeißen sie alle Kartons runter? Weigern sie sich womöglich doch, die Wasch- und Spülmaschine an- und abzuschließen? War natürlich alles Käse. Das vierköpfige Team war absolut professionell, freundlich und kompetent, hat all unseren Kram in 5,5 Stunden in die neue Wohnung gebracht und dann den ganzen Müll zur Entsorgung mitgenommen. Und am Ende habe ich vom bezahlten Preis sogar noch 80 Euro wiederbekommen, weil die Entsorgung wohl doch schneller ging als kalkuliert. Also Leute, wenn ihr mal im Raum Hamburg umzieht: Firma Huckepack bekommt von mir eine dicke Empfehlung.
  • Nachdem die Umzugsmenschen dann weg waren, flogen unsere beiden handwerklich begabten Freunde ein, mit denen wir dann noch bis 22 Uhr Möbel zusammengebaut, Lampen und Vorhänge angebracht, Dinge an die Wände geschraubt und dergleichen haben. Da ist auch längst noch nicht alles erledigt, was zu erledigen wäre, aber irgendwann mussten wir dann halt mal aufhören. Immerhin hatten wir für die erste Nacht dann jeder ein Bett und Vorhänge vorm Fenster, das war schonmal das Wichtigste.
  • Dann kam das Renovierungsbootcamp in der alten Wohnung. Sonntag nach dem Umzug 6 Stunden lang Dübellöcher verfüllt, abgeklebt und angefangen zu streichen. Montag und Dienstag hatte ich frei, da hab ich dann am Montag 13 h gestrichen und am Dienstag 11 h geputzt, der Mitbewohner kam dann jeweils dazu, sobald er von der Arbeit wegkonnte. Das waren glaub ich die anstrengendsten und ätzendsten Tage überhaupt. Abends taten meine Hände so weh vom ganzen Farbrolle umklammern, dass ich ohne Schmerzmittel nicht einschlafen konnte. Am Mittwoch kam dann der Hauswart, um eine Vorabnahme zu machen. Der zeigte sich immerhin angemessen erfreut von der Tatsache, dass schon gestrichen war, der Teppich entfernt und so weiter.
  • Dann bin ich erstmal wieder arbeiten gegangen. So ein Bürojob ist auf einmal total schön, wenn man vorher 2 Tage geschuftet hat, sag ich euch. Einfach nur rumsitzen und tippen. Hach. Nicht vorhenthalten möchte ich euch den Dialog mit meinem „Lieblingschef“:
    Chef: „Na, Sie haben es ja gut, nur 2 Tage Arbeit diese Woche.“
    Ich: „Glauben Sie mir, ich hätte lieber gearbeitet statt zwei Tage von früh bis spät die Wohnung zu renovieren.“
    Chef: „Dann hätten Sie ja kommen können und einen Handwerker beauftragen.“
    Mein: „Würden Sie mich besser bezahlen, hätte ich das vielleicht gemacht“ konnte ich mir dann gerade noch verkneifen.
  • Es folgte dann ein wenig Herumtelefonieren mit dem alten Vermieter, der erst wollte, dass wir noch bis Ende April Miete zahlen in der alten Wohnung. Schließlich konnten wir uns, nachdem er das Protokoll vom Hauswart bekommen hatte, darauf einigen, dass wir bis 31.03. den Schlüssel abgeben und bis 15.04. noch Miete zahlen. Laut meinem Mietrechtschef ein guter Deal (da der Vertrag ja fristgemäß erst am 31.05. geendet hätte).
  • Lustig wurde es dann, als sich rausstellte, dass der Kundenbetreuer mir das Protokoll an die alte Adresse geschickt hat statt an die neue, für diese aber bereits ein Nachsendeauftrag läuft und der Brief daher einfach mal tagelang nicht ankam. Als ich am Montag dann beim Vermieter anrief, arbeitete mein Kundenbetreuer da auf einmal nicht mehr (hätte man vorher ja mal sagen können…). Ich war schon etwas in Panik, dann rief mich zum Glück seine Nachfolgerin zurück und kriegte es dann auch hin, mir das Protokoll einzuscannen und zu mailen (vorher hieß es immer, das ginge nur per Post *seufz*). Am Montagnachmittag hatte ich es dann endlich.
  • Es folgten zwei weitere wunderschöne Einsätze in der alten Wohnung. Zwar war wirklich kaum noch was zu tun – ne Lampe abmachen, ein paar Dübellöcher in den Fliesenfugen zumachen, Klebezeugs von einer Tür entfernen (hier an dieser Stelle noch mal eine Ohrfeige durchs Raum-Zeit-Kontinuum an Vergangenheits-Lena, die meinte, es sei eine tolle Idee, ein Poster mit doppelseitigem Teppichklebeband an einer Tür anzubringen. Damn you!) und halt putzen. Aber da ich nicht noch mehr Urlaub ausgeben wollte, war dann Montag und Dienstag halt erst Büro und dann Putzen angesagt. Am Mittwoch war ich dann ein migräniges Wrack, aber wir haben alles fertig bekommen.
  • Heute früh war dann Schlüsselübergabe. Ich habe die ganze Nacht irgendwelchen Scheiß geträumt, der schiefgehen könnte (also eher völlig absurden Mist, wie z. B., dass wir auf einmal rausfinden, dass wir noch eine 10 m² große Dachterrasse haben, die wir mit Teppich ausgelegt und mit riesigen Blumenkübeln vollgestellt haben und jetzt ganz schnell leer räumen müssen …), der Termin dauerte dann aber nur 15 Minuten und war völlig relaxt. Einmal kurz das Protokoll durchgegangen, Strom abgelesen, Schlüssel übergeben, Dinge unterschrieben, fertig. ENDLICH! Endlich nicht mehr in der alten Wohnung rumhantieren müssen, nicht mehr ständig hin und her fahren und endlich keine Sorgen mehr drum machen, dass alles gut geht. Uff.
  • Und die neue Wohnung? Joah, die kam natürlich viel zu kurz. Am Sonntag haben wir die Küche so halb eingeräumt, viel Kram muss aber nochmal durchgespült werden, weil er in der alten Wohnung in einem offenen Regal stand und angestaubt ist. Dann kann man vielleicht auch endlich mal in der neuen Wohnung was kochen. Immerhin stehen jetzt beide Rechner, das Internet über Power-Lan läuft bisher auch gut und ich komm zumindest wieder an alle Mailadressen und Dateien gut ran. Als nächstes steht halt noch viel ausräumen, einsortieren und Kartons wegbringen auf dem Programm, außerdem will ich gerne bald den Balkonboden verlegen, jetzt kann man ja nun wirklich bald draußen sitzen.

Soweit also das Update. Fotos von der neuen Wohnung gibt es vielleicht auch mal, aber gerade ist es noch viel zu chaotisch, um irgendwas fotografieren zu können.

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Umzug, Kapitel III: The Final Countdown

BadaDABDABDAAAAAH!

(Ja, ich hab jetzt auch nen Ohrwurm, so wie ihr. Gern geschehen :p.)

Ja. Also. Wir ziehen dann also übermorgen um (ahahahahaaaa). Ich schlafe nach wie vor schlecht und zu wenig, habe seit Dienstag Todesmigräne, die auch nur zeitweilig verschwindet, drehe alle fünf Minuten wegen was Neuem am Rad und will einfach nur, dass es vorbei ist. Momentan isses auch nicht mal mehr so,  dass ich in sinnloser übertriebener Panik in eine Tüte atme, es ist einfach jeden Tag Arbeit, Umzugskram bis mindestens 22 Uhr und dann am nächsten Tag wieder um halb 7 aufstehen. Gnarf. Es ist noch längst nicht so viel gepackt, wie ich es gern hätte, der Mitbewohner sagt aber, wir schaffen das. Ein Haufen Kram befindet sich schon in der neuen Wohnung, ein sehr viel größerer Haufen Kram noch in der alten. Die wir dann ab Sonntag ja noch schön streichen dürfen und putzen und bla bla. Froide. Aber Mittwoch ist schon Termin mit dem Hausmeister, bis dahin muss es alles halbwegs durch sein .

Am letzten Wochenende waren wir ja erstmal von Freitag bis Sonntag auf der HeinzCon. Hätten wir wohl ne Woche vorm Umzug auch nicht so gebucht, wenn wir im Dezember schon vom Umzug gewusst hätten, aber so what. Es war auch toll, mal rauszukommen. Wegen meines Schlafmangels sind wir mit dem Zug hingefahren und es war eine gute Entscheidung. Habe endlich geschafft, mein Buch zu Ende zu lesen, konnte ein bisschen vor mich hindösen und es waren einfach 8 Stunden mehr Erholung statt nochmal 6 Stunden konzentriert Auto fahren. Die Con war auch sehr schön, auch wenn es kacke ist, schon total übermüdet da anzukommen. Aber hier gehts ja nun um den Umzug.

Der Stand der Dinge:

  • Am Montag standen wir um 6 auf (urghlf), fuhren in die neue Wohnung und warteten dann dort fünfeinhalb Stunden auf den Hermes-Aufbaudienst. Währenddessen bauten wir immerhin ein Schuhregal, ein Badregal und 80 % unseres Schuhschranks zusammen, ansonsten saß ich auf dem neuen flauschigen Teppich und überarbeitete am Laptop den Myranor-Workshopbericht von dern HeinzCon. Hermes kam dann endlich und, Wunder über Wunder, es ging alles gut. Sie hatten alles dabei, bauten in 2 Stunden unsere Kleiderschränke auf, waren nett und kompetent und wurden dann vom Mitbewohner betrinkgeldet und verabschiedet, während ich SCHON WIEDER bei Ikea war, um einen Teppich zu kaufen, den es in der Filiale, wo wir zuletzt waren, nicht gab.
  • Unser Staubsaugerdroide tat derweil in der neuen Wohnung schonmal sein Werk, was auf jeden Fall auch nötig war.
  • Da – natürlich – auch mein vierter Versuch, all meine alten Möbel über eine wohltätige Organisation zu spenden, am Transport scheiterte, habe ich am Montag dann angefangen, alles über Ebay-Kleinanzeigen zu verschenken. Da bin ich noch bei – 4 Sachen sind schon weg, 6 noch da, mit etwas Glück gehts heute weiter mit den Abholern. Irgendwie ist das auch schon etwas schräg, wie dann völlig unbekannte Menschen auftauchen und die eigenen Möbel wegtragen. Aber ich bin froh über alles, was wegkommt.
  • Der Rest der Woche von Einpacken, Sortieren, Rumräumen, Putzen, Ebayen und viel zu wenig Schlaf und Freizeit bestimmt. Die Wohnung sieht so langsam auch aus wie … naja, wie kurz vorm Umzug halt. Kartons überall, dazwischen Müllsäcke.
  • Meine neueste Panik-Idee ist ja, dass die Möbelpacker am Samstag einfach nicht auftauchen. Oder Stunden zu spät. Oder um 6 Uhr morgens, wenn wir noch pennen. Argh.
  • Wir waren auch schon wieder im Baumarkt, diesmal wegen Kram für die alte Wohnung zum Streichen. Und ne Lampe haben wir gekauft. Passende Glühbirnen leider nicht, weil … der Baumarkt schloss.
  • Super sind auch so Dinge, wie am Dienstag festzustellen, dass man gar keine Transportsicherung für die Waschmaschine hat, die am Samstag transportiert werden muss. Aber so DHL will, ist auch das Problem heute erledigt.
  • Ich bin schon mega-gespannt, ob unsere Internetlösung mit LAN über Steckdosenadapter funktionieren wird. Wär geil, weil wir dann nicht noch 3 Wanddurchbrüche für Kabel bohren müssten.
  • Langsam gibt es auch schon Sachen, auf die ich mich vage freue. Auf dem Balkon sitzen zum Beispiel. Und da Dinge pflanzen. Und Bilder aufhängen. Aber vor allem freu ich mich drauf, wenn der ganze Umzug und der Kram mit der alten Wohnung durch ist.

Nachher werd ich vermutlich meinen Rechner daheim abbauen und morgen geht das Internet weg und wird hoffentlich problemlos in die neue Wohnung umgezogen. Insofern blogge ich wohl erst wieder nach dem Umzug.

Also dann – see you on the other side. Und drückt mir die Daumen.

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