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Still here

Ja, mich gibt es auch noch. Und wenn meine Motivation erhalten bleibt, setz ich mich nachher auch nochmal ans Mediengedöhns der letzten 2 Monate *seuuuuufz*.

Boah, ich habe gerade so viel um die Ohren, dass ich kaum zum bloggen komme und sehr oft hatte ich schon einen neuen Beitrag geöffnet, dann doch wieder was anderes gemacht und ihn leer wieder geschlossen. Irgendwie ist im letzten halben Jahr mein Social Life ein bisschen explodiert und es ist auch so einiges passiert und …. puh.

Also, ich trau es mich kaum zu schreiben, aber es sieht so aus, als ob wir im Herbst wieder umziehen. Raus aus dem hellhörigen Nachkriegshaus mit den Assi-Nachbarn aus der Hölle. Wie die neuen Nachbarn sein werden, weiß man natürlich nicht, aber: Die neue Wohnung ist ein einem Haus, das erst 4 Jahre alt ist und ich erhoffe mir, dass die Wände dann dort vernünftig dick sind und wir nicht mehr fast jeden Abend mit geräuschunterdrückenden Kopfhörern daheim sitzen müssen. Passend zum letzten Abschnitt in der bescheuerten Wohnung wird jetzt parallel die gesamte Straße (bzw. die Bürgersteige) neu gemacht UND gleichzeitig die Abwasseranlage unseres Hauses und der zwei Nachbarhäuser saniert. Aktuell also Montag bis Freitag ab 7 Uhr Baustellenlärm allüberall, was natürlich etwas suboptimal ist, wenn man freitags frei hat. Und noch suboptimaler, wenn man davon nicht mehr betroffen gewesen wäre, wenn sie es ein paar Monate später gemacht hätten. Naja, egal.

Ihr dürft mir also gerne die Daumen drücken, dass mit der neuen Wohnung alles klappt und so. Sie liegt übrigens …. *trommelwirbel* …. 200 Meter Luftlinie von unserer alten Wohnung weg, also genau in der Gegend, aus der ich eigentlich sowieso nie wegwollte. Erstaunlich übrigens, wie sehr sich das Stadtbild, die Bewohner und das Lebensgefühl ändern, wenn man 2 km weiter weg zieht. Hätte ich nie gedacht. Aber der neue (bald wieder alte) Stadtteil ist doch leider deutlich blöder als der alte (bald wieder neue). Also nicht nur, dass da mehr rücksichtslose und seltsame Menschen wohnen, es gibt auch einfach weniger nette Läden und Cafés und so. Aber bald bin ich ja dann wieder back in the hood. Hoffentlich. Wenn alles klappt. Und ich mich nicht erschieße aufgrund der schieren Schrecklichkeit, schon wieder umziehen zu müssen.

Wie sinnfrei und was für eine Geldverschwendung es ist, aufwändig umzuziehen und dann nach anderthalb Jahren schon wieder die Wohnung zu wechseln, fragt ihr? Ja. Ich sag mal so: Könnte ich in die Zukunft sehen, hätte ich das auch SEHR anders gemacht. Kann ich aber nicht, von daher bleibt mir dann auch nur learning from mistakes und so.

Dann war ich im Urlaub. Nach dem letzten Jahr in Schottland – hey, immer noch nicht drüber gebloggt, das kann ich dann wohl auch einfach bleiben lassen – wollte ich dringend wieder ins Warme. Ja ja, könnte ich in die Zukunft sehen und hätte gewusst, dass es hier dieses Jahr tatsächlich einen Sommer gibt, hätte ich auch ne Ferienwohnung an der Ostsee mieten können und mir den Flug sparen. Kann ich aber nicht. :p Und deswegen war ich dann also auf Korfu. Schlimmer Pauschalurlaub, gebucht über Lufthansa Holiday. Und Korfu auch vor allem, weil das mit das günstigste war, wenn man einfach nur ne Woche „irgendwas mit Sonne, Strand und warm“ haben wollte. Joah, und was soll ich sagen – das war dann total nett! Zwar wurde im Vorfeld die Unterkunft umgebucht, weil die, die wir wollten, überbucht war. Eigentlich hatten wir so ne Ferienwohnung in einem kleinen Dingens mit nur 8 Wohneinheiten, das wurde dann geändert auf Hotelanlage. Da war das aber auch so ein Apartment mit 2 Zimmern, Küchenzeile und eigener Terrasse, das war dann schon okay. Ich glaube, in der Hochsaison ist das eher gruselig da, wenn man von der Anzahl der Poolliegen auf die übliche Belegung schließen kann, aber da noch nirgendwo in Deutschland Sommerferien waren, war es doch ziemlich leer. Korfu selber ist jedenfalls total schön, sehr grün, mit tollen Stränden (teils Kies, teils Sand) und schönen Buchten und durchweg ziemlich freundlichen Menschen und sehr leckerem Essen. Da würde ich glatt nochmal hinfahren. Mit einem Mietwagen da rumcruisen wäre sicherlich auch ganz nett, allerdings waren die Straßen halt schon sehr …. bergig und schmal und so, so dass ich froh war, dass wir da mit einem Minibus rumkutschiert wurden. Also vom und zum Flughafen und auf der einen Tagestour, die wir gemacht haben. Den Rest der Zeit hab ich am Pool und am Strand gelegen, gelesen, gebadet, geschlafen und sehr sehr viel frittierten Käse gegessen. Und irgendwie war das nach dem ganzen Stress und Nerv echt so der optimale Urlaub.

Vorher war dann ja auch noch NordCon, die wieder sehr schön war. Viele nette Leute getroffen und wiedergesehen, neue Spiele ausprobiert, Fan vom System Matters-Verlag geworden, mit Cifer an neuem Abenteuerprojekt gewerkelt und überhaupt. Ist immer wieder ganz wunderbar dort. UND dann waren dieses Jahr ja noch die Vögte mit Scherbenland  für den Deutschen Rollenspielpreis nominiert UND haben gewonnen! Wohoo! Glückwunsch nochmal! Das spontane Essen in großer, gemischter Runde beim Kroaten um die Ecke war dann auch ganz wunderbar und ein schöner Abschluss für die Con.

Oh, und noch vorher, an Pfingsten nämlich, hatten wir Besuch von den Vögten, das war ganz großartig, auch wenn sie auf der Hinfahrt im Stau des Todes steckten und ich sehr lange Angst hatte, dass sie einfach wieder umdrehen und nach Hause fahren. Aber das Wochenende war dann super! Mit Museum und DSA-Spielen und Hafenrundfahrt und Whisky kaufen und Essen. Sehr viel Essen. Sehr gutem Essen. Und natürlich viel Zeit zum Quatschen und Rumnerden und überhaupt! Dass wir uns dann zwei Wochen später auf der NordCon schon wieder gesehen haben, war natürlich noch superer – ich bewundere die beiden immer noch für das knallharte Durchziehen des „für einen Tag nach Hamburg“-Plans!

Bei meiner Familie im tiefen Erzgebirge war ich zwischendrin auch noch, da unser alljährliches Frühlingstreffen in Leipzig ausgefallen war, weil mein Neffe noch ein bisschen sehr klein ist. Das war auch nett, und ich war mal an Muttertag bei meiner Mutter und wir haben großen Brunch gemacht und alles. Außerdem ist meine Schwester ja mindestens so ein verkappter Gourmet wie ich und hat uns in Chemnitz in ein unglaublich gutes Restaurant geschleppt.

Dann war ja noch das Game of Thrones Experience-Konzert hier in Hamburg, das war auch sehr cool. Ramin Djawadi hat ja selber dirigiert und der wirkt wirklich sehr nett und sympathisch und bodenständig (vor allem im Vergleich zu Hans Zimmer, dem alten Angeber….). Und das Konzert war toll gemacht, mit krass coolen Effekten und Kostümen und natürlich ganz viel von der wirklich großartigen Musik. Sehr schön. (Und gut, dass wir noch rechtzeitig gemerkt haben, dass das demnächst ist und wir Karten dafür haben. Wir hatten die nämlich schon letzten Oktober gekauft und es dann im Mega-Stress total vergessen … aber zum Glück dann ca. 2 Wochen vor dem Konzert gemerkt und so war es dann eine schöne Überraschung sozusagen.)

Ansonsten habe ich gerade erfreulicherweise sehr viel Rollenspiel in meinem Leben, also so von der DSA-Runde mal abgesehen. Die gibt es natürlich auch noch und wir spielen auch weiterhin fast jeden Samstag. Aaaaaber tatsächlich hat es sich ergeben, dass sich eine City of Mist-Runde zusammengefunden hat und nach sehr vielen Charaktererstellungs-Session-Zero-Dingen werden wir dann bald nun auch mal wirklich anfangen. Ich hab mir auch spontan gleich mal meinen Charakter zeichnen lassen, als neulich eine Künstlerin auf Twitter Comissions anbot. Wenn ich vorstellen darf: Emilia. Ehemalige Trickbetrügerin auf der Suche nach einem ehrlichen Auskommen, blöderweise besessen von einem diebischen Rabengeist, der diese Bemühungen etwas torpediert…

Aber auch abseits von City of Mist habe ich in den letzten Wochen wirklich unglaublich viel gespielt – zwei Abende Worlds of Peril (auch ein PbtA-System über Superhelden) über Hangout, Winterhorn im Würfel und Zucker, und morgen spiele ich da auch DREAD und nächste und überübernächste Woche dann Monster of the Week auch über Hangout. Wah! Ich find es sehr cool, dass ich gerade einigermaßen dazu komme, all die coolen Systeme, von denen ich immer so höre, tatsächlich auch mal auszuprobieren.

Zwischendurch natürlich noch Arbeit (immer noch entspannt und tausendmal besser als im alten Job), leider ziemlich viel Migräne (inklusive Krankschreibung für mehrere Tage, mäh) und auch sonst noch mehr Besuch gehabt, im Park gelegen, viel rumorganisiert und rumüberlegt und tralala und joah. Da fliegt die Zeit einfach so vorbei und zack, seit 2 Monaten nicht gebloggt. Aber vielleicht klappt das in Zukunft mal wieder ein bisschen besser.

So. Und in 2 Wochen fahr ich übers Wochenende nach Berlin, im September hoffentlichvielleichtbittebitte nach Wien und über noch mehr und noch andere coole Sachen, die sich so ergeben haben, erzähl ich dann ein anderes Mal.

(Und weil ich jetzt zu faul bin, noch Bilder außer dem Charakterportrait rauszusuchen, gibts jetzt keine. Vielleicht füg ich sie später noch ein.)

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Was schön war im Januar 2018

Sollte man ja öfter mal machen, drüber bloggen, was eigentlich schön war. Und obwohl der Januar ja meistens irgendwie so ein seltsamer Monat ist, wo man eigentlich nur friert und versucht sich fürs neue Jahr zu sortieren, war in diesem Jahr erstaunlich Action.

Am ersten Januarwochenende gleich drei Tage Besuch – von Ex-Nandurionkollegen Vibart, Ex-DSA-Mitspieler J. und NordCon-Bekanntschaft R. Aber so staffelweise, also der eine von Donnerstag bis Samstag, der nächste von Freitag bis Sonntag. Was dann drei nette Abende ergab, nämlich ein Essen beim Griechen am Donnerstag, Fiakso am Freitag und Star Wars-RPG am Samstag. Zwischendurch nette Gespräche, leckeres Essen und trotz all der Action wenigstens einigermaßen ausreichend Schlaf. Außerdem hatten wir äußerst unkomplizierte und großzügige Gäste, die uns ganz viel Süßkram und Bier und Cola und Schnaps und Kaffee mitbrachten und auch kein Problem damit hatten, wenn ich mal ne halbe Stunde keine Zeit hatte.

Schon lange drauf gefreut, dass es im Januar wieder ein tägliches Yoga-Video von Adriene gibt, und bis auf 2 Tage hab ich auch jeden Tag das aktuelle gemacht (und die 2 Tage dann auch am nächsten jeweils nachgeholt). Wenn ichs also nicht noch in den letzten 3 Tagen verbasel, bin ich up-to-date mit dem Ganzen durchgekommen. Irgendwie war es diesmal sogar meistens gar nicht so anstrengend.

Dann gab es ein Treffen mit lauter Leuten aus dem nichtmehrganzsodunkelgrünen Forum, die ich teilweise seit 13 Jahren nicht gesehen hatte. Das war lustig. Auch wenn das Wetter kacke war, Julie leider wegen nicht fahrender Züge absagen musste und Hamburg im Januar keine gar so geile Location ist, um stundenlang durch die Gegend zu laufen. Aber es war auf jeden Fall nett, all die Leute mal wieder zu sehen. Fun fact: Nachdem ich wochenlang nach 2 Locations gesucht hatte, wo man a) mit einem Rollstuhlfahrer reinkommt und b) ein Veganer was zu essen findet, war dann beim ersten Essen die Veganerin nicht dabei und beim zweiten der Rollstuhlfahrer. Aber da der Rest mit der Auswahl der Location glaube ich auch ganz zufrieden war, war das schon okay. Jetzt dank Besuch auch mal auf der Elphi gewesen. Doch, schon ganz nett, die Aussicht von dort.

Mit dem T. war ich dann letzte Woche Pizza essen bei meinem Lieblingsitaliener. Das war auch sehr nett und ich bin jetzt wieder ein kleines bisschen mehr motiviert, was Schreibprojekte angeht und habe auch zumindest schon ein bisschen was getan.

Eine sehr, sehr erfreuliche Nachricht für den besten Mitbewohner von allen. Ich freu mich immer noch.

Und dann (auch aufgrund der sehr erfreulichen Nachricht) dann noch ein sehr spontan eingeworfenes Wochenende an der Ostsee. Ich weiß nicht, was alle Leute im Januar auch da wollen, es war aber ganz schön schwer, noch ein Hotelzimmer zu finden. Das, was wir dann noch ergattert haben, war dann aber sehr schön. Und das Wochenende auch! Ostseetherme, im Hotel rumhängen und lesen, Essen, Spaziergang, mehr Wellness im Hotel, mehr Essen, zwei Nächte mit 9 Stunden Schlaf ohne trampelnde Kinder morgens um halb 8. Ich wär am liebsten dageblieben.

Der (halb)neue Job ist bisher auch eigentlich im Großen und Ganzen okay. Über die Stunde Gleitzeit morgens hab ich mich schon sehr gefreut, wenn man migränig und matschig aufwacht, ist es sehr entspannend, dann alels in Ruhe machen zu können. Bis auf 4 Stunden, die ich gemeinsam mit der Aushilfe da bin, habe ich mein Vorzimmer für mich allein und das ist schon sehr angenehm. Kein blöder Smalltalk mehr. Keine Kollegin, die mir ihr unspannendes Leben erzählen will. Und wenn mir gerade der Rücken wehtut, steh ich halt kurz auf und hampel ein bisschen rum, stört auch keinen. Die Stimmung ist auch viel besser als im alten Büro, auch wenns natürlich immer noch Arbeit ist, immer noch öfter mal anstrengend und nervig, aber … insgesamt einfach schon besser.

Sonst noch schön im Januar:

  • Nach wie vor immer mal wieder ein Fischbrötchentreffen mit dem besten Mitbewohner von allen, zwar an einem anderen Tag, weil anderer Markt, aber ich arbeite immer noch im Einzugsgebiet der besten Fischbrötchen Hamburgs. Hurra!
  • Zweimal im Lieblingsbrunchlokal zum Frühstück gewesen. Und überhaupt irgendwie ständig was leckeres gegessen.
  • Donnerstags hab ich ja jetzt immer eine Stunde lang Mittagspause, die ich dazu nutze, in einem der tausend Hipsterlokale hier etwas zu essen und dabei zu lesen. Das gefällt mir ausgesprochen gut.
  • Nochmal im Kino gewesen zu The Last Jedi. Und vorher ein Steak gegessen. Das war nett. Ich habe auch nur noch halb soviel geheult wie sonst (im Kino, nicht bei Block House). Ich glaube, auf BluRay kann ich den Film vielleicht mit nur einer Packung Taschentücher überstehen!
  • Offline (online versuche ich das gar nicht erst) erstaunlich viele gesittete und nette Diskussionen über Star Wars geführt.
  • Mit Schwerter und Giganten ist das erste Buch erschienen, das ich lektoriert habe. Hurra!

Nichganzsoschön im Januar

  • mein Knie zickt seit über einer Woche herum, seit ich es mir beim Yoga leicht verdreht habe und dann zwei Tage damit durchs kalte Hamburg gerannt bin. Es wird zwar besser, aber so richtig weg isses immer noch nicht.
  • Im neuen Büro herrscht teilweise immer noch sehr viel Chaos und meine drei Chefs dazu zu bewegen, sich mal zu Entscheidungen durchzuringen, ist ein bisschen wie Flöhe hüten. Oder Beamtenmikado. Irgendwer wird es schon irgendwann machen, aber iiiiiiich hab jetzt keine Zeit.
  • Die Baustelle unter uns ist immer noch da. Zusätzlich sind schon die Hecken entfernt worden für die bald anstehende Abwasserkanalkompletterneuerung. Isch möschte das nischt.
  • Mein neues Hobby: Immer donnerstags, wenn ich erst kurz vor 8 hochmüsste, zwischen 4 und 5 Uhr morgens aufwachen und mindestens ne Stunde wachliegen. Nervt.
  • Es ist kalt, kalt, kaaaaaalt. Und der Frühling wird noch auf sich warten lassen.

So, und morgen muss ich zum Zahnarzt und kriege nen Weisheitszahn gezogen. Der Januar hat also noch das Potenzial, auf dem letzten Meter blöd zu werden. Deshalb poste ich das hier einfach ganz gewieft schon heute!

Und zum Schluss noch wilde Bilder – hauptsächlich Meer. Und Essen. Also das Schönste überhaupt 😉 .

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Jahresrückblick 2017

Silvester, ich hocke gerade in einem Hotel, weil ich dieses Jahr zu Silvester einfach nur irgendwo sein wollte, wo nicht geknallt und geböllert wird. Also Zeit, in Ruhe was als Jahresrückblick zu bloggen, nur Lust hab ich nicht gar so viel.

Das Jahr war so insgesamt schon ganz okay, wird aber nach wie vor überschattet davon, dass unsere neue Wohnung zwar sehr schön ist, sich aber in einem unfassbar hellhörigen Haus aus den Fünzigern befindet. Und nicht nur über uns immer noch zwei dauerhaft trampelnde Kinder wohnen, sondern die Wohnung unter uns seit Anfang Oktober renoviert wird. Ohne Ankündigung irgendwelcher Arbeiten. Von irgendwelchen schwarz arbeitenden Handwerkern, die um 14 Uhr mal anfangen und dann bis abends Lärm machen. Mit inzwischen mehreren Wanddurchbrüchen. Und ohne absehbares Ende. Wer jetzt findet, dass das nervig klingt, multipliziere das geistig nochmal mit 100, weil mein Migränegehirn ungefähr nichts so sehr nicht abkann wie dauerhaften Lärm und kann sich dann vielleicht vorstellen, wie meine Laune seit Oktober ist. Deswegen gab es hier auch so lange nix zu lesen. Nur darüber zu schreiben regt mich eh schon wieder auf, weil man nix dagegen tun kann, wenn halt zu den laut Hausordnung zulässigen Zeiten renoviert wird. Jeden Tag. Stundenlang. Seit 3 Monaten. Also außer Miete mindern, aber das träfe dann ja unsere Vermieterin, die sich sehr engagiert und nachdrücklich für uns eingesetzt und mit den renovierenden Deppen mehrfach telefoniert hat, um ihnen den Unterschied zwischen „Nachtruhe um 22 Uhr“ und „keine lauten Arbeiten nach 20 Uhr“ zu erklären *augenroll*. Ich hoffe einfach, dass es nun endlich bald ein Ende hat und bin ansonsten froh, dass ich ab übermorgen wieder arbeiten gehen „darf“ und dann wenigstens tagsüber nicht zu Hause bin. Achja, und ab Januar werden dann noch im gesamten Wohngebiet die Abwasserleitungen neu gemacht. Zusätzlich zum Umbau der gesamten Straße, der auch schon seit Juli läuft.

Letztendlich werden wir es wohl in der Wohnung noch ein bisschen aushalten müssen und parallel nach etwas Neuem suchen, was dann aber auch bitte so sein muss, dass man es dort aushält. Da die Lärmschutzbedingungen im Laufe der Zeit besser geworden sind, suchen wir jetzt also vor allem nach neueren Häusern (und ganz idealerweise einer Wohnung im obersten Stockwerk). Aber das wird sich wohl noch eine Weile hinziehen. Ist aber auch egal – selbst, wenn wir jetzt im Januar schon nen neuen Vertrag abschließen würden, wäre die Renovierung vermutlich durch, ehe wir ausgezogen wären. Ich versuche derweil mich nicht völlig davon zerrütten zu lassen, es ist aber alles andere als leicht. Leider habe ich seit Mitte November fast jeden Tag bis 20 Uhr irgendwo Zeit totschlagen müssen, was in sehr hohen Ausgaben für Restaurants und Cafés, sehr viel weniger Sport als ich das eigentlich wollte und sehr viel verspeisten Kuchen und Abendessen resultierte. Kriegt man auch nicht wieder, das Geld. Und die Zeit. Und die Nerven.

Joah, sonst … war ich gerade 2 Wochen meines 3 Wochen dauernden Urlaubs superfett erkältet, so dass ich davon auch nix hatte. Der Dezember entwickelt sich zu einem echten Hass-Monat bei mir, der war letztes Jahr schon megabeschissen.

Ab Januar habe ich dann eine semi-neue Arbeitsstelle: Meine (ehemals) 4 Chefs haben sich im Sommer endgültig zerstritten und 3 von ihnen eine neue Kanzlei gegründet und da fange ich im Januar an. Das gab natürlich noch einige Verhandlungen, so dass ich ab Januar etwas mehr Geld bekomme (erstmal) und später dann noch etwas mehr, außerdem sind die Arbeitszeiten etwas flexibler geworden und ich denke, das könnte alles ganz gut werden. Oder das totale Chaos. Aber das bleibt abzuwarten. Ich bin schon gespannt auf meinen neuen Arbeitsplatz.

Sonst war das erste halbe Jahr 2017 sehr vom Umzug dominiert. Die HeinzCon und die NordCon waren wieder schöne Erlebnisse im Rollenspielbereich, die trotz Umzug noch drin waren. Im Juni gab es dann noch einen sehr tollen Besuch bei den Vögten in Aachen, mit Rollenspiel und Grillen und Eis und Whiskey und im tollsten Nerd-Haus, das ich kenne. Außerdem war ich noch ein Wochenende in Berlin zum Rollenspielen und wir hatten auch viel netten Besuch in Hamburg. Sommer fiel dann ja so mehr oder weniger aus, ich kann mich jedenfalls an ungefähr 4 Tage erinnern, wo es mal warm und schön war. Sonst Regen und kalt oder schwül und gewitterig. Gah.

Im September waren wir dann ja im Schottlandurlaub, über den ich immer noch nicht gebloggt habe und der auch so semi-gut war. Es war kalt, es war nass, das weiß man vorher, aber durch den Nicht-Sommer vorher in Hamburg wäre ich eigentlich lieber ins Warme gefahren als ins kalte Schottland. Dann hatten wir noch unglaubliche Probleme mit den Unterkünften, weil es supervoll war. Und nach der Hälfte des Urlaubs war ich krank, weil kalt und windig und alles ungeheizt. Dann gab es noch Probleme mit dem Rückflug-Check-in und … es war einfach nicht erholsam so insgesamt. Vielleicht bin ich doch langsam bereit für All-Inclusive-Rundum-Sorglos-Cluburlaub. *seufz* Trotzdem hatte der Urlaub schon auch sehr viele schöne Momente und Schottland ist schon toll, so an sich.

Jetzt bin ich ganz froh über die Entscheidung, ohne große Feier, fernab von Feuerwerk und Böllern und mit einem Abendessen als einzigen weiteren Tagesordnungspunkt ins neue Jahr zu kommen.

Nun doch der übliche Fragebogen:

Zugenommen oder abgenommen?
Vermutlich insgesamt immer noch ab, auch wenn die letzten Wochen dabei NICHT hilfreich waren.

Haare länger oder kürzer?
Kürzer, nachdem Judith so nett war, mir im Juni ein gutes Stück abzuschneiden. Mal sehen, wann das nächste Mal was abkommt, momentan nerven die Haare nicht und sind auch noch nicht sonderlich kaputt.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Ist wohl gleichgeblieben.

Mehr Kohle oder weniger?

Das Gehalt blieb gleich, aber etliche teure Ausgaben kamen natürlich durch den Umzug hinzu. Insgesamt also wohl weniger.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr. Wie gesagt, Umzug und so. Der Schottlandurlaub war auch echt teuer.

Der hirnrissigste Plan?
„5 Leute haben mir gesagt, dass man in Schottland keine Unterkünfte vorher gebucht haben muss, dann wird das wohl stimmen, lass uns einfach SPONTAN SEIN.“ Spontan am Arsch. Der nächste Urlaub wird genauso sehr durchoptimiert und geplant, wie mein planungswütiges Hirn will.

Die gefährlichste Unternehmung?
Da fällt mir nix ein. Ich mach doch nix gefährliches.

Mehr Sport oder weniger?

Gute Frage, im Vergleich zum Vorjahr vielleicht ein bisschen mehr.

Die teuerste Anschaffung?

Neue Möbel.

Das leckerste Essen?

Das Essen in Schottland war durchgehend super, die Weihnachtsgans bei meinen Eltern sehr gut gelungen, ansonsten bin ich ein großer Fan von diesem Butter Chicken-Rezept geworden. Und der Brunch im Restaurant Engel zu Ostern war auch super. Ebenso wie das Essen im Tschebull, wo ich zweimal war.

Das beeindruckendste Buch?
The Handmaid’s Tale.

Das enttäuschendste Buch?
Im Sachbuch-Bereich das Fiakso-Kompendium, das mir zu viel generisches „macht halt was Cooles!“ ohne konrekte Anregungen war. An Romanen: The Martian. War ganz nett, aber die Haupfigur ging mir einfach derbe auf die Nerven.

Der beste Film?
The Last Jedi.

Liebste Serie?
Star Wars: Rebels und Agents of SHIELD. Nein, ich kann mich nicht zwischen den beiden entscheiden.

Der beste Theaterbesuch?
Ich war mal wieder gar nicht im Theater. Nur im Kabarett zu Weihnachten, das aber dieses Jahr mehr so naja war, leider.

Die beste Musik?
Ich höre ja eh nie was neues. Insofern der übliche Kram, der auf meinem Handy halt so wohnt.

Die meiste Zeit verbracht mit…?
… arbeiten und schlafen. Wie es halt so ist.

Die schönste Zeit verbracht mit… ?
… dem Herrn Mitbewohner, der DSA-Runde, den Vögten, den Mitnanduriaten, der Couch, dem Netflix.

Vorherrschendes Gefühl 2017?
„Ich will doch nur meine Ruhe.“

2017 zum ersten Mal getan?
Etwas bei YouTube hochgeladen. Auf dem Balkon gefrühstückt. Eine Umzugsfirma beauftragt. Einen Autounfall gebaut (nur ein ganz kleiner Blechschaden ohne Verletzte und ja, ich war eindeutig schuld. Aber alles schon geregelt.).

2017 nach langer Zeit wieder getan?
Die Star Wars-Prequels gesehen. Dinge aus meinem alten Kinderzimmer in der Hand gehabt. Wände gestrichen. Auf einen Berg gestiegen.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Migräne. Die weltpolitische Lage. Die ganze Scheiße mit der Wohnsituation.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Keine Ahnung.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Das fällt jetzt wohl ein bisschen unter angeben, aber Nautolanication war schon leider geil und sorgte glaub ich für Freude.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Ein Besuch im Escape-Room! Das war sehr cool.

Der folgenreichste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Keine Ahnung.

Der folgenreichste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Keine Ahnung.

2017 war mit 1 Wort…?
Halbwegs.

Vorsätze für 2018?
Weiter Spocht machen, weiter mein hyperaktives Nervhirn beruhigen, Wohnsituation noch eine Weile aushalten und dann hoffentlich endgültig verbessern, im halb-neuen Job dafür sorgen, dass da nicht alles in alte Muster zurückfällt. Rollenspieltechnisch mehr neue Sachen ausprobieren, besser spielen, vielleicht mal wieder was leiten. Mehr lesen. Irgendwo Urlaub machen, wo es warm ist.

So. Das wars.

Ich wünsch euch allen ein wunderbares, fantastisches, erfolgreiches, friedliches und gesundes Jahr 2018!

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Fast schon Urlaub

Nochmal kurz ein Eintrag der tagebuchigen Art.

Ich krieche gerade dem Urlaub entgegen. Seit ich nur noch 4 Tage arbeite, bin ich ja wesentlich weniger kaputt und nicht mehr ganz so urlaubsreif. Dachte ich jedenfalls, aber entweder ist es doch schlimmer als ich dachte oder diese Woche hat einfach beschlossen, mich vorm Urlaub  nochmal richtig fertig zu machen. Ich habe mehr oder weniger durchgehend Migräne von der schlimmen Sorte, war gestern um 4.30 Uhr wach ohne wieder einschlafen zu können und fühle mich insgesamt absolut beschissen. Dazu kommen noch diverse Erledigungen, die vorm Urlaub halt noch gemacht werden müssen – und die Tatsache, dass ich Freitag schon wieder um 4.30 aufstehen werde, diesmal geplant, weil unser Flieger schon um 7 geht, macht es auch nicht besser.

Dann wird aber hoffentlich alles besser, denn sofern alles gut geht, bin ich ab Freitagmittag dann in Schottland. Da wollte ich schon lange nochmal hin, nachdem ich vor 17 Jahren mal mit der Schule da war. Nach dem ja doch eher stationären Urlaub gibts diesmal wieder 10 Tage Mietwagen und viele geplante Kilometer im Linksverkehr und dann noch anderthalb Tage Aberdeen. Gebucht haben wir bis auf Auto, Flug und Hotel in Aberdeen noch gar nix, es wird also maximal spontan – auch wenn mein Google Maps von Schottland aufgrund sehr vieler gebookmarkter „Will ich hin“-Orte aussieht wie ein Sterncluster.

Jo. Ansonsten gibt es recht große Neuigkeiten an der Jobfront, ich hab aber weder Zeit noch Lust, mich damit noch vor dem Urlaub blgoartikelaufbereitungsmäßig zu befassen. Demnächst dann mehr.

Falls ihr noch den Supermegainsidertipp für Schottland habt, schreibt ihn gerne in die Kommentare.

Ansonsten krieche ich mal weiter – noch 28 Stunden und 20 Minuten, dann ist Uuuuuurlaub!

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Mal wieder Tagebuchbloggen …

… wollte ich ja auch schon länger mal wieder.

Pfuh. Irgendwie weiß ich ja eh immer nicht, wen das alles so interessieren soll, was in meinem total spannenden *hust* Leben so passiert, aber allein aus Dokumentationsgründen für mein späteres Selbst schreibe ich mal wieder auf, was gerade so los ist.

Neue Wohnung

Die ist nun langsam doch schon recht weit gediehen. Ich muss nochmal ein paar Fotos machen fürs Blog. Jedenfalls gibt es noch zwei kleine Baustellen, nämlich noch eine leere Stelle in der Küche, an die noch ein Schrank oder Tisch passen würde, wobei ich inzwischen eher zum Schrank tendiere. Und in eins der anderen Zimmer soll auch noch ein Regal-Schrank-Ding, in das der Staubsauger verschwinden kann, der sonst immer etwas blöd rumsteht, ebenso wie die weiteren Putzmittel. Naja, und ein paar Umzugskartons müssen noch zurückgegeben werden, ein Karton mit zu spendenden Büchern steht noch rum und sowas. Und es hängen noch nicht alle Bilder, weil ein paar passende Rahmen fehlen bzw. kaputtgegangen sind. Und unser Plan für den Balkon ging auch nicht so richtig auf, weil wir das Regal, was wir da aufstellen wollten, nirgendwo befestigen konnten. Die Verkleidung an der Fassade ist nämlich wirklich nur Verkleidung und dahinter ist ein Hohlraum, so dass man da nix Schweres anschrauben kann. Haben wir natürlich festgestellt, nachdem ich den Krams gekauft hatte. Nun muss ich wieder zu Ikea und alles zurückgeben. Seufz.

Ansonsten ist die Wohnung aber sehr schön geworden. Auf dem Balkon frühstücken oder generell rumsitzen ist toll, eine Küche, in der sich zwei Leute gleichzeitig aufhalten können, auch. Mein Schlafzimmer gefällt mir optisch nach wie vor richtig gut. Und das Wohnzimmer, bei dem ich vorher nicht sicher war, ob es nicht für Sofa und Esstisch zu klein ist, ist auch schön geworden und groß genug für alles, man muss nur den Tisch ein bisschem verrücken, wenn wirklich mehr als 3 Leute dran sitzen. Die Gegend ist auch sehr nett, vor allem jetzt im Sommer. Der Innenhof ist grün und bietet eigentlich jeden Tag einen kleinen Privatzoo mit Vögeln, Kaninchen und Eichhörnchen. In der Nähe gibts auch einen kleinen Park, der natürlich nicht so schön ist wie der Hammer Park, aber er ist auch nett. Das Einzige, was an der Wohnung nervt, sind die Nachbarn von obendrüber. Da wohnen fünf Leute in einer denkbar ungünstigen Kombination: Ältere Frau, deren zweiter Ehemann, ihr gemeinsames Kind (ca. 8) plus die Tochter aus erster Ehe (Anfang 20) mit deren Kind (ca.4.). Die jüngere Frau will eigentlich ausziehen, findet aber keine Wohnung (und kümmert sich auch nicht wirklich). Joah und da oben herrscht fast jeden Tag stundenlang Gepolter und Gebrüll, weil anscheinend die Kinder nicht miteinander klarkommen (oder sie kommen ganz toll miteinander klar und betreiben da oben professionelles Basketballtraining, das kann natürlich auch sein …), die Erwachsenen dann ihre Erziehung durch lautes Rumbrüllen ausüben und generell Unfrieden herrscht. Einsicht scheint nicht vorhanden zu sein, da die jüngere Frau schon bei Einzug meinte, ihr Kind „sei eben so laut“. Und neulich war der Herr Mitbewohner zum ersten Mal oben und hat gebeten, dass nun mal etwas die Lautstärke reduziert wird (um 22 Uhr). Da hieß es dann lapidar „ja, wir haben heute Besuch“ und es passierte … nichts. Alles total toll. Allerdings wollen wir gerade in einem Haus, was zum großen Teil auch von den eigenen Besitzern der Wohnung bewohnt wird, nicht gleich nach 2 Monaten die Nachbarn sein, die wegen jeder Ruhestörung die Polizei rufen. Nett auf den Lärm hinweisen scheints aber auch nicht zu bringen. Insofern sind wir gerade etwas ratlos – wie man dem Problem mit allen möglichen juristischen Spirenzchen beikäme, wissen wir, aber wir wollen ja nur unsere Ruhe und keinen Nachbarschaftskrieg. Früher oder später wird das Problem sich vermutlich erledigen, weil entweder die Kinder aus dem Trampel-und-Brüll-Alter raus sind oder die jüngere Frau mit ihrem Kind doch ne Wohnung findet. Aber echt wieder ganz tolles „Glück“ – die anderen Nachbarn sind nämlich alle ziemlich ruhig. Vor allem, weil wir aus der anderen Wohnung ja auch weg sind, weil da die neuen Nachbarn so laut waren. Hngh.

Arbeit, Arbeit

Joah. Arbeit läuft ganz okay, seit ich daran arbeite, dass mir alles, was in dem Laden abgeht, einfach maximal am Arsch vorbei geht. Kann aber sein, dass es hier demnächst doch mal was Neues gibt, es finden zurzeit nämlich auffällig viele interne Besprechungen statt, was in einem Büro, in dem die Inhaber eigentlich kaum noch miteinander reden, vermutlich kein tolles Zeichen ist. Aber auch das ist mir erschreckend egal. Gruseliger ist, dass ich jetzt wirklich schon fast seit 10 Jahren hier arbeite. ZEHN JAHRE. Grargh.

Urlaub, Urlaub

Wie immer mache ich erst Urlaub, wenn der gefühlt alle anderen ihn hinter sich haben, nämlich im September. Nachdem es in Italien zwar sehr hübsch war, aber auch sehr stressig durch die unmögliche Verständigung mit den Italienern und der allgemeinen Unorganisiertheit, wollte ich diesmal wieder ins englischsprachige Ausland. Deswegen geht es nach Schottland. Die Flüge sind schon gebucht, sonst aber noch nix. Wobei ich vorher nur einen Mietwagen buchen möchte und den Rest dann spontan machen. Dat wird schon. Falls also noch jemand von euch ganz viele tolle Tipps für Schottland hat, immer her damit! Los geht es in Aberdeen, der Rest steht wie gesagt noch nicht fest.

Im November geht es dann wieder nach Dänemark auf Rollenspieltour, und ich fürchte, diesmal könnte es wieder soweit sein, dass ich was leiten muss. Es haben nämlich schon zwei Leute nachgefragt, ob wir nicht doch nochmal nen Abend Hollow Earth Expedition spielen könnten … na, mal sehen. Einen Abend alle drei Jahre schaff ich ja vielleicht.

Ausflüge, Besuch usw.

Die lange Zeit bis zum Sommerurlaub (noch 9 Wochen!) überbrückt man am Besten natürlich mit ein paar anderen netten Ausflügen, Unternehmungen und so weiter. So war im Juni ja erstmal die NordCon, die wieder sehr viel Spaß gemacht hat (einen Bericht findet ihr hier), mit schönen Spielrunden und nettem Besuch und viel Gequatsche. Zwei Wochen später war ich in Aachen, die wunderbaren Vögte besuchen. Trotz dezent chaotischer Bahnfahrt (es war der Tag nach dem Unwetter und es war ein Wunder, dass es am Ende nur 2,5 h Verspätung waren) war es ein tolles Wochenende, das viel zu schnell vorbei war. Mit Eis essen und Grillen und Aachen besichtigen und Whiskey kaufen (und trinken) und Scherbenland spielen und permanentem Staunen über das wunderbare Nerd-wana-Haus. Das war so schön! Und seit dem Wochenende sind meine Haare auch endlich wieder ein Stück kürzer. Das Projekt „türkise Tönung“ war leider ein sehr kurzlebiges, weil nach einmal Waschen komplett raus.

Letztes Wochenende besuchte uns dann noch Nandurionkollege Cifer und wir spielten mit ihm, einem Mitspieler meiner regulären Runde und einem auf der NordCon kennengelernten Gastspieler eine Runde Edge of the Empire. Dank eines Charaktergenerators habe ich mir auch noch schnell einen eigenen SC gebaut. Meine Zabrak-Slicerin mit einer Schwäche für Droiden hat dann auch sehr viel Spaß gemacht. Und meine Fresse, kann man viele dumme Gamoreaner-Witze machen. So … viele … Gamoreanerwitze. Schweinerei.

Dieses Wochenende ist dann regulär DSA am Samstag, am Freitag treffe ich mich aber noch mit meinen Eltern, die gerade in der Nähe Urlaub machen, und am Sonntag kommen sie dann noch zu mir, die neue Wohnung begutachten. Also auch schon wieder Action. Achja, und Anfang August fahr ich nochmal nach Berlin zu einer Runde Rollenspiel im Nanduriatenkreis. Man könnte also sagen, die Wochen bis zum Urlaub sind noch gut gefüllt ;).

Und sonst so

Dann war ja noch G20 letztes Wochenende. Was für eine Scheiße, ehrlich. Als ich letztes Jahr nach der Trump-Wahl gelesen hatte, dass der Gipfel in Hamburg stattfindet, war ich fest entschlossen, auf eine Demo zu gehen. Nach dem ganzen Chaos im Vorfeld mit Warnung vor bewaffneten Radikalen, Sperrzonen, diversen Demos, die diese ignorieren wollten, der Frage, mit welchen Protesten man sich überhaupt identifizieren möchte usw. war ich dann schon eher skeptisch. Und spätestens nach den Ausschreitungen am Donnerstag war ich dann froh, zu Hause zu sein und habe das Wochenende über meinen Stadtteil nicht verlassen. Auf ne Demo hab ich mich nicht mehr getraut. Teils aus Schiss vor irgendwelchen steineschmeißenden Krawalltouristen, teils aus Schiss vor der Polizei. Sauer war ich jedenfalls. Und echt traurig. Über die Ausschreitungen, die die Nachrichten dominierten. Über das dumme Gewäsch der Politiker hinterher, von wegen „das war ja alles ganz toll“. Aber auch über so kleine Sachen, wie meine Chefs, die meine Kollegin allen Ernstes am Freitag im Büro antraben ließen, während sie selber zu Hause blieben (2 von 3 Leuten), so dass sie gegen Mittag dann betteln musste, ob sie nach Hause darf, weil 5 Minuten vom Büro entfernt schon der Ikea brannte.

Fundiertere Einschätzung des ganzen Debakels überlasse ich lieber anderen. Immerhin gab es auch schöne Aktionen, wie die spontane Putz- und Aufräumaktion in der Schanze. Aber insgesamt … eine traurige und frustrierende Geschichte alles.

Viel mehr gibt es auch nicht zu berichten, schätze ich. Spannendes Leben, und so. Schnarch.

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2016 – Der persönliche Rückblick

Ja, heute ist schon der 01.01. und einen Jahresrücklick schreibt man ja eigentlich noch im alten Jahr … aber:

Tja, und das ist ja schon bezeichnend für das letzte Jahr. So viele Todesfälle von bekannten Personen gab es vermutlich lange nicht mehr in einem Jahr. Oder vielleicht wird man einfach nur älter und kennt einfach mehr der Leute, die es jetzt erwischt hat. Keine Ahnung. Aber ich hatte schon das Gefühl, dass auffällig viele Prominente gestorben sind. Teilweise welche, die mir persönlich nicht so viel bedeutet haben, deren Einfluss aber unverkennbar groß war (wie David Bowie oder George Michael), teilweise welche, bei denen ich es einfach krass fand (wie der noch sehr junge Anton Yelchin, der so tragisch von seinem eigenen Auto überfahren wurde) und teilweise halt auch welche, deren Tod mich sehr traurig gemacht hat. Ich bin immer noch komplett erschüttert und traurig über den Tod von Carrie Fisher. Ich weiß auch gar nicht so richtig, was ich dazu schreiben soll, deswegen lass ichs jetzt, sonst heul ich schon wieder.

Vielleicht haben all die Verstorbenen auch nur lieben der Planeten verlassen, bevor er endgültig vor die Hunde geht. Jedenfalls war 2016 auch das Jahr, in dem mein Glaube an die Menschheit mal so richtig verloren ging. AfD in Deutschland, Rechtsruck in ganz Europa, diverse Anschläge mit jedesmal vollkommen beschissenen Reaktionen darauf, Brexit, und als „Highlight“ dann die US-Wahl. Als bekannt wurde, dass Trump gewonnen hat, waren wir gerade auf Rollenspieltour in der dänischen Einöde, und am liebsten wäre ich gleich für die nächsten 4-8 Jahre dort geblieben. Wie das alles nun weitergehen soll, wie schlimm hier in Deutschland die nächste Bundestagswahl wird und ob ich nächstes Jahr keinen Jahresrücklick mehr schreiben werde, weil irgendein Vollidiot die Erde leider nuklear vernichtet hat … ich hab keine Ahnung. Vor allem hab ich auch keine Ahnung, was man so als Privatperson und kleines Licht überhaupt machen kann, um zu verhindern, dass hier nächstes Jahr auch die Nazis im Bundestag sitzen. Ich hoffe, dass sich da in den nächsten Wochen und Monaten vielleicht noch Ideen finden, die man unterstützen kann.

2016 endet jedenfalls für mich absolut negativ, die letzten Wochen waren eine absolute Katastrophe. Wir mussten unsere alte Katzendame nach zum Glück wirklich nur kurzer Krankheit einschläfern lassen. Dazu dann die Arbeit am Nandurion-Adventskalender, der dieses Jahr gut lief und auch nicht von mir hauptverantwortlich organisiert wurde, der mich aber auch dieses Jahr einfach sehr belastet hat, weil ich nicht aufhören konnte, ständig an irgendwelche noch offenen To-Do-Listen zu denken. Und ich hatte ab Ende November die schlimmste Migräneattacke meines Lebens (lustig, das kann ich fast von jedem Jahr rückblickend behaupten…), mit anderthalb Wochen krank mit Kopfschmerzen ohne Ende, 12 Tagen Cortisontherapie mit maximal 5-6 Stunden Schlaf pro Nacht und dann dem kompletten Zusammenbruch nach Absetzen des Cortisons, mit noch schlimmeren Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Bauchkrämpfen, Gliederschmerzen und Schüttelfrost. Bis auf die Kopfschmerzen verschwand dann alles nach Tagen so langsam, ich war wieder krankgeschrieben, dann kam wegen der nicht enden wollenden Kopfschmerzen noch ein Trip in die Notaufnahme dazu (wo ich die Menschen sehr faszinierte damit, welche Mengen an Schmerzmitteln absolut KEINEN Effekt auf mich hatten). Am Ende ist nun nach drei Wochen Ruhe mit möglichst wenig Stress langsam wieder alles gut, ich hatte jetzt zwischen den Feiertagen immerhin mal drei Tage am Stück ohne Migränetabletten nehmen zu müssen. Morgen gehe ich dann wieder arbeiten, was vermutlich wenig ersprießlich wird, weil vermutlich mindestens meine Kollegin und mein Arschlochchef mich jetzt wieder eine Woche lang passiv-aggressiv daran erinnern, dass ja alles liegen geblieben ist, weil ich nicht da war und ich außerdem damit rechne, spätestens morgen zum Feierabend nach 8,5 Stunden Lärm- und Stressbeschallung wieder im Migräneland angekommen zu sein.

Jo, die Arbeit war auch dieses Jahr wieder ein steter Quell von Freude und Heiterkeit … nicht stattfindende Kommunikation, ewiges Aufschieben von anstehenden Notwendigkeiten (wie das Suchen von neuen Aushilfen, wenn klar ist, dass ab Zeitpunkt X die aktuellen aufhören), generell das ganze Thema Aushilfen (es ist unfassbar, wie viele Leute mit Abitur und teilweise abgeschlossenem Studium es nicht schaffen, die simpelsten Tätigkeiten in einem Büro auszuführen, und ich rede da von Sachen wie „die richtigen Briefmarken auf die richtigen Umschläge kleben“ und ähnlichen Raketenwissenschaften…) war einfach ein absolutes Destaster. Ich habe dieses Jahr 8 Leute eingearbeitet … vermutlich kann man mich inzwischen nachts um drei wecken und ich kann immer noch meine „So-funktioniert-die-Telefonanlage“-Nummer aufsagen. Dass es nicht besser mit der Arbeitsüberlastung wird, wenn man 30 Stunden Azubi-Arbeitszeit durch 20 Stunden Aushilfs-Arbeitszeit ersetzt und dann die Hälfte des Jahres selbige entweder ganz ausfällt oder von komplett unfähigen Leuten ausgführt wird, sollte auch klar sein. Es war jedenfalls mal wieder ein beschissenes Jahr, was den Job angeht, gefühlt wirds auch jedes Jahr schlimmer. Ob ich 2017 nun wirklich mal versuche, was anderes zu machen, wird sich dann zeigen. Das Potenzial, sich noch zu verschlechtern, ist leider durchaus vorhanden. Falls mich überhaupt einer einstellen würde, immerhin bin ich ja 31 und werde natürlich demnächst anfangen, mit meinem imaginären Ehemann viele imaginäre Kinder in die Welt zu setzen … oder so. Wobei ich nach wie vor hoffe, dass das in einem Beruf, in dem man eh keine leitende Position hat und Schwangerschaftsvertretungen üblich und an der Tagesordnung sind, nicht ganz so sehr ins Gewicht fällt. Ach, ich hab keine Ahnung. Es kann jedenfalls sein, dass der Mitbewohner und ich nun doch mal a) gucken, ob wir hier in der Nähe eine etwas größere Wohnung finden oder b) unsere jetzige Wohnung grundlegend renovieren, was in beiden Fällen so viel Stress werden wird, dass ein gleichzeitiger Jobwechsel vermutlich damit endet, dass einfach mein Kopf explodiert.

Was mich zu der nächsten Erkenntnis des Jahres führt, nämlich der, dass mein blödes Migräne-Gehirn wirklich nicht so ganz läuft wie die Hirne von anderen Leuten. Ich hab mich eigentlich immer bemüht, mich nicht von der Kack-Migräne allzusehr ausbremsen zu lassen, allerdings nimmt es halt mehr und mehr zu, dass ich auch ohne die eigentlichen Kopfschmerzen merke, dass ich Dinge einfach nicht so kann wie andere. Natürlich kann jeder Dinge besser oder schlechter oder ist empfindlich für andere Sachen, aber in letzter Zeit fällt mir immer mehr auf, wie … anders mein Kopf sich dann doch verhält. Zum einen ist das halt absolute Lärmempfindlichkeit – wenn jemand in meiner Nähe eine Papiertüte zusammenknüllt, ist das für mich schon so, dass ich mir die Ohren zuhalten will. Zum anderen halt die Unfähigkeit, Sachen auszublenden, wie z. B. ein kleines Lämpchen irgendwo in der Ecke vom DVD-Player … wenn ich das sehen kann, kann ich mich nicht auf den Fernsehbildschirm konzentrieren. Und vor allem, und das ist das Schlimmste, meine absolute Unfähigkeit, nicht wegen kommender Ereignisse und zu planenden Dingen komplett auszuflippen. Im Sinne von „ich liege bis 2 Uhr nachts wach, weil ich darüber nachdenke, was ich für Ereignis X noch organisieren muss und was bei Sache Y wohl schiefgehen kann und wo wir gerade dabei sind, hier ist noch eine Liste von 17 anderen To-Do-Dingen, die noch offen sind“. Das Ganze macht mich übrigens nicht produktiver, denn nachdem ich dann so lange über irgendwelchen Organisationsplänen wachgelegen habe, bin ich am nächsten Tag meistens zu müde, um irgendwas davon umzusetzen. Das … nervt. Insofern werde ich wohl mal schauen müssen, ob mein überdrehtes Panikhirn nicht mit irgendwelchen Sachen mal ein bisschen zu beruhigen ist. (Fun fact nebenher: Viele Leute, die mich im Real Life kennen, behaupten von mir, ich sei ja eher so sehr ruhig und gelassen und sicher, während in meinem Kopf eigentlich permanent ein Eichhörnchen auf Speed wohnt und mir tausend wirre Gedanken ins Hirn brüllt. Ich frage mich ehrlich, wie diese Wahrnehmung von mir nach außen ankommt.)

Hurra, das waren jetzt 5 lange Absätze über Dinge, die kacke waren. Äh, ja. Tja. Was übrigens auch noch kacke war: 2016 war das absolute Jahr der Reisepannen. Da war alles dabei, von eher nervigen Flugverspätungen über „bei Gewitter 2 Stunden auf dem Rollfeld festsitzen“ bis hin zu einem komplett gestrichenen Flug (dessen Kosten wir von Air Berlin – fliegt bloß nicht mit denen, never!  – wohl nie wiedersehen werden) und dem defekten Mietwagen, mit dem wir in Italien mitten auf einer vielbefahrenen Hauptstraße in Siena liegenblieben, um danach in einer siebenstündigen Odysee der Mietwagenfirma ein Ersatzauto aus den Rippen zu leiern.

Irgendwie habe ich diesen Artikel angefangen, um auch nochmal für mich festzuhalten, was an 2016 GUT war, aber nun habe ich doch erstmal ausgiebig gemotzt. Hm. Das Jahr hatte aber trotzdem auch schöne Momente. Ein wirklich toller Urlaub in London, zwei schöne Rollenspielcons, das mehrmalige Wiedersehen von ehemaligen DSA-Mitspielern. Ein trotz Flugpleiten toller Besuch in Stuttgart mit Besuch der Comic-Con und tollem Fiasko-Abend mit schwäbischem Essen bei Nandurion-Kollege Vibart, ein cooles Rollenspielwochenende mit Ebenfalls-Mitnanduriat Cifer. Generell viele gute Rollenspielsitzungen. Eine Wanderung auf den Bergwegen der Cinque Terre, die vor allem deshalb toll war, weil ich sie schlicht vor gar nicht langer Zeit nicht imstande gewesen wäre zu absolvieren. Viele, viele Stunden, die ich im Sommer im Park auf der Wiese gelegen habe, lesend oder Podcast hörend. Spontane Abende im Biergarten. Viele großartige Frühstücke mit leckerem Essen vom Wochenmarkt. Spaziergänge an der Ostseeküste. Unglaublich viele gute Serienfolgen. Steak-and-FEELS-Night mit Anna. Auch ein Pluspunkt: Twitter. So viele lustige Gespräche, Diskussionen (die teilweise hier im Blog weitergeführt wurden), generelles Up-to-date-bleiben bezüglich vieler Leute, die ich mag. Und natürlich die eigentlich durchgehenden Twitter-DM-Gespräche mit Judith. Dass ab und an hier jemand meine Beiträge mag oder kommentiert, freut mich natürlich auch sehr.

Ansonsten, und es ist mir eigentlich sehr unangenehm, darüber zu schreiben, aber: Sport. Im Sinne von: Ich machte welchen. Regelmäßig. Schwimmen und Joggen und Yoga nach YouTube-Videos. Ja gut, viel mehr gibt es dazu auch nicht zu sagen, aber es ist auf jeden Fall ein Novum für mich, das länger als nen Monat am Stück durchzuhalten, und auch wenn gerade natürlich alles total ins Stocken geraten ist durch die fast 4 Wochen krank sein und die Feiertage, hoffe ich, dass ich auch in diesem Jahr weiter regelmäßig was mache. Vor allem, um vielleicht endlich die Rückenschmerzen und die Migräne einzudämmen.

Nun muss ich noch über Star Wars reden, denn 2016 war vor allem das Jahr, in dem ich zum hoffnungslosen Star Wars-Fangirl wurde. Auch wenn ich die alte Trilogie mochte (die Prequels jetzt eher … nicht so), war ich nie so ein totaler SW-Fan. Das hat sich erst mit Episode 7 geändert, den ich wirklich unglaublich großartig finde – der erste Film seit Return of the King, den ich mehr als einmal im Kino gesehen habe. Dann war praktischerweise ja direkt nach dem Kinostart auf einmal die Clone Wars-Serie auf Netflix verfügbar. Und dann kam Judith und sagte mir „gehe hin und gucke Rebels“ und ich tat es und dann war ich auch endgültig durch den Kaninchenbau in eine weit, weit entfernte Galaxis gefallen. Und das war sogar noch, bevor Tharun-Marcus mich davon überzeugte, die Star-Wars-Kampagne des One Shot Podcasts zu hören. Das Jahr war jedenfalls sehr geprägt von Star Wars, über Romane und Comics lesen, Star Wars-FATE spielen, Clone Wars und Rebels gucken, den Star Wars-YouTube-Kanal verfolgen, auf Rogue One hinfiebern bis hin zur wohl nerdigsten Aktion von allen, nämlich meinem Ezra-Bridger-Cosplay auf der Comic-Con in Berlin. Und: I REGRET NOTHING! Es fühlt sich einfach gut an, einer fiktiven Welt so verfallen zu sein, vor allem jetzt, wo sie mit so viel neuem Material gefüllt wird.

Puh. Okay, ich glaube, jetzt füll ich noch den üblichen Fragebogen aus und dann lass ichs gut sein.

Zugenommen oder abgenommen?
Abgenommen.

Haare länger oder kürzer?
Kürzer. Aber immer noch lang. Demnächst gehts aber mal wieder zum Friseur, wobei auch da kein Kurzhaarschnitt entstehen wird.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Ist wohl gleichgeblieben.

Mehr Kohle oder weniger?

Ich arbeite nach wie vor 80 %, habe aber eine kleine Gehaltserhöhung bekommen. Aber wirklich eine kleine, daher: unwesentlich mehr.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Ich glaube fast, mehr. Der London-Urlaub war schon ziemlich teuer und der Sommerurlaub auch nicht billig. Und dazu kam dann ja noch ein Flug nach Stuttgart, eien Fahrt nach Berlin und so manches andere.

Der hirnrissigste Plan?
„Fahren wir doch mal nach Siena zum Supermarkt und schauen, ob das Auto immer Probleme hat, wieder anzuspringen.“ Wir so im Italienurlaub.

Die gefährlichste Unternehmung?
Da fällt mir nix ein.

Mehr Sport oder weniger?

Mehr.

Die teuerste Anschaffung?

Ich denke und denke, aber mir will nix einfallen, was insgesamt wohl teurer war als die Bestandteile für mein Cosplay-Outfit.

Das leckerste Essen?

Ungefähr alles, was es in Italien so gab, das Steak Dinner bei Hawksmoor in London, und natürlich die jährliche Weihnachtsgans bei meinen Eltern.

Das beeindruckendste Buch?
Ich habe ja leider wieder recht wenig gelesen. Hm. Am beeindruckendsten fand ich vermutlich die Autobiographie von Felicia Day.

Das enttäuschendste Buch?
Der „Ahsoka“-Roman.

Der beste Film?
Puh. Schwer. Da schwanke ich doch sehr zwischen „Captain America – Civil War“ und „Rogue One“.

Liebste Serie?
Star Wars: Rebels und Agents of SHIELD. Nein, ich kann mich nicht zwischen den beiden entscheiden.

Der beste Theaterbesuch?
„Wicked“ im Apollo Victoria in London.

Die beste Musik?
Ich fürchte, ich hab ja 2016 kein einziges Lied gehört, was ich noch nicht kannte. Am meisten gehört vermutlich immer noch das letzte Florence and the Machine-Album.

Die meiste Zeit verbracht mit…?
… dem Herrn Mitbewohner und ihrer Majestät der Katze.

Die schönste Zeit verbracht mit… ?
… dem Herrn Mitbewohner und ihrer Majestät der Katze.

Vorherrschendes Gefühl 2016?
„The world is coming undone.“

2016 zum ersten Mal getan?
Einen Podcast gehört. Selbst in einem zu Gast gewesen. London besucht. Joggen gewesen. Cosplay gemacht. RPG übers Internet gespielt.

2016 nach langer Zeit wieder getan?
In der Notaufnahme gewesen. Urlaub in einer richtig warmen Gegend gemacht.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Migräne. Die weltpolitische Lage. Abschied vom Katz.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Keine Ahnung.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Tja, keine Ahnung. Ich glaub, der Mitbewohner mag das Star-Wars-Doctor-Who-Crossover-Shirt, was ich ihm zu Weihnachten geschenkt habe.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Geräuschunterdrückende Kopfhörer, das Geburtstagsgeschenk vom Mitbewohner. Die Dinger sind ein absoluter Segen.

Der folgenreichste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Keine Ahnung.

Der folgenreichste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Keine Ahnung.

2016 war mit 1 Wort…?
Schlimm.

Vorsätze für 2017?
Weiter Spocht machen, mein hyperaktives Nervhirn beruhigen (s. o.), Wohnsituation verbessern, Jobsituation verbessern, entweder durch Wechsel oder durch noch-viel-weniger-nen-Scheiß-drum-kümmern, ob in dem Chaosladen irgendwas funktioniert. Weniger übertriebene Perfektionismus-Ansprüche an mich stellen. Runterkommen, ganz allgemein.

So. Das wars.

Ich wünsch euch allen ein wunderbares, fantastisches, erfolgreiches, friedliches und gesundes Jahr 2017!

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Urlaubscontent: Toskana

2016-09-11-19-18-34

Es wird Herbst, der Urlaub ist vorbei, die Arbeit hat mich wieder (schluchz!) und alles, was jetzt noch bleibt, ist natürlich: Über den Urlaub bloggen!

Nach zwei Jahren in eher nördlichen Gefilden ging es dieses Jahr also mal in den Süden, genauer gesagt: In die Toskana. Von der man ja immer wieder hört und liest, wie schön es da ist, außerdem ist so ein Urlaub mit warmen Temperaturen ja auch mal schön (auch wenn es in Deutschland dann tatsächlich die meiste Zeit genauso warm war wie dort). Wir waren also eine Woche mitten in der Toskana, in einer Ferienwohnung kurz südlich von Siena, dann noch drei Tage in der Nähe von La Spezia, also an der Grenze zwischen Toskana und Ligurien, und zum Schluss noch eine Nacht in Pisa. Geflogen sind wir nach Pisa, wo wir dann einen Mietwagen gebucht hatten. Ohne Auto würde ich auch den Urlaub da nicht empfehlen, weil man dann glaube ich gar nicht von A nach B kommt. Mit Auto … kann man aber auch Probleme haben, aber dazu gleich mehr.

Worst Urlaubstag ever

Ich fang jetzt einfach mal mit dem beschissenen Teil vom Urlaub an: Am ersten Tag ist uns der Mietwagen verreckt. Ich weiß bis heute nicht, was die Karre hatte, aber nach 10-15 min Fahren war da irgendwas so überhitzt (?), dass der Motor nicht mehr ansprang. Während wir dann gerade noch überlegten, ob wir auf unserem Ausflug in den Supermarkt noch an einer Werktstatt oder Tankstelle anhalten, würgte ich dann leider an einer Ampel am Berg das Auto ab und dann standen wir da. Mitten in Siena. Auf einer zweispurigen Schnellstraße am Hang, mitten im Weg und nach Minuten im Strom von hupenden, fluchenden und vorbeirasenden italienischen Autos (ja, leider ist alles, was man über italienische Autofahrer sagt, wahr). Wir riefen den ADAC – zum Glück hab ich eine Karte, mit der das auch im Ausland geht – und konnten nach ungefähr 20 Minuten das Auto wieder zum Leben erwecken, auf den nächsten Parkplatz fahren und dann dort warten. Es erschien dann nach 90 Minuten der lokale ADAC-Vertragsmensch, der uns sagte, dass er am Auto leider nix machen darf, weils ja nicht meins ist, sondern ein Mietwagen. Damit begann dann die etwa fünfstündige Telefonodyssee, in der wir versuchten, mit Avis zu klären, wo wir nun ein neues Auto herkriegen. Es gibt in Siena zum Glück eine Filiale und da hinzufahren war logischerweise auch das erste, was wir gemacht haben – dort wurde uns praktisch die Tür vor der Nase zugeknallt. Auto wollten sie nicht zurücknehmen, mit uns reden auch nicht, sie seien nicht zuständig, bla. Zum Glück war der ADAC-Vertragsmechaniker in Siena ein echt supernetter Mensch, der uns dann einfach erstmal mit zu seiner Werkstatt nahm und uns half, irgendwie durch den irrsinnigen Dschungel aus tausend verschiedenen, teilweise kostenpflichtigen, teilweise von deutschen Handys nicht anrufbaren Hotlines hindurchzutelefonieren. (Wenn ich hier „wir“ schreibe, heißt das: Der Mitbewohner (und ab und zu der ADAC-Mann). Ich selber war nämlich viel zu sehr damit beschäftigt, verzweifelt zu sein, in regelmäßigen Abständen in Tränen auszubrechen und am liebsten wieder nach Hause fahren zu wollen. Ihr seht, ich bin maximal stressresistent und total geeignet, im Ausland irgendwelche Pannen zu erleiden. Whuzza.)

Der ADAC konnte uns irgendwann nicht mehr helfen, weil sie Avis weigerte, mit denen zu reden, obwohl ich den Wagen über ADAC gebucht hatte. Avis selber war stundenlang gar nicht zu erreichen, bis wir dann endlich eine Nummer hatten, die wir anrufen konnten, vergingen Stunden. Dann irgendwann kristallisierte sich heraus, dass wir wohl das Auto zurückgeben können und von der Filiale in Siena ein neues bekommen. Allerdings mussten wir dazu auf den offiziellen Avis-Abschlepp-Dude warten, der sich erst verspätete und dann im Stau stand und sich noch mehr verspätete. Der sehr nette ADAC-Mechaniker kaufte uns Kaffee und Wasser und ließ uns im Schatten neben seiner Werkstatt sitzen und übersetzte, wenn mal wieder der Mensch an der Hotline kein Englisch sprach (es spricht in Italien gefühlt nur jeder 10. überhaupt ein  paar Brocken Englisch, was die ganze Sache nicht leichter machte). Kurz nach 18 Uhr tauchte dann der Avis-Abschlepper auf, erst war gar keine Verständigung möglich, weil der ADAC-Typ kurz weggegangen war und der Avis-Man wirklich nullkommanullgarnicht Englisch oder Deutsch konnte. Zum Glück tauchte unser Retter dann wieder auf, verklickerte dem Avis-Man, dass er uns jetzt bitte mitsamt dem Auto zur Filiale fahren soll, ehe diese schließt … und das tat er dann auch grummelnderweise. 10 Minuten vor Schließzeit waren wir dann da, radebrechten mit dem Filialtypen, der uns erst nicht so richtig glauben wollte, dass das Auto Schuld war und nicht wir und konnten dann, nach NUR 7 STUNDEN (!) unser neues Auto in Empfang nehmen. Danke, supernetter ADAC-Mann und danke, stressresistenter Mitbewohner! Ohne die beiden würde ich vermutlich heute noch in Siena am Straßenrand sitzen.

Der postkatastrophale Hamsterkauf.

Der postkatastrophale Hamsterkauf.

Ich hatte nach der Nummer ehrlich gesagt die Schnauze gestrichen voll. Wir besorgten dann endlich im Supermarkt jede Menge Essen und verbrachten den nächsten Tag dann komplett im Ferienhaus. Und auch an den übrigen Tagen war meine Einstellung zum weiteren Autofahren eher so „wir werden alle sterben“. Neben der Sorge, dass auch das neue Auto wieder kaputt sein könnte oder dass es uns irgendwo geklaut wird, konnte ich mir auch sehr gut vorstellen, dass wir noch einen Unfall haben, weil die Italiener wirklich alle fahren wie die Irren, egal wie holprig, bergig, schmal oder steil die Straße gerade ist. Deswegen sind wir dann nicht nach Florenz gefahren und auch den Trip in ein Naturschutzgebiet in den Bergen haben wir lieber bleiben lassen.

Nun war das an sich nicht schlimm, da wir ja eine wunderschöne Unterkunft hatten und einfach ein paar Tage mehr am Pool gechillt haben. Das Blöde war nur, dass mein Hirn aus dem Panikmodus nicht mehr rauskam. Ich habe jeden Tag überlegt, was wir machen, wenn wir wieder liegenbleiben. Oder das Auto geklaut wird. Oder uns einer reinfährt oder ich selber gegen eine Mauer fahre. Oder was wir tun, wenn Avis noch endlos viel Geld von uns für das Abschleppen will. Oder oder oder. Leider konnte ich dadurch den Urlaub nicht so wirklich genießen, auch wenn es trotzdem sehr schön war. Generell ist Italien auch irgendwie ein Land, was ich sehr unentspannend finde, weil so bestimmte Sachen einfach nicht stattfinden (z. B. eine Bestätigung von der zweiten Wohnung, dass unsere Anzahlung eingegangen ist, das mussten wir dann erst noch kurz vorher klären) und man aufgeschmissen ist, wenn man die Sprache nicht kann (ich habe kein Problem damit, mit meinen 3 Brocken Italienisch im Restaurant zu bestellen, aber so Nummern wie der Mietwagentausch funktionieren halt schlicht nicht ohne gemeinsame Sprache). Das Fahren und vor allem das Parken (Parkplätze, vor allem bewachte, sind sehr teuer und teilweise auch schwer zu ergattern – in La Spezia haben wir 40 Minuten lang einen Parkplatz in Bahnhofsnähe gesucht) war mühsam und stressig und iiiirgendwie war einfach alles zu chaotisch und wirr für mein anscheinend doch sehr deutsches Gemüt. Argh. Ich war also die ganze Zeit entweder genervt oder besorgt, ärgerte mich permanent, dass ich mich einfach nicht entspannen konnte und bin glaube ich noch nie so froh gewesen, am Ende wieder lebend, ohne weitere Autopanne und mit allem Gepäck am Hamburger Flughafen zu stehen.

Nach dieser kurzen (äh, naja … oder langen) Erklärung, wieso ich trotz allem den Urlaub jetzt nicht so richtig prickelnd fand, nun der eigentliche Bericht.

Gewohnt

Die erste Woche verbrachten wir in einem Agriturismo nahe Siena, das ich eigentlich am liebsten gar nicht verlinken würde, weil ihr das dann bestimmt alle auf die nächsten 20 Jahre ausbucht und ich, selbst wenn ich wollte, nie mehr hin kann :p . Aber na gut: DA. Die Fotos lügen nicht, es ist dort wirklich so schön:

Wir hatten eine Wohnung mit 2 Schlafzimmern, 2 Bädern, Wohnküche und Terasse. Außerdem gibt es draußen noch einige Sitzgelegenheiten sowie einen tollen Pool mit Liegen. Man kann umsonst eine Waschmaschine und den Grill benutzen. Die 3 Häuser des Bauernhofs liegen auf einem Hügel an einer Kiesstraße und es ist wirklich traumhaft still da – nachts hört man nur die Grillen zirpen, tagsüber manchmal ein paar landwirtschaftliche Gefährte in der Nähe, aber nix Störendes. Das Wlan hat auch wunderbar funktioniert, wenn auch nicht bis in die hintersten Räume der Wohnung (dafür aber am Pool). Es ist halt weitab vom Schuss, man fährt so 10 min bis ins nächste Dorf (da gibt es ein Restaurant und einen Kiosk) und ca. eine halbe Stunde bis Siena (und bis zum nächsten Supermarkt). Aber dafür halt auch superschön. Insgesamt wirklich eine traumhafte Unterkunft, die ich nochmal buchen würde, sollte ich mich doch wieder nach Italien wagen.

Dann waren wir noch drei Nächte in Sarzana in einem anderen Agriturismo, das war mehr so mittelprächtig. Die machen das da erst seit 2 Jahren und vielleicht liegt es daran, aber es war nicht so richtig toll. Die Wohnung an sich war okay, aber das Haus liegt mitten in einem Wohngebiet nahe eines Militärstützpunkts, so dass teilweise stundenlang irgendwelche Helikopter da durch die Luft kreisten. Außerdem war die Klimaanlage unglaublich laut und das Wlan ging nicht. Also es ging so mit einem halben Balken, wenn man im Garten herumgewandert ist … manchmal. Das hat mich richtig angekotzt, ich suche mir ja nicht umsonst Unterkünfte mit Wifi aus, und wenn man dann damit wirbt und es am Ende gar nicht vorhanden ist, nervt mich das richtig. Zumal wir ja immer ohne Reiseführer, Straßenatlas oder sonstwas unterwegs sind und alles mit dem Handy planen. Naja, insgesamt wars schon okay in der Unterkunft, aber nochmal würde ich da nicht hinfahren.

Die letzte Nacht waren wir dann im Hotel Bologna in Pisa. Das liegt sehr schön zentral mitten in der Stadt und hat, wenn man direkt über die Homepage bucht, einen kostenlosen Shuttle zum und vom Flughafen. Das war super. Das Zimmer war okay, leider machte die Klimaanlage vor allem Lärm und wenig Kälte (und das Fenster konnte man auch nicht wirklich aufmachen, weil draußen auch irgendwas laut vor sich hin brummte). Es hätte auch noch Frühstück gegeben, aber wir mussten leider schon vorher zum Flughafen. Aber die Angestellten da waren supernett, sprachen alle gut Englisch, haben uns morgens beim Warten auf das Shuttle noch Kaffee angeboten und außerdem gute Tipps für Restaurants gegeben. Das war schon sehr fein, insofern kann ich das Hotel empfehlen.

Besucht

Bereits auf dem Hinweg von Pisa zum Ferienhaus waren wir in Volterra. Man fährt da sehr lange die Hügel hinauf und dann ist man irgendwann oben und guckt in sehr viel Landschaft. In Volterra selber gibt es ein sehr spektakuläres altes Amphiteather und theoretisch auch ziemlich viel über die Etrusker – allerdings waren wir ja nur als Zwischenstopp da, dann lief die Zeit vom Parkticket ab und wir mussten doch recht schnell wieder aufbrechen … jedenfalls war es es schon ziemlich schön da und ich hätte auch gerne noch ein paar Stunden mehr da verbracht.

volterra

Weils halt sehr nah dran war, waren wir dann auch in Siena, wo wir unser Auto in einem arschteuren Parkhaus sicher verstaut und dann die Altstadt erkundet haben. Ist auch ganz schön da, viele enge Straßen, ein paar beeindruckende Gebäude, eine schöne Aussicht von der Mauer der Medici-Festung und halt überall touristisches Gedöhns. Länger als einen Tag würde ich in der Stadt jetzt eher nicht verbringen wollen, so spannend war es nämlich auch wieder nicht und außerdem auch recht laut, quasi kein Grün und naja. Schon ganz nett, aber mehr auch nicht. Vielleicht mochte ich die Stadt auch einfach nicht, weil wir da mit dem Auto gestrandet waren.

siena

Ein absolutes Highlight des Urlaubs war auf jeden Fall der Besuch in Monteriggioni. Das ist nicht nur eine coole mittelalterliche Festung, sondern sogar genau die coole mittelalterliche Festung, in der ein Teil von Assassins Creed spielt. Die kann man besuchen, für drei Euro hoch auf den Wehrgang und in ein kleines Museum und ansonsten halt noch da rumlaufen und Notizbücher mit schickem Einband kaufen, weil man ein elender Notizbuchjunkie ist das ein tolles Mitbringsel ist. Endlos riesig ist die Festung natürlich nicht, ein paar Stunden kann man da aber auf jeden Fall verbringen.

monteriggioni

Auf der Fahrt von der ersten zur zweiten Unterkunft haben wir eine lange Mittagspause in Lucca gemacht. Das ist ein weiterer hübscher kleiner Ort, der allerdings noch eine komplett intakte fette Stadtmauer hat, auf der man oben komplett einmal um die Stadt herumspazieren kann. Ansonsten gibt es wie überall enge Straßen, große Kirchen und leckeres Essen. Aber wirklich ein sehr netter Ort, da lässt es sich gut aushalten.

Zweites Highlight des Urlaubs – und der Grund, wieso wir noch das Quartier gen Ligurien gewechselt haben: Die Cinque Terre. Das heißt einfach „die fünf Dörfer“ und es sind – haltet euch fest – fünf Dörfer, die an der ligurischen Steilküste liegen und die Unesco-Weltkulturerbe und schrecklich hübsch sind. Und natürlich vollkommen mit Touristen überflutet, aber ein Ausflug dahin lohnt sich trotzdem. Man kann da mit dem Auto nicht wirklich hin – also man kann schon, aber dann muss man einen abstellen, der die ganze Zeit im Kreis fährt, denn parken kann man da noch weniger als im Rest von Italien. Deswegen sind wir der Empfehlung gefolgt und haben uns in La Spezia in den Zug gesetzt, der zwischen allen Dörfern hin und her fährt. Das ist auch einigermaßen bezahlbar, man zahlt pro Person 16 Euro für beliebig langes Zugfahren, Wlan an den Bahnhöfen, kostenlose Benutzung der Toiletten und Zugang zu allen Wanderwegen. Ja, Wanderwege. Die Cinque Terre sind nämlich auch berühmt für ihre Wanderwege, man kann von Dorf zu Dorf auf verschieden langen und schwierigen Routen herumwandern. Und da wir uns, obwohl wir ja eher keine Wandertouristen sind, das auch nicht entgehen lassen wollten, sind wir dann zwischen Dorf 3 und 4 den Küstenpfad entlang gewandert. Wobei Dorf 3 gleich damit losgeht, dass man vom Bahnhof ins Dorf hinauf ungefähr eine Trillion Treppenstufen nach oben steigen muss. Und danach kam dann erst die Wanderung: 2,5 Stunden (mit Pause und in langsam) über einen ziemlich kraxeligen Steinpfad, der ebenfalls reichlich auf und ab ging. Dafür gab es wirklich großartige Aussichten übers Meer und auf die anderen Dörfer.

Der Wanderweg:

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Die Aussicht:

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Und, das ist das Tolle daran, wenn man dann angekommen und in Dorf 4 ganz nach unten gelatscht ist, steht man am Strand.

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Und dann kann man zur Abkühlung und Erholung mal eben ins Meer springen, was einfach großartig war. (Noch großartiger wäre es gewesen, ein T-Shirt zum Wechseln dabeizuhaben, aber well … sie haben uns danach im Restaurant tatsächlich reingelassen und bewirtet, so schlimm kanns nicht gewesen sein.) Mit dem Zug fuhren wir dann noch zu Dorf 5, wo es auch einen wunderschönen Strand gibt.

Insgesamt ein anstrengender, aber sehr schöner Tag und die Dörfer sind auf jeden Fall die Reise wert.

Die letzte Nacht verbrachten wir dann ja in Pisa, so dass wir auch da noch einen Nachmittag herumgelaufen sind. Der berühmte Turm musste natürlich auch besichtigt werden – der Mitbewohner war sogar oben, allerdings war mir das zu anstrengend und hoch (und teuer. 16 Euro pro Person!!), daher habe ich lieber unten gewartet. Pisa hatte ich von einer Schulexpedition irgendwie als komisch und sehr klein in Erinnerung, tatsächlich war es dann zum Glück aber sehr schön und wirkte auch etwas weltoffener als die anderen Orte. Mehr als 1 oder 2 Tage kann man sich da vermutlich trotzdem nicht bespaßen, aber schon auch ein schöner Ort.

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Gegessen

Ich hatte ja so meine Probleme mit Italien – allerdings verschwanden die meist vorübergehend ins Nirgendwo, sobald wir essen gegangen sind oder im Supermarkt waren. Es gibt soooooo großartiges Essen in Italien! Was die Supermärkte dort für Kram in den Theken anbieten, ist der Wahnsinn, und Kochen macht auch richtig viel Spaß mit all den leckeren Zutaten:

Auch sehr viele gute Restaurantbesuche hatte der Urlaub zu bieten. Toll war z. B. die speziell in der Toskana verbreitete „white pizza“ bzw. Chiaccini (?), also Pizza mit heller Sauce statt mit Tomatensauce. Die habe ich zweimal gegessen und sie war ziemlich gut. Auch toll: Pistazieneis. Also nicht das grellgrüne mit irgendeinem Aroma, was es hier meistens gibt, sondern halt Nusseis aus Pistazien. Schmeckt göttlich. An den drei Tagen am Meer haben wir auch einfach immer Antipasti di mare bestellt und immer sehr tolle frische Fische und Meeresfrüchte bekommen. Auch toll war der gegrillte Thunfisch. Und in der einen Pizzeria gab es als Vorspeise so frittierte Pizzateig-Stückchen, das war auch unglaublich lecker. Tatsächlich haben wir nicht einmal irgendwo gegessen, wo es irgendwie schlecht war. Und Restaurantbesuche sind doch eine Ecke günstiger als in Deutschland – selbst am letzten Abend mit vier Gängen, Likörchen und fettem Trinkgeld sind wir nicht über 90 Euro gekommen.

Ein paar der Restaurants, in denen wir waren (und an die ich mich noch gut genug erinnern kann, um sie bei Google wiederzufinden…):

Die Osteria Il Ristoro in Ville di Corsano war das einziges Restaurant  Dorf neben unserem Agriturismo. Man sollte telefonisch reservieren, es war immer sehr voll da. Gute Pizza, tolle Vorspeisen, sehr leckeres Pistazieneis.

Das Il Tritone in Marinella di Sarzana – spezialisiert auf Fisch und Meeresfrüchte, man kriegt aber auch Lasagne oder Nudeln mit Fleischsauce. Tolle Auswahl an Antipasti di mare – die auch tatsächlich zu wechseln scheinen, je nachdem, was es gerade frisch gibt, denn wir waren an zwei verschiedenen Tagen da und hatten zweimal komplett verschiedene Auswahl. Der gegrillte Thunfisch ist auch toll.

Auch in Marinella di Sarzana: Das Zena mare – Ähnliche Auswahl wie im Tritone, liegt auch ungefähr 50 Meter weiter, aber etwas mehr fancy und mit Option Tisch mit Meerblick am offenen Fenster. Sehr schön. Da waren wir auch nachmittags am letzten ligurischen Tag, weil man da auch Strandliegen mieten kann. 10 Euro am Tag für 2 Liegen, Stuhl, Tisch und Sonnenschirm find ich auch sehr okay.

In Pisa waren wir mittags im Caffé Toti – das ist ein Café mit Kaffee (surprise!), Süßkram, aber auch Pizza, Nudeln und so … Brettern mit Zeuch. Also man kann da so Holzbretter mit verschiedenen kleinen Sachen (Wurst, Käse, Mozarella und Salat, Bruschetta, etc.) bestellen, das war sehr gut.

Am letzten Abend in Pisa waren wir dann im Ristorante della Bandierine und alles war sehr gut da. Es gibt so das Rauf und Runter der italienischen Speisekarte – Pizza, Nudeln, Carpaccio, Caprese, Tiramisu … aber alles sehr gut. Sehr gemütlich, man kann da nett sitzen.

Ristorante Montalbuccio – da waren wir an des Mitbewohners Geburtstag. Man sitzt zwar etwas seltsam in so einer Art Party-Pavillon mit Plastikfenster-Dingens, aber das Essen war auch da gut. Die verschiedenen Bruschetta zur Vorspeise waren nicht so sehr mein Fall, aber die Nudeln und das Steak waren sehr gut.

Zum Abschluss noch ein paar obligatorische Essensfotos:

Und was noch an Fotos so übrig ist:

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Insgesamt: Schöner Urlaub, der mir leider durch meine Unfähigkeit, mich nach dem ersten Katastrophentag wieder zu entspannen, ziemlich verleidet wurde. Tipp: Italien möglichst mit funktionierendem Auto und Italienischkenntnissen bereisen. Und ich hätte jetzt leider schon wieder Lust auf eine leckere italienische Pizza.

PS: Wem dieser schon wieder irrsinnig lange Blogartikel nicht lang genug ist, der kann natürlich auch noch auf Twitter unter meinem höchst eigenen Urlaubshashtag #Tuscatrinity meine Tweets nachlesen.

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