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Mediengedöhns im … äh … Herbst, Teil 2

Und weiter geht es mit dem Mediengedöhns im Herbst, bevor ich hier endgültig den Anschluss verliere.

Ich habe beschlossen, dass ich eine neue Kategorie namens „Gehört“ einführe und da kurz auf die Podcasts eingehe, die ich höre. Nicht auf alle, die ich ohnehin regelmäßig höre, aber auf Neuentdeckungen und besondere Empfehlungen und so.

Gehört

Actual Play höre ich ja fast ausschließlich beim OneShot-Network, das mich auch nachhaltig für viele anderen APs verdorben hat, weil die halt schon immer echt gut sind. Macht aber nix, es ist da eh mehr Content da, als ich überhaupt weghören kann. Ein paar Highlights der letzten Wochen (ich verlinke jeweils die erste Folge):

Noir World – hier handelt es sich um ein spielleiterloses PbtA-System, in dem man mehr oder weniger einen Noir-Film erschafft. Jim McClure spielt einen unfassbar tollen Bösewicht und auch sonst ist das alles sehr gelungen. Das System würde ich auch gerne mal ausprobieren.

Kids on Bikes – meiner Meinung nach eins der besten Actual Plays, das Oneshot bisher gemacht hat. Das System klingt so cool, dass ich es heute bestellt habe, die Spieler waren alle total klasse und dass mit Patrick Rothfuss ein Bestsellerautor als Gastspieler dabei war, schlägt sich in einigen wirklich tollen Ideen nieder. Außerdem gibt es Musikuntermalung, die Story ist richtig cool und eine unglaublich tolle Romanze war auch noch dabei. Sehr große Empfehlung.

Eher so mittelgroße Empfehlung, da schon im Intro gesagt wird, dass sie das System wohl mehrfach spielen müssten, um es richtig gut hinzukriegen: Swords without master. ABER ich empfehle total die ersten 15-20 Minuten, in denen die Charaktere erschaffen werden. Bei dem System nimmt man nämlich, was ich extrem cool finde, ein Bild oder ein Objekt und baut daraus einen Sword-and-Sorcery-Charakter. Und was da z. B. Stephen Kropa aus „ein Bild von Bryan Fuller mit einem Fuchs um den Hals“ macht, ist einfach hammergut. Aber auch die anderen Charaktere sind super.

Außerdem ist im Oktober ja die neue Kampagne auf OneShot gestartet. Die Star Wars-Kampagne ist ja leider, leider vorbei, ich bin immer noch sehr traurig drüber und spare mir die letzten Folgen noch auf, weil ich mich nicht von den Charakteren verabschieden will. Die neue Kampagne ist aber bisher auch schon ganz, ganz toll. Campaign: Skyjacks spielt in einer selbst erschaffenen Welt und benutzt die Genesys-Regeln, erweitert um eine Art Sooth Deck-Mechanismus, der auf den Illimat-Karten basiert. Die Charaktere und die Spieler sind toll, außerdem hat die Kampagne einen eigens komponierten Soundtrack. Sehr, sehr cool bisher. Und: Man kann jetzt am Anfang einsteigen und hat nicht den „Klingt toll, aber SCHON 65 EPISODEN?“-Effekt.

Und, das ist das einzig Gute am Ende der StarWars-Kampagne, die ehemalige Spielleiterin hat jetzt auch ein neues Actual Play in Kampagnenform: Den Autonomic Podcast. Der ist family friendly, also auch für Kinder zu verstehen (so sie Englisch sprechen natürlich), ohne Gefluche und so, und bisher auch sehr toll. Die Charaktere sind alles 12-Jährige, die als „Nomics“ auserwählt werden und dadurch Superkräfte bekommen. Allerdings läuft dabei nicht alles so, wie sie es erhofft hatten. Das Setting ist angelehnt an südamerikanische Mythen, die „Kinder mit Superkräften“-Geschichte erinnert mich bisher an eine Mischung aus Avatar und Harry Potter. Auch hier eine große Empfehlung.

Und dann noch zwei neue Podcasts, die es auf meine App geschafft haben:

Asians Represent ist ein Rollenspiel-Diskussionspodcast, der sich viel mit der Repräsentation asiatischer Stereotype in der Rollenspielszene beschäftigt, außerdem in jeder Folge eine*n asiatische*n Designer*in, Veranstalter*in oder ähnliches vorstellt. Teilweise sind die Folgen sehr lang und meinethalben könnten die gerne mehr rausschneiden (gerade bei den Interviews), letztendlich sind es aber trotzdem sehr hörenswerte Episoden. Besonders empfehlenswert sind die ersten 45 Minuten von Folge 3, in denen es um „Lernen durch RPG“ und Safety Tools geht.

Und, tatsächlich ohne jeden RPG-Content: Vocal About it ist ein Podcast von zwei Women of Colour, die darüber reden, wie das alltägliche Leben für sie ist und welchen Herausforderungen sie sich stellen müssen, wenn sie einfach abends mit Freundinnen ausgehen. Oder in den Urlaub fahren. Oder, you know, existieren. Sehr cooles Projekt von zwei sehr sympathischen Frauen.

Gespielt

Ja, huch, gespielt, gespielt habe ich viel. War ja auch eine lange Zeit, die ich jetzt nicht gebloggt habe, und da lag auch die 3W6-Con drin, die natürlich gleich vier Spielrunden auf einmal mit sich brachte.

In der DSA-Runde spielen wir gerade weiterhin die Lamea-Kampagne und sind aktuell in der Narkramar unterwegs, die mit zu den faszinierenden Settings gehört, die der Westkontintent so zu bieten hat. Ich bin sehr begeistert davon. Ansonsten waren wir ja wieder mit der Oldschool-Runde eine Woche in Dänemark und haben da eine neue Kampagne angefangen mit einer Zwergen-Themengruppe. Das war wirklich großartig. Ich konnte endlich eine brillantzwergische Schwertgesellin bauen, was ich schon ewig vorhatte. Und die Gruppe war dann echt cool und so aus kompletter Zwergenperspektive sieht die Welt doch anders aus und man hat ganz andere Möglichkeiten, wenn halt alle im Dunkeln gut sehen können und alle durch den Zwergenstollen passen. Es gab einige wirklich lustige Momente – wir haben im Schwerpunkt Brillantzwerge gespielt (mit einigen Gästen aus anderen Völkern) und mit dem Untergang von Lorgolosch angefangen. Danach landete die Gruppe zusammen mit dem Rest der Zwerge in der Nähe vom Schlund und es war ziemlich witzig, wie sie völlig verschreckt durch dieses Draußen mit dem Himmel und den Bäumen und so laufen mussten, stets in Furcht vor eventuell auftauchenden Drachen. Außerdem mussten sie eine reißenden Strom (aka einen 2 m breiten Bach…) durchqueren! Und am Ende gab es noch einen schönen Plot um ein paar entführte Zwerge, die wir aus einer Ogerhöhle mit 2 Ogern befreien mussten. Es geschah, was eigentlich nie geschieht – ich machte einen Plan und alle hielten sich dran und er funktionierte. Unglaublich! Jedenfalls war es seine sehr schöne Runde und ich hoffe, dass der Plan, diese jährlich weiterzuspielen und eine Kampagne um die Suche der Brillantzwerge nach einer neuen Heimat zu erleben, aufgeht.

In meiner City of Mist-Runde ging es auch weiter. Es freut mich immer noch total, dass ich es geschafft habe, nach ewigen Jahren mal etwas anderes als DSA regelmäßig zu spielen. Inzwischen haben wir unseren ersten Fall mehr oder weniger gut abgeschlossen (wenn alle NSC tot sind, ist der Fall auch vorbei … wir haben uns schon überlegt, als Crew Theme „Leichen pflastern unseren Weg“ zu nehmen). Mittlerweile habe ich auch einmal geleitet, das war allerdings eher der Auftakt zu einem Fall als ein richtiger Fall und ich hatte auch nicht viel vorbereitet, es war aber trotzdem ein sehr lustiger Abend. Mal sehen, ob die Runde Lust hat, das weiterzuspielen. Aktuell spielen wir jedenfalls erstmal ein Weihnachtsspecial, und das war bisher sehr großartig. Der beste Mitbewohner von allen hat uns nicht nur als Eröffnung des Szenarios alle geWHAMT, sondern es gab auch durchgegangene Karussellpferde und einen toten Stripper im Santa-Outfit. Mal sehen, wie es damit weitergeht. Das System ist jedenfalls nicht immer einfach und manchmal auch etwas viel „wie war das noch gleich“-nachschlagelastig, aber es macht bisher Spaß.

Kommen wir zur 3W6-Con:

Dort habe ich eine Runde Kagematsu geleitet. Ich denke, es lief ganz gut, allerdings habe ich nicht viel Erinnerung daran. Migräne des Todes und so. Aber der Aufbau des Dorfes mit kleiner Karte war sehr cool und ich lache immer noch über „ich serviere ihm Natto. Das schmeckt wie Kotze“. SO ROMANTIC!

Auf der Con habe ich auch zum ersten Mal Ten Candles gespielt. Tatsächlich habe ich das inzwischen sogar schon geleitet (und dabei gnadenlos alle guten Ideen aus der Runde von der Con geklaut) und ich muss sagen, das System hat einfach was. Einige Regelaspekte finde ich nicht sooo gut, z. B., dass man beim Verbrennen seines Hoffnungsmoments nicht automatisch einen Erfolg hat (das habe ich dann so gehausregelt). Generell ist das ein System, dass man glaube ich mehrfach spielen muss, in der ersten Runde waren wir als Spieler viel zu zögerlich, unsere Charakteraspekte einzusetzen, und genauso ging es meinen Spielern in der Runde mit mir als SLin auch. Auch das Wahrheiten etablieren könnte noch sehr viel runder laufen, wenn man erstmal das Prinzip dahinter verstanden hat. Und im Buch sind außerdem noch sehr viele tolle Szenario-Ideen. Ich möchte das wieder spielen.

Dritte Spielrunde von der 3W6-Con: Esprit Nouveau. Das kennt ihr jetzt bestimmt nicht, was kein Wunder ist, denn es ist ein noch in der Betatest-Phase befindliches PbtA von Harald vom 3W6-Podcast. Deswegen weiß ich auch gar nicht, wie viel ich dazu erzählen darf und beschränke mich auf: Es war sehr cool, es hat einen sehr coolen Fokus auf die Faszination des Übernatürlichen auf der einen und die Kraft von menschlichen Beziehungen auf der anderen Seite, das Design der Playbooks ist wunderschö, es kam eine tolle Story bei raus und ich möchte das auch gerne noch mal spielen. Und für Neuigkeiten zum Spiel könnt ihr ja dem Twitter-Account (Link führt zu Twitter, was dann eventuell Daten sammelt und so, ne, is klar) folgen.

Und die letzte Runde der Con: Monsterhearts! Auch PbtA, man spielt Teenager, die gleichzeitig Monster sind und es geht sehr viel um Selbstfindung und Romantik und Sexualität und Queerness und überhaupt. Die Kurzbeschreibungen der Playbooks sind fantastisch geschrieben, und dass das Spiel damit losgeht, dass man erstmal einen Klassensitzplan aufstellt, ist einfach genial und bring einen sofort in Teenager-Intrigen-Drama-Laune. Unsere Story war dann erstaunlich „zahm“, was so Sex und so anging, aber das lag wohl auch daran, dass der Spieler, der den von allen angeschmachteten Feenprinzen spielte, vorzeitig weg musste. Aber am Ende waren alle Geheimnise gelüftet und meine Werwölfin hat mit dem Geist geknutscht. Oder wie der eher entschwundene Mitspieler so schön zusammenfasste: I kissed a ghost and I liked it! Also auch hier: Möchte das nochmal spielen!

Dann haben wir ja Halloween eine Runde mit 2 gruseligen Abenteuern gehabt, und das eine war Ten Candles, das andere war Geh nicht in den Winterwald. Das war auch total klasse, sehr regelleichtes System und wirklich geeignet, um zur Not auch am Lagerfeuer zu spielen. Durch die Vorgabe, vom eigenen Charakter in der dritten Person und im Präteritum zu sprechen, entsteht eine ganze eigene Stimmung. Sehr schönes Ding, und durch die vorgegebenen Abenteuer auch glaube ich sehr gut für Einsteiger geeignet.

Ansonsten gab es noch einen Abend Star Wars mit FATE-Regeln, seit Langem mal wieder, und natürlich wieder mit den Vögten über Hangout. Da … kommt noch mal was zu. Demnächst. Hoffe ich.

Als die DSA-Runde neulich ausfiel, haben wir auch nochmal einen Abend Edge of the Empire gespielt, das war auch wieder ziemlich gut. Ich mag das System einfach.

Geleitet habe ich noch ein kurzes Hollow Earth Expedition-Abenteuer, so quasi als Systemvorstellung. Das wird dann nochmal wiederholt, weil der Spieler, der es sich gewünscht hatte, wegen krankem Kind gar nicht konnte. Jedenfalls bin ich wieder in ein Rechercheloch gefallen und möchte jetzt sehr dringend einen Roman im Buenos Aires der frühen 30er schreiben.

In Dänemark haben wir noch The Sprawl gespielt und das war sehr toll, weil zwei Leute aus der Runde riesige Cyberpunk-Fans sind, aber vom Umfang des Shadowrun-Regelwerks doch abgeschreckt waren, auch wenn sie es vor Jahren mal gespielt hatten. Das Interesse am Sprawl war dann also recht groß und auch das System und die Welterschaffung und so kamen glaube ich auch gut an. Zum ersten Mal haben wir mehr als einen Abend gespielt und es war echt cool, auch mal die Zwischen-den-Missionen-Moves auszuprobieren. Ich glaube, ich bin sehr froh, dem System nach dem nicht so überzeugenden ersten Abend letztes Jahr noch eine Chance gegeben zu haben. Bisher haben die Runden alle viel Spaß gemacht.

Und zuletzt hatte ich neulich in einer Woche gleich zwei Online-Spieltermine. Das war etwas stressig, aber es haben sich beide Termine gelohnt.

Einmal haben wir Migrant Stories gespielt, ein PbtA-Game, was mehr oder weniger in einer Betaversion online frei verfügbar ist und dass das Leben von Migranten thematisiert. Die Regeln sind hierbei so designt, dass man – ähnlich wie bei Bluebeard’s Bride – sehr eingeschränkte Handlungsmöglichkeiten hat und so die Beschränkungen und Vorurteile wahrnimmt, die Einwanderer täglich erleben. Unsere Session ist dann ziemlich schnell eskaliert und in Gewalt und Polizeieinsatz ausgeartet, was auch sehr interessant war, zumal man die Situation eben nicht durch ein ruhiges Erklären der Umstände auflösen kann. Trotzdem würde ich das gerne noch mal spielen und auch mal das tägliche Leben und Geldverdienen etwas länger ausspielen. Und ich würde es gerne mal in einen komplett fiktionalen Kontext setzen, das stelle ich mir auch spannend vor. Migrant Stories findet ihr, wie gesagt, kostenlos hier zum Download.

Und zum Schluss: #Feminism. Das ist eine Anthologie mit Nano-Games zu unterschiedlichsten feministischen Themen. Wir haben Tropes vs. Women gespielt, das klappte irgendwie nicht so richtig gut. Man spielt die selbe Szene zweimal, einmal möglichst realistisch, einmal möglichst überladen mit Klischees. Aber irgendwie … kam da nicht so richtig was bei rum. Auch wenn es lustig war, einen männermordenden Sex-Alien-Hybriden IN KLISCHEEHAFT zu spielen.

Umso besser war dafür allerings So Mom, I Made This Sextape. Toll war die Idee, es als Online-Larp zu spielen, also nicht am PC zu sitzen und zu tun, als säße man um einen Tisch, sondern am PC zu sitzen und zu tun, als wäre man sein Charakter, der mit den anderen Charakteren in einem Hangout ist. (Danke für die coole Idee und die Anleitung, Gerrit!) Das Spiel selber hat mich sehr beeindruckt und emotional sehr mitgenommen, vor allem für die Spieldauer von weniger als 30 Minuten. Der Zwiespalt zwischen erbitterter Diskussion und dennoch liebevollem, respektvollem Umgang miteinander ist einfach extrem gut gelungen. Ich könnte mir das Spiel auch mit einem anderen Thema als Sex und Pornos vorstellen. Das war jedenfalls eine wirklich gelungene Session, die mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

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Mediengedöhns im Juli und August 2017

Im Juli habe ich so wenig zu Ende geschaut, dass ich gar nicht genug für einen Artikel hatte. Daher jetzt mal wieder etwas mehr.

Bücher

Ich schreibe jetzt endlich was zu Bloodline, auch wenn ich noch 30 Seiten vor mir habe – aber die werden den Eindruck nun nicht mehr ändern. Bloodline ist neben der Aftermath-Trilogie der beste Star Wars-Roman, den ich bisher gelesen habe. Claudia Gray schafft es, Leia Organa wirklich großartig zu schreiben, aber auch die weiteren Charaktere sind wirklich toll. Außerdem ist die Handlung ein weiteres kleines Puzzlestück auf dem Weg zwischen der Schlacht von Endor und dem Aufstieg des First Order und der Entstehung der Resistance. Auch der Einblick in die Politik des Senats der Neuen Republik ist sehr gut, vor allem, weil er auch ziemlich realistisch scheint. Aber großer Dreh- und Angelpunkt ist halt schon Leia, und vermutlich mag ich das Buch deswegen auch so. Also große Empfehlung.

Ebenfalls gelesen habe ich den 2. Bank der Darth Vader-Comicserie. Der war auch wieder ziemlich cool, mit viel Unterwelt- und Aphra-Action und so. Und einem sehr coolen Eröffnungsbild mit Vader auf Tatooine vor Lukes zerstörtem Zuhause. Der nächste in der Reihe ist jetzt glaube ich Vader Down, was ein Crossover der Serie mit … irgendwas anderem ist. Ich muss mich da mal informieren. Äh, ja. Da ich mit diesem Buch jetzt 5 Comicbücher in meinem gesamten Leben gelesen habe, fühle ich mich immer sehr inkompetent, wenn ich darüber schreibe, deswegen einfach nur: Ich fand den Band gut.

Filme und Serien

Irgendwann im Juli war ich dann nochmal im Kino zu Spider Man Homecoming. Tatsächlich nehme ich ja seit einer Weile so ziemlich jeden MCU-Film im Kino mit, denn bisher waren die alle immer solide bis sehr gute Unterhaltung. Spiderman interessierte mich seit den furchtbaren Filmen mit Tobey Maguire eigentlich mal so überhaupt nicht, aber der kurze Auftritt vom neuen Spiderman in Civil War und die Tony Stark-Mentorbeziehung machten mich dann doch neugierig genug für einen Kinobesuch. Der Film war dann auch echt ganz cool. Halt bewusst High School-Film meets Superhelden, aber das macht das MCU ja auch so gut – dass sie fast jeden Superheldenfilm noch mit einem anderen Genre mischen. Tom Hollander ist ein überzeugender 16-jähriger Möchtegernheld, der Bösewicht war meiner Meinung nach besser als in vielen anderen MCU-Filmen, Tony Stark hätte von mir aus aber gerne etwas mehr vorkommen können, und wenn es nur gewesen wäre, um meine seit Civil War reichlich vorhandenen Tony-Stark-FEELS zu verarbeiten. Die weiteren Rollen waren auch toll besetzt, gerade Peters Sidekick und das Love-Interest fand ich klasse. Insgesamt eher ein Standalone-Film als eine Fortführung der MCU-Geschichte, aber wirklich charmant.

Das MCU neu schätzen gelernt hab ich dann letztes Wochenende, als ich matschig daheim rumhing und Bock auf einen hirnlosen, unterhaltsamen, coolen Film hatte. Meine Wahl fiel dann auf Pacific Rim und meine Fresse, ist der Film kacke. SO eine coole Prämisse (2 miteinander verlinkte Personen steuern 50-Meter-Battlemech gegen Monster aus einer andere Dimension) und dann so wenig draus gemacht. Die … äh … man kann es kaum Charaktere nennen … die klischeehaften Abziehbilder, die da als Ensemble durch die Gegend eierten, waren zu 80 % weiße Typen, die einzige relevante Frau ist ein totales Mäuschen, lässt sich von jedem rumkommandieren und verliebt sich natürlich nach 3 Minuten in den Hauptcharakter. Die zwei Wissenschaftler waren so überzeichnet geschrieben und overactet, dass es unerträglich war, und der Versuch, ein paar humorige Stellen einzubauen, ging auch total nach hinten los. Ja, optisch war es teilweise ganz cool, aber ich brauch schon wenigstens einen Charakter, der den Namen verdient hat und mir nicht völlig egal ist, oder wenigstens ein bisschen mehr Coolness oder …. irgendwas. Ich weiß immer noch nicht, wieso ich den Scheiß nicht nach 40 Minuten ausgemacht hab, aber irgendwie hab ich 2 h meines Lebens damit verbracht, diesen Film zu schauen und auf Twitter darüber zu lästern, wie kacke ich ihn finde. Eigentlich beides Ding, die ich doof finde. Ich gelobe Besserung beim nächsten schlechten Film!

Kommen wir zu den Serien:

Um die Netflix-Serie Iron Fist hatte ich mich bisher ein wenig gedrückt, weil sie ja gar nicht mal so gut sein soll. Aber in Vorbereitung auf The Defenders musste ich sie dann doch gucken. Und ich muss sagen: Sie ist zwar wirklich lange nicht so gut wie Daredevil oder Jessica Jones, aber auch nicht so mies, wie ich es dachte. Eigentlich ist sogar alles an der Serie recht cool, bis auf leider den Hauptcharakter. Neben der Tatsache, dass ich Finn Jones für eine absolute Fehlbesetzung halte (weil er a) keine Kampfsportvorbildung und auch offensichtlich auch nicht arg so viel Talent dafür hat und b) hier die Gelegenheit verpasst wurde, Danny Rand einfach Asian-American sein zu lassen und damit noch ein bisschen mehr Diversität in die Defenders zu bringen) ist Danny Rand einfach … dumm. Er ist ein dummer, weißer Junge mit mehr Privilegien, als er checkt und erinnerte mich frappierend an jeden Kampf-ist-die-einzige -Lösung-Krieger, der mich bei diversen Rollenspielsitzungen zur Weißglut gebracht hat. Die Serie gönnt ihm leider auch nicht gar so viel Entwicklung und seine in den ersten Folgen noch ganz interessanten Kindheits-Flashbacks kommen einfach nur immer wieder und werden nicht wirklich weitergeführt, so wie auch die ganze Ausbildung zu Iron Fist in K’unlun reichlich oberflächlich abgehandelt wird. Die weiteren Charaktere sind da schon erfreulicher. Claire Temple ist eh eine Bereicherung für jede Szene, in der sie dabei ist, und Colleen Wing, Dannys Sidekick/Love Interest ist ziemlich cool (und hätte eine bessere Hauptfigur abgegeben, zumal die Schauspielerin auch ihre Katana-Kämpfe wesentlich besser rüberbringt als Finn Jones) und die gesamte Familie Meachum ist auch durchweg gut besetzt und gespielt. Leider hat auch das Drehbuch so seine Schwächen und die Schauspieler können aus den teils seltsamen bis wirren Dingen, die ihre Figuren tun, halt nur das Beste rausholen. Insgesamt leider wirklich die schlechteste der Defenders-Einzelserien, aber nun auch nicht schlimmer als vieles andere, was so über den Bildschirm flattert.

Wirklich mit Hochspannung erwartet habe ich dann The Defenders. Die 8 Folgen umfassende Serie bringt erstmals Daredevil, Jessica Jones, Luke Cage und Iron Fist zusammen, als die in den meisten anderen Serien schonmal aufgetauchte Hand sich daran macht, New York ganz klischeehaft zur eigenen Bereicherung dem Untergang zu weihen. Das bringt nicht nur ein Team-up der vier (nicht immer sehr heldenhaften) Helden mit sich, sondern beschert dem Zuschauer auch Sigorney Weaver als Oberbösewichtin Alexandra, die wirklich ziemlich cool und auch toll gespielt ist. Gerade ihre abgefuckte Irgendwie-Mutter-Tochter-Beziehung zu Black Sky ist durchaus gelungen. Zurück zu den Superhelden – die Serie nimmt sich glücklicherweise Zeit, sie zusammenzuführen und widmet dem Austausch- und Teamfindungsprozess auch eine ganze Folge. Das hat für mich sehr gut funktioniert. Gerade die Charaktermomente der einzelnen Figuren sind mit das Beste an der Serie. Was das Problem mit Danny Rand angeht: Glücklicherweise arbeitet die Serie hier mit dem, was sie nunmal hat, und stellt nie in Frage, dass Danny ein dummer Haudrauf ist, allerdings ein dummer Haudrauf, der für beide Seiten von Wichtigkeit ist, so dass er in die Geschichte gut eingebunden wird. Und zwischen ihm und Luke entwickelt sich dann doch recht schnell eine Buddy-Dynamik, die ich sehr gelungen finde. Hach, überhaupt, Luke. Er ist auf jeden Fall der sympathischste im Team und ich finde ihn als großen, starken, dabei aber nicht doofen, sondern im Gegenteil relaxten und entspannten Typen einfach großartig. Auch das vorsichtige Wieder-Annähern zwischen ihm und Jessica ist super. Letztere ist auch in jeder ihrer Szenen ein Highlight in ihrer üblichen rotzigen, fertigen, sarkastischen Art und Weise. Insgesamt entwickeln sich tatsächlich alle vier Figuren auch in dieser Serie ein Stück weiter, was in Hinsicht auf das große Ensemble und die nur knapp 8 Stunden Laufzeit sehr positiv ist.

Leider fand ich die letzten Folgen und das Finale dann nicht mehr ganz so stark wie den Anfang, da das Finale mit einem Plottwist eingeleitet wird, der zwar echt überraschend kam, aber in der weiteren Entwicklung nicht unbedingt mein Gefallen gefunden hat. Außerdem darf Danny Rand auch in dieser Serie nicht schlauer werden und sorgt mit einer absolut blöden Aktion dafür, dass die böse Seite einen Schritt weiterkommt. Und auch der Finalkampf an sich war dann weniger cool als andere Kampfszenen es waren. Und ich werde einfach nicht warm mit Matt und SPOILER Elektra als dramatischem Liebespaar. Elektra als Black Sky war super, sobald sie dann wieder zu ihrem irren Selbst zurückgefunden hat, hat sie mich genauso genervt wie in Daredevil Staffel 2. Was nicht an Elodie Yung liegt, sondern einfach daran, wie die Figur geschrieben ist. Als Matt und sie sich am Ende in all den Trümmern in den Armen lagen, hab ich nur mit den Augen gerollt. Achja: Ich hoffe, Madam Gao hat den einstürzenden Neubau irgendwie überlebt. Sie ist einfach so cool und ich hoffe, sie kommt nochmal wieder. SPOILER ENDE. Insgesamt hat der Plot um die Hand damit nun hoffentlich erstmal einen Abschluss gefunden und macht Platz für andere Handlungsstränge.

Was die Defenders übrigens absolut brillant umsetzt, sind die verschiedenen Farben. Jeder Defender hat eine Farbe oder Farbkombination, die immer wieder aufgegriffen wird, gerade auch im Zusammenspiel (Alexandra als Gegenspielerin hingegen trägt nur Nicht-Farben wie weiß, gold oder silber). Das sorgt bei den getrennten Handlungssträngen am Anfang dafür, dass man schnell wieder weiß, um wen es gerade geht. Auch wie die Farben dann zusammenkommen, aber jeder immer noch seine Farbe im Hintergrund hat, wie z. B. im quietschbunten Chinarestaurant, wo aber Danny halt immer vor der iron-fist-grünen Topfpflanze sitzt, ist großartig gemacht und zieht sich bis in kleine Details durch. Als Matt z. B. in den Verhörraum kommt, in dem Jessica sitzt, ist der Raum komplett blau und er steht dann vor der rot lackierten Tür. Und als Luke und Danny eine Unterhaltung allein führen, sind die Stühle, auf denen sie sitzen, sicherlich in voller Absicht grün (Danny) und gelb (Luke). Schon allein für diese Farbspielereien lohnt sich vermutlich auch noch ein zweites Anschauen – für die Interaktion der Charaktere und die zum großen Teil tollen Dialoge sowieso. Insgesamt also auf jeden Fall eine Empfehlung.

Mehr Netflix-Content: Die fünfte Staffel Orange is the new Black hatte in meiner medialen Filterblase eine ähnlich herzliche Rezeption wie Iron Fist, und auch hier kann ich es nicht so richtig nachvollziehen. Die Entscheidung, die ganze Staffel lang den Aufstand im Gefängnis zu behandeln, fand ich durchaus gut und richtig so. Es vergeht sehr wenig Zeit in den 13 Folgen (4 Tage etwa) und verschiedendste Aspekte des auf einmal im Chaos versinkenen Gefängnisses werden beleuchtet. Dabei fand ich manche Handlungsstränge fantastisch (Taystee ftw! Sie war SO TOLL in dieser Staffel!, Gloria, Caputo), manche typisch skurril-humorig (Frida und der Pool, Boo und Linda, Piper und Alex), manche viel zu klamaukig und doof (Liane und … die andere Hirnlose da vor allem, teilweise auch Malitza und Flaca) und der Tiefpunkt war dann irgendwie die Story mit Red und Piscatella. Da machte einfach sehr vieles überhaupt keinen Sinn. Man hätte auch von mir aus gerne sehr viel mehr beleuchten können, wie sich die Lage aus Sicht der Offiziellen und Verantwortlichen darstellt. Trotzdem gab es einige wirklich schöne Szenen und im Großen und Ganzen ist die Serie immer noch gut und vor allem anders als viele anderen. Ich bin gespannt auf Staffel 6.

Auch gerade beendet: Die dritte Staffel Dark Matter. Hach, hach. Ich liebe diese Serie echt sehr, auch wenn sie wenig Budget und damit grottige Special Effects hat. Aber die Charaktere sind einfach großartig und liebenswert, die Folgen sind immer superspannend und diese Staffel haben sie echt ein paar Highlights abgeliefert … eine Zeitschleifenfolge, eine Stranger Things-inspierte Zeitreise, ganz viel Human-Android-Relations-Kram … großartig. Und die Klamotten sehen immer noch supergeil aus und der Cast ist bis in kleine Nebenrollen hinein immer noch superdivers (there are Asians in this movie!) und … ja. Es ist halt kein total hochqualitatives Fernsehen, aber schon verdammt cool. Und ich hoffe SEHR auf Staffel 4, die dritte hörte nämlich wieder mit gefühlt 5 Cliffhangern gleichzeitig auf.

Dann lief natürlich auch die 7. Staffel Game of Thrones, die sich nun endgültig über die Bücher hinaus fortbewegt hat und zudem diesmal nur 7 Folgen umfasste. Leider schlägt das doch sehr durch, denn vieles wird einfach zu hastig erzählt, die Charaktere besitzen inzwischen gefühlt alle einen Teleportring und so richtig habe ich einfach insgesamt nicht kapiert, warum man unbedingt 7 statt 10 Folgen machen wollte. Man merkt auf jeden Fall, dass es aufs Finale zugeht, die meisten Handlungsstränge werden zum großen Plot zusammengeführt, es gibt viele Wiedersehen, viele, nicht immer sehr subtil umgesetzte, Enthüllungen und Entscheidungen und am Ende der Staffel kann man wohl sagen:  Jo, der Winter ist da. Wie unglaublich viel Liebe zum Detail und wie krasse Set- und Stuntarbeiten in jeder Folge stecken, finde ich großartig und bewundernswert, und ich kann jedem Fan der Serie nur die Making of-Videos auf Youtube ans Herz legen. (Ich würde gerne eine tolle Playlist verlinken, aber der offizielle GoT-Account ist eher ein Chaos. HIER ist mal das Making of zu Folge 6 aus Staffel 7 – enthält logischerweise Spoiler 😉 . Insgesamt war ich schon ganz zufrieden mit der Staffel, man merkt aber, dass sich die Serie von der Komplexität und Vielschichtigkeit der Buchvorlage leider etwas entfernt hat. Gut, was sollen sie machen, GRRM hat sich ja leider in seine 17 Nebenplots verstrickt und Buch 6 kommt vermutlich auch nächstes Jahr noch nicht raus. Es ist trotzdem etwas schade, dass sich nun die Charaktere mehr dem Plot unterzuordnen scheinen als andersrum – und bei manchen Figuren wirkt das doch sehr als Bruch mit ihrem ursprünglichen Charakter und ihren Kompetenzen. Unterhaltsam, toll anzusehen und gut gespielt ist die Serie natürlich weiterhin. Für nähere Einzelheiten zu den Folgen empfehle ich die Reviews der NY Times, beim Guardian, oder ihr schaut mal drüben beim Hermator vorbei.

Und dann hab ich ja noch Star Trek geschaut. Das ist sehr neu, ich habe das immer verweigert – in meiner bedauernswert unnerdigen Jugend kam Star Trek ja nicht vor, und danach habe ich es immer doof gefunden, weil es alle kannten und sich drüber stundenlang unterhalten haben, und ich nur mit Fragezeichen überm Kopf danebensaß. Die drei neuen Kinofilme fand ich aber dann doch recht unterhaltsam, First Contact habe ich irgendwann auch mal gesehen und fand ihn cool. Und im September kommt ja die neue Serie, die ich auch auf jeden Fall gucken will. Und irgendwann im Mai hab ich dann mal angefangen, in die Serien reinzuschauen. Die Originalserie ging gar nicht, die ist einfach zu alt und zu albern für mich. TNG hab ich irgendwie gar nicht erst versucht, da kannte ich ein paar Folgen, die mal zufällig im Fernsehen liefen, und fand die nicht so spannend. Tatsächlich hab ich dann gleichzeitig mit Voyager und DS9 angefangen, bin bei DS9 aber mit der ersten Staffel noch nicht durch, weil ich nur selten eine Folge schaue. Aber die erste Staffel Voyager habe ich nun inzwischen gesehen. Ist ja glaub ich so die Serie, die alle immer doof finden, weil sie so weit weg spielt und so, wenn man von Star Trek null Ahnung hat, ist das aber sehr gut, wenn man nicht so viel Vorwissen bräuchte (DS9 hat ja in Staffel 1 so ne Folge mit Q und ich hab natürlich die siebenhundert Anspielungen nicht kapiert). Außerdem hat Voyager den großen Vorteil, dass Kate Mulgrew mitspielt, die einfach so großartig ist, dass ich schon deswegen drangeblieben bin. Aber auch sonst fand ich es erstaunlich gut. Nicht jede einzelne Folge, aber es war viel Gutes bei und ich bin auch erstaunt über die Ernsthaftigkeit vieler Themen und die Charaktere, die mir doch recht schnell ans Herz gewachsen sind. Außerdem ist so diese Das-Schiff-als-Heimat-Geschichte und die Suche nach dem Heimweg total meine Tasse Tee (und ich wüsste manchmal gern, wie viel Voyager-Inspiration in der Lamea-Kampagne steckt, denn so einige Punkte passen da doch schon sehr gut zusammen). Demzufolge schaue ich auch weiter, auch wenn ichs nun nicht gerade gierig durchbinge. Und DS9 guck ich so gelegentlich sicher auch weiter.

Gespielt

Nix am Computer, beim DSA sind wir gerade wieder bei der Königsmacherkampagne und dilettieren in der Politik herum. In Berlin ja, wie schon erwähnt, The Sprawl, ein PbtA-Cyberpunk-System, das mir wohl endgültig klargemacht hat, dass ich so Systeme, die auf einzelnen Runs und Aufträgen basieren, ohne dass es eine große Geschichte drumrum gibt, einfach nix anfangen kann. Auch wenn das System mMn sehr gut ist, wenn man denn run-basiert spielen möchte. Und im Juli haben wir auch noch einmal Edge of the Empire gespielt. Dafür habe ich mir sogar endlich mal einen eigenen SC gebaut, nämlich eine Zabrak-Slicerin namens Kepiri. Und dank einer spontanen Comission von Alexej Axis gibt es zu ihr jetzt auch schon ein Bild:

Ich habe sie ja bisher nur einmal gespielt, fand den Charakter aber ganz cool bisher. Es ist auf jeden Fall bemerkenswert, wie viel Input das Regelwerk durch die Verpflichtungen und Motivationen reinbringt. Ich hoffe, ich kann sie bald mal wieder spielen.

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Mediengedöhns im Mai und Juni 2017

Ende Mai zu faul gewesen, was zu schreiben – das rächt sich jetzt und resultiert in einer etwas längeren Liste. Nu denn, ans Werk.

Bücher

Ich lese immer noch Bloodline von Claudia Grey, finde es eigentlich sehr gut, habe aber gerade wieder eher wenig Lust zum Lesen allgemein. Daher hoffentlich nächstes Mal eine abschließende Meinung dazu.

Immerhin einen Star Wars-Comic hab ich geschafft, nämlich Darth Vader 1. Den ersten mit Doctor Aphra, der moralisch flexiblen Archäologin, und den beiden bösen Versionen von C3PO und R2D2, also Triple Zero und BT-1. Comics sind ja leider immer so kurz, aber gefallen hat dieser hier mit trotzdem, zumal er einen sehr coolen Plot anfängt, in dem Vader nach der Zerstörung des Todessterns rausfindet, dass der Pilot, der ihn zerstört hat, Skywalker heißt, und sich dann auf die Suche nach ihm macht. Band 2 hab ich schon bestellt.

Außerdem gelesen: Das Fiasko-Kompendium. Quasi ein Ergänzungsbuch zum Erzählspiel Fiasko, in dem noch mehr Kulissen und allgemein Spieltipps und andere Anwendungsmöglichkeiten (z. B. Fiasko für Schulprojekte oder für Autoren) drin sind. Ich hatte gehofft, in dem Buch noch viele konkrete Tipps zu finden, wie man das Spiel noch besser hinbekommt. Leider bleibt aber alles sehr vage und mehr als „macht halt was Cooles, was allen gefällt“ kann man selten aus den Tipps entnehmen. Schade. Außerdem ging mir der bemüht flapsige Stil nach der Hälfte sehr auf die Nerven. Ein paar Sachen sind nützlich, z. B. eine abgeänderte Zwischen- und Nachspieltabelle, die neuen Kulissen natürlich und auch ein paar andere Sachen. Aber z. B. im Kapitel „Fiasko und Impro-Theater“ dann keine konkreten Tipps aus dem Impro-Theater zu finden, sondern nur in Interview mit Spielern, die beides machen und Fiasko als Vorbereitung für ihre Shows nutzen, hat mich dann schon enttäusscht. Insgesamt kann man sich das Buch schon anschauen, aber so richtig viel an tollen konkreten Spieltipps braucht man nicht zu erwarten. Und coole Kulissen findet man online auch umsonst.

Auf der NordCon direkt vom Herausgeber gekauft und signieren lassen: Die Heldformel von Mike Krzywik-Groß. Das ist ein Projekt von ihm und Ralf Kurtsiefer, der seit Jahren Fantasy-Soundtracks macht. Bei der Heldformel geht es jedenfalls um die klassische Heldenreise nach (u. a.) Campell, die im Buch theoretisch erklärt und durch eine Erzählung praktisch vorgeführt wird. Dazu gibt es dann noch einen Soundtrack von Ralf, den man sich beim Lesen theoretisch anhören kann. Was ich nicht gemacht habe, weil ich das Buch immer mal so nebenher und in vielen kleinen Abschnitten gelesen habe. Deswegen kann ich noch nix zur Musik sagen, die muss ich mir wohl mal aufs Handy ziehen, damit ich dazu komme, sie anzuhören. Die Geschichte ist jedenfalls logischerweise seeeeehr klassisch, was natürlich auch der Sinn der Übung ist. Die theoretischen Erklärungen folgen dann hinterher. Ich hatte ja Mikes Workshop zum Buch auf der NordCon gehört, der fasste dann tatsächlich schon 95 % des Buchinhaltes zusammen. Tatsächlich hatte ich vorher gedacht, dass die Erzählung immer unterbrochen würde, um an der konkreten Textstelle aufzuzeigen, was das jetzt gerade heldenreisemäßig ist und warum das so gut funktioniert (und wie man es vielleicht auch anders machen und abwandeln könnte). Aber es war dann halt so, dass es eine Einleitung gibt, dann die Erzählung folgt und dann noch ein eher kurzer Theorieteil. Hätte mir anders aufgeteilt und mit längerem Theorieteil tatsächlich noch besser gefallen, aber insgesamt schon eine empfehlenswerte Lektüre, wenn man sich mit dem Thema Heldenreise noch gar nicht befasst hat und sich etwas einlesen will.

Filme und Serien

Zum ersten Mal interessierte mich ein DC-Film und ließ mich nicht schon beim Trailer den Kopf schütteln – also habe ich im Kino Wonder Woman geschaut. Und haaaach, was für ein großartiger Film. Ich fand ihn absolut gelungen. Okay, von mir aus hätte man gerne noch viel mehr coole Action auf der Insel der Amazonen sehen können, das war mein Lieblingsteil. Aber auch der Rest war super. Diana ist wunderschön, mitfühlend, sympathisch und awesome. Chris Pine als Steve Trevor ist auch cool, ebenso die Side Kicks. Und die Actionszenen sind wirklich der Hammer. Der Endkampf war mir dann doch etwas zu lang und zu übertrieben, aber na gut. Und die Musik war zwar eine kunterbunt zusammengeklaute inspirierte Mischung aus anderen Sountracks, aber auch sehr schön. Für mehr zu Wonder Woman empfehle ich die sehr schöne Rezension von Hermator oder dieses nette Video über die Entstehung des charakteristischen WW-Themes.

Von DC zurück zu Marvel: Tatsächlich zog sich wegen der diversen langen Pausen die 4. Staffel Agents of SHIELD bis in den Mai. Die vierte Staffel hatte quasi 3 Handlungsbögen, die jeweils nur 7 -8 Folgen umfassten. Das hat das Handlungstempo im Vergleich zu den vorigen Staffeln nochmal etwas erhöht. Storyline 1 hatte ja den Ghostrider drin, der der Serie irgendwie von Marvel aufgedrückt wurde. Hätte ich jetzt nicht gebraucht, aber immerhin, was sie draus gemacht haben, war durchaus cool. Storyline 2 drehte sich dann um Androiden und alle Probleme, die diese so mit sich bringen, wenn man das mal spoilerfrei sagen will. Und Storyline 3 machte eine sehr gelungene Was-wäre-wenn-Realität auf, die ich einfach nur hammermäßig gut fand. Generell liebe ich die Serie nach wie vor total und bin richtig glücklich, dass sie trotz nicht so toller Quoten und der neuen Inhumans-Serie noch eine 5. Staffel bekommen hat. Yes! Leider startet die erst im Januar 2018.

Nochmal Superhelden: Die erste Staffel Legion gab es dann auch noch. Legion ist eigentlich ja im X-Men-Universum angesiedelt und die Hauptfigur ist der Sohn von Professor X. Wegen irgendwelcher Lizenzen darf die Serie aber nicht offiziell im X-Men-Universum spielen, deswegen ist David, der Hauptcharakter, also nur der Sohn irgendeines unbenannten mächtigen Mutanten, aber das tut der Sache keinen Abbruch. Die Grundprämisse der Serie ist halt, dass David in der Klapse sitzt und alle denken, er ist schwer psychisch krank, während er halt eigentlich ein mächtiger Mutant mit allen möglichen Fähigkeiten ist. So geht es zumindest los. Und wird dann richtig, richtig abgedreht. Also in einem Maße, wie es kaum eine Serie schafft. Das war auch so ein bisschen mein Problem mit Legion – ich fand es unfassbar anstrengend zu gucken. Gerade wenn man auf fiese Geräusche und flackerndes Licht empfindlich reagiert, ist die Serie teilweise schwer erträglich, weil da ständig buntes Licht da ist und alles flackert und quietscht und dissonante Töne macht und überhaupt. Aber mal davon abgesehen ist die Serie sehr gut gemacht. Gute Darsteller, tolle und abgefahrene Effekte, das Thema „verrückt oder Mutant?“ wird sehr gut umgesetzt. Und auch die verschiedenen Fähigkeiten der anderen Mutanten, die vorkommen, sind mal echt was anderes als das, was man schon so kennt. Insgesamt also empfehlenswert, auch wenn es mich jetzt nicht so emotional mitgerissen hat und eher anstrengend zu schauen war.

Auch verwirrend: Die erste Staffel von American Gods. Denke ich zumindest, ich hatte ja vorher das Buch nochmal gelesen und war wieder recht gut im Bilde über das, was da so passiert. Aber für Nicht-Buchleser war die erste Staffel wohl relativ schwer nachzuvollziehen. Aber ich kenne auch Leute, die sie gut fanden, obwohl sie das Buch nicht kannten. Ich mochte die Staffel jedenfalls. Sie fing dieses „Zefuq is happening?“-Gefühl des Buches wirklich sehr gut ein, war optisch toll, hatte großartige und passende Musik und bot einen surrealen Ausflug in Neil Gaimans Amerika. Die Ergänzungen im Vergleich zum Buch fand ich super, vor allem Laura und Madd Sweeney und Salim, den Road Trip von den dreien hätte ich mir gerne auch noch weitere 1-3 Staffeln lang angeschaut. Shadow blieb ein bisschen unspannend, aber das ist er im Buch halt auch. Und der Rest der Figuren – schon sehr toll. Ian McShane und Gillian Anderson waren auch hammermäßig besetzt. Das Erzähltempo ist halt schon sehr langsam und oft kommt ja am Anfang der Folge erstmal ein ziemlich langes Interludium, das gar nichts mit der Haupthandlung zu tun hat. Das ist alles schon eine sehr gemächliche und eher wirre Art, zu erzählen, meiner Meinung nach passt es aber perfekt zur Buchvorlage. Über die Bedeutung der Serie in der Ära der Trump-Regierung habe ich ja schonmal geschrieben, das könnt ihr bei Interesse bei Tor-Online nachlesen.

Eine weitere politisch aktuelle Serie, die unter Beteiligung der Buchautorin der Vorlage entstand, ist natürlich The Handmaid’s Tale. Auch da habe ich die Staffel weniger schnell geschaut als ich es wollte, weil die Folgen mich immer echt fertig gemacht haben. The Handmaid’s Tale ist ein Blick in eine dystopische Welt, die einerseits sehr weit von unserer entfernt scheint, andererseits aber in greifbare Nähe zu rücken droht, wenn man sich so manche Forderungen aktueller Politiker anhört. Der Ausflug in die superreligiöse Republik Gilead, in der Frauen nur noch etwas wert sind, wenn sie Kinder gebären, ist wirklich alles andere als spaßig. Und auch die Geschichte, wie es dazu kommen konnte, ist sehr unerfreulich und wirkt erschreckend realistisch. Die Serie jedenfalls, hervorragend besetzt mit u. a. Elizabeth Moss, Samira Wiley, Alexis Bledel, Yvonne Strahovski, Joseph Fiennes, erzeugt genau die beklemmende Stimmung, die auch das Buch schon bei mir hervorgerufen hat, erweitert aber die Welt von Gilead noch um einige neue Aspekte. Auch sehr gelungen fand ich die Episode um Offreds Ehemann und dessen Flucht, die mit der Flüchtlingskrise noch eine weiteren gesellschaftlichen Aspekt beleuchtet. Insgesamt würde ich die Serie (oder alternativ das Buch) wirklich sehr, sehr empfehlen.

Dann war da noch die 10. Staffel Doctor Who. Ich hab mit der Serie ja schon seit Staffel 7 meine Probleme und ärgere mich über die moffatschen Wiederholungen von immer dem gleichen Kram. Nun also die letzte Staffel mit Capaldi als Doctor und vor allem die letzte mit Moffat als Showrunner. Ich hatte eigentlich gar keine Lust, reinzugucken, fand dann aber die neue Companion Bill im Trailer doch sehr sympathisch. Also habe ich sowohl das Weihnachtsspecial vom letzten Jahr nachgeholt als auch die 10. Staffel geschaut. Nun ja. Es fing ganz gut an, das Special fand ich zwar ultrakitschig, aber trotzdem echt toll, die ersten Folgen mit Bill und dem Doctor als Uniprofessor auch. Beim ersten Versuch eines größen Plots mit den drei Folgen mit den berobten Aliens war dann schon wieder der Anfang gut und dann wurde es komplett wirr. Und das Finale … naja, schnarch. Ein Aufguss diverser alter Ideen und diese ganze Missy-Geschichte fand leider ein sehr unwürdiges Ende. Keine Ahnung, viele Leute, die ich kenne, fanden das Finale ja toll, und es hatte auch ein paar schöne Momente, aber so insgesamt habe ich das Gefühl, Moffat dreht sich wirklich nur noch im Kreis. Nun isses ja zum Glück bald vorbei, nur noch das Weihnachtsspecial und dann neuer Doctor, neuer Showrunner, neuer Companion. Mal sehen ob die Serie mich dann wieder mehr begeistern kann.

Gespielt

Auf der NordCon war mal Gelegenheit für ein paar andere Spielrunden jenseits von DSA: Eine Supporter-Rune Numenera, die sehr spaßig war und mal wieder das „zu viele Spiele, zu wenig Zeit“-Dilemma deutlich hervortreten lässt. Auch auf der Con: Eine Runde DSA nach Nick-Nacks Erzählregeln, die ich auch sehr cool fand. Die Erzählregeln sind quasi eine DSA-Version von Dungeon World und haben gerade beim Erstellen der Gruppe mit ihrem „was bisher geschah“-Aspekt echt Spaß gemacht. Gerade für One Shots könnte das echt was für alle sein, die den aventurischen Hintergrund mögen, aber die Regeln viel zu kompliziert finden. Falls ihr die Regeln kaufen möchtet, könnt ihr sie im Scriptorium Aventuris kaufen.

Ebenfalls auf der NordCon gekauft und dann in der Wohnung noch am selben Tag gespielt: Die Einsteigerbox von Star Wars  – Macht und Schicksal, deren deutschsprachiges Erscheinen an mir irgendwie vorbeigegangen war. Das Einsteigerset ist ähnlich toll wie das zu Am Rande des Imperiums und das Einsteigerabenteuer hat, mit leichten Anpassungen unseres SL, dann auch sehr viel Spaß gemacht. Da im Einsteigerseit leider nur 4 der 6 an sich vorhandenen Archetypen vorhanden sind: Die anderen beiden kann man sich bei Ulisses auf der Homepage herunterladen.

Beim DSA sind wir endlich mit Vergessenes Wissen durch (ein großartiges Abenteuer, dazu an anderer Stelle nochmal demnächst mehr) und haben jetzt mal wieder unsere Thorwalergruppe aus dem Ewigen Eis zurück nach Hause fahren lassen. Mit Zwischenstopp im Yeti-Land, wo wir uns mit abtrünnigen Yeti und Dunkelelfen herumgeschlagen haben – vermutlich die einzige Heldengruppe, die auf „der Endkampf geht gegen Yeti und Shakagra“ mit „wow, Yetis haben wir ja noch nie gesehen“ reagiert …

Nun geht es nächste Woche dann mit der Königsmacherkampagne weiter. Ich bin schon gespannt.

 

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Schamlose Eigenwerbung, mal wieder

Moin zusammen!

Während ich mich gerade von der NordCon erhole, auf der ich am Wochenende drei sehr spaßige Tage verbracht habe, hier nochmal kurz zwei Hinweise:

Erstens habe ich für das Tor Online-Portal einen Artikel über die Serie American Gods geschrieben. Der befasst sich vor allem mit der Frage, ob die Adaption von Neil Gaimans Roman einfach nur Unterhaltung ist oder wirklich so viel politische Bedeutung hat, wie ihr zugesprochen wird. Wer meine Meinung dazu lesen will:

KLICK!

Und zweitens durfte ich zum zweiten Mal im Spätfilm-Podcast zu Gast sein, mit einem Thema, das mir auch sehr am Herzen liegt: Weibliche Heldinnen in Hollywood-Actionfilmen. Wir sprachen über Hunger Games, Mad Max Fury Road und Star Wars (Rogue One und The Force Awakens). Wer mich darüber mit Daniel und Paula schnacken hören will:

KLICK!

Zu einem späteren Zeitpunkt hoffentlich auch wieder mehr anderes aus meinem Leben und so. Aber gerade muss ich erstmal etwas verpassten Schlaf nachholen…

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Nautolanication – The nerdy project of nerdiness

Manchmal macht man ja so Sachen, die sind SO irrsinnig, dass man es gar nicht glauben kann, dass mans wirklich getan hat. Und sowas kommt jetzt.

Wie ihr vielleicht womöglich eventuell wisst *hust*, bin ich ja inzwischen ein komplett riesiger Star Wars-Fan und fangirle so vor mich hin. Das heißt nicht nur, dass ich gerade jeden Tag ein paar Stunden vorm Livestream der aktuell stattfindenden Star Wars Celebration hänge und jeden neuen Trailer, der da gezeigt wird, komplett abfeiere und mich davon in emotionale Abgründe reißen lasse, sondern auch, dass ich natürlich auch Star Wars im Rollenspiel haben muss. Neben einigen Runden Edge of the Empire gibts noch die sporadisch stattfindende Runde über Videochat mit den wunderbaren Vogts. Und da geht die Geschichte los.

Wir spielen nämlich eine Rebellengruppe, die getarnt als Rockband (bzw. Darugaband, so der von Christian erfundene Name unseres Genres) durch die Galaxis tourt, um Rebellenpropaganda zu verbreiten. Die Band hat den klangvollen Namen Duke Lightrazor and the Meilooruns und besteht aus dem charmanten Nautolaner Ran Webb (Christian), dem heimwehkranken Jawa Tok (der Herr Mitbewohner) und meiner mehr schlecht als recht drummenden Twi’lek Tablaa. Als NSC ist unser Sänger Duke dabei, der als einziger nicht weiß, dass wir eigentlich Rebellen sind (und daher öfter mal ausgeknockt, mit nem Groupie ins Hotel geschickt oder „von bösen Rebellen entführt“ wird). Christian hatte schon eine ganze Weile eine Liste mit Songs, die die Band so drauf hat, und neulich schickte er einen umgeschriebenen Text für „Californication“ von den Chili Peppers: Nautolanication.

Dann ist irgendwie alles ein bisschen außer Kontrolle geraten, der Mitbewohner meinte, wir könnten das ja mal einspielen und ich könnte singen, das warf dann das Problem auf, dass ich ja weiblich bin, unser guter Sänger aber männlich. Aber die Band könnte ja vorher mal eine SängerIN gehabt haben, dachte ich mir und schrieb spontan noch eine kleine Kurzgeschichte darüber, wieso sie denn nicht mehr dabei ist. Dann haben wir noch etwas an den Lyrics gefeilt, in einer längeren Session das Ganze eingesungen und der Herr Mitbewohner hat ungefähr 93 verschiedene Spuren in Qubase gebastelt, mit Keyboard und Bass alle Instrumente eingespielt und das Ergebnis dann noch so bearbeitet, dass es wie eine Live-Version klingt.

Ihr seht also, ein ganz klein wenig Irrsinn steckte da schon dahinter, aber es hat wirklich wahnsinnig viel Spaß gemacht und zum Glück wurde es alles noch bis heute fertig, denn so konnten wir es unserer Spielleiterin Judith zum Geburtstag übersenden. 🙂

Und weil es so viel Spaß gemacht hat, der Mitbewohner so viel Zeit reingesteckt hat und ich es irgendwie einfach cool finde, könnt ihr das Ganze jetzt auch lesen und hören:

Nautolanication auf YouTube

Nautolanication auf Soundcloud

And the Meiloorons – Kurzgeschichte zum Nachlesen auf meinem Schreibblog.

Viel Spaß 😉 .

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Mediengedöhns im Februar und März 2017

Ein gesondertes Mediengedöhns für den Februar entfiel wegen zu viel Umzugsstress, deswegen mal wieder ein 2-Monats-Gedöhns. Ich bin zwar gefühlt bei zu vielen Sachen echt weit hinterher, weil man überraschenderweise im Umzugsstress nicht dazu kommt, jeden Tag Serien zu gucken :p . Und bei ganz vielen Sachen bin ich so 1-5 Folgen vom Finale der Staffel weg, deswegen gibts im Aprilgedöhns dann vermutlich sehr viel Kram, der jetzt gerade noch nicht abgeschlossen ist. Also dann!

Bücher

Ich habe erstaunlich viel gelesen, dafür, dass eigentlich gar keine Zeit war. Aber manche Bücher können einfach nicht warten, auch wenn man gerade umzieht.

Aftermath – Empire’s End zum Beispiel, der langerwartete und letzte Teil von Chuck Wendigs Trilogie. Den habe ich zu großen Teilen auf der Zugfahrt zur HeinzCon und zurück gelesen. Endlich erfährt man also, was nun alle in Jakku wollen. Oder auch nicht, weil so richtig schlüssig war der ganze Jakku-Machtgedöhns-Evil-Masterplan-Teil jetzt nicht. Das war auch für mich der enttäuschendste Teil des Buches, denn es wurden in Teil 2 so viele Erwartungen aufgebaut, die eigentlich gar nicht erfüllt werden konnten – denn eigentlich konnte man sich nun schon vorher denken, dass nicht in einem Roman enthüllt werden wird, wer denn nun Snoke ist. Insofern konnte der Teil des Plots fast nur enttäuschen. Andererseits ist da viel Kram, der vielleicht nochmal wichtig werden könnte, und immerhin die Herkunft des First Order wird so ein wenig aufgearbeitet, das ist schon spannend. Ansonsten gibt es eine sehr coole Raumschlacht über Jakku (was jetzt kein Spoiler ist, dass dort die letzte Schlacht zwischen Imperium und Neuer Republik stattfand, ist ja schon bekannt), einige politische Verwicklungen, die auch schon andeuten, wieso sich später mal die Resistance von der Neuen Republik womöglich abspaltet. Und vor allem wieder einige großartige Charakteremomente und -entwicklungen, ein Happy End für mein Lieblingspaar und sehr viele humorige Stellen. Insofern insgesamt trotzdem Daumen hoch auf für den dritten Teil der Reihe, die insgesamt auf jeden Fall das Beste ist, was ich von den neuen Kanon-Romanen bisher kenne.

Außerdem spontan bestellt, nachdem ich Judith Vogts Rezension gelesen habe: Dead Water – Das Logbuch von Tobias Rafael Junge. Dieser war mir bisher vor allem als „der Mann von Mia Steingräber“ bekannt, wie ich gestehen muss. Jetzt hat er jedenfalls seinen ersten Roman veröffentlicht, zusammen mit Nils Andersen, der das Ganze illustriert hat. Dead Water ist nämlich sowohl in Form als auch Inhalt ziemlich außergewöhnlich: Was als Abenteuerfahrt von schwierigen Jugendlichen auf einem Segelschiff beginnt, wird schnell zu deutlich anklingender Gesellschaftskritik, verpackt in eine spannende und ganz schön krasse Handlung. Erzählt wird abwechselnd von den verschiedenen Jugendlichen, während der Rest in Randkommentaren und kleinen Bildchen das Ganze kommentiert. Mir waren es am Ende ein paar Figuren zu viel, ich hatte bis zuletzt nicht so richtig den Überblick, wer nochmal wie hieß und wer mit wem wie zusammenhing – dabei kann ich mir sowas eigentlich immer recht gut merken. Vielleicht lags an dem Verhältnis von sehr vielen Figuren zu recht wenig Seiten. Insgesamt fand ich das Buch trotzdem gut, zumal es sich wirklich sehr kurzweilig liest. Außerdem spielt es auf einem Segelschiff, das ist schonmal immer ein Pluspunkt. Auf der Homepage von Tobias gibt es noch mehr Infos und Bonusmaterial, zum Beispiel ein von Mia Steingräber gezeichnetes „Selfie“ der Protagonisten (ich hätte übrigens bei maximal 4 Leuten erkannt, welcher Charakter das ist. Auch das ist für mich eher ein Zeichen dafür, dass manche Charaktere nicht so richtig ausreichend zur Geltung kamen.)

Ansonsten mache ich gerade ein wenig Lesevorbereitung für kommende TV-Serien und re-reade mit Judith zusammen American Gods. Danach ist, hoffentlich noch vor Start der Serie, The Handmaid’s Tale dran.

Filme und Serien

Sehr spontan war ich trotz all des Umzugschaos im Kino zu Logan, den ich unbedingt sehen wollte. Ich hab es auch nicht bereut, da er mir sehr gut gefallen hat. Vermutlich der untypischste „Superheldenfilm“, den ich bisher gesehen habe, eher so eine Art Roadmovie-Western in fiesem Setting und mit glaubwürdigen und sehr menschlich wirkenden Charakteren. Ich war während des Schauens mehrfach davon verwirrt, dass der Film in Farbe war, denn in meinem Kopf war er irgendwie schwarz-weiß. So von der Stimmung her. Der Johnny-Cash-Song zum Abspann passte dann perfekt als Abschluss. Und nachdem Hugh Jackman ja gesagt hat, dass das sein letzter Wolverine-Auftritt war – können wir nun bitte 3 Filme mit Laura/X23 haben, ja?

Tatsächlich war ich am Donnerstag nach dem Umzug auch schon im Kino, weil ich die Karten schon gekauft hatte, bevor überhaupt klar war, dass wir umziehen. Nämlich zu der einzigen Vorführung Rammstein – Paris im Savoy. Jo, muss man nicht so groß erklären: Halt eine bearbeitete Aufnahme des Konzertes in Paris von einer schon etwas zurückliegenden Tour. Mit sehr gut gemachten Special Effects und Zeitlupen und so weiter, wobei das Highlight schon ganz klar das ist, was diese irren und talentierten Künstler da auf der Bühne alles anstellen. War auf jeden Fall cool, dass im Kino und nicht nur daheim auf dem Fernseher zu sehen. Wer nochwas zur Tour lesen will, dem sei diese ältere, aber sehr gute Reportage aus dem SZ-Magazin empfohlen.

Über Twitter bin ich auf die neue Serie Emerald City aufmerksam geworden, quasi eine weitere Neuverfilmung des Zauberer von Oz. Mit einer ca. 20-jährigen Dorothy, gespielt von Adria Arjona, die ich schon in ihrer kleinen Gastrolle in Person of Interest sehr cool fand. Und mit Wilson Fisk … äh, Vincent D’Onofrio, als Wizard. Außerdem mit sehr viel Magie vs. Technik-Kram, einer steampunkigen Optik, generell superschönen Aufnahmen und insgesamt sehr spannend und gut umgesetzt. Und mit einem ganzen Berg von großartigen weiblichen Charakteren. Ich hoffe auf eine zweite Staffel.

Und dann natürlich noch: Star Wars Rebels, Staffel 3. Die sich ja mit ihren diversen Pausen und Hiatus…sen und dergleichen immerhin erfreulich lange hinzog, von September bis Ende März. Aber jetzt ist sie vorbei. Schluchz. Kein Sonntagsfrühstück mehr mit Rebels und Rebels Recon und anschließenden Twitterkonversationen mit vielen Ausrufezeichen. Buäh. (Wenigstens die Star Wars Show ist mir noch geblieben.) Rebels ist glaub ich die einzige Serie, die ich jemals im Dänemarkurlaub geguckt habe, weil ich nicht die paar Tage warten konnte, bis ich wieder zu Hause war. Sogar am Tag des Umzugs haben wir noch um Mitternacht oder so, nachdem wir von 7-22 Uhr in Action waren, Twin Suns gucken müssen, denn wie hätte man auf diese Folge einen Tag länger warten können?? Äh, ja. Ihr seht, meine Star Wars-Obsession ist nach wie vor ein bisschen vorhanden. Und die dritte Staffel Rebels war einfach großartig. Ich muss sie glaub ich nochmal gucken, weil da irgendwie SO VIEL passiert ist. Ezra und Maul und die Holocrons und Mandalore und Sabine-Dinge und der Bendu und Geonosis und Saw Gerrera und Mon Mothma und Thrawn und Kallus und TWIN SUNS und singende Droiden und das Ende des Klonkrieges und ÜBERHAUPT. Nee, ich kann da auch nicht analytisch und objektiv drüber schreiben, ich liebe diese Serie einfach und freu mich wie doof auf Staffel 4. Und wenn Kanera dann bitte endlich mal passieren … ja? Gut? Gut. [/fangirlrant Ende]

Gespielt

Auf der HeinzCon eine Runde Star Wars-Fate. Mit 8 Leuten. Es war … schon irgendwie lustig, aber nicht wirklich machbar. Die Abenteueridee war total großartig, aber ich würde das alles gerne nochmal mit der Hälfte der Spieler und über 2 Abende spielen 😉 . Auch auf der HeinzCon ein bisschen Splittermond, und mit bisschen meine ich 90 Minuten, bis es zum ersten Kampf kam und ich zwischen dem ersten und dem zweiten Tick einfach einschlief. Blöder Speer.

In der heimischen DSA-Runde nach wie vor Vergessenes Wissen, was ein großartiges Abenteuer ist. Wenns klappt, gibts dazu sogar demnächst an anderer Stelle einen Spielbericht.

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Mediengedöhns im Januar 2017

Es ist schon wieder Februar, was bedeutet: Time to do the Mediengedöhns. Wobei ich die Kategorie „Spiele“ jetzt einfach mal erweitere und ein bisschen berichte, was das Pen-and-Paper so macht. Wenn ich schon im Moment keine PC-Spiele spiele – aber vielleicht kommt das ja wieder dazu.

Bücher

Über Die Verlorene Puppe habe ich ja schon einen eigenen Blogeintrag verfasst. Super Buch, gehet hin und leset es.

Tatsächlich habe ich dann gleich noch ZWEI weitere Romane gelesen, was den Januar lesetechnisch schonmal sehr viel besser macht als das gesamte letzte Jahr. Vielleicht geht es ja so weiter? Mal sehen. Jedenfalls – vollkommen überraschenderweise habe ich mal wieder Star Wars-Lektüre in Angriff genommen, diesmal nämlich Aftermath und Aftermath – Life Debt, beide von Chuck Wendig. Der dritte Band, Aftermath – Empire’s End, erscheint zum Glück schon Ende des Monats. Irgendwie fällt es mir schwer, über die Romane was zu schreiben, ohne mich gleich wieder total darüber aufzuregen, wie sie von großen Teilen der Rezensenten zerrissen werden. Denn Aftermath, muss man wissen, spielt zwischen Episode 6 und 7, nimmt damit also quasi den Platz ein, den im alten Expanded Universe die berühmte Thrawn-Trilogie von Timothy Zahn hatte (die ich auch nochmal lesen muss) – was für viele anscheinend Grund ist, einfach anzunehmen, dass da jetzt so ne Art Copy&Paste-Version der alten Trilogie kommt. Oder was weiß ich. Überraschung, so isses nicht. (Dafür kommt ja noch ein neuer Thrawn-Roman von  Zahn selber.) Ansonsten arbeitet sich der irgendwie seltsame Teil des Fandoms daran ab, dass Wendig im Präsens schreibt (muss man natürlich nicht mögen – ich hatte mich nach nem halben Kapitel dran gewöhnt), dass sein Stil ja unlesbar sei und überhaupt hat das Buch ja Star Wars kaputtgemacht mit der Tatsache, dass nicht alle Helden weiß, männlich und hetero sind. Jawoll. So, aber genug von diesem Bullshit und zurück zu den Büchern, die sind nämlich meiner Meinung nach richtig gut.

Aftermath spielt nach Episode 6 und befasst sich mit der Frage: „Imperator tot, Todesstern 2 kaputt – und nu?“ Aus der Rebellenallianz wird die Neue Republik, die vor der Frage steht, wie sie jetzt aus dem Kampf gegen das Imperium in eine friedliche neue Regierung finden, während sich an vielen Stellen noch imperiale Truppen dagegen wehren. Gleichzeitig gibt es noch jede Menge hochrangige Imperiale, von denen sich einige zusammenfinden, um zu diskutieren, ob man das Imperium nicht doch noch irgendwie retten und die Neue Republik bekämpfen kann. Band 1 spielt auf Akiva, einem eher unbedeutenden Planeten, auf dem sich besagte imperiale Krisenkonferenz zusammenfindet. Auftritt Wedge Antilles, der zufällig in der Gegend auf Erkundungsflug ist und dummerweise mitten in die anreisende imperiale Flotte gerät. Er wird, das ist jetzt kein großer Spoiler, gefangengenommen und die Rebellen versuchen ihn natürlich zu retten. Und rauszufinden, was das Rest-Imperium eigentlich vorhat. Darum dreht sich mehr oder weniger Teil 1, während Teil 2 sich dann noch mehr auf die Politik der Neuen Republik konzentriert und auch noch stärkeren Fokus auf die bekannten Charaktere wie Han und Leia hat. Außerdem gibt es in Band 2 auch durchaus starke Hinweise auf die frühen Anfänge des First Order und, wie sagte es Frau Vogt so schön, „a Snoke theory that does not suck“ 😉 . Und außerdem hat es vielleicht wirklich einen Grund, dass alle immer zurück nach Jakku wollen.

Für mich sind die beiden Aftermath-Romane bisher die besten Star Wars-Romane, die ich gelesen habe. Das liegt zum einen an der ganzen Thematik, die eben NACH der heroischen Schlacht zwischen Gut und Böse ansetzt. Chuck Wendig schafft es, sehr glaubwürdig darzustellen, wie die Galaxis eben nicht sofort ein toller und friedlicher Ort ist, nur weil der Imperator getötet und der Todesstern vernichtet wird. Die Rebellen/Neue Republik sind zwar im Großen und Ganzen schon die eher gute Partei, aber auch die greift eben auf Militär und Gewalt zurück, um sich durchzusetzen, und ist sich selbst nicht einig, was der beste Weg für die Zukunft ist. Gleichzeitig gibt es mit Rae Sloane (dem Leser womöglich schon bekannt aus dem A New Dawn-Roman) auf der imperialen Seite eine Figur, die alles andere als unsympathisch ist und bei der man tatsächlich nachvollziehen kann, wieso sie das Imperium für richtig und notwendig ansieht.

Ein ebenfalls meiner Meinung nach sehr gelungener Kunstgriff sind die Zwischenspiele, in denen alle paar Kapitel einfach mal ein weiterer Aspekt des ganzen Umbruchs geschildert wird. Ob das ein Familienstreit ist, bei dem ein Bruder für die Rebellen und der andere für das Imperium ist, ein Kamerateam, das an den verschiedenen Schauplätzen des Kriegs unterwegs ist, eine Bande von Kindern mitten im Bürgerkrieg von Coruscant oder eine Piratencrew auf einem eroberten Supersternenzerstörer – diese Kapitel bereichern das ganze Bild ungemein, streuen nebenher noch weitere Hinweise (man erfährt z. B., dass es eine Gruppe von Sith-Anhängern gibt, die versuchen, Darth Vaders Lichtschwert an sich zu bringen, auch Boba Fetts Rüstung taucht an mehreren Stellen auf) und waren mir ein großes Vergnügen beim Lesen.

Dann wären da noch die Charaktere, die ich insgesamt absolut gelungen finde. Es gibt da so viel, was in anderen Star Wars-Publikationen einfach selten bis nie vorkommt. Einen schwulen Hauptcharakter. Eine Mutter-Kind-Beziehung, die weder absolut harmonisch ist noch nach 50 Seiten mit dem tragischen Tod des Elternteils endet. Das generelle Vorkommen von überhaupt einer Sex/Romantik/Liebe-Thematik, die bei Star Wars ja sonst gerne mal außen vor bleibt oder uns so gruselige Dinge wie Anakin und Padme beschert. Aber auch sonst sind die Charaktere einfach großartig. Eine weibliche, nicht superjunge Pilotin. Eine badass Zabrak-Bountyhunter-Frau. Ein ehemaliger Imperialer mit dezentem Alkoholproblem. Ein trotziger, technisch hochbegabter Teenager. Und ein bis zum Anschlag aufgemotzter B1-Droide, der einfach nur großartig ist. Aber auch die schon vorher vorhandenen Charaktere wie Wedge, Ackbar, Leia oder Han sind meiner Meinung nach sehr gut getroffen.

Außerdem ist das Buch einfach unheimlich … star-wars-ig. Da gibts einfach tausend kleine Details, von sehr passenden Flüchen und Beleidigungen über gefühlte 100 erwähnte Alkoholsorten und Nahrungsmittel bis hin zu einem Haufen Aliens, Technologien und sonstigen Sachen, die einfach dafür sorgen, dass sich das alles durchgehend nach Star Wars anfühlt. Insgesamt also sehr, sehr große Empfehlung – ich warte jetzt gespannt auf Band 3. Where everybody will go to Jakku, I suppose.

Filme und Serien

Ich war im Januar zweimal im Kino – zum einen für eine zweite Runde Rogue One. Ich fand den Film beim zweiten Schauen tatsächlich nochmal besser als beim ersten Mal (auch, weil er in 2D war und ich mich nicht mit dunklem, verschwommenen Bild herumärgern musste). Auch wenn ich froh war, dass Leia nur so ganz kurz in diesem Film ist, sonst hätte ich schon wieder heulen müssen wegen Carrie Fisher.

Der zweite Film war dann tatsächlich mal was ganz anderes, nämlich La La Land. Ich steh ja durchaus auch auf bunte, kitschige Musikfilme. Und genau das ist La La Land auch, zum Glück sogar ohne ein total zuckertriefendes Superhappy-End. Die Musik ist nicht gar so präsent, wie man sich das aus dem Trailer vielleicht gedacht hätte, aber die ungefähr 6 oder 7 Stücke sind sehr gut und un-fass-bar ohrwurmig, ich hab seit dem Kinobesuch immer eins davon im Kopf. Gut, schöner wärs noch gewesen, könnte Emma Stone singen oder hätte man wen für die Rolle gecastet, der singen kann, statt halt Emma Stone, weil sie Emma Stone ist *seufz*. Sie spielt die Rolle auch sehr gut, aber den Soundtrack zum Film, den ich erwogen hatte zu kaufen, würde ich mir dann doch nicht anhören, weil sie an den meisten Stellen doch eher piepst als singt. Schade. Ansonsten sind mir vermutlich 90 % der Hommagen und Anspielungen an andere Filme auch gar nicht aufgefallen, aber insgesamt hat sich der Kinobesuch auf jeden Fall gelohnt.

Serien schaue ich eigentlich sehr viele, aber da ich ja immer erst nach Ende der Staffel etwas schreibe, gibt es da gerade nicht so viel, wo selbige schon durch sind.

Beendet im Januar habe ich die 6. Staffel von Skins – diese ließ mich mit etwas gemischten Gefühlen zurück. Eine der wichtigsten Figuren, Frankie, hat irgendwie zwischen Staffel 5 und 6 eine komplette Umarbeitung erfahren, die ich sehr inkonsistent und seltsam fand. Zwar ist sie sehr gut gespielt, aber ihr Charakter in Staffel 5 und in Staffel 6 könnten auch zwei verschiedene Personen sein. Sehr seltsam. Das bin ich von der sonst immer sehr gut geschriebenen Serie gar nicht gewohnt. Der Rest der Staffel war aber schon toll, und das Ende der Generation 3 war für mich mit das beste, weil rundeste. Die Serie ist jedenfalls trotz der etwas seltsamen Charakterentwicklung immer noch sehr empfehlenswert.

Re-watched aus welchen Gründen auch immer: Die erste Staffel von Dr. House. Die einzige Serie, wo ich mich wirklich erstmal 5 Folgen lang an die Originalstimme des Hauptdarstellers gewöhnen musste. Ansonsten ist die Serie immer noch sehr gut, auch wenn sie schon 14 Jahre auf dem Buckel hat. Okay, die Entscheidung, sie immer zum Essen zu gucken, hab ich manchmal ein bisschen bereut, weil eklige Medizin-Aufnahmen, aber egal.

Spiele

Beim DSA immer noch die Uli-Lindner-Reihe mit Vergessenes Wissen zu (nach dem Quasi-Prequel Zwischen den Fronten). Mein Magier macht nach wie vor sehr viel Spaß und kann in einem Magie-Abenteuer natürlich auch recht viel anstellen. Die Magierkriege sind eine sehr interessante Epoche, der man nachforschen kann, es gibt total skurrile NSC und auch den ein oder anderen Running Gag. Noch jemand nen Keks?

Vorletztes Wochenende haben wir außerdem mal wieder eine Runde Am Rande des Imperiums eingeschoben. Ich muss immer darüber lachen, wie sehr Mitspieler T. seinen Schmuggler als Trystan-Valentine-Verschnitt spielt, ohne den Charakter überhaupt zu kennen. Und unser SL hatte mit einer von Droiden betriebenen Bar auf einer alten Droidenkontroll-Raumstation auch eine sehr coole Idee für ein Setting. Roger-Roger!

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2016 – Der Rollenspielrückblick

Ich habe beschlossen, nochmal kurz einen Rückblick zum Rollenspieljahr 2016 zu schreiben, und zwar getrennt von meinem eigentlichen Jahresrückblick, dann muss das hier nicht lesen, wen es nicht interessiert (und umgekehrt).

Gestern habe ich mich ja vor der Silvesterfeier noch damit beschäftigt, aus meinem Gedächtnis, dem Blog, meinem Twitter-Account und der WhatsApp-Gruppe unserer Rollenspielrunde zu rekonstruieren, wann wir eigentlich nochmal was gespielt haben und wie viele Abende es insgesamt waren und welche Abenteuer dieses Jahr an der Reihe waren und so weiter. Denn eigentlich machen wir ja an Silvester immer die lustige Rollenspieljahresauswertung, küren das beste und schlechteste Abenteuer sowie die Gewinner in vielen weiteren lustigen Kategorien wie „bestes Monster“, „bester Lacher“, „am liebsten gespielter SC“ und dergleichen mehr. Nachdem ich dann nach 3 Stunden damit fertig war … haben wir es dann gestern doch nicht gemacht, weil aus der Feier mit der DSA-Runde irgendwie eine Feier mit erweitertem Familienkreis wurde, wir dann bis fast Mitternacht erstmal nicht-nerdtaugliche Dinge tun mussten und die anschließende Partie X-Wing sich dann auch so lange hingezogen hat, dass wir danach heimgefahren sind. Hurra. Die Umfrage wird aber nächsten Samstag nachgeholt, so dass ich die Ergebnisse vielleicht in Auszügen hier doch noch posten kann, mal sehen.

Immerhin kann ich schonmal festhalten, dass ich letztes Jahr 40 Spielabende gespielt habe (Cons und Online-Runden nicht mitgerechnet), was mehr ist als ich dachte, weil doch öfter mal Termine ausgefallen sind. Außerdem hat mich sehr gefreut, dass dieses Jahr auch mal ein paar mehr Nicht-DSA-Abende stattgefunden haben, denn Abwechslung ist immer gut und mal mit Raumschiffen und Schusswaffen zu hantieren macht halt auch viel Spaß. Neben zwei Hollow Earth Expedition-Abenteuern (über jeweils 2 Abende) haben wir auch ein wenig Star Wars: Am Rande des Imperiums gespielt. Beides hat sehr viel Spaß gemacht. Ich hoffe, dass auch im nächsten Jahr immer mal wieder was in der Richtung stattfindet. Außerdem habe ich mich dieses Jahr auch mal an „Rollenspiel online spielen“ herangewagt, einerseits mit einer FATE-Star Wars-Runde über Videochat (die leider viel zu selten stattfindet, dann aber immer sehr viel Spaß macht) und andererseits mit einer DSA-Runde über Teamspeak und Fantasygrounds (was nach wie vor etwas ungewohnt ist, weil halt wirklich ganz ohne die Mimik der anderen Spieler zu sehen). Jedenfalls kommt beides nicht so richtig an eine Tischrunde heran, funktioniert aber besser als ich das vorher gedacht hätte.

In der normalen Tisch-Rollenspielrunde jedenfalls war das Jahr sehr geprägt von einem langen Abschnitt der Lamea-Kampagne, den wir in ungefähr 20 Spielabenden beendet haben. Trotzdem wird die Kampagne uns noch eine ganze Weile begleiten. Sehr schön war auch ein Ausflug in die Dunklen Zeiten, wo wir jetzt gerade zwischen den Feiertagen das Abenteuer „Inspectores“ gespielt haben. Ich halte die Dunkle Zeiten-Box nach wie vor für eines der großartigsten DSA-Produkte EVER, und gerade die ungewöhnlichen SC-Typen machen einfach total viel Spaß. Und das Setting mit seiner Mischung aus bekanntem Aventurien, noch deutlich zu erkennbaren myranischen Einflüssen und erlebbarer Geschichte ist toll. Vielleicht schaffen wir ja auch 2017 mal wieder einen Ausflug in die Vergangenheit. Ansonsten machen wir aktuell gerade die Uli-Lindner-Wochen und spielen jetzt nach „Zwischen den Fronten“ das Abenteuer „Vergessenes Wissen“, wobei wir bei letztem gerade erst einen halben Abend gespielt haben. Jedenfalls habe ich zu diesem Anlass endlich mal meinen Magier durch sein Zweitstudium gejagt und ein paar lustige Stunden mit Versinken in die Tiefen des DSA4-Regelwerks verbracht. Und ja, das meine ich ernst, für einen schon halbwegs hochstufigen Charakter 2500 AP und das Zweitstudium zur Verfügung zu haben und sich mal wieder richtig in die magischen Sonderfähigkeiten und dergleichen reinzugraben hat echt Spaß gemacht. Weniger Spaß machte die Erkenntnis, dass die elektronische Version des Zauberbogens verschwunden war – den neu zu bauen, hat gedauert und war echt nervig. Aber nun ist es ja geschafft.

Wie immer gibts da draußen noch drölfzig andere Systeme, die cool klingen und die ich gerne mal ausprobieren würde. City of Mist klingt zum Beispiel toll, um mal was ganz Neues zu nennen. Immerhin hab ich dieses Jahr auf der NordCon mal Splittermond ausprobieren können, was ich nur aus frühen Demo-Runden kannte. Ist auf jeden Fall ein sehr durchdachtes System mit einer wirklich fantastischen Einsteigerbox zum Sofort-Loslegen. Sehr gut. Da werde ich mir auch nochmal einen Charakter für bauen, um das auf Cons gegebenenfalls mal Spielen zu können. Sehr gefreut hat mich auch, dass das Magun-Rollenspiel von Leander Taubner so erfolgreich finanziert worden ist, weil da ganz offensichtlich jede Menge Herzblut und Liebe drinsteckt.

Was mich auch gefreut hat, war, dass ich zu zwei weiteren Publikationen für Myranor einen kleinen Beitrag schreiben konnte. Was genau, werd ich dann nochmal berichten, wenn die Bücher auch erscheinen.

Auch eine neue Erfahrung ist das Hören eines Rollenspiel-Podcastst. Eigentlich mag ich keine Podcasts und eigentlich schaue ich z. B. auch keine Let’s Plays (von so Highlights wie dem Worst of DSA von Orkenspalter TV mal ausgenommen), aber zum Glück wurde ich vom One Shot Podcast überzeugt. Neben der Star Wars-Kampagne habe ich inzwischen auch schon einige andere Folgen gehört und die Qualität ist wirklich herausragend. Außerdem sind die beiden Macher, die auch auf Twitter stets präsend sind, unglaublich toll und sympathisch. Also, wer One Shot noch nicht kennt – hört doch mal rein.

Mal sehen, was das neue Jahr an Rollenspieldingen noch so bringt. Generell kanns aber gerne so halbwegs so weitergehen. Und das in Bezug auf 2016 zu sagen, ist ja auch schon mal was wert 😉 .

In diesem Sinne – Frohes Neues und Game On!

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2016 – Der persönliche Rückblick

Ja, heute ist schon der 01.01. und einen Jahresrücklick schreibt man ja eigentlich noch im alten Jahr … aber:

Tja, und das ist ja schon bezeichnend für das letzte Jahr. So viele Todesfälle von bekannten Personen gab es vermutlich lange nicht mehr in einem Jahr. Oder vielleicht wird man einfach nur älter und kennt einfach mehr der Leute, die es jetzt erwischt hat. Keine Ahnung. Aber ich hatte schon das Gefühl, dass auffällig viele Prominente gestorben sind. Teilweise welche, die mir persönlich nicht so viel bedeutet haben, deren Einfluss aber unverkennbar groß war (wie David Bowie oder George Michael), teilweise welche, bei denen ich es einfach krass fand (wie der noch sehr junge Anton Yelchin, der so tragisch von seinem eigenen Auto überfahren wurde) und teilweise halt auch welche, deren Tod mich sehr traurig gemacht hat. Ich bin immer noch komplett erschüttert und traurig über den Tod von Carrie Fisher. Ich weiß auch gar nicht so richtig, was ich dazu schreiben soll, deswegen lass ichs jetzt, sonst heul ich schon wieder.

Vielleicht haben all die Verstorbenen auch nur lieben der Planeten verlassen, bevor er endgültig vor die Hunde geht. Jedenfalls war 2016 auch das Jahr, in dem mein Glaube an die Menschheit mal so richtig verloren ging. AfD in Deutschland, Rechtsruck in ganz Europa, diverse Anschläge mit jedesmal vollkommen beschissenen Reaktionen darauf, Brexit, und als „Highlight“ dann die US-Wahl. Als bekannt wurde, dass Trump gewonnen hat, waren wir gerade auf Rollenspieltour in der dänischen Einöde, und am liebsten wäre ich gleich für die nächsten 4-8 Jahre dort geblieben. Wie das alles nun weitergehen soll, wie schlimm hier in Deutschland die nächste Bundestagswahl wird und ob ich nächstes Jahr keinen Jahresrücklick mehr schreiben werde, weil irgendein Vollidiot die Erde leider nuklear vernichtet hat … ich hab keine Ahnung. Vor allem hab ich auch keine Ahnung, was man so als Privatperson und kleines Licht überhaupt machen kann, um zu verhindern, dass hier nächstes Jahr auch die Nazis im Bundestag sitzen. Ich hoffe, dass sich da in den nächsten Wochen und Monaten vielleicht noch Ideen finden, die man unterstützen kann.

2016 endet jedenfalls für mich absolut negativ, die letzten Wochen waren eine absolute Katastrophe. Wir mussten unsere alte Katzendame nach zum Glück wirklich nur kurzer Krankheit einschläfern lassen. Dazu dann die Arbeit am Nandurion-Adventskalender, der dieses Jahr gut lief und auch nicht von mir hauptverantwortlich organisiert wurde, der mich aber auch dieses Jahr einfach sehr belastet hat, weil ich nicht aufhören konnte, ständig an irgendwelche noch offenen To-Do-Listen zu denken. Und ich hatte ab Ende November die schlimmste Migräneattacke meines Lebens (lustig, das kann ich fast von jedem Jahr rückblickend behaupten…), mit anderthalb Wochen krank mit Kopfschmerzen ohne Ende, 12 Tagen Cortisontherapie mit maximal 5-6 Stunden Schlaf pro Nacht und dann dem kompletten Zusammenbruch nach Absetzen des Cortisons, mit noch schlimmeren Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Bauchkrämpfen, Gliederschmerzen und Schüttelfrost. Bis auf die Kopfschmerzen verschwand dann alles nach Tagen so langsam, ich war wieder krankgeschrieben, dann kam wegen der nicht enden wollenden Kopfschmerzen noch ein Trip in die Notaufnahme dazu (wo ich die Menschen sehr faszinierte damit, welche Mengen an Schmerzmitteln absolut KEINEN Effekt auf mich hatten). Am Ende ist nun nach drei Wochen Ruhe mit möglichst wenig Stress langsam wieder alles gut, ich hatte jetzt zwischen den Feiertagen immerhin mal drei Tage am Stück ohne Migränetabletten nehmen zu müssen. Morgen gehe ich dann wieder arbeiten, was vermutlich wenig ersprießlich wird, weil vermutlich mindestens meine Kollegin und mein Arschlochchef mich jetzt wieder eine Woche lang passiv-aggressiv daran erinnern, dass ja alles liegen geblieben ist, weil ich nicht da war und ich außerdem damit rechne, spätestens morgen zum Feierabend nach 8,5 Stunden Lärm- und Stressbeschallung wieder im Migräneland angekommen zu sein.

Jo, die Arbeit war auch dieses Jahr wieder ein steter Quell von Freude und Heiterkeit … nicht stattfindende Kommunikation, ewiges Aufschieben von anstehenden Notwendigkeiten (wie das Suchen von neuen Aushilfen, wenn klar ist, dass ab Zeitpunkt X die aktuellen aufhören), generell das ganze Thema Aushilfen (es ist unfassbar, wie viele Leute mit Abitur und teilweise abgeschlossenem Studium es nicht schaffen, die simpelsten Tätigkeiten in einem Büro auszuführen, und ich rede da von Sachen wie „die richtigen Briefmarken auf die richtigen Umschläge kleben“ und ähnlichen Raketenwissenschaften…) war einfach ein absolutes Destaster. Ich habe dieses Jahr 8 Leute eingearbeitet … vermutlich kann man mich inzwischen nachts um drei wecken und ich kann immer noch meine „So-funktioniert-die-Telefonanlage“-Nummer aufsagen. Dass es nicht besser mit der Arbeitsüberlastung wird, wenn man 30 Stunden Azubi-Arbeitszeit durch 20 Stunden Aushilfs-Arbeitszeit ersetzt und dann die Hälfte des Jahres selbige entweder ganz ausfällt oder von komplett unfähigen Leuten ausgführt wird, sollte auch klar sein. Es war jedenfalls mal wieder ein beschissenes Jahr, was den Job angeht, gefühlt wirds auch jedes Jahr schlimmer. Ob ich 2017 nun wirklich mal versuche, was anderes zu machen, wird sich dann zeigen. Das Potenzial, sich noch zu verschlechtern, ist leider durchaus vorhanden. Falls mich überhaupt einer einstellen würde, immerhin bin ich ja 31 und werde natürlich demnächst anfangen, mit meinem imaginären Ehemann viele imaginäre Kinder in die Welt zu setzen … oder so. Wobei ich nach wie vor hoffe, dass das in einem Beruf, in dem man eh keine leitende Position hat und Schwangerschaftsvertretungen üblich und an der Tagesordnung sind, nicht ganz so sehr ins Gewicht fällt. Ach, ich hab keine Ahnung. Es kann jedenfalls sein, dass der Mitbewohner und ich nun doch mal a) gucken, ob wir hier in der Nähe eine etwas größere Wohnung finden oder b) unsere jetzige Wohnung grundlegend renovieren, was in beiden Fällen so viel Stress werden wird, dass ein gleichzeitiger Jobwechsel vermutlich damit endet, dass einfach mein Kopf explodiert.

Was mich zu der nächsten Erkenntnis des Jahres führt, nämlich der, dass mein blödes Migräne-Gehirn wirklich nicht so ganz läuft wie die Hirne von anderen Leuten. Ich hab mich eigentlich immer bemüht, mich nicht von der Kack-Migräne allzusehr ausbremsen zu lassen, allerdings nimmt es halt mehr und mehr zu, dass ich auch ohne die eigentlichen Kopfschmerzen merke, dass ich Dinge einfach nicht so kann wie andere. Natürlich kann jeder Dinge besser oder schlechter oder ist empfindlich für andere Sachen, aber in letzter Zeit fällt mir immer mehr auf, wie … anders mein Kopf sich dann doch verhält. Zum einen ist das halt absolute Lärmempfindlichkeit – wenn jemand in meiner Nähe eine Papiertüte zusammenknüllt, ist das für mich schon so, dass ich mir die Ohren zuhalten will. Zum anderen halt die Unfähigkeit, Sachen auszublenden, wie z. B. ein kleines Lämpchen irgendwo in der Ecke vom DVD-Player … wenn ich das sehen kann, kann ich mich nicht auf den Fernsehbildschirm konzentrieren. Und vor allem, und das ist das Schlimmste, meine absolute Unfähigkeit, nicht wegen kommender Ereignisse und zu planenden Dingen komplett auszuflippen. Im Sinne von „ich liege bis 2 Uhr nachts wach, weil ich darüber nachdenke, was ich für Ereignis X noch organisieren muss und was bei Sache Y wohl schiefgehen kann und wo wir gerade dabei sind, hier ist noch eine Liste von 17 anderen To-Do-Dingen, die noch offen sind“. Das Ganze macht mich übrigens nicht produktiver, denn nachdem ich dann so lange über irgendwelchen Organisationsplänen wachgelegen habe, bin ich am nächsten Tag meistens zu müde, um irgendwas davon umzusetzen. Das … nervt. Insofern werde ich wohl mal schauen müssen, ob mein überdrehtes Panikhirn nicht mit irgendwelchen Sachen mal ein bisschen zu beruhigen ist. (Fun fact nebenher: Viele Leute, die mich im Real Life kennen, behaupten von mir, ich sei ja eher so sehr ruhig und gelassen und sicher, während in meinem Kopf eigentlich permanent ein Eichhörnchen auf Speed wohnt und mir tausend wirre Gedanken ins Hirn brüllt. Ich frage mich ehrlich, wie diese Wahrnehmung von mir nach außen ankommt.)

Hurra, das waren jetzt 5 lange Absätze über Dinge, die kacke waren. Äh, ja. Tja. Was übrigens auch noch kacke war: 2016 war das absolute Jahr der Reisepannen. Da war alles dabei, von eher nervigen Flugverspätungen über „bei Gewitter 2 Stunden auf dem Rollfeld festsitzen“ bis hin zu einem komplett gestrichenen Flug (dessen Kosten wir von Air Berlin – fliegt bloß nicht mit denen, never!  – wohl nie wiedersehen werden) und dem defekten Mietwagen, mit dem wir in Italien mitten auf einer vielbefahrenen Hauptstraße in Siena liegenblieben, um danach in einer siebenstündigen Odysee der Mietwagenfirma ein Ersatzauto aus den Rippen zu leiern.

Irgendwie habe ich diesen Artikel angefangen, um auch nochmal für mich festzuhalten, was an 2016 GUT war, aber nun habe ich doch erstmal ausgiebig gemotzt. Hm. Das Jahr hatte aber trotzdem auch schöne Momente. Ein wirklich toller Urlaub in London, zwei schöne Rollenspielcons, das mehrmalige Wiedersehen von ehemaligen DSA-Mitspielern. Ein trotz Flugpleiten toller Besuch in Stuttgart mit Besuch der Comic-Con und tollem Fiasko-Abend mit schwäbischem Essen bei Nandurion-Kollege Vibart, ein cooles Rollenspielwochenende mit Ebenfalls-Mitnanduriat Cifer. Generell viele gute Rollenspielsitzungen. Eine Wanderung auf den Bergwegen der Cinque Terre, die vor allem deshalb toll war, weil ich sie schlicht vor gar nicht langer Zeit nicht imstande gewesen wäre zu absolvieren. Viele, viele Stunden, die ich im Sommer im Park auf der Wiese gelegen habe, lesend oder Podcast hörend. Spontane Abende im Biergarten. Viele großartige Frühstücke mit leckerem Essen vom Wochenmarkt. Spaziergänge an der Ostseeküste. Unglaublich viele gute Serienfolgen. Steak-and-FEELS-Night mit Anna. Auch ein Pluspunkt: Twitter. So viele lustige Gespräche, Diskussionen (die teilweise hier im Blog weitergeführt wurden), generelles Up-to-date-bleiben bezüglich vieler Leute, die ich mag. Und natürlich die eigentlich durchgehenden Twitter-DM-Gespräche mit Judith. Dass ab und an hier jemand meine Beiträge mag oder kommentiert, freut mich natürlich auch sehr.

Ansonsten, und es ist mir eigentlich sehr unangenehm, darüber zu schreiben, aber: Sport. Im Sinne von: Ich machte welchen. Regelmäßig. Schwimmen und Joggen und Yoga nach YouTube-Videos. Ja gut, viel mehr gibt es dazu auch nicht zu sagen, aber es ist auf jeden Fall ein Novum für mich, das länger als nen Monat am Stück durchzuhalten, und auch wenn gerade natürlich alles total ins Stocken geraten ist durch die fast 4 Wochen krank sein und die Feiertage, hoffe ich, dass ich auch in diesem Jahr weiter regelmäßig was mache. Vor allem, um vielleicht endlich die Rückenschmerzen und die Migräne einzudämmen.

Nun muss ich noch über Star Wars reden, denn 2016 war vor allem das Jahr, in dem ich zum hoffnungslosen Star Wars-Fangirl wurde. Auch wenn ich die alte Trilogie mochte (die Prequels jetzt eher … nicht so), war ich nie so ein totaler SW-Fan. Das hat sich erst mit Episode 7 geändert, den ich wirklich unglaublich großartig finde – der erste Film seit Return of the King, den ich mehr als einmal im Kino gesehen habe. Dann war praktischerweise ja direkt nach dem Kinostart auf einmal die Clone Wars-Serie auf Netflix verfügbar. Und dann kam Judith und sagte mir „gehe hin und gucke Rebels“ und ich tat es und dann war ich auch endgültig durch den Kaninchenbau in eine weit, weit entfernte Galaxis gefallen. Und das war sogar noch, bevor Tharun-Marcus mich davon überzeugte, die Star-Wars-Kampagne des One Shot Podcasts zu hören. Das Jahr war jedenfalls sehr geprägt von Star Wars, über Romane und Comics lesen, Star Wars-FATE spielen, Clone Wars und Rebels gucken, den Star Wars-YouTube-Kanal verfolgen, auf Rogue One hinfiebern bis hin zur wohl nerdigsten Aktion von allen, nämlich meinem Ezra-Bridger-Cosplay auf der Comic-Con in Berlin. Und: I REGRET NOTHING! Es fühlt sich einfach gut an, einer fiktiven Welt so verfallen zu sein, vor allem jetzt, wo sie mit so viel neuem Material gefüllt wird.

Puh. Okay, ich glaube, jetzt füll ich noch den üblichen Fragebogen aus und dann lass ichs gut sein.

Zugenommen oder abgenommen?
Abgenommen.

Haare länger oder kürzer?
Kürzer. Aber immer noch lang. Demnächst gehts aber mal wieder zum Friseur, wobei auch da kein Kurzhaarschnitt entstehen wird.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Ist wohl gleichgeblieben.

Mehr Kohle oder weniger?

Ich arbeite nach wie vor 80 %, habe aber eine kleine Gehaltserhöhung bekommen. Aber wirklich eine kleine, daher: unwesentlich mehr.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Ich glaube fast, mehr. Der London-Urlaub war schon ziemlich teuer und der Sommerurlaub auch nicht billig. Und dazu kam dann ja noch ein Flug nach Stuttgart, eien Fahrt nach Berlin und so manches andere.

Der hirnrissigste Plan?
„Fahren wir doch mal nach Siena zum Supermarkt und schauen, ob das Auto immer Probleme hat, wieder anzuspringen.“ Wir so im Italienurlaub.

Die gefährlichste Unternehmung?
Da fällt mir nix ein.

Mehr Sport oder weniger?

Mehr.

Die teuerste Anschaffung?

Ich denke und denke, aber mir will nix einfallen, was insgesamt wohl teurer war als die Bestandteile für mein Cosplay-Outfit.

Das leckerste Essen?

Ungefähr alles, was es in Italien so gab, das Steak Dinner bei Hawksmoor in London, und natürlich die jährliche Weihnachtsgans bei meinen Eltern.

Das beeindruckendste Buch?
Ich habe ja leider wieder recht wenig gelesen. Hm. Am beeindruckendsten fand ich vermutlich die Autobiographie von Felicia Day.

Das enttäuschendste Buch?
Der „Ahsoka“-Roman.

Der beste Film?
Puh. Schwer. Da schwanke ich doch sehr zwischen „Captain America – Civil War“ und „Rogue One“.

Liebste Serie?
Star Wars: Rebels und Agents of SHIELD. Nein, ich kann mich nicht zwischen den beiden entscheiden.

Der beste Theaterbesuch?
„Wicked“ im Apollo Victoria in London.

Die beste Musik?
Ich fürchte, ich hab ja 2016 kein einziges Lied gehört, was ich noch nicht kannte. Am meisten gehört vermutlich immer noch das letzte Florence and the Machine-Album.

Die meiste Zeit verbracht mit…?
… dem Herrn Mitbewohner und ihrer Majestät der Katze.

Die schönste Zeit verbracht mit… ?
… dem Herrn Mitbewohner und ihrer Majestät der Katze.

Vorherrschendes Gefühl 2016?
„The world is coming undone.“

2016 zum ersten Mal getan?
Einen Podcast gehört. Selbst in einem zu Gast gewesen. London besucht. Joggen gewesen. Cosplay gemacht. RPG übers Internet gespielt.

2016 nach langer Zeit wieder getan?
In der Notaufnahme gewesen. Urlaub in einer richtig warmen Gegend gemacht.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Migräne. Die weltpolitische Lage. Abschied vom Katz.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Keine Ahnung.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Tja, keine Ahnung. Ich glaub, der Mitbewohner mag das Star-Wars-Doctor-Who-Crossover-Shirt, was ich ihm zu Weihnachten geschenkt habe.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Geräuschunterdrückende Kopfhörer, das Geburtstagsgeschenk vom Mitbewohner. Die Dinger sind ein absoluter Segen.

Der folgenreichste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Keine Ahnung.

Der folgenreichste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Keine Ahnung.

2016 war mit 1 Wort…?
Schlimm.

Vorsätze für 2017?
Weiter Spocht machen, mein hyperaktives Nervhirn beruhigen (s. o.), Wohnsituation verbessern, Jobsituation verbessern, entweder durch Wechsel oder durch noch-viel-weniger-nen-Scheiß-drum-kümmern, ob in dem Chaosladen irgendwas funktioniert. Weniger übertriebene Perfektionismus-Ansprüche an mich stellen. Runterkommen, ganz allgemein.

So. Das wars.

Ich wünsch euch allen ein wunderbares, fantastisches, erfolgreiches, friedliches und gesundes Jahr 2017!

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Mediengedöhns im November und Dezember 2016

Das Jahr geht zu Ende und bevor 2017 beginnt, versuche ich gerade noch ein paar Altlasten abzuarbeiten. Wie eben das Mediengedöhns. Eigentlich wollte ich zu Rogue One ja einen eigenen Eintrag schreiben, aber keine Zeit, keine Energie. Die letzten Wochen waren zu ätzend. Deswegen jetzt einfach einen langen Eintrag für alles.

Bücher

Als letztes Buch des Jahres (in dem ich somit kümmerliche 5 Bücher und 2 Comics gelesen habe), habe ich passend zu Rogue One den Auftaktroman Catalyst gelesen. In dem geht es vor allem um die Vorgeschichte von Galen Erso und Orson Krennic, aber auch um erste Anfänge der Rebellion gegen das Imperium. Und natürlich um den Bau des Todessterns. Im Prinzip dreht sich alles darum, wie Galen Erso als genialer Wissenschaftler zwischen seinem alten Freund Krennic und dem Imperium auf der einen Seite und seiner Frau Lyra auf der anderen Seite steht. Der eine will, dass er fürs Imperium Kyberkristalle als Energielieferant erforscht, die andere will möglichst nix mit dem Imperium zu tun haben und argwöhnt (zu Recht) andere Motive als die Energieversorgung von Planeten hinter der Forschung. Der Roman ist durchaus solide, gerade Orson Krennic wurde durch ihn nochmal sehr viel deutlicher beleuchtet als der Film das geschafft hat und war mir zu gewissen Teilen sogar ein wenig sympathisch. Mit Galen und Lyra Erso habe ich da schon eher meine Probleme, denn der supergeniale Wissenschaftler, der in Ruhe vor sich hinarbeitet, während seine Frau quasi die einzige ist, die seine Notizen versteht und abtippt (!) und seinen Verstand begreift, während sie so ein wenig Expeditionen macht und das Kind hütet … argh, das wäre doch auch irgendwie anders gegangen. Wenn schon Lyra nicht diejenige ist, die die Kristalle erforscht – wieso kann sie dann nicht wenigstens gleichberechtigte Kollegin und ebenfalls Wissenschaftlerin sein? Wieso muss ein genialer Wissenschaftler gleichzeitig so abgehoben sein, dass er seine eigene Tochter nur so am Rande mitbekommt und sich erst am Ende des Romans mal drauf besinnt, dass er ihr ja auch mal ein Märchen erzählen kann? Das war schon irgendwie schade, es hätte dem Buch ganz gut getan, wenn es da weniger klischeehaft gewesen wäre. Nichtdestotrotz macht die Kenntis des Romans den Film noch etwas interessanter und führt z. B. auch vor Augen, wieso Lyra zu Beginn des Filmes die Waffe gegen Orson erhebt – aus dem Buch wird schon deutlich, dass sie ihn nach all den Jahren wirklich erbittert hasst. Auch die imperialen Intrigen zwischen Krennic, Tarkin und Mas Amedda fand ich interessant. Insgesamt schon ein lesenswertes Buch, aber kein totales Muss.

Filme und Serien

Bleiben wir bei Star Wars – natürlich habe ich Rogue One so schnell wie möglich gesehen. Ich hatte sogar Karten für den Donnerstag, als er in die Kinos kam, aber wieso soll man einen lang erwarteten  Film schauen, wenn man stattdessen auch mit Migräne im Bett liegen kann? Immerhin ist es mir dann gelungen, bis zum Sonntag danach unverspoilert zu bleiben. Tja, es ist irgendwie schwierig, über den Film zu schreiben, ohne zu spoilern. Ich fand – wer ihn kennt, wird wissen was ich meine – gut, wie konsequent er durchgezogen war, was ich tatsächlich bei einem Disney-Film für nicht möglich gehalten hatte. Man hat zum Teil schon gemerkt, dass im Drehbuch nochmal rumgeändert wurde (weil z. B. die Hälfte der Szenen ausm Trailer gar nicht im Film war), gerade der Anfang des Films wirkte auf mich etwas holprig und sprunghaft und in den ersten 20 Minuten fand ich auch die Musik eher störend als passend. Aber so ab dem Jedha-Teil hat Rogue One mir dann wirklich gut gefallen und den Scarif-Part fand ich dann wirklich richtig gut, auch was Stimmung und Musik angeht. Ich hätte mich gefreut, noch ein bisschen mehr über die Charaktere zu erfahren und hätte dafür jetzt z. B. die Vader-Szene auf Mustafar nicht gebraucht. Den mittels CGI eingebauten Tarkin fand ich super, und Krennic ohne Tarkin wäre auch echt blöd gewesen nach den Jahrzehnten an Konkurrenz im Roman. Nee, doch, ich bin sehr zufrieden mit dem Film, muss ihn nochmal sehen, diesmal hoffentlich die Rebels-Referenzen bemerken und mich drüber freuen, dass schon zwei Jahre in Folge ein toller Star Wars-Film in die Kinos gekommen ist. Achso: Kurz nach Rogue One nochmal A New Hope gucken macht übrigens extrem Spaß. Kann ich nur empfehlen.

Als weiteren Film habe ich im November noch Dr. Strange gesehen. Der war für mich solide Marvel-Durchschnittskost, etwa so auf dem Niveau von Ironman oder Antman – besser als Thor, nicht so gut wie die Captain America-Filme. Positiv fand ich die Darstellung der Magie, die sehr coole und innovative Problemlösung im Finale (hat mich sehr an Doctor Who erinnert) und den obercoolen Mantel. Blöd fand ich das Love Interest, das so in der Form auch aus dem Jahr 1975 hätte stammen können und definitiv weniger Charakter hatte als der Mantel. Gnah. Aber insgesamt schon ein ganz netter Film.

Hah, und da fällt mir noch ein, dass ich natürlich auch noch Scrooged / Die Geister, die ich rief aus dem Jahr 1988 gesehen habe. Nämlich, um in einem Podcast darüber zu reden. Ich war im Adventskalender des Spätfilm-Podcasts zu Gast und durfte mit Paula und Daniel darüber reden, wie der Film mir denn nun gefallen hat. Trotz der Tatsache, dass ich nicht mehr so richtig sagen konnte, welche Filme ich denn hier in meinem eigenen Blog so besprochen hatte, habe ich hoffentlich nicht allzu viel Müll geredet. Die Folge könnt ihr euch HIER anhören.

Kommen wir zu den Serien:

Schon länger rumgelegen hatte die 2. Staffel von Dark Matter, die ich dann im November mal geschaut habe. Und wie auch schon in Staffel 1 konnte ich kaum aufhören zu gucken, weil die Serie einfach verdammt spannend ist – auch wenn sie diesmal darauf verzichtet hat, wirklich JEDE Folge mit einem Cliffhanger zu beenden. Die Crew der Raza schlägt sich wieder durch die Galaxis, es gibt viel Action und Kämpfe und zwielichtige Industriebosse, die Protagonisten hängen auf ihre hartgesottene und zynische Weise trotzdem ganz wunderbar aneinander, die großartige Androidin bekommt ihren eigenen Nebenplot und die Staffel endet dann leider mit einem Mega-Cliffhanger – zum Glück ist Staffel 3 schon bestellt. Achja: Ich achte ja eigentlich nie auf sowas, aber meine Fresse, haben die alle GEILE KLAMOTTEN in der Serie. Ernsthaft, ich möchte alles, was die da anhaben, in meinen Kleiderschrank hängen. Wer auch immer da die Kostüme macht – Daumen hoch. Na, und dass der Captain des Schiffes eine großartige, schöne, halb-asiatische und einfach saucoole Frau ist, ist auch ein Grund für mich, die Serie zu lieben. (Tatsächlich beinhaltet die aktuelle sechsköpfige Crew der Raza am Ende von Staffel 2 genau einen weißen Kerl. Auch dafür Daumen hoch.)

Auch schon länger ausgestrahlt, aber noch nicht geschaut war die dritte und letzte Staffel von The Musketeers. Staffel 2 fand ich ja nicht so toll, weil sie irgendwie zu sehr auf Politik-Drama gemacht hat, ohne das wirklich ernsthaft durchzuziehen (und ich Rochefort auch vollkommen gaga und viel zu irre fand). Staffel 3 fand ich aber wieder ganz großartig. Es gibt nen Zeitsprung von drei Jahren, Frankreich und Spanien liegen im Krieg, die vier Musketiere haben sich etwas auseinandergelebt (finden sich dann aber natürlich fix wieder zusammen) und Paris zeigt erste Revolutions-Vibes. Dass der Krieg mit noch epischeren Bärten und schickeren Rüstungen einhergeht, ist natürlich auch sehr in Ordnung 😉 . Jedenfalls gibt es diesmal einen übergreifenden Plot, der wirklich funktioniert, ein paar sehr coole Szenen, funktionierende Antagonisten und – weil es ja leider die letzte Staffel war – ein wirklich sehr schönes Happy End für all die tapferen Musketiere. Ich bin schon ein wenig traurig, dass die Serie nun nicht weitergeht, aber mit dem Ende kann ich jedenfalls sehr gut leben.

Kommen wir zu DER neuen Serie der Herbstsaision: Westworld! Die neue HBO-Serie, basierend auf dem Roman von Michael Crichton (der auch schon mal verfilmt wurde), hat mich von der ersten Minute an total geflasht. Die Story, die Schauspieler, die Dialoge, die unfassbar großartige Kulisse, die Kampfsequenzen, die Musik (absolut genial von Ramin Djawadi umgesetzt) … Hammer. Definitiv eine Serie, die man mehrfach schauen kann, weil das zweite Gucken bestimmt nach Kenntnis der weiteren Entwicklungen nochmal ein ganz anderes Erlebnis ist. Wenn man dieses Jahr nur eine neue Serie schaut, dann sollte es Westworld sein. Punkt.

Auch endlich mal weitergeschaut: Skins (die UK-Version). Die längere Pause machte nix, da die Story ja immer nach zwei Staffeln abgeschlossen ist und dann eine komplett neue Besetzung mit eigener Geschichte kommt. Generation 3 gefällt mir bis jetzt jedenfalls auch recht gut. Die Serie schafft es immer wieder, jede Figur so gut zu beleuchten, dass auch die bescheuertsten im Hormonrausch getroffenen Entscheidungen irgendwie nachvollziehbar sind und jeder Charakter greifbar wird. Teilweise kann man zwar kaum hingucken, wenn wieder eine/r totalen Bullshit baut, aber Skins ist immer sehr unterhaltsam, teilweise sehr lustig, teilweise auch echt dramatisch und traurig, manchmal sehr britisch-skurril. Wer das noch nicht gesehen hat: Die Serie ist komplett auf Netflix. Kann man wirklich gut gucken. In Staffel 1-4 spielen auch gefühlte drölfzig inzwischen sehr bekannte Schauspieler mit, die durch die Serie zu größeren Projekten (wie Game of Thrones oder X-Men) kamen.

Sonst noch so gesehen: Die ersten drei Staffeln von That 70s Show, die ich zwar schon so halbwegs aus „immer mal im Fernsehen gesehen“ kenne, die aber wirklich sehr lustig und echt abgefahren ist und perfekte Unterhaltung, um nebenher zu essen oder zu kochen. Pünktlich zur wochenlangen Migräneattacke war dann wenigstens auch endlich Friends bei Netflix gelandet, so dass ich die Serie in den letzten Wochen nochmal komplett gesehen habe. Geht immer noch sehr gut und ist immer noch sehr lustig. Außerdem hab ich in den letzten Tagen noch mal ein paar alte Folgen von Dr. House geschaut, auch wenn ich immer noch mit der Originalstimme von Hugh Laurie kämpfe. Das hab ich sonst nie, aber Klaus-Dieter Klebsch hat einfach einen so guten Job als Synchronsprecher gemacht (und seine Stimme passt so perfekt zu Gregory House), dass die Umstellung echt hart ist. Dafür kann man sich im Original aber über Chases coolen australischen Dialekt freuen *g*. Und weil ja Weihnachten war: Love, actually hab ich natürlich auch nochmal geschaut am 24.12. Und dabei Schokolade gegessen und geheult und mich sehr weihnachtlich gefühlt.

Gespielt

DSA natürlich, zwei Abende Am Rande des Imperiums in Dänemark, dort auch ein bisschen X-Wing, Mensch-ärgere-dich-nicht mit meiner Familie. Am PC weiterhin nix. Aber vielleicht komm ich im neuen Jahr ja mal wieder dazu.

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