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Mediengedöhns im Juli und August 2017

Im Juli habe ich so wenig zu Ende geschaut, dass ich gar nicht genug für einen Artikel hatte. Daher jetzt mal wieder etwas mehr.

Bücher

Ich schreibe jetzt endlich was zu Bloodline, auch wenn ich noch 30 Seiten vor mir habe – aber die werden den Eindruck nun nicht mehr ändern. Bloodline ist neben der Aftermath-Trilogie der beste Star Wars-Roman, den ich bisher gelesen habe. Claudia Gray schafft es, Leia Organa wirklich großartig zu schreiben, aber auch die weiteren Charaktere sind wirklich toll. Außerdem ist die Handlung ein weiteres kleines Puzzlestück auf dem Weg zwischen der Schlacht von Endor und dem Aufstieg des First Order und der Entstehung der Resistance. Auch der Einblick in die Politik des Senats der Neuen Republik ist sehr gut, vor allem, weil er auch ziemlich realistisch scheint. Aber großer Dreh- und Angelpunkt ist halt schon Leia, und vermutlich mag ich das Buch deswegen auch so. Also große Empfehlung.

Ebenfalls gelesen habe ich den 2. Bank der Darth Vader-Comicserie. Der war auch wieder ziemlich cool, mit viel Unterwelt- und Aphra-Action und so. Und einem sehr coolen Eröffnungsbild mit Vader auf Tatooine vor Lukes zerstörtem Zuhause. Der nächste in der Reihe ist jetzt glaube ich Vader Down, was ein Crossover der Serie mit … irgendwas anderem ist. Ich muss mich da mal informieren. Äh, ja. Da ich mit diesem Buch jetzt 5 Comicbücher in meinem gesamten Leben gelesen habe, fühle ich mich immer sehr inkompetent, wenn ich darüber schreibe, deswegen einfach nur: Ich fand den Band gut.

Filme und Serien

Irgendwann im Juli war ich dann nochmal im Kino zu Spider Man Homecoming. Tatsächlich nehme ich ja seit einer Weile so ziemlich jeden MCU-Film im Kino mit, denn bisher waren die alle immer solide bis sehr gute Unterhaltung. Spiderman interessierte mich seit den furchtbaren Filmen mit Tobey Maguire eigentlich mal so überhaupt nicht, aber der kurze Auftritt vom neuen Spiderman in Civil War und die Tony Stark-Mentorbeziehung machten mich dann doch neugierig genug für einen Kinobesuch. Der Film war dann auch echt ganz cool. Halt bewusst High School-Film meets Superhelden, aber das macht das MCU ja auch so gut – dass sie fast jeden Superheldenfilm noch mit einem anderen Genre mischen. Tom Hollander ist ein überzeugender 16-jähriger Möchtegernheld, der Bösewicht war meiner Meinung nach besser als in vielen anderen MCU-Filmen, Tony Stark hätte von mir aus aber gerne etwas mehr vorkommen können, und wenn es nur gewesen wäre, um meine seit Civil War reichlich vorhandenen Tony-Stark-FEELS zu verarbeiten. Die weiteren Rollen waren auch toll besetzt, gerade Peters Sidekick und das Love-Interest fand ich klasse. Insgesamt eher ein Standalone-Film als eine Fortführung der MCU-Geschichte, aber wirklich charmant.

Das MCU neu schätzen gelernt hab ich dann letztes Wochenende, als ich matschig daheim rumhing und Bock auf einen hirnlosen, unterhaltsamen, coolen Film hatte. Meine Wahl fiel dann auf Pacific Rim und meine Fresse, ist der Film kacke. SO eine coole Prämisse (2 miteinander verlinkte Personen steuern 50-Meter-Battlemech gegen Monster aus einer andere Dimension) und dann so wenig draus gemacht. Die … äh … man kann es kaum Charaktere nennen … die klischeehaften Abziehbilder, die da als Ensemble durch die Gegend eierten, waren zu 80 % weiße Typen, die einzige relevante Frau ist ein totales Mäuschen, lässt sich von jedem rumkommandieren und verliebt sich natürlich nach 3 Minuten in den Hauptcharakter. Die zwei Wissenschaftler waren so überzeichnet geschrieben und overactet, dass es unerträglich war, und der Versuch, ein paar humorige Stellen einzubauen, ging auch total nach hinten los. Ja, optisch war es teilweise ganz cool, aber ich brauch schon wenigstens einen Charakter, der den Namen verdient hat und mir nicht völlig egal ist, oder wenigstens ein bisschen mehr Coolness oder …. irgendwas. Ich weiß immer noch nicht, wieso ich den Scheiß nicht nach 40 Minuten ausgemacht hab, aber irgendwie hab ich 2 h meines Lebens damit verbracht, diesen Film zu schauen und auf Twitter darüber zu lästern, wie kacke ich ihn finde. Eigentlich beides Ding, die ich doof finde. Ich gelobe Besserung beim nächsten schlechten Film!

Kommen wir zu den Serien:

Um die Netflix-Serie Iron Fist hatte ich mich bisher ein wenig gedrückt, weil sie ja gar nicht mal so gut sein soll. Aber in Vorbereitung auf The Defenders musste ich sie dann doch gucken. Und ich muss sagen: Sie ist zwar wirklich lange nicht so gut wie Daredevil oder Jessica Jones, aber auch nicht so mies, wie ich es dachte. Eigentlich ist sogar alles an der Serie recht cool, bis auf leider den Hauptcharakter. Neben der Tatsache, dass ich Finn Jones für eine absolute Fehlbesetzung halte (weil er a) keine Kampfsportvorbildung und auch offensichtlich auch nicht arg so viel Talent dafür hat und b) hier die Gelegenheit verpasst wurde, Danny Rand einfach Asian-American sein zu lassen und damit noch ein bisschen mehr Diversität in die Defenders zu bringen) ist Danny Rand einfach … dumm. Er ist ein dummer, weißer Junge mit mehr Privilegien, als er checkt und erinnerte mich frappierend an jeden Kampf-ist-die-einzige -Lösung-Krieger, der mich bei diversen Rollenspielsitzungen zur Weißglut gebracht hat. Die Serie gönnt ihm leider auch nicht gar so viel Entwicklung und seine in den ersten Folgen noch ganz interessanten Kindheits-Flashbacks kommen einfach nur immer wieder und werden nicht wirklich weitergeführt, so wie auch die ganze Ausbildung zu Iron Fist in K’unlun reichlich oberflächlich abgehandelt wird. Die weiteren Charaktere sind da schon erfreulicher. Claire Temple ist eh eine Bereicherung für jede Szene, in der sie dabei ist, und Colleen Wing, Dannys Sidekick/Love Interest ist ziemlich cool (und hätte eine bessere Hauptfigur abgegeben, zumal die Schauspielerin auch ihre Katana-Kämpfe wesentlich besser rüberbringt als Finn Jones) und die gesamte Familie Meachum ist auch durchweg gut besetzt und gespielt. Leider hat auch das Drehbuch so seine Schwächen und die Schauspieler können aus den teils seltsamen bis wirren Dingen, die ihre Figuren tun, halt nur das Beste rausholen. Insgesamt leider wirklich die schlechteste der Defenders-Einzelserien, aber nun auch nicht schlimmer als vieles andere, was so über den Bildschirm flattert.

Wirklich mit Hochspannung erwartet habe ich dann The Defenders. Die 8 Folgen umfassende Serie bringt erstmals Daredevil, Jessica Jones, Luke Cage und Iron Fist zusammen, als die in den meisten anderen Serien schonmal aufgetauchte Hand sich daran macht, New York ganz klischeehaft zur eigenen Bereicherung dem Untergang zu weihen. Das bringt nicht nur ein Team-up der vier (nicht immer sehr heldenhaften) Helden mit sich, sondern beschert dem Zuschauer auch Sigorney Weaver als Oberbösewichtin Alexandra, die wirklich ziemlich cool und auch toll gespielt ist. Gerade ihre abgefuckte Irgendwie-Mutter-Tochter-Beziehung zu Black Sky ist durchaus gelungen. Zurück zu den Superhelden – die Serie nimmt sich glücklicherweise Zeit, sie zusammenzuführen und widmet dem Austausch- und Teamfindungsprozess auch eine ganze Folge. Das hat für mich sehr gut funktioniert. Gerade die Charaktermomente der einzelnen Figuren sind mit das Beste an der Serie. Was das Problem mit Danny Rand angeht: Glücklicherweise arbeitet die Serie hier mit dem, was sie nunmal hat, und stellt nie in Frage, dass Danny ein dummer Haudrauf ist, allerdings ein dummer Haudrauf, der für beide Seiten von Wichtigkeit ist, so dass er in die Geschichte gut eingebunden wird. Und zwischen ihm und Luke entwickelt sich dann doch recht schnell eine Buddy-Dynamik, die ich sehr gelungen finde. Hach, überhaupt, Luke. Er ist auf jeden Fall der sympathischste im Team und ich finde ihn als großen, starken, dabei aber nicht doofen, sondern im Gegenteil relaxten und entspannten Typen einfach großartig. Auch das vorsichtige Wieder-Annähern zwischen ihm und Jessica ist super. Letztere ist auch in jeder ihrer Szenen ein Highlight in ihrer üblichen rotzigen, fertigen, sarkastischen Art und Weise. Insgesamt entwickeln sich tatsächlich alle vier Figuren auch in dieser Serie ein Stück weiter, was in Hinsicht auf das große Ensemble und die nur knapp 8 Stunden Laufzeit sehr positiv ist.

Leider fand ich die letzten Folgen und das Finale dann nicht mehr ganz so stark wie den Anfang, da das Finale mit einem Plottwist eingeleitet wird, der zwar echt überraschend kam, aber in der weiteren Entwicklung nicht unbedingt mein Gefallen gefunden hat. Außerdem darf Danny Rand auch in dieser Serie nicht schlauer werden und sorgt mit einer absolut blöden Aktion dafür, dass die böse Seite einen Schritt weiterkommt. Und auch der Finalkampf an sich war dann weniger cool als andere Kampfszenen es waren. Und ich werde einfach nicht warm mit Matt und SPOILER Elektra als dramatischem Liebespaar. Elektra als Black Sky war super, sobald sie dann wieder zu ihrem irren Selbst zurückgefunden hat, hat sie mich genauso genervt wie in Daredevil Staffel 2. Was nicht an Elodie Yung liegt, sondern einfach daran, wie die Figur geschrieben ist. Als Matt und sie sich am Ende in all den Trümmern in den Armen lagen, hab ich nur mit den Augen gerollt. Achja: Ich hoffe, Madam Gao hat den einstürzenden Neubau irgendwie überlebt. Sie ist einfach so cool und ich hoffe, sie kommt nochmal wieder. SPOILER ENDE. Insgesamt hat der Plot um die Hand damit nun hoffentlich erstmal einen Abschluss gefunden und macht Platz für andere Handlungsstränge.

Was die Defenders übrigens absolut brillant umsetzt, sind die verschiedenen Farben. Jeder Defender hat eine Farbe oder Farbkombination, die immer wieder aufgegriffen wird, gerade auch im Zusammenspiel (Alexandra als Gegenspielerin hingegen trägt nur Nicht-Farben wie weiß, gold oder silber). Das sorgt bei den getrennten Handlungssträngen am Anfang dafür, dass man schnell wieder weiß, um wen es gerade geht. Auch wie die Farben dann zusammenkommen, aber jeder immer noch seine Farbe im Hintergrund hat, wie z. B. im quietschbunten Chinarestaurant, wo aber Danny halt immer vor der iron-fist-grünen Topfpflanze sitzt, ist großartig gemacht und zieht sich bis in kleine Details durch. Als Matt z. B. in den Verhörraum kommt, in dem Jessica sitzt, ist der Raum komplett blau und er steht dann vor der rot lackierten Tür. Und als Luke und Danny eine Unterhaltung allein führen, sind die Stühle, auf denen sie sitzen, sicherlich in voller Absicht grün (Danny) und gelb (Luke). Schon allein für diese Farbspielereien lohnt sich vermutlich auch noch ein zweites Anschauen – für die Interaktion der Charaktere und die zum großen Teil tollen Dialoge sowieso. Insgesamt also auf jeden Fall eine Empfehlung.

Mehr Netflix-Content: Die fünfte Staffel Orange is the new Black hatte in meiner medialen Filterblase eine ähnlich herzliche Rezeption wie Iron Fist, und auch hier kann ich es nicht so richtig nachvollziehen. Die Entscheidung, die ganze Staffel lang den Aufstand im Gefängnis zu behandeln, fand ich durchaus gut und richtig so. Es vergeht sehr wenig Zeit in den 13 Folgen (4 Tage etwa) und verschiedendste Aspekte des auf einmal im Chaos versinkenen Gefängnisses werden beleuchtet. Dabei fand ich manche Handlungsstränge fantastisch (Taystee ftw! Sie war SO TOLL in dieser Staffel!, Gloria, Caputo), manche typisch skurril-humorig (Frida und der Pool, Boo und Linda, Piper und Alex), manche viel zu klamaukig und doof (Liane und … die andere Hirnlose da vor allem, teilweise auch Malitza und Flaca) und der Tiefpunkt war dann irgendwie die Story mit Red und Piscatella. Da machte einfach sehr vieles überhaupt keinen Sinn. Man hätte auch von mir aus gerne sehr viel mehr beleuchten können, wie sich die Lage aus Sicht der Offiziellen und Verantwortlichen darstellt. Trotzdem gab es einige wirklich schöne Szenen und im Großen und Ganzen ist die Serie immer noch gut und vor allem anders als viele anderen. Ich bin gespannt auf Staffel 6.

Auch gerade beendet: Die dritte Staffel Dark Matter. Hach, hach. Ich liebe diese Serie echt sehr, auch wenn sie wenig Budget und damit grottige Special Effects hat. Aber die Charaktere sind einfach großartig und liebenswert, die Folgen sind immer superspannend und diese Staffel haben sie echt ein paar Highlights abgeliefert … eine Zeitschleifenfolge, eine Stranger Things-inspierte Zeitreise, ganz viel Human-Android-Relations-Kram … großartig. Und die Klamotten sehen immer noch supergeil aus und der Cast ist bis in kleine Nebenrollen hinein immer noch superdivers (there are Asians in this movie!) und … ja. Es ist halt kein total hochqualitatives Fernsehen, aber schon verdammt cool. Und ich hoffe SEHR auf Staffel 4, die dritte hörte nämlich wieder mit gefühlt 5 Cliffhangern gleichzeitig auf.

Dann lief natürlich auch die 7. Staffel Game of Thrones, die sich nun endgültig über die Bücher hinaus fortbewegt hat und zudem diesmal nur 7 Folgen umfasste. Leider schlägt das doch sehr durch, denn vieles wird einfach zu hastig erzählt, die Charaktere besitzen inzwischen gefühlt alle einen Teleportring und so richtig habe ich einfach insgesamt nicht kapiert, warum man unbedingt 7 statt 10 Folgen machen wollte. Man merkt auf jeden Fall, dass es aufs Finale zugeht, die meisten Handlungsstränge werden zum großen Plot zusammengeführt, es gibt viele Wiedersehen, viele, nicht immer sehr subtil umgesetzte, Enthüllungen und Entscheidungen und am Ende der Staffel kann man wohl sagen:  Jo, der Winter ist da. Wie unglaublich viel Liebe zum Detail und wie krasse Set- und Stuntarbeiten in jeder Folge stecken, finde ich großartig und bewundernswert, und ich kann jedem Fan der Serie nur die Making of-Videos auf Youtube ans Herz legen. (Ich würde gerne eine tolle Playlist verlinken, aber der offizielle GoT-Account ist eher ein Chaos. HIER ist mal das Making of zu Folge 6 aus Staffel 7 – enthält logischerweise Spoiler 😉 . Insgesamt war ich schon ganz zufrieden mit der Staffel, man merkt aber, dass sich die Serie von der Komplexität und Vielschichtigkeit der Buchvorlage leider etwas entfernt hat. Gut, was sollen sie machen, GRRM hat sich ja leider in seine 17 Nebenplots verstrickt und Buch 6 kommt vermutlich auch nächstes Jahr noch nicht raus. Es ist trotzdem etwas schade, dass sich nun die Charaktere mehr dem Plot unterzuordnen scheinen als andersrum – und bei manchen Figuren wirkt das doch sehr als Bruch mit ihrem ursprünglichen Charakter und ihren Kompetenzen. Unterhaltsam, toll anzusehen und gut gespielt ist die Serie natürlich weiterhin. Für nähere Einzelheiten zu den Folgen empfehle ich die Reviews der NY Times, beim Guardian, oder ihr schaut mal drüben beim Hermator vorbei.

Und dann hab ich ja noch Star Trek geschaut. Das ist sehr neu, ich habe das immer verweigert – in meiner bedauernswert unnerdigen Jugend kam Star Trek ja nicht vor, und danach habe ich es immer doof gefunden, weil es alle kannten und sich drüber stundenlang unterhalten haben, und ich nur mit Fragezeichen überm Kopf danebensaß. Die drei neuen Kinofilme fand ich aber dann doch recht unterhaltsam, First Contact habe ich irgendwann auch mal gesehen und fand ihn cool. Und im September kommt ja die neue Serie, die ich auch auf jeden Fall gucken will. Und irgendwann im Mai hab ich dann mal angefangen, in die Serien reinzuschauen. Die Originalserie ging gar nicht, die ist einfach zu alt und zu albern für mich. TNG hab ich irgendwie gar nicht erst versucht, da kannte ich ein paar Folgen, die mal zufällig im Fernsehen liefen, und fand die nicht so spannend. Tatsächlich hab ich dann gleichzeitig mit Voyager und DS9 angefangen, bin bei DS9 aber mit der ersten Staffel noch nicht durch, weil ich nur selten eine Folge schaue. Aber die erste Staffel Voyager habe ich nun inzwischen gesehen. Ist ja glaub ich so die Serie, die alle immer doof finden, weil sie so weit weg spielt und so, wenn man von Star Trek null Ahnung hat, ist das aber sehr gut, wenn man nicht so viel Vorwissen bräuchte (DS9 hat ja in Staffel 1 so ne Folge mit Q und ich hab natürlich die siebenhundert Anspielungen nicht kapiert). Außerdem hat Voyager den großen Vorteil, dass Kate Mulgrew mitspielt, die einfach so großartig ist, dass ich schon deswegen drangeblieben bin. Aber auch sonst fand ich es erstaunlich gut. Nicht jede einzelne Folge, aber es war viel Gutes bei und ich bin auch erstaunt über die Ernsthaftigkeit vieler Themen und die Charaktere, die mir doch recht schnell ans Herz gewachsen sind. Außerdem ist so diese Das-Schiff-als-Heimat-Geschichte und die Suche nach dem Heimweg total meine Tasse Tee (und ich wüsste manchmal gern, wie viel Voyager-Inspiration in der Lamea-Kampagne steckt, denn so einige Punkte passen da doch schon sehr gut zusammen). Demzufolge schaue ich auch weiter, auch wenn ichs nun nicht gerade gierig durchbinge. Und DS9 guck ich so gelegentlich sicher auch weiter.

Gespielt

Nix am Computer, beim DSA sind wir gerade wieder bei der Königsmacherkampagne und dilettieren in der Politik herum. In Berlin ja, wie schon erwähnt, The Sprawl, ein PbtA-Cyberpunk-System, das mir wohl endgültig klargemacht hat, dass ich so Systeme, die auf einzelnen Runs und Aufträgen basieren, ohne dass es eine große Geschichte drumrum gibt, einfach nix anfangen kann. Auch wenn das System mMn sehr gut ist, wenn man denn run-basiert spielen möchte. Und im Juli haben wir auch noch einmal Edge of the Empire gespielt. Dafür habe ich mir sogar endlich mal einen eigenen SC gebaut, nämlich eine Zabrak-Slicerin namens Kepiri. Und dank einer spontanen Comission von Alexej Axis gibt es zu ihr jetzt auch schon ein Bild:

Ich habe sie ja bisher nur einmal gespielt, fand den Charakter aber ganz cool bisher. Es ist auf jeden Fall bemerkenswert, wie viel Input das Regelwerk durch die Verpflichtungen und Motivationen reinbringt. Ich hoffe, ich kann sie bald mal wieder spielen.

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Mediengedöhns im Mai und Juni 2017

Ende Mai zu faul gewesen, was zu schreiben – das rächt sich jetzt und resultiert in einer etwas längeren Liste. Nu denn, ans Werk.

Bücher

Ich lese immer noch Bloodline von Claudia Grey, finde es eigentlich sehr gut, habe aber gerade wieder eher wenig Lust zum Lesen allgemein. Daher hoffentlich nächstes Mal eine abschließende Meinung dazu.

Immerhin einen Star Wars-Comic hab ich geschafft, nämlich Darth Vader 1. Den ersten mit Doctor Aphra, der moralisch flexiblen Archäologin, und den beiden bösen Versionen von C3PO und R2D2, also Triple Zero und BT-1. Comics sind ja leider immer so kurz, aber gefallen hat dieser hier mit trotzdem, zumal er einen sehr coolen Plot anfängt, in dem Vader nach der Zerstörung des Todessterns rausfindet, dass der Pilot, der ihn zerstört hat, Skywalker heißt, und sich dann auf die Suche nach ihm macht. Band 2 hab ich schon bestellt.

Außerdem gelesen: Das Fiasko-Kompendium. Quasi ein Ergänzungsbuch zum Erzählspiel Fiasko, in dem noch mehr Kulissen und allgemein Spieltipps und andere Anwendungsmöglichkeiten (z. B. Fiasko für Schulprojekte oder für Autoren) drin sind. Ich hatte gehofft, in dem Buch noch viele konkrete Tipps zu finden, wie man das Spiel noch besser hinbekommt. Leider bleibt aber alles sehr vage und mehr als „macht halt was Cooles, was allen gefällt“ kann man selten aus den Tipps entnehmen. Schade. Außerdem ging mir der bemüht flapsige Stil nach der Hälfte sehr auf die Nerven. Ein paar Sachen sind nützlich, z. B. eine abgeänderte Zwischen- und Nachspieltabelle, die neuen Kulissen natürlich und auch ein paar andere Sachen. Aber z. B. im Kapitel „Fiasko und Impro-Theater“ dann keine konkreten Tipps aus dem Impro-Theater zu finden, sondern nur in Interview mit Spielern, die beides machen und Fiasko als Vorbereitung für ihre Shows nutzen, hat mich dann schon enttäusscht. Insgesamt kann man sich das Buch schon anschauen, aber so richtig viel an tollen konkreten Spieltipps braucht man nicht zu erwarten. Und coole Kulissen findet man online auch umsonst.

Auf der NordCon direkt vom Herausgeber gekauft und signieren lassen: Die Heldformel von Mike Krzywik-Groß. Das ist ein Projekt von ihm und Ralf Kurtsiefer, der seit Jahren Fantasy-Soundtracks macht. Bei der Heldformel geht es jedenfalls um die klassische Heldenreise nach (u. a.) Campell, die im Buch theoretisch erklärt und durch eine Erzählung praktisch vorgeführt wird. Dazu gibt es dann noch einen Soundtrack von Ralf, den man sich beim Lesen theoretisch anhören kann. Was ich nicht gemacht habe, weil ich das Buch immer mal so nebenher und in vielen kleinen Abschnitten gelesen habe. Deswegen kann ich noch nix zur Musik sagen, die muss ich mir wohl mal aufs Handy ziehen, damit ich dazu komme, sie anzuhören. Die Geschichte ist jedenfalls logischerweise seeeeehr klassisch, was natürlich auch der Sinn der Übung ist. Die theoretischen Erklärungen folgen dann hinterher. Ich hatte ja Mikes Workshop zum Buch auf der NordCon gehört, der fasste dann tatsächlich schon 95 % des Buchinhaltes zusammen. Tatsächlich hatte ich vorher gedacht, dass die Erzählung immer unterbrochen würde, um an der konkreten Textstelle aufzuzeigen, was das jetzt gerade heldenreisemäßig ist und warum das so gut funktioniert (und wie man es vielleicht auch anders machen und abwandeln könnte). Aber es war dann halt so, dass es eine Einleitung gibt, dann die Erzählung folgt und dann noch ein eher kurzer Theorieteil. Hätte mir anders aufgeteilt und mit längerem Theorieteil tatsächlich noch besser gefallen, aber insgesamt schon eine empfehlenswerte Lektüre, wenn man sich mit dem Thema Heldenreise noch gar nicht befasst hat und sich etwas einlesen will.

Filme und Serien

Zum ersten Mal interessierte mich ein DC-Film und ließ mich nicht schon beim Trailer den Kopf schütteln – also habe ich im Kino Wonder Woman geschaut. Und haaaach, was für ein großartiger Film. Ich fand ihn absolut gelungen. Okay, von mir aus hätte man gerne noch viel mehr coole Action auf der Insel der Amazonen sehen können, das war mein Lieblingsteil. Aber auch der Rest war super. Diana ist wunderschön, mitfühlend, sympathisch und awesome. Chris Pine als Steve Trevor ist auch cool, ebenso die Side Kicks. Und die Actionszenen sind wirklich der Hammer. Der Endkampf war mir dann doch etwas zu lang und zu übertrieben, aber na gut. Und die Musik war zwar eine kunterbunt zusammengeklaute inspirierte Mischung aus anderen Sountracks, aber auch sehr schön. Für mehr zu Wonder Woman empfehle ich die sehr schöne Rezension von Hermator oder dieses nette Video über die Entstehung des charakteristischen WW-Themes.

Von DC zurück zu Marvel: Tatsächlich zog sich wegen der diversen langen Pausen die 4. Staffel Agents of SHIELD bis in den Mai. Die vierte Staffel hatte quasi 3 Handlungsbögen, die jeweils nur 7 -8 Folgen umfassten. Das hat das Handlungstempo im Vergleich zu den vorigen Staffeln nochmal etwas erhöht. Storyline 1 hatte ja den Ghostrider drin, der der Serie irgendwie von Marvel aufgedrückt wurde. Hätte ich jetzt nicht gebraucht, aber immerhin, was sie draus gemacht haben, war durchaus cool. Storyline 2 drehte sich dann um Androiden und alle Probleme, die diese so mit sich bringen, wenn man das mal spoilerfrei sagen will. Und Storyline 3 machte eine sehr gelungene Was-wäre-wenn-Realität auf, die ich einfach nur hammermäßig gut fand. Generell liebe ich die Serie nach wie vor total und bin richtig glücklich, dass sie trotz nicht so toller Quoten und der neuen Inhumans-Serie noch eine 5. Staffel bekommen hat. Yes! Leider startet die erst im Januar 2018.

Nochmal Superhelden: Die erste Staffel Legion gab es dann auch noch. Legion ist eigentlich ja im X-Men-Universum angesiedelt und die Hauptfigur ist der Sohn von Professor X. Wegen irgendwelcher Lizenzen darf die Serie aber nicht offiziell im X-Men-Universum spielen, deswegen ist David, der Hauptcharakter, also nur der Sohn irgendeines unbenannten mächtigen Mutanten, aber das tut der Sache keinen Abbruch. Die Grundprämisse der Serie ist halt, dass David in der Klapse sitzt und alle denken, er ist schwer psychisch krank, während er halt eigentlich ein mächtiger Mutant mit allen möglichen Fähigkeiten ist. So geht es zumindest los. Und wird dann richtig, richtig abgedreht. Also in einem Maße, wie es kaum eine Serie schafft. Das war auch so ein bisschen mein Problem mit Legion – ich fand es unfassbar anstrengend zu gucken. Gerade wenn man auf fiese Geräusche und flackerndes Licht empfindlich reagiert, ist die Serie teilweise schwer erträglich, weil da ständig buntes Licht da ist und alles flackert und quietscht und dissonante Töne macht und überhaupt. Aber mal davon abgesehen ist die Serie sehr gut gemacht. Gute Darsteller, tolle und abgefahrene Effekte, das Thema „verrückt oder Mutant?“ wird sehr gut umgesetzt. Und auch die verschiedenen Fähigkeiten der anderen Mutanten, die vorkommen, sind mal echt was anderes als das, was man schon so kennt. Insgesamt also empfehlenswert, auch wenn es mich jetzt nicht so emotional mitgerissen hat und eher anstrengend zu schauen war.

Auch verwirrend: Die erste Staffel von American Gods. Denke ich zumindest, ich hatte ja vorher das Buch nochmal gelesen und war wieder recht gut im Bilde über das, was da so passiert. Aber für Nicht-Buchleser war die erste Staffel wohl relativ schwer nachzuvollziehen. Aber ich kenne auch Leute, die sie gut fanden, obwohl sie das Buch nicht kannten. Ich mochte die Staffel jedenfalls. Sie fing dieses „Zefuq is happening?“-Gefühl des Buches wirklich sehr gut ein, war optisch toll, hatte großartige und passende Musik und bot einen surrealen Ausflug in Neil Gaimans Amerika. Die Ergänzungen im Vergleich zum Buch fand ich super, vor allem Laura und Madd Sweeney und Salim, den Road Trip von den dreien hätte ich mir gerne auch noch weitere 1-3 Staffeln lang angeschaut. Shadow blieb ein bisschen unspannend, aber das ist er im Buch halt auch. Und der Rest der Figuren – schon sehr toll. Ian McShane und Gillian Anderson waren auch hammermäßig besetzt. Das Erzähltempo ist halt schon sehr langsam und oft kommt ja am Anfang der Folge erstmal ein ziemlich langes Interludium, das gar nichts mit der Haupthandlung zu tun hat. Das ist alles schon eine sehr gemächliche und eher wirre Art, zu erzählen, meiner Meinung nach passt es aber perfekt zur Buchvorlage. Über die Bedeutung der Serie in der Ära der Trump-Regierung habe ich ja schonmal geschrieben, das könnt ihr bei Interesse bei Tor-Online nachlesen.

Eine weitere politisch aktuelle Serie, die unter Beteiligung der Buchautorin der Vorlage entstand, ist natürlich The Handmaid’s Tale. Auch da habe ich die Staffel weniger schnell geschaut als ich es wollte, weil die Folgen mich immer echt fertig gemacht haben. The Handmaid’s Tale ist ein Blick in eine dystopische Welt, die einerseits sehr weit von unserer entfernt scheint, andererseits aber in greifbare Nähe zu rücken droht, wenn man sich so manche Forderungen aktueller Politiker anhört. Der Ausflug in die superreligiöse Republik Gilead, in der Frauen nur noch etwas wert sind, wenn sie Kinder gebären, ist wirklich alles andere als spaßig. Und auch die Geschichte, wie es dazu kommen konnte, ist sehr unerfreulich und wirkt erschreckend realistisch. Die Serie jedenfalls, hervorragend besetzt mit u. a. Elizabeth Moss, Samira Wiley, Alexis Bledel, Yvonne Strahovski, Joseph Fiennes, erzeugt genau die beklemmende Stimmung, die auch das Buch schon bei mir hervorgerufen hat, erweitert aber die Welt von Gilead noch um einige neue Aspekte. Auch sehr gelungen fand ich die Episode um Offreds Ehemann und dessen Flucht, die mit der Flüchtlingskrise noch eine weiteren gesellschaftlichen Aspekt beleuchtet. Insgesamt würde ich die Serie (oder alternativ das Buch) wirklich sehr, sehr empfehlen.

Dann war da noch die 10. Staffel Doctor Who. Ich hab mit der Serie ja schon seit Staffel 7 meine Probleme und ärgere mich über die moffatschen Wiederholungen von immer dem gleichen Kram. Nun also die letzte Staffel mit Capaldi als Doctor und vor allem die letzte mit Moffat als Showrunner. Ich hatte eigentlich gar keine Lust, reinzugucken, fand dann aber die neue Companion Bill im Trailer doch sehr sympathisch. Also habe ich sowohl das Weihnachtsspecial vom letzten Jahr nachgeholt als auch die 10. Staffel geschaut. Nun ja. Es fing ganz gut an, das Special fand ich zwar ultrakitschig, aber trotzdem echt toll, die ersten Folgen mit Bill und dem Doctor als Uniprofessor auch. Beim ersten Versuch eines größen Plots mit den drei Folgen mit den berobten Aliens war dann schon wieder der Anfang gut und dann wurde es komplett wirr. Und das Finale … naja, schnarch. Ein Aufguss diverser alter Ideen und diese ganze Missy-Geschichte fand leider ein sehr unwürdiges Ende. Keine Ahnung, viele Leute, die ich kenne, fanden das Finale ja toll, und es hatte auch ein paar schöne Momente, aber so insgesamt habe ich das Gefühl, Moffat dreht sich wirklich nur noch im Kreis. Nun isses ja zum Glück bald vorbei, nur noch das Weihnachtsspecial und dann neuer Doctor, neuer Showrunner, neuer Companion. Mal sehen ob die Serie mich dann wieder mehr begeistern kann.

Gespielt

Auf der NordCon war mal Gelegenheit für ein paar andere Spielrunden jenseits von DSA: Eine Supporter-Rune Numenera, die sehr spaßig war und mal wieder das „zu viele Spiele, zu wenig Zeit“-Dilemma deutlich hervortreten lässt. Auch auf der Con: Eine Runde DSA nach Nick-Nacks Erzählregeln, die ich auch sehr cool fand. Die Erzählregeln sind quasi eine DSA-Version von Dungeon World und haben gerade beim Erstellen der Gruppe mit ihrem „was bisher geschah“-Aspekt echt Spaß gemacht. Gerade für One Shots könnte das echt was für alle sein, die den aventurischen Hintergrund mögen, aber die Regeln viel zu kompliziert finden. Falls ihr die Regeln kaufen möchtet, könnt ihr sie im Scriptorium Aventuris kaufen.

Ebenfalls auf der NordCon gekauft und dann in der Wohnung noch am selben Tag gespielt: Die Einsteigerbox von Star Wars  – Macht und Schicksal, deren deutschsprachiges Erscheinen an mir irgendwie vorbeigegangen war. Das Einsteigerset ist ähnlich toll wie das zu Am Rande des Imperiums und das Einsteigerabenteuer hat, mit leichten Anpassungen unseres SL, dann auch sehr viel Spaß gemacht. Da im Einsteigerseit leider nur 4 der 6 an sich vorhandenen Archetypen vorhanden sind: Die anderen beiden kann man sich bei Ulisses auf der Homepage herunterladen.

Beim DSA sind wir endlich mit Vergessenes Wissen durch (ein großartiges Abenteuer, dazu an anderer Stelle nochmal demnächst mehr) und haben jetzt mal wieder unsere Thorwalergruppe aus dem Ewigen Eis zurück nach Hause fahren lassen. Mit Zwischenstopp im Yeti-Land, wo wir uns mit abtrünnigen Yeti und Dunkelelfen herumgeschlagen haben – vermutlich die einzige Heldengruppe, die auf „der Endkampf geht gegen Yeti und Shakagra“ mit „wow, Yetis haben wir ja noch nie gesehen“ reagiert …

Nun geht es nächste Woche dann mit der Königsmacherkampagne weiter. Ich bin schon gespannt.

 

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Schamlose Eigenwerbung, mal wieder

Moin zusammen!

Während ich mich gerade von der NordCon erhole, auf der ich am Wochenende drei sehr spaßige Tage verbracht habe, hier nochmal kurz zwei Hinweise:

Erstens habe ich für das Tor Online-Portal einen Artikel über die Serie American Gods geschrieben. Der befasst sich vor allem mit der Frage, ob die Adaption von Neil Gaimans Roman einfach nur Unterhaltung ist oder wirklich so viel politische Bedeutung hat, wie ihr zugesprochen wird. Wer meine Meinung dazu lesen will:

KLICK!

Und zweitens durfte ich zum zweiten Mal im Spätfilm-Podcast zu Gast sein, mit einem Thema, das mir auch sehr am Herzen liegt: Weibliche Heldinnen in Hollywood-Actionfilmen. Wir sprachen über Hunger Games, Mad Max Fury Road und Star Wars (Rogue One und The Force Awakens). Wer mich darüber mit Daniel und Paula schnacken hören will:

KLICK!

Zu einem späteren Zeitpunkt hoffentlich auch wieder mehr anderes aus meinem Leben und so. Aber gerade muss ich erstmal etwas verpassten Schlaf nachholen…

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Nautolanication – The nerdy project of nerdiness

Manchmal macht man ja so Sachen, die sind SO irrsinnig, dass man es gar nicht glauben kann, dass mans wirklich getan hat. Und sowas kommt jetzt.

Wie ihr vielleicht womöglich eventuell wisst *hust*, bin ich ja inzwischen ein komplett riesiger Star Wars-Fan und fangirle so vor mich hin. Das heißt nicht nur, dass ich gerade jeden Tag ein paar Stunden vorm Livestream der aktuell stattfindenden Star Wars Celebration hänge und jeden neuen Trailer, der da gezeigt wird, komplett abfeiere und mich davon in emotionale Abgründe reißen lasse, sondern auch, dass ich natürlich auch Star Wars im Rollenspiel haben muss. Neben einigen Runden Edge of the Empire gibts noch die sporadisch stattfindende Runde über Videochat mit den wunderbaren Vogts. Und da geht die Geschichte los.

Wir spielen nämlich eine Rebellengruppe, die getarnt als Rockband (bzw. Darugaband, so der von Christian erfundene Name unseres Genres) durch die Galaxis tourt, um Rebellenpropaganda zu verbreiten. Die Band hat den klangvollen Namen Duke Lightrazor and the Meilooruns und besteht aus dem charmanten Nautolaner Ran Webb (Christian), dem heimwehkranken Jawa Tok (der Herr Mitbewohner) und meiner mehr schlecht als recht drummenden Twi’lek Tablaa. Als NSC ist unser Sänger Duke dabei, der als einziger nicht weiß, dass wir eigentlich Rebellen sind (und daher öfter mal ausgeknockt, mit nem Groupie ins Hotel geschickt oder „von bösen Rebellen entführt“ wird). Christian hatte schon eine ganze Weile eine Liste mit Songs, die die Band so drauf hat, und neulich schickte er einen umgeschriebenen Text für „Californication“ von den Chili Peppers: Nautolanication.

Dann ist irgendwie alles ein bisschen außer Kontrolle geraten, der Mitbewohner meinte, wir könnten das ja mal einspielen und ich könnte singen, das warf dann das Problem auf, dass ich ja weiblich bin, unser guter Sänger aber männlich. Aber die Band könnte ja vorher mal eine SängerIN gehabt haben, dachte ich mir und schrieb spontan noch eine kleine Kurzgeschichte darüber, wieso sie denn nicht mehr dabei ist. Dann haben wir noch etwas an den Lyrics gefeilt, in einer längeren Session das Ganze eingesungen und der Herr Mitbewohner hat ungefähr 93 verschiedene Spuren in Qubase gebastelt, mit Keyboard und Bass alle Instrumente eingespielt und das Ergebnis dann noch so bearbeitet, dass es wie eine Live-Version klingt.

Ihr seht also, ein ganz klein wenig Irrsinn steckte da schon dahinter, aber es hat wirklich wahnsinnig viel Spaß gemacht und zum Glück wurde es alles noch bis heute fertig, denn so konnten wir es unserer Spielleiterin Judith zum Geburtstag übersenden. 🙂

Und weil es so viel Spaß gemacht hat, der Mitbewohner so viel Zeit reingesteckt hat und ich es irgendwie einfach cool finde, könnt ihr das Ganze jetzt auch lesen und hören:

Nautolanication auf YouTube

Nautolanication auf Soundcloud

And the Meiloorons – Kurzgeschichte zum Nachlesen auf meinem Schreibblog.

Viel Spaß 😉 .

Ein Kommentar

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Mediengedöhns im Februar und März 2017

Ein gesondertes Mediengedöhns für den Februar entfiel wegen zu viel Umzugsstress, deswegen mal wieder ein 2-Monats-Gedöhns. Ich bin zwar gefühlt bei zu vielen Sachen echt weit hinterher, weil man überraschenderweise im Umzugsstress nicht dazu kommt, jeden Tag Serien zu gucken :p . Und bei ganz vielen Sachen bin ich so 1-5 Folgen vom Finale der Staffel weg, deswegen gibts im Aprilgedöhns dann vermutlich sehr viel Kram, der jetzt gerade noch nicht abgeschlossen ist. Also dann!

Bücher

Ich habe erstaunlich viel gelesen, dafür, dass eigentlich gar keine Zeit war. Aber manche Bücher können einfach nicht warten, auch wenn man gerade umzieht.

Aftermath – Empire’s End zum Beispiel, der langerwartete und letzte Teil von Chuck Wendigs Trilogie. Den habe ich zu großen Teilen auf der Zugfahrt zur HeinzCon und zurück gelesen. Endlich erfährt man also, was nun alle in Jakku wollen. Oder auch nicht, weil so richtig schlüssig war der ganze Jakku-Machtgedöhns-Evil-Masterplan-Teil jetzt nicht. Das war auch für mich der enttäuschendste Teil des Buches, denn es wurden in Teil 2 so viele Erwartungen aufgebaut, die eigentlich gar nicht erfüllt werden konnten – denn eigentlich konnte man sich nun schon vorher denken, dass nicht in einem Roman enthüllt werden wird, wer denn nun Snoke ist. Insofern konnte der Teil des Plots fast nur enttäuschen. Andererseits ist da viel Kram, der vielleicht nochmal wichtig werden könnte, und immerhin die Herkunft des First Order wird so ein wenig aufgearbeitet, das ist schon spannend. Ansonsten gibt es eine sehr coole Raumschlacht über Jakku (was jetzt kein Spoiler ist, dass dort die letzte Schlacht zwischen Imperium und Neuer Republik stattfand, ist ja schon bekannt), einige politische Verwicklungen, die auch schon andeuten, wieso sich später mal die Resistance von der Neuen Republik womöglich abspaltet. Und vor allem wieder einige großartige Charakteremomente und -entwicklungen, ein Happy End für mein Lieblingspaar und sehr viele humorige Stellen. Insofern insgesamt trotzdem Daumen hoch auf für den dritten Teil der Reihe, die insgesamt auf jeden Fall das Beste ist, was ich von den neuen Kanon-Romanen bisher kenne.

Außerdem spontan bestellt, nachdem ich Judith Vogts Rezension gelesen habe: Dead Water – Das Logbuch von Tobias Rafael Junge. Dieser war mir bisher vor allem als „der Mann von Mia Steingräber“ bekannt, wie ich gestehen muss. Jetzt hat er jedenfalls seinen ersten Roman veröffentlicht, zusammen mit Nils Andersen, der das Ganze illustriert hat. Dead Water ist nämlich sowohl in Form als auch Inhalt ziemlich außergewöhnlich: Was als Abenteuerfahrt von schwierigen Jugendlichen auf einem Segelschiff beginnt, wird schnell zu deutlich anklingender Gesellschaftskritik, verpackt in eine spannende und ganz schön krasse Handlung. Erzählt wird abwechselnd von den verschiedenen Jugendlichen, während der Rest in Randkommentaren und kleinen Bildchen das Ganze kommentiert. Mir waren es am Ende ein paar Figuren zu viel, ich hatte bis zuletzt nicht so richtig den Überblick, wer nochmal wie hieß und wer mit wem wie zusammenhing – dabei kann ich mir sowas eigentlich immer recht gut merken. Vielleicht lags an dem Verhältnis von sehr vielen Figuren zu recht wenig Seiten. Insgesamt fand ich das Buch trotzdem gut, zumal es sich wirklich sehr kurzweilig liest. Außerdem spielt es auf einem Segelschiff, das ist schonmal immer ein Pluspunkt. Auf der Homepage von Tobias gibt es noch mehr Infos und Bonusmaterial, zum Beispiel ein von Mia Steingräber gezeichnetes „Selfie“ der Protagonisten (ich hätte übrigens bei maximal 4 Leuten erkannt, welcher Charakter das ist. Auch das ist für mich eher ein Zeichen dafür, dass manche Charaktere nicht so richtig ausreichend zur Geltung kamen.)

Ansonsten mache ich gerade ein wenig Lesevorbereitung für kommende TV-Serien und re-reade mit Judith zusammen American Gods. Danach ist, hoffentlich noch vor Start der Serie, The Handmaid’s Tale dran.

Filme und Serien

Sehr spontan war ich trotz all des Umzugschaos im Kino zu Logan, den ich unbedingt sehen wollte. Ich hab es auch nicht bereut, da er mir sehr gut gefallen hat. Vermutlich der untypischste „Superheldenfilm“, den ich bisher gesehen habe, eher so eine Art Roadmovie-Western in fiesem Setting und mit glaubwürdigen und sehr menschlich wirkenden Charakteren. Ich war während des Schauens mehrfach davon verwirrt, dass der Film in Farbe war, denn in meinem Kopf war er irgendwie schwarz-weiß. So von der Stimmung her. Der Johnny-Cash-Song zum Abspann passte dann perfekt als Abschluss. Und nachdem Hugh Jackman ja gesagt hat, dass das sein letzter Wolverine-Auftritt war – können wir nun bitte 3 Filme mit Laura/X23 haben, ja?

Tatsächlich war ich am Donnerstag nach dem Umzug auch schon im Kino, weil ich die Karten schon gekauft hatte, bevor überhaupt klar war, dass wir umziehen. Nämlich zu der einzigen Vorführung Rammstein – Paris im Savoy. Jo, muss man nicht so groß erklären: Halt eine bearbeitete Aufnahme des Konzertes in Paris von einer schon etwas zurückliegenden Tour. Mit sehr gut gemachten Special Effects und Zeitlupen und so weiter, wobei das Highlight schon ganz klar das ist, was diese irren und talentierten Künstler da auf der Bühne alles anstellen. War auf jeden Fall cool, dass im Kino und nicht nur daheim auf dem Fernseher zu sehen. Wer nochwas zur Tour lesen will, dem sei diese ältere, aber sehr gute Reportage aus dem SZ-Magazin empfohlen.

Über Twitter bin ich auf die neue Serie Emerald City aufmerksam geworden, quasi eine weitere Neuverfilmung des Zauberer von Oz. Mit einer ca. 20-jährigen Dorothy, gespielt von Adria Arjona, die ich schon in ihrer kleinen Gastrolle in Person of Interest sehr cool fand. Und mit Wilson Fisk … äh, Vincent D’Onofrio, als Wizard. Außerdem mit sehr viel Magie vs. Technik-Kram, einer steampunkigen Optik, generell superschönen Aufnahmen und insgesamt sehr spannend und gut umgesetzt. Und mit einem ganzen Berg von großartigen weiblichen Charakteren. Ich hoffe auf eine zweite Staffel.

Und dann natürlich noch: Star Wars Rebels, Staffel 3. Die sich ja mit ihren diversen Pausen und Hiatus…sen und dergleichen immerhin erfreulich lange hinzog, von September bis Ende März. Aber jetzt ist sie vorbei. Schluchz. Kein Sonntagsfrühstück mehr mit Rebels und Rebels Recon und anschließenden Twitterkonversationen mit vielen Ausrufezeichen. Buäh. (Wenigstens die Star Wars Show ist mir noch geblieben.) Rebels ist glaub ich die einzige Serie, die ich jemals im Dänemarkurlaub geguckt habe, weil ich nicht die paar Tage warten konnte, bis ich wieder zu Hause war. Sogar am Tag des Umzugs haben wir noch um Mitternacht oder so, nachdem wir von 7-22 Uhr in Action waren, Twin Suns gucken müssen, denn wie hätte man auf diese Folge einen Tag länger warten können?? Äh, ja. Ihr seht, meine Star Wars-Obsession ist nach wie vor ein bisschen vorhanden. Und die dritte Staffel Rebels war einfach großartig. Ich muss sie glaub ich nochmal gucken, weil da irgendwie SO VIEL passiert ist. Ezra und Maul und die Holocrons und Mandalore und Sabine-Dinge und der Bendu und Geonosis und Saw Gerrera und Mon Mothma und Thrawn und Kallus und TWIN SUNS und singende Droiden und das Ende des Klonkrieges und ÜBERHAUPT. Nee, ich kann da auch nicht analytisch und objektiv drüber schreiben, ich liebe diese Serie einfach und freu mich wie doof auf Staffel 4. Und wenn Kanera dann bitte endlich mal passieren … ja? Gut? Gut. [/fangirlrant Ende]

Gespielt

Auf der HeinzCon eine Runde Star Wars-Fate. Mit 8 Leuten. Es war … schon irgendwie lustig, aber nicht wirklich machbar. Die Abenteueridee war total großartig, aber ich würde das alles gerne nochmal mit der Hälfte der Spieler und über 2 Abende spielen 😉 . Auch auf der HeinzCon ein bisschen Splittermond, und mit bisschen meine ich 90 Minuten, bis es zum ersten Kampf kam und ich zwischen dem ersten und dem zweiten Tick einfach einschlief. Blöder Speer.

In der heimischen DSA-Runde nach wie vor Vergessenes Wissen, was ein großartiges Abenteuer ist. Wenns klappt, gibts dazu sogar demnächst an anderer Stelle einen Spielbericht.

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Mediengedöhns im Januar 2017

Es ist schon wieder Februar, was bedeutet: Time to do the Mediengedöhns. Wobei ich die Kategorie „Spiele“ jetzt einfach mal erweitere und ein bisschen berichte, was das Pen-and-Paper so macht. Wenn ich schon im Moment keine PC-Spiele spiele – aber vielleicht kommt das ja wieder dazu.

Bücher

Über Die Verlorene Puppe habe ich ja schon einen eigenen Blogeintrag verfasst. Super Buch, gehet hin und leset es.

Tatsächlich habe ich dann gleich noch ZWEI weitere Romane gelesen, was den Januar lesetechnisch schonmal sehr viel besser macht als das gesamte letzte Jahr. Vielleicht geht es ja so weiter? Mal sehen. Jedenfalls – vollkommen überraschenderweise habe ich mal wieder Star Wars-Lektüre in Angriff genommen, diesmal nämlich Aftermath und Aftermath – Life Debt, beide von Chuck Wendig. Der dritte Band, Aftermath – Empire’s End, erscheint zum Glück schon Ende des Monats. Irgendwie fällt es mir schwer, über die Romane was zu schreiben, ohne mich gleich wieder total darüber aufzuregen, wie sie von großen Teilen der Rezensenten zerrissen werden. Denn Aftermath, muss man wissen, spielt zwischen Episode 6 und 7, nimmt damit also quasi den Platz ein, den im alten Expanded Universe die berühmte Thrawn-Trilogie von Timothy Zahn hatte (die ich auch nochmal lesen muss) – was für viele anscheinend Grund ist, einfach anzunehmen, dass da jetzt so ne Art Copy&Paste-Version der alten Trilogie kommt. Oder was weiß ich. Überraschung, so isses nicht. (Dafür kommt ja noch ein neuer Thrawn-Roman von  Zahn selber.) Ansonsten arbeitet sich der irgendwie seltsame Teil des Fandoms daran ab, dass Wendig im Präsens schreibt (muss man natürlich nicht mögen – ich hatte mich nach nem halben Kapitel dran gewöhnt), dass sein Stil ja unlesbar sei und überhaupt hat das Buch ja Star Wars kaputtgemacht mit der Tatsache, dass nicht alle Helden weiß, männlich und hetero sind. Jawoll. So, aber genug von diesem Bullshit und zurück zu den Büchern, die sind nämlich meiner Meinung nach richtig gut.

Aftermath spielt nach Episode 6 und befasst sich mit der Frage: „Imperator tot, Todesstern 2 kaputt – und nu?“ Aus der Rebellenallianz wird die Neue Republik, die vor der Frage steht, wie sie jetzt aus dem Kampf gegen das Imperium in eine friedliche neue Regierung finden, während sich an vielen Stellen noch imperiale Truppen dagegen wehren. Gleichzeitig gibt es noch jede Menge hochrangige Imperiale, von denen sich einige zusammenfinden, um zu diskutieren, ob man das Imperium nicht doch noch irgendwie retten und die Neue Republik bekämpfen kann. Band 1 spielt auf Akiva, einem eher unbedeutenden Planeten, auf dem sich besagte imperiale Krisenkonferenz zusammenfindet. Auftritt Wedge Antilles, der zufällig in der Gegend auf Erkundungsflug ist und dummerweise mitten in die anreisende imperiale Flotte gerät. Er wird, das ist jetzt kein großer Spoiler, gefangengenommen und die Rebellen versuchen ihn natürlich zu retten. Und rauszufinden, was das Rest-Imperium eigentlich vorhat. Darum dreht sich mehr oder weniger Teil 1, während Teil 2 sich dann noch mehr auf die Politik der Neuen Republik konzentriert und auch noch stärkeren Fokus auf die bekannten Charaktere wie Han und Leia hat. Außerdem gibt es in Band 2 auch durchaus starke Hinweise auf die frühen Anfänge des First Order und, wie sagte es Frau Vogt so schön, „a Snoke theory that does not suck“ 😉 . Und außerdem hat es vielleicht wirklich einen Grund, dass alle immer zurück nach Jakku wollen.

Für mich sind die beiden Aftermath-Romane bisher die besten Star Wars-Romane, die ich gelesen habe. Das liegt zum einen an der ganzen Thematik, die eben NACH der heroischen Schlacht zwischen Gut und Böse ansetzt. Chuck Wendig schafft es, sehr glaubwürdig darzustellen, wie die Galaxis eben nicht sofort ein toller und friedlicher Ort ist, nur weil der Imperator getötet und der Todesstern vernichtet wird. Die Rebellen/Neue Republik sind zwar im Großen und Ganzen schon die eher gute Partei, aber auch die greift eben auf Militär und Gewalt zurück, um sich durchzusetzen, und ist sich selbst nicht einig, was der beste Weg für die Zukunft ist. Gleichzeitig gibt es mit Rae Sloane (dem Leser womöglich schon bekannt aus dem A New Dawn-Roman) auf der imperialen Seite eine Figur, die alles andere als unsympathisch ist und bei der man tatsächlich nachvollziehen kann, wieso sie das Imperium für richtig und notwendig ansieht.

Ein ebenfalls meiner Meinung nach sehr gelungener Kunstgriff sind die Zwischenspiele, in denen alle paar Kapitel einfach mal ein weiterer Aspekt des ganzen Umbruchs geschildert wird. Ob das ein Familienstreit ist, bei dem ein Bruder für die Rebellen und der andere für das Imperium ist, ein Kamerateam, das an den verschiedenen Schauplätzen des Kriegs unterwegs ist, eine Bande von Kindern mitten im Bürgerkrieg von Coruscant oder eine Piratencrew auf einem eroberten Supersternenzerstörer – diese Kapitel bereichern das ganze Bild ungemein, streuen nebenher noch weitere Hinweise (man erfährt z. B., dass es eine Gruppe von Sith-Anhängern gibt, die versuchen, Darth Vaders Lichtschwert an sich zu bringen, auch Boba Fetts Rüstung taucht an mehreren Stellen auf) und waren mir ein großes Vergnügen beim Lesen.

Dann wären da noch die Charaktere, die ich insgesamt absolut gelungen finde. Es gibt da so viel, was in anderen Star Wars-Publikationen einfach selten bis nie vorkommt. Einen schwulen Hauptcharakter. Eine Mutter-Kind-Beziehung, die weder absolut harmonisch ist noch nach 50 Seiten mit dem tragischen Tod des Elternteils endet. Das generelle Vorkommen von überhaupt einer Sex/Romantik/Liebe-Thematik, die bei Star Wars ja sonst gerne mal außen vor bleibt oder uns so gruselige Dinge wie Anakin und Padme beschert. Aber auch sonst sind die Charaktere einfach großartig. Eine weibliche, nicht superjunge Pilotin. Eine badass Zabrak-Bountyhunter-Frau. Ein ehemaliger Imperialer mit dezentem Alkoholproblem. Ein trotziger, technisch hochbegabter Teenager. Und ein bis zum Anschlag aufgemotzter B1-Droide, der einfach nur großartig ist. Aber auch die schon vorher vorhandenen Charaktere wie Wedge, Ackbar, Leia oder Han sind meiner Meinung nach sehr gut getroffen.

Außerdem ist das Buch einfach unheimlich … star-wars-ig. Da gibts einfach tausend kleine Details, von sehr passenden Flüchen und Beleidigungen über gefühlte 100 erwähnte Alkoholsorten und Nahrungsmittel bis hin zu einem Haufen Aliens, Technologien und sonstigen Sachen, die einfach dafür sorgen, dass sich das alles durchgehend nach Star Wars anfühlt. Insgesamt also sehr, sehr große Empfehlung – ich warte jetzt gespannt auf Band 3. Where everybody will go to Jakku, I suppose.

Filme und Serien

Ich war im Januar zweimal im Kino – zum einen für eine zweite Runde Rogue One. Ich fand den Film beim zweiten Schauen tatsächlich nochmal besser als beim ersten Mal (auch, weil er in 2D war und ich mich nicht mit dunklem, verschwommenen Bild herumärgern musste). Auch wenn ich froh war, dass Leia nur so ganz kurz in diesem Film ist, sonst hätte ich schon wieder heulen müssen wegen Carrie Fisher.

Der zweite Film war dann tatsächlich mal was ganz anderes, nämlich La La Land. Ich steh ja durchaus auch auf bunte, kitschige Musikfilme. Und genau das ist La La Land auch, zum Glück sogar ohne ein total zuckertriefendes Superhappy-End. Die Musik ist nicht gar so präsent, wie man sich das aus dem Trailer vielleicht gedacht hätte, aber die ungefähr 6 oder 7 Stücke sind sehr gut und un-fass-bar ohrwurmig, ich hab seit dem Kinobesuch immer eins davon im Kopf. Gut, schöner wärs noch gewesen, könnte Emma Stone singen oder hätte man wen für die Rolle gecastet, der singen kann, statt halt Emma Stone, weil sie Emma Stone ist *seufz*. Sie spielt die Rolle auch sehr gut, aber den Soundtrack zum Film, den ich erwogen hatte zu kaufen, würde ich mir dann doch nicht anhören, weil sie an den meisten Stellen doch eher piepst als singt. Schade. Ansonsten sind mir vermutlich 90 % der Hommagen und Anspielungen an andere Filme auch gar nicht aufgefallen, aber insgesamt hat sich der Kinobesuch auf jeden Fall gelohnt.

Serien schaue ich eigentlich sehr viele, aber da ich ja immer erst nach Ende der Staffel etwas schreibe, gibt es da gerade nicht so viel, wo selbige schon durch sind.

Beendet im Januar habe ich die 6. Staffel von Skins – diese ließ mich mit etwas gemischten Gefühlen zurück. Eine der wichtigsten Figuren, Frankie, hat irgendwie zwischen Staffel 5 und 6 eine komplette Umarbeitung erfahren, die ich sehr inkonsistent und seltsam fand. Zwar ist sie sehr gut gespielt, aber ihr Charakter in Staffel 5 und in Staffel 6 könnten auch zwei verschiedene Personen sein. Sehr seltsam. Das bin ich von der sonst immer sehr gut geschriebenen Serie gar nicht gewohnt. Der Rest der Staffel war aber schon toll, und das Ende der Generation 3 war für mich mit das beste, weil rundeste. Die Serie ist jedenfalls trotz der etwas seltsamen Charakterentwicklung immer noch sehr empfehlenswert.

Re-watched aus welchen Gründen auch immer: Die erste Staffel von Dr. House. Die einzige Serie, wo ich mich wirklich erstmal 5 Folgen lang an die Originalstimme des Hauptdarstellers gewöhnen musste. Ansonsten ist die Serie immer noch sehr gut, auch wenn sie schon 14 Jahre auf dem Buckel hat. Okay, die Entscheidung, sie immer zum Essen zu gucken, hab ich manchmal ein bisschen bereut, weil eklige Medizin-Aufnahmen, aber egal.

Spiele

Beim DSA immer noch die Uli-Lindner-Reihe mit Vergessenes Wissen zu (nach dem Quasi-Prequel Zwischen den Fronten). Mein Magier macht nach wie vor sehr viel Spaß und kann in einem Magie-Abenteuer natürlich auch recht viel anstellen. Die Magierkriege sind eine sehr interessante Epoche, der man nachforschen kann, es gibt total skurrile NSC und auch den ein oder anderen Running Gag. Noch jemand nen Keks?

Vorletztes Wochenende haben wir außerdem mal wieder eine Runde Am Rande des Imperiums eingeschoben. Ich muss immer darüber lachen, wie sehr Mitspieler T. seinen Schmuggler als Trystan-Valentine-Verschnitt spielt, ohne den Charakter überhaupt zu kennen. Und unser SL hatte mit einer von Droiden betriebenen Bar auf einer alten Droidenkontroll-Raumstation auch eine sehr coole Idee für ein Setting. Roger-Roger!

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2016 – Der Rollenspielrückblick

Ich habe beschlossen, nochmal kurz einen Rückblick zum Rollenspieljahr 2016 zu schreiben, und zwar getrennt von meinem eigentlichen Jahresrückblick, dann muss das hier nicht lesen, wen es nicht interessiert (und umgekehrt).

Gestern habe ich mich ja vor der Silvesterfeier noch damit beschäftigt, aus meinem Gedächtnis, dem Blog, meinem Twitter-Account und der WhatsApp-Gruppe unserer Rollenspielrunde zu rekonstruieren, wann wir eigentlich nochmal was gespielt haben und wie viele Abende es insgesamt waren und welche Abenteuer dieses Jahr an der Reihe waren und so weiter. Denn eigentlich machen wir ja an Silvester immer die lustige Rollenspieljahresauswertung, küren das beste und schlechteste Abenteuer sowie die Gewinner in vielen weiteren lustigen Kategorien wie „bestes Monster“, „bester Lacher“, „am liebsten gespielter SC“ und dergleichen mehr. Nachdem ich dann nach 3 Stunden damit fertig war … haben wir es dann gestern doch nicht gemacht, weil aus der Feier mit der DSA-Runde irgendwie eine Feier mit erweitertem Familienkreis wurde, wir dann bis fast Mitternacht erstmal nicht-nerdtaugliche Dinge tun mussten und die anschließende Partie X-Wing sich dann auch so lange hingezogen hat, dass wir danach heimgefahren sind. Hurra. Die Umfrage wird aber nächsten Samstag nachgeholt, so dass ich die Ergebnisse vielleicht in Auszügen hier doch noch posten kann, mal sehen.

Immerhin kann ich schonmal festhalten, dass ich letztes Jahr 40 Spielabende gespielt habe (Cons und Online-Runden nicht mitgerechnet), was mehr ist als ich dachte, weil doch öfter mal Termine ausgefallen sind. Außerdem hat mich sehr gefreut, dass dieses Jahr auch mal ein paar mehr Nicht-DSA-Abende stattgefunden haben, denn Abwechslung ist immer gut und mal mit Raumschiffen und Schusswaffen zu hantieren macht halt auch viel Spaß. Neben zwei Hollow Earth Expedition-Abenteuern (über jeweils 2 Abende) haben wir auch ein wenig Star Wars: Am Rande des Imperiums gespielt. Beides hat sehr viel Spaß gemacht. Ich hoffe, dass auch im nächsten Jahr immer mal wieder was in der Richtung stattfindet. Außerdem habe ich mich dieses Jahr auch mal an „Rollenspiel online spielen“ herangewagt, einerseits mit einer FATE-Star Wars-Runde über Videochat (die leider viel zu selten stattfindet, dann aber immer sehr viel Spaß macht) und andererseits mit einer DSA-Runde über Teamspeak und Fantasygrounds (was nach wie vor etwas ungewohnt ist, weil halt wirklich ganz ohne die Mimik der anderen Spieler zu sehen). Jedenfalls kommt beides nicht so richtig an eine Tischrunde heran, funktioniert aber besser als ich das vorher gedacht hätte.

In der normalen Tisch-Rollenspielrunde jedenfalls war das Jahr sehr geprägt von einem langen Abschnitt der Lamea-Kampagne, den wir in ungefähr 20 Spielabenden beendet haben. Trotzdem wird die Kampagne uns noch eine ganze Weile begleiten. Sehr schön war auch ein Ausflug in die Dunklen Zeiten, wo wir jetzt gerade zwischen den Feiertagen das Abenteuer „Inspectores“ gespielt haben. Ich halte die Dunkle Zeiten-Box nach wie vor für eines der großartigsten DSA-Produkte EVER, und gerade die ungewöhnlichen SC-Typen machen einfach total viel Spaß. Und das Setting mit seiner Mischung aus bekanntem Aventurien, noch deutlich zu erkennbaren myranischen Einflüssen und erlebbarer Geschichte ist toll. Vielleicht schaffen wir ja auch 2017 mal wieder einen Ausflug in die Vergangenheit. Ansonsten machen wir aktuell gerade die Uli-Lindner-Wochen und spielen jetzt nach „Zwischen den Fronten“ das Abenteuer „Vergessenes Wissen“, wobei wir bei letztem gerade erst einen halben Abend gespielt haben. Jedenfalls habe ich zu diesem Anlass endlich mal meinen Magier durch sein Zweitstudium gejagt und ein paar lustige Stunden mit Versinken in die Tiefen des DSA4-Regelwerks verbracht. Und ja, das meine ich ernst, für einen schon halbwegs hochstufigen Charakter 2500 AP und das Zweitstudium zur Verfügung zu haben und sich mal wieder richtig in die magischen Sonderfähigkeiten und dergleichen reinzugraben hat echt Spaß gemacht. Weniger Spaß machte die Erkenntnis, dass die elektronische Version des Zauberbogens verschwunden war – den neu zu bauen, hat gedauert und war echt nervig. Aber nun ist es ja geschafft.

Wie immer gibts da draußen noch drölfzig andere Systeme, die cool klingen und die ich gerne mal ausprobieren würde. City of Mist klingt zum Beispiel toll, um mal was ganz Neues zu nennen. Immerhin hab ich dieses Jahr auf der NordCon mal Splittermond ausprobieren können, was ich nur aus frühen Demo-Runden kannte. Ist auf jeden Fall ein sehr durchdachtes System mit einer wirklich fantastischen Einsteigerbox zum Sofort-Loslegen. Sehr gut. Da werde ich mir auch nochmal einen Charakter für bauen, um das auf Cons gegebenenfalls mal Spielen zu können. Sehr gefreut hat mich auch, dass das Magun-Rollenspiel von Leander Taubner so erfolgreich finanziert worden ist, weil da ganz offensichtlich jede Menge Herzblut und Liebe drinsteckt.

Was mich auch gefreut hat, war, dass ich zu zwei weiteren Publikationen für Myranor einen kleinen Beitrag schreiben konnte. Was genau, werd ich dann nochmal berichten, wenn die Bücher auch erscheinen.

Auch eine neue Erfahrung ist das Hören eines Rollenspiel-Podcastst. Eigentlich mag ich keine Podcasts und eigentlich schaue ich z. B. auch keine Let’s Plays (von so Highlights wie dem Worst of DSA von Orkenspalter TV mal ausgenommen), aber zum Glück wurde ich vom One Shot Podcast überzeugt. Neben der Star Wars-Kampagne habe ich inzwischen auch schon einige andere Folgen gehört und die Qualität ist wirklich herausragend. Außerdem sind die beiden Macher, die auch auf Twitter stets präsend sind, unglaublich toll und sympathisch. Also, wer One Shot noch nicht kennt – hört doch mal rein.

Mal sehen, was das neue Jahr an Rollenspieldingen noch so bringt. Generell kanns aber gerne so halbwegs so weitergehen. Und das in Bezug auf 2016 zu sagen, ist ja auch schon mal was wert 😉 .

In diesem Sinne – Frohes Neues und Game On!

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