Umzug, Kapitel II: Wer braucht schon Schlaf?

Der Umzug schreitet weiter voran und zum Glück isses nächste Woche schon soweit, denn viel länger könnte ich vermutlich diesen Zustand aus an 1000 Sachen denken, keine Freizeit haben und viel zu wenig schlafen nicht aushalten. Aber immerhin ist langsam durchaus ein Fortschritt zu erkennen und ab und zu stellt sich auch schon mal das Gefühl ein, dass es nicht total unmöglich sein könnte, dort zu wohnen.

Was inzwischen geschah:

  • Wir haben eine Excel-Liste angelegt mit den noch zu kaufenden und anzubringenden Dingen. Sie hat eine eigene Spalte für unseren Handwerkerkumpel (also ob wir ihn für Item X brauchen oder nicht), dem wir, wenn das alles vorbei ist, statt des versprochenen Steaks vermutlich eine ganze Kuh kaufen werden.
  • Ein paar erste Umzugskartons sind schon gepackt und es ist schon abzusehen, dass wir noch eine Menge brauchen werden. So richtig zum Packen sind wir aber noch nicht gekommen, weil in der neuen Wohnung noch so viel zu tun war.
  • Ich hatte komplett verdrängt, wie ätzend und langwierig es ist, Wände mit Malerkrepp abzukleben. Damit haben wir den Mittwochabend der letzten Woche verbracht.
  • Die Schwester vom Mitbewohner hat uns noch 1 großes Regal, 2 kleine Wandregale und ein paar andere Kleinigkeiten vorbeigebracht, die bei ihrem Umzug übriggeblieben waren.
  • Vorhänge  und einen Schreibtisch hatte ich dann einfach bei Amazon bestellt. Bloß nicht nochmal in ein Möbelhaus…
  • Die alte Wohnung ist jetzt gekündigt und wir haben einen Termin mit dem Hauswart zur Begehung und so gemacht.
  • Am Donnerstag haben wir dann gestrichen. In 5 Stunden waren 4 Wände dann durch, allerdings weiß man dann doch wieder, wieso man das bei Tageslicht machen soll, denn es waren dann doch ein paar weiße Flecken hier und dort übrig geblieben.
  • Freitag war dann ganz super, da war ich von 9 bis 18 Uhr in der neuen Wohnung. Erst kamen ja meine neuen Massivholzmöbel. Dank eines gefundenen Traghelfers (danke nochmal an die zahlreichen Retweets meines Aufrufs!) und des herbeigeeilten Mitbewohners konnten die schweren Stücke dann irgendwie in die Wohnung bugsiert werden. Beneidet habe ich die Träger aber nicht, das sah schon beim Zuschauen schlimm aus. Danach war ich dann nochmal im Baumarkt, weil mein Plan, die Farbrollen nochmal wiederzuverwenden, irgendwie aufgrund zu geringer  Zeit zum Trocknen nix wurde. Also nochmal neue Farbrollen gekauft, neue Farbwannen gekauft, einen Haufen Putzmittel gekauft, weil in der Küche Farbe ausgelaufen war. Dann ne halbe Stunde im Spülkasten gehangen und da mit Pinselreiniger rumgeputzt. Vermutlich sterb ich davon jetzt 10 Jahre eher oder so. Dann 3 von 4 Wänden nochmal gestrichen, bis es dann endlich richtig gut aussah.  Hurra.
  • Sonntag dann nochmal wieder ein Möbelaufbau-Einsatz unserer beiden handwerklich begabten Freunde. Zu viert haben wir mein neues Bett und den Schreibtisch zusammengeschraubt, es wurde noch eine Sicherung getauscht und die Silikonfuge an der Badewannenwand angebracht. Ich hatte gedacht, das wird so lange nicht dauern, am Ende sind wir dann in totaler Eile aufgebrochen, um es noch zur Geburtstagseinladung am Abend zu schaffen.
  • Ich war inzwischen so oft in irgendwelchen Baumärkten, ich kann es schon gar nicht mehr zählen.
  • Gestern waren wir nochmal bei Ikea (schluchz) – immerhin unter der Woche, es war also nicht proppenvoll. Die meisten Dinge auf der To-Shop-Liste konnten wir auch abhaken. Ein Teil war zu groß für Swafnir und wird jetzt noch geliefert.
  • Heute holen wir nochmal an die 20 Umzugskartons ab – dann kann das Packen weitergehen.

Bestimmt hab ich jetzt noch tausend Dinge vergessen. Mein Gehirn funktioniert nur noch so mittelprächtig.

Was übrigens erstaunlich schwer ist: Möbel loswerden. Vielleicht klappt es ja jetzt im dritten Anlauf.

Ich befinde mich derweil in einem seltsamen Zustand von Panik, Planungswahn und Schlaflosigkeit. Inzwischen finde ich es erholsam, im Büro zu sein und einfach nur zu arbeiten. Schlafen tu ich auch dann nicht, wenn ich es könnte, da ich zuverlässig auch am Wochenende um 7.30 Uhr aufwache und nicht mehr einschlafen kann. Letzte Woche musste ich zwei Tage mit Umzugsdingen aussetzen, weil ich schon wieder stressbedingt nicht enden wollende Migräne hatte und die irgendwie mit etwas Ruhe und Erholung wieder in den Griff kriegen musste. Essen tun wir im Moment eine Mischung aus Lieferdienst, Imbiss und „die-Tiefkühltruhe-muss-leer-werden“.

Also alles ein wenig Ausnahmezustand, ich hoffe, ich halte noch die 2 Wochen durch, bis es vorbei ist.

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3 Kommentare

Eingeordnet unter blabla, Graaaah!

3 Antworten zu “Umzug, Kapitel II: Wer braucht schon Schlaf?

  1. Halte durch, du schaffst das! Du planst viel durch, das ist die halbe Miete beim Umziehen. Kleiner Tipp, falls die Umzugskartons immer noch nicht reichen: Versucht, die Küche und das Bad zuerst und alleine umzuzuziehen (also einen Tag/ein paar Tage vor dem Rest). Dann könnt ihr die Kartons nochmal verwenden, und alleine für die Küche (wenn sie gut ausgestattet ist) braucht man meiner Erfahrung nach genauso viele Kartons wie für den Rest der ganzen Wohnung.
    Ich drücke Euch die Daumen!

    • Guter Tipp, aber wir schleppen den ganzen Kram ja nicht selber, sondern lassen das eine Firma machen 😉 Von daher hab ich wenig Lust, dann nen Haufen Kram vorher selber rumzuschleppen. Und ja, die Küche ist gut ausgestattet, das wird – zusammen mit den 6 vollen Bücherregalen – ein großer Spaß :p.

      Danke für die guten Wünsche 🙂

      • Oh GOTT, da würde ich auch ne Umzugsfirma arbeiten lassen… ich bin auch echt froh, dass mein letzter Umzug – mein Mann und ich sind zusammen gezogen – gestaffelt war, wir also erst seine ganzen Rollenspielbücher und danach meine ganze Querbeetsammlung schleppen konnten. Seine Bücher waren schlimmer. 😉

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