Monatsarchiv: März 2017

Umzug, Kapitel III: The Final Countdown

BadaDABDABDAAAAAH!

(Ja, ich hab jetzt auch nen Ohrwurm, so wie ihr. Gern geschehen :p.)

Ja. Also. Wir ziehen dann also übermorgen um (ahahahahaaaa). Ich schlafe nach wie vor schlecht und zu wenig, habe seit Dienstag Todesmigräne, die auch nur zeitweilig verschwindet, drehe alle fünf Minuten wegen was Neuem am Rad und will einfach nur, dass es vorbei ist. Momentan isses auch nicht mal mehr so,  dass ich in sinnloser übertriebener Panik in eine Tüte atme, es ist einfach jeden Tag Arbeit, Umzugskram bis mindestens 22 Uhr und dann am nächsten Tag wieder um halb 7 aufstehen. Gnarf. Es ist noch längst nicht so viel gepackt, wie ich es gern hätte, der Mitbewohner sagt aber, wir schaffen das. Ein Haufen Kram befindet sich schon in der neuen Wohnung, ein sehr viel größerer Haufen Kram noch in der alten. Die wir dann ab Sonntag ja noch schön streichen dürfen und putzen und bla bla. Froide. Aber Mittwoch ist schon Termin mit dem Hausmeister, bis dahin muss es alles halbwegs durch sein .

Am letzten Wochenende waren wir ja erstmal von Freitag bis Sonntag auf der HeinzCon. Hätten wir wohl ne Woche vorm Umzug auch nicht so gebucht, wenn wir im Dezember schon vom Umzug gewusst hätten, aber so what. Es war auch toll, mal rauszukommen. Wegen meines Schlafmangels sind wir mit dem Zug hingefahren und es war eine gute Entscheidung. Habe endlich geschafft, mein Buch zu Ende zu lesen, konnte ein bisschen vor mich hindösen und es waren einfach 8 Stunden mehr Erholung statt nochmal 6 Stunden konzentriert Auto fahren. Die Con war auch sehr schön, auch wenn es kacke ist, schon total übermüdet da anzukommen. Aber hier gehts ja nun um den Umzug.

Der Stand der Dinge:

  • Am Montag standen wir um 6 auf (urghlf), fuhren in die neue Wohnung und warteten dann dort fünfeinhalb Stunden auf den Hermes-Aufbaudienst. Währenddessen bauten wir immerhin ein Schuhregal, ein Badregal und 80 % unseres Schuhschranks zusammen, ansonsten saß ich auf dem neuen flauschigen Teppich und überarbeitete am Laptop den Myranor-Workshopbericht von dern HeinzCon. Hermes kam dann endlich und, Wunder über Wunder, es ging alles gut. Sie hatten alles dabei, bauten in 2 Stunden unsere Kleiderschränke auf, waren nett und kompetent und wurden dann vom Mitbewohner betrinkgeldet und verabschiedet, während ich SCHON WIEDER bei Ikea war, um einen Teppich zu kaufen, den es in der Filiale, wo wir zuletzt waren, nicht gab.
  • Unser Staubsaugerdroide tat derweil in der neuen Wohnung schonmal sein Werk, was auf jeden Fall auch nötig war.
  • Da – natürlich – auch mein vierter Versuch, all meine alten Möbel über eine wohltätige Organisation zu spenden, am Transport scheiterte, habe ich am Montag dann angefangen, alles über Ebay-Kleinanzeigen zu verschenken. Da bin ich noch bei – 4 Sachen sind schon weg, 6 noch da, mit etwas Glück gehts heute weiter mit den Abholern. Irgendwie ist das auch schon etwas schräg, wie dann völlig unbekannte Menschen auftauchen und die eigenen Möbel wegtragen. Aber ich bin froh über alles, was wegkommt.
  • Der Rest der Woche von Einpacken, Sortieren, Rumräumen, Putzen, Ebayen und viel zu wenig Schlaf und Freizeit bestimmt. Die Wohnung sieht so langsam auch aus wie … naja, wie kurz vorm Umzug halt. Kartons überall, dazwischen Müllsäcke.
  • Meine neueste Panik-Idee ist ja, dass die Möbelpacker am Samstag einfach nicht auftauchen. Oder Stunden zu spät. Oder um 6 Uhr morgens, wenn wir noch pennen. Argh.
  • Wir waren auch schon wieder im Baumarkt, diesmal wegen Kram für die alte Wohnung zum Streichen. Und ne Lampe haben wir gekauft. Passende Glühbirnen leider nicht, weil … der Baumarkt schloss.
  • Super sind auch so Dinge, wie am Dienstag festzustellen, dass man gar keine Transportsicherung für die Waschmaschine hat, die am Samstag transportiert werden muss. Aber so DHL will, ist auch das Problem heute erledigt.
  • Ich bin schon mega-gespannt, ob unsere Internetlösung mit LAN über Steckdosenadapter funktionieren wird. Wär geil, weil wir dann nicht noch 3 Wanddurchbrüche für Kabel bohren müssten.
  • Langsam gibt es auch schon Sachen, auf die ich mich vage freue. Auf dem Balkon sitzen zum Beispiel. Und da Dinge pflanzen. Und Bilder aufhängen. Aber vor allem freu ich mich drauf, wenn der ganze Umzug und der Kram mit der alten Wohnung durch ist.

Nachher werd ich vermutlich meinen Rechner daheim abbauen und morgen geht das Internet weg und wird hoffentlich problemlos in die neue Wohnung umgezogen. Insofern blogge ich wohl erst wieder nach dem Umzug.

Also dann – see you on the other side. Und drückt mir die Daumen.

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Umzug, Kapitel II: Wer braucht schon Schlaf?

Der Umzug schreitet weiter voran und zum Glück isses nächste Woche schon soweit, denn viel länger könnte ich vermutlich diesen Zustand aus an 1000 Sachen denken, keine Freizeit haben und viel zu wenig schlafen nicht aushalten. Aber immerhin ist langsam durchaus ein Fortschritt zu erkennen und ab und zu stellt sich auch schon mal das Gefühl ein, dass es nicht total unmöglich sein könnte, dort zu wohnen.

Was inzwischen geschah:

  • Wir haben eine Excel-Liste angelegt mit den noch zu kaufenden und anzubringenden Dingen. Sie hat eine eigene Spalte für unseren Handwerkerkumpel (also ob wir ihn für Item X brauchen oder nicht), dem wir, wenn das alles vorbei ist, statt des versprochenen Steaks vermutlich eine ganze Kuh kaufen werden.
  • Ein paar erste Umzugskartons sind schon gepackt und es ist schon abzusehen, dass wir noch eine Menge brauchen werden. So richtig zum Packen sind wir aber noch nicht gekommen, weil in der neuen Wohnung noch so viel zu tun war.
  • Ich hatte komplett verdrängt, wie ätzend und langwierig es ist, Wände mit Malerkrepp abzukleben. Damit haben wir den Mittwochabend der letzten Woche verbracht.
  • Die Schwester vom Mitbewohner hat uns noch 1 großes Regal, 2 kleine Wandregale und ein paar andere Kleinigkeiten vorbeigebracht, die bei ihrem Umzug übriggeblieben waren.
  • Vorhänge  und einen Schreibtisch hatte ich dann einfach bei Amazon bestellt. Bloß nicht nochmal in ein Möbelhaus…
  • Die alte Wohnung ist jetzt gekündigt und wir haben einen Termin mit dem Hauswart zur Begehung und so gemacht.
  • Am Donnerstag haben wir dann gestrichen. In 5 Stunden waren 4 Wände dann durch, allerdings weiß man dann doch wieder, wieso man das bei Tageslicht machen soll, denn es waren dann doch ein paar weiße Flecken hier und dort übrig geblieben.
  • Freitag war dann ganz super, da war ich von 9 bis 18 Uhr in der neuen Wohnung. Erst kamen ja meine neuen Massivholzmöbel. Dank eines gefundenen Traghelfers (danke nochmal an die zahlreichen Retweets meines Aufrufs!) und des herbeigeeilten Mitbewohners konnten die schweren Stücke dann irgendwie in die Wohnung bugsiert werden. Beneidet habe ich die Träger aber nicht, das sah schon beim Zuschauen schlimm aus. Danach war ich dann nochmal im Baumarkt, weil mein Plan, die Farbrollen nochmal wiederzuverwenden, irgendwie aufgrund zu geringer  Zeit zum Trocknen nix wurde. Also nochmal neue Farbrollen gekauft, neue Farbwannen gekauft, einen Haufen Putzmittel gekauft, weil in der Küche Farbe ausgelaufen war. Dann ne halbe Stunde im Spülkasten gehangen und da mit Pinselreiniger rumgeputzt. Vermutlich sterb ich davon jetzt 10 Jahre eher oder so. Dann 3 von 4 Wänden nochmal gestrichen, bis es dann endlich richtig gut aussah.  Hurra.
  • Sonntag dann nochmal wieder ein Möbelaufbau-Einsatz unserer beiden handwerklich begabten Freunde. Zu viert haben wir mein neues Bett und den Schreibtisch zusammengeschraubt, es wurde noch eine Sicherung getauscht und die Silikonfuge an der Badewannenwand angebracht. Ich hatte gedacht, das wird so lange nicht dauern, am Ende sind wir dann in totaler Eile aufgebrochen, um es noch zur Geburtstagseinladung am Abend zu schaffen.
  • Ich war inzwischen so oft in irgendwelchen Baumärkten, ich kann es schon gar nicht mehr zählen.
  • Gestern waren wir nochmal bei Ikea (schluchz) – immerhin unter der Woche, es war also nicht proppenvoll. Die meisten Dinge auf der To-Shop-Liste konnten wir auch abhaken. Ein Teil war zu groß für Swafnir und wird jetzt noch geliefert.
  • Heute holen wir nochmal an die 20 Umzugskartons ab – dann kann das Packen weitergehen.

Bestimmt hab ich jetzt noch tausend Dinge vergessen. Mein Gehirn funktioniert nur noch so mittelprächtig.

Was übrigens erstaunlich schwer ist: Möbel loswerden. Vielleicht klappt es ja jetzt im dritten Anlauf.

Ich befinde mich derweil in einem seltsamen Zustand von Panik, Planungswahn und Schlaflosigkeit. Inzwischen finde ich es erholsam, im Büro zu sein und einfach nur zu arbeiten. Schlafen tu ich auch dann nicht, wenn ich es könnte, da ich zuverlässig auch am Wochenende um 7.30 Uhr aufwache und nicht mehr einschlafen kann. Letzte Woche musste ich zwei Tage mit Umzugsdingen aussetzen, weil ich schon wieder stressbedingt nicht enden wollende Migräne hatte und die irgendwie mit etwas Ruhe und Erholung wieder in den Griff kriegen musste. Essen tun wir im Moment eine Mischung aus Lieferdienst, Imbiss und „die-Tiefkühltruhe-muss-leer-werden“.

Also alles ein wenig Ausnahmezustand, ich hoffe, ich halte noch die 2 Wochen durch, bis es vorbei ist.

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