Archiv der Kategorie: Fangirl

Schamlose Eigenwerbung, mal wieder

Moin zusammen!

Während ich mich gerade von der NordCon erhole, auf der ich am Wochenende drei sehr spaßige Tage verbracht habe, hier nochmal kurz zwei Hinweise:

Erstens habe ich für das Tor Online-Portal einen Artikel über die Serie American Gods geschrieben. Der befasst sich vor allem mit der Frage, ob die Adaption von Neil Gaimans Roman einfach nur Unterhaltung ist oder wirklich so viel politische Bedeutung hat, wie ihr zugesprochen wird. Wer meine Meinung dazu lesen will:

KLICK!

Und zweitens durfte ich zum zweiten Mal im Spätfilm-Podcast zu Gast sein, mit einem Thema, das mir auch sehr am Herzen liegt: Weibliche Heldinnen in Hollywood-Actionfilmen. Wir sprachen über Hunger Games, Mad Max Fury Road und Star Wars (Rogue One und The Force Awakens). Wer mich darüber mit Daniel und Paula schnacken hören will:

KLICK!

Zu einem späteren Zeitpunkt hoffentlich auch wieder mehr anderes aus meinem Leben und so. Aber gerade muss ich erstmal etwas verpassten Schlaf nachholen…

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Mediengedöhns im April 2017

Der zweite Mai, ein sehr montagiger Dienstag … Zeit, mal wieder über Bücher und Filme und Serien zu schreiben.

Bücher

Schon im Februar gelesen und letztes Mal total vergessen: The Martian. Das hatte ich schon vor einer ganzen Weile geschenkt bekommen und habe es dann in der Hoffnung auf eine gut runterlesbare Nebenherlektüre angefangen, als der Umzug bevorstand. Und tatsächlich las es sich auch gut und recht schnell so weg. Die Story sollte inzwischen ja vermutlich bekannt sein – Mark Watney strandet bei einer Marsmission auf dem Mars, als er versehentlich von seinem Team zurückgelassen wird, und muss dann irgendwie überleben, bis ihn irgendwer wieder abholen kann. Was ich am Buch gut fand, waren die offenbar sehr gut recherchierten und auch für Wissenschaftsdeppen wie mich gut aufbereiteten Fakten, Umstände und Methoden, mit denen Watney da so vor sich hin überlebt. Auch was parallel dazu auf der Erde so passiert, wo quasi die ganze NASA daran arbeitet, ihn zurückzuholen, ist ganz spannend. Nicht so glücklich war ich mit der Ausarbeitung der Charaktere, da bleibt viel nur an der Oberfläche, gerade in Anbetracht der Umstände, was alles passiert. Sowohl bei den Schlüsselfiguren auf der Erde als auch bei Watneys Crew hätte ich mir da ein bisschen mehr gewünscht. Und Watney selber …. naja. Sagen wir mal, ich war sehr froh, als der zweite Handlungsstrang auf der Erde einsetzte, weil der Typ mit seiner selbstherrlichen, übertrieben lustigen, Schaut-her-ich-bin-so-ein-cooler-Wissenschaftsnerd-Art mir nach 50 Seiten schon richtig auf die Nerven ging. Dadurch war das Buch zwar schon spannend, aber emotional mitgenommen hat es mich gar nicht. War vielleicht auch nicht der Sinn der Sache. Egal. Jedenfalls schon ein interessantes Buch mit einem gut durchdachten Gedankenexperiment, aber jetzt nix, was ich nochmal lesen würde. Vielleicht schau ich mir mal den Film dazu an.

Dann hab ich noch American Gods gelesen, wobei das ein Re-Read war. Ich hatte das Buch vor ungefähr 10 Jahren auf deutsch gelesen, wusste aber nicht mehr allzu viel von der Handlung, deswegen habe ich zusammen mit ein paar Leuten auf Twitter zur Vorbereitung auf die Serie, die seit gestern läuft, nochmal einen zweiten Lesedurchgang (diesmal auf Englisch) gestartet. Ich war dann auch echt erstaunt, wie viel von den ganzen Sachen, die da passieren, ich nicht mehr wusste. Jedenfalls ist American Gods immer noch ein hochinteressantes Buch voller cooler und verschrobener Figuren, Ideen und Dialoge. Tatsächlich nicht mal mein Lieblingsbuch von Gaiman, aber schon verdammt gut. Die erste Folge der Serie fand ich auch absolut gelungen.

Und dann noch das zweite Buch, das ich zur Vorbereitung auf die anlaufende Serie gelesen habe: The Handmaid’s Tale von Margaret Atwood. Die Autorin kannte ich ja schon von der von mir sehr geschätzten Madaddam-Trilogie, die zu den besten Sachen gehört, die ich in den letzten Jahren gelesen habe. Und auch unter dem irgendwie irreführenden Titel, der eher nach irgendeiner historischen Schmonzette klingt, verbirgt sich eine absolut krasse Dystopie, die mich beim Lesen irgendwie echt fertig gemacht hat. Wenn man wissen will, worum es geht – vielleicht einfach mal den Trailer zur Serie anschauen. Jedenfalls ist das Buch auch unglaublich gut geschrieben, gerade auch durch die Art und Weise, wie Offred als Erzählerin mit ihrer eigenen Erzählung hadert und sich gelegentlich selbst berichtigt, zwischen Erinnerung und Gegenwart hin- und herspringt und sich immer wieder selbst ermahnen muss, weiterzusprechen. Das Einzige, was ich nicht unbedingt gebraucht hätte, ist der Epilog, der eine fiktive historische Einordnung der Erzählung ca. 150-200 Jahre nach den Geschehnissen vornimmt. Das war zwar ganz cool, ich hatte aber ein wenig das Gefühl, dass das Buch vielleicht noch besser gewirkt hätte, wenn man das eigentliche Ende einfach so stehengelassen hätte (und vielleicht würde man das heute auch so machen, wenn das Buch jetzt neu geschrieben würde). Ich fand es jedenfalls krass, wie aktuell das Buch ist. Es wurde 1985 geschrieben, in dem Jahr, in dem ich geboren wurde. 32 Jahre später sind wir immer noch längst nicht soweit, dass man sagen könnte „ach, sowas kann ja in Wirklichkeit nicht passieren“. Im Gegenteil, der beschriebene Umbruch der Gesellschaft von den modernen USA in eine religiöse und unterdrückende Diktatur wirkt auf mich so, als könnte er aktuell genauso passieren. Keine sehr erbauliche Lektüre, insgesamt, aber in den aktuellen Zeiten umso wichtiger.

Filme und Serien

Ich war zweimal im Kino seit dem letzten Mediengedöhns, deswegen werden jetzt beide Filme hier erwähnt, auch wenn der zweite schon am 01.05. war. Aber bis Ende Mai hab ich ja alles wieder vergessen.

Der erste Kinobesuch war Ghost in the Shell. Ich muss dazu sagen, dass ich den Anime-Film und die Serie nicht kenne und den Film also ohne Vergleichsmöglichkeit zu den älteren Sachen gesehen habe. Generell fand ich ihn nicht schlecht, aber auch nicht gerade bahnbrechend gut. Das liegt glaube ich daran, dass das Thema künstliche Menschen, Androiden und die Frage nach dem Unterschied zwischen „künstlichem“ und „echtem“ Leben aktuell in recht vielen Serienfilmenbüchern behandelt wird, und zwar fast durchgehend tiefgreifender als in dem vor allem auf Optik und Action ausgerichteten Ghost in the shell. Dafür war die Optik halt auch wirklich super, Scarlett Johannson kann ich mir eh immer anschauen und der Film war schon gut gemacht. Wobei der Plot halt aus dem Trailer komplett ersichtlich war und keine Überraschungen whatsoever bereit hielt, das hätte man schon ein bisschen besser machen können. Dafür war das Wenige, was man so von dem Setting der fiktiven Welt mitbekommt, ziemlich cool und machte irgendwie Lust auf mehr Informationen darüber. Insgesamt kein superguter Film, aber ganz unterhaltsam und schön anzusehen.

Gestern war ich dann im Kino zu Guardians of the Galaxy Vol 2. Den ersten Teil hatte ich vor zwei Wochen nochmal auf BluRay geschaut und weiter für sehr unterhaltsam und gut befunden, auch wenn mir beim ersten Schauen im Kino irgendwie der völlig alberne und gesichtslose Bösewicht Ronan gar nicht so negativ aufgefallen war wie jetzt beim zweiten Gucken. Der liefert sich echt einen Wettstreit mit Malekith aus Thor 2 um den lamesten Marvel-Bösewicht ever. Aber egal, er ist ja auch eigentlich nur wichtig, um den Guardians wen zu geben, der sie zusammenschweißt. Jedenfalls nun: Teil 2. Nach dem Trailer hatte ich ja ein bisschen Sorge, dass der Film zu übertrieben vollgestopft mit Witzen und absurden Actionszenen sein würde, und tatsächlich gibt es auch eine sehr hohe Dichte an Gags und Punchlines und absurden Situationen, die ich in der Konzentration nicht unbedingt gebraucht hätte. Aber es ist noch nicht so viel, dass es mich gestört hat, und tatsächlich gibt es auch immer wieder einige ruhige Momente und der Film kommt – im Rahmen eines MCU-Films – doch mit ein paar überraschenden Charaktermomenten um die Ecke. Das liegt vor allem daran, dass er einige ungewöhnliche Figurenkonstellationen zusammenstellt, als sich die Guardians längere Zeit trennen, so dass z. B. Rocket und Yondu oder Drax und Mantis (ein neuer Charakter) länger miteinander interagieren. Generell mag ich es ja gerne, wenn auch so knallbunte Actionfilme noch ein gewisses übergreifendes Thema haben, und das hat Guardians 2 auf jeden Fall: Es geht um Familie. Die, die man hat, die die man neu findet und die, von der man sich lossagen muss. So ungefähr. Neben Peter Quill, der nun endlich seinen Vater kennenlernt und Gamora und Nebula, die sich wiedertreffen, gibt es noch diverse weitere Konstellationen, wie die große brutale „Familie“ der Ravager und nicht zuletzt natürlich auch die Guardians-Crew selber, die mit Baby Groot auch noch quasi ein (sehr niedliches) Kleinkind-Äquivalent dabei hat. Nun ist das Thema nicht gerade neu, auch nicht für Marvel und das MCU, aber es funktioniert für mich sehr gut. Okay, ich habe auch einfach eine Schwäche für bunte, leicht dysfunktionale (Ersatz-)Familien, aber für mich hat der Film es einfach, wie schon beim ersten Teil, geschafft, mich mitzunehmen und emotional genug zu involvieren, so dass ich am Ende des Films mal wieder dezent tränenüberströmt in meinem Kinosessel hing. Auch sonst hat der Film viel von dem wiederholt, was der erste Teil schon gut gemacht hat: Coole Musikauswahl, gute Actionszenen, großartige bunte Optik. Da gab es wirklich nix zu meckern, allein der Abspann war schon unglaublich witzig und liebevoll gemacht. Außerdem hat mir gut gefallen, dass das Ungleichgewicht zwischen weiblichen und männlichen Charakteren in diesem Film wenigstens etwas weniger stark ist – neben Gamora, die im ersten Teil noch mehr so ein Smurfette-Dasein fristete, sind diesmal Nebula und Mantis dabei, letztere ist auch in erfrischender Abwechslung nicht noch eine dritte Meisterassassinin, sondern eine leicht sozial inkompetente Empathin, was ich ganz entzückend fand (vor allem im Zusammenspiel mit Drax). Okay, dass die ungefähr 200 gezeigten Ravager wieder alles nur Typen sind, hätte jetzt nicht sein müssen, ebensowenig wie die ausschließlich weiblichen Androiden-Nutten, aber nun gut, irgendwas zu meckern gibt es ja immer. Insgesamt hatte ich jedenfalls viel Spaß mit dem Film.

Ich ärgere mich ja bei wenigen Filmen darüber, sie nicht im Kino gesehen zu haben, aber der nächste war so einer: Mad Max – Fury Road ist endlich auf Netflix und ich habe ihn inzwischen gesehen. Und oh Mann, muss der im Kino auf der großen Leinwand gerockt haben. Ich hatte den Film damals nicht im Kino gesehen, weil ich den Trailer sah und nur so dachte „weee teee eff, was soll das bitte sein??“. Und ich muss auch sagen, dass ich beim Film selber ein wenig gebraucht habe, um mich darauf einzulassen, dass da jetzt ein Haufen komischer bleicher Typen, die aussehen wie vom Cover der nächstbesten Black Metal-Platte entsprungen, mit abstrusen Fahrzeugen und Flammenwerfern und Musikinstrumenten durch die Wüste fahren und sich gegenseitig abmetzeln. Aber sobald dann der eigentliche Plot mit Furiosa und den befreiten Frauen anfing, war ich sehr on board. Okay, ehrlich gesagt konnte ich mit Max nicht so viel anfangen, weil für mich Furiosa und die anderen Frauen und Nux so die Helden des Films waren, aber er hat auch nicht gestört. Und überhaupt, Furiosa. Was für ein großartiger Charakter, und toll gespielt. Insofern: Sehr cooler Film, bin froh, dass ich den endlich gesehen habe.

Kommen wir zu den Serien:

Da war einmal die zweite Staffel von Colony. Immer noch eine Serie, die fast niemand kennt, obwohl sie fantastisch gut ist. Soweit ich weiß, läuft sie aber in Deutschland auch auf gar keinem Sender. Sehr ätzend. Die zweite Staffel macht jedenfalls genau da weiter, wo die erste aufhört, mitten im von Aliens besetzten L. A. und der Familie Bowman, die irgendwo mitten zwischen Arbeit für die Regierung und Aktivität im Widerstand steckt. Was Colony so gut macht ist weiterhin die absolute Stimmigkeit und Konsequenz, mit der die Serie geschrieben ist. Viele Szenarien dieser Art gleiten ja irgendwie in eine Mischung aus Katastrophenfilm und Patriotismus ab, während Colony es schafft, dass jede Person, jede Partei in dieser Besatzung, gleichzeitig irgendwo nachvollziehbar und trotzdem konsequent ist. Für fast jeden Charakter gilt, dass er/sie nur das macht, was er für das Richtige hält oder nur ihren eigenen Arsch retten will. Und gerade daraus ergeben sich die interessanten Konflikte und die teilweise sehr krassen Auseinandersetzungen. Die Schauspieler machen ihre Sache auch weiterhin sehr gut, wobei der Star der Serie für mich einfach die Art ist, wie sie geschrieben ist. Ich empfehle sie weiterhin sehr, eine dritte Staffel wurde zum Glück bereits bestätigt.

Zurück zu den dysfunktionalen Ersatzfamilien: Sehr viel Spaß hatte ich an der zweiten Staffel Legends of Tomorrow, was glaub ich so das Serienäquivalent zu Guardians of the Galaxy sein dürfte (und halt DC statt Marvel). Nachdem die restlichen DC-Serien bei mir auch nach einem Crossover mit LoT nicht den Wunsch wecken, sie mir anzusehen, bin ich trotzdem froh, bei dieser Serie drangeblieben zu sein. Staffel 1 war ja irgendwie seltsam:  Tolle und großartige Charaktere, dagegen hanebüchende Story und furchbar schlechter, langweiliger, eher mies gespielter Antagonist. Wegen der Charaktere bin ich drangeblieben und das hat sich auch gelohnt. Die Autoren scheinen jegliche Ambitionen von „wir müssen eine ganz doll tragische Story erzählen“ zum Glück über Bord geworfen zu haben und präsentieren eine zwar auch abgefahrene, aber weniger melodramatische Story. Außerdem sind zwei neue Charaktere dabei, die ich beide total großartig finde. Außerdem wurde Rip Hunter ein ganzes Stück unwichtiger, was ganz gut ist, denn so sehr ich Arthur Darvill mag … Rip in Staffel 1 war einfach nur unerträglich inkompetent und nervig. In Staffel 2 bekommt der Schauspieler sehr viel mehr zu tun und Rip wird damit auch etwas interessanter. Und es gibt viel Screentime für Sarah Lance, was einfach super ist, weil Sarah super ist. Außerdem gibt es einfach so großartig abgedrehte Ideen für die einzelnen Folgen, dass ich die Serie einfach toll finden muss. Konföderationskrieg mit Zombies! Auf Schatzsuche mit Tolkien im ersten Weltkrieg! Camelot! Und natürlich die Folge, in der dringend George Lucas überzeugt werden muss, Star Wars zu drehen … wie gesagt, die Serie nimmt sich inzwischen einfach mal gar nicht mehr ernst und das ist das beste, was ihr passieren konnte. Sehr vergnügliche Angelegenheit, ich freu mich auf Staffel 3.

Und zum Schlus war da noch: The Get Down – Part 2. Schon die ersten 6 Folgen des Hip-Hop-Musik-Dramas haben mich letztes Jahr sehr begeistert, ich wusste auch gar nicht, dass es eine Fortsetzung gibt, bevor nicht auf einmal der Trailer dazu draußen war. Dass es nach den insgesamt 11 Folgen noch weitergeht, ist wohl eher zu bezweifeln, aber das ist zur Not auch schon okay so, da die Serie zwar ein eher offenes Ende, aber immerhin einen guten Abschluss hat. Auch wenn ich eigentlich schon gerne zu jeder Figur noch wüsste, wie es mit ihnen weitergeht. Jedenfalls ist die Serie wirklich genau mein Fall, auch wenn ich keinen Hiphop höre. Aber die Mischung aus Musik und Liebesgechichten und Kriminalität und Politik und Zeitgeschichte und Graffiti und Coming of Age und Drogen und Familie und ALLEM ergibt einfach ein unglaublich dichtes, schönes, verrücktes Großstadtmärchen, was noch unterstützt wird von den in Staffel 1.5 teilweise als Comic-Animation erzählten Passagen. Die Musik ist auch wieder total gut und ich hatte diverse Lieder noch lange im Kopf. Und obwohl dieser Teil der Story vielleicht in 11 Folgen maximal 30 Minuten lang vorkommt, gehört die Lovestory zwischen Dizzie und Thor für mich zu den schönsten Liebesgeschichten, die mir in letzter Zeit so untergekommen sind. Also, Menschen mit Netflix-Account – guckt mal rein in die Serie, sie ist so toll.

Und damit wars das auch mit dem Mediengedöhns für April. Ich habe tatsächlich auch ein neues Spiel angefangen, aber da bin ich noch nicht so weit, richtig viel dazu schreiben zu können.

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Nautolanication – The nerdy project of nerdiness

Manchmal macht man ja so Sachen, die sind SO irrsinnig, dass man es gar nicht glauben kann, dass mans wirklich getan hat. Und sowas kommt jetzt.

Wie ihr vielleicht womöglich eventuell wisst *hust*, bin ich ja inzwischen ein komplett riesiger Star Wars-Fan und fangirle so vor mich hin. Das heißt nicht nur, dass ich gerade jeden Tag ein paar Stunden vorm Livestream der aktuell stattfindenden Star Wars Celebration hänge und jeden neuen Trailer, der da gezeigt wird, komplett abfeiere und mich davon in emotionale Abgründe reißen lasse, sondern auch, dass ich natürlich auch Star Wars im Rollenspiel haben muss. Neben einigen Runden Edge of the Empire gibts noch die sporadisch stattfindende Runde über Videochat mit den wunderbaren Vogts. Und da geht die Geschichte los.

Wir spielen nämlich eine Rebellengruppe, die getarnt als Rockband (bzw. Darugaband, so der von Christian erfundene Name unseres Genres) durch die Galaxis tourt, um Rebellenpropaganda zu verbreiten. Die Band hat den klangvollen Namen Duke Lightrazor and the Meilooruns und besteht aus dem charmanten Nautolaner Ran Webb (Christian), dem heimwehkranken Jawa Tok (der Herr Mitbewohner) und meiner mehr schlecht als recht drummenden Twi’lek Tablaa. Als NSC ist unser Sänger Duke dabei, der als einziger nicht weiß, dass wir eigentlich Rebellen sind (und daher öfter mal ausgeknockt, mit nem Groupie ins Hotel geschickt oder „von bösen Rebellen entführt“ wird). Christian hatte schon eine ganze Weile eine Liste mit Songs, die die Band so drauf hat, und neulich schickte er einen umgeschriebenen Text für „Californication“ von den Chili Peppers: Nautolanication.

Dann ist irgendwie alles ein bisschen außer Kontrolle geraten, der Mitbewohner meinte, wir könnten das ja mal einspielen und ich könnte singen, das warf dann das Problem auf, dass ich ja weiblich bin, unser guter Sänger aber männlich. Aber die Band könnte ja vorher mal eine SängerIN gehabt haben, dachte ich mir und schrieb spontan noch eine kleine Kurzgeschichte darüber, wieso sie denn nicht mehr dabei ist. Dann haben wir noch etwas an den Lyrics gefeilt, in einer längeren Session das Ganze eingesungen und der Herr Mitbewohner hat ungefähr 93 verschiedene Spuren in Qubase gebastelt, mit Keyboard und Bass alle Instrumente eingespielt und das Ergebnis dann noch so bearbeitet, dass es wie eine Live-Version klingt.

Ihr seht also, ein ganz klein wenig Irrsinn steckte da schon dahinter, aber es hat wirklich wahnsinnig viel Spaß gemacht und zum Glück wurde es alles noch bis heute fertig, denn so konnten wir es unserer Spielleiterin Judith zum Geburtstag übersenden. 🙂

Und weil es so viel Spaß gemacht hat, der Mitbewohner so viel Zeit reingesteckt hat und ich es irgendwie einfach cool finde, könnt ihr das Ganze jetzt auch lesen und hören:

Nautolanication auf YouTube

Nautolanication auf Soundcloud

And the Meiloorons – Kurzgeschichte zum Nachlesen auf meinem Schreibblog.

Viel Spaß 😉 .

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WMDEDGT – April 2017

Ich probiere mal was Neues aus und mach mit bei WMDEDGT. Das steht für „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“ und wird immer am 5. des Monats vom Blog Kl. Brüllen ausgerichtet, ähnlich wie am 12. des Monats die 12 von 12-Bilder. Sinn des Ganzen ist also, darüber zu bloggen, was man den ganzen Tag mach und das dann in dem anderen Blog zu verlinken. Wohoo.

Heute ist Mittwoch, so weit, so unspektakulär, allerdings habe ich zufällig heute Geburtstag. Insofern folgt also kein ganz typischer Mittwoch. In der Woche Geburtstag zu haben ist ja eh bescheuert, man quält sich früh aus dem Bett, verbringt den Tag mit blöder Arbeit und musste noch für nen Haufen Leute, die man so mittelgut leiden kann, Kuchen backen. Hrghn. Allerdings find ich meinen Geburtstag nun auch wieder nicht so spannend, dass ich dafür nen Urlaubstag verbrauchen will.

03:00 Uhr – Ich bin kurz wachgeworden, merke, dass ich Migräne habe, nehme eine Tablette mit Wasser und 2 Traubenzucker, antworte kurz auf eine Twitter-DM und gehe wieder ins Bett.

06.35 Uhr – Mein Wecker klingelt. Er wiederholt das noch ein paarmal, dann raffe ich mich auf und gehe ins Bad. Als ich gegen 7 wieder rauskomme, wartet im Wohnzimmer schon der beste Mitbewohner von allen auf mich, und zwar mit Blumen (besorgt im Auftrag meiner Eltern :)), Kuchen und einem Geschenk. So viel Freude am Morgen! Ich packe die Hälfte vom Kuchen zu den gestern gebackenen Brownies, wir quatschen noch kurz und dann muss ich zur Arbeit.

08:01 Uhr – Fast pünktlich stolper ich ins Büro. Die Kollegin gratuliert, von ihr und den Aushilfen bekomme ich den traditionellen Amazon-Gutschein *g*. Ich schneide den Kuchen und die Brownies und verteile sie auf Teller.

Dann ärgere ich mich über meinen bescheuerten Chef, der (natürlich schriftlich) die Tatsache bemängelt, dass Konto X  noch nicht kontiert ist. Für das ich seit gestern Mittag die Auszüge habe. Ja, is klar …

Ich trinke einen Kaffee mit Milch und Wasser mit nem Schluck Saft und frühstücke dazu Brownies und Kuchen. Ausnahmsweise, eigentlich esse ich erst mittags was. Jedenfalls ist beides sehr lecker. Ich schwatze ein bisschen mit der Kollegin und lese ein bisschen im Internet, ehe ich mich aufraffen kann, mit der Arbeit anzufangen.

09:25 Uhr – Zeit für nen zweiten Kaffee. Ich bin saumüde und mir graust bei dem Gedanken, dass ich heute um 20 Uhr noch zum Essen verabredet bin, ziemlich. Leider war um 19 Uhr kein Tisch mehr frei im gewünschten Restaurant. Ob ich es nachher noch schaffe, mich kurz hinzulegen?

10:10 Uhr – Chef A trudelt ein und gratuliert, lobt kurz darauf das Backwerk. Wir regen uns alle ein bisschen über einen Sachbearbeiter einer großen Kfz-Versicherung auf, der uns mitteilt, er könne ja nicht regulieren, er hätte die Polizeiakte nicht … die wir ihm vor 2 Wochen per Mail geschickt haben. Sowas passiert auch immer nur in so Fällen, wo der Mandant total rumdrängelt. Der in diesem Fall ruft ungelogen jeden Tag 1-2 Mal hier an und fragt, ob das Geld nun endlich da ist. Davon arbeitet, surprise, surprise, die Versicherung aber auch nicht schneller…

10:15 – Chefin C kommt an und überreicht mir den ebenfalls traditionellen Büchergutschein vom Büro – und einen Pott Zitronenthymian für den neuen Balkon. Yay! Der riecht auch schon unglaublich gut und wird erstmal auf dem Schreibtisch deponiert.

10:30 Uhr – Chef B und D fliegen auch ein, mehr Gratulationen, kurzes philosophisches Gespräch übers Älterwerden und die immer schneller verfliegende Zeit. Ich preise mit den Worten „damit wir nicht nur alt, sondern auch dick werden“ meine Brownies an.

Es folgt ein relativ normaler Arbeitsvormittag. Einige Anrufe entgegennehmen, mehrere Diktate tippen (thematisch: Umgangsrecht, 4 Word-Seiten langer Vermerk wegen einem komplizierten Vorgang um die Verzollung von Soft-Air-Waffen – bei dem ich tatsächlich noch ein paar neue Begriffe lerne -, 4 Seiten Schreiben ans Gericht in einer Unfallsache), freudig überraschter Mandantin ein Stück Schokokuchen anbieten, mich mit den üblichen Nebenaufgaben herumschlagen (Akte verschwunden, Datei mit einem nicht druckbaren PDF erhalten, Termine vergeben) und all sowas.

13:00 Uhr – Mittagspause. Der Plan ist, mich mit dem besten Mitbewohner von allen zu treffen und auf dem Wochenmarkt ein Fischbrötchen essen zu gehen. Erst warte ich im arschkalten Wind ein bisschen, weil der Mitbewohner mit dem Bus im Stau feststeckt, dann ist der Fischstand nicht da. Ich bin kurz froh, dass ich meine Idee verworfen habe, statt Kuchen zu backen alle Kollegen und Chefs auf ein Fischbrötchen einzuladen – das wäre gründlich schiefgegangen (natürlich habe ich letzte Woche gefragt, ob der Stand heute da ist, da muss irgendwie kurzfristig was wegen Krankheit ausgefallen sein oder so). Nun habe ich leider nur 30 Minuten Pause, die jetzt halb um sind, deswegen holen wir uns schnell beim Bäcker ein (nicht sehr leckeres) Brötchen und ich eile zurück ins Büro. So ein Mist passiert an meinem Geburtstag gerne mal, ebenso wie das Wetter nie gut ist, ich bin das also schon gewohnt. Immerhin  wartet im Büro ein absurd riesiges Paket, das meine Eltern mir überraschend geschickt haben 🙂 . Drin sind ein Werkzeugkasten, der nun mal unser zusammengewürfeltes Resteensemble an Werkzeugen ablösen darf, und zweimal neue Bettwäsche. Yay! Ich esse noch mehr Kuchen zum Nachtisch und trinke noch nen Kaffee … und dann zurück an die Arbeit.

13:30 Uhr – Das Schreiben vom Vormittag bekommt noch ne 5. Seite, ich lache ein bisschen über eine missglückte Formulierung, nach der die Unfallaufnahme durch das Polizeiauto erfolgte statt durch die Beamten (und ändere sie dann). Es folgt eine Rechnung in der selben Akte, dann werden ein paar Anlagen kopiert. Chef A ist zum Gerichtstermin verschwunden, das Telefon ist erfreulich still und ich wurstel so vor mich hin. Chef A kommt wieder und will das Schreiben erstmal als Entwurf haben, nachdem er noch an einem Satz, den ich komisch fand, solange rumverbessert hat, bis er – für mich – gar keinen Sinn mehr ergab. Aber ich bin ja nur die doofe Sekretärin :p . Es folgt eine Abrechnung, zwischendurch lese ich ein bisschen durch meine üblichen Blogs und bedanke mit per WhatsApp bei meinen Eltern für die Geschenke.

15:40 Uhr –  Ich muss kopieren, aber der Kopierer ist belegt, deswegen gehe ich in die Küche und mache den Abwasch. Früher hatten wir ja Azubis für sowas, aber … nun ja, es hat seine Gründe, dass wir nicht mehr ausbilden. Und die Aushilfe ist heute nicht da. Erfreut stelle ich fest, dass bis auf ein paar Krümel die Brownies und der Kuchen verschwunden sind. Kurz denke ich, dass ich ja noch ein Stück für die Aushilfe hätte aufheben können, die morgen kommt, aber dann fällt mir ein, dass sie keine Nüsse essen darf und beides Gebäck welche enthielt. Nächstes Mal back ich vielleicht doch mal was anderes, falls die Aushilfe nächstes Jahr noch hier ist. Der Abwasch ist schnell erledigt, dann leere ich noch den Mülleimer, suche neue Müllbeutel, muss die Kollegin fragen, muss den Tritt holen, weil sie ganz oben im Schrank sind, aber dann ist die Küche erstmal wieder okay. Der drängelnde Mandant, den ich vorhin erwähnt habe, ruft zweimal an, ist heute aber wenigstens einsichtig, sofern ichs aus Chefs Seite des Gesprächs erschließen kann. Ein Mieter von obendrüber holt ein hier deponiertes Paket ab. Der Feierabend rückt näher und ich erinnere mich mal wieder daran, dass wir früher, als die Welt noch schwarz-weiß war, am Geburtstag manchmal ne Stunde eher nach Hause geschickt wurde. Aber wo kommen wir denn da hin, nicht wahr?

16:30 – Feierabend. Ich fahre nach Hause, nehme diesmal eine andere Strecke als gestern, weil ich gestern auf dem kürzesten Weg 30 Minuten im Stau stand. Diesmal stehe ich erfolgreich auch nur 3 Minuten an einer roten Ampel mit Spurverengung und bin halbwegs fix zu Hause. Auf dem Weg denke ich ein wenig drüber nach, dass mir noch keine Gratulationen über die Social Media-Kanäle reingeflattert sind und über die Mechanik, dass erstmal einer wissen muss, dass man Geburtstag hat, dann aber oft eine ganze Lawine an Glückwünschen ausgelöst wird. Außerdem denke ich drüber nach, ob ich nachher einfach poste, dass ich heute 32 werde oder ob das doof und needy und fishing for Glückwünsche-mäßig rüberkommt, obwohl mir mein Geburtstag so wichtig nun gar nicht ist. Dann ärgere ich mich, dass ich über so einen Käse nachdenke, und schwupps, während all dieses Gegrübels bin ich auch schon zu Hause.

17:10 Uhr – Ich habe allen gesagt, dass ich erst halb 6 zu Hause bin, damit ich noch Yoga machen kann und nicht ständig das Telefon währenddessen klingelt. Welch elaborierter Plan dies wäre, hielte sich jemand daran. So mache ich die Tür zu, ignoriere das permanente Klingeln, stelle das Handy auf lautlos und yoga-e 30 Minuten vor mich hin.

17:40 Uhr – Nehme vier Anrufe entgegen und lasse mich beglückwünschen und freue mich, dass so viele Leute dran gedacht haben, sich zu melden. Schnacke ein bisschen mit den Gratulanten und laufe dabei durch die Wohnung und erzähle über den Fortschritt an derselben.

18:20 Uhr – Versuche, meine Eltern anzurufen um mich fürs Geschenk zu bedanken, aber die sind nicht zu Hause. Hänge auf Twitter rum, dusche, fluche, weil ich nix zum Anziehen hab bzw. alles in einem Umzugskarton ist, was vielleicht in Betracht käme. Ziehe dann halt irgendwas an. Mache irgendwas mit den Haaren, da sieht bei mir eh alles kacke aus, was ich versuche, weil ich der weltunbegabteste Mensch im Frisurenmachen bin. Werfe wichtige Dinge vom Rucksack in die Handtasche.

19:20 Uhr – Auf zum Abendessen!

20:00 Uhr – Fancy Abendessen im Tschebull, mein aktuelles Lieblingsrestaurant für besondere Anlässe. Die Bedienung, die wir diesmal hatten, war zwar irgendwie etwas wirr und nicht so freundlich wie die anderen Servicemenschen da, aber das Essen war wieder fantastisch. Ich twittere doch noch ein Geburtstagsbild, erhalte sehr nette Glückwünsche, wir essen einen Berg leckeren Kram und ich freue mich wie immer über die tollen nichtalkoholischen Getränkemöglichkeiten.

22:30 Uhr – Es geht nach Hause. Es nieselt und kalter Wind fegt durch die Straßen, während auf dem Hinweg noch die Sonne schien. Aprilwetter halt.

23:00 Uhr – Als letzte Geburtstagshandlung noch die neue Folge Agents of SHIELD geschaut. Die war auch quasi ein perfektes Geburtstagsgeschenk, eine der besten Folgen, die die Serie bisher hatte.

Und nun wird es dringend Zeit fürs Bett.

Jo, das wars mit dem 5. des Monats und dem WMDEDGT – mal sehen, ob ich nächsten Monat wieder mitmache 🙂 .

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Mediengedöhns im Februar und März 2017

Ein gesondertes Mediengedöhns für den Februar entfiel wegen zu viel Umzugsstress, deswegen mal wieder ein 2-Monats-Gedöhns. Ich bin zwar gefühlt bei zu vielen Sachen echt weit hinterher, weil man überraschenderweise im Umzugsstress nicht dazu kommt, jeden Tag Serien zu gucken :p . Und bei ganz vielen Sachen bin ich so 1-5 Folgen vom Finale der Staffel weg, deswegen gibts im Aprilgedöhns dann vermutlich sehr viel Kram, der jetzt gerade noch nicht abgeschlossen ist. Also dann!

Bücher

Ich habe erstaunlich viel gelesen, dafür, dass eigentlich gar keine Zeit war. Aber manche Bücher können einfach nicht warten, auch wenn man gerade umzieht.

Aftermath – Empire’s End zum Beispiel, der langerwartete und letzte Teil von Chuck Wendigs Trilogie. Den habe ich zu großen Teilen auf der Zugfahrt zur HeinzCon und zurück gelesen. Endlich erfährt man also, was nun alle in Jakku wollen. Oder auch nicht, weil so richtig schlüssig war der ganze Jakku-Machtgedöhns-Evil-Masterplan-Teil jetzt nicht. Das war auch für mich der enttäuschendste Teil des Buches, denn es wurden in Teil 2 so viele Erwartungen aufgebaut, die eigentlich gar nicht erfüllt werden konnten – denn eigentlich konnte man sich nun schon vorher denken, dass nicht in einem Roman enthüllt werden wird, wer denn nun Snoke ist. Insofern konnte der Teil des Plots fast nur enttäuschen. Andererseits ist da viel Kram, der vielleicht nochmal wichtig werden könnte, und immerhin die Herkunft des First Order wird so ein wenig aufgearbeitet, das ist schon spannend. Ansonsten gibt es eine sehr coole Raumschlacht über Jakku (was jetzt kein Spoiler ist, dass dort die letzte Schlacht zwischen Imperium und Neuer Republik stattfand, ist ja schon bekannt), einige politische Verwicklungen, die auch schon andeuten, wieso sich später mal die Resistance von der Neuen Republik womöglich abspaltet. Und vor allem wieder einige großartige Charakteremomente und -entwicklungen, ein Happy End für mein Lieblingspaar und sehr viele humorige Stellen. Insofern insgesamt trotzdem Daumen hoch auf für den dritten Teil der Reihe, die insgesamt auf jeden Fall das Beste ist, was ich von den neuen Kanon-Romanen bisher kenne.

Außerdem spontan bestellt, nachdem ich Judith Vogts Rezension gelesen habe: Dead Water – Das Logbuch von Tobias Rafael Junge. Dieser war mir bisher vor allem als „der Mann von Mia Steingräber“ bekannt, wie ich gestehen muss. Jetzt hat er jedenfalls seinen ersten Roman veröffentlicht, zusammen mit Nils Andersen, der das Ganze illustriert hat. Dead Water ist nämlich sowohl in Form als auch Inhalt ziemlich außergewöhnlich: Was als Abenteuerfahrt von schwierigen Jugendlichen auf einem Segelschiff beginnt, wird schnell zu deutlich anklingender Gesellschaftskritik, verpackt in eine spannende und ganz schön krasse Handlung. Erzählt wird abwechselnd von den verschiedenen Jugendlichen, während der Rest in Randkommentaren und kleinen Bildchen das Ganze kommentiert. Mir waren es am Ende ein paar Figuren zu viel, ich hatte bis zuletzt nicht so richtig den Überblick, wer nochmal wie hieß und wer mit wem wie zusammenhing – dabei kann ich mir sowas eigentlich immer recht gut merken. Vielleicht lags an dem Verhältnis von sehr vielen Figuren zu recht wenig Seiten. Insgesamt fand ich das Buch trotzdem gut, zumal es sich wirklich sehr kurzweilig liest. Außerdem spielt es auf einem Segelschiff, das ist schonmal immer ein Pluspunkt. Auf der Homepage von Tobias gibt es noch mehr Infos und Bonusmaterial, zum Beispiel ein von Mia Steingräber gezeichnetes „Selfie“ der Protagonisten (ich hätte übrigens bei maximal 4 Leuten erkannt, welcher Charakter das ist. Auch das ist für mich eher ein Zeichen dafür, dass manche Charaktere nicht so richtig ausreichend zur Geltung kamen.)

Ansonsten mache ich gerade ein wenig Lesevorbereitung für kommende TV-Serien und re-reade mit Judith zusammen American Gods. Danach ist, hoffentlich noch vor Start der Serie, The Handmaid’s Tale dran.

Filme und Serien

Sehr spontan war ich trotz all des Umzugschaos im Kino zu Logan, den ich unbedingt sehen wollte. Ich hab es auch nicht bereut, da er mir sehr gut gefallen hat. Vermutlich der untypischste „Superheldenfilm“, den ich bisher gesehen habe, eher so eine Art Roadmovie-Western in fiesem Setting und mit glaubwürdigen und sehr menschlich wirkenden Charakteren. Ich war während des Schauens mehrfach davon verwirrt, dass der Film in Farbe war, denn in meinem Kopf war er irgendwie schwarz-weiß. So von der Stimmung her. Der Johnny-Cash-Song zum Abspann passte dann perfekt als Abschluss. Und nachdem Hugh Jackman ja gesagt hat, dass das sein letzter Wolverine-Auftritt war – können wir nun bitte 3 Filme mit Laura/X23 haben, ja?

Tatsächlich war ich am Donnerstag nach dem Umzug auch schon im Kino, weil ich die Karten schon gekauft hatte, bevor überhaupt klar war, dass wir umziehen. Nämlich zu der einzigen Vorführung Rammstein – Paris im Savoy. Jo, muss man nicht so groß erklären: Halt eine bearbeitete Aufnahme des Konzertes in Paris von einer schon etwas zurückliegenden Tour. Mit sehr gut gemachten Special Effects und Zeitlupen und so weiter, wobei das Highlight schon ganz klar das ist, was diese irren und talentierten Künstler da auf der Bühne alles anstellen. War auf jeden Fall cool, dass im Kino und nicht nur daheim auf dem Fernseher zu sehen. Wer nochwas zur Tour lesen will, dem sei diese ältere, aber sehr gute Reportage aus dem SZ-Magazin empfohlen.

Über Twitter bin ich auf die neue Serie Emerald City aufmerksam geworden, quasi eine weitere Neuverfilmung des Zauberer von Oz. Mit einer ca. 20-jährigen Dorothy, gespielt von Adria Arjona, die ich schon in ihrer kleinen Gastrolle in Person of Interest sehr cool fand. Und mit Wilson Fisk … äh, Vincent D’Onofrio, als Wizard. Außerdem mit sehr viel Magie vs. Technik-Kram, einer steampunkigen Optik, generell superschönen Aufnahmen und insgesamt sehr spannend und gut umgesetzt. Und mit einem ganzen Berg von großartigen weiblichen Charakteren. Ich hoffe auf eine zweite Staffel.

Und dann natürlich noch: Star Wars Rebels, Staffel 3. Die sich ja mit ihren diversen Pausen und Hiatus…sen und dergleichen immerhin erfreulich lange hinzog, von September bis Ende März. Aber jetzt ist sie vorbei. Schluchz. Kein Sonntagsfrühstück mehr mit Rebels und Rebels Recon und anschließenden Twitterkonversationen mit vielen Ausrufezeichen. Buäh. (Wenigstens die Star Wars Show ist mir noch geblieben.) Rebels ist glaub ich die einzige Serie, die ich jemals im Dänemarkurlaub geguckt habe, weil ich nicht die paar Tage warten konnte, bis ich wieder zu Hause war. Sogar am Tag des Umzugs haben wir noch um Mitternacht oder so, nachdem wir von 7-22 Uhr in Action waren, Twin Suns gucken müssen, denn wie hätte man auf diese Folge einen Tag länger warten können?? Äh, ja. Ihr seht, meine Star Wars-Obsession ist nach wie vor ein bisschen vorhanden. Und die dritte Staffel Rebels war einfach großartig. Ich muss sie glaub ich nochmal gucken, weil da irgendwie SO VIEL passiert ist. Ezra und Maul und die Holocrons und Mandalore und Sabine-Dinge und der Bendu und Geonosis und Saw Gerrera und Mon Mothma und Thrawn und Kallus und TWIN SUNS und singende Droiden und das Ende des Klonkrieges und ÜBERHAUPT. Nee, ich kann da auch nicht analytisch und objektiv drüber schreiben, ich liebe diese Serie einfach und freu mich wie doof auf Staffel 4. Und wenn Kanera dann bitte endlich mal passieren … ja? Gut? Gut. [/fangirlrant Ende]

Gespielt

Auf der HeinzCon eine Runde Star Wars-Fate. Mit 8 Leuten. Es war … schon irgendwie lustig, aber nicht wirklich machbar. Die Abenteueridee war total großartig, aber ich würde das alles gerne nochmal mit der Hälfte der Spieler und über 2 Abende spielen 😉 . Auch auf der HeinzCon ein bisschen Splittermond, und mit bisschen meine ich 90 Minuten, bis es zum ersten Kampf kam und ich zwischen dem ersten und dem zweiten Tick einfach einschlief. Blöder Speer.

In der heimischen DSA-Runde nach wie vor Vergessenes Wissen, was ein großartiges Abenteuer ist. Wenns klappt, gibts dazu sogar demnächst an anderer Stelle einen Spielbericht.

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2016 – Der persönliche Rückblick

Ja, heute ist schon der 01.01. und einen Jahresrücklick schreibt man ja eigentlich noch im alten Jahr … aber:

Tja, und das ist ja schon bezeichnend für das letzte Jahr. So viele Todesfälle von bekannten Personen gab es vermutlich lange nicht mehr in einem Jahr. Oder vielleicht wird man einfach nur älter und kennt einfach mehr der Leute, die es jetzt erwischt hat. Keine Ahnung. Aber ich hatte schon das Gefühl, dass auffällig viele Prominente gestorben sind. Teilweise welche, die mir persönlich nicht so viel bedeutet haben, deren Einfluss aber unverkennbar groß war (wie David Bowie oder George Michael), teilweise welche, bei denen ich es einfach krass fand (wie der noch sehr junge Anton Yelchin, der so tragisch von seinem eigenen Auto überfahren wurde) und teilweise halt auch welche, deren Tod mich sehr traurig gemacht hat. Ich bin immer noch komplett erschüttert und traurig über den Tod von Carrie Fisher. Ich weiß auch gar nicht so richtig, was ich dazu schreiben soll, deswegen lass ichs jetzt, sonst heul ich schon wieder.

Vielleicht haben all die Verstorbenen auch nur lieben der Planeten verlassen, bevor er endgültig vor die Hunde geht. Jedenfalls war 2016 auch das Jahr, in dem mein Glaube an die Menschheit mal so richtig verloren ging. AfD in Deutschland, Rechtsruck in ganz Europa, diverse Anschläge mit jedesmal vollkommen beschissenen Reaktionen darauf, Brexit, und als „Highlight“ dann die US-Wahl. Als bekannt wurde, dass Trump gewonnen hat, waren wir gerade auf Rollenspieltour in der dänischen Einöde, und am liebsten wäre ich gleich für die nächsten 4-8 Jahre dort geblieben. Wie das alles nun weitergehen soll, wie schlimm hier in Deutschland die nächste Bundestagswahl wird und ob ich nächstes Jahr keinen Jahresrücklick mehr schreiben werde, weil irgendein Vollidiot die Erde leider nuklear vernichtet hat … ich hab keine Ahnung. Vor allem hab ich auch keine Ahnung, was man so als Privatperson und kleines Licht überhaupt machen kann, um zu verhindern, dass hier nächstes Jahr auch die Nazis im Bundestag sitzen. Ich hoffe, dass sich da in den nächsten Wochen und Monaten vielleicht noch Ideen finden, die man unterstützen kann.

2016 endet jedenfalls für mich absolut negativ, die letzten Wochen waren eine absolute Katastrophe. Wir mussten unsere alte Katzendame nach zum Glück wirklich nur kurzer Krankheit einschläfern lassen. Dazu dann die Arbeit am Nandurion-Adventskalender, der dieses Jahr gut lief und auch nicht von mir hauptverantwortlich organisiert wurde, der mich aber auch dieses Jahr einfach sehr belastet hat, weil ich nicht aufhören konnte, ständig an irgendwelche noch offenen To-Do-Listen zu denken. Und ich hatte ab Ende November die schlimmste Migräneattacke meines Lebens (lustig, das kann ich fast von jedem Jahr rückblickend behaupten…), mit anderthalb Wochen krank mit Kopfschmerzen ohne Ende, 12 Tagen Cortisontherapie mit maximal 5-6 Stunden Schlaf pro Nacht und dann dem kompletten Zusammenbruch nach Absetzen des Cortisons, mit noch schlimmeren Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Bauchkrämpfen, Gliederschmerzen und Schüttelfrost. Bis auf die Kopfschmerzen verschwand dann alles nach Tagen so langsam, ich war wieder krankgeschrieben, dann kam wegen der nicht enden wollenden Kopfschmerzen noch ein Trip in die Notaufnahme dazu (wo ich die Menschen sehr faszinierte damit, welche Mengen an Schmerzmitteln absolut KEINEN Effekt auf mich hatten). Am Ende ist nun nach drei Wochen Ruhe mit möglichst wenig Stress langsam wieder alles gut, ich hatte jetzt zwischen den Feiertagen immerhin mal drei Tage am Stück ohne Migränetabletten nehmen zu müssen. Morgen gehe ich dann wieder arbeiten, was vermutlich wenig ersprießlich wird, weil vermutlich mindestens meine Kollegin und mein Arschlochchef mich jetzt wieder eine Woche lang passiv-aggressiv daran erinnern, dass ja alles liegen geblieben ist, weil ich nicht da war und ich außerdem damit rechne, spätestens morgen zum Feierabend nach 8,5 Stunden Lärm- und Stressbeschallung wieder im Migräneland angekommen zu sein.

Jo, die Arbeit war auch dieses Jahr wieder ein steter Quell von Freude und Heiterkeit … nicht stattfindende Kommunikation, ewiges Aufschieben von anstehenden Notwendigkeiten (wie das Suchen von neuen Aushilfen, wenn klar ist, dass ab Zeitpunkt X die aktuellen aufhören), generell das ganze Thema Aushilfen (es ist unfassbar, wie viele Leute mit Abitur und teilweise abgeschlossenem Studium es nicht schaffen, die simpelsten Tätigkeiten in einem Büro auszuführen, und ich rede da von Sachen wie „die richtigen Briefmarken auf die richtigen Umschläge kleben“ und ähnlichen Raketenwissenschaften…) war einfach ein absolutes Destaster. Ich habe dieses Jahr 8 Leute eingearbeitet … vermutlich kann man mich inzwischen nachts um drei wecken und ich kann immer noch meine „So-funktioniert-die-Telefonanlage“-Nummer aufsagen. Dass es nicht besser mit der Arbeitsüberlastung wird, wenn man 30 Stunden Azubi-Arbeitszeit durch 20 Stunden Aushilfs-Arbeitszeit ersetzt und dann die Hälfte des Jahres selbige entweder ganz ausfällt oder von komplett unfähigen Leuten ausgführt wird, sollte auch klar sein. Es war jedenfalls mal wieder ein beschissenes Jahr, was den Job angeht, gefühlt wirds auch jedes Jahr schlimmer. Ob ich 2017 nun wirklich mal versuche, was anderes zu machen, wird sich dann zeigen. Das Potenzial, sich noch zu verschlechtern, ist leider durchaus vorhanden. Falls mich überhaupt einer einstellen würde, immerhin bin ich ja 31 und werde natürlich demnächst anfangen, mit meinem imaginären Ehemann viele imaginäre Kinder in die Welt zu setzen … oder so. Wobei ich nach wie vor hoffe, dass das in einem Beruf, in dem man eh keine leitende Position hat und Schwangerschaftsvertretungen üblich und an der Tagesordnung sind, nicht ganz so sehr ins Gewicht fällt. Ach, ich hab keine Ahnung. Es kann jedenfalls sein, dass der Mitbewohner und ich nun doch mal a) gucken, ob wir hier in der Nähe eine etwas größere Wohnung finden oder b) unsere jetzige Wohnung grundlegend renovieren, was in beiden Fällen so viel Stress werden wird, dass ein gleichzeitiger Jobwechsel vermutlich damit endet, dass einfach mein Kopf explodiert.

Was mich zu der nächsten Erkenntnis des Jahres führt, nämlich der, dass mein blödes Migräne-Gehirn wirklich nicht so ganz läuft wie die Hirne von anderen Leuten. Ich hab mich eigentlich immer bemüht, mich nicht von der Kack-Migräne allzusehr ausbremsen zu lassen, allerdings nimmt es halt mehr und mehr zu, dass ich auch ohne die eigentlichen Kopfschmerzen merke, dass ich Dinge einfach nicht so kann wie andere. Natürlich kann jeder Dinge besser oder schlechter oder ist empfindlich für andere Sachen, aber in letzter Zeit fällt mir immer mehr auf, wie … anders mein Kopf sich dann doch verhält. Zum einen ist das halt absolute Lärmempfindlichkeit – wenn jemand in meiner Nähe eine Papiertüte zusammenknüllt, ist das für mich schon so, dass ich mir die Ohren zuhalten will. Zum anderen halt die Unfähigkeit, Sachen auszublenden, wie z. B. ein kleines Lämpchen irgendwo in der Ecke vom DVD-Player … wenn ich das sehen kann, kann ich mich nicht auf den Fernsehbildschirm konzentrieren. Und vor allem, und das ist das Schlimmste, meine absolute Unfähigkeit, nicht wegen kommender Ereignisse und zu planenden Dingen komplett auszuflippen. Im Sinne von „ich liege bis 2 Uhr nachts wach, weil ich darüber nachdenke, was ich für Ereignis X noch organisieren muss und was bei Sache Y wohl schiefgehen kann und wo wir gerade dabei sind, hier ist noch eine Liste von 17 anderen To-Do-Dingen, die noch offen sind“. Das Ganze macht mich übrigens nicht produktiver, denn nachdem ich dann so lange über irgendwelchen Organisationsplänen wachgelegen habe, bin ich am nächsten Tag meistens zu müde, um irgendwas davon umzusetzen. Das … nervt. Insofern werde ich wohl mal schauen müssen, ob mein überdrehtes Panikhirn nicht mit irgendwelchen Sachen mal ein bisschen zu beruhigen ist. (Fun fact nebenher: Viele Leute, die mich im Real Life kennen, behaupten von mir, ich sei ja eher so sehr ruhig und gelassen und sicher, während in meinem Kopf eigentlich permanent ein Eichhörnchen auf Speed wohnt und mir tausend wirre Gedanken ins Hirn brüllt. Ich frage mich ehrlich, wie diese Wahrnehmung von mir nach außen ankommt.)

Hurra, das waren jetzt 5 lange Absätze über Dinge, die kacke waren. Äh, ja. Tja. Was übrigens auch noch kacke war: 2016 war das absolute Jahr der Reisepannen. Da war alles dabei, von eher nervigen Flugverspätungen über „bei Gewitter 2 Stunden auf dem Rollfeld festsitzen“ bis hin zu einem komplett gestrichenen Flug (dessen Kosten wir von Air Berlin – fliegt bloß nicht mit denen, never!  – wohl nie wiedersehen werden) und dem defekten Mietwagen, mit dem wir in Italien mitten auf einer vielbefahrenen Hauptstraße in Siena liegenblieben, um danach in einer siebenstündigen Odysee der Mietwagenfirma ein Ersatzauto aus den Rippen zu leiern.

Irgendwie habe ich diesen Artikel angefangen, um auch nochmal für mich festzuhalten, was an 2016 GUT war, aber nun habe ich doch erstmal ausgiebig gemotzt. Hm. Das Jahr hatte aber trotzdem auch schöne Momente. Ein wirklich toller Urlaub in London, zwei schöne Rollenspielcons, das mehrmalige Wiedersehen von ehemaligen DSA-Mitspielern. Ein trotz Flugpleiten toller Besuch in Stuttgart mit Besuch der Comic-Con und tollem Fiasko-Abend mit schwäbischem Essen bei Nandurion-Kollege Vibart, ein cooles Rollenspielwochenende mit Ebenfalls-Mitnanduriat Cifer. Generell viele gute Rollenspielsitzungen. Eine Wanderung auf den Bergwegen der Cinque Terre, die vor allem deshalb toll war, weil ich sie schlicht vor gar nicht langer Zeit nicht imstande gewesen wäre zu absolvieren. Viele, viele Stunden, die ich im Sommer im Park auf der Wiese gelegen habe, lesend oder Podcast hörend. Spontane Abende im Biergarten. Viele großartige Frühstücke mit leckerem Essen vom Wochenmarkt. Spaziergänge an der Ostseeküste. Unglaublich viele gute Serienfolgen. Steak-and-FEELS-Night mit Anna. Auch ein Pluspunkt: Twitter. So viele lustige Gespräche, Diskussionen (die teilweise hier im Blog weitergeführt wurden), generelles Up-to-date-bleiben bezüglich vieler Leute, die ich mag. Und natürlich die eigentlich durchgehenden Twitter-DM-Gespräche mit Judith. Dass ab und an hier jemand meine Beiträge mag oder kommentiert, freut mich natürlich auch sehr.

Ansonsten, und es ist mir eigentlich sehr unangenehm, darüber zu schreiben, aber: Sport. Im Sinne von: Ich machte welchen. Regelmäßig. Schwimmen und Joggen und Yoga nach YouTube-Videos. Ja gut, viel mehr gibt es dazu auch nicht zu sagen, aber es ist auf jeden Fall ein Novum für mich, das länger als nen Monat am Stück durchzuhalten, und auch wenn gerade natürlich alles total ins Stocken geraten ist durch die fast 4 Wochen krank sein und die Feiertage, hoffe ich, dass ich auch in diesem Jahr weiter regelmäßig was mache. Vor allem, um vielleicht endlich die Rückenschmerzen und die Migräne einzudämmen.

Nun muss ich noch über Star Wars reden, denn 2016 war vor allem das Jahr, in dem ich zum hoffnungslosen Star Wars-Fangirl wurde. Auch wenn ich die alte Trilogie mochte (die Prequels jetzt eher … nicht so), war ich nie so ein totaler SW-Fan. Das hat sich erst mit Episode 7 geändert, den ich wirklich unglaublich großartig finde – der erste Film seit Return of the King, den ich mehr als einmal im Kino gesehen habe. Dann war praktischerweise ja direkt nach dem Kinostart auf einmal die Clone Wars-Serie auf Netflix verfügbar. Und dann kam Judith und sagte mir „gehe hin und gucke Rebels“ und ich tat es und dann war ich auch endgültig durch den Kaninchenbau in eine weit, weit entfernte Galaxis gefallen. Und das war sogar noch, bevor Tharun-Marcus mich davon überzeugte, die Star-Wars-Kampagne des One Shot Podcasts zu hören. Das Jahr war jedenfalls sehr geprägt von Star Wars, über Romane und Comics lesen, Star Wars-FATE spielen, Clone Wars und Rebels gucken, den Star Wars-YouTube-Kanal verfolgen, auf Rogue One hinfiebern bis hin zur wohl nerdigsten Aktion von allen, nämlich meinem Ezra-Bridger-Cosplay auf der Comic-Con in Berlin. Und: I REGRET NOTHING! Es fühlt sich einfach gut an, einer fiktiven Welt so verfallen zu sein, vor allem jetzt, wo sie mit so viel neuem Material gefüllt wird.

Puh. Okay, ich glaube, jetzt füll ich noch den üblichen Fragebogen aus und dann lass ichs gut sein.

Zugenommen oder abgenommen?
Abgenommen.

Haare länger oder kürzer?
Kürzer. Aber immer noch lang. Demnächst gehts aber mal wieder zum Friseur, wobei auch da kein Kurzhaarschnitt entstehen wird.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Ist wohl gleichgeblieben.

Mehr Kohle oder weniger?

Ich arbeite nach wie vor 80 %, habe aber eine kleine Gehaltserhöhung bekommen. Aber wirklich eine kleine, daher: unwesentlich mehr.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Ich glaube fast, mehr. Der London-Urlaub war schon ziemlich teuer und der Sommerurlaub auch nicht billig. Und dazu kam dann ja noch ein Flug nach Stuttgart, eien Fahrt nach Berlin und so manches andere.

Der hirnrissigste Plan?
„Fahren wir doch mal nach Siena zum Supermarkt und schauen, ob das Auto immer Probleme hat, wieder anzuspringen.“ Wir so im Italienurlaub.

Die gefährlichste Unternehmung?
Da fällt mir nix ein.

Mehr Sport oder weniger?

Mehr.

Die teuerste Anschaffung?

Ich denke und denke, aber mir will nix einfallen, was insgesamt wohl teurer war als die Bestandteile für mein Cosplay-Outfit.

Das leckerste Essen?

Ungefähr alles, was es in Italien so gab, das Steak Dinner bei Hawksmoor in London, und natürlich die jährliche Weihnachtsgans bei meinen Eltern.

Das beeindruckendste Buch?
Ich habe ja leider wieder recht wenig gelesen. Hm. Am beeindruckendsten fand ich vermutlich die Autobiographie von Felicia Day.

Das enttäuschendste Buch?
Der „Ahsoka“-Roman.

Der beste Film?
Puh. Schwer. Da schwanke ich doch sehr zwischen „Captain America – Civil War“ und „Rogue One“.

Liebste Serie?
Star Wars: Rebels und Agents of SHIELD. Nein, ich kann mich nicht zwischen den beiden entscheiden.

Der beste Theaterbesuch?
„Wicked“ im Apollo Victoria in London.

Die beste Musik?
Ich fürchte, ich hab ja 2016 kein einziges Lied gehört, was ich noch nicht kannte. Am meisten gehört vermutlich immer noch das letzte Florence and the Machine-Album.

Die meiste Zeit verbracht mit…?
… dem Herrn Mitbewohner und ihrer Majestät der Katze.

Die schönste Zeit verbracht mit… ?
… dem Herrn Mitbewohner und ihrer Majestät der Katze.

Vorherrschendes Gefühl 2016?
„The world is coming undone.“

2016 zum ersten Mal getan?
Einen Podcast gehört. Selbst in einem zu Gast gewesen. London besucht. Joggen gewesen. Cosplay gemacht. RPG übers Internet gespielt.

2016 nach langer Zeit wieder getan?
In der Notaufnahme gewesen. Urlaub in einer richtig warmen Gegend gemacht.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Migräne. Die weltpolitische Lage. Abschied vom Katz.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Keine Ahnung.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Tja, keine Ahnung. Ich glaub, der Mitbewohner mag das Star-Wars-Doctor-Who-Crossover-Shirt, was ich ihm zu Weihnachten geschenkt habe.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Geräuschunterdrückende Kopfhörer, das Geburtstagsgeschenk vom Mitbewohner. Die Dinger sind ein absoluter Segen.

Der folgenreichste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Keine Ahnung.

Der folgenreichste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Keine Ahnung.

2016 war mit 1 Wort…?
Schlimm.

Vorsätze für 2017?
Weiter Spocht machen, mein hyperaktives Nervhirn beruhigen (s. o.), Wohnsituation verbessern, Jobsituation verbessern, entweder durch Wechsel oder durch noch-viel-weniger-nen-Scheiß-drum-kümmern, ob in dem Chaosladen irgendwas funktioniert. Weniger übertriebene Perfektionismus-Ansprüche an mich stellen. Runterkommen, ganz allgemein.

So. Das wars.

Ich wünsch euch allen ein wunderbares, fantastisches, erfolgreiches, friedliches und gesundes Jahr 2017!

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Ahsoka: Not the novel I was looking for

[Ausnahmweise mal ein Eintrag auf Englisch, aus Gründen.]

I usually blog in German, but a lot of the great people I follow on  Twitter because they tweet and blog about Star Wars would not understand it. Because of that I decided to write my thoughts about the Ashoka novel in English. So here is my first English blog entry – please forgive me for making mistakes and not being super-eloquent, I’m not a native speaker 🙂 .

Warning: I talk about all the things that happen in the novel, so there’ll be spoilers.

The Ahsoka novel by E. K. Johnston is the book I was looking forward to since it was announced at SWCE this summer. Ahsoka is one of my favorite characters, not only in Star Wars but of all fictional characters I know. I really liked her in the Clone Wars show, I was superhappy she returned in Rebels and when season 2 of Rebels was nearing its end I basically cried every time she was on screen, because I had a bad feeling about the finale. That panel about the unfinished Clone Wars arcs made me really sad they were never finished, and I really hoped that some of the stuff that happened there would find its way in the novel.

So of course I preordered it and startet reading as soon as it arrived. I must admit I never really read the part of the announcement that said it was going to be a Young Adult novel, I only read that in the review on Wookiegunner (which I skimmed to avoid spoilers while I still waited for my copy to arrive). I was somewhat astonished that the book did not seem very long and the layout was very spacy. But anyhoo, Ahsoka! So I finished it in a week.

I share a lot of Johnamaries opinions in the Wookiegunner review. Yes, Ahsoka sounds like Ahsoka, which made me really glad. I could imagine most of the dialouges in her voice while reading. I also liked how she got her white lightsabers and I think the whole journey she goes on is somewhat meant to be and leads her to becoming the person she is in Rebels. The book was a fast read, there was some good humor and also some drama in it.

But I also see a lot of problems with the novel. It’s not that I don’t liked it at all, but I was hoping it would be great and ended up somewhat disappointed.

First of all, there is the setting. All of the plot takes place on some dull Outer Rim planets and moons with no interesting structure or design. The people Ahsoka meets are mostly human. The planets are either deserted or the reader never gets to know more about them or they do superexciting stuff like … agriculture. I understand that Ahsoka can not flee the Empire to a well-known planet everyone would expect her to, but, holy kriff, was Raada DULL. Especially when you compare it to Gorse and Cynda in A New Dawn, where the story of „The Empire preys on a planet for resources and its people suffer from it“ was done so much more interestingly and set in a much cooler location.

Then there were the characters. I liked Ahsoka, I liked Bail Organa … and then it got lest interesting, because there was hardly a chance to get to know the other characters very well. Kaeden and Miera, the two sisters who Ahsoka befriends on Raana, had the most screentime (booktime?) besides Ahsoka herself, but while I kind of liked how they struggled with each other and the question if Ahsoka could be trusted, there was not so much else going on with them. I missed something interesting or quirky or surprising, altough I really liked Kaedens crush on Ahoksa (I wish there had been a bit more focus on that part). Some other characters like Selda, the Togrutan barkeeper, or Fardi, the rebellious smuggler, seemed interesting, but they appeared to shortly to really find out more about them. And when it comes to the bad guys – I found none of them interesting. The imperial clerk who organized the Raada operation was rather boring, the stormtroopers and their officers had no one who stood out at all and even the Inquisitor who tried to kill Ahsoka in the end was … well, just another Inquisitor. Sadly the book provided no more informations on him and his brothers and sisters that went further than the ones already known from Rebels.  (I’d really like some more information on the Inquisitors, by the way.)

What bothered me most is the way the book focuses on the different parts of the story. There are chapters and chapters where basically nothing happens except Ahsoka trying to live a normal life while still thinking a lot about the Clone Wars and her losses. Which is okay, but the way it came up again and again seemed a bit repetitive to me. The most frustrating part for me was when she finally decides to help people and use her powers to do some good in the Outer Rim – and then this part is summarized in just one page, while there were 5 or 6 chapters about agriculture and doing nothing and finding places to hide food. Argh. The pacing did not work at all for me, the rather boring stuff on Raada got lots of pages while the interesting parts were described in a lot less words. At the end of the book, Ahsoka finally became Fulcrum – and with that ends the story, leaving the stuff I would really wanted to know about unwritten.

I don’t really get why that specific point in Ahsokas history was chosen to be the main focus of the story. It would have been possible to tell what she was doing in her early Fulcrum years and describe what happened before in flashbacks or the interludes. Ah, the interludes. I liked some of them, like the one who gave a glimpse of the Siege of Mandalore storyarc from Clone Wars. But some of them seemed rather random to me. I don’t know why Obi-Wans life on Tattoine needed to be in this book, for example.

The novel was less sad or dark than I exspected – maybe because it is an YA-novel, maybe because there is no scene showing Ahoska directly after Order 66. It is fine with me that she found her way of dealing with it all, because that is one thing that makes her a great character. But all of her thoughts about Anakin and Obi-Wan and losing them never really got to me. There were some parts that were done great like her reaching for her lightsabers that are no longer there, or all about how she gets her new lightsabers, but the book did not manage to get me really close to her. One of the things I find so fascinating about Ahsoka is that she went through so much (fighting in a war while still being a teenager, giving up her place in the Jedi order, surviving Order 66) and still managed to be such a kind person with so much inner peace. I hoped the novel would give some insight about this and how she manages that, but there is just the usual „the Force gives her peace“-explanation – which would be perfectly sufficient for a Jedi, but as we all know, Ahsoka is no Jedi. I also would have liked to learn more about her connection to the Force which seems very special to me. That she could destroy an Inquisitor’s lightsaber by sheer will, take out the crystals and make them light again seems to be something not everyone could do, and the white color of the sabers also seems to be a hint of her being different from other force users. Maybe this all is connected to what might happen to her after the season 2 finale of Rebels – but there is no clue in the novel about it apart from the fact she is able to turn the crystals.

Concerning the purpose of the book to get new readers interested in Star Wars (which I assume is one of the reasons it was published as a YA novel): I don’t know how good the novel works for someone who does not know Clone Wars and/or Rebels. I guess the most of the mentioned names and places are very well known if you ever heard of Star Wars. To be honest I sometimes got annoyed when Anakin or Obi-Wan or R2D2 got mentioned for the umphiest time, because it sometimes felt a bit like name-dropping. In any case, I think it is possible to understand the plot of the novel even when you are new to Star Wars, but it has, of course, more impact when you know the rest of the story. I don’t know if the locations like Raada were chosen to make it easier to understand the story and the world if you don’t know the SW galaxy at all. But even in that case it should have been possible to pick a more interesting planet and explain its features on some of the many pages the novel spent talking about farming and hiking.

So in the end I closed the book with the feeling that this was just not the Ahsoka novel I was hoping for. The stuff that really interests me, like Ahsokas special connection to the force or how exactly she survived Order 66 or what her work as Fulcrum was like, was not there, while the plot that was there never managed to get me really interested. I missed some cool and interesting supporting characters or some new and great locations. There was too little sense of wonder, which normally comes easy in the strange and wondrous place that is the galaxy far, far away.

As a conclusion: The Ahsoka novel did not make me as happy as hoped it would. It felt like a reeeeally long prologue to a story that was not told. At least not yet. I hope the success of the book will mean more Ahsoka content for us, maybe a second novel or a comic or finally that Siege of Mandalore-movie on Netflix or whatever. I am happy the novel is such a big success because I am sure a lot of work went into it and a lot of people enjoyed it even if I did not like it as much as I had hoped.

So see you soon, Snips. And may the force be with us.

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