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Urlaubscontent: Toskana

2016-09-11-19-18-34

Es wird Herbst, der Urlaub ist vorbei, die Arbeit hat mich wieder (schluchz!) und alles, was jetzt noch bleibt, ist natürlich: Über den Urlaub bloggen!

Nach zwei Jahren in eher nördlichen Gefilden ging es dieses Jahr also mal in den Süden, genauer gesagt: In die Toskana. Von der man ja immer wieder hört und liest, wie schön es da ist, außerdem ist so ein Urlaub mit warmen Temperaturen ja auch mal schön (auch wenn es in Deutschland dann tatsächlich die meiste Zeit genauso warm war wie dort). Wir waren also eine Woche mitten in der Toskana, in einer Ferienwohnung kurz südlich von Siena, dann noch drei Tage in der Nähe von La Spezia, also an der Grenze zwischen Toskana und Ligurien, und zum Schluss noch eine Nacht in Pisa. Geflogen sind wir nach Pisa, wo wir dann einen Mietwagen gebucht hatten. Ohne Auto würde ich auch den Urlaub da nicht empfehlen, weil man dann glaube ich gar nicht von A nach B kommt. Mit Auto … kann man aber auch Probleme haben, aber dazu gleich mehr.

Worst Urlaubstag ever

Ich fang jetzt einfach mal mit dem beschissenen Teil vom Urlaub an: Am ersten Tag ist uns der Mietwagen verreckt. Ich weiß bis heute nicht, was die Karre hatte, aber nach 10-15 min Fahren war da irgendwas so überhitzt (?), dass der Motor nicht mehr ansprang. Während wir dann gerade noch überlegten, ob wir auf unserem Ausflug in den Supermarkt noch an einer Werktstatt oder Tankstelle anhalten, würgte ich dann leider an einer Ampel am Berg das Auto ab und dann standen wir da. Mitten in Siena. Auf einer zweispurigen Schnellstraße am Hang, mitten im Weg und nach Minuten im Strom von hupenden, fluchenden und vorbeirasenden italienischen Autos (ja, leider ist alles, was man über italienische Autofahrer sagt, wahr). Wir riefen den ADAC – zum Glück hab ich eine Karte, mit der das auch im Ausland geht – und konnten nach ungefähr 20 Minuten das Auto wieder zum Leben erwecken, auf den nächsten Parkplatz fahren und dann dort warten. Es erschien dann nach 90 Minuten der lokale ADAC-Vertragsmensch, der uns sagte, dass er am Auto leider nix machen darf, weils ja nicht meins ist, sondern ein Mietwagen. Damit begann dann die etwa fünfstündige Telefonodyssee, in der wir versuchten, mit Avis zu klären, wo wir nun ein neues Auto herkriegen. Es gibt in Siena zum Glück eine Filiale und da hinzufahren war logischerweise auch das erste, was wir gemacht haben – dort wurde uns praktisch die Tür vor der Nase zugeknallt. Auto wollten sie nicht zurücknehmen, mit uns reden auch nicht, sie seien nicht zuständig, bla. Zum Glück war der ADAC-Vertragsmechaniker in Siena ein echt supernetter Mensch, der uns dann einfach erstmal mit zu seiner Werkstatt nahm und uns half, irgendwie durch den irrsinnigen Dschungel aus tausend verschiedenen, teilweise kostenpflichtigen, teilweise von deutschen Handys nicht anrufbaren Hotlines hindurchzutelefonieren. (Wenn ich hier „wir“ schreibe, heißt das: Der Mitbewohner (und ab und zu der ADAC-Mann). Ich selber war nämlich viel zu sehr damit beschäftigt, verzweifelt zu sein, in regelmäßigen Abständen in Tränen auszubrechen und am liebsten wieder nach Hause fahren zu wollen. Ihr seht, ich bin maximal stressresistent und total geeignet, im Ausland irgendwelche Pannen zu erleiden. Whuzza.)

Der ADAC konnte uns irgendwann nicht mehr helfen, weil sie Avis weigerte, mit denen zu reden, obwohl ich den Wagen über ADAC gebucht hatte. Avis selber war stundenlang gar nicht zu erreichen, bis wir dann endlich eine Nummer hatten, die wir anrufen konnten, vergingen Stunden. Dann irgendwann kristallisierte sich heraus, dass wir wohl das Auto zurückgeben können und von der Filiale in Siena ein neues bekommen. Allerdings mussten wir dazu auf den offiziellen Avis-Abschlepp-Dude warten, der sich erst verspätete und dann im Stau stand und sich noch mehr verspätete. Der sehr nette ADAC-Mechaniker kaufte uns Kaffee und Wasser und ließ uns im Schatten neben seiner Werkstatt sitzen und übersetzte, wenn mal wieder der Mensch an der Hotline kein Englisch sprach (es spricht in Italien gefühlt nur jeder 10. überhaupt ein  paar Brocken Englisch, was die ganze Sache nicht leichter machte). Kurz nach 18 Uhr tauchte dann der Avis-Abschlepper auf, erst war gar keine Verständigung möglich, weil der ADAC-Typ kurz weggegangen war und der Avis-Man wirklich nullkommanullgarnicht Englisch oder Deutsch konnte. Zum Glück tauchte unser Retter dann wieder auf, verklickerte dem Avis-Man, dass er uns jetzt bitte mitsamt dem Auto zur Filiale fahren soll, ehe diese schließt … und das tat er dann auch grummelnderweise. 10 Minuten vor Schließzeit waren wir dann da, radebrechten mit dem Filialtypen, der uns erst nicht so richtig glauben wollte, dass das Auto Schuld war und nicht wir und konnten dann, nach NUR 7 STUNDEN (!) unser neues Auto in Empfang nehmen. Danke, supernetter ADAC-Mann und danke, stressresistenter Mitbewohner! Ohne die beiden würde ich vermutlich heute noch in Siena am Straßenrand sitzen.

Der postkatastrophale Hamsterkauf.

Der postkatastrophale Hamsterkauf.

Ich hatte nach der Nummer ehrlich gesagt die Schnauze gestrichen voll. Wir besorgten dann endlich im Supermarkt jede Menge Essen und verbrachten den nächsten Tag dann komplett im Ferienhaus. Und auch an den übrigen Tagen war meine Einstellung zum weiteren Autofahren eher so „wir werden alle sterben“. Neben der Sorge, dass auch das neue Auto wieder kaputt sein könnte oder dass es uns irgendwo geklaut wird, konnte ich mir auch sehr gut vorstellen, dass wir noch einen Unfall haben, weil die Italiener wirklich alle fahren wie die Irren, egal wie holprig, bergig, schmal oder steil die Straße gerade ist. Deswegen sind wir dann nicht nach Florenz gefahren und auch den Trip in ein Naturschutzgebiet in den Bergen haben wir lieber bleiben lassen.

Nun war das an sich nicht schlimm, da wir ja eine wunderschöne Unterkunft hatten und einfach ein paar Tage mehr am Pool gechillt haben. Das Blöde war nur, dass mein Hirn aus dem Panikmodus nicht mehr rauskam. Ich habe jeden Tag überlegt, was wir machen, wenn wir wieder liegenbleiben. Oder das Auto geklaut wird. Oder uns einer reinfährt oder ich selber gegen eine Mauer fahre. Oder was wir tun, wenn Avis noch endlos viel Geld von uns für das Abschleppen will. Oder oder oder. Leider konnte ich dadurch den Urlaub nicht so wirklich genießen, auch wenn es trotzdem sehr schön war. Generell ist Italien auch irgendwie ein Land, was ich sehr unentspannend finde, weil so bestimmte Sachen einfach nicht stattfinden (z. B. eine Bestätigung von der zweiten Wohnung, dass unsere Anzahlung eingegangen ist, das mussten wir dann erst noch kurz vorher klären) und man aufgeschmissen ist, wenn man die Sprache nicht kann (ich habe kein Problem damit, mit meinen 3 Brocken Italienisch im Restaurant zu bestellen, aber so Nummern wie der Mietwagentausch funktionieren halt schlicht nicht ohne gemeinsame Sprache). Das Fahren und vor allem das Parken (Parkplätze, vor allem bewachte, sind sehr teuer und teilweise auch schwer zu ergattern – in La Spezia haben wir 40 Minuten lang einen Parkplatz in Bahnhofsnähe gesucht) war mühsam und stressig und iiiirgendwie war einfach alles zu chaotisch und wirr für mein anscheinend doch sehr deutsches Gemüt. Argh. Ich war also die ganze Zeit entweder genervt oder besorgt, ärgerte mich permanent, dass ich mich einfach nicht entspannen konnte und bin glaube ich noch nie so froh gewesen, am Ende wieder lebend, ohne weitere Autopanne und mit allem Gepäck am Hamburger Flughafen zu stehen.

Nach dieser kurzen (äh, naja … oder langen) Erklärung, wieso ich trotz allem den Urlaub jetzt nicht so richtig prickelnd fand, nun der eigentliche Bericht.

Gewohnt

Die erste Woche verbrachten wir in einem Agriturismo nahe Siena, das ich eigentlich am liebsten gar nicht verlinken würde, weil ihr das dann bestimmt alle auf die nächsten 20 Jahre ausbucht und ich, selbst wenn ich wollte, nie mehr hin kann :p . Aber na gut: DA. Die Fotos lügen nicht, es ist dort wirklich so schön:

Wir hatten eine Wohnung mit 2 Schlafzimmern, 2 Bädern, Wohnküche und Terasse. Außerdem gibt es draußen noch einige Sitzgelegenheiten sowie einen tollen Pool mit Liegen. Man kann umsonst eine Waschmaschine und den Grill benutzen. Die 3 Häuser des Bauernhofs liegen auf einem Hügel an einer Kiesstraße und es ist wirklich traumhaft still da – nachts hört man nur die Grillen zirpen, tagsüber manchmal ein paar landwirtschaftliche Gefährte in der Nähe, aber nix Störendes. Das Wlan hat auch wunderbar funktioniert, wenn auch nicht bis in die hintersten Räume der Wohnung (dafür aber am Pool). Es ist halt weitab vom Schuss, man fährt so 10 min bis ins nächste Dorf (da gibt es ein Restaurant und einen Kiosk) und ca. eine halbe Stunde bis Siena (und bis zum nächsten Supermarkt). Aber dafür halt auch superschön. Insgesamt wirklich eine traumhafte Unterkunft, die ich nochmal buchen würde, sollte ich mich doch wieder nach Italien wagen.

Dann waren wir noch drei Nächte in Sarzana in einem anderen Agriturismo, das war mehr so mittelprächtig. Die machen das da erst seit 2 Jahren und vielleicht liegt es daran, aber es war nicht so richtig toll. Die Wohnung an sich war okay, aber das Haus liegt mitten in einem Wohngebiet nahe eines Militärstützpunkts, so dass teilweise stundenlang irgendwelche Helikopter da durch die Luft kreisten. Außerdem war die Klimaanlage unglaublich laut und das Wlan ging nicht. Also es ging so mit einem halben Balken, wenn man im Garten herumgewandert ist … manchmal. Das hat mich richtig angekotzt, ich suche mir ja nicht umsonst Unterkünfte mit Wifi aus, und wenn man dann damit wirbt und es am Ende gar nicht vorhanden ist, nervt mich das richtig. Zumal wir ja immer ohne Reiseführer, Straßenatlas oder sonstwas unterwegs sind und alles mit dem Handy planen. Naja, insgesamt wars schon okay in der Unterkunft, aber nochmal würde ich da nicht hinfahren.

Die letzte Nacht waren wir dann im Hotel Bologna in Pisa. Das liegt sehr schön zentral mitten in der Stadt und hat, wenn man direkt über die Homepage bucht, einen kostenlosen Shuttle zum und vom Flughafen. Das war super. Das Zimmer war okay, leider machte die Klimaanlage vor allem Lärm und wenig Kälte (und das Fenster konnte man auch nicht wirklich aufmachen, weil draußen auch irgendwas laut vor sich hin brummte). Es hätte auch noch Frühstück gegeben, aber wir mussten leider schon vorher zum Flughafen. Aber die Angestellten da waren supernett, sprachen alle gut Englisch, haben uns morgens beim Warten auf das Shuttle noch Kaffee angeboten und außerdem gute Tipps für Restaurants gegeben. Das war schon sehr fein, insofern kann ich das Hotel empfehlen.

Besucht

Bereits auf dem Hinweg von Pisa zum Ferienhaus waren wir in Volterra. Man fährt da sehr lange die Hügel hinauf und dann ist man irgendwann oben und guckt in sehr viel Landschaft. In Volterra selber gibt es ein sehr spektakuläres altes Amphiteather und theoretisch auch ziemlich viel über die Etrusker – allerdings waren wir ja nur als Zwischenstopp da, dann lief die Zeit vom Parkticket ab und wir mussten doch recht schnell wieder aufbrechen … jedenfalls war es es schon ziemlich schön da und ich hätte auch gerne noch ein paar Stunden mehr da verbracht.

volterra

Weils halt sehr nah dran war, waren wir dann auch in Siena, wo wir unser Auto in einem arschteuren Parkhaus sicher verstaut und dann die Altstadt erkundet haben. Ist auch ganz schön da, viele enge Straßen, ein paar beeindruckende Gebäude, eine schöne Aussicht von der Mauer der Medici-Festung und halt überall touristisches Gedöhns. Länger als einen Tag würde ich in der Stadt jetzt eher nicht verbringen wollen, so spannend war es nämlich auch wieder nicht und außerdem auch recht laut, quasi kein Grün und naja. Schon ganz nett, aber mehr auch nicht. Vielleicht mochte ich die Stadt auch einfach nicht, weil wir da mit dem Auto gestrandet waren.

siena

Ein absolutes Highlight des Urlaubs war auf jeden Fall der Besuch in Monteriggioni. Das ist nicht nur eine coole mittelalterliche Festung, sondern sogar genau die coole mittelalterliche Festung, in der ein Teil von Assassins Creed spielt. Die kann man besuchen, für drei Euro hoch auf den Wehrgang und in ein kleines Museum und ansonsten halt noch da rumlaufen und Notizbücher mit schickem Einband kaufen, weil man ein elender Notizbuchjunkie ist das ein tolles Mitbringsel ist. Endlos riesig ist die Festung natürlich nicht, ein paar Stunden kann man da aber auf jeden Fall verbringen.

monteriggioni

Auf der Fahrt von der ersten zur zweiten Unterkunft haben wir eine lange Mittagspause in Lucca gemacht. Das ist ein weiterer hübscher kleiner Ort, der allerdings noch eine komplett intakte fette Stadtmauer hat, auf der man oben komplett einmal um die Stadt herumspazieren kann. Ansonsten gibt es wie überall enge Straßen, große Kirchen und leckeres Essen. Aber wirklich ein sehr netter Ort, da lässt es sich gut aushalten.

Zweites Highlight des Urlaubs – und der Grund, wieso wir noch das Quartier gen Ligurien gewechselt haben: Die Cinque Terre. Das heißt einfach „die fünf Dörfer“ und es sind – haltet euch fest – fünf Dörfer, die an der ligurischen Steilküste liegen und die Unesco-Weltkulturerbe und schrecklich hübsch sind. Und natürlich vollkommen mit Touristen überflutet, aber ein Ausflug dahin lohnt sich trotzdem. Man kann da mit dem Auto nicht wirklich hin – also man kann schon, aber dann muss man einen abstellen, der die ganze Zeit im Kreis fährt, denn parken kann man da noch weniger als im Rest von Italien. Deswegen sind wir der Empfehlung gefolgt und haben uns in La Spezia in den Zug gesetzt, der zwischen allen Dörfern hin und her fährt. Das ist auch einigermaßen bezahlbar, man zahlt pro Person 16 Euro für beliebig langes Zugfahren, Wlan an den Bahnhöfen, kostenlose Benutzung der Toiletten und Zugang zu allen Wanderwegen. Ja, Wanderwege. Die Cinque Terre sind nämlich auch berühmt für ihre Wanderwege, man kann von Dorf zu Dorf auf verschieden langen und schwierigen Routen herumwandern. Und da wir uns, obwohl wir ja eher keine Wandertouristen sind, das auch nicht entgehen lassen wollten, sind wir dann zwischen Dorf 3 und 4 den Küstenpfad entlang gewandert. Wobei Dorf 3 gleich damit losgeht, dass man vom Bahnhof ins Dorf hinauf ungefähr eine Trillion Treppenstufen nach oben steigen muss. Und danach kam dann erst die Wanderung: 2,5 Stunden (mit Pause und in langsam) über einen ziemlich kraxeligen Steinpfad, der ebenfalls reichlich auf und ab ging. Dafür gab es wirklich großartige Aussichten übers Meer und auf die anderen Dörfer.

Der Wanderweg:

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Die Aussicht:

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Und, das ist das Tolle daran, wenn man dann angekommen und in Dorf 4 ganz nach unten gelatscht ist, steht man am Strand.

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Und dann kann man zur Abkühlung und Erholung mal eben ins Meer springen, was einfach großartig war. (Noch großartiger wäre es gewesen, ein T-Shirt zum Wechseln dabeizuhaben, aber well … sie haben uns danach im Restaurant tatsächlich reingelassen und bewirtet, so schlimm kanns nicht gewesen sein.) Mit dem Zug fuhren wir dann noch zu Dorf 5, wo es auch einen wunderschönen Strand gibt.

Insgesamt ein anstrengender, aber sehr schöner Tag und die Dörfer sind auf jeden Fall die Reise wert.

Die letzte Nacht verbrachten wir dann ja in Pisa, so dass wir auch da noch einen Nachmittag herumgelaufen sind. Der berühmte Turm musste natürlich auch besichtigt werden – der Mitbewohner war sogar oben, allerdings war mir das zu anstrengend und hoch (und teuer. 16 Euro pro Person!!), daher habe ich lieber unten gewartet. Pisa hatte ich von einer Schulexpedition irgendwie als komisch und sehr klein in Erinnerung, tatsächlich war es dann zum Glück aber sehr schön und wirkte auch etwas weltoffener als die anderen Orte. Mehr als 1 oder 2 Tage kann man sich da vermutlich trotzdem nicht bespaßen, aber schon auch ein schöner Ort.

turm-unten

turm-oben

Gegessen

Ich hatte ja so meine Probleme mit Italien – allerdings verschwanden die meist vorübergehend ins Nirgendwo, sobald wir essen gegangen sind oder im Supermarkt waren. Es gibt soooooo großartiges Essen in Italien! Was die Supermärkte dort für Kram in den Theken anbieten, ist der Wahnsinn, und Kochen macht auch richtig viel Spaß mit all den leckeren Zutaten:

Auch sehr viele gute Restaurantbesuche hatte der Urlaub zu bieten. Toll war z. B. die speziell in der Toskana verbreitete „white pizza“ bzw. Chiaccini (?), also Pizza mit heller Sauce statt mit Tomatensauce. Die habe ich zweimal gegessen und sie war ziemlich gut. Auch toll: Pistazieneis. Also nicht das grellgrüne mit irgendeinem Aroma, was es hier meistens gibt, sondern halt Nusseis aus Pistazien. Schmeckt göttlich. An den drei Tagen am Meer haben wir auch einfach immer Antipasti di mare bestellt und immer sehr tolle frische Fische und Meeresfrüchte bekommen. Auch toll war der gegrillte Thunfisch. Und in der einen Pizzeria gab es als Vorspeise so frittierte Pizzateig-Stückchen, das war auch unglaublich lecker. Tatsächlich haben wir nicht einmal irgendwo gegessen, wo es irgendwie schlecht war. Und Restaurantbesuche sind doch eine Ecke günstiger als in Deutschland – selbst am letzten Abend mit vier Gängen, Likörchen und fettem Trinkgeld sind wir nicht über 90 Euro gekommen.

Ein paar der Restaurants, in denen wir waren (und an die ich mich noch gut genug erinnern kann, um sie bei Google wiederzufinden…):

Die Osteria Il Ristoro in Ville di Corsano war das einziges Restaurant  Dorf neben unserem Agriturismo. Man sollte telefonisch reservieren, es war immer sehr voll da. Gute Pizza, tolle Vorspeisen, sehr leckeres Pistazieneis.

Das Il Tritone in Marinella di Sarzana – spezialisiert auf Fisch und Meeresfrüchte, man kriegt aber auch Lasagne oder Nudeln mit Fleischsauce. Tolle Auswahl an Antipasti di mare – die auch tatsächlich zu wechseln scheinen, je nachdem, was es gerade frisch gibt, denn wir waren an zwei verschiedenen Tagen da und hatten zweimal komplett verschiedene Auswahl. Der gegrillte Thunfisch ist auch toll.

Auch in Marinella di Sarzana: Das Zena mare – Ähnliche Auswahl wie im Tritone, liegt auch ungefähr 50 Meter weiter, aber etwas mehr fancy und mit Option Tisch mit Meerblick am offenen Fenster. Sehr schön. Da waren wir auch nachmittags am letzten ligurischen Tag, weil man da auch Strandliegen mieten kann. 10 Euro am Tag für 2 Liegen, Stuhl, Tisch und Sonnenschirm find ich auch sehr okay.

In Pisa waren wir mittags im Caffé Toti – das ist ein Café mit Kaffee (surprise!), Süßkram, aber auch Pizza, Nudeln und so … Brettern mit Zeuch. Also man kann da so Holzbretter mit verschiedenen kleinen Sachen (Wurst, Käse, Mozarella und Salat, Bruschetta, etc.) bestellen, das war sehr gut.

Am letzten Abend in Pisa waren wir dann im Ristorante della Bandierine und alles war sehr gut da. Es gibt so das Rauf und Runter der italienischen Speisekarte – Pizza, Nudeln, Carpaccio, Caprese, Tiramisu … aber alles sehr gut. Sehr gemütlich, man kann da nett sitzen.

Ristorante Montalbuccio – da waren wir an des Mitbewohners Geburtstag. Man sitzt zwar etwas seltsam in so einer Art Party-Pavillon mit Plastikfenster-Dingens, aber das Essen war auch da gut. Die verschiedenen Bruschetta zur Vorspeise waren nicht so sehr mein Fall, aber die Nudeln und das Steak waren sehr gut.

Zum Abschluss noch ein paar obligatorische Essensfotos:

Und was noch an Fotos so übrig ist:

sonnenuntergang

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landschaft2

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Insgesamt: Schöner Urlaub, der mir leider durch meine Unfähigkeit, mich nach dem ersten Katastrophentag wieder zu entspannen, ziemlich verleidet wurde. Tipp: Italien möglichst mit funktionierendem Auto und Italienischkenntnissen bereisen. Und ich hätte jetzt leider schon wieder Lust auf eine leckere italienische Pizza.

PS: Wem dieser schon wieder irrsinnig lange Blogartikel nicht lang genug ist, der kann natürlich auch noch auf Twitter unter meinem höchst eigenen Urlaubshashtag #Tuscatrinity meine Tweets nachlesen.

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Urlaubsauftakt: Streetfoodmarkt

Nachdem ich dieses Jahr ja irgendwie gar keinen Eintrag darüber geschrieben hab, dass ich fertig und urlaubsreif bin und warte, dass es endlich soweit ist: Ich habe Urlaub! Hurra! Noch bin ich zu Hause, aber bald geht es auch los in die Toskana, wo es laut Vorhersage schön und warm und sonnig ist und wo wir hoffentlich ein paar nette Tage haben werden.

Allerdings hab ich mit den coolen Sachen, die man im Urlaub so tut, gleich mal gestern nach der Arbeit angefangen. Ich hab nämlich neulich gelesen, dass es in Hamburg inzwischen tatsächlich einen regelmäßig stattfindenden Streetfoodmarkt gibt, der – zumindest den Sommer über, ich weiß nicht, ob auch im Winter – jeden Donnerstag auf dem Spielbudenplatz stattfindet. Der Spielbudenplatz, liebe Nicht-Hamburger, ist ein großer Platz auf der Reeperbahn, und der war früher mehr so ömmelig, inzwischen ist er aber total nett gemacht mit Getränkeständen und im Sommer auch Liegestühlen und Bänken zum Draußensitzen. Im Winter findet da auch der St. Pauli-Weihnachtsmarkt statt, soweit ich weiß. Und halt aktuell jeden Donnerstag der Streetfoodmarkt, der unter dem Titel Street Food Session – St. Pauli-Straßenmampf steht.

Ich bin ja ein riesiger Fan von gutem Essen und abgefahrenen Sachen und war schon in London total begeistert von den Märkten im Bourough und in Camden. Umso größer meine Freude, dass es das jetzt hier auch gibt. Und gestern hatten der Mitbewohner und ich dann auch mal Zeit, hinzugehen.

Tatsächlich war es ein sehr großartiger Besuch und ich bin sehr begeistert von dem Markt. Es gibt nämlich nicht nur so an die 20 Foodtrucks und diverse Getränkestände, sondern auch Tische und Bänke en masse, so dass es wirklich kein Problem war, immer ein Plätzchen zum Essen zu finden. Außerdem schien die Sonne und es war bestes Wetter, die Leute an den Ständen waren alle total freundlich und das Essen wirklich ausnahmslos gut. Preislich liegen die Gerichte natürlich etwas höher, aber ich fand das für die Qualität völlig angemessen. Man hätte zum reinen Sattwerden sicherlich mit 10-15 Euro sehr weit kommen wollen, aber wir wollten ja so viele Sachen wie möglich probieren.

Und na-tür-lich habe ich Fotos gemacht!

Saté-Burger (Hähnchenfleisch mit Erdnusssauce und Gemüse im Burgerbrötchen)

Saté-Burger (Hähnchenfleisch mit Erdnusssauce und Gemüse im Burgerbrötchen)

Noch ein Burger, diesmal mit Hackpatty, Käse, Spiegelei und Babyspinat

Noch ein Burger, diesmal mit Hackpatty, Käse, Spiegelei und Babyspinat

 

Meine liebste kulinarische Neuentdeckung: Avocado-Fries

Meine liebste kulinarische Neuentdeckung: Avocado-Fries

"Ferkelbox" - Spanferkelfleisch mit Sauerkraut, Ruccola, Röstzwiebeln und Sauce

„Ferkelbox“ – Spanferkelfleisch mit Sauerkraut, Ruccola, Röstzwiebeln und Sauce

Von einem der BBQ-Stände: Smoked Pulled Pork mit Kartoffelchips, Käse und Sauce

Von einem der BBQ-Stände: Smoked Pulled Pork mit Kartoffelchips, Käse und Sauce

Des Mitbewohners Cupcake. Devise: Hauptsache bunt. Schokoteig mit Pfirsischfrosting, Schokosauce, Marshmallows und Streuseln

Des Mitbewohners Cupcake. Devise: Hauptsache bunt. Schokoteig mit Pfirsischfrosting, Schokosauce, Marshmallows und Streuseln

Und mein Cupcake: Schokoteig mit Erdnussbutterfrosting, Karamellsauce, Nüssen und Salzflocken

Und mein Cupcake: Schokoteig mit Erdnussbutterfrosting, Karamellsauce, Nüssen und Salzflocken

Ich hoffe, die Bilder bringen es ein bisschen rüber: Es war alles wahnsinnig lecker! Und es hätte noch so viel andere Sachen gegeben, die ich hätte probieren wollen. Aber auch wenn wir uns all die Gerichte jeweils geteilt haben – mehr ging wirklich nicht rein. Insofern muss ich wohl  einfach bald mal wieder hin 😉 . Welche Trucks da sind, kann man übrigens jede Woche auf der oben verlinkten Homepage sehen.

Zum Schluss noch ein paar weitere Fotos vom Markt an sich – wirklich eine tolle Sache und absolut einen Besuch wert.

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Cosplay, Chaos, Käsespätzle – Auf der Comic Con Germany in Stuttgart

2016-06-25 12.35.43Letztes Wochenende fand die erste deutsche Comic Con statt – zum zweiten Mal. Was nicht an einem Zeitparadoxon liegt, sondern daran, dass es gleich 2 Veranstalter gibt, die beide die Idee hatten, eine ComicCon nach Deutschland zu bringen. Letzten Dezember fand die German Comic Con in Dortmund statt, letztes Wochenende die Comic Con Germany in Stuttgart. Und ich war tatsächlich auf beiden Cons, auch wenn ich im Dezember nicht wirklich drüber gebloggt habe.

Nun ist Stuttgart nicht gerade um die Ecke, aber es waren 3 Schauspieler aus meiner liebsten Lieblingsserie Agents of SHIELD angekündigt, auch wenn natürlich diejenige, wegen der ich ursprünglich überhaupt fahren wollte (Ming Na Wen aka Melinda May) wieder abgesagt hat. Aber da hatte ich die Tickets eh schon gekauft. Außerdem wohnt der geschätzte Mitnanduriat Vibart ja in Stuttgart, so dass es sich sehr anbot, die Comic Con mit einem Besuch bei ihm zu verknüpfen. Der Mitbewohner und ich kauften also Tickets und Flüge und machten uns frohgemut am Freitag auf den Weg nach Stuttgart.

Der Plan war: Am Freitag um 20:30 Uhr abfliegen, 21:45 Uhr ankommen, gemütlich zu Vibart fahren, schlafen, Samstagvormittag zur Con fahren. Samstagabends Fiasko spielen mit Vibart und unserem ehemaligen DSA-Mitspieler, der in der Nähe von Stuttgart wohnt. Sonntag wieder zur Con, dann direkt zum Flughafen, 16:20 Uhr abfliegen, 17:35 Uhr ankommen, gegen 18:00 Uhr zu Hause sein. Jaha. Soweit der Plan. Dass Pläne den Erstkontakt mit der Wirklichkeit nicht überleben, ist ja bekannt, aber so viel Chaos und Clusterfuck und beschissene Reisedinge habe ich ernsthaft noch nie erlebt.

Freitag warens in Hamburg gefühlte eine Million Grad und 500 % Luftfeuchtigkeit. Also tolles Wetter, was mir ebenso tolle Migräne bescherte. Schlafen konnte ich auch nicht wirklich, so dass ich schön völlig übermüdet aufbrach, mit meinem und des Mitbewohners Gepäck zum Bus hetzte, ihn am Bahnhof einsammelte und wir dann noch total rechtzeitig am Flughafen eintrafen, um … festzustellen, dass der Flug eine Stunde Verspätung hat. Hurra. Pizza gegessen, aufs Rollfeld gestarrt, mich gefragt, wieso das Wlan an Flughäfen nie so richtig funktioniert, gewartet. 20:30 Uhr sollten wir eigentlich starten, so gegen 22 Uhr waren wir dann mal im Flieger. Der Pilot sagte durch, dass es wegen der Gewitter überall in Deutschland gar nicht so einfach war, überhaupt die Startgenehmigung zu kriegen, aber nun sollte es auf ner abweichenden Route losgehen. Ging es dann auch, Flug war entspannt, ich hörte die Life Day Episode des großartigen Podcasts, wir flogen an dem Gewitter vorbei, was von oben ziemlich spektakulär aussah. Und landeten dann so kurz nach 23 Uhr. Und dann standen wir da. Und standen. Weil es nämlich in Stuttgart immer noch gewitterte wie Hulle und der ganze Flughafen den Betrieb eingestellt hatte. Hurra. Vibart war derweilen schon am Flughafen und wartete auf uns. Insgesamt standen 20 Flugzeuge am Flughafen rum, aus denen die Leute nicht raus durften. Immerhin waren wir ganz vorne dabei, so dass wir dann als eine der ersten Maschinen abgefertigt wurden – so gegen 1:30 Uhr nachts. Es fiel mir ein bisschen schwer, nicht durchzudrehen, ich habe ja ziemliche Raumangst, und dann so ewig eingezwängt in ein stehendes Flugzeug … gah. Immerhin gabs noch viele Getränke und Schokolade. Und wie immer war es hilfreich, über den ganzen Scheiß live zu tweeten. Danke, liebe Timeline. Irgendwann waren wir dann draußen, fuhren noch einmal quer durch Stuttgart und lagen dann so gegen 3 Uhr auch „schon“ im Bett.

2016-06-25 16.20.33

Wäääären wir nicht nur mit Handgepäck geflogen, hätte ich diesen Chipsschüsselhalter natürlich kaufen müssen. Itsy-Bitsy-DarthMaul!

Samstag also, erster Con-Tag … wir begannen ihn erst gegen Mittag, vorher gabs Kaffee und superleckere schwäbische Brötchen (Wecken?) und Käse und Marmelade. So gegen 12 waren wir dann mal da und kamen auch sofort rein, ohne Schlange der Verdammnis wie auf der GCC. Drinnen dann erstmal Verwirrung. Es gab zwar gut sichtbar platzierte Programmhefte und darin auch Lagepläne der Halle(n), aber es fehlte irgendwie arg der rote „You are here“-Punkt. Zumal ich am Anfang dachte, die farbigen Blöcke auf dem Plan bezeichnen verschiedene Hallen, nicht verschiedene Bereiche in der selben Halle. Anyhoo. Das Agents of SHIELD-Panel, das ich hätte sehen wollen, lief leider schon, da es am Sonntag aber noch eins gab, war das nicht so schlimm. Wir stürzten uns also erstmal ins Getümmel. Es war voooooooll. Aber das war ja auch kaum anders zu erwarten gewesen. Trotzdem fand ichs noch erträglich, man kam noch halbwegs durch die Gänge und es war, auch wenn die Klimaanlage an ihre Grenzen kam, auch noch okay-ish von der Temperatur her. Draußen waren halt auch fast 30 Grad und schwülwarmes Wetter. Was ich absolut toll fand: Es gab eine relativ große Wiese mit Sitzgelegenheiten draußen, so dass man sich auch einfach mal raussetzen konnte, wenn es drinnen zu voll und trubelig wurde.

Tja, was haben wir also so gemacht? Cosplays bestaunt und fotografiert, die coolen Lego-Installationen angeschaut, die vielen Verkaufsstände nach tollen Dingen durchsucht … und uns dann erstmal schön verloren. Never split the party! Wobei es vielleicht doch ein bisschen viel verlangt ist, dass alle zusammen aufs Klo gehen, aber genau so haben wir uns verloren, als wir das getrennt voneinander taten. Und dann schlug das vollkommen überlastete Netz der Messehallen zu – wir konnten uns nämlich nicht erreichen. Weder über Anruf noch über SMS noch über WhatsApp, so dermaßen überlastet war das Netz. Nach mehr als 30 Minuten kam dann doch mal ein Anruf durch und wir fanden uns endlich wieder. Danach habe ich mich dann in die Schlange gestellt, um ein Foto mit Brett Dalton (Grant Ward aus Agents of SHIELD) machen zu lassen – wenn der nun schonmal da war und das nur 35 Euro kostete. Man musste ein Weilchen anstehen, es ging aber relativ zügig voran. Das Fotografieren selbst ging dann wieder in Bruchteilen von Sekunden, was ein bisschen schade ist, aber schon verständlich. Und man bekam das Foto sofort mit, da es auf so nem speziellen Drucker ausgedruckt wurde. Das fand ich super, viel besser als Stunden danach nochmal hin zu müssen um das Foto abzuholen.

2016-06-25 17.19.55

Menschenmasse beim Cosplay Contest

Um 17 Uhr sind wir dann zum Cosplay-Contest, der auf der kostenlosen Panel-Bühne im Foyer stattfand. Gefühlt die ganze Con war da, jedenfalls gab es keinen einzigen Sitzplatz mehr, selbst die Treppen waren voll belegt, obwohl man da eigentlich nicht sitzen sollte. Wir haben uns dann halt nen Stehplatz gesucht. Der Wettbewerb war … so naja. Dazu muss ich sagen, dass ich mir den ja auch schon letztes Jahr auf der GCC angesehen hatte und da war das wirklich das Highlight der Con, trotz teilweise Fehlern in der Musik. Hier hatte ich das Gefühl, dass das Niveau der Kostüme etwas niedriger lag, was vermutlich auch an sehr viel mehr Teilnehmern lag. Auf der GCC waren es glaub ich 15, hier so … 25? 30? Keine Ahnung. Die besten und aufwändigsten Kostüme in Stuttgart waren jedenfalls so die, die auf der GCC in Dortmund so im Mittelmaß waren, scheint mir. Dazu kam dann noch, dass die Bühen winzig war und die Zeit pro Teilnehmer sehr kurz. Zwar präsentierten sich auch alle kurz mit passender Musik, jedoch zwar die Zeit wirklich sehr knapp bemessen – ich schätze, es waren so 10-20 Sekunden, maximal. In Dortmund hatte jeder Teilnehmer so ungefähr ne Minute Zeit, die Bühne war groß und es gab sogar nen Laufsteg, das war dann schon besser. Und in Dortmund hatte ja auch Mháire von Orkenspalter TV moderiert, was um Welten besser war als das Moderationsduo in Stuttgart. Ehrlich, die gingen gar nicht. Ich bin eh schon sehr allergisch gegen diese blöden „Looos, ihr müsst noch lauter Juuuubeln-„-Aufrufe, die da gefühlt nach jedem Teilnehmer kamen. Und die Sprüche waren teilweise auch zum Abgewöhnen. Zum Beispiel sowas wie „Und das nächste Cosplay ist von einer Prinzessin, wir Frauen wollen ja alle mal Prinzessin sein“ oder „Wir Frauen kommen ja immer zu spät, hihi“. Oder vom männlichen Moderator das leicht anzüglich „Den Charakter würde ich ja auch gerne mal … spielen“ als Reaktion auf ein Cosplay eines weiblichen Computerspielcharakters. Ich dachte während der Show, dass die beiden einfach nur unsicher sind und deshalb so viel Blödsinn reden, im Programmheft steht allerdings, sie moderieren solche Wettbewerbe schon seit Jahren. Naja. War dann wohl einfach nicht mein Humor. Nachdem alle Teilnehmer sich präsentiert hatten, sind wir dann los, weil wir ja noch verabredet waren. Hinterher hab ich auf Twitter noch gelesen, dass es wohl ne After-Con-Party gab. Die aber erst angekündigt wurde, als quasi schon alle weg waren. Okay, aber wir wären eh gefahren. Zusammen mit gefühlt dem Rest der Con, es war jedenfalls eine ewig lange Schlange vor den Fahrkartenautomaten und die erste Bahn fuhr ohne uns, weil wir schlicht nicht mehr reinkamen. Zum Glück fuhr dann kurz danach die nächste.

Der Abend war dann supernett und definitiv das Highlight des Wochenendes. Vibart bekochte uns mit suuuuperleckeren Käsespätzle und schwäbischem Kartoffelsalat, wir hatten eine großartige Fiasko-Runde (passend zur EM mit dem Endspiel-Playset, was wirklich gut ist und jede Menge Ideen hergibt) und es war total cool, unseren Ex-Mitspieler mal wieder zu sehen. Insgesamt ein großartiger Abend.

2016-06-26 13.43.40

Nicht-die-Con-Schlange … am AirBerlin-Schalter.

Am nächsten Morgen sind wir dann sehr früh hoch, wieder auf zum Flughafen, Gepäck eingeschlossen, rein in die Messe, Tickets für das Agents of SHIELD-Panel gekauft … und während wir grad in die Halle reingingen, rief mich Kari an und fragte, ob mein Flug auch gestrichen wurde. Ich wusste von nix (weil ich mir nicht alle Mails aufs Handy weiterleiten lasse). Hätte sie mich nicht angerufen, hätte ich nicht mal mitbekommen, dass Air Berlin einfach mal alle Flüge von Stuttgart nach Hamburg gestrichen hat am Sonntag. Blöderweise ging genau dann auch das Panel los und ich wollte es mir trotzdem anschauen, auch wenn ich total abgelenkt war durch diese Flug-Scheiße. Aber es war trotzdem sehr cool. Brett Dalton und Marc Dacascos (den meisten vermutlich bekannt als der Martial-Arts-Indiander aus Pakt der Wölfe) hatten sichtlich Spaß, waren superlustig drauf und sehr unterhaltsam. Die 10 Euro wars auf jeden Fall wert, wir haben sehr viel gelacht und es war auf jeden Fall nett, mal 2 Schauspieler einer Lieblingsserie live zu erleben. Dass die Panels in ner eigenen Halle waren und was kosteten … hmja. Ich sag mal so: Da ich nur das eine Panel sehen wollte, war es nicht schlimm, bei mehreren würde es vermutlich sehr ins Geld gehen.

Danach zurück in die Halle, Vibart eingesammelt, auf zum Air Berlin-Schalter am Flughafen – gut zu erkennen an der meterlangen Schlange. In der wir dann zur Abwechslung mal wieder warteten. So ungefähr eine Stunde lang. In der wir uns dann schonmal einen anderen Flug sicherten, vorsichtshalber. Mir wärs ja noch egal gewesen, noch nen Tag zu bleiben, auch wenn ich schon auch heimwollte, aber der Mitbewohner musste Montag wieder früh im Büro sein und hatte auch wenig Lust auf Mietwagen, Zug oder anderes. Während wir in der Schlange warteten, boten schon wieder unheimlich viele Leute auf Twitter Rat oder konkrete Hilfe an oder teilten einfach mein ungläubiges Staunen über so viel Bekacktheit. Danke! Das hilft echt immer. Was auch gut half, war am Schalter einfach die Klappe halten zu können, während der Herr Mitbewohner volle Kanne den Anwalt raushängen ließ. War auch nötig. Am Schalter saß nämlich eine Mitarbeiterin des Flughafens, die gar nix mit Air Berlin zu tun hatte und von denen nur die Anweisung hatte, den Leuten Bahngutscheine in die Hand zu drücken. Statt halt Ersatzflug, wie es bei solch kurzfristigen Ausfällen wohl eigentlich sein sollte. Und natürlich ohne Erklärung, was das konkret heißt und worauf man verzichtet, wenn man da unterschreibt (Gutschein natürlich nur gegen Unterschrift). Das war echt so krass, nicht ein Wort der Erklärung, einfach nur „Geben Sie mir mal die Flugnummer … Name … okay, hier ist ein Bahngutschein, unterschreiben Sie hier, nächster bitte“. Das wäre, wenns nach der gegangen wäre, das gesamte Gespräch gewesen. Wobei die Mitarbeiterin natürlich auch nur das machen konnte, was Air Berlin ihr gesagt hat – irgendwelche Mitarbeiter von Air Berlin direkt waren am Flughafen nämlich gar nicht mehr anwesend. Traumhaft, jedenfalls. Also eine Stunde dumm rumgestanden, nur um den Nachweis zu haben, dass Air Berlin uns keinen Ersatzflug angeboten hat. Dann den anderen Flug bestätigt und gleich eingecheckt, damit dann wirklich nix mehr schief geht. Was – für – ein – Chaos.

Danach waren wir mit Vibart noch was essen, ehe er sich nach Hause verabschiedete. Vielen, vielen Dank noch mal für die Gastfreundschaft und das tolle Essen und die schöne Zeit – und sorry für das stundenlange Warten am Flughafen unseretwegen.

Danach noch eine Runde über die Con – dass man, wenn man diese verlässt, nen Stempel abholen muss, um wieder rein zu dürfen, hatten wir auch mal so gar nicht mitbekommen. Aber wir durften trotzdem noch mal rein, nachdem der Orga-Mensch überprüft hatte, wann wir vorher rein und raus waren. Es leerte sich drinnen dann auch rapide, was immerhin nochmal Gelegenheit gab, an einigen Ständen noch mal in Ruhe zu stöbern. Nachdem ich mich am Tag vorher nicht so ganz durchringen konnte, 20 Euro für eine BB8-Tasse auszugeben, war ich dann frustriert genug, um sie mir doch noch zu kaufen (nachdem wir endlich den Stand wiedergefunden hatten).  Zusammen mit meinem neuen Darth Vader-Shirt waren die Einkäufe also sehr Star-Wars-lastig 🙂 . Irgendwann konnte ich aber auch wirklich nicht mehr laufen, so dass wir noch eine Weile auf der Wiese draußen gesessen und Cosplayer beobachtet haben. Dann noch ein kurzes Treffen mit den übrigen Air Berlin-Geschädigten, die sich inzwischen einen Mietwagen organisiert hatten. Und dann wars auch schon Zeit, das Gepäck abzuholen und durch die Security-Kontrolle zu gehen. Statt am Gate zu sitzen konnten wir dann immerhin in so nem Café-Dings noch die erste Halbzeit des Deutschland-Spiels schauen, ehe wir zum Boarding mussten. Der Heimflug mit EuroWings war dann auch pünktlich und sehr entspannt – jetzt müssen wir nur noch das Geld dafür wiederkriegen.

Insgesamt war es schon ein cooles Wochenende, aber doch ziemlich überschattet von dem ganzen Chaos und bei mir auch noch Migräne und zu wenig Schlaf. Insofern ist meine Beurteilung der Con vielleicht auch etwas getrübt. Insgesamt fand ich sie sehr gut organisiert – es gab viele Helfer, genügend Programmhefte mit den wichtigsten Infos, auch die Messemitarbeiter wussten übers Wichtigste Bescheid und man musste nirgendwo unangemessen lange warten. Die Panels in der Extra-Halle waren zwar noch mal ein zusätzlicher Kostenfaktor, aber irgendwie ist so ein gesonderter Raum doch etwas cooler als wenn allzuviel Chaos und Getöse drumrum ist, so wie es bei der GCC in Dortmund war. Kritikpunkte: Kein verfügbares Wlan und unglaublich überlastetes, nicht funktionsfähiges Handynetz – das führte zu unnötigen Suchaktionen der Mitbesucher. Auch der Cosplay-Wettbewerb war, siehe oben, verbesserungswürdig. Ansonsten sehe ich ehrlich gesagt keinen so riesigen Unterschied zwischen den beiden Cons – gerade so als reiner Besucherin, die einfach nur gucken, ein bisschen shoppen und vielleicht ein paar Schauspieler sehen will, waren beide Veranstaltungen sich doch recht ähnlich, wobei ich der GCC noch zugute halten will, dass die Veranstalter hoffentlich dazu gelernt haben und es nächstes Mal nicht wieder 90 Minuten Schlangestehen vorm Eingang geben wird.

Auf welche der German Comic Cons Germany ich wiede fahre, werde ich wohl a) von den Stargästen, b) der Erreichbartkeit und c) dem Rahmenprogramm (aka Bekannte und Freunde dort treffen und mit denen danach noch was machen) abhängig machen. Und generell dachte ich bei beiden Veranstaltungen, dass ein Tag auch gereicht hätte, also nächstes Mal werd ich vielleicht einfach nur einen Tag hinfahren.

Zum Schluss noch ein paar Fotos:

 

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Draußen II – In der Boberger Niederung

Scheint, als ob das mit dem Draußensein doch Material für mehr als einen Blogeintrag hergibt. Hurra!

Manchmal wohnt man ja ewig irgendwo und weiß gar nicht, was es in der Nähe so alles gibt. Zum Beispiel hab ich ja auch ungefähr 10 Jahre lang den wunderschönen Hammer Park ignoriert, den ich jetzt mehrfach die Woche aufsuche – aber dass der an sich vorhanden ist, wusste ich sogar. Unbekannt hingegen war mir, dass es ungefähr 15 Autominuten von meiner Haustür entfernt ein großes Naturschutzgebiet, die Boberger Niederung, gibt. Mitsamt Moor, Heidelandschaft und einer Wanderdüne!

Da am Wochenende der samstägliche Rollenspielabend ausfiel, hatten der Mitbewohner und ich quasi nix vor, so dass wir dann gestern spontan mal in dieses Naturschutzgebiet gefahren sind und eine kleine Wanderung gemacht haben. Sie fiel dann sogar etwas größer aus als geplant, weil wir erstmal falsch abgebogen waren, aber egal. Das Wetter war auch nicht so ganz ideal, aber immerhin hat es nur einmal ganz kurz geregnet. Bei Sonnenschein ist es bestimmt noch schöner dort. Wir haben sogar einen Feldhasen gesehen, der durch die Heide tobte, diverse Vögel, eine riesige Weinbergschnecke und leider auch sehr viele Mückentiere, die uns ein bisschen zerstochen haben, vor allem auf dem Moor-Weg. Die Schafherde, vor der auf dem Schild gewarnt wird, haben wir allerdings nicht gefunden. Insgesamt wars ein schöner Sonntagsausflug, der bestimmt nochmal wiederholt wird.

Zum Schluss noch ein paar Bilder:

 

 

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Kleiner NordCon-Rückblick

Ist es eine Woche nach der Con schon zu spät für einen Rückblick? Keine Ahnung. Ich schreibe trotzdem nochmal kurz was zur NordCon.

Die NordCon, die dieses Jahr 20. Geburtstag feierte, ist eine Rollenspielconvention in Hamburg und schon deshalb meine Lieblings-Con, weil sie ganze 2 Bahnstationen entfernt von meiner Haustür stattfindet und ich jede Nacht im eigenen Bett schlafen kann *g*. Aber auch ansonsten ist sie super! Im Gegensatz zu vielen anderen Conventions wird sie weder von einem Verlag noch von einem Messeveranstalter organisiert, sondern vom Rollenspielverein Tornesch und dem RPG-Verein Die Loge. Das führt zum einen zu sehr bezahlbaren Preisen für alles (Eintritt 10 Euro fürs ganze Wochenende, Getränke so um die € 1,50, Essen um die 3-4 Euro) und zum anderen dazu, dass es eine absolut bunte Mischung aus verschiedensten Angeboten und Beteiligten gibt. Klassische PnP-Runden, LARP-Workshops, ein riiiiiesiges Angebot an ausleihbaren Brettspielen, Demorunden verschiedenster Spiele, Tabletop, Jugger, Schwertkampf, Star Trek-Simulator, Roboterrennen, Nerfgun-Action, Lesungen, Filmvorführungen, Hörspiele, Musik … es gibt da wirklich so gut wie alles, was man sich noch ansatzweise unter „Fantasy, SciFi und Spiele“ vorstellen kann. Ich habe glaube ich noch auf keiner der Cons auch nur 10 % von allem gesehen, was man da machen kann. Auch die Workshops, die es gibt, sind weniger Produktvorstellungen (die es natürlich aber auch gibt), sondern oft verschiedenste Angebote zum Thema Rollenspiel allgemein – z. B. „Abenteuer schreiben“, „Improvisation beim PnP“, „Veröffentlichen im Eigenverlag“, „Spannendere Kämpfe im Rollenspiel“ oder sonstwas. Einige davon gibt es jedes Jahr wieder, die höre ich mir nun nicht mehr immer wieder neu an, aber es ist auch immer wieder mal was Neues dabei. Das Ganze findet übrigens auf dem Gelände einer Grundschule statt, man schaut beim vorgestellten Verkloppen von Monstern also gerne mal auf bunte Plakate mit den „Regeln für die Schulklasse 3b“ oder sowas, was ich immer recht lustig finde. Ach ja, und man sitzt auf viel zu kleinen Stühlen, aber das lässt sich halt nicht vermeiden. Man darf auch auf dem Gelände nicht rauchen und keinen Alkohol trinken, aber das ist mir persönlich ziemlich egal. Absolut zu loben ist übrigens die Verpflegung. Es gibt einen Con-Becher mit Kaffee/Tee-Flatrate, die Getränke sind ansonsten eh sehr günstig, morgens gibt es belegte Brötchen und Kuchen und danach dann Wurst vom Grill sowie diverse andere warme Gerichte (Chili, Erbsensuppe, Spätzlepfanne….). Die Preise sind absolut fair und was mir immer wieder sehr positiv auffällt ist das große Angebot an vegetarischen oder veganen Gerichten. Ich selber esse ja Fleisch, aber ich kenne genug Leute, die z. B. auf der RatCon entweder 3 Tage Pommes mit Ketchup essen oder auswärts essen gehen/was mitbringen mussten, weil man da keine Alternativen hinbekommt. Auf der NordCon gab es Samstag 3 verschiedene vegane Angebote (Chili sin Carne, Röstkartoffeln und Salat) und ganz selbstverständlich und ohne Aufpreis auch Sojamilch und laktosefreie Milch für den Kaffee. Das ist auf Cons längst keine Selbstverständlichkeit, von daher: Daumen hoch!

Dieses Jahr war ich auch wieder an allen drei Tagen da. Am Freitag war ich ziemlich müde, so dass ich, statt mir eine Rollenspielrunde zu suchen, mit dem Rest meiner DSA-Runde und vielen anderen Leuten zum Nerfgun-Zombie-Action-Event bin. Das gibt es da jedes Jahr und es ist eine sehr großartige Sache: In der großen Turnhalle der Schule werden die Teilnehmer in 2 Gruppen aufgeteilt, die eine Hälfte Menschen, die andere Hälfte Zombies. Die Menschen kriegen Nerf Guns und müssen die Zombies mit diesen fernhalten und ein Heilmittel finden, die Zombies müssen … na, die Menschen zombifizieren, wie man sich das sicher schon denken konnte. Es gibt dazu tatsächlich auch genauere Regeln und verschiedene Schwierigkeiten, aber das würde jetzt zu weit führen. Im Endeffekt rennt man wie blöde mit ner Nerfgun durch die Gegend, flucht über verkantete Nerf-Pfeile, wankt zombiemäßig rum, sammelt hektisch Munition und macht tolle Pläne zur effektiveren Zusammenarbeit, die in 99 % der Fälle scheitern. SO VIEL SPAß! Und hinterher hat man 3 Tage Muskelkater. Es ist also quasi schon Nerd-Sport.

Am Samstag war ich dann erst in einer Runde Star Wars – Zeitalter der Rebellion, wir spielten das Einsteigerset. Leider waren die Vorstellungen des Rests der Gruppe vom Rollenspielen und meine eigenen nicht so wirklich deckungsgleich und so hatten wir nach 2,5 Stunden ohne jegliches Charakterspiel dann auch das Szenario durch, so dass die kurze Dauer immerhin noch auf der positiven Seite der Geschichte blieb … äh, ja. Nach einer ganzen Weile Rumlaufen, mit Bekannten reden, beim Jugger zuschauen (und endlich mal die Regeln so halbwegs verstehen) und was man auf Cons halt sonst noch so macht gabs dann für Nandurion noch ein Interview zu führen und einen Workshop zu besuchen. Danach war wieder Zeit zum Spielen, wobei meine Bereitschaft auf Rollenspiel mit fremden Menschen nach der ersten Runde auch mal komplett ausgeschöpft war. Deswegen hat sich meine DSA-Runde dann einfach wieder zusammengefunden, wir haben uns die Splittermond-Einsteigerbox gekauft und Mitnanduriat Cifer hat netterweise das erste Einsteigerabenteuer für uns geleitet. Und das war dann sogar richtig cool! Ich hatte Splimo ja einmal auf der RPC 2013 ausprobiert, da war es glaube ich noch in der Beta-Phase und es war mehr so eine Demorunde als ein richtiges Abenteuer. Das fand ich damals irgendwie nicht so besonders. Aber die Einsteigerbox – die dann auch auf der Con noch den Deutschen Rollenspielpreis gewann, herzlichen Glückwunsch dazu! – ist wirklich super gemacht. Ich hatte superviel Spaß mit meinem Charakter, einer leicht sozialditschigen Vargin, vor allem in Kombination mit dem vom Mitbewohner gespielten Gnom. Das Einsteigerabenteuer war auch durchaus nett gemacht. Und die Regeln sind halt schon echt gut durchdacht, das merkt man so an allen Ecken und Enden, auch wenn mans nur mal kurz anspielt. Nachdem wir um 2 Uhr nachts dann fertig waren, fuhren dann alle 4 anwesenden Nanduriaten heim in unsere Wohnung, dann setzten wir uns mal kurz hin, um noch ein bisschen über DSA, Rollenspiel und den ganzen Rest zu schnacken und dann wars auf einmal hell draußen. Hoppla.

Am Sonntag also etwas länger geschlafen, wieder zur Con, das letzte Schnitzelbrötchen am Essensstand ergattert, gefrühstückt, noch mehr Bekannte getroffen und dann zusammen mit dem Mitbewohner noch zu einer weiteren Runde Splittermond shanghait worden, die auch wieder sehr nett war. Und dann war es auch schon 18 Uhr, draußen wurde schon fleißig abgebaut, der Rest meiner Runde war erschöpft vom Zombies jagen bereits heimgefahren und wir sind dann auch zurück nach Hause.

Insgesamt war es wieder ein sehr schönes und gelungenes Wochenende mit vielen netten Leuten, dem Wiedersehen mit etlichen Bekannten und ein paar gelungenen Spielrunden. Also danke an die Orga, die Aussteller und anderen Besucher. Nächstes Jahr bin ich wieder dabei! Und wer aus der Umgebung von Hamburg kommt und sich ansatzweise für Nerd-Kram interessiert, sollte der NordCon auf jeden Fall mal einen Besuch abstatten.

Zum Schluss noch ein paar Fotos:

 

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London Notes

Nun war ich also in London, und obwohl ich schon Twitter sehr mit Bemerkungen und Fotos zugetextet habe, muss ich natürlich auch nochmal drüber bloggen. Es gibt auch, man mag es kaum glauben, noch ein paar Dinge und Bilder, die ich nicht schon getweetet habe. Zugegebenermaßen, ich habe sogar absichtlich einige Sachen nicht auf Twitter gepostet, damit ich für den Blog noch ein paar neue Sachen habe. Keine Ahnung, wie schlimm das auf der Skala zwischen #Neuland und Clickbait so ist, aber … ich schweife ab. London also!

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Die Eckdaten: Wir flogen Mittwoch spät hin und Montag sehr früh zurück, hatten also 4 volle Tage in der Stadt. Übernachtet haben wir im Pestana Hotel Chelsea Bridge, geflogen sind wir mit Easyjet nach Gatwick, gebucht haben wir Flug und Hotel über Expedia, was gut funktioniert hat und noch ein bisschen Verbilligung brachte. Teuer wars natürlich trotzdem. Flug und Hotel schlugen so mit etwa 500 Euro pro Nase zu Buche, dazu kamen bei Easyjet natürlich noch Extrakosten für jeden Scheiß sowie der Expresszug London-Gatwick, von daher kann man auf die 500 Euro auch nochmal 100 draufschlagen. In der Stadt rumgegurkt sind wir mit Travel Cards für eine Woche für die Zonen 1-2, das hat für all unsere Fahrten locker gereicht. Kosten tut so eine Karte 45 Euro pro Person für eine Woche und man kann sie online kaufen. Was man allerdings nicht sollte, wenn man beabsichtigt, die 2 for 1-Angebote der National Rail zu nutzen. Aber das habe ich hier ja schon erklärt. Wie gut man nun die selbe Karte in London hätte kaufen können, kann ich nicht sagen, aber zumindest an den größeren Bahnhöfen wär es bestimmt gegangen. Und was die Fahrt von und nach Gatwick angeht: Der Express scheint da leider relativ alternativlos zu sein, zumindest, wenn man sich nicht auskennt. Ich hab ziemlich gekotzt, als wir feststellten, dass es für die anderen Bahngesellschaften entweder keine Automaten gibt oder man nirgendwo einen Fahrplan findet. Der Express ist halt arschteuer (20 Pfund pro Person pro Strecke, ein bisschen günstiger wird es noch, wenn man das Rückfahrticket gleich mit bucht), dafür aber halt schnell. Trotzdem hätte ich lieber versucht, noch eine andere Alternative zu finden, aber es war in der Situation einfach nicht möglich.

Ansonsten würde ich in jedem Fall festhalten wollen, dass man irgendwie sehr viel weniger schafft, als man sich vorher so vorgestellt hat. London ist halt doch schon ziemlich groß und es dauert eine Weile, um von A nach B zu kommen. Außerdem fand ich die Sehenswürdigkeiten teilweise auch weniger spannend als einfach so die normalen Straßen, Gebäude, Menschen, usw., und irgendwann kann man auch einfach eh nicht mehr laufen und gucken, sondern möchte nur noch irgendwo hocken und alles essen und trinken, was es da Spannendes gibt ausruhen. Was mir vorher empfohlen wurde, war der Weg am südlichen Ufer der Themse (entweder von der Tower Bridge zum Parlament oder halt andersrum), das war auch sehr schön, man kann sich all die bekannten Gebäude anschauen und findet auch zwischendurch immer eine Möglichkeit zum Hinsetzen. Das kann man also auf jeden Fall machen, um erstmal nen Überblick zu kriegen. London hat auch sehr viele, sehr schöne Parks und Grünanlagen, die man gut für Pausen nutzen kann. Und ansonsten ist auch der nächste Pub oder das nächste Café nie weit weg. Ein Hotel mit Frühstück muss man sich auch nicht unbedingt suchen, man kriegt problemlos an so ziemlich jeder Ecke bis mittags noch Frühstück oder kann sich einfach nur nen Kaffee holen. Ansonsten kann man für Essen sehr unterschiedlich viel Geld ausgeben. Es gibt durchaus viele recht günstige Pubs und Restaurants, natürlich auch sehr teure. Unbedingt empfehlen würde ich den Besuch auf einem der Food-Märkte (Bourough Market oder Camden Market), da gibt es sehr viele Stände mit gutem und außergewöhnlichen Essen, wenn auch relativ teuer. Achja: Die meisten Restaurants berechnen automatisch einen Aufschlag von 12,5 % als Trinkgeld für die Kellner, man muss also nicht zwangsläufig noch extra welches geben. Steht aber auf der Rechnung auch immer mit drauf.

Mit dem Hotel bin ich sehr zufrieden – wir hatten ein gutes, großes Zimmer, bequeme Betten, ein großes Bad – passt. Tendenziell gabs da auch Frühstück für teuer Geld und Spa und Pool  sowie ein Restaurant, aber davon haben wir nichts getestet, weil wir so viel unterwegs waren. Die Verkehrsanbindung ist auch gut, es gibt 3 Buslinien, die quasi vor der Tür abfahren und einen in weniger als 10 Minuten zur nächsten Ubahnstation bringen – auch die Nähe zum Victoria-Bahnhof ist nicht zu unterschätzen, wenn man über Gatwick fliegt. Man kann sicherlich auch noch zentraler wohnen, aber insgesamt war das schon gut.

Was die Anreise angeht: EasyJet nervt halt, weil jeder Müll wie „ich darf mir nen Platz aussuchen und werde nicht random irgendwo im Flugzeug platziert“ extra kostet, es deswegen und wegen der Gepäckkosten zu ewigem Einsortieren der Menschen ins Flugzeug kommt, weil halt jeder versucht, alles im Handgepäck mitzunehmen und dann da das Koffer-Tetris in der Kabine losgeht. Pünktlich gestartet ist keiner der beiden Flüge, der Rückflug war dann immerhin fast pünktlich da, der Hinflug landete mit 40 Minuten Verspätung. Dazu kommt halt, dass man in Gatwick landet und dann da erst noch wegkommen muss. Das nächste Mal würde ich lieber so fliegen, dass ich gleich in Heathrow oder London City lande. Wobei es diesmal halt genau diese Kombination aus Mittwoch spät und Montag früh eh nur bei EasyJet gab.

Erlebt

Tag 1:

  • Bis 12 geschlafen, weil wir um 2 Uhr nachts ja erst im Hotel waren.
  • Danach durch den sehr schönen Battersea Park spaziert und dort ein Frühstück im Parkcafé gegessen. Der Park hat einen sehr schönen tropischen Garten und ist auch sonst sehr zu empfehlen.
  • Ein bisschen durch Chelsea spaziert, dann mit dem Bus zum Buckingham Palace gefahren. Da wars sehr voll, der Palast war irgendwie eher unspektakulär, dafür sehr schöne Blumenbeete drumherum. Natürlich trotzdem ein paar Fotos gemacht, dann einmal quer durch den Green Park.
  • Menschen beobachtet, die Kirschbaumblütenselfies machen und selbst natürlich auch welche machen müssen. Schlimm.
  • Eiskaffee getrunken und festgestellt, dass es sehr viele spannende Dinge gibt, die ich essen und trinken möchte.
  • Zurück ins Hotel, ein bisschen ausgeruht.
  • Dann abends ins Musical: Wicked im Apollo Victoria. Theater scheint da allgemein etwas lockerer zu sein, man konnte Bier im Plastikbecker und Popcorn kaufen und mit in den Saal nehmen. Das Theater war brechend voll, teils mit sehr komischen Menschen (wie die amerikanische Schulklasse hinter uns und das Paar, das erst 10 Minuten vor der Pause reinkam). Zum Glück war das Musical selbst so laut, dass es die teilweise nervenden Mitzuschauer übertönt hat. Die Show war jedenfalls toll. Großartige Darsteller, superschönes Bühnenbild, gute Geschichte mit ein bisschen zu viel Happy End für mich. Aber es hat sich sehr gelohnt.
  • Danach noch Curry gegessen, dann zurück ins Hotel.

Tag 2:

  • Eine Stunde vorm Wecker aufgewacht, weil Migräne. Hurra. Wieder einschlafen war unmöglich, also ein bisschen durchs Zimmer geeiert und versucht,  meinen völlig verkrampften Nacken wieder zu lockern. Mich dafür verflucht, die Wärmepflaster daheim vergessen zu haben.
  • Raus aus dem Hotel, erstmal was frühstücken. Breakfasttee, Saft und Eggs Benedict – danach fühlte ich mich schon ein bisschen besser.
  • Auf zum Big Ben und von dort aus auf dem Südufer gen Tower Bridge. Es ist sonnig, warm und voll.
  • 2016-05-06 13.21.55Beim Globe Theatre zwar nicht die Tour mitgemacht, aber trotzdem was Cooles entdeckt: Ein Projekt, bei dem alle Stücke Shakespeares auf einer mit dem Internet verbundenen Schreibmaschine getippt werden, und zwar generiert aus Tweets. Nähere Erklärung auf dem Bild – bisher stand der Counter bei 0,96 %. Es dürfte also noch eine Weile dauern 😉
  • Auf dem Bourough Market gewesen und sofort in selbigen verliebt. Es gibt dort quasi nur Stände mit Essen, sowohl so klassische Gemüse-Fisch-Fleisch-Käse-Stände als auch welche, wo man direkt was essen kann. Aber die Auswahl ist halt sehr cool und abgefahren. Wir aßen ein Baguette mit Schweinebauch und knuspriger Kruste und Apfelsauce (sehr lecker, obwohl ich eigentlich gar keinen Schweinebauch mag…), einen sehr guten Burger und Salted Caramel-Eis. Jammi. Leider hab ich danach erst die Stände mit den Kuchen und Macarons und dem gegrillten Käse gesehen. Aber da konnte ich nix mehr essen.
  • In der Nähe des Tower of London im Park herumgesessen, sehr müde geworden, eingeschlafen. Ich kann mich gar nicht erinnern, wann ich zuletzt so kaputt war, dass ich einfach auf ner Wiese eingeschlafen bin. Aber hurra, Migräne machts möglich.
  • Noch Richtung St. Pauls Cathedral gelaufen, mitten in den Feierabend der Londoner hinein. Auf einmal waren alle Straßen voll mit Leuten, die vor Pubs herumstanden.
  • St. Pauls ist wirklich ein un-fass-bar riesiges Gebäude, das kann man kaum glauben. Siehe das Bild unten – das links daneben ist ein normaler, auch gar nicht so kleiner Kirchturm. Leider war es schon zu spät für die letzte Tour.
  • Nach Camden gefahren, sehr gestaunt über das Stadtviertel. Spontan einen Mantel gekauft. Über die Reste des schließenden Markts gelaufen und beschlossen, am nächsten Tag früher wiederzukommen.
  • Sehr gute Burger gegessen.
  • Nach ungefähr 12 Stunden unterwegs sehr erschöpft wieder im Hotel angekommen.

Tag 3:

  • Es war Free Comic Book Day! Und das war einer der Gründe, den Forbidden Planet-Store aufzusuchen. Es gab Comics, wir haben diversen Nerdkram gekauft, es war erstaunlich voll in dem Laden. Gute Sache.
  • Danach in so einem Schokoladenshop leckere Kaltgetränke getrunken und dabei ins Gespräch mit einem Londoner gekommen, der ebenfalls grad vom Forbidden Planet kam. Themen: Das MCU und die Bundesliga. Der Typ war da besser informiert als ich *g*. Leider war das auch schon das einzige private Gespräch in den vier Tagen – im Gegensatz zu Irland scheint der Londoner an sich nicht unbedingt Gespräche mit Touristen zu suchen.
  • Noch kurz in einem der 2 RPG-Läden Londons vorbeigeschaut, dem Orcs Nest. Ziemlich winziger Laden, aber ganz cool, allerdings gabs da auch so vor allem die Standard-Systeme, die man eh schon so kennt.
  • Mittagessen im Pub mit Pastete und Fish and Chips. Dabei entschieden, erstmal den ganzen Krempel zurück zum Hotel zu bringen.
  • Am Nachmittag dann wieder auf nach Camden. Diesmal hatte der Markt noch offen. Noch mehr Kram gekauft und viele wilde Dinge gegessen.
  • Dann überlegt ob wir versuchen zu Sonnenuntergang a) auf das London Eye oder b) in die Bar auf halber Höhe im Shard zu kommen. Beides fraglich, obs klappt, beides teuer. Also gegoogelt „wo schaut man sich am besten den Sonnenuntergang in London an?“ und die quasi einzige kostenlose Möglichkeit gewählt, nämlich die Waterloo Bridge. War gut. Dann noch Cider/Bier gekauft, davon wieder Hunger bekommen, daher noch ein Burrito an einem Mexikan Food Truck, während ein Gitarrenmensch Hotel California sang. Sehr schön. London bei Nacht ist auch super.

Das hier hätte ich ja auch gerne noch gekauft:

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Oder natürlich die Eulentasche  – aber die hatte so unpraktische kurze Henkel.

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Tag 4:

  • Auf ins British Museum, was eins der besten der Stadt sein soll und auch noch kostenlos ist. Hurra!
  • Das Museum ist seeeehr groß und hat in der Tat einige coole Ausstellungen. Sehr schick waren die Originalskulpturen aus dem Parthenon in Athen, mitsamt einem kurzen Video, das erklärt, wie man die ursprünglichen Darstellungen zumindest am PC wieder rekonstruieren kann. Bei „The Paint adds more emotion and drama“ musste mein Fangirlherz ein wenig kichern.
  • Die vielen Mumien und Sarkophage sind auch cool, wobei ich ehrlich gesagt den Gedanken, dass da echte Überreste von Menschen liegen, die vor 5000 Jahren mal lebendig waren, irgendwie total creepy finde.
  • Spannend war auch die Installation „Of Living and Dying“, die Stationen aus verschiedenen Lebensaltern mit Fotos darstellt und gleichzeitig ein zusammengesetztes Kunstwerk aus den Medikamenten, die die Person zu der Zeit genommen hat, zeigt. Wie viele Meter man wohl mit meinen Migränemedikamenten so zusammenbekäme?
  • Nach über 3 Stunden hatten wir längst nicht alles gesehen, aber Laufen und Stehen ging einfach nicht mehr. Also wieder in den nächsten Park, ein bisschen ausruhen.
  • Auf dem Rückweg zufällig bei Harrods vorbeigekommen und mal reingegangen. Wee tee eff! So ein riesiges Kaufhaus und so viel Kram, den man irgendwie nicht braucht. Ich würde mir jedenfalls keinen vergoldeten Dekopfau für mehrere hundert Pfund kaufen. Allerdings hätte ich gerne die Pralinen-und-Tee-Abteilung überfallen, das sah alles so lecker aus.
  • Zurück ins Hotel, schon mal ein bisschen packen.
  • Abends dann als letzte Station der Reise fancy Dinner in einem Steakhouse. War wirklich sehr gut, wir haben aber auch ne Menge Geld dagelassen. Vor allem, weil wir nach dem Essen noch nen 18 Jahre alten Scotch (Glenvilet in meinem Fall, Lagavulin für den Mitbewohner) getrunken haben.

Im Harrods steht übrigens aus welchen Gründen auch immer ein mehrere Meter großes Modell von Dubai:

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Am Montag sind wir dann um 5 Uhr aufgestanden (ächz) und haben auf dem Weg zum Zug immerhin noch den Sonnenaufgang gesehen.

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Gegessen/Getrunken

Ich wollte ja am liebsten all die wilden Sachen probieren und essen, die man hier nicht bekommt! So wie Gurkenmineralwasser. Und Sticky Toffee Pudding. Und die ganzen wilden Sachen von den Food Markets. Und natürlich sowas wie Brownie-Salted-Caramell-Frappé.

Besuchte Restaurants:

  • Empfohlen wurde mir so für zwischendurch die Kette Pret a Manger, die auch gefühlt an jeder Straßenecke zu finden ist. Da gibts halt Kaffee, kalte Getränke, Frühstück, Sandwiches, Suppen, Süßkram … alles sehr betont auf „fresh and healthy“, aber schon irgendwie gut. Kann ich für „zwischendurch mal kurz was trinken“ in jedem Fall empfehlen, gegessen hab ich da aber nix und kann daher nix zum Essen sagen.
  • Auch eine (sehr viel kleinere) Kette ist die Coté Brasserie, wir waren in der Filiale am Sloan Square frühstücken. Für ca. 10 Pfund gibts ein Angebot mit einem warmen Frühstück nach Wahl, einem Heißgetränk und einem Saft, was ich sehr okay finde. Die von mir bestellten Eggs Benedict waren auch sehr gut. Man kann da natürlich auch was anderes als Frühstück essen, aber dazu kann ich nix sagen.
  • Das Wetherspoon direkt am Bahnhof Victoria ist eher günstig und hat jeden Tag verschiedene Angebote. Am Donnerstag war Curry Day, da bekommt man verschiedene Currys mit Reis, Naan-Brot, Papadam und Mangochutney für 8 Pfund. War auch sehr lecker.
  • The Sun Tavern in Covent Garden – Mittagessen für unter 6 Pfund, war sehr okay und der Pub ist auch nett zum Herumsitzen.
  • Sehr großartig ist Hashe Burgers, eine Kette, die in Camden ihren Anfang nahm und inzwischen mehrere Filialen hat. Wir waren in der Camden-Filiale in der Inverness-Street. Für gute Burger bin ich ja immer zu haben und die waren auch wirklich sehr lecker, ebenso die Chicken Wings, die wir als Vorspeise gegessen haben. Die Truffle Fries sind ebenfalls zu empfehlen. Außerdem habe ich noch nie erlebt, dass das Personal in einem Restaurant trotz brechend vollem Laden und großer Hektik so freundlich und herzlich war. Daumen hoch.
  • Am letzten Abend waren wir dann im Hawksmoor Restaurant in Covent Garden. Das ist ein eher teurer Steakhouse, aber es war ja letzter Abend und so. Als Vorspeise würde ich unbedingt das Potted Beef & Bacon empfehlen, der Mitbewohner hat das gegessen und ich war sehr neidisch. Die Steaks waren auch sehr gut, ebenso der Nachtisch. Das Restaurant ist auch recht gemütlich, wenn auch ein bisschen lauter.
  • Und auf jeden Fall: Das Restaurant auch mal sein lassen und sich durch die Food Markets futtern 😉 .

Tipps

  • Eine sehr nette Seite ist www.toptiplondon.com, da gibt es Ratschläge für einen günstigen Londonurlaub, wie z. B. die 10 besten kostenlosen Museen, Voucher zum Eintritt sparen, usw.
  • Man kann in London auch sehr gut viel Zeit verbringen, ohne Eintritt für irgendwelche Attraktionen zu bezahlen. Einfach zu Fuß durch die Stadt laufen ist schon ziemlich cool.
  • Der Kauf irgendeiner Dauerkarte für die öffentlichen Verkehrsmittel ist ein Muss. Wir sind mit unserer 2-Zonen-Travelcard sehr gut gefahren (ahahaha…gefahren *ba-dumm-tss*), alternativ geht auch die Oystercard, die auch verbreiteter zu sein scheint.
  • Wenn man dann eh so eine Dauerkarte hat, kann man auch sehr gut einfach mit dem Bus durch die Stadt fahren und sich so ein paar Ecken angucken. Am besten natürlich oben ganz vorne im Doppeldecker-Bus.
  • Als unbedingtes Muss für einen London-Aufenthalt würde ich den Spaziergang am Südufer von Tower Bridge zum Big Ben sowie einen Besuch in Camden nennen.
  • Man sollte eventuell ein bisschen Platz im Koffer lassen, damit man die gekauften Sachen darin unterbringt. Und irgendwas kauft man bestimmt bei so vielen coolen Läden.
  • Falls man über einen Twitter-Account verfügt, ist das eine durchaus gute Möglichkeit, ein paar Tipps von Londonern zu bekommen. Tatsächlich war ich sehr erfreut, wie viele gute Tipps ich da so bekommen habe, vor allem von Richard Green, der mir sehr viel tolle Sachen empfohlen hat. Vielen Dank nochmal!

Mitbringsel

  • Comics vom Free Comic Book Day
  • 2 Tassen (wir können uns jetzt beim Frühstück streiten, wer SHIELD und wer Hydra ist)
  • einen Fallout 4-Vault 11-Hoodie. Er war so großartig, wir mussten den beide kaufen und können jetzt im gelb-blauen Partnerlook auf der Couch sitzen.  Ob es wohl noch sehr kleine Hoodies für Katzen gibt?
  • Felicia Days Autobiografie (deren Kauf ich auf Twitter dokumentiert habe. Der Tweet wurde von ihr persönlich geliket! OMG!)
  • 1 Poster als Geschenk für die DSA-Runde
  • 1 Breaking Bad-Poster
  • neuer Mantel
  • 3 Kühlschrankmagnete
  • 4 kleine Bilder
  • 3 Notizbücher (3 Stück für 10 Pfund! Wie hätte ich wiederstehen können??)
  • der Mitbewohner hat sich noch ein T-Shirt und einen Order of the Stick-Comic gekauft

Und ich hätte noch viel mehr kaufen können. Und ansehen. Und essen.

Und deshalb muss ich irgendwann wieder nach London.

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Das große Kochen

Letzten Freitag habe ich mal wieder gekocht. Also, GEKOOOOCHT. Nicht das normale Produzieren von Nahrung nach nem Arbeitstag, sondern richtig aufwändiges Kochen. Ich hatte nämlich einer Freundin zum Geburtstag ein Essen geschenkt – sozusagen eine Win-Win-Situation, weil sie sich drüber gefreut hat und ich Gelegenheit hatte, mal wieder ganz viel Kram zu kochen.

Tatsächlich liegt in der Mischung aus Kochen und Organisation, die so ein mehrgängiges Menü erfordert, eine Herausforderung, die mir unglaublich Spaß macht. Ich kann stundenlang mit Freude darüber nachdenken, was genau es geben soll, in welcher Reihenfolge und mit welchen Komponenten – leider kann ich darüber sogar etwas ZU gut nachdenken und liege dann gerne mal nachts stundenlang wach, weil ich darüber nachdenke, ob jetzt Erdbeeren oder Himbeeren besser ins Dessert passen.

Da ich am Freitag ja eh frei habe, hatte ich also auch den ganzen Tag Zeit. Ich wollte allerdings schon am Donnerstag anfangen, das wurde dann aber nichts, da das Wohnung putzen a) länger dauerte als ich dachte und b) mir dabei unser mehrere Kilo schwerer Riesenkochtopf auf den Kopf fiel und ich danach nicht mehr so ganz in der Lage war, irgendwas zu tun, wobei man denken muss (ist aber sonst nix weiter passiert, zum Glück).

Daher wurde dann alles auf den Freitag vertagt und mit Vorbereitungen, Einkaufen usw. war ich dann auch von 10-18 Uhr beschäftigt. Als die Gäste dann eintrafen, war alles soweit fertig, dass ich dann nur noch ein bisschen in der Küche rumwursteln musste und auch Zeit hatte, mich zu unterhalten.

Und da einer meiner Gäste so nett war, mit seiner sehr guten Handykamera ein paar Bilder zu machen, gibts jetzt auch Fotos. Hurra!

Selbstgebackenes Ciabatte mit Oliven und getrockneten Tomaten, grob nach diesem Rezept.

Selbstgebackenes Ciabatte mit Oliven und getrockneten Tomaten, grob nach diesem Rezept.

Fetamousse (Rezept aus meinem Lieblingskochbuch "Kochen mit Käse") mit Ruccolasalat und Tomaten

Fetamousse (Rezept aus meinem Lieblingskochbuch „Kochen mit Käse“) mit Ruccolasalat und Tomaten

Kräuterschaumsuppe mit gebratenem Rotbarschfilet.

Kräuterschaumsuppe mit gebratenem Rotbarschfilet.

Lammragout mit karamellisierten Möhren und Lauch-Tomaten-Quiche

Lammragout mit karamellisierten Möhren und Lauch-Tomaten-Quiche

Cheesecake-Mousse mit Erdbeeren, Erdbeersoße und selbstgemachter Karamellsoße (nach diesem Rezept - sehr zu empfehlen übrigens)

Cheesecake-Mousse mit Erdbeeren, Erdbeersoße und selbstgemachter Karamellsoße (nach diesem Rezept – sehr zu empfehlen übrigens)

War ein sehr schöner Abend, es ist zum Glück alles gelungen, den Gästen hats geschmeckt und ich konnte mal wieder meine Kochwut ausleben und ein paar neue Sachen ausprobieren – gerade die selbstgemachte Karamellsauce war der Hammer (und ich habe noch ein halbes Glas davon im Kühlschrank stehen…), aber auch so ein Rotbarsch wird wohl demnächst wieder den Weg in meine Pfanne finden. Außerdem kann ich heute Abend noch die Reste von dem sehr leckeren Lammragout essen 🙂 .

Und, was mich immer wieder fasziniert: Wenn ich superaufwändig koche, bin ich unglaublich organisiert und die Küche ist am Ende des Kochens genauso sauber wie vorher. Aber wehe, ich koche Nudeln mit Soße, dann lasse ich alles stehen und liegen und hinterlasse ein totales Chaos. Komische Sache.

So, das war also mein dieswöchiger Freitag. Und nun entschuldigt mich, da ist noch ein Rest Cheesecake-Mousse im Kühlschrank…

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