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Urlaubsauftakt: Streetfoodmarkt

Nachdem ich dieses Jahr ja irgendwie gar keinen Eintrag darüber geschrieben hab, dass ich fertig und urlaubsreif bin und warte, dass es endlich soweit ist: Ich habe Urlaub! Hurra! Noch bin ich zu Hause, aber bald geht es auch los in die Toskana, wo es laut Vorhersage schön und warm und sonnig ist und wo wir hoffentlich ein paar nette Tage haben werden.

Allerdings hab ich mit den coolen Sachen, die man im Urlaub so tut, gleich mal gestern nach der Arbeit angefangen. Ich hab nämlich neulich gelesen, dass es in Hamburg inzwischen tatsächlich einen regelmäßig stattfindenden Streetfoodmarkt gibt, der – zumindest den Sommer über, ich weiß nicht, ob auch im Winter – jeden Donnerstag auf dem Spielbudenplatz stattfindet. Der Spielbudenplatz, liebe Nicht-Hamburger, ist ein großer Platz auf der Reeperbahn, und der war früher mehr so ömmelig, inzwischen ist er aber total nett gemacht mit Getränkeständen und im Sommer auch Liegestühlen und Bänken zum Draußensitzen. Im Winter findet da auch der St. Pauli-Weihnachtsmarkt statt, soweit ich weiß. Und halt aktuell jeden Donnerstag der Streetfoodmarkt, der unter dem Titel Street Food Session – St. Pauli-Straßenmampf steht.

Ich bin ja ein riesiger Fan von gutem Essen und abgefahrenen Sachen und war schon in London total begeistert von den Märkten im Bourough und in Camden. Umso größer meine Freude, dass es das jetzt hier auch gibt. Und gestern hatten der Mitbewohner und ich dann auch mal Zeit, hinzugehen.

Tatsächlich war es ein sehr großartiger Besuch und ich bin sehr begeistert von dem Markt. Es gibt nämlich nicht nur so an die 20 Foodtrucks und diverse Getränkestände, sondern auch Tische und Bänke en masse, so dass es wirklich kein Problem war, immer ein Plätzchen zum Essen zu finden. Außerdem schien die Sonne und es war bestes Wetter, die Leute an den Ständen waren alle total freundlich und das Essen wirklich ausnahmslos gut. Preislich liegen die Gerichte natürlich etwas höher, aber ich fand das für die Qualität völlig angemessen. Man hätte zum reinen Sattwerden sicherlich mit 10-15 Euro sehr weit kommen wollen, aber wir wollten ja so viele Sachen wie möglich probieren.

Und na-tür-lich habe ich Fotos gemacht!

Saté-Burger (Hähnchenfleisch mit Erdnusssauce und Gemüse im Burgerbrötchen)

Saté-Burger (Hähnchenfleisch mit Erdnusssauce und Gemüse im Burgerbrötchen)

Noch ein Burger, diesmal mit Hackpatty, Käse, Spiegelei und Babyspinat

Noch ein Burger, diesmal mit Hackpatty, Käse, Spiegelei und Babyspinat

 

Meine liebste kulinarische Neuentdeckung: Avocado-Fries

Meine liebste kulinarische Neuentdeckung: Avocado-Fries

"Ferkelbox" - Spanferkelfleisch mit Sauerkraut, Ruccola, Röstzwiebeln und Sauce

„Ferkelbox“ – Spanferkelfleisch mit Sauerkraut, Ruccola, Röstzwiebeln und Sauce

Von einem der BBQ-Stände: Smoked Pulled Pork mit Kartoffelchips, Käse und Sauce

Von einem der BBQ-Stände: Smoked Pulled Pork mit Kartoffelchips, Käse und Sauce

Des Mitbewohners Cupcake. Devise: Hauptsache bunt. Schokoteig mit Pfirsischfrosting, Schokosauce, Marshmallows und Streuseln

Des Mitbewohners Cupcake. Devise: Hauptsache bunt. Schokoteig mit Pfirsischfrosting, Schokosauce, Marshmallows und Streuseln

Und mein Cupcake: Schokoteig mit Erdnussbutterfrosting, Karamellsauce, Nüssen und Salzflocken

Und mein Cupcake: Schokoteig mit Erdnussbutterfrosting, Karamellsauce, Nüssen und Salzflocken

Ich hoffe, die Bilder bringen es ein bisschen rüber: Es war alles wahnsinnig lecker! Und es hätte noch so viel andere Sachen gegeben, die ich hätte probieren wollen. Aber auch wenn wir uns all die Gerichte jeweils geteilt haben – mehr ging wirklich nicht rein. Insofern muss ich wohl  einfach bald mal wieder hin 😉 . Welche Trucks da sind, kann man übrigens jede Woche auf der oben verlinkten Homepage sehen.

Zum Schluss noch ein paar weitere Fotos vom Markt an sich – wirklich eine tolle Sache und absolut einen Besuch wert.

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Kleiner NordCon-Rückblick

Ist es eine Woche nach der Con schon zu spät für einen Rückblick? Keine Ahnung. Ich schreibe trotzdem nochmal kurz was zur NordCon.

Die NordCon, die dieses Jahr 20. Geburtstag feierte, ist eine Rollenspielconvention in Hamburg und schon deshalb meine Lieblings-Con, weil sie ganze 2 Bahnstationen entfernt von meiner Haustür stattfindet und ich jede Nacht im eigenen Bett schlafen kann *g*. Aber auch ansonsten ist sie super! Im Gegensatz zu vielen anderen Conventions wird sie weder von einem Verlag noch von einem Messeveranstalter organisiert, sondern vom Rollenspielverein Tornesch und dem RPG-Verein Die Loge. Das führt zum einen zu sehr bezahlbaren Preisen für alles (Eintritt 10 Euro fürs ganze Wochenende, Getränke so um die € 1,50, Essen um die 3-4 Euro) und zum anderen dazu, dass es eine absolut bunte Mischung aus verschiedensten Angeboten und Beteiligten gibt. Klassische PnP-Runden, LARP-Workshops, ein riiiiiesiges Angebot an ausleihbaren Brettspielen, Demorunden verschiedenster Spiele, Tabletop, Jugger, Schwertkampf, Star Trek-Simulator, Roboterrennen, Nerfgun-Action, Lesungen, Filmvorführungen, Hörspiele, Musik … es gibt da wirklich so gut wie alles, was man sich noch ansatzweise unter „Fantasy, SciFi und Spiele“ vorstellen kann. Ich habe glaube ich noch auf keiner der Cons auch nur 10 % von allem gesehen, was man da machen kann. Auch die Workshops, die es gibt, sind weniger Produktvorstellungen (die es natürlich aber auch gibt), sondern oft verschiedenste Angebote zum Thema Rollenspiel allgemein – z. B. „Abenteuer schreiben“, „Improvisation beim PnP“, „Veröffentlichen im Eigenverlag“, „Spannendere Kämpfe im Rollenspiel“ oder sonstwas. Einige davon gibt es jedes Jahr wieder, die höre ich mir nun nicht mehr immer wieder neu an, aber es ist auch immer wieder mal was Neues dabei. Das Ganze findet übrigens auf dem Gelände einer Grundschule statt, man schaut beim vorgestellten Verkloppen von Monstern also gerne mal auf bunte Plakate mit den „Regeln für die Schulklasse 3b“ oder sowas, was ich immer recht lustig finde. Ach ja, und man sitzt auf viel zu kleinen Stühlen, aber das lässt sich halt nicht vermeiden. Man darf auch auf dem Gelände nicht rauchen und keinen Alkohol trinken, aber das ist mir persönlich ziemlich egal. Absolut zu loben ist übrigens die Verpflegung. Es gibt einen Con-Becher mit Kaffee/Tee-Flatrate, die Getränke sind ansonsten eh sehr günstig, morgens gibt es belegte Brötchen und Kuchen und danach dann Wurst vom Grill sowie diverse andere warme Gerichte (Chili, Erbsensuppe, Spätzlepfanne….). Die Preise sind absolut fair und was mir immer wieder sehr positiv auffällt ist das große Angebot an vegetarischen oder veganen Gerichten. Ich selber esse ja Fleisch, aber ich kenne genug Leute, die z. B. auf der RatCon entweder 3 Tage Pommes mit Ketchup essen oder auswärts essen gehen/was mitbringen mussten, weil man da keine Alternativen hinbekommt. Auf der NordCon gab es Samstag 3 verschiedene vegane Angebote (Chili sin Carne, Röstkartoffeln und Salat) und ganz selbstverständlich und ohne Aufpreis auch Sojamilch und laktosefreie Milch für den Kaffee. Das ist auf Cons längst keine Selbstverständlichkeit, von daher: Daumen hoch!

Dieses Jahr war ich auch wieder an allen drei Tagen da. Am Freitag war ich ziemlich müde, so dass ich, statt mir eine Rollenspielrunde zu suchen, mit dem Rest meiner DSA-Runde und vielen anderen Leuten zum Nerfgun-Zombie-Action-Event bin. Das gibt es da jedes Jahr und es ist eine sehr großartige Sache: In der großen Turnhalle der Schule werden die Teilnehmer in 2 Gruppen aufgeteilt, die eine Hälfte Menschen, die andere Hälfte Zombies. Die Menschen kriegen Nerf Guns und müssen die Zombies mit diesen fernhalten und ein Heilmittel finden, die Zombies müssen … na, die Menschen zombifizieren, wie man sich das sicher schon denken konnte. Es gibt dazu tatsächlich auch genauere Regeln und verschiedene Schwierigkeiten, aber das würde jetzt zu weit führen. Im Endeffekt rennt man wie blöde mit ner Nerfgun durch die Gegend, flucht über verkantete Nerf-Pfeile, wankt zombiemäßig rum, sammelt hektisch Munition und macht tolle Pläne zur effektiveren Zusammenarbeit, die in 99 % der Fälle scheitern. SO VIEL SPAß! Und hinterher hat man 3 Tage Muskelkater. Es ist also quasi schon Nerd-Sport.

Am Samstag war ich dann erst in einer Runde Star Wars – Zeitalter der Rebellion, wir spielten das Einsteigerset. Leider waren die Vorstellungen des Rests der Gruppe vom Rollenspielen und meine eigenen nicht so wirklich deckungsgleich und so hatten wir nach 2,5 Stunden ohne jegliches Charakterspiel dann auch das Szenario durch, so dass die kurze Dauer immerhin noch auf der positiven Seite der Geschichte blieb … äh, ja. Nach einer ganzen Weile Rumlaufen, mit Bekannten reden, beim Jugger zuschauen (und endlich mal die Regeln so halbwegs verstehen) und was man auf Cons halt sonst noch so macht gabs dann für Nandurion noch ein Interview zu führen und einen Workshop zu besuchen. Danach war wieder Zeit zum Spielen, wobei meine Bereitschaft auf Rollenspiel mit fremden Menschen nach der ersten Runde auch mal komplett ausgeschöpft war. Deswegen hat sich meine DSA-Runde dann einfach wieder zusammengefunden, wir haben uns die Splittermond-Einsteigerbox gekauft und Mitnanduriat Cifer hat netterweise das erste Einsteigerabenteuer für uns geleitet. Und das war dann sogar richtig cool! Ich hatte Splimo ja einmal auf der RPC 2013 ausprobiert, da war es glaube ich noch in der Beta-Phase und es war mehr so eine Demorunde als ein richtiges Abenteuer. Das fand ich damals irgendwie nicht so besonders. Aber die Einsteigerbox – die dann auch auf der Con noch den Deutschen Rollenspielpreis gewann, herzlichen Glückwunsch dazu! – ist wirklich super gemacht. Ich hatte superviel Spaß mit meinem Charakter, einer leicht sozialditschigen Vargin, vor allem in Kombination mit dem vom Mitbewohner gespielten Gnom. Das Einsteigerabenteuer war auch durchaus nett gemacht. Und die Regeln sind halt schon echt gut durchdacht, das merkt man so an allen Ecken und Enden, auch wenn mans nur mal kurz anspielt. Nachdem wir um 2 Uhr nachts dann fertig waren, fuhren dann alle 4 anwesenden Nanduriaten heim in unsere Wohnung, dann setzten wir uns mal kurz hin, um noch ein bisschen über DSA, Rollenspiel und den ganzen Rest zu schnacken und dann wars auf einmal hell draußen. Hoppla.

Am Sonntag also etwas länger geschlafen, wieder zur Con, das letzte Schnitzelbrötchen am Essensstand ergattert, gefrühstückt, noch mehr Bekannte getroffen und dann zusammen mit dem Mitbewohner noch zu einer weiteren Runde Splittermond shanghait worden, die auch wieder sehr nett war. Und dann war es auch schon 18 Uhr, draußen wurde schon fleißig abgebaut, der Rest meiner Runde war erschöpft vom Zombies jagen bereits heimgefahren und wir sind dann auch zurück nach Hause.

Insgesamt war es wieder ein sehr schönes und gelungenes Wochenende mit vielen netten Leuten, dem Wiedersehen mit etlichen Bekannten und ein paar gelungenen Spielrunden. Also danke an die Orga, die Aussteller und anderen Besucher. Nächstes Jahr bin ich wieder dabei! Und wer aus der Umgebung von Hamburg kommt und sich ansatzweise für Nerd-Kram interessiert, sollte der NordCon auf jeden Fall mal einen Besuch abstatten.

Zum Schluss noch ein paar Fotos:

 

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#12von12 im Oktober 2015

Gestern war wieder #12von12 (Was ist das?) – und das an einem Montag. Eigentlich wusste ich gar nicht, ob ich wirklich mitmachen will, aber andererseits geht es ja um Alltagsbilder. Und was drückt den tristen Alltag besser aus als ein Montag? Also, auf ins Auto und ab in den Hamburger Berufsverkehr – immerhin mit schönem Morgenhimmel:

tYKF9Pr1AFrSgOFkVuRxMU3y8wV0LNZcx94DScNmx38Ich erwähnte, dass es Montag war?

-yd6u0BPHErrDOHBnpLQNrMDc3-4zTku0An82ihiGG8Tatsächlich war sogar ein ausgesprochen montagiger Montag, denn: Die Heizung im Büro war kaputt. Was natürlich wunderschön ist bei 8 Grad Außentemperatur. Wie immer war unser Vermieter nicht zu erreichen, daher haben wir dann selber die Heizungsfirma angerufen. Frühestens nachmittags könne jemand kommen, vorher seien alle Monteure unterwegs. Narf. Es blieb also nur, sich an der warmen Kaffeetasse festzuhalten …

CRGR6EfWUAAWISIDer Verbrauch an Kaffee und Tee stieg dann am Vormittag auch um so 300 %, wir froren uns den Arsch ab und es war ein so überhaupt nicht erfreulicher Vormittag.

Arbeiten musste ich natürlich trotzdem … daher hier eine Auswahl unserer topaktuellen Büromaterialien.

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(Ja, das ist eine Minikassette für ein Diktiergerät. Ja, das benutzt eigentlich keiner mehr. Ja, die Soundqualität ist unterirdisch. Außerdem ist mein Kopfhörer kaputt, so dass ich ewig dran rumzuppeln und/oder meinen Kopf um 45 Grad zur Seite neigen muss, damit ich überhaupt was höre. Macht viel Spaß.)

Zur Mittagspause hatte ich Salat mit, was natürlich ein tolles Essen ist, wenn man eh schon friert – gegessen hab ichs aber trotzdem:

CRHLFBjW8AApUdhKurz nach der Mittagspause kam dann endlich der Heizungsmensch, wurschtelte irgendwas im Keller herum, woraufhin die Heizung wieder ansprang und zumindest lauwarm wurde. Bald darauf wars im Büro dann endlich wieder erträglich und die Zeit bis zum Feierabend war wesentlich weniger schlimm.

Auf dem Heimweg bin ich am Hafen entlanggefahren, das ist eine von mehreren möglichen Strecken und aktuell die mit dem wenigsten Stau. Und der schönsten Aussicht:

CRIDe2tWEAAYJlJSo richtig schön finde ich die Elbphilharmonie ja immer noch nicht, aber ohne die Baukräne sieht sie schon mal besser aus.

Daheim ging ich dann gar nicht erst in die Wohnung, sondern noch ne Runde in den Park. Ich musste eh da in die Nähe, weil ich mir am Freitag einen neuen Mantel gekauft hatte und da noch was umgenäht werden musste. Nachdem es am Sonntag noch sehr grün war und kaum herbstlich aussah, gab es immerhin schon ein wenig buntes Laub.

CRIKbmnWIAAdJB3In dem Teil mit den Blumenbeeten gab es allerdings auch noch sehr viel bunte Blüten. Und ich mag diese Hecken mit den „Fenstern“.

CRIK-fNXAAAK9GnDann holte ich also den Mantel, ging nach Hause und … wusste nicht mehr so richtig, was ich fotografieren soll. Aber halt, Katzenbilder gehen natürlich immer:

CRIZUXqWcAE-hqcMajestät guckt sehr verstört … vermutlich wusste sie nicht, wieso ich da jetzt mit dem Handy vor ihr rumspringe.

Was essen musste ich natürlich auch noch – es gab Reste von Sonntag. Also Schweinefilet, Kartoffeln und Pilze, die ich mir nochmal in der Pfanne warmmachte.

CRIZpM6XAAEdO0h(Ja, der Herd sieht schlimm aus – das ist aber Rost, kein Dreck. Das Ding ist vermutlich 50 Jahre alt und immer wenn man die Herdplatten abwischt, kommt einem erstmal ne Schicht Rost entgegen. Aber solange er noch funktioniert…)

Dann saß ich erstmal lange am Computer, führte eine zweistündige Skypebesprechung wegen einer Textüberarbeitung, über die ich auch nochmal bloggen muss. Mein Schreibtisch ist wie immer ein Chaos. Aber wenigstens der Desktophintergrund ist schick …

CRJByBfWgAMX5UsUm 21.30 Uhr waren wir fertig, dann tüddelte ich noch etwas am Text rum und dann – da ich in der Nacht zuvor wenig geschlafen hatte – war es auch Zeit fürs Bett:

CRJLwVTWsAAvvdsWobei ich da natürlich erst noch ein bisschen Bettflix (=im Bett liegen und Netflix gucken) betrieben habe.

So, und das war mein wunderbar spannender Montag am 12. des Monats. Hurra!

PS: Die Heizung ist heute übrigens wieder kaputt, es sind 18 Grad im Büro, meinen Chefs ist es maximal egal, dass wir uns hier den Arsch abfrieren und der Heizungsmonteur kommt frühstens am Nachmittag. Es gibt Wochen, da hört der Montag einfach nie auf.

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Lesung: George Martin in Hamburg

Ich wurde gebeten zu bloggen – und wenn das schon mal vorkommt, kann ich das natürlich nicht abschlagen 😉 .

Gestern also war George R. R. Martin in Hamburg. Ja, DER George Martin, der Autor der Buchreihe „A Song of Ice and Fire“, auf dem die inzwischen wohl auch jedem Nicht-Nerd bekannte Serie „Game of Thrones“ basiert. Dass er überhaupt nach Deutschland kommt, ist schon einigermaßen sensationell, dann auch noch nach Hamburg ins CCH (Congress-Centrum Hamburg), also grad mal eine Bahnfahrt von 20 Minuten entfernt … da gab es nun wahrlich keinen Grund, nicht hinzugehen. Zumal die Karten auch nicht teuer waren (30 Euro für die teuerste Kategorie, was im Vergleich zu anderen Möglichkeiten, GRRM zu sehen, vermutlich spottbillig ist) und der Termin auch passte. Gut, ich musste am Sonntag das Haus verlassen, das ist eigentlich nie gut, aber für so ein Event macht man das dann schon mal *g*.

Um 18.30 schlugen also der Mitbewohner und ich am Bahnhof Dammtor auf, marschierten zum CCH rüber und trafen dann, während wir uns noch fragten, wie viele der Besucher wir wohl thereotisch kennen müssten, erstmal auf Mike Krzywik-Groß, mit dem wir uns noch kurz nett unterhalten haben, ehe es dann losging. Vermutlich waren auch noch 20 andere Leute da, die ich zumindest irgendwoher aus diesem großen Internet gekannt hätte, aber es ergab sich nicht, noch jemanden zu treffen.

Dann hieß es erstmal ne Weile Schlange stehen, wir zeigten die Tickets vor, erhielten dafür ein Armbändchen (was ich für eine 2-stündige Veranstaltung ohne Pause seltsam fand, es hatte aber noch einen tieferen Sinn, dazu später mehr) und konnten dann rein. Vor dem Saal gab es einen Verkaufsstand mit diversen Büchern, vor allem natürlich „Das Lied von Eis und Feuer“ im Original und auf deutsch und in verschiedenen Varianten. Außerdem ist wohl der „The World of Ice and Fire“-Band inzwischen übersetzt worden und unter dem Titel „Westeros: Die Welt von Eis und Feuer“ erhältlich. Das Buch fehlt mir ja noch und hätten sie das auf englisch da gehabt, hätt ich es vielleicht mitgenommen, aber sie hatten leider nur die Übersetzung da. Also wurde kein Geld ausgegeben. Viel spannender als der Verkaufsstand war aber der Iron Throne. Ja, sie hatten coolerweise tatsächlich einen hübschen Plastik-Iron-Throne aufgestellt, auf den man sich raufsetzen und ein Foto machen konnte. Sehr cool. Und sympathischerweise auch ohne irgendwelche zusätzlichen Kosten oder „Fotos nur vom Fotografen und gegen Geld“-Scheiß.

Kurz vor 19 Uhr hatten wir dann unsere Plätze erreicht, die auch ziemlich gut waren. Reihe 26, genau in der Mitte – das war jetzt nicht ganz dicht an der Bühne, aber halt auch nicht sonstwo. Und es gab ohnehin eine große Leindwand, auf die alles übertragen wurden, so dass man vermutlich auch von der letzten Reihe aus gut gesehen hat. Der Saal war auch so gut wie voll, es sollen irgendwas zwischen 2000 und 3000 Leuten dagewesen sein. Bevor es losging, gab es noch ein bisschen Action, als sich rausstellte, dass Sibel Kekilli auch da war und dann erstmal diverse Leute nach vorn stürmten, um ein Foto mit ihr zu machen. (Ich wäre von meinem Sitz aus ja eh nicht so schnell rausgekommen, insofern wars ganz gut, dass es nun gerade die einzige GoT-Schauspielerin war, bei der ich nicht traurig drum war, die Gelegenheit nicht zu kriegen.)

Und dann gings los!

Geführt wurde das Gespräch von Denis Scheck, der GRRM bereits einmal interviewt hatte. Der ist ja Literaturkritiker und ein Zusammentreffen von Autoren und Literaturkritikern muss nicht immer gut laufen (wenn ich da so an eine gewisse Lesung im Literaturhaus denke…), allerdings scheint er wirklich ein Fan von GRRM und generell von Fantasy und SciFi zu sein und war ausgesprochen gut vorbereitet und informiert. Ab und zu hatte er etwas Fremdschämpotenzial, z. B., als er GRRM fragte, ob er denn statt Fantasy nicht auch hätte über „erektile Dysfunktion und Mehrwerststeuer“ schreiben können, denn das seien ja die Themen der Mainstreamliteratur (Zefuq?). Und bei der Übersetzung der Antworten hat er öfter mal noch Dinge hinzugefügt oder hineininterpretiert, die so gar nicht gesagt wurden. Denn jaaaah, es musste natürlich wieder mal jede Antwort anschließend übersetzt werden. Und wieder war es meiner Ansicht nach komplett überflüssig, denn wenn bei jedem Witz von GRRM der ganze Saal lacht und bei der Übersetzung keiner mehr, dann hatten es wohl alle schon verstanden. So zumindest kam es bei mir an. Der Mitbewohner meinte nachher, sein Sitznachbar hätte zu seinem Begleiter öfter gesagt, dass er dem Gespräch nicht ganz folgen könne, insofern war es vielleicht doch nicht ganz falsch. Mich persönlich nervt es immer, dass dafür so viel Zeit verschwendet wird, in der man auch noch bestimmt 3-4 weitere Fragen hätte stellen können. Aber sei es drum. Die Übersetzung hat Herr Scheck dann bis auf die obigen Kritikpunkte super gemacht, das waren quasi druckreife Sätze, die er da aus dem Stegreif formulierte. Das war wirklich bemerkenswert.

Das Gespräch an sich war dann wirklich gut. Okay, ich fand es etwas seltsam, dass es wirklich gar keine inhaltlichen Fragen zu den Büchern gab. Dass nicht über die kommenden Bände spekuliert oder GRRM mit wilden Fantheorien bombardiert wurde, war ja super, und über die Serie redet er ja grundsätzlich nicht. Aber ich hätte tatsächlich erwartet, dass zumindest ein Teil des Gesprächs sich schon um ASoIaF oder z. B. den neuen Westeros-Band dreht. War aber gar nicht so. Andererseits – solche Fragen wurden in anderen Interviews natürlich schon 1000 Mal gestellt. Und hier gab es wirklich mal einige neue Fragen, die ich so noch nicht gehört hatte. Auch das Überleiten zu verschiedenen Themen war gut gemacht, das Gespräch wirkte sehr natürlich und es kam – bis auf die Stelle mit den angeblichen Themen der Mainstream-Literatur – auch nie zu irgendwelchen Peinlichkeiten.

Ich werde jetzt nicht das ganze Gespräch wiedergeben, einfach mal ein paar Highlights, an die ich mich noch erinnern kann:

  • Schön fand ich, wie GRRM meinte, dass die Nerds und Fantasyliebhaber, SciFi-Freaks usw., die in seiner Jugend noch totale Außenseiter waren, inzwischen so sehr akzeptiert würden und längst im Mainstream angekommen wären. „And now we rule the world“, sagte er wörtlich, und bei der Allgegenwärtigkeit von Game of Thrones in den Medien und der Popkultur bin ich geneigt, ihm recht zu geben.
  • Großartig war die Geschichte über GRRMs Vater, der aus dem 2. Weltkrieg mit 10.000 Dollar und einem großen Saphir zurückkehrte – keine Kriegsbeute, sondern alles beim Würfeln gewonnen. Von dem Geld hat der Vater dann so lange gelebt, bis alles ausgegeben war, erst danach suchte er sich einen Job und lernte da GRRMs Mutter kennen. Die meinte dann immer scherzhaft, sie hätte ihn ja gerne mal gekannt, als er noch viel Geld hatte. Aber immerhin – den Saphir ließ er dann für sie in den Hochzeitsring einfassen. Aaaw. 🙂
  • Auf die Frage, wie das Leben sich denn verändert hat, seit er so viel Geld mit den Büchern verdient hat, antwortete er zunächst ganz trocken „Well, I have more money.“, erzählte dann aber auch, dass er an sich gar nicht so anders lebe als in den Achtzigern. Er wohnt sogar noch im selben Haus, hat allerdings noch ein zweites als Büro dazugekauft. Danach wurde er dann etwas nachdenklich und erzählte, dass er es ja eigentlich schön findet, dass er so bekannt und beliebt ist, aber obwohl fast alle Fans supernett sind, er doch manchmal sehr genervt davon ist, dass er nicht mal in Ruhe irgendwo essen gehen kann, ohne Autogramme geben zu müssen oder Selfies zu machen. (Kann ich auch sehr gut nachvollziehen.)
  • Wieso er denn so fasziniert von Drachen sei, fragte Herr Scheck dann. Darauf antwortete er schlicht: „Dragons are cool!“. Und dass er als Kind immer mit Dinosaurierfiguren gespielt hätte, und die schon cool gefunden hätte, aber Drachen wären ja quasi Dinosaurier, die noch fliegen und Feuer spucken können, „which increases the coolness factor.“
  • Besonders schön fand ich, wie er darüber sprach, dass Literatur bzw. Kunst allgemein durchaus die Welt verändern kann, und zwar nicht durch irgendwelche oberlehrerhaften Bevormundungen, sondern einfach dadurch, dass Dinge ganz natürlich eingebaut und thematisiert werden. Als Beispiel führte er Serien wie „Will & Grace“ an, die dazu geführt haben, dass die Akzeptanz von homosexuellen Paaren viel größer geworden ist und letztlich auch dazu führte, dass auch homosexuellen Paaren die Ehe ermöglicht wurde/wird. Außerdem sagte er, er habe in seiner Jugend immer SciFi-Literatur gelesen, in der von den Menschen nie als „die Afrikaner, die Deutschen, die Amerikaner“ gesprochen wurde, sondern immer von „Earthlings“ und dass das bei ihm den Wunsch hervorgerufen hätte, dass Differenzen zwischen den Nationen wirklich einmal beigelegt werden könnten.
  • In diesem Zusammenhang sagte er auch, dass er manchmal das Gefühl hatte, in der falschen Zukunft gelandet zu sein. Er hätte sich die Zukunft gewünscht, in der es keinen Terrorismus, keine Erderwärmung und dergleichen gibt, dafür aber Kolonien auf dem Mars, Jetpacks und fliegende Autos. Er hätte sich auch in den 50-ern nie vorstellen können, dass jemals das Raumfahrtprogramm so stark eingestellt wird und man nicht mehr versucht, immer neue Entdeckungen im Weltall zu machen.
  • Angesprochen auf den Ausspruch „You can keep your heaven, when I die I wanna go to Middle-Earth“, den er in der Vergangenheit getätigt hat, sagte er, dass er in der Tat zwar katholisch aufgewachsen sei, mit dem Konzept eines Gottes aber nie viel anfangen konnte, auch wenn das Leben dann manchmal leichter wäre. „The universe is a wonderful and amazing place, but I believe it is all we have.“
  • Und falls ihr noch nicht wusstet, was GRRM in seiner Jugend so tat: Auf dem College konnte er im Gegensatz zu seinen Kommilitonen nicht im Sommer nach Europa fliegen, sondern musste arbeiten. Sein Sommerjob bestand darin, in einem Vergnügungspark ein Fahrgeschäft namens „Tubs of fun“ zu bedienen.

Es gab noch mehr interessante Dinge, die er gesagt hat, aber ich krieg es nicht mehr alles zusammen. Insgesamt fand ich die Fragen wirklich gut gewählt, weil sie eben nicht lauter Dinge wiederkäuten, die er schon 87 Mal gefragt worden war. Und die Antworten waren auch sehr interessant und teilweise witzig. Im Großen und Ganzen wirkte GRRM auf mich sehr sympathisch, und sehr viele Dinge, die er gesagt hat, würde ich so unterschreiben.

Dann wurde natürlich noch gelesen! War schon fast etwas seltsam, dass nach 90 Minuten komplett nicht auf ASoIaF bezogenere Fragen dann doch daraus gelesen wurde, aber ich will mich nicht beschweren. Und es gab sogar ein Kapitel aus „The Winds of Winter“, dem noch nicht fertigen 6. Band. Ob das jetzt schon jemals woanders gelesen wurde oder gar im Internet steht, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Ich suche nicht aktiv nach irgendwelchen Vorab-Kapiteln, weil ich lieber das Buch am Stück lesen will, wenn es denn fertig wird.

So, Achtung, ich spoiler jetzt hier mal ein wenig aus Buch 5 und nein, Buch 5 meint nicht Staffel 5 der Serie 😉 .

Es war ein Arianne-Kapitel. Lustigerweise war das für Leute, die nur die Serie kennen, vermutlich maximalst verwirrend. Arianne wer? Quentyn wer? Jon Connington wer? Aegon?? GRRM meinte auch, er entschuldige sich bei allen, die das Kapitel nicht so recht verstehen würden, denn es drehe sich um lauter Leute, die es nicht in die Serie geschafft hätten. (Inwieweit das jetzt ein Statement war, ausgerechnet dieses Kapitel zu lesen, vermag ich nicht zu erraten. Mich hat es jedenfalls gefreut.)

Das Kapitel an sich war dann gar nicht sooooo superspannend, es geht halt darum, dass Arianne Martell von ihrem Vater Doran beauftragt wird, nach Griffin’s Roost zu reisen und dort Jon Connigton und Aegon zu treffen. Sie soll rausfinden, ob Aegon wirklich existiert und gegebenenfalls dann halt den Truppen der Martells befehlen, zusammen mit Connigtons Söldnern in den Krieg zu ziehen. Wobei sie das eigentlich nur machen soll, wenn sie wenigstens einen Drachen dabei haben. Und natürlich will sie herausfinden, ob Quentyn erfolgreich war und Dany geheiratet hat (ahahaha…) und wieso man nichts von ihm hört. Ansonsten erfährt man noch ein paar Dinge darüber, wie es in Dorne nach dem missglückten Putschversuch mit Myrcella weiterging. Das Kapitel war interessant und gewohnt gut geschrieben, wirkte aber wie eins vom Anfang des Buches. Könnte gut das allererste Arianne-Kapitel aus Buch 6 sein. Also gab es logischerweise noch keine entscheidenden Wendungen und sowas.

Nach der Lesung gab es noch 5 Minuten Geplänkel und Verabschiedung, reichlich Applaus und dann war die Veranstaltung nach 2 Stunden auch schon wieder vorbei. Achja: Wie zu erwarten war, gab es keine Autogrammstunde. War auch logisch, bei 3000 Besuchern hätte der arme Mann ja bis nachts um 4 signieren müssen. Stattdessen kamen nun wieder die Armbänder ins Spiel – diese wurden per Zufallsprinzip verteilt und wer ein graues Armband hatte, hatte einen signierten Westeros-Band gewonnen. Leider war mein Armband grün. Man hätte nun noch am Stand versuchen können, ob es noch ein signiertes Exemplar zu kaufen gibt, weil es mehr signierte Exemplare als Bändchen gab, aber das wäre bestimmt arschteuer gewesen und dann ausgerechnet in einem Buch, was ich in der Form gar nicht haben wollte. Deswegen hab ich es auch gar nicht erst versucht.

Aber an die Schlange für den Iron Throne haben wir uns dann doch noch gestellt und Bilder gemacht. Musste natürlich fix gehen, da hinter uns noch 100 andere Leute drankommen wollten, deswegen ist das Bild so semi-schön und wird daher auch nicht hier veröffentlicht 😉 .

Beim Rausgehen hätten wir beinahe fast noch die Möglichkeit gehabt, für das NDR-Radio was zur Veranstaltung zu sagen, aber noch ehe ich registriert hatte, was der Mensch eigentlich wollte, hatte der Herr Mitbewohner ihn schon mit „Nein!“ abgewiesen und war vorbeigestürmt. Well.

Danach gab es am Gänsemarkt noch eine Pizza beim Ponti, wo ich mich darüber amüsierte, dass die vier Mädels am Nebentisch auch bei der Lesung waren und über Buchdinge rätselten (die im Buch aufgeklärt werden und die ich ihnen hätte erklären können, aber erstens stürmt man ja nicht unbedingt an fremder Menschen Tische und zweitens wurden sie mir dann nicht unbedingt sympathischer, als sie meinten, GRRM hätte ja mal weniger labern und dafür noch ne Stunde signieren können).

Und das wars dann. Insgesamt ne gelungene Sache, hat mich sehr gefreut, George Martin mal live erleben zu können. Klar war das jetzt in einem sehr großen Rahmen und nicht so cool wie Neil Gaiman im Literaturhaus, wo man sich nachher noch ein Autogramm holen konnte. Aber hey:  Innerhalb von nicht mal einem Jahr hatte ich die Möglichkeit, zwei meiner absoluten Lieblingsautoren live zu sehen und lesen zu hören. A girl considers herself lucky.

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12 von 12 im Juni 2015

12 von 12? Was will sie jetzt schon wieder? Ganz einfach: Fotos posten! 12 von 12 ist eine Blogger/Twitteraktion, bei der man jeweils am 12. des Monats 12  Fotos von seinem Tag postet. Gesammelt und erklärt wird das alles nochmal hier.

Dreimal hab ich jetzt schon gedacht, dass ich da mal mitmachen könnte, eingefallen ist mir das dann jeweils so am späten Nachmittag bis Abend des Monatszwölften. Da war es dann nix mehr geworden, es sei denn,  ich hätte sehr viele Bilder davon gemacht, wie ich mit der Katze auf der Couch liege. Aber nun! Gestern fiel es mir tatsächlich schon morgens um 10 ein UND es gab auch noch mal was Spannenderes als einen ganz normalen Arbeitstag. Gestern war nämlich der erste Tag der NordCon, der großen Rollenspielmesse in Hamburg. Und weil die immer noch läuft und bis morgen weitergeht, kam ich gestern auch nicht mehr zum Verbloggen der Bilder.

Jetzt mach ich aber gerade mal ein bisschen Pause vom Contrubel und nutze die Chance für meine ersten 12 von 12:

Bild 1

Bild 1

Das ist das erste, was ich morgens sehe – mein Blick vom Bett aus. Im Moment gerade in semi-aufgeräumt, nur der Wäscheberg ist noch da. Auf dem unförmigen Ding neben der Truhe. Das unförmige Ding ist übrigens ein Kasten mit einer Laute drin. Ja, ich bildete mir mal ein, ich könne ja Laute spielen lernen. Diese fixe Idee hielt leider nicht lange, denn auch mit inzwischen 30 Jahren bin ich viel zu ungeduldig und schnell frustriert, um ein Instrument zu erlernen. Schade eigentlich. Bald kommt die Laute auch weg, weil ich mir ein neues Regal bestellt habe und das dann den Platz brauchen wird. Dann kommt auch dieses komische eine Regalbrett über der Truhe weg, auf dem aktuell noch der Stapel ungelesener Bücher wohnt. Der zieht dann um ins neue Regal.

Bild 2

Bild 2

Während ich aufstehe, macht Katzi noch ein Nickerchen in des Mitbewohners Bett.

Bild 3

Bild 3

Frühstück. Und Twitter. Der Smoothie ist von Aldi, wo es diverse recht leckere Sorten zu einem Bruchteil des Preises von Marken-Smoothies gibt. Und ich hätte auch gerne noch was dazu gegessen, aber es war nix mehr da. Ich musste erst den Con-Besuch dazu animieren, mir Brötchen mitzubringen. Den Gastgeberpreis des Jahres gewinne ich damit schon mal nicht.

Bild 4

Bild 4

Hurra, endlich Brötchen. Dazu Saft und etwas Arbeit am aktuellen Rollenspielprojekt.

Bild 5

Bild 5

Die Katze ist auch fleißig. Im Niedlichsein.

Bild 6

Bild 6

Recherchekram auf der Couch. Na, wer erkennt das Buch?

Bild 7

Bild 7

Vor der Con noch schnell eine Stärkung: Sehr, sehr leckere mit Feta gefüllte Köfte am türkischen Imbiss an der Ubahnstation Horner Rennbahn. Die Peperoni hab ich aber lieber liegen gelassen.

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NordCon, Symbolbild 1: Programmeft und Flatrate-Kaffee/Tee-Becher. Okay, falls sich jetzt einer fragt, was zur Hölle das für eine Veranstaltung ist, weil hier zufällig noch 2,5 Nicht-Rollenspieler mitlesen: Die NordCon ist eine große, privat organisierte Messe für Brettspiele, Liverollenspiel, Pen-and-Paper und dergleichen, mit kleinem Mittelaltermarkt, Lesungen von Fantasy/SciFi-Autoren usw. Jedes Jahr im Juni in Hamburg, Eintritt kostet fürs ganze Wochenende 10 Euro, es ist toll da, geht da mal hin.

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NordCon, Symbolbild 2: Die Nerfgun eines Mitspielers. Was das ist? Ein Spielzeuggewehr, mit dem man Schaumgummipfeile verschießt. Was man damit macht? A) Cool aussehen und b) an der Zombiekalypse teilnehmen, einer sehr spaßigen Veranstaltung, bei der sich Menschen in 2 Gruppen aufteilen, von denen eine die Zombies, die andere die Menschen beinhaltet. Die eine Gruppe darf herumschlurfen und andere zombifizieren, die andere darf mit Nerfs auf die Zombies ballern. Win-win-Situation.

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Wir haben dann gestern mal ein neues Brettspiel getestet: „Winter der Toten“, ein Survival-Zombie-Spiel, in dem man kooperativ gegen das Spiel spielt, um die Kolonie von Überlebenden zu erhalten und die Zombies zu besiegen. (Ja, es ist gerade alles mit Zombies. Zombies sind aktuell so scheiße hip, dass es mich nicht wundern würde, wenn es bald eine Zombie-Version von Hello Kitty geben würde.)
Sehr spaßiges Spiel, am Anfang zwar etwas schwer zu kapieren, weil sehr viele Spielzüge pro Runde und sehr viel Detailkram, letztendlich aber sehr nett und mit coolen Ereignissen und Herausforderungen. Tatsächlich ist es so beliebt, dass wir es nicht mal kaufen konnten, weil es ausverkauft ist und gerade nachgedruckt wird.

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Meine Karte mit dem geheimen Ziel, das jeder Spieler bekommt und zusätzlich zm Überleben erfüllen muss, um noch einen Zusatzsieg zu erzielen. Es gibt auch Geheim-Karten, die einen zum Verräter machen, der gegen die anderen arbeitet, die kann man aber auch weglassen. Ich spiele ja so Kooperationsdinge auch lieber komplett ohne SonderzusatzgegendieanderenSpieleragier-Komplikationen. Mein Geheimauftrag bestand darin, drei Karten mit Medikamenten auf die Hand zu kriegen, bis das Spiel vorbei ist, das habe ich sogar geschafft.

Insgesamt macht das Spiel einen sehr guten Eindruck, kann man sicherlich noch öfter mal spielen – zumal der Spielablauf nicht immer gleich ist, sondern man verschieden schwere und langwierige Szenarien spielen kann und somit viel Abwechslung hat.

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Gegen 1 Uhr nachts haben wir uns dann verabschiedet – wie man sieht, brennt noch überall im Gebäude Licht und viele Spielrunden dauern die ganze Nacht an. Aber da am nächsten und übernächsten Tag ja auch noch was los ist und ich nach zu wenig Schlaf an so rein gar nichts Spaß habe, sind wir dann gegangen.

Und das war er, mein erster fotografisch festgehaltener 12. Tag des Monats. Mal sehen, ob ich nächsten Monat wieder dran denke.

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Hell, dunkel, hell, dunkel, 2020.

Die Zeit rast aktuell dahin, dass es schon fast nicht mehr schön ist. Sowohl im kleinen als auch im großen Stil. Nach meinem letzten Urlaub im Juni schienen die 12 Wochen bis zum nächsten Urlaub ewig zu sein – und nun sind es nur noch 2 Wochen bis zum Urlaub. Und ich kann mich kaum erinnern, was ich in den letzten 10 Wochen eigentlich gemacht habe. Aber das ist generell ein Phänomen, das sich in den letzten Jahren verstärkt hat. Wenn ich zurückblicke auf die letzten Wochen, Monate, Jahre, dann sehen sie aus wie eine undefinierbare graue Masse, aus der die Highlights wie Türme herausragen. Dieser Urlaub, dieses schöne Wochenende, dieser tolle Rollenspielabend, dieses Treffen, diese Convention, was, WIE LANGE ist das jetzt bitte her? In meinem Kopf ist irgendwie immer noch 2010. Ich kann am Ende der Woche schon kaum sagen, was ich am Montag oder Dienstag gemacht habe. Arbeiten, schlafen, essen, ein paar Stunden Freizeit am PC oder vor dem Fernseher. Nicht, dass das schlimm wäre, ich will ja gar nicht jeden Tag irgendwas machen, das ist schon alles okay so. Aber es ist unglaublich, wie wenig hängenbleibt.

Gleichzeitig funktioniert das Ganze auch in wesentlich größerem Rahmen. Ich wohne jetzt seit fast 11 Jahren in Hamburg – nicht mehr lange, und ich wohne hier länger als ich im Heimatkaff gewohnt habe. Ich arbeite seit 7 Jahren Vollzeit (und ja, seitdem ist das Zeitverfluffungsphänomen immer stärker geworden). Und gestern bin ich – völlig vorbei an der Tatsache, dass meine Schwester in meinem Kopf immer noch 10 ist – Tante geworden. Okay, noch ist das nicht so spannend und sehen werd ich die Nichte dann auch erst Weihnachten. Aber ich kann mich ja schonmal informieren, ab welchem Alter so ein Kind einen W20 bedienen kann, ohne ihn essen zu wollen…

Heute ist Freitag und wie immer ist das der einzige Tag, der nur so dahinschleicht. Heute ganz besonders, denn ich bin hundemüde und habe fiese Kopfschmerzen, was vermutlich beides davon kommt, dass ich gestern bis 23.30 (für mich ist das spät) am PC saß und an einer Kurzgeschichte geschrieben habe, die ich am Wochenende dann hoffentlich fertig kriege. Immerhin…so wie das läuft, erinnere ich mich vermutlich schon nächsten Freitag nicht mehr an die Kopfschmerzen, während die Geschichte wenigstens bleibt. Jetzt muss sie bloß noch gut werden *g*.

Gerade erscheinen auch die 2 Wochen bis zum Urlaub wieder endlos, aber sie werden vermutlich schnell vorbeigehen. Und morgen in 2 Wochen bin ich schon auf dem Weg in den Urlaub. Es geht diesmal nach Irland und ich freu mich schon sehr. 11 Tage werden wir unterwegs sein, 8 davon mit Mietwagen über die Insel fahren und dann noch 3 Tage in Dublin verbringen. Ich bin schon gespannt, wie das mit dem Linksverkehr so läuft, aber nun ja, was Millionen von Iren (und Briten und Schotten usw…) können,werd ich ja wohl auch schaffen.

Es wird jedenfalls höchste Zeit für ein paar Tage Erholung. Aktuell schlafe ich schon am Freitag um 23 Uhr auf dem Sofa ein, penne dann 10 Stunden und bin den Samstag trotzdem unglaublich müde. Neulich bin ich sogar beim DSA eingeschlafen, was mir sehr selten passiert.

Es gibt dann hoffentlich demnächst noch ein Juli-Mediengedöhns, angesammelt hat sich da durchaus ein bisschen was. Man muss es nur mal aufschreiben…

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Essen, Ponies und Abschiede

Wo ich zuletzt noch über den Urlaub resümierte, ist selbiger schon wieder vergessen und auch der Erholungseffekt ist jetzt schon dahin. Die letzte Woche hatte zwar nur vier Arbeitstage, allerdings quälte ich mich durch drei davon mit Zahnschmerzen, Rückenschmerzen und Migräne. Selbige ließ sich auch am Wochenende nicht so richtig loswerden. Am Freitag habe ich eher Feierabend gemacht (die Stunden hatte ich vorgearbeitet) um mich nochmal mit meinen Eltern zu treffen. Es war verdammt warm und sonnig, wir sind ein bisschen durch St. Georg gelaufen, dann an die Außenalster, haben da noch was getrunken. Dann ging es den gefühlt eeeewigen Weg zurück bis zum Dammtor und von da aus nach Ottensen – ein bisschen durch die Straßen laufen, einmal über den Wochenmarkt schlendern und dann waren wir noch essen im Eisenstein. Leider muss ich sagen, dass ich diesmal enttäuscht war. Das Essen war zwar wieder sehr gut, aber die Portionen waren absolut winzig. Ich hatte nur ein Hauptgericht (hab von denen, die ein Menü hatten, aber Vor- und Nachspeise mit probiert) und das war original ein kleines Stück Fleisch, 4 Stücke Gemüse und 4 kleine Kartoffeldinger (so in der Größe einer Cherrytomate). Ja, äääääh. War superlecker, aber danach hatte ich immer noch Hunger. Auch die Portionen der anderen waren sehr klein, so dass wir danach erst nochmal an nem Pizzastand Halt gemacht und jeder noch ein Stück Pizza gegessen haben… Bisher hab ich das im Eisenstein noch nie so erlebt, so dass ich doch ein wenig verstimmt war. Naja – muss man wohl nochmal testen, ob es da jetzt immer so Winzportiönchen gibt.

Am Samstag gab es dann noch einen in mehrerer Hinsicht denkwürdigen DSA-Abend. Zunächst mal kriegten wir alle ein Geschenk – von einem der Mitspieler, der sich aus unerfindlichen Gründen berufen sah, uns allen ein My-little-Pony-Plüschtier zu schenken, passend zum in der Kampagne gespielten Helden bzw. dem SL-Posten. Die Ponys sorgten für große Überraschung und auch den einen oder anderen Lacher – besonders schön war natürlich das Pony mit Zottelbart und Augenklappe für den einäugigen Zwergen oder das Pony mit Schnurbart und Weinglas aufm Arsch (der MLP-Fachjargon nennt das wohl „Cutie Mark“, aber ich weigere mich, solche albernen Worte zu benutzen…) für den horasischen Schwertgesellen. Mein Pony is übrigens schlumpf-blau und hat aufm Arsch ein Fragezeichen – anscheinend spiele ich den unklaren Hintergrund der Agentin doch zur Genüge aus 😀

Ach, guckt einfach mal selbst:

Pony_Kriegsrat

Man erkennt auch schön die „Maske des Meisters“ auf dem Pony-Arsch vom Spielleiter *gg*. Das lila Pony ist das mit dem Schnurbart und das knallbunte gehört – natürlich – zum Maraskaner.

Versammelt sind sie alle um die Ingame-Horasreichkarte, auf der wir immer mit kleinen Fähnchen die Truppenbewegungen nachvollziehen. Uuuuuund das ist eine tolle Überleitung, denn: Am Samstag haben wir nach fast 2 Jahren den ersten Teil der Königsmacher-Kampagne, „Hinter dem Thron“, beendet. War auch ein schöner Abschluss, denn das urprünglich begonnene Unterfangen, nämlich SPOILER Geron von Tikalen wieder auf den Thron seiner Baronie zu verhelfen und die Acht gegen seine Familie aufheben zu lassen, hat an diesem Abend sein glückliches Ende gefunden. Nun machen wir erstmal eine Pause von Fechtduellen, Visitenkarten und politischen Intrigen und werden in der nächsten Zeit erstmal weiter Güldenland sowie „Der Unersättliche“ und unsere Thorwalerrunde spielen. Ich denke, dass wir dann Ende des Jahres oder so wieder ins Horasreich zurückkehren.

Die Pause ist vielleicht auch ganz gut so, denn unser grandioses Fünfergespann, das sich immer mehr stritt als vertrug, sich grundsätzlich gegenseitig für inkompetent hielt und vielleicht gerade deswegen am Ende immer ziemlich gute Pläne entwickelte, muss in Zukunft auf den grummeligen Zwergensöldner verzichten, dessen Spieler wegen eines neuen Jobs ans andere Ende der Republik gezogen ist. War schon irgendwie ein doofer Gedanke, dass diese eigentlich sehr gut harmonierende Truppe in Zukunft so nicht mehr existieren wird. Aber that’s life. Wir machen jetzt einfach mit vier Spielern weiter, das ist auch noch eine sehr gut funktionierende Gruppengröße.

So. Morgen ist Feiertag – hurra! – und da muss ich daheim noch ein wenig putzen, denn am Freitag fallen drei Mit-Nanduriaten bei uns ein, um mit dem Herrn Mitbewohner und mir die neue Regeledition testzuspielen. Ich werde dann berichten, wie es war.

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