Monatsarchiv: April 2012

Das erste Mal – mein neuer Held und ich

Heute will ich es nach dem Rumjammern und Fangirlen mal wieder mit nem Post über das Thema Rollenspiel versuchen. Passenderweise hab ich ja noch nichts zum RSP-Karneval geschrieben.  Thema diesen Monat ist „Charaktere, Figuren und Charakterentwicklung“. Ein sehr weites und sehr interessantes Feld. Gar nicht so einfach, sich da ein konkretes Thema auszusuchen.

Es gab auch schon viele interessante Beiträge (einfach mal oben auf den Link klicken und die verlinkten Beiträge anschauen). Sehr spannend fand ich den Post von Tagschatten (der Blog ist überhaupt sehr interessant und lesenswert!) und auch die 2 konträren Meinungen der Teilzeithelden (ebenfalls spannender Blog).

So. Ich dachte mir, ich schreib mal ein bisschen was zum Thema des eigenen Charakters. Damit kenn ich mich im Zweifel auch besser aus als mit NSCs, so oft meistere ich ja nicht 😉

Wir kennen es ja sicherlich alle:  Der neue Charakter wurde ersonnen, erstellt, mit Werten ausgestattet, vielleicht noch mit dem SL besprochen, evtl. auch mit Bildern oder eine Hintergrundgeschichte versehen. Und dann naht endlich der erste Spielabend, an dem man den „Neuen“ spielen kann.
Dieser erste Abend kann – zumindest ist das bei mir so- sehr unterschiedlich enden. Manchmal kommt man nach Hause und ist von dem Helden total begeistert, manchmal denkt man sich, „naja, hätte besser laufen können“ und manchmal fragt man sich, wieso man je die bescheuerte Idee hatte, so eine Figur spielen zu wollen… 😉

Woran liegt das? Wieso schlüpft man in einige Rollen so leicht, als würde man den Helden schon seit Jahren spielen, während andere auch am 5. Abend sich einfach noch nicht „richtig“ anfühlen?

Ich denke, dass es mehrere Faktoren gibt, die einem das Spielen des Charakters vereinfachen oder erschweren.

Zum einen ist natürlich die Frage, wie ähnlich der Held einem selbst ist. Ich denke, dass man sich zumindest am Anfang leichter in eine Rolle hineinfinden kann, die zumindest gewisse Ähnlichkeit mit der eigenen Persönlichkeit hat.  Ich zum Beispiel neige auch im wirklichen Leben sehr dazu, ständig ironische Bemerkungen oder irgendwelche Scherze zu machen, insofern fällt mir das dann auch leicht, wenn ein Charakter in dieser Richtung angelegt ist.
Nun könnte man zwar einfach beschließen, nur noch Charaktere zu spielen, die einem selbst ähnlich sind, aber letzten Endes ist das für mich keine Lösung – ich spiele ja schließlich Rollenspiel, um eine (andere) Rolle einzunehmen, nicht, um mich selber zu spielen.

Der nächste Faktor ist meiner Meinung nach: Wie groß ist auch der körperliche Unterschied zwischen Held und Spieler? Es ist ja eine Sache, einen Menschen zu spielen, der einfach nur in einem anderen Umfeld steckt, also z. B. in einer Fantasywelt. Eine Figur zu spielen, die einer gänzlich anderen Rasse angehört, bietet natürlich gnaz andere Möglichkeiten, unterscheidet sich aber auch so sehr von einem selbst, dass man viele Dinge beachten muss. Ich hab mal einen Goblin gespielt und die Tatsache, dass ich die ganze Zeit bedenken musste, dass ich nur 1,20 m groß bin, im Dunkeln sehen kann, Fell habe und klettern kann wie ein Affe, hat mich ziemlich irritiert.
Hier gilt natürlich ebenso: Je größer der Unterschied zum Spieler ist, desto schwerer fällt es vielleicht auch, sich in die Figur hineinzuversetzen. Zumindest kann ich mir vorstellen, dass es leichter fällt, einen Zwergen zu spielen als z. B. einen Risso (das ist so ein Echsenwesen mit Kiemen und Schwimmhäuten und so 😉 ). Und auch hier würde ich sagen, dass es natürlich grade Spaß machen kann, eine derart fremdartige Kreatur darzustellen.

Natürlich hängt der Spaß am eigenen Helden auch davon ab, wie gut er in die Gruppe und das Abenteuer passt. Ich habe z. B. mal einen Schamanen gebaut, der in einer Gruppe gespielt wurde, die urprünglich aus 2 weiteren Gjalskern, einem Fjarninger und einem weiteren profanenen Charakter bestehen sollte. Da wäre er dann der einzige magisch Begabte gewesen und hätte sicherlich gut allen was von den Geistern und den Ahnen und so erzählen können. Der erste Spielabend kam und zwei der Spieler hatten sich umentschieden, so dass der Schamane dann auf einmal in einer Gruppe mit einem Firnelfen und einem Andergaster Kampfmagier war. Da ging er als Halbzauberer mit seinen wenigen Ritualen natürlich total unter. Den Helden hab ich dann auch nur drei Abende lang gespielt.

Bei meinem Magier hatte ich das Problem, dass sein allererstes Abenteuer an einem Ort spielte, wo die ganze Stadt unter Magiebann liegt (also im Sinne von „ich KANN nicht zaubern, nicht „ich sollte nicht zaubern 😉 ). Ich glaube, so hat er sich gleich im ersten Abenteuer den Spitznamen „Corvinus der Nutzlose“ erworben. Allerdings habe ich – auch wenn ich nach dem ersten Abend nicht sehr zufrieden war – den Charakter trotzdem weitergespielt und inzwischen ist er … etwas weniger nutzlos.

Es gibt natürlich noch andere Dinge, die einem das Spielen erschweren können (vielleicht hat man beim Erstellen eine Regel falsch oder gar nicht beachtet, vielleicht ist man an dem Tag einfach schlecht drauf, etc.), aber ich denke mal, man weiß, worauf ich hinauswill. Von den oben genannten Punkten können einige schon durch gute Vorbereitung behoben werden. Wenn vorher die Gruppenzusammensetzung und die Art des Abenteuers mit dem SL abgeklärt werden, kann man unliebsame Überraschungen in dieser Hinsicht vermeiden.

Es gibt allerdings manchmal den Fall, dass der neue Charakter gut ins Abenteuer und zur Gruppe passt, das Spiel gut vorangeht und man hinterher trotzdem nicht zufrieden ist, weil es einem eben nicht oder nicht so gut gelungen ist, sich in den Charakter hineinzuversetzen. Woran das liegt, kann ich selber auch gar nicht immer sagen.  Manchmal habe ich eine Figur total greifbar im Kopf, manchmal muss ich mich den ganzen Abend bemühen, irgendwie diese Figur zu spielen.

Was macht man also, um den Helden am ersten Abend ein bisschen besser zu verinnerlichen?

Ich selber hab da so einige Tricks. Vielleicht nützen sie ja irgendwem was.

1. Akkustik
Ich habe sehr oft ein Lied (oder mehrere), die irgendwie von der Stimmung und vom Text her zu einem Charakter passt. Das hör ich oft auf der Fahrt zum DSA oder sogar kurz vor Anfang des Abenteuers. Bei meiner misanthropischen, dezent kriegstraumatisierten Agentin hab ich z. B. immer kurz vor Spielbeginn „Tentative“ von System of a down gehört. Das hat mich immer halbwegs in die richtige Stimmung versetzt.

2. Optik
Ich habe von fast allen Helden ein Bild auf dem Datenbogen, sei es eine Zeichnung, die mir jemand netterweise gemacht hat, ein irgendwo gefundenes Bild, das passt, oder auch sehr oft ein (bearbeitetes) Bild eines realen Menschen (Schauspieler, Sänger, etc.). Meistens schau ich mir das Bild vorher nochmal an und lese auch nochmal in der Ausrüstungsliste durch, was der Held denn so anhat und mit sich rumträgt.

Ich stelle mir dann meistens vor, wie der neue Charakter sozusagen seine erste „Szene“ hat und versuche diese deutlich vor meinem inneren Auge zu sehen. Also z. B. wenn der Held ganz klassisch am Anfang des Abenteuers das Gasthaus betritt: Wie sieht das aus? Was hat er an, was wäre der erste Eindruck, den man hat, wie guckt er, wo geht er als erstes hin…und so weiter.
Das versuche ich dann auch bei der ersten Beschreibung des Charakters so gut wie möglich rüberzubringen, damit das auch den anderen Spielern vermittelt wird.

3. Das Wichtige am Unwichtigen
Soll heißen: Mir persönlich hilft es sehr, wenn der Charakter nicht gleich zu Anfang in eine Szene geworfen wird, in der das Ausspielen des Charakters schlecht möglich ist (einen Kampf, eine Flucht oder dergleichen). Tatsächlich bin ich sogar ein Freund der klassischen „Wirtshausszene“ oder Anwerbungsszene zu Beginn des Abenteuers (allerdings nur, wenn es eine neue Gruppe ist oder mehrere neue Helden eingeführt werden). Das sind nämlich meistens Szenen, die ohne jegliche Würfel, Regeln und Planung auskommen und in denen man sich gut auf das Spielen des Helden konzentrieren kann. Oft merkt man dann auch schon, ob es gut läuft – wenn man z. B. ohne nachzudenken sofort weiß, ob der Held lieber Bier oder lieber Wein trinkt, ob er sich mit Eintopf begnügt oder lieber Braten will, wen der anderen Helden er mag und wen nicht und so weiter. Und wenn man dann erstmal „drin“ ist, bleibt das meistens auch den Abend lang so. Bei mir zumindest.

So. Das waren dann mal meine Gedanken zum Thema. Ich hoffe, es war für den ein oder anderen Leser interessant.

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Eingeordnet unter DSA, Rollenspiel

Affentheater!

So! Heute muss ich mal mein allgemeines Gelaber über die Widrigkeiten des Lebens (aktuelle Kurzfassung: Auto in der Werkstatt, Status: unbekannt; Konto: verdammt leer; Arbeit: Azubine = arrrgh!; Katze: Hat neues Spielzeug und ist glücklich; Ich: Heute DSA und damit auch glücklich) unterbrechen und mal ein bisschen fangirlen bzw. allen, die hier mitlesen, eine Band ans Herz legen.

Also. Es begab sich vor 2 Jahren, dass ich wie jedes Jahr auf der NordCon war und dann im Programmheft die Ankündigung für eine Piratenband entdeckte. Piraten sind immer gut (Alles ist besser mit Piraten, wie wir ja seit The Gamers 2 wissen), Musik auch, also sind wir dann da hingestiefelt und haben uns das Konzert angehört. Tja, was soll ich sagen – die Gruppe hat mich von Anfang an begeistert. Nun hab ich sie letztes Jahr auf der NordCon wieder gesehen und gestern war ich bei einem Konzert hier um die Ecke, wo sie gespielt haben, was auch sehr toll war (mein erstes Konzert seit…äh…lange).

Ja, ich hör schon auf rumzulabern und sag, von welcher Band ich rede: Es handelt sich um die Gruppe „Mister Hurley und die Pulveraffen“. Und ja, man muss sie schon für den Bandnamen lieben, oder?

Mr. Hurley und die Pulveraffen kommen aus dem „karibischen Osnabrück“, sind im wirklichen Leben drei Brüder, die irgendwann zusammen eine Akkustik-Piratenband gründeten. Soweit ich weiß, sollen ein PiratenLARP und ein mysteriöser Captain Blake darin verwickelt gewesen sein 😉 Na jedenfalls sind sie die einzige Band, die ich kenne, die solche Musik macht und während mir so rein akkustische Mittelaltermusik meistens zwar gefällt, aber mich nicht so richtig begeistert, kann ich mir Shanties stundenlang anhören.

Auf den bisherigen Konzerten gab es von der Band meistens eine gute Mischung aus klassischen Seemannsliedern (sowas wie „The Irish Rover“, „15 Men on a dead men’s chest“, „Blow the man down“, etc.) und aus selbst geschriebenen Songs. Und nun kommt der nächste Punkt, wieso ich die Band mag: Die eigenen Lieder sind nicht nur musikalisch sehr mitreißend, sondern auch toll getextet und meist ausgesprochen witzig. Ich erwähnte ja vielleicht schon das ein oder andere Mal, dass ich bei Liedtexten (naja, und allen anderen Texten) immer sehr anspruchsvoll und mäkelig bin, aber bei MHUDPA (was für ne tolle Abkürzung…) gefallen mir die Texte ausgesprochen gut.

So, und nu noch der nächste Punkt: Die Konzerte sind immer sehr witzig, machen Laune und die Band kann echt gute Stimmung verbreiten. Für Sprüche wie:

„Und dann bin ich neben der nackten Frau vom Kapitän aufgewacht…“
„Ach, das ist uns allen schon passiert.“
„…außer dem Kapitän.“

hab ich immer was übrig *g* Weiterer Pluspunkt ist, dass die drei Jungs auch auf der Bühne und live dreistimmig singen könne, teilweise sogar A Capella. Da gibbets viele, die können das nicht. Jawoll.

So. Gestern war es jedenfalls sehr toll, der Herr Mitbewohner und ich haben uns vor dem Konzert gleich noch das erste Studioalbum der  Piraten mit dem Titel „Affentheater“ zugelegt und gestern auch schon mal reingehört. Gefällt mir sehr gut, es gibt neben den eigenen Songs auch z. B. eine sehr schöne, fast schon melancholische Interpretation von „15 Men on a dead men’s chest“, mehrere A-Capella-Nummern und ein cooles Intro und Outro.

Signieren hab ich mir die CD auch noch lassen (mein inneres Fangirl wollte es!), also hab ich jetzt auch noch drei schöne Unterschriften und einen einzigartigen schwarzen Fleck auf der CD. Wobei der schwarze Fleck nur vom auslaufenden Edding kommt, aber mein Doctor-Who-beeinflusstes Hirn dachte natürlich gleich an die Piratenepisode „The curse of the black spot“ in der sechsten Staffel 😉

So, damit genug gefangirlt. Falls die Band mal bei euch spielt, geht hin, es lohnt sich! Man kann sie sogar buchen 😉
(Ich wünschte, ich hätte Geld und Platz dafür – dann würde ich sie anheuern und sie bestechen, mich mitsingen zu lassen, ich wollte auch schon immer mal Piratenlieder singen :p)

Was noch? Das meiste hab ich ja oben schon geschrieben. Heute spielen wir endlich „Auf dünnem Eis“ weiter, nachdem wir ja neulich mit nem ziemlichen Cliffhanger aufhören mussten. Und morgen sollte ich dann mal anfangen, hier aufzuräumen, denn nächste Wochen kommt meine halbe Familie inkl. meiner beiden Omas zu Besuch und momentan ist die Wohnung wenig omatauglich…

Also, schönes Wochenende an alle!

Ein Kommentar

Eingeordnet unter blabla, Fangirl

Mehr Horror. Autodinge. Und Cocktails.

Nachdem ich im letzten Eintrag ja auf ein Ende der Horrorwoche hoffte, muss ich sagen, dass die nächste Woche gleich genauso weiterging…bzw. das Osterwochenende auch relativ chaotisch war. Und zum Bloggen bin ich auch nicht gekommen. Verdammt.

Also, an meinem Geburtstag bin ich morgens gleich schon wieder fast vom Glauben abgefallen, denn ich wollte mit dem Auto zur Arbeit und dieses sprang nicht an. Ohne ersichtlichen Grund, 3 Tage vorher wars noch gegangen…sowas liebe ich ja. Also mit der Bahn zur Arbeit, wobei der beste Mitbewohner von allen mir noch geholfen hat, mein Essen für die Kollegen mitzunehmen (fairerweise: Er hat die Kiste, wo das alles drin war, allein getragen *hust* Dafür bekam er aber auch 2 Stücke vom Kuchen ab.)

Naja, der Tag war trotzdem sehr schön, abends waren wir ja Cocktails trinken (zwar nicht da, wo ich eigentlich hinwollte, denn da war – wie konnte es in dieser Woche anders sein – schon ausgebucht). Dafür dann woanders, wo es auch sehr nett war UND unsere Kellnerin ein bisschen aussah wie Dany aus Game of Thrones. Fanden jedenfalls einige der anwesenden Herren. Wobei eine leichte Ähnlichkeit auch ich bejahen würde… 😉

Der Abend war jedenfalls sehr nett und es waren bis auf 3 Leute eigentlich alle da, die ich eingeladen hatte 🙂 Sogar Geschenke hab ich bekommen 🙂 Unter anderem die erste Staffel Game of Thrones, die dafür aber gleich doppelt*g*, ein Buch, ein DSA-Notizbuch, eine Mappe und einen Glücksbringer. Der scheint bloß noch nicht so gaaaaanz zu wirken 😉

Am Freitag wollten wir dann DSA spielen. Also, haben wir auch. Vorher rief ich noch den ADAC an, weil Auto ja putt war. Der Typ setzt sich rein, dreht den Schlüssel – Auto springt an. Ich fühlte mich leicht verarscht. Aber naja, schön dass es wieder geht, dacht ich mir und fuhr fröhlich mit dem Herrn Mitbewohner und dem weiteren Mitspieler gen Ahrensburg, wo wir dann ein lustiges Werwolfabenteuer spielten, zu dessen Lösung meine Heldin aufgrund der Tatsache, dass sie kein Blut sehen kann, wenig beitragen konnte *g* Lustig war es trotzdem. Bis zu dem Zeitpunkt, als wir die Heimfahrt antreten wollten und das bekackte Auto nicht mehr ansprang. Den ADAC also zum 2. Mal innerhalb von 24 Stunden angerufen und dann fröhlich zu dritt im Auto bei 3 Grad Außentemperatur ungefähr 80 Minuten gewartet. Alter, war das kalt! Dann kam der Typ, schaute herum, sprühte Dinge unter die Motorhaube, machte, tat….nix passierte. Also wurde ich dann zum ersten Mal in meinem Leben abgeschleppt (muhaha…ja nee, nicht so.) War….toll. Die Scheiben waren dezent von innen beschlagen und ich sah weder Straße noch sonstwas und folgte einfach dem un-fucking-fassbar nervig-blinkenden ADAC-Licht. Dann stand mein Auto also in Volksdorf, ergo, weit weg von daheim, und wir sind dann mitm Taxi nach Hause geeiert.

Samstag war dann Osterfeuer, ebenfalls in Ahrensburg, da sind wir dann mit der Bahn hin. Feuerchen an sich war schön, allerdings wars arschkalt und so gegen 22 Uhr sind wir dann geflüchtet und haben in unserem DSA-Raum Poker gespielt. Danach wollten wir noch „Eurotrip“ gucken und mein einer DSA-Mitspieler hat neulich einen Beamer….äh…erbeutet. Also der war kaputt und er hat ihn mitgenommen und repariert. Nu hatten wir aber keine Leinwand, aber besagter Mitspieler ist sowas wie der kleine Bruder von McGyver und hat es tatsächlich fertiggebracht, aus einem Alu-Träger, einem Besen, einem Spannbettlaken und reichlich Panzertape eine Leinwand zu bauen *g* Nach dem Film dann also wieder mit der Bahn nach Hause.

Sonntag dann: Bis abends nix vor, ergo: Skyrim-Zeit 🙂 Dann abends zu ner Freundin nach Wentorf. Das sind mit dem Auto 20 Minuten, mit der Bahn isses über ne Stunde. Ich weiß schon, wieso ich das Auto immer noch habe, auch wenn ich in der Stadt wohne…

Montag war ich mit A. brunchen, danach gabs noch bissl Skyrim und abends die erste neue GoT-Folge. Die Serie macht schon wieder extrem viel Spaß 🙂

Dienstag ging die Woche dann genauso bescheiden weiter, wie die andere aufgehört hatte.  Kartusche für den Kopierer war nach wie vor nicht da (es hat geschlagene anderthalb Wochen gedauert, uns die zu liefern und das klappte dann auch erst, nachdem Chef unseren Kundenberater angerufen hatte….Saftladen!), nach der Arbeit musste ich nach Volksdorf, meinen Schlüssel in die Werkstatt bringen, schaffte es beinahe nicht, musste schon wieder mit dem Taxi fahren und war danach so am Ende, dass ich meine Singstunde, die um 21 Uhr noch gewesen wäre, dann abgesagt habe.

Am Donnerstag rief dann die Werkstatt an: Das  Auto würde den Schlüssel nicht mehr erkennen, ob ich denn den Ersatzschlüssel mal vorbeibringen könnte? Ich dachte, ich spinne…von sowas hab ich noch nie gehört gehabt und natürlich hab ich nur einen Schlüssel mit abgegeben. Aber ich hatte so gar keine Zeit, denn am Wochenende sind ja diverse Leute ausm DSA4-Forum bei mir eingefallen und ich musste noch aufräumen und kochen und so.

Das Wochenende selber war dann nett, wenn auch irgendwie anstrengend. Hätte nach dem Sonntag gerne noch nen Tag zum chillen gehabt. Aber immerhin mal einige der Menschen hinter den Nicknames kennengelernt, ziemlich viel Spaß gehabt und über DSA gelabert und so 😉

Montag dann: Mit Ersatzschlüssel wieder in die Werkstatt. Ergebnis: Auto springt an. Den normalen Schlüssel auch nochmal getestet: Auto springt ebenfalls an. Toll, denk ich, dann gehts ja wieder…nehme Auto mit und fahre nach Hause.

Gestern: Wollte ich nochmal nach Wentorf, meinen Gehrock abholen (Teil meines Steampunkoutfits für die FedCon). Was ist: Auto springt nicht an. Nicht mit dem einen Schlüssel, nicht mit dem anderen. Nachdem ich vor Wut erstmal das halbe Haus zusammengebrüllt hatte, hab ich dann jetzt nach einer Opelwerkstatt gesucht, die halbwegs inner Nähe ist. Da werd ich das Auto dann entweder hinfahren oder es abschleppen lassen. Wenn die Elektronik des Autos (und nicht die des Schlüssels) verstellt ist, muss das angeblich in einer Opelwerkstatt gemacht werden…sagten zumindest die Leute aus der ersten Werkstatt, die jetzt allerdings nicht so den Eindruck von totaler Kompetenz bei mir erweckten…aber naja. Mal sehn. Zum Glück muss ich grad nicht dringend irgendwo hin, auch wenns mich total nervt, Samstag wieder mit der Bahn zum DSA eiern zu müssen…

Nachdem ich dann gestern total frustriert war, dass ich den Mantel noch nicht abholen konnte, hab ich dann stattdessen mal den Rest des Outfits zusammengeshoppt…und hilfe, hab ich viel Geld ausgegeben. Was müssen diese ganzen Steampunksachen aber auch immer so schick sein….ich hab mir jetzt 2 Blusen gekauft, Goggles, nen Minihut und für 70 Euro Schmuck. Mal sehn, ob alles ankommt und alles schick ist und so.

Was noch? Hm. Nachdem wir letztes Mal, also am WE vor Ostern, bis nachts um 5 „Auf dünnem Eis“ gespielt haben und dennoch mit einem Cliffhanger aufhören mussten, gehts am Samstag endlich weiter damit. Mal sehn, ob wir es noch schaffen, die Schergen zu besiegen, die uns das letzte Mal echt fies erwischt haben…

Das nächste Mal gibts hoffentlich wieder mehr Rollenspielkram. Eigentlich wollt ich noch was zum Thema Spielvorbereitung schreiben…

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Ich werd alt…

Jawoll. Morgen. Aber auch wenn morgen zwar nur 27 imaginäre Kerzen auf der imaginären Torte brennen, fühlen tu ich mich wie ungefähr 95. Der erste Tag nach dem Urlaub ging noch grade so, aber seit Dienstag morgen um 4 hab ich Kopfschmerzen, die sich von so ziemlich gar nix beeindrucken lassen und die, wenn sie mal weg sind, brav wiederkommen wie ein Hund, der nur mal eben das Stöckchen holen war…

Gnah. Ehrlich, wenn mir heute ne gute Fee erscheinen würde und ich einen einzigen Wunsch hätte, ich würde mir wünschen, nie mehr Kopfschmerzen zu haben. Scheiß auf Weltfrieden. Meinetwegen „nie mehr Kopfschmerzen“ für alle, aber zu mehr lass ich mich nicht breitschlagen :p
Und nu komm mir bitte keiner mit „dein Körper will dir damit was sagen“…mit dieser bekackten Migräne will der mir nix sagen aus „Ha Ha, du bist im Arsch“…*grummel*.

Auch ansonsten waren die ersten Arbeitstage nach dem Urlaub eher so, dass ich am liebsten gleich wieder ausm Büro geflüchtet wäre. Irgendwie haben alle technischen Geräte gleichzeitig den Streik erklärt. Im Moment arbeiten wir hier mit einem Drucker, der nur von meinem Rechner aus angesteuert werden kann, einen Kopierer, der dank fehlender Kartusche und nicht erfolgter Nachbestellung (wenn ich wenigstens wüsste, wer da nicht Bescheid gesagt hat….) auch nicht funktioniert und einen Ersatzdrucker/-kopierer,  der aber ein paar Räume weiter steht und endslangsam ist. Ja. So macht das Arbeiten doch Spaß…

Aber weg von dem garstigen Thema Arbeit…ich war letzte Woche (gefühlt: vor 6 Monaten :p) ja in Dänemark, mal wieder DSA-Woche. Diesmal sind leider gar nicht so viele lustige Zitate bei angefallen, da das meiste eher Situationskomik war. Zum Beispiel das Finale des Abenteuers in der Südmeerrunde, in der Hot-Alem von zwei Schlingern angegriffen wurde. Mein Koch wollte gern wissen, was das für ein Tier ist, würfelt Tierkunde: 20-20-20 und ist überzeugt, dass das kein Tier, sondern ein göttliches Wesen ist, was da auf ihn zu stapft. Dass er sich dann auf die Knie warf und rief: „Hranga! Er ist gekommen, um uns zu helfen! Er wird uns erlösen!“ und unbedingt den Schlinger auf sich aufmerksam machen wollte, war der restlichen Gruppe wenig lieb *hust* Am Ende wurde er von der Praiosgeweihten des Ortes umgekloppt und in den Tempel geschleift… 😉

Ansonsten war die Woche schön und entspannt, wir hatten sogar tolles Wetter und konnten schon auf der Terrasse im Liegestuhl rumsitzen…äh…na, oder liegen 😉 Außerdem habe ich endlich das erste Abenteuer der Drachenchronik zu Ende gemeistert (11 Spielabende verteilt über 2 Jahre haben wir gebraucht…), die anderen 4 Abende konnte ich dann zum Glück spielen. Sowohl die Südmeertruppe als auch die Handwerkerrunde haben wieder sehr viel Spaß gemacht. Da machen auch beide Helden mir sehr viel Spaß, sowohl der Koch als auch der Uhrmacher. Auch wenn letzterer unglaublich anstrengend zu spielen ist – der ist wie Pumuckl auf Speed…

Für dieses Wochenende steht auch einmal DSA an, außerdem Osterfeuer und vielleicht noch eine Einladung zum Essen.  Mal sehen, wie es wird.

Hauptsache, diese Horrorwoche ist endlich bald vorbei…

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