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Neulich beim Rollenspiel – Lustige Sprüche 2016

Huch, da hab ich dieses … äh … letztes Jahr ja nicht ein einziges Mal die lustigen Zitate gepostet. Zeit, das nachzuholen. Dafür gibt es dann gleich die gesamte Ladung aller Zitate aus 2016.

Aus der Königsmacher-Kampagne

Die Helden:
Josempe di Vindest, Schwertgeselle aus Vinsalt und Horasier, wie er im Buche steht
Dartan von Vinsalt, Magier der CCC
Abujin, Ritter des Buskur, maraskanischer Schwertgeselle
(Alirech Affendosa, sein semi-zahmer Zirkusaffe)
Geraldine von Bröckling, darpatische Adlige im Exil – zumindest scheinbar

Die Helden haben die Machenschaften eines wichtigen NSC aufgedeckt, doch die politischen Folgen laufen nicht so, wie sie sich das wünschen.
Geraldine: „Der nächste Typ, von dem wir wissen, dass er Dreck am Stecken hat, hat nen Jagdunfall…“

SL: „Amene-Horas soll gesagt haben, dass sie sich mit jedem Adligen, den sie erhebt, 10 neue Feinde macht.“
S4: „Ja, Nekromantie kommt eben nicht gut an.“

Abujin und Geraldine waren auf einem Botengang und verwürfeln beim Rückweg sämtliche Orientieren-Proben.
S4: „Wir nähern uns dem Dorf … in konzentrischen Kreisen.“

Für ein bevorstehendes Scharmützel teilen wir unsere Söldnertruppe in verschiedene Trupps auf. Alle, die nicht für etwas anderes gebraucht werden und keine besonderen Fähigkeiten haben, bleiben bei Josempe.
S3: „Ich schreib jetzt mal den Rest auf … und nenne ihn „Josempes Trümmertruppe“.

„Niemand hat Timor-Horas und Batman je in einem Raum gesehen.“

Josempes Spieler hat schon wieder Probleme mit dem richtigen Namen.
„Und wann findet jetzt dieses Kronevent statt?“

Dartan zählt mal wieder akribisch sämtliche Verbrechen auf, die einige gefangene Söldner begangen haben, und ist empört, dass die anderen Helden sich nicht so sehr dafür interessieren.
SL: „Das ist Rütteln an den Grundfesten Dartans!“

Beim Essen.
„Hey, wir haben den gleichen Spruch im Glückskeks.“
„Hat deiner auch nen Schreibfehler drin?“

„Nein, ich hab die erratierte Version.“

Nach dem 158. Knietreffer…
„Dartan könnte sich ein mechanisches Bein zulegen.“
„Ja! Dann ist er … Robocop!“

SL: „Die Droschke wartet seit drei Stunden vor dem Tor.“
S4: „Oh Gott, läuft etwa das Droschkometer noch??“

Aus der Lamea-Kampagne

Die Helden:
Fadril Emaneff, Nandusgeweihter, Bordkaplan und Schiffszimmermann
Yidayion Phẏrikos, rondragefälliger Krieger aus Arivor
Curima Flinkenkiehl, viel zu neugierige Schreiberin
Yali Yahatonwan, Utulu, bukanischer Haijäger und Nachwuchsbiaga

„In welche Sichtung regeln wir?“

Yali: „Ich schlag jetzt meinen Kopf so lange gegen den Mast, bis ich das wieder vergessen habe.“
SL: „Vermutlich kippt der Mast vorher um – der Klügere gibt nach.“

Das Schiff segelt in ein Gewitter.
Yali: „Wie gut, dass ich ein Amulett gegen Blitzschlag habe!“
Fadril: „Ist es aus Kupfer?“

Eine der … besonderen Besprechungen in der Kapitänskabine:
SL: „Willkommen im phexgefälligen Geschwader der roten Harika, wo wir das Gegenteil von dem tun, was wir sagen.“

Yalis legendäre, stets getragene, nie gewaschene Hose wird in die militärische Taktik mit einbezogen:
„Wir könnten Yalis Hose nach ihnen werfen – als biologischen Kampfstoff.“

Über die immer noch sehr geheimnisvolle Ensignia zur See.
S1: „Was sie wohl unter ihrer Uniform hat?“
S2: „Ich tippe auf … eine zweite Uniform.“
S3: „Oder Voldemort guckt so aus ihrem Bauchnabel.“

Während Fadril in seiner Kabine vor sich hinbrütet, fällt der ausgestopfte Chamäleonvogel auf ihn. Kurz darauf hat er die Lösung.
„Daher ja auch der alte Spruch: ‚Die Weisheit traf ihn wie ein ausgestopfter Chamäleonvogel.‘…“

Ideen für einen kämpfenden Koch: „Sonderfertigkeit : Versteckte Pfanne!“

Einer der NSC, ein Zwerg namens Gin, soll eigentlich schon seit längerer Zeit eine geheimnisvolle Kiste untersuchen, die unterwegs gefunden wurde und in der irgendwas (oder irgendwer?) drin ist.
S4:„Vielleicht ist Gin auch schon lange durch das Ding in der Kiste ersetzt worden.“
S3: „Du meinst er ist ein … Gintslinga?“

Nandusgeweihte vs. Rondrianer, die Helden wollen den Feind mit einem Feuer anlocken und dann angreifen…
Fadril: „Ich könnte auch meine Bela (Armbrust-ähnliche Fernkampfwaffe) noch einsetzen!“
Yidayion: „Gerne. Wirf sie ins Feuer, dann wird das etwas größer.“

Die Helden schleichen sich an ein Lager an.
SL: „Mach mal nen Wurf auf deine Ninja-Skillz.“

Fadril erwischt zwei Crewmitglieder mehr oder weniger in flagranti.
„Entschuldigung, ich dachte, ihr liegt vielleicht nur so nebeneinander…“
S3: „Klar, die haben nur zusammen Netflix geschaut…“

Wir kehren zurück zu Yalis Hose…
„Wann bekommt Yalis Hose eigentlich ihren eigenen Charakterbogen?“

Weitere Piratenlieder aus Yalis Repertoire:
„Die Bukanese zieht weiter, der Käptn hat Durst…“

Fadril übt schonmal für den nächsten Handel:
„Und wenn Ihr dieses Schiff JETZT kauft, bekommt Ihr diesen ausgestopften Chamäelonvogel GRATIS dazu!“

Wir haben mal wieder Landgang.
S4: „Yali sitzt am Strand und spielt mit seinen Kokosnüssen.“

Curima hilft Yali beim Handeln und gibt ihm ein Messer als Tauschware. Hinterher: „Hm. Jetzt hat der Kerl ein neues Messer, Yali nen Beutel Gewürze und ich hab gar nix. Das war … schlau.“

Der praktische Zauber beim Kochen: „Invocatio Majoran“

Wenn man seine eigene Schrift nicht mehr lesen kann…
S3: „Und die Piraten, die wir suchen, heißen die … *blätter* … Schwarzen Morcheln!?!“

An der Strandbar. Auch hochrangige Al’Anfaner sind nicht sicher vor Verkupplungsversuchen.
„Haaaaave you met Kugres?“

Ich weiß nicht mehr, wie wir darauf kamen…
„Tailach! Das wäre ein guter Name für einen orkischen Schelm!“

Fadril versucht, Fünfstern zum Überbringen einer Nachricht zu bewegen, was an Willen und Können des alten Magiers scheitert.
Fadril: „Es hat keinen Sinn. Er ist wie eine alte, defekte Brieftaube.“

SL: „So als Faustregel – wenn irgendwas die ‚Bruderschaft des schwarzen Blutes‘ heißt, ist es NIE wirklich tot.“

Wir schippern durchs Shindrabar-Archipel.
Yali: „Wenn ich je wieder zu Hause bin, mach ich ne Strandkneipe auf und nenne sie die Shindra-Bar.“

Yali – wir erinnern uns, ein 2 m großer Utulu, kleidet sich für einen Tanzauftritt ein.
S4: „Ich kauf so nen Streifenschurz, der gerade mal den Penis bedeckt.“
S3: „…also bis zum Knie?“

Wir bekämpfen eine Hydra, in der noch das Schwert ihres letzten Gegners steckt. Yidayion versucht es herauszuziehen.
S3: „Die Frage ist – von welchem Land wirst du jetzt König, wenn du das rausziehst?“

Lysvalis, der Magier mit dem Hang zu ausgiebigen metallurgischen Experimenten, ist immer wieder Gegenstand von Spekulationen, wie viel Prozent von ihm eigentlich schon aus Metall sind.
„Ich glaube, ich weiß, wer Lysvalis‘ Erzfeind ist.“
„Magneto?“

Und der letzte ist wirklich saulustig, aber leider ein Spoiler für die Kampagne (zum Lesen markieren):
Die Helden finden heraus, dass die Singenden Inseln, eine von uralter Magie durchzogene Inselgruppe, die in regelmäßigen Abständen den Ort wechselt, verflucht wurde und deshalb nicht mehr funktioniert (und auch keine Melodie mehr zu hören ist). Der Fluch muss aber gebrochen werden, damit sie wieder zurück nach Aventurien kommen.
S4: „Wir fassen also zusammen: Die Kampagne ist erst vorbei, wenn die fette Insel singt.“

Aus „Zwischen den Fronten“

Die Helden:
Praifried von Eslamsgrund, praiosgefälliger Krieger
Landras Lundran, Hauptmann a. D. der Reichsarmee
Boromil Salix von Trallo zu Rotenbusch, adliger Taugenichts und Kämpfer
Corvinus von Perricum, Antimagier

SL: „Der heilige Jarlak…“
S1: „Der heilige HAARLACK?“

„Wir bauen eine Mauer an der Grenze zu Almada. Und die Almadaner werden dafür bezahlen!“

SL:„Und die beiden Fraktionen des Turniers wählen sich farbige Schärpen.“


S1: „Grüüüüün!“
S2: „Purpuuuuur!“

S4:„Okay, das ist jetzt Kanon.“

Praifried: „Meine Rüstung ist dort hinten aufgebahrt.“

S4: „Der Aufschlag auf die Heraldikprobe sagt uns, wie wichtig das Adelshaus ist.“

Das Abenteuer spielt im südlichen Garetien, wo sich auch der Ort Bitterbusch befindet, an dem noch immer die Nachwirkungen der Magierkriege zu sehen sein sollen. Dann finden die Helden heraus, dass auch aktuell seltsame Magie vor sich geht.
S4: „Da ist doch was im Busch.“
S1:„Im Bitterbusch!“

Landras: „Katzen! Katzen sind die Zivilisten unter den Tieren!“

„Ich wege mir eine Bahn.“

„Hier ist auch ein Ort namens Ackbar.“
„Da sollten wir nicht hin, das ist bestimmt eine Falle.“

Aus „Inspectores“

Die Helden:
Lucianus, shinxirgeweihter Prätorianer
Quintus, Decurio der Prätorianer
Ragnar, gjalsker Wollnashorn-Tierkrieger
Hydronius, aufbrausender Feuerzauberer aus Jelenvina
Grimora, halborkische Schützin
Adilah, Kophta aus El’Burum

Vorm Spiel: Ragnars Spieler tauscht noch einen Nachteil gegen „Unfrei.“
SL: „Ja, dann bist du Sklave. Das ist auch ganz sinnvoll.“

SL: „Die meisten Magier haben irgendwann einen Ehrennamen. ‚Der Große‘ oder ‚die Mächtige‘ oder so.“
S6: „Oder, in deinem Fall: Hydronius-ohne-Augenbrauen.“

Quintus: „Narben sind ein Zeichen, dass man in der Lage ist, seine eigene Unfähigkeit zu überleben.“

Quintus: „Jeder nur zwei Stunden Wache?? Das ist ja fast schon Verschwendung.“
Adilah: „Deine Untergebenen lieben dich, oder?“

S3: „Ich kann da einen Zaubertrick.“
S2: „Wieso, bist du ein DSA5-Tierkrieger?“

Hydronius: „Ich habe zu kompliziert gedacht. Das kommt vor, wenn man schlau ist.“
SL: „Und wie ist das dann bei dir passiert?“

Aus „Artistenschuh und Rote Bälle“

Die Helden:
Grumbolosch, zwergischer Söldner
Rumpo, verschlafener Gardist
Floriel, wunderschöner Rahjakavalier
Istima Tonko, mohischer Stammeskrieger
Xeliane, Gelehrte aus Methumis

Rumpo wird als Gardist des Herzogspalast für den Ablauf einer Festivität angewiesen, bekommt aber nicht allzu viel mit.
S3: „Er hat die seltene Gabe, zu nicken und ‚ja‘ zu sagen, während er schläft.“

Floriel: „Ich bin mondsüchtig.“
S1: „Mohnsüchtig??“
S4: „Robbensüchtig??“

S3: „Warum schlafe ich immer mit den bösen Frauen? Ich bin der James Bond Aventuriens!“

Istima Tonko, noch nicht sehr lange in der „Zivilisation“, sieht sich mit einem Wackelpudding konfrontiert.
Xeliane:„Nein, da sind keine Geister in diesem Pudding.“
Istima Tonko:„Aber er bewegt sich ganz von selbst!!“

Wenig später:
Istima Tonko:„Ich möchte mit diesem Pudding nicht mehr im selben Raum sein.“

„Was, im Abenteuer steht, wer der Mörder ist?“

Istima Tonko:„Ich habe Angst vor der Magierin, die ist mit dem Wackelpudding im Bunde!“

„Ach, das ist nur der Ablenkungszant?“

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2016 – Der Rollenspielrückblick

Ich habe beschlossen, nochmal kurz einen Rückblick zum Rollenspieljahr 2016 zu schreiben, und zwar getrennt von meinem eigentlichen Jahresrückblick, dann muss das hier nicht lesen, wen es nicht interessiert (und umgekehrt).

Gestern habe ich mich ja vor der Silvesterfeier noch damit beschäftigt, aus meinem Gedächtnis, dem Blog, meinem Twitter-Account und der WhatsApp-Gruppe unserer Rollenspielrunde zu rekonstruieren, wann wir eigentlich nochmal was gespielt haben und wie viele Abende es insgesamt waren und welche Abenteuer dieses Jahr an der Reihe waren und so weiter. Denn eigentlich machen wir ja an Silvester immer die lustige Rollenspieljahresauswertung, küren das beste und schlechteste Abenteuer sowie die Gewinner in vielen weiteren lustigen Kategorien wie „bestes Monster“, „bester Lacher“, „am liebsten gespielter SC“ und dergleichen mehr. Nachdem ich dann nach 3 Stunden damit fertig war … haben wir es dann gestern doch nicht gemacht, weil aus der Feier mit der DSA-Runde irgendwie eine Feier mit erweitertem Familienkreis wurde, wir dann bis fast Mitternacht erstmal nicht-nerdtaugliche Dinge tun mussten und die anschließende Partie X-Wing sich dann auch so lange hingezogen hat, dass wir danach heimgefahren sind. Hurra. Die Umfrage wird aber nächsten Samstag nachgeholt, so dass ich die Ergebnisse vielleicht in Auszügen hier doch noch posten kann, mal sehen.

Immerhin kann ich schonmal festhalten, dass ich letztes Jahr 40 Spielabende gespielt habe (Cons und Online-Runden nicht mitgerechnet), was mehr ist als ich dachte, weil doch öfter mal Termine ausgefallen sind. Außerdem hat mich sehr gefreut, dass dieses Jahr auch mal ein paar mehr Nicht-DSA-Abende stattgefunden haben, denn Abwechslung ist immer gut und mal mit Raumschiffen und Schusswaffen zu hantieren macht halt auch viel Spaß. Neben zwei Hollow Earth Expedition-Abenteuern (über jeweils 2 Abende) haben wir auch ein wenig Star Wars: Am Rande des Imperiums gespielt. Beides hat sehr viel Spaß gemacht. Ich hoffe, dass auch im nächsten Jahr immer mal wieder was in der Richtung stattfindet. Außerdem habe ich mich dieses Jahr auch mal an „Rollenspiel online spielen“ herangewagt, einerseits mit einer FATE-Star Wars-Runde über Videochat (die leider viel zu selten stattfindet, dann aber immer sehr viel Spaß macht) und andererseits mit einer DSA-Runde über Teamspeak und Fantasygrounds (was nach wie vor etwas ungewohnt ist, weil halt wirklich ganz ohne die Mimik der anderen Spieler zu sehen). Jedenfalls kommt beides nicht so richtig an eine Tischrunde heran, funktioniert aber besser als ich das vorher gedacht hätte.

In der normalen Tisch-Rollenspielrunde jedenfalls war das Jahr sehr geprägt von einem langen Abschnitt der Lamea-Kampagne, den wir in ungefähr 20 Spielabenden beendet haben. Trotzdem wird die Kampagne uns noch eine ganze Weile begleiten. Sehr schön war auch ein Ausflug in die Dunklen Zeiten, wo wir jetzt gerade zwischen den Feiertagen das Abenteuer „Inspectores“ gespielt haben. Ich halte die Dunkle Zeiten-Box nach wie vor für eines der großartigsten DSA-Produkte EVER, und gerade die ungewöhnlichen SC-Typen machen einfach total viel Spaß. Und das Setting mit seiner Mischung aus bekanntem Aventurien, noch deutlich zu erkennbaren myranischen Einflüssen und erlebbarer Geschichte ist toll. Vielleicht schaffen wir ja auch 2017 mal wieder einen Ausflug in die Vergangenheit. Ansonsten machen wir aktuell gerade die Uli-Lindner-Wochen und spielen jetzt nach „Zwischen den Fronten“ das Abenteuer „Vergessenes Wissen“, wobei wir bei letztem gerade erst einen halben Abend gespielt haben. Jedenfalls habe ich zu diesem Anlass endlich mal meinen Magier durch sein Zweitstudium gejagt und ein paar lustige Stunden mit Versinken in die Tiefen des DSA4-Regelwerks verbracht. Und ja, das meine ich ernst, für einen schon halbwegs hochstufigen Charakter 2500 AP und das Zweitstudium zur Verfügung zu haben und sich mal wieder richtig in die magischen Sonderfähigkeiten und dergleichen reinzugraben hat echt Spaß gemacht. Weniger Spaß machte die Erkenntnis, dass die elektronische Version des Zauberbogens verschwunden war – den neu zu bauen, hat gedauert und war echt nervig. Aber nun ist es ja geschafft.

Wie immer gibts da draußen noch drölfzig andere Systeme, die cool klingen und die ich gerne mal ausprobieren würde. City of Mist klingt zum Beispiel toll, um mal was ganz Neues zu nennen. Immerhin hab ich dieses Jahr auf der NordCon mal Splittermond ausprobieren können, was ich nur aus frühen Demo-Runden kannte. Ist auf jeden Fall ein sehr durchdachtes System mit einer wirklich fantastischen Einsteigerbox zum Sofort-Loslegen. Sehr gut. Da werde ich mir auch nochmal einen Charakter für bauen, um das auf Cons gegebenenfalls mal Spielen zu können. Sehr gefreut hat mich auch, dass das Magun-Rollenspiel von Leander Taubner so erfolgreich finanziert worden ist, weil da ganz offensichtlich jede Menge Herzblut und Liebe drinsteckt.

Was mich auch gefreut hat, war, dass ich zu zwei weiteren Publikationen für Myranor einen kleinen Beitrag schreiben konnte. Was genau, werd ich dann nochmal berichten, wenn die Bücher auch erscheinen.

Auch eine neue Erfahrung ist das Hören eines Rollenspiel-Podcastst. Eigentlich mag ich keine Podcasts und eigentlich schaue ich z. B. auch keine Let’s Plays (von so Highlights wie dem Worst of DSA von Orkenspalter TV mal ausgenommen), aber zum Glück wurde ich vom One Shot Podcast überzeugt. Neben der Star Wars-Kampagne habe ich inzwischen auch schon einige andere Folgen gehört und die Qualität ist wirklich herausragend. Außerdem sind die beiden Macher, die auch auf Twitter stets präsend sind, unglaublich toll und sympathisch. Also, wer One Shot noch nicht kennt – hört doch mal rein.

Mal sehen, was das neue Jahr an Rollenspieldingen noch so bringt. Generell kanns aber gerne so halbwegs so weitergehen. Und das in Bezug auf 2016 zu sagen, ist ja auch schon mal was wert 😉 .

In diesem Sinne – Frohes Neues und Game On!

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The Blogstöckchen strikes back

Aller guten Dinge sind vier … oder so. Jedenfalls wurde mir zum vierten Mal (in diesem Jahr ein Blogstöckchen zugeworfen, diesmal vom Blog Quest in Peace (großartiger Name für ein Rollenspielblog, übrigens!). Und natürlich antworte ich auch dieses Mal.

Mit welchem deiner Charaktere würdest du gerne einen Abend zu zweit verbringen?

Uff, schwere Frage, ich mag ja die meisten von ihnen. Und sie hätten alle so ihre Vor- und Nachteile. Mein Koch zum Beispiel könnte mir ein grandioses Essen kochen, ist aber scheiße im Smalltalk und hat ein gruseliges rauchendes Auge. Mein Schauspieler sieht herausragend aus und ein Abend mit dem und ein paar Cocktails würde bestimmt … nett. Andererseits hat er ein viel zu großes Ego. Bei meiner Schreiberin würde der Abend vermutlich mit interessanten Gesprächen anfangen, aber damit enden, dass ich versuche, ihren Helferkomplex und ihre Verlustängste zu kurieren, und das würde bestimmt grandios schiefgehen. Meine Skaldin könnte ein  unglaublich tolles Privatkonzert für mich geben, allerdings könnte es sein, dass sie mir auch aus Versehen meine Zukunft vorhersagt und das will ich doch alles gar nicht wissen. Meinem Magier würde ich gerne ein paar Beziehungstipps geben, aber wäre das ein gelungener Abend?

Ernsthaft in Erwägung ziehen würde ich drei Charaktere: Bert, meine Söldnerin, weil es garantiert ein lustiger, unkomplizierter Abend mit jeder Menge Spaß wäre. Geraldine, meine Agentin aus der Königsmacher-Kampagne, würde ich gerne kennenlernen, damit ich es vielleicht endlich schaffe, sie so dazustellen, wie ich es eigentlich immer wollte. Und Yasine, meine allererste Heldin, die ich 4,5 Jahre lang in der Jahr des Feuers-Kampagne gespielt habe, ist einfach einer der Charaktere, denen ich mich am verbundensten fühle. Insofern würde ich vermutlich letzten Endes sie wählen, auch deshalb, weil ich sie aktuell nicht mehr spiele.

Bevorzugst du eher regellastige oder regelarme Systeme?

Da kann ich mich gar nicht so genau festlegen. Ich spiele nach wie vor supergern DSA 4.1, was man ja nur als sehr regellastig bezeichnen kann. Ich spiele zwischendurch aber auch gerne mal FATE oder was fast regelfreies wie Fiasko, auch The Pool fand ich ein nettes System für One-Shots. Allerdings habe ich festgestellt, dass ich für Runden, die länger als einen Abend dauern, doch schon gerne ein bisschen mehr Regelkram habe. Wir haben mal versucht, ein längeres Abenteuer mit The Pool zu spielen und das fand ich irgendwann zu handwedelig und auch ohne gute Möglichkeiten, den Charakter zu verbessern. Ganz so detailliert wie DSA muss es gar nicht sein, aber so ein Mittelding mit halbwegs komplexen Regeln, die trotzdem halbwegs schnell zu erklären und zu handhaben sind, finde ich gut. Also zum Beispiel sowas wie Ubiquity oder das Edge of the Empire-System.

Wie würde dein Traum-Spielleiter seine Runden leiten?

Jetzt kommt wieder der Teil, wo ich unseren SL lobhudele, denn meiner Meinung nach macht er das schon einigermaßen perfekt. Er kennt die Regeln besser als wir alle (ohne das irgendwie raushängen zu lassen), steckt supertief im DSA-Hintergrund drin, kann sowohl gekaufte Abenteuer super auf die Runde anpassen als auch tolle eigene Plots überlegen, versucht Wünsche der Spieler über die Charakterentwicklung zu berücksichtigen und regt auch selber Sachen an, die er cool für die SC fände. Er kann, das bewundere ich sehr, fast druckreif aus dem Stegreif sprechen, stellt NPCs gut und vielseitig dar, sucht für jede Spielsitzung passende Musik raus, bastelt „Titelbilder“ (die dann für das aktuell gespielte Abenteuer außen am Meisterschirm hängen) und Handouts. Man kann ihn quasi mit nix, was die SC tun, wirklich aus dem Konzept bringen. Ja sorry, ich bin ein Fangirl, unser Spielleiter ist toll. Er könnte es nur noch optimieren, wenn er irgendwann seinen Führerschein macht – dann müsste ich nicht jede Woche noch spätnachts das Auto nach Hause lenken. 😉

Du spielst zusammen mit vier Promis Pen and Paper. Welche drei Prominente werden deine Mitspieler und welcher dein Spielleiter?

Die Frage kommt irgendwie ständig bei sowas und ich finde sie recht schwer zu beantworten, man weiß ja nicht, wie welcher Promi privat so drauf ist. Deswegen sag ich jetzt mal: Ich würde, auch wenn das eher Prominenz unter Rollenspielern ist, unfassbar gerne mal mit den 4 Leuten von Oneshot Campaign spielen, auch gerne genau in der Besetzung, was SL und Mitspieler angeht.

Du wirst in dein Lieblings-PnP-Rollenspielsystem gesaugt. Wo landest du und welche Rolle (Klasse) würdest in der Welt übernehmen?

Ich lande in Aventurien, vorzugsweise nicht in der letzten Einöde, sondern in einer coolen Stadt wie Gareth oder Vinsalt oder so. Dort würde ich dann als „Klasse“/Profession vermutlich ähnliches sein wie in der realen Welt – bei DSA gibts ja zum Glück nicht nur Krieger-Magier-Streuner, sondern auch genug alltägliche Berufe. Insofern wäre ich wohl Schreiberin, wie meine Heldin Curima, oder so etwas in der Art. Es sei denn natürlich, ich hätte ganz viel Glück und könnte auf einmal zaubern oder irgendein  Gott fänd mich cool genug, um mich zu weihen.

Für welches System könnte, deiner Meinung nach, gar nicht genug Material erscheinen?

Tja, das ist so eine Sache, einfach nur „viel Zeug“ ist ja auch nicht ganz das Wahre. Zum Beispiel erscheint gerade ganz viel Kram für DSA, aber da ich DSA5 ja blöd finde, hab ich da nur was von, wenn man die Sachen problemlos auch für DSA4 benutzen kann. Und es ist ja auch immer die Frage, ob man ganz viel Ergänzungen und Zusatzbände und Kaufabenteuer überhaupt braucht oder ob man ganz froh ist, wenn man sich 1 oder 2 Bücher kauft und dann wars das auch erstmal und man kann damit 3 Jahre spielen.

Aber okay, um die Frage trotzdem zu beantworten: Da ich gerade so sehr im Star Wars-Wahn bin, kann gerne noch viel mehr Zeug für Edge of the Empire bzw. die beiden anderen Settings erscheinen. Zumal das da auch sehr optional ist und meist einfach weitere Spielmöglichkeiten bietet und man auch mit dem Grundbuch schon vermutlich sehr lange spielen kann.

Welches Universum verdient seine eigene Pen and Paper Umsetzung?

Auch diese Frage habe ich, glaub ich, schon mal beantwortet, aber egal. Generell gibt es inzwischen ja genügend Universalsysteme wie FATE, mit denen man jegliches Setting bespielen kann. Spannend finde ich eine eigene Regelumsetzung immer dann, wenn das Universum auch etwas hergibt, was eine eigene Regelmechanik rechtfertigt.

Jedenfalls bleibe ich mal bei meiner Antwort vom letzten Mal: Ich hätte gerne ein PnP-Rollenspiel zur Fernsehserie Defiance. Das Setting bietet eine Sci-Fi-Dystopie in einem meiner Meinung nach sehr interessanten Zeitraum, nämlich dem, wo die Aliens gerade weder just mit Angriff drohen noch schon seit Jahrhunderten mit Menschen zusammenleben, sondern eben gerade erst vor ein paar Jahren angekommen sind. Die verschiedenen Alienspezies finde ich alle ziemlich cool, außerdem gibt es witzige Techniksachen und halt eine wilde Mischung aus restlicher menschlicher Zivilisation, wild terraformter Natur und fremder Alienkultur. Das würde ich wirklich gerne mal spielen.

Welches ist deine Lieblingsfantasyrasse und wieso?

Ich selber spiele am liebsten Menschen, weil mich die biologischen Abweichungen bei anderen Spezies immer irgendwie aus dem Spiel reißt. Wenn ich ständig dran denken muss, dass „ich“ nur 1,40 groß bin, im Dunkeln sehen kann und beim Geruch von Brot kotzen muss, komm ich nicht in Spiel rein. Ab und zu spiele ich schon mal Spezies,  die keine Menschen sind, aber denen halt recht ähnlich. Twi’lek zum Beispiel.

Abgesehen von den eigenen Charakteren wären bei meinen Lieblingsspezies die Neristu sehr weit vorne, die gehören zu DSA-Myranor und ich finde sie cool, weil sie ziemlich originell sind und mir noch nicht aus tausend anderen Fantasybüchern bekannt vorkommen. Neristu sind Humanoide mit vier Armen, blauer Haut und drei Nasenlöchern, die nachtaktiv sind und im Dunkeln sehen können. Sie haben eine ziemlich großartige Kultur, sind oft als sehr zwielichtig verschrien (was daran liegen könnte, dass es bei ihnen ganz offiziell sowas wie eine Gilder der Giftmischer oder Kopfgeldjäger gibt *g*), besitzen eine sehr interessante Glaubenswelt und sind untypisch, aber nicht zu fremdartig-abgefahren.

Gibt es eine bestimmte Art von Plot, die du bevorzugst, z.B. Intrigen, Kämpfen, Investigation?

Ich mag alles, bei dem man Mitdenken und Rätseln kann/muss. Also Detektivabenteuer, Intrigen, Rätsel lösen usw. Wobei auch kampflastige Abenteuer natürlich cool sein können, wenn entweder eine taktische Komponente dabei ist (und die SC auch in die Planung einbezogen werden) oder dabei einfach eine Stimmung gut rüberkommt, wie z. B. in einer großen Schlacht. Großartig finde ich auch so soziale Herausforderungen, also sowas wie sich verkleidet auf einen Ball einzuschleichen oder dergleichen.  Oder generell so heimliche Aktionen mit rumschleichen und verkleiden und verstellen. Was ist nicht so mag, sind reine Reiseabenteuer oder irgendwas, was zum Großteil aus Zufallsbegegnungen besteht (was bei Reiseabenteuern leider oft der Fall ist). Meist ist ein Abenteuer ja aber ohnehin eine Mischung aus verschiedenen Elementen.

Was steht bei dir beim Rollenspiel im Vordergrund: Spaß oder Immersion?

Ich verstehe die Frage nicht ganz, denn maximalen Spaß habe ich bei höchstmöglicher Immersion.

Aber vermutlich isses so gemeint, dass man sagen soll, ob man lieber versucht, ernsthaft-immersives Rollenspiel zu machen oder eher so Bier-und-Brezel-mäßig mit viel Gelächter spielt. In dem Fall: Sehr viel lieber ersteres, auch wenn es natürlich nicht immer und vor allem nicht am Stück durchzuhalten ist. Zumindest habe ich es noch nicht erlebt, dass in einer Spielsitzung gar nicht rumgeblödelt würde, aber das mag auch an der Dauer unserer Spielrunden liegen, die meist so irgendwo bei 8 Stunden aufwärts liegt. So lange kann man keine superernsthafte Stimmung aufrecht erhalten. Am liebsten mag ich es eigentlich, wenn lustige Situationen und witzige Sprüche aus dem Spiel heraus und zwischen den Charakteren entstehen. Aber natürlich kommt Outgame-Gelaber und dumme Flachwitze und Wortspiele trotzdem vor und auch öfter von mir selbst ausgehend als mir das eigentlich lieb ist. Aber ich finde, das muss man entspannt sehen. Wenn man so wie meine Runde fast jeden Samstag spielt, dann kann nicht jeder Spielabend das Highlight schlechthin sein, manchmal ist es auch ein Abend, um Pizza zu essen, vorm Spiel 2 Stunden lang über Serien und Computerspiele zu quatschen und 15 saudoofe Wortspiele zu machen. Trotzdem freue ich mich immer, wenn das mit der Immersion und dem Drama und so richtig gut klappt.

Jemand fragt dich, was Pen and Paper überhaupt ist. Antworte in einem Satz.

„Eine Art Mischung aus interaktiver Geschichte, Laienschauspiel und Gesellschaftsspiel – wie genau das aussieht, kann man sich auch im Internet anschauen.“

Nun ist es wieder an der Zeit, Leute zu nominieren! Langsam wird es echt schwer, es hatte ja gefühlt jeder schon das Stöckchen mindestens einmal.

Ich nominiere natürlich wieder Judith (mit oder ohne Christian), weil ich ein böser, gemeiner Mensch bin. Und außerdem auf eigenen Wunsch Julie und Sal. Und wenn sie mögen, auch den GM Raphi und den Nur-den-Tim. Und zwar mit folgenden Fragen:

  1. Welches Rollenspielprodukt in deinem Besitz bedeutet dir am meisten und warum?
  2. Welches Fantasy/SciFi-Klischee hängt dir total zum Hals raus?
  3. Womit schafft es ein Rollenspiel-Mitspieler, dass du ihn/sie sofort aus der Runde werfen willst?
  4. Wie findest du Let’s Plays, also Videos von echten Spielrunden? Schaust du welche? Stellst du selber welche online oder könntest du dir das vorstellen?
  5. Abseits des Rollenspiels: Was ist dein liebstes Brett- oder Kartenspiel für einen gemütlichen Spieleabend?
  6. Lagepläne, Battlemaps und Miniaturen für Kämpfe im PnP – yay oder nay?
  7. Du kriegst einen Haufen Geld und genügend Freizeit, um einen Fantasy- oder SciFi-Roman zu schreiben. Was wird es? Wo spielt es? Was sind die Hauptfiguren?
  8. Gibt es Musik, die du, abseits von Hintergrundmusik für Sitzungen, mit Rollenspiel oder deinen Charakteren verbindest?
  9. Regeln auf dem Tablet, Software zum Musikabspielen oder gleich reine Online-Runden: Wie viel Technik gehört für dich zum Rollenspiel?
  10. Wie kamst du eigentlich zum Bloggen?
  11. Wie sehr befasst du dich im Internet mit Rollenspielinhalten (Blogs, Foren, Videos usw.)?

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Don’t kill my darlings – wieso ich keine Charaktertode brauche

Das ist jetzt wieder ein Artikel, der aus einer Twitterdiskussion entstanden ist, bei der dann alle Beteiligten feststellten, dass man auf Twitter einfach nicht gescheit diskutieren kann. Also, all ihr da draußen, die ihr an der Diskussion teilgenommen habt, fühlt euch eingeladen, in den Kommentaren weiterzumachen 🙂

Wie die Überschrift schon sagt, es geht um Charaktertod und dessen Für und Wider und vor allem die Frage, ob er vom Zufall abhängen sollte. Ausgangspunkt war dieser Blogeintrag und da die Antwort auf Frage 3. Ich zitiere mal in Teilen:

Der Charaktertod gehört dazu. Und er muss nicht immer sinnvoll sein. Natürlich wünschten sich viele Spieler für ihren Charakter einen heldenhaften Tod, aber auch ein erfolgloser Wurf beim Klettern in 500 Fuß Höhe kann zum Absturz und damit zum Ableben führen.

Dieser Aussage stimmten auf Twitter so einige Leute zu, ich musste wie immer bei dem Thema reflexhaft widersprechen und nun habe ich den Salat und muss darüber bloggen. Also nicht, weil mich einer mit vorgehaltener Knarre zwingen würde, aber weil es mir ein Bedürfnis ist.

Miteinander, gegeneinander, durcheinander

Grundsätzlich gehört die Frage, wann ein Charakter das Zeitliche segnen kann, natürlich in den großen Komplex des Umgangs der Spielgruppe untereinander. Das betrifft auch die Frage, ob offen oder verdeckt gewürfelt wird, ob die SC auch komplett an ihrer Aufgabe scheitern können, ob die SL Hilfestellung gibt, wenn die Spieler in eine Sackgasse gerannt sind und so weiter. Im Prinzip stellt sich halt die Frage, ob das Abenteuer etwas ist, was die SC und die Spieler im Wettstreit gegen den SL „schaffen“ müssen oder ob man einfach irgendwie gemeinsam eine coole Geschichte erzählt, in der die SL vielleicht auch gar nicht so viel mehr zu sagen hat als die Spieler. Zwischen diesen beiden Extremen dürften sich die Positionen wohl bewegen.

Nun isses nicht so, dass ich jetzt nur noch spielleiterlose Systeme wie Fiasko spielen wollte und ich mag es auch durchaus, wenn unser SL uns als Spieler und SC vor eine Aufgabe stellt, von der wir nicht sofort wissen, wie wir sie lösen können. Allerdings weiß ich dann immer, dass er uns keine unlösbare Aufgabe vorsetzt, weil ers lustig findet, dass wir auf die Fresse kriegen. Fast immer kriegen wir es dann eben auch hin, die Situation auf die ein oder andere Weise zu lösen, auch wenn natürlich mal was schiefgeht und nicht immer alles nach Plan läuft. Im Gegenzug kann sich unser SL dann auch schon drauf verlassen, dass keiner seiner Spieler kompletten Bullshit baut, nur um ihn zu provozieren oder zu sehen, ob er es ihm/ihr durchgehen lässt. Das schafft eine entspannte Grundstimmung, in der Platz ist für unkonventionelle Ideen, für Charakterspiel und auch mal für slapstickartige Nummern, bei denen irgendwas total schiefgeht.

Insofern läuft das bei uns schon recht ideal so, wie ich das gerne hätte, und ich kann Schilderungen von Spielern, die sinnlos versuchen, ihre Grenzen auszutesten (und z. B. verkünden, jetzt nackt in die Eiswüste zu ziehen, um ein Beispiel von Twitter aufzugreifen) genausowenig verstehen wie SL, die sich ein Abenteuer ausdenken und dann mal gucken, ob die SC es schaffen, zu überleben. Das wäre für mich dann schon ein Grund, das außerhalb des Spiels anzusprechen und im Zweifelsfall die Runde zu verlassen. Klar, das sagt sich immer leicht, und in manchen Wohnorten kann man sich nicht aussuchen, wen man überhaupt zum Spielen findet, aber Spaß machen würde mir das Spiel unter solchen Voraussetzungen halt nicht.

Ich habe da teilweise das Gefühl, dass das auch immer sehr verbissen diskutiert wird – wer verdeckt würfelt, ist ein railroadender Märchenonkel, der seine Spieler in Watte packt und ihnen eine Geschichte vorliest, nur die echten, truen Rollenspieler sind knallhart und würfeln offen und wenn dann halt jeden Abend ein SC stirbt, dann müssen sich die Spieler halt verdammt noch mal mehr anstrengen. Kann man sicher so sehen, es wäre aber keine Atmosphäre, in der ich spielen wollte.

Realismus und Dramatik

Ein weiterer Punkt ist das Schwanken zwischen einer erzählerisch schönen, den Regeln der Dramatik folgenden Geschichte und dem Realismus von Welt und Zufall. Natürlich ist es möglich, dass man so viel Pech hat, dass der erfahrene SC-Krieger gegen den schwächlichen Goblin unterliegt und stirbt. Sowohl die Würfelergebnisse geben das her als auch die Erfahrung – es fallen genug Leute beim Kirschernten von der Leiter, stürzen über die Teppichkante oder verletzen sich sonstwie auf unwahrscheinliche und undramatische Weise. Insofern ist es natürlich in gewisser Weise nur realistisch, wenn die SC auch in einem Scharmützel gegen Wegelagegerer draufgehen können, während sie eigentlich erst auf der Reise zum eigentlichen Ort des Geschehens sind. Es ist nur die Frage, ob man das möchte. Und ich möchte das nicht.

Realismus kann ich jeden Tag haben, das Leben ist voll von blöden Zufällen, Pech und Pannen. Das brauche ich im Rollenspiel nun nicht auch noch. Und für mich ist Rollenspiel umso besser, je mehr sich a) eine persönliche Involvierung aufbaut (dazu später mehr) und b) je besser sich ein RPG-Abenteuer nach gewissen Regeln der Dramatik entwickelt. Natürlich isses immer noch Rollenspiel und die Geschehnisse hängen davon ab, was die Spieler tun, so dass es nie eine komplett durchgescriptete Dramatik geben kann. Soll es auch gar nicht, sonst kann ich stattdessen ja auch ein Buch lesen. Aber so gewisse Punkte und Richtlinien eines dramatischen Aufbaus sind auch im RPG durchaus zu erreichen. Ob das jetzt ein lange aufgebauter Gegenspieler ist oder ein NPC, der lange als Freund der SC aufgebaut wird, ehe er/sie in Gefahr gerät, eine sich erfüllende Prophezeiung oder eine sich aus verschiedenen Puzzleteilen zusammensetzende Erkenntnis. Und was halt in den Aufbau einer Geschichte nun ganz schlecht passt, ist, dass die Hauptperson auf der Anreise am dritten Goblin von links stirbt.

Das heißt im Umkehrschluss natürlich, dass ein Charaktertod auch durchaus toll sein kann, wenn er in der richtigen Situation passiert und mit der richtigen Dramatik einhergeht. Das muss dann nicht immer total episch ablaufen, ein stiller Abgang oder die letzte Konsequenz eines alten Fehlers oder der eigenen Uneinsichtigkeit kann für mich genauso dramatisch passend sein wie ein episches Aufopfern.

Was ist ein Spielercharakter?

Wie man zu Charaktertoden steht, hängt wohl auch sehr davon ab, wie man zu seinen Charakteren an sich steht. Sind sie eine Ansammlung von Zahlen, die andere Ansammlungen von Zahlen (aka NPCs) bekämpfen? Sind sie der Versuch, sich im Laienschauspiel zu ergehen? Ein anderer Name, den man sich selbst gibt, während man so tut, als wäre man grad im Mittelalter oder auf einem Raumschiff? Eine Figur, die bereits eine Persönlichkeit hat? Oder lieber ein weißes Blatt, das sich erst im Laufe der Abenteuer mit Leben und Geschichten füllt? Die Antwort liegt für jede Spielerin wohl irgendwo dazwischen.

Je mehr man natürlich am Charakter hängt, desto fataler wäre ein Tod desselben. Deswegen bin ich auch so unbegeistert von der Möglichkeit, dass die SC durch dumme Zufälle sterben können. Ich mag meine gespielten SC nicht nur, sondern habe für die meisten von ihnen auch Pläne für ihre Zukunft  – manchmal sehr konkrete, manchmal mehr so eine vage Idee, was sie irgendwann mal werden und sein und erreichen könnten. Diese Ideen sind in manchen Fällen meinem SL auch schon bekannt und wenn es passt, baut er da immer mal wieder was ein, was den SC in die entsprechende Richtung schickt. Manchmal passiert natürlich auch etwas und bringt die Planung durcheinander, das ist dann auch okay. Aber ganz sicherlich möchte ich nicht, dass eine Figur, für die ich schon für die nächsten Jahre Pläne und Ideen habe, dann einfach weg ist, weil ich leider die Kletternprobe verpatzt habe und der SC nun tot ist.

Etwas anders sehe ich das tatsächlich bei One-Shots, bei denen gar nicht geplant ist, die Charaktere länger als einen Abend zu spielen. Da sind auch schon etliche meiner SC draufgegangen und ich fand das sehr okay. Auch wenn ich meistens auch zu einem Archetypen schon nach ner Stunde ein engeres geistiges und emotionales Verhältnis habe, als ich das meistens zugeben möchte 😉 . Bei sowas wie Fiasko ist natürlich auch total in Ordnung, wenn die Charaktere sterben, das ist ja ein Teil des Spaßes.

Und wo bleibt die Spannung?

Das am häufigsten gebrachte Argument für offenes Würfeln und für mögliche Zufallstode ist das der Spannung. „Aber wenn man weiß, dass keiner stirbt, isses ja langweilig“. Ich kann tatsächlich sagen, dass das bei mir nicht zutrifft. Wenn das Abenteuer gut läuft und die Atmosphäre richtig aufgebaut wurde, bin ich im Charakter so drin, dass ich in dem Moment kaum noch weiß, dass er oder sie nicht einfach durch einen verirrten Pfeil sterben wird. Ich weiß, damit mache ich jetzt noch zusätzlich das Thema „Immersion“ auf, aber für mich ist das auch eins der wichtigsten Elemente am Rollenspiel. Wenn ich richtig drin bin, dann sitze ich da auch mit Herzklopfen und zittrig am Spieltisch, weil meinem Charakter grad was Spannendes oder Gruseliges passiert. Dass ich dann irgendwo theoretisch weiß, dass mein SC „safe“ ist, ist in dem Moment egal, weil ich zu sehr im Charakter drinstecke.

Tatsächlich ist es sogar eher so, dass ich mich mehr in die Spannung, die Dramatik, die Atmosphäre reinwerfen kann, wenn ich weiß, dass das Sicherheitsnetz irgendwo da ist. Ich habe durchaus SC, die sehr mutig oder ein bisschen todessehnsüchtig sind, und die könnte ich nie in voller Breite ausspielen, wenn ich Angst haben müsste, dass sie in einem unwichtigen Nebenscharmützel sterben. Nur weil dem Charakter egal ist, ob er/sie lebt oder stirbt, heißt das ja nicht, dass ich als Spielerin ihn/sie nicht sehr dringend noch ein paar Jahre spielen möchte. Wenn ich in meiner Dänemarkrunde spiele, bin ich auch immer viel vorsichtiger und quasi taktischer, weil da offen gewürfelt wird und auch Zufallstode passieren können. Da disktutier ich dann auch am Spieltisch bis aufs Blut, wenn mMn eine Regel falsch ausgelegt wird und da das Leben meines SC dran hängt. Das stört dann natürlich das Spielgefühl und reißt einen aus dem Abenteuer. Insofern: Je größer die Gefahr, dass mein Charakter doof draufgeht, desto weniger spannend (und immersiv) ist das Spiel für mich.

Ein weiterer Punkt ist natürlich, dass einem Charakter alle möglichen Dinge passieren können, die interessanter sind als der Tod. Und die es nicht unmöglich machen, weiter mit dem Charakter Spaß zu haben und ihn zu entwickeln. Es ist ja sogar so, dass ich es toll finde, wenn meine SC auf die Fresse kriegen (dazu gibt es sogar einen eigenen Blogeintrag) – aber ich möchte sie so lange spielen, wie ich Spaß an ihnen habe und ihre Geschichte nicht zu Ende erzählt ist.

In der Praxis

Nach meinen theoretischen Überlegungen noch kurz ein Wort dazu, wie wir das Thema in unserer Gruppe handhaben. Bei uns können SC sterben, wenn a) der Spieler das möchte oder b) der Spieler das Risiko in Kauf nimmt und sich klar ist, dass es zu einem Charaktertod kommen könnte. Und ja, wenn bei uns einer sagt, dass sein SC jetzt nackt in die Eiswüste rennt, könnte er an sich zwar auch sterben, aber dann würden wir eher das Spiel unterbrechen und erstmal fragen, was da gerade schief läuft. Tatsächlich ist das etwas, was unser SL auch öfter mal tut, wenn ein Spieler den Eindruck macht, er würde die Situation gerade ganz anders einschätzen als der SL sie beschreiben wollte. Das unterbricht zwar auch kurz das Spiel, manchmal stellt sich dann aber auch heraus, dass gerade alle Beteiligten sich die Situation anders vorstellen. So klärt man, dass keiner in eine Lage rennt, die er komplett falsch einschätzt.

Wir hatten vor einiger Zeit auch mal fast einen toten SC, weil der sehr götterfürchtige Krieger sich einem riesigen daimoniden Monster entgegenstellte, vor dem wir eigentlich weglaufen sollten. Da war uns allen in dem Moment klar, dass der SC gut bei draufgehen kann und dass das ein Risiko ist, was der Spieler auch bereit war einzugehen. Es wäre ein verdammt cooler Abgang gewesen – tatsächlich konnten die anderen 3 SC es dann nicht mit ansehen, sind ihm zu Hilfe geeilt und haben es alle sehr, sehr knapp überlebt. Es hätte aber mit ein bisschen mehr Pech auch anders ausgehen können. Und das wäre dann auch für alle in Ordnung gewesen.

Einmal wollte ich übrigens auch für einen meiner Charaktere einen quasi vorher abgesprochenen Tod – das Abenteuer lief dann aber so blöd, lieblos und chaotisch, dass ich vorher aus der Runde ausgestiegen bin. Heute bin ich sehr froh darüber, weil so immer noch die Chance da ist, der Figur irgendwann später einen schönen Abgang zu verschaffen.

Fazit

Für mich ist ein drohender Charaktertod durch blöde Zufälle kein Element, das das Spiel bereichert und Spannung bringt, sondern im Gegenteil etwas, das mir im Falle des Eintretens nicht nur den Abend, sondern vermutlich sehr viel mehr verderben würde. Ich hänge an all meinen Charakteren und wenn sie mal sterben, möchte ich darauf eingestellt sein und es soll etwas sein, an das man sich erinnert.

Vermutlich hätte ich noch viel mehr zum Thema schreiben können, aber es wäre ja für die gerade auf Twitter gelaufene Diskussion von Vorteil, sich da nun gleich in einem Blogeintrag anschließen zu können, oder hier zu kommentieren. In jedem Fall wäre es doch nett, wenn noch mehr Leute etwas dazu schreiben, von daher rufe ich doch mal alle Beteiligten auf, sich so blogparademäßig an dem Thema zu beteiligen! Die Beiträge kann ich dann ja hier am Ende noch verlinken.

Linksammlung

Another one bites the dust Sorben von Gelbe Zeichen, bei dem der Beitrag stand, der die Diskussion auslöste, hat nochmal einen langen Artikel zum Thema verfasst, der die Frage des Charaktertods auch aus Spielleitersicht beleuchtet.

STIRB ENDLICH! – Ganz so drastisch sieht Leander in seinem Beitrag im Magun-Blog das Thema dann doch nicht, aber generell findet er Charaktertode wichtig.

Rest in Pieces – Gedanken zum Charaktertod macht sich Che von Runway 61. Meiner Meinung nach ein sehr ausgewogener Artikel mit viel Pro-und-Contra-Argumenten.

DORP-Cast, Folge  87: Gestorben wird immer – damit hat es das Thema von den Bloggern zu den Podcastern geschafft. Thomas und Michael widmen der Frage der Charaktersterblichkeit eine eigene Folge.

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Da draußen im Internet: Ein paar Links am 03.09.2016

Mal wieder Zeit für ein paar Linkempfehlungen – das ist auch das Letzte, was ich noch blogge, ehe ich in den Urlaub verschwinde.

Fangen wir mit Eigenwerbung an, dann haben wir das gleich hinter uns: Zu dem DSA-Abenteuer, das ich letztes Jahr zu einem Drittel geschrieben habe, gibt es inzwischen spielfertige Archetypen, um das Spielen in der doch relativ abgelegenen Ecke Myranors zu erleichtern: KLICK! Zusammen mit dem Bonusmaterial, das schon bei Erscheinen veröffentlicht wurde, und der ebenfalls neuen Farbkarte eines wichtigen Schauplatzes, braucht man jetzt also eigentlich nur noch das Abenteuer, um je nach Gruppe bestimmt 4-17 Abende spielen zu können. Inzwischen gibts das übrigens auch als PDF für 9 Euro.

Außerdem hat Nandurionkollege krassling Lust gehabt, uns drei  Autoren zu interviewen – skurrilerweise gibt es also inzwischen ein Interview mit mir im Internet. Muddi, ich bin berühmt! Wers lesen will, klicke HIER.

Okay, genug der Eigenwerbung, ich komme zur Werbung für andere: Leander Taubner, den ich hier neulich schonmal mit seiner großartigen Twitter-Rollenspiel-Quest verlinkt hatte, hat sein eigenes Rollenspiel MAGUN auf Kickstarter gestellt. Finanziert ist es tatsächlich schon, es wird also auf jeden Fall was werden, aber das Crowdfunding läuft noch eine Weile und es wird bestimmt auch noch ein paar coole Bonusziele geben. Guckt doch mal rein! Übrigens gibt es parallel dazu eine zweite Twitter-Rollenspiel-Aktion, diesmal in der Welt des Rollenspiels, die ihr unter #MagunQuest findet.

Und das wars auch eigentlich schon. Ich bin dann mal weg – sofern das Urlaubswlan es zulässt, kann man auf Twitter aber bestimmt demnächst ein paar Urlaubsfotos sehen. Und einen Blogeintrag zum Urlaub gibt es dann demnächst bestimmt auch.

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#RPGaday2016: Tag 23 bis 31

RPGaDAy2016

Ich hab ja eigentlich weder Zeit noch Nerv, aber ich will die Aktion auch irgendwie nicht so in der Mitte abbrechen.

Dann also noch schnell die restlichen Fragen:

23. Teile eine Geschichte, bei der du echt Pech hattest.

Da fällt mir als erstes wieder eine Klettern-Story ein: Die Helden klettern an einem Seil einen lotrechten Schacht hoch. Trotz eines recht hohen Wertes verkackt mein Charakter natürlich die Probe, rutscht ab, kann sich mit einer Körperkraft-Probe noch eben festhalten, darf eine zweite Kletternprobe würfeln – und patzt. Abwärts gings in den dunklen Schacht. Dort unten wohnte eine Riesenspinne, die fand, dass meine Heldin wie lecker Essen für ihren Spinnennachwuchs aussah. Der Krieger der Gruppe, der heldenhaft mit Fackel in den Schacht kletterte, fand meinen SC also komplett in Spinnenweben eingesponnen und von kleinen Babyspinnen schon leicht angeknabbert … und ich durfte mir danach „Angst vor Spinnen“ als neuen Nachteil aufschreiben *g*.

24. Welches Spiel verschenkst du am ehesten an andere?

Ich glaube, ich hab erst einmal ein Rollenspielbuch verschenkt und das war Fiasko. Ansonsten haben wir natürlich auch gerne mal dem SL unserer Runde irgendwelche Abenteuer und sonstigen Bände zum Geburtstag geschenkt, aber da er inzwischen so ziemlich alles im Regal stehen hat, was bis zum Ende von DSA4.1 erschienen ist, hat sich das inzwischen auch eher erledigt.

25. Was macht einen guten Charakter aus?

Ein Mindestmaß an Hintergrund, einige deutliche Schwächen (die ich auch wichtiger finde als Stärken – zumal sich das im Laufe der Zeit ja meist eh noch entwickelt), eine gute Mischung aus sofort sicht- und spürbaren Besonderheiten und erst nach und nach zu entdeckenden Geheimnissen, Hintergrundinformationen und dergleichen.

26. Welche Hobbies passen gut zum Rollenspiel?

Am besten solche, die nicht zu viel Zeitaufwand und regelmäßige Termine erfordern, weil dann die Rollenspieltermine drunter leiden :p .

Ansonsten können auch Hobbies, die eigentlich voll passend klingen, wie Hobbyhistoriker oder Sportfechter, gerne dazu führen, dass das Rollenspiel durch viele „Also eigentlich ist das ja voll inkorrekt, weil….“s unterbrochen wird. Insofern weiß ich nicht, welches Hobby da nun total toll zum Rollenspiel passt, wobei man mit Lesen und Filme/Serien schauen natürlich nix falsch macht, des Inputs wegen. Achso, und Freude an sowas zu haben wie Musik zusammenschneiden oder Soundfiles erstellen ist natürlich sehr praktisch. Ach halt, ein Hobby fällt mir natürlich noch ein: Zeichnen können! Was würde ich drum geben, in der Lage zu sein, meine Charaktere zeichnen zu können.

27. Ungewöhnlichster Ort/Umstand, an dem du je gespielt hast?

Ähhh. Ich glaub, ich hab bisher immer nur so ganz langweilig halt in irgendwelchen Wohn- und Esszimmern oder auf Cons gespielt.

28. Bei welchem Buch/Film/Serie warst du am meisten überrascht, dass ein Freund es/ihn/sie nicht kannte?

Keine Ahnung. Ich kenn selber so vieles nicht.

29. Wenn du an einem beliebigen Ort auf der Erde spielen könntest, wo wäre das?

Am besten in einem fetten schottischen Schloss, in einem mittelalterlichen (aber warmen!!!) Saal mit Kerzenleuchtern und massivem Holztisch. Und Live-Barden. Und leckerem Essen, das am Tisch serviert wird. Ja, das wär schön.

30. Beschreibe den idealen Rollenspielraum, wenn unendlich Budget zur Verfügung stände.

Äääääh. Mal abgesehen vom schottischen Schloss … auf jeden Fall mit einem supergeilen bequemen Sessel/Sofa/Stuhl für jeden nach Wahl, dazu ein großer Tisch, eine gescheite Soundanlage für Musik, evtl. noch ein Bildschirm fürs Einblenden von Bildern oder Handouts, farbiges Licht zum Einstellen … hm. Okay, viel mehr fällt mir da gar nicht ein und 90 % davon hat unser Spielraum eh schon … ich bin wohl anspruchslos.

31. Der beste Tipp, der dir jemals für dein Lieblingssystem gegeben wurde?

Vertraue niemals einem automatisch rechnenden Datenbogen. (Irgendwann mal in Anfangszeiten gehabt, dann drauf hingewiesen worden, dass die öfter Mist bauen, das überprüft, teilweise pro Held mehrere 100 verschwundene AP gefunden. Seitdem nur noch mit Stift und Taschenrechner und per Hand.)

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#RPGaDay2016: Tag 11 bis 22

RPGaDAy2016

Pfuh, da hänge ich ja etwas hinterher mit dem RPG-Fragebogen. Also dann, mal aufholen:

Frage 11: Welcher Spieler hat deine Art zu spielen am meisten beeinflusst?

Irgendwie kommt es mir vor, als hätte ich so ne Frage schon mal beantwortet … egal. Einen bestimmten Spieler könnte ich da nicht nennen, es sind mehr so bestimmte Aspekte des Spiels, die ich bei anderen Spielern gut fand/finde und versuche auch selbst ins Spiel einzubringen. Das kann die konsequente Art sein, den eigenen Charakter auszuspielen oder ein gutes Timing für humvorvolle Szenen oder die Art und Weise, ein Problem anzugehen. Ansonsten hat natürlich der Spieler am meisten Einfluss gehabt, der mich damals zu meiner ersten Runde mitnahm 😉 .

Frage 12: Welches System wird deine Gruppe vermutlich als nächstes spielen und warum?

Ich wüsste grad nicht, dass wir in nächster Zeit was anderes als DSA4.1 spielen würden, weil wir einfach noch soooo viele Abenteuer und Kampagnen vor uns haben. Falls wir nebenher mal in einer zweiten Gruppe was anderes ausprobieren, würde das wohl Shadowrun (5) sein, weil meine Runde im März da den Schnellstarter gespielt hat und sehr begeistert davon war. Eigentlich war da auch angedacht, dass wir mal spielen, aber unser DSA-SL kann nicht noch ne zweite Runde meistern und der Spieler, der sich dazu bereiterklärt hat, hat noch keine weitere Action entfaltet. Insofern weiß ich nicht, ob das jemals was wird.

Ansonsten haben wir ja neulich wieder mal Hollow Earth Expedition gespielt und das war auch sehr spaßig. Das könnte ich mir auch gut vorstellen, wenn wieder mal ein DSA-Termin ausfällt.

Frage 13: Was macht eine erfolgreiche Kampagne aus?

Neben den richtigen Spielern und dem richtigen SL: Wiederkehrende Elemente (Orte, Personen, Dinge), größere Zusammenhänge, Möglichkeit zur Charakterentwicklung.

Frage 14: Dein Dream-Team aus Spielern, mit denen du zusammen gespielt hast?

Pfffuuh. Das kommt sehr drauf an. Erstens spiele ich ja eigentlich nur mit Leuten, mit denen ich auch gerne spiele und zweitens kommts auch auf die Art von Abenteuer an. Es gibt natürlich Leute, mit denen irgendwie der Kontakt verloren gegangen ist, mit denen ich gerne mal wieder spielen würde, aber auch da würde ich nicht meine aktuelle Runde mit ersetzen wollen.

Frage 15: Was ist deine beste Inspirationsquelle fürs Rollenspiel?

Ach, das kann alles Mögliche sein. Da ich ja eher nicht leite, sinds bei mir meistens Charaktere irgendeiner Art, die mich zu neuen SC-Ideen inspirieren, ob die nun aus Büchern oder Filmen oder Serien oder Computerspielen stammen, ist auch fast schon egal. Manchmal krieg ich Charakterideen auch durchaus durch gut gespielte NSC. Ansonsten natürlich auch das Spielmaterial an sich. Wenn man ein System spielt, was in der (mehr oder weniger abgeänderten) Realität spielt, kann man auch sehr gut stundenlang bei Wikipedia versumpfen zu Recherchezwecken.

Frage 16: Welche historische Person hättest du gerne in deiner Runde, und welches System würdest du mit ihr spielen?

Keine Ahnung. Den meisten historischen Personen müsste man das Konzept vermutlich erstmal ausführlich erklären und sie würden es vermutlich sehr seltsam finden … und dann müsste es natürlich auch jemand sein, der mit Fantasie und Worten gut umgehen kann. Vielleicht eine Runde MERS oder The One Ring, geleitet von Tolkien persönlich?

Frage 17: Welcher fiktive Charakter würde am besten in deine Runde passen?

Irgendein nerdiger natürlich. Howard aus TBBT (der wäre auch ein Gewinn, weil er so großartig Stimmen imitieren kann 😉 ). Charlie aus Supernatural. Abed aus Community. Die wissen auch alle schon, was Rollenspiel ist. Hurra.

Frage 18: Von welcher Innovation könnten Rollenspielgruppen am meisten profitieren?

Hm. Das … kommt darauf an? Generell können Rollenspieler allerorten vermutlich sehr davon profitieren, dass man inzwischen auch ganz gut zusammen spielen kann, wenn man nicht am selben Ort wohnt, also über Teamspeak, Google Hangout und die diversen technischen Ergänzungen dazu. Mit dem übergreifenden Anpreisen von regeltechnischen Innovationen halte ich mich eher zurück, weil einfach nicht jede Gruppe die selben Interessen und Vorlieben hat. Generell schadet es aber natürlich nie, mal über den Tellerrand zu gucken und was Neues auszuprobieren. Zum Beispiel hat unsere Runde vor einer Weile die Medianprobe beim Wurf mit nur einem Würfel eingeführt (man würfelt dabei mit 3 Würfeln und nimmt das Ergebnis in der Mitte) und da wir das gut fanden, sind wir dann dabei geblieben.

Frage 19: Was ist die beste Art, ein neues System zu lernen?

Optimal finde ich, es mit jemandem zu spielen, der es schon kennt und dann nach ner kurzen Einführung gleich loszulegen. Das geht natürlich aber nur, wenn man denn jemanden kennt, der das System schon gespielt hat. Ansonsten bin ich aber auch dafür, möglichst schnell loszuspielen, auch wenn man vielleicht hinterher merkt, dass man eine Regel nicht richtig verwendet hat oder dergleichen.

Frage 20: Anspruchsvollstes System, was du gelernt hast, das den Aufwand wert war?

Vermutlich DSA4.1, denn alles andere, was ich bisher gespielt habe, war weniger aufwändig.

Frage 21: Was ist die lustigste Regelfehlinterpretation, die in deiner Runde je vorkam?

Ich kann mich spontan an keine erinnern.

Frage 22: Welche eigentlich zufälligen Ereignisse passieren in eurer Gruppe immer wieder?

Aus irgendeinem Grund wird – vor allem in der Thorwalerrunde – beim Kampf mit Trefferzonen in 95 % der Fälle das linke Bein getroffen. Und ich habe eine heldenübergreifende Unfähigkeit fürs Klettern, da geht bei mir vollkommen unabhängig vom Kletternwert des SC ständig war grandios daneben. Außerdem schaffen wir es fast jedes Jahr, bei 35 Grad Temperatur ein Abenteuer in der Eiswüste oder ähnlich kalten Klimazonen zu spielen.

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