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Mediengedöhns im … äh … Herbst, Teil 2

Und weiter geht es mit dem Mediengedöhns im Herbst, bevor ich hier endgültig den Anschluss verliere.

Ich habe beschlossen, dass ich eine neue Kategorie namens „Gehört“ einführe und da kurz auf die Podcasts eingehe, die ich höre. Nicht auf alle, die ich ohnehin regelmäßig höre, aber auf Neuentdeckungen und besondere Empfehlungen und so.

Gehört

Actual Play höre ich ja fast ausschließlich beim OneShot-Network, das mich auch nachhaltig für viele anderen APs verdorben hat, weil die halt schon immer echt gut sind. Macht aber nix, es ist da eh mehr Content da, als ich überhaupt weghören kann. Ein paar Highlights der letzten Wochen (ich verlinke jeweils die erste Folge):

Noir World – hier handelt es sich um ein spielleiterloses PbtA-System, in dem man mehr oder weniger einen Noir-Film erschafft. Jim McClure spielt einen unfassbar tollen Bösewicht und auch sonst ist das alles sehr gelungen. Das System würde ich auch gerne mal ausprobieren.

Kids on Bikes – meiner Meinung nach eins der besten Actual Plays, das Oneshot bisher gemacht hat. Das System klingt so cool, dass ich es heute bestellt habe, die Spieler waren alle total klasse und dass mit Patrick Rothfuss ein Bestsellerautor als Gastspieler dabei war, schlägt sich in einigen wirklich tollen Ideen nieder. Außerdem gibt es Musikuntermalung, die Story ist richtig cool und eine unglaublich tolle Romanze war auch noch dabei. Sehr große Empfehlung.

Eher so mittelgroße Empfehlung, da schon im Intro gesagt wird, dass sie das System wohl mehrfach spielen müssten, um es richtig gut hinzukriegen: Swords without master. ABER ich empfehle total die ersten 15-20 Minuten, in denen die Charaktere erschaffen werden. Bei dem System nimmt man nämlich, was ich extrem cool finde, ein Bild oder ein Objekt und baut daraus einen Sword-and-Sorcery-Charakter. Und was da z. B. Stephen Kropa aus „ein Bild von Bryan Fuller mit einem Fuchs um den Hals“ macht, ist einfach hammergut. Aber auch die anderen Charaktere sind super.

Außerdem ist im Oktober ja die neue Kampagne auf OneShot gestartet. Die Star Wars-Kampagne ist ja leider, leider vorbei, ich bin immer noch sehr traurig drüber und spare mir die letzten Folgen noch auf, weil ich mich nicht von den Charakteren verabschieden will. Die neue Kampagne ist aber bisher auch schon ganz, ganz toll. Campaign: Skyjacks spielt in einer selbst erschaffenen Welt und benutzt die Genesys-Regeln, erweitert um eine Art Sooth Deck-Mechanismus, der auf den Illimat-Karten basiert. Die Charaktere und die Spieler sind toll, außerdem hat die Kampagne einen eigens komponierten Soundtrack. Sehr, sehr cool bisher. Und: Man kann jetzt am Anfang einsteigen und hat nicht den „Klingt toll, aber SCHON 65 EPISODEN?“-Effekt.

Und, das ist das einzig Gute am Ende der StarWars-Kampagne, die ehemalige Spielleiterin hat jetzt auch ein neues Actual Play in Kampagnenform: Den Autonomic Podcast. Der ist family friendly, also auch für Kinder zu verstehen (so sie Englisch sprechen natürlich), ohne Gefluche und so, und bisher auch sehr toll. Die Charaktere sind alles 12-Jährige, die als „Nomics“ auserwählt werden und dadurch Superkräfte bekommen. Allerdings läuft dabei nicht alles so, wie sie es erhofft hatten. Das Setting ist angelehnt an südamerikanische Mythen, die „Kinder mit Superkräften“-Geschichte erinnert mich bisher an eine Mischung aus Avatar und Harry Potter. Auch hier eine große Empfehlung.

Und dann noch zwei neue Podcasts, die es auf meine App geschafft haben:

Asians Represent ist ein Rollenspiel-Diskussionspodcast, der sich viel mit der Repräsentation asiatischer Stereotype in der Rollenspielszene beschäftigt, außerdem in jeder Folge eine*n asiatische*n Designer*in, Veranstalter*in oder ähnliches vorstellt. Teilweise sind die Folgen sehr lang und meinethalben könnten die gerne mehr rausschneiden (gerade bei den Interviews), letztendlich sind es aber trotzdem sehr hörenswerte Episoden. Besonders empfehlenswert sind die ersten 45 Minuten von Folge 3, in denen es um „Lernen durch RPG“ und Safety Tools geht.

Und, tatsächlich ohne jeden RPG-Content: Vocal About it ist ein Podcast von zwei Women of Colour, die darüber reden, wie das alltägliche Leben für sie ist und welchen Herausforderungen sie sich stellen müssen, wenn sie einfach abends mit Freundinnen ausgehen. Oder in den Urlaub fahren. Oder, you know, existieren. Sehr cooles Projekt von zwei sehr sympathischen Frauen.

Gespielt

Ja, huch, gespielt, gespielt habe ich viel. War ja auch eine lange Zeit, die ich jetzt nicht gebloggt habe, und da lag auch die 3W6-Con drin, die natürlich gleich vier Spielrunden auf einmal mit sich brachte.

In der DSA-Runde spielen wir gerade weiterhin die Lamea-Kampagne und sind aktuell in der Narkramar unterwegs, die mit zu den faszinierenden Settings gehört, die der Westkontintent so zu bieten hat. Ich bin sehr begeistert davon. Ansonsten waren wir ja wieder mit der Oldschool-Runde eine Woche in Dänemark und haben da eine neue Kampagne angefangen mit einer Zwergen-Themengruppe. Das war wirklich großartig. Ich konnte endlich eine brillantzwergische Schwertgesellin bauen, was ich schon ewig vorhatte. Und die Gruppe war dann echt cool und so aus kompletter Zwergenperspektive sieht die Welt doch anders aus und man hat ganz andere Möglichkeiten, wenn halt alle im Dunkeln gut sehen können und alle durch den Zwergenstollen passen. Es gab einige wirklich lustige Momente – wir haben im Schwerpunkt Brillantzwerge gespielt (mit einigen Gästen aus anderen Völkern) und mit dem Untergang von Lorgolosch angefangen. Danach landete die Gruppe zusammen mit dem Rest der Zwerge in der Nähe vom Schlund und es war ziemlich witzig, wie sie völlig verschreckt durch dieses Draußen mit dem Himmel und den Bäumen und so laufen mussten, stets in Furcht vor eventuell auftauchenden Drachen. Außerdem mussten sie eine reißenden Strom (aka einen 2 m breiten Bach…) durchqueren! Und am Ende gab es noch einen schönen Plot um ein paar entführte Zwerge, die wir aus einer Ogerhöhle mit 2 Ogern befreien mussten. Es geschah, was eigentlich nie geschieht – ich machte einen Plan und alle hielten sich dran und er funktionierte. Unglaublich! Jedenfalls war es seine sehr schöne Runde und ich hoffe, dass der Plan, diese jährlich weiterzuspielen und eine Kampagne um die Suche der Brillantzwerge nach einer neuen Heimat zu erleben, aufgeht.

In meiner City of Mist-Runde ging es auch weiter. Es freut mich immer noch total, dass ich es geschafft habe, nach ewigen Jahren mal etwas anderes als DSA regelmäßig zu spielen. Inzwischen haben wir unseren ersten Fall mehr oder weniger gut abgeschlossen (wenn alle NSC tot sind, ist der Fall auch vorbei … wir haben uns schon überlegt, als Crew Theme „Leichen pflastern unseren Weg“ zu nehmen). Mittlerweile habe ich auch einmal geleitet, das war allerdings eher der Auftakt zu einem Fall als ein richtiger Fall und ich hatte auch nicht viel vorbereitet, es war aber trotzdem ein sehr lustiger Abend. Mal sehen, ob die Runde Lust hat, das weiterzuspielen. Aktuell spielen wir jedenfalls erstmal ein Weihnachtsspecial, und das war bisher sehr großartig. Der beste Mitbewohner von allen hat uns nicht nur als Eröffnung des Szenarios alle geWHAMT, sondern es gab auch durchgegangene Karussellpferde und einen toten Stripper im Santa-Outfit. Mal sehen, wie es damit weitergeht. Das System ist jedenfalls nicht immer einfach und manchmal auch etwas viel „wie war das noch gleich“-nachschlagelastig, aber es macht bisher Spaß.

Kommen wir zur 3W6-Con:

Dort habe ich eine Runde Kagematsu geleitet. Ich denke, es lief ganz gut, allerdings habe ich nicht viel Erinnerung daran. Migräne des Todes und so. Aber der Aufbau des Dorfes mit kleiner Karte war sehr cool und ich lache immer noch über „ich serviere ihm Natto. Das schmeckt wie Kotze“. SO ROMANTIC!

Auf der Con habe ich auch zum ersten Mal Ten Candles gespielt. Tatsächlich habe ich das inzwischen sogar schon geleitet (und dabei gnadenlos alle guten Ideen aus der Runde von der Con geklaut) und ich muss sagen, das System hat einfach was. Einige Regelaspekte finde ich nicht sooo gut, z. B., dass man beim Verbrennen seines Hoffnungsmoments nicht automatisch einen Erfolg hat (das habe ich dann so gehausregelt). Generell ist das ein System, dass man glaube ich mehrfach spielen muss, in der ersten Runde waren wir als Spieler viel zu zögerlich, unsere Charakteraspekte einzusetzen, und genauso ging es meinen Spielern in der Runde mit mir als SLin auch. Auch das Wahrheiten etablieren könnte noch sehr viel runder laufen, wenn man erstmal das Prinzip dahinter verstanden hat. Und im Buch sind außerdem noch sehr viele tolle Szenario-Ideen. Ich möchte das wieder spielen.

Dritte Spielrunde von der 3W6-Con: Esprit Nouveau. Das kennt ihr jetzt bestimmt nicht, was kein Wunder ist, denn es ist ein noch in der Betatest-Phase befindliches PbtA von Harald vom 3W6-Podcast. Deswegen weiß ich auch gar nicht, wie viel ich dazu erzählen darf und beschränke mich auf: Es war sehr cool, es hat einen sehr coolen Fokus auf die Faszination des Übernatürlichen auf der einen und die Kraft von menschlichen Beziehungen auf der anderen Seite, das Design der Playbooks ist wunderschö, es kam eine tolle Story bei raus und ich möchte das auch gerne noch mal spielen. Und für Neuigkeiten zum Spiel könnt ihr ja dem Twitter-Account (Link führt zu Twitter, was dann eventuell Daten sammelt und so, ne, is klar) folgen.

Und die letzte Runde der Con: Monsterhearts! Auch PbtA, man spielt Teenager, die gleichzeitig Monster sind und es geht sehr viel um Selbstfindung und Romantik und Sexualität und Queerness und überhaupt. Die Kurzbeschreibungen der Playbooks sind fantastisch geschrieben, und dass das Spiel damit losgeht, dass man erstmal einen Klassensitzplan aufstellt, ist einfach genial und bring einen sofort in Teenager-Intrigen-Drama-Laune. Unsere Story war dann erstaunlich „zahm“, was so Sex und so anging, aber das lag wohl auch daran, dass der Spieler, der den von allen angeschmachteten Feenprinzen spielte, vorzeitig weg musste. Aber am Ende waren alle Geheimnise gelüftet und meine Werwölfin hat mit dem Geist geknutscht. Oder wie der eher entschwundene Mitspieler so schön zusammenfasste: I kissed a ghost and I liked it! Also auch hier: Möchte das nochmal spielen!

Dann haben wir ja Halloween eine Runde mit 2 gruseligen Abenteuern gehabt, und das eine war Ten Candles, das andere war Geh nicht in den Winterwald. Das war auch total klasse, sehr regelleichtes System und wirklich geeignet, um zur Not auch am Lagerfeuer zu spielen. Durch die Vorgabe, vom eigenen Charakter in der dritten Person und im Präteritum zu sprechen, entsteht eine ganze eigene Stimmung. Sehr schönes Ding, und durch die vorgegebenen Abenteuer auch glaube ich sehr gut für Einsteiger geeignet.

Ansonsten gab es noch einen Abend Star Wars mit FATE-Regeln, seit Langem mal wieder, und natürlich wieder mit den Vögten über Hangout. Da … kommt noch mal was zu. Demnächst. Hoffe ich.

Als die DSA-Runde neulich ausfiel, haben wir auch nochmal einen Abend Edge of the Empire gespielt, das war auch wieder ziemlich gut. Ich mag das System einfach.

Geleitet habe ich noch ein kurzes Hollow Earth Expedition-Abenteuer, so quasi als Systemvorstellung. Das wird dann nochmal wiederholt, weil der Spieler, der es sich gewünscht hatte, wegen krankem Kind gar nicht konnte. Jedenfalls bin ich wieder in ein Rechercheloch gefallen und möchte jetzt sehr dringend einen Roman im Buenos Aires der frühen 30er schreiben.

In Dänemark haben wir noch The Sprawl gespielt und das war sehr toll, weil zwei Leute aus der Runde riesige Cyberpunk-Fans sind, aber vom Umfang des Shadowrun-Regelwerks doch abgeschreckt waren, auch wenn sie es vor Jahren mal gespielt hatten. Das Interesse am Sprawl war dann also recht groß und auch das System und die Welterschaffung und so kamen glaube ich auch gut an. Zum ersten Mal haben wir mehr als einen Abend gespielt und es war echt cool, auch mal die Zwischen-den-Missionen-Moves auszuprobieren. Ich glaube, ich bin sehr froh, dem System nach dem nicht so überzeugenden ersten Abend letztes Jahr noch eine Chance gegeben zu haben. Bisher haben die Runden alle viel Spaß gemacht.

Und zuletzt hatte ich neulich in einer Woche gleich zwei Online-Spieltermine. Das war etwas stressig, aber es haben sich beide Termine gelohnt.

Einmal haben wir Migrant Stories gespielt, ein PbtA-Game, was mehr oder weniger in einer Betaversion online frei verfügbar ist und dass das Leben von Migranten thematisiert. Die Regeln sind hierbei so designt, dass man – ähnlich wie bei Bluebeard’s Bride – sehr eingeschränkte Handlungsmöglichkeiten hat und so die Beschränkungen und Vorurteile wahrnimmt, die Einwanderer täglich erleben. Unsere Session ist dann ziemlich schnell eskaliert und in Gewalt und Polizeieinsatz ausgeartet, was auch sehr interessant war, zumal man die Situation eben nicht durch ein ruhiges Erklären der Umstände auflösen kann. Trotzdem würde ich das gerne noch mal spielen und auch mal das tägliche Leben und Geldverdienen etwas länger ausspielen. Und ich würde es gerne mal in einen komplett fiktionalen Kontext setzen, das stelle ich mir auch spannend vor. Migrant Stories findet ihr, wie gesagt, kostenlos hier zum Download.

Und zum Schluss: #Feminism. Das ist eine Anthologie mit Nano-Games zu unterschiedlichsten feministischen Themen. Wir haben Tropes vs. Women gespielt, das klappte irgendwie nicht so richtig gut. Man spielt die selbe Szene zweimal, einmal möglichst realistisch, einmal möglichst überladen mit Klischees. Aber irgendwie … kam da nicht so richtig was bei rum. Auch wenn es lustig war, einen männermordenden Sex-Alien-Hybriden IN KLISCHEEHAFT zu spielen.

Umso besser war dafür allerings So Mom, I Made This Sextape. Toll war die Idee, es als Online-Larp zu spielen, also nicht am PC zu sitzen und zu tun, als säße man um einen Tisch, sondern am PC zu sitzen und zu tun, als wäre man sein Charakter, der mit den anderen Charakteren in einem Hangout ist. (Danke für die coole Idee und die Anleitung, Gerrit!) Das Spiel selber hat mich sehr beeindruckt und emotional sehr mitgenommen, vor allem für die Spieldauer von weniger als 30 Minuten. Der Zwiespalt zwischen erbitterter Diskussion und dennoch liebevollem, respektvollem Umgang miteinander ist einfach extrem gut gelungen. Ich könnte mir das Spiel auch mit einem anderen Thema als Sex und Pornos vorstellen. Das war jedenfalls eine wirklich gelungene Session, die mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

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#RPGaDay2018 und Tagebuchbloggen, Tag 28

(5 Wochen bis zum Umzug.)

Frage 28: Share whose inspiring game excellence you are thankful for.

Es gibt natürlich diverse Personen, die ich bewundere und die mich inspirieren. Ich hab es glaub ich schon mal irgendwo geschrieben, aber eigentlich gibt es bei fast jeder Person, mit der ich regelmäßig spiele, etwas, was ich bewundernswert finde. Ob es die absolute Regelfestheit ist oder die Fähigkeit zu witzigen One-Linern oder ein Talent für wirklich spannende Charaktere oder ein toller Spielleitungs-Stil oder die Kenntnis sehr vieler Systeme oder oder oder. Und natürlich sind da auch verschiedenste Autoren und Podcaster und Blogger und Experten, deren Meinung und Kreativität immer wieder toll ist.

Aber ich geb jetzt trotzdem eine konkrete Antwort, keine persönliche Bekannte, mehr so mein Gaming-Idol, mehr so die Person, bei der ich mich freuen würde, irgendwann mal 30 % von dem zu erreichen, was sie geschafft hat.

Kat Kuhl.

Kat Kuhl war bis zum April eine der beiden Personen hinter dem Oneshot-Network. Sie ist Spieledesignerin, Podcasterin, Voice Actress, Spielleiterin und vieles mehr. Sie ist eine der Personen, die für mich für die „neue“ Rollenspielszene steht, für Inklusivität, Diversität, respektvollen Umgang und gleichzeitig Rollenspiel auf unglaublich hohem Niveau. Kat hat die jetzt leider fast beendete Star Wars-Kampagne geleitet und editiert, von der ich ständig schreibe (was bei den drei Spielern vermutlich viel Ähnlichkeit damit hat, einen Sack Flöhe zu hüten), sie ist Spielerin bei A Woman with Hollow Eyes (siehe gestern) und sie wird demnächst einen neuen Podcast starten, wieder ein Actual Play. Ich bin schon sehr gespannt drauf.

Kat Kuhl ist außerdem die einzige Person, die ich „kenne“ und die noch mehr und noch schlimmere Migräne hat als ich. Außerdem hat sie ein kaputtes Knie, psychische Probleme (mit denen sie sehr offen umgeht) und diverse andere gesundheitliche Einschränkungen. Und sie hat es trotzdem geschafft, dass sie vom Geschichtenerzählen und Rollenspielen leben kann, auch wenn es offensichtlich nicht immer leicht ist. Ich leide immer sehr mit, wenn sie auf Twitter erzählt, dass sie jetzt Podcasts schneiden müsste und wollte, aber ihre Migräne es einfach nicht zulässt.

Immer, wenn ich doch mal leite und vorher denke „scheiße, will nicht, Panik, aaaaah“, denke ich an Kat. Und dann geht es irgendwie.

Ich hoffe, sie macht noch lange weiter großartige Projekte. Und dass ihre Migräne endlich weniger schlimm wird.

Tagebuchblogcontent:

Wieder sehr geschäftig alles gestern. Aufstehen, Yoga, Bahnfahrt, Arbeit, Mittagspause mit Salat und Buch, mehr Arbeit, dann zu meinem vierteljährlichen Besuch beim Neurologen (immer noch kein Wundermittel gegen Migräne erfunden, aber es gibt demnächst dann mal lustige neue Dinge, die angeblich helfen sollen….), hektisch nach Hause, wo schon die City of Mist-Runde wartete, ja, am Montag, weil morgen konnte irgendwer nicht. Und leider minus die weggezogene Mitspielerin, die mangels Internet nicht per Skype dazukommen konnte. Bis kurz nach 22 Uhr gespielt, dazu Essen vom Asia-Lieferdienst, dann Bett.

Keine Umzugserledigungen, weil keinen Moment Zeit.

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#RPGaDay2018 und Tagebuchbloggen, Tag 27

(Wooooohooo, die letzte Woche ist angebrochen. Die schaff ich jetzt auch noch.)

Tag 27: Teile einen großartigen Stream oder ein großartiges Actual Play.

Zu niemandes Überraschung: A Woman with Hollow Eyes, die Invisible-Sun-Kampagne auf dem OneShot-Network. Hier nochmal ich so mit viel Begeisterung. Please watch it?

(Und wer Podcasts lieber hat, dann halt die Star Wars-Kampagne, auch von OneShot. Die geht ja leider demnächst zu Ende, aber die nächste Kampagne fängt bald an und hat ein eigenes Setting und Luftschiffpiraten und quasi das selbe Regelsystem und wird bestimmt auch cool. Findet ihr alles unter Campaign.)

Tagebuchblogcontent

Gestern war Sonntag und ich war zu einem Geburtstagsbrunch eingeladen, sagte aber ab, weil immer noch völlig platt von all der Migräne. Außerdem war ich natürlich trotz spät ins Bett gehen wieder früh wach, so gegen halb 9. Weil ich bockig bin und immer noch nicht wahrhaben will, dass die senile Bettflucht bei mir mit 33 einsetzt, blieb ich dann noch bis 10 liegen, guckte Netflix und las Twitter leer. Der Mitbewohner fuhr dann los zu besagtem Brunch, ich machte erstmal Kaffee, bloggte endlich wieder und machte mir dann aus lauter Dingen, die dringend wegmussten, Frühstück (Tomaten-Mozarella-Avocado-Salat, lecker). Dazu ne Folge One Day at a Timea auf Netflix. Dann bin ich ein Stück spazieren gegangen und habe dabei in einen neuen Podcast reingehört, der thematisch cool ist, aber leider von der Audioqualität gruselig. Hm. Mal sehen ob ich dabei bleibe.

Dann Yoga gemacht, danach geduscht. Und dann endlich wieder Motivation (und Zeit) gehabt, mit der nächsten Podcastfolge anzufangen. Also zwei Stunden vor Audacity gesessen, hinterher frustiert bemerkt, dass ich immer noch nicht wirklich viel schneller geworden bin.

Der Mitbewohner kam wieder und brachte mir Essen mit. Sehr löblich.

Dann haben wir uns endlich Nanette auf Netflix angesehen. Oh, boy. Darüber werde ich vermutlich noch lange nachdenken. Also, wenn ihr das noch nicht gesehen habt: Nehmt euch die Stunde Zeit und guckt das! Danach noch die neueste Folge Better Call Saul, die diesmal gefühlt nur 15 Minuten lang war statt 42. Magie!

Und dann ins Bett und noch ewwwwwwiiiiiig wach gelegen, gnarf.

Umzugserledigungen: Schon wieder nüscht.

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Draußen

Es ist ja noch gar nicht so lange her, da fand ich diese ganze komische Welt da draußen außerhalb meiner Wohnung komplett unspannend und das Haus verlassen war auch doof. Das ist es manchmal zwar immer noch, aber so grundsätzlich hat sich mein Verhältnis dazu schon verändert. Inzwischen mag ich es doch recht gerne, draußen herumzuspazieren und habe dieses Jahr zum ersten Mal so ganz bewusst verfolgt, wie es wieder Frühling wird und wann da was wie anfängt zu blühen und zu grünen. Vielleicht werd ich einfach nur alt :p, vermutlich liegt es aber daran, dass ich jetzt an meinem freien Freitag auch mal die Möglichkeit habe, ne Stunde draußen rumzuspazieren, ohne dass noch tausend andere Dinge zu erledigen wären. Und gerade jetzt im Sommer finde ich es doch sehr schön, im Park auf der Wiese zu liegen, zumal es dort meist auch bei 30 Grad noch echt angenehm ist.

Außerdem habe ich festgestellt, dass „auf der Wiese liegen und rumgucken“ hervorragend mit „Dinge anhören“ kombinierbar ist. Ich bin nämlich von Tharun-Marcus auf einen Podcast gestoßen worden, in dem man einer Rollenspielrunde bei ihrer Star Wars-Kampagne zuhören kann. Nun bin ich zwar einerseits gerade im Star Wars-Fieber, andererseits höre ich so ungern Dinge. Lesen is super, Video geht auch noch, reines Hören kann ich echt schlecht. Entweder wird mir das zu langweilig, oder ich fang an, nebenher andere Sachen zu machen oder zu lesen und merke dann irgendwann, dass ich seit 15 Minuten das Gehörte komplett ausgeblendet habe. Nachdem Marcus dann drauf bestand, dass der Podcast aber wirklich toll ist, habe ich dann doch mal reingehört, und: Ja, es ist wirklich toll. Und verdammt umfangreich, denn es gibt bereits 63 Folgen (von 60-90 Minuten) plus 6 Auftaktfolgen. Dann habe ich also damit herumprobiert, wo zum Geier ich mir das jetzt anhöre. 2 Folgen hab ich am PC gehört und immer mal wieder vergessen hinzuhören, weil ich abgelenkt war. Auf dem Laptop im Bett hört es sich zwar auch nett, aber ich bin dann auch gleich 2 x gnadenlos dabei eingeschlafen. Und in der Bahn hab ichs auch versucht, aber da war ich dann auch nach der Vorstellung der Charaktere schon angekommen, so lange Fahrstrecken hab ich ja nicht. Deswegen, und hier nun der Bogen zum Draußen: Ich kann ganz hervorragend im Park herumliegen und dabei diesen Podcast hören. Da ist keine große Ablenkung, man kann aber den Blick über die Wiese und die Leute da streifen lassen, während man zuhört. (Okay, manchmal gucken Leute ein bisschen komisch, wenn man allein auf der Wiese liegt und plötzlich laut lachen muss.)

Achso: Was ihr euch also unbedingt anhören wollt, wenn ihr Rollenspiel und Star Wars mögt, ist der Campaign-Podcast von One Shot. Nur klickt um Gottes Willen nicht vom Handy aus drauf, die Seite hat gestern mein Datenvolumen für den ganzen Monat gefressen :/ .

Freitag habe ich dann im Park erst gelesen und dann Podcast gehört, danach bin ich übern Mark gegangen. Samstag war DSA, da war ich nicht draußen (dafür habe ich den ganzen Nachmittag einen schlafenden Kater auf/neben mir gehabt, das war auch schön, wenn auch bei 27 Grad etwas warm). Gestern bin ich dann um 14.30 Uhr wieder in den Park, ab auf die Wiese, 2,5 Stunden Star Wars gehört. Dann zusammen mit dem Mitbewohner und dessen Schwester noch auf ein zufällig grad stattfindendes Stadtteilfest im besagten Park gegangen. Das war auch wirklich sehr schön. Kleine Bühne, ein paar Getränkestände und ein sehr, sehr buntes Durcheinander von Menschen. Ein Teil davon waren auch Geflüchtete, die in meinem Stadtteile untergebracht sind. Hat man aber auch nur gemerkt, weil es durchgesagt wurde, denn gefeiert und getanzt haben alle zusammen und wild durcheinander. Schön.

Hinterher waren wir noch spontan in einem Biergarten und haben dort was gegessen und getrunken. Mittendrin fing es an zu regnen, wir saßen zum Glück unterm Schirm (unter den dann blöderweise auch alle anderen Leute wollten). Aber so ein Sommerschauer ist ja auch eher schön als irgendwie hinderlich. Lustig war, wie komplett leergefegt der Park dann auf dem Heimweg war – da hatte der Regeln all die Leute sehr schnell und gründlich wieder in ihre Wohnungen gespült.

Jedenfalls – doch schon eine gute Sache, so ein Draußen. Hoffentlich gibt das Wetter noch viele Möglichkeiten zum Auf-der-Wiese-liegen her.

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