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Roll Inclusive – Crowdfunding gestartet

(Ich habe keine Ahnung, ob das hier Werbung ist, wenn ich auf ein Projekt hinweise, an dem ich selber beteiligt bin. Also, ich mache hier auf ein Projekt aufmerksam und ich kriege auch Geld dafür, aber nur, wenns finanziert wird, dann werde ich als Autorin ja logischerweise auch bezahlt.)

Soeben ist das Crowdfunding für Roll Inclusive gestartet!

Was ist Roll Inclusive?

Kurz gesagt: Eine Sammlung von Essays zum Thema Diversität und Repräsentation im Rollenspiel, mit vielen nationalen und internationalen Autor*innen, die über viele spannende Themen schreiben. Zum Beispiel darüber, warum Diversität im Rollenspiel wichtig ist, was es für Folgen hat, wenn bestimmte Personengruppen immer mit festen Stereotypen dargestellt werden, ob Rollenspiel ein politisches Hobby ist oder sein sollte und vieles mehr. Dabei kommen erfreulicherweise vor allem die Leute zu Wort, die eigene Erfahrungen mit den Themen gemacht haben. Die deutsche Rollenspielcommunity ist ja leider immer noch sehr homogen (und mit homogen meine ich, dass ein Großteil der Spieler weiß, männlich, cis und hetero ist), sodass oft queere Menschen, People of Color oder Menschen mit Behinderungen von Autor*innen beschrieben werden, die selber keine Erfahrungen mit dem Thema gemacht haben. Das führt nicht nur dazu, dass immer wieder Klischees und Stereotype zementiert werden, sondern auch dazu, dass es kaum Texte gibt, in denen marginalisierte Rollenspieler*innen selbst ihre Stimme erheben dürfen. Und im Endeffekt auch dazu, dass man auf Conventions, in Let’s-Play-Videos und in Impressums von Rollenspielpublikationen nach wie vor selten Leute findet, die eben keine cis white hetero dudes sind. Und nö, das ist jetzt kein Bashing gegen ebenjene, darum geht es nicht. Es geht darum, dass man auch andere Menschen zu Wort kommen lässt und aktiv die Community mitgestalten und bereichern.

Aus oben genannten Gründen war es sicherlich gar nicht so einfach, Autor*innen zu finden, die ihre eigenen Erfahrungen mit einbringen können. Umso glücklicher macht es mich, dass wirklich eine bunte Mischung zusammengekommen ist. Ich bin schon gespannt darauf, die Essays zu lesen und ich denke, dass jede*r mit Interesse am Thema im Band einige Denkanstöße und Ideen finden wird, wie das Thema Diversität und Inklusivität nun auch endlich ins deutsche Rollenpiel Einzug halten könnte.

So, und was hab ich jetzt damit zu tun? Mit den Essays tatsächlich nichts – am Band bin ich aber trotzdem beteiligt, und zwar mit Toolkits und Nano-Games.

Tool-häh und Nano-Was?

Ein Toolkit ist gewissermaßen ein kleiner Werkzeugkasten, eine Sammlung von Ideen, wie man mehr Diversität am Spieltisch umsetzen kann. Einfach kleine Denkanstöße, Gedankenexperimente und Tabellen, die man benutzen kann, wenn man beispielsweise mal die NSC für die nächste Spielsitzung etwas diverser gestalten möchte.

Ein Nano-Game ist ein kleines Spiel, das man in kurzer Zeit und ohne große Vorbereitung (und ohne Spielleiter*in) spielen kann. Oft sind diese Spiele mit dem Ziel designt, ein ganz bestimmtes Thema zu beleuchten, und so ist es auch hier. Damit bieten sie nicht nur die Möglichkeit, einfach mal für eine Stunde auszuprobieren, wie es denn ist, einfach mal z. B. ein Charakterklischee zu durchbrechen oder in die Haut eines Charakters zu schlüpfen, den man sich als Spielender nicht selber ausgesucht hat – sondern sind auch ein gutes Backup für Spielsessions, in denen jemand absagen musste, die Spielleitung nicht auftaucht oder die Zeit nicht für eine „richtige“ Runde reicht.

Die Spiele sind übrigens mein allerallerster Versuch des Spieldesigns und ich bin schon unglaublich nervös, wie sie wohl ankommen werden. In einer ersten Testrunde (durchgeführt von den Redakteuren des Bandes) hatten wohl alle Spielenden Spaß damit, ich werde auch noch Playtests machen und dann den letzten Feinschliff anlegen.

So, und wenn ich euch jetzt überzeugt habe, euch das Crowdfunding mal anzuschauen:

BITTE HIER KLICKEN!

Großartigerweise ist der Band schon zu mehr als 50 % finanziert, was mich sehr, sehr freut. Aber keine Sorge, wenn mehr Geld zusammenkommt, heißt das einfach nur, dass es noch mehr Inhalte geben wird – mehr Essays, mehr Mini-Games von anderen tollen Designern und so.

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