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Mediengedöhns im Februar 2018

Streberhaft kommt hier jetzt einfach schon am 27.02. der mediale Rückblick des Februars. Bis morgen kommt da eh nix mehr dazu, was verbloggt werden müsste.

Bücher

Puh, gerade bin ich total wenig in Lesestimmung. Ich habe die Kurzgeschichtensammlung From A Certain Point Of  View angefangen, das ist die Jubiläums-Anthologie zu 40 Jahren Star Wars, dementsprechend enhält sie auch 40 Geschichten, die aus verschiedensten Perspektiven A New Hope erzählen. Bisher habe ich leider erst 3 davon gelesen, weil ich gerade irgendwie in der Bahn lieber Podcasts höre statt zu lesen. Irgendwann also mal mehr dazu, wenn ich das Buch durch habe.

Filme und Serien

Im Kino zu Black Panther gewesen – leider in 3 D, was wieder etwas blöde war, weil meine 2D-Brille gefühlt jedes Mal schlechter funktioniert. Ich hatte mehrfach Doppelbilder und gerade die eingeblendeten Untertitel waren immer verschwommen. Aber es gab leider keine normale Vorstellung zu einer guten Zeit. Anyhoo. Der Film selber war jedenfalls super! Ich fand T’Challa schon in Civil War sehr cool und sympathisch und hatte mich auf seinen eigenen Film sehr gefreut. Auch hier fand ich die Porträtierung eines eher ungewöhnlichen Superhelden, der nebenbei halt noch König ist, sehr gelungen und seinen inneren Zwiespalt zwischen „das ham wer hier schon immer so gemacht“ und „ich bin jetzt König, was mach ich jetzt anders als mein Vater?“ sehr gut dargestellt. Und dann die unglaublich coolen weiteren Charaktere! Von T’Challas Mutter über seine unglaublich coole nerdige technikaffine Schwester über seine Ex-Vielleicht-Freundin, die Spionin, und natürlich seine unglaublich großartige Generalin. Wie cool es überhaupt ist, dass er von so vielen tollen Frauen umgeben ist, ich hab das wirklich extrem abgefeiert. Auch der Antagonist des Films ist für eine Comicverfilmung ziemlich gelungen und was anderes als der übliche Evil Overlord.

Aber der eigentliche Star des Filmes ist ja irgendwie einfach mal Wakanda an sich. Ich mag es sehr, wie der Film mit der Idee „was wäre, wenn es eine hochtechnische und fortschrittliche Nation in Afrika gäbe“ umgeht und wie positiv Wakanda dargestellt wird. Optisch ist das alles natürlich sowieso ganz großes Kino, allein die verschiedenen Outfits der fünf Stämme, die Naturaufnahmen, der Wasserfall…! Man kann jetzt vielleicht drüber streiten, wie sinnvoll es ist, gleichzeitig unsichtbare Kampfjets und gepanzerte Kriegsnashörner zu haben, aber cool ist es allemal. Die Musik war auch sehr cool und unterstrich das afrikanische Setting, und überhaupt gab es tatsächlich auch mal davon abgesehen sowas wie ein wiederekennbares Leitmotiv. Das fällt positiv auf – viele MCU-Soundtracks sind ja einfach total langweilig und generisch, da scheint aber mit Black Panther, Thor 3 und Doctor Strange wirklich langsam Besserung einzusetzen. Schön.

Die Handlung ist natürlich jetzt nicht die Neuerfindung des Rades, klar. Aber trotzdem fand ichs gut, dass es einfach um T’Challas neue Herausforderung als König geht, um sein Hadern mit dem Erbe seines Vaters, den Taten seiner Vorfahren und mit der Frage, wie man denn jetzt damit umgeht, wenn man als Nation unglaublich reich und mächtig ist und einen der Rest der Welt nur deshalb in Ruhe lässt, weil er denkt, Wakanda sei ein Dritte-Welt-Land. Da war schon eine gute Portion Politik- und Gesellschaftskritik drin und es freut mich immer, wenn sowas auch mal in einem Superheldenfilm vorkommt. Bei Civil War hat man die Chance ja eher verpasst und die politische Auseinandersetzung sehr an den Rand gedrängt. So, und letztendlich war der Film halt vor allem ENDLICH der erste Blockbuster mit PoC-Superheld und ich bin richtig glücklich, dass er so viel einspielt und so gefeiert wird, es wurde ja höchste Zeit.

(Vor dem Kinobesuch nochmal geschaut: Civil War. Insgesamt immer noch nicht mein liebster MCU-Film, aber nach wie vor unterhaltsam.)

Serien hab ich natürich auch geschaut. Einmal ziemlich schnell die 10 Folgen Altered Carbon auf Netflix. Die Serie hatte ich einigermaßen gespannt erwartet, da ich vor Jahren das erste Buch der Trilogie von Richard Morgan gelesen und für ziemlich cool befunden hatte. (Tatsächlich habe ich erst durch das erneute Befassen damit im Zuge der Serie festgestellt, dass es noch 2 Folgebände gibt, die ich vielleicht gelegentlich noch mal lesen werde.) Altered Carbon (in der Übersetzung: Das Unsterblichkeitsprogramm) ist jedenfalls eine Adaption, die sich nicht allzu sklavisch an die Vorlage hält und auch schon Elemente aus den beiden Fortsetzungen mit einbringt. Die gezeigte Cyberpunk-Welt ist jedenfalls auch in der Serie sehr faszinierend und optisch grandios umgesetzt. Die Grundidee, dass Menschen nicht mehr an ihren Körper gebunden sind, da ihre Erinnerungen in im Nacken implantierten Chips gespeichert werden, ist auch nach wie vor spannend und erfährt in der Serie auch einige nette Umsetzungen, wenn z. B. zwei Schaukämpfer sich bis zum Tod bekämpfen, um im Falle des Gewinns einen neuen, besser mit Implantaten und Cyberware ausgestatteten Körper zu erhalten oder gleich in der ersten Folge Leute in Körper „resleevet“ werden, die halt gerade noch so übrig sind, auch wenn dann ein Kind mal im Körper einer 40-jährigen Frau landet. Konsequenterweise wird jedenfalls auch der Hauptcharakter von zwei Schauspielern gleichzeitig verkörpert, da ein Teil der Geschichte als Rückblende erzählt wird. In der Promotion der Serie stand Hauptdarsteller 1, Joel Kinnaman, ziemlich im Fokus, allerdings finde ich Darsteller 2, Will Yun Lee, fast noch ein bisschen cooler. Allerdings machen meiner Meinung nach beide ihren Job gut, auch wenn Kinnamans Takeshi Kovac halt schon sehr der Archetyp des düsteren brütenden SciFi-Helden ist. Tatsächlich hätte ich es ziemlich toll gefunden, wenn man Takeshi auch in der Gegenwarts-Version vielleicht anders besetzt hätte (der Charakter entspricht zwar dem Buch, aber etwas mehr Diversität hätte halt nicht geschadet). Trotzdem finde ich die Besetzung der Serie ansonsten sehr erfreulich und vor allem die weiblichen Charaktere haben es mir sehr angetan. Tatsächlich war mein Lieblingsplot einer, der sofern ich mich erinnere nicht im Buch auftaucht, nämlich der um Lizzie und ihre Familie.

Huh, es ist ziemlich schwer, über die Serie zu schreiben, ohne groß zu spoilern. Sie ist optisch und musikalisch jedenfalls wirklich ein Hingucker, ich persönlich finde Joel Kinnaman auch ziemlich cool als Hauptdarsteller – und darüber, Dichen Lachman irgendwo zu sehen, freu ich mich eh immer. Die Geschichte hat mich, obwohl ich sie grob ja schon kannte, sehr in ihren Bann gezogen und die  Änderungen die gemacht wurden, um die Ereignisse noch etwas persönlicher werden zu lassen, fand ich sehr gelungen. Es gibt reichlich Actionszenen, die teilweise auch schon ziemlich brutal geraten sind, allerdings hat mich das nicht weiter gestört und ich fand es passend zum Setting. Leider ist glaube ich gar nicht so richtig klar, ob es noch eine zweite Staffel der Serie geben wird – sie funktioniert auch als abgeschlossene Erzählung, allerdings würde ich wirklich gerne noch mehr von der Welt sehen und hoffe ein bisschen auf eine Art Anthologieserie, da das Setting das geradezu nahelegt. Wer als Cyberpunk und abgefahrene Ideen mag, sollte hier ruhig mal reinschauen.

Dann ist ja auch die erste Staffel von Star Trek Discovery nun mal durch, also kann ich jetzt auch mal was dazu schreiben. Zunächst mal bin ich absolut kein Trekkie, ich habe die neuen Kinofilme, First Contact und mittlerweile 1,5 Staffeln Voyager gesehen, bin aber nicht so „drin“ in dem ganzen Franchise. Von daher sind mir sicherlich Änderungen gegenüber irgendwelchen alten Setzungen gar nicht erst aufgefallen und selbst wenn – ich finde das meistens gar nicht weiter schlimm und kann auch ehrlich nicht verstehen, wie man sich 30 Minuten drüber aufregen kann, dass es jetzt Kommunikation per Hologramm gibt. Also jo, mir ist klar, dass es die in den alten Serien, die zeitlich danach spielen, nicht gab, aber ehrlich gesagt bin ich froh, dass Discovery gar nicht versucht auszusehen wie die TNG-Ära, sondern sich optisch eher an den Filmen orientiert. Was ich von der in meiner Twitter-Timeline geäußerten Kritik eher verstehen kann, ist die Tatsache, dass sie Serie zwischendurch wirklich sehr grim&gritty-düster-fies rüberkommt, was ein ziemlich anderes Bild zeichnet als es in dem Star Trek, was ich sonst so kenne, der Fall ist. Wobei es für mich irgendwie funktioniert hat, denn am Ende der Staffel gibt es ein paar wirklich schöne Momente, in denen der Geist von Staarfleet und der Föderation eingefangen wird, und die hätten nicht so gut funktioniert, wenn man vorher nicht gesehen hätte, wie anders und schlimm es sonst so laufen könnte.

Gut fand ich, dass Discovery kein Procedural geworden ist und ein hohes Handlungstempo hat. Tatsächlich passiert ziemlich viel in den 15 Folgen und manchmal hätte man sicherlich auch noch etwas länger an einem Handlungsstrang verweilen können. Am uninteressantesten fand ich eigentlich tatsächlich diesen ganzen Klingonen-Kriegs-Plot, auch wenn er coole Auswirkungen auf die Crew und deren Verhalten hatte. Aber tatsächlich schien das Ganze eher Katalysator für die restliche Handlung als alles andere zu sein. Und die fand ich dann auch ziemlich cool, auch wenn sie hin und wieder doch recht vorhersehbar war. Tatsächlich konnte man, wenn man auch nur ganz am Rande die Fan-Spekulationen verfolgte, die meisten „überraschenden“ Entwicklungen kommen sehen, aber das ist ja immer so eine Sache – entweder man teasert sowas vorher an, dann kommen findige Menschen im Internet halt womöglich drauf, oder man bringt die Wendungen so überraschend und ohne Ankündigung, dass sie irgendwie übers Knie gebrochen und unplausibel wirken. Von daher für mich gerne die erste Variante.

Die Charaktere und die Besetzung fand ich jedenfalls auch durchgehend super. Jason Isaacs ist ein herrlich charistmatischer zwielichtiger Captain Lorca, Michelle Yeoh ist auch großartig in ihrer Rolle. Und auch Michael Burnham als Hauptcharakter mag ich wirklich gerne und kann irgendwelche Mary-Sue-Vorwürfe (die natürlich mal wieder zufällig einen weiblichen Charakter treffen…) nicht nachvollziehen. Beim Lieblingscharakter schwanke ich trotzdem zwischen Saru und Tilly, die ich wirklich beide während der ersten Staffel ins Herz geschlossen habe. Aber auch die weiteren Figuren fand ich alle ziemlich cool und auch alle gut gespielt. Dass auf der Brücke der Discovery lauter Mädels mit superschicken Undercut-Frisuren arbeiten, kann ich auch nur begrüßen. Ich bin jedenfalls gespannt, wie es weitergeht, von mir aus gerne mit mehr abgefahrenen Spore Drive-Sachen und weniger nuschelnden Klingonen (die wirklich sehr cool aussahen, aber die klingonischen Dialoge fand ich irgendwann ein bisschen mühsam).

Dann war da noch die 4. Staffel Grace and Frankie – immer noch eine fantastische Serie mit liebenswerten, schrulligen Charakteren, tollem Humor, traurigen und rührenden Szenen und beneidenswerten Locations. Wie immer waren die 13 Folgen viiiiel zu schnell vorbei.

Ansonsten habe ich ja neulich schon erwähnt, dass ich auf Twitch die Invisible Sun-Kampagne des OneShot-Networks verfolge. Invisible Sun ist ein gerade im Erscheinen begriffenes Rollenspiel mit seltsamer Magie, charakterzentrierten Geschichten und wunderschöner optischer Aufmachung. In der Kampagne trifft das dann auf drei begnadete Improvisations-Theaterspieler und das Ergebnis begeistert mich mit jeder Folge mehr. Tatsächlich schaue ich eher selten Actual Plays als Video und höre mir lieber (editierte) Podcasts wie Campaign an, aber A Woman with Hollow Eyes ist tatsächlich meistens 2-3 Stunden beste Unterhaltung ohne äääh und hmms und Regelblätterei. Ergänzt wird das Ganze noch um einige nur als Audio veröffentlichte Zwischenspiele. Leider ist die Kampagne schon halb vorbei, und leider möchte ich jetzt dringend dieses Spiel haben, was leider 250 Dollar kostet und vermutlich nochmal so viel Versandkosten. Und das ich dann vermutlich auch wieder nur in den Schrank stellen würde. Seuuuufz. Die Kampagne jedenfalls gibt es hier auf Twitch, hier auf YouTube und hier findet man die Podcast-Zwischenspiele dazu.

Spiele

Tatsächlich kam es mal wieder zu einem Spiele-Abend, an dem wir AnnoDomini (in der Spiel des Jahres-Edition) gespielt haben (und ich gewonnen habe, harrr harrr), außerdem Codenames (mit Bildern), was ein sehr spaßiges Spiel ist uuuund tatsächlich schon wieder Fiasko. Diesmal mit dem Playset „Mission zum Merkur“ aus dem Fiasko-Kompendium. Diesmal war die Aufstellung auch etwas sinnvoller und es lief eigentlich ganz gut, auch wenn am Ende die Würfel dem unsympathischsten Charakter irgendwie das meiste Glück zusprachen. So ein Fiasko aber auch. 😉 Der im Spiel erfundene Werbeslogan „There is no Mercury without ME and U!“ wird uns wohl noch lange im Gedächtnis bleiben.

Rollenspieltechnisch gab es ganze zwei Samstage DSA im Februar und wir sind tatsächlich mit dem aktuellen Abenteuer immer noch nicht durch, was ein bisschen auch daran liegt, dass wir beide Male sehr spät angefangen haben. Und uns in einen Plan verbissen, der leider nicht durchführbar war. Immerhin waren wir dabei so hartnäckig, dass unser SL zum ersten Mal seit 15 Jahren die „sorry Leute, der Metaplot sagt nein“-Karte ziehen musste. Das fand ich aber recht erleichternd, da man dann ja immerhin weiß, dass der entsprechende NPC nochmal wieder vorkommen wird. Ansonsten sind wir glaube ich alle froh, wenn wir das Abenteuer dann hoffentlich diesen Samstag WIRKLICH beendet haben und mal wieder an anderer Front weiterspielen können. Immerhin könnte der Myranor-Südband kaum passender endlich erscheinen,  denn als nächstes steht, vermutlich mit einem kurzen Intermezzo im Kosch, wieder die Lamea-Kampagne an.

Dann hab ich ja noch was geleitet. Ja! Ich! Geleitet. Hammer. Irgendwie ergab es sich, dass einige Leute im Freundes- und Bekanntenkreis Lust hatten, mal wieder seit Langem oder überhaupt zum ersten Mal Rollenspiel zu machen und dann war da tatsächlich ein Freitag, wo der beste Mitbewohner von allen ein Tischtennisspiel hatte und 4 Leute Zeit und das war dann logistisch also wirklich SO bestechend, dass ich darüber total vergaß, dass ich ja eigentlich nicht gerne leite. Nach etwas Hin und Her bezüglich System und Setting wurde es dann das Einsteigerset zu Star Wars: Am Rande des Imperiums. Ich hatte vorher ein bisschen Sorge, ob das mit den 6 verschiedenen Würfelsymbolen, den Machtpunkten und so weiter nicht etwas zu viel ist für Neu- und Wiedereinsteiger, aber das ging tatsächlich erstaunlich gut. Zwischendurch gab es mal so ein wenig einen Hänger, weil einfach ungefähr 10 Proben am Stück nicht klappten, obwohl die Spieler echt nette Ideen hatten, wie sie es angehen wollen. Am Ende haben sie es aber trotzdem geschafft, mit dem geklauten Raumschiff aus Tatooine zu entkommen. Ich glaube, es hatten auch alle durchaus Spaß an der Sache, auch wenn es am Ende sehr spät war und alle müde und zwischendurch halt mal gar nix klappte. Skurrilerweise fiel mir das Leiten auch einigermaßen leicht, obwohl ich es ja noch nie gemacht hatte. Da half mal wieder der Campaign-Podcast weiter, denn zumindest passiv habe ich schon seeeeehr viele Stunden mit dem Spiel verbracht. Naja. Jedenfalls war es lustig und vielleicht gibt es ja irgendwann nochmal eine Fortsetzung der Runde mit dem anderen Einsteigerset oder doch mit HEX oder Space 1889, was die anderen beiden Systeme waren, die ich angeboten hatte.

Und dann spielen der Mitbewohner und ich gerade noch Secret of Mana. Ja genau, das Spiel von 1993, das gerade in einer remasterten Version für die Playstation erschienen ist. Blöderweise mussten wir dafür dann erstmal eine Playstation kaufen. *hust* Was sich allerdings als ziemlich gut herausstellte, denn wenn man zu zweit ein Spiel spielen will, braucht man ja auch zwei Controller. Und jeder Controller hat einen Kopfhörerausgang. Und das heißt, dass wir jetzt zu zweit Fernsehen können und jeder einfach über die noise-cancelling Kopfhörer hören, falls die Trampelnachbarn mal wieder total in Action sind. Allein dafür hat es sich schon gelohnt. Äh ja, jedenfalls ist Secret of Mana so eins der liebsten Kindheitserinnerungsspiele des Mitbewohners, während ich es natürlich nicht kenne, weil in meiner Kindheit Computerspiele schlicht nicht vorkamen. Wir spielen jetzt also zu zweit, ich habe nach 3 Stunden schon sehr starke Sympathien für Princess Primm, finde die Monster alle viel zu niedlich zum Erschlagen und bin mal gespannt, wie es so weitergeht. Zumindest ist es nicht total bockschwer, wie ich es befürchtet hatte. Und zu zweit macht es jedenfalls doch recht viel Spaß.

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Mediengedöhns im Januar 2017

Huch, der erste Monat des Jahres ist wieder um – nun schnell auf zum medial konsumierten, ehe ich wieder so einen Berg anhäufe wie im letzten Eintrag.

Bücher

Leia, Princess of Alderaan von Claudia Gray ist ein Young Adult-Roman mit einer 16-jährigen Leia als Protagonistin. Inhaltlich dreht er sich darum, wie Leia langsam als Nachfolgerin ihrer Mutter als Königin von Alderaan an deren Aufgaben herangeführt werden soll und dazu die klassischen drei Prüfungen des alderaanischen Adels ablegt. Nebenher arbeitet sie als Jung-Abgeordnete im Senat des Imperiums. Und langsam bekommt sie nicht nur mit, dass im Imperium so einiges falsch läuft, sondern auch, dass ihre Eltern Teil einer Verschwörung sind, um das zu ändern. Ich fand von Claudia Gray bisher ja alles gut, und auch dieser Roman hat mich wieder richtig begeistert. Sie schreib Leia einfach super und auch die weiteren Charaktere sind einfach toll. Endlich gibt es mal mehr zu Breha Organa, Leias Adoptivmutter. Und Amilyn Holdo kommt auch schon vor – als 16-jährige mit bunten Haaren, seltsamer Faszination für den Tod und skurrilen Hobbies. Der Roman ist ja auch Teil der Journey to The Last Jedi und wenn man den Film schon kennt, sind da doch schon ein paar schöne Elemente drin, nicht nur so was offensichtliches wie halt die Basis auf Crait, sondern auch eine Szene, in der Leia sich total geistesgegenwärtig vor dem Tod durch eine Schlammlawine rettet und eine, in der sie unbewusst die Macht benutzt.

Mich hat das Buch beim Lesen eigentlich die ganze Zeit sehr traurig gemacht. Leia, die damit hadert, ob man auch einfach Zeit für sich brauchen kann, ob man glücklich sein darf, wenn die Galaxis ein immer dunklerer Ort ist, was sie mit all ihren Privilegien als Prinzessin von Alderaan eigentlich bewegen kann … das bricht mir, wenn man weiß, wie es für sie weitergeht, einfach irgendwie ständig das Herz. Genau wie ihre innige Beziehung zu ihren Eltern und die Schönheit und Friedlichkeit von Alderaan, die ständig beschrieben wird. Und dann noch das Ende! Und der letzte Satz! Aaaah! Es ist alles so traurig und dann muss ich immer daran denken, dass wir Leia nie mehr auf der Leinwand sehen werden und dann bin ich noch trauriger. Seufz. Trotzdem große Empfehlung für den Roman – ich muss dringend mal rausfinden, was Claudia Gray abseits von Star Wars so geschrieben hat.

Einen weiteren Star Wars-Comic hab ich auch noch geschafft, nämlich Vader Down. Das ist ein Crossover zwischen der Vader-Reihe und dem Star Wars-Comic (also dem, der sich um Luke, Leia und Han und so dreht) und die Geschichte ist irgendwie sehr abgefahren und teilweise auch ganz cool. In der Vader-Serie geht es ja unter anderem darum, dass Vader rausbekommt, wie der Typ eigentlich heißt, der den Todesstern in die Luft gespreng that, und versucht, Luke in die Finger zu kriegen. Das resultiert im Crossover dann in einem Showdown zwischen Vader und der Rebellion, wobei imperiale Intrigen, Visionen in alten Jeditempeln und bösartige Droiden für noch mehr Chaos sorgen. Ich fand den Comic insgesamt ganz cool, leider sind die Zeichnungen teilweise grenzwertig, gerade Leia sieht oft aus wie … na, nicht wie Leia jedenfalls. Seltsamerweise sind Luke und Han wesentlich besser getroffen. Es gibt ein paar sehr lustige Droidenverwechselungsspielchen, Aphra und Han, die sich mit dem selben Trick gegenseitig ausschalten und ein paar coole Momente in einem alten Jeditempel, den Luke findet. Der Rest war teilweise etwas sehr übertrieben, wenn Vader ganze Rebelleinheiten alleine ausschaltet oder gefühlte 20 Panels zwei sich kloppende Wookies gezeigt werden. Insgesamt schon ganz nett, aber jetzt nicht mein liebster Star-Wars-Comic (der 5, die ich bisher kenne *hust*).

Filme und Serien

Kann es jemals genug Superheldenserien geben? Für mich ja nicht. Nachdem ich Marvel’s Inhumans nach den Trailern und den Kritiken lieber geflissentlich ignoriert habe, konnten sowohl The Gifted als auch Marvel’s Runaways mein Interesse wecken, und beide Serien haben eine wirklich coole erste Staffel abgeliefert.

The Gifted sah im Trailer irgendwie eher nach Familiendrama mit Mutanten aus und weckte schlimme Assoziationen an Heroes und Claire-Noah-Drama in uffzich Wiederholungen. Aber halt immerhin mit Stephen Moyer und Amy Acker, was dann doch ganz cool klang. Irgendwann sah ich dann, dass die Serie von Matt Nix ist, der auch eine meiner Lieblings-Serien, Burn Notice, gemacht hat. Von da an war ich dann doch ganz positiv gestimmt und tatsächlich hatte ich auch sehr viel Freude an der ersten Staffel. The Gifted ist ja die erste Serie, die den X-Men-Hintergrund benutzen darf (nicht wie z. B. Legion, wo Davids Vater immer nur als „sehr mächtiger Mutant“ bezeichnet wird), und so gibt es auch mit Blink eine Figur, die man aus Days of Future Past schon kennt, allerdings in einer anderen Version. Insgesamt mochte ich die Auswahl an Superhelden und ihren Fähigkeiten sehr. Thematisch geht es um die Familie Strucker, deren Kinder beide Mutanten sind, was sich recht überraschend auf einer Schulparty offenbart. Da Mutanten verfolgt, gejagt, in unfairen Prozessen verurteilt oder zu medizinischen Experimenten verschleppt werden, entschließt sich die Familie schnell zur Flucht, obwohl der Vater als Staatsanwalt eigentlich selbst auf der Seite der Verfolger steht. Im Verlauf der Staffel geht es dann einmal um den Mutant Underground, der Mutanten beschützt und ihnen zur Flucht verhilft, und um ein Mitglied von Sentinel Services, das Jagd auf die Mutanten macht. Ich finde die Serie bisher ziemlich gut geschrieben, mit coolen Charakteren, schönen ruhigen Momenten, aber auch coolen Actionszenen. Der Plot hält tatsächlich auch die ein oder andere Überraschung bereit und ich hatte sehr viel Freude mit der Serie. Es sehen irgendwie alle Darsteller auch geradezu unfassbar gut aus, aber das ist ja auch nicht unbedingt schlimm. Ich freue mich jedenfalls schon auf Staffel 2.

Noch seltsamer klang irgendwie die Prämisse von Marvel’s Runaways – ein Haufen Teenager als Superhelden, die Probleme mit ihren Eltern haben und von daheim weglaufen. Klang erstmal irgendwie seltsam, aber dann sah der Trailer doch ganz nett aus und meine Twitter-Timeline war auch recht angetan und dann musste ich da doch mal reinschauen. Und war dann auch angetan. Marvel’s Runaways ist ein bisschen so, als hätten Skins, Misftis und Desperate Housewives ein kleines Superheldenbaby gemacht. Die Serie spielt halt im supersuperdeluxen Teil von Los Angeles und die Familien der Runaways sind auch alle superreich. Aber halt nicht nur so, sondern warum die alle so reich sind, ist ein Teil des Plots. Jedenfalls sind die Noch-nicht-Superhelden-Teenies am Anfang alle ziemlich zerstritten und reden nicht mehr miteinander, seit ein Mädel ihrer Clique sich (angeblich) umgebracht hat. Dann raufen sie sich aber doch wieder zusammen, bemerken, dass ihre Eltern komische Dinge tun und forschen da so hinterher, während sie gleichzeitig ihre Kräfte entdecken und sich reihenweise ineinander verlieben, natürlich meistens so, dass A auf B steht, die auf C steht, der auf D steht. Aber das ist irgendwie so nett gemacht und so augenzwinkernd erzählt, dass ich voll drin war in all dem Teenage-Romance-Drama! Dankenswerterweise geht es auch nicht nur um die Teenager, sondern die Eltern haben einen auch recht großen Anteil an Screentime, so dass man die Geschichte aus mehreren Perspektiven sieht. Auch die Beziehungen der Kinder zu ihren Eltern und die der Eltern untereinander ist ziemlich gut gemacht. Die Superkräfte sind auch mal was anderes als das, was man schon tausendmal gesehen hat. Schauspielerisch fand ich das auch alles sehr schön, es gab immer wieder echt lustige Momente und insgesamt macht die Serie halt einfach Spaß. Auch hier gibt es eine zweite Staffel, hurra.

Und weil das jetzt immer noch nicht genug Comic-Adaption war, hab ich dann noch die 1. Staffel Punisher auf Netflix geschaut. Irgendwie hatte ich im Vorfeld eher so durchwachsene Kritiken gelesen und kann sie ehrlich gesagt überhaupt nicht nachvollziehen. Also ja, die Serie ist schon arg brutal, mehr als das für mich hätte sein müssen, aber …. es ist eine Punisher-Serie. Mit Ab 18-Warnung. Da kann man sich ja schon denken, dass da reichlich Blut fließt. Ich war jedenfalls von den Charakteren und der Story doch ziemlich begeistert und fand es auch schön, dass die Thematik von Kriegsveteranen mit all ihren Problemen mal aufgegriffen und aus meiner Sicht auch doch recht differenziert dargestellt wird. Das in einigen Reviews bemängelte zu langsame Fortschreiten der Handlung war auch etwas, was ich gar nicht nachvollziehen konnte, ich fand das Erzähltempo genau richtig so. Wobei ich ja auch langsam erzählte Sachen sehr mag und es gut finde, wenn sich eine Serie Zeit lässt für Charakterentwicklung und dergleichen. Hm, es ist relativ schwer, über die Handlung was zu schreiben ohne zu spoilern. Es geht jedenfalls weiter um die Sachen, die Frank im Krieg in Afghanistan gemacht hat und um die Leute, die dahinterstecken. Aber halt auch immer wieder um die Frage, wie man weiterlebt, wenn man traumatisiert aus der Armee entlassen wird, um teils hilfreiche, teils problematische Loyalitäten zwischen Ex-Soldaten und all sowas. Die Action-Sequenzen sind, wie gesagt, reichlich brutal, aber sehr gut inszeniert. Die Musik ist auch sehr cool. Und die Schauspieler … oh boy. Jon Bernthal als Frank Castle ist einfach nur der Hammer. Er spielt das so unglaublich gut und macht so viel einfach nur mit Mimik und Körperhaltung. Es ist eine Freude, dabei zuzusehen und er schafft es wirklich sehr gut, den Balanceakt zwischen „der Typ ist eigentlich wirklich ein netter Kerl“ und „aber meine Güte, ECHT gestört“ rüberzubringen. Aber auch alle anderen Darsteller sind echt gut. Den Schauspieler von David kannte ich ja schon aus Girls, wo er auch schon wirklich gut war, und auch hier spielt er seine Rolle wirklich toll. Man hätte aus der Zusammenarbeit von Frank und David übrigens auch ziemlich gut eine ins Alberne abgleitende Buddy-Geschichte machen können, was zum Glück vermieden wird. Es gibt immer wieder recht witzige Momente, aber die ergeben sich aus der Situation und nicht aus irgendwelchen gezielt lustigen Dialogen. Überhaupt dürfte das zusammen mit Jessica Jones die Serie sein, die am wenigsten vom typischen Marvel-Humor hat, was aber durchaus sehr gut zum Ton der Serie passt. Insgesamt war ich wirklich begeistert, zumal die Serie meiner Meinung nach auch ein wirklich gutes, durchdachtes Drehbuch hat und weiß, welche Geschichte sie erzählen will. Und trotz aller Brutalität hält man sich mit zu vielen Todesfällen aus Draaaaamagründen zurück und gleitet nicht völlig in eine Alles-ist-scheiße-und-alle-sterben-Nummer ab. Also wirklich Daumen hoch für den Punisher, gerne mehr davon.

Wieder so immer mal zwischendurch zum Essen geschaut: Die 4. Staffel Elementary. Den staffelübergreifenden Plot mit Morland Holmes fand ich irgendwie nicht ganz so super, weil er zwar seine Momente hatte, aber ihm letztendlich halt neben dem Fall der Woche nicht so wirklich viel Platz eingeräumt wurde. Schade eigentlich, zumal John Noble seine Rolle auch wirklich toll gespielt hat. Wie das Ganze am Ende dann aufgelöst wurde, war mir auch etwas too much irgendwie. Verschwörung über Verschwörung und so. Naja. Ich schau die Serie trotzdem immer noch gerne, zumal ich diese Versionen von Sherlock und Watson eigentlich mit am liebsten mag. Gerade Lucy Liu ist einfach … großartig. Es gibt außerdem eine Szene, in der Sherlock Yoga macht, und in der der Hauptdarsteller eine wirklich gute Figur dabei abgibt.

Gespielt

Der Januar war sehr arm an DSA-Terminen, es gab nämlich tatsächlich nur einen Samstag, an dem wir spielen konnten. Da ging es weiter mit der Königsmacherkampagne und das nächste Mal sollten wir nun wirklich mal das aktuelle Abenteuer abschließen. Wird auch Zeit, ich glaube, alle außer mir haben sehr großen Stadtabenteuerkoller und möchten mal wieder irgendwas mit Wildnis und Einsamkeit und Gemetzel spielen. Ich fand das Abenteuer hingegen sehr cool, es hatte öfter mal so ein paar frustrierende Momente und außerdem eine etwas unschöne Wiederholung drin. Aber insgesamt ist das schon wirklich gut gemacht, auch wenn mir erst in der letzten Sitzung klar wurde, wie gut eigentlich.

Außerdem gab es mal wieder eine Runde Star Wars, was mich wie immer sehr gefreut hat. Das Szenario, das wir gespielt haben, heißt Only Two Ways Home und hat, obwohl verkürzt für einen nicht so langen Spielabend, sehr viel Spaß gemacht. Wir haben es wegen einer kurzfristigen Absage mit 3 Spielern gespielt, was aber ganz gut funktioniert hat. Es war auch ziemlich creepy auf diesem seltsamen Schiff. Sehr cooles Szenario – ich muss jetzt leider auch mit meiner Zabrak Force-Shit aktivieren, weil anders kann man eigentlich gar nicht erklären, wieso ich an einem Abend ungefähr 10 Triumphe erwürfelt hab. Auch cool: Der Mensch, der das Szenario verfasst hat, freute sich sehr über meinen Kommentar und schrieb mir noch auf Twitter zurück, wie cool er es fand, dass wir sein Szenario auf deutsch gespielt haben, weil es jetzt für ihn so ist, als sei es in andere Sprachen übersetzt worden. Hihi. Für sowas mag ich das Internet doch sehr.

Am Tag vorher spielten wir noch ne Runde Fiakso, verdaddelten uns bei der Aufstellung aber irgendwie, so dass das alles gar nicht sooo optimal lief. Trotzdem war es sehr lustig. Wir spielten auf einer Hochzeit im Sauerland, bei der die Erbin eines Schweinezuchtimperiums heiratete und haben uns unfassbar viel dumme Dekoartikel und Hochzeitsbräuche mit Schweinen ausgedacht. Bei „Wohin geht denn die Hochzeitsreise?“ – „Schweinfurt.“ bin ich vor Lachen fast gestorben.

Am PC weiterhin nix gespielt. Keine Zeit, keine Zeit.

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Was schön war im Januar 2018

Sollte man ja öfter mal machen, drüber bloggen, was eigentlich schön war. Und obwohl der Januar ja meistens irgendwie so ein seltsamer Monat ist, wo man eigentlich nur friert und versucht sich fürs neue Jahr zu sortieren, war in diesem Jahr erstaunlich Action.

Am ersten Januarwochenende gleich drei Tage Besuch – von Ex-Nandurionkollegen Vibart, Ex-DSA-Mitspieler J. und NordCon-Bekanntschaft R. Aber so staffelweise, also der eine von Donnerstag bis Samstag, der nächste von Freitag bis Sonntag. Was dann drei nette Abende ergab, nämlich ein Essen beim Griechen am Donnerstag, Fiakso am Freitag und Star Wars-RPG am Samstag. Zwischendurch nette Gespräche, leckeres Essen und trotz all der Action wenigstens einigermaßen ausreichend Schlaf. Außerdem hatten wir äußerst unkomplizierte und großzügige Gäste, die uns ganz viel Süßkram und Bier und Cola und Schnaps und Kaffee mitbrachten und auch kein Problem damit hatten, wenn ich mal ne halbe Stunde keine Zeit hatte.

Schon lange drauf gefreut, dass es im Januar wieder ein tägliches Yoga-Video von Adriene gibt, und bis auf 2 Tage hab ich auch jeden Tag das aktuelle gemacht (und die 2 Tage dann auch am nächsten jeweils nachgeholt). Wenn ichs also nicht noch in den letzten 3 Tagen verbasel, bin ich up-to-date mit dem Ganzen durchgekommen. Irgendwie war es diesmal sogar meistens gar nicht so anstrengend.

Dann gab es ein Treffen mit lauter Leuten aus dem nichtmehrganzsodunkelgrünen Forum, die ich teilweise seit 13 Jahren nicht gesehen hatte. Das war lustig. Auch wenn das Wetter kacke war, Julie leider wegen nicht fahrender Züge absagen musste und Hamburg im Januar keine gar so geile Location ist, um stundenlang durch die Gegend zu laufen. Aber es war auf jeden Fall nett, all die Leute mal wieder zu sehen. Fun fact: Nachdem ich wochenlang nach 2 Locations gesucht hatte, wo man a) mit einem Rollstuhlfahrer reinkommt und b) ein Veganer was zu essen findet, war dann beim ersten Essen die Veganerin nicht dabei und beim zweiten der Rollstuhlfahrer. Aber da der Rest mit der Auswahl der Location glaube ich auch ganz zufrieden war, war das schon okay. Jetzt dank Besuch auch mal auf der Elphi gewesen. Doch, schon ganz nett, die Aussicht von dort.

Mit dem T. war ich dann letzte Woche Pizza essen bei meinem Lieblingsitaliener. Das war auch sehr nett und ich bin jetzt wieder ein kleines bisschen mehr motiviert, was Schreibprojekte angeht und habe auch zumindest schon ein bisschen was getan.

Eine sehr, sehr erfreuliche Nachricht für den besten Mitbewohner von allen. Ich freu mich immer noch.

Und dann (auch aufgrund der sehr erfreulichen Nachricht) dann noch ein sehr spontan eingeworfenes Wochenende an der Ostsee. Ich weiß nicht, was alle Leute im Januar auch da wollen, es war aber ganz schön schwer, noch ein Hotelzimmer zu finden. Das, was wir dann noch ergattert haben, war dann aber sehr schön. Und das Wochenende auch! Ostseetherme, im Hotel rumhängen und lesen, Essen, Spaziergang, mehr Wellness im Hotel, mehr Essen, zwei Nächte mit 9 Stunden Schlaf ohne trampelnde Kinder morgens um halb 8. Ich wär am liebsten dageblieben.

Der (halb)neue Job ist bisher auch eigentlich im Großen und Ganzen okay. Über die Stunde Gleitzeit morgens hab ich mich schon sehr gefreut, wenn man migränig und matschig aufwacht, ist es sehr entspannend, dann alels in Ruhe machen zu können. Bis auf 4 Stunden, die ich gemeinsam mit der Aushilfe da bin, habe ich mein Vorzimmer für mich allein und das ist schon sehr angenehm. Kein blöder Smalltalk mehr. Keine Kollegin, die mir ihr unspannendes Leben erzählen will. Und wenn mir gerade der Rücken wehtut, steh ich halt kurz auf und hampel ein bisschen rum, stört auch keinen. Die Stimmung ist auch viel besser als im alten Büro, auch wenns natürlich immer noch Arbeit ist, immer noch öfter mal anstrengend und nervig, aber … insgesamt einfach schon besser.

Sonst noch schön im Januar:

  • Nach wie vor immer mal wieder ein Fischbrötchentreffen mit dem besten Mitbewohner von allen, zwar an einem anderen Tag, weil anderer Markt, aber ich arbeite immer noch im Einzugsgebiet der besten Fischbrötchen Hamburgs. Hurra!
  • Zweimal im Lieblingsbrunchlokal zum Frühstück gewesen. Und überhaupt irgendwie ständig was leckeres gegessen.
  • Donnerstags hab ich ja jetzt immer eine Stunde lang Mittagspause, die ich dazu nutze, in einem der tausend Hipsterlokale hier etwas zu essen und dabei zu lesen. Das gefällt mir ausgesprochen gut.
  • Nochmal im Kino gewesen zu The Last Jedi. Und vorher ein Steak gegessen. Das war nett. Ich habe auch nur noch halb soviel geheult wie sonst (im Kino, nicht bei Block House). Ich glaube, auf BluRay kann ich den Film vielleicht mit nur einer Packung Taschentücher überstehen!
  • Offline (online versuche ich das gar nicht erst) erstaunlich viele gesittete und nette Diskussionen über Star Wars geführt.
  • Mit Schwerter und Giganten ist das erste Buch erschienen, das ich lektoriert habe. Hurra!

Nichganzsoschön im Januar

  • mein Knie zickt seit über einer Woche herum, seit ich es mir beim Yoga leicht verdreht habe und dann zwei Tage damit durchs kalte Hamburg gerannt bin. Es wird zwar besser, aber so richtig weg isses immer noch nicht.
  • Im neuen Büro herrscht teilweise immer noch sehr viel Chaos und meine drei Chefs dazu zu bewegen, sich mal zu Entscheidungen durchzuringen, ist ein bisschen wie Flöhe hüten. Oder Beamtenmikado. Irgendwer wird es schon irgendwann machen, aber iiiiiiich hab jetzt keine Zeit.
  • Die Baustelle unter uns ist immer noch da. Zusätzlich sind schon die Hecken entfernt worden für die bald anstehende Abwasserkanalkompletterneuerung. Isch möschte das nischt.
  • Mein neues Hobby: Immer donnerstags, wenn ich erst kurz vor 8 hochmüsste, zwischen 4 und 5 Uhr morgens aufwachen und mindestens ne Stunde wachliegen. Nervt.
  • Es ist kalt, kalt, kaaaaaalt. Und der Frühling wird noch auf sich warten lassen.

So, und morgen muss ich zum Zahnarzt und kriege nen Weisheitszahn gezogen. Der Januar hat also noch das Potenzial, auf dem letzten Meter blöd zu werden. Deshalb poste ich das hier einfach ganz gewieft schon heute!

Und zum Schluss noch wilde Bilder – hauptsächlich Meer. Und Essen. Also das Schönste überhaupt 😉 .

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