Schlagwort-Archive: Sommer

#RPGaDay 2018 und Tagebuchbloggen, Tag 1

Wie gestern schon angekündigt – ich benutze die RPGaDAy-Aktion, in der im August jeden Tag eine Frage zum Thema Rollenspiel zu beantworten ist, und versuche, einfach gleichzeitig mal wieder so ein bisschen öfter und tagebuchblogmäßiger zu schreiben. Ob ich lange dazu Lust habe und ob das überhaupt einer lesen will – man wird sehen.

Hier ist jedenfalls der RPG-Fragebogen:

Frage 1: Was liebst du am Rollenspiel?

Am meisten liebe ich am Rollenspiel, mich in meine Charaktere hineinzuversetzen und Erfahrungen zu machen, die ich im realen Leben nicht mache. Das müssen dabei nicht immer riesige epische Heldentaten sein. Oft sind es auch eher kleine Momente, die mir im Gedächtnis bleiben. Oder die dramatischen Szenen und Rückschläge. Ich liebe es, wenn es richtig gut läuft, ich total in meinem SC versinke und gar nicht mehr darüber nachdenken muss, wie er/sie gerade entscheiden und denken und fühlen würde, weil ich einfach „drin“ bin. Außerdem liebe ich am Rollenspiel, dass man oft ein Problem von vielen Seiten beleuchtet, versucht auf die beste Lösung zu kommen und richtig kreativ werden kann. Ich liebe das Zusammenspiel mit anderen, vor allem wenn es richtig gut läuft und man sich gegenseitig die Bälle zuspielt. Ich liebe es, dass ich durchs Rollenspiel jederzeit 10-15 interessante Personen zur Verfügung habe, die quasi in meinem Kopf wohnen und mit denen ich mich beschäftigen kann. Und ich liebe es auch einfach, wie sich im Laufe der Zeit in einer festen Runde eine Gruppendynamik entwickelt und man Rituale, dumme Insider und Weißt-du-nochs entwickelt. Ich liebe es, wenn eine Session mich zum nachdenken oder mir indirekt auch neue Erkenntnisse über mich selbst bringt. Oder über meine Mitspieler. Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert, den die Gruppe gemeinsam ersonnen hat. Ich liebe Rätsel. Und dumme Wortwitze. Und vollgeschriebene Notizbücher. Ich liebe die Erinnerungen an magische und epische und lustige Momente, die selbst nach Jahren noch präsent sind.

Tagebuchblogcontent:

Es ist warm. Sehr warm. Heute zum Glück nicht ganz so brütend wie gestern, aber puh. Ich freue mich eigentlich über den Sommer, aber bei all den Nachrichten von Waldbränden, verdorrter Natur, sterbenden Fischen und sonstigen Katastrophen wird die Freude leider ziemlich getrübt, ebenso wie von der Tatsache, dass es inzwischen auch nachts oft zu warm für erholsamen Schlaf ist. Naja. Ich versuche trotzdem das Beste draus zu machen und mich oft irgendwo in den Park zu schmeißen. Letzten Freitag war ich sogar im Freibad.

Im Büro ist ziemliches Sommerloch, meine Chefin ist im Urlaub, mein anderer Chef ab Freitag auch weg, viele Mandanten sind auch verreist. Es ist also wenig zu tun. Dafür gibts mal wieder Bauarbeiten im Haus *augenroll*, denn wie sollte es anders sein, als das jetzt nach der kompletten Sanierung des obersten Stockwerks auch noch ein weiteres Büro komplett entkernt und neu gemacht wird. 30 Jahre steht das Gebäude schon, aber natürlich werden 50 % der Flächen innerhalb von 6 Monaten grundrenoviert, sobald ich hier arbeite. Macht viel Spaß, zu Hause um 7 Uhr vom direkt unter dem Schlafzimmerfenster stehenden Bagger geweckt zu werden und dann im Büro den ganzen Tag ebenfalls Lärm zu haben. Keine Ahnung, wie lange das noch geht, bis Ende August vermutlich bei beidem, evtl auch länger. Das ist dann Baulärm seit letzten Oktober, mehr oder weniger durchgehend. So schön.

Ansonsten Stress, Stress, Termine, Termine. Der Umzug rückt näher, die Vermieterin hat schon wegen Terminen für Nachmieter angefragt, dann wieder der ganze Zirkus mit Strom und Telefon umziehen, etc. bla. Jeden Tag irgendwelche neuen Tasks, die aufploppen und erledigt sein wollen. Ich habe mir auch eigentlich vorgenommen, ab heute jeden Tag zumindest eine Kleinigkeit für den Umzug zu erledigen (vor allem erstmal Sachen aussortieren und sowas), ich hoffe, ich schaffe das. Hab jetzt schon keine Lust mehr auf den ganzen Mist.

Als Lichtblick immerhin viel Rollenspiel im Moment. Gestern war der zweite Termin unserer City of Mist-Runde und nachdem der erste noch so einige Startschwierigkeiten hatte, fand ichs gestern sehr cool und wir hatten viel Spaß. Vielleicht hitzebedingt etwas zu albernen Spaß, aber sei es drum. Ansonsten lese ich mich gerade durch gleich zwei neue Erzählspiele für Samstag. Puh. Ich hoffe, es lohnt sich. Mehr dazu dann hinterher.

2 Kommentare

Eingeordnet unter blabla, Rollenspiel

Was schön war: Berlin, Berlin

Letzten Sommer war ich ja schon ein Wochenende in Berlin – und letztes Wochenende wieder. Darf gerne ein festes Ritual werden, wenns nach mir geht. Diesmal hatte uns Tharun-Marcus eingeladen, ihn zu besuchen.

Der Freitag war erstmal richtig bescheiden, ich war mal wieder um 07.30 Uhr wach, nachdem mein Plan, im Wohnzimmer zu schlafen, weil direkt vor meinem Schlafzimmer ab 7 Uhr der Bagger rumbaggert (ja, mal wieder Baurarbeiten, diesmal die Wasserleitungen, es ist einfach ein Elend und wüsste ich nicht, dass ich bald ausziehe, hätte ich mich vermutlich schon erschossen…), zwar in der Theorie gut war, in der Praxis war das Sofa aber unbequem, es war viel zu warm und joah, wer will schon an seinem freien Tag ausschlafen. Grummelgrummel. Dann mehr Bauarbeiten, deswegen alles Fenster zugemacht und den Rechner des Herrn Mitbewohners in Beschlag genommen, weil dessen Zimmer zum Innenhof rausgeht. Denn Judith und ich haben Freitag für den Podcast aufgenommen und da sollte man natürlich möglichst keine Baggergeräusche hören. (Stattdessen hört man jetzt Vögel. Und Kinder. Also falls ich das nicht noch rausgefiltert kriege.) Das dauerte dann ungefähr ewig, dann musste ich noch packen und all sowas, und dann wars auch schon so spät, dass ich direkt losfahren musste. Noch was essen gewesen, dann zum Bahnhof. Wo der Zug nicht kam. Merke: Nur weil man am Startbahnhof der ganzen Fahrt steht, heißt das nicht, dass der Zug nicht trotzdem gleich mal 30 Minuten Verspätung haben kann *augenroll*.

Dann waren wir aber irgendwann mal da und nach ein bisschen Tram-Fahrt auch bei Marcus angekommen. Und dann wurde das Wochenende wirklich sehr nett und großartig, auch wenn ich leider sehr viel weniger fit war als ich das gerne gewesen wäre (müde + Migräne + völlig verspannter Nacken). Manchmal kommt man ja in eine Wohnung und fühlt sich sofort, als wäre man schon hundertmal da gewesen, und das war bei Marcus‘ Wohnung der Fall. Ich hab mich jedenfalls sofort wohl dort gefühlt und außerdem bin ich sehr neidisch, wie UNFASSBAR ruhig die Zimmer sind, die zum Innenhof rausgehen. Das ist so eine alte Berliner Wohnanlage mit quasi Haus um vier Ecken um einen großen grünen Innenhof rum gebaut und es war soooo ruhig. Nur Vogelzwitschern. Und ab und zu mal ein Flugzeug. Ich war natürlich am Samstag trotzdem um 8 wach (nachdem wir bis 2 Uhr gelabert hatten), aber das lag an der Scheißmigräne, wegen der ich nicht mehr einschlafen und nicht mehr bequem liegen konnte. Um 10 hab ichs dann aufgegeben, der Rest wurde auch wach, dann gabs erstmal Kaffee und dann sind wir zum Frühstück in ein Café aufgebrochen. Zwischendurch haben wir in einem Comicladen angehalten, der ausschließlich englischsprachige Comics vertreibt, und wie das immer so ist, mussten wir dann auch was kaufen, auch wenn ich ja gar nicht so viel Comics lese. Jetzt habe ich jedenfalls die Komplettausgabe der Secret Warriors von Marvel zu Hause und bin schon gespannt drauf. Ich mein, es hat SHIELD und Fury und Hydra und Quake, das muss zumindest so mittelgut sein. Marcus kaufte sich Made Men, was der Comic Store Guy mit „es ist eine moderne Adaption von Frankenstein, bei der eine CIA-Agentin ihr gesamtes Team verliert und von den Toten wieder aufstehen lässt, um sich zu rächen“ anpries. (Das hätte ich nach der Zusammenfassung auch gekauft. Klingt großartig.)

Dann also leckeres Frühstück im Café, nebenan tüddelte eine Hochzeitsgesellschaft vor einer Kirche rum, es war warm, es gab Kaffee, also alles gut. Dann zurück in die Wohnung, wo um 15:00 Uhr dann Society of Dreamers gespielt werden sollte. Es war noch ein bisschen Zeit, deswegen legte ich mich nochmal hin, allerdings ohne einzuschlafen – hatte ich auch gar nicht vor, aber da so liegen und vom Bett aus in den Himmel überm Hinterhof schauen, das hätte ich auch noch 2 weitere Stunden machen können.

Dann haben wir gespielt, Marcus hatte noch zwei weitere Leute eingeladen, die beide auch sehr cool und nett waren. Außerdem wurden meine Maßstäbe von „fancy Zeuch beim Rollenspiel“ sehr nach oben erweitert, als erstmal ne Buddel Sekt aufgemacht und der Sektkühler in einem eigens dafür vorhandenen Gestell an den Tisch eingehakt wurde. War auf jeden Fall sehr stilvoll, auch wenn ich ja Sekt nur angucken muss, um Migräne zu bekommen. Society of Dreamers war jedenfalls super. Es ist ein Erzählspiel, grob ähnlich strukturiert wie Fiasko, aber mit mehr Szenen und mehr Vorgaben. Man spielt die Mitglieder der Gesellschaft der Träumer, die sich gründet, um den Mnemosyten auf den Grund zu gehen, die in den Träumen der Menschen leben. Was genau das für Wesen sind und was sie so treiben, findet man quasi im Spiel heraus. Außerdem gibt es ein paar sehr großartige Charaktererschaffungsmechanismen und Mechaniken um Träume zu erzählen, die man gut und gerne auch für andere Rollenspiele übernehmen kann. Letztendlich hatten wir in der Runde ein wenig ein Zeitproblem, da wir eine Stunde später angefangen haben und ein Mitspieler dann nach 4 Stunden los musste. Das und einige zu lang ausgeuferte Szenen sorgten dafür, dass wir dann leider irgendwann zu viert weitermachen mussten, und auch da wurde es irgendwann zeitlich eng, weil wir noch essen gehen wollten …. aber ich muss sagen, dass wir das dann doch noch irgendwie gut hinbekommen haben und es irgendwie auch für die Spielrunde spricht, wenn man auch unter Überbordwerfen der eigentlich vorgesehenen Szenenabfolge und unter Zeitdruck noch ein gutes Finale hinimprovisiert.

Dann gingen wir also essen, um 22:00 Uhr, irgendwie passte das aber total gut zu dem Wochenende und zu Berlin und zum Sommer, denn wir saßen trotzdem noch draußen und es war warm und das Restaurant immer noch voll. Wir waren im Tiblisi, einem georgischen Restaurant, und meine Fresse, war das super. Ich hatte vorher noch nie georgisch gegessen, aber ich möchte das dringend wiederholen. Zur Vorspeise gabs schonmal neben gemischten kalten Cremes mit Bohnen, Roter Bete und Spinat so eine Teigspeise, die mehr oder weniger „Teigfladen – Käääääse – Teigfladen“ war, und mit wenig erfreut man mich ja mehr als mit geschmolzenem Käse. Und danach hatte ich dann Lachs aus dem Ofen, mit kleinen Kartoffeln und mit Käse überbackenen Auberginen und Minzjoghurt und das Ganze lag auf einem Teigfladen, den man dann am Ende, als er sich mit all den leckeren Sachen vollgesogen hatte, auch noch essen konnte. Und dazu gabs noch drei verschiedene Saucen und überhaupt. Es war unglaublich lecker. Der Wein dazu war laut meinen Begleitern auch gut, und am Ende gabs für die anderen noch einen georgischen Grappa und für mich Traubensaft, denn der nette Kellner hatte gemerkt, dass ich keinen Alkohol trinke.

Eigentlich hatten wir dann noch angedacht, Cocktails trinken zu gehen. Aber da die angedachte Bar leider ein Stück entfernt und eine Raucherkneipe war und ich sowieso nur ne Cola hätte bestellen können … haben wir das dann gelassen. Was mich ärgerte, aber der Kopf sagte sehr entschieden „nein“. Stattdessen haben wir dann noch bei Marcus daheim gesessen und Scotch (die anderen) und Ginger Ale (ich) getrunken. Irgendwann konnte ich dann vor Müdigkeit nicht mehr geradeaus gucken und ging ins Bett. Wo ich diesmal immerhin 8 Stunden schlief, hurra.

Am Sonntag war dann noch Brunch angesagt, nämlich im Samowar, einem russischen Restaurant. Da gibt es natürlich auch russisches Essen und das war schon sehr spannend, denn die meisten Gerichte kannte ich gar nicht. Obwohl ich weder Hering noch rote Beete sonderlich mag, fand ich das Schuba sehr lecker, das ist Hering, rote Beete und … anderer Kram, Sauerrahm glaub ich und … noch irgendwas. Außerdem gab es leckere Teigtaschen und alle möglichen Salate und Süßspeisen und ach ja, Tee natürlich, aus dem Samowar, von dem ich nicht wusste, wie man ihn bedient (Serviceblog-Content: Aus der oben stehenden Kanne die Tasse ca. halb voll mit dem starken Tee gießen, dann aus dem Hahn mit heißem Wasser verdünnen). Da ich ja nicht ständig in Berlin bin, hatte ich noch alle Leute, die ich da sonst so kenne, gefragt (bzw. fragen lassen) und so waren wir dann immerhin 8 Leute und ich hab mich gefreut, dass so viele Zeit und Lust auf ein Treffen hatten. Und außerdem wurde ich noch mit einer coolen Star Wars-Schürze beschenkt, worüber ich mich sehr gefreut hab. (Außerdem haben wir jetzt ein Purple Tentacle-Stofftier. Wie konnten wir nur ohne leben??)

Am Ende wurde es dann nochmal hektisch, denn der Weg zum Bahnhof gestaltete sich etwas länger als kalkuliert, sodass wir dann so ungefähr 90 Sekunden vor Abfahrt in den Zug hüpften. Der tatsächlich pünktlich war und außerdem halbleer, also saßen wir zu zweit auf einem Vierersitz und dösten so bis Hamburg vor uns hin.

Alles in allem war es, trotz meiner Unfitheit, die mich vermutlich selber am meisten geärgert hat, ein wunderbares Wochenende. Nette Leute, gutes Essen, tolle Rollenspielrunde und Sonnenschein – besser gehts ja kaum. Vielen Dank an Marcus und alle anderen, ich hoffe auf baldige Wiederholung! 🙂

PS: Das ganze Wochenende war ja super und wunderschön und entspannt und überhaupt, aber der schönste Moment war dann tatsächlich nicht beim Spielen oder beim Essen, sondern das war Sonntagvormittag, als wir zu dritt müde, angekatert (ja, ich auch, wusstet ihr, dass man von Knoblauch einen Kater bekommen kann…?) und in Schlafklamotten zwei Stunden schnackend in der Küche Kaffee tranken.

PPS: Muss meine Entscheidung, keine Sitzecke in der neuen Küche zu wollen, wohl dringend revidieren.

PPS: Society of Dreamers/Gesellschaft der Träumer erscheint irgendwann demnächt-ish bei System Matters.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter blabla, Lena does Stuff, Was schön war

Stirb, Sommer, stirb!

Ich habe eine ganze Weile nix geschrieben. Nun ist zugegebenermaßen auch nicht sonderlich viel passiert in den letzten Wochen, aber das hält mich sonst ja auch selten ab. Nein, mein Schweigen lag vielmehr daran, dass es Sommer ist. Und solltet ihr jetzt denken, dass ich dann nix blogge, weil ich den ganzen Tag am Strand liege, durch die sonnigen Straßen flaniere oder so nen Unsinn, dann könntet ihr nicht mehr daneben liegen. Denn es ist Sommer. Die blödeste, bekackteste, nervigste Jahreszeit für mich, in der ich eigentlich nix tun möchte als auf dem Rücken zu liegen und auf den Herbst zu warten.

Obwohl man ja immer vom Hamburger Regen spricht, ist es dieses Jahr seeeehr sonnig in Norddeutschland und ich lese immer neidisch von Gewittern und Regen weiter im Süden. Hier hat es letzte Woche zum ersten Mal seit 2 Wochen geregnet, zuvor immer Sonne, Sonne und noch mehr Sonne. Ich – hasse – es. Ich bin, wohl reichlich klischeehaft, eine von diesen Leuten, die mit „draußen sein“ wenig bis nix anfangen kann. Wieso man z. B. im Garten oder auf dem Balkon essen muss, bloß weil die Sonne scheint, hat sich mir noch nie erschlossen. Dann trägt man immer Krempel von A nach B, hat Fliegen im Essen rumschwirren und muss schlimmstenfalls auch noch in der Sonne sitzen und bekommt Sonnenbrand. Zum Glück habe ich weder Garten noch Balkon und komme nicht mal in die Verlegenheit, erklären zu müssen, wieso ich da nicht hin will. Auch ansonsten bin ich ungern draußen und noch ungerner(er..er) in der Sonne. Ich verbrenne mich sehr fix und bin sehr lichtempfindlich. Insofern muss ich auch immer ein bisschen lachen, wenn Leute sich freuen, dass man ja jetzt im Hellen aufsteht und im Hellen nach Hause kommt. Jaaah, ganz toll. Wenn ich morgens schon aufm Weg ins Büro ständig grelles Licht habe, was in meinen Augen sticht und mir Kopfschmerzen macht, bin ich auch immer so richtig gut gelaunt.

Apropos Büro – das ist noch so der Hauptgrund, den Sommer zu hassen, denn es wird UNGLAUBLICH warm hier drin. Morgens lüften wir zwar durch, aber es ist halt ein Unterschied ob man in einer Wohnung die Fenster über Nacht, wenns kühl ist, offen hat, oder nur morgens eine Stunde durchlüften kann. Sobald die Fenster dann zu sind, wird es sehr schnell warm, stickig und die Luft steht. Dann könnte man theoretisch natürlich weiter die Fenster auflassen, nur leider befindet sich vor selbigen die vierspurige Straße, die so laut werden kann, dass man das Telefon nicht mehr klingeln hört (geschweige denn den Menschen am anderen Ende der Leitung versteht). Dikatete schreiben ist dann auch kaum noch möglich, so dass ich hier eigentlich permanent zwischen „zu warm“ und „zu laut“ wechsle. Außerdem hab ich inzwischen vom ganzen Lüften, Klimaanlage im Auto laufen lassen und den offenen Fenstern in der U-Bahn Schnupfen bekommen und niese im 5-Minuten-Takt vor mich hin. Schlafen kann man auch nicht richtig, dem Obst kann man beim Vergammeln teilweise schon zusehen und Lust, irgendwas zu machen, habe ich bei dem Wetter auch nicht. Nach Hause kommen, kalt duschen und dann möglichst wenig bewegen. Und natürlich hab ich bei diesem Wetter noch schlimmere Migräne als sonst schon.

Nee, nee. Bleibt mir wech mit dem Sommer. Das einzig Gute daran sind die Sommerferien, die aktuell dafür sorgen, dass die Bahnen etwas leerer sind, die Straßen ebenso und dass weniger Leute im Büro anrufen. Dafür wird allerdings überall gebaut. Man kann regelrecht beobachten, wie am Anfang der Ferien die Baustellen wie Pilze aus dem Boden schießen. Trotzdem sind die 6 Wochen immer sehr angenehm, weil alles etwas weniger voll ist.

Urlaub hab ich dann erst im September, also in 6 Wochen. Bis dahin ist es hoffentlich kühler und in Irland soll es ja sowieso nicht so warm werden *g*. Jap, der Herr Mitbewohner und ich fahren nach Irland! 11 Tage, Flüge sind schon gebucht. Ich bin sehr gespannt und werde mich die Tage nochmal um Mietwagen (Linksverkehr…hilfäääh) und einige Unterkünfte kümmern.

Achja: Meine Meinung zum Sommer hab ich auch nochmal als Gastcomic für das sehr empfehlenswerte Comicblog Die feine Linie hingekritzelt. (Erwartet keine Zeichenkünste, sowas kann ich gar nicht.)

In diesem Sinne – möge der Herbst bald kommen!

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter blabla, Graaaah!

Summer in the City.

Es ist warm. Sooo warm. Hah, was für eine gute Sache, so ein extremes Wetter, da hat man immer gleich einen Einstieg für einen Blogeintrag. Hitze, Gewitter, Schnee, Eisregen – super. „Liebes Tagebuch, heute sind es 11 Grad und es nieselt leicht“  – eher nicht so. Oder? Vielleicht sollte man auch mal das Otoonormalwetter würdigen, weil es einem wenigstens keinen Anlass zum Meckern gibt.

Jedenfalls. Es ist warm. Ich klebe gefühlt an meinem Schreibtisch fest und meine Hände schwitzen beim Tippen (Ja, das wolltet ihr jetzt wissen :p). Ich habe mein einziges Paar Sandalen rausgekramt, schlappe in denen ins Büro, wo ich sie dann unter dem Schreibtisch heimlich ausziehe, um sie mühsam wieder anzuziehen, wenn ich zum Drucker laufen muss. Vielleicht sollte ich mal Sandalen kaufen, die mir auch tatsächlich passen, damit ich sie den ganzen Tag tragen kann, aber das wäre ja zu einfach. Und ich müsste ein Schuhgeschäft dafür betreten. Und bald zieh ich eh wieder geschlossene Schuhe an, ich mag Sandalen nämlich eigentlich eh nicht, aber ich hab seit ungefähr 4 Wochen einen fiesen entzündeten Zeh und der will irgendwie frische Luft, damit es endlich mal besser wird. (Das wolltet ihr noch viel wengier wissen. Sorry. Aber ich muss mein Leid mal mitteilen…).

Es ist warm. Stickig. Bahn- und Busfahren wird zum olfaktorischen Abenteuer, man betet jedes Mal, der Bus, in den man gleich steigt, möge bitte eine Klimaanlage haben und nicht so voll sein, dass man nachher den Schweiß anderer Leute auf den Klamotten hat (irgendwie wird dieses Post ganz schön widerlich grade). Jedes Gespräch beinhaltet irgendwie das Wetter, die Hälfte der Leute liebt es, die andere (ich z. B.) findet es schrecklich, man wartet auf Gewitter oder ärgert sich über selbige. Ich esse mehr Obst in einer Woche als sonst in einem Monat, bestelle mittags Salat, weil was anderes nicht geht und esse abends freiwillig Brot, statt zu kochen. Sommer halt. Wenn man keinen Urlaub hat, stört er wirklich eher, als dass es toll ist.

Um das ganze zu toppen, hab ich Halsschmerzen. Jetzt. Bei 35 Grad. Bekloppt. Ich weiß weder, woher die kommen, noch ob sie sich ein halbes Jahr in der Zeit verirrt haben. Und ich kann nicht mal sagen, ob ich irgendwie erkältet bin oder ob ich einfach nur so schlapp bin, weil es warm ist und weil ich müde bin. Na, mal abwarten.

Die NordCon letztes Wochenende war jedenfalls super. Ich hatte sehr netten Übernachtungsbesuch, habe zum ersten Mal seit ewigen Zeiten wieder Alkohol getrunken, viel zu wenig geschlafen, unendliche Mengen an Koffein zu mir genommen und sehr viel Spaß gehabt. Als ich Samstags nach 5 Stunden Schlaf und mit Kopfschmerzen aus der Hölle zum Fasar-DPA trabte, um dort meine hyperaktive, hibbelige und hochintelligente Gelehrte zu verkörpern, bereute ich es erst doch sehr, dass ich nicht einfach einen tumben Schlagetot oder einen Zombie oder vielleicht einen netten Kieselstein spielen durfte, aber letztendlich hatte ich dann doch sehr viel Spaß mit ihr. Am Ende war zwar wieder die Zeit knapp und der Endkampf dauerte mir viel zu lang, aber ach, das mit mir und dem Kämpfen ist ja immer so. Ansonsten war es sehr toll, ich sah viele Bekannte wieder, hatte auch mal Zeit, ein bisschen übers Gelände zu bummeln und mit Leuten zu schnacken und fühlte mich deutlich entspannter als auf der RPC. Besonders Spaß machten die 2 Runden des Brettspiels „Schatten über Camelot“, das ich total großartig finde und das wir auch mit einer sehr netten Runde von Leuten (eine lustige Mischung aus Teilen meiner DSA-Runde, DSA-Redakteueren und DSA4-Forenmenschen) spielten. Leider ist das Spiel anscheinend nur für um die 70 Euro zu haben, was ich doch ein bisschen viel finde. Jedenfalls war die Con rundum gelungen, bis auf die Tatsache, dass es keine Fritzkola gab. Aber das konnte man im nahegelegenen Kiosk zum Glück kompensieren.

Am Montag hatte ich dann noch Urlaub und konnte mich von der Con erholen, was auch dringend notwendig war. Ich habe den halben Tag geschlafen und ansonsten auf dem Sofa gesessen und Serien geschaut. Aßerdem lese ich grade Netz der Intrige, was ich nun fast durch habe und dann hoffentlich bald rezensieren werde.

Am Samstag geht es dann endlich auch weiter mit DSA 🙂 Yay! Da freu ich mich schon drauf.

Leider war das jetzt mein letzter Urlaub bis zu meinem richtigen Sommerurlaub im September. Das sind noch 10 Wochen bis dahin. Schluchz!

Die Dinge mit Fäden drin (TM) gehen auch voran und nehmen Form und Struktur an. Ich bin schon gespannt, wie es da weitergeht.

So. Und jetzt werd ich mich mal durchs schwülwarme Hamburg nach Hause quälen.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter blabla, DSA