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Mediengedöhns im Januar 2017

Huch, der erste Monat des Jahres ist wieder um – nun schnell auf zum medial konsumierten, ehe ich wieder so einen Berg anhäufe wie im letzten Eintrag.

Bücher

Leia, Princess of Alderaan von Claudia Gray ist ein Young Adult-Roman mit einer 16-jährigen Leia als Protagonistin. Inhaltlich dreht er sich darum, wie Leia langsam als Nachfolgerin ihrer Mutter als Königin von Alderaan an deren Aufgaben herangeführt werden soll und dazu die klassischen drei Prüfungen des alderaanischen Adels ablegt. Nebenher arbeitet sie als Jung-Abgeordnete im Senat des Imperiums. Und langsam bekommt sie nicht nur mit, dass im Imperium so einiges falsch läuft, sondern auch, dass ihre Eltern Teil einer Verschwörung sind, um das zu ändern. Ich fand von Claudia Gray bisher ja alles gut, und auch dieser Roman hat mich wieder richtig begeistert. Sie schreib Leia einfach super und auch die weiteren Charaktere sind einfach toll. Endlich gibt es mal mehr zu Breha Organa, Leias Adoptivmutter. Und Amilyn Holdo kommt auch schon vor – als 16-jährige mit bunten Haaren, seltsamer Faszination für den Tod und skurrilen Hobbies. Der Roman ist ja auch Teil der Journey to The Last Jedi und wenn man den Film schon kennt, sind da doch schon ein paar schöne Elemente drin, nicht nur so was offensichtliches wie halt die Basis auf Crait, sondern auch eine Szene, in der Leia sich total geistesgegenwärtig vor dem Tod durch eine Schlammlawine rettet und eine, in der sie unbewusst die Macht benutzt.

Mich hat das Buch beim Lesen eigentlich die ganze Zeit sehr traurig gemacht. Leia, die damit hadert, ob man auch einfach Zeit für sich brauchen kann, ob man glücklich sein darf, wenn die Galaxis ein immer dunklerer Ort ist, was sie mit all ihren Privilegien als Prinzessin von Alderaan eigentlich bewegen kann … das bricht mir, wenn man weiß, wie es für sie weitergeht, einfach irgendwie ständig das Herz. Genau wie ihre innige Beziehung zu ihren Eltern und die Schönheit und Friedlichkeit von Alderaan, die ständig beschrieben wird. Und dann noch das Ende! Und der letzte Satz! Aaaah! Es ist alles so traurig und dann muss ich immer daran denken, dass wir Leia nie mehr auf der Leinwand sehen werden und dann bin ich noch trauriger. Seufz. Trotzdem große Empfehlung für den Roman – ich muss dringend mal rausfinden, was Claudia Gray abseits von Star Wars so geschrieben hat.

Einen weiteren Star Wars-Comic hab ich auch noch geschafft, nämlich Vader Down. Das ist ein Crossover zwischen der Vader-Reihe und dem Star Wars-Comic (also dem, der sich um Luke, Leia und Han und so dreht) und die Geschichte ist irgendwie sehr abgefahren und teilweise auch ganz cool. In der Vader-Serie geht es ja unter anderem darum, dass Vader rausbekommt, wie der Typ eigentlich heißt, der den Todesstern in die Luft gespreng that, und versucht, Luke in die Finger zu kriegen. Das resultiert im Crossover dann in einem Showdown zwischen Vader und der Rebellion, wobei imperiale Intrigen, Visionen in alten Jeditempeln und bösartige Droiden für noch mehr Chaos sorgen. Ich fand den Comic insgesamt ganz cool, leider sind die Zeichnungen teilweise grenzwertig, gerade Leia sieht oft aus wie … na, nicht wie Leia jedenfalls. Seltsamerweise sind Luke und Han wesentlich besser getroffen. Es gibt ein paar sehr lustige Droidenverwechselungsspielchen, Aphra und Han, die sich mit dem selben Trick gegenseitig ausschalten und ein paar coole Momente in einem alten Jeditempel, den Luke findet. Der Rest war teilweise etwas sehr übertrieben, wenn Vader ganze Rebelleinheiten alleine ausschaltet oder gefühlte 20 Panels zwei sich kloppende Wookies gezeigt werden. Insgesamt schon ganz nett, aber jetzt nicht mein liebster Star-Wars-Comic (der 5, die ich bisher kenne *hust*).

Filme und Serien

Kann es jemals genug Superheldenserien geben? Für mich ja nicht. Nachdem ich Marvel’s Inhumans nach den Trailern und den Kritiken lieber geflissentlich ignoriert habe, konnten sowohl The Gifted als auch Marvel’s Runaways mein Interesse wecken, und beide Serien haben eine wirklich coole erste Staffel abgeliefert.

The Gifted sah im Trailer irgendwie eher nach Familiendrama mit Mutanten aus und weckte schlimme Assoziationen an Heroes und Claire-Noah-Drama in uffzich Wiederholungen. Aber halt immerhin mit Stephen Moyer und Amy Acker, was dann doch ganz cool klang. Irgendwann sah ich dann, dass die Serie von Matt Nix ist, der auch eine meiner Lieblings-Serien, Burn Notice, gemacht hat. Von da an war ich dann doch ganz positiv gestimmt und tatsächlich hatte ich auch sehr viel Freude an der ersten Staffel. The Gifted ist ja die erste Serie, die den X-Men-Hintergrund benutzen darf (nicht wie z. B. Legion, wo Davids Vater immer nur als „sehr mächtiger Mutant“ bezeichnet wird), und so gibt es auch mit Blink eine Figur, die man aus Days of Future Past schon kennt, allerdings in einer anderen Version. Insgesamt mochte ich die Auswahl an Superhelden und ihren Fähigkeiten sehr. Thematisch geht es um die Familie Strucker, deren Kinder beide Mutanten sind, was sich recht überraschend auf einer Schulparty offenbart. Da Mutanten verfolgt, gejagt, in unfairen Prozessen verurteilt oder zu medizinischen Experimenten verschleppt werden, entschließt sich die Familie schnell zur Flucht, obwohl der Vater als Staatsanwalt eigentlich selbst auf der Seite der Verfolger steht. Im Verlauf der Staffel geht es dann einmal um den Mutant Underground, der Mutanten beschützt und ihnen zur Flucht verhilft, und um ein Mitglied von Sentinel Services, das Jagd auf die Mutanten macht. Ich finde die Serie bisher ziemlich gut geschrieben, mit coolen Charakteren, schönen ruhigen Momenten, aber auch coolen Actionszenen. Der Plot hält tatsächlich auch die ein oder andere Überraschung bereit und ich hatte sehr viel Freude mit der Serie. Es sehen irgendwie alle Darsteller auch geradezu unfassbar gut aus, aber das ist ja auch nicht unbedingt schlimm. Ich freue mich jedenfalls schon auf Staffel 2.

Noch seltsamer klang irgendwie die Prämisse von Marvel’s Runaways – ein Haufen Teenager als Superhelden, die Probleme mit ihren Eltern haben und von daheim weglaufen. Klang erstmal irgendwie seltsam, aber dann sah der Trailer doch ganz nett aus und meine Twitter-Timeline war auch recht angetan und dann musste ich da doch mal reinschauen. Und war dann auch angetan. Marvel’s Runaways ist ein bisschen so, als hätten Skins, Misftis und Desperate Housewives ein kleines Superheldenbaby gemacht. Die Serie spielt halt im supersuperdeluxen Teil von Los Angeles und die Familien der Runaways sind auch alle superreich. Aber halt nicht nur so, sondern warum die alle so reich sind, ist ein Teil des Plots. Jedenfalls sind die Noch-nicht-Superhelden-Teenies am Anfang alle ziemlich zerstritten und reden nicht mehr miteinander, seit ein Mädel ihrer Clique sich (angeblich) umgebracht hat. Dann raufen sie sich aber doch wieder zusammen, bemerken, dass ihre Eltern komische Dinge tun und forschen da so hinterher, während sie gleichzeitig ihre Kräfte entdecken und sich reihenweise ineinander verlieben, natürlich meistens so, dass A auf B steht, die auf C steht, der auf D steht. Aber das ist irgendwie so nett gemacht und so augenzwinkernd erzählt, dass ich voll drin war in all dem Teenage-Romance-Drama! Dankenswerterweise geht es auch nicht nur um die Teenager, sondern die Eltern haben einen auch recht großen Anteil an Screentime, so dass man die Geschichte aus mehreren Perspektiven sieht. Auch die Beziehungen der Kinder zu ihren Eltern und die der Eltern untereinander ist ziemlich gut gemacht. Die Superkräfte sind auch mal was anderes als das, was man schon tausendmal gesehen hat. Schauspielerisch fand ich das auch alles sehr schön, es gab immer wieder echt lustige Momente und insgesamt macht die Serie halt einfach Spaß. Auch hier gibt es eine zweite Staffel, hurra.

Und weil das jetzt immer noch nicht genug Comic-Adaption war, hab ich dann noch die 1. Staffel Punisher auf Netflix geschaut. Irgendwie hatte ich im Vorfeld eher so durchwachsene Kritiken gelesen und kann sie ehrlich gesagt überhaupt nicht nachvollziehen. Also ja, die Serie ist schon arg brutal, mehr als das für mich hätte sein müssen, aber …. es ist eine Punisher-Serie. Mit Ab 18-Warnung. Da kann man sich ja schon denken, dass da reichlich Blut fließt. Ich war jedenfalls von den Charakteren und der Story doch ziemlich begeistert und fand es auch schön, dass die Thematik von Kriegsveteranen mit all ihren Problemen mal aufgegriffen und aus meiner Sicht auch doch recht differenziert dargestellt wird. Das in einigen Reviews bemängelte zu langsame Fortschreiten der Handlung war auch etwas, was ich gar nicht nachvollziehen konnte, ich fand das Erzähltempo genau richtig so. Wobei ich ja auch langsam erzählte Sachen sehr mag und es gut finde, wenn sich eine Serie Zeit lässt für Charakterentwicklung und dergleichen. Hm, es ist relativ schwer, über die Handlung was zu schreiben ohne zu spoilern. Es geht jedenfalls weiter um die Sachen, die Frank im Krieg in Afghanistan gemacht hat und um die Leute, die dahinterstecken. Aber halt auch immer wieder um die Frage, wie man weiterlebt, wenn man traumatisiert aus der Armee entlassen wird, um teils hilfreiche, teils problematische Loyalitäten zwischen Ex-Soldaten und all sowas. Die Action-Sequenzen sind, wie gesagt, reichlich brutal, aber sehr gut inszeniert. Die Musik ist auch sehr cool. Und die Schauspieler … oh boy. Jon Bernthal als Frank Castle ist einfach nur der Hammer. Er spielt das so unglaublich gut und macht so viel einfach nur mit Mimik und Körperhaltung. Es ist eine Freude, dabei zuzusehen und er schafft es wirklich sehr gut, den Balanceakt zwischen „der Typ ist eigentlich wirklich ein netter Kerl“ und „aber meine Güte, ECHT gestört“ rüberzubringen. Aber auch alle anderen Darsteller sind echt gut. Den Schauspieler von David kannte ich ja schon aus Girls, wo er auch schon wirklich gut war, und auch hier spielt er seine Rolle wirklich toll. Man hätte aus der Zusammenarbeit von Frank und David übrigens auch ziemlich gut eine ins Alberne abgleitende Buddy-Geschichte machen können, was zum Glück vermieden wird. Es gibt immer wieder recht witzige Momente, aber die ergeben sich aus der Situation und nicht aus irgendwelchen gezielt lustigen Dialogen. Überhaupt dürfte das zusammen mit Jessica Jones die Serie sein, die am wenigsten vom typischen Marvel-Humor hat, was aber durchaus sehr gut zum Ton der Serie passt. Insgesamt war ich wirklich begeistert, zumal die Serie meiner Meinung nach auch ein wirklich gutes, durchdachtes Drehbuch hat und weiß, welche Geschichte sie erzählen will. Und trotz aller Brutalität hält man sich mit zu vielen Todesfällen aus Draaaaamagründen zurück und gleitet nicht völlig in eine Alles-ist-scheiße-und-alle-sterben-Nummer ab. Also wirklich Daumen hoch für den Punisher, gerne mehr davon.

Wieder so immer mal zwischendurch zum Essen geschaut: Die 4. Staffel Elementary. Den staffelübergreifenden Plot mit Morland Holmes fand ich irgendwie nicht ganz so super, weil er zwar seine Momente hatte, aber ihm letztendlich halt neben dem Fall der Woche nicht so wirklich viel Platz eingeräumt wurde. Schade eigentlich, zumal John Noble seine Rolle auch wirklich toll gespielt hat. Wie das Ganze am Ende dann aufgelöst wurde, war mir auch etwas too much irgendwie. Verschwörung über Verschwörung und so. Naja. Ich schau die Serie trotzdem immer noch gerne, zumal ich diese Versionen von Sherlock und Watson eigentlich mit am liebsten mag. Gerade Lucy Liu ist einfach … großartig. Es gibt außerdem eine Szene, in der Sherlock Yoga macht, und in der der Hauptdarsteller eine wirklich gute Figur dabei abgibt.

Gespielt

Der Januar war sehr arm an DSA-Terminen, es gab nämlich tatsächlich nur einen Samstag, an dem wir spielen konnten. Da ging es weiter mit der Königsmacherkampagne und das nächste Mal sollten wir nun wirklich mal das aktuelle Abenteuer abschließen. Wird auch Zeit, ich glaube, alle außer mir haben sehr großen Stadtabenteuerkoller und möchten mal wieder irgendwas mit Wildnis und Einsamkeit und Gemetzel spielen. Ich fand das Abenteuer hingegen sehr cool, es hatte öfter mal so ein paar frustrierende Momente und außerdem eine etwas unschöne Wiederholung drin. Aber insgesamt ist das schon wirklich gut gemacht, auch wenn mir erst in der letzten Sitzung klar wurde, wie gut eigentlich.

Außerdem gab es mal wieder eine Runde Star Wars, was mich wie immer sehr gefreut hat. Das Szenario, das wir gespielt haben, heißt Only Two Ways Home und hat, obwohl verkürzt für einen nicht so langen Spielabend, sehr viel Spaß gemacht. Wir haben es wegen einer kurzfristigen Absage mit 3 Spielern gespielt, was aber ganz gut funktioniert hat. Es war auch ziemlich creepy auf diesem seltsamen Schiff. Sehr cooles Szenario – ich muss jetzt leider auch mit meiner Zabrak Force-Shit aktivieren, weil anders kann man eigentlich gar nicht erklären, wieso ich an einem Abend ungefähr 10 Triumphe erwürfelt hab. Auch cool: Der Mensch, der das Szenario verfasst hat, freute sich sehr über meinen Kommentar und schrieb mir noch auf Twitter zurück, wie cool er es fand, dass wir sein Szenario auf deutsch gespielt haben, weil es jetzt für ihn so ist, als sei es in andere Sprachen übersetzt worden. Hihi. Für sowas mag ich das Internet doch sehr.

Am Tag vorher spielten wir noch ne Runde Fiakso, verdaddelten uns bei der Aufstellung aber irgendwie, so dass das alles gar nicht sooo optimal lief. Trotzdem war es sehr lustig. Wir spielten auf einer Hochzeit im Sauerland, bei der die Erbin eines Schweinezuchtimperiums heiratete und haben uns unfassbar viel dumme Dekoartikel und Hochzeitsbräuche mit Schweinen ausgedacht. Bei „Wohin geht denn die Hochzeitsreise?“ – „Schweinfurt.“ bin ich vor Lachen fast gestorben.

Am PC weiterhin nix gespielt. Keine Zeit, keine Zeit.

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Was schön war im Januar 2018

Sollte man ja öfter mal machen, drüber bloggen, was eigentlich schön war. Und obwohl der Januar ja meistens irgendwie so ein seltsamer Monat ist, wo man eigentlich nur friert und versucht sich fürs neue Jahr zu sortieren, war in diesem Jahr erstaunlich Action.

Am ersten Januarwochenende gleich drei Tage Besuch – von Ex-Nandurionkollegen Vibart, Ex-DSA-Mitspieler J. und NordCon-Bekanntschaft R. Aber so staffelweise, also der eine von Donnerstag bis Samstag, der nächste von Freitag bis Sonntag. Was dann drei nette Abende ergab, nämlich ein Essen beim Griechen am Donnerstag, Fiakso am Freitag und Star Wars-RPG am Samstag. Zwischendurch nette Gespräche, leckeres Essen und trotz all der Action wenigstens einigermaßen ausreichend Schlaf. Außerdem hatten wir äußerst unkomplizierte und großzügige Gäste, die uns ganz viel Süßkram und Bier und Cola und Schnaps und Kaffee mitbrachten und auch kein Problem damit hatten, wenn ich mal ne halbe Stunde keine Zeit hatte.

Schon lange drauf gefreut, dass es im Januar wieder ein tägliches Yoga-Video von Adriene gibt, und bis auf 2 Tage hab ich auch jeden Tag das aktuelle gemacht (und die 2 Tage dann auch am nächsten jeweils nachgeholt). Wenn ichs also nicht noch in den letzten 3 Tagen verbasel, bin ich up-to-date mit dem Ganzen durchgekommen. Irgendwie war es diesmal sogar meistens gar nicht so anstrengend.

Dann gab es ein Treffen mit lauter Leuten aus dem nichtmehrganzsodunkelgrünen Forum, die ich teilweise seit 13 Jahren nicht gesehen hatte. Das war lustig. Auch wenn das Wetter kacke war, Julie leider wegen nicht fahrender Züge absagen musste und Hamburg im Januar keine gar so geile Location ist, um stundenlang durch die Gegend zu laufen. Aber es war auf jeden Fall nett, all die Leute mal wieder zu sehen. Fun fact: Nachdem ich wochenlang nach 2 Locations gesucht hatte, wo man a) mit einem Rollstuhlfahrer reinkommt und b) ein Veganer was zu essen findet, war dann beim ersten Essen die Veganerin nicht dabei und beim zweiten der Rollstuhlfahrer. Aber da der Rest mit der Auswahl der Location glaube ich auch ganz zufrieden war, war das schon okay. Jetzt dank Besuch auch mal auf der Elphi gewesen. Doch, schon ganz nett, die Aussicht von dort.

Mit dem T. war ich dann letzte Woche Pizza essen bei meinem Lieblingsitaliener. Das war auch sehr nett und ich bin jetzt wieder ein kleines bisschen mehr motiviert, was Schreibprojekte angeht und habe auch zumindest schon ein bisschen was getan.

Eine sehr, sehr erfreuliche Nachricht für den besten Mitbewohner von allen. Ich freu mich immer noch.

Und dann (auch aufgrund der sehr erfreulichen Nachricht) dann noch ein sehr spontan eingeworfenes Wochenende an der Ostsee. Ich weiß nicht, was alle Leute im Januar auch da wollen, es war aber ganz schön schwer, noch ein Hotelzimmer zu finden. Das, was wir dann noch ergattert haben, war dann aber sehr schön. Und das Wochenende auch! Ostseetherme, im Hotel rumhängen und lesen, Essen, Spaziergang, mehr Wellness im Hotel, mehr Essen, zwei Nächte mit 9 Stunden Schlaf ohne trampelnde Kinder morgens um halb 8. Ich wär am liebsten dageblieben.

Der (halb)neue Job ist bisher auch eigentlich im Großen und Ganzen okay. Über die Stunde Gleitzeit morgens hab ich mich schon sehr gefreut, wenn man migränig und matschig aufwacht, ist es sehr entspannend, dann alels in Ruhe machen zu können. Bis auf 4 Stunden, die ich gemeinsam mit der Aushilfe da bin, habe ich mein Vorzimmer für mich allein und das ist schon sehr angenehm. Kein blöder Smalltalk mehr. Keine Kollegin, die mir ihr unspannendes Leben erzählen will. Und wenn mir gerade der Rücken wehtut, steh ich halt kurz auf und hampel ein bisschen rum, stört auch keinen. Die Stimmung ist auch viel besser als im alten Büro, auch wenns natürlich immer noch Arbeit ist, immer noch öfter mal anstrengend und nervig, aber … insgesamt einfach schon besser.

Sonst noch schön im Januar:

  • Nach wie vor immer mal wieder ein Fischbrötchentreffen mit dem besten Mitbewohner von allen, zwar an einem anderen Tag, weil anderer Markt, aber ich arbeite immer noch im Einzugsgebiet der besten Fischbrötchen Hamburgs. Hurra!
  • Zweimal im Lieblingsbrunchlokal zum Frühstück gewesen. Und überhaupt irgendwie ständig was leckeres gegessen.
  • Donnerstags hab ich ja jetzt immer eine Stunde lang Mittagspause, die ich dazu nutze, in einem der tausend Hipsterlokale hier etwas zu essen und dabei zu lesen. Das gefällt mir ausgesprochen gut.
  • Nochmal im Kino gewesen zu The Last Jedi. Und vorher ein Steak gegessen. Das war nett. Ich habe auch nur noch halb soviel geheult wie sonst (im Kino, nicht bei Block House). Ich glaube, auf BluRay kann ich den Film vielleicht mit nur einer Packung Taschentücher überstehen!
  • Offline (online versuche ich das gar nicht erst) erstaunlich viele gesittete und nette Diskussionen über Star Wars geführt.
  • Mit Schwerter und Giganten ist das erste Buch erschienen, das ich lektoriert habe. Hurra!

Nichganzsoschön im Januar

  • mein Knie zickt seit über einer Woche herum, seit ich es mir beim Yoga leicht verdreht habe und dann zwei Tage damit durchs kalte Hamburg gerannt bin. Es wird zwar besser, aber so richtig weg isses immer noch nicht.
  • Im neuen Büro herrscht teilweise immer noch sehr viel Chaos und meine drei Chefs dazu zu bewegen, sich mal zu Entscheidungen durchzuringen, ist ein bisschen wie Flöhe hüten. Oder Beamtenmikado. Irgendwer wird es schon irgendwann machen, aber iiiiiiich hab jetzt keine Zeit.
  • Die Baustelle unter uns ist immer noch da. Zusätzlich sind schon die Hecken entfernt worden für die bald anstehende Abwasserkanalkompletterneuerung. Isch möschte das nischt.
  • Mein neues Hobby: Immer donnerstags, wenn ich erst kurz vor 8 hochmüsste, zwischen 4 und 5 Uhr morgens aufwachen und mindestens ne Stunde wachliegen. Nervt.
  • Es ist kalt, kalt, kaaaaaalt. Und der Frühling wird noch auf sich warten lassen.

So, und morgen muss ich zum Zahnarzt und kriege nen Weisheitszahn gezogen. Der Januar hat also noch das Potenzial, auf dem letzten Meter blöd zu werden. Deshalb poste ich das hier einfach ganz gewieft schon heute!

Und zum Schluss noch wilde Bilder – hauptsächlich Meer. Und Essen. Also das Schönste überhaupt 😉 .

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Cosplay, Chaos, Käsespätzle – Auf der Comic Con Germany in Stuttgart

2016-06-25 12.35.43Letztes Wochenende fand die erste deutsche Comic Con statt – zum zweiten Mal. Was nicht an einem Zeitparadoxon liegt, sondern daran, dass es gleich 2 Veranstalter gibt, die beide die Idee hatten, eine ComicCon nach Deutschland zu bringen. Letzten Dezember fand die German Comic Con in Dortmund statt, letztes Wochenende die Comic Con Germany in Stuttgart. Und ich war tatsächlich auf beiden Cons, auch wenn ich im Dezember nicht wirklich drüber gebloggt habe.

Nun ist Stuttgart nicht gerade um die Ecke, aber es waren 3 Schauspieler aus meiner liebsten Lieblingsserie Agents of SHIELD angekündigt, auch wenn natürlich diejenige, wegen der ich ursprünglich überhaupt fahren wollte (Ming Na Wen aka Melinda May) wieder abgesagt hat. Aber da hatte ich die Tickets eh schon gekauft. Außerdem wohnt der geschätzte Mitnanduriat Vibart ja in Stuttgart, so dass es sich sehr anbot, die Comic Con mit einem Besuch bei ihm zu verknüpfen. Der Mitbewohner und ich kauften also Tickets und Flüge und machten uns frohgemut am Freitag auf den Weg nach Stuttgart.

Der Plan war: Am Freitag um 20:30 Uhr abfliegen, 21:45 Uhr ankommen, gemütlich zu Vibart fahren, schlafen, Samstagvormittag zur Con fahren. Samstagabends Fiasko spielen mit Vibart und unserem ehemaligen DSA-Mitspieler, der in der Nähe von Stuttgart wohnt. Sonntag wieder zur Con, dann direkt zum Flughafen, 16:20 Uhr abfliegen, 17:35 Uhr ankommen, gegen 18:00 Uhr zu Hause sein. Jaha. Soweit der Plan. Dass Pläne den Erstkontakt mit der Wirklichkeit nicht überleben, ist ja bekannt, aber so viel Chaos und Clusterfuck und beschissene Reisedinge habe ich ernsthaft noch nie erlebt.

Freitag warens in Hamburg gefühlte eine Million Grad und 500 % Luftfeuchtigkeit. Also tolles Wetter, was mir ebenso tolle Migräne bescherte. Schlafen konnte ich auch nicht wirklich, so dass ich schön völlig übermüdet aufbrach, mit meinem und des Mitbewohners Gepäck zum Bus hetzte, ihn am Bahnhof einsammelte und wir dann noch total rechtzeitig am Flughafen eintrafen, um … festzustellen, dass der Flug eine Stunde Verspätung hat. Hurra. Pizza gegessen, aufs Rollfeld gestarrt, mich gefragt, wieso das Wlan an Flughäfen nie so richtig funktioniert, gewartet. 20:30 Uhr sollten wir eigentlich starten, so gegen 22 Uhr waren wir dann mal im Flieger. Der Pilot sagte durch, dass es wegen der Gewitter überall in Deutschland gar nicht so einfach war, überhaupt die Startgenehmigung zu kriegen, aber nun sollte es auf ner abweichenden Route losgehen. Ging es dann auch, Flug war entspannt, ich hörte die Life Day Episode des großartigen Podcasts, wir flogen an dem Gewitter vorbei, was von oben ziemlich spektakulär aussah. Und landeten dann so kurz nach 23 Uhr. Und dann standen wir da. Und standen. Weil es nämlich in Stuttgart immer noch gewitterte wie Hulle und der ganze Flughafen den Betrieb eingestellt hatte. Hurra. Vibart war derweilen schon am Flughafen und wartete auf uns. Insgesamt standen 20 Flugzeuge am Flughafen rum, aus denen die Leute nicht raus durften. Immerhin waren wir ganz vorne dabei, so dass wir dann als eine der ersten Maschinen abgefertigt wurden – so gegen 1:30 Uhr nachts. Es fiel mir ein bisschen schwer, nicht durchzudrehen, ich habe ja ziemliche Raumangst, und dann so ewig eingezwängt in ein stehendes Flugzeug … gah. Immerhin gabs noch viele Getränke und Schokolade. Und wie immer war es hilfreich, über den ganzen Scheiß live zu tweeten. Danke, liebe Timeline. Irgendwann waren wir dann draußen, fuhren noch einmal quer durch Stuttgart und lagen dann so gegen 3 Uhr auch „schon“ im Bett.

2016-06-25 16.20.33

Wäääären wir nicht nur mit Handgepäck geflogen, hätte ich diesen Chipsschüsselhalter natürlich kaufen müssen. Itsy-Bitsy-DarthMaul!

Samstag also, erster Con-Tag … wir begannen ihn erst gegen Mittag, vorher gabs Kaffee und superleckere schwäbische Brötchen (Wecken?) und Käse und Marmelade. So gegen 12 waren wir dann mal da und kamen auch sofort rein, ohne Schlange der Verdammnis wie auf der GCC. Drinnen dann erstmal Verwirrung. Es gab zwar gut sichtbar platzierte Programmhefte und darin auch Lagepläne der Halle(n), aber es fehlte irgendwie arg der rote „You are here“-Punkt. Zumal ich am Anfang dachte, die farbigen Blöcke auf dem Plan bezeichnen verschiedene Hallen, nicht verschiedene Bereiche in der selben Halle. Anyhoo. Das Agents of SHIELD-Panel, das ich hätte sehen wollen, lief leider schon, da es am Sonntag aber noch eins gab, war das nicht so schlimm. Wir stürzten uns also erstmal ins Getümmel. Es war voooooooll. Aber das war ja auch kaum anders zu erwarten gewesen. Trotzdem fand ichs noch erträglich, man kam noch halbwegs durch die Gänge und es war, auch wenn die Klimaanlage an ihre Grenzen kam, auch noch okay-ish von der Temperatur her. Draußen waren halt auch fast 30 Grad und schwülwarmes Wetter. Was ich absolut toll fand: Es gab eine relativ große Wiese mit Sitzgelegenheiten draußen, so dass man sich auch einfach mal raussetzen konnte, wenn es drinnen zu voll und trubelig wurde.

Tja, was haben wir also so gemacht? Cosplays bestaunt und fotografiert, die coolen Lego-Installationen angeschaut, die vielen Verkaufsstände nach tollen Dingen durchsucht … und uns dann erstmal schön verloren. Never split the party! Wobei es vielleicht doch ein bisschen viel verlangt ist, dass alle zusammen aufs Klo gehen, aber genau so haben wir uns verloren, als wir das getrennt voneinander taten. Und dann schlug das vollkommen überlastete Netz der Messehallen zu – wir konnten uns nämlich nicht erreichen. Weder über Anruf noch über SMS noch über WhatsApp, so dermaßen überlastet war das Netz. Nach mehr als 30 Minuten kam dann doch mal ein Anruf durch und wir fanden uns endlich wieder. Danach habe ich mich dann in die Schlange gestellt, um ein Foto mit Brett Dalton (Grant Ward aus Agents of SHIELD) machen zu lassen – wenn der nun schonmal da war und das nur 35 Euro kostete. Man musste ein Weilchen anstehen, es ging aber relativ zügig voran. Das Fotografieren selbst ging dann wieder in Bruchteilen von Sekunden, was ein bisschen schade ist, aber schon verständlich. Und man bekam das Foto sofort mit, da es auf so nem speziellen Drucker ausgedruckt wurde. Das fand ich super, viel besser als Stunden danach nochmal hin zu müssen um das Foto abzuholen.

2016-06-25 17.19.55

Menschenmasse beim Cosplay Contest

Um 17 Uhr sind wir dann zum Cosplay-Contest, der auf der kostenlosen Panel-Bühne im Foyer stattfand. Gefühlt die ganze Con war da, jedenfalls gab es keinen einzigen Sitzplatz mehr, selbst die Treppen waren voll belegt, obwohl man da eigentlich nicht sitzen sollte. Wir haben uns dann halt nen Stehplatz gesucht. Der Wettbewerb war … so naja. Dazu muss ich sagen, dass ich mir den ja auch schon letztes Jahr auf der GCC angesehen hatte und da war das wirklich das Highlight der Con, trotz teilweise Fehlern in der Musik. Hier hatte ich das Gefühl, dass das Niveau der Kostüme etwas niedriger lag, was vermutlich auch an sehr viel mehr Teilnehmern lag. Auf der GCC waren es glaub ich 15, hier so … 25? 30? Keine Ahnung. Die besten und aufwändigsten Kostüme in Stuttgart waren jedenfalls so die, die auf der GCC in Dortmund so im Mittelmaß waren, scheint mir. Dazu kam dann noch, dass die Bühen winzig war und die Zeit pro Teilnehmer sehr kurz. Zwar präsentierten sich auch alle kurz mit passender Musik, jedoch zwar die Zeit wirklich sehr knapp bemessen – ich schätze, es waren so 10-20 Sekunden, maximal. In Dortmund hatte jeder Teilnehmer so ungefähr ne Minute Zeit, die Bühne war groß und es gab sogar nen Laufsteg, das war dann schon besser. Und in Dortmund hatte ja auch Mháire von Orkenspalter TV moderiert, was um Welten besser war als das Moderationsduo in Stuttgart. Ehrlich, die gingen gar nicht. Ich bin eh schon sehr allergisch gegen diese blöden „Looos, ihr müsst noch lauter Juuuubeln-„-Aufrufe, die da gefühlt nach jedem Teilnehmer kamen. Und die Sprüche waren teilweise auch zum Abgewöhnen. Zum Beispiel sowas wie „Und das nächste Cosplay ist von einer Prinzessin, wir Frauen wollen ja alle mal Prinzessin sein“ oder „Wir Frauen kommen ja immer zu spät, hihi“. Oder vom männlichen Moderator das leicht anzüglich „Den Charakter würde ich ja auch gerne mal … spielen“ als Reaktion auf ein Cosplay eines weiblichen Computerspielcharakters. Ich dachte während der Show, dass die beiden einfach nur unsicher sind und deshalb so viel Blödsinn reden, im Programmheft steht allerdings, sie moderieren solche Wettbewerbe schon seit Jahren. Naja. War dann wohl einfach nicht mein Humor. Nachdem alle Teilnehmer sich präsentiert hatten, sind wir dann los, weil wir ja noch verabredet waren. Hinterher hab ich auf Twitter noch gelesen, dass es wohl ne After-Con-Party gab. Die aber erst angekündigt wurde, als quasi schon alle weg waren. Okay, aber wir wären eh gefahren. Zusammen mit gefühlt dem Rest der Con, es war jedenfalls eine ewig lange Schlange vor den Fahrkartenautomaten und die erste Bahn fuhr ohne uns, weil wir schlicht nicht mehr reinkamen. Zum Glück fuhr dann kurz danach die nächste.

Der Abend war dann supernett und definitiv das Highlight des Wochenendes. Vibart bekochte uns mit suuuuperleckeren Käsespätzle und schwäbischem Kartoffelsalat, wir hatten eine großartige Fiasko-Runde (passend zur EM mit dem Endspiel-Playset, was wirklich gut ist und jede Menge Ideen hergibt) und es war total cool, unseren Ex-Mitspieler mal wieder zu sehen. Insgesamt ein großartiger Abend.

2016-06-26 13.43.40

Nicht-die-Con-Schlange … am AirBerlin-Schalter.

Am nächsten Morgen sind wir dann sehr früh hoch, wieder auf zum Flughafen, Gepäck eingeschlossen, rein in die Messe, Tickets für das Agents of SHIELD-Panel gekauft … und während wir grad in die Halle reingingen, rief mich Kari an und fragte, ob mein Flug auch gestrichen wurde. Ich wusste von nix (weil ich mir nicht alle Mails aufs Handy weiterleiten lasse). Hätte sie mich nicht angerufen, hätte ich nicht mal mitbekommen, dass Air Berlin einfach mal alle Flüge von Stuttgart nach Hamburg gestrichen hat am Sonntag. Blöderweise ging genau dann auch das Panel los und ich wollte es mir trotzdem anschauen, auch wenn ich total abgelenkt war durch diese Flug-Scheiße. Aber es war trotzdem sehr cool. Brett Dalton und Marc Dacascos (den meisten vermutlich bekannt als der Martial-Arts-Indiander aus Pakt der Wölfe) hatten sichtlich Spaß, waren superlustig drauf und sehr unterhaltsam. Die 10 Euro wars auf jeden Fall wert, wir haben sehr viel gelacht und es war auf jeden Fall nett, mal 2 Schauspieler einer Lieblingsserie live zu erleben. Dass die Panels in ner eigenen Halle waren und was kosteten … hmja. Ich sag mal so: Da ich nur das eine Panel sehen wollte, war es nicht schlimm, bei mehreren würde es vermutlich sehr ins Geld gehen.

Danach zurück in die Halle, Vibart eingesammelt, auf zum Air Berlin-Schalter am Flughafen – gut zu erkennen an der meterlangen Schlange. In der wir dann zur Abwechslung mal wieder warteten. So ungefähr eine Stunde lang. In der wir uns dann schonmal einen anderen Flug sicherten, vorsichtshalber. Mir wärs ja noch egal gewesen, noch nen Tag zu bleiben, auch wenn ich schon auch heimwollte, aber der Mitbewohner musste Montag wieder früh im Büro sein und hatte auch wenig Lust auf Mietwagen, Zug oder anderes. Während wir in der Schlange warteten, boten schon wieder unheimlich viele Leute auf Twitter Rat oder konkrete Hilfe an oder teilten einfach mein ungläubiges Staunen über so viel Bekacktheit. Danke! Das hilft echt immer. Was auch gut half, war am Schalter einfach die Klappe halten zu können, während der Herr Mitbewohner volle Kanne den Anwalt raushängen ließ. War auch nötig. Am Schalter saß nämlich eine Mitarbeiterin des Flughafens, die gar nix mit Air Berlin zu tun hatte und von denen nur die Anweisung hatte, den Leuten Bahngutscheine in die Hand zu drücken. Statt halt Ersatzflug, wie es bei solch kurzfristigen Ausfällen wohl eigentlich sein sollte. Und natürlich ohne Erklärung, was das konkret heißt und worauf man verzichtet, wenn man da unterschreibt (Gutschein natürlich nur gegen Unterschrift). Das war echt so krass, nicht ein Wort der Erklärung, einfach nur „Geben Sie mir mal die Flugnummer … Name … okay, hier ist ein Bahngutschein, unterschreiben Sie hier, nächster bitte“. Das wäre, wenns nach der gegangen wäre, das gesamte Gespräch gewesen. Wobei die Mitarbeiterin natürlich auch nur das machen konnte, was Air Berlin ihr gesagt hat – irgendwelche Mitarbeiter von Air Berlin direkt waren am Flughafen nämlich gar nicht mehr anwesend. Traumhaft, jedenfalls. Also eine Stunde dumm rumgestanden, nur um den Nachweis zu haben, dass Air Berlin uns keinen Ersatzflug angeboten hat. Dann den anderen Flug bestätigt und gleich eingecheckt, damit dann wirklich nix mehr schief geht. Was – für – ein – Chaos.

Danach waren wir mit Vibart noch was essen, ehe er sich nach Hause verabschiedete. Vielen, vielen Dank noch mal für die Gastfreundschaft und das tolle Essen und die schöne Zeit – und sorry für das stundenlange Warten am Flughafen unseretwegen.

Danach noch eine Runde über die Con – dass man, wenn man diese verlässt, nen Stempel abholen muss, um wieder rein zu dürfen, hatten wir auch mal so gar nicht mitbekommen. Aber wir durften trotzdem noch mal rein, nachdem der Orga-Mensch überprüft hatte, wann wir vorher rein und raus waren. Es leerte sich drinnen dann auch rapide, was immerhin nochmal Gelegenheit gab, an einigen Ständen noch mal in Ruhe zu stöbern. Nachdem ich mich am Tag vorher nicht so ganz durchringen konnte, 20 Euro für eine BB8-Tasse auszugeben, war ich dann frustriert genug, um sie mir doch noch zu kaufen (nachdem wir endlich den Stand wiedergefunden hatten).  Zusammen mit meinem neuen Darth Vader-Shirt waren die Einkäufe also sehr Star-Wars-lastig 🙂 . Irgendwann konnte ich aber auch wirklich nicht mehr laufen, so dass wir noch eine Weile auf der Wiese draußen gesessen und Cosplayer beobachtet haben. Dann noch ein kurzes Treffen mit den übrigen Air Berlin-Geschädigten, die sich inzwischen einen Mietwagen organisiert hatten. Und dann wars auch schon Zeit, das Gepäck abzuholen und durch die Security-Kontrolle zu gehen. Statt am Gate zu sitzen konnten wir dann immerhin in so nem Café-Dings noch die erste Halbzeit des Deutschland-Spiels schauen, ehe wir zum Boarding mussten. Der Heimflug mit EuroWings war dann auch pünktlich und sehr entspannt – jetzt müssen wir nur noch das Geld dafür wiederkriegen.

Insgesamt war es schon ein cooles Wochenende, aber doch ziemlich überschattet von dem ganzen Chaos und bei mir auch noch Migräne und zu wenig Schlaf. Insofern ist meine Beurteilung der Con vielleicht auch etwas getrübt. Insgesamt fand ich sie sehr gut organisiert – es gab viele Helfer, genügend Programmhefte mit den wichtigsten Infos, auch die Messemitarbeiter wussten übers Wichtigste Bescheid und man musste nirgendwo unangemessen lange warten. Die Panels in der Extra-Halle waren zwar noch mal ein zusätzlicher Kostenfaktor, aber irgendwie ist so ein gesonderter Raum doch etwas cooler als wenn allzuviel Chaos und Getöse drumrum ist, so wie es bei der GCC in Dortmund war. Kritikpunkte: Kein verfügbares Wlan und unglaublich überlastetes, nicht funktionsfähiges Handynetz – das führte zu unnötigen Suchaktionen der Mitbesucher. Auch der Cosplay-Wettbewerb war, siehe oben, verbesserungswürdig. Ansonsten sehe ich ehrlich gesagt keinen so riesigen Unterschied zwischen den beiden Cons – gerade so als reiner Besucherin, die einfach nur gucken, ein bisschen shoppen und vielleicht ein paar Schauspieler sehen will, waren beide Veranstaltungen sich doch recht ähnlich, wobei ich der GCC noch zugute halten will, dass die Veranstalter hoffentlich dazu gelernt haben und es nächstes Mal nicht wieder 90 Minuten Schlangestehen vorm Eingang geben wird.

Auf welche der German Comic Cons Germany ich wiede fahre, werde ich wohl a) von den Stargästen, b) der Erreichbartkeit und c) dem Rahmenprogramm (aka Bekannte und Freunde dort treffen und mit denen danach noch was machen) abhängig machen. Und generell dachte ich bei beiden Veranstaltungen, dass ein Tag auch gereicht hätte, also nächstes Mal werd ich vielleicht einfach nur einen Tag hinfahren.

Zum Schluss noch ein paar Fotos:

 

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#RPGaday2015: Frage 2 bis 4

 

Nach dem langen Eintrag zu Frage 1 wirds jetzt kürzer und deshalb gibt es auch drei Antworten in einem Beitrag:

Frage 2: Welches über Crowdfunding geförderte Spiel hast du am liebsten unterstützt?

Ich habe bisher genau ein einziges Rollenspiel per Crowdfunding unterstützt, und das war die deutsche Übersetzung für Numenera. Die Auswahl fällt hier also sehr leicht 😉 .

Frage 3: Liebstes neue Spiel der letzten 12 Monate?

Ääääh. Falls das jetzt auf ein Spiel bezogen ist, dass in den letzten 12 Monaten erschienen ist, muss ich passen. Alles, was ich in letzter Zeit neu ausprobiert habe, ist wesentlich älter. Ehrlich gesagt bin ich auch gar nicht so drauf, dass ich mir haufenweise neue Rollenspiele kaufe und die dann sofort ausprobiere – ich komme aus Zeitgründen eh schon nicht zu dem, was bei mir im Regal steht.

Ich fasse die Frage also mal etwas weiter und sage was zu den Spielen, die ich im letzten Jahr zum ersten Mal gespielt hab, egal wie alt die sind. Immerhin drei Dinge konnte ich ausprobieren: Space 1889 auf der Heinzcon, Seelenfänger (in dem Fall auf FreeFate basierend) und Vampire auf der NordCon.  Und ja, ich weiß, dass es von Vampire gefühlte tausend verschiedene Versionen gibt, kein Plan, was das jetzt genau war – vermutlich das, was bei Ulisses jetzt auf Deutsch erscheint, es war nämlich eine Promorunde dafür.

Von den drei Dingen hat mit Vampire am besten gefallen, auch wenn ich da noch nie in ein Regelwerk geschaut habe – die Runde war sehr cool und irgendwie kam da trotz der Con-Bedingungen (laut, fremde Spieler, etc.) gut rüber, wie anders die Herangehensweise in dem System so ist. Jetzt hab ich das dringende Bedürfnis nach einer Vampire-Runde, kenne aber keinen, der das spielt. Von der Zeitfrage mal ganz abgesehen. Gnarf.

Space 1889 find ich als Setting aber auch extrem cool, da war nur das gespielte Abenteuer nicht so ganz mein Fall, aber ich möchte das auf jeden Fall nochmal spielen.

Frage 4: Spiel, das dich am meisten überrascht hat?

Äääääh. Keine Ahnung. Fiasko? Da weiß man vorher nie, wie man sich dieses Mal wieder in die Scheiße reitet und wo die Geschichte hinläuft 😀 .

Oder geht es um ein Spiel, an das man andere Erwartungen hatte und dass einen dann beim Lesen/Spielen überrascht hat? Dann würde ich wohl Hollow Earth Expediton sagen – ich hatte vorher keine Ahnung, wie viel Spaß so ein übertrieben pulpiges Rollenspiel macht, in dem man Nazis, die auf Dinosauriern reiten, bekämpft und dabei seinen Charakteren so tolle Namen wie Annabelle-Ruth McGuffin Pomeroy oder Dr. Dr. Anselm Marbuse gibt *g*.

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Fiasko! – Ein Spielbericht

Nein, kein Sorge, bei mir ist alles in Ordnung – ich rede vom Rollenspiel Fiasko. Selbiges habe ich gestern zum ersten Mal ausprobieren können und so lange ich mich noch an den ganzen abgefahrenen Scheiß erinnere, will ich mal was dazu schreiben.

Fiasko? Was ist das und wie kamst du dazu?

Fiasko ist eine Mischung aus Rollenspiel und Erzählspiel. Jeder Spieler übernimmt einen Charakter und die Spieler erzählen gemeinsam eine Geschichte. Es gibt dabei keinen Spielleiter und es wird auch kaum gewürfelt. Ziel ist es, eine möglichst interessante, coole, desaströse Geschichte zu entwickeln. Wie der Name ahnen lässt: Es geht darum, eine Geschichte zu erzählen, die am Ende für mindestens einige Charaktere so richtig schön in die Hose geht. Wer immer nur als strahlender Gewinner dastehen will, sollte also eher die Finger von Fiasko lassen.

Das Spiel ist für 3-5 Spieler, die Spielzeit beträgt 2-4 Stunden. Man braucht das Regelbuch und pro Personen 4 W6, davon 2 helle und 2 dunkle.

Beziehen kann man die deutsche Übersetzung beim Pro-Indie-Verlag. Man kann dort nur per Mail bestellen, es hat bei mir aber reibungslos und sehr schnell (Sonntag abend bestellt, Mittwoch Buch erhalten) funktioniert. Ansonsten kriegt man evtl. auf Amazon auch ein englischsprachiges Exemplar.

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