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Mediengedöhns: Der Rest 2017

Äh, ja. Es ist eine Weile her. Deswegen gibt es jetzt mal wieder einen Rundumschlag, damit ich im Januar nicht mit ganz vielen Altlasten weiterbloggen muss 😉

Bücher

Relativ viel gelesen hab ich im September im Schottlandurlaub. Normalerweise ist das im Urlaub bei mir ja immer so, dass ich 5 Bücher einpacke, im Urlaub dann 5 weitere kaufe und keins davon lese. Diesmal habe ich … 5 Bücher eingepackt, 4 neue gekauft, aber wenigstens 3 von den 9 dann auch gelesen. Tatsächlich drei sehr unterschiedliche Bücher, die ich aber alle sehr gut fand.

Urlaubskauf Nummer 1 war The Vegetarian von Han Kang. Das Cover war so auffällig hübsch und dann fiel mir ein, dass ich in mindestens zwei Blogs schonmal was dazu gelesen hatte. Außerdem hat es nen Haufen Preise gewonnen und drittens kann ich mich nicht erinnern, schon mal ein Buch von einer südkoreanischen Autorin gelesen zu haben. Also hab ichs mitgenommen und dann auch gleich durchgelesen. The Vegetarian erzählt oberflächlich gesehen die Geschichte einer Frau, die von jetzt auf gleich zur Veganerin wird (wieso der Titel und die englische und deutsche Übersetzung stattdessen Vegetarierin sagen, hab ich nicht kapiert) und dann nach und nach das Essen vollkommen einstellt. Erzählt wird das alles in drei Abschnitten, aus der Sicht ihres Ehemannes, ihres Schwagers und ihrer älteren Schwester. Nur ganz kurz kommt die Protagonistin selbst zu Wort, wobei man sich vermutlich darüber streiten kann, ob sie überhaupt die Protagonistin ist und nicht vielmehr die Projektionsfläche für die drei anderen Figuren. Es ist jedenfalls ein ziemlich verstörendes Buch, sehr verrückt, sehr traurig, teilweise sehr krasse Themen, wunderschön geschrieben. Einige sprachliche Bilder hängen immer noch in meinem Hirn. Wenn man sich mit der Kultur in Südkorea auskennt, kann man sicherlich noch mehr Spannendes entdecken, das kann ich jetzt nicht beurteilen. Insgesamt jedenfalls eine Empfehlung.

Danach zurück zu Star Wars und den eingepackten Büchern: Guardians of the Whills ist ein Young Adult-Roman, der die Vorgeschichte von Baze Malbus und Chirrut Imwe aus Rogue One erzählt. Wobei, und das ist auch so mein größter Kritikpunkt daran, nicht wirklich etwas darüber erzählt wird, woher die sich eigentlich kennen und was sie die ganze Zeit in Jedha so getrieben haben. Vielmehr spielt der Roman eher so einige Monate bis Wochen vor Rogue One und damit bereits im vom Imperium besetzten Jedha. Es gibt ein paar ganz netten Nebenfiguren, wobei der Fokus schon sehr stark auf Baze und Chirrut liegt, aber das gefiel mir eigentlich ganz gut. Die Kapitel werden abwechselnd aus Sicht der beiden erzählt und gerade die Schilderung von Chirruts Blindheit, seiner (schwach vorhandenen) Machtsensitivität und seiner Art sich zu orientieren haben mir sehr gut gefallen. Dazu kommen noch ein paar sehr schöne Zeichnungen und, was das Buch nochmal schöner gemacht hat, zwischen jedem Kapitel kurze Texte aus verschiedenen Glaubensströmungen. Neben dem Jedi- und dem Sithcode kommen da auch die Guardians of the Whills, weitere Glaubensgemeinschaften, aber auch Poeten etc. zu Wort. Man sollte da jetzt keine allzu philosophischen Abhandlungen oder die megatolle Lyrik erwarten, aber es war cool, nochmal ein paar Einblicke in andere Machtgemeinschaften zu bekommen. Insgesamt ist Guardians of the Whills durchaus empfehlenswert, wenn auch meiner Meinung nach kein Must-Read.

Das dritte Urlaubs-Buch, größtenteils im Flugzeug gelesen: Der erste Frühling von Klaus Kordon. Das ist der dritte Band der sogenannten Trilogie der Wendepunkte, die anhand einer Familie aus einem armen Berliner Stadtviertel drei umschlagende Ereignisse der deutschen Geschichte schildern: Die Ausrufung der Republik und das Ende des zweiten Weltkriegs (in: Die Roten Matrosen), die Machtergreifung der Nazis (in: Mit dem Rücken zur Wand) und jetzt im dritten Band die letzten Monate des zweiten Weltkriegs und die Besetzung durch die Siegermächte. Die Bücher sind jeweils aus der Sicht von so 12-13-Jährigen geschrieben und, soweit ich weiß, auch als Jugendromane angelegt, wobei die behandelten Themen natürlich schon ganz schön krass sind. Gleichzeitig sehen die Protagonisten aber auch noch nicht durch alles durch, so dass immer noch so ein gewisser Filter drüberliegt. Jedenfalls sind alle drei Bände sehr zu empfehlen, weil sie nicht nur historisch interessant sind, sondern auch absolute Page-turner. Ich hatte Der erste Frühling gerade aufgeschlagen und schwupps, war ich auf Seite 120. Besonders gut find ich immer, wie das alltägliche Leben der Menschen eingefangen wird in diesen Ausnahmesituationen. Also das knapp werdende Essen, die Nächte im Luftschutzkeller, etc. – das ist alles sehr eindrucksvoll. Achja, dieses Buch über die letzten Tage im Dritten Reich zu lesen, machte die Wahlergebnisse am Sonntag drauf übrigens nicht erfreulicher.

Dann habe ich mich aufs nächste Star Wars-Buch gestürzt, nämlich Inferno Squad. Was eigentlich die Vorgeschichte zum Storyteil von Battlefront II ist, aber man kann es auch so sehr gut lesen. Das Buch beschreibt, wie das Inferno Squad nach der Zerstörung des ersten Todessterns gegründet wird und hat zur Abwechslung halt mal 4 imperiale Offiziere als Hauptcharaktere. Dabei schafft es aber den Balanceakt, die Charaktere sowohl als treu ergebene Imperiale darzustellen und sie trotzdem sympathisch zu machen. Ansonsten dreht sich der Großteil des Buches darum, wie das Inferno Squad eine Rebellensplittergruppe infiltriert und dabei natürlich feststellt, dass die Rebellen auch nicht automatisch schlechte Menschen (und Aliens) sind und in Loyalitätskonflikte gerät und all sowas. Das ist eine Thematik, mit der man mich immer kriegt, und von daher ist es auch nicht verwunderlich, dass das Buch mir extrem gut gefallen hat. Sicherlich kein Must-Read des neuen Romankanons, aber schon sehr cool und mit sehr viel moralischen Grauzonen.

Mehr Star Wars: Lost Stars ist ein Young Adult-Roman von Claudia Gray, von der ich dieses Jahr auch schon Bloodline gelesen habe. Lost Star erzählt die Geschichte von Ciena Ree und Thane Kyrell, die sich als Kinder auf dem Outer Rim-Planeten Jelucan kennenlernen und gemeinsam auf das Ziel hinarbeiten, an eine der Imperialen Akademien aufgenommen zu werden. Die Handlung spielt quasi parallel zu der gesamten OT (und etwas darüber hinaus) und erzählt einfach eine andere Geschichte, die zur selben Zeit stattfindet. Mich hat das Buch total mitgerissen, Ciena und Thane sind mir schnellstens ans Herz gewachsen und ihre Geschichte ist sehr schön und sehr tragisch. Das relativ offene Ende hat mich ein wenig überrascht. Irgendwie hoffe ich fast, dass man anderswo nochmal erfährt, was letztendlich aus den beiden geworden ist. Jedenfalls ein weiteres sehr gutes Buch aus dem neuen Star Wars-Kanon, das man sicherlich auch jedem ans Herz legen kann, der noch nicht so tief in Star Wars drinsteckt.

Filme und Serien

Im Rahmen des Großen StarWars Marathons 2017 ™ habe ich zum ersten Mal seit … ich sie damals einmal im Kino und danach nie wieder sah, die Star Wars-Prequels gesehen. Und meeeeine Güte, ich habe das nicht in meinem Kopf ins Schlechte gesteigert, die sind wirklich einfach … nicht gut. Tatsächlich fand ich The Phantom Menace noch mit am besten. Jar-Jar Binks ist zwar ein wirklich übertriebener Comic Relief-Charakter, aber er nervte mich sehr viel weniger als gedacht und ich musste ein paarmal wirklich über ihn lachen. Der Film hat ein seltsames Pacing, räumt dem Podrennen vieeeeel zu viel Zeit ein, ist aber sonst eigentlich ganz solide. Der Endkampf im Palast von Padme mit den drei parallelen Handlugssträngen, Darth Maul vs. Obi-Wan und QuiGon und der Duel of the Fates-Musik ist auch nach wie vor ziemlich gut. Und Baby-Anakin nervt sehr viel weniger als seine spätere Inkarnation als creepy Emo-Teenager. Attack of the Clones fand ich dann auch entsprechend sehr mühsam zu gucken. Wenn man die furchtbare Padme-Anakin-Liebesgeschichte rausschneiden und sich einfach nur Obi-Wan, Private Investigator, anschauen würde, wäre es noch einigermaßen spaßig. Aber leider muss zwischendurch immer zu so wunderbaren Digen wie dem Sand-Dialog geschnitten werden. Uaaah. Nee, der Film funktioniert irgendwie überhaupt nicht, auch wenn er einzelne Highlights hat. Revenge of the Sith ist dann einfach noch blöder, weil noch mehr Fokus auf Anakin. Und noch mehr schlechte Liebesdialoge. Und dann noch diese bescheuerte Szene, in der Anakin zur Dunklen Seite überläuft. Und der Kampf auf der Lava. Und …. argh! Nee. Echt jetzt, das ist einfach so großer Murks. Der Film hat so gut wie gar keine Szene, die ich gut finde – höchstens Palpatines Monolog über Darth Plagueis ist noch ganz schick. Und alle dreieinhalb Emotionen, die ich während des Schauens hatte, kamen nur daher, dass all die Jedi, die sterben, mir durch die Clone Wars-Serie so ans Herz gewachsen sind. Also zusammengefasst – es darf gerne jeder die Prequels auch ganz toll finden, aber beim nächsten Star Wars-Marathon fliegen die glaube ich raus.

(Danach habe ich natürlich noch Rogue One und die OT geschaut und dann TFA und The Last Jedi im Kino als Double Feature. Aber über TLJ habe ich ja schon einen eigenen Artikel geschrieben.)

Okay, kommen wir mal zu Serien.

Die dritte Staffel Grace and Frankie ging schon sehr viel eher online als ich sie gucken konnte, aber wir haben die 13 Folgen dann wieder sehr schnell durchgeschaut. Die Serie ist weiter so toll wie sie auch schon in den ersten Staffeln war. Sehr liebenswerte Charaktere, die richtige Mischung aus ernst und lustig, wunderbares Timing, großartige Schauspieler. Ich freu mich auf Staffel 4.

Die 2. Staffel von Jane the Virgin hat mir ähnlich viel Spaß gemacht. Die Serie verarscht ihr eigenes Telenovela-Dasein in der Staffel noch mehr als in der ersten, scheut sich nicht vor allen möglichen absurden Stilmitteln, Musikeinlagen und sonst was, ist dabei trotzdem irgendwo spannend und witzig und einfach vergnügliche Unterhaltung, wenn man mal beim Gucken nicht nachdenken will. Ich glaube, Staffel 3 kommt bald auf Netflix raus, die wird dann auch geschaut.

Dann lief ja auch wieder Mr. Robot. Für mich immer noch eine absolut bemerkenswerte und einzigartige Serie, allein schon in Hinblick auf Kamera- und Tonarbeit. Diese war auch in dieser Staffel wieder absolut herausragend. Die Story der dritten Staffel hatte keine so totalen Twists drin wie in Staffel 1 und 2, wirkte aber auch etwas kohärenter erzählt als in Staffel 2. Von daher hat sie mir auch wieder gut gefallen. Die schauspielerischen Leistungen sind ohnehin großartig und ab und zu kommt einfach mal so ne Szene mit einem Monolog über den Zustand der Welt, der einfach so WAHR und so deprimierend ist … ach, ach. Jedenfalls nach wie vor eine sehr gute Serie. Bin gespannt, ob und wie lange die Geschichte noch weitergeht.

Während ich zu Star Trek Discovery erst nach Abschluss der Staffel was schreiben werde, gab es ja noch Nicht-das-Star-Trek, also The Orville. Die Serie ist eigentlich sehr viel näher dran an klassischem TNG-Star Trek als die neue Serie, nur halt mit einer großen Portion mehr Humor. Der Trailer tut der Serie keinen Gefallen, weil er nach reinem Slapstick aussieht, so dass ich eigentlich, obwohl ich ja ein großer Fan von Adrienne Palicki bin, nicht reinschauen wollte. Zum Glück wurde ich auf Twitter davon überzeugt, der Serie eine Chance zu geben, sie hat mir dann nämlich doch ziemlich gut gefallen. Ja, es ist ziemlich viel Humor drin, manchmal etwas zu viel und nicht immer 100 Prozent mein Geschmack – aber das ist nicht der Hauptaspekt von The Orville. Eigentlich erzählt sie eine sehr klassische Geschichte von einem Raumschiff mit dem üblichen Raumschiff-Team und dem Fall der Woche auf fremden Planeten und Welten. Es sind Sachen drin, die vermutlich auch bei Star Trek  hätten passieren können, es sind Sachen drin, die bei Star Trek garantiert nicht passiert wären, und vor allem kommen in mehreren Folgen Themen vor, die topaktuell und durchaus politisch sind, was mir sehr gut gefallen hat. Die Crew wächst einem recht schnell ans Herz, die klassische Erzählweise wirkt fast schon wie eine angenehme Abwechslung, weil sie gar nicht mehr in so vielen Serien vorkommt. Insgesamt für mich eine große Überraschung, ich bin froh, dass es eine 2. Staffel geben wird.

Und dann war da noch Designated Survivor, das der Mitbewohner und ich spontan in Dänemark angefangen haben und dann doch recht schnell die 1. Staffel durchgeschaut. Die Serie beruht auf dem tatsächlich existierenden Konzept, dass bei Anlässen, bei denen alle wichtigen Politiker der USA auf einem Haufen sind, ein Mitglied des Kabinetts der Sache fernbleibt, falls es einen Anschlag gibt. In dem Fall wird dieses Mitglied dann automatisch Präsident. Natürlich ist es das, was als erste Szene der Serie passiert und so findet sich dann ein aufrichtiger, netter Architekt, der in der Regierung einen Posten als Stadtplaner hatte, auf einmal in der Rolle des US-Präsidenten wieder, der mit der größten Krise des Staates konfrontiert ist, die es je gab. Der zweite Plot dreht sich dann um eine FBI-Agentin und die Aufklärung des Anschlages. Die Serie ist ziemlich spannend, jede Folge hört quasi mit nem Cliffhanger auf, und man will eigentlich immer wissen, wie es weiter geht. Der Plot um den Anschlag und die dahinterstehende Verschwörung ist teilweise schon an der Grenze zu hanebüchen, aber gerade der Handlungsstrang um den eigentlich auf den ersten Blick ungeeigneten neuen Präsidenten und die diversen Probleme mit anderen Staatschefs, unbesetzten Posten, nicht mehr arbeitsfähigen Gerichten und durchdrehenden Bundesstaaten hat mir ziemlich gut gefallen. Sicherlich keine total fundierte und realistische Serie, aber spaßig zu gucken.

Außerdem schaue ich natürlich noch einen ganzen Haufen andere Serien, aber ich schreibe ja immer erst was, wenn die Staffel zu Ende ist.

Gespielt

Am PC nix. In der heimischen DSA-Runde weiter Königsmacher, wo wir irgendwie geschafft haben, aus lauter Übervorsicht den Mittelteil des Abenteuers vor dem Anfang zu spielen und fünf Abende wirklich quasi nix außer Recherche passiert ist. Damit dann nach sorgfältiger Vorbereitung eines Treffens … die Person, die wir treffen wollten, in einer Skriptsequenz stirbt. Das klingt jetzt blöder als es tatsächlich war, aber ich habe doch ziemlich gehadert mit dem aktuellen Abenteuer – unser SL aber auch. Danach ging es aber wieder bergauf und jetzt sind wir alle ganz gespannt, wie es weitergeht. Außerdem durfte ich auf der Dänemarktour ein Abenteuer aus einem bald noch erscheinenden Band unter Leitung des Mitbewohners spielen, das war auch toll. Mehr dazu bestimmt bald mal, wenn das Buch draußen ist.

Außerdem gabs im November noch eine Runde City of Mist über Skype mit netten Leuten von Twitter. Das System gefällt mir sehr gut und ich würde es gerne mal länger spielen. Die Archetypen sind sehr cool, die Regeln passen gut zum Setting und so dieser ganze Urban Fantasy-Noir-Kram ist überhaupt cool.

Achja, und dann habe ich in Dänemark nach 3 Jahren mal wieder einen Abend geleitet, nämlich ein wild aus Ideen anderer Leute zusammengeklautes Hollow Earth Expedition-Abenteuer, das aber ziemlich gut lief, mir sogar beim Leiten einigermaßen Spaß machte und glaub ich bei den Spielern auch ganz gut ankam.

Uuuund das war es nun auch wieder. Das nächste Mediengedöhns folgt hoffentlich wieder im monatlichen Abstand. 🙂

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Mediengedöhns: Aktualisierender Rundumschlag

Hngh, irgendwie hat das mit dem regelmäßigen Schreiben von Medienkonsum-Blogeinträgen nicht so geklappt. Okay, das liegt wohl am Ausnahmezustand der letzten Wochen, da war bloggen eh nicht so wirklich drin. Aber eigentlich möchte ich natürlich schon damit weitermachen, nur ist es jetzt so, dass sich eine irrwitzige Menge zu beurteilenden Serien angestaut hat, die ich offensichtlich irgendwie in letzter Zeit gesehen habe. Wobei natürlich auch einige dabei sind, die letzten Oktober angelaufen sind, wo die Staffel aber nunmal bis Ende Mai oder so ging.

Deswegen gibt es jetzt einen Rundumschlag über alles, was ich seit Februar so zu Ende geschaut habe und das nächste Mal wirds hoffentlich wieder kürzer und dafür ausführlicher zu den einzelnen Punkten.

Also auf:

Bücher

Tatsächlich lese ich gerade so gut wie gar nicht, maximal mal ein paar Seiten in der Bahn oder so. Allerdings habe ich festgestellt, dass es sehr toll ist, am freien Freitag im Park zu sitzen und zu lesen. Dort hab ich inzwischen auch das halbe „Summer Knight“ von Jim Butcher durchgelesen, aber da die letzten freien Freitage gar nicht frei waren oder mit anderen Dingen verbracht wurden, bin ich immer noch nicht fertig. Insofern ist das letzte gelesene Buch dann immer noch „Die Geister des Landes 3“, und das habe ich ja schon ausführlich rezensiert.

Filme und Serien

Seit Februar habe ich tatsächlich nur einen Film gesehen, nämlich Avengers – Age of Ultron. Diesmal sogar strategisch an der richtigen Stelle, nämlich zwischen Folge 19 und 20 der 2. Agents of Shield-Staffel. Was nett war, weil es ein schönes Lead-in in AoS gab und noch so ein bisschen Hintergrunderklärdinge, letzten Endes kann man aber auch beides gut getrennt voneinander sehen, behaupte ich mal. Da war der Twist in Staffel 1 von AoS, der in The Winter Soldier erfolgte, schon einflussreicher. Anyhoo. Age of Ultron also. Ich fand ihn gut. War spannend, unterhaltsam, viele witzige Momente, trotzdem nicht zu albern. Die von Scarlet Witch ausgelösten Visionen vermittelten den Charakteren durchaus Tiefgang, auch wenn das natürlich immer noch ein Marvelblockbuster ist und kein Charakterdrama. Tendenziell mag ich glaub ich trotzdem Avengers 1 lieber, weil ich einfach auf diese „das Team muss sich zusammenraufen“-Geschichten stehe (und es im Gegensatz zu Teil 2 darin Loki und Agent Coulson gibt). Trotzdem ein guter Film, ich mochte auch die neuen Charaktere, ich bin durchaus ein Fan davon, wer da mit wem so mehr oder weniger zusammen ist und ich freu mich auf den nächsten Film des MCU. Wobei es mich ja total nervt, dass in Civil War anscheinend Spiderman auftauchen soll, was daran liegt, dass ich von der Figur nur den unerträglich doofen Film mit Tobey Mcguire kenne und Spiderman deshalb blöd finde. Aber ich warte es ab.

So. Das war der kurze Teil. Kommen wir zu Serien, oh so vielen Serien …

Girls Staffel 4 –  Ich finde die Serie auch in Staffel 4 immer noch gut. Das liegt vor allem daran, dass ich keine andere Serie kenne, die den Zuschauer weniger manipuliert. In ganz vielen Szenen wird einfach draufgehalten, es gibt lange Dialoge, lange Szenen, die andere Serien abkürzen würden, es gibt so gut wie nie irgendwelche untermalende Musik, die ein bestimmtes Gefühl auslösen soll und es wird auch nie eine Figur als besonders toll oder besonders arschig hingestellt. Man kann sich als Zuschauer immer selber überlegen, wen man jetzt sympathisch findet oder auch nicht. Das fasziniert mich auch nach 4 Staffeln noch.

Modern Family Staffel 4 + 5 – Nach wie vor die beste neuere Comedyserie, die ich kenne. Auch diese beiden Staffeln sind wieder sehr herzlich, lustig, unterhaltsam und schön. Und es gibt eine Heiratsantragsszene, die ich so rührend und perfekt fand, dass ich 15 Minuten lang vor Freude geweint habe. Ja, so ist das.

Unbreakable Kimmy Schmidt – Na ja. Trotz wahnsinnig sympathischer Hauptfigur nach 10 von 13 Folgen abgebrochen. Die Folgen waren manchmal ganz lustig, meistens aber entweder langweilig oder mit ganz schlimmem Fremdschämhumor gespickt. Nicht mein Fall, auch wenns von Tina Fey ist – dann guck ich wohl doch lieber irgendwann 30 Rock zu Ende.

Person of Interest Season 1 + 2 – Eine Serie, die ich bis vor kurzem noch gar nicht kannte, allerdings wurde sie dann von mehreren Leuten empfohlen und sie war auf Netflix verfügbar … da konnte ich natürlich nicht widerstehen. In Person of Interest geht es um einen genialen Computermenschenmilliardär, der eine Maschine gebaut hat, die Verbrechen voraussieht und ihrem Benutzer dann eine Sozialversicherungsnummer ausspuckt, die entweder zum Opfer oder zum Täter des Verbrechens gehört. Eine clevere Idee, denn so ist oft erstmal die Aufgabe der Ermittler, rauszufinden, ob die Person of Interest nun Opfer oder Täter ist. Neben dem erwähnten Milliardär Finch (gespielt vom wunderbaren Michael Emerson, bekannt als Benjamin Linus aus Lost) besteht das Team aus John Reese, einem Ex-Militär-Ex-CIA-Einsatzprofi, der auf schon fast absurde Weise nahezu alles kann, was in der Serie aber auch immer mit einem Augenzwinkern behandelt wird, sowie zwei von den beiden eingespannten Polizisten, später kommen noch zwei weitere Figuren dazu, aber das würde jetzt zu weit führen. Die Fälle sind meistens gut gemacht und auch gut recherchiert, die nur in einer Folge auftauchenden Personen haben oft erstaunlich viel Charakter und Profil und die Hauptfiguren mag ich auch alle. Die Serie geht relativ Case-of-the-week-mäßig los, verrät dabei aber in Rückblenden mehr zu den Hauptcharakteren und wird dann zunehmend auch weniger episodenhaft. Dabei laufen fast immer mehrere Handlungsstränge parallel mit, es geht um Mafiabosse, korrupte Polizisten, die Geschichte hinter der Maschine … das alles wird sehr gekonnt immer wieder aufgegriffen und miteinander verknüpft. Die Charaktere sind allesamt interessant, die Schauspieler gut, es ist spannend und die Art und Weise, wie es gefilmt ist – man blickt als Zuschauer immer wieder durch die „Augen“ diverser Überwachungskameras – ist auch cool. Insgesamt große Empfehlung. Ich bin jetzt schon in Staffel 3 und das Midseasonfinale war unglaublich gut.

Nashville Staffel 1+2  – Was soll ich sagen. Ohne jemals in meinem Leben ein Fan von Countrymusik gewesen zu sein, hab ich mir aus Neugier mal die erste Folge der Serie angeschaut und bin ihr sofort verfallen gewesen. Ist jetzt wirklich eher eine seichte Serie, in der es halt um verschiedene Countrymusiker geht, die an ihrer Karriere feilen. Es gibt viel (Liebes)-Drama und viel Musik, wobei mir die Lieder meistens tatsächlich ziemlich gut gefallen. Auch hier machen die Schauspieler ihre Sache ziemlich gut und obwohl es halt wirklich viele Wendungen und „wer mit wem“-Dinge gibt, gleitet es nicht total auf Soapniveau ab.

Daredevil – Die erste von mehreren Marvelserien, die von Netflix produziert werden, da musste ich natürlich gleich reinschauen. Es ist quasi mal wieder eine Origin Story, die erzählt, wie Matt Murdock zu Daredevil wird. Am Anfang gibt es also Matt Murdock, den blinden Anwalt mit übermenschlicher Sinneswahrnehmung, der des Nachts schwarz maskiert Bösewichte vermöppt und versucht, sein Viertel Hell’s Kitchen ein bisschen besser zu machen. Es geht um Armut, um Gentrifizierung, um ein Verbrecherkartell, das im Hintergund die Fäden zieht, angeführt von Wilson Fisk, der gerne weiße Tapete anstarrt und später als Kingpin bekannt werden wird. Die Serie unterscheidet sich doch ziemlich von anderen Comicverfilmungen, über große Teile der Staffel könnte es auch einfach eine sehr düstere Anwaltsserie sein. Bis auf Matts Fähigkeiten gibt es kaum übernatürliche Phänomene. Das hat mir gut gefallen, zumal wirklich viel Platz für die Entwicklung von Matt Murdock zu Daredevil gelassen wird und auch die Nebencharaktere und -handlungen mir gut gefallen haben. Gerade die Dynamik zwischen Matt und seinem Partner Foggy ist super. Und eins muss ja mal gesagt sein: Netflix-Serien haben eigentlich immer (okay, fast immer, siehe unten) einen richtig, richtig geilen Vorspann. Das finde ich toll, ich liebe gut gemachte Opening Credits und fand den Trend, lieber nur noch kurz den Seriennamen einzublenden, äußerst bedauerlich. So, zurück zu Daredevil: Weniger gut fand ich das Finale. Das war so vorhersehbar und klischeehaft, das hat mir echt nicht gefallen,  zumal es diverse Logiglücken hatte. Und obwohl es eigentlich nur eine Staffel geben sollte, kommt nun doch eine zweite, das kann gut oder schlecht sein, mal schauen. Insgesamt jedenfalls ne gute Sache, wenn auch noch mit Luft nach oben.

Vikings Staffel 3 – Eigentlich bin ich ja echt ein Fan der Serie, auch und gerade wegen der oft langsamen, untypischen, nicht dramaturgisch durchgestylten Erzählweise. Aber diese Staffel hat das echt übertrieben. Die Wikinger greifen in dieser Staffel Paris an, das passiert aber erst in den letzten 4 Folgen, davor gibt es superlangweilige Szenen in Wessex und noch viel langweiligere Szenen im heimischen Kattegatt. Da war zwar mal die ein oder andere gute Sache bei, aber generell hat es mich genervt. Der Angriff auf Paris is dann eigentlich ganz geil, wird aber viel zu hastig erzählt, weil vorher ja 6 Folgen lang ödes Rumgeümmel gezeigt werden musste. Und der letztendliche Kniff in der letzten Folge … naja. Fand ich etwas doof. Insgesamt zwar noch unterhaltsam, aber die ersten beiden Staffeln waren besser.

The Musketeers Staffel 2 – Nachdem die BBC-Musketierserie mich letztes Jahr positiv überrascht hatte, fand ich Staffel 2 zu großen Teilen enttäuschend. Staffel 1 war mit viel Humor, Augenzwinkern und Action inszeniert, was sehr gut funktioniert hat und die wenigen ernsteren Momente umso besser machte. In Staffel 2 versucht man sich am staffelüberspannenden Drama-Handlungsbogen um Queen Anne und einen irgendwie sehr inkonsistenten Rochefort, der innerhalb von 5 Minuten dreimal zwischen eiskalter Killer und weinerlicher Verrückter hin- und herwechselt. Neeee, das war nix. Trotz der einen richtig guten Folge (die „Western“-Folge in Athos‘ Dorf) und ein paar coolen Szenen eher nicht so meins. Hoffentlich wird die nächste Staffel wieder besser.

Better call Saul – Natürlich musste ich das gucken, schließlich hab ich Breaking Bad geliebt. Hier nun also sowas ähnliches wie ein Sequel, das sich um den Werdegang des korrupten Anwalts Saul Goodman dreht. Dieser trägt zu Anfang der Serie noch seinen bürgerlichen Namen Jimmy McGill und wurschtelt sich mühsam durchs Leben, weil er als Neueinsteiger-Anwalt keine Kundschaft hat. Er hat sein Büro/Schlafzimmer in einem Hinterzimmer eines Nagelstudios, fährt eine Schrottkarre und versucht irgendwie Mandanten zu gewinnen, während der sich nebenher um seinen kranken Bruder kümmert (der ebenfalls Anwalt ist, allerdings Teilhaber an einer riesigen Anwaltsfirma. Jetzt allerdings hat er eine Krankheit, bei der er sich einbildet, von elektronischer Strahlung schlimme Schmerzen zu haben, weswegen er sich in seinem Haus einigelt.). Jimmy ist eine tragisch-komische Figur, die verzweifelt ihren Platz im Leben sucht und immer wieder dabei scheitert. Dabei ist die Serie aber weitaus weniger düster als Breaking Bad (und ich kenne auch Leute, die BB nicht mögen, BCS aber schon). Genauso gut wie in BB sind allerdings die Schauspieler, die Musik und die Art und Weise, wie die Serie gefilmt ist. Neben Saul/Jimmy selber gibt es an alten Bekannten noch Drogendealer Tuco, mit dem Walter White damals die ersten Meth-Deals machte, und natürlich Mike Ehrmanntraut, der für jede Menge komische Momente, aber auch für die düsterste und traurigste Folge der Staffel sorgt. Insgesamt hat mir die erste Staffel sehr gut gefallen und ich freu mich auf Staffel 2.

Agents of Shield Staffel 2 – Tja, was soll ich sagen. Eine meiner neuen Lieblingsserien. Wo Staffel 1 noch sehr holprig anlief und erst im letzten Drittel richtig gut wurde, überzeugt mich Staffel 2 von Anfang an komplett. Die Staffelhandlung, die Charaktere, die dramatischen und die witzigen Momente … für mich stimmt hier einfach alles. Die Charaktere aus Staffel 1 entwickeln sich toll und konsequent weiter, es gibt drei neue Teammitglieder, die ich auch sehr schnell ins Herz geschlossen habe, sowie zahlreiche weitere gute Nebencharaktere. Das Finale zur Hälfte der Staffel war so unglaublich spannend und ereignisreich, dass ich lange das Gefühl hatte, dass jetzt eigentlich schon Staffel 3 anfangen müsste, weil es sich so nach Staffelfinale angefühlt hat. Versteht mich nicht falsch, es ist immer noch eine Marvel-Verfilmung, es gibt immer noch coole Sprüche, technische Gadgets und viele Actionszenen, das ist hier jetzt nicht auf einmal ein langsam erzähltes Drama mit Rust-Cole-Gedächtnismonologen. Aber das, was die Serie macht, macht sie verdammt gut, mit vielen spannenden Szenen, einem gut geschriebenen Plot, tollen Charakteren, mit denen ich mitfühlen kann und immer wieder dem ein oder anderen guten Gag. Ich kanns gar nicht erwarten, dass Staffel 3 losgeht.

Game of Thrones Staffel 5 – Ach, darüber könnte ich jetzt vermutlich einen eigenen Eintrag schreiben. Gesamteindruck: Durchwachsen, sehr durchwachsen. Teilweise überraschend gut (Hardhome, Braavos), teilweise erschreckend schlecht (Dorne!!). Die Veränderungen gegenüber den Büchern sind teilweise sinnvoll, teilweise komplett bescheuert. Ausstattung, Cast und Optik sind natürlich weiterhin toll, aber ich war doch eher underwhelmed. Letztendlich war ich fast froh, dass die Staffel rum ist, vor allem aber, weil Game of Thrones immer so ein auf all meinen Medienkanälen reichlich (und oft unnötig aggressiv) diskutiertes Ding ist und mich das irgendwann echt angestrengt hat.

Grace and Frankie Staffel 1 – Schon wieder eine Netflix-Serie. Die bisherigen waren aber auch oft so gut, dass ich wenigstens mal reinschaue, wenn es eine neue Eigenproduktion bei Netflix gibt. Bei Grace and Frankie steht eine Altergruppe im Mittelpunkt, die sonst medial meist gar nicht oder nur als lustiger Sidekick auftaucht: Menschen im Rentenalter. Grace und Frankie, zwei sehr unterschiedliche Frauen, kennen sich über ihre Ehemänner, die gut befreundet und Arbeitskollegen sind. In der ersten Szene der Serie teilen die beiden Ehemänner mit, dass sie in Wahrheit seit 20 Jahren ein Paar sind und sich nun von den Ehefrauen trennen, damit sie nun, wo endlich das Gesetz geändert wurde, heiraten können. Die beiden zurückgelassenen Ehefrauen bilden eine WG im Strandhaus, das beiden Familien zusammen gehört und versuchen irgendwie mit der  Situation klarzukommen. Die Serie ist mit sehr bekannten Schauspielern besetzt, die ihre Sache auch sehr gut machen. Neben den beiden Ex-Ehepaaren gibt es noch deren Kinder sowie einige weitere Nebenfiguren. Obwohl Grace and Frankie oft als Comedy-Serie beworben wird, gibt es viele Momente, die traurig oder bedrückend sind. Ich würde es insgesamt eher Dramedy nennen. Gerade das Finale der Staffel hat mich mit einem ziemlichen Kloß im Hals zurückgelassen. Trotzdem gibt es auch viele sehr lustige oder rührende Momente. Insgesamt eine wirklich tolle Serie, die mal Einblick in einen ganz anderen Lebensabschnitt gibt (z. B. trifft man sich statt auf Partys oder Hochzeiten auf einer Beerdigung, kämpft mit der modernen Technik oder fürchtet eine gebrochene Hüfte), mit sehr sympathischen Charakteren. Sehr zu empfehlen.

Orphan Black Staffel 3 – Wie auch die vorherigen Staffeln lebt Staffel 3 von der fantastischen Hauptdarstellerin, die auch diesmal wieder dafür sorgt, dass ich die Serie gern weiterverfolgt habe. Storymäßig eiert die Serie leider so ein wenig vor sich hin. Es macht fast den Eindruck, als hätten die Macher nie damit gerechnet, mehr als eine Staffel drehen zu können. So ist die Handlung zwischendurch reichlich wirr, man weiß nicht so richtig, was das Ganze soll und nach 10 Folgen ist man storymäßig zwar irgendwie weiter, aber so richtig viel Entwicklung gab es immer noch nicht. Seit drei Staffeln sind halt irgendwelche bösen Firmen und Regierungstypen hinter den Hauptfiguren her, die aber recht austauschbar erscheinen. Langsam hab ich auch keinen Überblick mehr, welche Firma hinter welcher steckt und wer nun wieder wen warum kontrollieren kann. Für die bereits angekündigte vierte Staffel würde ich mir mal was anderes an Handlung wünschen – Spaß macht die Serie wegen der sympathischen Charaktere und der großartigen Tatiana Maslany nämlich durchaus noch.

Orange ist the new Black Staffel 3 – Was soll ich sagen: Das wirklich Einzige, das ich an dieser Serie bemängeln kann, ist, dass es nur 13 Folgen pro Jahr gibt. Genial geschrieben, großartige, vielschichte, vielseitige Charaktere, toll gespielt, gedreht und musikalisch unterlegt, und im Finale werden immer absolut genial alle Fäden der Staffel zusammengeführt. Die Finalszene mit dem See war so schön, ich hab geheult. Und dazu kommen noch aktuelle Themen wie die unsäglichen Bedingungen in privatisierten Gefängnissen – ohne, dass sich das jemals nach moralischem Zeigefinger anfühlt. Orange is the new Black ist einfach nur ganz große Liebe.

How I met your mother, Staffel 8 + 9 – Nachdem ich aus der Serie ja irgendwann ausgestiegen war, weil es mir alles zu langwierig und zu blöd wurde, hab ich sie, nachdem alle Staffeln nun auf Netflix sind, nun doch mal zu Ende geschaut. Joah. Es gab noch ein paar schöne Momente, das Ende ist allerdings wirklich so unterirdisch scheiße, dass mir das die ganze Serie verleidet.

Supernatural Staffel 10 – An sich ne gute Staffel mit einer grandiosen 200. Folge, das Finale fand ich allerdings blöd, weil die Ereignisse darin einfach eher hätten vorbereitet werden müssen. Außerdem gab es in der Staffel gleich zwei magische Phänomene, mit denen Dean das Kainsmal vielleicht hätte loswerden können, die aber nie untersucht wurden, weil man stattdessen lieber mal wieder das superriskante Ritual of doom durchführen musste. Sowas mag ich ja gar nicht. Aber naja. Mal sehen, was Staffel 11 so bringt.

Sense 8 – Nachdem ich nun die Netflix-Eigenproduktionen so gelobt habe: Sense 8 ist irgendwie einfach nur eine riesengroße Seifenblase mit schöner Optik, aber ohne Inhalt. Zumindestens in den ersten 7 Folgen, danach hab ich aufgegeben. Die Charaktere wirken wie am Reißbrett entworfen und reichlich klischeehaft, in den Folgen passiert 45 Minuten lang eher so gar nix, bevor dann in den letzten 5 Minuten was Spannendes und ein Cliffhanger kommt, damit man dranbleibt. Dass das alles so total international und weltumspannend sein soll und dann alle Englisch mit Klischeeakzent sprechen, hat der Sache auch nicht weitergeholfen. Und auch wenn Optik und Musik wirklich schön sind (und Freema Agyeman umwerfend aussieht) – nee, das is irgendwie nix. Falls mir arg langweilig ist, guck ich die Staffel vielleicht noch zu Ende, aber viel Bock drauf hab ich aktuell nicht. Und: Der Vorspann ist genauso öde wie die Serie.

Spiele

Ich bin nun endlich fertig mit Dragon Age: Inquistion und spiele gerade den zweiten Durchgang. Aber das kommt eher in einen eigenen Blogartikel, bevor dieser hier noch länger wird.

So, uff. Das wars. Jetzt hab ich doch mehr geschrieben als ich wollte, aber nun ja. Liest das überhaupt irgendwer? Ich weiß es nicht. Nächstes Mal dann hoffentlich wieder im kürzeren Abstand und mit weniger vielen Serien.

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