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#RPGaDay2018 und Tagebuchbloggen, Tag 13

(Montag. So müde. So ein typischer Montag bisher. Gah. Mehr dazu dann morgen.)

((Gestern war auch wieder der 12., aber diesmal kein 12 von 12, diese Aktion hier ist schon genug Arbeit *g*.)

Tag 13: Beschreibe, wie dein Rollenspielverhalten sich im Lauf der Zeit entwickelt hat.

Puh, interessant. Gute Frage auf jeden Fall. Also, im Gegensatz zu den Spielern, die angefangen haben, als es noch nur Dungeoncrawls und nix anderes gab, kann ich mit solchen Geschichten wie „und dann konnte man auf einmal durch den Wald laufen und ÜBERALL HINGEHEN!!!“ nicht aufwarten.  Übrigens auch nicht mit „und dann hab ich gelernt, dass auch Scheitern toll sein kann“, das ging mir nämlich schon immer so. Aber dennoch hat sich natürlich auch bei mir in all den Jahren mal was verändert. Auf verschiedenen Ebenen und in verschiedenen Abstufungen, ich versuche das mal aufzudröseln.

Als ich damals mit Rollenspiel anfing, hieß Rollenspiel noch automatisch DSA und gespielt wurde meistens eine Kampagne und drumherum kürzere Abenteuer mit 1-3 Abenden Länge. Die Mitspieler wurden per Mailingliste organisiert, die SC wurden am Spieltag kurz vorm Spiel herausgesucht, meist in einem längeren „Wer weiß denn schon, was er spielen will?“-Ritual. Gespielt wurde Samstags, 16:30 bis spät in die Nacht, der Rekord liegt irgendwo bei 09:00 Uhr am Folgetag (und danach mit dem Auto heimzufahren war ein bisschen bedenklich). Meist wurden selbst ausgedachte Abenteuer gespielt, lediglich große Kampagnen konnten das Interesse der potenziellen Spielleiter wecken. In dieser Runde spielte ich mehrere Jahre mindestens 2 Abende im Monat, unter anderem die Kampagne Das Jahr des Feuers (von … ich glaube 2005 bis 2009), an die ich auch immer noch sehr schöne Erinnerungen habe.

Irgendwann, damals war ich noch Studentin und hatte im Sommer sehr viel frei, stieß ich dann zu der Runde, die über mehrere Umwege, Spaltungen, Rauswürfe und Neuzugänge meine heutige DSA-Runde werden sollte. Es lief ähnlich, nur viel spontaner. Per ICQ (ein Messenger, den damals jeder benutzte, liebe Kinder) wurde meistens für den selben Abend eine Gruppe zusammengestellt, irgendwer erklärte sich bereit zu leiten, es gab in dieser Gruppe aber selbst damals schon verschiedene SC-Gruppen, die immer zusammen gespielt wurden und für diese Oneshots spielte man dann halt andere SC. Gespielt wurde fast immer im Keller der Eltern des heutigen Herrn Mitbewohners, es gab Tee und Cola und Süßkram und wenn man Hunger hatte, ging man die Treppe hoch in die Küche und machte Käsetoast mit Pesto in der Mikrowelle. Ab und zu wurde auch mal was bestellt. Gespielt wurde meistens irgendwann ab abends bis irgendwann spät. Und wenn man nicht fertig wurde, traf man sich eben am nächsten Tag wieder. Hachja, those were the times.

Fast forward um ein paar Jahre. Inzwischen war die Jahr-des-Feuers-Kampagne vorbei und ich hatte zuletzt eigentlich kaum noch Oneshots in meiner alten Runde mitgespielt, dafür umso mehr Abende in meiner fast schon jetzigen, wo ich inzwischen auch in mehreren festen SC-Gruppen eingebunden war. Ich bemerkte immer mehr, wie komisch ich es inzwischen fand, eine zusammengewürfelte SC-Gruppe durch ein Abenteuer zu schicken und als einzige Anforderungen für die Gruppenzusammensetzung „Stufe 3-8, keine Hellsichtsmagier“ zu haben. Am schlimmsten ging das in einem Abenteuer nach hinten los, in der in einer Szene die SC mit Illusionen und Trugbildern konfrontiert werden, die ihre Ängste oder Wünsche spiegeln. Der SL, der das für seine feste Gruppe geleitet hatte, hatte begeistert davon erzählt, wie gut das Abenteuer ankam. Ich versuchte dasselbe mit einer Runde aus spontan zusammengewürfelten SC und es ging total nach hinten los. Das war so einer der Schlüsselmomente, in dem ich merkte, dass ich das in der Form eigentlich nicht mehr richtig toll finde und sehr viel lieber Gruppen spiele, die aufeinander und auf das Abenteuer abgestimmt sind. Die neue Gruppe hatte auch sonst noch einige Vorteile zu bieten, z. B. waren es alles Nichtraucher, während in der alten Gruppe meistens 2-3 Kettenraucher in einer 30-Quadratmeter-Einzimmer-Wohnung saßen. Tatsächlich hatte mich das am Anfang nicht so sehr gestört, es beeinträchtigte mich gesundheitlich aber immer mehr. Außerdem wurde in der neuen Gruppe immer mehr mit Musikuntermalung gespielt, was für die Stimmung am Tisch immens wertvoll war. Schlussendlich diffundierte ich dann über einen Zeitraum von mehreren Jahren immer mehr in meine neue Runde, mit Teilen der alten fahre ich heute immer noch auf Rollenspieltour oder spiele mal mit einem Teil von ihnen einen Oneshot, aber halt nicht mehr dauerhaft.

Und dann natürlich: Andere Systeme! Ich wünschte ich könnte mich erinnern, was überhaupt mein ersten Nicht-DSA-System war. Ich glaube, es müsste vereinfachtes GURPS gewesen sein, in einer Runde auf der NordCon. Ich fand andere Systeme auch immer interessant, aber lange Zeit zog ich es vor, auch dann DSA zu spielen, wenn eine feste Runde oder Kampagne pausieren musste. Das hat sich mittlerweile geändert, inzwischen versuche ich eigentlich für die Samstage, an denen DSA ausfällt, möglichst eine Gruppe für ein anderes System zusammenzukriegen. Denn: So viele Systeme, so wenig Zeit. Interessanterweise mag ich DSA4.1 aber immer noch wirklich gerne. Auch wenn es sehr viel regellastiger ist als viele der Systeme, die ich sonst so spiele. Das nur am Rande, weil ja oft die Meinung herrscht, man könne DSA nicht mehr gut finden, wenn man nur genug andere Systeme kennt und so.

Weiterer Faktor – Conventions und Rollenspieltheorie und Metabetrachtungen. Ich war mehrere Jahre auf der NordCon immer nur im Außenbereich gewesen, der damals noch kostenfrei war. Erst nach Jahren bezahlte ich auch mal Eintritt und guckte mir mal an, was es drinnen noch so gab. Irgendwann, das muss schon am jetzigen Standort gewesen sein, war ich mal fast eine ganze Veranstaltung lang nur auf diversen verschiedenen Workshops zu so allgemeinen Rollenspielthemen wie „Wie stelle ich NSCs gut dar?“ oder „Was macht ein gutes Detektivabenteuer aus“ oder „Wie gestalte ich Kämpfe spannender?“. Zu dem Zeitpunkt spielte ich schon jahrelang fast jede Woche, ohne mir über solche Fragen jemals Gedanken gemacht zu haben. Ungefähr zur selben Zeit hörte ich dann auch zum ersten Mal von so Dingen wie Spielertypen und GMS-Skalen und verschiedenen Bedürfnissen verschiedener Spieler und so weiter. (Fun fact am Rande – DSA ist ja immer für einen ganz bestimmten SL-Stil verschrien und wird oft sehr abwertend als schlechtes Beispiel genutzt, aber der Spielleiterband, auch wenn er Wege des Meisters heißt und Meister ja schon per se gaaaaaanz schlimm ist, ist wirklich gut. Echt jetzt. Ich habe auch Laws Buch gelesen und Wäschs Spielleiten, aber WdM ist sehr ausführlich, mit vielen schönen Beispielen versehen und bringt wirklich gute Anregungen.) Allein diese Erkenntnis, dass man sich echt nicht drüber streiten muss, wie man Spaß hat, und dass ich nicht glühend jemanden davon überzeugen muss, dass 4-Stunden-Kämpfe öde sind und Charakterspiel toll , sondern dass man dann wohl einfach nicht zusammen spielen sollte oder sehr viel Toleranz entwickeln muss – Hammer. Ich war vorher sehr geprägt von so „wenn man XY macht, ist das ja gar kein richtiges Rollenspiel“-Vorstellungen und dass das alles sehr viel komplexer ist als das … das finde ich selbst heute immer noch spannend. Ähm, ja.

Tatsächlich hat es auch ab und zu negative Auswirkungen, sich so viel mit diesem ganzen Rollenspieltheoriekram zu befassen, man ist nämlich schnell frustriert, wenn man merkt, dass einzelne Spieler/Spielleiter oder eine ganze Gruppe es für total abwegig hält, sich damit zu befassen. Ich weiß noch, wie ich mal irgendwem von der NordCon und den ganzen Rollenspielworkshops erzählte und als Antwort quasi ein „das brauch ich nicht, das kann ich alles schon“ bekam.

Inzwischen bin ich durch all die Storygames und regelleichten erzählerischen Systeme, die ich gespielt habe, auch ein großer Fan von Player Empowerment, und finde, das kann man auch sehr gut in eher klassische Systeme wie DSA einbringen.

Generell würde ich meinen aktuellen Spielstil als eine ziemlich wilde Mischung aus ganz klassisch auf der einen Seite und sehr neugierig auf der anderen bezeichnen. Ich spiele immer noch hauptsächlich DSA, in einer Gruppe, die seit 2011 so besteht und mit sorgfältig geplanten Kampagnen, die parallel gespielt werden. Gleichzeitig versuche ich so viele neue Systeme mit so vielen anderen Leuten zu spielen, wie ich zeitlich noch irgendwie unterkriege, ob auf Cons oder an anderen Terminen oder per Videochat. (Natürlich kann man immer noch sehr viel mehr spielen als ich das tue; aber mehrere Spieltermine pro Woche oder mehr als 3 Runden auf einem Conwochenenende wären mir einfachzu stressig.) Ich beschäftige mich immer noch gern mit der Frage, was Rollenspiel eigentlich kann, wie man es anwenden kann, was man dabei über sich und andere lernt und warum manche Sachen funktionieren und andere nicht. Und wie bei allen Medien auch damit, wie es dabei so mit Repräsentation und Diversität aussieht und was man da noch verbessern kann.

Inzwischen habe ich am meisten Probleme mit Runden, die halt so gespielt werden, damit man was spielt. Wo dann quasi die Person, die den kürzesten Strohhalm gezogen hat, irgendwas leitet, eine zusammengewürfelte Gruppe durch irgendwelche Zufallsbegegnungen stolpert und am Ende des Abends denkt man so „joah, hätte man jetzt auch stattdessen nen Film gucken können und vielleicht mehr Spaß gehabt“. Dabei habe ich nicht generell was gegen eher simple Plots an sich, auch die kann man mit Leben füllen, aber ich möchte einfach nicht mehr irgendwo 10 Stunden sitzen und am Ende ist rein gar nichts passiert, was mich irgendwie interessiert hat. Oder um es ganz kurz zu sagen: Lieber keine Rollenspielsession als eine schlechte Rollenspielsession.

So, puh, ich freu mich schon drauf, diesen Roman jetzt irgendwie in einen Tweet zu quetschen.

Tagebuchblogcontent

Wie meist, wenn ich spät im Bett war, trotzdem sehr früh erstmal aufgewacht, eine ganze Weile im Bett hin- und hergedreht, nochmal eingeschlafen, dann kurz vor 11 unsanft vom Wecker aus dem Schlaf gerissen worden. Kaffee und Wasser und eine interessante Besprechung via Videochat.

Dann mehr Kaffee, Blogeintrag angefangen. Meine Schwester schrieb bei WhatsApp, ob wir nicht mal wieder telefonieren wollen, also bei ihr angerufen und fast 2 Stunden gelabert, bis dann meine Nichte aufwachte und Aufmerksamkeit einforderte. Hauptsächlich haben wir über Baustellen und Küchenplaner und Umzug und so geredet, da ja einfach mal meine gesamte Familie gerade hin- und herzieht. Also meine Eltern in ein neues Haus, meine Schwester in deren altes Haus und ich ja auch in eine neue Wohnung, allerdings ohne familiäre Verstrickungen. 😉

Dann noch ein paar Klamotten aussortiert und dann mit dem Mitbewohner eine Runde durch den Park und bei der guten Eisdiele ein Eis frühstücken. Um 16 Uhr. Gesundes Leben! Als wir wieder heimkamen, waren die ätzenden Renovierungsnachbarn gerade im Flur und schleppten mal wieder neue Dinge in ihre Wohnung, ich grüßte natürlich freundlich – Leute, mit denen man seit Monaten Stress hat, grüßt man IMMER scheißfreundlich im Hausflur, schon um sie maximal zu irriteren.

Dann Yoga gemacht, danach auf einmal Kreislauf total am Boden und viel Migräne. Tabletten genommen, geduscht, dann zitterig mit der Zubereitung des Abendessens angefangen. Wir haben schnell zu zweit Gemüse geschnibbelt und als das im Ofen verschwunden war, hab ich mich schonmal auf die Couch verzogen, während der Mitbewohner den Lachs briet. Dann sehr leckeres Abendessen, dazu ne Folge Brooklyn 99. Dann noch mit meinen Eltern telefoniert, die haben jetzt auch ihren Umzugstermin und ziehen eine Woche nach mir um. Lustig. Während des Telefonats noch Geschirr weggeräumt, restliches Gemüse und gebratenes Huhn in ein Mittagessen für heute zusammengeworfen.

Dann eine Folge Avatar, den Staffelauftakt der vierten Staffel Better Call Saul und noch ne Folge OitnB geschaut. Dann war es halb 10 und ich schon wieder so müde, dass ich nur noch ins Bett wollte. Von oben wieder Gerödel und Getrampel, mit Ohropax und Netflix auf voller Lautstärke eingeschlafen.

Umzugserledigungen: Drei Stoffbeutel voll Klamotten in den Altkleidercontainer gebracht.

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#RPGaDay2018 und Tagebuchbloggen, Tag 8

Und weiter geht es:

Frage 8: Wie kriegt man mehr Leute zum Rollenspielen?

Hachja, eine der klassischen Fragen der Szene, in der der Schwund der Spieler und die Überalterung der Gruppen und das früher-war-alles-besser fast schon gebetsmühlenartig in den Foren und sozialen Medien beklagt wird. Wie man vielleicht schon raushört – ich bin nicht unbedingt der Meinung, dass die Szene ein Problem mit Nachwuchs hat. Klar ist die Konkurrenz durch Computerspiele und dergleichen groß, andererseits war es aber noch nie so leicht wie heute, den Einstieg ins Hobby zu finden. Noch vor ein paar Jahren wusste überhaupt gar keiner, was Pen and Paper-Rollenspiel überhaupt ist und wenn man sagte, man ist Rollenspielerin, dann dachten alle komische Dinge. Heute haben Serien wie The Big Bang Theory (so bescheuert die Auseinandersetzung mit dem Thema Nerdtum da auch ist) oder Community schonmal das Konzept massentauglich gemacht. Und wenn man sich vage dafür interessiert und mal danach googelt, dann findet man meistens nicht nur die Bücher, die man kaufen kann, sondern eben oft auch gleich Erfahrungsberichte oder Plattformen zur Gruppensuche oder Actual Plays. Und gerade letztere sind natürlich sehr wertvoll, weil man dann gleich sehen kann, wie das denn in der Praxis so aussieht, und auch, dass es nicht in jeder Gruppe gleich abläuft. Außerdem scheint es, hierzulande leider noch nicht so sehr, in den USA offenbar erfreulicherweise schon, so zu sein, dass inzwischen auch immer mehr öffentlich sichtbare Spieler*innen und Spielleiter*innen existieren, die halt nicht die typischen Gamer sind, und das damit das Hobby auch für diejenigen interessant wird, die nicht die Quotenminderheit in einer ansonsten sehr gleichförmigen Truppe sein wollen. (Es folgt Podcast-Content aus der letzten Folge: Tatsächlich hat, vermutlich sowohl durch die etwas erzähllastigere Struktur der 5. Edition als auch durch die aktive Actual Play-Community, die Anzahl der weiblichen DnD-Spielerinnen stark zugenommen, von ca. 22 auf ca. 40 %. Gleichzeitig sind damit auch die Verkaufszahlen angestiegen, 2017 war wohl ein sehr erfolgreiches Jahr und 2018 ging genauso weiter. Es scheint sich also auch finanziell zu lohnen, das Zielpublikum zu erweitern.)

Ansonsten kann man aber natürlich auch was tun, wenn man nicht gerade zufällig einen Verlag besitzt. Gerade aufs Thema Actual Plays möchte ich nochmal eingehen, immerhin gab es gerade auf den GenCon einen Diana Jones Award for Excellence in Gaming für die Actual Play-Community allgemein. Für mich sind gute Actual Plays auch in den letzten Jahren eine große Inspiration geworden – mir angucken, wie Rollenspiel eigentlich funktioniert, muss ich natürlich nicht mehr, aber mir angucken, was beim Rollenspiel alles so möglich ist, was Story, Charaktere, Ideen und Darstellung angeht – Holy Shit, da geht noch so einiges! (Ich beziehe mich da natürlich auf die APs, die halt meiner Meinung nach richtig gut sind, also hauptsächlich die vom Oneshot Network. Ich habe weiterhin kein Interesse, einfach nur Leuten beim Spielen zuzugucken, die das auch nicht anders machen als ich selber.) Außerdem ist es ein sehr bequemer Weg, neue Systeme kennenzulernen, ohne sie selber zu spielen oder zu lesen.

Dann gibt es natürlich noch das Thema Conventions, auch da kann man was für die Nachwuchsförderung tun. Oder natürlich selber hingehen und eine Gruppe suchen, wenn man spielen möchte und keine hat. Tatsächlich möchte ich nochmal betonen, dass die besten Cons für diesen Zweck eigentlich die sind, die eben keine reinen Pen-and-Paper-Cons sind, denn nirgendwo kriegt man leichter generell nerdaffine Leute zum Rollenspiel als auf einer Veranstaltung, wo viele vielleicht auch wegen Jugger, Lesungen, Abhängen in Gewandung oder Brettspielen hingehen und dann ohne Probleme auch mal 4 h ins Rollenspiel reinschnuppern können. Schon deswegen halte ich Cons wie die NordCon für extrem wichtig für die Szene.

Und schlussendlich kann natürlich jeder selbst was tun, um neue Spielende zu gewinnen. Das bedeutet vor allem natürlich, Runden für Einsteiger anzubieten und Leute dazu einzuladen, die generell interessiert sind. Natürlich ist das immer eine Frage von Zeit und Energie, deswegen würde ich es auch keinem übelnehmen, wenn er oder sie das nicht oder nicht häufig schafft. Ich habe dieses Jahr tatsächlich schon zwei Runden geleitet, die gezielt für Einsteiger oder Leute, die lange nicht gespielt hatten, gedacht waren. Tatsächlich sind ja sowieso die meisten meiner Freunde und Bekannten eh Rollenspieler, aber ab und zu lerne selbst ich ja mal andere Leute kennen *hust*. Wenn generell Interesse vorhanden ist, merke ich mir das und wenn es sich dann mal zeitlich anbietet, dass ich was leite, dann frag ich nach, ob Zeit und Lust vorhanden sind. Oder aber ich organisiere, dass jemand ander leitet und spiele mit. (Generell wird ja unterschätzt, wie wichtig es ist, dass es nicht nur Leute gibt, die leiten, sondern auch Leute, die gerne und gut Runden organisieren. Und nein, das muss nicht die selbe Person sein. Aber das ist ein anderes Thema.)

Für solche Einsteigerrunden kann ich empfehlen, nicht einfach einen Gast in die feste Runde – und da gar noch in die laufende Kampagne – einzubauen. Haben wir zwar auch schon gemacht, aber es blieb dann immer sehr deutlich, wer Stammspieler ist und wer nicht. Besser was anderes planen, einen Oneshot oder gleich ein neues System. Möglichst das System und das Setting an die Wünsche des Spielenden anpassen, dessen erste Session das wird, umso größer ist die Chance, dass das Hobby auch zündet. Gerade wenn man für mehrere Neueinsteiger leitet – keep it simple. Hey, endlich ist mal keiner dabei, der alle Plots zu ausgelutscht findet oder alle Monster an einer vagen Beschreibung erkennt! Das ist für die Spielleitung auch ein Vorteil. Der Plot muss jetzt nicht „rettet Jobst“ sein, aber man kann es durchaus gradlinig und klassich halten. Schön gemacht Einsteigerboxen, wie die für Splittermond oder Star Wars helfen natürlich, zumal die Abenteuer darin auch eine ausreichend kurze Länge haben. Ich würde diese Runden auch möglichst immer mit Archetypen spielen, es sei denn, Charakterbau geht wie bei PbtA in 15 Minuten. Und dann dran denken: Die Session ist der erste Versuch fürs Hobby und wenn sie zäh und frustrierend läuft, kann es auch der letzte sein. Wenn ihr mitspielt, macht vor, wie mans macht, sprecht in character, sprecht den/die neue(n) Mitspieler gezielt an, lasst ihnen Platz und buttert ihre Ideen nicht unter. Wenn ihr leitet: Kriegt es irgendwie hin, die Stärken des Rollenspiels rüberzubringen und ändert, handwedelt und biegt dazu, was immer nötig ist. Scheißegal, ob die korrekte Regelanwendung anders wäre, scheißegal, ob eine coole Idee eigentlich nicht funktionieren würde, scheißegal, ob der Endgegner nach dem fantastisch coolen Manöver des Neueinsteigers eigentlich noch 2 Lebenspunkte hätte. Das kann man alles dann nochmal korrekt machen, wenn er/sie länger dabeibleibt. Zeigt, was möglich ist, was Spaß macht, WARUM ihr dieses Hobby mögt.

So. Ich glaube mehr als den Hinweis, dass man das inzwischen alles auch ganz wunderbar online machen kann, hab ich dazu jetzt auch wirklich nicht mehr zu sagen.

Tagebuchblogcontent

Gestern wieder um 06:00 aufgestanden. Es war noch wunderbar kühl. Alle Fenster aufgerissen, Yoga gemacht, dann fertiggemacht für die Arbeit und ins Büro, auch da alle Fenster aufgerissen. Gearbeitet, nebenher gebloggt und andere Internetdinge getan, völlig entnervt gewesen von den lauten Fräs- und Bohrgeräuschen. Deswegen dann auch das mitgebrachte Mittagessen schon kurz vor der Pause gegessen und in der eigentlichen Pause dann zu der einen sehr guten Eisdiele hier in der Nähe spaziert. Nougateis und Jogurth-Aprikose-Eis gegessen. War super. Durch die Hitze zurück. Mehr Arbeit, mehr Müdigkeit. Feierabend, Podcast hörender erstmal in den Park gefahren. Dann dort nach Ende der Folge das neue Buch von Judith angefangen, allerdings kam ich nicht weit. Das Buch ist nämlich offensichtlich magisch und mit einem Zauber belegt, der Themen des Buches in die Wirklichkeit bringt. Oder so. Jedenfalls las ich über muskulöse, sich duellierende Gladiatoren und dann … war da ein Typ, der als römischer Gladiator auch eine gute Figur gemacht hätte. Und machte da irgendwelche Dehnübungen, oben ohne natürlich. Ich bin ja auch nur ein Mensch, deswegen setzte ich mir dann meine Sonnenbrille auf und schaute immer abwechselnd ins Buch und auf den Typen. Irgendwann ging er dann. Eine Minute später kam ein anderer Typ, warf sein Shirt von sich und begann Burpees zu machen. Viele Burpees. Und Lunges, und andere Übungen, und das Ganze natürlich auch mit freiem Oberkörper. Und während ich mich schon fragte, in welcher Realität ich gerade aus Versehen gelandet bin, kam dann ein DRITTER Typ, baute 3 Meter neben mir Turnringe an einen Baum an und warf auch sein T-Shirt von sich, um dann superkrasse Übungen zu machen. So einhändige Klimmzüge an den Turnringen und Handstand mit Liegestütz und all sowas. Es war ein wenig absurd. Also sehr cool anzusehen, aber so geballt ist mir das in den Park noch nie aufgefallen. Also entweder ist da Dienstags Hot-guys-work-out-Thementag oder das Buch hat übernatürlich Kräfte. Also – wenn ihr einen Mangel an gutgebauten Gladiatoren in eurem Leben habt, kauft Roma Nova! Falls sie sich nicht in eurer Nähe manifestieren, sobald ihr das Buch aufschlagt, gibt es wenigsten IM Buch welche. (Und es ist ansonsten auch bisher sehr spannend und hat ein cooles Setting.)

Der Mitbewohner holte mich ab, wir gingen heim, die Wohnung war dank des morgendlichen Lüftens schön kühl. Zum Abendessen gabs dann Wassermelone mit Feta und Basilikum (nom!), Reissalat mit Tomate und Feta und Obst mit Eis. Und ne Folge Orange is the New Black und dann wars schon wieder 22 Uhr und ich fiel sehr müde ins Bett .

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Kleiner NordCon-Rückblick

Ist es eine Woche nach der Con schon zu spät für einen Rückblick? Keine Ahnung. Ich schreibe trotzdem nochmal kurz was zur NordCon.

Die NordCon, die dieses Jahr 20. Geburtstag feierte, ist eine Rollenspielconvention in Hamburg und schon deshalb meine Lieblings-Con, weil sie ganze 2 Bahnstationen entfernt von meiner Haustür stattfindet und ich jede Nacht im eigenen Bett schlafen kann *g*. Aber auch ansonsten ist sie super! Im Gegensatz zu vielen anderen Conventions wird sie weder von einem Verlag noch von einem Messeveranstalter organisiert, sondern vom Rollenspielverein Tornesch und dem RPG-Verein Die Loge. Das führt zum einen zu sehr bezahlbaren Preisen für alles (Eintritt 10 Euro fürs ganze Wochenende, Getränke so um die € 1,50, Essen um die 3-4 Euro) und zum anderen dazu, dass es eine absolut bunte Mischung aus verschiedensten Angeboten und Beteiligten gibt. Klassische PnP-Runden, LARP-Workshops, ein riiiiiesiges Angebot an ausleihbaren Brettspielen, Demorunden verschiedenster Spiele, Tabletop, Jugger, Schwertkampf, Star Trek-Simulator, Roboterrennen, Nerfgun-Action, Lesungen, Filmvorführungen, Hörspiele, Musik … es gibt da wirklich so gut wie alles, was man sich noch ansatzweise unter „Fantasy, SciFi und Spiele“ vorstellen kann. Ich habe glaube ich noch auf keiner der Cons auch nur 10 % von allem gesehen, was man da machen kann. Auch die Workshops, die es gibt, sind weniger Produktvorstellungen (die es natürlich aber auch gibt), sondern oft verschiedenste Angebote zum Thema Rollenspiel allgemein – z. B. „Abenteuer schreiben“, „Improvisation beim PnP“, „Veröffentlichen im Eigenverlag“, „Spannendere Kämpfe im Rollenspiel“ oder sonstwas. Einige davon gibt es jedes Jahr wieder, die höre ich mir nun nicht mehr immer wieder neu an, aber es ist auch immer wieder mal was Neues dabei. Das Ganze findet übrigens auf dem Gelände einer Grundschule statt, man schaut beim vorgestellten Verkloppen von Monstern also gerne mal auf bunte Plakate mit den „Regeln für die Schulklasse 3b“ oder sowas, was ich immer recht lustig finde. Ach ja, und man sitzt auf viel zu kleinen Stühlen, aber das lässt sich halt nicht vermeiden. Man darf auch auf dem Gelände nicht rauchen und keinen Alkohol trinken, aber das ist mir persönlich ziemlich egal. Absolut zu loben ist übrigens die Verpflegung. Es gibt einen Con-Becher mit Kaffee/Tee-Flatrate, die Getränke sind ansonsten eh sehr günstig, morgens gibt es belegte Brötchen und Kuchen und danach dann Wurst vom Grill sowie diverse andere warme Gerichte (Chili, Erbsensuppe, Spätzlepfanne….). Die Preise sind absolut fair und was mir immer wieder sehr positiv auffällt ist das große Angebot an vegetarischen oder veganen Gerichten. Ich selber esse ja Fleisch, aber ich kenne genug Leute, die z. B. auf der RatCon entweder 3 Tage Pommes mit Ketchup essen oder auswärts essen gehen/was mitbringen mussten, weil man da keine Alternativen hinbekommt. Auf der NordCon gab es Samstag 3 verschiedene vegane Angebote (Chili sin Carne, Röstkartoffeln und Salat) und ganz selbstverständlich und ohne Aufpreis auch Sojamilch und laktosefreie Milch für den Kaffee. Das ist auf Cons längst keine Selbstverständlichkeit, von daher: Daumen hoch!

Dieses Jahr war ich auch wieder an allen drei Tagen da. Am Freitag war ich ziemlich müde, so dass ich, statt mir eine Rollenspielrunde zu suchen, mit dem Rest meiner DSA-Runde und vielen anderen Leuten zum Nerfgun-Zombie-Action-Event bin. Das gibt es da jedes Jahr und es ist eine sehr großartige Sache: In der großen Turnhalle der Schule werden die Teilnehmer in 2 Gruppen aufgeteilt, die eine Hälfte Menschen, die andere Hälfte Zombies. Die Menschen kriegen Nerf Guns und müssen die Zombies mit diesen fernhalten und ein Heilmittel finden, die Zombies müssen … na, die Menschen zombifizieren, wie man sich das sicher schon denken konnte. Es gibt dazu tatsächlich auch genauere Regeln und verschiedene Schwierigkeiten, aber das würde jetzt zu weit führen. Im Endeffekt rennt man wie blöde mit ner Nerfgun durch die Gegend, flucht über verkantete Nerf-Pfeile, wankt zombiemäßig rum, sammelt hektisch Munition und macht tolle Pläne zur effektiveren Zusammenarbeit, die in 99 % der Fälle scheitern. SO VIEL SPAß! Und hinterher hat man 3 Tage Muskelkater. Es ist also quasi schon Nerd-Sport.

Am Samstag war ich dann erst in einer Runde Star Wars – Zeitalter der Rebellion, wir spielten das Einsteigerset. Leider waren die Vorstellungen des Rests der Gruppe vom Rollenspielen und meine eigenen nicht so wirklich deckungsgleich und so hatten wir nach 2,5 Stunden ohne jegliches Charakterspiel dann auch das Szenario durch, so dass die kurze Dauer immerhin noch auf der positiven Seite der Geschichte blieb … äh, ja. Nach einer ganzen Weile Rumlaufen, mit Bekannten reden, beim Jugger zuschauen (und endlich mal die Regeln so halbwegs verstehen) und was man auf Cons halt sonst noch so macht gabs dann für Nandurion noch ein Interview zu führen und einen Workshop zu besuchen. Danach war wieder Zeit zum Spielen, wobei meine Bereitschaft auf Rollenspiel mit fremden Menschen nach der ersten Runde auch mal komplett ausgeschöpft war. Deswegen hat sich meine DSA-Runde dann einfach wieder zusammengefunden, wir haben uns die Splittermond-Einsteigerbox gekauft und Mitnanduriat Cifer hat netterweise das erste Einsteigerabenteuer für uns geleitet. Und das war dann sogar richtig cool! Ich hatte Splimo ja einmal auf der RPC 2013 ausprobiert, da war es glaube ich noch in der Beta-Phase und es war mehr so eine Demorunde als ein richtiges Abenteuer. Das fand ich damals irgendwie nicht so besonders. Aber die Einsteigerbox – die dann auch auf der Con noch den Deutschen Rollenspielpreis gewann, herzlichen Glückwunsch dazu! – ist wirklich super gemacht. Ich hatte superviel Spaß mit meinem Charakter, einer leicht sozialditschigen Vargin, vor allem in Kombination mit dem vom Mitbewohner gespielten Gnom. Das Einsteigerabenteuer war auch durchaus nett gemacht. Und die Regeln sind halt schon echt gut durchdacht, das merkt man so an allen Ecken und Enden, auch wenn mans nur mal kurz anspielt. Nachdem wir um 2 Uhr nachts dann fertig waren, fuhren dann alle 4 anwesenden Nanduriaten heim in unsere Wohnung, dann setzten wir uns mal kurz hin, um noch ein bisschen über DSA, Rollenspiel und den ganzen Rest zu schnacken und dann wars auf einmal hell draußen. Hoppla.

Am Sonntag also etwas länger geschlafen, wieder zur Con, das letzte Schnitzelbrötchen am Essensstand ergattert, gefrühstückt, noch mehr Bekannte getroffen und dann zusammen mit dem Mitbewohner noch zu einer weiteren Runde Splittermond shanghait worden, die auch wieder sehr nett war. Und dann war es auch schon 18 Uhr, draußen wurde schon fleißig abgebaut, der Rest meiner Runde war erschöpft vom Zombies jagen bereits heimgefahren und wir sind dann auch zurück nach Hause.

Insgesamt war es wieder ein sehr schönes und gelungenes Wochenende mit vielen netten Leuten, dem Wiedersehen mit etlichen Bekannten und ein paar gelungenen Spielrunden. Also danke an die Orga, die Aussteller und anderen Besucher. Nächstes Jahr bin ich wieder dabei! Und wer aus der Umgebung von Hamburg kommt und sich ansatzweise für Nerd-Kram interessiert, sollte der NordCon auf jeden Fall mal einen Besuch abstatten.

Zum Schluss noch ein paar Fotos:

 

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12 von 12 im Juni 2015

12 von 12? Was will sie jetzt schon wieder? Ganz einfach: Fotos posten! 12 von 12 ist eine Blogger/Twitteraktion, bei der man jeweils am 12. des Monats 12  Fotos von seinem Tag postet. Gesammelt und erklärt wird das alles nochmal hier.

Dreimal hab ich jetzt schon gedacht, dass ich da mal mitmachen könnte, eingefallen ist mir das dann jeweils so am späten Nachmittag bis Abend des Monatszwölften. Da war es dann nix mehr geworden, es sei denn,  ich hätte sehr viele Bilder davon gemacht, wie ich mit der Katze auf der Couch liege. Aber nun! Gestern fiel es mir tatsächlich schon morgens um 10 ein UND es gab auch noch mal was Spannenderes als einen ganz normalen Arbeitstag. Gestern war nämlich der erste Tag der NordCon, der großen Rollenspielmesse in Hamburg. Und weil die immer noch läuft und bis morgen weitergeht, kam ich gestern auch nicht mehr zum Verbloggen der Bilder.

Jetzt mach ich aber gerade mal ein bisschen Pause vom Contrubel und nutze die Chance für meine ersten 12 von 12:

Bild 1

Bild 1

Das ist das erste, was ich morgens sehe – mein Blick vom Bett aus. Im Moment gerade in semi-aufgeräumt, nur der Wäscheberg ist noch da. Auf dem unförmigen Ding neben der Truhe. Das unförmige Ding ist übrigens ein Kasten mit einer Laute drin. Ja, ich bildete mir mal ein, ich könne ja Laute spielen lernen. Diese fixe Idee hielt leider nicht lange, denn auch mit inzwischen 30 Jahren bin ich viel zu ungeduldig und schnell frustriert, um ein Instrument zu erlernen. Schade eigentlich. Bald kommt die Laute auch weg, weil ich mir ein neues Regal bestellt habe und das dann den Platz brauchen wird. Dann kommt auch dieses komische eine Regalbrett über der Truhe weg, auf dem aktuell noch der Stapel ungelesener Bücher wohnt. Der zieht dann um ins neue Regal.

Bild 2

Bild 2

Während ich aufstehe, macht Katzi noch ein Nickerchen in des Mitbewohners Bett.

Bild 3

Bild 3

Frühstück. Und Twitter. Der Smoothie ist von Aldi, wo es diverse recht leckere Sorten zu einem Bruchteil des Preises von Marken-Smoothies gibt. Und ich hätte auch gerne noch was dazu gegessen, aber es war nix mehr da. Ich musste erst den Con-Besuch dazu animieren, mir Brötchen mitzubringen. Den Gastgeberpreis des Jahres gewinne ich damit schon mal nicht.

Bild 4

Bild 4

Hurra, endlich Brötchen. Dazu Saft und etwas Arbeit am aktuellen Rollenspielprojekt.

Bild 5

Bild 5

Die Katze ist auch fleißig. Im Niedlichsein.

Bild 6

Bild 6

Recherchekram auf der Couch. Na, wer erkennt das Buch?

Bild 7

Bild 7

Vor der Con noch schnell eine Stärkung: Sehr, sehr leckere mit Feta gefüllte Köfte am türkischen Imbiss an der Ubahnstation Horner Rennbahn. Die Peperoni hab ich aber lieber liegen gelassen.

Bild 8

Bild 8

NordCon, Symbolbild 1: Programmeft und Flatrate-Kaffee/Tee-Becher. Okay, falls sich jetzt einer fragt, was zur Hölle das für eine Veranstaltung ist, weil hier zufällig noch 2,5 Nicht-Rollenspieler mitlesen: Die NordCon ist eine große, privat organisierte Messe für Brettspiele, Liverollenspiel, Pen-and-Paper und dergleichen, mit kleinem Mittelaltermarkt, Lesungen von Fantasy/SciFi-Autoren usw. Jedes Jahr im Juni in Hamburg, Eintritt kostet fürs ganze Wochenende 10 Euro, es ist toll da, geht da mal hin.

Bild 9

Bild 9

NordCon, Symbolbild 2: Die Nerfgun eines Mitspielers. Was das ist? Ein Spielzeuggewehr, mit dem man Schaumgummipfeile verschießt. Was man damit macht? A) Cool aussehen und b) an der Zombiekalypse teilnehmen, einer sehr spaßigen Veranstaltung, bei der sich Menschen in 2 Gruppen aufteilen, von denen eine die Zombies, die andere die Menschen beinhaltet. Die eine Gruppe darf herumschlurfen und andere zombifizieren, die andere darf mit Nerfs auf die Zombies ballern. Win-win-Situation.

Bild 10

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Wir haben dann gestern mal ein neues Brettspiel getestet: „Winter der Toten“, ein Survival-Zombie-Spiel, in dem man kooperativ gegen das Spiel spielt, um die Kolonie von Überlebenden zu erhalten und die Zombies zu besiegen. (Ja, es ist gerade alles mit Zombies. Zombies sind aktuell so scheiße hip, dass es mich nicht wundern würde, wenn es bald eine Zombie-Version von Hello Kitty geben würde.)
Sehr spaßiges Spiel, am Anfang zwar etwas schwer zu kapieren, weil sehr viele Spielzüge pro Runde und sehr viel Detailkram, letztendlich aber sehr nett und mit coolen Ereignissen und Herausforderungen. Tatsächlich ist es so beliebt, dass wir es nicht mal kaufen konnten, weil es ausverkauft ist und gerade nachgedruckt wird.

Bild 11

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Meine Karte mit dem geheimen Ziel, das jeder Spieler bekommt und zusätzlich zm Überleben erfüllen muss, um noch einen Zusatzsieg zu erzielen. Es gibt auch Geheim-Karten, die einen zum Verräter machen, der gegen die anderen arbeitet, die kann man aber auch weglassen. Ich spiele ja so Kooperationsdinge auch lieber komplett ohne SonderzusatzgegendieanderenSpieleragier-Komplikationen. Mein Geheimauftrag bestand darin, drei Karten mit Medikamenten auf die Hand zu kriegen, bis das Spiel vorbei ist, das habe ich sogar geschafft.

Insgesamt macht das Spiel einen sehr guten Eindruck, kann man sicherlich noch öfter mal spielen – zumal der Spielablauf nicht immer gleich ist, sondern man verschieden schwere und langwierige Szenarien spielen kann und somit viel Abwechslung hat.

Bild 12

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Gegen 1 Uhr nachts haben wir uns dann verabschiedet – wie man sieht, brennt noch überall im Gebäude Licht und viele Spielrunden dauern die ganze Nacht an. Aber da am nächsten und übernächsten Tag ja auch noch was los ist und ich nach zu wenig Schlaf an so rein gar nichts Spaß habe, sind wir dann gegangen.

Und das war er, mein erster fotografisch festgehaltener 12. Tag des Monats. Mal sehen, ob ich nächsten Monat wieder dran denke.

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So war die HeinzCon

Seit dem letzten Artikel ist wieder mehr Zeit vergangen als ich wollte. Naja. Also. Die HeinzCon
(Wer sich für das Thema nicht interessiert, kann jetzt aufhören, was anderes kommt nicht mehr…)

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Wann ist das denn passiert?

Es ist schon wieder Februar und der ist auch schon wieder fast um. Wann ist das passiert? Und wieso ist morgen schon die HeinzCon, die war doch noch ewig lange hin? Und wieso hab ich seit Anfang Februar nicht mehr gebloggt? Unglaublich.

Hm, also was gibts Neues? Das letzte Mal kündigte ich ja den 50 Shades of Grey-Hangout an, der auch ziemlich lustig war und mit reichlich Kommentaren der Live-Zuschauer bedacht wurde. Im März besprechen wir ja mal wieder was Gescheites, nämlich die Tamir-Trilogie von Lynn Flewelling. Ich bin grad in Band 2 und finde es bisher echt gut. Wobei „echt gut“ manchmal auf von Nachteil sein kann, wenn man etwas 90 Minuten lang besprechen will *g*

Ansonsten geschehen doch noch Zeichen und Wunder und es geht mit den Dingen mit Fäden drin (TM) voran. Was toll ist. Ich bin schon gespannt darauf, was das am Ende werden wird. Spaß macht es auf jeden Fall.

Manchmal überrasche ich mich aktuell auch selber und rante auf Nandurion über Regelwidrigkeiten in Botenartikeln, obwohl ich doch eigentlich gar kein Regelfreak bin. Dachte ich bisher jedenfalls. Sonst gehts DSA-mäßig ganz gut – Anfang Februar gabs mal wieder netten Besuch aus Jever und eine Runde „Dunkle Zeiten“, einmal „Königsmacher“ haben wir im Februar auch geschafft und letzte Woche haben wir dann das „Wir spielen Jahr des Feuers ohne die Hauptkampagne“-Projekt auch nochmal aufgegriffen, da eh zwei  Spieler fehlten. Es geht also voran mit der aventurischen Geschichte, auch wenn wir da der aktuellen Zeitlinie immer noch Jahre hinterherhängen. Aber egal. Hat ja auch Vorteile, wenn man bei allen Abenteuern schon sämtliche Ergänzungen, Erratierungen und Forenvorschläge mitnehmen kann, ehe man sie spielt 😉 (Der Nachteil: Spoiler. Immer und überall. Argh.)

Außerdem habe ich mich jetzt endlich durchgerungen und mir ein Smartphone bestellt 🙂 Sollte nächste Woche ankommen. Mal sehen, wie das dann so wird. Ich bin ja im Umgang mit Technik eher so der „es funktioniert nicht SOFORT, es muss schläächt sein“-Typ…und von meinem uralten Nokia, das nichtmal ein Farbdisplay hat, wird es sicher eine ziemliche Umstellung. Ich werde berichten!

Was noch? Hm. Ich war gestern Hosen kaufen. Eins der schlimmsten Dinge von Welt, aber musst sein. Bin auch siegreich mit Beute aus dem C&A zurückgekehrt. Wenn ich Klamotten kaufe, ist das wie Krieg….eigentlich will ich es nicht, ich schiebe es auf, bis es nicht mehr länger geht, dann stürze ich mich mit wilder Entschlossenheit in den Kampf und versuche, die Aktion so schnell und unbeschadet wie möglich zu überstehen. Hat auch gestern keine 30 Minuten gedauert, war trotzdem scheiße. Heute folgt dann noch die sicher sehr freudige Aktion „Auto aufräumen“. Schließlich soll es nicht ganz so vermüllt aussehen, wenn ich morgen da Menschen mitnehme. Und es geht auch mehr Gepäck in den Kofferraum, wenn weniger Rümpel drinliegt *total neue erkenntnis*

Ja. Spannend, ne. Aber ich fahr ja jetzt zur HeinzCon, da ist es bestimmt voll spannend und ich kann näkste Woche dann Dutzende voll tollen Einträgen schreiben. Jawoll :p

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