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#RPGaDay2018 und Tagebuchbloggen, Tag 17

(Heute eher kurz, kochen und weiter rumräumen ist wichtiger.)

Tag 17: Beschreibe das schönste Kompliment, das du bezüglich Rollenspiel bekommen hast.

Vielleicht nicht das schönste, aber das lustigste: „Dieser NSC ist SO geistig zerrüttet, das könnte ein SC von Lena sein.“

Außerdem habe ich neulich auf Twitter darüber diskutiert, wie gut Rollenspiel über Videochat funktioniert und habe dann eingeworfen, dass ich in solchen Video-Runden tatsächlich anders spiele als am Tisch, indem ich noch mehr beschreibe, wie mein SC gerade dreinschaut und sich bewegt und so, und teilweise auch kurz so einen inneren Monolog. Damit keiner das am manchmal doch pixeligen Video-Gesichtsausdruck ablesen muss.Und dann meinte Sal, mit dem ich schon diverse Runden gespielt habe, auf einmal für mich sehr überraschend, dass das gut funktioniert und meine Charaktere immer sehr lebendig rüberkommen. Das hat mich dann doch sehr gefreut. Leider hab ich gerade keine Zeit, diesen Tweet rauszusuchen, aber so ungefähr war das schon *g*.

Außerdem bin ich schon immer noch sehr glücklich über diese sehr positive Besprechung unseres Myranorabenteuers, mit Rekordwertung und Empfehlung und so.

Tagebuchblogcontent

Gestern war ein Scheißtag, den ich mit permanenter Panik vor einer eventuellen nächsten Riesenbaustelle im Haus mit ähnlicher Lärmbelästigung wie im letzten Herbst verbrachte. Bisher sieht es dann doch nur aus, als ob da ein Zimmer neu tapeziert wurde, es römpelt und rummste gestern morgen (und heute auch den ganzen Tag immer wieder), es ist aber noch kein Wanddurchbruch oder ähnlich tolle Dinge geschehen. Noch nicht. Ich warte nur drauf, dass diese Scheißwohnung in den letzten paar Wochen nochmal alle Geschütze auffährt. Gleichzeitig hasse und verfluche ich mein dämliches Panikgehirn, das mir ein Horrorszenario nach dem anderen ausmalt. Es macht alles wenig Spaß im Moment.

Ansonsten gestern halt Wecker, Yoga, Arbeit, Mittagspause mit Falafel, zu viel Eis und Buch, mehr Arbeit, irrsinniges Bahnchaos wegen Person im Gleis auf dem Heimweg, dadurch erst halb 8 daheim. Dann Netflix, dann Bett.

Umzugserledigungen: Keine.

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#RPGaDay2018 und Tagebuchbloggen, Tag 7

*gähnt* *schaut in die Kaffeetasse* Na dann wollen wir mal….

Frage 7: How can a GM make the stakes important?

Stakes ist auch so ein Wort, was sich schwierig übersetzen lässt. Tatsächlich bin ich mir auch nicht ganz so sicher, wie die Frage gemeint ist – geht es eher um Hindernisse, die überwunden werden müssen oder eher um Dinge, die auf dem Spiel stehen? Oder beides? Oder bin ich nur wirklich zu müde für alles inzwischen?

Naja, ich versuch es trotzdem. Was Hindernisse angeht, die die SC überwinden müssen – da kann man als SL auf jeden Fall drauf achten, dass man nicht für jeden Käse würfeln lässt, damit macht man die Proben, die man dann verlangt, schonmal bedeutsamer. Und, wie ich beim Schreiben des Myranor-Abenteuers damals gelernt habe: Keine Proben verlangen der Probe wegen, sondern überlegen, was passiert, wenn es keiner schafft und wie das Abenteuer dann trotzdem weitergeht.

Der andere Teil der Frage zielt vermutlich darauf ab, wie man es schafft, dass sich die Ereignisse am Spieltisch wichtig und dramatisch anfühlen. Da kann man natürlich nur wieder sagen: Bring das rein, was den Spielern wichtig ist. Ersetz den entführten generischen NSC durch jemanden, der den SC wichtig ist. Wenn du weißt, dass in drei Abenteuern Stadt A belagert werden wird, lass die SC vorher dorthin reisen, die Stadt und ihre Leute kennen- und liebenlernen, gib ihnen eine Stammkneipe oder ein eigenes Haus. Finde raus, was den Spielern (nicht den SC) besonders wichtig ist und lass es in Gefahr geraten.

Joah. Sehr viel mehr fällt mir dazu jetzt gar nicht mehr ein. Vielleicht noch, dass man auch ruhig mal was schiefgehen lassen kann, wenn die SC es blöd anstellen oder spektakulär schlecht würfeln. Jetzt halt nicht durch Total Party Kill (über SC-Tode schrob ich ja schon mal) und vielleicht auch mit Option, es wieder gut zu machen. Ich spiele eigentlich eh in keinen Gruppen, wo zu wenig geplant wird (eher zu viel), aber es ist vielleicht ein Tipp für Gruppen, wo viel unüberlegt gehandelt wird. (Auch wenn hier dann wieder gilt – wenn es einen sehr stört, lieber outgame ansprechen als ingame versuchen die Gruppe zu erziehen.)

Tagebuchblogcontent:

Der Tag begann für mich gestern um 06.00 Uhr, was ne Stunde eher ist als mein Wecker eigentlich klingelt. Ich wollte aber noch Yoga machen, weil 30 Tage jeden Tag und so, und nach der Arbeit wäre es ja schon wieder 30 Grad gewesen und außerdem war Montag und montags geh ich ja schwimmen. Also klingelte der Wecker um 06.00. Ich war kurz davor, ihn wieder auszumachen und weiterzuschlafen, aber dann hab ich mich mit der Überlegung, dass dann die Wohnung ne Stunde durchkühlen kann, doch aufgeraft. Und dann halt so ne halbe Stunde Yoga am offenen Fenster, während es draußen noch echt ruhig war, das war schon nett. Und ging auch trotz Müdigkeit ziemlich gut. Erstaunlich, ich hatte das ja schon ab und zu mal gemacht und dann meistens das Gefühl, noch so gar keine Kontrolle über meine Arme und Beine zu haben. Dann fertiggemacht für die Arbeit, noch schnell ein paar Podcasts aufs Handy geladen, dann los. Es war noch schön kühl draußen.

Im Büro angekommen, sogar schon kurz vor 08:00. Alle Fenster aufgerissen und dann erstmal die Post gestempelt und dann …. gewartet. Weil nix zu tun war. Gebloggt, auf Twitter gelesen, mehr „mein Feed findet den Podcast nicht“-Nachrichten angestarrt und meine technische Ahnungslosigkeit verflucht. Mail geschrieben wegen der erwähnten Familien-Haustausch-Geschichte. Mein Vater schrieb mir per WhatsApp und lobte meine Mail – jetzt hätte er auch verstanden, was ich eigentlich meine. Lol. Dann kam meine Chefin und nach einem kurzen … okay, etwas längeren … Gespräch über ihren Urlaub produzierte sie dann auch was zu tun für mich. Zwischendurch ein bisschen Telefon. Ich arbeitete sehr träge vor mich hin. Zu müde. Zu warm. Zu viel Baustelle im Haus.

Mittags kurz zu Rewe, eine Suppe und einen Pudding gekauft, den dann artikellesen aufgegessen. Apropos Artikel, dieser hier von Judith nämlich, zum Thema festgefahrene deutsche Fantastik. Dadurch angeregt über Klappentexte nachgedacht (Twitterlink). Und diskutiert. Und dabei schon wieder wenig gearbeitet, ich bin die schlechteste Arbeitnehmerin der Welt, was das angeht. Noch nen Anruf wegen der Mail vom Vormittag bekommen, das ist jetzt auch geklärt. Außerdem die Mail mit der Bestätigung des Umzugstermins erhalten. Yes!

Feierabend, Podcast hörend zum Schwimmen. Inzwischen so müde, dass ich befürchtete, beim Schwimmen einzuschlafen, und mit verspanntem Nacken und Kopfweh. Trotzdem geschwommen, es war mühsam. Weil: Voll. Ich hab ja ehrlich gesagt keine Ahnung, wieso so viele Leute mit ihren Kindern in die Alsterschwimmhalle (wo es halt außer ner Rutsche nix gibt außer dem großen Schwimmbecken und einem Mini-Außenpool) gehen, wenn es 30 Grad draußen sind und es einen Haufen Freibäder gibt, wo der Eintritt weniger kostet. Aber das ist nur so eine Überlegung am Rande, das Problem waren wie immer gar nicht die ganzen Jugendlichen, sondern die zu-dritt-nebeneinander-herschwimmenden Labertaschen und die Leute, die das Konzept der Rückeschwimmbahn nicht verstehen. Ich schwamm also zunehmend genervt hin und her und machte nach 50 Minuten Schluss. Geduscht, Haare gewaschen, zur Ubahn gelaufen. Wegen „HUNGER, Essen, jetzt“ schonmal ein belegtes Baguette gegessen. Daheim dann inzwischen richtig viel Migräne plus todmüde plus Nackenschmerzen plus Geschrammel und Lärm von irgendwoher. Dem Mitbewohner so halb beim Kochen geholfen, dann aber schnell aufs Sofa gewandert und da mit Kühlakku rumgelegen. Zwischendurch noch kurz eine Runde für die 3W6-Con eintragen (aaaah!). Dann gab Essen, ne Folge Brooklyn 99, ne Folge Avatar und dann bin ich ins Bett verschwunden und hab mit Schlafmaske und Ohropax und Netflix auf voller Lautstärke versucht, trotz der Lärmkulisse im Haus einzuschlafen, hat zum Glück nach auch geklappt.

Umzugserledigungen: Nope, keine.

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#RPGaDay 2018 und Tagebuchbloggen, Tag 2

Weiter geht’s! Ich frage mich jetzt schon, ob ichs durchhalte, jeden Tag zu bloggen oder ob ich z. B. am Wochenenende eher keine Lust habe.

Also erstmal zum Rollenspielfragebogen:

Frage 2: What do you look for in an RPG?

(Schwer zu übersetzen, irgendwie. „Wonach suchst du in einem Rollenspiel“ klingt eher nach hektischem Blättern auf der Suche nach einer bestimmten Passage. Vielleicht „Was spricht dich bei einem Rollenspiel an“ oder „Was sind deine Erwartungen an ein Rollenspiel“? Hm.)

Ich mag es, wenn ein System eine klare Vorstellung davon hat, welche Art von Geschichten es erzählen will, und das dann auch in Setting und Regeln und Design stimmig rüberbringt. Natürlich sind auch Universalsysteme, mit denen man alle Arten von Settings und Stories erzählen kann, eine gute Sache, aber da ich wenig Interesse an Regeldesign und -vergleich habe, würde ich mir jetzt eher nicht 5 verschiedene davon aus Interesse durchlesen. Tatsächlich habe ich auch nicht sehr viel Interesse an anderen Fantasy-Mittelalter-Systemen, weil ich ja nun schon ständig DSA spiele und es eh wenig Settings gibt, die von der Detailtiefe her an Aventurien rankommen.

Spiele, die ihren Erzählfokus in einem Satz auf den Punkt bringen können, wecken sehr oft mein Interesse, wenn ich denn besagten Erzählfokus gut finde. Ist vermutlich kein Wunder, dass ich in letzter Zeit so viel PbtA gespielt habe, denn die Spiele beruhen ja fast alle genau darauf, total zugeschnitten auf eine bestimmte Art von Genre zu sein. Dabei darf das gerne auch total schräg und nischig sein oder ganz klar die Komponente eines sozialen Experiments mit sich bringen. Ich bin da eigentlich bereit, mich auf fast alles einzulassen, und gerade sehr schräge Ideen wecken oft mein Interesse. Design und Illustrationen sind natürlich auch ganz klar ein erster „catchy“ Faktor, wobei ich tatsächlich meistens eher von anderen Leuten oder Actual Play-Podcasts oder so auf Spiele aufmerksam gemacht werde, und da sieht man die Optik ja gar nicht sofort. Ich freue mich immer, wenn ein Spiel auch gut aussieht, aber es ist für mich nicht die Hauptsache.

Was mich auch anspricht, ist die Möglichkeit, das Spiel schnell und unproblematisch ausprobieren zu können, zum Beispiel durch einen gut gemachten Schnellstarter oder zumindest ein im Regelwerk eingearbeitetes (oder als Download verfügbares) Startabenteuer. Und Archetypen/vorgefertigte SC/Pregens – falls es denn nicht eh sowas wie PbtA ist, wo man die Charaktererschaffung durch ein paar Kreuzchen im Playbook macht.

Bei auf Oneshots ausgelegten Systemen sollten die Regeln nicht zu viel Platz einnehmen und sich schnell erfassen und vermitteln lassen. Wenn es ein festes Setting gibt, sollte das ebenfalls schnell greifbar sein.

Für längeres Spielen sind die Anforderungen natürlich ein wenig anders. Da ist mir dann z. B. auch wichtig, dass es coole Möglichkeiten zur Charakterentwicklung gibt, evtl. sowas wie Anregungen für charakterzentrierte Handlungsbögen und ein Setting, das nicht nach 3 Sessions schon erschöpft ist. Die Regeln dürfen gerne komplexer sein, sollten aber nicht jede dritte Spieleridee ausbremsen wegen geht nicht. Toll finde ich es auch, wenn das System es schafft, einen gewissen Feedback- und Beziehungsaspekt in die Regeln einzubauen, z. B. die Bande bei PbtA, die Help/Hurt-Points bei City of Mist oder, mein bisher liebstes Beispiel dafür, die Mechanik von Invisible Sun, dass man am Ende der Session durchgeht, was dem eigenen Charakter Freude bzw. Verzweiflung gebracht hat und darüber dann Möglichkeiten für neue Fertigkeiten bekommt. Da ist dann das Feedback für die Spielleitung Teil jeder Session und ich kann gar nicht genug sagen, wie genial ich das finde.

Tagebuchblog-Content:

Gestern war irgendwie ein blöder Tag. Im Büro, wie gesagt, extrem wenig zu tun, allerdings gingen meine Chefs dann alle gegen 15:00 Uhr nach Hause und ich durfte hier noch bis 17:00 Uhr sitzen ohne etwas zu tun zu haben. Es ist wirklich erstaunlich, wie nur meine Chefin jemals daran denkt, dass man seine Angestellte ja auch mal eher heim schicken könnte, wenn es 30 Grad sind und wirklich ALLES weggearbeitet ist, während ihre beiden Kollegen da nie einen Gedanken dran verschwenden. Und sie ist halt gerade im Urlaub, dann sitz ich da halt zwei Stunden untätig rum, weil keiner dran gedacht hat. Naja, hab ich dann halt weiter One Last Job gelesen und mir Notizen gemacht für Samstag. Das Spiel ist irgendwie wirklich wirr geschrieben, so richtig sehe ich noch nicht durch.

Dann nach Hause gefahren, noch zum Paketshop gelaufen, dem völlig verplanten Menschen da mein Paket abgeluchst und mich über Judiths neuen Roman Roma Nova gefreut, den ich dann hoffentlich bald mal lesen kann. Gerade habe ich gar keine Ahnung, wann ich dazu komme, aber mal schauen. Zu Hause dann erstmal alle Fenster aufgerissen, in der Wohnung war es schon wieder brütend warm, trotz morgens durchlüften und Fenster verdunkeln. Dann ne halbe Stunde Yoga gemacht, geduscht, Essen beim Asia-Lieferdienst bestellt weil null Bock bei der Hitze zu kochen (und Salat gabs Mittags schon). Über den ersten Tag im neuen Job des Herrn Mitbewohners berichten lassen. Dann in der Küche gesehen, dass da auf einmal ein Fleck an der Decke ist, offensichtlich von Wasser von oben. Argh! Ich bin natürlich wieder komplett ausgerastet, weil …. ernsthaft?? Noch zwei Monate in der Wohnung und dann kommt jetzt noch so eine Scheiße? Ich habe mir natürlich in meinem Panikgehirn gleich ausgemalt, was das alles nach sich ziehen könnte und war dann in kürzester Zeit bei „die Decke muss aufgestemmt und erneuert werden und solange haben wir dann eine direkte Verbindung zu den Assinachbarn von oben und müssen das ertragen oder im Hotel wohnen“. Total realistisch also, und nö, dass ich wusste, dass das auch nicht passiert ist, als in der alten Wohnung Wasser von unserer Küche zu den Nachbarn runterlief, hat nicht geholfen. Dazu kam dann noch von unten – also aus der Wohnung, die seit Oktober renoviert wird und offensichtlich immer noch nicht fertig ist, auch wenn die Leute da jetzt schon wohnen – mal wieder Gehämmer um abends kurz vor 8, das hat meine Laune dann nach Bagger um 7, Baulärm im Büro und dem Wasserfleck dann endgültig ruiniert. Also gabs dann Tom Kha Gai und Sushi und dazu Netflix über geräuschunterdrückende Kopfhörer, garniert mit Panik und schlechter Laune. Hurra.

Danach dann an den Computer, ne halbe Stunde rumgedaddelt, dann Podcast schneiden, dann irgendwann todmüde ins Bett, dort noch 2,5 Friends-Folgen lang schlaflos rumgelegen, weil warm, weil Panik, weil bla. Super Tag, hurra.

Umzugserledigungen: Leider eigentlich keine, weil es dann schon so spät war. Aber immerhin das Angebot der Umzugsfirma angeschaut und beauftragt.

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#RPGaDay 2018 und Tagebuchbloggen, Tag 1

Wie gestern schon angekündigt – ich benutze die RPGaDAy-Aktion, in der im August jeden Tag eine Frage zum Thema Rollenspiel zu beantworten ist, und versuche, einfach gleichzeitig mal wieder so ein bisschen öfter und tagebuchblogmäßiger zu schreiben. Ob ich lange dazu Lust habe und ob das überhaupt einer lesen will – man wird sehen.

Hier ist jedenfalls der RPG-Fragebogen:

Frage 1: Was liebst du am Rollenspiel?

Am meisten liebe ich am Rollenspiel, mich in meine Charaktere hineinzuversetzen und Erfahrungen zu machen, die ich im realen Leben nicht mache. Das müssen dabei nicht immer riesige epische Heldentaten sein. Oft sind es auch eher kleine Momente, die mir im Gedächtnis bleiben. Oder die dramatischen Szenen und Rückschläge. Ich liebe es, wenn es richtig gut läuft, ich total in meinem SC versinke und gar nicht mehr darüber nachdenken muss, wie er/sie gerade entscheiden und denken und fühlen würde, weil ich einfach „drin“ bin. Außerdem liebe ich am Rollenspiel, dass man oft ein Problem von vielen Seiten beleuchtet, versucht auf die beste Lösung zu kommen und richtig kreativ werden kann. Ich liebe das Zusammenspiel mit anderen, vor allem wenn es richtig gut läuft und man sich gegenseitig die Bälle zuspielt. Ich liebe es, dass ich durchs Rollenspiel jederzeit 10-15 interessante Personen zur Verfügung habe, die quasi in meinem Kopf wohnen und mit denen ich mich beschäftigen kann. Und ich liebe es auch einfach, wie sich im Laufe der Zeit in einer festen Runde eine Gruppendynamik entwickelt und man Rituale, dumme Insider und Weißt-du-nochs entwickelt. Ich liebe es, wenn eine Session mich zum nachdenken oder mir indirekt auch neue Erkenntnisse über mich selbst bringt. Oder über meine Mitspieler. Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert, den die Gruppe gemeinsam ersonnen hat. Ich liebe Rätsel. Und dumme Wortwitze. Und vollgeschriebene Notizbücher. Ich liebe die Erinnerungen an magische und epische und lustige Momente, die selbst nach Jahren noch präsent sind.

Tagebuchblogcontent:

Es ist warm. Sehr warm. Heute zum Glück nicht ganz so brütend wie gestern, aber puh. Ich freue mich eigentlich über den Sommer, aber bei all den Nachrichten von Waldbränden, verdorrter Natur, sterbenden Fischen und sonstigen Katastrophen wird die Freude leider ziemlich getrübt, ebenso wie von der Tatsache, dass es inzwischen auch nachts oft zu warm für erholsamen Schlaf ist. Naja. Ich versuche trotzdem das Beste draus zu machen und mich oft irgendwo in den Park zu schmeißen. Letzten Freitag war ich sogar im Freibad.

Im Büro ist ziemliches Sommerloch, meine Chefin ist im Urlaub, mein anderer Chef ab Freitag auch weg, viele Mandanten sind auch verreist. Es ist also wenig zu tun. Dafür gibts mal wieder Bauarbeiten im Haus *augenroll*, denn wie sollte es anders sein, als das jetzt nach der kompletten Sanierung des obersten Stockwerks auch noch ein weiteres Büro komplett entkernt und neu gemacht wird. 30 Jahre steht das Gebäude schon, aber natürlich werden 50 % der Flächen innerhalb von 6 Monaten grundrenoviert, sobald ich hier arbeite. Macht viel Spaß, zu Hause um 7 Uhr vom direkt unter dem Schlafzimmerfenster stehenden Bagger geweckt zu werden und dann im Büro den ganzen Tag ebenfalls Lärm zu haben. Keine Ahnung, wie lange das noch geht, bis Ende August vermutlich bei beidem, evtl auch länger. Das ist dann Baulärm seit letzten Oktober, mehr oder weniger durchgehend. So schön.

Ansonsten Stress, Stress, Termine, Termine. Der Umzug rückt näher, die Vermieterin hat schon wegen Terminen für Nachmieter angefragt, dann wieder der ganze Zirkus mit Strom und Telefon umziehen, etc. bla. Jeden Tag irgendwelche neuen Tasks, die aufploppen und erledigt sein wollen. Ich habe mir auch eigentlich vorgenommen, ab heute jeden Tag zumindest eine Kleinigkeit für den Umzug zu erledigen (vor allem erstmal Sachen aussortieren und sowas), ich hoffe, ich schaffe das. Hab jetzt schon keine Lust mehr auf den ganzen Mist.

Als Lichtblick immerhin viel Rollenspiel im Moment. Gestern war der zweite Termin unserer City of Mist-Runde und nachdem der erste noch so einige Startschwierigkeiten hatte, fand ichs gestern sehr cool und wir hatten viel Spaß. Vielleicht hitzebedingt etwas zu albernen Spaß, aber sei es drum. Ansonsten lese ich mich gerade durch gleich zwei neue Erzählspiele für Samstag. Puh. Ich hoffe, es lohnt sich. Mehr dazu dann hinterher.

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