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Jahresrückblick 2017

Silvester, ich hocke gerade in einem Hotel, weil ich dieses Jahr zu Silvester einfach nur irgendwo sein wollte, wo nicht geknallt und geböllert wird. Also Zeit, in Ruhe was als Jahresrückblick zu bloggen, nur Lust hab ich nicht gar so viel.

Das Jahr war so insgesamt schon ganz okay, wird aber nach wie vor überschattet davon, dass unsere neue Wohnung zwar sehr schön ist, sich aber in einem unfassbar hellhörigen Haus aus den Fünzigern befindet. Und nicht nur über uns immer noch zwei dauerhaft trampelnde Kinder wohnen, sondern die Wohnung unter uns seit Anfang Oktober renoviert wird. Ohne Ankündigung irgendwelcher Arbeiten. Von irgendwelchen schwarz arbeitenden Handwerkern, die um 14 Uhr mal anfangen und dann bis abends Lärm machen. Mit inzwischen mehreren Wanddurchbrüchen. Und ohne absehbares Ende. Wer jetzt findet, dass das nervig klingt, multipliziere das geistig nochmal mit 100, weil mein Migränegehirn ungefähr nichts so sehr nicht abkann wie dauerhaften Lärm und kann sich dann vielleicht vorstellen, wie meine Laune seit Oktober ist. Deswegen gab es hier auch so lange nix zu lesen. Nur darüber zu schreiben regt mich eh schon wieder auf, weil man nix dagegen tun kann, wenn halt zu den laut Hausordnung zulässigen Zeiten renoviert wird. Jeden Tag. Stundenlang. Seit 3 Monaten. Also außer Miete mindern, aber das träfe dann ja unsere Vermieterin, die sich sehr engagiert und nachdrücklich für uns eingesetzt und mit den renovierenden Deppen mehrfach telefoniert hat, um ihnen den Unterschied zwischen „Nachtruhe um 22 Uhr“ und „keine lauten Arbeiten nach 20 Uhr“ zu erklären *augenroll*. Ich hoffe einfach, dass es nun endlich bald ein Ende hat und bin ansonsten froh, dass ich ab übermorgen wieder arbeiten gehen „darf“ und dann wenigstens tagsüber nicht zu Hause bin. Achja, und ab Januar werden dann noch im gesamten Wohngebiet die Abwasserleitungen neu gemacht. Zusätzlich zum Umbau der gesamten Straße, der auch schon seit Juli läuft.

Letztendlich werden wir es wohl in der Wohnung noch ein bisschen aushalten müssen und parallel nach etwas Neuem suchen, was dann aber auch bitte so sein muss, dass man es dort aushält. Da die Lärmschutzbedingungen im Laufe der Zeit besser geworden sind, suchen wir jetzt also vor allem nach neueren Häusern (und ganz idealerweise einer Wohnung im obersten Stockwerk). Aber das wird sich wohl noch eine Weile hinziehen. Ist aber auch egal – selbst, wenn wir jetzt im Januar schon nen neuen Vertrag abschließen würden, wäre die Renovierung vermutlich durch, ehe wir ausgezogen wären. Ich versuche derweil mich nicht völlig davon zerrütten zu lassen, es ist aber alles andere als leicht. Leider habe ich seit Mitte November fast jeden Tag bis 20 Uhr irgendwo Zeit totschlagen müssen, was in sehr hohen Ausgaben für Restaurants und Cafés, sehr viel weniger Sport als ich das eigentlich wollte und sehr viel verspeisten Kuchen und Abendessen resultierte. Kriegt man auch nicht wieder, das Geld. Und die Zeit. Und die Nerven.

Joah, sonst … war ich gerade 2 Wochen meines 3 Wochen dauernden Urlaubs superfett erkältet, so dass ich davon auch nix hatte. Der Dezember entwickelt sich zu einem echten Hass-Monat bei mir, der war letztes Jahr schon megabeschissen.

Ab Januar habe ich dann eine semi-neue Arbeitsstelle: Meine (ehemals) 4 Chefs haben sich im Sommer endgültig zerstritten und 3 von ihnen eine neue Kanzlei gegründet und da fange ich im Januar an. Das gab natürlich noch einige Verhandlungen, so dass ich ab Januar etwas mehr Geld bekomme (erstmal) und später dann noch etwas mehr, außerdem sind die Arbeitszeiten etwas flexibler geworden und ich denke, das könnte alles ganz gut werden. Oder das totale Chaos. Aber das bleibt abzuwarten. Ich bin schon gespannt auf meinen neuen Arbeitsplatz.

Sonst war das erste halbe Jahr 2017 sehr vom Umzug dominiert. Die HeinzCon und die NordCon waren wieder schöne Erlebnisse im Rollenspielbereich, die trotz Umzug noch drin waren. Im Juni gab es dann noch einen sehr tollen Besuch bei den Vögten in Aachen, mit Rollenspiel und Grillen und Eis und Whiskey und im tollsten Nerd-Haus, das ich kenne. Außerdem war ich noch ein Wochenende in Berlin zum Rollenspielen und wir hatten auch viel netten Besuch in Hamburg. Sommer fiel dann ja so mehr oder weniger aus, ich kann mich jedenfalls an ungefähr 4 Tage erinnern, wo es mal warm und schön war. Sonst Regen und kalt oder schwül und gewitterig. Gah.

Im September waren wir dann ja im Schottlandurlaub, über den ich immer noch nicht gebloggt habe und der auch so semi-gut war. Es war kalt, es war nass, das weiß man vorher, aber durch den Nicht-Sommer vorher in Hamburg wäre ich eigentlich lieber ins Warme gefahren als ins kalte Schottland. Dann hatten wir noch unglaubliche Probleme mit den Unterkünften, weil es supervoll war. Und nach der Hälfte des Urlaubs war ich krank, weil kalt und windig und alles ungeheizt. Dann gab es noch Probleme mit dem Rückflug-Check-in und … es war einfach nicht erholsam so insgesamt. Vielleicht bin ich doch langsam bereit für All-Inclusive-Rundum-Sorglos-Cluburlaub. *seufz* Trotzdem hatte der Urlaub schon auch sehr viele schöne Momente und Schottland ist schon toll, so an sich.

Jetzt bin ich ganz froh über die Entscheidung, ohne große Feier, fernab von Feuerwerk und Böllern und mit einem Abendessen als einzigen weiteren Tagesordnungspunkt ins neue Jahr zu kommen.

Nun doch der übliche Fragebogen:

Zugenommen oder abgenommen?
Vermutlich insgesamt immer noch ab, auch wenn die letzten Wochen dabei NICHT hilfreich waren.

Haare länger oder kürzer?
Kürzer, nachdem Judith so nett war, mir im Juni ein gutes Stück abzuschneiden. Mal sehen, wann das nächste Mal was abkommt, momentan nerven die Haare nicht und sind auch noch nicht sonderlich kaputt.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Ist wohl gleichgeblieben.

Mehr Kohle oder weniger?

Das Gehalt blieb gleich, aber etliche teure Ausgaben kamen natürlich durch den Umzug hinzu. Insgesamt also wohl weniger.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr. Wie gesagt, Umzug und so. Der Schottlandurlaub war auch echt teuer.

Der hirnrissigste Plan?
„5 Leute haben mir gesagt, dass man in Schottland keine Unterkünfte vorher gebucht haben muss, dann wird das wohl stimmen, lass uns einfach SPONTAN SEIN.“ Spontan am Arsch. Der nächste Urlaub wird genauso sehr durchoptimiert und geplant, wie mein planungswütiges Hirn will.

Die gefährlichste Unternehmung?
Da fällt mir nix ein. Ich mach doch nix gefährliches.

Mehr Sport oder weniger?

Gute Frage, im Vergleich zum Vorjahr vielleicht ein bisschen mehr.

Die teuerste Anschaffung?

Neue Möbel.

Das leckerste Essen?

Das Essen in Schottland war durchgehend super, die Weihnachtsgans bei meinen Eltern sehr gut gelungen, ansonsten bin ich ein großer Fan von diesem Butter Chicken-Rezept geworden. Und der Brunch im Restaurant Engel zu Ostern war auch super. Ebenso wie das Essen im Tschebull, wo ich zweimal war.

Das beeindruckendste Buch?
The Handmaid’s Tale.

Das enttäuschendste Buch?
Im Sachbuch-Bereich das Fiakso-Kompendium, das mir zu viel generisches „macht halt was Cooles!“ ohne konrekte Anregungen war. An Romanen: The Martian. War ganz nett, aber die Haupfigur ging mir einfach derbe auf die Nerven.

Der beste Film?
The Last Jedi.

Liebste Serie?
Star Wars: Rebels und Agents of SHIELD. Nein, ich kann mich nicht zwischen den beiden entscheiden.

Der beste Theaterbesuch?
Ich war mal wieder gar nicht im Theater. Nur im Kabarett zu Weihnachten, das aber dieses Jahr mehr so naja war, leider.

Die beste Musik?
Ich höre ja eh nie was neues. Insofern der übliche Kram, der auf meinem Handy halt so wohnt.

Die meiste Zeit verbracht mit…?
… arbeiten und schlafen. Wie es halt so ist.

Die schönste Zeit verbracht mit… ?
… dem Herrn Mitbewohner, der DSA-Runde, den Vögten, den Mitnanduriaten, der Couch, dem Netflix.

Vorherrschendes Gefühl 2017?
„Ich will doch nur meine Ruhe.“

2017 zum ersten Mal getan?
Etwas bei YouTube hochgeladen. Auf dem Balkon gefrühstückt. Eine Umzugsfirma beauftragt. Einen Autounfall gebaut (nur ein ganz kleiner Blechschaden ohne Verletzte und ja, ich war eindeutig schuld. Aber alles schon geregelt.).

2017 nach langer Zeit wieder getan?
Die Star Wars-Prequels gesehen. Dinge aus meinem alten Kinderzimmer in der Hand gehabt. Wände gestrichen. Auf einen Berg gestiegen.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Migräne. Die weltpolitische Lage. Die ganze Scheiße mit der Wohnsituation.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Keine Ahnung.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Das fällt jetzt wohl ein bisschen unter angeben, aber Nautolanication war schon leider geil und sorgte glaub ich für Freude.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Ein Besuch im Escape-Room! Das war sehr cool.

Der folgenreichste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Keine Ahnung.

Der folgenreichste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Keine Ahnung.

2017 war mit 1 Wort…?
Halbwegs.

Vorsätze für 2018?
Weiter Spocht machen, weiter mein hyperaktives Nervhirn beruhigen, Wohnsituation noch eine Weile aushalten und dann hoffentlich endgültig verbessern, im halb-neuen Job dafür sorgen, dass da nicht alles in alte Muster zurückfällt. Rollenspieltechnisch mehr neue Sachen ausprobieren, besser spielen, vielleicht mal wieder was leiten. Mehr lesen. Irgendwo Urlaub machen, wo es warm ist.

So. Das wars.

Ich wünsch euch allen ein wunderbares, fantastisches, erfolgreiches, friedliches und gesundes Jahr 2018!

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2016 – Der persönliche Rückblick

Ja, heute ist schon der 01.01. und einen Jahresrücklick schreibt man ja eigentlich noch im alten Jahr … aber:

Tja, und das ist ja schon bezeichnend für das letzte Jahr. So viele Todesfälle von bekannten Personen gab es vermutlich lange nicht mehr in einem Jahr. Oder vielleicht wird man einfach nur älter und kennt einfach mehr der Leute, die es jetzt erwischt hat. Keine Ahnung. Aber ich hatte schon das Gefühl, dass auffällig viele Prominente gestorben sind. Teilweise welche, die mir persönlich nicht so viel bedeutet haben, deren Einfluss aber unverkennbar groß war (wie David Bowie oder George Michael), teilweise welche, bei denen ich es einfach krass fand (wie der noch sehr junge Anton Yelchin, der so tragisch von seinem eigenen Auto überfahren wurde) und teilweise halt auch welche, deren Tod mich sehr traurig gemacht hat. Ich bin immer noch komplett erschüttert und traurig über den Tod von Carrie Fisher. Ich weiß auch gar nicht so richtig, was ich dazu schreiben soll, deswegen lass ichs jetzt, sonst heul ich schon wieder.

Vielleicht haben all die Verstorbenen auch nur lieben der Planeten verlassen, bevor er endgültig vor die Hunde geht. Jedenfalls war 2016 auch das Jahr, in dem mein Glaube an die Menschheit mal so richtig verloren ging. AfD in Deutschland, Rechtsruck in ganz Europa, diverse Anschläge mit jedesmal vollkommen beschissenen Reaktionen darauf, Brexit, und als „Highlight“ dann die US-Wahl. Als bekannt wurde, dass Trump gewonnen hat, waren wir gerade auf Rollenspieltour in der dänischen Einöde, und am liebsten wäre ich gleich für die nächsten 4-8 Jahre dort geblieben. Wie das alles nun weitergehen soll, wie schlimm hier in Deutschland die nächste Bundestagswahl wird und ob ich nächstes Jahr keinen Jahresrücklick mehr schreiben werde, weil irgendein Vollidiot die Erde leider nuklear vernichtet hat … ich hab keine Ahnung. Vor allem hab ich auch keine Ahnung, was man so als Privatperson und kleines Licht überhaupt machen kann, um zu verhindern, dass hier nächstes Jahr auch die Nazis im Bundestag sitzen. Ich hoffe, dass sich da in den nächsten Wochen und Monaten vielleicht noch Ideen finden, die man unterstützen kann.

2016 endet jedenfalls für mich absolut negativ, die letzten Wochen waren eine absolute Katastrophe. Wir mussten unsere alte Katzendame nach zum Glück wirklich nur kurzer Krankheit einschläfern lassen. Dazu dann die Arbeit am Nandurion-Adventskalender, der dieses Jahr gut lief und auch nicht von mir hauptverantwortlich organisiert wurde, der mich aber auch dieses Jahr einfach sehr belastet hat, weil ich nicht aufhören konnte, ständig an irgendwelche noch offenen To-Do-Listen zu denken. Und ich hatte ab Ende November die schlimmste Migräneattacke meines Lebens (lustig, das kann ich fast von jedem Jahr rückblickend behaupten…), mit anderthalb Wochen krank mit Kopfschmerzen ohne Ende, 12 Tagen Cortisontherapie mit maximal 5-6 Stunden Schlaf pro Nacht und dann dem kompletten Zusammenbruch nach Absetzen des Cortisons, mit noch schlimmeren Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Bauchkrämpfen, Gliederschmerzen und Schüttelfrost. Bis auf die Kopfschmerzen verschwand dann alles nach Tagen so langsam, ich war wieder krankgeschrieben, dann kam wegen der nicht enden wollenden Kopfschmerzen noch ein Trip in die Notaufnahme dazu (wo ich die Menschen sehr faszinierte damit, welche Mengen an Schmerzmitteln absolut KEINEN Effekt auf mich hatten). Am Ende ist nun nach drei Wochen Ruhe mit möglichst wenig Stress langsam wieder alles gut, ich hatte jetzt zwischen den Feiertagen immerhin mal drei Tage am Stück ohne Migränetabletten nehmen zu müssen. Morgen gehe ich dann wieder arbeiten, was vermutlich wenig ersprießlich wird, weil vermutlich mindestens meine Kollegin und mein Arschlochchef mich jetzt wieder eine Woche lang passiv-aggressiv daran erinnern, dass ja alles liegen geblieben ist, weil ich nicht da war und ich außerdem damit rechne, spätestens morgen zum Feierabend nach 8,5 Stunden Lärm- und Stressbeschallung wieder im Migräneland angekommen zu sein.

Jo, die Arbeit war auch dieses Jahr wieder ein steter Quell von Freude und Heiterkeit … nicht stattfindende Kommunikation, ewiges Aufschieben von anstehenden Notwendigkeiten (wie das Suchen von neuen Aushilfen, wenn klar ist, dass ab Zeitpunkt X die aktuellen aufhören), generell das ganze Thema Aushilfen (es ist unfassbar, wie viele Leute mit Abitur und teilweise abgeschlossenem Studium es nicht schaffen, die simpelsten Tätigkeiten in einem Büro auszuführen, und ich rede da von Sachen wie „die richtigen Briefmarken auf die richtigen Umschläge kleben“ und ähnlichen Raketenwissenschaften…) war einfach ein absolutes Destaster. Ich habe dieses Jahr 8 Leute eingearbeitet … vermutlich kann man mich inzwischen nachts um drei wecken und ich kann immer noch meine „So-funktioniert-die-Telefonanlage“-Nummer aufsagen. Dass es nicht besser mit der Arbeitsüberlastung wird, wenn man 30 Stunden Azubi-Arbeitszeit durch 20 Stunden Aushilfs-Arbeitszeit ersetzt und dann die Hälfte des Jahres selbige entweder ganz ausfällt oder von komplett unfähigen Leuten ausgführt wird, sollte auch klar sein. Es war jedenfalls mal wieder ein beschissenes Jahr, was den Job angeht, gefühlt wirds auch jedes Jahr schlimmer. Ob ich 2017 nun wirklich mal versuche, was anderes zu machen, wird sich dann zeigen. Das Potenzial, sich noch zu verschlechtern, ist leider durchaus vorhanden. Falls mich überhaupt einer einstellen würde, immerhin bin ich ja 31 und werde natürlich demnächst anfangen, mit meinem imaginären Ehemann viele imaginäre Kinder in die Welt zu setzen … oder so. Wobei ich nach wie vor hoffe, dass das in einem Beruf, in dem man eh keine leitende Position hat und Schwangerschaftsvertretungen üblich und an der Tagesordnung sind, nicht ganz so sehr ins Gewicht fällt. Ach, ich hab keine Ahnung. Es kann jedenfalls sein, dass der Mitbewohner und ich nun doch mal a) gucken, ob wir hier in der Nähe eine etwas größere Wohnung finden oder b) unsere jetzige Wohnung grundlegend renovieren, was in beiden Fällen so viel Stress werden wird, dass ein gleichzeitiger Jobwechsel vermutlich damit endet, dass einfach mein Kopf explodiert.

Was mich zu der nächsten Erkenntnis des Jahres führt, nämlich der, dass mein blödes Migräne-Gehirn wirklich nicht so ganz läuft wie die Hirne von anderen Leuten. Ich hab mich eigentlich immer bemüht, mich nicht von der Kack-Migräne allzusehr ausbremsen zu lassen, allerdings nimmt es halt mehr und mehr zu, dass ich auch ohne die eigentlichen Kopfschmerzen merke, dass ich Dinge einfach nicht so kann wie andere. Natürlich kann jeder Dinge besser oder schlechter oder ist empfindlich für andere Sachen, aber in letzter Zeit fällt mir immer mehr auf, wie … anders mein Kopf sich dann doch verhält. Zum einen ist das halt absolute Lärmempfindlichkeit – wenn jemand in meiner Nähe eine Papiertüte zusammenknüllt, ist das für mich schon so, dass ich mir die Ohren zuhalten will. Zum anderen halt die Unfähigkeit, Sachen auszublenden, wie z. B. ein kleines Lämpchen irgendwo in der Ecke vom DVD-Player … wenn ich das sehen kann, kann ich mich nicht auf den Fernsehbildschirm konzentrieren. Und vor allem, und das ist das Schlimmste, meine absolute Unfähigkeit, nicht wegen kommender Ereignisse und zu planenden Dingen komplett auszuflippen. Im Sinne von „ich liege bis 2 Uhr nachts wach, weil ich darüber nachdenke, was ich für Ereignis X noch organisieren muss und was bei Sache Y wohl schiefgehen kann und wo wir gerade dabei sind, hier ist noch eine Liste von 17 anderen To-Do-Dingen, die noch offen sind“. Das Ganze macht mich übrigens nicht produktiver, denn nachdem ich dann so lange über irgendwelchen Organisationsplänen wachgelegen habe, bin ich am nächsten Tag meistens zu müde, um irgendwas davon umzusetzen. Das … nervt. Insofern werde ich wohl mal schauen müssen, ob mein überdrehtes Panikhirn nicht mit irgendwelchen Sachen mal ein bisschen zu beruhigen ist. (Fun fact nebenher: Viele Leute, die mich im Real Life kennen, behaupten von mir, ich sei ja eher so sehr ruhig und gelassen und sicher, während in meinem Kopf eigentlich permanent ein Eichhörnchen auf Speed wohnt und mir tausend wirre Gedanken ins Hirn brüllt. Ich frage mich ehrlich, wie diese Wahrnehmung von mir nach außen ankommt.)

Hurra, das waren jetzt 5 lange Absätze über Dinge, die kacke waren. Äh, ja. Tja. Was übrigens auch noch kacke war: 2016 war das absolute Jahr der Reisepannen. Da war alles dabei, von eher nervigen Flugverspätungen über „bei Gewitter 2 Stunden auf dem Rollfeld festsitzen“ bis hin zu einem komplett gestrichenen Flug (dessen Kosten wir von Air Berlin – fliegt bloß nicht mit denen, never!  – wohl nie wiedersehen werden) und dem defekten Mietwagen, mit dem wir in Italien mitten auf einer vielbefahrenen Hauptstraße in Siena liegenblieben, um danach in einer siebenstündigen Odysee der Mietwagenfirma ein Ersatzauto aus den Rippen zu leiern.

Irgendwie habe ich diesen Artikel angefangen, um auch nochmal für mich festzuhalten, was an 2016 GUT war, aber nun habe ich doch erstmal ausgiebig gemotzt. Hm. Das Jahr hatte aber trotzdem auch schöne Momente. Ein wirklich toller Urlaub in London, zwei schöne Rollenspielcons, das mehrmalige Wiedersehen von ehemaligen DSA-Mitspielern. Ein trotz Flugpleiten toller Besuch in Stuttgart mit Besuch der Comic-Con und tollem Fiasko-Abend mit schwäbischem Essen bei Nandurion-Kollege Vibart, ein cooles Rollenspielwochenende mit Ebenfalls-Mitnanduriat Cifer. Generell viele gute Rollenspielsitzungen. Eine Wanderung auf den Bergwegen der Cinque Terre, die vor allem deshalb toll war, weil ich sie schlicht vor gar nicht langer Zeit nicht imstande gewesen wäre zu absolvieren. Viele, viele Stunden, die ich im Sommer im Park auf der Wiese gelegen habe, lesend oder Podcast hörend. Spontane Abende im Biergarten. Viele großartige Frühstücke mit leckerem Essen vom Wochenmarkt. Spaziergänge an der Ostseeküste. Unglaublich viele gute Serienfolgen. Steak-and-FEELS-Night mit Anna. Auch ein Pluspunkt: Twitter. So viele lustige Gespräche, Diskussionen (die teilweise hier im Blog weitergeführt wurden), generelles Up-to-date-bleiben bezüglich vieler Leute, die ich mag. Und natürlich die eigentlich durchgehenden Twitter-DM-Gespräche mit Judith. Dass ab und an hier jemand meine Beiträge mag oder kommentiert, freut mich natürlich auch sehr.

Ansonsten, und es ist mir eigentlich sehr unangenehm, darüber zu schreiben, aber: Sport. Im Sinne von: Ich machte welchen. Regelmäßig. Schwimmen und Joggen und Yoga nach YouTube-Videos. Ja gut, viel mehr gibt es dazu auch nicht zu sagen, aber es ist auf jeden Fall ein Novum für mich, das länger als nen Monat am Stück durchzuhalten, und auch wenn gerade natürlich alles total ins Stocken geraten ist durch die fast 4 Wochen krank sein und die Feiertage, hoffe ich, dass ich auch in diesem Jahr weiter regelmäßig was mache. Vor allem, um vielleicht endlich die Rückenschmerzen und die Migräne einzudämmen.

Nun muss ich noch über Star Wars reden, denn 2016 war vor allem das Jahr, in dem ich zum hoffnungslosen Star Wars-Fangirl wurde. Auch wenn ich die alte Trilogie mochte (die Prequels jetzt eher … nicht so), war ich nie so ein totaler SW-Fan. Das hat sich erst mit Episode 7 geändert, den ich wirklich unglaublich großartig finde – der erste Film seit Return of the King, den ich mehr als einmal im Kino gesehen habe. Dann war praktischerweise ja direkt nach dem Kinostart auf einmal die Clone Wars-Serie auf Netflix verfügbar. Und dann kam Judith und sagte mir „gehe hin und gucke Rebels“ und ich tat es und dann war ich auch endgültig durch den Kaninchenbau in eine weit, weit entfernte Galaxis gefallen. Und das war sogar noch, bevor Tharun-Marcus mich davon überzeugte, die Star-Wars-Kampagne des One Shot Podcasts zu hören. Das Jahr war jedenfalls sehr geprägt von Star Wars, über Romane und Comics lesen, Star Wars-FATE spielen, Clone Wars und Rebels gucken, den Star Wars-YouTube-Kanal verfolgen, auf Rogue One hinfiebern bis hin zur wohl nerdigsten Aktion von allen, nämlich meinem Ezra-Bridger-Cosplay auf der Comic-Con in Berlin. Und: I REGRET NOTHING! Es fühlt sich einfach gut an, einer fiktiven Welt so verfallen zu sein, vor allem jetzt, wo sie mit so viel neuem Material gefüllt wird.

Puh. Okay, ich glaube, jetzt füll ich noch den üblichen Fragebogen aus und dann lass ichs gut sein.

Zugenommen oder abgenommen?
Abgenommen.

Haare länger oder kürzer?
Kürzer. Aber immer noch lang. Demnächst gehts aber mal wieder zum Friseur, wobei auch da kein Kurzhaarschnitt entstehen wird.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Ist wohl gleichgeblieben.

Mehr Kohle oder weniger?

Ich arbeite nach wie vor 80 %, habe aber eine kleine Gehaltserhöhung bekommen. Aber wirklich eine kleine, daher: unwesentlich mehr.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Ich glaube fast, mehr. Der London-Urlaub war schon ziemlich teuer und der Sommerurlaub auch nicht billig. Und dazu kam dann ja noch ein Flug nach Stuttgart, eien Fahrt nach Berlin und so manches andere.

Der hirnrissigste Plan?
„Fahren wir doch mal nach Siena zum Supermarkt und schauen, ob das Auto immer Probleme hat, wieder anzuspringen.“ Wir so im Italienurlaub.

Die gefährlichste Unternehmung?
Da fällt mir nix ein.

Mehr Sport oder weniger?

Mehr.

Die teuerste Anschaffung?

Ich denke und denke, aber mir will nix einfallen, was insgesamt wohl teurer war als die Bestandteile für mein Cosplay-Outfit.

Das leckerste Essen?

Ungefähr alles, was es in Italien so gab, das Steak Dinner bei Hawksmoor in London, und natürlich die jährliche Weihnachtsgans bei meinen Eltern.

Das beeindruckendste Buch?
Ich habe ja leider wieder recht wenig gelesen. Hm. Am beeindruckendsten fand ich vermutlich die Autobiographie von Felicia Day.

Das enttäuschendste Buch?
Der „Ahsoka“-Roman.

Der beste Film?
Puh. Schwer. Da schwanke ich doch sehr zwischen „Captain America – Civil War“ und „Rogue One“.

Liebste Serie?
Star Wars: Rebels und Agents of SHIELD. Nein, ich kann mich nicht zwischen den beiden entscheiden.

Der beste Theaterbesuch?
„Wicked“ im Apollo Victoria in London.

Die beste Musik?
Ich fürchte, ich hab ja 2016 kein einziges Lied gehört, was ich noch nicht kannte. Am meisten gehört vermutlich immer noch das letzte Florence and the Machine-Album.

Die meiste Zeit verbracht mit…?
… dem Herrn Mitbewohner und ihrer Majestät der Katze.

Die schönste Zeit verbracht mit… ?
… dem Herrn Mitbewohner und ihrer Majestät der Katze.

Vorherrschendes Gefühl 2016?
„The world is coming undone.“

2016 zum ersten Mal getan?
Einen Podcast gehört. Selbst in einem zu Gast gewesen. London besucht. Joggen gewesen. Cosplay gemacht. RPG übers Internet gespielt.

2016 nach langer Zeit wieder getan?
In der Notaufnahme gewesen. Urlaub in einer richtig warmen Gegend gemacht.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Migräne. Die weltpolitische Lage. Abschied vom Katz.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Keine Ahnung.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Tja, keine Ahnung. Ich glaub, der Mitbewohner mag das Star-Wars-Doctor-Who-Crossover-Shirt, was ich ihm zu Weihnachten geschenkt habe.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Geräuschunterdrückende Kopfhörer, das Geburtstagsgeschenk vom Mitbewohner. Die Dinger sind ein absoluter Segen.

Der folgenreichste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Keine Ahnung.

Der folgenreichste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Keine Ahnung.

2016 war mit 1 Wort…?
Schlimm.

Vorsätze für 2017?
Weiter Spocht machen, mein hyperaktives Nervhirn beruhigen (s. o.), Wohnsituation verbessern, Jobsituation verbessern, entweder durch Wechsel oder durch noch-viel-weniger-nen-Scheiß-drum-kümmern, ob in dem Chaosladen irgendwas funktioniert. Weniger übertriebene Perfektionismus-Ansprüche an mich stellen. Runterkommen, ganz allgemein.

So. Das wars.

Ich wünsch euch allen ein wunderbares, fantastisches, erfolgreiches, friedliches und gesundes Jahr 2017!

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Eingeordnet unter Bücher, blabla, Fangirl

The Blogstöckchen strikes back

Aller guten Dinge sind vier … oder so. Jedenfalls wurde mir zum vierten Mal (in diesem Jahr ein Blogstöckchen zugeworfen, diesmal vom Blog Quest in Peace (großartiger Name für ein Rollenspielblog, übrigens!). Und natürlich antworte ich auch dieses Mal.

Mit welchem deiner Charaktere würdest du gerne einen Abend zu zweit verbringen?

Uff, schwere Frage, ich mag ja die meisten von ihnen. Und sie hätten alle so ihre Vor- und Nachteile. Mein Koch zum Beispiel könnte mir ein grandioses Essen kochen, ist aber scheiße im Smalltalk und hat ein gruseliges rauchendes Auge. Mein Schauspieler sieht herausragend aus und ein Abend mit dem und ein paar Cocktails würde bestimmt … nett. Andererseits hat er ein viel zu großes Ego. Bei meiner Schreiberin würde der Abend vermutlich mit interessanten Gesprächen anfangen, aber damit enden, dass ich versuche, ihren Helferkomplex und ihre Verlustängste zu kurieren, und das würde bestimmt grandios schiefgehen. Meine Skaldin könnte ein  unglaublich tolles Privatkonzert für mich geben, allerdings könnte es sein, dass sie mir auch aus Versehen meine Zukunft vorhersagt und das will ich doch alles gar nicht wissen. Meinem Magier würde ich gerne ein paar Beziehungstipps geben, aber wäre das ein gelungener Abend?

Ernsthaft in Erwägung ziehen würde ich drei Charaktere: Bert, meine Söldnerin, weil es garantiert ein lustiger, unkomplizierter Abend mit jeder Menge Spaß wäre. Geraldine, meine Agentin aus der Königsmacher-Kampagne, würde ich gerne kennenlernen, damit ich es vielleicht endlich schaffe, sie so dazustellen, wie ich es eigentlich immer wollte. Und Yasine, meine allererste Heldin, die ich 4,5 Jahre lang in der Jahr des Feuers-Kampagne gespielt habe, ist einfach einer der Charaktere, denen ich mich am verbundensten fühle. Insofern würde ich vermutlich letzten Endes sie wählen, auch deshalb, weil ich sie aktuell nicht mehr spiele.

Bevorzugst du eher regellastige oder regelarme Systeme?

Da kann ich mich gar nicht so genau festlegen. Ich spiele nach wie vor supergern DSA 4.1, was man ja nur als sehr regellastig bezeichnen kann. Ich spiele zwischendurch aber auch gerne mal FATE oder was fast regelfreies wie Fiasko, auch The Pool fand ich ein nettes System für One-Shots. Allerdings habe ich festgestellt, dass ich für Runden, die länger als einen Abend dauern, doch schon gerne ein bisschen mehr Regelkram habe. Wir haben mal versucht, ein längeres Abenteuer mit The Pool zu spielen und das fand ich irgendwann zu handwedelig und auch ohne gute Möglichkeiten, den Charakter zu verbessern. Ganz so detailliert wie DSA muss es gar nicht sein, aber so ein Mittelding mit halbwegs komplexen Regeln, die trotzdem halbwegs schnell zu erklären und zu handhaben sind, finde ich gut. Also zum Beispiel sowas wie Ubiquity oder das Edge of the Empire-System.

Wie würde dein Traum-Spielleiter seine Runden leiten?

Jetzt kommt wieder der Teil, wo ich unseren SL lobhudele, denn meiner Meinung nach macht er das schon einigermaßen perfekt. Er kennt die Regeln besser als wir alle (ohne das irgendwie raushängen zu lassen), steckt supertief im DSA-Hintergrund drin, kann sowohl gekaufte Abenteuer super auf die Runde anpassen als auch tolle eigene Plots überlegen, versucht Wünsche der Spieler über die Charakterentwicklung zu berücksichtigen und regt auch selber Sachen an, die er cool für die SC fände. Er kann, das bewundere ich sehr, fast druckreif aus dem Stegreif sprechen, stellt NPCs gut und vielseitig dar, sucht für jede Spielsitzung passende Musik raus, bastelt „Titelbilder“ (die dann für das aktuell gespielte Abenteuer außen am Meisterschirm hängen) und Handouts. Man kann ihn quasi mit nix, was die SC tun, wirklich aus dem Konzept bringen. Ja sorry, ich bin ein Fangirl, unser Spielleiter ist toll. Er könnte es nur noch optimieren, wenn er irgendwann seinen Führerschein macht – dann müsste ich nicht jede Woche noch spätnachts das Auto nach Hause lenken. 😉

Du spielst zusammen mit vier Promis Pen and Paper. Welche drei Prominente werden deine Mitspieler und welcher dein Spielleiter?

Die Frage kommt irgendwie ständig bei sowas und ich finde sie recht schwer zu beantworten, man weiß ja nicht, wie welcher Promi privat so drauf ist. Deswegen sag ich jetzt mal: Ich würde, auch wenn das eher Prominenz unter Rollenspielern ist, unfassbar gerne mal mit den 4 Leuten von Oneshot Campaign spielen, auch gerne genau in der Besetzung, was SL und Mitspieler angeht.

Du wirst in dein Lieblings-PnP-Rollenspielsystem gesaugt. Wo landest du und welche Rolle (Klasse) würdest in der Welt übernehmen?

Ich lande in Aventurien, vorzugsweise nicht in der letzten Einöde, sondern in einer coolen Stadt wie Gareth oder Vinsalt oder so. Dort würde ich dann als „Klasse“/Profession vermutlich ähnliches sein wie in der realen Welt – bei DSA gibts ja zum Glück nicht nur Krieger-Magier-Streuner, sondern auch genug alltägliche Berufe. Insofern wäre ich wohl Schreiberin, wie meine Heldin Curima, oder so etwas in der Art. Es sei denn natürlich, ich hätte ganz viel Glück und könnte auf einmal zaubern oder irgendein  Gott fänd mich cool genug, um mich zu weihen.

Für welches System könnte, deiner Meinung nach, gar nicht genug Material erscheinen?

Tja, das ist so eine Sache, einfach nur „viel Zeug“ ist ja auch nicht ganz das Wahre. Zum Beispiel erscheint gerade ganz viel Kram für DSA, aber da ich DSA5 ja blöd finde, hab ich da nur was von, wenn man die Sachen problemlos auch für DSA4 benutzen kann. Und es ist ja auch immer die Frage, ob man ganz viel Ergänzungen und Zusatzbände und Kaufabenteuer überhaupt braucht oder ob man ganz froh ist, wenn man sich 1 oder 2 Bücher kauft und dann wars das auch erstmal und man kann damit 3 Jahre spielen.

Aber okay, um die Frage trotzdem zu beantworten: Da ich gerade so sehr im Star Wars-Wahn bin, kann gerne noch viel mehr Zeug für Edge of the Empire bzw. die beiden anderen Settings erscheinen. Zumal das da auch sehr optional ist und meist einfach weitere Spielmöglichkeiten bietet und man auch mit dem Grundbuch schon vermutlich sehr lange spielen kann.

Welches Universum verdient seine eigene Pen and Paper Umsetzung?

Auch diese Frage habe ich, glaub ich, schon mal beantwortet, aber egal. Generell gibt es inzwischen ja genügend Universalsysteme wie FATE, mit denen man jegliches Setting bespielen kann. Spannend finde ich eine eigene Regelumsetzung immer dann, wenn das Universum auch etwas hergibt, was eine eigene Regelmechanik rechtfertigt.

Jedenfalls bleibe ich mal bei meiner Antwort vom letzten Mal: Ich hätte gerne ein PnP-Rollenspiel zur Fernsehserie Defiance. Das Setting bietet eine Sci-Fi-Dystopie in einem meiner Meinung nach sehr interessanten Zeitraum, nämlich dem, wo die Aliens gerade weder just mit Angriff drohen noch schon seit Jahrhunderten mit Menschen zusammenleben, sondern eben gerade erst vor ein paar Jahren angekommen sind. Die verschiedenen Alienspezies finde ich alle ziemlich cool, außerdem gibt es witzige Techniksachen und halt eine wilde Mischung aus restlicher menschlicher Zivilisation, wild terraformter Natur und fremder Alienkultur. Das würde ich wirklich gerne mal spielen.

Welches ist deine Lieblingsfantasyrasse und wieso?

Ich selber spiele am liebsten Menschen, weil mich die biologischen Abweichungen bei anderen Spezies immer irgendwie aus dem Spiel reißt. Wenn ich ständig dran denken muss, dass „ich“ nur 1,40 groß bin, im Dunkeln sehen kann und beim Geruch von Brot kotzen muss, komm ich nicht in Spiel rein. Ab und zu spiele ich schon mal Spezies,  die keine Menschen sind, aber denen halt recht ähnlich. Twi’lek zum Beispiel.

Abgesehen von den eigenen Charakteren wären bei meinen Lieblingsspezies die Neristu sehr weit vorne, die gehören zu DSA-Myranor und ich finde sie cool, weil sie ziemlich originell sind und mir noch nicht aus tausend anderen Fantasybüchern bekannt vorkommen. Neristu sind Humanoide mit vier Armen, blauer Haut und drei Nasenlöchern, die nachtaktiv sind und im Dunkeln sehen können. Sie haben eine ziemlich großartige Kultur, sind oft als sehr zwielichtig verschrien (was daran liegen könnte, dass es bei ihnen ganz offiziell sowas wie eine Gilder der Giftmischer oder Kopfgeldjäger gibt *g*), besitzen eine sehr interessante Glaubenswelt und sind untypisch, aber nicht zu fremdartig-abgefahren.

Gibt es eine bestimmte Art von Plot, die du bevorzugst, z.B. Intrigen, Kämpfen, Investigation?

Ich mag alles, bei dem man Mitdenken und Rätseln kann/muss. Also Detektivabenteuer, Intrigen, Rätsel lösen usw. Wobei auch kampflastige Abenteuer natürlich cool sein können, wenn entweder eine taktische Komponente dabei ist (und die SC auch in die Planung einbezogen werden) oder dabei einfach eine Stimmung gut rüberkommt, wie z. B. in einer großen Schlacht. Großartig finde ich auch so soziale Herausforderungen, also sowas wie sich verkleidet auf einen Ball einzuschleichen oder dergleichen.  Oder generell so heimliche Aktionen mit rumschleichen und verkleiden und verstellen. Was ist nicht so mag, sind reine Reiseabenteuer oder irgendwas, was zum Großteil aus Zufallsbegegnungen besteht (was bei Reiseabenteuern leider oft der Fall ist). Meist ist ein Abenteuer ja aber ohnehin eine Mischung aus verschiedenen Elementen.

Was steht bei dir beim Rollenspiel im Vordergrund: Spaß oder Immersion?

Ich verstehe die Frage nicht ganz, denn maximalen Spaß habe ich bei höchstmöglicher Immersion.

Aber vermutlich isses so gemeint, dass man sagen soll, ob man lieber versucht, ernsthaft-immersives Rollenspiel zu machen oder eher so Bier-und-Brezel-mäßig mit viel Gelächter spielt. In dem Fall: Sehr viel lieber ersteres, auch wenn es natürlich nicht immer und vor allem nicht am Stück durchzuhalten ist. Zumindest habe ich es noch nicht erlebt, dass in einer Spielsitzung gar nicht rumgeblödelt würde, aber das mag auch an der Dauer unserer Spielrunden liegen, die meist so irgendwo bei 8 Stunden aufwärts liegt. So lange kann man keine superernsthafte Stimmung aufrecht erhalten. Am liebsten mag ich es eigentlich, wenn lustige Situationen und witzige Sprüche aus dem Spiel heraus und zwischen den Charakteren entstehen. Aber natürlich kommt Outgame-Gelaber und dumme Flachwitze und Wortspiele trotzdem vor und auch öfter von mir selbst ausgehend als mir das eigentlich lieb ist. Aber ich finde, das muss man entspannt sehen. Wenn man so wie meine Runde fast jeden Samstag spielt, dann kann nicht jeder Spielabend das Highlight schlechthin sein, manchmal ist es auch ein Abend, um Pizza zu essen, vorm Spiel 2 Stunden lang über Serien und Computerspiele zu quatschen und 15 saudoofe Wortspiele zu machen. Trotzdem freue ich mich immer, wenn das mit der Immersion und dem Drama und so richtig gut klappt.

Jemand fragt dich, was Pen and Paper überhaupt ist. Antworte in einem Satz.

„Eine Art Mischung aus interaktiver Geschichte, Laienschauspiel und Gesellschaftsspiel – wie genau das aussieht, kann man sich auch im Internet anschauen.“

Nun ist es wieder an der Zeit, Leute zu nominieren! Langsam wird es echt schwer, es hatte ja gefühlt jeder schon das Stöckchen mindestens einmal.

Ich nominiere natürlich wieder Judith (mit oder ohne Christian), weil ich ein böser, gemeiner Mensch bin. Und außerdem auf eigenen Wunsch Julie und Sal. Und wenn sie mögen, auch den GM Raphi und den Nur-den-Tim. Und zwar mit folgenden Fragen:

  1. Welches Rollenspielprodukt in deinem Besitz bedeutet dir am meisten und warum?
  2. Welches Fantasy/SciFi-Klischee hängt dir total zum Hals raus?
  3. Womit schafft es ein Rollenspiel-Mitspieler, dass du ihn/sie sofort aus der Runde werfen willst?
  4. Wie findest du Let’s Plays, also Videos von echten Spielrunden? Schaust du welche? Stellst du selber welche online oder könntest du dir das vorstellen?
  5. Abseits des Rollenspiels: Was ist dein liebstes Brett- oder Kartenspiel für einen gemütlichen Spieleabend?
  6. Lagepläne, Battlemaps und Miniaturen für Kämpfe im PnP – yay oder nay?
  7. Du kriegst einen Haufen Geld und genügend Freizeit, um einen Fantasy- oder SciFi-Roman zu schreiben. Was wird es? Wo spielt es? Was sind die Hauptfiguren?
  8. Gibt es Musik, die du, abseits von Hintergrundmusik für Sitzungen, mit Rollenspiel oder deinen Charakteren verbindest?
  9. Regeln auf dem Tablet, Software zum Musikabspielen oder gleich reine Online-Runden: Wie viel Technik gehört für dich zum Rollenspiel?
  10. Wie kamst du eigentlich zum Bloggen?
  11. Wie sehr befasst du dich im Internet mit Rollenspielinhalten (Blogs, Foren, Videos usw.)?

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#RPGaday2016: Tag 23 bis 31

RPGaDAy2016

Ich hab ja eigentlich weder Zeit noch Nerv, aber ich will die Aktion auch irgendwie nicht so in der Mitte abbrechen.

Dann also noch schnell die restlichen Fragen:

23. Teile eine Geschichte, bei der du echt Pech hattest.

Da fällt mir als erstes wieder eine Klettern-Story ein: Die Helden klettern an einem Seil einen lotrechten Schacht hoch. Trotz eines recht hohen Wertes verkackt mein Charakter natürlich die Probe, rutscht ab, kann sich mit einer Körperkraft-Probe noch eben festhalten, darf eine zweite Kletternprobe würfeln – und patzt. Abwärts gings in den dunklen Schacht. Dort unten wohnte eine Riesenspinne, die fand, dass meine Heldin wie lecker Essen für ihren Spinnennachwuchs aussah. Der Krieger der Gruppe, der heldenhaft mit Fackel in den Schacht kletterte, fand meinen SC also komplett in Spinnenweben eingesponnen und von kleinen Babyspinnen schon leicht angeknabbert … und ich durfte mir danach „Angst vor Spinnen“ als neuen Nachteil aufschreiben *g*.

24. Welches Spiel verschenkst du am ehesten an andere?

Ich glaube, ich hab erst einmal ein Rollenspielbuch verschenkt und das war Fiasko. Ansonsten haben wir natürlich auch gerne mal dem SL unserer Runde irgendwelche Abenteuer und sonstigen Bände zum Geburtstag geschenkt, aber da er inzwischen so ziemlich alles im Regal stehen hat, was bis zum Ende von DSA4.1 erschienen ist, hat sich das inzwischen auch eher erledigt.

25. Was macht einen guten Charakter aus?

Ein Mindestmaß an Hintergrund, einige deutliche Schwächen (die ich auch wichtiger finde als Stärken – zumal sich das im Laufe der Zeit ja meist eh noch entwickelt), eine gute Mischung aus sofort sicht- und spürbaren Besonderheiten und erst nach und nach zu entdeckenden Geheimnissen, Hintergrundinformationen und dergleichen.

26. Welche Hobbies passen gut zum Rollenspiel?

Am besten solche, die nicht zu viel Zeitaufwand und regelmäßige Termine erfordern, weil dann die Rollenspieltermine drunter leiden :p .

Ansonsten können auch Hobbies, die eigentlich voll passend klingen, wie Hobbyhistoriker oder Sportfechter, gerne dazu führen, dass das Rollenspiel durch viele „Also eigentlich ist das ja voll inkorrekt, weil….“s unterbrochen wird. Insofern weiß ich nicht, welches Hobby da nun total toll zum Rollenspiel passt, wobei man mit Lesen und Filme/Serien schauen natürlich nix falsch macht, des Inputs wegen. Achso, und Freude an sowas zu haben wie Musik zusammenschneiden oder Soundfiles erstellen ist natürlich sehr praktisch. Ach halt, ein Hobby fällt mir natürlich noch ein: Zeichnen können! Was würde ich drum geben, in der Lage zu sein, meine Charaktere zeichnen zu können.

27. Ungewöhnlichster Ort/Umstand, an dem du je gespielt hast?

Ähhh. Ich glaub, ich hab bisher immer nur so ganz langweilig halt in irgendwelchen Wohn- und Esszimmern oder auf Cons gespielt.

28. Bei welchem Buch/Film/Serie warst du am meisten überrascht, dass ein Freund es/ihn/sie nicht kannte?

Keine Ahnung. Ich kenn selber so vieles nicht.

29. Wenn du an einem beliebigen Ort auf der Erde spielen könntest, wo wäre das?

Am besten in einem fetten schottischen Schloss, in einem mittelalterlichen (aber warmen!!!) Saal mit Kerzenleuchtern und massivem Holztisch. Und Live-Barden. Und leckerem Essen, das am Tisch serviert wird. Ja, das wär schön.

30. Beschreibe den idealen Rollenspielraum, wenn unendlich Budget zur Verfügung stände.

Äääääh. Mal abgesehen vom schottischen Schloss … auf jeden Fall mit einem supergeilen bequemen Sessel/Sofa/Stuhl für jeden nach Wahl, dazu ein großer Tisch, eine gescheite Soundanlage für Musik, evtl. noch ein Bildschirm fürs Einblenden von Bildern oder Handouts, farbiges Licht zum Einstellen … hm. Okay, viel mehr fällt mir da gar nicht ein und 90 % davon hat unser Spielraum eh schon … ich bin wohl anspruchslos.

31. Der beste Tipp, der dir jemals für dein Lieblingssystem gegeben wurde?

Vertraue niemals einem automatisch rechnenden Datenbogen. (Irgendwann mal in Anfangszeiten gehabt, dann drauf hingewiesen worden, dass die öfter Mist bauen, das überprüft, teilweise pro Held mehrere 100 verschwundene AP gefunden. Seitdem nur noch mit Stift und Taschenrechner und per Hand.)

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#RPGaDay 2016: Frage 4 bis 10

RPGaDAy2016

Nach einem schönen und anstrengenden Wochenende mit Besuch und viel Rollenspiel komme ich jetzt  mal dazu, die nächsten Frage zu beantworten.

Frage 4: Das beeindruckendste, was ein Charakter eines anderen Spielers getan hat?

Das war dann wohl der praiosgefällige Krieger, der sich mit einem stilechten „Lauft, ich halte es auf!“ einem wirklich üblen Monstrum in den Weg stellte. Vor dem die Gruppe eigentlich weglaufen sollte. Aber weil er dann so heroisch war, ist der andere Krieger ihm dann doch zur Hilfe geeilt und mit vereinten Kräften und echt viel Würfelglück wurde das Viech dann tatsächlich besiegt. Aber das konnte der Spieler ja vorher nicht wissen und insofern war es sehr beeindruckend dass sich der Krieger quasi seinem eigenen Tod gestellt hat.

Frage 5: Welche Geschichte erzählt deine Gruppe über deinen Charakter?

Pfhhhhrt. Meinen Charakter? Ja, welchen denn von den ungefähr 10, die ich regelmäßig spiele?

Mein Antimagier hatte ungefähr 5 Jahre lang den Spitznamen „Corvinus der Nutzlose“, weil … naja, Antimagie halt. Inzwischen kann er so einiges und hat nach dem Oron-Aranien-Krieg, wo er wirklich einiges gerissen hat, jetzt den versöhnlichen Namen „Corvinus der nicht mehr ganz so Nutzlose“ erhalten.

Über meine Agentin erzählt die Gruppe meist die leicht verstörenden Dinge, die sie getan hat. Sie ist mal nach nem Kampf mit dem Kopf eines erschlagenen Feindes in der Hand über eine Waldlichtung getanzt, weil ihr Kriegstrauma voll durchschlug. Das wird ihr wohl ewig nachhängen.

Über meine Schreiberin in der Lamea-Kampagne: Vermutlich die Geschichte, wie sie sich beim ersten Einsatz ihrer neuen tollen Dolche selbige in den Arm rammte und aufgrund der Tolligkeit der Waffe gleich mal kampfunfähig zu Boden ging. Oder wie sie beim Einbruch die Kletternprobe verpatzte, schreiend über die Mauer fiel und den heimlichen Abgang ruinierte.

Bei meiner Thorwaler Skaldin wäre es vermutlich eine der 17 Geschichten, wie sie fast gestorben ist, weil sie unter Missachtung aller Vorsicht unbedingt sich freiwillig von einem Geist besetzen/mit Blutmagie das Artefakt wieder aufladen/im Schneesturm bei Minusgraden draußen sitzen und auf eine Vision warten/ähnlich schlaue Dinge tun musste. Die Runjas wollten es.

So, das ware jetzt 4 Beispiele der am meisten gespielten SC aus den letzten Jahren, das muss reichen. Ansonsten gilt: „Woah, der NSC ist so geistig kaputt, das könnte ein SC von Lena sein.“ (Übertreibungen. Alles Übertreibungen.)

Frage 6: Was ist das Tollste, das eine Spielgruppe für ihre Community getan hat?

Ich verstehe die Frage nicht so richtig, ehrlich gesagt. Meint vermutlich sowas wie die Organisation von Cons oder Rollenspielvereinen oder keine Ahnung? Da kenne ich allerdings keinen persönlich, der sowas macht – und auch da bezweifle ich, dass die ganze Spielrunde der jeweiligen Organisatioren beteiligt ist.

Frage 7: Welcher Aspekt des Rollenspiels hat die größten Auswirkungen auf dich?

Das Charakterspielen mit allem, was damit zu tun hat. Ihr wisst schon. Das Drama. Die FEELs.

Frage 8: Hardcover, Softcover, Digital? Was bevorzugst du?

Digital mag ich nicht wirklich. Ich kanns schlicht nicht lesen, ohne Augenschmerzen und Kopfweh zu bekommen, weder am PC noch auf dem Ebook-Reader. Ich hab mir sogar ein paar Sachen, die ich spannend fand, mal als PDF zugelegt – führt aber nur dazu, dass es dann ungelesen auf meinem Rechner rumliegt, weil es mir zu anstrengend ist, es auf dem Bildschirm zu lesen.

Bei Hardcover oder Softcover bin ich relativ leidenschaftslos – tendenziell sieht Hardcover besser aus, hält länger und man kanns besser ins Regal stellen. Aber Softcover wäre nun auch kein Grund, das Produkt nicht zu kaufen.

Frage 9: Was gehört für dich, vom Spiel selber abgesehen, zu einer perfekten Spielsitzung?

Bequeme Sitzgelegenheiten (und damit meine ich Sofas und Sesssel. Leute, die Rollenspiel am Esstisch und auf Stühlen machen, kann ich echt nicht verstehen), großer Tisch, ein bisschen Fresskram, lecker Pizza/Gyros/Indisch/Thaifood in der Essenspause, Zeit vor dem Spiel noch etwas zu labern. Sitzungslänge: So lang, dass man auch wirklich reinkommt, also gerne ab 6 Stunden aufwärts. Katzen auf dem Spielsofa sind auch immer gut, auch wenn sie manchmal für Ablenkung beim Spiel sorgen 😉 . Achja: Ausgeschlafen sein und kein Kopfweh haben ist auch wichtig.

Frage 10: Was war die überraschendste Wendung, die du ingame je erlebt hast?

Pfuuuuuh. Da war in 13 Jahren so einiges bei. Sehr nett war z. B. im Auftakt der Lamea-Kampagne die Enthüllung des tatsächlichen Starthafens und der Schiffe. In der Königsmacher gibt es gleich mehrere sehr überraschende Sachen, die mir einfallen, aber die kann ich ja nicht schreiben, ohne total zu spoilern. Ich mag jedenfalls überraschende Wendungen sehr gerne und hasse deshalb ja auch Spoiler wie die Pest.

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A wild Blogstöckchen appears … again!

Es ist ein sehr blogstöckchenlastiges Jahr – schon zum dritten Mal wurde ich mit 11 Fragen beworfen, diesmal von Clawdeen. Und da ich immer gerne Fragen beantworte, fange ich das Stöckchen natürlich gerne auf. Hier kommen also die Fragen und meine Antworten:

1. Wann, denkst du, wirst du mit dem Spielen (PC. Konsole, Pen&Paper etc.) aufhören und warum?

Pfuh. Ich hoffe doch sehr, dass ich noch im Altersheim eine total coole Gruppe von Rollenspielern um mich haben werde, mit denen ich dann jeden zweiten Tag – man hat ja endlich Zeit dafür! – all das spiele, wozu ich im Berufsleben nie gekommen bin. Oder vielleicht, je nach Status des Kurzzeitgedächtnisses, einfach immer das selbe Abenteuer 😉 . Ehrlich gesagt irritiert mich auch die Frage ein bisschen, da sie gar nicht danach fragt, ob man irgendwann aufhört, sondern wann. Ich musste da gleich an diesen einen Artikel von den Teilzeithelden denken, bei dem es darum geht, dass 2 Leute erklärt haben, sie wären ja jetzt zu alt zum Spielen. Gruselig! Es kann natürlich sein, dass es sich irgendwann mal nicht mehr ergibt, aus gesundheitlichen Gründen oder weil z. B. aktuelle PC-Spiele gar nicht mehr mein Geschmack sind (aber dann könnte man ja immer noch die alten Sachen spielen). Aber ich hoffe doch sehr, dass die Antwort auf die Frage lautet: Wenn man meinen kalten toten Händen den W20 entreißen muss – und keine Minute eher.

2. Wenn du ein Raumschiff hättest: Wohin würdest du zuerst fliegen und warum?

Ich gehe mal davon aus, dass das Raumschiff in dieser Realität existieren würde und nicht in einem fiktiven Universum (und ich nicht Gallifrey oder Coruscant ansteuern kann 😉 ). Ich würde vermutlich einen Rundflug um die Erde machen, mir das alles mal von oben anschauen und dann ganz schnell wieder zur Landung ansetzen. Ich bin dann doch ganz gerne hier auf diesem Planeten.

3. Welche drei positiven Dinge fallen dir zu DSA ein?

Kurzform: 1. Tolles, ausgearbeitetes Setting – 2. Viele gute Kaufabenteuer – 3. Viele Erinnerungen, Planungen und liebgewonnene Charaktere, Orte und Geschichten.

Langform: Ich könnte sogar weitaus mehr als drei positive Dinge zu DSA sagen, es hat ja schon seinen Grund, dass ich das seit 13 Jahren spiele. Aber ich glaube, dazu habe ich hier und anderswo auch schon genug geschrieben. Ich mag die DSA4.1-Regeln, ich mag das Setting mit all seinen Details (sowohl Aventurien als auch Myranor). Vor allem aber verfolge ich die Geschichte Aventuriens – sowohl im Großen und Ganzen als auch die individuellen Geschichten meiner Charaktere – schon so lange, dass ich einfach wissen will, wie es damit weitergeht, und das ist eben ein Pluspunkt, den kein anderes System hat.

4. Inspirierende Filmempfehlung für’s Rollenspiel?

Zum Thema Film fällt mir grad nix ein – wenn man mal davon absieht, dass es in eigentlich jedem Film etwas gibt, wovon man sich inspirieren lassen kann, ob es nun ein Charakter ist, ein bestimmtes Soundtrack-Stück, eine Location oder ein Plot. Wo ich ja bei jeder zweiten Folge „daraus könnte man total gut ein Rollenspielabenteuer machen!“ gerufen hab, war ja bei Star Wars – The Clone Wars. Da waren einfach ein paar sehr tolle Ideen dabei, die man auch durchaus in anderen Genres umsetzen könnte.

5. Dein liebstes PC-Spiel?

Die Dragon Age – Reihe. Weil Bioware und viel Story und tolle NPCs und sehr großartige Welt. Ich muss irgendwann auch alle drei Spiele nochmal spielen.

6. Deine Lieblings-App?

Ääääh. Twitter? Nee, ehrlich, das ist die meistgenutzte auf dem Handy. Ich hab aber auch generell wenige Apps drauf, die halt nicht eh Standard sind (Email-Abfrage, App für die hiesigen Öffis, Skype, Threema, WhatsApp und sowas halt). Also irgendwelche supernützlichen Apps für irgendwas kann ich nicht empfehlen, ich kenn die alle nicht.

7. Welche 1-3 Hörspielreihe(n) würdest du anderen empfehlen?

Keine, weil ich keine kenne. Ich mag keine Hörspiele, ich lese lieber selbst. Das einzige, was mich jemals in meinem Leben dazu gebracht hat, es wirklich gerne anzuhören, ist ja der aktuell von mir sehr geschätzte Campaign-Podcast, in dem eine Runde von Rollenspielern aus Chicago eine Star Wars-Kampagne spielt. Das ist zwar kein Hörspiel, empfehlen kann ich es aber trotzdem. Ansonsten, wie gesagt: Ich lese lieber, statt zu hören.

8. In welches nerdige Projekt investierst du derzeit die meiste Zeit?

Äh. Mit Judith auf Twitter über Star Wars diskutieren … ? Wenn das nicht zählt: Neben dem DSA-Spielen an sich natürlich noch dieses Blog hier und Nandurion, auch wenn ich da gerade weniger mache als ich sollte.

9. Deine Meinung zu Karten statt Würfeln im Rollenspiel?

Hab ich noch nie ausprobiert. Tendenziell kann ichs mir vorstellen, aber wie das in der Praxis funktioniert, käme auf einen Versuch an.

10. Welche Autoren haben dein Rollenspiel geprägt/inspiriert?

Ääääh. Ich find das immer schwer zu beantworten. Man wird natürlich immer irgendwie inspiriert von allem, was man so liest. Wobei sich das für mich eher aufs Schreiben selber auswirkt als aufs Rollenspiel, auch wenn ich natürlich viele Charaktere habe, die irgendwie von einem Buch- oder auch Film/Serien-Charakter inspiriert sind. Ansonsten hat man fürs eigene Abenteuerschreiben natürlich schon eine Vorstellung, wohin es gehen sollte und wohin eher nicht. Aber das mache ich meist eher an einzelnen Publikationen als an Autoren fest. Wobei, da fällt mir grad noch ein: Was Strukturierung von Texten und generelles Wissen über das Schreiben eines Abenteuers angeht, sollte man sich unbedingt anschauen, was Stefan Unteregger dazu zu sagen hat.

11. Welches Rollenspiel willst du unbedingt in den nächsten 11 Monaten noch spielen oder leiten?

Star Wars – Am Rande des Imperiums. Davon hätte ich sogar einigermaßen sehr gern eine längere Runde, aber ich weiß nicht so richtig, wann das noch zeitlich passen soll.

Nun muss ich mir schon wieder Fragen ausdenken. Und Leute nominieren, wo ich doch schon alle Rollenspielblogs durch hab, so gefühlt.

Also denn, 11 Fragen:

1. Preise von Rollenspielprodukten – findest du sie okay, zu teuer, zu billig? Würdest du mehr bezahlen, wenn du wüsstest, dass dafür z. B. die Autoren/Übersetzer/Illustratoren mehr Geld abbekommen?

2. Wie wichtig ist dir die optische Aufmachung bei Rollenspielprodukten?

3. Was sagst du zum aktuellen Trend, Rollenspielbücher per Crowdfunding zu finanzieren?

4. Welches nicht auf deutsch erhältliche Rollenspielprodukt würdest du gerne übersetzen lassen und somit hier verfügbar machen?

5. Was war das schönste Kompliment, das du je als Spieler(in) oder Spielleiter(in) bekommen hast?

6. Musik beim Rollenspiel – ja, nein, vielleicht?

7. Wann musstest du zuletzt jemandem erklären, was Pen and Paper eigentlich ist und wie war die Reaktion?

8. Gar kein Rollenspielabend ist besser als ein schlechter Rollenspielabend – ja oder nein?

9. Was ist für dich die optimale Rollenspielsitzungslänge?

10. Rollenspiel-Conventions: Yay oder Nay? Und wenn yay, welche Con ist die beste?

11. Deine wichtiste Erkenntnis zum Thema Rollenspiel im letzten Jahr?

Mir ist natürlich klar, dass diese Fragen nun blöde mit der eh grad laufenden RPGaday-Challenge gestellt werden, von daher bin ich auch keinem böse, wenn er/sie das Stöckchen etwas aufschiebt. Oder gar nicht beantwortet. It’s a free country! Ich nominiere dann einfach mal:

  • Meisterperson
  • die Judith (wieso soll nur ich alleine dieses Jahr im Stöckchenhagel stehen? :p Alternativ kann sie die Beantwortung ja vielleicht an ihr zweites C outsourcen.)
  • Julie, die ja auch Rollenspielerin ist, auch wenns auf dem Blog nicht nur darum geht
  • Leander, der die Fragen ja womöglich in seinem brandneuen Blog zu seinem eigenen Rollenspielsystem MAGUN beantworten mag
  • Greifenklaue
  • Sal

… und wie immer: Alle, die sonst noch wollen!

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Elfer-Stöckchen

Julie hat mir ein Stöckchen zugeworfen! Und zwar das mit den 11 Fragen, die man beantwortet und sich dann wiederum selbst 11 Fragen ausdenkt. Gabs hier irgendwann schonmal, aber Fragen sind immer gut! Also danke an Julie – und los gehts:

1. Wenn du die Wahl zwischen “am Meer” oder “in den Bergen leben” hättest, was wäre es?

Am Meer, gar keine Frage. Am Meer könnte ich immer sein und ich finds auch gut, dass ich von meinem Wohnort aus innerhalb von ner Stunde an der Oststee sein kann, wenn ich will. Tatsächlich wäre eine Wohnung mit Blick aufs Meer irgendwann mal eine Option, falls ich nicht mehr in Hamburg leben wollen würde. Aber eigentlich wohne ich schon sehr gerne hier und die Elbe ist am Hafen ja fast schon wie Meer.

2. Wären wir als Menschheit bereits im All unterwegs (à la Star Trek), hättest du einen anderen Beruf(swunsch) als jetzt?

Öh. Keine Ahnung. Kommt drauf an, welche Berufe es denn dann gäbe, die es jetzt nicht gibt und welche schon wegen irgendwelcher Technik überflüssig wären. Vermutlich wäre mein jetziger Job schon abgeschafft, weil alles über Spracherkennungsprogramme und irgendwelche andere Technik läuft. Hm. Selbst mit dem Raumschiff irgendwo herumfliegen würde ich glaube ich eher nicht wollen. Aber ich würde vielleicht gerne in irgendeiner Botschaft arbeiten und mit Aliens kommunizieren. „Botschafter Nr’SG’Rfrtt, Ihr Rückenkamm sieht heute aber besonders prächtig aus.“ Ja, doch. Das wäre nett.

3. Welches Buch oder Film hat dich am meisten beeindruckt und geprägt?

Da kann ich natürlich nur „Der Herr der Ringe“ sagen, denn ohne das Buch und die Filme würde ich dieses Stöckchen gar nicht beantworten, weil ich Julie nicht kennen würde. Vermutlich würde ich in Berlin statt in Hamburg wohnen, oder ganz woanders. Ich würde keinen meiner Freunde kennen und wer weiß, was aus mir so geworden wäre, wenn, ja wenn ich mich nicht vor nunmehr 16 Jahren, vollkommen begeistert vom Herrn der Ringe und der FotR-Verfilmung, auf der Suche nach Gleichgesinnten im Herr-der-Ringe-Film-Forum angemeldet hätte.

4. Welchen Menschen würdest du gern mal auf ein langes Abendessen mit stundenlangen Gesprächen einladen?

Am ehesten einen Schriftsteller, dessen Bücher ich toll finde, um dann stundenlang über selbige und übers Schreiben zu reden. Neil Gaiman zum Beispiel. Oder Kevin Hearne, dem folge ich auf Twitter und er scheint ein lustiger Geselle zu sein. Oder natürlich GGR Martin, den würde ich dann mit ganz viel Alkohol abfüllen und hoffen, dass er mir verrät, wie seine Buchreihe ausgeht *g*.

5. Lieber freier Sommernachmittag mit perfekter, warmer Temperatur, Hängematte und allem drum und dran oder freier Winternachmittag mit Couch, heißem Lieblingsgetränk und dicker Kuscheldecke?

Schwer. Bis letztes Jahr hätte ich noch Winter gesagt, aber letztes Jahr habe ich mich dann im Sommer doch mit warmen Temperaturen angefreundet, die nicht mehr so schlimm sind, wenn man dabei im Park liegen und lesen kann. Und wenn man im Sommer frei hat, kann man wenigstens so oft duschen und so viel Eis essen wie man will. Also: Sommernachmittag.

6. Welches dir bislang unbekannte Land möchtest du unbedingt besuchen?

Uh, da gibt es viele. Ich möchte schon irgendwann mal gerne in die USA, auch wenn mich da die Einreisegeschichten abschrecken, oder nach Australien, wobei mich ja der lange Flug abhält. Ich will unbedingt mal nach Island und generell noch öfter nach Norden, auch gerne nach Spitzbergen und ans Nordkap (aber das zählt nicht, weil ich in Norwegen schon war). Und seit ich diesen Reisebericht von Andreas Moser gelesen habe, möchte ich auch mal nach Israel.

7. Was wolltest du schon immer mal machen, aber es fehlte dir an Zeit/Gelegenheit/Möglichkeit dazu?

Eine Schiffsreise, da fehlt mir das Geld zu. Dabei gibt es da so tolle Sachen. Mit dem Hurtigruten-Schiff die norwegische Küste hoch, Donaukreuzfahrt von Wien über Budapest und Belgrad ans Schwarze Meer … inzwischen kann man sogar mit dem Schiff durch den Nordatlantik gen Nordpol fahren. Find ich alles großartig, ist aber alles wirklich teuer. Ansonsten würde ich gerne einen Roman schreiben, dazu fehlen mir Zeit und Motivation. Nicht in dem Maße, dass es unmöglich wäre, aber es ist bis jetzt noch nicht gelungen.

8. Wenn du nicht mehr arbeiten müsstest, um genug Geld auf dem Konto zu haben, würdest du trotzdem weiter arbeiten gehen? In deinem jetzigen Beruf oder etwas anderes? Wie würde dein Alltag aussehen?

Ich glaube, die Frage habe ich schonmal gestellt oder gar beantwortet. Jedenfalls: Wenn ich genug Geld hätte, würde ich meinen Job lieber gestern als heute hinwerfen. Und dann mal gucken. Mehr schreiben, mich vielleicht irgendwo engagieren, und ansonsten mehr schlafen, mehr bewegen, ganz viel wilde, aufwändige Sachen kochen/backen, eine Rollenspielzweit- und drittgruppe gründen – mir fällt genug ein.

9. Der perfekte Haustiername?

Der muss immer zum Haustier passen. Und darf gerne lustig sein. Ich finde es großartig, seine Katze Schrödinger zu nennen und lache immer noch über die Erzählung von den 4 Katzen, die Jack, Daniels, Tenessee und Whiskey hießen.

10. In welcher Fantasywelt würdest du gern leben, wenn du dich dauerhaft für eine entscheiden müsstest?

Urks. Vermutlich in der von Harry Potter, da gibts wenigstens schon Strom, fließend Wasser, Duschen und Käsetoast. Und wenn ich zaubern könnte, müsste ich nie wieder aufstehen, wenn die Fernbedienung mal wieder zu weit weg liegt.

11. Welches ist das Alter, in dem du am liebsten warst oder auf das du dich am meisten freust?

An sich freue ich mich drauf, irgendwann Rentnerin zu sein und nicht mehr arbeiten zu müssen, aber wer weiß, welche gesundheitlichen Probleme sich bis dahin ergeben haben oder ob ich dann überhaupt noch lebe. Zurück würde ich nicht wollen, mit 20 hatte ich zwar ein relativ turbulentes Leben und hab viel erlebt, war dabei aber wirklich nicht glücklich. Passt also schon alles so, wie es jetzt ist.

Vielen Dank an Julie für die schönen Fragen! Nun muss ich selber welche ausdenken … also denn:

  1. Welches Essen verbindest du mit Kindheitserinnerungen und magst du es auch heute noch?
  2. Hattest du als Teenager jemals Star-Poster in deinem Zimmer hängen und wenn ja, von wem?
  3. Was ist aktuell dein liebstes Ding, was bei dir zu Hause an der Wand hängt? (Gerne mit Foto 😉 )
  4. Was war das letzte Mediendings (Buch, Serie, Spiel…), was du abgebrochen hast und warum?
  5. Welche übernatürliche Fähigkeit würdest du gerne beherrschen?
  6. Wie oft denkst du außerhalb des eigentlichen Spiels an deine RPG-Charaktere? (Für Nichtrollenspieler: Wie oft denkst du an fiktive Charaktere, z. B. aus Büchern?)
  7. Was war die letzte Sache, die dich richtig aufgeregt hat?
  8. Wofür würdest du gerne in 200 Jahren noch bekannt/berühmt sein?
  9. Lieber fliegen können oder lieber unter Wasser atmen?
  10. Gibt es irgendeine Eigenschaft, Fähigkeit oder Macke, die du 1 zu 1 von einem deiner Elternteile übernommen/geerbt hast?
  11. Wo, wie und mit wem würdest du wohnen wollen, wenn Geld keine Rolle spielen würde?

Diese Fragen darf sich natürlich klauen, wer möchte, ich nominiere zur Beantwortung mal Judith, Guddy, Susepedia, Ben, Josefina und Marina.

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