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Mediengedöhns im Januar 2019

Huch, da war der erste Monat des Jahres schon wieder vorbei. Also dann auf zu den konsumierten Medien!

Gelesen

Tatsächlich endlich das Buch beendet, das ich um Weihnachten rum angefangen hatte (und seitdem kein neues aufgeschlagen, weil Sträss. Grrr.) Gelesen hab ich Zoo City von Lauren Beukes. Es hat mir sehr gut gefallen – Urban Fantasy mit einem faszinierenden Setting, einer saucoolen Protagonistin und toller Sprache. Es ist fast ein bisschen schwer darüber zu schreiben, ohne etwas zu spoilern, weil der Roman seine Hintergrundwelt der Leserin erst ganz langsam offenbart, teils in der Geschichte selbst, teils in Einschüben wie fiktiven Drehbüchern, Filmreviews und Interviews. Ganz grob gesagt geht es darum, dass die Story zwar in unserer Welt spielt, allerdings aus nicht ganz klaren Gründen Personen, die Schuld auf sich geladen haben, kurz nach der Tat Gesellschaft von einem Tier bekommen, mit dem sie eine Art telepathische Verbindung haben. Von dem können sie sich auch aus Gründen (TM) nicht ohne weiteres trennen. Dafür bekommen sie aber übernatürliche Fähigkeiten. Diese Personen, meist Zoos oder Animalled genannt, sind in den meisten Ländern von der Gesellschaft ausgestoßen und leben unter sich, auch wenn sie hin und wieder wegen ihrer Fähigkeiten oder für ein „exotisches Flair“ auch mal von den besser gestellten Leuten angeheuert werden. In Johannesburg, wo die Geschichte spielt, heißt der Stadtteil der Zoos jedenfalls Zoo City (daher auch der Titel). Südafrika ist auch ein großartiger Schauplatz, zumal auch diverse (süd)afrikanische Mythen, Aberglauben usw. mit eingebracht werden, die in Verbindung mit den Tierbegleitern und den magischen Fähigkeiten stehen. (Wie gut das alles recherchiert ist, kann ich natürlich nicht sagen, aber die Autorin stammt aus Südafrika, von daher hoffe ich, dass das schon alles so passt).

Zinzi December jedenfalls, die Protagonistin, ist großartig. Ihr Tierbegleiter ist ein Faultier (Liebe!) und ihre Fähigkeit ist es, verschwundene Dinge zu finden, wie man schon auf den ersten Seiten erfährt. Zinzi ist verschlagen, sarkastisch, in einer seltsamen Beziehung zu einem verheirateten Mann und cleane Drogensüchtige. Sie hat Geldprobleme, ein zu großes Mundwerk und letztendlich auch ein zu gutes Herz. Kurz gesagt, ich liebe Zinzi! Aber auch der Rest des Buches ist sehr cool, von den wirren der Detektivgeschichte, in die Zinzi gerät, über die ebenfalls sehr originellen Nebencharaktere bis hin zu den Informationsschnipseln über die Animalled. Auch sprachlich fand ich den Roman super. „Morning has broken and there’s no picking up the pieces“ – wenn so eine Formulierung schon auf Seite 1 steht, dann weiß man, dass es gut weitergeht. Also große Empfehlung.

Kommen wir zu interessanten Artikeln im Januar:

Etwas zum Thema Fanfiction und den unterschiedlichen Bewertungen von Literatur von männlichen und weiblichen Autor*innen. Hier das englische Original, da die Übersetzung.

Und passend dazu ein Interview mit Simone Buchholz zum Deutschen Krimipreis und dem Herabschauen des Feuilletons auf Literatur von Frauen.

Und apropos Frauenstimmen: Warum sind eigentlich die Default-Settings von Alexa, Siri und Co immer weiblich?

Shut up and write – Chimamanda Ngozi Adichie schreibt über Kunst, Feminismus und die Frage, ob sie sich als „afrikanische Autorin“ bezeichnet (englisch).

I Was A Cable Guy. I Saw The Worst Of America. Großartige Geschichte mit irren Details (englisch).

Ein Interview mit der mir bis dahin unbekannten Viv Albertine, das allein schon ausreicht, um mich zum Fan zu machen.

Healing Alone, ein beeindruckender Comic über junge Ärzte und die Probleme der Medizin (englisch).

Yelp-Reviews und der bescheuerte Begriff der Authentizität. Nichts ist unpolitisch, nicht mal Restaurantbewertungen, haben das jetzt alle verinnerlicht? Prima. Weitermachen.

Und zum Schluss: Lasst uns mal über Zahlen reden – Comicautorin Carolin Reich schreibt über ihre Verdienste, fand ich sehr interessant. Außerdem hab ich dann angefangen ihren Webcomic Vom Anfang zu lesen und der ist auch klasse.

Geschaut

Mal wieder einen Film, nämlich Ex Machina. Ihr wisst schon, der andere Film, in dem Domhnall Gleeson hinter Oscaar Isaacs Droiden her ist. (Der Witz stammt von Tino, ich lache immer noch drüber, danke.) Äh, ja, und so kam ich auch drauf den zu gucken, als ich mich mit einer Bekannten darüber unterhielt, dass man eigentlich ja viel mehr Dinge mit Oscar Isaacs gucken müsste. Konsequenterweise haben wir uns dann gleich verabredet, um Ex Machina zu gucken (gibts für ein paar Euro auf Amazon Prime zu leihen). Und auch wenn der Grund vielleicht ein bisschen albern war: Guter Film. Die beiden männlichen Hauptdarsteller sind zum Glück so anders als ihre Star Wars-Charaktere und spielen ihre Rollen auch so gut, dass das höchstens kurz irritierend ist. Und Alicia Vikander in ihrer Rolle als Androidin Ava (warum heißen weibliche Droiden IMMER Ava oder Aida oder so?) war auch echt gut. Allerdings leidet der Film vielleicht ein bisschen darunter, dass er von 2015 ist und zwischendurch Westworld, Person of Interest und Agents of Shield das Thema KI, Androiden und Menschlichkeit doch sehr gut und facettenreich bearbeitet haben, will sagen: 2015 bei Kinostart wirkte der Film vermutlich noch innovativer und interessanter als Anfang 2019. Macht aber nichts, das Kammerspiel im Hightech-Haus des Androiden-Erfinders hat mir trotzdem gut gefallen.

Dann hab ich na-tür-lich Black Mirror – Bandersnatch geschaut. Gespielt? Keine Ahnung. Wem das nichts sagt, das ist eine interaktive Folge der britischen Serie Black Mirror, in der man als Zuschauerin selbst entscheiden kann, was die Hauptfigur tun soll. Ebenso wie in den alten Abenteuerspiele-Büchern aus den 80ern, und genau da setzt die Folge auch an, da es um einen Programmierer geht, der das Abenteuerbuch Bandersnatch als Computerspiel adaptieren will. Genauso wie im von ihm entwickelten Spiel hat die Spielerin/Zuschauerin 10 Sekunden Zeit, um zu entscheiden, was Protagonist Stefan jetzt zum Frühstück isst, welche Musik er hört – und ob er weiter am Spiel arbeitet, auch wenn es ihn sichtlich in den Irrsinn treibt. Dabei kann man die Entscheidungen auch nochmal revidieren, bestimmte Punkte führen wieder zum Anfang der Geschichte und irgendwann hat man dann ein Ende erspielt und der Abspann läuft – aber es hätte eben auch alles noch anders kommen können. Insgesamt gibt es wohl um die 5 Stunden Material, aus denen sich die Folge zusammensetzt, und 5 verschiedene Enden, wobei diese auch noch variieren können. Der Wiederguckwert ist jedenfalls groß, weil ich mich am Ende ja schon fragte, ob jetzt alles anders gekommen wäre, wenn Stefan am Anfang doch die anderen Cornflakes gegessen hätte.

Bandersnatch ist, soweit ich es mitbekommen habe, eher gemischt aufgenommen und von manchen Rezensent*innen auch regelrecht zerrissen worden. Ich kann das nicht so wirklich nachvollziehen. Ja, die Folge springt auf die 80-Jahre-Nostalgiewelle auf, und dass man davon vielleicht genug hat, kann ich abstrakt zwar nachvollziehen, andererseits war das aber eben auch die Zeit der Abenteuerbücher und ersten Rollen- und Computerspiele. Und ja, die Folge ist schon sehr, sehr meta auf allen Ebenen – nicht nur das Computerspiel, das so heißt wie das Buch, das so heißt wie die Folge, nicht nur der gleiche Entscheidungsmechanismus in fiktivem Spiel und realer Folge, nein, die Meta-Ebene scheint noch an weiteren Stellen durch, die ich jetzt aber nicht spoilern will. Ich mag ja sowas, ich liebe Meta-Humor und das Durchbrechen der vierten Wand, aber es hätte in der Tat nicht so überstrapaziert werden müssen. Andererseits verstehe ich irgendwie den Wunsch der Verantwortlichen, möglichst viel von dem zeigen zu wollen, was mit dem Format möglich ist, weil ja nicht feststeht, ob es noch eine weitere Folge dieser Art geben wird. Der weitere große Kritikpunkt, den ich gelesen habe, war, dass man zu oft zu den selben Ausgangspunkten zurückkommt und die verschiedenen Varianten der Story sich nicht so sehr unterscheiden. Da frage ich mich dann schon, was im Vorfeld die Erwartungen waren – wer schon mal ein Computerspiel mit ähnlichen Entscheidungsoptionen (z. B. die Dragon Age-Reihe) gespielt (oder in einem der älteren oder neueren Abenteuerspielbücher/Solo-Abenteuer) geblättert hat, sollte eigentlich wissen können, dass so ein Format begrenzte Möglichkeiten hat. 5 verschiedene Enden sind schon relativ viel, finde ich, zumal das Ganze ja auch recht aufwändig produziert ist. Beispielsweise sieht man während der 10 Sekunden Entscheidungszeit nie ein Standbild, sondern immer eine Szene, die weiterläuft, während der Charakter mit der Entscheidung ringt.

Letztendlich finde ich Bandersnatch zwar wirklich nicht perfekt, aber mich begeistert die Idee des Formats genug, um über die Schwächen in der konkreten Umsetzung hinwegzusehen. Neue Möglichkeiten, Geschichten zu erzählen, finde ich immer gut, und Geschichten mit Einbindung der Zuschauer sogar noch besser. Klar, Bandersnatch hat erstens auf Nummer Sicher gesetzt und ist mit der Story kein großes Risiko eingegangen – 80er-Jahre-Setting, klassischer Protagonist, typische Tropes – und ist gleichzeitig ein bisschen sehr verliebt in seine eigene Meta-Ebene. Trotzdem fand ich es ein gelungenes Experiment, hätte durchaus Lust, nochmal von vorne anzufangen und hoffe, es kommen vielleicht noch weitere Formate, die in eine ähnliche Richtung gehen.

Und schlussendlich bin ich ja Rollenspielerin und freue mich über ein weiteres Medium, das man toll benutzen kann, um das eigene Lieblingshobby zu erklären. „Pen and Paper? Das ist so ähnlich wie Bandersnatch, aber du kannst alles machen.“ 😉

Kurz vor Weihnachten erschien die 2. Staffel von Marvels Runaways, die ich auch sehr schnell geschaut habe, da die erste Staffel mir sehr gut gefallen hat. Staffel 2 fand ich allerdings ein wenig mühsam. Ich mag die Charaktere zwar nach wie vor sehr gerne und es gab auch ein paar sehr coole Momente, aber irgendwie wusste die Staffel nicht so richtig, wo sie hinwill. Die Story eierte so hin und her, die Charaktere verkrachten sich ständig, um sich dann doch wieder zu versöhnen, das Pacing war teilweise arg seltsam … sehr schade, ich mag die Serie ja eigentlich gern. Vielleicht gibt es ja Staffel 3 und die wird wieder besser. Wenn nicht, wäre ich nach der jetzigen Staffel höchstens ein bisschen traurig um Niko, die einfach eine großartige Teen-Wicca-Gothix-Hexe ist.

Dann war da noch die 2. Staffel Broadchurch. Die war irgendwie auch wieder sehr spannend, auch wenn der Teil mit dem Gerichtsprozess halt … Fernseh-Gericht-Bla war und nicht schrecklich realistisch. Aber wenigstens wars britische Justiz, da kann man sich immer noch gegenseitig versichern, dass das da bestiiiiiimmt alles so läuft. Und ansonsten über die Perücken lachen. Äh, ja. Außerdem haben sie dann noch die 3 britischen Schauspieler, die nicht in Staffel 1 waren, für Staffel 2 auch noch gecastet – wobei James D’Arcy vermutlich während der Verhandlungen über die Rolle darauf bestanden hat, dass er nur mitspielt, wenn er in jedem einzelnen Shot unfassbar heiß aussehen darf *hust*.  Also das war schon ein erstaunliches Maß an Im-Muscleshirt-Holz-Hack-Szenen. Aber ich will mich nicht beschweren. Insgesamt weiß ich irgendwie auch nicht, wie die Serie es macht, dass man wie gebannt vorm Fernseher sitzt und wissen will, wie es weiter geht, wenn es doch „nur“ um das ganz normale Leben der Broadchurch-Bewohner und ein wenig Polizeiarbeit geht. Aber es gelingt irgendwie, ich hätte die 8 Folgen auch am Stück schauen können. Und dann noch die Landschaftsaufnahmen! Hach. Hm, sorry, fundierter wirds nicht mehr. Aber ich mochte auch diese Staffel.

Und dann, bleiben wir bei britischen Serien: Dann war da noch Sex Education. Mal wieder eine Serie, von deren Existenz ich überhaupt nix wusste, bevor nicht meine halbe Twittertimeline darüber redete. Und dann musste ich natürlich voll peer pressure-mäßig auch reingucken, weil hey, britische Serie und Highschoolsetting UND Gillian Anderson, wer kann dazu schon nein sagen? Dass die Serie britisch ist, sieht man dann auch gleich in der ersten Szene, wenn bei den zwei vögelnden Teenagern das Mädel oben ohne herumspringen darf. Macht aber nüscht, man bekam in dem Fall auch wirklich genug (halb)nackte Männer zu sehen. Es geht jedenfalls so im Großen und Ganzen um Otis, dessen Mutter Sextherapeutin ist und der im Lauf der ersten Folge von einer Mitschülerin dazu angestiftet wird, gegen Geld Sexberatung in der Schule anzubieten, weil er sehr viel über das Thema weiß und all die Teenager um ihn herum natürlich diverse Probleme und Fragen haben. Dass er selber von Sex so gar nix wissen will, kommt erschwerend hinzu.

Die Serie ist zwar teilweise ein wenig mit blöden Klischees beladen, aber andererseits doch so divers, erfrischend und offen, dass ich sie in ihren 8 Folgen echt ins Herz geschlossen habe und hoffe, dass es eine zweite Staffel gibt. Und es geht auch durchaus nicht nur ums Vögeln, sondern auch um Freundschaft, Eltern-Kind-Beziehungen, Schulprobleme, Mobbing usw. Aber wenn es um Beziehungsdinge geht, macht die Serie meiner Meinung nach sehr viel richtig und man sieht auch, dass sich die Welt in den letzten Jahren zum Glück doch weitergedreht hat. Es gibt kaum eine klassische Coming-Out-Story, sondern es geht um Probleme, die über das hinausgehen, beispielsweise gibt es ein lesbisches Pärchen, das schon bei Staffelbeginn zusammen ist, aber einfach keinen guten Sex zusammen hat. Es gibt ganz selbstverständlich homosexuelle und bisexuelle Charaktere, sowohl bei den Teenagern, als auch bei deren Eltern. (Vielleicht werden in Staffel 2 ja auch nochmal weitere Teile des LGBTIQ+-Spektrums beleuchtet, das wäre schön.) Es gibt auch keine einzige dämliche Typ-nötigt-Frau-zu-erstem-Sex-Geschichte. Und vor allem wird auch nie ein weiblicher Charakter irgendwie dafür in irgendeine blöde Ecke gestellt, dass sie gerne Sex hat. Dazu gibt es hier auch noch einen schönen Artikel in der Vogue (Achtung, bisschen spoilerig). Sex Education ist jedenfalls unterhaltsam, teilweise sehr lustig, teilweise sehr rührend oder traurig. Gillian Anderson ist natürlich fantastisch in ihrer Rolle, aber auch die anderen Schauspieler sind super. Bitte gerne noch viele Staffeln mehr davon!

Dann habe ich noch die vier Folgen Short Trek gesehen, also die Kurzepisoden zu Star Trek Discovery, die zwischen Staffel 1 und 2 ausgestrahlt wurden, auf dem deutschen Netflix aber erst zum Staffelbeginn von Staffel 2 verfügbar waren. Die waren auch alle nett bis sehr cool, wobei ich hier vor allem die Folge herausheben würde, die mit der Serienhandlung eigentlich gar nix zu tun hat: Calypso spielt zwar auf der Discovery, aber weit in der Zukunft. Es ist eine ganz wundervolle kleine Kurzgeschichte, die man auch gucken kann, ohne jemals eine Folge Star Trek gesehen zu haben. Tolles Ding. Die Short Treks findet ihr auf Netflix übrigens unter „Trailer und mehr“. Intuitiv, nicht wahr? :p

Gehört

An dieser Stelle möchte ich nochmal den relativ neuen Podcast Session Zero empfehlen. In den eher kurz gehaltenen, englischsprachigen Folgen sprechen 2 Psycholog*innen über Rollenspiel, Psychologie und welche Erkenntnisse z. B. aus Gruppentherapien auch auf die Rollenspielgruppe übertragbar sind. Das ist sehr interessant und behandelt z. B. auch solche Themen wie Gruppendynamik, implizierte Erwartungen an Spieler und SL und so weiter. Die Folgen haben auch immer nur so 20 Minuten und sind sehr gut so zwischendurch hörbar.

Gespielt

Weiter DSA, immer noch die Lamea-Kampagne, immer noch reisen die SC durch die Narkramar. Und immer noch gibt es dort noch mehr lustigen und skurrilen und überdimensionierten Kram zu finden (ja, DSA hat auch Dune-Riesenwürmer, man muss nur lange genug in diese Wüste reisen). Zwischendurch haben wir sogar mal ein Mini-Game aus dem Ultimate Charakter Backstory Guide eingeschoben, mit dem man ein irgendwie relevantes Gespräch am Lagerfeuer (oder ähnlichen Situation) ausspielen kann. Das war auch nett. Wir haben insgesamt den Narkramar-Teil noch ziemlich ausgebaut, weil wir alle nicht so richtig genug von dem Setting kriegen, und spielen daher aktuell noch Im Netz der Spinne. Mal sehen, wie lange uns das noch beschäftigen wird.

Außerdem ging es natürlich auch in City of Mist weiter. Wir haben nach dem „Weihnachtsspecial“ eine neuen Fall angefangen und bisher war das recht lustig – mit einer Misswahl, einem Haufen Whoo-Girls in der Bar und einer Liebesgeschichte, der wir hoffentlich zu einem Happy End verhelfen können. Außerdem hat mein SC jetzt aus Gründen das neue Powertag „Dress-up Enthusiast“. Mal sehen wie es weitergeht. Und wie viele NSC wir diesmal umbringen…

Außerdem haben wir letzten Freitag Juggernaut gespielt. Das ist ein spielleiterloses Freeform-Spiel von Jason Morningstar, das so ähnlich ist wie Winterhorn, für mich aber sehr viel bessr funktionierte als dieses. Man spielt eine Testkommission, die im Jahr 1950 Juggernaut testet, eine Art aus Dechiffriermaschinen hervorgegangenen Supercomputer, der die Zukunft vorhersagen kann. Juggernaut hat immer recht, daher müssen alle Ereignisse, die die gezogenen Spielkarten vorgeben und die am Tag des Tests stattfinden, auch im Spiel vorkommen und von den Spielenden eingebaut werden. Das hat nicht immer perfekt funktioniert, aber in den meisten Fällen schon und es war doch eine recht coole Session. Da es noch mehr Karten zur Auswahl gibt, kann man das auch nochmal spielen. Würde ich auch gerne. Außerdem habe ich es sehr gefeiert, dass Tim nicht nur das Spiel, sondern auch noch zum Setting passende Donuts mitgebracht hat. Und dass alle voll motiviert waren, sich eine Krawatte umzubinden. (Ich hatte zum ersten Mal eine um. Ist eigentlich ganz schick.)

Außerdem haben wir noch eins meiner Spiele für Roll Inclusive getestet, aber dazu dann vielleicht mal mehr, wenn der Band erschienen ist.

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Neulich beim Rollenspiel – Lustige Sprüche 2016

Huch, da hab ich dieses … äh … letztes Jahr ja nicht ein einziges Mal die lustigen Zitate gepostet. Zeit, das nachzuholen. Dafür gibt es dann gleich die gesamte Ladung aller Zitate aus 2016.

Aus der Königsmacher-Kampagne

Die Helden:
Josempe di Vindest, Schwertgeselle aus Vinsalt und Horasier, wie er im Buche steht
Dartan von Vinsalt, Magier der CCC
Abujin, Ritter des Buskur, maraskanischer Schwertgeselle
(Alirech Affendosa, sein semi-zahmer Zirkusaffe)
Geraldine von Bröckling, darpatische Adlige im Exil – zumindest scheinbar

Die Helden haben die Machenschaften eines wichtigen NSC aufgedeckt, doch die politischen Folgen laufen nicht so, wie sie sich das wünschen.
Geraldine: „Der nächste Typ, von dem wir wissen, dass er Dreck am Stecken hat, hat nen Jagdunfall…“

SL: „Amene-Horas soll gesagt haben, dass sie sich mit jedem Adligen, den sie erhebt, 10 neue Feinde macht.“
S4: „Ja, Nekromantie kommt eben nicht gut an.“

Abujin und Geraldine waren auf einem Botengang und verwürfeln beim Rückweg sämtliche Orientieren-Proben.
S4: „Wir nähern uns dem Dorf … in konzentrischen Kreisen.“

Für ein bevorstehendes Scharmützel teilen wir unsere Söldnertruppe in verschiedene Trupps auf. Alle, die nicht für etwas anderes gebraucht werden und keine besonderen Fähigkeiten haben, bleiben bei Josempe.
S3: „Ich schreib jetzt mal den Rest auf … und nenne ihn „Josempes Trümmertruppe“.

„Niemand hat Timor-Horas und Batman je in einem Raum gesehen.“

Josempes Spieler hat schon wieder Probleme mit dem richtigen Namen.
„Und wann findet jetzt dieses Kronevent statt?“

Dartan zählt mal wieder akribisch sämtliche Verbrechen auf, die einige gefangene Söldner begangen haben, und ist empört, dass die anderen Helden sich nicht so sehr dafür interessieren.
SL: „Das ist Rütteln an den Grundfesten Dartans!“

Beim Essen.
„Hey, wir haben den gleichen Spruch im Glückskeks.“
„Hat deiner auch nen Schreibfehler drin?“

„Nein, ich hab die erratierte Version.“

Nach dem 158. Knietreffer…
„Dartan könnte sich ein mechanisches Bein zulegen.“
„Ja! Dann ist er … Robocop!“

SL: „Die Droschke wartet seit drei Stunden vor dem Tor.“
S4: „Oh Gott, läuft etwa das Droschkometer noch??“

Aus der Lamea-Kampagne

Die Helden:
Fadril Emaneff, Nandusgeweihter, Bordkaplan und Schiffszimmermann
Yidayion Phẏrikos, rondragefälliger Krieger aus Arivor
Curima Flinkenkiehl, viel zu neugierige Schreiberin
Yali Yahatonwan, Utulu, bukanischer Haijäger und Nachwuchsbiaga

„In welche Sichtung regeln wir?“

Yali: „Ich schlag jetzt meinen Kopf so lange gegen den Mast, bis ich das wieder vergessen habe.“
SL: „Vermutlich kippt der Mast vorher um – der Klügere gibt nach.“

Das Schiff segelt in ein Gewitter.
Yali: „Wie gut, dass ich ein Amulett gegen Blitzschlag habe!“
Fadril: „Ist es aus Kupfer?“

Eine der … besonderen Besprechungen in der Kapitänskabine:
SL: „Willkommen im phexgefälligen Geschwader der roten Harika, wo wir das Gegenteil von dem tun, was wir sagen.“

Yalis legendäre, stets getragene, nie gewaschene Hose wird in die militärische Taktik mit einbezogen:
„Wir könnten Yalis Hose nach ihnen werfen – als biologischen Kampfstoff.“

Über die immer noch sehr geheimnisvolle Ensignia zur See.
S1: „Was sie wohl unter ihrer Uniform hat?“
S2: „Ich tippe auf … eine zweite Uniform.“
S3: „Oder Voldemort guckt so aus ihrem Bauchnabel.“

Während Fadril in seiner Kabine vor sich hinbrütet, fällt der ausgestopfte Chamäleonvogel auf ihn. Kurz darauf hat er die Lösung.
„Daher ja auch der alte Spruch: ‚Die Weisheit traf ihn wie ein ausgestopfter Chamäleonvogel.‘…“

Ideen für einen kämpfenden Koch: „Sonderfertigkeit : Versteckte Pfanne!“

Einer der NSC, ein Zwerg namens Gin, soll eigentlich schon seit längerer Zeit eine geheimnisvolle Kiste untersuchen, die unterwegs gefunden wurde und in der irgendwas (oder irgendwer?) drin ist.
S4:„Vielleicht ist Gin auch schon lange durch das Ding in der Kiste ersetzt worden.“
S3: „Du meinst er ist ein … Gintslinga?“

Nandusgeweihte vs. Rondrianer, die Helden wollen den Feind mit einem Feuer anlocken und dann angreifen…
Fadril: „Ich könnte auch meine Bela (Armbrust-ähnliche Fernkampfwaffe) noch einsetzen!“
Yidayion: „Gerne. Wirf sie ins Feuer, dann wird das etwas größer.“

Die Helden schleichen sich an ein Lager an.
SL: „Mach mal nen Wurf auf deine Ninja-Skillz.“

Fadril erwischt zwei Crewmitglieder mehr oder weniger in flagranti.
„Entschuldigung, ich dachte, ihr liegt vielleicht nur so nebeneinander…“
S3: „Klar, die haben nur zusammen Netflix geschaut…“

Wir kehren zurück zu Yalis Hose…
„Wann bekommt Yalis Hose eigentlich ihren eigenen Charakterbogen?“

Weitere Piratenlieder aus Yalis Repertoire:
„Die Bukanese zieht weiter, der Käptn hat Durst…“

Fadril übt schonmal für den nächsten Handel:
„Und wenn Ihr dieses Schiff JETZT kauft, bekommt Ihr diesen ausgestopften Chamäelonvogel GRATIS dazu!“

Wir haben mal wieder Landgang.
S4: „Yali sitzt am Strand und spielt mit seinen Kokosnüssen.“

Curima hilft Yali beim Handeln und gibt ihm ein Messer als Tauschware. Hinterher: „Hm. Jetzt hat der Kerl ein neues Messer, Yali nen Beutel Gewürze und ich hab gar nix. Das war … schlau.“

Der praktische Zauber beim Kochen: „Invocatio Majoran“

Wenn man seine eigene Schrift nicht mehr lesen kann…
S3: „Und die Piraten, die wir suchen, heißen die … *blätter* … Schwarzen Morcheln!?!“

An der Strandbar. Auch hochrangige Al’Anfaner sind nicht sicher vor Verkupplungsversuchen.
„Haaaaave you met Kugres?“

Ich weiß nicht mehr, wie wir darauf kamen…
„Tailach! Das wäre ein guter Name für einen orkischen Schelm!“

Fadril versucht, Fünfstern zum Überbringen einer Nachricht zu bewegen, was an Willen und Können des alten Magiers scheitert.
Fadril: „Es hat keinen Sinn. Er ist wie eine alte, defekte Brieftaube.“

SL: „So als Faustregel – wenn irgendwas die ‚Bruderschaft des schwarzen Blutes‘ heißt, ist es NIE wirklich tot.“

Wir schippern durchs Shindrabar-Archipel.
Yali: „Wenn ich je wieder zu Hause bin, mach ich ne Strandkneipe auf und nenne sie die Shindra-Bar.“

Yali – wir erinnern uns, ein 2 m großer Utulu, kleidet sich für einen Tanzauftritt ein.
S4: „Ich kauf so nen Streifenschurz, der gerade mal den Penis bedeckt.“
S3: „…also bis zum Knie?“

Wir bekämpfen eine Hydra, in der noch das Schwert ihres letzten Gegners steckt. Yidayion versucht es herauszuziehen.
S3: „Die Frage ist – von welchem Land wirst du jetzt König, wenn du das rausziehst?“

Lysvalis, der Magier mit dem Hang zu ausgiebigen metallurgischen Experimenten, ist immer wieder Gegenstand von Spekulationen, wie viel Prozent von ihm eigentlich schon aus Metall sind.
„Ich glaube, ich weiß, wer Lysvalis‘ Erzfeind ist.“
„Magneto?“

Und der letzte ist wirklich saulustig, aber leider ein Spoiler für die Kampagne (zum Lesen markieren):
Die Helden finden heraus, dass die Singenden Inseln, eine von uralter Magie durchzogene Inselgruppe, die in regelmäßigen Abständen den Ort wechselt, verflucht wurde und deshalb nicht mehr funktioniert (und auch keine Melodie mehr zu hören ist). Der Fluch muss aber gebrochen werden, damit sie wieder zurück nach Aventurien kommen.
S4: „Wir fassen also zusammen: Die Kampagne ist erst vorbei, wenn die fette Insel singt.“

Aus „Zwischen den Fronten“

Die Helden:
Praifried von Eslamsgrund, praiosgefälliger Krieger
Landras Lundran, Hauptmann a. D. der Reichsarmee
Boromil Salix von Trallo zu Rotenbusch, adliger Taugenichts und Kämpfer
Corvinus von Perricum, Antimagier

SL: „Der heilige Jarlak…“
S1: „Der heilige HAARLACK?“

„Wir bauen eine Mauer an der Grenze zu Almada. Und die Almadaner werden dafür bezahlen!“

SL:„Und die beiden Fraktionen des Turniers wählen sich farbige Schärpen.“


S1: „Grüüüüün!“
S2: „Purpuuuuur!“

S4:„Okay, das ist jetzt Kanon.“

Praifried: „Meine Rüstung ist dort hinten aufgebahrt.“

S4: „Der Aufschlag auf die Heraldikprobe sagt uns, wie wichtig das Adelshaus ist.“

Das Abenteuer spielt im südlichen Garetien, wo sich auch der Ort Bitterbusch befindet, an dem noch immer die Nachwirkungen der Magierkriege zu sehen sein sollen. Dann finden die Helden heraus, dass auch aktuell seltsame Magie vor sich geht.
S4: „Da ist doch was im Busch.“
S1:„Im Bitterbusch!“

Landras: „Katzen! Katzen sind die Zivilisten unter den Tieren!“

„Ich wege mir eine Bahn.“

„Hier ist auch ein Ort namens Ackbar.“
„Da sollten wir nicht hin, das ist bestimmt eine Falle.“

Aus „Inspectores“

Die Helden:
Lucianus, shinxirgeweihter Prätorianer
Quintus, Decurio der Prätorianer
Ragnar, gjalsker Wollnashorn-Tierkrieger
Hydronius, aufbrausender Feuerzauberer aus Jelenvina
Grimora, halborkische Schützin
Adilah, Kophta aus El’Burum

Vorm Spiel: Ragnars Spieler tauscht noch einen Nachteil gegen „Unfrei.“
SL: „Ja, dann bist du Sklave. Das ist auch ganz sinnvoll.“

SL: „Die meisten Magier haben irgendwann einen Ehrennamen. ‚Der Große‘ oder ‚die Mächtige‘ oder so.“
S6: „Oder, in deinem Fall: Hydronius-ohne-Augenbrauen.“

Quintus: „Narben sind ein Zeichen, dass man in der Lage ist, seine eigene Unfähigkeit zu überleben.“

Quintus: „Jeder nur zwei Stunden Wache?? Das ist ja fast schon Verschwendung.“
Adilah: „Deine Untergebenen lieben dich, oder?“

S3: „Ich kann da einen Zaubertrick.“
S2: „Wieso, bist du ein DSA5-Tierkrieger?“

Hydronius: „Ich habe zu kompliziert gedacht. Das kommt vor, wenn man schlau ist.“
SL: „Und wie ist das dann bei dir passiert?“

Aus „Artistenschuh und Rote Bälle“

Die Helden:
Grumbolosch, zwergischer Söldner
Rumpo, verschlafener Gardist
Floriel, wunderschöner Rahjakavalier
Istima Tonko, mohischer Stammeskrieger
Xeliane, Gelehrte aus Methumis

Rumpo wird als Gardist des Herzogspalast für den Ablauf einer Festivität angewiesen, bekommt aber nicht allzu viel mit.
S3: „Er hat die seltene Gabe, zu nicken und ‚ja‘ zu sagen, während er schläft.“

Floriel: „Ich bin mondsüchtig.“
S1: „Mohnsüchtig??“
S4: „Robbensüchtig??“

S3: „Warum schlafe ich immer mit den bösen Frauen? Ich bin der James Bond Aventuriens!“

Istima Tonko, noch nicht sehr lange in der „Zivilisation“, sieht sich mit einem Wackelpudding konfrontiert.
Xeliane:„Nein, da sind keine Geister in diesem Pudding.“
Istima Tonko:„Aber er bewegt sich ganz von selbst!!“

Wenig später:
Istima Tonko:„Ich möchte mit diesem Pudding nicht mehr im selben Raum sein.“

„Was, im Abenteuer steht, wer der Mörder ist?“

Istima Tonko:„Ich habe Angst vor der Magierin, die ist mit dem Wackelpudding im Bunde!“

„Ach, das ist nur der Ablenkungszant?“

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2016 – Der Rollenspielrückblick

Ich habe beschlossen, nochmal kurz einen Rückblick zum Rollenspieljahr 2016 zu schreiben, und zwar getrennt von meinem eigentlichen Jahresrückblick, dann muss das hier nicht lesen, wen es nicht interessiert (und umgekehrt).

Gestern habe ich mich ja vor der Silvesterfeier noch damit beschäftigt, aus meinem Gedächtnis, dem Blog, meinem Twitter-Account und der WhatsApp-Gruppe unserer Rollenspielrunde zu rekonstruieren, wann wir eigentlich nochmal was gespielt haben und wie viele Abende es insgesamt waren und welche Abenteuer dieses Jahr an der Reihe waren und so weiter. Denn eigentlich machen wir ja an Silvester immer die lustige Rollenspieljahresauswertung, küren das beste und schlechteste Abenteuer sowie die Gewinner in vielen weiteren lustigen Kategorien wie „bestes Monster“, „bester Lacher“, „am liebsten gespielter SC“ und dergleichen mehr. Nachdem ich dann nach 3 Stunden damit fertig war … haben wir es dann gestern doch nicht gemacht, weil aus der Feier mit der DSA-Runde irgendwie eine Feier mit erweitertem Familienkreis wurde, wir dann bis fast Mitternacht erstmal nicht-nerdtaugliche Dinge tun mussten und die anschließende Partie X-Wing sich dann auch so lange hingezogen hat, dass wir danach heimgefahren sind. Hurra. Die Umfrage wird aber nächsten Samstag nachgeholt, so dass ich die Ergebnisse vielleicht in Auszügen hier doch noch posten kann, mal sehen.

Immerhin kann ich schonmal festhalten, dass ich letztes Jahr 40 Spielabende gespielt habe (Cons und Online-Runden nicht mitgerechnet), was mehr ist als ich dachte, weil doch öfter mal Termine ausgefallen sind. Außerdem hat mich sehr gefreut, dass dieses Jahr auch mal ein paar mehr Nicht-DSA-Abende stattgefunden haben, denn Abwechslung ist immer gut und mal mit Raumschiffen und Schusswaffen zu hantieren macht halt auch viel Spaß. Neben zwei Hollow Earth Expedition-Abenteuern (über jeweils 2 Abende) haben wir auch ein wenig Star Wars: Am Rande des Imperiums gespielt. Beides hat sehr viel Spaß gemacht. Ich hoffe, dass auch im nächsten Jahr immer mal wieder was in der Richtung stattfindet. Außerdem habe ich mich dieses Jahr auch mal an „Rollenspiel online spielen“ herangewagt, einerseits mit einer FATE-Star Wars-Runde über Videochat (die leider viel zu selten stattfindet, dann aber immer sehr viel Spaß macht) und andererseits mit einer DSA-Runde über Teamspeak und Fantasygrounds (was nach wie vor etwas ungewohnt ist, weil halt wirklich ganz ohne die Mimik der anderen Spieler zu sehen). Jedenfalls kommt beides nicht so richtig an eine Tischrunde heran, funktioniert aber besser als ich das vorher gedacht hätte.

In der normalen Tisch-Rollenspielrunde jedenfalls war das Jahr sehr geprägt von einem langen Abschnitt der Lamea-Kampagne, den wir in ungefähr 20 Spielabenden beendet haben. Trotzdem wird die Kampagne uns noch eine ganze Weile begleiten. Sehr schön war auch ein Ausflug in die Dunklen Zeiten, wo wir jetzt gerade zwischen den Feiertagen das Abenteuer „Inspectores“ gespielt haben. Ich halte die Dunkle Zeiten-Box nach wie vor für eines der großartigsten DSA-Produkte EVER, und gerade die ungewöhnlichen SC-Typen machen einfach total viel Spaß. Und das Setting mit seiner Mischung aus bekanntem Aventurien, noch deutlich zu erkennbaren myranischen Einflüssen und erlebbarer Geschichte ist toll. Vielleicht schaffen wir ja auch 2017 mal wieder einen Ausflug in die Vergangenheit. Ansonsten machen wir aktuell gerade die Uli-Lindner-Wochen und spielen jetzt nach „Zwischen den Fronten“ das Abenteuer „Vergessenes Wissen“, wobei wir bei letztem gerade erst einen halben Abend gespielt haben. Jedenfalls habe ich zu diesem Anlass endlich mal meinen Magier durch sein Zweitstudium gejagt und ein paar lustige Stunden mit Versinken in die Tiefen des DSA4-Regelwerks verbracht. Und ja, das meine ich ernst, für einen schon halbwegs hochstufigen Charakter 2500 AP und das Zweitstudium zur Verfügung zu haben und sich mal wieder richtig in die magischen Sonderfähigkeiten und dergleichen reinzugraben hat echt Spaß gemacht. Weniger Spaß machte die Erkenntnis, dass die elektronische Version des Zauberbogens verschwunden war – den neu zu bauen, hat gedauert und war echt nervig. Aber nun ist es ja geschafft.

Wie immer gibts da draußen noch drölfzig andere Systeme, die cool klingen und die ich gerne mal ausprobieren würde. City of Mist klingt zum Beispiel toll, um mal was ganz Neues zu nennen. Immerhin hab ich dieses Jahr auf der NordCon mal Splittermond ausprobieren können, was ich nur aus frühen Demo-Runden kannte. Ist auf jeden Fall ein sehr durchdachtes System mit einer wirklich fantastischen Einsteigerbox zum Sofort-Loslegen. Sehr gut. Da werde ich mir auch nochmal einen Charakter für bauen, um das auf Cons gegebenenfalls mal Spielen zu können. Sehr gefreut hat mich auch, dass das Magun-Rollenspiel von Leander Taubner so erfolgreich finanziert worden ist, weil da ganz offensichtlich jede Menge Herzblut und Liebe drinsteckt.

Was mich auch gefreut hat, war, dass ich zu zwei weiteren Publikationen für Myranor einen kleinen Beitrag schreiben konnte. Was genau, werd ich dann nochmal berichten, wenn die Bücher auch erscheinen.

Auch eine neue Erfahrung ist das Hören eines Rollenspiel-Podcastst. Eigentlich mag ich keine Podcasts und eigentlich schaue ich z. B. auch keine Let’s Plays (von so Highlights wie dem Worst of DSA von Orkenspalter TV mal ausgenommen), aber zum Glück wurde ich vom One Shot Podcast überzeugt. Neben der Star Wars-Kampagne habe ich inzwischen auch schon einige andere Folgen gehört und die Qualität ist wirklich herausragend. Außerdem sind die beiden Macher, die auch auf Twitter stets präsend sind, unglaublich toll und sympathisch. Also, wer One Shot noch nicht kennt – hört doch mal rein.

Mal sehen, was das neue Jahr an Rollenspieldingen noch so bringt. Generell kanns aber gerne so halbwegs so weitergehen. Und das in Bezug auf 2016 zu sagen, ist ja auch schon mal was wert 😉 .

In diesem Sinne – Frohes Neues und Game On!

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