Tagesarchiv: 7. August 2018

#RPGaDay2018 und Tagebuchbloggen, Tag 7

*gähnt* *schaut in die Kaffeetasse* Na dann wollen wir mal….

Frage 7: How can a GM make the stakes important?

Stakes ist auch so ein Wort, was sich schwierig übersetzen lässt. Tatsächlich bin ich mir auch nicht ganz so sicher, wie die Frage gemeint ist – geht es eher um Hindernisse, die überwunden werden müssen oder eher um Dinge, die auf dem Spiel stehen? Oder beides? Oder bin ich nur wirklich zu müde für alles inzwischen?

Naja, ich versuch es trotzdem. Was Hindernisse angeht, die die SC überwinden müssen – da kann man als SL auf jeden Fall drauf achten, dass man nicht für jeden Käse würfeln lässt, damit macht man die Proben, die man dann verlangt, schonmal bedeutsamer. Und, wie ich beim Schreiben des Myranor-Abenteuers damals gelernt habe: Keine Proben verlangen der Probe wegen, sondern überlegen, was passiert, wenn es keiner schafft und wie das Abenteuer dann trotzdem weitergeht.

Der andere Teil der Frage zielt vermutlich darauf ab, wie man es schafft, dass sich die Ereignisse am Spieltisch wichtig und dramatisch anfühlen. Da kann man natürlich nur wieder sagen: Bring das rein, was den Spielern wichtig ist. Ersetz den entführten generischen NSC durch jemanden, der den SC wichtig ist. Wenn du weißt, dass in drei Abenteuern Stadt A belagert werden wird, lass die SC vorher dorthin reisen, die Stadt und ihre Leute kennen- und liebenlernen, gib ihnen eine Stammkneipe oder ein eigenes Haus. Finde raus, was den Spielern (nicht den SC) besonders wichtig ist und lass es in Gefahr geraten.

Joah. Sehr viel mehr fällt mir dazu jetzt gar nicht mehr ein. Vielleicht noch, dass man auch ruhig mal was schiefgehen lassen kann, wenn die SC es blöd anstellen oder spektakulär schlecht würfeln. Jetzt halt nicht durch Total Party Kill (über SC-Tode schrob ich ja schon mal) und vielleicht auch mit Option, es wieder gut zu machen. Ich spiele eigentlich eh in keinen Gruppen, wo zu wenig geplant wird (eher zu viel), aber es ist vielleicht ein Tipp für Gruppen, wo viel unüberlegt gehandelt wird. (Auch wenn hier dann wieder gilt – wenn es einen sehr stört, lieber outgame ansprechen als ingame versuchen die Gruppe zu erziehen.)

Tagebuchblogcontent:

Der Tag begann für mich gestern um 06.00 Uhr, was ne Stunde eher ist als mein Wecker eigentlich klingelt. Ich wollte aber noch Yoga machen, weil 30 Tage jeden Tag und so, und nach der Arbeit wäre es ja schon wieder 30 Grad gewesen und außerdem war Montag und montags geh ich ja schwimmen. Also klingelte der Wecker um 06.00. Ich war kurz davor, ihn wieder auszumachen und weiterzuschlafen, aber dann hab ich mich mit der Überlegung, dass dann die Wohnung ne Stunde durchkühlen kann, doch aufgeraft. Und dann halt so ne halbe Stunde Yoga am offenen Fenster, während es draußen noch echt ruhig war, das war schon nett. Und ging auch trotz Müdigkeit ziemlich gut. Erstaunlich, ich hatte das ja schon ab und zu mal gemacht und dann meistens das Gefühl, noch so gar keine Kontrolle über meine Arme und Beine zu haben. Dann fertiggemacht für die Arbeit, noch schnell ein paar Podcasts aufs Handy geladen, dann los. Es war noch schön kühl draußen.

Im Büro angekommen, sogar schon kurz vor 08:00. Alle Fenster aufgerissen und dann erstmal die Post gestempelt und dann …. gewartet. Weil nix zu tun war. Gebloggt, auf Twitter gelesen, mehr „mein Feed findet den Podcast nicht“-Nachrichten angestarrt und meine technische Ahnungslosigkeit verflucht. Mail geschrieben wegen der erwähnten Familien-Haustausch-Geschichte. Mein Vater schrieb mir per WhatsApp und lobte meine Mail – jetzt hätte er auch verstanden, was ich eigentlich meine. Lol. Dann kam meine Chefin und nach einem kurzen … okay, etwas längeren … Gespräch über ihren Urlaub produzierte sie dann auch was zu tun für mich. Zwischendurch ein bisschen Telefon. Ich arbeitete sehr träge vor mich hin. Zu müde. Zu warm. Zu viel Baustelle im Haus.

Mittags kurz zu Rewe, eine Suppe und einen Pudding gekauft, den dann artikellesen aufgegessen. Apropos Artikel, dieser hier von Judith nämlich, zum Thema festgefahrene deutsche Fantastik. Dadurch angeregt über Klappentexte nachgedacht (Twitterlink). Und diskutiert. Und dabei schon wieder wenig gearbeitet, ich bin die schlechteste Arbeitnehmerin der Welt, was das angeht. Noch nen Anruf wegen der Mail vom Vormittag bekommen, das ist jetzt auch geklärt. Außerdem die Mail mit der Bestätigung des Umzugstermins erhalten. Yes!

Feierabend, Podcast hörend zum Schwimmen. Inzwischen so müde, dass ich befürchtete, beim Schwimmen einzuschlafen, und mit verspanntem Nacken und Kopfweh. Trotzdem geschwommen, es war mühsam. Weil: Voll. Ich hab ja ehrlich gesagt keine Ahnung, wieso so viele Leute mit ihren Kindern in die Alsterschwimmhalle (wo es halt außer ner Rutsche nix gibt außer dem großen Schwimmbecken und einem Mini-Außenpool) gehen, wenn es 30 Grad draußen sind und es einen Haufen Freibäder gibt, wo der Eintritt weniger kostet. Aber das ist nur so eine Überlegung am Rande, das Problem waren wie immer gar nicht die ganzen Jugendlichen, sondern die zu-dritt-nebeneinander-herschwimmenden Labertaschen und die Leute, die das Konzept der Rückeschwimmbahn nicht verstehen. Ich schwamm also zunehmend genervt hin und her und machte nach 50 Minuten Schluss. Geduscht, Haare gewaschen, zur Ubahn gelaufen. Wegen „HUNGER, Essen, jetzt“ schonmal ein belegtes Baguette gegessen. Daheim dann inzwischen richtig viel Migräne plus todmüde plus Nackenschmerzen plus Geschrammel und Lärm von irgendwoher. Dem Mitbewohner so halb beim Kochen geholfen, dann aber schnell aufs Sofa gewandert und da mit Kühlakku rumgelegen. Zwischendurch noch kurz eine Runde für die 3W6-Con eintragen (aaaah!). Dann gab Essen, ne Folge Brooklyn 99, ne Folge Avatar und dann bin ich ins Bett verschwunden und hab mit Schlafmaske und Ohropax und Netflix auf voller Lautstärke versucht, trotz der Lärmkulisse im Haus einzuschlafen, hat zum Glück nach auch geklappt.

Umzugserledigungen: Nope, keine.

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