Tagesarchiv: 5. August 2018

Genderswapped Podcast – Folge 1

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In der ersten Folge des Genderswapped Podcast reden Judith und Lena über Gleichberechtigung in Rollenspielsettings – wie ist es, wie war es früher, wie könnte es noch besser werden? Außerdem: Der Herr der Ringe als Medienthema – warum wir die Bücher und Filme immer noch lieben, auch wenn sie ungefähr so divers sind wie unser Heimatministerium.

Disclaimer: Der Ton ist diesmal irgendwie etwas schlechter als in Folge 0 – vor allem hört man leider Vogelzwitschern im Hintergrund, das auch Auphonic nicht herausgefilter hat, und auch ein paar Klick- und Raschelgeräusche sind vorhanden. Wenn ich noch versucht hätte, das alles rauszueditieren, würde diese Folge aber vermutlich 2025 erscheinen … deswegen hoffe ich, es ist trotzdem einigermaßen gut hörbar.

Zeitangaben und erwähnte Systeme:

00:00 Intro und Reaktionen auf Folge 0
01:15 Gleichberechtigung in Rollenspielsettings

  • Das Schwarze Auge: 02:45
  • DnD: 10:50
  • Numenera: 19:20
  • Splittermond: 20:20

21:00 Muss jedes Rollenspielsetting gleichberechtigt sein, geht es auch anders, und was für andere Konfliktgrundlagen gibt es?

  • Tharun: 23:45
  • Rakshazar: 25:30

27:00 Historische Settings

  • 28:30 Cthulu
  • 29.:05 Space 1889
  • Siebte See: 30:10
  • Myranor: 30:20

32:00 Herr der Ringe
41:50 Outro
42:20 Scherbenland-Spendenaktion

Shownotes

Representation in Dungeons and Dragons

Die zunehmende Anzahl von Spielerinnen bei Dungeons and Dragons

Misogyny and the female body in RPG

We have always fought

The first female gamers

Why minority settings in RPG matter

Der besagte Splittermond-Forenthread

Der erwähnte Roman von Horus W. Odenthal

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#RPGaDay2018 und Tagebuchbloggen, Tag 5

Tag 5, auf gehts!

Frage 5: Was ist dein liebster regelmäßig auftauchender NSC?

Grah. Ich stelle immer wieder fest, dass ich bei jeder Frage zu viel schreibe und dann am nächsten Tag feststelle, dass noch eine weitere ähnliche Frage danach kommt. Nun ja. Also auch hier ist die Antwort, dass es nicht EINEN NSC gibt, sondern eher so ein Dutzend. Das ergibt sich halt so, wenn man eh in einer festen Runde mehrere parallele Kampagnen spielt und es da natürlich immer wieder NSCs gibt, die mehrfach vorkommen. Ich könnte jetzt natürlich diverse offizielle DSA-NSC aufzählen, die ich mag, aber ich glaube, ich habe das schon wirklich sehr oft irgendwo hingeschrieben.

Weil ich auf Twitter vorhin schon las, dass viele Spieler oder Spielleiter gar nicht großartig im Kopf behalten, was es so an NSC gab – das ist bei mir definitiv anders. Über NSC, die ich sympathisch oder extrem hassenswert oder einfach interessant finde, denke ich oft auch außerhalb des Spiels und lange nach den Spielsitzungen noch nach.

Tagebuchblogcontent (schon wieder mit sehr viel Rollenspielanteil)

Gestern wieder um 07.30 wach, zum Glück mit Mühe nochmal eingeschlafen bis kurz vor 10. Yoga gemacht, dann diesen ewigen Blogeintrag von gestern verfasst und dann gabs auch schon Frühstück und es ging los zum Rollenspiel. Mit meiner Samstagsrunde spiele ich ja eigentlich immer DSA, aber gestern fehlte ein Spieler und wir haben stattdessen zwei Erzählspiele gespielt.

Einmal nämlich Kagematsu, wo man in einem kleinen japanischen Dorf im Jahr 1572 spielt, es ist Krieg, alle Männer sind wech, das Dorf wird bedroht. Auftritt Kagematsu, ein umherziehender Ronin, der das Dorf retten könnte. Will er aber nicht. Deswegen müssen die Frauen des Dorfes ihn dazu bezirzen. Der Clou ist, dass Kagematsu von einer Frau gespielt werden muss und die Dorffrauen möglichst von Männern. Ich will hier jetzt gar nicht in epischer Breite darüber schreiben, weil ich a) noch ein wenig darüber nachsinnen muss und b) das glaub ich eine Podcastfolge wird. Jedenfalls war es eine interessante Erfahrung und ich bin sehr glücklich, dass meine Spielrunde sich darauf eingelassen hat und das auch mit dem nötigen Ernst durchgezogen. Wir haben es sogar geschafft, pünktlich zum Essen fertig zu sein.

Dann also Essen, Burger und Spare Ribs vom Lieferdienst. Sehr lecker, aber irgendwie auch seeehr fettig, ich hatte danach den ganzen Abend Bauchweh. In der Essenspause noch lange über das Spiel diskutiert.

Danach weiter zum nächsten Spiel aus der Kleinen Reihe von System Matters, nämlich One Last Job. Da spielt man, wie der Name vermuten lässt, eine Crew, die sich nach langen Jahren noch ein letztes Mal zusammenfindet, um einen letzten Auftrag zu erledigen. Die SC werden erschaffen, indem man ein Problem festlegt, das der Erledigung des Auftrags im Weg steht und dann die dazu passende Person erfindet, die es lösen kann. Dann gibt es vier Szenen, in der man mittels einer Erfolgsleiste und eines Gefahrenpools versucht, ans Ziel zu gelangen und dabei nicht draufzugehen. Wir haben uns für gealterte Schurken entschieden, die versuchen müssen, die Zentrale Kriminaldatenbank zu zerstören, ehe die dort befindlichen Informationen nach draußen gelangen und ihr Leben ruinieren. Schon die Namen der Crew waren großartig: Dr. DOS (das gealterte Technikgenie, das leider alles nach der Erfindung des Atari für neumodischen Schnickschnack hält), Wreck-it-Ralph (der analphabetische Sprengstoffexperte), Diesel Weasle (der 1,50 große Trucker mit Make-America-Great-Again-Schirmmütze) und BlackOut (die Frau fürs Grobe, die eigentlich nur in Ruhe ihr Bodybuilding-und-Hausfrauengymnastik-Fitnessstudio BIG MAMA betreiben wollte).

Leider lief das Spiel dann nicht ganz so gut, denn nachdem die erste Szene sehr schnell erfolgreich abgeschlossen war, sahen wir uns mit einem quasi explosionsartig anwachsenden Gefahrenpool konfrontiert, der Erfolge so gut wie unmöglich machte. Mit Hängen und Würgen haben wir die 2. Szene dann noch durchbekommen und dann versucht, irgendwie die 3. und 4. Szene zusammenzulegen, um das Spiel noch zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Wurde aber nüscht, der Gefahrenpool war irgendwann 15 Würfel stark und keiner schaffte mehr irgendwas und dann haben wir es halt abgebrochen. War ein bisschen schade. Das Problem war glaube ich, dass wir am Anfang zu viele Mummpunkte eingesetzt haben (die erhöhen den eigenen Würfelpool) und damit zu viele Erfolge hatten und gleichzeitig zu viele Würfel da waren, die die Chance auf gewürfelte Einser (erhöhen den Gefahrenpool) erhöhten. Außerdem braucht man quasi Misserfolge, da die weitere Ausgestaltung der SC immer dann erfolgt, wenn diese eine Probe nicht schaffen. Dann können die Mitspieler nämlich Anekdoten über die früheren Leistungen erzählen und damit weitere Merkmale erschaffen, die den SC definieren und die dann auch für weitere Proben den Würfelpool erhöhen. Wenn man das aber nicht relativ früh im Spiel macht, fehlen diese Zusatzwürfel dann irgendwann, und da auch etwas Würfelpech dabei war, hatten wir oft das Problem, dass bei Fehlschlägen auch eine erzählte Anekdote nix mehr gebracht hätte. Vielleicht ist auch das Würfelsystem, bei dem immer nur die höchsten Würfel verglichen werden, nicht so richtig gut durchdacht, denn wenn der Gefahrenpool halt 3 Neuner zeigt, kann man kaum noch dagegen ankommen – auch wenn man mit Neuwürfeln und den Gleichstand-Mechanismen noch einen Erfolg hinbekommt, wird der meistens dann nur in einem Erfolgspunkt resultieren und einen Gefahrenwürfel von 15 wegzunehmen oder einen Punkt auf der 12 Punkte starken Erfolgsleiste zu schaffen, ist halt zu wenig.

Ich würde das gerne nochmal spielen und gucken, ob es bei einem weiteren Versuch besser läuft. Trotz des misslungenen Finales war es nämlich eigentlich sehr spaßig und wir haben wirklich sehr viel gelacht bei der Erschaffung dieser bekloppten Truppe.

Kurz nach Mitternacht dann heimgefahren, kurz nach 1 Uhr da gewesen, bis 2 Uhr noch wach gewesen, zu viel SL-Adrenalin. Zwar haben wir One Last Job in der spielleiterlosen Variante gespielt und Kagematsu hat ja eh keinen SL, aber ich hatte mir bei beiden Spielen halt die Regeln angeschaut und habe sie beide quasi moderiert und Regeln erklärt und so, und das war dann schon anstrengend und ich musste danach erstmal runterkommen.

Irgendwann dann eingepennt und gehofft, dass ich dann wenigstens ausschlafen kann. (Spoiler: Natürlich war ich nach nicht ganz 7 h wach).

Umzugserledigungen: Nope. Keine Zeit.

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