Fragmentarischer Frust, frisch.

Weil ich ja gefühlt hundert Jahre nicht mehr tagebuchgebloggt habe, mal wieder ein paar fragmentarische Updates.

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Heute in 7 Wochen hab ich endlich Urlaub. Und dann bin ich auch schon in Finnland. Da geht es nämlich dieses Jahr hin. Nach Finnland zu fahren ist übrigens sehr viel teurer als nach Irland zu fahren, außerdem – wieder was gelernt – ist es exorbitant scheißteuer, wenn man an einem anderen Ort anreist als man wieder abreist. Aber Finnland ist leider so groß, dass es sehr stressig wäre, in Helsinki anzukommen, dann nach Norden zu fahren und dann wieder zurück nach Süden. Denn ich muss natürlich nach Norden, an den Polarkreis, mit der Hoffnung, Nordlichter zu sehen. Und damit ich mal am Polarkreis war. Inzwischen ist auch fast alles gebucht. Flug, Mietwagen, Unterkünfte … nur ein Hotel für Helsinki fehlt noch. Aktuell habe ich ja vor allem Angst, dass es dann da 11 Tage durchregnet, denn man fährt ja schon wegen der Natur nach Finnland und nicht wegen 1875 tollen Schlechtwetteraktivitäten. Insofern habe ich schon Panik, dass der Urlaub womöglich einfach nur doof und teuer wird. Meh. Jedenfalls sind es noch 7 Wochen bis dahin und die krieche ich dem Urlaub jetzt auf dem Zahnfleisch entgegen.

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Ansonsten sind in Hamburg endlich Sommerferien, was hoffentlich heißt, dass die nächsten 6 Wochen einigermaßen ruhig werden im Büro. 2 Chefs sind auch im Urlaub und unsere Mandanten machen hoffentlich alle sechs Wochen Urlaub ohne Internet und Telefon :p . In 2 Wochen kommt dann auch die neue Azubine, die sich hoffentlich etwas besser anstellen wird als die Schlaftablette von Azubi, der mir hier die letzten 2 Jahre lang auf die Nerven gegangen ist.

Freie Freitage sind aber weiterhin großartig, vor allem, wenn sie nicht mit irgendwas verplant sind. Letzten Freitag war ich endlich mal wieder im Park und hab da über 2 Stunden im Schatten gelegen und gelesen. Das entspannt doch ungemein.

Entendinge.

Entendinge.

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Heute hingegen ist erst Montag, der anscheinend seinem Ruf alle Ehre machen möchte. Ich habe geschätzt fünf Stunden geschlafen, stand wegen gesperrtem Tunnel am Hauptbahnhof eine Stunde lang im Stau, die Kollegin ist erkältet, die nervige Putzfrau ist da und will die Fenster putzen und ich möchte einfach nur zurück in mein Bett.

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Sonst so: Pleiten, Pech und Pannen und unvorhergesehene Ausgaben. Erst fegt vorletzten Samstag jemand meine Brille zu Boden, so dass das eine Glas so verkratzt ist, dass ich neue Gläser brauche. Okay, die Brille ist 10 Jahre alt und ich wollte eh wieder mal nen Sehtest machen … immerhin bin ich nur geringfügig blinder geworden (eine halbe Dioptrie rechts und eine viertel links). Zack, 100 Euro für neue Gläser.

Dann wurde mein Plan, die ollen Winterreifen den Sommer über runterzufahren, weil ich eh neue brauche, am Donnerstag duchkreuzt: Platter Reifen hinten rechts. Also schnell nen Termin gemacht, um doch noch die Sommerreifen aufzuziehen. Stellt sich raus: Die sind genauso oll, ich brauche neue. Zack, 420 Euro für neue Reifen. (Und im November brauch ich dann neue Winterreifen, neuen TÜV und Inspektion. Da geht dann der nächste Tausender hin, schätz ich … mindestens.)

Diese Woche also: Dienstag Auto in die Werkstatt bringen, Mittwoch die Brille beim Optiker abgeben, Donnerstag die Brille mit neuen Gläsern wieder abholen. Ich hasse solche Rennereien. Argh.

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In diesem Zusammenhang mal wieder festgestellt, dass ich für jede Ausgabe, die höher ist als 100 – 200 Euro an mein Erspartes gehen muss, weil am Ende des Monats einfach nie Geld übrig ist. Wieder mal festgestellt, dass das kacke ist und es mich ankotzt, dass ich mit 30 Jahren so wenig verdiene, dass ich Urlaub, Autoreparaturen usw. mir nur leisten kann, weil meine Familie mir gelegentlich unter die Arme greift und weil ich Ersparnisse (natürlich auch nicht selbst erwirtschaftet, sondern geschenkt bekommen) habe. Man darf da gar nicht weiter drüber nachdenken :/ .

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Die letzten Wochen waren sehr stressig, weil neben der Arbeit noch etwas geschrieben werden wollte, wozu ich aber irgendwann noch mal gesondert bloggen will. Sagen wir erstmal nur so viel: 300.000 Zeichen schreiben ist eine Menge Arbeit. Und richtig blöd wird es dann, wenn es am Ende doch 360.000 geworden sind und man jede Menge Kram wieder rauskürzen muss. Hngh. Jeden Abend nach der Arbeit nochmal weitere 3 Stunden am PC zu sitzen (und entweder zu schreiben oder sich davor zu drücken) ist übrigens wenig erbaulich und macht auch viel Migräne.

Recherchedinge.

Recherchedinge.

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Von der NordCon hab ich ja schon so halb berichtet, jedenfalls war ich dieses Jahr dann auch wirklich da und nicht krank zu Hause (hurra!), habe sogar 2 Spielrunden gehabt (und möchte jetzt eigentlich schon sehr gerne eine Vampire-Runde, was mangels Regelwerk, Zeit und Gruppe aber irgendwie nicht so ganz hinhaut 😦 ) und ansonsten wieder viele nette Menschen getroffen. Dass es keinen einzigen DSA-Workshop gab, war zwar einerseits schade, andererseits aber auch schön, weil ich einfach machen konnte, was ich wollte und keinen Pflichttermin hatte. Das wird auf der nächsten Con sicherlich anders, denn die RatCon ist bestimmt voller DSA-Workshops, zumal ja das neue Regelwerk da erscheint.

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Neulich war ich bei meinen Eltern, das war an dem Wochenende, wo es so abartig heiß war (Anfang Juli). Das ist das erste Mal seit bestimmt 7 oder 8 Jahren, dass ich mal im Sommer da war. War dann auch schön, im Haus selber war es sehr angenehm kühl, im Garten konnte man es dann im Schatten mit Wasserschüssel zum Füße reinstellen auch aushalten. Abends haben wir gegrillt (was ich sonst mangels Garten, Balkon und Grill leider nie kann), das war auch schön. Nur meine Nichte war unglaublich quengelig wegen der Hitze und fing an zu brüllen, sobald meine Schwester sie mal 3 Sekunden wem anders in den Arm gegeben hat. Naja. Wenigstens der Hund hat sich gefreut, mich zu sehen (aber der freut sich  halt auch über jede Person, die ihn betüddelt *g*).

Hitzedinge.

Hitzedinge.

Elterliche Rosendinge.

Elterliche Rosendinge.

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DSA-mäßig haben wir inzwischen wieder mit der Königsmacherkampagne angefangen und es ist schon wieder alles sehr großartig. Und ich hatte glaub ich den coolsten Ermittlungserfolg meiner Rollenspielkarriere. Yeah.

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So. Ich glaube, das reicht als Update. Jetzt versuch ich irgendwie den Montag zu überleben ohne am Schreibtisch einzuschlafen …

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4 Kommentare

Eingeordnet unter blabla, Graaaah!

4 Antworten zu “Fragmentarischer Frust, frisch.

  1. Das letzere Gefühl kenne ich gut. Vampire-Runde klingt spannend! Ich leite derzeit ja auch eine und habe eine helle Freude daran. Was würdest du dir denn vorstellen? Also welhe Edition, welches Regelwerk? Leider gibts ja kaum noch aktive Spieler…

    • Äh, gute Frage – die Runde auf der Nordcon war glaub ich nach dem Regelwerk, was jetzt bei Ulisses grad neu auf deutsch als Jubiläumsausgabe erscheint. Ich kenn mich da aber nicht so aus, das war ja meine erste Runde. Das da müsste es sein: http://www.ulisses-spiele.de/neuigkeiten/2014-08-08-vampire-die-maskerade-v20-bei-ulisses-spiele/
      Neid, dass du eine Runde hast 😉 Ich war ja schon nach der 5-stündigen Proberunde sehr begeistert von der Herangehensweise, die ja doch etwas sehr anders ist als beim klassischen Fantasy-RPG.

      • Ja, das stimmt. Ist meine erste SL-Runde, und ich finde es viel leichter, in der „realen“ Welt nach Storyhintergründen zu suchen, als mich durch zig Regelwerke lesen zu müssen – zumal meine Mitspieler allesamt Cracks sind, was Fantasy-Regelwerke angeht. Beim Vampire ist es total sichtig, den komplette Außenwelt zu haben, also die ganze Umwelt als – zumindest grob skizzierte – NSCs mit ihren eigenen Wünschen, MAcken und vor allem Zielen. Dann kann man die Spieler ziemlich gut „frei laufen“ lassen und kriegt nicht jedesmal Zustände, wenn aus Lösung a)-d) dann e) gewählt wird.
        Was für einen Char hast du denn gespielt?

  2. Ich spielte einen Schauspieler aus dem Clan der Toreador. Was gut passte, das Abenteuer spielte unter anderem an einem Filmset 😉 Letztendlich mussten wir allerding vorm Finale abbrechen, wie das auf Conventions halt manchmal so ist. Aber es gab eine sehr lustige Szene, als unsere nicht sehr unterwelterfahrenen Vampire versuchten, Drogen zu kaufen …

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