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Mediengedöhns im April 2017

Der zweite Mai, ein sehr montagiger Dienstag … Zeit, mal wieder über Bücher und Filme und Serien zu schreiben.

Bücher

Schon im Februar gelesen und letztes Mal total vergessen: The Martian. Das hatte ich schon vor einer ganzen Weile geschenkt bekommen und habe es dann in der Hoffnung auf eine gut runterlesbare Nebenherlektüre angefangen, als der Umzug bevorstand. Und tatsächlich las es sich auch gut und recht schnell so weg. Die Story sollte inzwischen ja vermutlich bekannt sein – Mark Watney strandet bei einer Marsmission auf dem Mars, als er versehentlich von seinem Team zurückgelassen wird, und muss dann irgendwie überleben, bis ihn irgendwer wieder abholen kann. Was ich am Buch gut fand, waren die offenbar sehr gut recherchierten und auch für Wissenschaftsdeppen wie mich gut aufbereiteten Fakten, Umstände und Methoden, mit denen Watney da so vor sich hin überlebt. Auch was parallel dazu auf der Erde so passiert, wo quasi die ganze NASA daran arbeitet, ihn zurückzuholen, ist ganz spannend. Nicht so glücklich war ich mit der Ausarbeitung der Charaktere, da bleibt viel nur an der Oberfläche, gerade in Anbetracht der Umstände, was alles passiert. Sowohl bei den Schlüsselfiguren auf der Erde als auch bei Watneys Crew hätte ich mir da ein bisschen mehr gewünscht. Und Watney selber …. naja. Sagen wir mal, ich war sehr froh, als der zweite Handlungsstrang auf der Erde einsetzte, weil der Typ mit seiner selbstherrlichen, übertrieben lustigen, Schaut-her-ich-bin-so-ein-cooler-Wissenschaftsnerd-Art mir nach 50 Seiten schon richtig auf die Nerven ging. Dadurch war das Buch zwar schon spannend, aber emotional mitgenommen hat es mich gar nicht. War vielleicht auch nicht der Sinn der Sache. Egal. Jedenfalls schon ein interessantes Buch mit einem gut durchdachten Gedankenexperiment, aber jetzt nix, was ich nochmal lesen würde. Vielleicht schau ich mir mal den Film dazu an.

Dann hab ich noch American Gods gelesen, wobei das ein Re-Read war. Ich hatte das Buch vor ungefähr 10 Jahren auf deutsch gelesen, wusste aber nicht mehr allzu viel von der Handlung, deswegen habe ich zusammen mit ein paar Leuten auf Twitter zur Vorbereitung auf die Serie, die seit gestern läuft, nochmal einen zweiten Lesedurchgang (diesmal auf Englisch) gestartet. Ich war dann auch echt erstaunt, wie viel von den ganzen Sachen, die da passieren, ich nicht mehr wusste. Jedenfalls ist American Gods immer noch ein hochinteressantes Buch voller cooler und verschrobener Figuren, Ideen und Dialoge. Tatsächlich nicht mal mein Lieblingsbuch von Gaiman, aber schon verdammt gut. Die erste Folge der Serie fand ich auch absolut gelungen.

Und dann noch das zweite Buch, das ich zur Vorbereitung auf die anlaufende Serie gelesen habe: The Handmaid’s Tale von Margaret Atwood. Die Autorin kannte ich ja schon von der von mir sehr geschätzten Madaddam-Trilogie, die zu den besten Sachen gehört, die ich in den letzten Jahren gelesen habe. Und auch unter dem irgendwie irreführenden Titel, der eher nach irgendeiner historischen Schmonzette klingt, verbirgt sich eine absolut krasse Dystopie, die mich beim Lesen irgendwie echt fertig gemacht hat. Wenn man wissen will, worum es geht – vielleicht einfach mal den Trailer zur Serie anschauen. Jedenfalls ist das Buch auch unglaublich gut geschrieben, gerade auch durch die Art und Weise, wie Offred als Erzählerin mit ihrer eigenen Erzählung hadert und sich gelegentlich selbst berichtigt, zwischen Erinnerung und Gegenwart hin- und herspringt und sich immer wieder selbst ermahnen muss, weiterzusprechen. Das Einzige, was ich nicht unbedingt gebraucht hätte, ist der Epilog, der eine fiktive historische Einordnung der Erzählung ca. 150-200 Jahre nach den Geschehnissen vornimmt. Das war zwar ganz cool, ich hatte aber ein wenig das Gefühl, dass das Buch vielleicht noch besser gewirkt hätte, wenn man das eigentliche Ende einfach so stehengelassen hätte (und vielleicht würde man das heute auch so machen, wenn das Buch jetzt neu geschrieben würde). Ich fand es jedenfalls krass, wie aktuell das Buch ist. Es wurde 1985 geschrieben, in dem Jahr, in dem ich geboren wurde. 32 Jahre später sind wir immer noch längst nicht soweit, dass man sagen könnte „ach, sowas kann ja in Wirklichkeit nicht passieren“. Im Gegenteil, der beschriebene Umbruch der Gesellschaft von den modernen USA in eine religiöse und unterdrückende Diktatur wirkt auf mich so, als könnte er aktuell genauso passieren. Keine sehr erbauliche Lektüre, insgesamt, aber in den aktuellen Zeiten umso wichtiger.

Filme und Serien

Ich war zweimal im Kino seit dem letzten Mediengedöhns, deswegen werden jetzt beide Filme hier erwähnt, auch wenn der zweite schon am 01.05. war. Aber bis Ende Mai hab ich ja alles wieder vergessen.

Der erste Kinobesuch war Ghost in the Shell. Ich muss dazu sagen, dass ich den Anime-Film und die Serie nicht kenne und den Film also ohne Vergleichsmöglichkeit zu den älteren Sachen gesehen habe. Generell fand ich ihn nicht schlecht, aber auch nicht gerade bahnbrechend gut. Das liegt glaube ich daran, dass das Thema künstliche Menschen, Androiden und die Frage nach dem Unterschied zwischen „künstlichem“ und „echtem“ Leben aktuell in recht vielen Serienfilmenbüchern behandelt wird, und zwar fast durchgehend tiefgreifender als in dem vor allem auf Optik und Action ausgerichteten Ghost in the shell. Dafür war die Optik halt auch wirklich super, Scarlett Johannson kann ich mir eh immer anschauen und der Film war schon gut gemacht. Wobei der Plot halt aus dem Trailer komplett ersichtlich war und keine Überraschungen whatsoever bereit hielt, das hätte man schon ein bisschen besser machen können. Dafür war das Wenige, was man so von dem Setting der fiktiven Welt mitbekommt, ziemlich cool und machte irgendwie Lust auf mehr Informationen darüber. Insgesamt kein superguter Film, aber ganz unterhaltsam und schön anzusehen.

Gestern war ich dann im Kino zu Guardians of the Galaxy Vol 2. Den ersten Teil hatte ich vor zwei Wochen nochmal auf BluRay geschaut und weiter für sehr unterhaltsam und gut befunden, auch wenn mir beim ersten Schauen im Kino irgendwie der völlig alberne und gesichtslose Bösewicht Ronan gar nicht so negativ aufgefallen war wie jetzt beim zweiten Gucken. Der liefert sich echt einen Wettstreit mit Malekith aus Thor 2 um den lamesten Marvel-Bösewicht ever. Aber egal, er ist ja auch eigentlich nur wichtig, um den Guardians wen zu geben, der sie zusammenschweißt. Jedenfalls nun: Teil 2. Nach dem Trailer hatte ich ja ein bisschen Sorge, dass der Film zu übertrieben vollgestopft mit Witzen und absurden Actionszenen sein würde, und tatsächlich gibt es auch eine sehr hohe Dichte an Gags und Punchlines und absurden Situationen, die ich in der Konzentration nicht unbedingt gebraucht hätte. Aber es ist noch nicht so viel, dass es mich gestört hat, und tatsächlich gibt es auch immer wieder einige ruhige Momente und der Film kommt – im Rahmen eines MCU-Films – doch mit ein paar überraschenden Charaktermomenten um die Ecke. Das liegt vor allem daran, dass er einige ungewöhnliche Figurenkonstellationen zusammenstellt, als sich die Guardians längere Zeit trennen, so dass z. B. Rocket und Yondu oder Drax und Mantis (ein neuer Charakter) länger miteinander interagieren. Generell mag ich es ja gerne, wenn auch so knallbunte Actionfilme noch ein gewisses übergreifendes Thema haben, und das hat Guardians 2 auf jeden Fall: Es geht um Familie. Die, die man hat, die die man neu findet und die, von der man sich lossagen muss. So ungefähr. Neben Peter Quill, der nun endlich seinen Vater kennenlernt und Gamora und Nebula, die sich wiedertreffen, gibt es noch diverse weitere Konstellationen, wie die große brutale „Familie“ der Ravager und nicht zuletzt natürlich auch die Guardians-Crew selber, die mit Baby Groot auch noch quasi ein (sehr niedliches) Kleinkind-Äquivalent dabei hat. Nun ist das Thema nicht gerade neu, auch nicht für Marvel und das MCU, aber es funktioniert für mich sehr gut. Okay, ich habe auch einfach eine Schwäche für bunte, leicht dysfunktionale (Ersatz-)Familien, aber für mich hat der Film es einfach, wie schon beim ersten Teil, geschafft, mich mitzunehmen und emotional genug zu involvieren, so dass ich am Ende des Films mal wieder dezent tränenüberströmt in meinem Kinosessel hing. Auch sonst hat der Film viel von dem wiederholt, was der erste Teil schon gut gemacht hat: Coole Musikauswahl, gute Actionszenen, großartige bunte Optik. Da gab es wirklich nix zu meckern, allein der Abspann war schon unglaublich witzig und liebevoll gemacht. Außerdem hat mir gut gefallen, dass das Ungleichgewicht zwischen weiblichen und männlichen Charakteren in diesem Film wenigstens etwas weniger stark ist – neben Gamora, die im ersten Teil noch mehr so ein Smurfette-Dasein fristete, sind diesmal Nebula und Mantis dabei, letztere ist auch in erfrischender Abwechslung nicht noch eine dritte Meisterassassinin, sondern eine leicht sozial inkompetente Empathin, was ich ganz entzückend fand (vor allem im Zusammenspiel mit Drax). Okay, dass die ungefähr 200 gezeigten Ravager wieder alles nur Typen sind, hätte jetzt nicht sein müssen, ebensowenig wie die ausschließlich weiblichen Androiden-Nutten, aber nun gut, irgendwas zu meckern gibt es ja immer. Insgesamt hatte ich jedenfalls viel Spaß mit dem Film.

Ich ärgere mich ja bei wenigen Filmen darüber, sie nicht im Kino gesehen zu haben, aber der nächste war so einer: Mad Max – Fury Road ist endlich auf Netflix und ich habe ihn inzwischen gesehen. Und oh Mann, muss der im Kino auf der großen Leinwand gerockt haben. Ich hatte den Film damals nicht im Kino gesehen, weil ich den Trailer sah und nur so dachte „weee teee eff, was soll das bitte sein??“. Und ich muss auch sagen, dass ich beim Film selber ein wenig gebraucht habe, um mich darauf einzulassen, dass da jetzt ein Haufen komischer bleicher Typen, die aussehen wie vom Cover der nächstbesten Black Metal-Platte entsprungen, mit abstrusen Fahrzeugen und Flammenwerfern und Musikinstrumenten durch die Wüste fahren und sich gegenseitig abmetzeln. Aber sobald dann der eigentliche Plot mit Furiosa und den befreiten Frauen anfing, war ich sehr on board. Okay, ehrlich gesagt konnte ich mit Max nicht so viel anfangen, weil für mich Furiosa und die anderen Frauen und Nux so die Helden des Films waren, aber er hat auch nicht gestört. Und überhaupt, Furiosa. Was für ein großartiger Charakter, und toll gespielt. Insofern: Sehr cooler Film, bin froh, dass ich den endlich gesehen habe.

Kommen wir zu den Serien:

Da war einmal die zweite Staffel von Colony. Immer noch eine Serie, die fast niemand kennt, obwohl sie fantastisch gut ist. Soweit ich weiß, läuft sie aber in Deutschland auch auf gar keinem Sender. Sehr ätzend. Die zweite Staffel macht jedenfalls genau da weiter, wo die erste aufhört, mitten im von Aliens besetzten L. A. und der Familie Bowman, die irgendwo mitten zwischen Arbeit für die Regierung und Aktivität im Widerstand steckt. Was Colony so gut macht ist weiterhin die absolute Stimmigkeit und Konsequenz, mit der die Serie geschrieben ist. Viele Szenarien dieser Art gleiten ja irgendwie in eine Mischung aus Katastrophenfilm und Patriotismus ab, während Colony es schafft, dass jede Person, jede Partei in dieser Besatzung, gleichzeitig irgendwo nachvollziehbar und trotzdem konsequent ist. Für fast jeden Charakter gilt, dass er/sie nur das macht, was er für das Richtige hält oder nur ihren eigenen Arsch retten will. Und gerade daraus ergeben sich die interessanten Konflikte und die teilweise sehr krassen Auseinandersetzungen. Die Schauspieler machen ihre Sache auch weiterhin sehr gut, wobei der Star der Serie für mich einfach die Art ist, wie sie geschrieben ist. Ich empfehle sie weiterhin sehr, eine dritte Staffel wurde zum Glück bereits bestätigt.

Zurück zu den dysfunktionalen Ersatzfamilien: Sehr viel Spaß hatte ich an der zweiten Staffel Legends of Tomorrow, was glaub ich so das Serienäquivalent zu Guardians of the Galaxy sein dürfte (und halt DC statt Marvel). Nachdem die restlichen DC-Serien bei mir auch nach einem Crossover mit LoT nicht den Wunsch wecken, sie mir anzusehen, bin ich trotzdem froh, bei dieser Serie drangeblieben zu sein. Staffel 1 war ja irgendwie seltsam:  Tolle und großartige Charaktere, dagegen hanebüchende Story und furchbar schlechter, langweiliger, eher mies gespielter Antagonist. Wegen der Charaktere bin ich drangeblieben und das hat sich auch gelohnt. Die Autoren scheinen jegliche Ambitionen von „wir müssen eine ganz doll tragische Story erzählen“ zum Glück über Bord geworfen zu haben und präsentieren eine zwar auch abgefahrene, aber weniger melodramatische Story. Außerdem sind zwei neue Charaktere dabei, die ich beide total großartig finde. Außerdem wurde Rip Hunter ein ganzes Stück unwichtiger, was ganz gut ist, denn so sehr ich Arthur Darvill mag … Rip in Staffel 1 war einfach nur unerträglich inkompetent und nervig. In Staffel 2 bekommt der Schauspieler sehr viel mehr zu tun und Rip wird damit auch etwas interessanter. Und es gibt viel Screentime für Sarah Lance, was einfach super ist, weil Sarah super ist. Außerdem gibt es einfach so großartig abgedrehte Ideen für die einzelnen Folgen, dass ich die Serie einfach toll finden muss. Konföderationskrieg mit Zombies! Auf Schatzsuche mit Tolkien im ersten Weltkrieg! Camelot! Und natürlich die Folge, in der dringend George Lucas überzeugt werden muss, Star Wars zu drehen … wie gesagt, die Serie nimmt sich inzwischen einfach mal gar nicht mehr ernst und das ist das beste, was ihr passieren konnte. Sehr vergnügliche Angelegenheit, ich freu mich auf Staffel 3.

Und zum Schlus war da noch: The Get Down – Part 2. Schon die ersten 6 Folgen des Hip-Hop-Musik-Dramas haben mich letztes Jahr sehr begeistert, ich wusste auch gar nicht, dass es eine Fortsetzung gibt, bevor nicht auf einmal der Trailer dazu draußen war. Dass es nach den insgesamt 11 Folgen noch weitergeht, ist wohl eher zu bezweifeln, aber das ist zur Not auch schon okay so, da die Serie zwar ein eher offenes Ende, aber immerhin einen guten Abschluss hat. Auch wenn ich eigentlich schon gerne zu jeder Figur noch wüsste, wie es mit ihnen weitergeht. Jedenfalls ist die Serie wirklich genau mein Fall, auch wenn ich keinen Hiphop höre. Aber die Mischung aus Musik und Liebesgechichten und Kriminalität und Politik und Zeitgeschichte und Graffiti und Coming of Age und Drogen und Familie und ALLEM ergibt einfach ein unglaublich dichtes, schönes, verrücktes Großstadtmärchen, was noch unterstützt wird von den in Staffel 1.5 teilweise als Comic-Animation erzählten Passagen. Die Musik ist auch wieder total gut und ich hatte diverse Lieder noch lange im Kopf. Und obwohl dieser Teil der Story vielleicht in 11 Folgen maximal 30 Minuten lang vorkommt, gehört die Lovestory zwischen Dizzie und Thor für mich zu den schönsten Liebesgeschichten, die mir in letzter Zeit so untergekommen sind. Also, Menschen mit Netflix-Account – guckt mal rein in die Serie, sie ist so toll.

Und damit wars das auch mit dem Mediengedöhns für April. Ich habe tatsächlich auch ein neues Spiel angefangen, aber da bin ich noch nicht so weit, richtig viel dazu schreiben zu können.

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Mediengedöhns im August und September 2016

Wegen des Urlaubs kam ich nicht für einen Eintrag für August, daher gibt es heute mal  wieder zwei Monate am Stück.

Bücher

Nach der Zerbrochenen Puppe habe ich auch die in der selben Welt spielende Kurzgeschichtensammlung Eis und Dampf angefangen, allerdings bin ich noch so mitten dabei. Und dabei kommt nächsten Monat schon die Fortsetzung zur Puppe. Vielleicht schaff ichs ja noch vorher – leider bin ich ja immer so unmotiviert, Dinge auf dem Ebook-Reader zu lesen und habe deshalb länger nicht weitergelesen. Bis auf eine Ausnahme haben mir die Geschichten bisher aber gut gefallen. Wenns euch interessiert – mehr gibts in der Lovelybooks-Leserunde zum Buch.

Es folgt unvermeidlicher Star Wars-Content:

Nachdem ich Star Wars Rebels ja quasi durchgesuchtet habe, dann voller Spannung auf die nächste Staffel warten musste und mehr Star Wars-Input wollte, habe ich mir dann erstmal den ersten Sammelband des Kanan-Comics gekauft. Begleitend zu Rebels gibt es eine Comicreihe zu Space-Jedi-Cowboy Kanan Jarrus, und davon gibt es jetzt schon 2 Sammelbände. Kanan – The Last Padawan ist der erste davon, beinhaltet die Comics 1-6 und ist das zweite Comicbuch, das ich in meinem Leben überhaupt gelesen habe. Inhaltlich geht es darum, wie aus dem jungen Jedi-Padawan Caleb Dume denn nun Jedi-Space-Cowboy Kanan Jarrus wurde. Wie man sich denken kann, keine sehr erfreuliche Geschichte, die wirklich schön und sehr traurig und mit wunderschönen Bildern versehen erzählt wird. Ich kenne mich ja gar nicht aus mit Comics, war aber total begeistert von dem Zeichenstil. Band 2 liegt auch bereits zu Hause.

In quasi chronologischer Reihenfolge folgte dann A New Dawn, der Roman, in dem Hera und Kanan sich kennenlernen. Grund genug, den Roman zu lesen – er ist aber auch sonst sehr gut. Vom exotischen Schauplatz über einen fiesen Antagonisten und tolle Nebencharaktere fand ich eigentlich alle Elemente des Romans ziemlich großartig. Sprachlich war er auch gelungen, mit einigen, aber nicht zu vielen humorigen Stellen. Insofern: Empfehlung, nicht nur für Rebels-Fans. Achja: Und wenn Kanan und Hera nach diesem Roman nicht sowas von #SpaceMarried sind, dann weiß ich aber auch nicht!

Filme und Serien

Irgendwie gibts an der Serienfront grade echt viel zu schauen, ich fühle mich fast ein wenig gestresst. Die Zeiten, wo es im Sommer nix zu schauen gab, sind definitiv vorbei.

Recht lange beschäftigt haben mich die abschließenden beiden Staffeln von Person of Interest (also Season 4 und 5), die ich am Stück geschaut habe. Ich fand die Serie ja von Anfang an ziemlich gut, wobei sie im Laufe der Zeit trotzdem noch ein ganzes Stück besser wurde. Umso bedauerlicher, dass der Sender sie nicht nur abgesetzt hat, sondern als finale Staffel auch nur eine halbe mit 13 Folgen genehmigte. Das hat man dann der letzten Staffle leider auch ziemlich angemerkt, und dass anscheinend seitens des Senders auf dem Grundsatz „1 Fall mit Nummer pro Folge“ beharrt wurde, hat es auch nicht unbedingt besser gemacht. Allerdings denke ich, die Macher der Serie haben rausgeholt, was rauszuholen war, und ich war mit dem Abschluss der Serie eigentlich sehr zufrieden. Wie sich der Plot am Ende auflöst, fand ich jetzt nicht ganz so super und originell, aber die letzte Folge konzentrierte sich komplett auf die Charaktere, und das hat mich dann wieder mit dem Ganzen versöhnt und sehr zufrieden zurückgelassen. Generell fand ich die Serie in ihrer Gesamtheit sehr gut und empfehlenswert. Ich mochte die Hauptcharaktere, auch wenn sie natürlich in gewisser Weise überzeichnet sind. Außerdem gibt es jede Menge großartiger und recht diverser Nebencharaktere, die teilweise sehr aktuellen Themen erschienen mir immer gut recherchiert und die Mischung aus Drama und auch mal komischen Momenten stimmte. Also, gehet hin und schaut das.

Auch ebenfalls sehr empfehlenswert ist Stranger Things, eine Netflixproduktion mit bisher nur 8 Folgen (eine 2. Staffel ist aber bestellt). Eine wunderschöne, teilweise gruselige, teilweise sehr rührende Serie um ein geheimnisvolles Mädchen, 4 DnD-spielende Freunde und eine Kleinstadt in den Achtzigern. Die Serie hat mich von der Stimmung her total an Donnie Darko erinnert, was natürlich nur positiv ist, weil das einer meiner Lieblingsfilme ist. Teilweise fängt die Serie etwas klischeehaft an, allerdings werden etliche der Klischees später auch gekonnt durchbrochen. Insgesamt habe ich an der Staffel wirklich nix zu meckern. Nur das permanente Lichtflackern, vor allem im Finale, war mir zu krass, da musste ich teilweise wegschauen, um keine Kopfschmerzen zu kriegen – aber das liegt eher an mir als an der Serie. ich bin gespannt, ob Staffel 2 da mithalten kann, freue mich aber auch, dass es noch mehr von der Serie geben wird.

Noch eine Netflixproduktion: The Get Down! Leider eine kaum beachtete Serie, was ich sehr schade finde. The Get Down spielt im New York, bzw. der Bronx der Siebziger, und war die meines Wissens nach bisher teuerste Serie, die Netflix produziert hat. Und wenn man sie gesehen hat, ahnt man auch warum, denn neben diversen spektakulären Massenszenen in verschiedenen Clubs, eindrucksvollen Aufnahmen New Yorks (teilweise mit brennenden Häuserblocks) fährt auch jede Folge eine Ubahn durch New York, auf die der Folgentitel aufgesprayt ist. In der Serie geht es jedenfalls um das New York der 1970-er und besondere dessen Musikszene mit Schwerpunkt auf Hiphop. Und irgendwo auch um Politik. Und Graffiti. Und Liebe. Und Drogen. Und so. Am Anfang dachte ich, das Ganze würde eher so in die düster-realistische Richtung gehen, aber tatsächlich ist die Serie einfach ein buntes Großstadtmärchen mit fantastischer Musik und großartigen Darstellern. Ich hoffe, sie findet noch mehr Zuschauer und Fans.

Und nochmal Netflix: Inzwischen habe ich auch endlich mal Zeit gehabt, die 4. Staffel Orange is the new Black zu schauen. Die Serie wird irgendwie mit jeder Staffel finsterer und fieser, was aber nicht dran liegt, dass man aus der gelungenen Mischung von Drama und Comedy ausbrechen würde, sondern daran, dass die Themen ernster und erschreckend aktuell werden. Das Thema von privatisierten Gefängnissen begleitet die Serie schon seit der letzten Staffel, in der vierten kommt noch das der leider wieder sehr aktuell präsenten Gewalt gegen People of Color hinzu, ebenso wie das der allgemeinen Kriminalität und „Bandenbildung“ in Gefängnissen. Nachdem Staffel 2 und 3 ein für mich sehr positives, emotionales Finale hatten, konnte ich das Finale der 4. Staffel kaum ertragen. Auch deshalb nicht, weil man inzwischen ja weiß, dass es in privatisierten US-Gefängnissen eben genau so, wenn nicht noch schlimmer zugeht. (Ich empfehle da nochmal dringend den sehr langen, aber sehr lesenswerten Artikel aus der Mother Jones.) Orange is the New Black bleibt für mich auch in der vierten Staffel eine fantastische Serie – dass sie sich traut, sich auch dieser politischen Themen anzunehmen, macht sie umso empfehlenswerter.

Ansonsten war ich mal wieder krank und habe, weil ich Lust auf nen dummen Film hatte, Step up geschaut. War dann auch der erwartete ganz nette Tanzfilm ohne jegliche Überraschung im Plot, aber ganz nett anzusehen. Außerdem hab ich wegen bin krank/bin müde/brauch Unterhaltung zum essen oder kochen auch schon 2 Staffeln Gilmore Girls gesehen. Bei der Serie schwanke ich immer so zwischen „doch ganz süß“ und „irgendwie ziemlich dumm“, wobei ich bei mehreren Folgen am Stück dann doch eher bei „dumm“ lande, aber man kann es halt so ganz gut nebenher gucken (und über einen sehr jungen Jared Padalecki lachen). Achja: Der Titelsong nervt nach 3 x Hören richtig.

Spiele

Weiterhin nix am PC gespielt, irgendwie ist da gerade die Luft raus bei mir. Dafür aber: X-Wing. Das ist das Star Wars-Tabletop, was der Herr Mitbewohner von der DSA-Runde zum Geburtstag bekam und was wir seitdem immerhin schon anderthalb Mal gespielt haben (beim 2. Mal hatten wir irgendwie beide so eine Kombination, die nicht totzukriegen war, deswegen mussten wir dann irgendwann die Partie abbrechen, weil das Essen fertig war). Ich bin ja eigentlich echt gar kein Tabletop-Fan, aber X-Wing begeistert halt schonmal mit seinen extrem großartigen Raumschiff-Miniaturen, die auch einfach toll anzuschauen sind. Und auch wenn ich bei einer Runde Zuschauen auf der HeinzCon überhaupt nicht kapiert hab, wie das Spiel funktioniert, war es dann doch im ersten Test und wenn man erstmal alle Sonderregeln weglässt, recht einfach. Größtes Problem  war irgendwie, sich nicht total zu verschätzen und ständig in die anderen Raumschiffe oder Asteroiden reinzufliegen. Die Regeln an sich sind aber zumindest in der Grundform schnell kapiert. Bewegung planen, bewegen, schießen, ausweichen – das wars schon, wenn mans ganz einfach herunterbricht. Und es macht schon ziemlich Spaß und man kann noch gut dabei einen SW-Soundtrack hören. Da werden auf jeden Fall noch einige Partien folgen – und vermutlich noch ne Ecke Geld drin versenkt werden, denn die Schiffe und das Zubehör sind schon ziemlich teuer. Dafür kann man sich die Modelle dann wenigstens noch schick ins Regal stellen.

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Pew-pew!

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