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Mediengedöhns im Juni 2016

Ehe es schon wieder auf einen Doppelmonatmedienrückblick hinausläuft, schreib ich doch noch schnell mal den Juni 😉 .

Bücher

Tatsächlich schon wieder ein Buch geschafft, an dem ich seit Monaten rumgelesen hab. Diesmal: Staked (Iron Druid Chronicles 8) von Kevin Hearne. Also Teil 8 von „Druiden gegen den Rest der Welt“. Pfuh, irgendwie würde ich gerne mehr dazu schreiben, aber ich hab es über so lange Zeit verteilt gelesen, dass ich jetzt nicht mehr so richtig vor Augen habe, welche Szenen ich gut oder schlecht fand. Das Buch war wieder sehr kurzweilig, ich fands aber dafür, dass es der vorletzte Band ist, irgendwie ein bisschen zu leichtherzig und lustig und random, da hatte ich mir doch schon irgendwie mehr erhofft. Auch dass die drei Hauptfiguren sich eigentlich bis kurz vorm Ende aufgeteilt über die ganze Welt verstreuen, fand ich nicht so richtig gut. Auf Band 9 und wie das Ganze dann letztendlich ausgeht bin ich aber trotzdem gespannt.

Filme und Serien

Filme gabs keine im Juni.

An Serien war da einmal die 4. Staffel Orphan Black, die mir ziemlich gut gefallen hat. Nach dem „es gibt immer noch eine mächtigere Organisation, die wirklich dahintersteckt“-Geschwurbel der 3. Staffel besinnt sich Staffel 4 wieder mehr auf die Ursprünge und wird wieder persönlicher. Auch die Neolutionists aus Staffel 1 sowie die Geschichte um Beth haben wieder ein Comeback und insgesamt fand ich die Handlung wieder greifbarer und weniger abgehoben. Auch dass Felix endlich mal ne eigene Storyline bekommen hat, hat mir gut gefallen. Das Ende wurde dann zwar wieder etwas abgefahren, aber da bereits jetzt bekannt ist, dass die 5. Staffel die letzte sein wird, hoffe ich doch sehr, dass es dann nochmal eine gute Story und Auflösung geben wird. Ansonsten muss man glaub ich nicht mehr erwähnen, wie großartig Tatiana Maslany all ihre Rollen spielt – aber auch die anderen Schauspieler sind wirklich gut.

Zur 7. Staffel Modern Family gibts so viel gar nicht zu sagen. Nur: Wieso laufen davon nicht viel mehr Folgen? Wieso ist die Staffel immer so schnell vorbei? Und wie machen die Schreiber es, auch nach 7 Staffeln noch so großartige Ideen zu haben und so witzige und rührende Momente zu schreiben? Keine Ahnung. Ich liebe die Serie schon sehr. Und sitze jetzt wieder im Comedy-Loch, weil es kaum Comedy-Serien gibt, die ich mag und nicht schon gesehen habe.

Dann lief natürlich wieder Game of Thrones! Die 5. Staffel fand ich ja mal eher so naja, daher hatte ich mich auf Staffel 6 auch gar nicht so sehr vorgefreut. Ein paar Sachen haben mich, gerade in den ersten Folgen, auch etwas gestört (Dorne!!), zum Ende hin wurde die Staffel aber sehr viel besser. Zwar auch mit einigen Schwächen, z. B. dem Arya-Plot, der im Nachhinein ziemlich wie eine schlecht geschrieben Rollenspielhintergrundgeschichte mit dem Titel „Wieso mein Held Blindkampf kann und ein Supermeuchler ist“ wirkte – leider, denn eigentlich mag ich Arya ja sehr. Dafür wurde Sansa endlich mal so, wie es die Entwicklungen in den Büchern auch andeuten und wie es die Serie in Staffel 5 erstmal nicht gemacht, sondern noch ne Schippe Scheiße auf Sansa raufgeschüttet hat. Bei Dany hätte man es mit den „ich und meine Drachen sind so episch“-Szenen von mir aus gern etwas dezenter halten können, aber das war schon okay. Richtig schlecht fand ich ja mal wieder diese übertriebene Zombie-Action mit den White Walkern, die leider gar nicht mehr gruselig oder unheimlich sind, sondern nur noch … viele. Das und die Konfrontation mit Bran & Co haben mir gar nicht gefallen. Generell merkt man, dass die Show sich aufs Ende zu bewegt, das Tempo war doch recht hoch in dieser Staffel. Die letzten zwei Folgen fand ich dann absolut grandios, sowohl die Battle of the Bastards-Schlacht als auch die abschließende Folge. Allein die erste Sequenz in Kings Landing mit der absolut fantastischen Musik war sehr großes Kino. Einziger kleiner Schwachpunkt war für mich die irgendwie so nebenher mit abgearbeitete Enthüllung von Jons Herkunft. Trotzdem echt gute Staffel, ich bin gespannt, wie es dann weitergeht, wie viele Folgen es noch werden und wann endlich Buch 6 erscheint.

Nachdem ich keine Lust hatte, „live“ zu schauen, hab ich mal die 11. Staffel Supernatural nachgeholt. Joah. Kann man immer noch gut gucken, auch wenn die Serie so metaplotmäßig ihr Pulver in der 5. Staffel schon echt verschossen hat und seitdem irgendwie ein ziemliches Rumgeeier um noch größer, noch böser, noch mächtiger stattfindet. In Staffel 11 sind wir jetzt bei SPOILER Gotts Familienproblemen angekommen, noch übertriebener wirds dann wohl nicht mehr :p. Der obligatorische Cliffhanger wirkte dann auch eher so, als ob es nächste Staffel wieder etwas bodenständiger werden könnte. Die Grundidee in Staffel 11 fand ich trotz Übertriebenheit noch gar nicht mal schlecht, aber die Umsetzung haperte für mich dann doch ziemlich, weil sie doch irgendwie zu lustig und zu profan wirkte an vielen Stellen. Ein paar coole Ideen war trotzdem dabei, auch einzelne Stand-alone-Folgen fand ich teilweise sehr gelungen (z. B. „Baby“  und „Safe House“). So das große Drama-Feeling kam jetzt nie bei mir auf, aber ich werd mir bestimmt auch die nächste Staffel anschauen. Und nach einem Supernatural-Staffelfinale hört ihr im Auto auch immer Wayward Son in Endlosschleife, oder?

Sehr, sehr traurig bin ich über das Serienende von Penny Dreadful. Nach der Ausstrahlung des Finales von Staffel 3 wurde verkündet, dass es das jetzt war mit der Serie. Blöderweise hatte ich da die letzten 3 Folgen noch nicht gesehen, so dass ich dann doch mit etwas anderen Erwartungen ans Finale ging. Penny Dreadful ist eine meiner absoluten Lieblingsserien der letzten Jahre, die ich in allen Aspekten – Handlung, Dialoge, Optik, Musik, Schauspieler – großartig fand. Sehr traurig, dass sie nun vorbei ist. Die dritte Staffel sollte laut einem Interview mit dem Showrunner bereits als letzte Staffel konzipiert gewesen sein, allein, ich mag es nicht so ganz glauben. Es wurde dann doch ein paar Figuren eingeführt, deren Geschichte nicht so ganz erzählt wurde oder die aufgrund der mangelnden Beleuchtung eher flach blieben (wie Catriona – zwar saucool als weiblicher Van Helsing-Verschnitt, aber die Charakterisierung beschränkte sich auch auf genau das). Auch bei Dr. Jekyll hätte ich gerne noch mehr gesehen, auch wenn natürlich nicht alle Geschichten der Figuren bis zum Ende ihrer literarischen Vorlage erzählt werden müssen. Und immerhin, die Charaktere, die von Anfang an dabei waren, haben alle in gewisser Weise einen Schlusspunkt in ihrer Geschichte erreicht und auch ihre Hintergrundgeschichten wurden erzählt. Das Ende selbst fand ich … okay. Es krankte für mich sehr daran, dass die letzten zwei Folgen so gut wie keine Screentime mehr für Vanessa enthielten und auch die Finalbegegnung von ihr und Ethan doch sehr kurz gehalten war. Auch der Big Big Evil Guy war im Finale dann doch nicht so schrecklich beeindruckend. Andererseits waren die Finales in Penny Dreadful immer schon etwas antiklimatisch und ohne große Action-Endkampf-Szenen, und so fand ich dann die entscheidende Szene bei Kerzenlicht doch sehr schön als Ende der Geschichte – ebenso wie den Epilog mit dem Gedicht. Insgesamt hätten die 2 Finalfolgen für mich noch etwas besser aufgebaut sein können und man hätte manche Plots vielleicht schon vorher zu Ende erzählen und sich dann auf die entscheidenden Figuren konzentrieren können. Aber trotzdem insgesamt ein schöner Abschluss einer sehr großartigen und herausragenden Serie, die ich sehr vermissen und bestimmt irgendwann noch mal re-watchen werde.

Spiele

Nix, nada, niente. Meine Fallout4-Müdigkeit hielt irgendwie weiter an und was anderes mochte ich auch noch nicht anfangen. Macht aber nix.

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Mediengedöhns im Juli und August 2015

Ich versprach ja, dass ich nicht wieder ewig warte und dann die ewiglange Liste of doom poste. Daher diesmal eine etwas kürzere Auswahl:

Bücher

Ich bin im Moment sooo lesefaul, es ist schlimm. Ich hoffe, im Urlaub komme ich endlich mal wieder dazu. Immerhin ein Buch habe ich ausgelesen, nämlich den 4. Band der Dresden Files: Summer Knight. Auch da kann ich wieder nicht meckern, war wie immer unterhaltsam, kurzweilig geschrieben und auch immer wieder sehr lustig. Diesmal kriegt Harry es mit der Feenwelt zu tun, was das Dresden Files-Universum wieder um so einige schöne Elemente erweitert. Immer, wenn ich ein Buch der Reihe lese, möchte ich danach das dazugehörige Rollenspiel spielen. Schade fand ich, dass es diesmal keinen richtigen Side-Kick gab, sondern mehr so wechselnde Nebenpersonen. Aber es ist schön, dass die alten Nebencharaktere – wie z. B. die Werwolfbande – wieder aufgegriffen wird. Die Reihe lese ich auf jeden Fall weiter.

Filme und Serien

Ich war mal wieder im Kino –  und tatsächlich schon wieder in einem Marvel-Film, man kriegt den Eindruck, ich würde nur noch solche Filme schauen. Das liegt aber nur daran, dass ich fast nur noch Serien gucke, aber die Filme des MCU sich als so zuverlässig guckbar etabliert haben, dass ich dafür dann doch immer mal ne Ausnahme mache. Antman wollte ich allerdings gar nicht gucken, da ich die Idee mit diesem Schrumpf-Helden irgendwie nicht so wahnsinnig prall fand. Aber dann wollten wir freitags mal irgendwas unternehmen und er lief im Savoy in der OV und in 2D! Das musste natürlich unterstützt werden. Überraschenderweise fand ich den Film dann auch echt cool, es war war nicht so der klassische Superheldenfilm, sondern mehr so ein Heist-Movie mit nem Typen im Superheldenanzug und … Ameisen. Das alles wieder mit sehr vielen Gags und zum Glück ohne erzwungen wirkendes Drama. Auch dieser Film fügte sich wieder gut ins Marvel Cinematic Universe ein (Falcon! Peggy! Die Szene nach dem Abspann!), was ich nach wie vor großartig gemacht finde. Und es gab sogar eine Leverage-Anspielung. Was will man mehr?

Kommen wir zu den Serien, es sind diesmal auch wirklich weniger als letztes Mal …

Zum einen wäre da die 2. Staffel von Penny Dreadful, die dankenswerterweise immer 5 Tage nach US-Ausstrahlung bei Netflix lief. Penny Dreadful ist sicherlich nicht was für jeden, und das bleibt auch in der zweiten Staffel so. Wer Action und ein hohes Erzähltempo erwartet, wird mit der Serie nicht glücklich werden. Der Schwerpunkt der Serie liegt auf Charakterstudien, dem Ausleuchten menschlicher Abgründe, der Frage, wo der Mensch aufhört und das Monster anfängt. Das alles wird unterstrichen durch eine düstere, opulente Optik, tolle Musik, gute bis herausragende (Eva Green!) Schauspieler und Dialoge, die zwar nicht lebensecht wirken, sondern sehr künstlerisch gehalten sind, was aber zur Serie sehr gut passt. Nachdem es in Staffel 1 um Vampire ging, tauchen in dieser Staffel böse Hexen als Gegenspieler auf, außerdem erfährt man noch mehr über die Charaktere, es gibt auch wieder eine (grandiose) Rückblick-Folge über Vanessa. Insgesamt fand ich Staffel 2 mindestens genauso gut wie die erste. Die Serie ist einfach genau mein Geschmack und ich mag es sehr, in die dort gezeigte Welt einzutauchen, zumal sie sich auch immer wieder Mühe gibt, Skurrilitäten und Besonderheiten des viktorianischen London einfließen zu lassen und darzustellen.

„You are being watched“ hieß es dann wieder in der dritten Staffel von Person of Interest. Im letzten Mediengedöhns-Artikel schrieb ich ja schon Generelles zur Serie, in der dritten Staffel geht es weiter, allerdings entwickelt sich die Serie – zu meiner Freude – immer weiter weg vom Fall der Woche hin zu übergreifenden Handlungsbögen, die mehr im Mittelpunkt stehen als zuvor. Tatsächlich hat die Staffel mehr oder weniger zwei Finales, einmal in der Hälfte der Staffel, einmal am Ende. Die drei Folgen in der Mitte der Staffel, mit denen der HR-Plot zu einem (vorläufigen?) Ende gebracht wird, fand ich dabei tatsächlich sogar noch besser als das eigentliche Finale. Das liegt vermutlich daran, dass dabei die beiden Polizisten, also Carter und Fusco, mehr im Mittelpunkt stehen und die einfach eher für emotionales Mitfiebern geeignet sind als die ja immer sehr coolen (oder total verrückten) übrigen Hauptfiguren. Trotzdem war auch das Staffelfinale durchaus wieder gut und lässt mich schonmal gespannt auf Staffel 4 warten, die allerdings auf Netflix leider noch nicht verfügbar ist.

Nach der grandiosen ersten Staffel  habe ich die zweite Staffel von True Detective sehr gespannt erwartet. Nun war irgendwie klar, dass man – zumal in einer Anthologieserie – am besten möglichst wenig Vergleiche zu Staffel 1 ziehen sollte – dennoch wurde das in gefühlt allen Reviews, die ich gelesen habe, gemacht, was mich echt genervt hat. Versuche ich es also mal ohne irgendwelche Vergleiche: Staffel 2 spielt in Vinci, einer fiktiven us-amerikanischen Industriestadt in der Nähe von Los Angeles. Durch einen doofen Zufall (vermisste Person aus Ort A wird im Zuständigkeitsbereich von Person B auf der Autobahnraststätte, die wiederum in die Zuständigkeit von Person C fällt, tot aufgefunden) werden drei Polizisten zur Zusammenarbeit gezwungen, die man wohl alle nur unter dem Sammelbegriff „verkrachte Existenzen“ beschreiben kann. Ein Charakter ist da düsterer als der andere, was in der Summe vielleicht ein bisschen viel des Guten ist. Dann ist da noch der Mafiosi, der mit einer Menge Geld in ein Geschäft einsteigen wollte, das zusammen mit der vermissten Person verschwunden ist und der wiederum einen der Polizisten wegen diverser korrupter Dinger in der Tasche hat. Und ringsherum gibt es noch mehr Polizisten, Stadtverwaltung, Verbrecher, Wirtschaftsbosse … es ist ein ganzer Sumpf an Klüngel und Verbrechen, in dem die 3 Cops herumstochern und zunächst mal so gar nix finden. Tatsächlich passiert in den ersten vier Folgen wirklich eher wenig. Man erfährt viel über die Charaktere und ihr Privatleben, ihre Vergangenheit, ihre Probleme, usw., der Fall läuft fast eher nebenher. Wer also deswegen eingeschaltet hat, weil er einen spannenden Kriminalfall erwartete, dürfte die erste Staffelhälfte vermutlich nicht durchgehalten haben. Ich fand es trotzdem ganz gut, weil die Stimmung einfach sehr gut rüberkam. Vinci als von der Industrie total ausgelutschter Ort, die wirklich krassen Abgründe der Charaktere, die versiffte Kneipe, in der sich Cop und Mafiosi treffen … das kommt alles gut rüber, das fand ich schon ziemlich gelungen.

Am Ende von Folge 4 gibt es dann doch richtig Action, die wieder großartig inszeniert ist. Dann folgt die 2. Staffelhälfte, in der nun all die Handlung stattfindet, die man in den ersten vier Folgen vielleicht vermisst hat. Da passiert dann eine Menge, wobei ich es nicht ZU viel fand. Oft bemängelt wurde die zu komplizierte Hintergrundgeschichte, denn was die drei Ermittler im Laufe der Zeit aufdecken, ist nicht einfach ein Mord, sondern eine Geschichte, in der Korruption, vertuschte Verbrechen, Geklüngel und illegale Partys eine Rolle spielen und in der irgendwie jeder Dreck am Stecken hat. Ja, ich hatte teilweise auch Probleme, da durchzusteigen, zumal wirklich ganz viel so am Rande in den ersten vier Folgen erzählt wird, was dann auf einmal in Folge 6 oder 7 entscheidend wichtig ist. Schlimm fand ich das jetzt aber nicht unbedingt. Ich mag es eigentlich, wenn in Filmen oder Serien nicht immer alles logisch und „benutzerfreundlich“ aufbereitet ist, damit am Ende bloß keine Fragen offenbleiben. Menschen verhalten sich oft komplett irrational und machen dämliche Dinge und ich mag es, wenn das auch mal in Serien passiert. Anyhoo, am Ende kommt dann doch noch soweit alles zusammen, der Mord wird aufgeklärt, die Hintergründe sind aufgedeckt, jedoch stecken die Charaktere am Ende dann so richtig in der Scheiße, weil in diesem Sumpf aus Verbrechen gar keiner Interesse daran hat, dass die Machenschaften aufgedeckt werden. Das Ende der Staffel fand ich irgendwie … gleichzeitig ein wenig zu kitschig und ein wenig zu negativ, wobei es insgesamt schon passend zum Rest der Staffel war. Gut fand ich auch, dass eben kein einzelner Mörder gesucht und gefunden wurde, sondern es mehr um ein ganzes Netzwerk von Leuten ging, die alle mehr oder weniger Verbrecher sind.

Cool war, dass mir am Ende der letzten Folge aufging, dass es thematisch auch ganz viel um Familien ging. Eigentlich jeder Charakter hat ein oder mehrere Probleme und Wünsche, die mit seiner Familie zusammenhängen, viele der Motivationen hängen damit zusammen, es geht unglaublich viel um Beziehungsgeflechte (familiäre und andere) und Verbindungen, so dass auch die vielen tollen Aufnahmen von Straßennetzen sehr symbolisch sind und da gut reinpassen. Optisch und musikalisch ist die Staffel eh großartig, vor allem die Lieder der Singer/Songwriterin Lera Lynn, die diese extra für die Staffel geschrieben hat, haben es mir sehr angetan. Aber auch der Titeltrack („Nevermind“ von Leonard Cohen) ist super und passt total gut. Zumal auch im Vorspann jede Folge andere Passagen daraus laufen, was mir erst nach mehreren Folgen aufgefallen ist. Schauspielerisch fand ich die Staffel auch stark, die drei Cops – gespielt von Colin Farell, Rachel McAdams und Taylor Kitsch – waren wirklich sehr gut dargestellt. Der Schwachpunkt der Staffel liegt für mich beim Mafioso Frank (gespielt von Vince Vaughn) und seiner Frau Jordan (Kelly Reilly) – erstens fallen meiner Meinung nach beide etwas gegen die anderen Schauspieler ab, zweitens ist die Story um Frank und Jordan (in der es eigentlich nur darum geht, dass sie gerne ein Kind wollen und dass Frank seine großen Bussiness-Pläne nicht aufgeben will) echt nicht spannend genug, um so viel Screentime einzufordern. Die wirklich guten Szenen mit Frank sind eigentlich nur die, wo seine Frau nicht dabei ist. Daher fand ichs schade, dass so viel Zeit für diese Beziehung investiert wird, die bei mir einfach nicht wirklich rüberkommt. Insgesamt hätte es der Staffel wohl gutgetan, wenn nicht alle 4 Hauptcharaktere gleich zu Beginn als so dermaßen gescheiterte Existenzen charakterisiert worden wären. Ich hatte ein wenig den Eindruck, dass da zu viel mit dem Holzhammer auf der Düüüüüster-Schiene herumgekloppt wird, das hätte man geschickter machen können. Insgesamt mag ich ja das wirklich üble Weltbild, was die Serie vermittelt, aber gerade in den ersten Folgen kommen die Charaktere doch etwas übetrieben übel rüber.

Insgesamt habe ich auch die 2. Staffel sehr gerne gesehen. Ich bin gespannt, ob es eine dritte gibt und wie die dann wohl aussehen mag.

Letztes Jahr schwärmte ich ja schon von der 2. Staffel Defiance, nun lief die dritte. Auch diese hat mir wieder sehr gut gefallen. Ich mag das Endzeit-Alien-Setting immer noch und diesmal gab es auch zwei sehr spannende Storylines. Und neue Aliens! (Das ist jetzt kein Spoiler, die werden in den ersten 5 Minuten der dritten Staffel eingeführt.) Tatsächlich war ich positiv überrascht, wie rigoros gleich in der ersten Doppelfolge Platz für neue Charaktere gemacht wird und wie spannend die Staffel anfängt. Diesmal wurde gefühlt auch noch mehr Wert auf die Ausgestaltung und Entwicklung der Charaktere gelegt, das fand ich super. Das Finale der Staffel könnte auch locker das Serienfinale sein, es war wirklich toll gemacht, sehr ergreifend und zum Teil auch echt überraschend. Optisch war die Serie schon immer ganz gut, auch diesmal waren ein paar tolle optische Hingucker dabei, vor allem im Finale. Ich bin gespannt, ob es eine weitere Staffel geben wird – tatsächlich könnte ich ja mit dem gezeigten Ende der 3. Staffel als endgültiges Ende gut leben.

Vom selben Fernsehsender wie Defiance stammt die neue Serie Dark Matter. Einfache Prämisse: Raumschiffcrew wacht aus der Kryostase aus und erinnert sich an nix. Weder an ihre Namen, noch ihre Vergangenheit, noch was sie auf dem Schiff eigentlich machen. Lediglich ihre Fähigkeiten kommen im Laufe der Zeit wieder ins Gedächtnis. Dark Matter ist im Vergleich zu anderen Serien seeeehr günstig produziert, die Effekte sind schrottig, das Raumschiff besteht aus gefühlt 5 Räumen und auch sonst ist das optisch alles nicht so der Bringer. Die einzelnen Folgen sind meist in sich abgeschlossen und enden immer mit einem Cliffhanger, was aber tatsächlich gut funktioniert und zum Weiterschauen animiert. Die Charaktere sind schon alle sehr cool und sehen natürlich auch alle umwerfend aus – aber das darf ja auch mal sein. Ich kann gar nicht genau sagen, wieso es mir so viel Spaß gemacht hat, die Serie zu gucken. Für mich funktioniert sie irgendwie einfach. Die Charaktere sind hinreichend interessant, die Handlung ist spannend, es gibt den ein oder anderen Lacher und manche Ideen, wie die Reise-Klone, fand ich schon recht originell. Einzig schade war, dass die Staffel mit einem ziemlichen Cliffhanger endete und noch nicht sicher ist, ob die Serie weitergeht.

Spiele

Ich habe ein wenig weiter Dragon Age:Inquistion gespielt, da bin ich ja im zweiten Durchgang. Eigentlich hatte ich schon komplett aufgegeben und wieder angefangen, Fallout New Vegas zu spielen, aber dann hab ich doch weitergemacht, weil ja nächste Woche doch ein DLC rauskommt, was mich interessiert. Wobei ich eigentlich auch gerne Fallout weiterspielen würde. Hngh. Und ja, iiirgendann schreib ich auch noch mal was Längeres zu Dragon Age: Inquistion. Nach dem 2. Durchgang dann.

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Mediengedöhns: Juni 2014

Ich erzähle hier ja eh schon öfter, was ich grade so lese, schaue oder spiele. Also gibts heute mal einen Sammelartikel dazu, womit ich mich im letzten Monat so beschäftigt habe. Und weil ich ein netter Mensch bin, spoiler ich nur ganz wenig und das auch mit Vorwarnung und nur durch Markieren sichtbar. [/service]

Bücher

Allzuviel gelesen habe ich leider nicht. Immerhin über anderthalb Bücher kann ich berichten.

Das wäre einmal Tin Swift, der 2. Band der Age of Steam-Serie von Devon Monk. Wie der Name schon vermuten lässt, ist es eine Steampunk-Reihe. Genauer gesagt, eine Steampunk-Western-Reihe. Die Bücher spielen in Amerika, so zur Zeit, in der man nach Westen ging und da Eisenbahnschienen verlegte, das Land erschloss und so Kram. In den Büchern ist die Technik natürlich etwas anders, denn es gibt jede Menge Steampunk-Gadgets und – im zweiten Band – auch Luftschiffe. Außerdem gibt es die Strange, so eine Art fiese Feenwesen, die das Land unterjochen wollen und ziemlich unschöne Dinge anstellen. Kinder entführen, Untote erheben, sowas halt. Zum Glück gibt es auch ein paar nettere übernatürliche Gestalten, die gegen sie kämpfen. Die Hauptfiguren der Geschichte sind ein Jäger, der verflucht und daraufhin zum Werwolf wurde, eine Hexe und eine junge Bastlerin. Die taten sich im ersten Teil zusammen und sind jetzt unterwegs zur Schwesternschaft der Hexe. Im jetzt gelesenen zweiten Teil gesellt sich dann ein Luftschiff nebst mysteriösem Kapitän und interessant-skurriler Besatzung hinzu. Passieren tut dabei gar nicht so wahnsinnig viel, hauptsächlich sind jede Menge Leute aus den unterschiedlichsten Gründen hinter den Protagonisten her. Auch der Romance-Anteil war höher als im ersten Band, es wird ganz schön viel geschmachtet, heimlich angehimmelt und errötet. Es ließ sich aber noch ganz gut ertragen und es gab auch weder ultra-cheesy-Liebesschwüre noch awkward Sexszenen. Also noch alles gut. Letztendlich liest sich der Roman gut weg, ist schmissig geschrieben und kann sowohl mit schönen Beschreibungen verschiedener Steampunkspielereien als auch mit prägnant gezeichneten Charakteren aufwarten. Kann man also gut lesen.

Auf dem Ebook-Reader lese ich grade die Kurzgeschichtensammlung The King in Yellow von Robert W. Chambers. Woher kennt man das? Genau, aus der Serie True Detective. Dort wurden die Geschichten um den King in Yellow und das mythische Carcosa als Hintergrund der Verbrechen verwendet. Weil mir die Serie so gut gefallen hat, hab ich mir danach das Buch besorgt – was es übrigens umsonst beim Gutenberg-Projekt gibt. Die Geschichtensammlung dreht sich also um das fiktive Theaterstück „The King in Yellow“, welches die Leute, die es lesen, in den Wahnsinn treibt. Fast alle der Geschichten drehen sich um Menschen, die das Stück gelesen haben und ihr Schicksal. Bisher habe ich das Buch etwa zur Hälfte durch, also 5 der Geschichten gelesen. Bisher hat mir jede davon gefallen. Meist kann man nicht richtig den Finger auf die Handlung legen und sagen, worum es genau geht, aber es ist immer interessant und irgendwie sehr atmosphärisch. Sprachlich lässt sich das alles auch gut lesen, auch wenn das Buch von 1895 ist. Gefällt mir insgesamt und ich werd mal sehen, was Chambers sonst noch so geschrieben hat.

Serien/Filme

Tatsächlich habe ich mal einen Film gesehen, das kommt auch nicht allzu oft vor. Geschaut hab ich nämlich Thor – The Dark World. Wieder in der guten bunten Space-Optik des ersten Teils, diesmal mit iiihvöl Dunkelelfen unter ihrem Anführer Malekith (ein kaum wiederzuerkennender Christopher Ecclestone), die Figuren aus Teil 1 sind aber auch alle wieder am Start. Natürlich ist Asgard mal wieder in Gefahr, Jane und Thor schmachten sich an, Heimdall ist die coolste Sau diesseits und jenseits des Bifrost und am Ende wird alles irgendwie gut. Auch Loki ist natürlich wieder mit dabei und macht auch wieder viel Spaß. Insgesamt ist der Film, wie schon Thor 1, relativ bunt, schnell und krawummsig, was irgendwie schon okay ist. Es gibt auch ein paar ruhigere Momente, von denen mich besonders SPOILER (markieren zum Lesen) die Beerdigungsszene beeindruckt hat. Natürlich hat der Film auch viele Lacher. Die Dunkelelfen waren leider im Großen und Ganzen irgendwie austauschbar und nicht sehr spannend – zwar gibt es noch Loki als zweiten Bösewicht/fragwürdigen Verbündeten, aber trotzdem hätte man wenigstens Malekith ein bisschen mehr Profil geben können. Jane Foster ist auch in Teil 2 irgendwie öde und ungefähr alle anderen Frauenfiguren – Darcy, Sif, sogar Thors Mutter – sind spannender als sie, kriegen aber ungleich weniger Screentime. Schade.
Insgesamt unterhaltsam, vom Winter Soldier (Captain America 2) verspreche ich mir aber mehr.

An der Serienfront gab es natürlich Game of Thrones (zwar schon seit April, aber jetzt ist die Staffel ja vorbei). Insgesamt muss ich sagen, dass ich die 4. Staffel ein klein wenig schwächer fand als die ersten drei. Das liegt zum einen an der Vorlage, denn in der vierten Staffel werden Dinge aus Buch 3, 4 und 5 verfilmt und nun ja, Buch 4 und 5 sind stellenweise schon etwas zerfasert und teilweise auch etwas langatmig. Leider. Dummerweise hat man in der Serie teilweise Dinge geändert, damit Handlungsstränge sich überschneiden, Personen sich treffen, die sich im Buch eigentlich nicht begegnen und teilweise auch Leute sterben, die es im Buch eigentlich nicht tun. Nun bin ich ja nicht generell gegen Änderungen an der Vorlage, aber teilweise waren die Änderungen unnötig und unlogisch. Längst nicht alle, aber doch einige. Natürlich ist das alles Jammern auf hohem Niveau, die Serie macht immer noch viel Spaß, der Soundtrack war wieder großartig und die Schauspieler sind auch nach wie vor toll. Und, hurra, SPOILER (markieren zum Lesen) die einzige Schauspielerin, die ich für absolut fehlbesetzt halte, nämlich die von Shae, muss ich nun endlich auch nicht mehr ertragen. Nun freu ich mich auf Staffel 5 und bin sehr gespannt drauf. Vermutlich wird Buch 6 ja bis nächsten März nicht erscheinen, also könnte es gut sein, dass die Serie die Bücher überholt und ich auch mal was erfahre, was ich nicht schon eh weiß *g*. Außerdem wird es in Staffel 5 einen oder vielleicht auch zwei neue Schauplätze geben, auf die ich mich sehr freue.

Dann hab ich die 2. Staffel Orphan Black zu Ende geschaut und bin nach wie vor sehr angetan von der Serie. Wer es noch gar nicht kennt: Ganz dringend empfohlen. Orphan Black ist eine Produktion von BBC America und dem kanadischen Sender SPACE, die in Kanada spielt. Worum es genau geht, ist blöd zu erzählen, weil es schonmal die große Überraschung der ersten 3 Folgen verdirbt. Wer es doch wissen will, darf jetzt den SPOILER aufdecken: Es geht um Klone – die Hauptfiguren der Serie sind mehrere junge Frauen, die, nun ja, eben geklont sind und die sich zufällig gefunden haben. Gespielt werden sie alle von der fantastischen Tatiana Maslany, die so unglaublich gut spielt, dass man regelmäßig vergisst, dass die vielen verschiedenen Charaktere tatsächlich von einer einzigen Frau verkörpert werden. Noch etwas mehr dazu – leider auch spoilerig – gibts hier. Die Serie ist sehr spannend, gut erzählt und toll besetzt. Die zweite Staffel verliert gegenüber der ersten natürlich ein klein wenig an Reiz, weil die große Überraschung der ersten Staffel nun schon verbraucht ist. Trotzdem wird die Geschichte gut weitererzählt, geht quasi weiter in die Tiefe und endet im Finale dann auch sowohl mit dem Abschluss einiger Erzählstränge, einer Überraschung und einigen offenen Fäden für Staffel 3. Mit Michiel Huisman (auch bekannt als Daario Naharis der Zweite aus Game of Thrones) ist auch noch ein cooler Nebendarsteller dazugekommen. Also insgesamt bin ich sehr zufrieden mit Staffel 2.

Kommen wir zur Serienüberraschung des Frühlings: Penny Dreadful. Darauf kam ich auch wirklich nur, weil sie mir auf Twitter empfohlen wurde (danke nochmal dafür!). Penny Dreadful ist eine neue Serie von Showtime, deren erste Staffel mit 8 Folgen gerade zu Ende gegangen ist. Im Prinzip hat man jede Menge Figuren aus englischen Gothic Novels und ähnlichen Romanen genommen, durch weitere Charaktere ersetzt, nach London im Jahr 1891 verfrachtet und in eine düster-romantische Geschichte verstrickt. (Daher übrigens auch der Name der Serie – ein Penny Dreadful ist ein Horror-Groschenroman.) Es geht, rein auf die Handlung bezogen, um eine verschwundene junge Frau, die von ihrem Vater mit Hilfe mehrerer anderer Leute gesucht wird. Tatsächlich liegt der Fokus der Serie aber auf den Charakteren, auf den Umgang mit dem Übernatürlichen, der Frage, ob es erstrebenswert ist, von der Normalität abzuweichen und wie man damit umgeht, wenn man mit in die Twilight World geraten ist. Das Ganze ist optisch und musikalisch wunderbar inszeniert, die Dialoge sind meiner Meinung nach brillant und außerdem ist die Serie mit u. a. Eva Green, Timothy Dalton, Billie Piper und Josh Hartnett hervorragend besetzt, die mir vorher nicht bekannten Schauspieler stehen allerdings in nichts nach. Wobei Frau Green ihre durchweg sehr guten Kollegen und Kolleginnen teilweise wirklich an die Wand spielt. Für mich mit die beste Serie seit Langem – ich freue mich auf Staffel 2.

Man kann aber ja nicht immer nur Dramaserien gucken. Also man kann sicherlich, aber ich brauche auch immer so eine  Comedy-Serie, die man z. B. zum Essen gucken kann. Bei superspannenden Serien kann ich nicht nebenbei essen oder trinken, das wäre mir erstens zu schade und zweitens vergesse ich dann, wenn es wirklich gut ist, sowieso, dass da noch irgendwas zu futtern aufm Tisch steht. Daher gab es in den letzten Wochen im Comedy-Bereich: Modern Family. Wie der Name schon sagt, eine Serie über eine große Patchworkfamilie, bestehend aus sozusagen drei Familien: Die klassische Mutter-Vater-drei-Kinder-Familie, die Konstellation älterer Herr mit sehr viel jüngerer Frau plus deren Sohn aus erster Ehe und schließlich ein schwules Paar mit adoptiertem Baby. Und ja, die sind alle noch miteinander verwandt. *fuchtel* Die Folgen haben jeweils 20 Minuten, also klassisches Comedy-Format. Neben den eigentlichen Szenen gibt es immer noch so fiktive Interviews mit den Charakteren (so ein bisschen wie bei Stromberg – der eine Charakter ist auch vom Peinlichkeitsgrad her schon ein wenig strombergesk…). 2 Staffeln hab ich inzwischen geschaut und es ist durchgehend unterhaltsam, greift auch mal aktuelle Themen auf, hat viele lustige Momente und am Ende haben die Folgen meist schon ein Happy End. Klassische Feel-Good-Serie, aber dabei sehr witzig und mit netten Charakteren.

Ich schaue auch noch mehr Dinge, zu denen ich  noch was schreiben will, wenn ich mit der jeweiligen Staffel durch bin. Bald also hier: Die zweite Staffel Orange is the new Black, die dritte Staffel Homeland und die erste Staffel Türkisch für Anfänger.

Spiele

Nachdem ich ja neulich im Aprilurlaub den ersten Teil von Assassin’s Creed beendet hatte, spiele ich nun Teil 2. Nach nunmehr etwa 50 Stunden Spielzeit bin ich auch schon so gut wie durch. Die Story schließt sich nahtlos an Teil 1 an und es geht im Wesentlichen darum, wie Ezio, der Protagonist, vom jungen unbekümmerten Mann zum Assassinen wird. Ja, keine Story, die man nicht schon 93 Mal gehört hätte, aber das Spiel macht trotzdem total Spaß. Das Setting – Italien um 1480 rum – ist toll, die Städte sind toll designt und der Soundtrack ist klasse. Außerdem ist die Geschichte abwechslungsreich, vor allem wenn man vorher Teil 1 gespielt hat. Da liefen Missionen immer nach dem gleichen Schema ab und irgendwann war das doch recht langweilig. In Teil 2 geht es dann schon auch noch hauptsächlich darum, Leute abzumurksen, aber man muss auch Leute verfolgen, Rennen gewinnen, Sachen klauen usw. Zwischendurch fährt man auch mal Boot oder Pferdekutsche oder SPOILER fliegt mit einer von Leonardo da Vinci gebauten Flugmaschine über Venedig. Außerdem gibt es verschiedene Waffen, man kann seine Kleidung färben lassen, mehr Ausrüstung kaufen und die Familienvilla samt Dorf wieder aufmöbeln. Außerdem kann man Leute anheuern und auch die Wahl der Waffen ist größer geworden, es gibt Rauchbomben, Gift, eine Pistole und Geldmünzen, mit denen man Leute ablenken kann. Vor allem aber sind die verschiedenen Missionen Teil einer fortlaufenden Geschichte, so dass man immer irgendwie wissen will, wie es weitergeht. Außerdem gibt es im Spiel noch 20 Glyphen, hinter denen sich jeweils ein Rätsel verbirgt – für mich, die nicht nur Größe und Figur eines durchschnittlichen Hobbits, sondern auch dessen Rätselfreude besitzt, natürlich genau das Richtige. Ansonsten kann man noch jede Menge Extra-Zeuch machen: Untreue Ehemänner vermöppen, Wettrennen über die Dächer machen, Templerhorte ausplündern (aka irrsinnig fiese Jump-Sequenzen machen, die mein Spielgeschick total übersteigen und die ich daher auch komplett ignoriert habe), Meuchleraufträge annehmen usw. Kann man aber halt auch alles weglassen. Ich glaube, selbst die Glyphen MUSS man nicht machen. Das einzige, was man machen muss, sind die Aussichtstürme (sowieso eins meiner Lieblingselemente im Spiel – man muss aber nicht alle abklappern, um weiterzukommen) und die Codexseiten sammeln, die man am Ende dann braucht.

Einziger Wermutstropfen: In der PC-Version sind die 2 DLCs, die es für das Spiel gibt, fest eingebunden und müssen gespielt werden. Das sieht dann so aus, dass kurz vorm Finale nochmal zwei ziemlich langweilige und in einem Fall auch sauschwere und repetitive Sequenzen kommen, die mich echt genervt haben. Ist ja schön, dass man den Content mit reinpackt, aber dann doch bitte optional. Das hat den Erzählfluss total unterbrochen und mich echt genervt.

 Insgesamt aber ein sehr tolles, spaßiges Spiel. Danach geht es auch gleich weiter mit Brotherhood, was sich, Steam Summer Sale sei dank, auch schon auf meinem Rechner befindet.

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