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31-Tage-RPG-Quest: Frage 13 bis 17

Am Wochenende war ich dann doch zu beschäftigt damit, DSA zu spielen und mich darüber zu ärgern, Demonicon nicht auf meinem PC zum Laufen zu kriegen (und danach 3 Stunden Fallout New Vegas zu spielen um das zu kompensieren *g*), als dass ich noch zum bloggen gekommen wäre.

Aber jetzt gehts weiter.

Frage 13: Hast Du jemals versucht ein eigenes Rollenspiel zu schreiben und wie weit bist Du gekommen?

Nein. (Auch noch nie drüber nachgedacht oder damit angefangen – ich konzentrier mich da lieber auf Geschichten innerhalb eines bestehenden Systems und wenn Worldbuilding, dann im Moment eher zu Schreibzwecken.)

Frage 14: Was war dein erstes Rollenspielsystem?

DSA4.

Frage 15: Wie ist die Akzeptanz deiner Verwandtschaft / nicht rollenspielenden Bekannten bezüglich Rollenspiel?

Zunächst mal gehe ich damit nicht sonderlich hausieren – Arbeitskollegen oder flüchtige Bekannte müssen nicht wissen, was ich in meiner Freizeit eigentlich genau mache. Das bezieht sich aber nicht nur auf Rollenspiel, sondern auch auf ausgiebigen Serienkonsum, PC-Spiele, Wochenenden auf Conventions etc. Meiner Meinung nach muss man nicht allen Leuten sämtliche eigenen Interessen offenlegen, wenn man schon weiß, dass das Gegenüber z. B. mit Fantasy überhaupt nichts anfangen kann.

Meine Familie weiß, dass ich Rollenspiel mache, ob sie so wirklich ne Ahnung haben, was da genau passiert und wie das abläuft, weiß ich nicht, obwohl ich es schon mehrfach erklärt habe *g*. Meine Oma denkt wohl, wir sind so eine Art Theatergruppe (und fragt regelmäßig nach, ob wir denn bald mal auftreten…), meine Mutter und meine Schwester wissen auch, dass ich für Nandurion schreibe und finden das gut, auch wenn sie mit den Beiträgen nichts anfangen können.

Frage 16: Was ist dein Lieblings-Rollenspielmonster?

Ich mag Drachen. Die sind so schön vielseitig und können als Monster verschiedenster Schwierigkeit (je nach Drache), alternativ aber auch als Verbündeter, Auftraggeber, Orakel, Naturgewalt oder Helden-Sidekick eingesetzt werden.

Mit Drachen verbinde ich übrigens auch eine legendäre Rollenspielgeschichte: Unser SL versuchte mal, die Helden mit dem Angriff zweier Westwinddrachen zu erschrecken, die eigentlich nur einmal angreifen und dann wieder verschwinden sollten. Der Xorloscher Drachenkrieger war anderer Meinung und die bestätigte 1 beim Angriff auf den Drachen gab ihm recht…
Am Ende des Abends hatten wir 2 tote Drachen und 6 sehr reiche Helden (Drachenschuppen und andere Drachenbestandteile sind sehr viel wert, selbst wenn der Markt dezent überschwemmt wird…).Bei den meisten der Helden enstanden aus dem unerwarteten Geldregen aber schöne Bereicherungen unserer Rollenspielwelt – eine zwergische Schmiede, eine neue Schwertgesellenschule, ein Magierturm, eine Söldnerkneipe und ein Weingut.

Frage 17: Gibt es einen Spieler oder Charakter, der Dir imponierte und falls ja, hast du versucht ihm nachzueifern?

Hm, so konkret eine Person benennen kann ich gar nicht. Ich muss dazu sagen, dass ich ja als Neuling in eine DSA-Runde kam, in der alle schon seit über 10 Jahren spielten. Insofern war das erstmal alles neu und beeindruckend. Ich habe mich zwar relativ schnell reingefuchst, aber am Anfang wars natürlich krass, wie sehr die anderen sich in der Welt auskannten, wie sie ihre Charaktere spielten, usw. Inzwischen ist es eher so, dass ich verschiedene Leute für verschiedene Dinge bewundere. Den einen Mitspieler dafür, 2 Stunden lang die Klappe zu halten und dann einen absolut treffenden Spruch rauszuhauen, den anderen für sein komisches Talent, den nächsten für seine Fähigkeit, die Weltanschauung des Charakters gnadenlos auszuspielen. Generell bewundere ich Spieler, die sich trauen, ihren Charakter ohne Angst und Bedenken auszuspielen. Das ist nämlich so mein größtes Problem – in einigen Situationen habe ich so viele Worte im Kopf, die der Charakter sagen könnte, halt dann aber die Klappe, weil ich befürchte, dass es irgendwie unpassend oder seltsam ist.

Und auch wenn es hier um Spieler und nicht Spielleiter geht: Vor allem imponiert mir der SL meiner Runde, da er durchschnittlich 40 Abende im Jahr meistert und das auch immer sehr gut.

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Liebe Mitspieler…

(Sozusagen die Fortsetzung von „Lieber Spielleiter…“, wo ich über Dinge rantete, die mich am SL nerven.)

Und hier wäre dann also auch mein Beitrag zum diesmonatigen RSP-Karneval mit dem Thema „Rollenspieltipps“, der dieses Mal von Zeitzeugin organisiert wird.

Es gibt ja nicht nur den Spielleiter, der viel dazu beitragen kann, für Spaß am Spieltisch zu sorgen oder selbigen zu verderben. Genauso können auch die lieber Mitspieler den Abend toll werden lassen oder ruinieren. Also wird es höchste Zeit, auch mal meine persönliche Liste der „so nich, liebe Mitspieler“ anzufertigen. Los gehts.

1. Lass mich ausreden, verdammt! Ja, ich bin nicht die lauteste Person der Welt (also jedenfalls nicht im Vergleich zu meinen teilweise eher stimmgewaltigen Mitspielern…), aber das ist trotzdem kein Grund, mir ins Wort zu fallen, wenn es nicht gerade in einer hitzigen Diskussion unter den Charakteren ist. Der SL kann eh bloß einer Person gleichzeitig zuhören. Also bitte ein bisschen Geduld.

2. Kenn deine Regeln. Nein, du musst nicht das gesamte Regelwerk auswendig können. Aber Himmelnocheins, wenn du auch am 20. Abend in Folge fragst, wie nochmal das Manöver Windmühle funktioniert, dann habe ich das Bedürfnis, deinen Heldenbogen aufzuessen. (Dieses Verhalten eines Spielers in meiner Oldschool-Runde führte dazu, dass wir irgendwann die Regel „jeder darf nur die Manöver einsetzen, zu denen er die Regeln auswendig kann“ einführten.) Und ja, auch bei DSA kann man die Regeln des eigenen Charakters soweit verinnerlichen oder sich auf einen Zettel schreiben, dasss man die ohne langes Nachschlagen benutzen kann. Ächt jetzt. Isch schwör.

3. Irgendwann ist genug diskutiert. Einen Plan schmieden, Gefahren abwägen, Vorschläge machen – immer gern. Auch mal outgame den SL was fragen – kann auch sinnvoll sein. Aber wenn die Diskussion dann zu „also in demundem Film hat es aber auch funktioniert“ und „im Mittelalter war das aber soundso“ abgleiten (wobei sich Spieler und SL dann meist gegenseitig Halbwissen um die Ohren hauen, weil wir alle keine Historiker oder derlgeichen sind), isses irgendwann mal genug. Und wichtig ist auch immer die Frage: Muss das jetzt geklärt werden oder reicht es nach dem Spiel? Kann man nicht einfach erstmal würfeln und wenn man eh 10 Punkte drunter ist, hat sich die Diskussion, ob der Aufschlag + 2 oder eher + 4 war, dann eh erledigt?
Jede Diskussion unterbricht das Spiel und das sollte so wenig wie möglich vorkommen.

4. Töte den Flachwitz! Töte ihn rechtzeitig! Ein Punkt, bei dem ich mir selber auch an die eigene Nase fassen muss: Manchmal ist der Bogen für dumme Witze dann echt mal überspannt. Und dann muss mal wieder gut sein und man muss sich mal wieder aufs Spiel konzentrieren können, sonst ist der Versuch, eine Stimmung zu erzeugen, gleich zum Scheitern verurteilt. Also wenn alle anderen schon wieder ernst gucken und weitermachen wollen, dann einfach mal den nächsten Spruch, der dir einfällt, runterschlucken. (Wie gesagt – daran muss ich auch manchmal echt arbeiten.)

5. Es geht nicht um dein Ego. Leider mal erlebt bei einem Spieler, der immer nur der Tollste und Größte sein wollte und am liebsten das Abenteuer im Alleingang gelöst hätte, nur damit er toll dasteht. Würfelschubsen und vorher das Abenteuer lesen, um „ganz plötzlich“ auf die Lösungen zu kommen, inklusive. Das.geht.gar.nicht. Auch Äußerungen wie „ach, das sind nur 50 Gegner, wir sind doch Helden, das schaffen wir locker“ finde ich total unangebracht, wenn der Charakter nicht unter Größenwahn und Arroganz leidet.

6. Sprich dich aus, wenn dich was stört. Ich hab es auch schon erlebt, dass Spieler Probleme mit der Zusammensetzung der Gruppe oder einem bestimmten Charakter oder einem bestimmten Abenteuerpart hatten, dass dann nicht sagten, wochenlang in sich hineinfraßen und dann irgendwann ziemlich „explodierten“. Aber hey, das ist ein Punkt, den man glaub ich aufs Leben generell anwenden kann. 😉

7. Ingame-Probleme auch ingame klären. Gehört zu Punkt 6 irgendwie dazu…einmal hab ich erfahren, dass ein Mitspieler mit seinem Charakter ein  ziemliches Problem mit einem meiner Charaktere hatte, aber das im Spiel nie angesprochen hat, weil er den Gruppenfrieden nicht stören wollte. Dabei hätte mich das null gestört, wenn sein Chrakter meinen wegen dessen Verhalten angeraunzt hätte – im Gegenteil. Ein bisschen Ärger zwischen den Helden ist doch immer mal ganz nett. Und das dann außerhalb des Spiels auf einmal zu hören, ist blöd. Also, Mut zum ingame-Streit.

8. Prüfe, ob du dein Charakterkonzept ertragen kannst. Will heißen: Wenn du Bock hast, einen arschigen Misanthropen zu spielen, dann immer her mit dem Charakter, aber sei dir bewusst, dass dich die Umwelt und auch die anderen Helden dann wie einen arschigen Misanthropen behandeln werden. Und wenn du darauf keine Lust hast und dann beleidigt bist, dass keiner deinen Helden mag (im Sinne von „im Spiel leiden können“, nicht im Sinne von „nen gut gespielten Charakter finden“), dann lass es und spiel nen netten Typen.

9. Termine, Termine, Termine. Wer kennt es nicht, das Chaos, das entstehen kann, wenn man 5 oder 6 Leute terminlich unter einen Hut kriegen will. Je mehr Hobbies, andere Runden, sonstige Aktivitäten und Familienfeiern die Spieler haben, desto komplizierter wird es. Deshalb die 2 Grundsätze der erfolgreichen Terminfindung: a) Sag rechtzeitig Bescheid („In 3 Wochen kann ich samstags nicht, da hat meine Oma Geburtstag“ ist rechtzeitig, „Was? MORGEN haben wir Termin? Nee, da kann ich nicht!“ ist nicht rechtzeitig.)! Und b): Halte dich dran. Wenn wir einen Termin ausgemacht haben, dann verlassen wir uns drauf, dass du auch da bist, und nicht lieber spontan zu einer Party/ins Kino/ins Freibad gehst. Tun alle anderen ja auch nicht.

10. Feedback ist alles. Da spreche ich sowohl aus meinen wenigen Erfahrungen als SL, wo Feedback natürlich enorm wichtig ist, um herauszufinden, was gut ankam und was nicht, als auch als Spieler. Dinge wie „du hast deinen Charakter heute gut rübergebracht“ oder „boah war das cool, als du dem Ork den Kopf abgeschlagen hast“ sind sehr schön zu hören, Sachen wie „ich glaub, das aktuelle Verhalten deines Charakters könnte dazu führen, dass die Gruppe ihn weiter ausschließt“ oder „wieso hast du denn nicht dieseundjene Fähigkeit eingesetzt?“ sind hilfreich. Und bitte: Wenn ich auf ein „irgendwie war das Verhalten von Charakter X heute seltsam“ mit einem „das hatte schon seinen Grund“ antworte, ist das wirklich eine explizite Einladung, das nächste Mal im Spiel herauszufinden, WIESO Charakter X sich komsisch verhält.

So. Das waren meine Top 10 der Dinge, die ich schon immer mal…und so. Habt ihr noch mehr?

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