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Mediengedöhns im August und September 2016

Wegen des Urlaubs kam ich nicht für einen Eintrag für August, daher gibt es heute mal  wieder zwei Monate am Stück.

Bücher

Nach der Zerbrochenen Puppe habe ich auch die in der selben Welt spielende Kurzgeschichtensammlung Eis und Dampf angefangen, allerdings bin ich noch so mitten dabei. Und dabei kommt nächsten Monat schon die Fortsetzung zur Puppe. Vielleicht schaff ichs ja noch vorher – leider bin ich ja immer so unmotiviert, Dinge auf dem Ebook-Reader zu lesen und habe deshalb länger nicht weitergelesen. Bis auf eine Ausnahme haben mir die Geschichten bisher aber gut gefallen. Wenns euch interessiert – mehr gibts in der Lovelybooks-Leserunde zum Buch.

Es folgt unvermeidlicher Star Wars-Content:

Nachdem ich Star Wars Rebels ja quasi durchgesuchtet habe, dann voller Spannung auf die nächste Staffel warten musste und mehr Star Wars-Input wollte, habe ich mir dann erstmal den ersten Sammelband des Kanan-Comics gekauft. Begleitend zu Rebels gibt es eine Comicreihe zu Space-Jedi-Cowboy Kanan Jarrus, und davon gibt es jetzt schon 2 Sammelbände. Kanan – The Last Padawan ist der erste davon, beinhaltet die Comics 1-6 und ist das zweite Comicbuch, das ich in meinem Leben überhaupt gelesen habe. Inhaltlich geht es darum, wie aus dem jungen Jedi-Padawan Caleb Dume denn nun Jedi-Space-Cowboy Kanan Jarrus wurde. Wie man sich denken kann, keine sehr erfreuliche Geschichte, die wirklich schön und sehr traurig und mit wunderschönen Bildern versehen erzählt wird. Ich kenne mich ja gar nicht aus mit Comics, war aber total begeistert von dem Zeichenstil. Band 2 liegt auch bereits zu Hause.

In quasi chronologischer Reihenfolge folgte dann A New Dawn, der Roman, in dem Hera und Kanan sich kennenlernen. Grund genug, den Roman zu lesen – er ist aber auch sonst sehr gut. Vom exotischen Schauplatz über einen fiesen Antagonisten und tolle Nebencharaktere fand ich eigentlich alle Elemente des Romans ziemlich großartig. Sprachlich war er auch gelungen, mit einigen, aber nicht zu vielen humorigen Stellen. Insofern: Empfehlung, nicht nur für Rebels-Fans. Achja: Und wenn Kanan und Hera nach diesem Roman nicht sowas von #SpaceMarried sind, dann weiß ich aber auch nicht!

Filme und Serien

Irgendwie gibts an der Serienfront grade echt viel zu schauen, ich fühle mich fast ein wenig gestresst. Die Zeiten, wo es im Sommer nix zu schauen gab, sind definitiv vorbei.

Recht lange beschäftigt haben mich die abschließenden beiden Staffeln von Person of Interest (also Season 4 und 5), die ich am Stück geschaut habe. Ich fand die Serie ja von Anfang an ziemlich gut, wobei sie im Laufe der Zeit trotzdem noch ein ganzes Stück besser wurde. Umso bedauerlicher, dass der Sender sie nicht nur abgesetzt hat, sondern als finale Staffel auch nur eine halbe mit 13 Folgen genehmigte. Das hat man dann der letzten Staffle leider auch ziemlich angemerkt, und dass anscheinend seitens des Senders auf dem Grundsatz „1 Fall mit Nummer pro Folge“ beharrt wurde, hat es auch nicht unbedingt besser gemacht. Allerdings denke ich, die Macher der Serie haben rausgeholt, was rauszuholen war, und ich war mit dem Abschluss der Serie eigentlich sehr zufrieden. Wie sich der Plot am Ende auflöst, fand ich jetzt nicht ganz so super und originell, aber die letzte Folge konzentrierte sich komplett auf die Charaktere, und das hat mich dann wieder mit dem Ganzen versöhnt und sehr zufrieden zurückgelassen. Generell fand ich die Serie in ihrer Gesamtheit sehr gut und empfehlenswert. Ich mochte die Hauptcharaktere, auch wenn sie natürlich in gewisser Weise überzeichnet sind. Außerdem gibt es jede Menge großartiger und recht diverser Nebencharaktere, die teilweise sehr aktuellen Themen erschienen mir immer gut recherchiert und die Mischung aus Drama und auch mal komischen Momenten stimmte. Also, gehet hin und schaut das.

Auch ebenfalls sehr empfehlenswert ist Stranger Things, eine Netflixproduktion mit bisher nur 8 Folgen (eine 2. Staffel ist aber bestellt). Eine wunderschöne, teilweise gruselige, teilweise sehr rührende Serie um ein geheimnisvolles Mädchen, 4 DnD-spielende Freunde und eine Kleinstadt in den Achtzigern. Die Serie hat mich von der Stimmung her total an Donnie Darko erinnert, was natürlich nur positiv ist, weil das einer meiner Lieblingsfilme ist. Teilweise fängt die Serie etwas klischeehaft an, allerdings werden etliche der Klischees später auch gekonnt durchbrochen. Insgesamt habe ich an der Staffel wirklich nix zu meckern. Nur das permanente Lichtflackern, vor allem im Finale, war mir zu krass, da musste ich teilweise wegschauen, um keine Kopfschmerzen zu kriegen – aber das liegt eher an mir als an der Serie. ich bin gespannt, ob Staffel 2 da mithalten kann, freue mich aber auch, dass es noch mehr von der Serie geben wird.

Noch eine Netflixproduktion: The Get Down! Leider eine kaum beachtete Serie, was ich sehr schade finde. The Get Down spielt im New York, bzw. der Bronx der Siebziger, und war die meines Wissens nach bisher teuerste Serie, die Netflix produziert hat. Und wenn man sie gesehen hat, ahnt man auch warum, denn neben diversen spektakulären Massenszenen in verschiedenen Clubs, eindrucksvollen Aufnahmen New Yorks (teilweise mit brennenden Häuserblocks) fährt auch jede Folge eine Ubahn durch New York, auf die der Folgentitel aufgesprayt ist. In der Serie geht es jedenfalls um das New York der 1970-er und besondere dessen Musikszene mit Schwerpunkt auf Hiphop. Und irgendwo auch um Politik. Und Graffiti. Und Liebe. Und Drogen. Und so. Am Anfang dachte ich, das Ganze würde eher so in die düster-realistische Richtung gehen, aber tatsächlich ist die Serie einfach ein buntes Großstadtmärchen mit fantastischer Musik und großartigen Darstellern. Ich hoffe, sie findet noch mehr Zuschauer und Fans.

Und nochmal Netflix: Inzwischen habe ich auch endlich mal Zeit gehabt, die 4. Staffel Orange is the new Black zu schauen. Die Serie wird irgendwie mit jeder Staffel finsterer und fieser, was aber nicht dran liegt, dass man aus der gelungenen Mischung von Drama und Comedy ausbrechen würde, sondern daran, dass die Themen ernster und erschreckend aktuell werden. Das Thema von privatisierten Gefängnissen begleitet die Serie schon seit der letzten Staffel, in der vierten kommt noch das der leider wieder sehr aktuell präsenten Gewalt gegen People of Color hinzu, ebenso wie das der allgemeinen Kriminalität und „Bandenbildung“ in Gefängnissen. Nachdem Staffel 2 und 3 ein für mich sehr positives, emotionales Finale hatten, konnte ich das Finale der 4. Staffel kaum ertragen. Auch deshalb nicht, weil man inzwischen ja weiß, dass es in privatisierten US-Gefängnissen eben genau so, wenn nicht noch schlimmer zugeht. (Ich empfehle da nochmal dringend den sehr langen, aber sehr lesenswerten Artikel aus der Mother Jones.) Orange is the New Black bleibt für mich auch in der vierten Staffel eine fantastische Serie – dass sie sich traut, sich auch dieser politischen Themen anzunehmen, macht sie umso empfehlenswerter.

Ansonsten war ich mal wieder krank und habe, weil ich Lust auf nen dummen Film hatte, Step up geschaut. War dann auch der erwartete ganz nette Tanzfilm ohne jegliche Überraschung im Plot, aber ganz nett anzusehen. Außerdem hab ich wegen bin krank/bin müde/brauch Unterhaltung zum essen oder kochen auch schon 2 Staffeln Gilmore Girls gesehen. Bei der Serie schwanke ich immer so zwischen „doch ganz süß“ und „irgendwie ziemlich dumm“, wobei ich bei mehreren Folgen am Stück dann doch eher bei „dumm“ lande, aber man kann es halt so ganz gut nebenher gucken (und über einen sehr jungen Jared Padalecki lachen). Achja: Der Titelsong nervt nach 3 x Hören richtig.

Spiele

Weiterhin nix am PC gespielt, irgendwie ist da gerade die Luft raus bei mir. Dafür aber: X-Wing. Das ist das Star Wars-Tabletop, was der Herr Mitbewohner von der DSA-Runde zum Geburtstag bekam und was wir seitdem immerhin schon anderthalb Mal gespielt haben (beim 2. Mal hatten wir irgendwie beide so eine Kombination, die nicht totzukriegen war, deswegen mussten wir dann irgendwann die Partie abbrechen, weil das Essen fertig war). Ich bin ja eigentlich echt gar kein Tabletop-Fan, aber X-Wing begeistert halt schonmal mit seinen extrem großartigen Raumschiff-Miniaturen, die auch einfach toll anzuschauen sind. Und auch wenn ich bei einer Runde Zuschauen auf der HeinzCon überhaupt nicht kapiert hab, wie das Spiel funktioniert, war es dann doch im ersten Test und wenn man erstmal alle Sonderregeln weglässt, recht einfach. Größtes Problem  war irgendwie, sich nicht total zu verschätzen und ständig in die anderen Raumschiffe oder Asteroiden reinzufliegen. Die Regeln an sich sind aber zumindest in der Grundform schnell kapiert. Bewegung planen, bewegen, schießen, ausweichen – das wars schon, wenn mans ganz einfach herunterbricht. Und es macht schon ziemlich Spaß und man kann noch gut dabei einen SW-Soundtrack hören. Da werden auf jeden Fall noch einige Partien folgen – und vermutlich noch ne Ecke Geld drin versenkt werden, denn die Schiffe und das Zubehör sind schon ziemlich teuer. Dafür kann man sich die Modelle dann wenigstens noch schick ins Regal stellen.

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Pew-pew!

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