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#RPGaDay2018 und Tagebuchbloggen, Tag 20

(Grummelgrummel, Montag, müde, schlecht geschlafen, grummel.)

Frage 20: Welche Spielmechanik inspiriert dich am meisten?

Puh. Tendenziell immer diejenigen, die irgendwas erzählerisches machen und mir als Spielerin ermöglichen, selber etwas zur Geschichte beizutragen. Ich mag z. B. die Advantage/Threat-Dinger bei FFG Star Wars, die auf eine unkomplizierte und ziemlich klar vorgegebene Weise den Spielern Erzählrechte geben. Wer es nicht kennt: Jeder Wurf entscheidet nicht nur, ob eine Probe gelingt oder misslingt, sondern auch, ob es positive oder negative Nebeneffekte gibt. Auch cool finde ich Mechaniken, bei denen man den Mitspielern Dinge vorgeben kann, wie z. B. die zufallsbasierte Charaktererschaffung bei Society of Dreamers, oder die Anekdoten bei One Last Job. Ich mag auch Spiele, bei denen man Werte nicht in Zahlen, sondern mit Worten ausdrücken muss, wie bei FATE oder City of Mist, auch wenn das manchmal kniffelig wird. Faszinierend war auch der Fragebogen bei DREAD, den ich sehr cool fand – zumal der ja gar nicht auf irgendwelche Spielwerte hinausläuft, denn man zieht ja Jenga-Steine, sondern wirklich rein story- und charakterbasiert ist.

Ich mag auch Mechaniken, die auch gleich gewisse Ideen fürs Spiel liefern, z. B. die Downtime-Montage oder das Geek out during the credits bei City of Mist. Das macht deutlich, dass es gewünscht ist, dass die SC auch mal ihr eigenes Ding machen, dass das aber nicht im Hauptfokus stehen soll. Und dass man am Ende der Session (oder des Falls) reflektieren soll, wie es dem Charakter so geht und wie sie/er die Dinge wahrgenommen hat und wie es jetzt mit der Entwicklung weitergehen könnte. Das hat mich ja, wie schon erwähnt, bei Invisible Sun auch total fasziniert, dieser Mechanismus, bei dem man am Ende die Erfahrungspunkte auch durch Freude- und Verzweiflungsmarker bekommt und so automatisch am Ende des Abends darüber redet, wie ein SC die Geschehnisse denn so sieht. Bei dem System mag ich übrigens auch den Developement-Mode, bei dem man auch mit weniger Spielern oder ohne Spielleiterin einfach mal ein paar Szenen spielen kann.

Tagebuchblogcontent

Samstag ja um 2 Uhr im Bett gewesen, ein bisschen gebraucht um einzuschlafen. Früher habe ich dann einfach bis 11 Uhr geschlafen, in letzter Zeit ist Schlafen ja so meine absolute Schwachstelle. Gestern war ich dann auch um kurz nach 9 wach und fühlte mich wie überfahren. Nochmal einschlafen ging nicht, aufstehen führte nur zu Schwindel und Kreislaufuäh, also bin ich noch ein bisschen liegen geblieben, hab aufm Smartphone rumgedaddelt und bin dann gegen 11 aufs Sofa übergesiedelt. Dort Kaffee und ein paar Folgen der Star Wars Show auf YouTube. Irgendwie haben wir die früher immer sonntags geschaut und das in letzter  Zeit vergessen, so dass wir jetzt sehr viele Folgen zum nachholen haben. Nach 4 oder 5 Folgen dann an den Computer, kurz gebloggt, immer noch elend gefühlt, Obst gefrühstückt, Migränetabletten genommen. Dann wurde mir richtig schummerig und ich bin dann doch zurück ins Bett und nochmal für ne Stunde eingeschlafen. Danach waren die Kopfschmerzen besser, ich aber sehr matschig. Aus dem Bett und in die Klamotten gequält, eine Runde spazieren bis zum Park und zurück. Es war auf einmal doch richtig warm draußen. Nach ner knappen Stunde war dann der Kreislauf auch wieder soweit okay, dass ich noch das Yoga-Video des Tages machen konnte. Dann geduscht, dann indisches Essen beim Lieferdienst bestellt, dann auf die Couch und den Rest des Abends mit Masala Paneer, Naanbrot und vieeeeel Wasser (weil gut gewürzt) vor Netflix verbracht. Völlig fertig gewesen nach dem Ende der neuen Staffel Orange is the new Black. Dann ins Bett, ewig nicht schlafen können, noch 3 Folgen How I met your mother geschaut, immer noch rumgewälzt, irgendwann viel zu spät eingeschlafen. Insgesamt ein irgendwie blöder Tag, ich wollte eigentlich Dinge schaffen und nicht nur rumgammeln.

Umzugserledigungen: Wenigstens beim Spaziergang noch die weitere riesige Tüte mit Kleidung in die Altkleidersammlung geworfen.

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#RPGaDay2018 und Tagebuchbloggen, Tag 4

So viel Zeit ist heute gar nicht, aber ich versuch trotzdem schnell den Beitrag in die Tasten zu hauen.

Frage 4: Welcher NSC ist dir am meisten im Gedächtnis geblieben?

Du liebe Zeit. Wenn die Frage lauten würde: „Welches Dutzend NSCs ist dir im Gedächtnis geblieben“ könnten wir vielleicht drüber reden … nicht umsonst machen wir ja jedes Jahr in unserer DSA-Runde ein Umfrage mit genau solchen Fragen, und selbst da fällt die auf ein Jahr begrenzte Auswahl schon schwer. Daher einfach mal die vom letzten Jahr, den Zettel mit der Umfrage habe ich nämlich gerade wiedergefunden.

Wir haben da drei Kategorien, also hier mal die Antworten von mir und meinen Mitspielern aus dem Jahr 2017:

Sympathischster NSC: Fünf einhellige Stimmen für Eslam von Wagenhalt aus „Vergessenes Wissen“.

Meistgehasster NSC: Eine Stimme für Keidre di Tarifa, vier für Sidor Dorikaikos, beide aus „Unter Haien“. In Mengbilla wohnen halt nur nette Menschen. *hust*

Am besten/am liebsten gespielter NSC 2017: Goldo Paligan, Pryshia von Garlischgrötz, Escalia von Hahnentritt (2 x), Eslam von Wagenhalt.

Ansonsten kann ich dann hier noch die sehr seltsame Obsession anführen, die einer meiner SCs für einen NSC entwickelt hat. Er war – ich halte das hier bewusst schwammig, um nicht das entsprechende Abenteuer zu spoilern – ein Antagonist, der durch die Aktionen der SC zu Tode kam, allerdings gab es vorher noch ein Gespräch mit ihm, in der er ihr relativ sympathisch wurde. Weswegen sie dann seine TRUHE voller Tagebücher mitnahm und komplett las. Was interessanterweise nicht nur mehrere wichtige Dinge in der Kampagne voranbrachte, sondern auch dazu führte, dass sie sich dem Typen irgendwie relativ verbunden fühlt. Und da er ja nun schon tot ist, kann er sie auch nicht mehr menschlich enttäuschen. Und diese ganze Geschichte gibt glaube ich auch einen ganz guten Einblick in die wirklich verkorkste Psyche meines SC.

Tagebuchblogcontent (mit sehr viel Rollenspielanteil):

Gestern war ein wilder Tag irgendwie. Ich wachte, wie ich es in den letzten Wochen leider ständig tue, an meinem freien Tag um 07:30 auf, unfähig, wieder einzuschlafen. Warm, laut, Schulter tat weh. Also kurz nach 8 dann aus dem Bett gequält. Ich hatte noch einiges aufm Zettel, denn am Nachmittag war eine Spielrunde bei mir daheim geplant, außerdem musste ich noch die Spielsysteme für heute vorbereiten. Und putzen, und aufräumen, und Yoga machen und und und. Konsequenterweise saß ich also erstmal fast eine Stunde rum und starrte panisch prokrastinierend auf meine Twitter-Timeline. Aber dann habe ich mir eine To-Do-List gemacht und die abgearbeitet, zum Rollenspiel vorbereiten bin ich dann in den Park gegangen, weil die Wohnung mal wieder viel zu warm war. Auf dem Rückweg dann noch in einem meiner Stamm-Cafés auf einen Latte Macchiato und ein Stück Mango Cheesecake angehalten und da noch zu Ende über das Abenteuer nachgedacht.

Daheim dann nochmal Podcast geschnitten, geduscht, noch ein bisschen rumgetüddelt, dann kamen meine Spielerinnen.

Puh, ich war wieder total nervös, wie immer, wenn ich leite. Ich hatte ja, inspiriert durch unseren Podcast, gedacht „ach komm, ich mach jetzt mal ne Runde nur mit Spielerinnen, so schwer kanns ja nicht sein“, aber dann fielen mir doch eben nur drei Leute ein (okay, ich kenne noch zwei andere Rollenspielerinnen in Hamburg, aber eine hab ich seit ewigen Jahren nicht gesehen und eine ist gerade sehr im Stress). Und wie es immer so ist, von den drei Leuten sagte dann eine ab. Dann hab ich mich erstmal geärgert, natürlich nicht darüber, dass jemand bei der Hitze mit Kreislaufproblemen lieber daheim bleibt, das konnte ich total gut nachvollziehen. Sondern darüber, dass ich zu wenig weibliche Rollenspielbekanntschaften habe (naja, und der Timeslot war mit werktags 16-22 Uhr halt auch eher speziell, sodass auch ein noch hastig abgesetzter Twitteraufruf nix mehr brachte). Anyhoo, nach Rücksprache mit den beiden verbleibenden Spielerinnen beschlossen wir dann, dass wir trotzdem spielen. Ich hab dann eine Weile nachgesonnen und das Abenteuer noch mehr abgeändert als ichs eh schon vorhatte, damit es weniger Kampf und mehr mystischen Macht-Kram gibt. Wenn wir schon das Einsteigerset von Macht und Schicksal spielen, kann man da ja auch mal so richtig drauf eingehen, vor allem bei nur zwei SC. Außerdem find ich diesen blöden Flaschenhals, bei dem man würfel muss, bis mans eben schafft und der das mystische „ich benutze zum ersten Mal so richtig meine Macht-Fähigkeiten“ zu einer ziemlichen Würfelorgie verkommen lässt, eh total doof. Stattdessen hab ich also folgendes gemacht: Immer wenn ein SC die Macht benutzen wollte, hat das generell einfach geklappt (die Fähigkeiten sind bei den Start-Archetypen eh so beschränkt, dass man damit nicht viel anstellen kann), aber die Spielerinnen mussten jedes Mal einen Zettel aus ner Schale ziehen und eine Frage zur persönlichen Beziehung ihres SC zur Macht beantworten. Auf jedem Zettel standen 2 Fragen, eine für die helle und eine für die dunkle Seite. Ich hatte mir davon erhofft, dass die Spielerinnen dadurch die Chance bekommen, den ja doch irgendwo erstmal recht fremden Archetypen weiter auszugestalten und mehr Verbindung zu ihm zu entwickeln. Aber ich war dann trotzdem überrascht, WIE gut das geklappt hat. Die  Antworten auf die Fragen waren durch die Bank total cool und interessant und haben die Charaktere viel greifbarer gemacht. Und meistens konnte ich sie sogar relativ gut in die gerade stattfindende Szene einbringen (also warum jetzt diese Erinnerung oder Angst in dem SC hochkommt und so). Am besten war für mich die Szene, in der die beiden SC gemeinsam lifting rocks betrieben haben und beide die gleiche Frage beantworten mussten, und der eine hatte hell und der andere dunkel gewürfelt, und dann sahen sie sich gegenseitig in ihrer Vision, wie sie mal sein könnten, wenn sie ihr volles Machtpotenzial erreicht haben – der eine als weiser und gütiger Jedi, der andere als Tyrann, der seinem Volk den Untergang gebracht hat. Das war glaub ich mein Lieblingsmoment des Abends.

Ansonsten gabs natürlich alles, was es beim Rollenspiel immer so gibt – Essensbestellung, Zeitprobleme, am Anfang erstmal ziemlich viel Albernheit und so. Da eine Spielerin pünktlich los musste, haben wir dann eine der drei „Zwischenquests“ ganz schnell erzählerisch abgehandelt, und den Endkampf habe ich dann auch auf den Obermotz reduziert und nicht noch nen Haufen Söldner eingebaut, durch die man sich metzeln musste. Ich denke, es lief relativ gut. Vor allem hatte ich ja eine Spielerin dabei, für die es der erste Rollenspielversuch überhaupt war und ich wollte natürlich schon, dass es ihr gefällt und ich ihr nicht gleich das Hobby verderbe. Als ich dann nach dem Spiel noch eine WhatsApp-Message bekam, in der sie sich bedankte und sagte, sie möchte auf jeden Fall wieder spielen und es hat ihr viel Spaß gemacht …. da war ich schon SEHR glücklich und zufrieden und die Mühe hatte sich auf jeden Fall gelohnt. (Zumal es gar nicht so viel Mühe war, ich habe wirklich das meiste improvisiert.)

Außerdem ist irgendwas passiert und ich traue mich mittlerweile mehr, als SL auch mal die Stimme zu verstellen. Natürlich bin ich da kein Profi drin, aber so ein bisschen was kann man da ja schon machen. Wenn man sich denn traut. Es ist alles seltsam.

Dann noch bisschen Twitter und WhatsApp und Netflix und um kurz vor 1 bin ich dann mal eingeschlafen. Puh. Was ein Tag.

Umzugserledigungen: Leider quasi keine, nur beim Umzugsunternehmen angerufen und gefragt, wieso ich noch keine Antwort auf meine Mail bekommen habe. Naheliegende Erklärung: Sachbearbeiter krank. Aber Montag soll jetzt die Bestätigung kommen.

So. Und jetzt eile ich los zum nächsten Rollenspieltermin…

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