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Mediengedöhns im Januar 2017

Huch, der erste Monat des Jahres ist wieder um – nun schnell auf zum medial konsumierten, ehe ich wieder so einen Berg anhäufe wie im letzten Eintrag.

Bücher

Leia, Princess of Alderaan von Claudia Gray ist ein Young Adult-Roman mit einer 16-jährigen Leia als Protagonistin. Inhaltlich dreht er sich darum, wie Leia langsam als Nachfolgerin ihrer Mutter als Königin von Alderaan an deren Aufgaben herangeführt werden soll und dazu die klassischen drei Prüfungen des alderaanischen Adels ablegt. Nebenher arbeitet sie als Jung-Abgeordnete im Senat des Imperiums. Und langsam bekommt sie nicht nur mit, dass im Imperium so einiges falsch läuft, sondern auch, dass ihre Eltern Teil einer Verschwörung sind, um das zu ändern. Ich fand von Claudia Gray bisher ja alles gut, und auch dieser Roman hat mich wieder richtig begeistert. Sie schreib Leia einfach super und auch die weiteren Charaktere sind einfach toll. Endlich gibt es mal mehr zu Breha Organa, Leias Adoptivmutter. Und Amilyn Holdo kommt auch schon vor – als 16-jährige mit bunten Haaren, seltsamer Faszination für den Tod und skurrilen Hobbies. Der Roman ist ja auch Teil der Journey to The Last Jedi und wenn man den Film schon kennt, sind da doch schon ein paar schöne Elemente drin, nicht nur so was offensichtliches wie halt die Basis auf Crait, sondern auch eine Szene, in der Leia sich total geistesgegenwärtig vor dem Tod durch eine Schlammlawine rettet und eine, in der sie unbewusst die Macht benutzt.

Mich hat das Buch beim Lesen eigentlich die ganze Zeit sehr traurig gemacht. Leia, die damit hadert, ob man auch einfach Zeit für sich brauchen kann, ob man glücklich sein darf, wenn die Galaxis ein immer dunklerer Ort ist, was sie mit all ihren Privilegien als Prinzessin von Alderaan eigentlich bewegen kann … das bricht mir, wenn man weiß, wie es für sie weitergeht, einfach irgendwie ständig das Herz. Genau wie ihre innige Beziehung zu ihren Eltern und die Schönheit und Friedlichkeit von Alderaan, die ständig beschrieben wird. Und dann noch das Ende! Und der letzte Satz! Aaaah! Es ist alles so traurig und dann muss ich immer daran denken, dass wir Leia nie mehr auf der Leinwand sehen werden und dann bin ich noch trauriger. Seufz. Trotzdem große Empfehlung für den Roman – ich muss dringend mal rausfinden, was Claudia Gray abseits von Star Wars so geschrieben hat.

Einen weiteren Star Wars-Comic hab ich auch noch geschafft, nämlich Vader Down. Das ist ein Crossover zwischen der Vader-Reihe und dem Star Wars-Comic (also dem, der sich um Luke, Leia und Han und so dreht) und die Geschichte ist irgendwie sehr abgefahren und teilweise auch ganz cool. In der Vader-Serie geht es ja unter anderem darum, dass Vader rausbekommt, wie der Typ eigentlich heißt, der den Todesstern in die Luft gespreng that, und versucht, Luke in die Finger zu kriegen. Das resultiert im Crossover dann in einem Showdown zwischen Vader und der Rebellion, wobei imperiale Intrigen, Visionen in alten Jeditempeln und bösartige Droiden für noch mehr Chaos sorgen. Ich fand den Comic insgesamt ganz cool, leider sind die Zeichnungen teilweise grenzwertig, gerade Leia sieht oft aus wie … na, nicht wie Leia jedenfalls. Seltsamerweise sind Luke und Han wesentlich besser getroffen. Es gibt ein paar sehr lustige Droidenverwechselungsspielchen, Aphra und Han, die sich mit dem selben Trick gegenseitig ausschalten und ein paar coole Momente in einem alten Jeditempel, den Luke findet. Der Rest war teilweise etwas sehr übertrieben, wenn Vader ganze Rebelleinheiten alleine ausschaltet oder gefühlte 20 Panels zwei sich kloppende Wookies gezeigt werden. Insgesamt schon ganz nett, aber jetzt nicht mein liebster Star-Wars-Comic (der 5, die ich bisher kenne *hust*).

Filme und Serien

Kann es jemals genug Superheldenserien geben? Für mich ja nicht. Nachdem ich Marvel’s Inhumans nach den Trailern und den Kritiken lieber geflissentlich ignoriert habe, konnten sowohl The Gifted als auch Marvel’s Runaways mein Interesse wecken, und beide Serien haben eine wirklich coole erste Staffel abgeliefert.

The Gifted sah im Trailer irgendwie eher nach Familiendrama mit Mutanten aus und weckte schlimme Assoziationen an Heroes und Claire-Noah-Drama in uffzich Wiederholungen. Aber halt immerhin mit Stephen Moyer und Amy Acker, was dann doch ganz cool klang. Irgendwann sah ich dann, dass die Serie von Matt Nix ist, der auch eine meiner Lieblings-Serien, Burn Notice, gemacht hat. Von da an war ich dann doch ganz positiv gestimmt und tatsächlich hatte ich auch sehr viel Freude an der ersten Staffel. The Gifted ist ja die erste Serie, die den X-Men-Hintergrund benutzen darf (nicht wie z. B. Legion, wo Davids Vater immer nur als „sehr mächtiger Mutant“ bezeichnet wird), und so gibt es auch mit Blink eine Figur, die man aus Days of Future Past schon kennt, allerdings in einer anderen Version. Insgesamt mochte ich die Auswahl an Superhelden und ihren Fähigkeiten sehr. Thematisch geht es um die Familie Strucker, deren Kinder beide Mutanten sind, was sich recht überraschend auf einer Schulparty offenbart. Da Mutanten verfolgt, gejagt, in unfairen Prozessen verurteilt oder zu medizinischen Experimenten verschleppt werden, entschließt sich die Familie schnell zur Flucht, obwohl der Vater als Staatsanwalt eigentlich selbst auf der Seite der Verfolger steht. Im Verlauf der Staffel geht es dann einmal um den Mutant Underground, der Mutanten beschützt und ihnen zur Flucht verhilft, und um ein Mitglied von Sentinel Services, das Jagd auf die Mutanten macht. Ich finde die Serie bisher ziemlich gut geschrieben, mit coolen Charakteren, schönen ruhigen Momenten, aber auch coolen Actionszenen. Der Plot hält tatsächlich auch die ein oder andere Überraschung bereit und ich hatte sehr viel Freude mit der Serie. Es sehen irgendwie alle Darsteller auch geradezu unfassbar gut aus, aber das ist ja auch nicht unbedingt schlimm. Ich freue mich jedenfalls schon auf Staffel 2.

Noch seltsamer klang irgendwie die Prämisse von Marvel’s Runaways – ein Haufen Teenager als Superhelden, die Probleme mit ihren Eltern haben und von daheim weglaufen. Klang erstmal irgendwie seltsam, aber dann sah der Trailer doch ganz nett aus und meine Twitter-Timeline war auch recht angetan und dann musste ich da doch mal reinschauen. Und war dann auch angetan. Marvel’s Runaways ist ein bisschen so, als hätten Skins, Misftis und Desperate Housewives ein kleines Superheldenbaby gemacht. Die Serie spielt halt im supersuperdeluxen Teil von Los Angeles und die Familien der Runaways sind auch alle superreich. Aber halt nicht nur so, sondern warum die alle so reich sind, ist ein Teil des Plots. Jedenfalls sind die Noch-nicht-Superhelden-Teenies am Anfang alle ziemlich zerstritten und reden nicht mehr miteinander, seit ein Mädel ihrer Clique sich (angeblich) umgebracht hat. Dann raufen sie sich aber doch wieder zusammen, bemerken, dass ihre Eltern komische Dinge tun und forschen da so hinterher, während sie gleichzeitig ihre Kräfte entdecken und sich reihenweise ineinander verlieben, natürlich meistens so, dass A auf B steht, die auf C steht, der auf D steht. Aber das ist irgendwie so nett gemacht und so augenzwinkernd erzählt, dass ich voll drin war in all dem Teenage-Romance-Drama! Dankenswerterweise geht es auch nicht nur um die Teenager, sondern die Eltern haben einen auch recht großen Anteil an Screentime, so dass man die Geschichte aus mehreren Perspektiven sieht. Auch die Beziehungen der Kinder zu ihren Eltern und die der Eltern untereinander ist ziemlich gut gemacht. Die Superkräfte sind auch mal was anderes als das, was man schon tausendmal gesehen hat. Schauspielerisch fand ich das auch alles sehr schön, es gab immer wieder echt lustige Momente und insgesamt macht die Serie halt einfach Spaß. Auch hier gibt es eine zweite Staffel, hurra.

Und weil das jetzt immer noch nicht genug Comic-Adaption war, hab ich dann noch die 1. Staffel Punisher auf Netflix geschaut. Irgendwie hatte ich im Vorfeld eher so durchwachsene Kritiken gelesen und kann sie ehrlich gesagt überhaupt nicht nachvollziehen. Also ja, die Serie ist schon arg brutal, mehr als das für mich hätte sein müssen, aber …. es ist eine Punisher-Serie. Mit Ab 18-Warnung. Da kann man sich ja schon denken, dass da reichlich Blut fließt. Ich war jedenfalls von den Charakteren und der Story doch ziemlich begeistert und fand es auch schön, dass die Thematik von Kriegsveteranen mit all ihren Problemen mal aufgegriffen und aus meiner Sicht auch doch recht differenziert dargestellt wird. Das in einigen Reviews bemängelte zu langsame Fortschreiten der Handlung war auch etwas, was ich gar nicht nachvollziehen konnte, ich fand das Erzähltempo genau richtig so. Wobei ich ja auch langsam erzählte Sachen sehr mag und es gut finde, wenn sich eine Serie Zeit lässt für Charakterentwicklung und dergleichen. Hm, es ist relativ schwer, über die Handlung was zu schreiben ohne zu spoilern. Es geht jedenfalls weiter um die Sachen, die Frank im Krieg in Afghanistan gemacht hat und um die Leute, die dahinterstecken. Aber halt auch immer wieder um die Frage, wie man weiterlebt, wenn man traumatisiert aus der Armee entlassen wird, um teils hilfreiche, teils problematische Loyalitäten zwischen Ex-Soldaten und all sowas. Die Action-Sequenzen sind, wie gesagt, reichlich brutal, aber sehr gut inszeniert. Die Musik ist auch sehr cool. Und die Schauspieler … oh boy. Jon Bernthal als Frank Castle ist einfach nur der Hammer. Er spielt das so unglaublich gut und macht so viel einfach nur mit Mimik und Körperhaltung. Es ist eine Freude, dabei zuzusehen und er schafft es wirklich sehr gut, den Balanceakt zwischen „der Typ ist eigentlich wirklich ein netter Kerl“ und „aber meine Güte, ECHT gestört“ rüberzubringen. Aber auch alle anderen Darsteller sind echt gut. Den Schauspieler von David kannte ich ja schon aus Girls, wo er auch schon wirklich gut war, und auch hier spielt er seine Rolle wirklich toll. Man hätte aus der Zusammenarbeit von Frank und David übrigens auch ziemlich gut eine ins Alberne abgleitende Buddy-Geschichte machen können, was zum Glück vermieden wird. Es gibt immer wieder recht witzige Momente, aber die ergeben sich aus der Situation und nicht aus irgendwelchen gezielt lustigen Dialogen. Überhaupt dürfte das zusammen mit Jessica Jones die Serie sein, die am wenigsten vom typischen Marvel-Humor hat, was aber durchaus sehr gut zum Ton der Serie passt. Insgesamt war ich wirklich begeistert, zumal die Serie meiner Meinung nach auch ein wirklich gutes, durchdachtes Drehbuch hat und weiß, welche Geschichte sie erzählen will. Und trotz aller Brutalität hält man sich mit zu vielen Todesfällen aus Draaaaamagründen zurück und gleitet nicht völlig in eine Alles-ist-scheiße-und-alle-sterben-Nummer ab. Also wirklich Daumen hoch für den Punisher, gerne mehr davon.

Wieder so immer mal zwischendurch zum Essen geschaut: Die 4. Staffel Elementary. Den staffelübergreifenden Plot mit Morland Holmes fand ich irgendwie nicht ganz so super, weil er zwar seine Momente hatte, aber ihm letztendlich halt neben dem Fall der Woche nicht so wirklich viel Platz eingeräumt wurde. Schade eigentlich, zumal John Noble seine Rolle auch wirklich toll gespielt hat. Wie das Ganze am Ende dann aufgelöst wurde, war mir auch etwas too much irgendwie. Verschwörung über Verschwörung und so. Naja. Ich schau die Serie trotzdem immer noch gerne, zumal ich diese Versionen von Sherlock und Watson eigentlich mit am liebsten mag. Gerade Lucy Liu ist einfach … großartig. Es gibt außerdem eine Szene, in der Sherlock Yoga macht, und in der der Hauptdarsteller eine wirklich gute Figur dabei abgibt.

Gespielt

Der Januar war sehr arm an DSA-Terminen, es gab nämlich tatsächlich nur einen Samstag, an dem wir spielen konnten. Da ging es weiter mit der Königsmacherkampagne und das nächste Mal sollten wir nun wirklich mal das aktuelle Abenteuer abschließen. Wird auch Zeit, ich glaube, alle außer mir haben sehr großen Stadtabenteuerkoller und möchten mal wieder irgendwas mit Wildnis und Einsamkeit und Gemetzel spielen. Ich fand das Abenteuer hingegen sehr cool, es hatte öfter mal so ein paar frustrierende Momente und außerdem eine etwas unschöne Wiederholung drin. Aber insgesamt ist das schon wirklich gut gemacht, auch wenn mir erst in der letzten Sitzung klar wurde, wie gut eigentlich.

Außerdem gab es mal wieder eine Runde Star Wars, was mich wie immer sehr gefreut hat. Das Szenario, das wir gespielt haben, heißt Only Two Ways Home und hat, obwohl verkürzt für einen nicht so langen Spielabend, sehr viel Spaß gemacht. Wir haben es wegen einer kurzfristigen Absage mit 3 Spielern gespielt, was aber ganz gut funktioniert hat. Es war auch ziemlich creepy auf diesem seltsamen Schiff. Sehr cooles Szenario – ich muss jetzt leider auch mit meiner Zabrak Force-Shit aktivieren, weil anders kann man eigentlich gar nicht erklären, wieso ich an einem Abend ungefähr 10 Triumphe erwürfelt hab. Auch cool: Der Mensch, der das Szenario verfasst hat, freute sich sehr über meinen Kommentar und schrieb mir noch auf Twitter zurück, wie cool er es fand, dass wir sein Szenario auf deutsch gespielt haben, weil es jetzt für ihn so ist, als sei es in andere Sprachen übersetzt worden. Hihi. Für sowas mag ich das Internet doch sehr.

Am Tag vorher spielten wir noch ne Runde Fiakso, verdaddelten uns bei der Aufstellung aber irgendwie, so dass das alles gar nicht sooo optimal lief. Trotzdem war es sehr lustig. Wir spielten auf einer Hochzeit im Sauerland, bei der die Erbin eines Schweinezuchtimperiums heiratete und haben uns unfassbar viel dumme Dekoartikel und Hochzeitsbräuche mit Schweinen ausgedacht. Bei „Wohin geht denn die Hochzeitsreise?“ – „Schweinfurt.“ bin ich vor Lachen fast gestorben.

Am PC weiterhin nix gespielt. Keine Zeit, keine Zeit.

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Mediengedöhns im Januar 2016

So, neues Jahr, neue Mediendinge, und damit gar nicht erst wieder so viel Rückstand entsteht, gleich mal frisch ans Werk:

Bücher

Ich habe 20 Seiten in meinem aktuellen Buch weitergelesen. Hurra. Irgendwie komm ich damit nicht so wirklich weiter, obwohl ich es gut finde. Hngh. Hab mir jetzt erstmal den grade erschienenen neuen Teil der Iron Druid Chronicles bestellt, das werd ich dann wohl dazwischenschieben, damit ich überhaupt mal wieder ein Buch zu Ende lese.

Filme und Serien

Kein Film … es gibt einfach zu viele gute Serien. Aber seit neulich ist Silver Linings auf Netflix, den will ich mir mal anschauen.

An der Serienfront: Endlich die erste Staffel von The Killing beendet, nachdem ich da zwischendrin monatelang pausiert hatte. (Wozu man so kommt, wenn man 4 Tage mit Migräne daheim liegt…) The Killing ist quasi ein Remake der dänischen Serie „Kommissarin Lund – Das Verbrechen“, wobei ich das Original nicht kenne. Tatsächlich finde ich den Drang, in den USA alle möglichen Serien und Filme einfach mal nachzumachen, eher dämlich, The Killing gefällt mir aber trotzdem sehr gut. Es wirkt auch irgendwie skandinavisch, auch wenn es in Seattle spielt. Vom ganzen Look her ist es auch die am wenigsten glamouröse Krimi-Serie, die ich je gesehen habe, und das finde ich ausgezeichnet. Seattle ist grau und regnerisch, die Kommissarin rennt im Strickpulli rum und trägt kein Make-up (ja ja, keins was man sehen würde, natürlich sind die alle geschminkt im Fernsehen 😉 ), selbst der Bürgermeisterkandidat und seine Berater sehen einfach aus wie normale Menschen und keine Fernsehschönheiten. Finde ich sehr erfrischend und fällt mir beim Gucken immer wieder positiv auf. Die ganze erste Staffel dreht sich nur um einen einzigen Fall, nämlich den der ermordeten Rosie Larsen. Dabei thematisiert die Serie nicht nur die Ermittlungsarbeit der Polizei, sondern auch die Auswirkungen des Todes auf Rosies Familie, außerdem geht es auch um Politik, wobei das alles miteinander verknüpft wird. Die beiden Polizisten sind sehr unterschiedlich – Sarah Linden, die eigentlich mit ihrem Sohn zu ihrem Freund nach L.A. ziehen will und dann doch noch für diesen einen letzten Fall dableibt und von diesem quasi aufgefressen wird, und ihr junger Kollege Stephen Holder, der sehr viel jünger ist, neu bei der Mordkommission, ehemaliger Junkie und optisch auch als Meth-Dealer durchgehen würde. Es geht durchaus auch um die Beziehung zwischen den beiden Kollegen, aber eher immer mal wieder nebenbei. Die Serie erzählt die Ermittlungsarbeit unaufgeregt, ohne unnötige Actionsequenzen und auch immer wieder mit Rückschlägen, ich habe ja keine Ahnung von Polizeiarbeit, aber es wirkt realistischer auf mich als in vielen anderen Serien. Spannend ist es trotzdem, zumal immer wieder neue Details ans Licht kommen, die wieder einen anderen Täter möglich erscheinen lassen. Am Ende von Staffel 1 ist, hm, das ist wohl ein Spoiler (zum Lesen markieren) der Mörder noch nicht gefassst, und die 2. Staffel scheint nun eine noch politischere Dimension anzunehmen und sich noch mehr mit dem Wahlkampf zu befassen. Insgesamt jedenfalls große Empfehlung, die Serie gefällt mir sehr gut.

Auch irgendwo Krimi, aber ganz anders: Die zweite Staffel Elementary. Nachdem ich eine Sherlock Holmes-Serie mit Case of the Week ja erst doof fand, konnte mich die erste Staffel dann doch überzeugen. Als ich dann vorletzte Woche krank war, hab ich auch die zweite zu Ende geschaut, die Serie eignet sich nämlich durchaus als relativ stressfreie Migräne-Bespaßung. Was jetzt nicht negativ gemeint ist, ich schätze durchaus auch Serien, von denen ich mich einfach unterhalten lassen kann, ohne dass man die ganze Zeit 100 %ig aufmerksam sein und jedes Detail erfassen muss. Das macht die Serie auch sehr gut, die Fälle sind immer ganz gut, die Dynamik zwischen Sherlock und Watson auch, und trotz der Case-of-the-Week-Ausrichtung gibt es doch immer wieder Weiterentwicklung der Charaktere und ein bisschen übergreifende Handlung. Im Finale ging es diesmal um Mycroft, Sherlocks Bruder, den ich in dieser Version der Geschichte auch sehr gut getroffen finde. Leider ist Staffel 3 noch nicht auf Netflix, aber ich werd sie dann auf jeden Fall gucken.

Dann war da noch Galavant – schon letztes Jahr begeistert geschaut, dieses Jahr noch begeisterter. Galavant ist ein Fantasy-Musical und zwar eins, das sich in keiner Weise ernst nimmt und daher umso großartiger ist. Galavant ist Monty Python meets Ritter aus Leidenschaft meets ein Joss-Whedon-Musical. What’s not to love? Nachdem ich letztes Jahr den Trailer gesehen hatte, musste ich natürlich die erste Staffel gucken und fand sie auch ziemlich gut. Allerdings war die Story so gegen Ende hin dann doch ziemlich dünn und konfus, was auch die vielen Witze und die Lieder nicht mehr rausreißen konnten. Staffel 2 hingegen macht für mich alles richtig – abgedrehte Charaktere, tolle Musik, unglaublich viele lustige Stellen und witzige Referenzen auf andere Serien und dergleichen, aber dazu auch eine Geschichte, die doch ziemlich gut ist und am Ende alle Handlungsfäden zusammenführt. Und weil ein paar Youtube-Videos mehr sagen als 1000 Worte: Trailer zu Staffel 1, Opening Song für Season 2, Finally (aus 2.08 – die beste Mittelalter-Grease-Adaption mit tanzenden Zombies, die ihr je gesehen habt, isch schwör!). Und jetzt guckt das. Los!

Sonst noch geschaut: Die ersten 4 Folgen von The Man in the High Castle. Dann abgebrochen, weil leider Schwachsinn. Eigentlich klang die Serie, als wäre sie genau mein Ding, aber die spannende Grundprämisse ist so derartig grottig umgesetzt, dass es echt nicht zu ertragen war. Komplett unmotiviert handelnde Charaktere, die mich null interessiert haben, und eine Story mit so vielen Plotlöchern und Unsinnigkeiten, dass man sich fragt, wie das bei der aufwändigen Produktion überhaupt durchgehen kann, dazu ein quasi nicht vorhandener Spannungsbogen, der nach dem Prinzip „50 Minuten Langeweile und dann ein Cliffhanger“ zu funktionieren versucht … neeeee. Auch das Setting wirkt teilweise undurchdacht, denn während die japanischen Besatzer immerhin noch verschiedene Ämter und Funktionen haben, gibts bei den Deutschen nur „die Nazis“. Okay, es gibt die SS, die wird öfter erwähnt (und scheint irgendwie in den USA auch ALLES zu machen, seltsamerweise), aber wie diese ganze Besatzung da funktioniert, wer da eigentlich der Chef ist, was aus den ganzen anderen Organisationen geworden ist – man weiß es nicht. Es sind Nazis, sie gucken böse, sie tragen Hakenkreuze, das passt schon. Als dann in Folge 3 auch noch dieser vollkommen überzeichnete Kopfgeldjäger auftauchte, der anscheinend aus einem Tarantino-Film entlaufen ist und mal so null zum Rest der Story passte, war Schluss. Folge 4 hab ich noch geschaut, falls Folge 3 nur ein Ausrutscher gewesen sein sollte … aber nee. Blieb so. Uargh. Meine Motivation, mir weitere Amazon Prime-Eigenproduktionen anzuchauen, ist jetzt jedenfalls sehr gesunken.

Spiele

Immer noch Fallout 4, immer noch weit davon entfernt, nach 80 Stunden Spielzeit das Mainquest nennenswert vorangebracht zu haben. Aber in Santuary haben schon 5 Häuser wieder Strom!

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Mediengedöhns: Dezember und Januar

Die erste Woche des Februar ist schon wieder vorbei – es wird also höchste Zeit für die nächste Folge zum Medienkonsum der letzten zwei Monate. Was habt ihr alle drauf gewartet, nicht wahr? Also denn. Die freie Zeit zwischen Weihnachten und Silvester hab ich diesmal fast ausschließlich zum Spielen genutzt, sowohl mit der DSA-Runde als auch am (neuen, hurra) PC, wo ich sehr viele Stunden Dragon Age: Origins gespielt habe. Aber auch für die ein oder andere Serie blieb Zeit und im Januar habe ich auch tatsächlich zwei Bücher geschafft. Wenn der Schnitt so bleibt, werden es ja vielleicht mal mehr als ganze 20 Bücher im Jahr.

Bücher

Buch Nummer 1 war What they do in the dark von Amanda Coe – ein Überraschungsbuch, dass ich in der Second-Hand-Abteilung der tollen Buchhandlung in Dublin für 2 Euro gekauft habe. Ausgewählt wurde es nach dem ersten Absatz der ersten Kapitels, da ich Klappentexte ja generell ablehne. Und ich habe da keine schlechte Wahl getroffen, denn das Buch hat mir gut gefallen. Es spielt in den 70-er Jahren in England und dreht sich unter anderem um zwei ungleiche Schulfreundinnen (wobei Freundinnen eigentlich das falsche Wort ist), einen Kinderstar, einen Film, der gedreht wird und so einiges mehr. Am Anfang haben die einzelnen Geschichten gar nicht so viel miteinander zu tun, am Ende dann schon irgendwie. Das Ende ist ziemlich offen und auch ziemlich übel, fast hätte man sich noch mehr Erklärung gewünscht, aber das hätte irgendwie dann auch wieder nicht zum Buch gepasst. Mir war auch irgendwie eine Erzählperspektive zu viel drin. Es gibt die Perspektiven der beiden Mädchen, einer älteren Schauspielerin, des Agenten des Kinderstars und der Produzentin des Films. Gerade der Agent war eher langweilig und man hätte ihn meiner Meinung nach auch gut rauslassen können. Insgesamt jedenfalls ein interessanter Roman.

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