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Da draußen im Internet: Ein paar Links am Wochenende

Heute möchte ich mal ein paar Links verbreiten – einer läuft so ein wenig unter Eigenwerbung, aber naja.

Alle, die die Dragon-Age-Spiele mögen, sollten mal bei den Consulting Nerd Girls vorbeischauen. Anna und Julie haben sich das Projekt vorgenommen, alle drei Spiele nochmal zu spielen und darüber zu bloggen: Dragon Age –  A world’s story.  Und tatsächlich sind sie mit Dragon Age:Origins auch schon fast durch. Die Blogeinträge lesen sich alle sehr unterhaltsam, bieten zumindest mir noch bisher unbekannte Infos und Einblicke ins Spiel und machen definitiv Lust, selber nochmal nen Re-Run zu starten. Außerdem gibt es als Ergänzung noch aus Charaktersicht verfasste Briefe zwischen den beiden Hauptcharakteren in einem gesonderten Blog: Letters from Thedas. Sehr coole Sache insgesamt.

Rollenspiel per Forum, Mail, Chat oder Hangout ist ja schon quasi ein alter Hut. Neu ist allerdings die #FeineQuest, ein Rollenspielerlebnis auf Twitter. Leander vom Blog Leanders Feine Linie bietet mit einer Mischung aus Comics und Twitter-Umfragen ein interaktives Rollenspiel für seine Follower an, das ich gerade sehr gebannt verfolge (und natürlich auch immer fleißig abstimme). Wenn ihr auch mitmachen wollt, findet ihr die bisherigen Posts hier und Leanders Twitter-Account hier.

Auch ein cooles Projekt, wenn auch mit ein paar Schwächen, ist der gerade laufende Phantastik-Kongress. Autor Jan Uhlemann hat Skype-Interviews mit 30 Autoren geführt und veröffentlicht sie vom 20.-29.05. in regelmäßigen Abständen. Klang eigentlich sehr großartig, weswegen ich mich auch für den Newsletter angemeldet habe. Um dann festzustellen, dass ich unmöglich 3-4 Stunden Interviews am Tag schauen kann und danach geht es dann nicht mehr, weil sie nur 24 Stunden lang online sind. Ergebnis des Ganzen: Gestresst von den vielen Mails und Terminen habe ich tatsächlich nur in 2 Interviews reingeschaut, eins war von der Tonqualität her leider sehr schlecht und das andere fing ganz nett an, aber auch nicht so spannend, dass ich mir die ganzen 90 Minuten angeschaut hätte. Was der ganzen Sache wohl gutgetan hätte, wäre a) eine längere Sendezeit, b) eine konkretere Info zu den Autoren und den Interviewthemen bereits in den Mails, c) eine Übersicht unter dem Video, welches Thema etwa ab welcher Minute besprochen wird und d) die Möglichkeit die Videos auch zu kommentieren. Ich verstehe zwar den Wunsch, den Online-Zugang zum Kongress noch zu verkaufen, aber a) wäre das auch noch interessant gewesen, wenn die einzelnen Videos ein bisschen länger verfügbar gewesen wären (ich meine, 30 Interviews! Auch wenn jedes davon ne Woche online wäre, hätte ich das nicht alles geschafft.) und b) fehlt bei einem kostenpflichtigen Zugang dann umso mehr eine Funktion zum Kommentieren und Austauschen. Insofern: Coole Idee, aber man könnte es noch etwas besser umsetzen.

Schließlich noch die angekündigte Eigenwerbung:

Vor einer Weile kam ich auf Twitter ins Gespräch mit einem australischen Rollenspieler und dem Betreiber der Rollenspielseite campaignmastery. Dabei stellte sich raus, dass er noch nie was von DSA gehört hatte, was, wie ich auch schon mehrfach gelesen hatte, wohl den meisten nicht-deutschen Rollenspielern so geht. Daher habe ich angeboten, das System mal in einem Gastartikel vorzustellen. Natürlich hab ich es dann erstmal wieder vergessen, aber wo aktuell nun gerade der englische Kickstarter läuft, hielt ich es für eine gute Zeit, das Versprechen nun endlich mal einzulösen. Also habe ich dann mal versucht zu erklären, was dieses The Dark Eye denn eigentlich ist und wieso ich es mag: Hier ist der Artikel.

(Womit ich als Reaktion ja übrigens NICHT rechnete, war die Tatsache, dass sich superviele Leute auf die Randnotiz „ein paar Illustrationen werden für die englische Version entschärft und US-tauglich gemacht“ stürzten, was zu ungefähr 60 Beiträgen auf der Kickstarter-Seite führte, einem eigenen Forenthread im englischen Ulisses-Forum und einer Stellungnahme von Markus Plötz persönlich im heutigen Q&A auf twitch. Hätte ich geahnt, dass das solche Ausmaße annimmt, hätte ich als weitere lustige Randnotiz wohl doch lieber die Oase Hayabeth oder Lafmieh und Tender erwähnt…)

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I am Gamer…ish

DA.O Nereni

Nereni (Dragon Age Origins)

Bei den Consulting Nerdgirls gibts grad die Beantwortung eines Blogstöckens mit der Frage „Sehr ihr euch als Gamer?“, das von Der Lachwitz in Umlauf gebracht wurde. Und da er explizit dazu einlädt, die Frage auch zu beantworten, wenn man nicht ausdrücklich nominiert wurde, mache ich das jetzt mal. Und nein, das hat wirklich kaum was damit zu tun, dass ich eigentlich gerade die Blumen umtopfen, die Küche weiter aufräumen und solche Dinge sollte. Hust.

Also, Gaming. Im Sinne von PC- und Konsolenspielen, nehme ich an, dass Pen-and-Paper-Rollenspiel nicht gefragt ist, geht aus der Fragestellung dann doch hervor.

Nereni (Dragon Age Origins)

Iaraen (Dragon Age Awakeing)

Im Gegensatz zu vielen anderen kann ich auf keinerlei Kindheitserinnerungen zurückblicken, die mit irgendeiner Form von Computerspielen zu tun haben. Ich hatte als Kind weder eine Spielekonsole noch so ein tragbares Dingsi wie einen Gameboy – das lag vermutlich zum einen daran, dass sowas in der DDR (bei der Wiedervereinigung war ich 5) nicht so verbreitet war und auch danach erst langsam Einzug hielt, wobei meine Eltern absolut nicht technikaffin sind und mir daher sowas vermutlich auch nicht gekauft hätten, wenn ich gewusst hätte, dass es sowas gibt und es hätte haben wollen. Ich erinnere mich dunkel, dass meine Nachbarin irgendwann ein kleines Gerät hatte, auf dem sie Tetris spielen konnte, fand das aber nicht sonderlich spannend. Der erste PC hielt Einzug in unseren Haushalt, als ich ungefähr 12 oder 13 war, und tatsächlich gab es dann auch eine Phase, in der mein Vater, meine Schwester und ich zu dritt viele Stunden mit der schwersten Stufe von Minesweeper verbrachten. Das war aber auch nur ein paar Wochen lang spannend. Während ich also tatsächlich schon mit 14 den PC dazu nutzte, um in Foren zu posten oder mit irgendwelchen Menschen vom anderen Ende der Welt zu chatten, fand ich Spiele nie besonders spannend. Irgendwann hatten wir mal ein Jump’n’Run namens Earthworm Jim, das habe ich einige Male versucht, war sehr schlecht darin, und fand es langweilig. Bei einem Schulfreund habe ich ein paar Mal Need for Speed gespielt, auch darin war ich mangels Übung legedär schlecht, auch wenn wir viel Spaß damit hatten, wie ich die Autos schrottete, aus Versehen die ganze Strecke in die falsche Richtung fuhr und dergleichen.

DA.I Vreeya

Vreeya (Dragon Age Inquisition, 1. Durchlauf)

Als ich dann auszog und mich hier in Hamburg in diverse nerdige Hobbies stürzte, waren Computerspiele trotzdem kein Teil davon. Es interessierte mich schlicht nicht, mein Rechner war dafür sowieso zu alt und außerdem entwickelte ich während der Zeit, in der World of Warcraft frisch erschienen war, einen ziemlichen Hass auf dieses Spiel, weil mein damaliger Freund nichts anderes mehr tat, über nichts anderes mehr redete und auch die Essenspausen beim DSA geprägt waren von stundenlangen Gesprächen fast aller Anwesender über Gilden, Instanzen, Farming und dergleichen. Ich schaute zwar ab und zu mal jemandem beim Spielen über die Schulter, allerdings sah das ganze Gekloppe in dieser bonbonfarbenen Welt für mich nicht nach etwas aus, was ich ausprobieren wollte. Tatsächlich machte ich dann irgendwann nochmal einen Versuch und probierte mal Morrowwind aus … aber nach 10 Stunden fand ich auch das langweilig und wusste nicht so richtig, was das Spiel von mir möchte.

DA.I Orozin

Orozin (Dragon Age Inquisition, 2. Durchgang)

Und dann kam Skyrim. Was ich mir natürlich nicht kaufte, aber immer wieder auf dem Bildschirm vom Herrn Mitbewohner erblickte. Und es sah einfach so … hübsch aus. Ich bin ja ein Fan nordischer Landschaften, dazu die Nordlichter, der Schneefall, die (damals) so realistisch wirkenden Grafiken … das sah alles so toll aus, dass ich es wenigstens mal probieren wollte. Ich legte mir also auf des Mitbewohners Rechner einen Charakter zu  und versuchte mich am Spiel. In der ersten Szene muss man aus einem Dorf fliehen, das von einem Drachen angegriffen wird, während sich die Wachen mit selbigem prügeln. Ich fand den Weg aus dem Turm nicht, konnte wegen des Drachen aber auch nicht einfach wieder zurück nach draußen gehen und dachte mir – komplett unerfahren – , dass die Wachen den Drachen ja irgendwann getötet haben werden, ließ das Spiel einfach laufen und ging 30 Minuten lang was anderes machen … um nachher entsetzt festzustellen, dass sich nichts verändert hatte und ich immer noch in diesem verdammten Turm feststeckte. Mit etwas Hilfe ging es dann aber irgendwann weiter. Tatsächlich hab ich Skryrim nie zu Ende gespielt, aber es war das Spiel, wegen dem ich mir einen neuen, spielfähigen Rechner zulegte und was mich zum ersten Mal von der Idee, ein PC-Spiel zu spielen, überzeugen konnte.

Als nächstes kam dann Dragon Age 2, weil wir mit den Consulting Nerdgirls damals ein PC-Spiel besprechen wollten und uns auf dieses einigten. Und obwohl das Spiel so seine Schwächen hat (wie die sich ständig wiederholenden Dungeons und zu viele sinnlose Kämpfe) fand ich doch sehr viel Gefallen an dem vertonten Protagonisten, den vielen filmisch wirkenden Szenen und den Companions, zu denen man eine sehr viel tiefere Beziehung aufbauen konnte als zu „I have a bad feeling about this“-Lydia in Skyrim (auch wenn ich trotzdem oft neu geladen habe, wenn sie mal wieder aus Versehen tot war…). DA2 war dann auch das erste Spiel, was ich jemals komplett durchgespielt habe. (Achja: Den Hangout zum Spiel kann man sich hier anschauen.)

Fallout4 Sam

Sam (Fallout 4)

In der Zeit danach folgten dann die weiteren Dragon Age-Spiele, diverse Teile von Assassin’s Creed, mit Satinavs Ketten auch ein Point-and-Click-Abenteuer (ich bin superschlecht darin gewesen und habe die Hälfte der Zeit nachgelesen, was man machen muss) und jetzt aktuell halt Fallout 4. Wobei es nach wie vor so ist, dass ich jetzt nicht pro Woche ein Spiel durchspiele … wenn ich in einer Woche 10 Stunden dazu komme, zu spielen, ist das schon viel. Fallout 4 spiele ich seit November und bin jetzt bei etwa 100 Stunden. Außerdem geht mir auch vieles ab, was vermutlich für viele Gamer typisch ist: Ich finde Kämpfe auch beim PC-Spielen blöd und langweilig, ich interessiere mich weder für irgendwelche Errungenschaften noch irgendwelche Sammel-Items oder für das übers notwendige Maß hinausgehende Crafting von irgendwelchen Gegenständen, Rüstungen, Tränken oder dergleichen. Ich spiele grundsätzlich alle Spiele auf der leichtesten Schwierigkeitsstufe, laufe sehr gerne einem Questmarker hinterher und sehe keinen Reiz darin, irgendwelche schweren Aufgaben zu schaffen. Wenn ich an irgendeiner Stelle nicht weiterkomme, ständig sterbe, ein Rätsel nicht rauskriege oder einen Eingang nicht finde, rufe ich nach maximal 5 Versuchen die Spiel-Wiki auf und schaue nach, wie es geht. Wenn das auch nicht hilft, ist die Chance hoch, dass ich das Spiel hinschmeiße. Ich spiele auch nix online oder gegen andere Spieler oder mit irgendwem um die Wetter oder sonstwas. Bei Dragon Age Origins hatte ich einen Mod drauf, mit dem ich jeden Kampf sofort gewinnen  und beenden konnte, und ich habe ihn oft benutzt. Wegen solcher Dinge denke ich, dass ich halt doch nicht so der klassische Gamer bin, weil halt viele so typische Mechanismen von Spielen mich langweilen oder nerven. Ein Spiel, das mich anspricht, muss neben einer guten Story, interessanten Charakteren und einer schönen Grafik eben auch eine hohe Zugänglichkeit bieten, damit ich es auch als immer-noch-PC-Games-Kacknoob irgendwie schaffe, ohne die Tastatur brüllend aus dem Fenster zu werfen.

Insgesamt würde ich die Frage, ob ich mich als Gamer sehe, daher eher so mit „jein“ beantworten. In jedem Fall sind PC-Spiele inzwischen ein Hobby, was ich gerne neben weiteren Sachen betreibe, aber nicht DIE Lieblingsfreizeitbeschäftigung (ich spiele auch mal 2 Wochen gar nix) – wobei ich es auch sehr schön finde, sich über gerade gespielte Spiele mit anderen austauschen zu können.

Und bei euch so?

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Mediengedöhns: Februar 2015

Ich folge mal dem guten Vorsatz, das letztens konsumierte Medienzeuch diesmal schon nach einem Monat zu verbloggen, damit es nicht wieder so ein laaaaaanger Eintrag wird. Diesmal gibt es aber auch gar nicht so viel zu erzählen, was jetzt weniger daran liegt, dass der Februar nur 28 Tage hat, sondern mehr daran, dass ich Serien ja immer erst nach Ende einer Staffel bewerte und im Februar wenig zu Ende geschaut wurde.

Bücher

Wie ich ja neulich schon schrob, habe ich nun doch mal die Hunger Games-Trilogie von Suzanne Collins gelesen. Achtung, ich spoiler jetzt hier voll rum und verrate, wie die Trilogie ausgeht und so! Nachdem ich vorher eigentlich nur „Young adult-Kram mit Love Triangle“ damit in Verbindung gebracht habe, hat mich der erste Band doch erstmal positiv überrascht. Die dystopische Welt ist erst einmal interessant, auch wenn sie schon aus diversen Versatzstücken zusammengeklaut ist. Über die Namensgebung (Wer bitte nennt seinen Staat „Brot“?) lache ich immer noch, auch die Namen mancher Personen (Romulus Thread? Castor und Pollux? Seriously??) sind eher dämlich-lustig als gut überlegt. Aber insgesamt geht es schonmal ganz unterhaltsam los, die Geschehnisse sind interessant und Katniss als Erzählfigur funktioniert auch gut, zumal die Autorin auch gar nicht in die Verlegenheit kommt, mehr über die Welt schreiben zu müssen, als eine 16-jährige vom Arsch der Welt eben weiß. Tatsächlich war ich bemerkenswert unverspoilert und fand den Ablauf der Spiele und der Vorbereitungen dazu schon recht spannend. Die medial inszenierte Liebesgeschichte fand ich auch gar nicht so schlecht als Idee, es war nur ein wenig nervig, dass die Hauptfigur mal wieder überhaupt nicht merkt, dass das für Peeta nicht nur Show ist. Generell, und das gilt für alle drei Bände, geht mir diese Ahnungslosigkeit von weiblichen Hauptcharakteren so auf den Zeiger. Einerseits, was die Lebenserfahrung angeht – Katniss ist 16 und hat natürlich noch niiiiiie einen Jungen auch nur geküsst. Echt mal, ist das irgendwie Voraussetzung für die Protagonisten von YA-Literatur? Wäre eine Figur unbrauchbar, die wenigstens schonmal geknutscht hat? Ehrlich mal – immer, wenn ich sowas lese, möchte ich ein YA-Buch schreiben, dessen Heldin eine 17-jährige Teenagermutter aus Paderborn ist. Hngh. Aber auch Katniss‘ ewiges Nixchecken von … allem fand ich anstrengend. Ehrlich, gegen Katniss ist der Harry Potter aus Band 5 noch ein Quell der Einsicht und Empathie.

Band 2, Catching Fire, fand ich dann schon etwas schwächer, vor allem am Anfang. Irgendwie eiert Collins da gefühlt ziemlich herum, bis sie dann endlich wieder zu den Hungerspielen zurückkehren kann. Diese zweiten Spiele finde ich zwar einerseits durch die spannenderen Teilnehmer ganz cool, andererseits wirkt es schon ein bisschen so, als ob es keine bessere Idee für den zweiten Band gab als ein Revival der Spiele. Eigentlich ist ja während der zweiten Spiele die Revolution schon halb im Gange, aber das geht an Katniss natürlich komplett vorbei. Der 3. Band, Mockingjay, hat mich dann eigentlich gar nicht mehr überzeugt. Ich wollte natürlich schon noch wissen, wie es ausgeht und hab das Buch auch zu Ende gelesen, aber gut fand ich es nicht. Grundsätzlich ist es zwar eine gute Idee, zu zeigen, dass Katniss unter den Ereignissen leidet, aber insgesamt ist das doch sehr inkonsequent. Im einen Moment ist sie am Boden zerstört, im nächsten macht sie spontan wieder irgendwas ganz tolles, natürlich ohne es zu merken, weil sie ja gar nicht weiß, was für eine tolle Wirkung sie auf andere Menschen hat. Zwischen diesen beiden Extremen schwankt es ständig hin und her, auch wenn es immer noch einen und noch einen Rückschlag für Katniss gibt, so dass ich mich irgendwann gefragt habe, wieso sie überhaupt noch irgendwie weitermacht. Zumal auch weder ihre Familie noch ihre Freunde noch die Verantwortlichen aus District 13 irgendwie die Notwendigkeit sehen, ihr mal wirklich zu helfen, statt sie immer nur für die nächste Propagandamaßnahme aufzupäppeln. Währenddessen läuft die Revolution so vor sich hin. Mehrfach gibt es spannende Dinge, die man nur erfährt, weil jemand Katniss nachher erzählt, wie die Sache ausgegangen ist (z. b. die Befreiung von Peeta). Spätestens da funktioniert die Perspektive irgendwie nicht mehr. Naja, und das Finale … der Tod von Prim war meiner Meinung nach einfach dämlich und effekthascherisch. Katniss war vorher schon am Ende und dass die Rebellen genauso skrupellos sind wie das Capitol war vorher auch schon klar. Auf wen Katniss den letzten Pfeil des  Krieges schießen wird, war auch keine Überraschung, das habe ich genauso kommen sehen. Und das Ende … es ist nich ganz so sehr aufs Papier gekotzter Regenbogenzuckerguss wie der Epilog von Harry Potter, da weniger ausgewalzt, aber ähnlich blöd. Wenigstens musste ich nicht noch lesen, dass die Kinder von Katniss und Peeta Rue-Prim und Finnick-Cinna heißen. Trotzdem fand ich den Epilog ziemlich dämlich – aus der völlig traumatisierten und zerstörten Katniss wurde natürlich eine glückliche Ehefrau und Mutter. Würg. Und natürlich erfährt man nix darüber, wie es Panem denn in den 20 Jahren, die seit dem Ende der Revolution ins Land gegangen sind, denn nun erging. Aber Hauptsache, die Liebesgeschichte wurde aufgelöst. Yeah.

Nun ja, nun kenn ich die Trilogie halt auch. Aber Begeisterung sieht dann doch anders aus. Wobei, zugegeben, mit 16 hätt ich es vermutlich toll gefunden.

Filme und Serien

Natürlich musste ich mir nach der Lektüre des Buches aus den ersten Hunger Games-Film reinziehen. Ich fand ihn auch ganz gut gemacht, wenn natürlich, wie viele Buchverfilmungen, doch sehr gehetzt erzählt. Aber das Wichtigste kam schon rüber, der Herr Mitbewohner, der das Buch nicht kennt, konnte auch allem soweit folgen. Jennifer Lawrence spielt die Katniss wirklich gut und macht sie sogar sympathischer als die Buchfigur. Und die zusätzliche Erzählebene in der Schaltzentrale der Spielemacher fand ich auch sehr gut gemacht. Insgesamt schon sehr unterhaltsam, mal sehen, ob die anderen Filme im Vergleich zum Buch größere Änderungen vornehmen (was ich grundsätzlich durchaus begrüßen würde).

Eine einzig abgeschlosse Serienstaffel gab es im Februar, nämlich Mavel’s Agent Carter. Genau, Peggy Carter aus Captain America hat ihre eigene Mini-Serie bekommen, die mit 8 Folgen als „Lückenfüller“ in der Pause von Agents of SHIELD lief. Wobei Lückenfüller jetzt so negativ klingt, deshalb auch in Anführungszeichen. Ich fand die Serie nämlich ziemlich gut. Sie spielt 1946 und thematisiert die Arbeit des SSR nach dem Ende des 2. Weltkrieges und dem Sieg über Hydra und Red Skull. Eins der Hauptthemen der Serie ist der Umgang mit Frauen zu der Zeit, denn obwohl Peggy Carter im Krieg an der Front gekämpft hat, wird sie jetzt zum Kaffeekochen und Akten ablegen verdonnert und ihre Fähigkeiten werden ignoriert. Der Sexismus in der Serie ist schon allgegenwärtig und springt einem vor allem in den ersten Folgen regelrecht ins Gesicht. Aber das fand ich sehr gut, denn es wäre albern gewesen, das zu beschönigen. Außerdem kann sich Peggy im Lauf der 8 Folgen dann durchaus vor ihren Kollegen beweisen und selbige bleiben auch nicht ewig auf ihrem Standpunkt, dass Frauen nix draufhaben. Man wünscht sich fast, im echten Leben wäre es auch so einfach. Aber anyhoo, es gibt natürlich auch ne Handlung. Ohne zu viel verraten zu wollen: Es geht darum, dass Howard Stark als Verräter vom SSR gesucht wird, weil diverse seiner Erfindungen verschwunden sind und bei sonstwem landen könnten. Stark muss außer Landes fliehen und bittet Peggy, seine Unschuld zu beweisen, so dass sie gezwungen ist, gegen ihre eigenen Kollegen vorzugehen. Wie schon gesagt hat mir die Miniserie gut gefallen. Die Stimmung der 40er Jahre kommt gut rüber, die Geschichte ist recht spannend und hat auch die ein oder andere unerwartete Wendung. Außerdem ist Peggy Carter (großartig gespielt von Hailey Atwell) einfach eine verdammt coole Socke, die sich einerseits durch nichts unterkriegen lässt und der man andererseits die Trauer um Steve Rogers immer noch sehr anmerkt. Mein Lieblingsdetail war übrigens, dass sie auf ihrer Kommode ein Bild von Steve stehen hat, dass ihn vor seiner Verwandlung in Captain America zeigt. Insgesamt jedenfalls eine sehr feine Sache – mal sehen, ob es noch eine zweite Staffel gibt oder ob es im nächsten Agents of Shield-Hiatus eine andere Miniserie aus dem Marveluniversum gibt. Ich fände beides gut.

Spiele

Nach DA:Origins habe ich noch das recht umfangreiche DLC Dragon Age: Awakening gespielt. Darin spielt man den Kommandanten einer Warden-Festung, der sich damit herumschlagen muss, dass nach dem eigentlichen Ende der Blight in Origins trotzdem noch intelligent agierende Darkspawn das Land unsicher machen. Im Gegensatz zu den übrigen Spielen fängt man nicht bei Level 1, sondern gleich bei Level 18 (glaub ich) an (theoretisch kann man auch den eigenen Warden aus Origins weiterspielen, aber das ging bei mir nicht). Hab mir dann einen elfischen Magier gebaut. Ich fand es ganz cool, dass man insofern noch ein paar Möglichkeiten erschließen konnte, die man sonst nicht hat. Die Story ist auch ganz okay, wenn auch diesmal eher auf Kampf und strategische Dinge (man kann z. B. die Festung verbessern oder Zutaten für Granaten sammeln) ausgelegt. Es gibt aber auch wieder viele ganz nette Nebenquests. Bei den Companions ist mit Oghren ein alter Bekannter aus Origins dabei, ansonsten sind es neue Leute. Allerdings haben einige Bekannte aus Origins einen Gastauftritt. Am besten fand ich glaub ich Justice, weil die Idee halt sehr originell ist, aber auch Anders ist recht cool, nur halt doch sehr anders als in DA2. Insgesamt hat der DLC jedenfalls Spaß gemacht, mich aber nicht so sehr mitgerissen wie Origins, weil die Geschichte auch sehr viel weniger persönlich ist.

Inzwischen hab ich nun auch endlich Inqusition angefangen, war am Anfang etwas underwhelmed, find es jetzt inzwischen aber doch recht shiny. Aber dazu mehr, wenn ich durch bin. Also so im Mai oder so …

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Mediengedöhns: Dezember und Januar

Die erste Woche des Februar ist schon wieder vorbei – es wird also höchste Zeit für die nächste Folge zum Medienkonsum der letzten zwei Monate. Was habt ihr alle drauf gewartet, nicht wahr? Also denn. Die freie Zeit zwischen Weihnachten und Silvester hab ich diesmal fast ausschließlich zum Spielen genutzt, sowohl mit der DSA-Runde als auch am (neuen, hurra) PC, wo ich sehr viele Stunden Dragon Age: Origins gespielt habe. Aber auch für die ein oder andere Serie blieb Zeit und im Januar habe ich auch tatsächlich zwei Bücher geschafft. Wenn der Schnitt so bleibt, werden es ja vielleicht mal mehr als ganze 20 Bücher im Jahr.

Bücher

Buch Nummer 1 war What they do in the dark von Amanda Coe – ein Überraschungsbuch, dass ich in der Second-Hand-Abteilung der tollen Buchhandlung in Dublin für 2 Euro gekauft habe. Ausgewählt wurde es nach dem ersten Absatz der ersten Kapitels, da ich Klappentexte ja generell ablehne. Und ich habe da keine schlechte Wahl getroffen, denn das Buch hat mir gut gefallen. Es spielt in den 70-er Jahren in England und dreht sich unter anderem um zwei ungleiche Schulfreundinnen (wobei Freundinnen eigentlich das falsche Wort ist), einen Kinderstar, einen Film, der gedreht wird und so einiges mehr. Am Anfang haben die einzelnen Geschichten gar nicht so viel miteinander zu tun, am Ende dann schon irgendwie. Das Ende ist ziemlich offen und auch ziemlich übel, fast hätte man sich noch mehr Erklärung gewünscht, aber das hätte irgendwie dann auch wieder nicht zum Buch gepasst. Mir war auch irgendwie eine Erzählperspektive zu viel drin. Es gibt die Perspektiven der beiden Mädchen, einer älteren Schauspielerin, des Agenten des Kinderstars und der Produzentin des Films. Gerade der Agent war eher langweilig und man hätte ihn meiner Meinung nach auch gut rauslassen können. Insgesamt jedenfalls ein interessanter Roman.

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Novembergedöhns

Irgendwie bin ich gerade ziemlich blogfaul. Weiß auch nicht, wieso.

Inzwischen bin ich wieder so halbwegs gesund. Arbeite auch seit letzten Montag wieder. Ein bisschen Schnupfen hab ich aber immer noch und letzte Woche beim Singen hat meine Stimme auch teilweise komische Dinge getan. Ich hoffe, das wird bald wieder besser. Jetzt, wo es mir wieder halbwegs gut geht, ist dafür der beste Mitbewohner von allen krank. Was ungünstig ist, weil er am Freitag mündliche Prüfung hat. Ich drücke also die Daumen, dass es bald besser ist und überschütte ihn ansonsten mit mehr oder weniger hilfreichen Tipps. Falls ihr auch einen wollt: Inhalieren mit Bronchofortonsalbe und ca. 2 EL Salz im Wasser hat mir sehr geholfen.

Nächste Woche hab ich Urlaub. Ich werd nicht wegfahren, hab mir aber vorgenommen, einfach in Hamburg viele schöne Dinge zu unternehmen 🙂 Ich mein, hey, andere Leute fahren schließlich für teuer Geld hierher, da kann ich ja wohl auch hier Urlaub machen 😉 Ich werd mich nochmal bei einigen Leuten melden, mit denen ich mich schon lang mal wieder treffen wollte, außerdem will ich wenigstens ein oder zwei Tage lang mal gar nix Anstrengendes tun und einfach ausruhen und der Rest wird sich schon ergeben.

Was die üblichen Nerddinge angeht: Bei den Consulting Nerdgirls hat sich Einiges getan. Seit Oktober veröffentlichen wir jede Woche einen Blogartikel und ein Videolog. Wer daran Interesse hat, schaue einfach auf unsere Homepage! Morgen ist auch wieder Hangout. Wir reden über Dragon Age 2. Was mich daran erinnert, dass ich in meinem Urlaub auch unbedingt nochmal mit Mass Effect anfangen will. Ich hab mir den ersten Teil (ja, ich weiß, der ist uralt…) grad für 4 Euro im Halloween-Sale gekauft. Bin schon gespannt. Bisher hatte ich ja immer nur so Fantasy-Spiele (also Skyrim und DA, mehr hab ich ja noch nicht gespielt), mal gucken, wie mir der Weltraum so gefällt…

Ich hätte ja nicht gedacht, dass ich nochmal irgendwann Spaß an PC-Spielen finde, aber es scheint doch so zu kommen. Und dabei hab ich doch schon eh so wenig Zeit…Hilfe 😉

Es ist auch schon wieder November – unglaublich, wie die Zeit dahinrast. Bald ist schon wieder Weihnachten und Silvester und das Jahr vorbei…

Ich hab irgendwie das Gefühl, zu nichts zu kommen. Das hab ich eigentlich immer, aber grad ist es besonders schlimm. Dabei mache ich sogar relativ viel Kram neben der Arbeit, mehr als noch vor einem Jahr. Aber da sind immer noch so viele Dinge, zu denen ich nicht komme. Und ich glaube, das wird sich auch nicht ändern, so lange ich jeden Wochentag fast 10 Stunden außer Haus bin. Gnarf. Brauche ich nen neuen Plan? Ich weiß es nicht.

Naja. Jetzt erstmal noch diese Woche durchhalten und dann ein bisschen erholen.

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