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Mediengedöhns im Oktober 2016

Der Oktober ist vorbei, es folgt der obligatorische Medienrückblick.

Bücher

Da war zum einen der Ahsoka-Roman, der mich leider so enttäuscht hat, dass er einen eigenen Eintrag bekommen hat. Nee, das war leider gar nix. Da freut man sich monatelang auf den Roman zu einem seiner liebsten Star Wars-Charaktere und dann ist das so ein langweiliger Käse. Blöd.

Wesentlich besser war der zweite Comicband zu Kanan, nämlich Kanan: First Blood. Der beinhaltet Teil 7-12 der Comics und ist damit leider auch erstmal der letzte Band zu unser aller Lieblings-SpaceCowboyJedi. Warum man dann im letzten von 12 Teilen nochmal eben den Zeichner austauscht, erschließt sich mir ja weniger, aber es hatte vermutlich einen Grund. Leider ist der Zeichenstil dann im letzten Teil nicht ganz so schön wie in den anderen. Nachdem Kanan 1 mehr oder weniger beschreibt, wie Kanan nach Order 66 überlebte, geht es in First Blood darum, wie er überhaupt zum Padawan von Depa Billaba wurde und wie ihr erster gemeinsamer Einsatz in den Klonkriegen verlief. Dazu gibt es dann aber auch noch eine Rahmenhandlung, die meiner Meinung nach sehr geschickt aufgebaut ist und immer wieder mit Kanans Erinnerungen interagiert.

Depa Billaba hat in diesem Teil sehr viel mehr Screentime als in Band 1. Und das ist eine gute Sache, denn sie ist schon eine sehr coole Socke. Ich mag es sehr, wie sie trotz ihrer schlimmen Erfahrungen und alten Verletzungen eine gute Meisterin für Ka…leb ist und wie das wiederum Parallelen zu Kanan und Ezra aufweist und überhaupt. Es gibt auch wieder sehr schöne und traurige Momente mit den Klonen und diesmal auch ein bisschen mehr Handlung mit der Ghost-Crew. Das Ende bildet dann einen tollen Bogen zum ersten Band und ist meiner Meinung nach sehr gelungen. Schade, dass ich jetzt keinen neuen Band mehr lesen kann … aber es gibt ja zum Glück noch mehr Star Wars- Comics.

Filme und Serien

Kein Film im Oktober. Und bei den Serien gibt es diesmal auch nur drei Rezensionen, weil ich ja immer erst nach Ende der Staffel was schreibe. Ich schaue aber gerade natürlich noch mehr Sachen, die aktuell laufen. Im Moment nämlich Rebels, Agents of Shield, Legends of Tomorrow, Westworld und Supernatural. Dazu dann also irgendwann in Zukunft mehr.

Komplett gesehen habe ich die erste Staffel von Luke Cage. Mit der hatte ich am Anfang so meine Probleme, denn die ersten Folgen erschienen mir irgendwie gleichzeitig recht zäh und zu überdramatisch. Aber zum Glück habe ich durchgehalten, denn so ab Folge 4 oder 5 wurde die Staffel dann doch richtig gut. Luke Cage spielt in Harlem, und die Serie nutzt dieses Setting auch komplett aus und bringt sehr viele Eigenheiten und Besonderheiten des Stadtteils und vor allem seiner afroamerikanischen Bewohner mit rein. Vermutlich lag da am Anfang auch mein Problem, denn als weiße Mitteleuropäerin hat man ja erstmal ziemlich viel wenig Ahnung davon, wie spektakulär es eigentlich ist, dass der schwarze, kugelsichere Superheld im Hoodie mit Kapuze herumläuft. Man lernt jedenfalls eine ganze Menge über Harlem und seine Gemeinschaft, wenn man die Serie schaut. Tatsächlich finde ich es ja sehr gut, wie jede der Marvel-Netflix-Serien immer noch so ein ganz eigenes Thema haben, das über das übliche Superheldenkrams hinausgeht. Ob das jetzt Missbrauch und Gaslighting bei Jessica Jones ist, Gentrifizierung und die Frage von Selbstjustiz in Daredevil oder halt bei Luke Cage jetzt Harlem und seine Geschichte als afroamerikanischer Stadtteil.

Okay, aber zurück zur Serie an sich: Die Story war mir so in der Mitte der Staffel dann etwas zu durcheinander, was die verschiedenen Bösewichte und deren teilweise recht abrupten Wechsel anging. Letztendlich hat sich das im Finale aber ziemlich ausgezahlt, denn das hat mir dann wirklich sehr gut gefallen, auch wenn es wohl das am wenigstens positive Ende aller bisherigen Staffel war. Luke Cage ist zwar so vom Grundprinzip her etwas weniger spannend als Jessica Jones oder Daredevil, aber während die beiden ja eher alleine mit ein paar Verbündeten herumeiern, geht es bei Luke Cage tatsächlich vor allem um die Frage, was ein Mensch mit übernatürlichen Kräften für die ihn umgebende Gesellschaft tun kann und wie er von dieser wahrgenommen wird. Schönstes Beispiel dafür ist der relativ am Ende der Serie auftauchende Song Bulletproof Love, der mir sehr gefällt. Ah, überhaupt, die Musik. Luke Cage ist eine sehr musikalische Serie, die alle möglichen Arten von Musik im Programm hat. Hip-Hop fällt einem natürlich als erstes ein, aber auch Soul und Jazz und Swing (würde ich jetzt laienhaft sagen) werden gespielt, da ja praktischerweise einer der Hauptschauplätze ein Nachtclub ist. Auch in den Actionszenen weicht man davon nicht ab. Optisch hat die Serie mit ihrem oft sehr gelblichen Licht was sehr eigenes. Dann sind da natürlich noch die weiteren Charaktere neben Luke. Manche von den Antagonisten fand ich ein bisschen überzeichnet, aber gerade so Charaktere wie Misty Knight (allein der Name!), Mariah Dillard oder natürlich Claire Temple, die auch hier wieder eine größere Rolle spielt, sind großartig gelungen. Insgesamt war ich nach anfänglicher Skepsis jedenfalls sehr angetan von Luke Cage und freue mich schon auf eine potenzielle nächste Staffel und natürlich die Defenders-Serie.

Unterbrochen wurde Luke Cage von einem relativ hektischen Schauen der 2. Staffel Mr. Robot. Wenn man nämlich im Mr. Robot-Cosplay zur ComicCon fährt, sollte man womöglich auf dem aktuellen Stand der Serie sein, damit man nicht aus Versehen gespoilert wird. Wir haben es zwar nicht ganz geschafft, die Staffel vorher zu beenden, aber bis auf eine Fast-Verspoilerung durch den Hotelrezeptionisten ging alles gut 😉 . Also, Mr. Robot. Schon die erste Staffel fand ich ja ganz herausragend und absolut ungewöhnlich in jeglicher Hinsicht. Staffel 2 setzt der Verworrenheit in der Erzählung noch einiges drauf, selbst mir war das zwischendurch schon fast zu viel – aber letztendlich hat es sich wieder auf jeden Fall gelohnt. Mr. Robot hat schon in der ersten Staffel einiges anders gemacht als andere Serien und das bleibt auch in der zweiten so. Allerdings nimmt die Isoliert- und Verlorenheit der einzelnen Charaktere noch um einiges zu – wo in Staffel 1 noch irgendwo ein Team vorhanden war, gibt es jetzt fast nur noch Einzelkämpfer auf scheinbar verlorenem Posten. Ob das Darlene ist, die versucht, FSociety weiter voranzubringen, Elliot, der seinen Kampf mit seinem sehr persönlichen Dämon aufnimmt oder Angela, die versucht, die Dinge von innen heraus zu verändern. Um sie alle herum hat die Welt sich verändert, keiner weiß so richtig, wie er damit umgehen soll, weder die Wirtschaftsbosse noch die Politiker noch die Leute, die die Veränderung verursacht haben. Und das finde ich einen durchaus guten und stimmigen Ansatz, der die Serie doch sehr anders macht als die meisten.

Auch die zweite Staffel ist wieder sehr eigen, was die Kameraarbeit angeht, auch hier kleben die Personen oft irgendwo unten am Bildrand oder werden aus großer Entfernung gezeigt. Auch die Musik ist wieder großartig – besonderes Highlight war die Szene, in der Angela in einer Karaoke-Bar „Everybody wants to rule the world“ singt – sowieso ein Lied, das ich sehr mag, und in die Serie passt es perfekt. Insgesamt ist Mr. Robot sicher eine Serie, auf die man sich einlassen muss, in der zweiten Staffel noch mehr als in der ersten. Aber es lohnt sich.

Spiele

Am PC habe ich wieder gar nichts gespielt.

Aber, und das kann man ja auch mal berichten, wir haben es mal wieder geschafft, einen Nicht-DSA-Rollenspielabend zusammenzukriegen und diesmal konnten wir eine Runde Star Wars – Edge of the Empire spielen. Das hat mich sehr gefreut, weil ich ja so gerne diesen Podcast höre und das System, seit ich weiß, wie cool es sein kann, unheimlich gerne noch mal ausprobieren wollte. Es war dann auch eine sehr coole Runde, mit einem mon-calamarischen Ingenieur, einem Rebellensoldaten und einem tattoinschen Schmuggler. Und wir konnten danach nie mehr zurück nach Tattooine. Also alles wie immer :p .

Der Spielabend in Tweets:

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Ahsoka: Not the novel I was looking for

[Ausnahmweise mal ein Eintrag auf Englisch, aus Gründen.]

I usually blog in German, but a lot of the great people I follow on  Twitter because they tweet and blog about Star Wars would not understand it. Because of that I decided to write my thoughts about the Ashoka novel in English. So here is my first English blog entry – please forgive me for making mistakes and not being super-eloquent, I’m not a native speaker 🙂 .

Warning: I talk about all the things that happen in the novel, so there’ll be spoilers.

The Ahsoka novel by E. K. Johnston is the book I was looking forward to since it was announced at SWCE this summer. Ahsoka is one of my favorite characters, not only in Star Wars but of all fictional characters I know. I really liked her in the Clone Wars show, I was superhappy she returned in Rebels and when season 2 of Rebels was nearing its end I basically cried every time she was on screen, because I had a bad feeling about the finale. That panel about the unfinished Clone Wars arcs made me really sad they were never finished, and I really hoped that some of the stuff that happened there would find its way in the novel.

So of course I preordered it and startet reading as soon as it arrived. I must admit I never really read the part of the announcement that said it was going to be a Young Adult novel, I only read that in the review on Wookiegunner (which I skimmed to avoid spoilers while I still waited for my copy to arrive). I was somewhat astonished that the book did not seem very long and the layout was very spacy. But anyhoo, Ahsoka! So I finished it in a week.

I share a lot of Johnamaries opinions in the Wookiegunner review. Yes, Ahsoka sounds like Ahsoka, which made me really glad. I could imagine most of the dialouges in her voice while reading. I also liked how she got her white lightsabers and I think the whole journey she goes on is somewhat meant to be and leads her to becoming the person she is in Rebels. The book was a fast read, there was some good humor and also some drama in it.

But I also see a lot of problems with the novel. It’s not that I don’t liked it at all, but I was hoping it would be great and ended up somewhat disappointed.

First of all, there is the setting. All of the plot takes place on some dull Outer Rim planets and moons with no interesting structure or design. The people Ahsoka meets are mostly human. The planets are either deserted or the reader never gets to know more about them or they do superexciting stuff like … agriculture. I understand that Ahsoka can not flee the Empire to a well-known planet everyone would expect her to, but, holy kriff, was Raada DULL. Especially when you compare it to Gorse and Cynda in A New Dawn, where the story of „The Empire preys on a planet for resources and its people suffer from it“ was done so much more interestingly and set in a much cooler location.

Then there were the characters. I liked Ahsoka, I liked Bail Organa … and then it got lest interesting, because there was hardly a chance to get to know the other characters very well. Kaeden and Miera, the two sisters who Ahsoka befriends on Raana, had the most screentime (booktime?) besides Ahsoka herself, but while I kind of liked how they struggled with each other and the question if Ahsoka could be trusted, there was not so much else going on with them. I missed something interesting or quirky or surprising, altough I really liked Kaedens crush on Ahoksa (I wish there had been a bit more focus on that part). Some other characters like Selda, the Togrutan barkeeper, or Fardi, the rebellious smuggler, seemed interesting, but they appeared to shortly to really find out more about them. And when it comes to the bad guys – I found none of them interesting. The imperial clerk who organized the Raada operation was rather boring, the stormtroopers and their officers had no one who stood out at all and even the Inquisitor who tried to kill Ahsoka in the end was … well, just another Inquisitor. Sadly the book provided no more informations on him and his brothers and sisters that went further than the ones already known from Rebels.  (I’d really like some more information on the Inquisitors, by the way.)

What bothered me most is the way the book focuses on the different parts of the story. There are chapters and chapters where basically nothing happens except Ahsoka trying to live a normal life while still thinking a lot about the Clone Wars and her losses. Which is okay, but the way it came up again and again seemed a bit repetitive to me. The most frustrating part for me was when she finally decides to help people and use her powers to do some good in the Outer Rim – and then this part is summarized in just one page, while there were 5 or 6 chapters about agriculture and doing nothing and finding places to hide food. Argh. The pacing did not work at all for me, the rather boring stuff on Raada got lots of pages while the interesting parts were described in a lot less words. At the end of the book, Ahsoka finally became Fulcrum – and with that ends the story, leaving the stuff I would really wanted to know about unwritten.

I don’t really get why that specific point in Ahsokas history was chosen to be the main focus of the story. It would have been possible to tell what she was doing in her early Fulcrum years and describe what happened before in flashbacks or the interludes. Ah, the interludes. I liked some of them, like the one who gave a glimpse of the Siege of Mandalore storyarc from Clone Wars. But some of them seemed rather random to me. I don’t know why Obi-Wans life on Tattoine needed to be in this book, for example.

The novel was less sad or dark than I exspected – maybe because it is an YA-novel, maybe because there is no scene showing Ahoska directly after Order 66. It is fine with me that she found her way of dealing with it all, because that is one thing that makes her a great character. But all of her thoughts about Anakin and Obi-Wan and losing them never really got to me. There were some parts that were done great like her reaching for her lightsabers that are no longer there, or all about how she gets her new lightsabers, but the book did not manage to get me really close to her. One of the things I find so fascinating about Ahsoka is that she went through so much (fighting in a war while still being a teenager, giving up her place in the Jedi order, surviving Order 66) and still managed to be such a kind person with so much inner peace. I hoped the novel would give some insight about this and how she manages that, but there is just the usual „the Force gives her peace“-explanation – which would be perfectly sufficient for a Jedi, but as we all know, Ahsoka is no Jedi. I also would have liked to learn more about her connection to the Force which seems very special to me. That she could destroy an Inquisitor’s lightsaber by sheer will, take out the crystals and make them light again seems to be something not everyone could do, and the white color of the sabers also seems to be a hint of her being different from other force users. Maybe this all is connected to what might happen to her after the season 2 finale of Rebels – but there is no clue in the novel about it apart from the fact she is able to turn the crystals.

Concerning the purpose of the book to get new readers interested in Star Wars (which I assume is one of the reasons it was published as a YA novel): I don’t know how good the novel works for someone who does not know Clone Wars and/or Rebels. I guess the most of the mentioned names and places are very well known if you ever heard of Star Wars. To be honest I sometimes got annoyed when Anakin or Obi-Wan or R2D2 got mentioned for the umphiest time, because it sometimes felt a bit like name-dropping. In any case, I think it is possible to understand the plot of the novel even when you are new to Star Wars, but it has, of course, more impact when you know the rest of the story. I don’t know if the locations like Raada were chosen to make it easier to understand the story and the world if you don’t know the SW galaxy at all. But even in that case it should have been possible to pick a more interesting planet and explain its features on some of the many pages the novel spent talking about farming and hiking.

So in the end I closed the book with the feeling that this was just not the Ahsoka novel I was hoping for. The stuff that really interests me, like Ahsokas special connection to the force or how exactly she survived Order 66 or what her work as Fulcrum was like, was not there, while the plot that was there never managed to get me really interested. I missed some cool and interesting supporting characters or some new and great locations. There was too little sense of wonder, which normally comes easy in the strange and wondrous place that is the galaxy far, far away.

As a conclusion: The Ahsoka novel did not make me as happy as hoped it would. It felt like a reeeeally long prologue to a story that was not told. At least not yet. I hope the success of the book will mean more Ahsoka content for us, maybe a second novel or a comic or finally that Siege of Mandalore-movie on Netflix or whatever. I am happy the novel is such a big success because I am sure a lot of work went into it and a lot of people enjoyed it even if I did not like it as much as I had hoped.

So see you soon, Snips. And may the force be with us.

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