Tagesarchiv: 2. Januar 2019

Jahresrückblick 2018

Wegen „es ist schon der 02.01. und ich habe gerade null Bock darauf, nochmal lang und breit das vergangene Jahr durchzukauen“ gibt es jetzt nur diesen Fragebogen. So.

Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
Hm. 6. Viel Gutes, viel Schlechtes, leichte Tendenz zum Guten.

Zugenommen oder abgenommen?
Insgesamt vermutlich plus minus Null.

Haare länger oder kürzer?
Kürzer. Viel kürzer! Ich habe im Sommer einen Friseurtermin erwogen, wegen zu teuer verworfen und dann selbst spontan zur Küchenschere gegriffen. Wurde dann kürzer als ich dachte, gefällt mir aber. Dank welliger Haare isses ja wurscht, dass die Kanten unten nicht ganz gerade sind.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Ist wohl gleichgeblieben.

Mehr Kohle oder weniger?
Weniger. Aber mehr Gehalt.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Hm, insgesamt vielleicht ein biiiiisschen sparsamer gelebt und geurlaubt. Aber halt eine unfassbar große Ausgabe.

Der hirnrissigste Plan?
Okay, vermutlich war es eine dumme Idee, ein Wochenende vorm Umzug nach Wien auf die Con zu fahren. Mein Kopf gab mir dies deutlich zu verstehen. Aber ich bereue es irgendwie trotzdem nicht.

Die gefährlichste Unternehmung?
Den Topf mit Öl aufm Herd heißwerden zu lassen und in der Zeit „nur mal schnell einen Umzugskarton zu packen“. Immerhin war ich schlau genug, nicht noch Wasser drauf zu schütten.

Mehr Sport oder weniger?

Im Sommer war ich ganz gut dabei, da war es sicherlich mehr als das Jahr davor. Die letzten Wochen jetzt eher sehr wenig.

Die teuerste Anschaffung?
Ahahahaha.

Das leckerste Essen?

Im Tschebull war ich dieses Jahr einmal, das war wieder sehr gut. In Chemnitz im Max Louis war ich mit meiner Familie und das war auch hervorragend.

Das beeindruckendste Buch?
Han Kang – Human Acts.

Das enttäuschendste Buch?
Claudia Gray – A Thousand Pieces of You. War nicht schlecht, aber ich hatte mir mehr erhofft.

Der beste Film?
Puh. Da schwanke ich sehr zwischen Gundermann, BlacKKKlansman, Into the Spiderverse und Black Panther.

Liebste Serie?
So allgemein immer noch Star Wars Rebels und Agents of SHIELD, von den dieses Jahr neu angefangenen Serien vermutlich Avatar.

Der beste Theaterbesuch?
Ich war mal wieder gar nicht im Theater.

Die beste Musik?
Der Soundtrack von Marvels Cloak and Dagger ist schon ziemlich gut. Vor allem Leave the light on von den Overcoats

Die meiste Zeit verbracht mit…?
… arbeiten und schlafen. Wie es halt so ist.

Die schönste Zeit verbracht mit… ?
… dem Herrn Mitbewohner, der DSA-Runde, der City of Mist-Runde, den Vögten, im Kino, auf der 3W6-Con, im Urlaub auf Korfu.

Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Im Frühjahr 2 Erkältungen, eine davon ziemlich fies. Wegen Migräne war ich, soweit ich das sehen kann, nur 4 oder 5 Mal krankgeschrieben und auch jeweils nur für 1-2 Tage.

Vorherrschendes Gefühl 2018?
Tja, wie schrieb ich neulich auf Twitter – crying, eating cheese, getting shit done.

2018 zum ersten Mal getan?
Einen Podcast gestartet. Ein Actual Play aufgenommen und geschnitten. Ein Mini-Spiel designt. Etwas bei einer Ausschreibung eingereicht. Komplett um die Außenalster spaziert. VG-Wort-Anmeldung gemacht. Halloween gefeiert (mit kürbislastigem Essen und 2 gruseligen Rollenspielrunden). In Wien gewesen. Auf eine Demo gegangen.

2018 nach langer Zeit wieder getan?
Strandurlaub gemacht. Mehrere Rollenspielrunden geleitet. Einen Monat lang jeden Tag lang gebloggt. Weihnachtskekse gebacken. Im Freibad gewesen.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Migräne. Die weltpolitische Lage. Schon wieder umziehen (auch wenns gut so war).

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Keine Ahnung.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Ich habe ein Whisky-Tasting verschenkt und war dann auch mit und das war schon sehr schön.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Puh. Ich finde das immer sehr schwer, sich da zu entscheiden, außerdem habe ich viele tolle Dinge bekommen.

Der folgenreichste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
„Es sollte mal einen Rollenspielpodcast von Frauen geben.“

Der folgenreichste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Vermutlich irgendwas in die Richtung von „ja, dann machen wir das jetzt halt“. Bezogen auf … verschiedene Dinge.

2018 war mit 1 Wort…?
Umwälzend.

Vorsätze für 2019?
Mehr Sport, mehr Schlafen, mehr Lesen. Weiter coole Rollenspieldinge tun. Weniger rumpaniken. Mehr schreiben. Noch netter sein.

So. Das wars.

Ich wünsch euch allen ein wunderbares, fantastisches, erfolgreiches, friedliches und gesundes Jahr 2019!

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Mediengedöhns im Dezember 2018

Auch der letzte Monat des Jahres will natürlich medial abgedeckt sein.

Gelesen

Kein Buch beendet, aber eins angefangen, immerhin. Bis Ende Januar bin ich hoffentlich durch.

Dafür aber wieder viele interessante Artikel gelesen, eine kleine Auswahl:

Wir waren wie Brüder, eine Reportage aus der TAZ, berichtet vom Leben in Ostdeutschland in den Neunzigern. Hat gerade den Deutschen Reporterpreis gewonnen, meiner Ansicht nach zurecht. Liest sich sehr gut. Und wir hoffen mal, dass der Inhalt auch stimmt :p . (Häschtäg Relotius und so.)

Wer denkt, dass der Kampf für Gleichberechtigung lange überflüssig ist, irrt selbstverständlich, wie es zum Beispiel dieser Text hier zeigt. Zwei Journalisten, sie lesbisch, er schwul, berichten darüber, warum sie auf ihren Recherchereisen meist nicht klarstellen, dass sie kein heterosexuelles Paar sind.

Schauspieler Selam Tadese spricht über den Rassismus in der deutschen Filmlandschaft.

Raus aus meinem Uterus ist der meiner Meinung nach beste Text über § 219a – informierend, sachlich und trotzdem sehr bestimmt.

Und passend dazu noch was zum Thema Liebe und Geld. Ich konnte beim Lesen nur zustimmend mit dem Kopf nicken. Es ist unglaublich, wie wenig da drüber geredet und nachgedacht wird und im Fall der Trennung fallen dann so viele Leute aus allen Wolken.

Ein weiterer sehr guter und sehr lesenswerter Text über Journalismus, Propaganda und Fake News. Ich wollte gefühlt jeden Satz als wichtig unterstreichen.

Mein toter Schwager ist ein langer, aber interessanter Text zum Thema Sterben, Verlust und Erinnerung.

Und noch zwei englische:

Ein spoilerarmer Artikel über die neue SheRa-Serie und warum sie so großartig ist.

Und: Warum wir utopische Fiktion mehr denn je zuvor brauchen.

Geschaut

Der letzte Kinobesuch des Jahres 2018 führte mich Into the Spiderverse, and oh boy, was bin ich froh, dass ich den noch mitgenommen habe. Der Trailer sah schon super aus, ich hatte aber ein bisschen Angst, dass der Film nur überdreht und albern sein würde. War aber tatsächlich gar nicht so. Die Story um Miles Morales, seine Spiderman-Werdung und die verschiedenen Spiderpersonen hat mich echt mitgerissen. Es gab sehr emotionale Momente, sehr lustige Momente, ich habe abwechselnd gelacht, geheult und vor Lachen geheult. Außerdem ist der Film optisch eine Offenbarung und man fragt sich nachher, warum noch keiner vorher auf die Idee gekommen ist, Comicverfilmungen so zu gestalten, dass sie die Möglichkeiten der Animation ausnutzen um so bunt und knallig wie die Vorlage auszusehen. Ich kenne mich noch nichtmal gut damit aus, weder mit Comics noch mit Animation, aber trotzdem sind mir viele tolle Details aufgefallen, wie die verschiedenen Sprechblasen, der immer wieder geteilte Bildschirm, die verschiedenen Stile der Spiderpersonen. Ganz, ganz großartiger Film, noch läuft er in vielen Kinos, also: Gucken! Achja, und danach auf Twitter mal den Hashtag #Spidersona anschauen, unter dem Künstler ihre Version von sich selbst als Spiderman-Verschnitt teilen. Da sind unfassbar coole Sachen bei.

Bei den Serien gab es die zweite Staffel Legends of Korra (auf Amazon heißt die Staffel 1 Teil 2, verwirrenderweise), die mir auch wieder sehr gut gefallen hat. Da waren so viele unglaublich abgefahrene Sachen drin. Der Naktag-Film alleine! Und die Geschichte um den ersten Avatar! Und überhaupt. Und ein paar wirklich tolle Gastauftritte von Avatar-Charakteren, von denen mich besonders einer sehr gerührt hat. Hach. Staffel 3 und 4 hebe ich mir gerade noch etwas auf.

Stattdessen habe ich dann die erste Staffel Broadchurch gesehen. Sehr spannend, tolle Landschaftsbilder, großartige Schauspieler (seltsamstes Doctor Who-Crossover EVER 😉 ). Ansonsten schon eher eine klassische Kriminalgeschichte, bei der ich mir mehrfach dachte, dass das sogar mal was für meine Eltern sein könnte. Bin gespannt, wie es nach der eigentlich ja abgeschlossenen Story nun in Staffel 2 weitergeht.

Ich glaube, ich schreibe jetzt auch mal was zur 11. Staffel Doctor Who, auch wenn das Neujahrsspecial noch fehlt, aber das ist ja ein Special und nicht Teil der Staffel. Also – neue Staffel und diesmal neuer Showrunner UND neue Doktor. Ich war froh drüber, denn die Moffatschen Handlungsbögen hatte ich echt über. Und man merkt den Wechsel des Verantwortlichen doch recht deutlich, glücklicherweise in eine Richtung, die mir gut gefällt. Bisher war die Handlung der meisten Folgen sehr viel kleiner, persönlicher, ohne großen Bombast. Trotzdem ist das Typische der Serie erhalten geblieben, es gibt interessante Locations und Aliens, spannende Momente der Geschichte und immer wieder ist alles nicht so, wie es zu Anfang schien. Toll finde ich auch, dass endlich nicht mehr alle Bedenken gegen Eingriffe in den Zeitfluss beiseite gewischt werden. Und dass Nebenfiguren auch mal sterben dürfen. Ansonsten ist Jodie Whitaker eine wirklich fantastische 13 und liefert eine wunderbare Interpretation des Charakters ab, die vor allem von Neugier und Mitgefühl bestimmt wird. Auch dass es nicht einen Companion gibt, sondern das „Team Tardis“, gefällt mir sehr gut. Und die drei Begleiter sind auch alle wirklich cool und bekamen alle ihre Highlights in der Staffel. Ich freu mich auf das Special und auf die nächste Staffel.

Gespielt

Rollenspielmäßig nur DSA, Lamea und zwischen den Feiertagen dann „Die Kanope der Yilbakis“. War ganz nett, aber kein herausragendes Abenteuer.

Bei der Familie Mensch-ärgere-dich-nicht, Yatzy und Zum Kuckuck, letzteres ist ein neues und recht lustiges Mikado-mäßiges Geschicklichkeitsspiel. War verblüfft, wie gut das meine Nichte (4) schon hinbekommt.

Silvester dann Codenames Pictures, Geek out und Wer bin ich, was ja immer noch mein liebstes Partyspiel der Welt ist.

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