#RPGaDay2018 und Tagebuchbloggen, Tag 12

Frage 12: Wildestes Charakterkonzept?

Puh. Schwierig. Ich versuche schon, meinen SC immer noch was mitzugeben, dass sie besonders macht, wie wild das letztendlich ausfällt, müsste man wohl im Kontext sämtlicher existierender Charakterkonzepte einordnen. Relativ ausgefallen finde ich immer noch meinen Charakter aus einer lange eingeschlafenen Handwerker-Themengruppe – einen kleinwüchsigen Uhrmacher mit einer übernatürlichen (aber nicht magischen) Begabung für Feinmechanik, trotz seiner zerbrechlichen Gestalt immer ganz vorne dabei, wenn man jemandem zu Hilfe eilen konnte und mit dem Weltbild, ein kleines Rädchen in einer riesigen Weltenuhr zu sein, das vom Schicksal schon immer an den richtigen Ort gelenkt wird. Er ist außerdem der anstrengendste Charakter, den ich je gespielt hab, denn er redet ununterbrochen und schnell und hoch. 😉

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Leider kurz vor 09:00 Uhr sehr müde aufgewacht. Yoga, Kaffee, gebloggt. Rumgeräumt. Dann Frühstück, dann los zum Rollenspiel.

Gestern wieder kein DSA, stattdessen trafen sich der Mitbewohner und ich mit einem Spieler meiner DSA-Runde und einem Spieler meiner City of Mist-Runde, um The Sprawl zu spielen. Das hatte ich ja letztes Jahr schonmal gespielt und fand das da so semi-gut, weil ich halt so Runs, bei denen man am Ende überhaupt nicht weiß, was man da eigentlich weswegen gemacht hat, doof finde. Das Welt- und Charakterebauen fand ich da aber auch schon gut, und nach der begeisterten Besprechung des Spiels beim 3W6-Podcast wollte ich ihm doch nochmal ne Chance geben. Wir haben dann also erstmal unseren Sprawl erschaffen, eine Riesenmetropole auf dem Pluto, die längst jeden Kontakt zu anderen Planeten verloren hat und in der Dinge längst angefangen haben, auseinander zu fallen, was aber von allen wichtigen Leuten ignoriert wird. Stattdessen werden alle, die am System was zu meckern haben, in Normalisierungszentren gehirngewaschen. Als Orte etabliert hatten wir EDEN, das Zentrum der Stadt, einen riesigen Hochhauskomplex, der das Luxus-Vergnügungsviertel für die Angehörigen der Konzernbosse darstellt und zu dem man bei tadellosem Verhalten und fleißigem Drohnenarbeiterdasein in der Lotterie für eine Nacht oder eine Woche  Zutritt gewinnen kann; den inneren Ring, in dem die vier Megakonzerne in ihren Gebäudekomplexen durch Hochgewschwindigkeitsbahnen verbunden sind; den äußeren Ring, in dem die Ärmeren und weiter draußen und unten die Ausgestoßenen leben; und den Blind Spot, den ehemaligen Raumhafen, jetzt Schwarzmarkt und Zentrum der kriminellen Aktivität.

Als Charaktere hatten wir den Killer (El Loco, einen stark mit Cyberware aufgemotzten Typen, der für seine Bande, die Diablos, Auftragsmorde durchführt und dabei glaubt, das Werk Gottes zu tun), die Fahrerin (Dash, eine ehemalige Teilnehmerin an Motorradrennen, die irgendwann keine Lust mehr auf den abgekarteten Ausgang der Rennen hatte und in den Untergrund ging) und die Infiltratorin (Smoke, eine Verkleidungskünstlerin, die in einer konzerntreuen Familie aufwuchs, aber aus ihrem vorbestimmten Leben floh, als sie mitbekam, wie ein Familienmitglied nach Aufdeckung unliebsamer Tatsachen „normalisiert“ wurde). Na-tür-lich habe ich wieder den Heimlichkeitscharakter gespielt, irgendwie komme ich da nicht von weg im Moment. Schlimm. Aber war in dem Fall wirklich ziemlich spaßig. Achja, unsere Konzere waren: Red Cross (Medizin, Cyberware, Gesundheit und Nahrung), Navi (Transportsystem, Überwachung, etc.), STS – Spare Time Solutions (Medien, Werbung, Datenverarbeitung, Unterhaltung) und Gravity Dynamics (künstliche Graviation, Wartung der Schutzkuppel, Gebäude, Stromversorgung).

Die Mission lief dann auch ziemlich gut, die Legwork- und die Actionphase hatten beide zum Glück eine ganz gute Mischung aus gelungenen und misslungenen Proben, es wurden noch die Kontakte etabliert und benutzt und insgesamt lief das alles sehr flüssig, stimmungsvoll und mit genug Charakterspiel ab, um meine Meinung, dass runbasiertes Spielen auf keinen Fall was für mich ist, dann doch zu revidieren. Am Ende haben wir sogar die Konzerne samt Countern notiert, weil doch alle Lust hatten, das vielleicht irgendwann mal weiterzuspielen. Yay! War insgesamt eine sehr schöne Runde.

Bis Mitternacht gespielt, dann noch eine halbe Stunde übers Spiel diskutiert, dann heimgefahren, kurz nach 1 da, kurz vor 2 dann auch endlich im Bett.

Umzugserledigungen: Ca. zwei Drittel meines Kleiderschranks durchgesehen und in behalten – Müll – Altkleidersammlung sortiert.

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Eingeordnet unter blabla, Rollenspiel, Tagebuchbloggen

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