Mediengedöhns im Januar 2016

So, neues Jahr, neue Mediendinge, und damit gar nicht erst wieder so viel Rückstand entsteht, gleich mal frisch ans Werk:

Bücher

Ich habe 20 Seiten in meinem aktuellen Buch weitergelesen. Hurra. Irgendwie komm ich damit nicht so wirklich weiter, obwohl ich es gut finde. Hngh. Hab mir jetzt erstmal den grade erschienenen neuen Teil der Iron Druid Chronicles bestellt, das werd ich dann wohl dazwischenschieben, damit ich überhaupt mal wieder ein Buch zu Ende lese.

Filme und Serien

Kein Film … es gibt einfach zu viele gute Serien. Aber seit neulich ist Silver Linings auf Netflix, den will ich mir mal anschauen.

An der Serienfront: Endlich die erste Staffel von The Killing beendet, nachdem ich da zwischendrin monatelang pausiert hatte. (Wozu man so kommt, wenn man 4 Tage mit Migräne daheim liegt…) The Killing ist quasi ein Remake der dänischen Serie „Kommissarin Lund – Das Verbrechen“, wobei ich das Original nicht kenne. Tatsächlich finde ich den Drang, in den USA alle möglichen Serien und Filme einfach mal nachzumachen, eher dämlich, The Killing gefällt mir aber trotzdem sehr gut. Es wirkt auch irgendwie skandinavisch, auch wenn es in Seattle spielt. Vom ganzen Look her ist es auch die am wenigsten glamouröse Krimi-Serie, die ich je gesehen habe, und das finde ich ausgezeichnet. Seattle ist grau und regnerisch, die Kommissarin rennt im Strickpulli rum und trägt kein Make-up (ja ja, keins was man sehen würde, natürlich sind die alle geschminkt im Fernsehen 😉 ), selbst der Bürgermeisterkandidat und seine Berater sehen einfach aus wie normale Menschen und keine Fernsehschönheiten. Finde ich sehr erfrischend und fällt mir beim Gucken immer wieder positiv auf. Die ganze erste Staffel dreht sich nur um einen einzigen Fall, nämlich den der ermordeten Rosie Larsen. Dabei thematisiert die Serie nicht nur die Ermittlungsarbeit der Polizei, sondern auch die Auswirkungen des Todes auf Rosies Familie, außerdem geht es auch um Politik, wobei das alles miteinander verknüpft wird. Die beiden Polizisten sind sehr unterschiedlich – Sarah Linden, die eigentlich mit ihrem Sohn zu ihrem Freund nach L.A. ziehen will und dann doch noch für diesen einen letzten Fall dableibt und von diesem quasi aufgefressen wird, und ihr junger Kollege Stephen Holder, der sehr viel jünger ist, neu bei der Mordkommission, ehemaliger Junkie und optisch auch als Meth-Dealer durchgehen würde. Es geht durchaus auch um die Beziehung zwischen den beiden Kollegen, aber eher immer mal wieder nebenbei. Die Serie erzählt die Ermittlungsarbeit unaufgeregt, ohne unnötige Actionsequenzen und auch immer wieder mit Rückschlägen, ich habe ja keine Ahnung von Polizeiarbeit, aber es wirkt realistischer auf mich als in vielen anderen Serien. Spannend ist es trotzdem, zumal immer wieder neue Details ans Licht kommen, die wieder einen anderen Täter möglich erscheinen lassen. Am Ende von Staffel 1 ist, hm, das ist wohl ein Spoiler (zum Lesen markieren) der Mörder noch nicht gefassst, und die 2. Staffel scheint nun eine noch politischere Dimension anzunehmen und sich noch mehr mit dem Wahlkampf zu befassen. Insgesamt jedenfalls große Empfehlung, die Serie gefällt mir sehr gut.

Auch irgendwo Krimi, aber ganz anders: Die zweite Staffel Elementary. Nachdem ich eine Sherlock Holmes-Serie mit Case of the Week ja erst doof fand, konnte mich die erste Staffel dann doch überzeugen. Als ich dann vorletzte Woche krank war, hab ich auch die zweite zu Ende geschaut, die Serie eignet sich nämlich durchaus als relativ stressfreie Migräne-Bespaßung. Was jetzt nicht negativ gemeint ist, ich schätze durchaus auch Serien, von denen ich mich einfach unterhalten lassen kann, ohne dass man die ganze Zeit 100 %ig aufmerksam sein und jedes Detail erfassen muss. Das macht die Serie auch sehr gut, die Fälle sind immer ganz gut, die Dynamik zwischen Sherlock und Watson auch, und trotz der Case-of-the-Week-Ausrichtung gibt es doch immer wieder Weiterentwicklung der Charaktere und ein bisschen übergreifende Handlung. Im Finale ging es diesmal um Mycroft, Sherlocks Bruder, den ich in dieser Version der Geschichte auch sehr gut getroffen finde. Leider ist Staffel 3 noch nicht auf Netflix, aber ich werd sie dann auf jeden Fall gucken.

Dann war da noch Galavant – schon letztes Jahr begeistert geschaut, dieses Jahr noch begeisterter. Galavant ist ein Fantasy-Musical und zwar eins, das sich in keiner Weise ernst nimmt und daher umso großartiger ist. Galavant ist Monty Python meets Ritter aus Leidenschaft meets ein Joss-Whedon-Musical. What’s not to love? Nachdem ich letztes Jahr den Trailer gesehen hatte, musste ich natürlich die erste Staffel gucken und fand sie auch ziemlich gut. Allerdings war die Story so gegen Ende hin dann doch ziemlich dünn und konfus, was auch die vielen Witze und die Lieder nicht mehr rausreißen konnten. Staffel 2 hingegen macht für mich alles richtig – abgedrehte Charaktere, tolle Musik, unglaublich viele lustige Stellen und witzige Referenzen auf andere Serien und dergleichen, aber dazu auch eine Geschichte, die doch ziemlich gut ist und am Ende alle Handlungsfäden zusammenführt. Und weil ein paar Youtube-Videos mehr sagen als 1000 Worte: Trailer zu Staffel 1, Opening Song für Season 2, Finally (aus 2.08 – die beste Mittelalter-Grease-Adaption mit tanzenden Zombies, die ihr je gesehen habt, isch schwör!). Und jetzt guckt das. Los!

Sonst noch geschaut: Die ersten 4 Folgen von The Man in the High Castle. Dann abgebrochen, weil leider Schwachsinn. Eigentlich klang die Serie, als wäre sie genau mein Ding, aber die spannende Grundprämisse ist so derartig grottig umgesetzt, dass es echt nicht zu ertragen war. Komplett unmotiviert handelnde Charaktere, die mich null interessiert haben, und eine Story mit so vielen Plotlöchern und Unsinnigkeiten, dass man sich fragt, wie das bei der aufwändigen Produktion überhaupt durchgehen kann, dazu ein quasi nicht vorhandener Spannungsbogen, der nach dem Prinzip „50 Minuten Langeweile und dann ein Cliffhanger“ zu funktionieren versucht … neeeee. Auch das Setting wirkt teilweise undurchdacht, denn während die japanischen Besatzer immerhin noch verschiedene Ämter und Funktionen haben, gibts bei den Deutschen nur „die Nazis“. Okay, es gibt die SS, die wird öfter erwähnt (und scheint irgendwie in den USA auch ALLES zu machen, seltsamerweise), aber wie diese ganze Besatzung da funktioniert, wer da eigentlich der Chef ist, was aus den ganzen anderen Organisationen geworden ist – man weiß es nicht. Es sind Nazis, sie gucken böse, sie tragen Hakenkreuze, das passt schon. Als dann in Folge 3 auch noch dieser vollkommen überzeichnete Kopfgeldjäger auftauchte, der anscheinend aus einem Tarantino-Film entlaufen ist und mal so null zum Rest der Story passte, war Schluss. Folge 4 hab ich noch geschaut, falls Folge 3 nur ein Ausrutscher gewesen sein sollte … aber nee. Blieb so. Uargh. Meine Motivation, mir weitere Amazon Prime-Eigenproduktionen anzuchauen, ist jetzt jedenfalls sehr gesunken.

Spiele

Immer noch Fallout 4, immer noch weit davon entfernt, nach 80 Stunden Spielzeit das Mainquest nennenswert vorangebracht zu haben. Aber in Santuary haben schon 5 Häuser wieder Strom!

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