31-Tage-RPG-Quest: Frage 9 – 12

Mist, gestern nur die eine Frage geschafft. Aber dann mal weiter im Text.

Frage 9: Was ist das Verrückteste, was dir beim Rollenspiel passiert ist (outgame)?

Ich fürchte, hier hab ich keine so prägnante Geschichte wie für die ingame-Verrücktheit. Einige Sachen waren natürlich schon denkwürdig.

Da war der eine Abend, an dem der SL seine Freundin zum spielen mitbrachte und diese eigentlich weder Bock auf Rollenspiel noch das Konzept davon verstanden hatte. Sie wollte einfach nur auf Teufel komm raus auch das machen, was ihr Freund so gern in seiner Freizeit tut. Sie ignorierte gekonnt alle Möglichkeiten, ihren Charakter ins Spiel zu integrieren, verstand überhaupt nichts, trank während des Spielens 2 Flaschen Rotwein und ne halbe Flasche Whiskey und schlief vor Mitternacht auf dem Bett des Gastgebers ein.

Oder das eine Mal, als wir im Keller eines ziemlich alten Hauses spielten und während eines gruseligen Abenteuers auf einmal ein Bild von der Wand fiel. Das war auch irgendwie creepy und daher denkwürdig. Genauso wie der Drucker, der nachts um 4 einmal von alleine anging und uns zu Tode erschreckte.

Dann war da noch die Geburtstagskatze: unser SL hatte an einem Sonntag Geburtstag und wir spielten an einem Samstag sozusagen hinein. Punkt Mitternacht machten wir Pause und gratulierten – und 1 Minute nach Mitternacht tauchte die Katze unserer Mitspieler auf und brachte dem SL eine Maus. (Keine Sorge, sie lebte noch und wir haben sie dann wieder freigelassen). An nem anderen Abend haben wir auch mal eine der Katzen 20 Minuten lang in einem Raum gesucht, in dem sie längst nicht mehr war.

Aber ich glaub, so was richtig knallverrücktes, total denkwürdiges ist tatsächlich noch nicht passiert.

Frage 10: Was ist dein Lieblings-Kaufabenteuer?

Hrm. Das ist jetzt eine gute Frage. Da ich, da kommen wir gleich zu, sehr selten spielleite, kenne ich die meisten Abenteuer eher aus Spielerperspektive. Da ist es dann ziemlich schwer zu beurteilen, ob das Abenteuer an sich toll ist oder ob der SL aus einem mäßig guten Abenteuer was tolles gemacht hat und wenn ja, wie viel Arbeit das war. Zum Beispiel habe ich „Das Gleichgewicht der Macht“ aus der Anthologie „Sphärenkräfte“ als Spieler total geliebt – es ist aber wohl eine Irrsinnsarbeit gewesen, das auszuarbeiten, weil viele Dinge nur grob vorgegeben sind. Andere Abenteuer sind vielleicht total gut ausgearbeitet, kommen aber bei Spielen irgendwie nicht so richtig rüber.

Aber ich will natürlich trotzdem was nennen. Als Spielleiterin fand ich das Abenteuer „Zwischen den  Zeilen“ aus der Anthologie „Bardensang und Gauklerspiel“ sehr schön. Das hat eine nette Geschichte, man kann es frei ausgestalten und es ist auch für Anfänger-Spielleiter gut zu machen, obwohl es ein Detektivabenteuer ist. Ansonsten: Auch wenn es für den SL eine Heidenarbeit ist und man auch als Spieler viel zu grübeln hat: „Jenseits des Lichts“ ist ein unglaublich geniales Abenteuer mit so vielen coolen Ideen, dass andere Leute daraus 3 Abenteuer gemacht hätten.

Frage 11: Bist du lieber Spieler oder Spielleiter und warum?

Spieler. Spieler, Spieler, Spieler.

Es ist nicht so, dass ich nicht auch schon geleitet hätte. Im Gegenteil, ich hatte ja sogar mal angefangen, die Drachenchronik zu meistern. Und das dann wieder aufgegeben, aus dem einfachen Grund: Es.macht.mir.keinen.Spaß. So gar nicht. Ich bin nicht unbedingt mal schlecht darin, aber selbst wenn es gut läuft, die Spieler super sind und alle Spaß haben, sitze ich da und gucke alle 10 Minuten auf die Uhr und hoffe, dass der Abend schnell vorbei ist. Es könnte ja noch irgendwas passieren, womit ich nicht gerechnet habe (ja, is nie wirklich passiert, dass ich nicht weiter wusste, aber egal). Vorbereiten find ich auch schrecklich. Was vor allem daran liegt, dass das ja die Vorstufe zum Leiten ist.

Und das allerschlimmste ist, dass man nicht spielen kann, wenn man leitet. Also jeder Abend als Spielleiter ist einer weniger, wo ich einen meiner Charaktere spielen kann. Und einer weniger, wo ich keine Ahnung habe, was passieren wird und mich auf einen aufregenden Abend freuen kann. Und einer weniger, wo sich einer meiner Helden weiterentwickelt, beeinflusst wird, etwas erlebt…usw.

Inzwischen hab ich das Spielleiten erstmal vollständig an den Nagel gehängt. Vielleicht hab ich irgendwann ja nochmal Lust. Oder unser SL-im-Dauereinsatz bittet mich, ihn mal abzulösen, das wäre einer der wenigen Gründe, aus denen ich doch nochmal hinter den Meisterschirm steigen würde.

Frage 12: Was für einer Deiner Charaktere sah auf dem Papier besser aus als er sich dann spielte?

Das war ein gjalkserländischer Schamane, glaube ich. Ich hatte ihn zusammen mit einem Freund erstellt, der einen Tierkrieger spielen wollte, die beiden sollten dann zusammen unterwegs sein. Ein Spieler wollte zum ersten Mal eine längere Kampagne meistern, die in Nordaventurien spielen sollte. Also klang das eigentlich nach einem tollen Konzept. Dabei sein sollten noch drei andere Spieler, die größtenteils Kämpfer oder Wildnishelden spielen wollten. Der Schamane wäre also der einzige Zauberer gewesen und ich freute mich schon drauf, dann allen was von der Geisterwelt zu erzählen, weils ja eh keiner besser wissen würde.

Tja, dann kam der erste Spielabend  und zwei Spieler hatten es sich anders überlegt und spielten dann statt profanen Helden einen Andergaster Kampfmagier und einen Firnelfen. Well, yeah. Der Schamane war dagegen natürlich längst nicht so gut, der SL konnte auch mit dem Prophezeien-Vorteil, den ich mir gekauft hatte, wenig anfangen und das Zusammenspiel mit dem Tierkrieger gestaltete sich eher so, dass der Schamane selbigen permanent davon abbringen musste, irgendwas zu tun, wofür man ihn umbringen würde. Letzten Endes fanden nur 2 Spielabende der Kampagne statt, der SL hatte wohl auch nicht so viel Lust darauf.

Gespielt habe ich den Schamanen danach nicht mehr. Wobei ich Schamanen schon immer noch irgendwie cool finde und sie in der richtigen Gruppe bestimmt Spaß machen können.

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Eingeordnet unter DSA, Helden, Rollenspiel

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