Wie der Urlaub war

So, da bin ich wieder. Ja, der Urlaub is schon ein Weilchen vorbei und ja, ich hatte sogar im  Urlaub auch Internet, aber jetzt komm ich erst dazu, mal wieder zu bloggen.

Also verlier ich jetzt nochmal ein paar Worte dazu, wie der Urlaub so war.

2013-09-07 20.07.18

Kurz gesagt: Tolle Reise, weniger tolle Zeit daheim.

Los ging es ja mit der Ratcon. Der Herr Mitbewohner und ich hatten ja schon den Freitag frei und brachten dann erstmal das Katzi in die Katzenpension. War diesmal weniger dramatisch als ich befürchtet hatte. Dann gings los, leider mit Verspätung, was doof war, weil wir in Bremen noch wen einsammeln mussten, der dann ewig auf uns gewartet hat. Sehr schlechtes Gewissen meinerseits! Die weitere Fahrt war endsnervig, weil wir von einem Stau und einer Baustelle in die nächste kamen. Die A1 ist einfach eine unglaublich ätzende Autobahn. 10 Minuten nach der Zeit, wo unser Mitfahrer da sein musste, waren wir endlich in Unna. Also schnell vor der Stadthalle angehalten und ihn rausgelassen und dann erstmal schon anwesende Mitnanduriaten in die Arme geschlossen. Danach sind wir ins Hotel, haben da nochn bisschen gechillt (also…ich hab. 5 Stunden Autofahren im Wechsel zwischen Stau und sehr schnellem Fahren, um den Stau auszugleichen, sind…anstrengend.)

2013-08-31 17.40.39

Draußen vor der Stadthalle.

Kurz nach 19 Uhr waren wir dann am Congelände. Zeit, was zu essen und ein bisschen rumzulaufen und weitere Nanduriaten zu begrüßen. 20 Uhr gings dann schon in den ersten Workshop zum Thema „Das Spiel mit den Geschlechtern“ – klingt vielleicht bissl komisch, bezog sich aber auf die in Aventurien herrschende komplette Gleichberechtigung (zumindest in vielen Regionen) und war eigentlich sehr interessant. Etwas kurz vielleicht, über das Thema kann ich auch gut 3 Stunden reden. 😉 Danach gabs mehr Abhängen mit netten Leuten, Kuchen am Uhrwerkstand (Schnaps auch, aber ich musste ja fahren…okay, einen hab ich doch getrunken.), einen kurzen Besuch im Bereich mit den Spieltischen, wo gerade eine Gruppe ein Musical-Abenteuer spielte (Bin neidisch. Will auch Musical-Abenteuer!) und einen Schlenker über den (sehr kleinen) Markt draußen.  Außerdem haben wir Demonicon angespielt, das einen überraschend guten Eindruck machte. Wem das nix sagt: Ist ein PC-Spiel im DSA-Universum, das in den Schattenlanden spielt und so vom Spielgefühl her ein bisschen an Dragon Age erinnert (mich zumindest). Wer noch was mehr dazu lesen will, kann mal hier klicken. So gegen Mitternacht sind wir dann zurück ins Hotel. Is zwar irgendwie dekadent im Hotel zu schlafen bei einer Con, aber ich bin wirklich zu alt für Isomatte und Turnhalle.

Am Samstag kam dann die Ankündigung, die danach DAS Thema auf der Con und auch jetzt noch in den gängigen Foren kommt: DSA5 kommt! Und zwar schon nächstes Jahr. Betaregelwerk im Mai, neues Grundregelwerk im Oktober. Man kann sich vorstellen, dass das natürlich reichlich für Aufregung sorgte, vor allem, da angekündigt wurde, die Ideen der Spieler mit einzubeziehen. Es gab dann ein paar Stunden später schon den ersten Workshop zu dem Thema. Ich musste mehrfach lachen oder mich davon abhalten, den gerade Sprechenden mit dem DSA-5-Stressbällchen zu bewerfen. Unglaublich, wie sehr die Meinungen der Spieler schon auf so nem relativ kleinen Workshop mit vielleicht 100 Leuten auseinandergehen. Nach dem Workshop dann 2 Premieren: Ich wurde interviewt (von Orkenspalter TV, für etwa 20 Sekunden – wer suchet, der findet es sicher irgendwo) und führte ein Interview (live, nicht per Mail) mit 2 Leuten von Kalypso, den Machern von Demonicon. War sehr lustig. Vor allem, als wir über die Bordellszene redeten und in dem Moment so ne Schulklasse mit 14-jährigen an uns vorbeilief…

Ich hörte mir dann noch nen Workshop an und besuchte die Lesung von „Der Nabel der Welten“, die Forsetzung eines Romans, die ich schon seit Jahren erwarte, weil der erste Teil sehr spannend war. Und danach haben wir – hurra, hurra – Fiasko gespielt. Wieder mit vier Leuten. Wieder eine hanebüchene Geschichte. Und der geschätze Nandurion-Kollege Vibart hat das Ganze am Ende so tragisch gemacht, dass ich immer noch ein bisschen traumatisiert davon bin. Soll heißen: Es war super. Als wir fertig waren, besuchten wir noch kurz das feierwütige Grüppchen von DSAlern draußen vor der Tür, die sich anscheinend zur Aufgabe gemacht hatten, möglichst seltsame bis widerliche Alkoholsorten zu verkosten. Habt ihr gewusst, dass es Spargelmet gibt? Ja, ich auch nicht bis zu diesem Abend. Probiert hab ich ihn aber nicht. Fahren zu müssen KANN auch ein Segen sein.

Sonntag nachmittag auf der Ratcon - parallel an 2 Laptops wird schon an neuen Artikeln gearbeitet.

Sonntag nachmittag auf der Ratcon – parallel an 2 Laptops wird schon an neuen Artikeln gearbeitet.

Sonntag…huh, was war eigentlich Sonntag. Auf jeden Fall ein Workshop zu den aktuellen Projekten der Redaktion, bei dem auch das Coverbild für das geplante neue Grundregelwerk enthüllt wurde. Das gar nicht mal so…äh, gut ist. Find ich. Wen es interessiert, der kann das Bild und eine Diskussion dazu hier finden. Hm…was war noch? Ach ja – ich hab glaub ich ziemlich lange in der Cafeteria rumgehangen und schon Nandurion-Artikel über die Con-Workshops geschrieben. Voll die Streberin *g*. Und ich war müde. Soooo müde. So gegen 17 Uhr begann dann langsam der Aufbruch und das große Verabschieden, was wie immer der blödeste Teil des ganzen Wochenendes war.

Danach gings dann los in den zweiten Teil des Urlaubs und ab nach Holland. Zum Glück war es nur eine Fahrt von etwa 2 Stunden, bis wir in Raalte im Hotel waren. Selbiges war eigentlich ziemlich cool, ein alter umgebauter Bauernhof. Leider waren die Betten die Hölle…so komische Dinger ohne Lattenrost und mit ultraharter Matratze (ich hab daheim auch eine harte, aber das war schlimm). Noch dazu stand das ganze Teil auf Rollen, so dass man bei jeder schwungvollen Drehung durchs Zimmer rollte…uäh. An dem Abend haben wir dann jedenfalls noch den Rest vom Kanzlerduell geschaut und dann sind wir glaub ich halbwegs früh ins Bett. In den nächsten Tagen haben wir die alten Hansestädte Zwolle und Deventer besucht. Beides sehr schöne kleine Städte mit toller Altstadt, in der man gut rumschlendern kann. Und gut essen *g*. Überhaupt war ich sehr begeistert von dem holländischen Essen (oder vielleicht auch unserer Fähigkeit, anscheinend nur die guten Restaurants anzusteuern *g*). Neben der Tatsache, dass die dort das belegte Brot irgendwie zu einer ganz eigenen Kunstform erhoben haben (ich aß z. B. ein unglaublich gutes Panini mit Räucherlachs, Ziegenkäse und Cashewkernen), haben wir auch sonst sehr viele gute Dinge gegessen. Und dafür elends viel Geld ausgegeben, aber das war uns irgendwie egal. Is ja Urlaub, da muss man nich rumknausern. Anyhoo: Holländische Hansestädte – nett, klein, freundliche Leute, gutes Essen, ich kanns nur empfehlen.

Deventer (fragt mich nich, warum da Schirme hängen. Sind aber hübsch.)

Deventer (fragt mich nich, warum da Schirme hängen. Sind aber hübsch.)

Auf dem Weg von Raalte nach Amsterdam machten wir dann noch einen  Zwischenstopp am Meer, weil es an dem Tag unglaublich warm war (28 Grad oder so) und fuhren dann noch nach Ammersfoort, um uns auch diese Stadt anzuschauen. War auch sehr hübsch dort.

Aaaber dann: Amsterdam. Dieses Mal hatten wir ein nicht so hübsches Hotel ziemlich weit außerhalb, allerdings hatte es bequeme Betten, ein gutes Frühstück und ein Bus fuhr in etwa 15 Minuten bis ins Zentrum. Also sehr gut und für die Stadt auch recht günstig. Wir sind dann gleich losgezogen und haben uns eine „IAmsterdam“-Card besorgt. Das ist eine Karte, mit der man umsonst Bahn und Bus benutzen kann und freien Eintritt in diverse Museen und sonstige Touristendinge erhält. Ne kostenlose Grachtenfahrt is auch mit drin, außerdem kriegt man in bestimmten Restaurants und Cafés Dinge umsonst oder billiger. Also ne feine Sache, wenn auch recht teuer (62 Euro für 3 Tage). Wir haben natürlich vorher durchgerechnet, was wir alles machen wollen um zu gucken, ob sich die Karte lohnt. Hat sie auf jeden Fall, wir waren am Ende über dem Betrag, den die Karte gekostet hat. Außerdem ist es nett, wenn man einfach so beschließen kann, doch noch mal kurz für 2 Stunden in ein Museum zu gehen, was wir vermutlich nicht gemacht hätten,wenn wir die € 15,00 Eintritt hätten zahlen müssen.

Der Hauptbahnhof in Amsterdam.

Der Hauptbahnhof in Amsterdam.

Insgesamt sind wir an den 3 Tagen viel durch die Stadt gefahren und gelaufen und waren außerdem im Schifffahrtsmuseum, im Van-Gogh-Museum und im Zoo. Die Grachtenfahrt haben wir natürlich auch gemacht. Fand ich jetzt nich sooo beeindruckend, aber das ist vielleicht einfach so, wenn man aus Hamburg kommt*g*. Am besten hat mir das Schifffahrtsmuseum gefallen. Ich glaub, so ein toll gemachtes Museum hab ich noch nie gesehen. Alle Ausstellungsstücke waren toll präsentiert, es gibt dort einen kompletten Nachbau eines historischen Segelschiffs, das man auch durchgehend besichtigen kann (sowas find ich ja immer super) und es gibt auch überall ausführliche Erklärungen (z. B. dazu, wie Navigationsinstrumente funktioniert haben usw. usw.). Wirklich, wirklich toll. Und überall gibts Sitzgelegenheiten, das find ich immer sehr wichtig, weil ich nicht besonders lange stehen oder laufen kann. Wir haben da glaub ich fast nen halben Tag verbracht, von 11-17 Uhr waren wir da unterwegs.

Segelschiff!

Segelschiff!

Historische Navigationsgeräte

Historische Navigationsgeräte

Im Van-Gogh-Museum waren wir nur 2 Stunden, da war es unglaublich voll und man musste immer erstmal warten, ehe man ein Bild sehen konnte. Das war etwas doof. Noch dazu versteh ich absolut nix von Kunst und Malerei, was über „gefällt mir/gefällt mir nicht“ hinausgeht. Nett war es trotzdem. Und wir haben uns ein Poster gekauft. Wusste gar nicht, dass dieses Bild von van Gogh ist. Jetzt wird es bald unser Wohnzimmer zieren.

Ansonsten waren wir noch im Zoo, da war es auch sehr schön. Ich steh ja auf Zoobesuche (sofern ich da nicht den Eindruck habe, dass es den Tieren nicht gut geht, was hier aber nicht der Fall war). Die Seelöwenfütterung war z. B. sehr witzig und wir haben festgestellt, dass alle Katzen, auch ausgewachsene Löwen, auf dem Rücken liegen und verrückte Augen machen können.

Da waren die Seelöwen noch am chillen.

Da waren die Seelöwen noch am chillen.

Amsterdam ist auch abends natürlich super, ich habe das Gefühl, dass die gesamte Innenstadt eigentlich nur aus Kneipen und Restaurants besteht. Ständig fanden wir noch einen tollen Platz, an dem haufenweise Lokale nebeneinander lagen und wo auch überall was los war. Wir waren dann 2 x in nem Irish Pub und haben einmal auch in einem englischen Pub gegessen. Was sehr cool ist: In vielen Kneipen der Stadt gibts eine Kneipenkatze. Und so hatte ich im englischen Pub auch fast 2 Stunden lang ein schnurrendes Katzi auf dem Schoß. Awesome.

Am letzten Urlaubstag, an dem der Herr Mitbewohner Geburtstag hatte, waren wir dann in Naarden. Das ist eine alte Festungsstadt mit noch komplett erhaltenen Festungsanlagen. Es gibt da auch ein Museum, das eigentlich montags geschlossen ist. Zum Glück war gerade eine Schulklasse dabei, dort reinzugehen und wir konnten die Museumsangestellte belabern, dass wir auch ausnahmsweise rein dürfen. War dann ziemlich cool, man konnte in die alten Gänge unter den Wällen rein und es gab einige Infos dazu, wie das Gebiet rund um die Stadt gezielt geflutet wurde, um den Angriff potenzieller Feinde schwerer zu machen. Sehr interessant, leider gab es hier alle Infos nur auf niederländisch. Aber das versteht man ja auch so halb. Wir waren dann auch noch in der Kirche der Stadt, wo wir uns ein bisschen mit einer dort arbeitenden Frau unterhalten haben, die auch noch ein paar interessante Sachen erzählt hat. Und ich habe einen der besten Latte Macchiato EVAR getrunken in so nem kleinen Kaffee.

In Naarden auf dem Festungswall

In Naarden auf dem Festungswall

Zum Schluss mussten wir uns dann zwischen den einzigen beiden Restaurants in Naarden entscheiden und wollten eigentlich erst in eins mit ner sehr tollen Inneneinrichtung, wo dann aber, obwohl eigentlich geöffnet war, die Tür abgeschlossen war und keiner aufmachte. So landeten wir dann in einem französischen Restaurant, in dem wir un-glaub-lich lecker gegessen haben. War wirklich, wirklich toll und ein super Zufallstreffer.

Nach diesem sehr schönen letzten Tag sind wir dann wieder nach Hause gefahren. 6 Stunden Fahrt im strömenden Regen. Argh. Danach war ich komplett hinüber und froh, in mein eigenes Bett zu fallen und mit der zum Glück nicht allzu erzürnten Katze zu kuscheln. Der restliche Urlaub war leider blöd – eine Migräneattacke of doom suchte mich heim und ich lag mehr oder weniger 3 Tage nur im Bett. Das war echt bekackt. DSA am Samstag ging dann wieder, auch wenn ich vor lauter Medikamenten mehrfach fast eingeschlafen bin. Der vermeintlich letzte Urlaubstag war dann gar nicht schön – das Katzi hatte zwei Krampfanfälle und wir mussten mit ihr zum Notfalltierarzt. Ich war fix und fertig und hab am Montag dann noch nen Tag Urlaub mehr genommen, weil ich sie nicht alleine lassen wollte. Bis jetzt ist aber nix weiter vorgefallen und es scheint ihr gut zu gehen. Zum Glück.

So endete der Urlaub dann eher mit doofen Dingen und jetzt bin ich schon wieder seit ner Woche am Arbeiten. Aber: Das Ferienhaus für Dänemark ist gebucht und in 7 Wochen gehts auf zur DSA-Tour. Und nächste Woche machen wir die Kanzlei am Freitag zu und alle haben Urlaub. Insofern freu ich mich schon auf nächste Woche. 🙂

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