Summer in the City.

Es ist warm. Sooo warm. Hah, was für eine gute Sache, so ein extremes Wetter, da hat man immer gleich einen Einstieg für einen Blogeintrag. Hitze, Gewitter, Schnee, Eisregen – super. „Liebes Tagebuch, heute sind es 11 Grad und es nieselt leicht“  – eher nicht so. Oder? Vielleicht sollte man auch mal das Otoonormalwetter würdigen, weil es einem wenigstens keinen Anlass zum Meckern gibt.

Jedenfalls. Es ist warm. Ich klebe gefühlt an meinem Schreibtisch fest und meine Hände schwitzen beim Tippen (Ja, das wolltet ihr jetzt wissen :p). Ich habe mein einziges Paar Sandalen rausgekramt, schlappe in denen ins Büro, wo ich sie dann unter dem Schreibtisch heimlich ausziehe, um sie mühsam wieder anzuziehen, wenn ich zum Drucker laufen muss. Vielleicht sollte ich mal Sandalen kaufen, die mir auch tatsächlich passen, damit ich sie den ganzen Tag tragen kann, aber das wäre ja zu einfach. Und ich müsste ein Schuhgeschäft dafür betreten. Und bald zieh ich eh wieder geschlossene Schuhe an, ich mag Sandalen nämlich eigentlich eh nicht, aber ich hab seit ungefähr 4 Wochen einen fiesen entzündeten Zeh und der will irgendwie frische Luft, damit es endlich mal besser wird. (Das wolltet ihr noch viel wengier wissen. Sorry. Aber ich muss mein Leid mal mitteilen…).

Es ist warm. Stickig. Bahn- und Busfahren wird zum olfaktorischen Abenteuer, man betet jedes Mal, der Bus, in den man gleich steigt, möge bitte eine Klimaanlage haben und nicht so voll sein, dass man nachher den Schweiß anderer Leute auf den Klamotten hat (irgendwie wird dieses Post ganz schön widerlich grade). Jedes Gespräch beinhaltet irgendwie das Wetter, die Hälfte der Leute liebt es, die andere (ich z. B.) findet es schrecklich, man wartet auf Gewitter oder ärgert sich über selbige. Ich esse mehr Obst in einer Woche als sonst in einem Monat, bestelle mittags Salat, weil was anderes nicht geht und esse abends freiwillig Brot, statt zu kochen. Sommer halt. Wenn man keinen Urlaub hat, stört er wirklich eher, als dass es toll ist.

Um das ganze zu toppen, hab ich Halsschmerzen. Jetzt. Bei 35 Grad. Bekloppt. Ich weiß weder, woher die kommen, noch ob sie sich ein halbes Jahr in der Zeit verirrt haben. Und ich kann nicht mal sagen, ob ich irgendwie erkältet bin oder ob ich einfach nur so schlapp bin, weil es warm ist und weil ich müde bin. Na, mal abwarten.

Die NordCon letztes Wochenende war jedenfalls super. Ich hatte sehr netten Übernachtungsbesuch, habe zum ersten Mal seit ewigen Zeiten wieder Alkohol getrunken, viel zu wenig geschlafen, unendliche Mengen an Koffein zu mir genommen und sehr viel Spaß gehabt. Als ich Samstags nach 5 Stunden Schlaf und mit Kopfschmerzen aus der Hölle zum Fasar-DPA trabte, um dort meine hyperaktive, hibbelige und hochintelligente Gelehrte zu verkörpern, bereute ich es erst doch sehr, dass ich nicht einfach einen tumben Schlagetot oder einen Zombie oder vielleicht einen netten Kieselstein spielen durfte, aber letztendlich hatte ich dann doch sehr viel Spaß mit ihr. Am Ende war zwar wieder die Zeit knapp und der Endkampf dauerte mir viel zu lang, aber ach, das mit mir und dem Kämpfen ist ja immer so. Ansonsten war es sehr toll, ich sah viele Bekannte wieder, hatte auch mal Zeit, ein bisschen übers Gelände zu bummeln und mit Leuten zu schnacken und fühlte mich deutlich entspannter als auf der RPC. Besonders Spaß machten die 2 Runden des Brettspiels „Schatten über Camelot“, das ich total großartig finde und das wir auch mit einer sehr netten Runde von Leuten (eine lustige Mischung aus Teilen meiner DSA-Runde, DSA-Redakteueren und DSA4-Forenmenschen) spielten. Leider ist das Spiel anscheinend nur für um die 70 Euro zu haben, was ich doch ein bisschen viel finde. Jedenfalls war die Con rundum gelungen, bis auf die Tatsache, dass es keine Fritzkola gab. Aber das konnte man im nahegelegenen Kiosk zum Glück kompensieren.

Am Montag hatte ich dann noch Urlaub und konnte mich von der Con erholen, was auch dringend notwendig war. Ich habe den halben Tag geschlafen und ansonsten auf dem Sofa gesessen und Serien geschaut. Aßerdem lese ich grade Netz der Intrige, was ich nun fast durch habe und dann hoffentlich bald rezensieren werde.

Am Samstag geht es dann endlich auch weiter mit DSA 🙂 Yay! Da freu ich mich schon drauf.

Leider war das jetzt mein letzter Urlaub bis zu meinem richtigen Sommerurlaub im September. Das sind noch 10 Wochen bis dahin. Schluchz!

Die Dinge mit Fäden drin (TM) gehen auch voran und nehmen Form und Struktur an. Ich bin schon gespannt, wie es da weitergeht.

So. Und jetzt werd ich mich mal durchs schwülwarme Hamburg nach Hause quälen.

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