Seit dem letzten Artikel ist wieder mehr Zeit vergangen als ich wollte. Naja. Also. Die HeinzCon
(Wer sich für das Thema nicht interessiert, kann jetzt aufhören, was anderes kommt nicht mehr…)
Archiv der Kategorie: Rollenspiel
So war die HeinzCon
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Damals (TM): Meine ersten Rollenspielerfahrungen.
Auch diesen Monat ist wieder Karneval der Rollenspielblogs und das Thema gefällt mir dieses Mal auch wieder gut: Einstieg ins Rollenspiel.
Der Eröffnungsbeitrag bietet einige schöne Fragen und ich fang heute mal mit der ersten an: Wie hast du mit dem Rollenspiel angefangen?
Also [Nostalgiemodus an]: Das allererste Mal von Rollenspielen gehört habe ich in einem Chat, der mit dem Thema gar nix zu tun hatte. Da erzählte jemand, er käme gerade vom Rollenspiel und beschrieb auf Nachfrage auch, was das in etwa ist. Da war ich ungefähr 15, es klang ganz spannend, aber ich sah in dem kleinen Kaff, in dem ich damals wohnte, eh nicht die Möglichkeit, sowas tolles zu machen. Ungefähr ein Jahr später fing ich dann mit Forenrollenspielen an. Was das ist? Im Prinzip auch ein Rollenspiel, aber in geschriebener Form. Jeder übernimmt einen oder mehrere Charaktere, die dann zusammen eine Geschichte erleben. Diese wird von den Spielern gemeinsam geschrieben, in einem Forum, per Mailingliste oder dergleichen. Einen Spielleiter gibt es nicht, man entwickelt die Handlung zusammen. Auch Regeln gibt es (in der Regel …höhö, pun intended) keine. Es ist schon ziemlich anders als PnP, aber Spaß macht es auch. Ich habe vor einiger Zeit auch wieder angefangen und es macht nach wie vor Spaß, auch wenn man auf ganz andere Dinge achten muss als beim Tischrollenspiel. Vielleicht schreib ich bei Gelegenheit nochmal über Gemeinsamkeiten und Unterschiede…aaaaber darum soll es ja heute nicht gehen.
Das erste Mal Pen-and-Paper ausprobiert habe ich in Leipzig auf der Buchmesse, da gab es einen Stand, an dem man probeweise ein kurzes DSA-Abenteuer spielen konnte. DSA war mir damals immerhin schon ein Begriff, weil mein damaliger Freund das begeistert spielte. Der wohnte aber in Hamburg (und ich damals noch im Erzgebirge, so dass ich noch nicht hatte mitspielen können). An das Testabenteuer kann ich mich nur noch dunkel erinnern. Ich weiß noch, dass der Archetyp verkehrt war, weil es eine weiblicher Magierin aus Mherwed war, wo ja nur Männer ausgbildet werden. Nicht, dass mir das aufgefallen wäre, aber die Spielleiterin hat es mir gesagt
Spaß hat es gemacht, obwohl ich nicht so richtig durchsah.
Dann war ich über den Sommer vier Wochen in Hamburg und es ergab sich endlich mal die Chance, in der Runde meines damaligen Freundes mitzuspielen. (Ja, ich habe tatsächlich als mitgebrachte Freundin angefangen – ein Phänomen, über das ich auch noch mal irgendwann schreiben mus…). Ich baute mir also mit den gerade frisch erschienenen DSA4-Regeln meinen ersten Helden. Ehe ihr euch jetzt fragt, wie ich das geschafft habe: Natürlich mit Anleitung und auch nicht per Hand, sondern mit dem Exelbogen von Zhadrakas. Und was war nun meine erste Heldin? Kriegerin, Streuner, Magier? Weit gefehlt – in Anbetracht der Tatsache, dass ich über Aventurien so gut wie nix wusste, baute ich mir eine Schäferin namens Mora, die mit ihrem Hund Helmbrecht von irgendwo am Arsch der Heide kam und bei der es nicht weiter schlimm war, wenn sie nicht wusste, in welchem Land sie grade ist und wer das regiert. Wir haben dann zu zweit mal einen Probedurchgang gemacht, damit ich wenigstens weiß, wie gewürfelt wird etc. Im Prinzip war ich also bereit für die erste Spielrunde. Aber es kommt ja öfter anders als man denkt und nachdem ich noch sehr viel in den Regelbüchern gestöbert hatte, baute ich mir dann in letzter Minute doch noch einen anderen Charakter, nämlich eine Khunchomer Diebin namens Yasine.
Der erste Spielabend – ich erinnere mich noch lebhaft. Es war Juli, draußen waren 35 Grad, in der Wohnung, in der wir spielten, 45 Grad. Das Abenteuer spielte im tiefsten Winter in den Trollzacken, man konnte sich also wenigstens vorstellen, dass es kalt ist. Die Handlung des ganzen war denkbar simpel: Ein Bauer bittet die Helden, seine oben im Gebirge eingeschneite Familie zu retten, ehe die Untoten von der anderen Seite des Gebirges sie umbringen. Es gab einen Dungeon, reichlich Skelette, ein magisches Schwert (was für den Lacher des Abends suchte, weil es nur von Leuten ohne den Nachteil Goldgier angefasst werden konnte, den dummerweise die ganze Gruppe hatte, so dass das magische Schwert am Ende der Bauersfrau gehörte) und jede Menge Kämpfe. Im Nachhinein betrachtet war das sicherlich nicht das beste Abenteuer von Welt, aber es hat gereicht, um mich mit dem Hobby DSA bzw. Rollenspiel an sich total anzufixen. Einen weiteren Aha-Moment hatte ich dann am zweiten Spielabend. Das war auch so eine Geschichte. Der damalige Freund leitete eine selbstgeschriebene Kampagne, in der in etwa die eine Hälfte der Runde mitspielte, die andere Hälfte wollte an dem Samstag dann etwas anderes spielen und ich durfte wieder dabei sein. Das Ganze fand dann aber nicht in Hamburg statt, sondern in Buxtehude (was zwar aus dem Märchen von Hase und Igel hinlänglich bekannt sein dürfte, aber trotzdem auch ein existierender Ort in Niedersachsen ist
). Ich holte also den einen Spieler ab (den ich so ungefähr 3-4x gesehen hatte) und fuhr dann allein mit ihm zum Spielort, wo ich auch nur einen weiteren Spieler kannte. Den Rest der Leute hatte ich noch nie gesehen. Dementsprechend war ich doch ziemlich nervös. Irgendwann gegen Ende des Abends – das Abenteuer drehte sich um eine mysteriöse Seuche in Ferdok und jeder in dieser verdammten Stadt war ein unkooperativer Idiot – erlebte ich dann, wie ich mich so in meine jähzornige Tulamidin hineinversetzt hatte, dass ich fluchend wie ein Rohrspatz über die dämliche Weibelin der Stadtwache herfiel und mir null Gedanken mehr darum machte, ob ich gerade alles richtig mache oder nicht. Irgendwie hatte es da “Klick” gemacht und ich war so richtig im Rollenspiel angekommen.
Dieser besagte heiße Julitag wird diesen Sommer 10 Jahre her sein. So lange mache ich nun schon Rollenspiel *krückstock*. Den Status der mitgebrachten Freundin wurde ich spätestens dann los, als ich auch nach Ende der Beziehung weiter dabeiblieb. In den 10 Jahren hat sich natürlich einiges geändert. Ich fand noch eine zweite Runde (die inzwischen auch meine Hauptrunde ist), das Regelwerk wurde aktualisiert, meine Aventurienkenntnisse stiegen an (und befinden sich heute in nahezu lächerlichen Höhen…). Ich baute noch viele weitere Charaktere, wobei meine Vorliebe für eher untypische Professionen sich nicht änderte. Yasine, meine erste Heldin, erlebte viele Abenteuer und zuletzt auch die Jahr des Feuers-Kampagne. Inzwischen ist sie Stufe 22 und vorläufig zur Ruhe gesetzt (bis ich hoffentlich nochmal Gelegenheit finde, ihr einen etwas rühmlicheren Abschluss der Heldenlaufbahn zu geben als das in unserem Finale vom JdF der Fall war).
Ja. So war das mit mir und dem Rollenspiel [Nostalgiemodus aus].
Vielleicht und hoffentlich komme ich dazu, noch über einige andere Aspekte zum Thema Einstieg ins Rollenspiel zu bloggen.
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Das DSA-Jahr 2012
Nachdem wir an Silvester in meiner einen DSA-Runde unsere wunderbare Umfrage durchgeführt haben, kann ich ja hier nochmal ein wenig über die Ergebnisse labern.
Zuvor ein bisschen Zahlenkram:
In der Runde gab es dieses Jahr 42 Spielabende. Davon hat 41 der Herr Mitbewohner gemeistert (ja, Huld und Jubel und überhaupt!) Von diesen Abenden habe ich 36 mitgespielt, dazu kommen noch 11 Spielabende (8 als Spielerin, 3 als SLin) in der anderen Runde, insgesamt also 47. Was tatsächlich weniger sind als 2011. Das dürfte an der langen Pause liegen, die wir im Mai/Juni hatten.
Also, was wurde gespielt?
- Ruf der Götter (Botenszenario)
- Der Schwur des letzten Sultans: Die Erben Nebachots
- Auf dünnem Eis (Botenszenario)
- Erben des Throns (Botenszenario)
- Von Wieseln und Wölfen (inoffiziell)
- An dunklen Tagen (Teil 2) (inoffiziell)
- Die Heilige (inoffiziell)
- Vergessene Tiefen
- Königsmacher: Der Drache im Winter – Die Gefangenen von Naumstein
- Königsmacher: Der Drache im Winter – Alte Freunde
- Königsmacher: Der Drache im Winter – Kupfer und Gold
- Dunkle Gaben (inoffizielles DZ-Abenteuer)
- Die Feuer des Winters (halboffizielles Abenteuer mit Anleihen aus Rückkehr des Kaisers)
- Blütenzauber (inoffiziell)
- Königsmacher: Die Hunde des Krieges – Die Stunde des Todes
- Das Ende der Nacht (gemeinsames Finale von Ruf der Götter und Die Erben Nebachots)
- Vergangene Gezeiten (inoffiziell)
- Der Schatten des Raben (Jenseits des Horizonts-Kampagne)
- Der Schatten von Okdragosch (Botenszenario)
Bei der Wahl zum besten Abenteuer 2012 waren sich die Spieler und Spielleiter diesmal ziemlich uneins (letztes Jahr gewann Der ewige Tod sehr eindeutig). Es gab 2 Stimmen für Ruf der Götter, 2 für Die Stunde des Todes, eine für Die Gefangene von Naumstein und eine für Alte Freunde. Ich selber hab für Die Stunde des Todes gestimmt, was niemanden meiner Mitspieler überrascht hat. Das ich ein Stadt-und-Detektiv-Abenteuer nicht schon fast aus Prinzip als bestes Abenteuer des Jahres betrachte, wäre ein Wunder
Und dieses war dazu noch wirklich gut.
Das schlechteste Abenteuer war auch sehr weit gestreut. Hier gab es zwei Stimmen für An dunklen Tagen, zwei für Der Schatten von Okdgragosch, eine für Das Ende der Nacht und eine für Auf dünnem Eis. Letztere ist meine gewesen. Das Abenteuer war mir einfach zu reise- und kampflastig und eine Heerfahrt mit 900 Leuten ist halt so NPC-technisch auch irgendwie doof. Trotzdem stammt skurillerweise meine Liebste Szene 2012 aus genau diesem Abenteuer, das war nämlich der Besuch beim Orakel der drei Klageweiber (die, glaube ich, der SL einfach inoffiziell da eingebaut hat).
Beim besten Abenteuer ever hat sich nicht viel getan, immer noch stehen Reise zum Horizont und Jenseits des Lichts ganz oben auf der Liste.
Bei der “symphatischsten Meisterfigur des Jahres” gab es eine bunte Mischung: Genannt wurden Comto Ravendosa, Teucras di Solstono und Geron Berlinghan aus der Königsmacher, ebenso Vater Orban, der Vorsteher des Vinsalter Borontempels (wieso auch immer der Spieler den jetzt toll fand *g*), außerdem Wonschensch, unser shingwanischer Feuerteufel aus Jenseits zum Horizont. Bei der “unsymphatischsten Meisterfigur” ist Arkos Shah vertreten, der einigen Spielern doch zu viel Nachsicht mit seinen (ehemaligen) politischen Feinden hat, außerdem Bruder Golgarion aus dem Vinsalter Borontempel und Deredan Karinor, ein al’anfanischer Gesandte (ebenfalls in Vinsalt). Bei der Kategorie “am besten gespielte Meisterfigur” sind unter anderem Janna, das etwas andere Schiffsmädchen (aus Jenseits des Horizonts) dabei, über die anderen Figuren verliere ich mal keine Worte, damit ich nix spoilere. Ich selber habe als besten NSC Marena gewählt, die ehemalige oronische Hexe, mit der mein Magier jetzt irgendwie zusammen ist *g* Sollte ich mir Sorgen machen, dass ich diese wie letzte Abstimmung immer einen NSC am besten gespielt fand, der mit einem meiner Helden in der Kiste war? Hm…
Was gabs noch? Achja, den “am liebsten gespielten Helden 2012″. Da überraschte ich mich selber und wählte nicht die Schreiberin und auch nicht die Agentin, sondern meinen Magier. Niemals hätte ich letztes Jahr gedacht, dass ich diese Wahl treffen würde, aber in Die Erben Nebachots hatte er einfach ein paar sehr schöne Momente (und inzwischen nennt man ihn wohl auch Corvinus den nicht mehr ganz so Nutzlosen
). Leider war bei der Kategorie “coolster Held eines anderen Spielers” dieses Jahr nicht einer meiner Charaktere dabei (ich bin immer noch traurig). Ich hab mich – wie letztes Jahr – für Fadril, den Nandusgeweihten der Jenseits des Horizonts-Runde entschieden. Ich mag ihn einfach. Auch wenn er immer alles an jeden verkaufen will.
Es gab natürlich noch viele weitere Kategorien, aber falls tatsächlich ein Leser bis hierher durchgehalten hat, will ich ihn nicht endgültig zu Tode langeweilen.
Insgesamt war es ein gutes Jahr, wir haben recht viel gespielt, einige Sachen – wie z. B. die JdF-Nebenabenteuerreihe – abgeschlossen, endlich die Königsmacher angefangen und die Planung so gut hinbekommen, dass tatsächlich im ganzen Jahr nur 4 One-Shots gespielt wurden. Die Königsmacher wird sicherlich auch das nächste Jahr wieder sehr viel gespielt werden, hoffentlich dann auch die Jenseits des Horizonts-Runde. In die haben wir jetzt einen neuen Helden aufgenommen, was bisher auch ganz gut läuft.
Meine persönlichen Ziele für dieses Jahr: Meine Agentin in der Königsmacher noch ein bisschen besser gespielt kriegen und den schmalen Grat zwischen “sie weiß, was sie tut” und “sie ist eine irre Psychopathin” noch etwas besser herausstellen *muhaha*. Und natürlich weiterhin alles und jeden an die Wand organisieren, so termintechnisch gesehen.
In diesem Sinne, ich wünsche allen Rollenspielern da draußen ein fantastisches Jahr 2013!
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Neue Sprüche aus der Königsmacherkampagne
Enthält kleinere Spoiler.
Gruppe:
Josempe di Vindest, Schwertgeselle aus Vinsalt
Dartan von Vinsalt, Magier der CCC
Traviane Geraldine von Bröckling, darpatische Adlige auf Erholungsurlaub – zumindest scheinbar
Abujin, maraskanischer Schwertgeselle (Ritter des Buskur)
Grumbolosch, zwergischer Söldner
SL: “Und im Lauf der nächsten Tage vermischt sich der Troß des Söldnerheeres mit den Einwohnern des Dorfes.”
S: “Und das nennt sich dann Troßmose…”
Dartan will gern in einen Kerker zu einem Gefangenen, doch die Wache lässt ihn nicht rein.
Spieler von Dartan: “So ein Mist…wenn es nicht auffallen würde, könnte ich ihn ja einfach paralysieren.”
Murmelt leise vor sich hin: “Paralysis starr wie Stein…”
S2: “…ich geh jetzt in den Kerker rein.”
Grumbolosch: “Wieso lädt Josempe uns eigentlich nicht mit zu sich nach Hause ein?”
Abujin: “Na, weil da außer ihm und seinem Ego keiner mehr reinpasst…”
Josempe: “Tja, so ist das, mit den Populi ist nicht zu spaßen.”
Grumbolosch: “Populi? War das der große Typ da hinten?”
Abujin und Grumbolosch schleichen nachts auf dem Boronanger herum und landen irgendwie in der Vorratskammer im Wirtschaftsgebäude des Tempels. Abujin ist sich sicher, ein komisches Kratzen und Schaben aus dem Keller zu hören. Als beide sich dann relativ sicher sind, dass es damit nichts auf sich hat, werden sie beinahe entdeckt.
Grumbolosch, noch in der Speisekammer versteckt: “Na toll, und was sagen wir, wenn uns jetzt einer hier findet? ‘Entschuldigt, euer Gnaden, wir dachten, ihr hättet Untote im Keller?’”
Josempe: “Wie heißt der Kerl? Fran?”
Geraldine: “Farn. Ich glaube, Fran ist hier als Name schon länger nicht mehr in Mode…”
Abujin: “Na toll, gleich haben wir hier noch einen toten Borongeweihten.”
Grumbolosch: “Der weiß wenigstens, wo er hinmuss…”
Dartan: “Wieso hast du ihn umgebracht?”
Geraldine: “Er war ein Arsch!”
Dartan: “Ja, das ist mir klar, aber du kannst doch nicht jeden abstechen, nur weil er ein Arsch ist!”
Geraldine: “Tu ich ja auch nicht – du sitzt schließlich auch noch hier…”
Grumbolosch und Abujin sind auf dem Weg in eine Kneipe.
S: “Hey, irgendwie klingt das wie der Anfang von einem Witz – ‘Kommen ein Zwerg und ein Maraskaner in eine Kneipe….’
SL: “Ihr betretet den Tempel.”
Grumbolosch: “Ich will jetzt wissen, was da los ist. Ich eile in Richtung Altar.”
Josempe: “Ich nicht – immerhin ist das hier ein Tempel. Ich gehe gemessenen Schrittes.”
S1: “…also seid ihr gleich schnell.”
SL: “Die Diener wirken sehr untertänig und schweigsam.”
S1: “Zombies??!”
Josempe: “Was für eine riesige Ein-Mann-Armee soll das bitte sein?”
Josempe: “Woher soll ich wissen, wie gut ein Mensch so brennt? Bin ich Inquisitor?”
Während eines Kampfes, der nicht so rosig aussieht, entbrennt eine Diskussion am Spieltisch…
S1: “Nun reißt euch mal zusammen – gleich sind wir in Borons Hallen, da können wir das in Ruhe ausdiskutieren…”
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Lenas Helden, Teil 2: Curima (inkl. Zeichnung)
Es folgt – endlich – mal eine weitere Vorstellung eines meiner Charaktere. Diesmal geht es um Curima, meinen Charakter, der gerade in Jenseits des Horizonts durchs Güldenland rennt. Auch hier gibt es ein Bild, das ein guter Freund von mir vor Jahren dankenswerterweise mal gezeichnet hat.
Die Beschreibung passe ich mal an die aus Teil 1 an.
NAME: Curima Flinkenkiel
RASSE/KULTUR/PROFESSION: Mittelländer/Garetien (Tempelstädte)/Schreiberin
AUSSEHEN: Curima ist Mitte Zwanzig, etwa 1,65 m groß und zierlich gebaut. Sie hat grüne Augen, Sommersprossen und rotblondes Haar, das sie seit einiger Zeit nach Art der Vesai knallrot gefärbt hat. In Aventurien bzw. auf der Überfahrt ins Güldenland trug sie meist Stiefel, Hosen und Bluse, inzwischen passt sie sich der jeweiligen Mode in Myranor an. Ihre Finger sind meist mit Tinte verschmiert, die sich auch gerne in Gesicht oder Haare verirrt – manchmal ist Curima einfach zu sehr ins Schreiben vertieft, um auf solche Nebensächlichkeiten zu achten.
HINTERGRUND: Bereits seit mehreren Generationen sind die Flinkenkiels eine Familie von Schreibern – daher auch der Name. In Eslamsgrund geboren und aufgewachsen, wurde auch Curima dort auf Schreiberschule ausgebildet. Dabei entdeckte sie schon früh ihre Liebe zu alten Sprachen und zum Schreiben. Einige Zeit lang verdiente sie ihr Geld damit, Artikel für diverse Gazetten zu schreiben – meist über die abenteuerlichen Geschichten, in die sie immer wieder hineingeriet. Nach gewissen Geschehnissen im Horasreich (zu erleben in “Die unsichtbaren Herrscher”) entschloss Curima dann, für einen Platz in der Güldenlandflotte vorzusprechen. Kurz darauf begann das große Abenteuer…
PERSÖNLICHKEIT: Schlau, wortgewandt und stets eine ironische Bemerkung auf den Lippen – das ist eine Seite von Curima. Die andere fragt sich immer noch, welcher Anflug von Wahnsinn sie dazu gebracht hat, Aventurien zu verlassen, ohne zu wissen, ob sie jemals wieder nach Hause finden wird. Sie hängt sehr an ihren Freunden und sämtlichen Mitgliedern der Bordbesatzung und betrachtet die “Prinzessin Lamea” inzwischen als ein zweites Zuhause. Curima tut alles, was sie tut, mit vollem Einsatz und manchmal beängstigender Hingabe.
STÄRKEN UND SCHWÄCHEN: Curima ist klug, hat eine schnelle Auffassungsgabe, ein gutes Gedächtnis und eine Begabung für alles, was mit Sprachen, Schriften oder schriftlichem Ausdruck zu tun hat. Sie denkt über alles gründlich nach und ist selten um eine Antwort verlegen. Gleichzeitig überfordert sie sich gerne selbst mit ihrem Anspruch, alles logisch zu durchdenken und möglichst lückenlos all ihre Erlebnisse aufzuschreiben. Sie kann sich an einem Problem so festbeißen, dass sie darüber das Essen und Schlafen vergisst. Sie ist oft zu neugierig, hat panische Angst vor Ratten und vor Spinnen und achtet selten darauf, ob sie sich vor lauter Suche nach Erkenntnissen nicht selbst in Gefahr bringt.
ANEKDOTE: Kurz vor Beginn der Reise ins Güldenland bekam Curima von einem Tierkundler auf einem der anderen Schiffe ein Säbelzahnkaninchen geschenkt, das seitdem in ihrer Kabine wohnt. Sie hat es auf den Namen “Fortuna” getauft und immer, wenn es ihr nicht gut geht, verkriecht sie sich mitsamt Kaninchen in ihre Koje. Das hat mittlerweile den Satz “Curima braucht wieder ihr Therapiekaninchen” geprägt…
ZITATE:
“…aber trotzdem: Mal eben so den Kontinent verlassen, auf einer Fahrt ins Ungewisse, mit der Gewissheit, dass ich, selbst wenn die Sache nicht völlig schief geht, erst nach mehreren Götterläufen wiederkehren werde, das ist eigentlich nicht meine Art.”
“Vielleicht haben wir wirklich das Spielbrett der Götter verlassen, denn es scheint, dass sie sich von uns abgewandt haben.”
“Was ist, wenn ich eine Kleinigkeit vergesse, mir weder merke noch sie festhalte, und diese Kleinigkeit wäre entscheidend gewesen, an dieser Kleinigkeit wird die ganze Reise scheitern?”
SONSTIGES: Bei Curima macht mir am meisten Spaß, dass sie eigentlich nie eine Heldin sein oder große Taten vollbringen wollte. Sie ist eigentlich in alles immer durch eine Mischung aus Neugier und Hilfsbereitschaft hineingestolpert. Die Güldenlandfahrt war das erste Abenteuer, auf das sie sich freiwillig aufgemacht hat – im Gegensatz zu mir als Spielerin weiß sie ja nicht, wie viele Jahre die Expedition tatsächlich unterwegs sein wird
Außerdem mag ich kluge Helden und Curima ist tatsächlich schlauer als der ganze Rest. Sogar mein Magier ist nicht so klug. Und sie mag Rätsel und fremde Sprachen, genau wie ich. Insofern hab ich viel Freude an ihr.
Übrigens – Curimas Abenteuer könnt ihr hier nachlesen.
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Eine (Schwert-)Lanze für Myranor
Der November neigt sich dem Ende zu – Zeit, schnell noch etwas für den diesmonatigen RSP-Karneval zu schreiben! Übrigens habe ich auch in den vergangenen 2 Monaten was für die Karnevalsthemen geschrieben, aber zusammen mit den Jungs und Mädels von Nandurion. Die beiden Beiträge findet ihr hier (September) und dort (Oktober).
So – diesen Monat geht es ums Thema “(Lost) Sense of wonder”. Schönes Thema, finde ich. Denn die Freude am Entdecken von neuen Welten, Mysterien, Unbekanntem und Gefährlichem ist ja eine der Sachen, die beim Rollenspiel so viel Spaß machen. Und ebenso ist es natürlich ein Problem, wenn dieses Gefühl verschwindet, weil man den Eindruck hat, alles schon gesehen und gemacht zu haben. Letzteres ist grade bei DSA-Spielern eine oft vernommene Klage, denn Aventurien ist nunmal nicht sonderlich groß und die Zeit, als es noch leere Flecken auf der Landkarte gab, ist auch schon längst vorbei. Nicht ganz zu unrecht klagt so mancher Spieler oder Spielleiter darüber, dass jede Milchkanne und jede Hartwurst beschrieben ist.
Ich möchte jetzt eigentlich nicht auf diese aventurische Problematik hinaus, weil es in dem Artikel um etwas anderes gehen soll, aber dennoch: Für mich ist die dicht beschriebene Welt manchmal durchaus geeignet, um gerade deswegen neuen Sense of Wonder zu generieren. Klar, wenn der Hintergrund sehr wenig festgelegt ist, kann der SL sehr frei agieren und seine Ideen umsetzen. Die Spieler haben keine Ahnung, was sie erwartet und umso größer ist das Erstaunen über das, was ihnen begegnet. Aber manchmal sind Sachen einfach auch besonders cool, weil man schon so oft von ihnen gehört oder gelesen hat und sich dann umso mehr freut, selbst Teil davon werden zu können. Zum Beispiel kennt fast jeder DSA-Spieler die versunkene Unterstadt von Havena. Man kommt im Heldenleben ja kaum drumherum, da irgendwann mal runterzutauchen oder wenigstens einen Blick drauf zu werfen
Und nun hatten wir neulich ein (selbstverfasstes) Abenteuer, in dem die Helden durch eine Zeitreise in das Havena kurz vor der Flut geschleudert wurden. Das war – eben weil man schon so viel darüber gehört hatte – ein wirklich tolles Erlebnis. Aber genug zu diesem Thema, das vielleicht eher in einen eigenen Artikel gehört.
Aber eigentlich wollte ich an dieser Stelle mal ein wenig Werbung für den Nachbarkontinent machen. Viele DSA-Spieler, die ich kenne, verbinden Myranor mit “komischen Katzenviechern, High-Fantasy, Luftschiffen und viel zu großen Städten”. Das hört man jedenfalls gerne mal, wenn man das Thema anspricht. Es scheint, dass nur Wenige Lust haben, dem Güldenland eine Chance zu geben. Und das finde ich schade, wenn man Aventurien gefühlt schon in- und auswendig kennt, aber trotzdem nicht ganz auf ein anderes System oder in eine andere Welt wechseln will, ist Myranor meiner Meinung nach eine sehr gute Lösung.
Dabei war ich selber vor einigen Jahre noch gar nicht unbedingt darauf aus, mal in Myranor zu spielen. Aventurien reichte mir eigentlich vollkommen. Aber irgendwann spielte ich “Die unsichtbaren Herrscher” und wer das Ende kennt, weiß, dass man danach doch eine gewisse Motivation hat, sich der Güldenlandexpedition anzuschließen. Irgendwie überzeugte ich den SL und die Mitspieler davon, dass wir nun unbedingt “Reise zum Horizont” spielen müssen – und ich glaube, wir haben es alle nicht bereut. Wir sind mittlerweile schon fast ein Ingame-Jahr auf dem neuen alten Kontinent unterwegs und entdecken ihn Stück für Stück. Immer wieder staunen wir, erkennen wir verwundert bekannte Dinge, die wir dort gar nicht erwartet hatten, stolpern wir über Informationen, die auch Aventurien in ein ganz neues Licht rücken.
Myranor ist ein wenig wie Aventuriens verschrobene Cousine, die man lange Zeit aus den Augen verloren hatte. Man erkennt klar die Verwandtschaft, aber es ist alles ein bisschen größer, ein bisschen verrückter, ein bisschen anders. Man kann an einem Abend in einem Raia-Tempel sein und erkennen, dass doch irgendwie alles sehr ähnlich wie “zu Hause” ist und trotzdem am nächsten Abend auf einem nequanischen “U-Boot” (ja, ich weiß, Demergator ist das richtige Wort
) durchs Meer tauchen. Man erfährt Sachen, von denen man noch nie was gehört hat (Unsere Jenseits-des-Horizonts-Gruppe rätselt immer noch, wie dieses Vark, von dem gefühlt 50 % der Nahrungsmittel stammen, eigentlich aussieht…) und andererseits sieht man immer wieder, wie sehr in Aventurien auch heute noch der Einfluss des Güldenlands spürbar ist. Das ergibt eine witzige Mischung, weil man sich nicht komplett auf neuem Gebiet bewegt, aber trotzdem ständig etwas Neues und Aufregendes zu entdecken hat. Gewissermaßen kann man das auch auf das Regelwerk übertragen – funktioniert im Prinzip auch so wie in Aventurien, man kann aber Neuheiten wie “vierarmigen Kampf” oder “einschüchterndes Gebrüll” finden.
Einen besonderen Reiz bietet es in meinen Augen, Myranor tatsächlich nicht mit dort aufgewachsenen Helden, sondern mit Aventuriern zu entdecken. Wenn man Reise zum Horizont doof findet, kann man ja eine eigene Überfahrt ersinnen oder die Helden einfach von einem wirren Typ in einer blauen Kiste dort absetzen lassen. Wie auch immer, es lohnt sich. Denn Helden aus Aventurien kennen sich logischerweise in Myranor nicht aus, auch wenn sie vielleicht in ihrer Heimat hochgelehrt sind. Sie haben vielleicht schon das ein andere über den Nachbarkontinent gelesen, aber das sind eher Vermutungen und Gerüchte. Und damit befinden sich die Helden quasi in der selben Situation wie die Spieler – eine ganz wunderbare Sache. Man muss sich nicht zurückhalten, weil man schonmal in Hintergrundband X gelesen hat, was die Kreatur vor einem eigentlich darstellt, man kann wirklich und ernsthaft als Spieler miträtseln, ob dieser alte Kult jetzt gut oder böse ist und selbst wenn man als SL völlig regelkonform bleibt, kann man die Spieler mit der Unzahl von neuen Kreaturen, Monstern, technischen Errungenschaften, magischen Effekten und neuen Kulturen überraschen. Der Nachteil der Sache liegt natürlich auf der Hand: Der SL ist dann der arme Depp, der sich in den ganzen Hintergrund einlesen muss, während die Spieler den Kontinent ohne Vorkenntnisse erforschen können. Bei uns hat sich unser SL die Arbeit gemacht und ich bin ihm sehr dankbar dafür. Dadurch konnten wir wirklich mit dem gleichen Wissenstand wie unsere Charaktere staunend durch die “neue Welt” laufen.
Aber auch wenn man mit einer myranischen Gruppe spielt, bietet der Kontinent durchaus die Möglichkeit, viel Neues zu entdecken. Myranor ist riesig. Wirklich verdammt groß. Da kommt man nicht mal so eben von einer großen Stadt zur nächsten. Wenn die Helden auf dem Land aufgewachsen sind, wird sie Balan Cantara genauso umhauen wie es bei aventurischen Helden der Fall ist. Und selbst wenn die Helden aus einer Großstadt kommen – die nächste sieht wieder ganz anders aus und selbst in den eher abgeschotteten Bezirken der eigenen Heimat finden sich noch Dinge, die man nie vorher gesehen hat, wenn man sich dort nicht hineinwagt. Klar muss man sich als Spieler dann vorher ein bisschen was anlesen, damit man wenigstens weiß, was man da in Myranor so trägt, isst, bezahlt, anbetet, etc., aber es dürfte immer machbar sein, das so zu machen, dass man dadurch nicht gleich fürchterlich viele Sachen weiß, die es noch herauszufinden gilt. Selbst eine exotische Gruppe aus einem Optimaten, einem Shingwa, einem Neristo und einer Amauna hat noch Dutzende spannende Kulturen und Religionen, die sie entdecken kann. Nicht zuletzt ist Myranor natürlich auch weniger dicht beschrieben als Aventurien und wem die offiziellen Angaben nicht passen, der kann dort leichter davon abweichen. Das wird auch dadurch begünstigt, dass es keinen wirkliche Metaplot gibt (zumindest aktuell. Was da in Zukunft noch kommen mag, weiß ich nicht
). Und wem es halt partout nicht passt, Katzenmenschen in seinem Rollenspieluniversum zu haben, der kann sie einfach rausstreichen und wird in Myranor immer noch viel Freude haben.
Ich jedenfalls bin durch die Lamea-Kampagne, die nach wie vor läuft, ein Myranorfan geworden und spiele dort sehr gern. Noch haben wir keine Gruppe aus myranischen Helden, aber das kommt sicher noch.
Also, ich hoffe, ich konnte die sprichwörtliche Lanze (oder auch die myranische Kenteme) für den großen Kontinent im Westen brechen und habe vielleicht einigen von euch Lust gemacht, es doch mal auszuprobieren. Es lohnt sich!
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Lenas Helden, Teil 1: Ciarda (inkl. Zeichnung)
Nun laber ich hier immer und ständig über Rollenspiel…also wieso nicht auch mal über die für mich wichtigsten Personen dabei: Meine Charaktere
Deshalb dachte ich mir, ich schreibe ab und an mal eine kleine “Vorstellung” zu einem meiner Helden und pack die dann gesammelt noch auf eine extra Seite (siehe hier).
Anfangen möchte ich zunächst mal mit einem großen Dank an die wunderbare Anika Schröder, die mir während der letzten Wochen einen großen Wunsch erfüllt und eine Zeichnung einer meiner liebsten Heldinnen angefertigt hat. Ihre Tumblr-Seite, auf der sie ihre Bilder zeigt, kann ich nur empfehlen!
Und hier ist die Zeichnung:
Das Bild zeigt, wie oben schon im Titel erwähnt, meine thorwaler Skaldin Ciarda Aislinnsdottir. Ich hatte sie auch mal irgendwann bei einem kleinen “Schickt uns euren Lieblingshelden”-Wettbewerb im Ulisses-Forum eingeschickt, daher stammt auch die nun folgende Beschreibung:
NAME: Ciarda Aislinnsdottir
RASSE/KULTUR/PROFESSION: Rasse:Thorwalerin/Nivesin, Kultur: Thorwal, Profession: Skaldin der Runajasko
AUSSEHEN: Ciarda ist Mitte Zwanzig und ziemlich groß gewachsen, dabei aber eher hager. Sie hat langes schwarzes Haar mit eingeflochtenen Zöpfchen, ihre Augen sind bernsteinfarben. Eine thorwalsche Rune ziert ihre linke Schläfe, weitere Tätowierungen den ganzen Körper. Gekleidet ist sie meist in Hose und Tunika, eine Laute und ein Bogen hängen auf ihrem Rücken.
HINTERGRUND: Ciarda ist die Tochter eines Thorwalers und einer Nivesin. Sie wurde an der Runajasko zu Olport ausgebildet, wo sie neben dem Skaldenhandwerk auch lernte, mit ihrer geringen magischen Begabung umzugehen. Dort erfuhr sie außerdem, dass sie prophetische Träume hat, und lernte, die Runen zu deuten.
PERSÖNLICHKEIT: Ciardas Leben wird durch ihre Träume und Prophezeiungen bestimmt, die ihr Handeln lenken und denen sie intuitiv folgt. Sie ist für eine Thorwalerin eher ruhig, oft nachdenklich und in sich gekehrt. Sie liebt das Meer und die Schifffahrt ebenso wie die Musik.
STÄRKEN UND SCHWÄCHEN: Begnadete Skaldin, gute Bogenschützin, außerdem sehr kundig im Bereich alter Sagen und seit einiger Zeit in der Lage, Zauberrunen herzustellen. Im Nahkampf und beim Trinken macht sie hingegen eine schlechte Figur. Kann mit ihrem Gesang eine ganze Halle zum Schweigen bringen, ist in Gesprächen aber oft schüchtern. Von den Runjas mit der Gabe der Prophezeiung gesegnet, aber auch mit Albträumen gestraft.
ANEKDOTE: Sie trägt immer einen Beutel mit thorwalschen Runen mit sich herum und beschenkt Freunde, Bekannte, aber auch Wildfremde, mit Runen, die ihr passend erscheinen.
ZITATE: „Ich hatte einen Traum…“
“Es gibt eine alte Sage, in der es heißt…”
„Die Runjas haben Euer Schicksal schon bestimmt. Es ist nun an Euch, damit umzugehen.“
SONSTIGES: Der Spaß – und auch die Herausforderung – bei dieser Heldin liegt darin, jemanden zu spielen, der mehr weiß, als ein normaler Mensch wissen kann, der fest an das Schicksal glaubt, der Ahnungen, Träume und Eingebungen hat, aber nicht immer gut damit umgehen kann.
So – das war also schonmal einer meiner Charaktere. Vermutlich ist das jetzt wieder eine der Sachen, die kaum einer spannend findet, aber sei’s drum
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Der Alltag hat mich wieder
Irgendwie isses immer ätzend, wie schnell der Urlaub vorbei geht und wie schnell man hinterher wieder im Arbeitstrott festhängt. Außerdem fühle ich mich irgendwie nicht so fürchterlich erholt. Vielleicht das nächste Mal doch Strandurlaub…? Keine Ahnung. Eigentlich war ich ganz gut drauf, als ich aus dem Baltikum zurückkam, aber die Realität schlug mir dann doch irgendwie schnell und unbarmherzig ins Gesicht.
Inzwischen is auch die zweite Arbeitswoche schon wieder halb vorbei. Mein erster Arbeitstag letzten Montag ging schonmal toll damit los, dass er nicht losging, weil ich von Sonntag auf Montag einen gar wundervollen Migräneanfall hatte und die Nacht damit verbrachte, mich zu übergeben und wimmernd im Bett zu liegen. War toll. Dienstag gings dann wieder und ich konnte arbeiten. Inzwischen haben wir auch die Aktenberge, die während der Urlaubszeit entstanden sind, so halbwegs abgearbeitet.
Das letzte Wochenende war dann sehr schön und fast auch noch mal ein bisschen urlaubsmäßig: Der beste Mitbewohner von allen und ich waren in Jever zum DSA spielen, Whiskeyshop besuchen, grillen und Zeit mit netten Leuten und großartigen Katern (die flauschigen welchen, nicht die vom Alk, obwohl wir den Whiskey natürlich probiert haben). Wir haben an dem Wochenende zum ersten Mal in den dunklen Zeiten gespielt, was sehr viel Spaß gemacht hat. Das Abenteuer war irgendwie sehr episch, das Setting macht sehr, sehr viel Freude (gerade, wenn man Aventurien und Myranor kennt, isses klasse) und meine Heldin fiel zwar eher unter “große Klappe und nicht viel dahinter” (habe eine Kophta aus El’Burum gespielt und naja, Hellsichtszauberer sind halt nicht immer nützlich…), was sie nicht davon abgehalten hat, die anderen herumzukommandieren
Am Ende des Abends waren die Astralpunkte trotzdem alle verpulvert und neue (alte) Zauber auszuprobieren macht viel Spaß (Der “Leib aus 1000 Fliegen” rockt!). War jedenfalls sehr toll. Und macht auch Spaß, mal Balphemor von Punin zu treffen, als er noch Akdademieleitet in Puninum ist…jedenfalls werden wir die Runde hoffentlich weiterspielen, wenn der Gegenbesuch aus Jever ansteht. Ich freu mich schon.
Der Montag dieser Woche war auch wieder sehr bekackt, weil schon wieder Migräne und schon wieder ne Doppelstunde Singen dafür absagen müssen. Hurra! Macht besonders viel Spaß, wenn es die zweite Doppelstunde in 2 Wochen ist (und man sie trotzdem bezahlen darf…)
Naja. Insgesamt also alles wieder im Trott. Aber: Heute abend findet unser nächster Hangout statt! Wir reden heute über die BBC-Serie Sherlock, um genauer zu sein, über die Folge “A Scandal in Belgravia” (Staffel 2, Folge 1). Dieses Mal streamen wir direkt über YouTube und ihr könnt uns hier zuschauen und kommentieren! Ich und die anderen Mädels freuen uns wie immer über Zuschauer, Feedback und Konfetti
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“Drama, baby!” – Auch Helden müssen leiden

Es folgt ein Beitrag zum diesmonatigen Karneval der Rollenspielblogs mit dem Thema “Emotionen im Rollenspiel”. Weiterlesen
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Abschied von einer Kampagne und Neue Sprüche
Am Freitag habe ich mich endlich dazu durchgerungen und meiner Drachenchronik-Runde mitgeteilt, dass ich nicht mehr weiterleiten werde. Es war keine leichte Entscheidung, denn ich lasse nicht gern Leute im Stich und eine Heldengruppe mitten in der Kampagne sitzen zu lassen ist wirklich nicht schön. Aber es ging einfach nicht mehr. Ich habe mich jeden Samstag, an dem wir gespielt haben, durchgequält. Warum? Weil mir spielleiten einfach absolut keinen Spaß macht. Gar keinen. Ich habe es trotzdem versucht, weil ich die Spieler mag und die Heldengruppe toll ist, aber ich mag nicht mehr. Zum Glück hat sich einer der Spieler inzwischen bereiterklärt, sich die Bücher mal anzusehen und den Meisterposten eventuell zu übernehmen. Wobei ich es auch nicht schade um die Kampagne fände, wenn man sie nicht spielt. Doll ist sie nämlich nicht. Aber ich würde mich trotzdem freuen, wenn mein Rücktritt vom SL-Posten nicht das Ende für die sehr witzige Heldengruppe bedeuten würde. Mal schaun. Nach meinem Urlaub setz ich mich mit dem SL in spe mal zusammen.
Apropos Urlaub: Ab morgen bin ich dann also weg für 10 Tage. Danach folgt dann hoffentlich ein Reisebericht aus dem Baltikum. Also habt eine schöne Zeit bis dahin
Und zum Abschied vorm Urlaub noch die wenigen Sprüche aus der Königsmacher, die ich mitgeschrieben habe bisher:
Gruppe:
Josempe di Vindest, Schwertgeselle aus Vinsalt
Dartan von Vinsalt, Magier der CCC
Traviane Geraldine von Bröckling, darpatische Adlige auf Erholungsurlaub – zumindest scheinbar
Abujin, maraskanischer Schwertgeselle (Ritter des Buskur)
Grumbolosch, zwergischer Söldner
Die Helden diskutieren darüber, ob man reitet oder zu Fuß geht. Der Zwerg ist logischerweise gegen das Reiten.
Dartan: “Ach, den Zwerg binen wir einfach einem Esel auf den Rücken.”
Grumbolosch: “Ich bin mir nicht sicher, ob Ihr mich tragen könnt.”
Josempe: “Könnt Ihr reiten, Abujin?”
Abujin: “Ich bin ein RITTER DES BUSKUR, natürlich kann ich reiten!”
Josempe: “Ja, nungut, aber reitet ihr in Maraskan nicht auf Spinnen oder so?”
Josempe, während der Planung einer Aktion: “Habt ihr es jetzt endlich verstanden? Wir müssen so aussehen, als wüssten wir, was wir tun!”
Josempe reitet voraus in die nächste Stadt, um noch einige Besorgungen für die Reise zu machen.
Josempe: “Kann ich noch jemandem was mitbringen?”
Grumbolosch: “Ich wollte schon immer ein Brecheisen haben…”
Geraldine: “Josempe, du hast doch ein Weingut, oder? Dann kennst du dich doch damit aus, wie man Arbeiter anheuert?”
Josempe: *nickt wichtig* “Ja, ich beschäftige mehrere Arbeiter, die mit ihren Händen an meinen Trauben arbeiten…”
(5-minütiger Lachflash der ganzen Gruppe….)
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